OS Security & Service GmbH
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Official financial statements and annual reports
Getsafe Insurance AGHeidelbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023JAHRESBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023(mit Vergleichszahlen zum 31. Dezember 2022)AKTIVSEITE
PASSIVSEITE
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR 2023 BIS 31. DEZEMBER 2023(mit Vergleichszahlen für das Geschäftsjahr 2022)
ANHANG 2023Allgemeines Der Jahresabschluss und der Lagebericht sind nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie den Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) in Verbindung mit der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen und den Vorschriften des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) in der jeweils aktuellen Fassung aufgestellt. Als Versicherungsunternehmen hat die Gesellschaft die geltenden Vorschriften für große Kapitalgesellschaften gemäß §341 Abs. 1 HGB ff. anzuwenden. Die Bilanz ist gemäß des durch die Rechtsverordnung von Versicherungsunternehmen erlassene Formblattes 1 sowie die Gewinn- und Verlustrechnung gemäß des Formblattes 2 aufgestellt. Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung gehörenden Vermerke sowie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma Getsafe Insurance AG mit Sitz in Heidelberg im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter der Nummer HRB 735464 eingetragen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die unter den Kapitalanlagen ausgewiesenen Inhaberschuldverschreibungen wurden gemäß § 341b Abs. 2 Halbsatz 2 HGB nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften zu fortgeführten Anschaffungskosten bzw. bei dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren Wert (gemildertes Niederstwertprinzip) bewertet, da diese dauerhaft dem Geschäftsbetrieb dienen. Einlagen bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind zum Nennwert angesetzt. Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt. Versicherungstechnische Rückstellungen Bei der Ermittlung der versicherungstechnischen Rückstellungen werden die Bestimmungen der §§ 341e bis 341h HGB berücksichtigt. Die Beitragsüberträge für das selbst abgeschlossene Geschäft werden grundsätzlich einzelvertraglich nach der 1/act-Methode ermittelt. Die nicht übertragungsfähigen Kostenbestandteile werden in Anlehnung an den koordinierten Ländererlass vom 30. April 1974 abgesetzt. Rückstellungen für alle bekannten, noch nicht abgewickelten Versicherungsfälle sind einzeln und nach individuellem Bedarf bewertet. Für die bis zum Abschlussstichtag eingetretenen oder verursachten, aber zum Bilanzstichtag noch nicht gemeldeten Schäden wurde eine Spätschadenrückstellung, abhängig von der Verfügbarkeit der historischen Daten, zum einen auf Basis der erwarteten Anzahl und der durchschnittlichen Höhe der Spätschäden und zum anderen auf Basis der erwarteten Schadenquote ermittelt. Zur Ermittlung der erwarteten Anzahl und der durchschnittlichen Höhe der Spätschäden wurde die beobachtete Entwicklung des Meldeverhaltens sowie der Schadenhöhen herangezogen. Die Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen sind entsprechend den vertraglichen Vereinbarungen errechnet. Die Rückstellung für Schadenregulierungsaufwendungen ist unter Beachtung des koordinierten Ländererlasses vom 2. Februar 1973 berechnet. Eine Schwankungsrückstellung gemäß § 341h HGB in Verbindung mit § 29 RechVersV war nicht zu bilden. Die anderen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit größer 1 Jahr sind nicht vorhanden. Die anderen Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB angesetzt. Erläuterungen zur Bilanz: Aktivseite Für die Entwicklung der Aktivposten A. und B. verweisen wir auf den Anlagenspiegel auf die Anlage zum Anhang. Bei dem Immateriellen Vermögensgegenstand von 1 EUR handelt es sich um den entgeltlich erworbenen Versicherungsbestand der Luko Insurance AG. Der Zeitwert der zu Anschaffungskosten bewerteten Kapitalanlagen (§ 54 RechVersV) beträgt zum Jahresende TEUR 5.934,3. Abschreibungen erfolgten nicht, da keine dauerhafte Bonitäts- oder Liquiditätsrisiken festgestellt wurden. Der Zeitwert der fest verzinslichen Wertpapiere wurde anhand der Börsenkurse zum 29. Dezember 2023 ermittelt. Die Bonität der Schuldner der Inhaberschuldverschreibungen wurde geprüft: es werden keine Titel mit niedriger Bonität ("below investment grade") gehalten. Darüber hinaus ist seit Anschaffung keine zweimalige Herabstufung der Bonität im Bestand identifiziert worden. Da die Anleihen grundsätzlich bis zur Endfälligkeit gehalten werden ("buy and hold" Strategie) wurde keine dauernde Wertminderung für Titel im Anlagevermögen festgestellt. C. I. Bei den Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft an Versicherungsvermittler handelt es sich bei den Forderungen an verbundene Unternehmen in voller Höhe um Forderungen gegenüber der Getsafe Digital GmbH, die die Vermittlung von Versicherungsverträgen der Produkte Haftpflicht, Hausrat, Hundehalterhaftpflicht, Tierkranken und Fahrrad übernimmt. Abweichend vom Vorjahr werden die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber denselben Vertragspartnern saldiert ausgewiesen. Im Vorjahr erfolgte der Ausweis brutto in den Forderungen und Verbindlichkeiten. C. II. Abweichend vom Vorjahr werden die Forderungen und Verbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft je Vertragspartner saldiert ausgewiesen. Im Saldo führt dies zu einem Ausweis unter den Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft. C. III. Die sonstigen Forderungen an verbundene Unternehmen betrifft Konzernumlagen (EUR 10.007, Vj. EUR 210.572) D. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden laufende Guthaben bei Kreditinstituten sowie Steuerforderungen ausgewiesen. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. E. I. Die bis zum Bilanzstichtag entfallenden, aber noch nicht fälligen Zinserträge unter den Abgegrenzten Zinsen und Mieten erfasst. Erläuterungen zur Bilanz: Passivseite A. Eigenkapital A. I. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt EUR 50.000 (Vj. EUR 50.000) und ist eingeteilt in 50.000 Namensaktien im Nennbetrag von je EUR 1,00. Das gezeichnete Kapital wird in voller Höhe von der Alleingesellschafterin Getsafe GmbH gehalten und ist in voller Höhe eingezahlt. A. II. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage besteht in voller Höhe aus anderen Zuzahlungen, die die Gesellschafterin Getsafe GmbH in das Eigenkapital geleistet hat (§ 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB). B. Versicherungstechnische Rückstellungen
Im Zuge der Übernahme des Versicherungsportfolios der Luko Insurance AG zum 01.01.2023, wurden Schadenrückstellungen in Höhe von EUR 1.457.739 und Beitragsüberträge in Höhe von EUR 463.558 erfolgsneutral eingebucht. Insofern ist die Vergleichbarkeit der Vorjahreswerte, insbesondere in Bezug auf die Veränderung der noch nicht abgewickelten Versicherungsfälle und die Veränderung der Beitragsüberträge, nur eingeschränkt möglich. C. Andere Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von EUR 114.526 (Vj. EUR 187.438) sind entsprechend dem voraussichtlichen Bedarf ermittelt worden. Sie wurden im Wesentlichen für Abschluss- und Prüfungskosten gebildet. Ebenso wurden Urlaubs- und Bonusrückstellungen gebucht. D. Andere Verbindlichkeiten Abweichen zum Vorjahr wurden Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber denselben Vertragspartner saldiert ausgewiesen.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung I. Versicherungstechnische Rechnung 1.1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung
Die gebuchten Bruttobeiträge betreffen das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft in Deutschland sowie im geringen Umfang in Frankreich und Österreich. Aus den von der Luko Insurance AG übernommenen Verträgen wurden Bruttobeiträge von insgesamt EUR 5.251.730 vereinnahmt. I. 2. Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle Die Getsafe Insurance AG hat folgenden Aufwand für Schadenfälle im Berichtsjahr zu verzeichnen.
Der Bruttoaufwand für Versicherungsfälle umfasst Bruttoschadenzahlungen von EUR 10.670.776 (Vj. EUR 2.005.986), die sich aus Schaden- und Leistungszahlungen für Versicherungsfälle in Höhe von EUR 9.419.500 (Vj. EUR 1.394.426) und indirekten Schadenregulierungskostenzahlungen in Höhe von EUR 1.251.276 (Vj. EUR 611.560) zusammensetzen. Bruttoschadenzahlungen von insgesamt EUR 3.965.518 entfallen auf die übernommenen Verträge der Luko Insurance AG. Neben den Zahlungen sind im Bruttoaufwand die Veränderung der Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle in Höhe von EUR 2.769.699 (Vj. 1.084.311) berücksichtigt - davon entfallen insgesamt EUR 461.337 auf Luko-Verträge. Aus der Abwicklung der aus dem Vorjahr übernommenen Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle ergab sich ein positives Ergebnis von EUR 13.021. Der wesentliche Teil des Abwicklungsgewinns wurde in den Versicherungszweigen Krankenversicherung (EUR 56.444) und der Verbundene Hausratversicherung (EUR 41.186) erzielt. Dagegen waren Abwicklungsverluste in den Versicherungssparten Haftpflichtversicherung (EUR 58.635) und in der Tierkrankenversicherung (EUR 29.509) zu verzeichnen. 1.3. Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb
Die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb umfassen die Aufwendungen für Abschlussprovisionen, mittelbare Vertriebskosten und sonstige Kosten des Versicherungsbetriebes. In den Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb sind Abschlussaufwendungen enthalten in Höhe von EUR 4.831.846 (Vj. EUR 2.095.747) sowie Verwaltungsaufwendungen in Höhe von EUR 1.975.111 (Vj. EUR 1.274.454). A. IV. Rückversicherungssaldo
Der Anteil der Rückversicherer am Bruttoschadenaufwand umfasst einen Anteil für Bruttoschadenzahlungen von EUR 4.684.006 (Vj. EUR 735.638) und einen Anteil an den Veränderungen der Bruttorückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle von EUR 2.474.825 (Vj. EUR 515.765). 1.5. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung
11.2. Sonstige Erträge In den sonstigen Erträgen enthalten ist sind im Wesentlichen Erträge aus der Konzernumlage in Höhe von EUR 138.874 (Vj. EUR 210.572) sowie für konzerninterne Dienstleistungen in Höhe von EUR 224.850 (Vj. EUR 191.550). Darüber hinaus sind Erträge von EUR 168.535 aus der Übernahme eines Versicherungsportfolio vereinnahmt worden (negativer Kaufpreis). 11.4. Sonstige Aufwendungen
Sonstige Angaben Anzahl der mindestens einjährigen Versicherungsverträge
Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen zum Bilanzstichtag keine Verbindlichkeiten aus Bürgschaften, Gewährleistungsverträgen oder anderen Haftungsverhältnissen. Anzahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Arbeitnehmer Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr neben den drei Geschäftsführern im Durchschnitt 30 (Vj.: 19) eigene Mitarbeitende. Provisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter, Personalaufwendungen
Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres liegen nicht vor. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates und des Vorstandes Die Gesamtbezüge des Vorstandes für das Geschäftsjahr betrugen EUR 381.875 (Vj. EUR 373.755), die Vergütungen an den Aufsichtsrat EUR 42.000 (Vj. EUR 42.000). Abschlussprüferhonorar Das Abschlussprüferhonorar beträgt für Abschlussprüfungsleistungen für 2023 EUR 79.121 (Vj. EUR 59.728). Organe der Gesellschaft Aufsichtsrat
Vorstand
Konzernverhältnisse Die Getsafe Insurance AG, Heidelberg, gehört zum Getsafe-Konzern. Die Getsafe GmbH, Heidelberg erstellt als Mutterunternehmen den Konzernabschluss auf und wird die Getsafe Insurance AG in den Konzernabschluss einbeziehen. Der nach § 291 Abs. 1 HGB befreiende Konzernabschluss und Konzernlagebericht der Getsafe GmbH, Heidelberg wird im Bundesanzeiger bekannt gemacht. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Verlust des Geschäftsjahres soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Heidelberg, 30.04.2024 Muhyddin Suleiman, Vorstandsvorsitzender, CEO Dr. Michael Oberste, Mitglied des Vorstands, CFO Angabe nach § 328a Abs. 1a HGB Der Jahresabschluss wurde am 30. April 2024 festgestellt. ENTWICKLUNG DER AKITVPOSTEN IM GESCHÄFTSJAHR 2023
Lageberichtder Getsafe Insurance AGA. Geschäftsmodell der Getsafe Insurance AG B. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen C. Geschäftsverlauf D. Finanz- und Vermögenslage E. Risikobericht F. Chancenbericht G. Prognosebericht H. Betriebenes Versicherungsgeschäft A. Geschäftsmodell der Getsafe Insurance AG A.1 Unser Unternehmen Die Getsafe Insurance AG ist ein digitaler Versicherer, der am 22.10.2021 mit Erteilung der Lizenz durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) den Betrieb in den Sparten Allgemeine Haftpflichtversicherung und Verbundene Hausratversicherung aufgenommen hat. Im Geschäftsjahr 2022 erhielt die Getsafe Insurance AG zusätzlich die Erlaubnis zum Betrieb der Tierkrankenversicherung und der Schutzbriefversicherung sowie zum Betrieb der Zahnzusatzversicherung. Der Fokus des Geschäftsbetriebs liegt weiterhin auf dem deutschen Markt, wobei der Dienstleistungsverkehr in Österreich und Frankreich bereits aufgenommen wurde und die Genehmigungen für Italien, Belgien, Niederland und Polen seit 2022 bestehen. Als Muttergesellschaft fungiert die Getsafe GmbH, die mit ihrer Tochtergesellschaft der Getsafe Digital GmbH als Assekuradeur für diverse Risikoträger agiert. Zusammen mit der Getsafe Insurance AG bildet die Getsafe Gruppe für die lizenzierten Sparten die komplette versicherungstechnische Wertschöpfungskette, von der Produktentwicklung bis zur Risikotragung, selbst ab und kann die strategische Ausrichtung mit klarem Kundenfokus durchgängig umsetzen. Die Prozesse von der Antragsannahme bis zur Schadenregulierung sind bereits zum großen Teil digitalisiert. Dennoch verfolgen wir insbesondere in unseren Operations einen hybriden Ansatz und sind für unsere Kunden auch persönlich erreichbar. Die Getsafe Insurance AG möchte mittels ihrer schlanken Organisation und der Einbindung der Getsafe Digital GmbH als Assekuradeur sowie dem konsequenten digitalen Ansatz Kostenvorteile erzielen. Im Zuge dessen sind wesentliche Bereiche der Getsafe Insurance AG an die jeweiligen Gruppenunternehmen ausgegliedert, wie z.B. Customer Service. Zwischen den jeweiligen Gesellschaften bestehen vertragliche Beziehungen, die den Austausch von Dienstleistungen ermöglichen. Um die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an eine Versicherung zu erfüllen sowie die Expertise von Fachexperten zu nutzen, hat die Getsafe Insurance AG die unabhängige Risikocontrollingfunktion (URCF) und die versicherungsmathematische Funktion (VmF) an Meyerthole Siems Kohlruss Gesellschaft für aktuarielle Beratung mbH (MSK), die Interne Revision an Deloitte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft GmbH und die Compliance-Funktion an Rechtsanwalt Jürgen Möthrath ausgegliedert. A2. Unsere Produkte und Vertriebsstrategie Durch den technologiebasierten Ansatz und die benutzerfreundliche App sind die Produkte der Getsafe Insurance AG flexibel, verständlich und digital. Das Angebot umfasst Produkte in den folgenden Sparten und Versicherungszweige:
Der Vertrieb im Bereich der Privat- und Hundehalterhaftpflichtversicherung, der verbundenen Hausratversicherung sowie der Tierkrankenversicherung erfolgt im Wesentlichen über die Getsafe Digital GmbH (Schwestergesellschaft) mithilfe der selbst entwickelten App, Makler und Marketingkampagnen an Privatkunden. Neben dem Vertrieb über die Getsafe Digital GmbH arbeitet die Getsafe Insurance AG seit April des Geschäftsjahres 2022 im Bereich der Fahrradversicherung, der Elektronikversicherung sowie der Versicherung verschiedener Konsumgüter im Online-Einzelhandel mit drei Assekuradeuren zusammen. Versichert werden im Wesentlichen Risiken aus der Beschädigung und dem Diebstahl elektronischer Geräte sowie Fahrräder, aber auch Uhren, Fashion-Accessoires und Schmuck. Der Abschluss der Versicherungen ist regelmäßig an den Kauf eines Trägerprodukts gekoppelt und entsprechend in die Verkaufsprozesse der E-Commerce Shops integriert. Dieses Versicherungsgeschäft ist insoweit auch als "Embedded Insurance" zu kennzeichnen. In der Zusammenarbeit mit den Assekuradeuren sind wesentliche Teile der versicherungstechnischen Wertschöpfungskette - Inkasso, Bestandsverwaltung und Schadensregulierung - an die Assekuradeure ausgelagert. Die Produktentwicklung und Risikotragung verbleiben bei der Getsafe Insurance AG. Die Getsafe Insurance AG übernahm mit aufsichtsrechtlicher Genehmigung und rechtlicher Wirkung zum 02.10.2023, aber wirtschaftlich rückwirkend zum 01.01.2023, den gesamten deutschen Versicherungsbestand der Luko Insurance AG. Der übernommene Bestand umfasst die Produkte Tierkranken-, Fahrrad, Haftpflicht-, Hundehalterhaftpflicht- und Hausratversicherung. Die Getsafe Insurance AG bietet ihre Produkte hauptsächlich auf dem deutschen Markt an. Produkte im Bereich der Haftpflichtversicherung sowie der verbundenen Hausratversicherung werden über die Getsafe Digital GmbH auch in Österreich vertrieben. Seit 2023 wird in Frankreich eine Haushaltversicherung für Hausrat und Gebäude angeboten. In Kooperation mit Assekuradeuren werden in der sonstigen Sachversicherung zudem Produkte in Österreich (Elektronik- und Fahrradversicherung) und Frankreich (Fahrradversicherung) angeboten. A3. Unsere organisatorische und rechtliche Struktur Die Getsafe Insurance AG ist eine 100%ige Tochter der Getsafe GmbH in Form einer nicht börsennotierten Aktiengesellschaft. Die Schwestergesellschaft Getsafe Digital GmbH agiert als Assekuradeur und ist ebenfalls eine 100%ige Tochter der Getsafe GmbH. Eine weitere Schwestergesellschaft ist die Getsafe UK Ltd., die als MGA in der UK agiert - die Gesellschaft wurde in 2024 verkauft. Die Getsafe GmbH agiert als Holding und wird im aufsichtsrechtlichen Sinne als gemischte Versicherungsholding klassifiziert. A4. Unsere Kunden Getsafe richtet sich mit seinen digital angebotenen Produkten vorwiegend an Personen zwischen zwanzig und vierzig Jahren, die andere Kundenbedürfnisse und Ansprüche haben als ältere Zielgruppen. So haben sich die Kundenbedürfnisse in den letzten Jahren sehr verändert, und dieses Nutzungsverhalten spiegelt sich auch in den Erwartungen der Kunden an Versicherer wider. Entscheidender als das Alter der Kunden ist jedoch ihr Nutzerverhalten: Getsafe spricht Menschen an, die es gewohnt sind, alles per Smartphone zu erledigen - auch ihre Versicherungen. A.5 Unsere Kapitalausstattung und Finanzkraft Den mit der Geschäftstätigkeit als Versicherung einhergehenden Risiken begegnet die Getsafe Insurance AG zielgerichtet im Rahmen ihres unternehmenseigenen Risikomanagementsystems, welches insbesondere auch eine angemessene Ausstattung mit Risikokapital sicherstellt. Die Getsafe Insurance AG ist zum 31.12.2023 mit Eigenkapital in Höhe von rund 7,8 Mio. EUR ausgestattet, wodurch die Verwirklichung des aktuellen Business Plans ohne weitere Finanzierungen ermöglicht werden kann. B. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen B1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklungen 2023 Aufgrund der weiterhin schwierigen geopolitischen Bedingungen, im Wesentlichen geprägt durch die Folgen des Kriegs in der Ukraine, des Nahostkonflikt und die damit verbundenen nachhaltig hohen Preissteigerungen, ist das Bruttoinlandsprodukt nach Angaben des Statistischen Bundesamts im Kalenderjahr 2023 kalenderbereinigt um 0,1% gesunken. In 2022 ist das Bruttoinlandsprodukt noch um 1,9% gewachsen. Als maßgebliche Ursache für den Rückgang der Wirtschaftsleistung sind nach Einschätzung der Wirtschaftsforscher insbesondere die rückläufigen privaten und staatlichen Konsumausgaben sowie der Rückgang des produzierenden Gewerbes. Diese Zurückhaltung dürfte primär auf die Unsicherheiten im Zusammenhang mit der immer noch hohen Inflation zurückzuführen sein. So lag die Inflationsrate nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in 2023 im Jahresdurchschnitt mit 5,9% zwar 2% unterhalb der Teuerungsrate von 2022, verharrte dennoch auf einem hohen Niveau. Der Arbeitsmarkt in Deutschland zeigte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr robust. Die Arbeitslosenquote betrug in 2023 5,7% und lag damit lediglich 0,4%-Punkte über dem Wert von 2022. Die Aktienmärkte zeigten sich in Anbetracht der unsicheren Rahmenbedingungen sehr volatil, schlossen das Jahr 2023 aber letztlich gemessen an den wichtigsten Leitindizes recht deutlich über dem Niveau des Vorjahres ab. Ursächlich für den positiven Verlauf im vierten Quartal waren insbesondere die Erwartungen an mögliche Zinssenkungen aufgrund der sich abflachenden Inflationsraten. Die Rentenmärkte haben sich nach dem markanten Anstieg der Renditen in 2022 im abgelaufenen Geschäftsjahr nur wenig verändert. Der Zinssatz für die Spitzenrefinanzierungsfazilitäten beträgt demnach aktuell 4,5%. B2. Entwicklung der Versicherungswirtschaft 2023 Insgesamt zeigt die Entwicklung der Beitragseinnahmen in Deutschland in der Schaden- und Unfallversicherung eine positive Entwicklung. Die gebuchten Bruttobeiträge sind in 2023 um 6,7% gestiegen. Die Entwicklung geht unter anderem auf inflationsbedingte Summenanpassungen und Deckungserweiterungen in der Sachversicherung zurück. In der Hausratversicherung sind die Bruttobeiträge gegenüber dem Vorjahr um 4,5% gestiegen. Im Versicherungszweig der Allgemeinen Haftpflichtversicherung liegt der Anstieg der Bruttobeiträge bei 3,0%. Die Leistungen für Versicherungsfälle erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr deutlich um rund 12,7%. Dies ist insbesondere auf die mit dem Weihnachtshochwasser im Zusammenhang stehenden Schäden zurückzuführen. In der Hausrat- bzw. der Allgemeinen Haftpflichtversicherung sind die Leistungen für Versicherungsfälle um 13% bzw. 5% gestiegen. C. Geschäftsverlauf 2023 war ein wichtiges Jahr für die Getsafe Insurance AG, in dem durch die Übernahme des deutschen Portfolios der Luko Insurance AG ein großer Kundenzuwachs verzeichnet werden konnte. Darüber hinaus wurde durch die Aufnahme des Geschäftsbetriebes in Frankreich ein neuer Markt erschlossen. C.1 Ertragslage Die Getsafe Insurance AG hat zum 31.12.2023 einen Bestand von 420.921 Policen (Vorjahr: 147.864). Die Beitragseinnahmen konnten im Vergleich zum Vorjahr wieder deutlich gesteigert werden. Die gebuchten Bruttobeiträge stiegen in 2023 um 14.500 TEUR auf nunmehr 21.022 TEUR (Vorjahr: 6.522 TEUR) und lagen somit im Rahmen unserer Planung. Das Beitragswachstum ist dabei hauptsächlich auf die Allgemeine Haftpflichtversicherung (+5.713 TEUR), die Tierkrankenversicherung (+4.477 TEUR) und die verbundene Hausratversicherung (+2.509 TEUR) zurückzuführen. Von den verdienten Bruttobeiträgen entfallen 5.329,9 TEUR auf die im Rahmen des Luko-Transfers übernommenen Versicherungsverträge. Der aufgrund des Risikoausgleichs bei einem vergleichsweise kleineren Versicherungsbestand erforderliche hohe Rückversicherungsanteil führt nach Veränderung der Beitragsüberträge zu verdienten Beitragseinnahmen für eigene Rechnung in Höhe von 7.227 TEUR (Vorjahr: 2.175 TEUR). Die folgende Tabelle bietet hierzu eine detaillierte Aufteilung:
C.2 Schadenaufwand Die Zahlungen für Versicherungsfälle betrugen in 2023 9.419,5 TEUR (Vorjahr: 1.394,4 TEUR) und lagen somit über unseren Planannahmen. Die höhere Zahllast steht insbesondere im Zusammenhang mit dem übernommenen Versicherungsbestand von der Luko Insurance AG. Die Auswirkung der übernommenen Luko-Verträge auf die Brutto-Schadenzahlungen wird in der folgenden Tabelle dargestellt:
Unter Berücksichtigung des Anteils der Rückversicherung von 4.684,0 TEUR (Vorjahr: 735,6 TEUR) ergab sich für eigene Rechnung ein Aufwand für Schadenzahlungen von 4.735,5 TEUR (Vorjahr: 658,8 TEUR). Die Bruttorückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle wurden im Geschäftsjahr aufwandswirksam um 2.769,7 TEUR (Vorjahr: Zuführung von 1.084,3 TEUR) erhöht und lagen somit unter unseren Erwartungen. Unter Berücksichtigung des Anteils der Rückversicherung von 2.474,8 TEUR (Vorjahr: 515,8 TEUR) ergab sich im Geschäftsjahr 2023 eine Veränderung von 294,9 TEUR für eigene Rechnung. Bezogen auf die verdienten Bruttobeiträge belief sich der Bruttoaufwand für Versicherungsfälle im Geschäftsjahr 2023 auf rund 71,9% (Vorjahr: 65,6%). Unter Berücksichtigung des Anteils der Rückversicherung ergibt sich netto eine Schadenquote von rund 86,9% (Vorjahr: 84,5%). Für den noch jungen Versicherungsbestand wird im Rahmen der Geschäftsplanung eine stetige Verbesserung in den Folgejahren angenommen. Maßnahmen zur Verbesserung der Rentabilität werden fortlaufend geprüft bzw. bereits umgesetzt. C.3 Aufwand für Versicherungsbetrieb Die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb betrugen zum 31.12.2023 6.807,0 TEUR (Vorjahr: 3.370,2 TEUR) und lag damit im Rahmen unserer Erwartungen. Abzüglich der erhaltenen Provisionen aus dem in Rückdeckung gegebenen Geschäft (Rückversicherung) von 4.535,2 TEUR (Vorjahr: 1.322,4 TEUR) ergibt sich ein Nettoaufwand von 2.271,8 TEUR (Vorjahr: 2.047,8 TEUR). Die Abschlusskosten in Bezug auf die verdienten Bruttobeiträge lagen bei 25,8% (Vorjahr: 44,5%). Die Verwaltungskostenquote entsprach im abgelaufenen Geschäftsjahr 10,6% (Vorjahr: 27,1%). Der Effekt aus dem Luko-Transfer auf die Abschlusskosten in 2023 ist in folgender Tabelle dargestellt:
C.4 Versicherungstechnisches Ergebnis Das versicherungstechnische Ergebnis betrug für das Geschäftsjahr erwartungsgemäß 1.422,4 TEUR (Vorjahr: -1.738,2 TEUR). Der versicherungstechnische Verlust steht insbesondere im Zusammenhang mit höherer Schadenaufwendungen sowie höheren Kosten für den Versicherungsbetrieb (insb. Abschlusskosten). Im Rahmen der Geschäftsplanung wird eine stetige Verbesserung der Schadenentwicklung im Verhältnis zu den verdienten Beiträgen angenommen. Zudem wird aufgrund des Fixkostenanteils bzw. der sprungfixen Personal- und Sachkosten für Schadenregulierung und Verwaltung des Versicherungsgeschäfts eine nachhaltige Verbesserung der Kostenquoten mit steigendem Beitragsvolumen in den Folgejahren angenommen. Entwicklung der Versicherungszweige Im Folgenden wird die versicherungstechnische Ergebnisrechnung nach Versicherungszweigen für das selbst abgeschlossene Geschäft dargestellt:
Das Ergebnis in der Haftpflichtversicherung wird im Jahr 2023 im Wesentlichen durch das Geschäft der Privathaftpflicht- und Hundehalterhaftpflichtversicherung in Deutschland bestimmt. In Bezug auf die verdienten Bruttobeiträge lagen die Bruttoschadenaufwendungen in der Haftpflichtversicherung insgesamt bei 49,0% (Vorjahr: 69,3%). Der entsprechende Anteil der Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb lag bei 35,4% (Vorjahr: 57,5%). Dadurch ergab sich ein versicherungstechnischer Gewinn netto von 498,1 TEUR (Vorjahr: -769,0 TEUR). Der versicherungstechnische Verlust netto von 471,7 TEUR (Vorjahr: 836,1 TEUR) in der Sparte Feuer- und Sachversicherung ergab sich im Wesentlichen durch die Ergebnisse in der verbundenen Hausratversicherung (Gewinn von 95,8 TEUR; Vorjahr: Verlust von 245,3 TEUR) sowie in der Elektronikversicherung (Verlust von 216,5 TEUR; Vorjahr: Verlust von 464,6 EUR) in Deutschland. Der Verlust in der Elektronikversicherung wird weiterhin durch die hohen Abschlusskosten, die auf Einmalbeiträge für Mehrjahresverträge anfallen und gem. § 248 HGB Absatz 1 nicht abgegrenzt werden können, begründet. Das Geschäft der Feuer- und Sachversicherung in Frankreich hat in 2023 mit verdienten Bruttobeiträgen von 274,0 TEUR und einem versicherungstechnischen Verlust von 212,7 TEUR erstmalig wesentlich zum Ergebnis der Sparte beigetragen. Das Geschäft der Feuer- und Sachversicherung in Österreich war im Geschäftsjahr 2023 weiterhin unwesentlich. In Bezug auf die verdienten Bruttobeiträge lagen die Bruttoschadenaufwendungen in der Feuer- und Sachversicherung insgesamt bei 72,8% (Vorjahr: 53,4%). Der entsprechende Anteil der Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb lag bei 45,4% (Vorjahr: 96,2%). Dadurch ergab sich ein versicherungstechnischer Verlust von 471,7 TEUR (Vorjahr: -836,1 TEUR).
Die Bruttoschadenquote in der Zahnbehandlungsversicherung lag im Geschäftsjahr 2023 bei 75,1% Vorjahr: 109,7%). Der entsprechende Anteil der Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb an den verdienten Bruttobeiträgen lag bei 33,4% (Vorjahr: 25,3%). Mit der Übernahme des Portfolios der Luko Insurance AG konnte eine signifikante Steigerung in der Tierkrankenversicherung erreicht werden. Somit entfallen von insgesamt 5.251,7 TEUR gebuchte Bruttobeiträge 3.722,9 TEUR auf die Tierkrankenversicherung. Die verdienten Bruttobeiträge von 44,9 TEUR im Vorjahr auf 4.353,2 TEUR gesteigert werden. Der versicherungstechnische Verlust belief sich netto auf insgesamt 1.431,7 TEUR (Vorjahr: -44,0 TEUR). Die Schadenkosten sind hier zu Versicherungsbeginn, wenn die Tiere noch jung sind, überproportional hoch (aufgrund Vorsorge, Impfungen, Chip-Kennung etc.) und nehmen mit der Vertragslaufzeit ab. Die Bruttoschadenquote in der Tierkrankenversicherung lag bei 115,6% (Vorjahr: 135,6%). Der Anteil der Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb konnte insbesondere durch den markanten Anstieg der verdienten Bruttobeiträge von 62,4% im Vorjahr auf 27,5% in 2023 gesenkt werden. C5. Kapitalanlageergebnis Die Getsafe Insurance AG konnte ihren Kapitalanlagebestand weiter ausbauen und hatte zum Stichtag Inhaberschuldverschreibung in Höhe von 6.000 TEUR (Vorjahr: 3.000 TEUR) und Termingeldanlagen in Höhe von 4.500 TEUR (Vorjahr: 5.000 TEUR) im Bestand. Unter Berücksichtigung der Zinserträge von 195,0 TEUR (Vorjahr: 41,8 TEUR) und der Verwaltungsaufwendungen von 2,8 TEUR (Vorjahr 0,1 TEUR) ergab sich ein Kapitalanlageergebnis von insgesamt 192,2 TEUR (Vorjahr 41,7 TEUR) für das Geschäftsjahr 2023. Die laufende Durchschnittsverzinsung betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 2,1%. Für die dem Anlagevermögen zugeordneten Kapitalanlagen wurde kein Abschreibungsbedarf festgestellt. C.6 Sonstiges Ergebnis Die sonstigen Erträge betrugen im Geschäftsjahr 646,9 TEUR (Vorjahr: 405,6 TEUR). Davon entfallen rund 224,9 TEUR (Vorjahr: 191,6 TEUR) auf Erträge aus der seit April 2022 aufgenommenen Schadenregulierung für eine externe Versicherung. Rund 207,2 TEUR (Vorjahr: 211,6 TEUR) entfallen auf die für innerhalb der Getsafe Gruppe erbrachten Dienstleistungen. Ferner stehen sonstige Erträge von insgesamt 168,5 TEUR im Zusammenhang mit der Übernahme des Versicherungsbestandes der Luko Insurance AG. Die sonstigen Aufwendungen in Höhe von 1.064,4 TEUR (Vorjahr: 791,5 TEUR) umfassten insbesondere die Personal- und Dienstleistungsaufwendungen. C.7 Gesamtergebnis Es ergab sich ein Jahresfehlbetrag von insgesamt 1.647,6 TEUR (Vorjahr: -2.082,4 TEUR). Damit lag das Jahresergebnis über unseren Erwartungen. Der versicherungstechnische Verlust ist dabei insbesondere auf die hohe Schadenbelastung sowie den hohen Kosten für den Versicherungsbetrieb (insb. Abschlusskosten) zurückzuführen. Im Rahmen der Geschäftsplanung wird eine stetige Verbesserung der versicherungstechnischen Ergebnisse angenommen. Neben der Verbesserung der Schadenquoten werden mit steigendem Geschäftsvolumen insbesondere auch sinkende Kostenquoten angenommen. Instrumente zur laufenden Überwachung und Steuerung des Versicherungsbestands sind eingerichtet. Weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Rentabilität werden fortlaufend geprüft und bei Bedarf auch umgesetzt. D. Finanz- und Vermögenslage Im Hinblick auf die Finanz- und Vermögenslage ist es das Ziel der Getsafe Insurance AG, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Rentabilität, Liquidität und Risiko unter Berücksichtigung der internen Risikostrategie und der aufsichtsrechtlichen Anforderungen sicherzustellen. Die Angemessenheit der Liquidität wird dadurch bestimmt, dass die Getsafe Insurance AG jederzeit und uneingeschränkt in der Lage ist, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Zur Steuerung der Liquidität wird auf Basis der Liquiditätsplanung eine Vorgabe zur Ausstattung mit liquiden Mitteln abgeleitet, die monatlich im Rahmen der internen Berichterstattung sowie den internen Risikoberichten zum Quartal überwacht wird. Die Überprüfung der Einhaltung der Geschäfts- und Risikostrategie sowie der aufsichtsrechtlichen Vorgaben ist Gegenstand des integrierten Planungs- und ORSA- Prozesses 1. Insbesondere erfolgt die Überprüfung einer zu jederzeit ausreichenden Solvabilität und soweit erforderlich die Ableitung von Risikominderungstechniken oder Kapitalmaßnahmen. Die laufende Überwachung der Einhaltung der Solvenzkapitalanforderungen unter Berücksichtigung der Vorgaben der Risikostrategie ist zudem Gegenstand des Limitsystems und der internen Risikoberichterstattung zum Quartal. D1. Vermögenszusammensetzung Die Aktiva der Getsafe Insurance AG setzt sich im Wesentlichen aus den Kapitalanlagen, den Bankguthaben sowie den Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäfts zusammen. Der Kapitalanlagebestand erhöhte sich um 31,3% auf nunmehr 10.500,0 TEUR. Die Anlagen sind zum Geschäftsjahresende mit 6.000 TEUR in festverzinsliche Wertpapiere sowie mit 4.500 TEUR in Einlagen bei Kreditinstituten investiert. Die Bankguthaben beliefen sich zum 31.12.2023 auf 1.162,7 TEUR (Vorjahr: 3.082,8 TEUR). Daneben hielt die Getsafe Insurance AG zum Jahresende Beitragsforderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft in Höhe von 4.354,2 TEUR (Vorjahr: 1.582,6 TEUR). Davon waren 3.707,0 TEUR Forderungen gegenüber der Getsafe Digital GmbH (Vorjahr: 743,9 TEUR), welche im Namen der Getsafe Insurance AG das Beitragsinkasso durchführt. Die Forderungen wurden Anfang des laufenden Geschäftsjahres vollständig beglichen.
1 ORSA - "Own Risk and Solvency Assessment" -
Eigene Risiko- und Solvabilitätsbewertung
Die Passiva der Getsafe Insurance AG umfasst zum 31.12.2023 im Wesentlichen das Eigenkapital, die versicherungstechnischen Rückstellungen sowie Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit dem selbst abgeschlossenen und in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft. Das Eigenkapital betrug zum Jahresabschluss 7.817,3 TEUR (Vorjahr: 9.464,9 TEUR). Die Minderung gegenüber dem Vorjahr ergab sich aus dem Jahresfehlbetrag von 1.647,6 TEUR (Vorjahr: 2.082,4 TEUR). Die Versicherungstechnischen Rückstellungen bestanden aus den Beitragsüberträgen für eigene Rechnung von 3.257,8 TEUR (Vorjahr: 1.451,7 TEUR) und den Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle (inkl. der IBNR) für eigene Rechnung von 2.363,0 TEUR (Vorjahr: 607,4 TEUR). Der Anstieg der versicherungstechnischen Rückstellungen wurde im Wesentlichen durch das gestiegene Geschäftsvolumen bestimmt. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft bestanden zum 31.12.2023 in Höhe von 1.979,3 TEUR (Vorjahr: 1.189 TEUR). D2. Beurteilung der Finanz- und Vermögensanlage Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte der Aufbau der Gesellschaft - insbesondere auch durch die Übernahme des deutschen Versicherungsbestandes der Luko Insurance AG - weiter vorangetrieben werden. Somit konnte insbesondere das Bestandsvolumen weiter gesteigert werden. Darüber hinaus gelang der Eintritt in einen neuen Markt. Die gebuchten Bruttobeiträge beliefen sich auf insgesamt 21.022,4 TEUR gegenüber 6.522,0 TEUR im Vorjahr. Davon entfallen gebuchte Bruttobeiträge von insgesamt 5.251,7 TEUR auf die übernommenen Verträge von Luko. Trotz eines Jahresfehlbetrags von 1.647,6 TEUR (Vorjahr: 2.082,4 TEUR) ist die Finanz- und Vermögenslage mit Blick auf den Geschäftsplans und die Kapitalausstattung weiterhin positiv zu bewerten. Unter Berücksichtigung der Vermögenszusammensetzung sowie der Einnahmen- und Ausgabenströme, im Wesentlichen Beitragseinnahmen und Schadenzahlungen, konnte zu jederzeit eine ausreichende Liquidität sichergestellt werden. Die Solvabilitätsanforderungen werden zum 31.12.2023 vollumfänglich erfüllt. Abhängigkeitsbericht Die Getsafe GmbH ist an der Getsafe Insurance AG unmittelbar zu 100 % beteiligt. Die Unternehmen bilden gemäß § 18 (1) AktG einen Konzern. Aufgrund der Mehrheitsbeteiligung wurde der gemäß § 312 AktG vorgeschriebene Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstattet. Der Bericht schließt gemäß § 312 Abs. 3 AktG mit folgender Erklärung: "Wir, der Vorstand erklären, dass die Gesellschaft bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen bzw. die Maßnahmen getroffen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und dadurch, dass die Maßnahmen getroffen wurden, nicht benachteiligt worden ist. Unterlassene Maßnahmen lagen nicht vor." Da die Getsafe Insurance AG in einigen wesentlichen Geschäftsbereichen kein eigenes Personal beschäftigt, ergibt sich die Notwendigkeit, durch Funktionsausgliederung die im Rahmen der Geschäftstätigkeit anfallenden Aufgaben durch die Getsafe GmbH im Wege der Dienstleistung ausführen zu lassen. Zu diesem Zweck wurde zwischen den Unternehmen ein Dienstleistungsabkommen geschlossen. E. Risikobericht Die Organisation der Getsafe Insurance AG als lizenzierter Versicherer richtet sich nach den gesetzlichen Vorgaben des VAG (Versicherungsaufsichtsgesetz) und den ergänzenden Rundschreiben der BaFin. Den mit der Geschäftstätigkeit als Versicherung einhergehenden Risiken begegnet die Getsafe Insurance AG zielgerichtet im Rahmen ihres unternehmenseigenen Risikomanagementsystems, welches insbesondere auch eine angemessene Ausstattung mit Risikokapital sicherstellt. E1. Risikostrategie Die Risikostrategie der Getsafe Insurance AG ist von der Geschäftsstrategie abgeleitet und stellt sicher, dass neben der Erreichung der geschäftsstrategischen Zielsetzung auch die dauerhafte Erfüllung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen gewährleistet wird. Im Rahmen der Risikostrategie wird insbesondere auch die Risikobereitschaft festgelegt, also die Vorgabe, welche Risiken die Getsafe Insurance AG in welchem Umfang bewusst akzeptieren oder vermeiden möchte. Die Risikostrategie wird jährlich auf ihre Aktualität geprüft und bei Bedarf angepasst. E2. Struktur Das Risikomanagement der Getsafe Insurance AG folgt einem dezentralen Ansatz. Jeder Bereich und Ausgliederungspartner ist Bestandteil des Risikomanagementsystems. Risiken werden von den operativen Einheiten gemeldet und von diesen mit Unterstützung durch das zentrale Risikomanagement gemanagt. Für jede relevante Einheit ist deshalb ein dezentraler Risikoverantwortlicher vorgesehen, der an das zentrale Risikomanagement berichtet. Das Risikomanagementsystem ist eine wesentliche Säule des internen Governance-Systems und wird durch den CFO verantwortet und koordiniert. Die Unabhängige Risikocontrollingfunktion (URCF) ist ausgelagert und wird von einem renommierten Partner (MSK) wahrgenommen. Ergänzend hierzu hat die Getsafe Insurance AG ein Limitsystem etabliert, welches die Geschäftsentwicklung und einhergehende Risiken überwacht und damit der Geschäftsführung die Möglichkeit gibt Maßnahmen schnellstmöglich umzusetzen. E3. Risikomanagementprozess Die Ablauforganisation wird grundsätzlich durch folgende Teilaufgaben beschrieben:
Nach der Risikoidentifikation erfolgt die Risikobewertung, wobei die quantitative Risikoanalyse insbesondere die Bewertung der Risiken mit Hilfe finanzmathematischer und aktuarieller Verfahren basierend auf der Standardformel nach Solvency II umfasst. Für operationelle Risiken wird zusätzlich mittels eines Schadenausmaßes aus den Kategorien Finanzen, Reputation und Ressourcen, kombiniert mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit, ein Risikoscore ermittelt. Je nach Höhe des Scores wird das Risiko als wesentlich oder nicht wesentlich klassifiziert. Die Risikoüberwachung und -steuerung der quantitativen Risiken erfolgt im Wesentlichen über das Limitsystem, die Ergreifung von Risikominderungstechniken sowie die Bereitstellung von Risikokapital. Die Überwachung der operationellen Risiken erfolgt zusätzlich durch die Integration ins Interne Kontrollsystem (IKS), indem Risiken durch die Implementierung angemessener und wirksamer Interner Kontrollaktivitäten mitigiert werden. Die Risikosteuerung und -überwachung wird innerhalb der Getsafe Insurance AG durch ein adäquates Berichtswesen unterstützt. Die Risikoberichterstattung umfasst sowohl die externe als auch die interne Risikoberichterstattung- E4. Risiken Versicherungstechnisches Risiko Das Versicherungstechnische Risiko ist ein Risiko, das durch Zufall, Irrtum oder Änderung entsteht und den tatsächlichen Aufwand für Schadenzahlungen gegenüber dem geplanten Aufwand erhöht. Ursachen hierfür können fehlerhafte oder sich ändernde Annahmen in der Prämienkalkulation oder Schadenreservierung sein. Dem versicherungstechnischen Risiko ist die Getsafe Insurance AG unmittelbar über das betriebene Versicherungsgeschäft ausgesetzt. Für die Getsafe Insurance AG sind die folgenden Bestandteile des versicherungstechnischen Risikos relevant:
Zur Reduzierung des versicherungstechnischen Risikos hat die Getsafe Insurance AG eine Rückversicherungsstruktur, bestehend aus einer Quoten-RV und einer XL-Deckung implementiert. Sollte sich im Rahmen einer Produktüberprüfung herausstellen, dass einzelne Produkte ein erhöhtes versicherungstechnische Risiko aufweisen, wird das erfahrene Produktentwicklungsteam schnell und effizient auf die geänderte Situation reagieren. Marktrisiko Das Marktrisiko ist das Risiko aus der Sensitivität der Marktpreise von Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und Finanzinstrumenten in Bezug auf Veränderungen auf den Finanzmärkten. In Bezug auf die gehaltenen Kapitalanlagen sind für die Getsafe Insurance AG vor allem Spread- und Zinsänderungsrisiken als relevante Marktrisiken zu nennen. Durch Schwankungen der Kredit-Spreads und Zinsen besteht hier die Gefahr von Wertverlusten. Darüber hinaus besteht ein Konzentrationsrisiko durch die kumulative Anhäufung von Ausfallrisiken gegenüber derselben Gegenpartei. Unter Berücksichtigung der Geschäfts- und Risikostrategie sowie der vorherrschenden Volatilität an den Kapitalmärkten hat sich die Getsafe Insurance AG bei den Investments für Anlagen mit kurzer Laufzeit und hoher Sicherheit in der Anlageklasse entschieden. Folgende Übersicht zeigt den Anteil der festverzinslichen Kapitalanlagen nach Ratingklassen zum 31.12.2023:
Um das Kredit-Ausfallrisiko zu minimieren, werden die Ratingeinstufungen der Anlagen regelmäßig überprüft und bei wesentlicher Verschlechterung der Bonität die Chancen und Risiken der Anlagen neu bewertet. (Gegenpartei-)Ausfallrisiko Das Gegenparteiausfallrisiko umfasst die Gefahr der nachteiligen Wertveränderung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die durch einen unerwarteten Ausfall oder die Verschlechterung der Bonität einer Gegenpartei oder eines Schuldners verursacht werden. Für die Getsafe Insurance AG besteht grundsätzlich die Gefahr, dass Banken oder Rückversicherer ausfallen oder sich die Bonität verschlechtert. Die Auswahl bonitätsstarker Partner ist in diesem Zusammenhang das wesentliche Steuerungsinstrument. Zum 31.12.2023 wird das laufende Bankguthaben von rund 1,1 Mio. EUR (Vorjahr: 3,1 Mio. EUR) der Getsafe Insurance AG bei der Sparkasse Heidelberg verwahrt (Rating A+ - Fitch). Alleiniger Rückversicherer für das Deutschlandgeschäft ist die SwissRe (Rating Aa3 - Moody's). Das französische Geschäft wird neben der Swiss Re, durch die CCR Re (Rating A - AM Best) sowie für Terrorrisiken in der Wohngebäudeversicherung durch den Rückversicherungspool GAREAT rückversichert. Die einforderbaren Beträge gegenüber den Rückversicherern beliefen sich zum 31.12.2023 auf rund 6.5 Mio. EUR 2 (Vorjahr: 1,1 Mio. EUR). Darüber hinaus besteht für die Getsafe Insurance AG die Gefahr, dass Forderungen gegenüber Kunden und Vertriebspartnern ausfallen. Diese belaufen sich zum 31.12.2023 auf 4,4 Mio. EUR (Vorjahr: 1,6 Mio. EUR). Die Getsafe Insurance AG arbeitet insbesondere mit der Schwestergesellschaft Getsafe Digital GmbH als Vermittler zusammen. Im Rahmen dessen inkassiert die Getsafe Digital GmbH die Forderungen gegenüber den Versicherungskunden und übernimmt das Mahnwesen der Getsafe Insurance AG. Die Getsafe Digital GmbH hat hierzu ein vollautomatisches Mahnwesen etabliert, das sicherstellt, dass die Kunden rechtzeitig über ausstehende Prämien - und den damit verbundenen auslaufenden Versicherungsschutz - informiert werden. Auch im Zusammenhang mit externen Vermittlern und Assekuradeuren besteht grundsätzlich das Risiko, dass die Beitragsforderungen ausfallen. Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko, dass ein Unternehmen aufgrund unzureichender liquider Vermögenswerte nicht in der Lage ist, seinen finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit in vollem Umfang nachzukommen. Aufgrund der geplanten Wachstumsstrategie ist es für die Getsafe Insurance AG entscheidend, ausreichend liquide Mittel vorrätig zu halten. Die Getsafe Insurance AG begegnet dem Risiko im Rahmen ihres Liquiditätsmanagements. Dabei wird auf Basis der Liquiditätsplanung eine Vorgabe zur Mindestausstattung mit liquiden Mitteln abgeleitet, die monatlich im Rahmen der internen Berichterstattung an den CFO sowie der internen Risikoberichte zum Quartal überwacht wird. Unter Berücksichtigung der Vermögenszusammensetzung sowie der Einnahmen- und Ausgabenströme kann so zu jederzeit eine ausreichende Liquidität sichergestellt werden. Operationelles Risiko Unter operationellen Risiken versteht man Risiken, die sich aus der Unangemessenheit oder dem Versagen von internen Prozessen, Mitarbeitern, Systemen oder durch externe Ereignisse ergeben. Operationelle Risiken umfassen unter anderem:
Die operationellen Risiken werden unter Solvency II auf Basis des Prämienvolumen und auf der Höhe der Rückstellungen berechnet und sind bei 30% der Basissolvenzkapitalanforderung begrenzt. Als Ergebnis der Risikoinventur und der durchgeführten Risikoanalysen stellt sich das Risikoprofil der Getsafe Insurance AG im Zusammenhang mit dem operationellen Risiko in der Form dar, dass alle aufgeführten Teilrisiken von der Getsafe Insurance AG als wesentlich eingestuft werden. Das Informationssicherheitsrisiko ist für die Getsafe Insurance AG in hohem Maße mit der Zuverlässigkeit der genutzten Cloud Services für die Insurance-Plattform verbunden. Die Insurance-Plattform ist die Backend-Software, die alle zentralen Versicherungsprozesse verwaltet und von der Getsafe Digital GmbH bereitgestellt wird. Beeinträchtigungen der Vertraulichkeit, Verfügbarkeit, Integrität und Authentizität der Daten in der Plattform haben wesentliche Auswirkungen für die Getsafe Insurance AG. Übergreifend werden Risiken im Zusammenhang mit Datenmissbrauch und Datenschutzverstößen als wesentliche Informationssicherheitsrisiken identifiziert, insbesondere in Bezug auf externe Angriffe, aber auch Schwächen in den Prozessen. Als wesentliches Personalrisiko ist das Key Person Risk zu nennen. In der schlanken Organisationsstruktur der Getsafe Insurance AG werden wichtige Funktionen von einzelnen Personen wahrgenommen oder in Personalunion durchgeführt. Ein Ausfall dieser Personen stellt ein potentielles Risiko für den operativen Betrieb dar, weshalb hierbei vor allem im Ernstfall mit externen Parteien zusammengearbeitet werden muss. Prozess-Risiken bestehen insbesondere im Zusammenhang mit den Prozessen im Bereich Customer Service. Hier können Prozessschwächen Auswirkungen auf die Reputation beim Kunden, Compliance-Verstöße oder direkte finanzielle Auswirkungen nach sich ziehen. Als wesentliche Compliance-Risiken sind für die Getsafe Insurance AG insbesondere Risiken im Zusammenhang mit der Einhaltung der Datenschutzbestimmungen zu nennen. In Bezug auf die Ursachen sind diese Risiken nicht überschneidungsfrei mit anderen operationellen Risiken bzw. unterliegen Wechselwirkungen. Die Getsafe Insurance AG begegnet den operationellen Risiken insbesondere durch ein effizientes und umfassendes Internes Kontrollsystem, in dem jeder Mitarbeiter der Getsafe Gruppe einen entscheidenden Beitrag leistet. Die internen Kontrollen umfassen z.B. das 4- Augen Prinzip und Ex-post Prüfungen. Andere wesentliche Risiken Strategisches Risiko Das strategische Risiko ist das Risiko, das sich aus Fehlern in der strategischen Planung (z.B. Geschäftsstrategie) oder dem strategischen Management (z.B. wenn Geschäftsentscheidungen nicht einem geänderten Wirtschaftsumfeld angepasst werden) ergibt. Insoweit ist auch die Unsicherheit bzgl. Änderungen im wirtschaftlichen und rechtlichen Unternehmensumfeld Bestandteil des strategischen Risikos. Strategische Risiken treten in der Regel im Zusammenhang mit anderen Risiken auf, sind aber auch als Einzelrisiko möglich. Ein strategisches Risiko ergibt sich für die Getsafe Insurance AG insbesondere dadurch, dass im aktuellen Umfeld, geprägt durch den Krieg in der Ukraine, die steigende Inflation und drohende Rezession die Auswirkungen auf das Kundenverhalten und die Geschäftsentwicklung schwer abzusehen sind. Bzgl. der Nachfrage nach digitalen Lösungen zeichnet sich grundsätzlich kein Nachlassen der Nachfrage ab. Die Konkurrenz durch traditionelle Versicherer, die die Digitalisierung vorantreiben, nimmt jedoch zu. Dem strategischen Risiko begegnet die Getsafe Insurance AG mit dem Controlling wesentlicher Kennzahlen und Frühwarnindikatoren, das in erster Linie Gegenstand der Vorstandssitzungen ist, die in einem Turnus von 2 Wochen stattfinden. Reputationsrisiko Das Reputationsrisiko ist das Risiko, das sich aus einer möglichen Beschädigung des Rufes in Folge einer negativen Wahrnehmung in der Öffentlichkeit ergibt, z.B. durch das Behaupten falscher Tatsachen in der Öffentlichkeit durch Dritte, unabhängig von einer etwaigen Rechtswidrigkeit. Für die Getsafe Insurance AG lässt sich das Reputationsrisiko in die Kategorien Rufschädigung durch interne Personen/Prozesse, Rufschädigung durch Compliance-Verstöße und Rufschädigung durch Dritte einteilen. Durch die Langlebigkeit und das besondere Vertrauensverhältnis des Versicherungsgeschäftes ist es für die Getsafe Insurance AG unabdingbar, über eine gute Reputation zu verfügen. Die Getsafe Insurance AG ist mit ihrem konsequenten digitalen Ansatz im Vergleich zu traditionellen Versicherern stärker von einer negativen Reputation betroffen. Um die Risiken aus einem Reputationsverlust zu reduzieren, hat die Getsafe Insurance AG ein effizientes Beschwerdemanagement etabliert sowie mit der Getsafe Digital GmbH einen starken Partner in Bezug auf den Customer Service. Ausgliederungsrisiko Das Outsourcing-Risiko oder Ausgliederungsrisiko ist ein Sub-Risiko des operationellen Risikos und bezeichnet Verluste, die sich aus der Ausgliederung von Geschäftsprozessen ergeben, wie bspw. bei Nicht- oder Schlechterfüllung von Verträgen oder Ausfall des Lieferanten durch andere Ereignisse. In diesem Zusammenhang werden von der Getsafe Insurance AG vier Risiken/Risikokategorien betrachtet und aktiv gesteuert:
Zur Reduzierung der aus der Ausgliederung resultierenden Risiken hat die Getsafe Insurance AG ein effizientes und effektives Risikomanagementsystem etabliert. Um die Risiken entsprechend zu steuern, wird eine umfangreiche Risikoanalyse vor jeder Ausgliederung vorgenommen und mit gruppenexternen Partnern Service-Level Agreements vereinbart. Des Weiteren werden die Tätigkeiten regelmäßig im Rahmen von Reportings und Review- Gesprächen mit den Partnern überwacht und gesteuert. F. Chancenbericht Die Getsafe Insurance AG konnte ihre Wettbewerbsfähigkeit auch im zweiten vollen Geschäftsjahr unter Beweis stellen. Die sehr schlanken Strukturen, die Einbettung in die Unternehmensgruppe mit einem agilen und zielgruppenspezifischen digitalen Geschäftsmodell ermöglichen grundsätzlich eine gute Adaption des Marktumfeldes. Dies ermöglichte uns, den erworbenen Kundenstamm der Luko Insurance AG reibungslos in unsere Systeme zu integrieren. Zudem profitiert die Getsafe Insurance AG von einer sehr schnellen Adaptionsfähigkeit, SO dass zum Beispiel inflationsbedingte Schadenentwicklungen gut antizipiert und im künftigen Pricing angemessen berücksichtigt werden können. Als lizenzierte Versicherungsgesellschaft konnte die Getsafe Insurance AG im Rahmen der Produktentwicklung zielgruppenspezifische Lösungen entwickeln mit einer sehr kurzen Time-to-market. Das Produktmanagement beobachtet Zielmärkte kontinuierlich und verbessert zeitnah alle Produkte bei sich abzeichnenden Änderungen in den Kundenbedürfnissen sowie des produktindividuellen Risikoprofils. Die Getsafe Insurance AG ist weiterhin der Überzeugung, dass ihre selbst entwickelte Plattform erhebliche Potentiale hinsichtlich Dunkelverarbeitung entlang der versicherungstechnischen Wertschöpfungskette bietet, die bereits heute weit über den Marktstandards in der Versicherungsbranche liegt. Die technische Plattform ist multilingual, kann alle gängigen Währungen verarbeiten, auf alle Sparten angepasst werden und ist regulatorisch / rechtlich skalierbar. Der hybride Ansatz im Vertrieb, dem Kundenservice und der Schadenregulierung richtet sich an den Kundenbedürfnissen aus und ermöglicht kurze Bearbeitungszeiten mit einer korrelierenden hohen Kundenzufriedenheit. Noch immer sind Versicherungen, vor allem im Vergleich zur Finanzindustrie oder anderen Branchen, vielfach durch unflexible Vertragslaufzeiten, einen nur geringen Digitalisierungsgrad und zu lange Servicezeiten gekennzeichnet. Im Gegensatz dazu bietet der Produktansatz der Getsafe Insurance AG Kunden maximale Flexibilität bei kurzen Kommunikationswegen über die App oder Telefon. Auf Basis des Plattform-Modells bietet sich aus Sicht der Getsafe Insurance AG weiterhin sehr großes Potential für den weiteren Ausbau des Geschäfts, zum einen für die Erweiterung auf neue Produkte und Sparten in Deutschland. Aufbauend auf der Versicherungslizenz in Deutschland (und damit einer Zulassung für den gesamten EU-Raum) besteht die Möglichkeit, in weiteren EU-Ländern als Versicherungsgesellschaft tätig zu werden (Freedom of Service). Durch den konsequenten technologischen Ansatz ist die Getsafe Insurance AG in der Lage, Versicherungsprodukte datengetrieben schnell zu entwickeln, zu iterieren und über die relevanten Vertriebskanäle zielgruppenspezifisch auf den Markt zu bringen. Auf geänderte Marktbedingungen, national wie international, kann unmittelbar reagiert werden. Nach Einschätzung der Getsafe Insurance AG werden die geopolitischen Konflikte und die damit einhergehenden wirtschaftlichen Risiken die Geschäftsentwicklung nicht negativ beeinflussen. Auf die andauernde Inflation hat sie mittels Preisanpassungen bereits reagiert. Die gesellschaftlichen Veränderungen in Bezug auf die Covid-19 Pandemie haben zur nachhaltigen Stärkung digitaler Geschäftsmodelle beigetragen. Dieser Trend wird sich aus Sicht der Getsafe Insurance AG mindestens manifestieren und somit die künftige Geschäftsentwicklung weiter positiv beeinflussen. Diese Veränderung spiegelt sich auch intern in hybriden Arbeitsmodellen wider. Mitarbeiter, Arbeitsabläufe und Prozesse sind sowohl remote als auch vor Ort in den Offices erprobt und damit schnell und unkompliziert skalierbar. Der aufkommenden Konsolidierung am europäischen Insur-Tech-Markt sieht die Getsafe Insurance AG positiv entgegen, da sie auf ein robustes Geschäftsmodell, motivierte Mitarbeiter und eine Vielzahl von Kunden bauen kann. G. Prognosebericht Die Entwicklung der Gesamtwirtschaft bleibt unverändert fragil. Zwar konnten die in 2023 teils starken Inflationszuwachsraten eingedämmt werden, jedoch bleibt die Konsumnachfrage infolge ungünstigeren Reallohnentwicklungen hinter den Erwartungen. Gemäß der Einschätzung des Ifo-Instituts wird das deutsche Bruttoinlandsprodukt in 2024 wieder moderat wachsen. Demnach prognostiziert das Ifo-Institut für das Gesamtjahr 2024 einen Anstieg des BIP von 0,9%. Insbesondere die weiterhin angespannte geopolitische Lage sowie die damit zusammenhängenden Effekte auf unsere Gesellschaft und die gesamtwirtschaftliche Lage in der EU bleibt weiterhin ungewiss. In Bezug auf die Versicherungsbranche geht der GDV zwar auch für das Jahr 2023 noch von einer Steigerung der Beitragseinnahmen aus. Über alle Sparten hinweg geht der GDV von einer Steigerung der Beiträge um 3,8% aus, für die Schaden- und Unfallversicherungen geht der Verband sogar von einem Beitragswachstum von insgesamt 7,7% aus, wobei hier insbesondere hohe Anpassungen in der Kfz-Versicherung zu Buche schlagen +3,4%. Die im Geschäftsjahr 2023 erzielten Beitragseinnahmen der Getsafe Insurance AG lagen im erwarteten Bereich. Auf Basis des bisherigen Geschäftsverlaufs wird für das Jahr 2024 eine Fortsetzung bzw. eine Steigerung der bisher beobachtbaren Wachstumsdynamik erwartet. Avisiert ist ein Beitragsvolumen von 29,0 Mio. EUR für das Jahr 2024 mit einer korrespondierenden Bruttoschadenquote von 63,5% sowie einer Quote von 29,7% für Abschluss- und Verwaltungskosten. Das Beitragswachstum soll insbesondere durch das generierte Neugeschäft sowie Beitragsanpassungen in einzelnen Versicherungssparten erreicht werden. Nach Abzug der Rückversicherung erwarten wir über alle Sparten eine Nettoschadenquote von 81,7%. Der Schadenverlauf in den ersten Monaten des Geschäftsjahres 2024 stellt sich im Vergleich zum Vorjahr recht stabil dar. Außergewöhnliche Belastungen in einzelnen Versicherungszweigen sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht erkennbar. Nach einem durch einzelne bedeutsame Großschäden gekennzeichneten Geschäftsjahr 2023 rechnen wir für 2024 wieder mit einer Normalisierung in der Schadenentwicklung und leicht rückläufigen Schadenquoten. So erwarten wir für 2024 einen versicherungstechnischen Gewinn von netto 425,1 TEUR. Das im Vergleich zu den vergangenen Jahren nachhaltig hohe Zinsniveau führt entsprechend zu einer Teuerung der Kapitalkosten. Die Getsafe Gruppe hat auf die aktuellen Marktbedingungen reagiert und ihre Geschäftsstrategie dahingehend angepasst, dass in Zukunft die Profitabilität im Fokus steht. In diesem Zuge wurde beschlossen, das Neugeschäft im französischen Markt einzustellen und stattdessen freie Kapazitäten für die Stärkung des Kerngeschäfts in Deutschland zu verwenden. Im Hinblick auf die Verwaltungskosten rechnen wir für das Geschäftsjahr 2024 mit einem weiteren Rückgang. Die Provisionsaufwendungen korrespondieren zum Beitragswachstum und die Personalaufwendungen sollten aufgrund weniger geplanter Neueinstellungen in 2024 nur moderat wachsen. Ferner erwarten wir ein Abflachen der inflationsbedingten Preissteigerungen für bezogene Dienstleistungen. Wir erwarten auch für 2024 ein stabil hohes Zinsniveau. Dies bietet die Möglichkeit für Engagements zu stabilen oder verbesserten Konditionen im Bereich der festverzinslichen Wertpapiere. Vor dem Hintergrund der bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr im Zuge steigenden Zinsen genutzten Anlagemöglichkeiten gehen wir von einem leichten Anstieg der Durchschnittsverzinsung unserer Kapitalanlagen aus. Insgesamt erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 ein ausgeglichenes Jahresergebnis. H. Betriebenes Versicherungsgeschäft Im Geschäftsjahr 2023 werden von der Getsafe Insurance AG die folgenden Versicherungszweige und -arten im selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft betrieben:
Heidelberg, 30.04.2024 Der Vorstand Muhyddin Suleiman, Vorstandsvorsitzender, CEO Dr. Michael Oberste, Mitglied des Vorstands, CFO BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Getsafe Insurance AG, Heidelberg VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Getsafe Insurance AG, Heidelberg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Getsafe Insurance AG, Heidelberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU- APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Art. 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Art. 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Im Folgenden stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar: Bewertung der in der Brutto-Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle enthaltenen Teilrückstellungen für bekannte und unbekannte Versicherungsfälle Zugehörige Informationen im Abschluss Im Anhang der Gesellschaft werden auf S. 35-36 des Geschäftsberichts die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wiedergegeben. Sachverhalt und Risiko für die Prüfung Im Jahresabschluss weist die Gesellschaft eine "Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle" in Höhe von T€ 5.381 brutto (im Folgenden kurz "Brutto-Schadenrückstellungen"; 33,2 % der Bilanzsumme) bzw. netto T€ 2.363 (14,6 % der Bilanzsumme) aus. Hieraus ergibt sich ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögenslage der Gesellschaft. Die Brutto-Schadenrückstellung teilt sich in verschiedene Teilschadenrückstellungen auf. Die Teilschadenrückstellungen für bekannte und unbekannte Versicherungsfälle betreffen den wesentlichen Teil der Brutto-Schadenrückstellung. Bei den in den Teilschadenrückstellungen für bekannte und unbekannte Versicherungsfälle ausgewiesenen Verpflichtungen handelt es sich um zu schätzende Werte, deren Schätzung in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft liegt. Die bei der Ermittlung dieser Schätzungen angewendeten Verfahren, Annahmen und Parameter basieren sowohl auf vergangenen als auch auf künftig erwarteten Entwicklungen und beinhalten Ermessensentscheidungen und Unsicherheiten der gesetzlichen Vertreter bei der Bewertung von bekannten sowie bereits eingetretenen, aber erst in der Zukunft bekanntwerdenden Ereignissen. Bei geschätzten Werten besteht deshalb a priori ein erhöhtes Risiko falscher Angaben in der Rechnungslegung. Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse Wir haben die von der Gesellschaft gebildeten Teilrückstellungen für bekannte und unbekannte Versicherungsfälle wie folgt geprüft:
Des Weiteren haben wir analytische Prüfungshandlungen anhand quantitativer Merkmale (Schadenanzahl, Durchschnittsschadenhöhe, Relationen von Schadenaufwand/Schadenrückstellungen zu anderen Größen) und Kennzahlen wie Schadenhäufigkeit, Durchschnittsschäden, Abwicklungsergebnis zu Ursprungsschadenrückstellung, Schadenrückstellung bzw. Gesamtschadenaufwand zu verdienten Beiträgen durchgeführt. Diese Analysen erfolgten auf einem Vorjahresvergleich für die gesamte Schadenrückstellung. Im Rahmen unserer Prüfung haben wir uns davon überzeugt, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Schätzungen hinsichtlich der Annahmen und Parameter zur Bewertung der in der Brutto-Schadenrückstellung enthaltenen Teilrückstellungen für bekannte und unbekannte Versicherungsfälle begründet und hinreichend dokumentiert sind. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Versicherungsunternehmen geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO Wir wurden in der Hauptversammlung am 25. April 2023 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 7. November 2023 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2020 als Jahresabschlussprüfer der Getsafe Insurance AG, Heidelberg, tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Art. 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Erik Barndt.
Köln, den 23. April 2024 Mazars
GmbH & Co. KG
Dr. Thomas Varain, Wirtschaftsprüfer Barndt, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstands entsprechend den ihm nach Gesetz und Satzung zugewiesenen Aufgaben auf Basis von schriftlichen und mündlichen Unterrichtungen überwacht und sich während des gesamten Jahres 2023 fortlaufend von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. Im Jahr 2023 gab es drei Aufsichtsratssitzungen. Zusätzlich fand eine Hauptversammlung statt. Neben der Beschlussfassung waren die Berichterstattung des Vorstands an den Aufsichtsrat zur Geschäftsentwicklung im zweiten vollen Geschäftsjahr, die strategische Ausrichtung, die wirtschaftliche Lage sowie das Risikomanagement der Gesellschaft zentrale Gesprächsinhalte. Alle Themen wurden intensiv diskutiert und kritisch hinterfragt. Mit dem Schreiben vom 26.09.2023 hat die BaFin die Übernahme des Bestandes der Luko Insurance AG genehmigt. Dadurch konnte im Oktober das Portfolio aus ca. 43.000 Verträgen rückwirkend zum 01.01.2023 übertragen werden. Tätigkeiten des Aufsichtsrates Geschäfte und Maßnahmen des Vorstands, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, sind vom Vorstand in den Sitzungen vor der Beschlussfassung eingehend erläutert worden. Darüber hinaus hat der Vorsitzende des Aufsichtsrats mit dem Vorstandsvorsitzenden in zahlreichen Einzelgesprächen geschäftspolitische Fragen sowie die Lage und Entwicklung der Gesellschaft erörtert. Der Aufsichtsrat wurde auch in 2023 über die Lage der Gesellschaft insbesondere hinsichtlich der Finanz-, Kapitalanlagen- und Solvabilitätsentwicklung regelmäßig unterrichtet. Mit dem am 1. Juli 2021 in Kraft getretenen Finanzmarktintegritätsstärkungsgesetz haben sich Neuerungen u.a. für den Bereich der Abschlussprüfung mit Auswirkungen auf die Non-Audit Serviceleistungen (NAS) ergeben. Hieraus folgt, dass die Erbringung von Steuerberatungs- und Bewertungsleistungen für das Unternehmen von öffentlichem Interesse (engl. PIE), dessen Mutterunternehmen oder die von ihm beherrschten Unternehmen durch den Abschlussprüfer beginnend mit dem Geschäftsjahr 2022 verboten sind. Damit wird die Pflicht zur Trennung von Prüfung und Beratung bei PIEs ausgeweitet. Demzufolge verschärfen sich noch weiter die Überwachung der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers sowie die Einhaltung des 70%-Cap. Zu den oben genannten verbotenen Leistungen aus dem FISG haben sich auch weitere Klarstellungen zur EU-Regulierung der Abschlussprüfung ergeben. Zu den erbrachten Nichtprüfungsleistungen durch den Abschlussprüfer für PIEs und der jeweiligen Auslastung der festgelegten Caps ist eine jährliche Berichterstattung erforderlich; der Aufsichtsrat wurde entsprechend informiert. Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat zustimmungspflichtige Geschäfte vorgelegt, der Aufsichtsrat hat die nach Satzung oder Geschäftsordnung notwendigen Zustimmungen in jedem Fall erteilt. Der Aufsichtsratsvorsitzende wurde vom Vorstandsvorsitzenden laufend über wichtige Entwicklungen, anstehende Entscheidungen und die Risikolage im Unternehmen unterrichtet. Der Gesamtvorstand entscheidet gemäß den ihm durch die Geschäftsordnung übertragenen Aufgaben über die Erstellung und jährliche Überprüfung der Geschäfts- und Risikostrategie. Der Aufsichtsrat hat die Geschäfts- und Risikostrategie für das Geschäftsjahr 2023 im Rahmen der Sitzung vom 18.07.2023 erörtert und zustimmend zur Kenntnis genommen. Ferner wurde der Aufsichtsrat in den Sitzungen über den aktuellen Stand zum Risikomanagement informiert und er hat sich von der Leistungsfähigkeit des Risikomanagementsystems überzeugt. Bei Bedarf erhielt der Aufsichtsrat detaillierte Informationen insbesondere zur Risikolage der Gesellschaft sowie zu den seitens des Vorstands zur Stabilisierung geplanten und ergriffenen Maßnahmen. Darüber hinaus wurde dem Aufsichtsrat im Herbst 2023 der ORSA-Bericht zur vollständigen Information vorgelegt. Insgesamt wird damit den aufsichtsbehördlichen Anforderungen an das Risikomanagement im Rahmen einer guten Unternehmensführung und -überwachung entsprochen. Ergänzend wurde der Aufsichtsrat in der Sitzung am 18.07.2023 neben dem Risikomanagement auch über den aktuellen Stand der weiteren Governance-Funktionen Versicherungsmathematische Funktion, Compliance und Revision informiert und hat sich somit von der Leistungsfähigkeit aller Governance-Funktionen überzeugt. Der Aufsichtsrat sah sich zu Prüfungsmaßnahmen nach § 111 Abs. 2 AktG im Geschäftsjahr 2023 nicht veranlasst. Im Rahmen der jährlichen Abfrage der Selbsteinschätzung durch die Mitglieder des Aufsichtsrats wurde über die Ergebnisse berichtet, welche zufriedenstellend ausgefallen sind. Der Aufsichtsrat hat für die nächste Selbsteinschätzung bislang keine Anpassung der Themenfelder beschlossen. Es wurden zusätzlich Schulungsveranstaltungen zum Thema Produktentwicklung und Rückversicherung im Nachgang zur Aufsichtsratssitzung am 05.12.2023 durchgeführt. Insgesamt hat der Aufsichtsrat im Rahmen seiner gesetzlichen und satzungsgemäßen Zuständigkeiten an den Entscheidungen des Vorstands mitgewirkt und sich von der Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Unternehmensführung überzeugt. Tätigkeiten des Prüfungsausschusses Der Prüfungsausschuss setzt sich aus sämtlichen Mitgliedern des Aufsichtsrates zusammen. Der Prüfungsausschussvorsitzende im Berichtsjahr war Georg Jüngling (Finanzexperte auf dem Gebiet der Rechnungslegung und Abschlussprüfung). Neben der laufenden Überwachung des internen Kontroll- und Revisionssystems und des Risikomanagements im Rahmen der vorstehend erläuterten Tätigkeiten des Aufsichtsrats, hat sich der Prüfungsausschuss im Berichtsjahr durch eine laufende Kommunikation mit dem Wirtschaftsprüfer und dem Vorstand und deren Berichterstattung insbesondere mit der Überwachung des Prozesses und der Ergebnisse der Jahresabschlussprüfung einschließlich der besonders wichtigen Prüfungssachverhalte (Key Audit Matters) beschäftigt. Jahresabschluss 2023 Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 sind von der vom Aufsichtsrat zum Abschlussprüfer bestellten Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, geprüft worden. Es ergaben sich keine Einwendungen. Der Abschlussprüfer hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht sowie der Bericht des Abschlussprüfers lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor. Der Abschlussprüfer hat dem Aufsichtsrat den Prüfungsbericht und das Prüfungsergebnis in der Sitzung des Prüfungsausschusses vor der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung zusätzlich mündlich erläutert und Fragen des Aufsichtsrats beantwortet. Der Aufsichtsrat nahm den Bericht und die Erläuterungen zustimmend zur Kenntnis. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht sowie den Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns ebenfalls geprüft. Er billigt den Jahresabschluss und schlägt der Hauptversammlung vor diesen festzustellen. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag für die Gewinnverwendung an. Mit dem Lagebericht des Vorstands ist der Aufsichtsrat einverstanden. Der Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers hierzu haben uns vorgelegen. Der Bericht des Abschlussprüfers schließt mit folgendem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk: Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind. Diesem Prüfungsbericht haben wir nichts hinzuzufügen. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung sind keine Einwendungen gegen die Erklärungen des Vorstands am Schluss des Berichts über die Beziehungen der verbundenen Unternehmen zu erheben. Der Abschlussprüfer hat dem Aufsichtsrat in der Bilanzsitzung das Ergebnis seiner Prüfung mündlich erläutert und diesbezügliche Fragen beantwortet. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis der Abschlussprüfung an. Dank an Vorstand und Mitarbeiter Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz und die im Geschäftsjahr 2023 erfolgreich geleistete Arbeit.
Heidelberg, den 02.05.2024 Gerhard Frieg, Aufsichtsratsvorsitzender Georg Jüngling, Mitglied des Aufsichtsrats Ulrich Rosenbaum, Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender Prof. Dr. Fred Wagner, Mitglied des Aufsichtsrats Christian Wiens, Mitglied des Aufsichtsrats |
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