hansa Tiefkühlmenü GmbH
Same addressManufacture of prepared meals and dishes
Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Stefan Asche since 8/16/2021 | Managing Director |
Michael Pfüller since 8/16/2021 | Managing Director |
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
| Name | Ownership |
|---|---|
CMP GOF III Holding S.á.r.l. | 100.00% |
Company ownership and partner structure
1 shareholder
GmbH structure
Companies in which this organization holds a direct stake
| Name | Ownership |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% | |
| 100.00% |
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Official financial statements and annual reports
UNIQFOOD GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Entwicklung des Anlagevermögens
Wiedergabe des Bestätigungsvermerks 9. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir mit Datum vom 13. März 2024 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt: "BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die UNIQFOOD GmbH, München Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der UNIQFOOD GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der UNIQFOOD GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Osnabrück, den 13. März 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Stefan Geers, Wirtschaftsprüfer ppa. David Benjamin Lecomte, Wirtschaftsprüfer Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 20. März 2024 festgestellt. Anhang für das Geschäftsjahr 2023Grundlagen Die UNIQFOOD GmbH, München, ist beim Registergericht München unter der Handelsregisternummer HRB 266001 gemeldet. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches erstellt. Ergänzend waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Vermerke, die wahlweise in Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang zu machen sind, insgesamt im Anhang aufgeführt. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bewertung erfolgte nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 252 bis 256a HGB unter Berücksichtigung der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen erfolgen grundsätzlich nach der linearen Methode über eine Nutzungsdauer zwischen drei und fünf Jahren. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angesetzt. Die Abschreibungen werden bei Gebäuden linear sowie beim beweglichen Anlagevermögen linear vorgenommen. Die Abschreibungen auf Sachanlagen werden über Nutzungsdauern zwischen drei und 40 Jahren vorgenommen. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern liegen für Gebäude zwischen 33 und 40 Jahren, für Außenanlagen bei 15 Jahren und für technische Anlagen, Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen drei und 15 Jahren. Die geleisteten Anzahlungen werden mit dem Nennbetrag bewertet. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis € 800,00 wurden zum Zeitpunkt des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, gegebenenfalls zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Anschaffungskosten der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind grundsätzlich zu den Anschaffungskosten unter Anwendung der fortlaufenden Durchschnittsmethode bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den Einzelkosten auch anteilige angemessene Gemeinkosten sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Fremdkapitalzinsen wurden nicht einbezogen. Ein Teil des Vorratsbestands wird zu Festwerten bilanziert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zu Nennwerten angesetzt. Erkennbare Ausfallrisiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die liquiden Mittel wurden mit den Nominalwerten aktiviert. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtung wird der nach § 253 Abs. 2 HGB veränderte Rechnungszins auf Basis der letzten 10 Jahre, welcher sich für 2023 auf 1,82 % beläuft, zugrunde gelegt. Die Pensionsrückstellungen wurden durch versicherungsmathematische Gutachten belegt. Im Geschäftsjahr wurden die Rückstellungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren berechnet. Dabei wurden als Rechnungszins 1,82 % gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung, als Rententrend 2 % p.a., als Gehaltstrend 0 % p.a., als erwartete Fluktuation 0 % sowie die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Der in der Rückstellungsdotierung enthaltene Zinsanteil in Höhe von T€ 98 wird nicht im Personalaufwand, sondern gesondert im Zinsaufwand ausgewiesen. Der Unterschiedsbetrag im Sinne von § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB zum 31. Dezember 2023 in Höhe von T€ 54 unterliegt einer Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB. Jubiläumszahlungen erfolgen bei 10-, 25-, 35- und 45-jähriger Betriebszugehörigkeit von Mitarbeitern. Die Berechnung der entsprechenden Rückstellung erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren mit einem Rechnungszinsfuß von 1,74 %. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen sind zu dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungspostender der UNIQFOOD GmbH ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt dabei auf Basis des kombinierten Ertragssteuersatzes von aktuell rd. 29,0 %, der Körperschaftsteuer, Gewerbeertragsteuer und des Solidaritätszuschlags. Zum Bilanzstichtag ergab sich insgesamt ein passiver Überhang latenter Steuern, der entsprechend passiviert wurde. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im beigefügten Anlagengitter (Anlage zum Anhang) dargestellt. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks Die Guthaben bei Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 2.591 (Vorjahr TEUR 2.169) im Rahmen eines Factoringvertrages bis zum Zahlungseingang der verkauften Forderungen zur Auszahlung gesperrt. Latente Steuern Aktive latente Steuern resultieren insbesondere aus unterschiedlichen Wertansätzen in der Steuer- und Handelsbilanz in Bezug Pensionsrückstellungen (T€ 690), Drohverlustrückstellungen (T€ 24) und sonstigen Rückstellungen (T€ 64). Passive latente Steuern resultieren aus unterschiedlichen Wertansätzen in der Steuer- und Handelsbilanz in Bezug auf Vorräte (T€ 9), immaterielle Vermögensgegenstände (T€ 24) und Sachanlagevermögen (T€ 1.511). Die latenten Steuersalden und deren Änderungen im Geschäftsjahr 2023 sind nachfolgend dargestellt:
Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt T€ 30. Das Kapital wurde in voller Höhe eingezahlt. Die Kapitalrücklage in Höhe von T€ 10.000 resultiert aus der Einbringung der Gesellschaft UNIQFOOD Produktions GmbH zum 31. Dezember 2023. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden u.a. für Gratifikationen, Resturlaubsansprüche, Gleitzeitkonten, Ab-findungen, Jubiläumszahlungen, ausstehende Rechnungen, Jahresabschlusskosten, drohende Verluste und andere ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Verbindlichkeiten
Es bestehen keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren. Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen T€ 6 (Vorjahr T€ 851) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und T€ 5.251 (Vorjahr T€ 5.047) sonstige Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betrugen T€ 5.251 (Vorjahr T€ 5.000). Die Laufzeit des Gesellschafterdarlehens wurde am 30. Januar 2024 verlängert bis zum 30. Juni 2025. Aus der Bilanz nicht ersichtliche sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB Es bestehen Leasing-, Miet- und Wartungsverträge. Daraus ergeben sich mittel- bis langfristig folgende jährliche Verpflichtungen:
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse der UNIQFOOD GmbH gliedern sich wie folgt:
Die Umsatzerlöse wurden weit überwiegend im Inland erzielt. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 298). Personalaufwand In den sozialen Abgaben werden Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von T€ 48 (Vorjahr T€ 89) ausgewiesen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Fremdwährungsumrechnung in Höhe von T€ 0 (Vorjahr T€ 7). Zinsaufwendungen Von den Zinsaufwendungen betreffen T€ 406 (Vorjahr T€ 406) verbundene Unternehmen sowie T€ 99 (Vorjahr T€ 107) die Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Der Ertrag aus der Veränderung der latenten Steuern beträgt T€ 306 (Vorjahr T€ 135). Gewinnverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Gewinn auf neue Rechnung vorzutragen. Weitere Angaben und Erläuterungen Aufstellung des Anteilsbesitzes
* Werte beziehen sich auf das Geschäftsjahr
2022
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt
Mitglieder der Geschäftsführung Andreas Schulig, Kaufm. Geschäftsführer (seit Dezember 2023 zudem Vorsitzender), Berlin Stefan Asche, Vertriebsgeschäftsführer, Oldenburg Bettina Fürstenberg, Hauptgeschäftsführerin, Kaarst (bis November 2023) Michael Pfüller, Technischer Geschäftsführer, Sassenberg Die Bezüge der Geschäftsführung betrugen im Geschäftsjahr 2023 T€ 656. Außerbilanzielle Geschäfte Unsere Gesellschaft nimmt an einem Factoring-Programm teil, welches in Form des stillen Factorings praktiziert wird. Das Programm hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2025 und eine Volumenhöhe von € 25,0 Mio. Der Rahmen wird zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 18.528 ausgeschöpft. Mit diesem Programm werden die Liquidität und der Finanzmittelfond gestärkt sowie die Finanzierungskanäle erweitert. Das Risiko von Forderungsausfällen (Delkredererisiko) geht auf den Faktor über. Daher werden die Forderungen ab Kauf durch den Faktor nicht mehr beim Unternehmen bilanziert. Honorar des Abschlussprüfers Das im Aufwand des Geschäftsjahres enthaltene Honorar des Abschlussprüfers beträgt T€ 77. Davon entfallen T€ 45 auf Abschlussprüfungsleistungen, T€ 26 auf Steuerberatungsleistungen und T€ 6 auf andere Bestätigungsleistungen. Konzernverhältnisse Die CMP Food Holding GmbH (ehemals GETI WILBA Holding GmbH), Bremervörde, stellt als Muttergesellschaft im Sinne des § 290 Abs.1 HGB einen Konzernabschluss und -lagebericht für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf, der im Bundesanzeiger offengelegt wird. Da unsere Gesellschaft und ihre Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen werden, hat unsere Gesellschaft gem. § 291 Abs. 2 HGB darauf verzichtet, einen Teilkonzernabschluss aufzustellen.
München, den 13. März 2024 gez. Andreas Schulig gez. Stefan Asche gez. Michael Pfüller Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Lagebericht 2023Geschäftsmodell der UNIQFOOD GmbH Geschäftsbereiche und Produkte Die UNIQFOOD GmbH ist ein produzierendes Unternehmen in der Entwicklung und Herstellung von tiefgekühlten Fertig- und Teilfertiggerichten. Die Produkte werden vornehmlich unter Eigenmarken durch den Lebensmitteleinzelhandel und den Tiefkühlheimdiensten an Endverbraucher vertrieben. Des Weiteren werden Pfannkuchen, Omeletts und in Teilen auch Fertiggerichte an den Fachgroßhandel für den Außer- Haus-Markt produziert und verkauft. Standorte Der rechtliche Sitz der Gesellschaft befindet sich in München. Der Sitz der Geschäftsführung sowie einziger Standort (Produktion, Vertrieb, Verwaltung) liegt in Hilter am Teutoburger Wald, Deutschland. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft hat sich im Jahr 2023 aufgrund des krisengeprägten Umfelds im Vergleich zu 2022 negativ entwickelt. Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamts ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken. 1 Die konjunkturelle Entwicklung in 2023 war geprägt von den Auswirkungen des Ukraine-Kriegs, insbesondere den Energiekostensteigerungen, allgemeinen Inflationsauswirkungen, einem schwierigeren Finanzierungsumfeld durch das gestiegene Zinsniveau sowie einer geringeren Nachfrage aus dem Ausland. Die Inflationsrate entwickelte sich in 2023 mit einem Anstieg von 5,9% zwar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 2 rückläufig (2022: 7,9%), jedoch weiterhin deutlich über dem Zielniveau der Zentralbank sowie über dem Niveau der Vorjahre. Neben den Preisanstiegen von Energie wirkten sich in 2023 insbesondere Preissteigerungen bei Nahrungsmittel aus. Die Produktion im verarbeitenden Gewerbe sank im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr nochmals um 1,5% und lag damit weiterhin deutlich unterhalb des Vor-Corona-Jahres 2019. 3 Auch hier spielten insbes. die Energiekosten eine Rolle, aber auch vereinzelt Material- und Lieferengpässe. In der Nahrungsmittelindustrie wirkten sich ebenfalls weiterhin die Folgen des Krieges und der Inflationsfolgen aus, der Konsum in Deutschland für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke entwickelte sich in deneinzelnen Produktgruppen stark unterschiedlich, wobei die Haushalte in 2023 aufgrund der o.g. Preisentwicklung dafür 4,6% mehr ausgeben mussten. 4 Branchenspezifische Rahmenbedingungen in Deutschland Das Segment der tiefgekühlten Fertiggerichte ist in Deutschland in den letzten Jahren gewachsen. Im Jahr 2023 ist das Segment im Umsatz deutlich um 18% gewachsen 5 , jedoch ohne Preisbereinigung, was auch mengenmäßig auf ein signifikantes Wachstum schließen lässt. Hier ist die Annahme, dass es aufgrund der enormen Preissteigerungen der letzten beiden Jahre auch in 2023 zu einem veränderten Käuferverhalten gekommen ist. Ein wichtiger Trend ist zudem eine Verschiebung der Umsätze von Markenprodukten hin zu den Eigenmarken der LEH-Kunden. Hiervon profitiert UNIQFOOD als Private-Label-Produzent. Die Versorgungssicherheit ist ein primäres Ziel der Handelskunden, Systeme und Prozesse von Herstellern sind auf weiteres Wachstum auszurichten. Geschäftsverlauf Nach den Turbulenzen des Vorjahres mit Beginn des Ukraine-Kriegs normalisierten sich die Marktentwicklungen im Jahr 2023 deutlich. Auch wenn sich zahlreiche Einflussfaktoren wie einige Rohstoffe und insbesondere auch die Energiekosten weiterhin auf einem hohen Niveau befinden, reduzierte sich die Volatilität der Märkte und führte damit zu einer besseren Planbarkeit und Verlässlichkeit der Rahmenbedingungen. Auch die im Vorjahr noch vorherrschende Sorge vor Energieknappheit, war im Jahr 2023 nicht weiter vorhanden. Auch bezüglich der in den Vorjahren dominierenden Corona-Pandemie war in 2023 wieder eine Normalität in allen Lebenslagen erreicht. Das Umsatzniveau für Tiefkühlfertiggerichte ist weiterhin hoch. Der Geschäftsbereich Lebensmitteleinzelhandel erreicht in 2023 eine deutliche Steigerung zum Vorjahr, ebenso wie der Bereich Großverbraucher, der in 2023 erneut ein Wachstum im zweistelligen Prozentbereich erreichen konnte, jedoch liegt das Umsatzniveau weiterhin unterhalb eines "pandemiefreiem" Normalniveaus. Der Geschäftsbereich Heimdienst erzielte in absoluten Zahlen einen Umsatzrückgang, wobei dies im Wesentlichen auf Umstellungen der Lieferkette im Rahmen der aktuellen Reorganisation zurückzuführen ist. Auf vergleichbarer Basis konnte auch hier der Umsatz gesteigert werden. Forschung und Entwicklung In 2023 kehrte auch in die Anfrage- und Entwicklungs-Tätigkeit Normalität ein. Sowohl im LEH als auch im Heimdienst waren auch in 2023 vermehrt Angebotskonzepte gefragt, um die gesteigerte Nachfrage nach Tiefkühlfertiggerichten mit interessanten Konzepten zu bedienen. Die Produkte der UNIQFOOD GmbH mit Teilfertiggerichten sowie vollständigen Pfannengerichten im Schlauchbeutel werden hier stetig mit neuen Rezepturen weiterentwickelt. Das Unternehmen bietet den Handelskunden nicht nur klassische "me too"-Varianten der Markenhersteller an, sondern hat hier innovative Neukonzepte im Angebot. Die Produktentwicklung erarbeitet auf den Kunden individuell zugeschnittene Category-Konzepte mit trendorientierter Ausrichtung, beispielsweise zu alternativen Rohstoffen oder auch frische Varianten von traditionellen Gerichten, etc. Auch fleischlose Mahlzeiten oder vegane Fleischersatz-Gerichte fanden Eingang in die Entwicklungsarbeit und wurden erfolgreich umgesetzt. Neben dieser Rezeptur- und Produktentwicklung wurde im letzten Jahr gemeinsam mit Lieferanten die Entwicklung nachhaltigerer Verpackungslösungen vorangetrieben. Hier wurde sowohl die Recycelbarkeit als auch der CO 2 -Fußabdruck der Verpackungslösungen berücksichtigt. Darüber hinaus wurden auch in 2023 die Produktionsprozesse stetig verbessert. Im Fokus standen hier erneut Energieeinsparmaßnahmen, entsprechende Effizienzverbesserungen sowie der Ausbau der Produktionskapazitäten.
1 Vgl. Pressemitteilung Nr. 038 vom 30. Januar
2024, Statistisches Bundesamt.
4 Vgl. Verbraucherpreisindex für
Deutschland vom 9. Februar 2024, Statistisches Bundesamt.
Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage Geschäftsentwicklung Nach dem Gesellschafterwechsel in 2021 und der damit einhergehenden "Anwachsung" des Geschäfts in die heutige Gesellschaft, welche seit dem 03.05.2022 unter UNIQFOOD GmbH firmiert, bildet das Jahr 2023 das nun zweite volle Geschäftsjahr der Gesellschaft. Somit sind die Zahlen zum Vorjahr (2022) vergleichbar. Finanzielle Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse, die EBITDA-Marge sowie das Jahresergebnis. Ertragslage Für das Geschäftsjahr 2023, wie auch im Vorjahr, blickt die UNIQFOOD GmbH auf eine positive Ertragslage, welche sich wie folgt darstellt:
Umsatzentwicklung Der Absatz im Geschäftsjahr 2023 lag auf dem erwarteten Niveau, der Umsatz lag aufgrund eines leicht rückläufigen Preisniveaus etwas unterhalb der Erwartungen. Die Bereiche Retail und Großverbraucher erzielten dabei das größte Wachstum im Vergleich zum Vorjahr, der Bereich Heimdienste sank aufgrund Reorganisationsmaßnahmen innerhalb der Unternehmensgruppe. In 2023 gliederten sich die Umsatzanteile wie folgt auf: Retail ca. 70 % - Heimdienste ca. 20 % - Großverbraucher- und Industriegeschäft ca. 10 %. Ergebnisentwicklung Das operative Ergebnis im Jahr 2023 entwickelte sich deutlich über den Erwartungen. Insbesondere im Vergleich zum Vorjahr, welches durch starke Kostensteigerungen beeinflusst war, konnten im Jahr 2023 die Kostenänderungen in Preisänderungen verarbeitet und damit an die Kunden weitergereicht werden, so dass es zu keiner weiteren Belastung des Ergebnisses gekommen ist. Zusätzlich entwickelten sich die Einkaufspreise in einigen Warengruppen insbesondere im 2. Halbjahr 2023 rückläufig, so dass hier temporär verbesserte Margen erzielt werden konnten. Für das Gesamtjahr konnte somit ein Jahresergebnis in Höhe von T€ 4.751 erreicht werden. Die Rohertragsquote lag im Geschäftsjahr 2023 - auch aufgrund der rückläufigen Einkaufspreise im 2. Halbjahr - mit 30,3% deutlich oberhalb des Vorjahres (26,1 %), welches jedoch auch von den damals deutlich gestiegenen Kosten für Rohstoffe und Energie und die verzögerte Weitergabe im Verkaufspreis an die Kunden geprägt war. Der Personalaufwand in 2023 ist zu 2022 deutlich erhöht, jedoch nur bedingt vergleichbar. Im Rahmen des Carve-Outs aus der apetito AG wurden bei UNIQFOOD weitere Stellen aufgebaut und entsprechende Übergangs-Dienstleistungen der apetito AG beendet. Darüber hinaus erfolgte im Dezember 2023 eine Einmalzahlung an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie eine Rückstellung für freigestellte Mitarbeiter und Abfindungen im Rahmen der Schließung des Werksverkaufs. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Schwerpunkt Kosten für Warenausgangsfrachten und Kommissionierung in Höhe von T€ 4.452, für Rechts- und Beratungskosten T€ 1.000, Mieten und Pachten T€ 2.448 und Aufwand für Reparatur und Instandhaltung T€ 1.852. Das Jahresergebnis liegt mit T€ 4.750 deutlich über den Erwartungen. Die EBITDA-Marge beläuft sich auf 6,7 % und liegt damit ebenfalls deutlich über den Erwartungen. Vermögenslage Die Vermögensstruktur der UNIQFOOD GmbH stellt sich folgendermaßen dar:
Die Vermögensstruktur der UNIQFOOD hat sich im Jahr 2023 prozentual von kurzfristigem Vermögen hin zum langfristigen Vermögen gewandelt. Zum Einen stieg das Sachanlagevermögen aufgrund umgesetzter Investitionen um ca. € 1,0 Mio. an, zum Anderen wurde eine Gesellschaft, die UNIQFOOD Produktions GmbH, München, ("UFPG") in die UNIQFOOD eingebracht, welches die Finanzanlagen deutlich erhöhte. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände betrugen im Berichtszeitraum T€ 2.734. Die Investitionssumme wurde für Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen aufgewandt. Das kurzfristig gebundene Vermögen bildet rund 60% der Bilanzsumme und wird maßgeblich durch den Anteil der Vorräte beeinflusst. Diese sind im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert. Finanzlage Für das Geschäftsjahr 2023 ergibt sich folgendes Bild der Finanzlage:
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestanden im Geschäftsjahr nicht. Die bilanziellen Finanzverbindlichkeiten bestehen zum 31.12.2023 ausschließlich in Form des Gesellschafterdarlehens über € 5,0 Mio., welches langfristigen Charakter hat (> 1 Jahr Restlaufzeit). Im Vergleich zum Vorjahr entwickelte sich der Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit positiv, da die Sondereffekte aus dem Vorjahr nicht erneut Auswirkungen hatten. Die Investitionstätigkeit wurde im Geschäftsjahr 2023 wieder verstärkt aufgenommen, was sich - gemeinsam mit den Finanzierungszahlungen - negativ auf die Liquiditätsentwicklung ausgewirkt hat. Die Liquiditätssituation der Gesellschaft stellt sich Ende des Jahres weiterhin sehr positiv dar. Das Bankguthaben bei den Kreditinstituten betrug zum Abschlussstichtag rund € 7,6 Mio. Die Zahlungsfähigkeit der UNIQFOOD war daher zu jeder Zeit gegeben und hat sich im Vergleich zu Vorjahr wesentlich verbessert. Die Kapitalstruktur der UNIQFOOD GmbH wird in der folgenden Tabelle dargestellt:
Durch die Einbringung der UFPG in die Kapitalrücklage sowie insbesondere den positiven Jahresüberschuss des Jahres 2023 konnte das Eigenkapital der Gesellschaft deutlich verbessert werden. Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft betrug zum Abschlussstichtag 37,5%. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von € 5,0 Mio. enthalten. Addiert man dies, so ergibt sich eine wirtschaftliche Eigenkapitalquote von 47,5%. In den sonstigen Rückstellungen sind neben den Personalrückstellungen (T€ 1.369 - vorrangig nicht genommene Freizeiten), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (T€ 1.706), für Erlösschmälerungen (T€ 579) sowie ein Rückstellungsbetrag für Abfindungen in Höhe von T€ 430 enthalten. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind mit T€229 zum Vorjahr 2022 (Vj: T€ 3.504) deutlich reduziert und enthalten die üblichen Themen der Steuern, Sozialversicherung und sonstige Personalverbindlichkeiten. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Im Durchschnitt des Geschäftsjahres waren bei der UNIQFOOD GmbH 331 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Im Fokus unserer Personalarbeit stand neben der Gewinnung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, insbesondere für den Stellenaufbau im Rahmen des Carve-Outs aus der apetito AG, die Bindung der qualifizierten Fach- und Führungskräfte an das Unternehmen. Im Recruiting wurden dabei neue Kampagnen entwickelt, um im starken Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Region neue Akzente zu setzen. Der im Vorjahr initiierte moderne Auftritt des Unternehmens als UNIQFOOD konnte dabei weiterhin positiv genutzt werden. Ein weiterer, wichtiger Bestandteil war und ist dabei auch die Ausbildung eigener Fachkräfte. Im Berichtsjahr wurden 11 junge Menschen in 4 verschiedenen Berufen ausgebildet. Ebenso wichtig für den Erfolg des Unternehmens ist das Engagement, das Wissen und die Leistung der bestehenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Um qualifiziertes Personal zu halten und zu binden, bietet das Unternehmen zahlreiche Zusatz- und Gesundheitsleistungen an. Ebenso werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durch regelmäßige Schulungen und Weiterbildungen qualifiziert und gefördert, sich im Unternehmen weiterzuentwickeln. Chancen- und Risikobericht Das interne Steuerungs- und Kontrollsystem der UNIQFOOD wird durch das Controlling in Zusammenarbeit mit allen Fachabteilungen umgesetzt. Die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren sind dabei der Umsatz sowie die Profitabilität (EBITDA und Jahresergebnis). Die dafür relevanten Kennzahlen und die damit verbundenen Prozesse und Treiber werden in regelmäßigen Rhythmen (täglich, wöchentlich, monatlich) über entsprechende Analysen und Berichte erarbeitet und in den jeweiligen Abteilungen und Teams besprochen und entsprechende Ableitungen getroffen. Die Chancen und Risiken werden nach absteigender Bedeutung angegeben. Wesentliche Risiken Das größte Risiko im Geschäftsmodell der UNIQFOOD sind nach wie vor die volatilen Rohstoff- und Energiemärkte. Das Jahr 2022 hat gezeigt, wie zahlreiche externe Faktoren und Marktentwicklungen - in 2022 insbesondere der Beginn des Ukraine-Kriegs - massive Auswirkungen auf die Gesellschaft haben kann, da Einkaufskontrakte und Kontraktlaufzeiten mit den Kunden nicht kongruent vereinbart werden können. Das Unternehmen setzt dabei auf den engen Austausch mit Kunden und Lieferanten und hat zudem seine Prognosefähigkeiten deutlich verbessert, so dass zukünftige Entwicklungen besser eingeschätzt werden können und eine rasche Reaktionsfähigkeit gewährleisten. Neben den preislichen Volatilitäten, ist auch das Volumen mit Unsicherheit behaftet. Die Planbarkeit der Absätze der Kunden ist im Vergleich zu den Vor-Corona-Zeiträumen weiterhin eingeschränkt, da in der aktuellen Marktsituation zahlreiche externe Effekte zusammenwirken (Lieferketten, Energiekosten, allgemeine Inflation und gestiegene Lebenshaltungskosten der Haushalte), die zu teilweise deutlichen Verschiebungen in den Produktgruppen geführt hat. Die Sicherstellung der Warenverfügbarkeit und die Lieferfähigkeit für die Kunden ist ein sehr wichtiges Ziel der UNIQFOOD, stellt sich jedoch weiterhin und zukünftig als herausfordernd dar. Produktrisiken werden durch die Qualitätskultur bei UNIQFOOD sowie die entsprechenden Prozesse in Qualität und Lebensmittelsicherheit minimiert. Die Qualitätskontrollen können, trotz aller Sorgfalt, keine 100-prozentige Sicherheit gewährleisten, insbes. im Bereich der Rohwaren. Hier bemerken wir durch die Knappheit einiger Rohstoffe ein teilweise erhöhtes Risiko, welches dem Unternehmen mit erhöhten Kontrollen und Audits sowie der Auswahl der Lieferanten entgegenwirkt. Der Mangel an Fachkräften sowie qualifiziertem Personal verstärkt - bei steigender Nachfrage des Lebensmittelhandels - zusätzlich die Anforderungen an die Produktivität und Leistungsfähigkeit in der Herstellung und somit an die Aufrechterhaltung permanenter Lieferbereitschaft. Risiken des Forderungsausfalls werden bei der UNIQFOOD GmbH schon aufgrund der Kundenstruktur mit den großen Lebensmitteleinzelhändlern als gering eingeschätzt. Durch die Kreditversicherungen im Rahmen des Factorings, ein professionelles Debitorenmanagement und ein straff organisiertes Mahnwesen konnten größere Zahlungsausfälle vermieden werden. Insolvenzen im großen Umfang blieben sowohl bei Lieferanten als auch bei Kunden aus. Auf der Lieferantenseite wird diesem mit einer Zwei- Lieferantenstrategie bzw. dem Vorhalten von entsprechenden Backup- und Notfalllösungen Rechnungen getragen. Im Bereich der IT sind Cyber-Angriffe auf zahlreiche Unternehmen in Deutschland zu verzeichnen, wie auch die Gesellschaft im Vorjahr leidvoll erfahren musste. Im Rahmen des derzeit laufenden IT-Carve-Outs wird dem jedoch Rechnung getragen und das neu aufzubauende Netzwerk nach den heutigen technischen Standards konzipiert, so dass davon auszugehen ist, dass zukünftig das Risiko geringer ist als in der Vergangenheit. Es sind jedoch stets erhebliche Anstrengungen erforderlich, um diese Risiken zu minimieren. Im neuen Geschäftsjahr 2024 soll die Unternehmensfinanzierung neu aufgestellt werden. Hierfür laufen Gespräche mit Finanzierungspartnern. Obwohl die Unternehmensentwicklung und die Unternehmenskennzahl ein positives Bild vermitteln, besteht aufgrund des allgemeinen, gesamtwirtschaftlichen Umfelds sowie der Unternehmenshistorie eine gewisse Unsicherheit über die Finanzierungsbereitschaft der Finanzierungspartner. Wesentliche Chancen Das Marktvolumen für tiefgekühlte Fertiggerichte wächst im mehrjährigen Mittel seit einigen Jahren. Die Erhöhung der Produktionskapazität durch die Investition in eine weitere Produktionsanlage sowie die Stärkung des Vertriebs macht es möglich, insbesondere im stark wachsenden Segment der IQF-Artikel an diesem Trend zu partizipieren. Neben den bestehenden Kunden sind auch neue Kunden identifiziert worden, welche in den nächsten Jahren gewonnen werden können. Durch die vollständige Umsetzung des Carve-Outs aus der apetito AG ist die 100-prozentige Ausrichtung aller Abteilungen auf das Geschäft der UNIQFOOD gegeben. Hieraus ergeben sich weitere Potentiale in Bezug auf Kosten und Effizienzen. Zusätzlich sorgt die weiterhin hohe Liefertreue und langjährige Zuverlässigkeit sowie die hohe Produktqualität für eine positive Kundenreputation. Gepaart mit einer starken Produktentwicklungsarbeit und der daraus resultierenden Vermarktungsmöglichkeit von "customized Products" sorgt diese für eine gute Marktposition - mit den sich daraus ergebenden Wachstumschancen. Gesamtbeurteilung der Risiko- und Chancensituation In der Zusammenfassung stellen sich die erläuterten Einzelrisiken im Unternehmenals bekannt, transparent und steuerbar dar. Hierbei liegt der bedeutendste Fokus auf den volatilen Preisentwicklungen und Versorgungsrisiken auf der Rohstoffseite. Die Vorhersage von Entwicklungen und Preistrends bleibt jedoch aufgrund zahlreicher externer Einflussfaktoren weiterhin herausfordernd. Die positive Marktwahrnehmung des Unternehmens - sowohl auf Kunden- als auch auf Endverbraucherseite - gemeinsam mit dem Potential der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Produktionsvoraussetzungen werden als große Chancen mit starkem Potenzial gesehen. Die Erweiterung von Produktionskapazität, die kundenindividuelle Entwicklung von Produkten sowie die Abbildung einer flexiblen Produktvielfalt im "Regal" sichern die zukünftige Wachstumsentwicklung und unseren Anspruch als kompetenter Partner unserer Kunden. Prognosebericht Für das kommende Geschäftsjahr 2024 sehen wir weiterhin eine positiv stabilisierte Lage, da sich Rohstoffmärkte weiter beruhigen und gleichzeitig Kontraktlaufzeiten wieder verändern. Die im abgelaufenen Geschäftsjahr realisierten Margengewinne aufgrund der fallenden Einkaufspreise in einigen Produktgruppen, wird planerisch für 2024 nicht in gleicher Höhe angenommen, so dass wir für das Gesamtjahr 2024 mit einer leicht reduzierten EBITDA-Marge und einem leicht reduzierten Jahresergebnis rechnen. Umsatzseitig wird für das Geschäftsjahr 2024 mit einer Umsatzsteigerung im niedrigen zweistelligen Prozentbereich geplant. Mit der seit Ende 2023 zur UNIQFOOD gehörenden Tochtergesellschaft UNIQFOOD Produktions GmbH mit dem Produktionsstandort in Bremervörde kann den Kunden eine breitere Produktpalette und zusätzliche Produktionskapazitäten angeboten werden. Diese werden im Rahmen eines Insourcing-Programms von heute als Handelsware zugekauften Kapazitäten ausgelastet. Für 2024 wird aus heutiger Sicht damit gerechnet, dass sich Rohstoffpreise sowie Energiekosten wieder stabilisieren und teilweise auch reduzieren. Jedoch werden sich die Lohnsteigerungen aus 2023 in vielen Branchen auswirken, so dass grundsätzlich mit einem höheren Preisniveau in vielen Bereichen zu rechnen ist. Gleichzeitig werden - insbesondere bei den pflanzlichen Rohstoffen - die Ernteerträge und evtl. Ernteausfälle durch Klimaauswirkungen, die Preise weiterhin stark und ggf. auch die Verfügbarkeiten, beeinflussen. Wir halten diese Effekte jedoch für steuerbar. Entsprechende Preisreduzierungen werden an die Kunden weitergegeben, um die Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft im Markt zu erhalten. Das Private-Label-Geschäft profitiert weiterhin von der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Lage, so dass auch wir davon ausgehen, weiteres Wachstum in einigen Produktfeldern generieren zu können. Dabei wird auch die Investitionsstrategie in die Modernisierung und Ausweitung der Marktpräsenz fortgesetzt.
Hilter, den 13. März 2024 gez. Andreas Schulig gez. Stefan Asche gez. Michael Pfüller |
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