Lui Transport UG (haftungsbeschränkt)
Same addressLogistics service activities
Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Tobias Dr. Georgi since 9/12/2024 | Managing Director |
Tobias Severin since 9/12/2024 | Managing Director |
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
| Name | Ownership |
|---|---|
Stillfront Midco AB | 87.50% |
Sandbox Interactive GmbHSelf-held cycle | 12.50% |
Company ownership and partner structure
5 shareholders
GmbH structure
2 of 5 shown
Companies in which this organization holds a direct stake
| Name | Ownership |
|---|---|
| 12.50% |
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Official financial statements and annual reports
Sandbox Interactive GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtGrundlagen der Gesellschaft Geschäftsmodell der Gesellschaft Die Sandbox Interactive GmbH (nachfolgend: "Sandbox" oder "Gesellschaft") ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 2 HGB) mit Sitz in Berlin, die im Jahr 2012 gegründet wurde. Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung, der Verkauf und der Vertrieb von Computerspielen mit allen dazugehörigen Geschäftsaktivitäten. Ziele und Strategien Wesentliche Geschäftsfelder Die Sandbox hat in nahezu allen Ländern der Welt Kunden. Das Produkt der Sandbox ist auf Desktop und auf mobilen Endgeräten spielbar. Beschaffungsbereich Die Sandbox führt nahezu alle Schritte - von der Konzeption über die Entwicklung bis zu der Vermarktung - selbstbestimmt und hausintern durch. Eine Abhängigkeit von Dienstleistungen Dritter ist daher weitestgehend ausgeschlossen. Die Preise für bezogene IT-Dienstleistungen, wie Server, Content Delivery Networks und Ähnliches Vermarktung Die Sandbox vermarktet ihr Spiel über diverse Marketing-Kanäle. Im Geschäftsjahr 2023 wurde das Spiel weltweit online durch verschiedene Kampagnen beworben. Steuerungssystem Die Sandbox wird im Wesentlichen über spielebezogene und nutzerspezifische Kennzahlen sowie finanzwirtschaftliche Größen gesteuert. Diese werden in regelmäßigen Abständen erhoben. Weiterhin werden regelmäßige Reports aufbereitet, die unter anderem Informationen zu spielebezogenen Kennzahlen liefern. Die finanzwirtschaftliche Steuerung des Unternehmens erfolgt über die Instrumente Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz und Cash-Flow-Rechnung. Finanzielle Leistungsindikatoren Die Gesellschaft bemisst ihre finanziellen Indikatoren über ihre Umsatzerlöse und das Betriebsergebnis. Forschung und Entwicklung Der Fokus der Produktion liegt auf der Weiterentwicklung des Titels der Sandbox. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3% niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1%. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Hohe Preise auf allen Wirtschaftsstufen hätten die Konjunktur gedämpft. Hinzu seien ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland gekommen. Die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 habe sich somit nicht fortgesetzt. (Quelle: bmwk.de - Jahreswirtschaftsbericht vom 21.02.2024) Die Vorhersagen für das Wirtschaftswachstum schwanken teilweise stark und werden im Laufe eines Jahres regelmäßig nach oben oder unten korrigiert. Die aktuellen Prognosen für die Entwicklung des deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) 2024 liegen zwischen -0,5% laut Institut der deutschen Wirtschaft in Köln und 0,9% laut Institut für Wirtschaftsforschung Universität München. (Quelle: Statista "Prognosen zur Entwicklung des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland für die Jahre 2024 und 2025" vom 21.02.2024) Nach zuletzt moderatem Wachstum des Marktes für Online- und Mobilegames wird ein stärkerer Anstieg bis zum Jahr 2027, vor allem aus dem klassischen Games-Segment, erwartet. Dies ist insbesondere durch die weiterhin zunehmende Verbreitung von Smartphones und Tablets zu begründen. Auch der fortschreitende Ausbau von Hochgeschwindigkeits-Datennetzen in allen wichtigen Ländern begünstigt den Erfolg von Onlinegames. Die Reichweite dieser Spiele steigt kontinuierlich. Dennoch lässt sich erkennen, dass die Wachstumsrate für Free-to-Play Spiele durch die wirtschaftlichen Auswirkungen der Lockerungen nach der Corona-Pandemie und auch dem Ukraine-Krieg, zuletzt abgeflacht ist und sich branchenübergreifend auch für andere Marktteilnehmer in Deutschland als herausfordernd darstellt. Durch stetig steigende Marketingbudgets im Wettbewerb um Marktanteile wird die Einschätzung von Erfolgsaussichten neuer Spiele erschwert. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Sandbox Ertragslage
Die Umsatzerlöse resultieren ausschließlich aus In-Game-Verkäufen und dem Verkauf von Premiumstatus-Abonnements und sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 19.286 auf TEUR 40.414 gestiegen. Ein wesentlicher Grund für den Anstieg war der Aufbau eines regionsspezifischen Servers im asiatischen Markt, erhöhte Marketingausgaben sowie der Erweiterung des Produktangebots. Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 488 und betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Währungsumrechnung (Rückgang gegenüber Vorjahr um TEUR 475). Am Umsatz gemessen betrug die Personalaufwandsquote ca. 12,2% (Vorjahr: 17,7%). Die Personalaufwendungen sind auf TEUR 4.942 (Vorjahr: TEUR 3.742) gestiegen, was im Wesentlichen die durchschnittlichen laufenden Gehaltserhöhungen sowie den Anstieg in der durchschnittlichen Mitarbeiteranzahl (von 67 Mitarbeitern in 2022 auf 84 Mitarbeitern in 2023) widerspiegelt. Der Anstieg des sonstigen Betriebsaufwands von TEUR 14.193 auf TEUR 24.456 resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Marketingkosten in Höhe von TEUR 5.204 sowie den umsatzbezogenen variablen Kosten und ist zurückzuführen auf die Investition eines regionsspezifischen Servers im asiatischen Markt. Das Betriebsergebnis erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 7.076 auf TEUR 11.092. Das Jahresergebnis erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 7.132 von TEUR 4.060 auf TEUR 11.192. Durch den zum 1. Januar 2021 mit der Stillfront Germany GmbH (vormals: Altigi GmbH) abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrag wird das Jahresergebnis 2023 in Höhe von TEUR 11.192 an die Organträgerin abgeführt. Vermögens- und Kapitalstruktur
Der Bestand an immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen weist eine Erhöhung um 167,3% auf TEUR 971 im Vergleich zum Vorjahr auf, was im Wesentlichen durch die Erhöhung der Betriebs- und Geschäftsausstattung von TEUR 229 auf TEUR 965 zurückzuführen ist. Grund hierfür ist die Investition in IT-Infrastruktur und der Ausbau von neuen Räumlichkeiten, die auch Folge der höheren Mitarbeiteranzahl sind. Der Bestand an kurzfristigen Forderungen weist einen Rückgang um 47,5% auf TEUR 2.508 im Vergleich zum Vorjahr auf, was im Wesentlichen durch den Rückgang von Forderungen gegen verbundene Unternehmen durch ein gewährtes Darlehen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 2.755) bedingt ist. Das an die Stillfront Midco AB, Stockholm, Schweden, gewährte Darlehen wurde im Jahr 2023 inklusive zu berücksichtigender Zinszahlungen vollständig zurückgezahlt. Die Geschäftsführung der Sandbox beurteilt die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft weiterhin positiv. Dabei beträgt die Eigenkapitalquote 42,3% (Vorjahr: 37,6%), wobei der Anstieg der Quote gegenüber dem Vorjahr auf den Rückgang der Bilanzsumme um TEUR 1.025 EUR auf TEUR 8.193 zurückzuführen ist. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten verminderten sich im Vergleich zum Vorjahr um 19,1% auf TEUR 4.209, was im Wesentlichen auf den Rückgang von Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 1.996 auf TEUR 2.063 (Vorjahr: TEUR 4.060) zurückzuführen ist. Grund hierfür sind unterjährige Vorab-Ergebnisabführungen auf das zu erwartende Jahresergebnis der Gesellschaft in Höhe von insgesamt TEUR 9.135 an die Stillfront Germany GmbH (vormals: Altigi GmbH). Gegenläufig wirken die Erhöhungen von Lohnverbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Transaktion in die Stillfront Group AB (publ), Stockholm, Schweden, um TEUR 596 auf TEUR 958, sowie die Erhöhung von umsatzsteuerlichen Verbindlichkeiten in Asien um TEUR 203 auf TEUR 226 (Vorjahr: TEUR 23). Die Liquidität im Unternehmen befindet sich insgesamt auf einem zufriedenstellenden Niveau, so dass die weitere Innenfinanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit sowie diverser Projekte gesichert ist. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung Jedes unternehmerische Handeln ist untrennbar mit Chancen und Risiken verbunden. Auch die Sandbox ist in ihrem operativen Geschäft vielfältigen Risiken ausgesetzt, die die Unternehmensentwicklung negativ beeinflussen und im Extremfall den Bestand des Unternehmens gefährden können. Zurzeit sind keine solcher bestandsgefährdenden Risiken erkennbar, deren Eintritt überwiegend wahrscheinlich ist. Das Management geht daher von der Unternehmensfortführung aus. Risiken Insgesamt erachtet die Gesellschaft das Gesamtrisiko als gering. Für den Prognosezeitraum von einem Jahr hat die Gesellschaft folgende Risiken identifiziert und werden in absteigender Rangfolge nach ihrer Wichtigkeit genannt. Der Vertrieb sowie das Marketing sind grundlegend für den Erfolg des Spiels. Insbesondere steigende Marketingkosten durch neue Wettbewerber machen eine erfolgreiche Positionierung im umkämpften Online-Spielemarkt immer schwieriger. Dieser Herausforderung stellt sich das Unternehmen mit zielorientierten Investitionen in Marketingtechnologie, Marketingkampagnen und Vertriebsaktivitäten. Der Markt für Onlinespiele wächst stetig weiter. Es besteht das Risiko, dass weitere Unternehmen in den Markt für Onlinespiele eintreten oder sich das Spielerverhalten ändert. Dies könnte zu Nachfrageschwankungen, zu höheren Kosten der Kundenakquisition sowie langfristig zu einer Konsolidierung im Markt führen. Durch die Abhängigkeit von einem einzelnen Produkt wird dieses Risiko verstärkt. Das Unternehmens verfügt über qualitativ gut ausgebildetes Personal, welches das Wachstum durch innovative Spielentwicklung und effiziente Vermarktung wesentlich vorantreibt. Die Abhängigkeit von einzelnen Personen sowohl in Bezug auf das Produkt als auch in Bezug auf die Vermarktung ist nach Einschätzung des Unternehmens gering. Im technischen Bereich besteht aufgrund der schnellen Weiterentwicklung von Smartphones, Tablets und Desktop Computern das Risiko, dass das Spiel des Unternehmens mit neuen Geräten nicht länger kompatibel ist. Die Gesellschaft begegnet diesen Risiken mit häufigen Updates und umfangreichen Tests mit verschiedenen Geräten. Zudem ermöglicht die agile Entwicklung den Wechsel auf neue Technologien. Da Forderungen und Verbindlichkeiten auch in Fremdwährung bestehen, entstehen für die Gesellschaft Währungsrisiken. Das Risiko wird eher als gering angesehen, da Forderungen und Verbindlichkeiten in der Regel zeitnah beglichen werden. Die Gesellschaft unterliegt dem Risiko des Ausfalls von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe des Buchwertes. Das Risiko wird als gering eingeschätzt, da Außenstände im operativen Bereich kontinuierlich überwacht werden und möglichen Ausfällen durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen wird. Ein Liquiditätsrisiko besteht aufgrund der Kostenstruktur der Gesellschaft nicht. Außerdem finanziert sich die Gesellschaft seit längerer Zeit aus ihrem eigenen operativen Cashflow. Chancen Für den Prognosezeitraum von einem Jahr hat die Gesellschaft folgende Chancen identifiziert und werden in absteigender Rangfolge nach Ihrer Wichtigkeit genannt. Ziel der Unternehmensstrategie ist die Steigerung des Kundenwertes, die Akquise neuer Spieler und die Rückgewinnung inaktiver Spieler. Attraktive internationale Teilmärkte sind noch nicht vollständig erschlossen. Ebenfalls wird großes Interesse aus europäischen Märkten vernommen. Eine Internationalisierung durch bereits erfolgte und noch anstehende Übersetzungen in die jeweiligen Landessprachen und den Aufbau eines regionsspezifischen Servers wie im asiatischen Markt bieten auch hier die Möglichkeiten, diese Märkte zu durchdringen. Durch die bisher noch nicht vollständig ausgeschöpften Möglichkeiten der Monetarisierung besteht noch viel Potential für Umsatz- und Gewinnwachstum. Die Optimierung der Marketingeffektivität und -effizienz durch technologische Weiterentwicklung bietet ebenfalls Möglichkeiten des Umsatz- sowie Gewinnwachstums. Darüber hinaus wächst der Markt, insbesondere im Bereich Mobile, weiterhin stark. Es gibt weltweit eine große Nachfrage für ein attraktives MMORPG (Massively Multiplayer Online Role-Playing Game). Durch die gezielte Weiterentwicklung des Spiels besteht die Chance, diese Nachfrage zu bedienen und somit neue Spielergruppen zu gewinnen. Durch die kontinuierliche Weiterentwicklung des Spiels und der steigenden Vielseitigkeit besteht zunehmend die Chance, inaktive Spieler für das Spiel zurückzugewinnen. Der mögliche Eintritt in den Konsolenmarkt bietet der Gesellschaft ein weiteres Wachstumspotential. Dadurch werden einerseits neue Spielergruppen erreicht und andererseits ein einzigartiges Herausstellungsmerkmal im MMORPG-Markt geschaffen. Prognosebericht Das prognostizierte starke Umsatzwachstum im unteren zweistelligen Prozentbereich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 wurde aufgrund des Aufbaus eines Servers für den asiatischen Markt und durch die gesteigerte Effizienz der Marketingausgaben mit stark übertroffen. Insgesamt stiegen die Umsatzerlöse im Jahr 2023 gegenüber dem Jahr 2022 um 91,3 %. Ein prognostiziertes Wachstum des Betriebsergebnisses im unteren zweistelligen Prozentbereich wurde stark übertroffen, da im Wesentlichen durch die gesteigerte Effizienz der Vermarktung des Spiels ein Anstieg des Betriebsergebnisses erreicht werden konnte. Insgesamt stieg das Betriebsergebnis um 176,2 % im Vergleich zum Vorjahr. Aufgrund des Aufbaus eines weiteren regionsspezifischen Servers in Europa ist für das Geschäftsjahr 2024 von einem leichten Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr im einstelligen Prozentbereich auszugehen, welches fast ausschließlich durch den europäischen Markt in Folge des neuen Servers getrieben ist. Durch umsatzbezogene variable Kosten ist mit einer mit dem Umsatzwachstum korrespondierenden Steigerung des Betriebsergebnisses im einstelligen Prozentbereich zu rechnen.
Berlin, den 14. März 2024 Sandbox Interactive GmbH Robin Peter Henkys BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff und 264 ff HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke teilweise im Anhang gemacht. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden die größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 HGB teilweise in Anspruch genommen. Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma Sandbox Interactive GmbH mit Sitz in Berlin im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg (Berlin) unter der HRB Nr. 141903 eingetragen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände zwischen 3 und 13 Jahren nach der linearen Methode vorgenommen. Abweichend hiervon werden geringwertige Wirtschaftsgüter des abnutzbaren Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 im Jahr des Zugangs gemäß § 6 Abs. 2 EStG vollständig abgeschrieben. Ohne Rücksicht darauf, ob ihre Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens bei voraussichtlich dauernder Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, um diese mit dem niedrigeren Wert anzusetzen, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert bzw. unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken (Einzel- und Pauschalwertberichtigungen) bewertet. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nominalwerten angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Eigene Anteile werden offen abgesetzt. Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Umsatzerlöse werden sofort bei Verkauf der virtuellen Währung . Sogenannte Premiumstatus-Abonnements, die für einen längeren Zeitraum (30, 90, 180 oder 360 Tage) im Voraus gezahlt werden, werden ab einem Zeitraum von 90 Tagen oder länger zeitanteilig jeden Monat realisiert und über den Stichtag abgegrenzt. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren wie im Vorjahr aus Forderungen gegen Zahlungsdienstleister ("Payment Service Provider"), die die Kundenzahlungen abwickeln und an die Gesellschaft weiterleiten. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen des Geschäftsjahres betreffen sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 994 (Vorjahr: TEUR 316). Die im Vorjahr bilanzierte Darlehensforderung gegenüber der Stillfront Midco AB, Stockholm, Schweden, wurde in 2023 vollständig nebst Zinsen , sodass sich zum Stichtag Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus gewährten Darlehen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 2.755) ergeben. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Sicherheitseinbehalte in Höhe von TEUR 127 (Vorjahr: TEUR 98) für mögliche Zahlungsausfälle oder Stornierungen. Darüber hinaus werden in den sonstigen Vermögensgegenstände geleistete Anzahlungen in Höhe von TEUR 134 (Vorjahr: TEUR 653) und betreffen hauptsächlich Vorauszahlungen für Marketingaktivitäten. Sonstige Vermögensgegenstände mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr bestehen in Höhe von TEUR 107 (Vorjahr: TEUR 107) und enthalten im Wesentlichen Forderungen aus Mietkautionszahlungen in Höhe von TEUR 103 (Vorjahr: TEUR 103). Alle weiteren Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 204 (Vorjahr: TEUR 127) beinhaltet im Wesentlichen diverse Vorauszahlungen, z.B. für Cloud-Services sowie Versicherungen und Lizenzen. Aktive latente Steuern Auf Grund der ab 1. Januar 2021 bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft mit der Stillfront Germany GmbH (vormals: Altigi GmbH) als Organträgerin werden sämtliche latente Steuern auf temporäre Differenzen auf Ebene der Organträgerin berechnet und berücksichtigt. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 343 beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 228 (Vorjahr: TEUR 214). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten weisen wie im Vorjahr sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 2.057 (Vorjahr: TEUR 4.060) bestehen gegenüber der Gesellschafterin und resultieren aus der Ergebnisabführung. Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.531 (Vorjahr: TEUR 648) enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 554 (Vorjahr: TEUR 281) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 5). Die zum Stichtag bilanzierten Lohn- und Gehaltsverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 958 (Vorjahr: 362) sind geprägt von Lohn- und Gehaltsverbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Transaktion in die Stillfront Group AB (publ), Stockholm, Schweden. Darüber hinaus bestehen sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 13 (Vorjahr: TEUR 0). Rechnungsabgrenzungsposten Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält in Höhe von TEUR 509 (Vorjahr: TEUR 542) , die für einen längeren Zeitraum (30, 90, 180 oder 360 Tage) im Voraus gezahlt werden. Die Entgelte aus Abonnements für einen Zeitraum von 90 Tagen oder länger werden zeitanteilig je Monat als Umsatzerlös erfasst. Entgelte aus Abonnements für einen Zeitraum von 30 Tagen werden in voller Höhe jeweils im laufenden Monat als Umsatzerlös erfasst. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 400 (Vorjahr: TEUR 888) beinhalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 349 (Vorjahr: TEUR 824). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 526 (Vorjahr: TEUR 526). Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die finanziellen Verpflichtungen aus Miet-, Telekommunikations- und IT-Infrastrukturverträgen betragen bis zum Ende der Laufzeit dieser Verträge TEUR 1.657. Übrige Vertragsverhältnisse sehen kurzfristige Kündigungsmöglichkeiten vor bzw. werden bereits mit Vertragsabschluss oder Verlängerung vollständig in Rechnung gestellt (z.B. Softwarelizenzen). Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen Es wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt. Organe der Gesellschaft Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte der Gesellschaft durch folgende Personen geführt:
Gesamtbezüge der Geschäftsführung Hinsichtlich der Angaben der Geschäftsführerbezüge macht die Gesellschaft von der Möglichkeit des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter (ohne Praktikanten) beträgt:
Konzernverhältnisse Mutterunternehmen der Gesellschaft ist die Stillfront Germany GmbH (vormals: Altigi GmbH), Hamburg, die wiederum von der Stillfront Midco AB, Stockholm, Schweden, beherrscht wird. Die Stillfront Midco AB wird von der Stillfront Group AB, Stockholm, Schweden, als oberstem Mutterunternehmen beherrscht, in deren Konzernabschluss die Gesellschaft einbezogen wird. Der Konzernabschluss wird im schwedischen Unternehmensregister unter der Nummer 556721-3078 veröffentlicht.
Berlin, den 14. März 2024 Sandbox Interactive GmbH Robin Peter Henkys Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 01.01.-31.12.2022
Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am: 21.03.2024 BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Sandbox Interactive GmbH, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Sandbox Interactive GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sandbox Interactive GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 15. März 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Niklas Wilke, Wirtschaftsprüfer ppa. Stefanie Bubbers, Wirtschaftsprüferin |
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