Ledlenser Alliance GmbH
Same addressProvision of other services for non-artistic events
Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Kai Simon Milewski since 11/17/2025 | Managing Director |
Christoph Schwenke since 11/22/2021 | Procura |
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
Beneficial owner data is only accessible to registered users.
Company ownership and partner structure
7 shareholders
GmbH structure
3 of 7 shown
Companies in which this organization holds a direct stake
| Name | Ownership |
|---|---|
| 0.70% |
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Official financial statements and annual reports
AF LED GmbHSolingenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Konzerngewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals im Geschäftsjahr 2023
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Hinweise Die AF LED GmbH mit Sitz in Solingen ist unter der Nummer HRB 29806 im Handelsregister des Amtsgerichts Wuppertal eingetragen. Der vorliegende Konzernabschluss wurde nach den Vorschriften gemäß § 290 ff. HGB aufgestellt. Die Gliederung der Konzernbilanz entspricht dem in § 266 HGB vorgesehenen Gliederungsschema. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Davon-Vermerke werden überwiegend im Anhang gemacht. Die AF LED GmbH, Solingen, (im Folgenden auch "Gesellschaft" genannt) hält direkt 100% der Anteile an der Ledlenser GmbH & Co. KG, Solingen. Gegenüber dem Vorjahr haben sich folgende Veränderungen im Konsolidierungskreis ergeben:
Der Konsolidierungskreis besteht aus den folgenden jeweils vollkonsolidierten Gesellschaften (im Folgenden auch "Gruppe" genannt):
Konsolidierungsmethoden Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung wurde nach der Neubewertungsmethode durchgeführt. Hierbei wurden die Anschaffungskosten für Anteile an den Gesellschaften des Konsolidierungskreises mit dem Zeitwert des anteiligen Eigenkapitals zum Erwerbszeitpunkt verrechnet. Die im Zuge der Neubewertung zum Erstkonsolidierungszeitpunkt in den Vermögensgegenständen und Schulden eines Tochterunternehmens aufgedeckten stillen Reserven und Lasten werden planmäßig linear mit einer Laufzeit von bis zu 39 Jahren abgeschrieben. Schuldenkonsolidierung Bei der Schuldenkonsolidierung sind konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten aufgerechnet worden. Erfolgskonsolidierung Im Zuge der Erfolgskonsolidierung wurden die Innenumsätze mit den entsprechenden Aufwendungen aufgerechnet. Zwischengewinne aus dem Verkauf von Vorratsvermögen zwischen Konzerngesellschaften sind eliminiert worden. Währungsumrechnung Die auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände und Schulden sowie die damit einhergehenden Erträge und Aufwendungen in den Handelsbilanzen II der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, werden unter Berücksichtigung des Anschaffungskostenprinzips zum Zugangszeitpunkt und zum Abschlussstichtag gem. § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Schulden mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden unter Berücksichtigung des Anschaffungswert- und Imparitätsprinzips (gem. §§ 253 Abs. 1 Satz 1 und 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. Die Umrechnung von auf fremde Währung lautenden Abschlüssen von Tochterunternehmen erfolgt nach der modifizierten Stichtagskursmethode gemäß § 308a HGB. Demnach werden sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, der ausländischen Tochterunternehmen grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs am Konzernabschlussstichtag, die Posten des Eigenkapitals mit historischen Devisenkassamittelkursen und die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung mit auf das Geschäftsjahr bezogenen Durchschnittskursen in Euro umgerechnet. Die Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung wird innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Konzerngewinnrücklagen ausgewiesen. Etwaige Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Schuldenkonsolidierung oder der Zwischenergebniseliminierung werden aus Vereinfachungsgründen erfolgswirksam erfasst und in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung belassen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Konzernjahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände Die Gesellschaft setzt die Entwicklungskosten für selbst geschaffenen gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte in Höhe der Herstellungskosten nach §§ 253 Abs. 1 Satz 1, 255 Abs. 2, Abs. 2a HGB an. Der Gesamtbetrag der im Geschäftsjahr aktivierten Entwicklungskosten und zugehörigen geleisteten Anzahlungen beträgt in Summe TEUR 577 (Vorjahr: TEUR 632). Dagegen laufen planmäßige Abschreibungen im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 955 (Vorjahr: TEUR 662). Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer von 5-10 Jahren um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. Die im Konzernabschluss bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von TEUR 1.010, welche auf den Erwerb der Ledlenser UK Ltd. aus dem Jahr 2021 zurückzuführen sind, wurden um planmäßige Abschreibungen bei einer voraussichtlichen Nutzungsdauer von 5 Jahren reduziert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer über 1 bis 20 Jahre linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. den niedrigeren Marktwerten. Neben den Materialkosten und den Fertigungskosten umfassen die Herstellungskosten die aktivierungspflichtigen leistungsabhängigen und fixen Fertigungsgemeinkosten sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Von dem Wahlrecht, Aufwendungen für soziale Einrichtungen und freiwillige soziale Leistungen für die Aktivierung der Vorräte mit einzubeziehen, wird Gebrauch gemacht, Kosten der allgemeinen Verwaltung werden nicht inkludiert. Die allgemeinen Risiken in den Vorräten werden durch Abschläge für niedrigere Marktpreise und mangelnde Verwertbarkeit angemessen berücksichtigt. Für die Bewertung der Vorräte wurde die gewogene Durchschnittsmethode angewendet. Die Abwertung von Nichtproduktionsmaterial erfolgt auf Basis einer Staffelung nach Alter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Abzug gebotener Einzelwertberichtigungen angesetzt. Den latenten Forderungsrisiken wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Liquide Mittel und Rechnungsabgrenzungsposten sind zum Nennwert bilanziert. Ausgaben vor dem Abschlussstichtag werden als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das Stammkapital der AF LED GmbH beläuft sich auf TEUR 100 und ist vollständig eingezahlt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen wurden bei der Bemessung der Rückstellungen berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag passiviert. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Vorräte Die Vorratsbestände sanken auf EUR 20,6 Mio. (Vorjahr: EUR 25,7 Mio.). Der Rückgang ist auf die Optimierung des Bestands- und Beschaffungsmanagements sowie auf leicht reduzierte Sicherheitsbestände zurückzuführen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind sämtlich kleiner als ein Jahr. Eine Ausnahme sind in den sonstigen Vermögensgegenständen bilanzierte Kautionen in Höhe von TEUR 189 (Vorjahr: TEUR 130). Die Laufzeit beträgt zwischen 1 bis 5 Jahren. Rechnungsabgrenzungsposten In den Rechnungsabgrenzungsposten sind ausschließlich transitorische Posten enthalten. Liquide Mittel Die Liquiden Mittel, die auch dem Finanzmittelfonds entsprechen, erhöhen sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 0,8 Mio. auf EUR 11,9 Mio. Die Erhöhung ist insbesondere auf den positiven operativen Cash Flow in Höhe von EUR 12,8 Mio. (Vorjahr: EUR 13,0 Mio.) zurückzuführen, wobei hier die Investitionen in Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögensgegenstände einen gegenläufigen Effekt in Höhe von EUR -4,5 Mio. (Vorjahr: EUR 3,7 Mio.) haben. Die Zins- und Tilgungsleistungen betreffend der bestehenden Konsortialkreditvereinbarung führten zu Liquiditätsabflüssen in Höhe von EUR 11,0 Mio. (Vorjahr EUR 21,9 Mio.). Latente Steuern Die abziehbaren und die zu versteuernden temporären Differenzen gliedern sich für die Gesellschaft wie folgt:
Die Bewertung und den Saldo der latenten Steuern zeigt die nachfolgende Tabelle auf:
Die latenten Steuern entfallen überwiegend auf die inländischen Gesellschaften. Für die Berechnung wurden für die inländischen Gesellschaften die jeweils gültigen Gewerbesteuersätze von rd. 16,625 % sowie bei Kapitalgesellschaften zusätzlich der Körperschaftssteuersatz (inklusive Solidaritätszuschlag) von rd. 15,825 % verwendet. Die landesspezifischen Steuersätze sind in der folgenden Tabelle dargestellt:
Der Steueraufwand entfällt mit TEUR 178 (Vorjahr: TEUR 234 Ertrag) auf latente Steuer. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital in Höhe von TEUR 100 ist vollständig eingezahlt. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten Sonstige Rückstellungen (in TEUR)
Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitsspiegel im Einzelnen dargestellt. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern handelt es sich wie im Vorjahr um Darlehensverbindlichkeiten (TEUR 16.943, Vorjahr: TEUR 16.130). Verbindlichkeitenspiegel Verbindlichkeitenspiegel 2023 (in TEUR)
Verbindlichkeitenspiegel 2022 (in TEUR)
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind wie folgt besichert:
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz im Kerngeschäft (d.h. ohne Berücksichtigung der Umsätze mit Leatherman-Produkten) in Höhe von EUR 78,8 Mio., nach EUR 89,3 Mio. im Vorjahr. Unter Berücksichtigung des Non-Core Geschäfts (Leatherman-Produkte) erzielte die Gruppe im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz in Höhe von EUR 79,7 Mio., nach EUR 90,2 Mio. im Vorjahr. Der Umsatzanteil mit Leatherman-Produkten betrug im Geschäftsjahr 2023 EUR 0,9 Mio. (Vorjahr: EUR 0,9 Mio.). Die Umsätze mit Leatherman-Produkten entfallen im Jahr 2023 ausschließlich auf den europäischen Markt. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Umsatzentwicklung nach Absatzmärkten: Umsatzerlöse nach Absatzmärkten (in Mio. EUR)
Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung und Währungskurssicherung in Höhe von TEUR 2.247 (Vorjahr: TEUR 3.538) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen Im sonstigen betrieblichen Aufwand sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 3.701 (Vorjahr: TEUR 1.454) enthalten. Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 3) aus der Abzinsung der Jubiläumsrückstellung enthalten. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 623 (Vorjahr: TEUR 616) aus der Auflösung von Rückstellungen und sonstige periodenfremde Erträge enthalten. Sonstige Angaben Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Wartungs-, Instandhaltungs- und Leasingverträgen sowie sonstigen Dauerschuldverhältnissen in Höhe von TEUR 2.250 (Vorjahr: TEUR 2.487). Die Verträge enden zwischen 2024 und 2030. Die Verpflichtungen aus Mietverträgen betreffen die Mietzahlungen für die Büroräume und Lagerfläche in Solingen, Schweiz, Japan, USA, Großbritannien, Dänemark und Italien. Die Verpflichtungen aus Wartungs-, Instandhaltungs- und sonstigen Leasingverpflichtungen betreffen im Wesentlichen Vereinbarungen über Gebäude, Betriebs- und Geschäftsausstattungen sowie technische Anlagen und Maschinen. Aufgrund der Art und Laufzeit der Verträge sind keine besonderen Risiken erkennbar. Die AF LED GmbH hat potenzielle Zahlungsverpflichtungen einer Tochtergesellschaft in Höhe von TEUR 581 zum Stichtag übernommen. Es wird nicht mit einer Inanspruchnahme gerechnet. Derivate Finanzinstrumente Die Gruppe hat zum Stichtag Devisentermingeschäfte im Nominalvolumen von TCNY 224.036 (TEUR 28.539) abgeschlossen, um Währungsrisiken aus Beschaffungsgeschäften zu begrenzen. Die Devisentermingeschäfte haben Laufzeiten bis längstens 16. Dezember 2024. Die Devisentermingeschäfte werden zum Stichtag einzeln bewertet, das heißt, es werden keine Bewertungseinheiten gebildet. Zum 31. Dezember 2023 ergeben sich keine negativen Marktwerte aus diesen Devisentermingeschäften. Positive Marktwerte zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 277 bleiben zum Stichtag unberücksichtigt. Honorare des Abschlussprüfers Das Honorar des Konzernabschlussprüfers für die Abschlussprüfungsleistung beträgt im Geschäftsjahr 2023 TEUR 163. Für andere Bestätigungsleistungen beträgt das Honorar TEUR 8. Geschäftsführung Herr Michael Reuter, Betriebswirt, CEO Auf die Angabe der Bezüge gemäß § 314 Abs. 3 Satz 2 HGB wird verzichtet. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter (ohne Geschäftsführung):
Konzernverhältnisse Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten und zeitgleich größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die AF LED GmbH, Solingen. Inanspruchnahme von Erleichterungsvorschriften gem. § 264b HGB Die Ledlenser GmbH & Co. KG, Solingen, wird in den Konzernabschluss der AF LED GmbH, Solingen, einbezogen und verzichtet gemäß § 264b HGB auf die Offenlegung des Jahresabschlusses. Nachtragsbericht / Vorgänge von besonderer Bedeutung Nach dem Bilanzstichtag sind aktuell keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Ergebnisverwendungsvorschlagder AF LED GmbHDie Geschäftsführung der AF LED GmbH schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.
Solingen, 26. April 2024 Michael Reuter Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023Übersicht 1. Grundlagen des Konzerns 1.1 Geschäftsmodell und Struktur 1.2 Forschung und Entwicklung 1.3 Ziele und Strategien 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.2 Ertragslage des Konzerns 2.3 Vermögens- und Finanzlage des Konzerns 2.4 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage 3. Finanzielle Leistungsindikatoren 4. Prognosebericht 5. Chancen- und Risikobericht 1. Grundlagen des Konzerns 1.1 Geschäftsmodell und Struktur Die AF LED GmbH mit Sitz in Solingen ist seit 2018 die Konzernmutter der Ledlenser-Gruppe, einer weltweit agierenden und führenden Unternehmensgruppe im Bereich portabler Lichtprodukte. Gegenstand der Unternehmensgruppe sind die Entwicklung, Produktion und der weltweite Vertrieb von LED-basierten Lichtprodukten im Premiumsegment. Mit ihren Tochtergesellschaften im In- und Ausland, einem internationalen Vertriebsnetzwerk sowie einer eigenen Produktion in Yangjiang, China, nimmt die Ledlenser-Gruppe eine dominierende Rolle in den wichtigsten Absatzmärkten ein und sichert sich ein kontinuierliches Wachstum. Nach Gründung einer Vertriebsgesellschaft in den USA im November 2019 folgte die Gründung einer weiteren Vertriebsgesellschaft in Dänemark, welche seit Mai 2021 den dänischen Markt bedient. Ebenfalls in 2021 wurden 100% der Anteile an der Ledlenser UK Ltd. (vormals: Ledco UK Ltd.), Großbritannien, erworben, welche heute unsere Kunden in Großbritannien und Irland beliefert. In 2023 erfolgte der Markteintritt der Hangzhou Ledlenser Technology Co., Ltd. als neue Vertriebsgesellschaft in den chinesischen Markt. Zudem wurde eine neue Vertriebsgesellschaft in Frankreich gegründet, welche seit Mai 2023 unsere Kunden in Frankreich mit portablen Lichtprodukten versorgt. Weiterhin wurde die Ledlenser Alliance GmbH gegründet. Die Ledlenser GmbH & Co. KG hat im Juli 2023 die Anteile der ehemaligen Minderheitsgesellschafter der Ledlenser Inc., Portland / USA, erworben und hält nun 100% der Anteile an dieser Gesellschaft. Zum Konsolidierungskreis des Konzernabschlusses der AF LED GmbH gehören folgende Unternehmen:
1.2 Forschung und Entwicklung Die Forschung und Entwicklung (F+E) ist für uns von zentraler Bedeutung und nimmt einen herausragenden Stellenwert in der Unternehmensgruppe ein. Die Innovationskraft unserer Unternehmensgruppe ist das Fundament unseres Erfolges. Aus diesem Grund investieren wir kontinuierlich in unsere Forschung & Entwicklung am Headquarter-Standort Solingen sowie am Produktionsstandort Yangjiang, China. Die Aufwendungen für F+E belaufen sich im aktuellen Geschäftsjahr auf EUR 4,1 Mio. (Vorjahr: EUR 3,8 Mio.). In 2023 wurden Entwicklungskosten in Form von Material- und Personalkosten in Höhe von TEUR 845 (Vorjahr: TEUR 1.134) auf den Bilanzpositionen selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände, zugehörige geleistete Anzahlungen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung aktiviert. Dagegen laufen planmäßige Abschreibungen im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 955 (Vorjahr TEUR 662). 1.3 Ziele und Strategien Mit unseren internen Steuerungs- und Planungsprozessen haben wir klar unseren Kurs für ein kontinuierlich verbessertes Managementsystem, ein nachhaltiges, umweltfreundliches Wirtschaften, eine hohe Leistungsfähigkeit, ein langfristiges, gesundes Wachstum und höchste Kundenzufriedenheit definiert. Marketing und Vertrieb Ein Schwerpunkt unserer Aktivitäten ist die die globale Umsetzung unserer Vertriebsstrategie und die Stärkung der Marke. Die Unternehmensgruppe agiert auf sämtlichen Handelsstufen. Die Zielgruppen lassen sich in die Bereiche Work und Lifestyle unterteilen. Im Jahr 2021 wurden die eigenen vertrieblichen Aktivitäten durch die Übernahme des ehemaligen Handelspartners Ledco Ltd. in UK (heute: Ledlenser UK Ltd.) sowie durch die Gründung einer eigenen Vertriebsgesellschaft in Dänemark ausgebaut. Seit Anfang 2022 wird darüber hinaus die Vertriebsregion Benelux durch ein eigenes Vertriebsteam betreut, in 2023 folgte der Markteintritt in China sowie in Frankreich. Zeitgleich investierte die Gruppe in den E-Commerce Bereich, um das Endkundengeschäft weiter zu expandieren. Produktion und Qualitätssicherung Ein weiterer Schwerpunkt unserer Aktivitäten ist die Optimierung der Produktionsprozesse und Qualitätsstandards unserer chinesischen Produktions-Tochtergesellschaft. Im Fokus steht hier insbesondere die Verbesserung der Qualität bestehender sowie die Sicherstellung der Serienreife neu entwickelte Produktserien und Produkte, um den technischen und innovativen Vorsprung auszubauen und den eigenen, sehr hohen Ansprüchen gerecht zu werden. Gleichzeitig wurde die internationale Zusammenarbeit in den Bereichen Supply Chain, Produktentwicklung, Design, Innovation und Support weiter intensiviert. Beschaffung Die Beschaffung unserer Produkte erfolgt weitgehend über unser eigenes Tochterunternehmen, die Ledlenser Corp. Ltd., China. In den vergangenen Jahren wurde die Produktionsstätte in China weiter optimiert. Eine Professionalisierung der Einkaufsabteilung sowie die Etablierung von Standards verhelfen der Organisation zu einer verbesserten Kostenstruktur unter gleichzeitiger Verbesserung der Produktqualität. Seit 2022 ist eine Entspannung in Hinblick auf die Mitte 2021 eingetretene Verknappung von Halbleitern, die allgemeinen Materialkostenerhöhungen sowie die Herausforderung der eingeschränkten Frachtkapazitäten zu sehen. Durch eine rollierende Absatzplanung kann eine frühzeitige Materialbeschaffung vorgenommen und die Produktionsauslastung unseres Werks in China optimal geplant und gesteuert werden. Mitarbeiter Zufriedene Mitarbeiter sind maßgeblich für den nachhaltigen Erfolg unserer Organisation. Ihre Leistungen, Wissen und Zufriedenheit beeinflussen maßgeblich die Attraktivität unserer Marke, die Zufriedenheit unserer Konsumenten und damit auch den gesamten Unternehmenserfolg. Zu unseren zentralen Unternehmenswerten gehören Leidenschaft, Respekt und Vertrauen, welche wir in den Fokus unseres Handelns stellen. Durch Kampagnen, gemeinsame Workshops und Mitarbeiter-Events möchten wir diese Unternehmenswerte fördern und legen damit sehr viel Wert auf eine offene Unternehmenskultur. Eine positive Arbeitsatmosphäre und eine hohe Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen und den Ledlenser Produkten ist uns wichtig. Unterschiedliche Maßnahmen, wie flexible Arbeitszeit- und Arbeitsplatzgestaltung und die Möglichkeit zur Mobilen Arbeit, unterstützen eine langfristige Mitarbeiterbindung und -zufriedenheit ebenso wie Mitarbeiterentwicklungsprogramme, ein weites Angebot an Fort- und Weiterbildungen sowie interne Aufstiegsmöglichkeiten. Die Gruppe fördert den Wissenstransfer innerhalb der Organisation durch die Möglichkeit zeitweise auch andere Funktionsbereiche kennenzulernen. Darüber hinaus arbeiten die internationalen Teams eng verzahnt zusammen. Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die Gruppe 694 (Vorjahr: 696) angestellte und gewerbliche Arbeitnehmer. Nachhaltigkeit Wir übernehmen Verantwortung durch unser Handeln. Das gilt im Kontakt mit Menschen ebenso wie in Bezug auf unsere Umwelt. In unserer Produktions- und Lieferkette berücksichtigen wir ökologische und soziale Faktoren. Die lange Lebensdauer unserer Produkte und die Möglichkeit, defekte Teile unkompliziert zu ersetzen, helfen dabei, wertvolle Ressourcen zu schonen. Ebenso steigt der Anteil unserer wiederaufladbaren Leuchten gegenüber den mit Einwegbatterien betriebenen im Jahr 2023 an. Werkstoffe und Technologien werden im Hinblick auf Effizienz, Funktionalität, Leistungsfähigkeit und Umweltverträglichkeit kontinuierlich optimiert und weiterentwickelt. Unserer sozialen Verantwortung werden wir unter anderem durch eigene Werkswohnungen für unsere MitarbeiterInnen und durch unser Engagement in unterschiedlichen sozialen und humanitären Projekten gerecht, z.B. durch die kontinuierliche Unterstützung von "Ärzte ohne Grenzen" mittels einer seit 2019 bestehenden Spendenpartnerschaft sowie durch Sachspenden über mehrere Hundert Taschenlampen in Krisengebiete. Wir haben 2023 erstmals ein globales Energieteam aufgebaut, welches für das Jahr 2023 eine globale Klimabilanz erstellt, woraus anschließend kurz-, mittel- und langfristige Ziele abgeleitet und konkrete Maßnahmen zur Umsetzung beschlossen werden. Hierzu werden wir von externen Beratern unterstützt. Seit Etablierung des Energieteams wurden bereits zahlreiche weitreichende Maßnahmen zur Reduktion unseres CO 2 -Abdrucks durchgeführt: Dazu gehören die Umstellung des Energiebezugs auf 100% erneuerbare Quellen, Modernisierung der Heizungsanlagen, Installation einer PV Anlage und Ladesäulen für Elektro- und Hybridfahrzeuge an unserem Hauptstandort in Solingen, Anschaffung (teil-)elektrischer Fahrzeuge, ein Mitarbeiterzuschuss zur Nutzung des ÖPNV sowie weitere Maßnahmen zur Einsparung von Energie und Vermeidung von umweltschädlichen Emissionen. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Auch wenn die COVID-19 Pandemie und die Energiekriese weitgehend den Einfluss auf die Wirtschaft verlieren konnten, war die Weltkonjunktur im Jahr 2023 nicht weniger belastet als in den Vorjahren. Insbesondere die Europäische Union und UK waren wirtschaftlich durch hohe Inflationsraten und eine deutliche Erhöhung des Leitzinses geprägt. Auch in China führten anhaltende Probleme im Immobiliensektor und eine gedämpfte Nachfrage aus den Exportländern zu geldmarktpolitischen Spannungen, wohingegen die Inflationsrate mit 0,5% weiterhin niedrig blieb. Innerhalb der USA führte die straffere Geldmarktpolitik und die dadurch erhöhten Zinssätze zu gedämpfter Nachfrage, wohingegen die Inflationsrate in den USA mit 3,8% in 2023 deutlich gegenüber dem Vorjahr gesunken ist (vgl. 6,3% in 2022). Japan dagegen stand durch konstant niedrige Zinssätze sowie einer Inflationsrate unter 4,0% im weltweiten Vergleich deutlich besser da. 1 Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist weltweit um 3,0% angestiegen, was nur eine leichte Reduktion der Wachstumsrate zum Vorjahr (3,3%), aber eine deutliche Reduktion im Vergleich zum Jahr 2021 (6,0%) bedeutet. 2 Hierbei ist ein deutlicher Unterscheid zwischen Schwellenländern, deren Wachstum bei durchschnittlich 4,0% zum Vorjahr lag, und Industrienationen ersichtlich, welche durchschnittlich nur eine Wachstumsrate von 1,5% erreichten. Regional sind die Unterschiede noch deutlicher zu verzeichnen. Während sich im asiatischen Raum das Wirtschaftswachstum in 2023 auf 5,0% in China (vgl. 3,0% in 2022) und 2,0% in Japan (vgl. 1,0% in 2022) erhöhte, blieb das Wachstum in den USA bei einem Plus von 2,1% konstant zum Vorjahr. 3 Die Entwicklung des Wirtschaftswachstums in China begründet sich in der Volksrepublik China insbesondere durch die deutliche Eindämmung des COVID-19 Virus, aber auch durch stimulierende Staatseingriffe, welche die Verbraucherpreise konstant halten und dadurch das Wirtschaftswachstum parallel beschleunigen konnten. Die stagnierende Wirtschaft in den USA zeigt sich, wie bereits im Vorjahr, äußerst robust und resilient. Die Nachfrage wird hier insbesondere durch steigende Konsumausgaben der privaten Haushalte gestützt. 4 Die europäische Wirtschaft startete bereits mit negativen Erwartungen und Prognosen in das Wirtschaftsjahr 2023. Bereits im Januar 2023 häuften sich die Vorhersagen über ein sinkendes Wirtschaftswachstum sowie steigende Inflationsraten und Leitzinsen. Gleichzeitig führt der Ukraine-Krieg weiterhin zu einer angespannten geopolitischen Lage. 5 Dies zeigt sich besonders deutlich in der Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes, welches in der Europäischen Union in 2023 lediglich ein Wachstum von 0,5% zum Vorjahr erreichte (vgl. 3,4% in 2022). 6 Eine besonders drastische Entwicklung des Wirtschaftswachstums lässt sich in Deutschland verzeichnen. Hier ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt erstmalig um 0,3% gesunken (vgl. Vorjahr +1,8%). Der Rückgang innerhalb Deutschlands lässt sich hier insbesondere auf den privaten Konsum zurückführen, welcher um 0,8% im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen ist und damit 1,5% hinter dem Vorkrisenniveau liegt (vgl. 2019). 7 Das rückgängige Wirtschaftswachstum lässt sich insbesondere an der hohen Inflationsrate im Euroraum erklären. Während die Inflationsrate in Nord- und Zentralamerika, sowie in Ostasien bereits unter 5,0% liegt, hat die Europäische Union eine Inflationsrate von 6,4% in 2023 zu verzeichnen. 8 , 9 Innerhalb Deutschlands ist jedoch ein positiver Trend ersichtlich: Während im Januar 2023 die Inflationsrate mit 8,7% noch deutlich über dem Durchschnitt lag, nähert sich der Dezemberwert mit 3,7% schon dem der europäischen Zentralbank avisierten Ziel von 2,0% an. Dies führt zu einer Reduzierung der jährlichen durchschnittlichen Inflationsrate von 1,0% auf 5,9% verglichen zum Vorjahr. 10 , 11
8 (Destatis, 2024) -
https://www.destatis.de/Europa/DE/Thema/Basistabelle/Wirtschaft-Finanzen.html
10 (Destatis, 2023) -
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_020_611.html
11 (Europäische Zentralbank, 2024) -
https://www.ecb.europa.eu/ecb/tasks/monpol/html/index.de.html
Die zuvor erläuterten negativen Vorhersagen zeigen sich insbesondere in Deutschland in den Konjunkturprognosen des ifo Institutes. Während im ersten Halbjahr nur ein Viertel der Großhändler ihren Lagerbestand in den Segmenten Gebrauchsgüter, Ausrüstung und Beleuchtung, als zu hoch beurteilten, stieg der Anteil im zweiten Halbjahr auf mehr als ein Drittel der Händler an. Die deutliche Erhöhung des Leitzinses der europäischen Zentralbank auf 4,5% im September 2023 (vgl. 0,75% im September 2022) zeigt sich in einer deutlichen Reduktion des Lagerbestandes des Groß- und Einzelhandels, um den erhöhten Kosten der Vorfinanzierung entgegenzuwirken. 12 Der fortschreitende Lagerbestandsabbau lässt sich auch auf die negativen Umsatzeinschätzungen im Groß- und Einzelhandel zurückführen. Im Segment Elektrogeräte, sowie im Sport- und Campingbedarf verschlechterte sich die Umsatzeinschätzung im zweiten Halbjahr deutlich. 13 , 14 Die steigende Nachfrage nach Premiumprodukten und innovativen Features zeigt sich jedoch als dauerhafter Trend mit hohem Zuwachs. Konsumenten sind eher bereit für innovative Markenprodukte und Erlebnisse zu bezahlen, unabhängig von Krisenzeiten und Inflation. Dies betrifft entgegen den vergangenen Jahren, erstmals auch Haushalte mit mittlerem oder niedrigerem Einkommen, zusätzlich zu den einkommensstarken Haushalten. Der Konsument legt deutlich mehr Fokus auf die Wahrnehmung der Marke und die dadurch ausgelösten Emotionen. 15 Ledlenser hat im Jahr 2023 diesen Trend durch strategische Investitionen in die Markenbekanntheit und den Launch neuer innovativer Produktkonzepte wie der neuen Stirnlampenserie (HF-Serie) aufgegriffen und fokussiert. Zugpferd für die portable Lichtbranche in Deutschland und in vielen EU-Ländern waren im Jahr 2023 erneut die Umsätze durch professionelle und industrielle Konsumenten, die traditionell stark über Industriegroßhändler einkaufen. Durch eine breite Präsenz im Großhandel bietet Ledlenser ein umfassendes Sortiment an robusten Hand-, Stirn- und Arbeitsleuchten sowie Baustrahlern in dezidierten Produktserien an. Durch den Launch einer vollständig neuen Serie im Work-Segment wurde die Zielgruppe der professionellen Abnehmer weiter fokussiert. Die Worklights Serie umfasst ein breites Sortiment an robusten Hand-, Stirn- und Arbeitsleuchten. So sieht sich die Gruppe auch in Krisenzeiten gut aufgestellt, um das künftige Umsatzwachstum sicherzustellen. 2.2 Ertragslage des Konzerns Die Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz im Kerngeschäft (d.h. ohne Berücksichtigung der Umsätze mit Leatherman Produkten) in Höhe von EUR 78,8 Mio., nach EUR 89,3 Mio. im Vorjahr. Der Umsatzrückgang ist insbesondere auf den Bestandsabbau im Groß- und Einzelhandel innerhalb der Europäischen Union sowie ein insgesamt gedämpftes Konsumverhalten zurückzuführen. Unter Berücksichtigung des Non-Core Geschäfts (Leatherman-Produkte) erzielte die Gruppe im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz von EUR 79,7 Mio., nach EUR 90,2 Mio. im Vorjahr. Die rückläufige Umsatzentwicklung in Europa, Amerika und Asien führte, unter Berücksichtigung der Erlösschmälerungen, zu einer leichten Reduzierung der Exportquote auf 76,4% (Vorjahr 2022: 77,8%). Während sich die Umsatzentwicklung in Deutschland konstant zeigte, lagen die Umsatzerlöse in der EU (außerhalb Deutschlands) insgesamt EUR 7,4 Mio. hinter dem Vorjahr. Wesentliche Gründe für diesen Rückgang liegen in der schwachen Entwicklung des MD-Geschäfts, unter anderem getrieben durch einen Bestandsabbau, sowie in den Einmaleffekten aus der Marktübernahme Frankreichs. Im Mai 2023 wurde Frankreich auf den Direktvertrieb umgestellt. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Umsatzentwicklung nach geografischen Absatzmärkten: Umsatzerlöse nach Absatzmärkten (in Mio. EUR)
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von EUR 3,6 Mio. (Vorjahr: EUR 4,6 Mio.) beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Währungsumrechnung sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Die Materialaufwendungen reduzierten sich im Berichtsjahr um EUR 15,0 Mio. auf EUR 24,4 Mio. Gleichzeitig reduzierte sich die Materialeinsatzquote auf 32,1% nach 41,1% im Vorjahr. Insbesondere die Entwicklung der Bestandsveränderung (2023: EUR -4,5 Mio.) gegenüber dem Vorjahr (EUR 4,7 Mio.) führte zu einer deutlichen Reduktion der Materialeinsatzquote. Darüber hinaus wirkten sich die Entwicklung des EUR/CNY-Wechselkurses sowie die Entwicklung des Produktmixes und der Materialkosten positiv auf die Einkaufskosten aus China aus. Der Materialaufwand enthält die Kosten für Material und Anschaffungsnebenkosten (Frachten, Zölle und Einfuhrabgaben) der bezogenen Leistungen. Der Anteil der Anschaffungsnebenkosten an den gesamten Materialaufwendungen blieb in 2023 gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant. Der Personalaufwand beinhaltet insbesondere die Löhne und Gehälter sowie die Sozialabgaben der 694 Mitarbeiter, die im Jahr 2023 durchschnittlich beschäftigt waren. Die Personalkostenquote lag im Berichtsjahr mit 29,3% über dem Niveau des Vorjahres (26,2%), was insbesondere auf die reduzierten Umsatzerlöse zurückzuführen ist. Die Abschreibungen betrugen in der Berichtsperiode EUR 10,1 Mio. (Vorjahr: EUR 10,4 Mio.) und beinhalten die planmäßigen Abschreibungen auf materielle und immaterielle Vermögensgegenstände. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen im Berichtsjahr EUR 21,4 Mio. (Vorjahr: EUR 18,9 Mio.) und enthalten EUR 3,7 Mio. (Vorjahr: EUR 1,5 Mio.) Aufwendungen aus der Währungsumrechnung. Demgegenüber stehen sonstige betriebliche Erträge in Höhe von EUR 3,6 Mio. (Vorjahr: EUR 4,6 Mio.), welche Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 2,2 Mio. (Vorjahr: EUR 3,5 Mio.) enthalten. Saldiert ergibt sich für das Berichtsjahr ein negatives Währungsergebnis in Höhe von EUR 1,5 Mio. (Vorjahr: EUR 2,1 Mio. Ertrag), welches im Wesentlichen in höheren Aufwendungen aus den derivativen Finanztermingeschäften zur Absicherung des EUR/CNY-Wechselkurses bedingt ist. Das handelsrechtliche EBITDA ohne Normalisierung von Transaktionskosten und sonstigen außergewöhnlichen Effekten belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf EUR 10,5 Mio. (Vorjahr: EUR 18,6 Mio.). Das normalisierte EBITDA belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf EUR 12,2 Mio. (Vorjahr: EUR 20,3 Mio.). Das für das Jahr 2023 geplante normalisierte EBITDA wurde deutlich verfehlt. Der Konzernjahresfehlbetrag betrug im Geschäftsjahr EUR 6,4 Mio. (Vorjahr: EUR 3,0 Mio. Konzernjahresüberschuss). Das Ergebnis ist deutlich geprägt von den planmäßigen Abschreibungen von EUR 10,1 Mio. (Vorjahr: EUR 10,4 Mio.) sowie dem Finanz- und Steuerergebnis von EUR -6,8 Mio. (Vorjahr: EUR -5,2 Mio.). Zudem führen die um EUR 8,7 Mio. reduzierten Umsatzerlöse sowie der Bestandsabbau in Höhe von EUR 4,5 Mio. (Vorjahr: EUR 4,7 Mio. Bestandsaufbau) zu einem rückläufigen Rohertrag, welcher sich auch größtenteils auf den Jahresüberschuss auswirkt. Nach Zuteilung des Anteils der Minderheitsgesellschafter der Ledlenser Inc., Portland / USA am Ergebnis, bis zum Zeitpunkt des Rückkaufs der Minderheitsanteile im Juni 2023, ergibt sich im Berichtsjahr ein Konzernjahresfehlbetrag nach Minderheiten in Höhe von EUR 6,1 Mio. (Vorjahr: EUR 2,9 Mio. Konzernjahresüberschuss nach Minderheiten). 2.3 Vermögens- und Finanzlage des Konzerns Die Bilanzsumme betrug im Berichtsjahr 2023 EUR 82,3 Mio. (Vorjahr: EUR 97,3 Mio.). Aufgrund planmäßiger Abschreibungen auf materielle und immaterielle Vermögensgegenstände sowie Geschäfts- und Firmenwerte, reduzierte sich das Anlagevermögen auf EUR 33,8 Mio. (Vorjahr: EUR 41,1 Mio.). Das Vorratsvermögen belief sich zum Bilanzstichtag auf EUR 20,6 Mio. (Vorjahr: EUR 25,7 Mio.). Der Abbau ist auf die Optimierung des Bestands- und Beschaffungsmanagements sowie auf leicht reduzierte Sicherheitsbestände zurückzuführen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen stichtagsbezogen im Berichtsjahr EUR 10,9 Mio. (Vorjahr: EUR 14,2 Mio.) und reflektieren die verringerten Umsatzerlöse der Gruppe, sowie diverse Maßnahmen im Bereich des Forderungsmanagements zur Optimierung der Forderungslaufzeiten. Die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich leicht gegenüber dem Vorjahr um EUR 0,2 Mio. auf EUR 1,1 Mio., aufgrund von leicht erhöhten Mehrwertsteuerforderungen aus den Gesellschaften. Die liquiden Mittel - der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten - erhöhten sich insbesondere aufgrund des Abbaus an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und des Abbaus der Vorräte auf EUR 11,9 Mio. zum 31. Dezember 2023, nach EUR 11,1 Mio. zum 31. Dezember 2022. Die teilweise Ziehung der Betriebsmittelkreditlinie in Höhe von EUR 2,5 Mio. führte zu einem zusätzlichen Anstieg der liquiden Mittel zum Bilanzstichtag. Das Konzerneigenkapital reduzierte sich zum 31. Dezember 2023 deutlich um EUR 9,2 Mio. auf EUR 0,4 Mio. (Vorjahr: EUR 9,6 Mio.). Ursächlich hierfür waren insbesondere der Konzernjahresfehlbetrag (EUR -6,1 Mio.) sowie die Veränderung des Differenzbetrags aus der Währungsumrechnung (EUR -2,8 Mio.). Die Kapitalrücklage reduziert sich aufgrund des Rückkaufs der Minderheitsbeteiligung an der Ledlenser Inc. (USA) im Vergleich zum Vorjahr geringfügig um EUR 0,4 Mio. auf EUR 12,6 Mio. (Vorjahr: EUR 13,0 Mio.). Insgesamt reduzierte sich die Eigenkapitalquote auf 0,4% (Vorjahr: 9,9%). Die Steuerrückstellungen reduzierten sich zum Bilanzstichtag geringfügig um EUR 0,3 Mio., die sonstigen Rückstellungen reduzierten sich hingegen deutlich von EUR 9,7 Mio. auf EUR 6,7 Mio. Dies ist hauptsächlich durch reduzierte Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen und geringere Gewährleistungsrückstellungen bedingt. Die langfristigen Schulden beinhalten zum Bilanzstichtag im Wesentlichen Gesellschafterdarlehen von EUR 16,9 Mio. (Vorjahr: EUR 16,1 Mio.) und Darlehen gegenüber einem Bankenkonsortium von EUR 48,1 Mio. (Vorjahr: EUR 51,9 Mio.). Diese Mittel wurden zur Finanzierung des Erwerbs der Ledlenser GmbH & Co. KG und ihrer Tochterunternehmen aufgenommen und sollen darüber hinaus die Gruppe mit ausreichend Liquidität für weiteres Wachstum ausstatten. Die langfristige Finanzierung des Konzerns wird durch diese Kreditmittel sichergestellt. Die Bankfinanzierung ist an die Einhaltung marktüblicher Finanzkennzahlen gebunden. Sämtlichen vereinbarten Zins- und Tilgungsverpflichtungen wurde planmäßig nachgekommen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrugen zum 31. Dezember 2023 EUR 7,6 Mio. und zeigten sich damit gegenüber dem Vorjahr relativ unverändert (Vorjahr: EUR 7,3 Mio.). Für das Geschäftsjahr beläuft sich der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit auf EUR 12,8 Mio. (Vorjahr: EUR 13,0 Mio.). Während sich der Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von EUR 6,4 Mio. negativ auf den Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit auswirkte, kompensiert die Zahlungsunwirksamkeit der Abschreibungen in Höhe von EUR 10,1 Mio. (Vorjahr: EUR 10,4 Mio.) diesen Effekt. Weiterhin führte der deutliche Abbau der Forderungen aus Lieferung und Leistungen (EUR -3,3 Mio.) sowie der Vorräte (EUR -5,0 Mio.) zu positiven Effekten. Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit betrug EUR -4,5 Mio. (Vorjahr: EUR -3,6 Mio.). Im Geschäftsjahr 2023 ist die Nettokaufpreiszahlung für den Erwerb eines Kundenstamms in Höhe von EUR -1,0 Mio. als Sondereffekt enthalten. Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit belief sich auf EUR -7,5 Mio. (Vorjahr: EUR -15,9 Mio.). Die Inanspruchnahme der Betriebsmittelkreditlinie in Höhe von EUR 3,5 Mio. wirkt sich positiv auf den Cash Flow aus, wohingegen planmäßige Tilgungen des Konsortialkredits (EUR 6,3 Mio.) sowie der Betriebsmittelkreditlinie (EUR 1,0 Mio.) zu gegenläufigen Effekten führten. Zinszahlungen in Höhe von EUR 3,5 Mio. sowie die Rückzahlung von Gesellschafterdarlehen der ehemaligen Minderheitsgesellschafter der Ledlenser Inc., USA, (EUR -0,3 Mio.) wirkten sich negativ auf den Cash Flow aus. 2.4 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Der Umsatz mit Ledlenser Produkten (Kerngeschäft) verringerte sich im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr aufgrund eines insgesamt verhaltenen Konsumverhaltens sowie des allgemeinen Bestandsabbaus des Groß- und Einzelhandels. Die gegenüber dem Vorjahr rückläufige Umsatzentwicklung führte, trotz einer sehr positiven Entwicklung der Rohertragsmage, zu einem deutlich geringeren Rohergebnis. Steigende Sachkosten, auch hervorgerufen durch Auf- und Ausbau neuer Märkte und Geschäftsbereiche sowie Aufwendungen aus dem aktiven Währungsmanagement, belasteten die EBITDA Entwicklung zusätzlich. Die Personalkosten blieben gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Unter Berücksichtigung des Non-Core Geschäfts (Leatherman-Produkte) erzielte die Gruppe im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz in Höhe von EUR 79,7 Mio., nach EUR 90,2 Mio. im Vorjahr. Das handelsrechtliche EBITDA reduzierte sich auf EUR 10,5 Mio. (Vorjahr: EUR 18,6 Mio.). Das normalisierte EBITDA belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf EUR 12,2 Mio. (Vorjahr: EUR 20,3 Mio.). Aufgrund der guten Liquiditätslage und der soliden Eigenkapitalausstattung konnte die Gruppe auch im Jahr 2023 ihre Geschäftstätigkeit fortsetzen und in neue Produkte und den Aufbau neuer Märkte, wie beispielsweise die Marktübernahme in Frankreich, investieren. Die Umsatz- und Ergebnisziele konnten im Geschäftsjahr 2023 nicht erreicht werden. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Die Prozesse und Abläufe der Ledlenser-Gruppe werden beschrieben, geplant und anhand von Finanz- und Prozess-Kennzahlen gesteuert und überwacht. Gesteuert wird die Unternehmensgruppe im Wesentlichen nach den Größen Umsatz und normalisiertes EBITDA. 4. Prognosebericht Die Ledlenser-Gruppe geht in der Planung für das Geschäftsjahr 2024 von einem hohen einstelligen Millionen Euro-Umsatzwachstum und von einem im Vorjahresvergleich deutlich höheren handelsrechtlichen EBITDA aus. Bereits im Jahr 2023 ist die Inflationsrate weltweit und insbesondere innerhalb der EU stetig gesunken. Der positive Trend hält auch im laufenden Jahr 2024 weiterhin an. Die Inflationsrate im Euroraum sank zuletzt im Januar 2024 auf 2,8% (Vormonat: 2,9%) und auch die jährliche Inflationsrate hat sich im Vergleich zum Vormonat um 0,3% auf 3,1% reduziert. 16 Auch innerhalb der USA ist mit einer deutlichen Erholung der Inflationsrate zu rechnen, welche in 2024 um 1,3% auf 2,8% sinken soll. 17 Die Entwicklung des Wirtschaftswachstums wird für 2024 ebenfalls positiv eingeschätzt. Nach Prognosen des International Monetary Funds ist mit einem weltweiten Wachstum von 3,1% zu rechnen, welches sich dementsprechend stabil zum Vorjahr zeigt (Vorjahr: 3,1%). Innerhalb der Eurozone wird für das Jahr 2024 ein leicht erhöhtes Wirtschaftswachstum von 0,9% (vgl. 0,5% in 2023) und innerhalb Deutschlands von 0,5% (vgl. -0,3% in 2023) erwartet. 18 Dies schafft die Grundlage für zunehmende Ausgaben im privaten und industriellen Sektor. Die Gruppe rechnet mit einer gesamtwirtschaftlichen Erholung in ihren geografischen Märkten. Gemäß GfK Berichten ist zudem der Trend hin zu Premiumprodukten und innovativen Features als nachhaltige Wachstumschance zu sehen. Konsumenten aller Einkommensklassen legen zunehmend mehr Fokus auf die Aspekte Marke, Emotionen und Erlebnis. 19
19 (GfK, 2023) -
https://www.gfk.com/de/gfkconsult-regional-report-european-market-outlook-2023
Die Vermarktung der neuen innovativen HF-Serie wird auch im Jahr 2024 auf das Bedürfnis der Konsumenten eingehen. Gleichzeitig wird der erfolgte Ausbau des Work-Sortimentes sowie der geplante Launch einer vollständig neuen Serie im Bereich Flood- & Arealights neue professionelle und industrielle Endanwender erreichen. Durch den weltweiten Vertrieb von Taschen- und Stirnlampen, Arbeitsleuchten und weiteren Produktkategorien ist die Gruppe nicht abhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung einzelner Märkte, sondern hat Zugang zu verschiedenen Nutzergruppen durch unterschiedliche Vertriebskanäle mit einer breiten geografischen Präsenz. Die Gruppe ist sowohl im stationären Handel als auch im Onlinegeschäft diversifiziert aufgestellt und besitzt ein breites Kundennetzwerk an Einzel- und Großhändlern, um neben den professionellen und industriellen Endabnehmern auch die privaten Konsumenten zu erreichen. Zum jetzigen Zeitpunkt sieht die Geschäftsführung keine negativen Auswirkungen auf das geplante Umsatz- und EBITDA-Wachstum erkennbar. Die Geschäftsführung der AF LED GmbH beobachtet die gesamtwirtschaftliche Entwicklung genau und wird im Bedarfsfall mit geeigneten Maßnahmen auf die jeweilige Situation reagieren. 5. Chancen- und Risikobericht Gemäß unserer internen Risikoklassifizierung sehen wir die nachfolgend aufgeführten Risiken und Chancen in der Reihenfolge ihrer Nennung als die bedeutsamsten Risiken und Chancen für unsere Unternehmensgruppe an. Es besteht grundsätzlich ein Risiko aus der Abhängigkeit vom Produktionsstandort in China. Dieses Risiko besteht im Wesentlichen in einer möglichen Anhebung von Einfuhrzöllen auf Importe aus China. Die Einführung bzw. Erhöhung von Zöllen würde zu einem Anstieg der Konzernanschaffungskosten führen, die möglicherweise nicht vollständig an den Kunden weitergegeben werden können. Derzeit wird von Seiten der Unternehmensgruppe nicht mit einer Anhebung von Zöllen gerechnet. Die Gruppe hat in 2022 ein neues und margenorientiertes Preissystem auf der Absatzseite eingeführt, welches flexibel auf Preiserhöhungen der Beschaffungsseite reagieren kann. Darüber hinaus können gesamtwirtschaftliche Krisen zu vorübergehenden Versorgungsengpässen auf den Beschaffungsmärkten führen. Durch die internationale Verflechtung der Unternehmensgruppe besteht ein Risiko aus der Änderung von Wechselkursen. Insbesondere die Volatilität des EUR zum CNY und im geringeren Maße zum JPY, USD und des GBP sind für die Gruppe von Bedeutung. Die Gruppe betreibt ein aktives Währungsmanagement und greift auch auf Währungssicherungsinstrumente zurück, um sich gegen die wesentlichen Währungsrisiken abzusichern. Rückgänge des weltweiten Wirtschaftswachstums, insbesondere in Europa, können auch zu Absatzeinbußen im portablen Lichtmarkt führen. Ebenso kann eine wirtschaftliche Erholung zu einer positiven Umsatzentwicklung führen. Das Kaufverhalten des Handels, insbesondere getrieben durch eine veränderte Bestandspolitik, kann Auswirkungen auf den Absatz unserer Produkte haben. Eine starke Differenzierung in Hinblick auf die geografischen Märkte, die Distributionskanäle sowie die Anwendungsgebiete der Produkte sichert Ledlenser eine größtmögliche Unabhängigkeit. Die Nachfrage nach unseren Hauptproduktkategorien (Hand- und Stirnlampen) hat sich im Jahr 2023, insbesondere durch den Launch der neuen HF-Serie konstant auf einem sehr hohen Niveau gezeigt. Neue Produktkategorien und Serien werden zukünftig das Produktportfolio weiter differenzieren. Weiterhin arbeiten unsere Teams daran, innovative und qualitativ hochwertige Produkte zu entwickeln und vermarkten. Neben dem ausgeprägten Innovations- und Qualitätsfokus ist auch die starke Markenpositionierung ein Wettbewerbsvorteil und somit eine Chance für die weitere Entwicklung der Gruppe. Wir investieren daher kontinuierlich in die Marke Ledlenser sowie in die Forschung und Entwicklung unserer Produkte. Die Einführung von weiteren Produktneuheiten im Jahr 2023 spiegelt diese Innovationskraft wider und bietet weiteres Wachstumspotenzial. Durch den verschärften Wettbewerb nimmt der Kampf gegen die Produktpiraterie weiter an Wichtigkeit zu. Als Hersteller von innovativen und technisch ausgereiften Produkten schützen wir unsere Produkte durch Marken- und Patentrechte und gehen gegen Kopisten und Produktpiraten entschlossen vor. Hier werden wir auch zukünftig alle Möglichkeiten ausschöpfen, um unsere Schutzrechte und Patente zu schützen und gegen Verstöße vorzugehen. Die Gruppe hat eine Konsortialkreditvereinbarung geschlossen, welche eine langfristige Finanzierung der Gruppe sicherstellt. Die Einhaltung von Finanzkennzahlen unter der Kreditvereinbarung ist insbesondere von der Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung der Unternehmensgruppe abhängig. Instrumente wie eine bedarfsgerechte Working Capital Steuerung, der Einschluss aller Gruppengesellschaften in einen Cashpool sowie der Möglichkeit der Nutzung einer Betriebsmittelkreditlinie werden durch die Unternehmensgruppe eingesetzt, um die optimale Liquiditätsversorgung der Gruppe sicherzustellen. Wie in den Jahren zuvor resultieren die größten wettbewerblichen Risikopositionen und gleichzeitigen Chancen aus dem intensiven Wettbewerb in unserer Branche. Für die Gruppengesellschaften eröffnen sich durch den intensiven Wettbewerb aufgrund der innovativen und technisch ausgereiften Produkte und einer starken Marken-Positionierung in den kommenden Jahren weitere Wachstumschancen. Die Geschäftsführung des Konzerns erkennt derzeit keine Risiken, die zu einer dauerhaften, wesentlichen Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Unternehmensgruppe führen und somit bestandsgefährdend sein könnten. Organisatorisch wurden alle sinnvollen und vertretbaren Voraussetzungen geschaffen, um bei möglichen Risikosituationen frühzeitig informiert zu sein und entsprechend handeln zu können. Zukünftige Ergebnisse der Unternehmensgruppe können aufgrund dieser oder anderer Risiken von den Erwartungen der Gruppengesellschaften und des Managements abweichen. Sämtliche zukunftsbezogenen Angaben in diesem Lagebericht basieren auf aktuellen Erwartungen und Prognosen zukünftiger Ereignisse und unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung im Rahmen des Risikomanagements.
Solingen, den 26. April 2024 Michael Reuter Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die AF LED GmbH, Solingen Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der AF LED GmbH, Solingen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der AF LED GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 26. April 2024 KPMG
AG
Velder, Wirtschaftsprüfer Krecher, Wirtschaftsprüfer |
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