ISOMIL GmbH
Same addressManufacture of wiring devices
Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
Stefan Lang since 9/1/2021 | Procura |
Tassilo Börner since 9/5/2019 | Procura |
Burkhard Armin Dr. Prause since 8/19/2008 | Managing Director |
Klaus Alfons Dr. Schlenga since 8/19/2008 | Managing Director |
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
| Name | Ownership |
|---|---|
Bruker Energy & Supercon Technologies, Inc. | 86.36% |
Bruker Energy & Supercon Technologies, Inc. | 7.27% |
Bruker Energy & Supercon Technologies, Inc. | 4.55% |
Bruker Energy & Supercon Technologies, Inc. | 1.82% |
Company ownership and partner structure
4 shareholders
GmbH structure
3 of 4 shown
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Official financial statements and annual reports
Bruker EAS GmbH (vormals: Bruker HTS GmbH)HanauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Lagebericht für 2021Die Bruker EAS GmbH, Hanau, ist eine Gesellschaft des Bruker-Konzerns mit Sitz in Billerica, Massachusetts, USA. Im Geschäftsjahr 2021 wurde die Bruker EAS GmbH (alt) im Wege einer sog. Kettenverschmelzung nach §§ 2 Nr. 1, 46 ff. UmwG (Verschmelzung durch Aufnahme) auf ihre Muttergesellschaft, die Bruker HTS GmbH, übertragen. Die Verschmelzung erfolgte in zwei Schritten. Zunächst wurde die Bruker EAS GmbH (alt) auf die Schwestergesellschaft Bruker Advanced Supercon GmbH mit Wirkung zum 1. Januar 2021 verschmolzen. Im Anschluss wurde die Bruker Advanced Supercon GmbH auf die Muttergesellschaft Bruker HTS GmbH ebenfalls mit Wirkung zum 1. Januar 2021 verschmolzen. Die Eintragungen der Verschmelzungen ins Handelsregister erfolgten am 1. September 2021 bei den übertragenden Rechtsträgern sowie den übernehmenden Rechtsträgern. Gleichzeitig wurde die Bruker HTS GmbH als Bruker EAS GmbH (neu) firmiert. Die beiden Verschmelzungen erfolgten handelsrechtlich jeweils durch Buchwertfortführung; die übernehmenden Rechtsträger haben jeweils als Anschaffungskosten die in den Schlussbilanzen der übertragenden Rechtsträger angesetzten Werte fortgeführt. Der übergehende Betrieb Hanau der Bruker EAS wird unmittelbar von der Bruker HTS geführt und geleitet, so dass es zu einem direkten Betriebsübergang (§ 613a BGB) von der Bruker EAS auf die Bruker HTS kommt. Die Verschmelzungen führen zu einem Betriebsübergang gem. § 324 UmwG, § 613a BGB, d.h. mit der Eintragung in die Handelsregister der übernehmenden Gesellschaften am 1. September 2021, gehen sämtliche Arbeitsverhältnisse der zu diesem Zeitpunkt bei der Bruker EAS beschäftigten Arbeitnehmer mit allen Rechten und Pflichten auf die Bruker HTS über. Durch die Verschmelzungen besteht nur eine sehr eingeschränkte Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen der Gesellschaft. Da das operative Geschäft im Vorjahr im Wesentlichen von der Bruker EAS GmbH (alt) durchgeführt wurde, werden im Folgenden für die Beschreibungen der Geschäftsentwicklung sowie der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft die Pro-Forma-Werte als Vorjahreszahlen herangezogen. GeschäftsentwicklungDer Geschäftsgegenstand der Bruker EAS GmbH ist die Entwicklung, die Herstellung und der Verkauf von Supraleitern für Anwendungen in der Wissenschaft und Medizin. Die Hauptmärkte dieser Anwendungen liegen in Europa, Nordamerika und China. Die konjunkturelle Lage in diesen Wirtschaftsräumen war auch 2021 gekennzeichnet durch ein pandemiebedingtes Wirtschaftswachstum mit Erholungseffekten vom Vorjahr. Die Bruttoinlandsprodukte Europas (EU-27) und der USA stieg in 2021 um respektiv +5,4% und +5,7%. Das Bruttoinlandsprodukt Chinas stieg hingegen 2020 um +8,4 % an. Im Geschäftsjahr 2021 konnte die Bruker EAS GmbH ihr Geschäftsvolumen trotz der Covid-19 Krise im Vergleich zum Vorjahr verbessern. Der Umsatz stieg von 98,4 Mio. EUR im Vorjahr um 5,9 % auf 104,3 Mio. EUR im Berichtsjahr. Das Verkaufsvolumen war im Vergleich zum Vorjahr auf einem zufriedenstellenden Niveau. Im Bereich der Medizintechnik konnten wir unseren Marktanteil stabilisieren und das damit verbundene Geschäft auf etwa gleichbleibendem Niveau halten. Im Mehrjahresvergleich bewegt sich dieses wichtigste Geschäftssegment auch weiterhin auf einem hohen Niveau. Auf etwa gleichem Niveau verlief die Geschäftsentwicklung bei Supraleitern für NMR-Anwendungen (Nuclear Magnetic Resonance) mit unseren Kunden aus dem Konzern. Wir haben im Berichtsjahr 2021 weiter in die Modernisierung und Optimierung der maschinellen Ausrüstung und der Fertigungsabläufe investiert. Die Bruker EAS GmbH verfügt in ihrem jetzigen Umfeld über eine hochmoderne Fertigung für Supraleiter und bedient damit das gesamte Anwendungsspektrum für metallische Supraleiter. Dies betrifft auch das Geschäft mit hochleistungsfähigen Nb3Sn-Drähten, für die das Unternehmen im Berichtsjahr einen Forschungs- und Entwicklungsauftrag vom CERN für eine neue, leistungsstärkere Generation von Drähten hat. Der Auftragseingang wird für das Geschäftsjahr mit +101 Mio. EUR ausgewiesen (nach -267,0 Mio. EUR im Vorjahr). Der Auftragsbestand stieg zum 31. Dezember 2021 auf 322,5 Mio. EUR (i. Vj. 308,3 Mio. EUR). Vermögens-, Finanz- und ErtragslageVermögenslage Die Bilanzsumme hat sich von 73,0 Mio. EUR auf 86,3 Mio. EUR erhöht. Die Eigenkapitalquote ist von 19,2 % auf 24,6 % gestiegen. Das langfristig gebundene Anlagevermögen ist im Geschäftsjahr 2021 vollständig durch Eigenkapital finanziert. Die Investitionstätigkeit stieg im Vergleich zum Vorjahr auf 3,6 Mio. EUR (i.Vj. 2,7 Mio. EUR). Es wurde im aktuellen Berichtsjahr in die Modernisierung unserer Maschinen, in Ersatzbeschaffungen, sowie in das Factory 21 Projekt investiert. Ebenfalls wurde das Insourcing weiter vorangetrieben. Im Berichtszeitraum wurde weiter erfolgreich an der kontinuierlichen Verbesserung der Produktivität gearbeitet. Die Vorratsbestände für das Geschäftsvolumen haben sich pandemiebedingt um 9,6 Mio. EUR auf 51,2 Mio. EUR erhöht. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich von 11,3 Mio. EUR auf 16,1 Mio. EUR. Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital ergebnisbedingt auf 21,1 Mio. EUR erhöht. Zudem bestehen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von 42,9 Mio. EUR (Vj. 41,8 Mio. EUR); diese resultieren im Wesentlichen aus Cash Pooling. Finanzlage Der Gesamt-Cashflow betrug im Wirtschaftsjahr 2021 -2,9 Mio. EUR, nach einem Mittelzufluss von 2,1 Mio. EUR im Vorjahr. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der gestiegenen Vorräte. Die Finanzlage ist solide. Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfrist beglichen und Forderungen mit wenigen Ausnahmen innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt. Die Gesellschaft finanziert sich neben den Mittelzuflüssen aus dem laufenden Geschäft durch den Cash Pool der Bruker Finance B.V., Rotterdam, aus dem Konzern zu marktüblichen Konditionen. Ertragslage Im Geschäftsjahr 2021 erzielte die Gesellschaft ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von 8,8 Mio. EUR (i. Vj. ein Verlust in Höhe von 6,8 Mio. EUR) und erreichte damit trotz der Corona-Pandemie eine gute Rentabilität. Der Jahresüberschuss enthält im Jahr 2021 einen Gewinn aus der Verschmelzung in Höhe von 1,6 Mio. EUR. Die Umsatzrentabilität beträgt im Geschäftsjahr 8,4 % nach -6,9 % im Vorjahr. Die gesteigerte Umsatzrentabilität resultiert neben den gestiegenen Umsatzerlösen im Wesentlichen aus dem Rückgang der Materialaufwendungen um 3,2 Mio. EUR auf 75,2 Mio. EUR sowie dem Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 1,7 Mio. EUR auf 9,0 Mio. EUR. Die Personalaufwendungen sanken im abgelaufenen Wirtschaftsjahr um 0,9 Mio. EUR auf 19,2 Mio. EUR in Folge der Abgänge von Mitarbeitern der ehemaligen Bruker HTS GmbH im Rahmen der Verschmelzung. Fremdwährungseffekte hatten im Berichtsjahr einen leicht positiven Einfluss auf die Ertragslage. Saldiert wurde das Ergebnis mit 0,8 Mio. EUR (Fremdwährungsaufwand 1,7 Mio. EUR; Fremdwährungsertrag 2,5 Mio. EUR) positiv beeinflusst. Im Vorjahr 2020 bestand ein negativ saldierter Aufwand in Höhe von 1,1 Mio. EUR. Unsere für die Bruker EAS GmbH (alt) getroffenen Umsatz- und Ergebniserwartungen für 2021 haben wir übertreffen können. Darüber hinaus hatten wir in 2021 einen positiven Einfluss auf das Preisniveau, durch die geschlossenen Langfristverträge mit unseren drei größten Kunden. Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren, die zur Steuerung des Unternehmens verwendet werden, sind die Umsatzerlöse und der Jahresüberschuss. Auftragsbestand und Auftragseingänge werden ebenfalls als finanzielle Leistungsindikatoren herangezogen. Ein für uns wichtiges Rohmaterial sind Halbzeuge aus Rein-Kupfer. Nachdem sich bereits im Vorjahr die Kupferpreise stabilisiert hatten, lag unser durchschnittlicher Einkaufspreis für Kupfer-Vorprodukte im Berichtsjahr, auch währungsbereinigt, über dem des Vorjahres, während andere Vormaterialien durchschnittlich im Preis gleichgeblieben sind. Da wir für den überwiegenden Teil unseres Geschäfts den Einfluss aus der Rohstoffpreisentwicklung durch entsprechende Preisgleitklauseln sowie teilweise auch durch Rohstoff-Swaps absichern, ergeben sich Ergebniseinflüsse aus Rohstoffpreisentwicklungen im Wesentlichen nur aus ggf. zeitlichen Divergenzen bei hoher Volatilität der betreffenden Rohstoffmärkte. Dies war im Berichtszeitraum nicht der Fall. Der Ergebnisabführungsvertrag mit der Bruker HTS GmbH (alt), Hanau, wurde durch die Verschmelzung mit Wirkung zum 1. Januar 2021 beendet. Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2021 wird auf neue Rechnung vorgetragen. Forschungs- und EntwicklungsaktivitätenIm Berichtszeitraum wurde durch enge Kooperation mit der Schwesterfirma Bruker OST die Einführung der leistungsfähigen und kostengünstigeren Leitertechnologie (RRP® Methode) weiter vorangetrieben. Die Weiterentwicklung leistungsfähiger Nb3Sn Supraleiterdrähte geschieht insbesondere in Zusammenarbeit mit CERN, bei denen ein sehr starkes Interesse am großvolumigen Einsatz dieses Leitertyps für zukünftige Ausbaustufen des LHC Beschleunigers besteht. Als grundsätzliche Entwicklungsaufgabe ist darüber hinaus die fertigungsnahe Weiterentwicklung unserer Produkte zu sehen, die sich aus den Anforderungen unserer Kunden durch den Bedarf an neuen oder optimierten Leitern für ihre Magnete ergibt. Der Gesamtbetrag der FuE-Aufwendungen in 2021 betrug 582 TEUR (Vorjahr 0 EUR). Das entspricht 0,6 % vom Gesamtumsatz. Unter Hinzunahme der von CERN finanzierten FuE-Arbeiten beträgt der Anteil am Gesamtumsatz 1,2 %. Mitarbeiter Im Zuge der Corona-Pandemie mussten die personellen Fertigungskapazitäten im Berichtsjahr 2021 leicht angepasst werden. Das Unternehmen beschäftigte zum 31. Dezember 2021 insgesamt 239 eigene Mitarbeiter und damit 27 Mitarbeiter mehr als die Bruker EAS GmbH (alt) zum Ende des Jahres 2020. Zusätzlich wurden zum Stichtag 9 Zeitarbeitnehmer überwiegend in der Fertigung eingesetzt und damit 7 Zeitarbeitnehmer mehr als zum Ende des Vorjahres. In dieser Gesamtzahl sind 7 gewerbliche Auszubildende enthalten. Das Unternehmen bildet im Berufsbild des Verfahrensmechanikers, Fachrichtung NE-Metallumformung, aus, um auch für die Zukunft über qualifizierten Nachwuchs verfügen zu können. Darüber hinaus wird im Rahmen unserer jährlichen Weiterbildungsplanung der Schulungsbedarf unserer Mitarbeiter ermittelt und deren fachliche und persönliche Weiterentwicklung durch entsprechende Maßnahmen gefördert. Die Vergütung der Mitarbeiter erfolgt grundsätzlich nach den jeweils gültigen Tarifen der Industriegewerkschaft Metall, an die das Unternehmen durch einen Anerkennungs-Tarifvertrag gebunden ist. Zusätzlich erhalten die Mitarbeiter weitere Sozialleistungen sowie variable Vergütungsbestandteile, die sich an vereinbarten Zielen sowie am Unternehmenserfolg orientieren. Über das Verbesserungsvorschlagswesen unseres Unternehmens wollen wir die Kreativität und Kompetenz unserer Mitarbeiter für die Optimierung der Prozesse einbinden, Verbesserungspotentiale erkennen, realisieren und honorieren. Ausblick, Chancen und RisikenZur frühen Erkennung von möglichen Risiken, die einen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit des Unternehmens haben könnten, deren Analyse sowie die Einleitung von geeigneten Maßnahmen, verfügt die Gesellschaft über ein Risiko-Managementsystem, das sich maßgeblich auf eine umfangreiche Berichterstattung stützt, welche anhand von geeigneten Auswertungen und Kennzahlen Frühindikatoren zur Verfügung stellt. Darin einbezogen ist eine ausführliche und der Größe des Unternehmens angemessene kurz- und mittelfristige Wirtschaftsplanung. Zudem ist das Unternehmen vollumfänglich in die Berichts- und Planungsstrukturen des Bruker-Konzerns eingebunden. Im Konzernverbund hatte die Bruker EAS GmbH durch den im November 2016 abgeschlossenen Zukauf eines ehemaligen Wettbewerbers in USA (jetzt Bruker OST) ein Schwesterunternehmen bekommen. Der intensive Austausch der jeweils besten Techniken zur Optimierung beider Standorte macht weiter gute Fortschritte und erzielt die gewünschten Ergebnisse. Damit wird die Wettbewerbsfähigkeit beider Standorte für die kommenden Jahre weiter gesteigert. Das Geschäftsjahr 2021 zeichnete sich durch eine Erholung des Geschäftsvolumen zum Vorjahr aus. Ursächlich hierfür ist das Geschäft in der Medizintechnik, dass sich trotz anhaltender Pandemie erholt hat. Wir sehen die weiterhin positive Marktentwicklung in diesem für die Supraleiter wichtigsten und mit Abstand größten Marktsegment, für das, auch für die Folgejahre, mit weiterem Wachstum gerechnet wird. Dieses Wachstum wird nach wie vor insbesondere von den asiatischen Märkten getragen. Damit dürften sich unsere Erwartungen bestätigen, dass sich das abgeschwächte Wirtschaftswachstum Chinas nicht auf die Nachfrage nach medizinischen Großgeräten, wie etwa den mit Supraleitern ausgestatteten Kernspintomographen (MRI - Magnetic Resonance Imaging) niederschlagen wird. Diese Entwicklung des Weltmarktes hat dazu geführt, dass die Hersteller von Kernspintomographen ihren Kampf um Marktanteile intensivieren, mit entsprechenden Auswirkungen auf ihre Zulieferer und deren Lieferportfolio. Für die Bruker EAS GmbH bedeutet dies, im Hinblick auf die Umsatzerwartungen für das aktuell laufende Geschäftsjahr und auch die Folgejahre, sowohl Chancen als auch Risiken zugleich. Ein derzeit stark wachsendes, von der Medizintechnik unabhängiges Umsatzfeld entwickelt sich derzeit im Zusammenhang mit der Energieerzeugung durch Kernfusion, für die zum Teil starke supraleitende Magneten zum Einschluss des heißen Plasmas benötigt werden. Einen Unsicherheitsfaktor stellt auch weiterhin der zunehmend schwankende Euro gegenüber dem US-Dollar dar. Wir kaufen den Großteil unserer Vormaterialen, allen voran Kupfer und Niob-Titan-Legierungen, in Dollar ein. Da wir die meisten Kunden in USD berechnen ergibt sich hier ein USD-Überhang. Dieser Überhang wird je nach Bedarf in EUR getauscht. Aufgrund der Kundenstruktur und der nicht direkt konjunkturabhängigen Geschäftstätigkeit werden keine besonderen Absatz- oder Forderungsausfallrisiken gesehen. Das Unternehmen hat sich, nicht zuletzt auch durch die Möglichkeiten zur Reorganisation im Rahmen der Inbetriebnahme der neuen Fertigungsflächen, intensiv mit der Verbesserung und Optimierung aller Abläufe und Prozesse beschäftigt. Dabei liegen die Schwerpunkte in Maßnahmen zur Erhöhung der Produktivität und der Bestandsanpassung. Einen weiteren Schritt in Richtung Zukunftsfähigkeit und Standorterweiterung wurde im September 2019 beschlossen. Hierzu wurde eine neue Produktionshalle ab 2021 am gleichen Standort in Hanau langfristig angemietet. Die Halle wird für die Nutzung zur zukünftigen Produktion umgebaut. Die Mittelabflüsse wird die Gesellschaft, wie auch ihren Finanzbedarf allgemein, weiterhin durch die Einbindung des Unternehmens in die Finanzierungsstrukturen des Konzerns und dessen Cash-Pool-Regelung decken können. Bei den dargestellten Einzelrisiken wird aufgrund der bestehenden Maßnahmen bzw. der Ausgestaltung des internen Kontroll- und Risiko-Managementsystems von einer eher geringen Eintrittswahrscheinlichkeit bei überwiegend jeweils geringem Risikograd ausgegangen. Wesentliche kritische Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage oder gar bestandsgefährdende Risiken werden nicht gesehen. Insgesamt sind nach Einschätzung der Geschäftsführung die finanziellen Auswirkungen der Risiken bzw. die Gesamtrisikolage überschaubar und die Gesamtrisikoposition des Unternehmens gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert. Allerdings bestehen weiterhin zahlreiche Risiken, etwa der Angriffskrieg von Russland gegen die Ukraine. Auch regierungskritische Proteste in verschiedenen Ländern könnten die Wirtschaft belasten. Weiterhin sind die Auswirkungen durch die Ausbreitung des Corona-Virus auf die wirtschaftliche Entwicklung nicht vorhersehbar. Für die Zukunft darf dies aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Ertragslage in den letzten Jahren auch durch überaus positive Rahmenbedingungen begünstigt war. Das hohe Geschäftsvolumen, einhergehend mit einer sehr guten Auslastung der Fertigungskapazitäten und die damit verbundene Fixkostendeckung, war ein wesentlicher Treiber für eine gute Rentabilität. Darüber hinaus war es in Phasen der Vollauslastung der Kapazitäten der gesamten Branche für die Kunden sehr schwierig Preisreduzierungen durchzusetzen. Trotz der Corona-Virus-Pandemie ergab sich im Geschäftsjahr 2021 ein mengenmäßig höheres Geschäftsvolumen und eine Umsatzsteigerung von 5,9% auf 104,3 Mio. EUR sowie eine starke Ergebnisverbesserung um 15,6 Mio. EUR auf 8,8 Mio. EUR (i.Vj. Verlust in Höhe 6,8 Mio. EUR). Durch verstärkte Maßnahmen zur Verbesserung der Kosten- bzw. Ertragslage haben wir für 2021 gleichwohl einen Jahresüberschuss im einstelligen Prozentbereich erwirtschaftet. Im Geschäftsjahr 2022 konnten wir trotz der andauernden Pandemiesituation eine weitere Steigerung der Umsatzerlöse sowie eine nochmalige Verbesserung des Ergebnisses realisieren (basierend auf den noch ungeprüften Zahlen). Im Geschäftsjahr 2023 erzielten wir wie prognostiziert einen Umsatz von EUR 135,9 Mio wobei sich auch die Auswirkungen des im Februar 2022 begonnenen Russland-Ukraine-Krieges sowie der daraufhin steigenden Inflation, insb. durch höhere Energiepreise, auf unserer Kostenseite zeigten. Entsprechend ist das Jahresergebnis für 2023 erwartungsgemäß gegenüber dem Vorjahr auf EUR 6,1 Mio gesunken (basierend auf den noch ungeprüften Zahlen). Der hohe, langfristig gesicherte Auftragsbestand wird bei verhaltenem Auftragseingang durch die Abarbeitung langsam sinken. Mit langfristigen und gesunden Aufträgen im Bestand, Kunden mit staatlicher Finanzierung und einer hohen eigenen Wertschöpfung können die Rahmenbedingungen für die Bruker EAS GmbH der widrigen Umstände durch die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und sich einer abkühlenden Konjunkturals gut eingeschätzt werden. Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir vergleichbare Umsatzerlöse wie im Geschäftsjahr 2023. Darüber hinaus erwarten wir einen Jahresüberschuss ungefähr auf Vorjahresniveau. Dank an die Mitarbeiter Wir danken unseren Mitarbeitern und unserem Betriebsrat für die im Berichtsjahr zum Wohl des Unternehmens geleistete Arbeit.
Hanau, 8. Juli 2024 Bruker EAS GmbH Die Geschäftsführung Dr. Burkhard Prause Dr. Klaus Schlenga Bilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Anhang für 2021A. Allgemeine HinweiseDie Bruker EAS GmbH (vormals Bruker HTS GmbH) hat ihren Sitz in Hanau und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Hanau (HRB Reg. Nr. 92543). Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Bestimmungen des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Gesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht. Mit Wirkung zum 1. Januar 2021 wurde die Bruker EAS GmbH (alt) im Wege einer sogenannten Kettenverschmelzung nach §§ 2 Nr. 1, 46 ff. Umwandlungsgesetz (Verschmelzung durch Aufnahme) auf ihre Muttergesellschaft, die Bruker HTS GmbH, übertragen. Die Verschmelzung erfolgte in zwei Schritten. Zunächst wurde die Bruker EAS (alt) auf die Bruker Advanced Supercon GmbH verschmolzen und anschließend die Bruker Advanced Supercon GmbH auf die Bruker HTS GmbH. Die Eintragungen der Verschmelzungen ins Handelsregister erfolgten am 1. September 2021 bei den übertragenden Rechtsträgern sowie den übernehmenden Rechtsträgern. Gleichzeitig wurde die Bruker HTS GmbH als Bruker EAS GmbH (neu) firmiert. Die beiden Verschmelzungen erfolgten handelsrechtlich jeweils durch Buchwertfortführung; die übernehmenden Rechtsträger haben jeweils als Anschaffungskosten die in den Schlussbilanzen der übertragenden Rechtsträger angesetzten Werte fortgeführt. Der übergehende Betrieb Hanau der Bruker EAS wird unmittelbar von der Bruker HTS geführt und geleitet, so dass es zu einem direkten Betriebsübergang (§ 613a BGB) von der Bruker EAS auf die Bruker HTS kommt. Die Verschmelzungen führen zu einem Betriebsübergang gem. § 324 UmwG, § 613a BGB, d.h. mit der Eintragung in die Handelsregister der übernehmenden Gesellschaften am 1. September 2021, gehen sämtliche Arbeitsverhältnisse der zu diesem Zeitpunkt bei der Bruker EAS beschäftigten Arbeitnehmer mit allen Rechten und Pflichten auf die Bruker HTS über. Durch die Verschmelzungen besteht im Nachfolgenden nur eine sehr eingeschränkte Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen. B. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. Für den Firmenwert wird eine Nutzungsdauer von 15 Jahren zugrunde gelegt, da sich der Markt für diese Produktgruppe wegen der Zahl von Anbietern und der hohen Markteintrittsbarriere nur sehr langsam verändert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00, sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Die geleisteten Anzahlungen werden mit dem Nennwert angesetzt. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Für bestimmte Vorräte werden die Werte mithilfe zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips ermittelt. Die Bestände an Rohstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Hilfs- und Betriebsstoffe werden aus Vereinfachungsgründen und wegen Geringfügigkeit direkt bei ihrem Kauf den Aufwendungen zugeführt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden ebenfalls nicht aktiviert. Das Vorratsvermögen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die Gewinnrücklagen betreffen andere Gewinnrücklagen nach § 272 Abs. 3 HGB. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre bei einer angenommenen restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,87% (Vj. 2,30%) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,5 % (Vj. 2,5 %) und erwartete Rentensteigerungen mit 1,75 % (Vj. 1,75 %) berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer unternehmensspezifischen Fluktuationswahrscheinlichkeit, die sich nach dem Alter und der im jeweiligen Alter abgeleisteten Dienstzeit richtet, berücksichtigt. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 S. 1 HGB zum 31.12.2021 beträgt € 474.613. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Effekte aus Änderungen des Abzinsungssatzes und Zinseffekte einer geänderten Schätzung der Restlaufzeit werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen. Bei der Ermittlung des Aufzinsungsaufwands wird unterstellt, dass Änderungen des Abzinsungssatzes, des Verpflichtungsumfangs und der Restlaufzeit jeweils zum Ende des Geschäftsjahres eintreten. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersteilzeitverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit der Altersteilzeitrückstellung verrechnet. Erhaltene Anzahlungen werden mit dem Nennwert angesetzt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. C. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Im Anlagevermögen sind Maschinen in Höhe TEUR 710 (Vj. TEUR 0) enthalten, die im Rahmen eines Sale-and-Lease-Back-Geschäftes an einen Kunden verkauft wurden. Die Wertberichtigungen auf diese Maschinen betrugen im Geschäftsjahr TEUR 621 (Vj. TEUR 0). Vorräte In die Ermittlung der Abwertungsbeträge werden Reichweiten, überdurchschnittliche Lagerdauer, das Fehlen von Kundenaufträgen sowie die Sperrung von Beständen unzureichender Qualität oder Maße einbezogen. Der maschinell ermittelte Abwertungsbetrag unterliegt einer zusätzlichen, manuellen Überprüfung. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 762 aus Cashpooling. Forderungen gegen Gesellschafter sind in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 0) enthalten. Verbundene Unternehmen Es bestanden folgende Intercompany-Beziehungen:
Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 1.100 (Vj. TEUR 124), für Rückbauverpflichtung in Höhe von TEUR 1.017 (Vj. TEUR 0), für Gewährleistungen in Höhe von TEUR 585 (Vj. TEUR 0) sowie Rückstellungen im Personalbereich in Höhe von TEUR 4.132 (Vj. TEUR 2.676). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Seit 1. Dezember 2013 erfolgte die Finanzierung der Bruker EAS GmbH (alt) ausschließlich im Rahmen eines Cash-Pooling durch die Bruker Finance B.V. Bis dahin bestehende Intercompany-Darlehen wurden vollständig abgelöst. Zum Bilanzstichtag ergaben sich Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling in Höhe von TEUR 40.842 (Vj. TEUR 15.472). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 0). Die anderen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stammen aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Lohnsteuern in Höhe von TEUR 498 (Vj. TEUR 95), aus noch abzuführender Umsatzsteuer an die britische Finanzbehörde im Zusammenhang mit dem Betrieb eines Konsignationslagers für einen Großkunden in Großbritannien in Höhe von TEUR 755 (Vj. TEUR 0) sowie Verbindlichkeiten aus einem Sale-and-Lease-Back-Geschäft in Höhe von TEUR 89 (Vj. TEUR 0). D. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse
Die Umsatzerlöse gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus Auflösungen von Rückstellungen in Höhe von TEUR 108 (Vj. TEUR 17) sowie Gewinne aus dem Verkauf von Anlagevermögen in Höhe von TEUR 519 (Vj. TEUR 0) enthalten. Daneben enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge den Verschmelzungsgewinn in Höhe von TEUR 1.594. E. Sonstige Erläuterungen und AngabenHaftungsverhältnisse Am Bilanzstichtag bestand ein Avalobligo aus der Bestellung von Sicherheiten zugunsten eines verbundenen Unternehmens in Höhe von TUSD 2.239 (Vj. TUSD 0). Mit einer Inanspruchnahme oder Belastung der Gesellschaft wird aufgrund der wirtschaftlichen Situation des verbundenen Unternehmens nicht gerechnet. Darüber hinaus lagen am Bilanzstichtag keine angabepflichtigen Haftungsverhältnisse vor. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Am Bilanzstichtag bestehen finanzielle Verpflichtungen im Wesentlichen aus langfristigen Mietverträgen sowie Leasingverträgen in Höhe von TEUR 6.416 (Vj. TEUR 0). Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2022 und 2027. Das Bestellobligo für Investitionen beträgt TEUR 4.687 (Vj. TEUR 0). Bei den Sonstigen finanziellen Verpflichtungen handelt es sich um Mietverträge für Grundstücke und Gebäude des Werksgeländes und um sog. Operating-Lease-Verträge für Fahrzeuge und Geschäftsausstattung, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten bzw. keine Einigung über die Verlängerung der Mietverträge erzielt werden kann, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Derivative Finanzinstrumente/Bewertungseinheiten Die Gesellschaft schließt unterjährig Geschäfte über Finanzderivate ab. Ziel dieser Transaktionen ist die Verringerung der Marktrisiken aus Veränderungen des Kupferpreises. Die derivativen Finanzinstrumente werden bei der Gesellschaft nicht zu Handels- oder spekulativen Zwecke eingesetzt. Es handelt sich hierbei um geschlossene Positionen (Bewertungseinheiten), die nicht bilanziert werden. Zum Bilanzstichtag bestehen Kupferpreistermingeschäfte mit einem Marktwert (mark-to-market Bewertung) von TEUR +316 (Vj. TEUR 0). Geschäftsführung Geschäftsführer der Bruker EAS GmbH sind:
Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wurde in Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da nur zwei Geschäftsführer Bezüge erhielten. Mitarbeiter Im Durchschnitt des Geschäftsjahres wurden 224 (Vj. 15) Mitarbeiter beschäftigt, wobei Teilzeitmitarbeiter anteilig einbezogen sind. Der Anstieg der durchschnittlichen Mitarbeiterzahlen ist auf den Betriebsübergang der Mitarbeiter der Bruker EAS GmbH (alt) im Rahmen der Verschmelzung zurückzuführen. Die Mitarbeiter waren in folgenden Funktionsbereichen tätig:
Honorar des Abschlussprüfers Auf die Angabe des Honorars des Abschlussprüfers wurde in Anwendung der Erleichterungsvorschrift des § 285 Nr. 17 HGB verzichtet, da diese Angaben im Konzernabschluss der Bruker Corporation, Billerica/USA, enthalten sind. Der Konzernabschluss ist auf der Webseite der U. S. Security and Exchange Commission einsehbar. Konzernverhältnis Die Gesellschaft ist ein Konzernunternehmen der Bruker Energy & Supercon Technologies, Inc., Billerica, USA und wird in den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen einbezogen. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Bruker Corporation, Billerica/USA, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss ist am Sitz des Mutterunternehmens erhältlich. Nachtragsbericht Im Geschäftsjahr 2022 wurde die Gauss Fusion GmbH, Hanau, per Gründungsvertrag vom 19. Dezember 2022 gegründet, deren Gesellschafter die Bruker EAS GmbH ist. Im Geschäftsjahr 2022 wurde per Kaufvertrag vom 14. Juli 2022 ein Grundstückskaufvertrag über das Betriebsgrundstück der Bruker EAS in Hanau einschließlich darauf stehender Gebäude/Hallen und Außenanlagen für einen Kaufpreis von EUR 32,0 Mio. abgeschlossen. Im Geschäftsjahr 2023 wurde mit Wirkung zum 10. März 2023 ein Vertrag über die Aufnahme eines Darlehens in Höhe von EUR 32,0 Mio. mit der Bruker Finance B.V., Rotterdam, Niederlande, mit einer Laufzeit von 5 Jahren abgeschlossen. Gewinnverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.
Hanau, 8. Juli 2024 Die Geschäftsführung Dr. Burkhard Prause Dr. Klaus Schlenga Entwicklung des Anlagevermögens für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Bruker EAS GmbH (vormals Bruker HTS GmbH), Hanau Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Bruker EAS GmbH (vormals Bruker HTS GmbH), Hanau, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bruker EAS GmbH (vormals Bruker HTS GmbH) für das Geschäftsjahr vom Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt - Vergleichsangaben Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und somit die Vergleichsangaben zum 31. Dezember 2020 und für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sind nicht geprüft. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 8. Juli 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Christian Landau, Wirtschaftsprüfer ppa. Markus Grave, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2021 wurde am 05.08.2024 festgestellt. |
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