Master Data

Registry
Register court München HRB 269863
Registered
10/1/2021
Industry
Computer consultancy activitiesOther information technology and computer service activitiesBusiness and other management consultancy activities
Purpose
Erbringung von Beratungs- und Implementierungsdienstleistungen im IT-Sektor für mittlere und große Unternehmen.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Florian Eidner
since 4/30/2025
Procura
Torsten Quack
since 4/22/2024
Managing Director
Peter Altheimer
since 5/12/2023
Procura
Martin Bauer
since 4/25/2022
Managing Director
Kai Uwe Ernst
since 10/1/2021
Managing Director
Thomas Dr. Hartmann
since 10/1/2021
Managing Director

Beneficial Owners
Beta

0.00% identified100.00% unresolved

Unresolved chains (1)

NameOwnership
100.00%

Shareholders
Beta

Name
Location
Share
Reply Deutschland SE
Germany
100.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

Cluster Reply GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Konjunktur- und Branchenentwicklung

Cluster Reply unterstützt seine Kunden bei der Systemintegration von Anwendungen & Infrastruktur, Business Applikationen, Modern Workplace, Big Data und Artificial Intelligence auf Basis von Microsoft-Technologien.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen (Stand 15. Januar 2024) des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 durch das nach wie vor krisengeprägte Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge weiterhin hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher.

Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte.

Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 % und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an.

Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Von Rückgängen waren vor allem die Bereiche betroffen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen. Besonders stark sanken die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,2 %). Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,7 %). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. Durch solche Maßnahmen hatte der Staatskonsum in den Jahren ab 2020 die Wirtschaftsleistung gestützt.

Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 %). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 % oder 333 000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt.

2. Umsatzentwicklung

Die wesentlichen Steuerungsgrößen des Unternehmens sind die Umsatzerlöse und das EBT sowie die daraus resultierende EBT-Marge. Die herangezogene Gewinn- und Verlustrechnung basiert bei der Gesellschaft wie auch für die Reply-Gruppe auf den International Financial Standards (IFRS) und ergeben sich aus dem internen Management Reporting.

Die Umsatzerlöse nach IFRS der Cluster Reply GmbH im Geschäftsjahr 2023 waren moderat steigend und haben sich somit leicht oberhalb der Erwartungen entwickelt. Der Umsatz nach HGB belief sich auf 17,5. Mio. EUR (Vorjahr: 23,9 Mio. EUR) und ist somit um 27 % gesunken. Der Unterschied der beiden Umsatzgrößen ergibt sich aus der unterschiedlichen Bilanzierung. So wird handelsrechtlich die Completed Contract-Methode angewandt, nach IFRS erfolgt die Umsatzerlösrealisierung nach der Percentage of Completion-Methode.

Die Gesamtleistung nach HGB (Umsatzerlöse, Bestandsveränderungen und sonstige betriebliche Erträge) belief sich auf 26,0 Mio. Euro (Vorjahr: 23,8 Mio. Euro) und hat sich damit um 9 % erhöht.

Das IFRS-EBT verbesserte sich in Folge einer verbesserten Auslastung was somit deutlich über unseren Erwartungen liegt. Analog hat sich die EBT-Marge deutlich verbessert, was ebenfalls deutlich über der geplanten Prognose lag.

Insgesamt stellt sich die Entwicklung der Gesellschaft im Jahr 2023 aus Sicht der Geschäftsführung als zufriedenstellend dar.

3. Mitarbeiterentwicklung

Die Mitarbeiterzahl inklusive Geschäftsführer und Auszubildenden der Cluster Reply GmbH zum 31. Dezember 2023 ist - gemessen an der Kopfzahl - auf 108 Mitarbeiter gestiegen (Vorjahr: 103).

4. Investitionstätigkeit

Die Cluster Reply GmbH hat im Jahr 2023 keine größeren Investitionen getätigt.

5. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die wesentlichen Steuerungsgrößen sind der IFRS - Umsatz und das IFRS - EBT sowie die daraus resultierende Marge.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich im Geschäftsjahr 2023 um 48 % auf 19,2 Mio. Euro (Vorjahr: 13,0 Mio. Euro) erhöht.

Das Anlagevermögen verringerte sich auf 0,1 Mio. Euro (Vorjahr: 0,2 Mio. Euro).

Die Vorräte erhöhten sich um 8,0 Mio. Euro auf 8,7 Mio. Euro. (Vorjahr: 0,7 Mio. Euro), was fast ausschließlich an den Unfertigen Leistungen lag.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind um 1,7 Mio. Euro auf 10,4 Mio. Euro (Vorjahr: 12,1 Mio. Euro) und somit um 14 % zurückgegangen. Diese Veränderung resultiert vor allem aus dem Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die um 3,5 Mio. Euro auf 6,0 Mio. Euro gesunken sind. Gegenläufig erhöhten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 1,7 Mio. Euro auf 3,6 Mio. Euro (Vorjahr: 1,9 Mio. Euro) und die Sonstigen Vermögensgegenstände um 0,3 Mio. Euro auf 0,9 Mio. Euro (Vorjahr: 0,6 Mio. Euro).

Die Sonstigen Rückstellungen reduzierten sich auf 3,3 Mio. Euro (Vorjahr: 1,4 Mio. Euro).

Die Verbindlichkeiten erhöhten sich um 50 % auf 12,9 Mio. Euro (Vorjahr: 8,6 Mio. Euro). Dieser Anstieg resultiert aus der Erhöhung der Erhaltenen Anzahlungen um 6,6 Mio. Euro auf 6,9 Mio. Euro (Vorjahr: 0,3 Mio. Euro), Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sind hingegen um 0,1 Mio. Euro auf 0,1 (Vorjahr: 0,2 Mio. Euro), die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 2,0 Mio. Euro auf 5,6 (Vorjahr: 7,6 Mio. Euro) und die sonstigen Verbindlichkeiten um 0,1 Mio. Euro auf 0,4 Mio. Euro (Vorjahr: 0,5 Mio. Euro) verringert.

Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrag mit der Reply Deutschland SE blieb das Eigenkapital der Gesellschaft mit 3,0 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr unverändert. Der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme zum Ende des Berichtsjahres 2023 ist durch die gestiegene Bilanzsumme auf 16 % (Vorjahr: 23 %) gesunken.

Finanzlage

Durch den existierenden Cash-Pool-Vertrag mit der Reply Deutschland SE weist die Cluster Reply GmbH keine Bankguthaben aus. Die Forderung aus dem existierenden Cash-Pool beträgt am Ende des Geschäftsjahrs 3,5 Mio. Euro (Vorjahr: 5,4 Mio. Euro); dieser Betrag ist unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen.

Die Liquiditätslage der Cluster Reply GmbH ist daher als ausgeglichen zu bezeichnen.

Ertragslage

Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse, Bestandsveränderungen und sonstige betriebliche Erträge) belief sich auf 26,0 Mio. Euro (Vorjahr: 23,8 Mio. Euro) und hat sich damit um 9 % erhöht.

Der Materialaufwand der Cluster Reply GmbH ist im Geschäftsjahr 2023 um 4 % auf 8,7 Mio. Euro (Vorjahr: 9,1 Mio. Euro) gesunken. Bezogen auf die Gesamtleistung des Unternehmens reduzierte sich die Materialaufwandsquote auf 33 % (Vorjahr: 38 %).

Der Personalaufwand erhöhte sich im Geschäftsjahr 2023 um 30 % auf 9,6 Mio. Euro (Vorjahr: 7,4 Mio. Euro). In Bezug auf die Gesamtleistung erhöhte sich die Personalaufwandsquote auf 37 % (Vorjahr: 31 %).

Der aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführte Gewinn verringerte sich auf 2,6 Mio. EUR (Vorjahr: 3,9 Mio. EUR).

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Der Mensch steht bei Reply im Mittelpunkt. Die Wertschätzung von Kunden, Mitarbeitern und anderen Geschäftspartnern sind für Reply eine Selbstverständlichkeit.

Daher bemühen wir uns an verschiedenen Stellen, auch außerhalb der finanziellen Unternehmensziele, unsere Mitarbeiter wertzuschätzen.

Wesentlicher Punkt hierbei ist der Führungsstil, der durch Vertrauen und Kollegialität geprägt ist.

Jährlich werden sogenannte Surveys durchgeführt, in denen die Mitarbeiter anonym Feedback zu verschiedenen Fragestellungen geben können. Die Fragen werden in verschiedene Kategorien gebündelt und die Antworten pro organisatorischer Einheit berichtet. Diese Auswertungen werden den Mitarbeitern kommuniziert und bei Bedarf entsprechende Maßnahmen ergriffen.

In jährlichen Mitarbeitergesprächen werden gemeinsame Ziele definiert und die Zielerreichung des Vorjahrs gemeinsam mit dem Vorgesetzten besprochen. Hierbei ist unerheblich, ob mit diesen Zielen eine variable Vergütung verbunden ist.

Ferner werden in diesen Gesprächen Entwicklungsmöglichkeiten besprochen und notwendige Maßnahmen vereinbart.

Im Rahmen einer Reihe von internen Schulungsmaßnahmen werden die Mitarbeiter in unterschiedlichen Formaten zusammengebracht um gemeinsam Themen zu erarbeiten. Das stärkt neben der inhaltlichen Ausrichtung das Zusammenwachsen der Teams und die Kollegialität zwischen den organisatorischen Einheiten.

Die Muttergesellschaft der Reply Deutschland SE erstellt jährlich einen "Environment Report", in dem die Umweltverträglichkeit über die Reply-Gruppe hinweg analysiert wird. Für die Reply Deutschland SE ist dabei herauszuheben, dass neben finanziellen Kriterien der CO 2 -Ausstoß der Firmenfahrzeuge gedeckelt ist. Fahrzeuge mit einem höheren CO 2 -Ausstoß dürfen nicht bestellt werden.

Mobilität ist wichtig im Beratungsgeschäft. Zur besseren Umweltverträglichkeit wird so häufig wie möglich die Deutsche Bahn genutzt.

In der kompletten Reply-Gruppe existiert ein Ethikcode, mit dem sich sämtlichen Mitarbeiter zu den Grundregeln des menschlichen Miteinanders bekennen.

Darüber hinaus gibt es ein Wertesystem der Reply, das den Umgang mit Kunden, Kollegen und sonstigen Geschäftspartnern definiert.

Die permanente Sicherstellung der Servicequalität ist einer der zentralen Erfolgsfaktoren, der sich der Vorstand verpflichtet fühlt. Derzeit sind fast alle Gesellschaften nach ISO 9001 zertifiziert. Dieser Prozess wird in den Folgejahren weiter fortgesetzt werden.

6. Chancen und Ausblick

Laut Zahlen des Digitalverbands Bitkom ist Deutschlands digitale Wirtschaft weiterhin auf Wachstumskurs. Trotz eines schwierigen konjunkturellen Umfelds erwartet der Bitkom für die Unternehmen der IT und Telekommunikation (ITK) für 2024 ein Umsatzplus von 4,4 Prozent auf 224,3 Milliarden Euro. Der ITK-Sektor würde damit um den Faktor drei bis vier stärker wachsen als die Wirtschaft insgesamt. Im vergangenen Jahr hatten die ITK-Umsätze um 2,0 Prozent auf 215 Milliarden Euro zugelegt. Das Umsatzwachstum hat auch positive Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Die Zahl der Beschäftigten in der ITK-Branche soll laut Bitkom im Jahresverlauf 2024 um 36.000 wachsen, auf 1,368 Millionen. Bereits 2023 sind 28.000 neue Arbeitsplätze entstanden.

Die meisten Unternehmen der Bitkom-Branche präsentieren sich krisenfest. Auch unter schwierigen konjunkturellen Bedingungen, geprägt von geopolitischen Krisen und Haushaltskürzungen, legen Umsätze und Beschäftigung zu.

Das Geschäftsklima in der Digitalwirtschaft entwickelt sich gegen den Trend der Gesamtwirtschaft positiv, wie der von Bitkom und ifo Institut erstellte Digitalindex zeigt. Während der ifo Index für die Gesamtwirtschaft im Dezember von minus 9,4 Punkten noch einmal auf minus 11,2 zurückging, legte der Digitalindex von 6,0 auf 9,8 Punkte zu. Die positive Entwicklung spiegelt sich auch in den Investitionsplanungen der ITK-Unternehmen wider. So wollen 22 Prozent ihre Investitionen 2024 erhöhen und 61 Prozent die Ausgaben konstant halten, 17 Prozent müssen auf die Bremse treten. Dabei wird vor allem in Software sowie Forschung und Entwicklung investiert.

Die Informationstechnik ist dabei der wichtigste Wachstumstreiber. Nach einer leichten Wachstumsdelle im vergangenen Jahr (plus 2,2 Prozent auf 142,9 Milliarden Euro) werden 2024 nach der aktuellen Bitkom Prognose 151,5 Milliarden Euro umgesetzt, das entspricht einem Plus von 6,1 Prozent. Vor allem das Geschäft mit Software legt stark zu (plus 9,4 Prozent auf 45,5 Milliarden Euro). Dabei wachsen die Umsätze mit Plattformen für die Entwicklung, das Testen und die Bereitstellung von Software überdurchschnittlich, und zwar um 12,3 Prozent auf 12,2 Milliarden Euro.

Deutlich zulegen kann auch das Geschäft mit Software für die Systeminfrastruktur von Unternehmen. In diesem Segment legen die Umsätze laut Bitkom um voraussichtlich 8,1 Prozent auf 10,0 Milliarden Euro zu. Sicherheitssoftware hat daran einen Anteil von 3,9 Milliarden Euro, das entspricht einem Anstieg um 12,7 Prozent. Stark wachsend sind auch die Umsätze mit sonstigen Software-Anwendungen, sie legen um 8,5 Prozent auf 23,2 Milliarden Euro zu. Darin enthalten sind unter anderem Kollaboration-Tools zur Zusammenarbeit und zum mobilen Arbeiten, die überdurchschnittlich um 13,5 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro wachsen.

Die Umsätze mit IT-Dienstleistungen steigen laut Bitkom 2024 um 4,8 Prozent auf 51,7 Milliarden Euro. Besonders kräftig wachsen dabei Dienstleistungen mit Cloud-Bezug, die einen Anteil von 17,7 Milliarden Euro am gesamten IT-Service-Markt haben und um 17 Prozent zulegen.

Der aktuelle Boom rund um Künstliche Intelligenz führt zu einer stark steigenden Nachfrage im deutschen ITK-Markt. Die Ausgaben für KI-Software, -Dienstleistungen und entsprechende Hardware werden in diesem Jahr voraussichtlich auf 6,3 Milliarden Euro steigen. Das ist ein Plus von 32 Prozent verglichen mit 2022, als 4,8 Milliarden Euro für Künstliche Intelligenz ausgegeben wurden. Dies ermittelte der Digitalverband Bitkom auf Grundlage von Daten des Marktforschungsunternehmens IDC mit. Der Start von ChatGPT vor einem Jahr war eine Initialzündung für den KI-Einsatz. ChatGPT hat vielen Menschen erstmals vor Augen geführt, was KI heute schon leisten kann. Den größten Anteil an den KI-Ausgaben in diesem Jahr hat KI-Software (4,1 Milliarden Euro), gefolgt von Dienstleistungen rund um KI (1,3 Milliarden Euro) sowie Hardware (0,9 Milliarden Euro). Im kommenden Jahr wird nach aktuellem Stand ein ähnlich starkes Wachstum erwartet. 2024 sollen die Ausgaben erneut um 30 Prozent auf dann 8,2 Milliarden Euro steigen, 2025 könnte sogar die 10- Milliarden-Euro-Marke übersprungen werden.

Aus dem aktuellen Boom bei Künstlicher Intelligenz und der positiven Entwicklung bei IT-Dienstleistungen mit Cloud-Bezug sowie im Bereich von Sicherheits- und Kollaborations-Tools, ergeben sich für das Jahr 2024 Marktpotenziale für IT-Dienstleister wie Reply, die bereits frühzeitig in innovative Technologien und Lösungen in diesen Bereichen investiert haben und ein Dienstleistungsportfolio am Markt etabliert haben. Herausforderungen bestehen für IT-Dienstleistungsunternehmen weiterhin aus der angespannten Situation am Arbeitsmarkt. Der Mangel an IT- Fachkräften verschärft sich weiter. In den deutschen Unternehmen sind Stand Dezember 2023 149.000 Stellen für IT- Expertinnen und -Experten unbesetzt. Das sind noch einmal 12.000 mehr als vor einem Jahr, als 137.000 Stellen offen waren, so die Ergebnisse der Bitkom-Studie zum Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte.

Cluster Reply wird sich auch im kommenden Jahr auf das Geschäft im deutschsprachigen Raum konzentrieren. Auch in 2024 wollen wir der Partner der Wahl für den gehobenen Mittelstand und Großunternehmen im Bereich Digitale Transformation mit Microsoft Technologie sein. Wir pflegen eine gewachsene und sehr vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Technologieführer Microsoft. Damit schaffen wir für unsere Kunden nachhaltige Mehrwerte und leisten einen relevanten Beitrag zur Digitalisierung des Wirtschafsstandorts Deutschland.

Neben den altbekannten technologischen Herausforderungen häufen sich im Rahmen der Digitalen Transformation organisatorische Veränderungen, die es zu bewältigen gilt. Dabei ist aktuell die Technologie "Generative AI" in aller Munde. Um hier die passenden Antworten zu liefern, haben wir unser Portfolio weiter verfeinert, unsere Kompetenzen rund um AI im Allgemeinen und die Microsoft-Technologien OpenAI und CoPilot im Speziellen ausgebaut, und uns den Status als führender Partner für AI bei Microsoft erarbeitet. Der weiterhin beschleunigenden Nachfrage nach Cloud Services tragen wir durch den Erhalt und Ausbau der vier Geschäftsbereiche Rechnung: Data&AI, Azure Cloud Native Solutions, Azure Enterprise Solutions und Azure Infrastructure.

Neben Partnerschaften mit spezialisierten und prominenten ISVs auf der Azure Platform, etwa DataBricks oder GitHub, setzen wir hierbei auf unseren hohen Expertisegrad. Dies ist belegt durch höchste Auszeichnungen durch unseren Partner Microsoft und erfolgreiche Vertriebspartnerschaften in der Microsoft Partnerlandschaft.

Ziele 2024

Die wesentlichen Steuerungsgrößen sind der IFRS-Umsatz und das IFRS-EBT sowie die daraus resultierende Marge.

Cluster Reply prognostiziert für 2024 ein leicht über Marktniveau liegendes Wachstum seiner Geschäftsaktivitäten. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) soll gehalten werden. Eine separate Planung des HGB-(Einzelabschluss) Ergebnisses existiert nicht. Die Planung auf Basis der IFRS-Zahlen zeigt für 2024 ein Umsatzwachstum im unteren zweistelligen Bereich, sowie ein leichtes Wachstum im EBT. Bei Annahme nur geringfügiger HGB-Abweichungen ist somit davon auszugehen, dass sich Umsatz, EBIT und EBTder Cluster Reply in ähnlicher Weise moderat verbessern werden. Bei der EBIT-Marge und der EBT-Marge gehen wir nach IFRS von einem leichten Rückgang aus.

Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Der Grundbaustein für erfolgreiche Projekte und profitables Wachstum ist hochqualifiziertes Personal im Bereich Consulting. Daher bleibt das Halten und Gewinnen qualifizierter Mitarbeiter ein zentraler Punkt auf der Agenda für 2024.

Die gesamtwirtschaftliche Situation in 2024 ist weiterhin durch einige Risiken gekennzeichnet.

Die wirtschaftlichen Folgen des Krieges Russlands mit der Ukraine sowie aus den Sanktionen gegenüber Russland hatten schwerwiegende Folgen. Wir gehen derzeit davon aus, dass sich diese Situation in 2024 nicht ändern wird.

Die starke allgemeine Inflation des Jahres 2023 wird sich in 2024 voraussichtlich abschwächen. Trotzdem ist der Trend zu einer Erhöhung unserer Kosten ungebrochen. Die Dauer dieses starken Preisanstiegs ist dabei nicht abzusehen, wobei der Fachkräftemangel hier eine entscheidende Rolle spielt.

Es existieren ferner eine Reihe weiterer politischer Risiken, die insbesondere aus dem Krieg Israels mit der Hamas resultieren. Zusätzlich sind die Auswirkungen der Präsidentenwahl in den USA nicht abzuschätzen. In den Beziehungen des Westens zu China ist derzeit Ruhe eingekehrt, was sich aber jederzeit kurzfristig ändern kann.

Sollte ein wesentlicher Teil dieser Risiken eintreten, ist eine Belastung der gesamtwirtschaftlichen Situation wahrscheinlich. Dieses würde auch auf die Branchenkonjunktur im IT-Dienstleistungsbereich ausstrahlen. Die deutsche Reply-Gruppe trägt dem durch eine nachfrageorientierte Personaldisposition Rechnung.

 

München, den 27. März 2024

Cluster Reply GmbH

Geschäftsführung

Martin Bauer

Kai Uwe Ernst

Dr. Thomas Hartmann

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, geewerbl. Schutzreche und ähnliche Rechte und Werte 7.785,00 34.558,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 119.252,00 165.552,00
127.037,00 200.110,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Leistungen 8.666.707,35 649.399,43
2. Geleistete Anzahlungen 7.892,00 56.370,00
8.674.599,35 705.769,43
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.556.755,22 1.918.027,66
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.966.406,03 9.545.842,08
3. sonstige Vermögensgegenstände 888.007,98 615.719,01
10.411.169,23 12.079.588,75
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 216,57 216,57
19.085.985,15 12.785.574,75
C. Rechnungsabgrenzungsposten 21.194,10 51.893,67
19.234.216,25 13.037.578,42

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 412.221,00 412.221,00
III. Gewinnvortrag 2.528.779,76 2.528.779,76
2.966.000,76 2.966.000,76
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 32.500,00 32.500,00
2. Sonstige Rückstellungen 3.295.036,83 1.448.433,02
3.327.536,83 1.480.933,02
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen 6.874.036,14 302.386,14
2. Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung 79.717,26 202.759,39
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.584.261,75 7.585.065,28
4. Sonstige Verbindlichkeiten 402.663,51 500.433,83
12.940.678,66 8.590.644,64
davon aus Steuern EUR 349.149,96 (Vorjahr: EUR 481.339,50)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 876,00 (Vorjahr: EUR 2,21)
19.234.216,25 13.037.578,42

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 17.548.715,65 23.914.144,50
2. Erhöhung / Verminderung des Bestandes an unfertigen Leistungen 8.017.307,92 -862.945,10
25.566.023,57 23.051.199,40
3. Sonstige betriebliche Erträge 480.894,93 710.827,86
26.046.918,50 23.762.027,26
4. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 8.686.197,39 9.143.439,06
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 8.176.135,88 6.153.880,15
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.438.349,22 1.198.809,36
davon für die Altersversorgung EUR 11.137,48 (Vorjahr: EUR 8.267,97 )
9.614.485,10 7.352.689,51
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 112.071,34 128.833,01
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.075.357,30 3.251.265,28
davon aus der Währungsumrechnung 1.635,63 EUR (Vorjahr: EUR 5,42)
23.488.111,13 19.876.226,86
2.558.807,37 3.885.800,40
8. Zinsen und ähnliche Erträge 61.014,25 10.985,25
davon von verbundenen Unternehmen 61.014,25 EUR (Vorjahr: EUR 10.985,25)
2.619.821,62 3.896.785,65
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 42,73
10. Ergebnis nach Steuern 2.619.821,62 3.896.742,92
11. Sonstige Steuern 10.704,00 9.812,08
12. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn -2.609.117,62 -3.886.930,84
13. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist unter der Firma Cluster Reply GmbH mit Sitz in München im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 269863 eingetragen.

Mit der Gesellschafterin Reply Deutschland SE besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften gem. § 267 Abs. 2 HGB in Verbindung mit § 264a HGB. Von den Erleichterungsvorschriften gem. § 288 Abs. 2 HGB wird Gebrauch gemacht.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde grundsätzlich nach den gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen des Vorjahres aufgestellt.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Die Nutzungsdauer der Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens liegt zwischen 3 und 10 Jahren.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00, welche im Geschäftsjahr 2023 angeschafft wurden, sind im Zugangsjahr voll abgeschrieben worden.

Die Vorräte bestehen ausschließlich aus unfertigen Leistungen und geleisteten Anzahlungen.

Die unfertigen Leistungen sind mit den Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen neben allen aktivierungspflichtigen Einzelkosten auch Gemeinkosten in Form eines angemessenen Zuschlags auf die Einzelkosten. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden aktiviert. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Die geleisteten Anzahlungen werden zu Nennwerten angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten bzw. Anschaffungskosten oder dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert bilanziert. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,0 % der nicht einzelwertberichtigten Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, welche Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Die Steuerrückstellungen sowie die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle das abgelaufene Geschäftsjahr betreffenden ungewissen Verpflichtungen, soweit sie bei der Bilanzaufstellung erkennbar waren. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erwarteten Erfüllungsbetrags angesetzt.

Die Mitarbeiter der Cluster Reply GmbH erhalten in Abhängigkeit von der geleisteten Dienstzeit Jubiläumszuwendungen. Die Gesamtverpflichtung wurde unter Zugrundelegung eines Zinsfußes von 1,74% (Vorjahr: 1,44 %) zum 31. Dezember 2023 ermittelt.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechent worden. Bei der Restlauf von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

III. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist als Anlage zum Anhang dargestellt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und die sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betragen TEUR 5.967 (Vorjahr: TEUR 9.546). Davon entfallen TEUR 2.379 (Vorjahr: TEUR 3.324) auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und TEUR 3.588 (Vorjahr: TEUR 6.222) auf sonstige Forderungen. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten mit TEUR 4.726 (Vorjahr: TEUR 7.704) Forderungen gegenüber der Gesellschafterin Reply Deutschland SE. Davon entfallen TEUR 1.158 (Vorjahr: TEUR 2.254) auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, TEUR 3.519 (Vorjahr: TEUR 5.437) auf die Forderungen aus dem Cash Pool-Guthaben und TEUR 49 (Vorjahr: TEUR 13) auf sonstige Forderungen.

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft in Höhe von TEUR 25 wurde vollständig eingezahlt.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen mit TEUR 1.595 (Vorjahr: TEUR 741) Rückstellungen für Personalkosten einschließlich Nebenkosten und mit TEUR 1.700 (Vorjahr: TEUR 615) Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen.

Von den erhaltenen Anzahlungen entfallen TEUR 5.127 (Vorjahr TEUR 4) auf die Gesellschafterin Reply Deutschland SE.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen TEUR 5.584 (Vorjahr: TEUR 7.585) und enthalten mit TEUR 2.713 (Vorjahr: TEUR 3.333) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und mit TEUR 2.871 (Vorjahr: TEUR 4.252) sonstige Verbindlichkeiten. Die darin enthaltenen Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Reply Deutschland SE betragen TEUR 3.052 (Vorjahr: 4.212). Davon entfallen mit TEUR 2.609 (Vorjahr: TEUR 3.887) auf Verbindlichkeiten aus dem Gewinnabführungsvertrag mit der Gesellschafterin, mit TEUR 241 (Vorjahr: TEUR 0) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und mit TEUR 202 (Vorjahr: TEUR 325) auf sonstige Verbindlichkeiten.

Die Verbindlichkeiten haben analog dem Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte besicherte Verbindlichkeiten bestehen wie im Vorjahr nicht.

IV. Sonstige Angaben

Anzahl Mitarbeiter

Der durchschnittliche Personalbestand (ohne Geschäftsführer und Auszubildende) im Jahr 2023 betrug 107 angestellte Mitarbeiter (Vorjahr: 94) welche ausschließlich im Consulting tätig sind.

Geschäftsführer

Zu Geschäftsführern waren während des Geschäftsjahres bestellt:

Martin Bauer Geschäftsführer
Kai Uwe Ernst Netzwerk-Partner der Reply Deutschland SE
Dr. Thomas Hartmann Vorstand der Reply Deutschland SE

Bezüglich der Angaben der Bezüge der Geschäftsführer und ehemaligen Organmitglieder wird von der Befreiungsvorschrift gem. § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Konzernzugehörigkeit

Die Cluster Reply GmbH ist eine 100%-ige Tochter der Reply Deutschland SE, Gütersloh, die wiederum eine 100%-ige Tochter der Reply S.p.A., Turin, Italien, ist. Der Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen wird von der Reply S.p.A., Turin, Italien, aufgestellt. Dieser wird veröffentlicht und sowohl im Registro delle Imprese di Torino unter der Nummer 97579210011, Partita 08013390011 hinterlegt, als auch im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.

Der Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen wird von der Iceberg s.r.l., Turin, Italien, aufgestellt. Dieser wird im Registro delle Imprese di Torino unter der Nummer 07011510018 hinterlegt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus PKW Leasingverträgen sowie Mietverträgen bestehen folgende finanzielle Verpflichtungen:

Restlaufzeit TEUR
Bis zu einem Jahr 483
Zwischen 1 bis 5 Jahren 251
Gesamt 734

Darin enthalten sind die nachfolgend aufgeführten finanziellen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen:

Restlaufzeit TEUR
Bis zu einem Jahr 208
Zwischen 1 und 5 Jahren 0

Eine Anmietung der entsprechenden Vermögensgegenstände erfolgt zur Vermeidung der Kapitalbindung. Aus den Leasingverträgen entstehen keine wesentlichen Risiken. Der Vorteil aus den Leasingverträgen ist eine erhöhte Flexibilität im Vergleich zu einem Kauf und der Entfall späterer Verwertungsrisiken nach Ende der Nutzungsdauer.

Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen

Im Geschäftsjahr wurden keine Geschäfte mit nahestehenden Personen oder Unternehmen zu marktunüblichen Konditionen durchgeführt.

Außerbilanzielle Geschäfte

Abgesehen von den unter den sonstigen finanziellen Verpflichtungen bereits angegebenen außerbilanziellen Geschäften, die nach § 285 Nr. 3 HGB berichtspflichtig wären, bestehen keine weiteren.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Auf die Angabe des für das Geschäftsjahr berechneten Honorars des Abschlussprüfers wird verzichtet, da es sich um eine mittelgroße Gesellschaft handelt.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

Aktuell dominiert der Krieg in der Ukraine alles. Die wirtschaftlichen Folgen des Kriges sowie aus den Sanktionen gegenüber Russland sind nur schwer abschätzbar. Wir gehen derzeit davon aus, dass sich die negativen Auswirkungen auf unsere Geschäftsentwicklung in Grenzen halten.

 

München, 27. März 2024

Cluster Reply GmbH

- Geschäftsführung -

Martin Bauer

Kai Uwe Ernst

Dr. Thomas Hartmann

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31.12.2023

Anschaffungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbl. Schutzrechte und ähnliche Rechne und Werte 127.362,31 0,00 0,00 127.362,31
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 312.124,55 39.566,34 4.735,00 346.955,89
439.486,86 39.566,34 4.735,00 474.318,20
kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbl. Schutzrechte und ähnliche Rechne und Werte 92.804,31 26.773,00 0,00 119.577,31
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 146.572,55 85.298,34 4.167,00 227.703,89
239.376,86 112.071,34 4.167,00 347.281,20
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbl. Schutzrechte und ähnliche Rechne und Werte 7.785,00 34.558,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 119.252,00 165.552,00
127.037,00 200.110,00

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Cluster Reply GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Cluster Reply GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Cluster Reply GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grund- haltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungs- nachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ver- mögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung fest- stellen.

 

Bielefeld, den 11. November 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Volker Voelcker, Wirtschaftsprüfer

ppa. Moritz Plate, Wirtschaftsprüfer

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 22. November 2024.

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