Master Data

Registry
Register court München HRB 114640
Registered
11/19/1996
Industry
Computer consultancy activitiesEngineering activities for technical building equipmentAgents involved in the sale of office machinery, computers, peripheral equipment and software
Purpose
Handel, Planung, Engineering, Bau, Betrieb und Unterhalt von Datenerfassungs- und Verarbeitungsgeräten, Handel mit Software sowie Kauf und Verkauf von Technologien und Lizenzen auf dem Gebiet der Datenerfassung und der Datenverarbeitung.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Caroline Elsner
since 9/29/2023
Procura
Sabine Kübrich-Mandl
since 9/29/2023
Procura
Ulrich Kastner-Jung
since 8/6/2020
Managing Director
Walter Elsner
since 10/30/2001
Managing Director

Beneficial Owners
Beta

Identified persons (3)

NameOwnership
40.00%
Dr. A***** S*************
15.00%

Unresolved chains (2)

NameOwnership
PCS Systemtechnik GmbHSelf-held cycle
30.00%

Shareholders
Beta

5 shareholders

GmbH structure

4 of 5 shown

Name
Location
Amount
Share
Walter Elsner
Feldkirchen-Westerham
€200,000
40.00%
PCS Systemtechnik GmbH
Germany
€150,000
30.00%
D** A***** S*************
€75,000
15.00%
Erbengemeinschaft: Vivien Esther Riener Agathe Ursula Riener Vincent Maxentius Riener Emilie Pauline Riener
Germany
€50,000
10.00%

Holdings
Beta

NameOwnership
30.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

PCS Systemtechnik GmbH

München

Jahresabschluss zum 30. Juni 2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/23

PCS SYSTEMTECHNIK GMBH, MÜNCHEN

A. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die PCS Systemtechnik GmbH (kurz: PCS) ist ein führender deutscher Hersteller von Hard- und Software für die Bereiche Gebäudesicherheit und Zeiterfassung. PCS bietet mit den innovativen Produktfamilien INTUS, DEXICON und DEXIOS professionelle Lösungen für alle Branchen und Unternehmensgrößen. Darüber hinaus unterstützt die PCS ihre Kunden mit verschiedenen Dienstleistungen in den Bereichen Projektplanung und -realisierung sowie Wartung und Support.

Die Partner der PCS sind spezialisierte Software- und Systemhäuser, die professionelle Lösungen aus allen Bereichen der Zeitwirtschaft und Sicherheitstechnik anbieten. Die Kunden der PCS stammen aus den Branchen Industrie, Banken, Versicherungen, Handel, Dienstleistung und öffentliche Auftraggeber. Sie schätzen dabei die Softwareunabhängigkeit der PCS-Hardware - ein guter Schutz der getätigten Investition.

Bis heute sind ca. 390.000 INTUS-Geräte in Europa mit den Standardlösungen der PCS bzw. ihrer Softwarehaus- und Lösungspartnern installiert worden. Für Kunden der SAP bietet PCS als zertifizierter Softwarepartner erfolgreiche Datenerfassungs- und Sicherheitslösungen aus einer Hand.

2. Forschung & Entwicklung

Die Aufwendungen für Entwicklungstätigkeiten sind gegenüber dem Vorjahr (EUR 2,7 Mio.) mit einem Wert von EUR 2,6 Mio. nahezu unverändert.

Neben kontinuierlichen Verbesserungen, fortlaufender Modernisierung und dem konsequenten Ausbau des Funktionsumfangs vorhandener Produkte, arbeitet die PCS intensiv an der Entwicklung von Cloud- und Web-Technologie basierten Produkten.

Im Fokus stehen dabei

verständliche, situationsangepasste wie auch zielgruppenorientierte Bedienkonzepte mit WorkFlow-Eigenschaften;

modulare Produktarchitekturen für skalierbare, flexible und automatisierbare Betriebssituationen (z.B. SaaS oder DevSecOps) und für lifecycle-fähige und bedarfsgerechte Preis-, Abrechnungs- und Lizenzmodelle (z.B. Subscription oder Pay-Per-Use);

anpassungsfähige und nachhaltige Interoperationsfähigkeiten mit offenen API-Schnittstellen;

technischen Migrationstools mit hohem Automatisierungsgrad, um die wirtschaftlich optimalen Wechsel zwischen Bestandssystemen und den neuen cloudbasierten Systemen herzustellen.

Dazu wurden die Entwicklungspipelines neu ausgerichtet, um den digitalen Anforderungen effizient und substanziell genügen zu können (z.B. automatisierter "Build & Test" von containerbasierten Releases oder DevOps/GitOps für Kubernates Cluster). Auch ist die proaktive Einbindung einer Vielzahl an Product- Cybersecurity-Maßnahmen (z.B. SAST, SCA, SBOM, Cyber Incident Response Prozess, Pentest, OWASP SAMM) erfolgt.

Mit konsequentem Blick auf genau diese digitalen Vorteile und Verfahren wurde bereits die Lösung DEXIOS entwickelt: Eine neue webbasierte Software für Gebäudesicherheit und Besucherverwaltung. DEXIOS ist Mitte 2023 über eine Pilotphase erfolgreich an den Markt gebracht worden und wird nun mit den laufenden Feedbacks agil weiterentwickelt.

Mit dem gleichen Modernisierungsfokus wird unter Hochtouren eine neue cloud- und webfähige Middleware Plattform entwickelt. Sie wird derzeit mit den größten Partnern der PCS eng abgestimmt und voraussichtlich 2024 am Markt eingeführt.

Ziel bei allen Entwicklungsentscheidungen ist, dass die Kunden und Partner der PCS wie bisher Produkte mit einer hohen Investitionssicherheit und basierend auf dem neuesten Stand der Technologie beziehen können. Das bedeutet auch, dass die PCS bei der Weiterentwicklung in Richtung Cloud- und Webtechnologie auf bestmögliche und wirtschaftlich tragfähige Migrationen achtet, diese aktiv gestaltet und den Übergang kundenattraktiv und nachhaltig anbieten möchte. Dieser Technologiesprung soll zukünftig durch das Angebot attraktiver, innovativer Dienstleistungen, wie z.B. Smart Managed Services, abgerundet werden.

Der konsequente Ausbau der PCS-Produktpalette in Richtung Cloud- und Webtechnologie trägt bereits die ersten Früchte. Allerdings werden in den kommenden Jahren noch hohe Investitionen nötig sein, bis alle Entwicklungsziele erfolgreich umgesetzt worden sind.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Entwicklung der deutschen Wirtschaft im Kalenderjahr 2022 wurde maßgeblich durch den Krieg in der Ukraine und den damit einhergehenden, massiven Preissteigerungen für Energie und Nahrungsmittel und Lieferkettenengpässen beeinflusst. Trotz dieser ungünstigen Rahmenbedingungen wuchs das Bruttoinlandsprodukt jedoch preisbereinigt um 1,9 %, auch wenn die wirtschaftliche Dynamik im vierten Kalenderquartal, nicht zuletzt aufgrund der Erhöhung der Leitzinsen durch die Zentralbanken, deutlich nachgelassen hat (Quelle: Jahreswirtschaftsbericht 2023 des BMWK).

Dieser Trend setzte sich auch im ersten Halbjahr 2023 zunächst fort. Die Belastungen aus hohen Inflationsraten, einer generellen konjunkturellen Schwäche der Weltwirtschaft sowie schwieriger Finanzierungsbedingungen verhindern eine schnelle konjunkturelle Erholung.

Der Umsatz im Markt für elektronische Sicherheitstechnik in Deutschland ist im Kalenderjahr 2022 um 5,2 % auf EUR 5,2 Mrd. gestiegen. Die höchste Wachstumsrate konnte dabei im Segment der Zutrittsmanagement Systeme (+8,1 %) erzielt werden. Die digitale Transformation in der Sicherheitstechnik bleibt dabei der marktbestimmende Trend in der Branche. (Quelle BHE Bundesverband Sicherheitstechnik e.V.).

2. Geschäftsverlauf des Unternehmens und finanzielle Leistungsindikatoren

Die PCS steuert das Unternehmen über die Leistungsindikatoren "Umsatz" und "Ergebnis vor Steuern". Auf diese finanziellen Leistungsindikatoren wird nachfolgend Bezug genommen:

Die PCS blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Sowohl der Umsatz (+8 %) als auch das Ergebnis vor Steuern (+26 %) konnten im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert werden. Diese positive Entwicklung wird zusätzlich gestärkt durch einen weiter steigenden Auftragseingang und einem daraus resultierenden gestiegenen Auftragsbestand. Durch einen gezielten Aufbau des Lagerbestands bei kritischen elektronischen Bauteilen konnten Engpässe vermieden und kurze Lieferzeiten für die Kunden der PCS jederzeit gewährleistet werden. Dies stellte sich als vorteilhaft im Verlauf des Geschäftsjahres heraus. Auch weiterhin beruht das PCS Geschäft stabil auf zwei Säulen: Die langjährigen Geschäftsbeziehungen zu den PCS Partnern und den PCS Endkunden konnten auch im vergangenen Geschäftsjahr mehr als erfolgreich bestätigt und ausgebaut werden.

Ein wichtiger Meilenstein wurde durch die Vorstellung der neuen Softwareplattform DEXIOS auf der Messe "SicherheitsExpo" Ende Juni 2023 in München erreicht. DEXIOS, eine webbasierte, modulare Lösung für Gebäudesicherheit und Besucherverwaltung, befindet sich aktuell in einer Pilotphase mit ausgewählten Kunden der PCS.

3. Lage der PCS Systemtechnik GmbH

3.1. Ertragslage

Umsatzerlöse:

Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr (EUR 22,0 Mio.) um 8 % auf einen Betrag von EUR 23,7 Mio. gestiegen.

Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit liegt in Deutschland. Dieser Markt trägt mit 88 % (Vorjahr: 90 %) zum Gesamtumsatz bei. Bezogen auf den deutschsprachigen Raum (DACH-Region) ist der Umsatzanteil mit 96 % gegenüber dem Vorjahr konstant geblieben.

Im Geschäftssegment "Zeiterfassung" haben sich die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr mit +23 % zum Gesamtumsatz entwickelt. Auch im Dienstleistungssegment (Beratung und Support sowie Wartung) konnte ein deutliches Umsatzwachstum (+12 % gegenüber dem Vorjahr) erzielt werden. Das Geschäftssegment "Zutrittskontrolle" trug mit +5 % gegenüber dem Vorjahr zu dem insgesamt sehr erfreulichen Umsatzwachstum bei.

Ergebnis vor Steuern:

Das Ergebnis vor Steuern hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 26 % auf einen Betrag in Höhe von EUR 1,2 Mio. verbessert. Folgende, wesentliche Posten trugen zu dieser Entwicklung bei:

Übrige GuV-Positionen:

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um 44 % auf einen Betrag von EUR 0,6 Mio. gestiegen. Ursächlich hierfür ist die Verrechnung von Entwicklungsleistungen an ein Beteiligungsunternehmen.

Der Materialaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um 10 % auf einen Betrag von EUR 8,3 Mio. erhöht, die Materialquote (Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung) ist mit 35 % gegenüber dem Vorjahr (34 %) jedoch nahezu unverändert. Dabei sind die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen mit +16 % überproportional zum Umsatzwachstum gestiegen. Verantwortlich hierfür ist zum einen der allgemeine Anstieg der Einkaufspreise, zum anderen ein etwas höherer Anteil an Zukaufteilen von Produkt- und Lösungspartnern der PCS. Im Gegensatz dazu wurden die Aufwendungen für bezogene Leistungen um 11 % reduziert. Dies betraf vor allem externe Fachkräfte für die Entwicklung.

Der Personalaufwand ist um 11 % und damit leicht überproportional zum Umsatz auf einen Betrag von EUR 12,1 Mio. gestiegen. Neben der Erhöhung der Mitarbeiterzahl sind Sondereffekte für diese Entwicklung verantwortlich, vor allem die Gewährung einer steuer- und sozialversicherungsfreien Inflationsausgleichsprämie an die Mitarbeiter der PCS. Die Personalquote (Personalaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung) ist jedoch mit 51 % gegenüber dem Vorjahr (50 %) stabil geblieben.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um 14 % auf einen Betrag von EUR 2,6 Mio. erhöht. Grund für diese Entwicklung war zum einen eine deutliche Erhöhung der Reisekosten, was der verstärkten Reisetätigkeit nach Abklingen der Corona-Pandemie geschuldet ist. Zum anderen sind die externen Kosten für Personalbeschaffung und Weiterbildungsmaßnahmen signifikant gestiegen.

Das Finanzergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr (EUR 0,5 Mio.) deutlich auf einen Betrag von EUR 0,1 Mio. reduziert. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Stabilisierung der Wertpapiermärkte im Vergleich zum Vorjahr und dem damit deutlich verringerten Abschreibungsbedarf auf das Anlageportfolio der PCS.

3.2. Vermögens- und Finanzlage

Das Anlagevermögen der PCS hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 86 % auf einen Betrag von EUR 1,3 Mio. erhöht. Grund hierfür ist die Beteiligung der PCS an einem Joint Venture Unternehmen zur Entwicklung der Software DEXIOS (vgl. unter 2. Geschäftsverlauf des Unternehmens).

Das Umlaufvermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert, der Gesamtwert beträgt EUR 14,7 Mio. und damit -1 % gegenüber dem Vorjahr. Innerhalb dieser Bilanzposition haben sich folgende, wesentliche Änderungen ergeben:

Das Vorratsvermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um 28 % auf einen Betrag von EUR 4,2 Mio. gestiegen. Damit reagiert die PCS auf die nach wie vor gestörten Lieferketten, vor allem bei kritischen elektronischen Bauteilen, und die allgemeine Unsicherheit hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung. Oberstes Ziel ist es, auch in diesen herausfordernden Zeiten die Lieferfähigkeit jederzeit zu gewährleisten.

Die Kapitalbindung im Lagerbestand wirkt sich auch im Bestand an liquiden Mitteln aus. Die Bankguthaben haben sich im Vergleich zum Vorjahr um -32 % auf EUR 3,4 Mio. reduziert. Die Gesellschaft verfügt jedoch, unverändert zu den Vorjahren, über ausreichende Finanzmittel, um ihren finanziellen Verpflichtungen vollumfänglich und jederzeit nachkommen zu können. Dazu trägt auch ein Bestand an kurzfristig liquidierbaren Wertpapieren bei, der mit einem Betrag von EUR 4,1 Mio. nahezu unverändert zum Vorjahr (-1 %) ist.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind um 21 % auf einen Betrag von EUR 3,0 Mio. gestiegen. Wesentlich für diese Entwicklung ist die deutliche Zunahme der Ertragsteuer- Vorauszahlungen, während sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem Vorjahr kaum verändert haben.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten haben sich gegenüber dem Vorjahr um 32 % auf einen Wert von EUR 0,3 Mio. erhöht. Unter diesem Bilanzposten werden im Wesentlichen Vorauszahlungen für Versicherungen, Softwaremiete und -wartung sowie Teilnahmegebühren für Messen aufgeführt.

Das Eigenkapital der Gesellschaft ist im Berichtsjahr aufgrund des sehr guten Jahresergebnisses auf EUR 10,3 Mio. (Vorjahr: EUR 9,6 Mio.) angestiegen. Dadurch hat sich die EK-Quote um 3 % auf 63 % verbessert.

Die Gesamtrückstellungen haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert und betragen EUR 4,4 Mio.

Die Verbindlichkeiten haben sich um 29 % auf einen Betrag von EUR 0,8 Mio. reduziert. Ursächlich hierfür ist die Restzahlung einer Verbindlichkeit für den Erwerb eigener Anteile aus dem Geschäftsjahr 2019/2020.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind im Vergleich zum Vorjahr um 6 % auf einen Wert von EUR 0,8 Mio. gestiegen. Unter dieser Bilanzposition werden die Erträge aus Wartungsverträgen abgegrenzt.

3.3. Mitarbeiterentwicklung

Die Zahl der Mitarbeiter ist im Berichtsjahr um 11 gestiegen und beträgt zum Ende des Geschäftsjahres 156 Personen, wovon 28 Personen in der Geschäftsstelle in Essen beschäftigt sind.

C. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht

1. Chancenbericht

Die Digitalisierung und Vernetzung in der Sicherheitstechnik sowie deren Integration in die Gebäudetechnik wird in den kommenden Jahren ein wesentlicher Treiber für das Marktwachstum in der Branche sein. Dazu kommen branchen- und sektorenspezifische Sicherheitsanforderungen, wie z.B. der Schutz kritischer Infrastrukturen, der Sicherheitsstandard TISAX für die Automobilbranche oder die Anforderungen hinsichtlich der sicheren Versendung von Luftfracht ("Bekannter Versender"). Dies spricht aus Sicht der PCS für einen stabilen Absatzmarkt für das Geschäftssegment Zutrittskontrolle. Aber auch im Geschäftssegment der Zeiterfassung bestehen Marktpotentiale. Ein Beispiel hierfür ist ein EuGH-Urteil zur Zeiterfassung aus dem Jahr 2019, dessen Umsetzung in nationales Recht auch durch das Bundesarbeitsgericht im Jahr 2022 angemahnt worden ist. Schließlich wird auch der generell gestiegene Druck in Richtung Digitalisierung und Rationalisierung in allen Bereichen der Industrie, der Verwaltung und des Handels aus Sicht der PCS hoch bleiben. Ein wachsendes Interesse an innovativen Dienstleistungen, beispielsweise für die externe Betreuung bzw. Betrieb von Lösungen zur Zeiterfassung und Zutrittskontrolle (sog. Smart Managed Services), ist bereits heute spürbar.

Die PCS stellt sich auf diese erweiterten Kundenanforderungen durch ein marktattraktives Produkt- und Dienstleistungsangebot ein. Dazu gehören auch die organisatorischen Erweiterungen und die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung des PCS Teams und das Gewinnen von zusätzlichen, qualifizierten Talenten.

2. Risikobericht

Die PCS ist in ihrer Geschäftstätigkeit unternehmerischen Risiken ausgesetzt. Nachfolgend werden die als wesentlich erachteten, strukturellen Risiken und deren Einfluss auf die Geschäftstätigkeit und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im abgelaufenen Geschäftsjahr und den Prognosezeitraum beschrieben:

Schwankungen in der Ertragslage / Ausfallrisiken:

Die PCS verfügt über eine breite Kundenbasis und ein weit verzweigtes Partnernetzwerk. Es bestehen keine Abhängigkeiten zu wenigen großen Kunden oder Partnern. So beträgt der Anteil der Top 10 Kunden am Gesamtumsatz 15 %, der Anteil der Top 10 Partner liegt bei 27 %. Durch diese gute Diversifizierung ist das Risiko gering, dass das Wegbrechen einzelner Geschäftspartner zu signifikanten Umsatzschwankungen führt. Es bestehen nur leichte saisonale Schwankungen, die jedoch keine wesentliche Auswirkung auf die Ertragslage haben.

Aufgrund der Kundenstruktur der PCS können Ausfallrisiken nicht ausgeschlossen werden. Die PCS sichert diese Risiken über eine Warenkreditversicherung ab, so dass Wertberichtigungen nur in einem vernachlässigbaren Umfang vorgenommen werden müssen.

Finanzwirtschaftliche Risiken:

Finanzwirtschaftliche Risiken in Hinblick auf die Bereitstellung einer ausreichenden Liquidität bestehen derzeit aufgrund des hohen Bestands an Finanzmitteln nicht. Die PCS finanziert sich ausschließlich aus dem operativen Geschäft und ist aktuell nicht auf die Zuführung externer Finanzmittel, z.B. in Form von Bankkrediten, angewiesen. Währungsrisiken bestehen nicht, die PCS fakturiert ausschließlich in Euro.

Personalrisiken:

Gute und motivierte Mitarbeiter sind aus Sicht der PCS ein Schlüssel für den nachhaltigen Erfolg des Unternehmens. Die angespannte Situation an den Arbeitsmärkten, speziell am Standort München, macht es jedoch zunehmend schwerer, geeignete Mitarbeiter zu finden. Die PCS begegnet diesem Risiko durch ein professionelles Recruiting, durch attraktive Vergütungspakete, die auch variable und leistungsabhängige Komponenten beinhalten, sowie durch eine wertschätzende Unternehmenskultur, die den Mitarbeitern viele Gestaltungsfreiräume, flache Hierarchien und die frühzeitige Übernahme von Verantwortung bietet.

Preis- und Erfüllungsrisiken:

Die Preise für Gesamtlösungen im Projektgeschäft stehen seit Jahren unter Druck. Die PCS hat daher in den letzten Jahren kleinere und günstigere Hardwareprodukte entwickelt und dem Markt zur Verfügung gestellt. Durch die preisgünstigere Hardware ist zwar der Erlös pro Gerät in den letzten Jahren rückläufig. Die PCS konnte dies jedoch durch eine höhere Anzahl an Projekten, sowohl mit den Partnern als auch im Direktgeschäft, kompensieren. Im Bereich der Softwareprodukte sollen auf Sicht innovative Abrechnungsmodelle (z.B. Softwaremiete oder Pay-per-Use) etabliert werden, um den Kunden der PCS attraktive Alternativen zu den klassischen Lizenzmodellen anbieten zu können.

Auf der Beschaffungsseite sind die Auswirkungen der massiven Inflation infolge des Ukraine-Krieges spürbar. Die PCS begegnet diesem Risiko vor allem durch den Einkauf größerer Losgrößen, zum einen um eine bessere Verhandlungsposition zu erlangen, zum anderen um dynamische Preisanpassungen zu umgehen. Durch diese Vorgehensweise wird auch die Lieferfähigkeit an die Kunden und Partner der PCS gewährleistet.

Organisationsrisiken:

Organisationsrisiken bestehen vor allem im Bereich der internen IT. Die Cybersicherheit ist deshalb Gegenstand einer Vielzahl von Maßnahmen zur Sicherung des Netzwerks und der Unternehmensdaten in der PCS. Dazu gehören eine Reihe von Schutzsystemen wie Firewalls, Virenscans etc., aber auch Disaster Recovery Pläne und eine intensive Aufklärung und Schulung der Mitarbeiter.

3. Prognosebericht

Der Krieg in der Ukraine und dessen wirtschaftliche Folgen, die schwache Entwicklung der Weltwirtschaft sowie die anhaltend hohen Energiepreise und Inflationsraten belasten die wirtschaftliche Entwicklung der deutschen Wirtschaft. So geht die Bundesregierung für das Kalenderjahr 2023 von einer Erhöhung des BIP von 0,2 % aus (Quelle: Jahreswirtschaftsbericht 2023 des BMWK). Sogar eine Rezession in Deutschland wird aktuell nicht mehr ausgeschlossen, so geht das ifo Institut mittlerweile von einem Rückgang des BIP um -0,4 % aus (Quelle: ifo Konjunkturprognose Sommer 2023).

Die PCS konnte sich in den vergangenen Jahren trotz Corona-Pandemie und schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gut am Markt behaupten. Aufgrund des wirtschaftlichen Erfolgs des Unternehmens und moderner Arbeitsformen, wie z.B. Mobile Work, konnten die Mitarbeiter und das Knowhow im Unternehmen gehalten werden, so dass die PCS gut für die kommenden konjunkturellen Herausforderungen aufgestellt ist. Die PCS geht weiterhin davon aus, mit ihrem breiten und modern ausgerichtetem Produkt- und Dienstleistungsspektrum auch in diesen schwierigen Zeiten und einem starken Wettbewerb gut bestehen zu können.

Für das kommende Geschäftsjahr geht die PCS von einem leichten Umsatzwachstum aus. Der konsequente Ausbau der PCS-Produktpalette in Richtung Cloud- und Webtechnologie und die damit verbundenen Investitionen, höhere Beschaffungspreise und die Notwendigkeit von Gehaltsanpassungen zur Kompensation der hohen Inflationsraten werden jedoch das Ergebnis stärker belasten als in den Vorjahren. Die PCS geht deshalb davon aus, dass das Vorjahresniveau im Ergebnis vor Steuern nur in einem optimistischen Umsatzszenario erreicht werden kann.

 

München, 26. August 2023

Die Geschäftsführung

BILANZ ZUM 30. JUNI 2023

PCS SYSTEMTECHNIK GMBH, MÜNCHEN

AKTIVA

30.6.2023
EUR
30.6.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 1.301.898,52 699.026,98
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 47.443,04 39.773,92
II. Sachanlagen 519.383,79 504.681,37
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 519.383,79 410.181,37
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 94.500,00
III. Finanzanlagen 735.071,69 154.571,69
Beteiligungen 735.071,69 154.571,69
B. UMLAUFVERMÖGEN 14.688.878,59 14.887.869,97
I. Vorräte 4.208.434,41 3.292.708,15
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.956.453,69 2.466.163,25
III. Wertpapiere 4.127.595,94 4.153.928,82
IV. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 3.396.394,55 4.975.069,75
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 276.990,47 210.636,90
16.267.767,58 15.797.533,85

PASSIVA

30.6.2023
EUR
30.6.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 10.339.431,80 9.553.319,18
I. Gezeichnetes Kapital 400.000,00 400.000,00
II. Gewinnrücklagen 519.814,17 485.814,17
III. Gewinnvortrag 8.497.505,01 8.098.038,95
IV. Jahresüberschuss 922.112,62 569.466,06
B. RÜCKSTELLUNGEN 4.371.218,26 4.366.062,70
C. VERBINDLICHKEITEN 784.020,80 1.150.195,12
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 773.096,72 727.956,85
16.267.767,58 15.797.533,85

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/23

2022/23
EUR
2021/22
EUR
1. Rohergebnis 16.186.545,33 14.827.347,24
2. Personalaufwand -12.087.656,74 -10.898.815,43
a) Löhne und Gehälter -10.253.238,28 -9.249.503,02
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.834.418,46 -1.649.312,41
- davon für Altersversorgung: EUR 19.862,48 (Vorjahr: EUR 18.219,87)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -212.870,84 -196.285,33
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.642.544,40 -2.321.743,64
5. Erträge aus Beteiligungen 40.723,70 30.951,80
6. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,00 363,54
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 55.651,93 36.046,21
- davon Erträge aus Abzinsung: EUR 26.682,70 (Vorjahr: EUR 1.568,51)
8. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -75.732,52 -442.314,43
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -94.968,02 -110.348,13
- davon Aufwand aus Aufzinsung: EUR 94.543,46 (Vorjahr: EUR 109.948,51)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -236.057,82 -347.093,77
11. Ergebnis nach Steuern 933.090,62 578.108,06
12. Sonstige Steuern -10.978,00 -8.642,00
13. Jahresüberschuss 922.112,62 569.466,06

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/23

PCS SYSTEMTECHNIK GMBH, MÜNCHEN

A. Allgemeine Angaben und Erläuterungen

Die PCS Systemtechnik GmbH hat ihren Sitz in München und ist beim Amtsgericht München im Handelsregister, Abteilung B, unter der Nr. 114640 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches ("HGB") und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes erstellt. Dabei werden die größenabhängigen Erleichterungen des §288 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen.

Das Geschäftsjahr 2022/2023 umfasst den Zeitraum 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

1. Aktiva

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten (§ 255 Abs. 1 HGB) aktiviert. Immaterielle Vermögensgegenstände werden linear über drei Jahre abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen für Sachanlagen werden nach der linearen Methode mit Nutzungsdauern zwischen 3 und 13 Jahren bemessen.

Bei den Finanzanlagen werden die Beteiligungen zu Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zu einem niedrigeren beizulegenden Wert. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet. Sie umfassen die nach § 255 Abs. 2 Sätze 2 und 3 HGB aktivierungspflichtigen Einzelkosten und angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und des Wertverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, sowie angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten bzw. dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert bilanziert. Allen erkennbaren Risiken ist durch angemessene Abwertungen Rechnung getragen.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten oder zu dem am Bilanzstichtag niedrigeren Börsen- oder Marktwert bewertet.

Die liquiden Mittel werden zum Nennbetrag bewertet.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Auszahlungen vor dem Bilanzstichtag, die als Aufwand dem zukünftigen Geschäftsjahr zuzurechnen sind.

2. Passiva

Das Eigenkapital wird mit dem Nennbetrag bewertet.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Berechnungen unter Zugrundelegung eines durchschnittlichen Zinssatzes der letzten 10 Geschäftsjahre von 1,80 % (Vorjahr: 1,78 % - vgl. § 253 Abs. 2 HGB) und Einsatz der projizierten Einmalbeitragsmethode (Projected Unit Credit Method gem. IAS 19) erfasst. Die "Richttafeln 2018G" (Verlag Heubeck - Richttafeln-GmbH, Köln) fanden Eingang in die Bewertung der Pensionsrückstellungen. Die Dynamik der anrechenbaren Bezüge und Anpassung der laufenden Renten wurde jeweils mit 2,00 % angenommen.

Der Unterschiedsbetrag zu einer Berechnung mit dem durchschnittlichen Zinssatz der letzten 7 Geschäftsjahre von 1,57 % beträgt EUR 49.505 und ist nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrt.

Die Steuerrückstellungen werden in Höhe der voraussichtlichen Steuerbelastung gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken, ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verlusten aus schwebenden Geschäften Rechnung tragen. Der Ansatz erfolgt in Höhe der Beträge, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ggf. unter Berücksichtigung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen zur Erfüllung notwendig sind. Soweit die Restlaufzeit der Rückstellung über einem Jahr liegt, wurde die Rückstellung gemäß § 253 Abs. 2 S. 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten 7 Jahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

C. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022/2023 ist dem diesem Anhang beiliegenden Anlagespiegel zu entnehmen.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen sind Beträge in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 13) und in den sonstigen Vermögensgegenständen sind Beträge in Höhe von TEUR 73 (Vorjahr: TEUR 73) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten.

3. Eigenkapital

Die Gesellschaft besitzt eigene Anteile mit einem Nennwert in Höhe von EUR 100.000.

4. Rückstellungen

Bei den sonstigen Rückstellungen handelt es sich zu 76 % (Vorjahr: 76 %) um Rückstellungen für Gewährleistungen, Resturlaub und Gleitzeitguthaben, Rückbaumaßnahmen, Weihnachtsgeld sowie Provisionen.

5. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig.

6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind TEUR 27 (Vorjahr: TEUR 2) Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen enthalten.

7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 27 (Vorjahr: TEUR 110) enthalten. Zudem entfallen TEUR 67 auf die Anpassung des Erfüllungsbetrages für Rückbauverpflichtungen aufgrund der Verlängerung des Mietvertrages in München.

8. Außerplanmäßige Abschreibungen

Auf Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden Abschreibungen in Höhe von TEUR 76 (Vorjahr: TEUR 442) vorgenommen, die unter Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens ausgewiesen wurden.

D. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse

Angabepflichtige Haftungsverhältnisse gemäß §§ 251 und 268 Abs. 7 HGB bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 3.357 (Vorjahr: TEUR 2.198) aus Miet- und Leasingverträgen setzen sich zusammen aus Verpflichtungen aus den Mietverträgen für die Büroräume in München und der Geschäftsstelle in Essen sowie diversen Leasingverträgen für KFZ und Kopierer. Die Steigerung resultiert im Wesentlichen aus der Verlängerung des Mietvertrages in München.

3. Anzahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres 2022/2023 beschäftigten Mitarbeiter beträgt 156 (Vorjahr: 145), davon 128 Mitarbeiter in München und 28 Mitarbeiter in der Geschäftsstelle in Essen.

Außerdem bildet die PCS gegenwärtig 2 (Vorjahr: 3) Jugendliche aus als Fachinformatiker und IT-System-Elektronikerin.

4. Beteiligungsverhältnisse

Zum 1. Februar 2022 wurde die PD Systems GbR, Hanau, als ein Joint Venture mit der Firma Drakos GmbH, Hanau gegründet. Es handelt sich - mangels einer Unternehmereigenschaft als Kostengemeinschaft, aber mit Gesamthandsvermögen - um eine sonstige Finanzanlage, für die die weiteren Angabepflichten des § 285 Nr. 11 HGB nicht gegenständlich sind.

5. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2022/2023 in Höhe von EUR 922.112,62 auf neue Rechnung vorzutragen.

E. Geschäftsführung

Walter Elsner, Feldkirchen-Westerham, Diplom-Ingenieur

Ulrich Kastner-Jung, Kottgeisering, Diplom-Ingenieur

Matthias Kleemeier, Pliening, Gesamtvertriebsleiter

Von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB hinsichtlich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9a HGB wird Gebrauch gemacht.

 

München, 26. August 2023

Die Geschäftsführung

Walter Elsner

Ulrich Kastner-Jung

Matthias Kleemeier

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jul. 2022
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
30. Jun. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 572.043,31 33.176,45 0,00 2.446,65 602.773,11
II. SACHANLAGEN
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.368.338,68 202.750,19 94.500,00 28.953,34 2.636.635,53
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 94.500,00 0,00 -94.500,00 0,00 0,00
2.462.838,68 202.750,19 0,00 28.953,34 2.636.635,53
III. FINANZANLAGEN
Beteiligungen 154.571,69 580.500,00 0,00 0,00 735.071,69
3.189.453,68 816.426,64 0,00 31.399,99 3.974.480,33
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1. Jul. 2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
30. Jun. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 532.269,39 25.507,33 2.446,65 555.330,07
II. SACHANLAGEN
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.958.157,31 187.363,51 28.269,08 2.117.251,74
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
1.958.157,31 187.363,51 28.269,08 2.117.251,74
III. FINANZANLAGEN
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2.490.426,70 212.870,84 30.715,73 2.672.581,81
NETTOBUCHWERTE
30. Jun. 2023
EUR
30. Jun. 2022
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 47.443,04 39.773,92
II. SACHANLAGEN
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 519.383,79 410.181,37
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 94.500,00
519.383,79 504.681,37
III. FINANZANLAGEN
Beteiligungen 735.071,69 154.571,69
1.301.898,52 699.026,98

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die PCS Systemtechnik GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der PCS Systemtechnik GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PCS Systemtechnik GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichtes geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - fascher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 26. August 2023

DR. KLEEBERG & PARTNER GMBH
WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT
STEUERBERATUNGSGESELLSCHAFT

Dr. Zieglmaier, Wirtschaftsprüfer

Prechtl, Wirtschaftsprüfer

Feststellung Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde in der Gesellschafterversammlung am 26. Oktober 2023 festgestellt.

Ergebnisverwendung:

Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2022/2023, der EUR 922.112,62 beträgt, wird wie folgt verwendet: Insgesamt sollen EUR 240.000,00 für die Gewinnverwendung zur Verfügung gestellt werden. Davon sollen EUR 192.000,00 an die Gesellschafter ausgeschüttet werden.

Der auf die von der Gesellschaft gehaltenen Anteile entfallende Anteil in Höhe von EUR 48.000,00 wird in die Gewinnrücklagen eingestellt. Der verbleibende Jahresüberschuss in Höhe von EUR 682.112,62 soll in den Gewinnvortrag eingestellt werden.

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