Master Data

Registry
Register court Freiburg HRB 727330
Registered
9/7/2022
Industry
Computer consultancy activitiesOther information technology and computer service activitiesOther information service activities
Purpose
Gegenstand geändert; nun: Die Entwicklung, Modifikation und der Vertrieb von Softwareprodukten, sowie die Erbringung von Support-, Hosting- (SaaS) und Beratungsdienstleistungen im Bereich der lnformationstechnologie. Dies umfasst insbesondere die Beratung zur Optimierung von Geschäftsprozessen durch Softwarelösungen sowie den Vertrieb und den Handel von Softwarelösungen und dazugehöriger Peripherie. Die Gesellschaft ist berechtigt, alle Geschäfte durchzuführen, die den Unternehmenszweck unmittelbar oder mittelbar fördern. Sie kann auch Nebengeschäfte eingehen, die dem Hauptzweck dienlich sind.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Managing Director
Niklas Brask
since 1/8/2024
Procura

Beneficial Owners
Beta

0.00% identified100.00% unresolved

Unresolved chains (1)

NameOwnership
Pointsharp International ABSWE
100.00%

Shareholders
Beta

Name
Location
Share
Pointsharp International AB
Sweden
100.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

Pointsharp GmbH

Freiburg im Breisgau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht zum Geschäftsjahr 31. Dezember 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die heutige Pointsharp GmbH ging aus der am 14. Januar 2000 in Handelsregister eingetragenen CONNECT Software AG hervor. Mit Datum zum 4. Februar 2010 wurde die Gesellschaft zur befine Soultions AG umfirmiert und mit Datum zum 17. Mai 2019 erfolgte eine erneute Umfirmierung zur Cryptshare AG. Am 7. September 2022 ging durch einen Rechtsformwechsel aus der Cryptshare AG die heutige Pointsharp GmbH hervor. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgericht Freiburg im Breisgau unter der Registernummer 727330 eingetragen.

Mit Datum zum 23. März 2022 wurden sämtliche Anteile der Gesellschaft durch die Pointsharp International AB mit Sitz in Nacka, Schweden übernommen.

Tätigkeitsschwerpunkt des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb der Standardsoftware "Cryptshare" in verschiedenen Editionen an Zwischenhändler, gewerbliche Endkunden sowie Technologiepartner, sowie der Vertrieb weiterer Produkte der Pointsharp Gruppenunternehmen.

Ausgelagertes Geschäftsfeld seit April 2023 ist der Vertrieb sowie das Betreiben der Produktlösung "Cryptshare.express" als gehosteter Softwareservice für gewerbliche Kleinkunden.

Nebentätigkeiten sind die Erstellung individueller Softwarelösungen für ausgewählte Unternehmenskunden im Rahmen einer Auftragsprogrammierung, die seit dem Herbst 2023 eingestellt wurde, sowie das Erbringen von professionellem Kundenservice, externem Consulting und die Übernahme kleinerer Programmieraufgaben, die im Zusammenhang mit dem Verkauf von Cryptshare stehen.

Die Vertriebsgebiete umfassen im Wesentlichen den deutschsprachigen europäischen Raum und die Beneluxstaaten. Einzelne Kunden konnten auf den wichtigen Märkten in Großbritannien, den Vereinigten Staaten und Kanada gewonnen werden. Durch die sich vertiefende Vertriebskooperation in der Pointsharp Firmengruppe ist eine künftige Erweiterung und Neustrukturierung der Vertriebsgebiete zu erwarten.

Das Geschäftsjahr der Gesellschaft entspricht dem Kalenderjahr, beginnend am 1. Januar und endend am 31. Dezember 2023. Das vorhergehende Geschäftsjahr war ein Rumpfgeschäftsjahr, beginnend am 1. Oktober und endend am 31. Dezember 2022. Diese Umstellung geht auf die Übernahme des Unternehmens durch die schwedische Gesellschaft Pointsharp International AB zurück und diente einer Angleichung der Berichtsstruktur in der Firmengruppe. Die Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen, ist aufgrund des im Vorjahr vorliegenden Rumpfgeschäftsjahres deutlich eingeschränkt.

2. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft tätigt in branchenüblichem Umfang Entwicklungen. Diese betreffen insbesondere die Weiterentwicklungen von Softwareprogrammen und Adaptierung neuer Technologien.

Il. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Im Kalenderjahr 2023 hat die Weltkonjunktur nach einem kräftigen Start zum Beginn des Jahres eine deutliche Verlangsamung ab der zweiten Jahreshälfte erlebt. Die Abschwächung ist nach Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz insbesondere auf eine schwächelnde Industrieproduktion und stark gestiegene Zinsen zurückzuführen. Zudem sind die Effekte der Inflation in fast allen Ländern spürbar. Diese drückt auf das Konsum-und Reinvestitionsverhalten.

Der IWF erwartet, dass das Wachstum des Welthandels von 5,1% im Jahr 2022 auf 0,9% im Jahr 2023 zurückgeht. Der für 2023 erwartet Rückgang spiegelt die Entwicklung der globalen Nachfrage wider, aber auch die Verschiebung ihrer Zusammensetzung hin zu inländischen Dienstleistungen.

Zudem geht der IWF davon aus, dass sich das globale Wachstum auf 3,0% in 2023 im Vergleich zu 3,5% in 2022 abschwächen wird. Der Rückgang wird vor allem auf die nachlassende Erholung nach der Pandemie, den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und die strafferen geldpolitischen und finanziellen Rahmenbedingungen zurückgeführt.

Auch die Deutsche Wirtschaft tritt in 2023 auf der Stelle. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen und Angaben des IFO Instituts um 0,3% niedriger als im Vorjahr. Die Konjunktur ist insbesondere aufgrund der hohen Inflation stark gedämpft, wenn gleich zum Jahresende erstmalig Preisreduktionen beobachtet werden konnten. Auch die Investitionsbereitschaft vieler Unternehmen aufgrund hoher Finanzierungskosten drückt die Nachfrage nach Produkten sowohl im In- als auch Ausland.

2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gemäß dem Branchenreport des Vereins bitkom e.V. werden im laufenden Jahr die Ausgaben für Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik im Vergleich zu 2022 um 2,1 Prozent wachsen und voraussichtlich ein Volumen von 213,2 Milliarden Euro erreichen.

In der Informationstechnik wird für 2023 ein Umsatz von 152,6 Milliarden Euro erwartet - das ist im Vergleich zu 2022 ein Wachstum um 3,0 Prozent. Die Ausgaben für Software werden in diesem Segment mit voraussichtlich 9,6 Prozent auf 41,5 Milliarden Euro das größte Wachstum verzeichnen. Die IT-Hardware bildet mit einem Volumen von 52,6 Milliarden Euro auch im Jahr 2023 (-3,6 Prozent) noch vor den IT-Services den größten Anteil des IT-Markts ab. Die Ausgaben für IT-Services steigen im laufenden Jahr um 5,3 Prozent auf 49,4 Milliarden Euro.

Die Telekommunikation setzt das Wachstum aus dem Vorjahr voraussichtlich fort mit einem Plus von 0,4 Prozent auf 69,6 Milliarden Euro. Für die Teilmärkte der TK-Infrastruktur und der Telekommunikationsdienste wird ein Wachstum von 3,0 bzw. 1,0 Prozent auf 8,2 bzw. 50,0 Milliarden Euro prognostiziert.

Auch für 2024 gehen die Branchenanalysten von bitkome e.V. von einer positiven Entwicklung der IT-Märkte aus. Erwartet wird, dass die Ausgaben für Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik nochmals um 4,4 Prozent wachsen werden und voraussichtlich ein Volumen von 224,3 Milliarden Euro erreichen.

Mit Blick auf den für die Pointsharp GmbH relevantesten Markt, die IT-Sicherheit, gehen die Forschungsinstitute wie das IDC ebenfalls von einem starken Wachstum aus. Insbesondere in Deutschland gehen die Marktforscher davon aus, dass in 2024 soviel in IT -Sicherheit investiert wird, wie noch nie zuvor. Es wird erwartet, dass im Vergleich zu 2023 die Ausgaben um 13,1 Prozent auf rund 10,5 Mrd. Euro steigen werden. Damit wächst der IT-Sicherheitsmarkt hierzulande stärker als im Rest von Europa (plus 12,3 Prozent auf 46,0 Mrd. Euro).

Am stärksten steigen in diesem Jahr nach Angabe und Erwartungen des bitkom e.V. Reports, die Ausgaben für Sicherheits-Software, die um voraussichtlich 16,9 Prozent auf 5,2 Mrd. Euro zulegen werden. Die Ausgaben, so wird erwartet, für Dienstleistungen rund um die IT-Sicherheit sollen ebenfalls stark um 12,0 Prozent auf 4,4 Mrd. Euro wachsen.

3. Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2023 war insbesondere geprägt durch fortschreitende Prozessumstellungen, sowie organisatorischer Integrationsanstrengungen als direkte Folge der Übernahme der Unternehmensanteile durch die Pointsharp International AB. Der weitere Aufbau von Gruppenfunktionen und gruppeninternen Dienstleistungen bis hin zu gruppeneinheitlichen IT-Anwendungen standen im Vordergrund der Aktivitäten.

Die Vergleichbarkeit des aktuellen Geschäftsjahres mit dem 31. Dezember 2022 ist aufgrund des im Vorjahr vorliegenden Rumpfgeschäftsjahres sehr eingeschränkt. Dies gilt im Besonderen für Entwicklungen der Gewinn- und Verlustrechnung.

Das im Vorjahr prognostizierte ausgeglichene Jahresergebnis konnte nicht erreicht werden. Erneut wurde ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 416.621,85 € erzielt, wobei das Ergebnis vor Zinsen und Abschreibungen mit -24.087,85 € nahe des erwarteten ausgeglichenen Jahresergebnisses liegt. Die Zielverfehlung ist vor allem durch weiter gestiegene Personalkosten begründet. Die Steigerungen der Umsatzerlöse konnten die gestiegenen Aufwendungen noch nicht kompensieren. Zudem sind weiterhin Altlasten wie die Abschreibung auf selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände vorhanden. Auch die weitreichende Abgrenzung der Umsatzerlöse über die passive Rechnungsabgrenzung führt zu einer zeitversetzten Ertragsrealisierung.

Hingegen konnte die im Vorjahr prognostizierte mittelstarke Steigerung der Umsatzerlöse im Vergleich zum letzten vollen Geschäftsjahr endend auf den 30. September 2022 erreicht werden. Verglichen mit diesem Abschluss haben sich die Umsatzerlöse von TEUR 5.848 auf TEUR 7.495 im laufenden Geschäftsjahr verbessert.

Die von der Gesellschaft erwarteten Vertriebspotentiale durch Cross Selling sind mit einem Umsatzanteil von Gruppenprodukten von ca. 2,6 % am Gesamtumsatz im Geschäftsjahr 2023 erst zu einem sehr geringen Umfang ausgeschöpft. Dieses Potential beschleunigt zu realisieren wird den Schwerpunkt der organisatorischen Tätigkeiten im Geschäftsjahr 2024 bestimmen.

Insgesamt verzeichnet die Gesellschaft ein gutes und aus Sicht der Geschäftsleitung überwiegend zufriedenstellendes Wachstum.

a) Vermögenslage

Die Vermögenswerte des Unternehmens setzen sich im Wesentlichen aus den folgenden Positionen zusammen:

Aktivierte Entwicklungskosten für Software mit einem Restbuchwert in Höhe von TEUR 519 (Vorjahr TEUR 795; -34,72%). Aufgrund der Eingliederung in den Konzern der Pointsharp International AB kam es hier mit Beginn des Geschäftsjahres 2021/2022 zu einer Durchbrechung des Stetigkeitsgrundsatzes im Bereich der Ansatzmethoden zur Vereinheitlichung der Konzernbilanzierung. Das Aktivierungswahlrecht des § 248 Abs. 2 HGB für selbst geschaffene Software wird seither nicht mehr wahrgenommen. Die aus der Schaffung resultierenden Entwicklungskosten werden seit Beginn des Geschäftsjahres 2021/2022 als Aufwand erfasst. Zudem kam es im Geschäftsjahr 2020/2021 zu einer Bereinigung der Position der selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände. Im Zusammenhang mit der Erstellung des Jahresabschlusses wurde festgestellt, dass in der Vergangenheit auch Forschungskosten aktiviert wurden. Eine Korrektur in laufender Rechnung erfolgte zum 30. September 2021. Wir verweisen an dieser Stelle auch auf unsere Ausführungen im Bereich der Ertragslage. Im Geschäftsjahr 2023 wurde der Restbuchwert ohne weitere Bewertungsänderungen oder Bereinigungsmaßnahmen planmäßig linear abgeschrieben.

Betriebs- und Geschäftsausstattung mit einem Restbuchwert in Höhe von TEUR 313 (Vorjahr TEUR 191; -8,17%). Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Büroausstattungen und Computerhardware. Im Verlauf des Geschäftsjahres wurde in die Modernisierung der IT-Server-und Backupsysteme investiert und es wurden verstärkt Arbeitsplatzrechner modernisiert.

Die Forderungen aus Lieferung und Leistung betragen zum Bilanzstichtag TEUR 882 (Vorjahr TEUR 680; +29,70%). Es bestehen zum Stichtag keine langfristigen Forderungen. Der Forderungsausgleich erfolgt in der Regel binnen 19-25 Tagen. Einzelwertberichtigungen wurden zum Abschlussstichtag vorsorglich i.H.v. TEUR 43 vorgenommen (Vorjahr TEUR 0).

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betragen zum Stichtag TEUR 725 (Vorjahr TEUR 0) und basieren anteilig zu TEUR 500 auf einem Darlehensverhältnis und im Übrigen auf Forderungen aus der internen Kostenverrechnung der Gruppenunternehmen. Auch diese Forderungen sind kurzfristig.

Die sonstigen Vermögensgegenstände umfassen im wesentlichen Vorsteuerforderungen und betragen zum Stichtag TEUR 37 (Vorjahr TEUR 33; +12,12%).

Der Bestand an liquiden Mitteln betrug am Bilanzstichtag TEUR 963 (Vorjahr TEUR 1.052; -8,46%). Der Abfluss an liquiden Mitteln geht auf unsere Investitionen in IT-Server- und Backupsysteme zurück.

Das Eigenkapital der Gesellschaft ist wie im Vorjahr negativ, die Gesellschaft weist einen nicht durch Eigenkapitalgedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 6.776 (Vorjahr TEUR 6.360; +6,54%) aus. Die Kapitalrücklage wurde im Geschäftsjahr 2021/2022 durch einen Debt-Equity-Swap der Pointsharp International AB gestärkt und beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 2.538 (Vorjahr TEUR 2.538; +0,00%).

Das negative Eigenkapital der Gesellschaft resultiert im Wesentlichen aus der handelsrechtlichen Gesetzgebung zum Zeitpunkt der Realisierung der Umsatzerlöse. Mit unseren Kunden werden zur Bereitstellung der Lizenzschlüssel für unsere Softwarelösungen mehrjährige Verträge geschlossen. Der aus dem Vertrag geschuldete Kaufpreis wird in voller Höhe unmittelbar realisiert. Die ertragsmäßige Erfassung der Umsatzerlöse erfolgt hingegen pro rata temporis über die Vertragslaufzeit. Die periodengerechte Abgrenzung der Umsatzerlöse wird über den Posten der passiven Rechnungsabgrenzung vorgenommen. Aufgrund der nur anteiligen Ertragsrealisierung kommt es bei einem bestehenden Fixkostenblock gegenwärtig zu einem negativen Jahresergebnis.

Die sonstigen Rückstellungen zum Jahresende betragen TEUR 229 (Vorjahr TEUR 151; +51,65%). Der Zuwachs resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Urlaubsrückstellungen für Arbeitnehmer, sowie Rückstellungen für externe Honoraransprüche.

Zum Stichtag bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Vorjahr TEUR 0; +0,00%). Die Forderungen der Kreditinstitute gegenüber der Gesellschaft wurden im Geschäftsjahr 2021/2022 durch die Pointsharp GmbH, unter anteiliger Verwendung liquider Mittel der Muttergesellschaft (Pointsharp International AB), vollständig getilgt. Die daraus resultierende Verbindlichkeit gegenüber der Muttergesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2021/2022 durch einen Debt-Equity-Swap zur Stärkung des Eigenkapitals der Gesellschaft in die Kapitalrücklage umgegliedert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Jahresende TEUR 44 (Vorjahr TEUR 67; +34,32%).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen zum Stichtag TEUR 228 (Vorjahr TEUR 0) und resultieren im Wesentlichen aus gruppeninternen Lizenzeinkäufen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 314 (Vorjahr TEUR 202; +55,44%) enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern aus Provisionsansprüchen, die erst im Januar 2024 zur Auszahlung kommen sowie Verbindlichkeiten aus Lohnnebenkosten.

Der Posten der passiven Rechnungsabgrenzung beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 9.739 (Vorjahr TEUR 9.048; +7,63%) und enthält in den wesentlichen Abgrenzungen aus der periodengerechten Umsatzrealisierung.

Die Vermögenslage der Gesellschaft betrachten wir als sehr solide, trotz des hohen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrages, welcher im Wesentlichen aus den oben dargestellten Effekten resultiert. Der Verschuldungsgrad konnte durch die Rückzahlung der Darlehen und den Debt-Equity-Swap im Geschäftsjahr 2021/2022 zunächst stark minimiert werden. Im Geschäftsjahr 2023 ist der Verschuldungsgrad im Wesentlichen bedingt durch die gruppeninternen Lizenzeinkäufe auf gegenwärtig TEUR 586 (Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und sonstige Verbindlichkeiten) im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 270; +117,03%) angestiegen und repräsentiert unverändert nur einen geringen Anteil an Fremdverbindlichkeiten.

b) Finanzlage

Die Gesellschaft verfügt zum Bilanzstichtag über TEUR 963 (Vorjahr TEUR 1.052; -8,46%) an liquiden Mitteln. Die bestehende Kontokorrentlinie bei der Commerzbank AG ist zum Stichtag und auch innerhalb des Berichtzeitraums ungenutzt und stellt lediglich eine Liquiditätsreserve dar.

Durch Ablösung der bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Altgesellschaftern durch die Pointsharp International AB und dem anschließenden Debt-Equity-Swap im Geschäftsjahr 2021/2022 ist die Gesellschaft seither vollständig eigenfinanziert.

Die Reduzierung des Finanzmittelfonds in Höhe von insgesamt TEUR -89 entfällt zu TEUR -39 auf den operativen Cash Flow, zu TEUR -50 auf den Cash Flow aus Investitionstätigkeit und zu TEUR 0 auf den Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit und ist geprägt von der Investition in IT Equipment.

Die Finanzlage der Gesellschaft sehen wir als sehr stabil an. Trotz des negativen Eigenkapitals besteht gegenwärtig keine negative Fortführungsprognose, noch wesentliche Risiken im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit. Die zu erwartenden finanziellen Zuflüsse aus Neuabschlüssen und Vertragsverlängerungen, sowie die bestehenden finanziellen Mittel reichen für eine positive Liquiditätsdeckung im Prognosezeitraum der Gesellschaft aus.

c) Ertragslage

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft haben sich von TEUR 1.628 um TEUR 5.866 auf TEUR 7.494 erhöht. Die Vergleichbarkeit ist durch das Rumpfgeschäftsjahr 2022 gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 nur eingeschränkt möglich. Bei Hochrechnung des Umsatzes auf ein volles Jahr ergibt sich ein Umsatzanstieg von TEUR 982 auf hochgerechnet TEUR 6.512. Der Umsatzanstieg lag in unsrem Erwartungsbereich und resultiert aus einer weiterhin guten Nachfrage nach den Produkten der Pointsharp GmbH, sowie erfolgreichen Vertriebsaktivitäten. Neben der Verlängerung bestehender Lizenzverträge konnten auch Neukunden akquiriert werden.

Die Erträge aus aktivierten Eigenleistungen resultieren aus der Inbetriebnahme einer neuen Serverlandschaft und betragen für das laufende Geschäftsjahr TEUR 8.

Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen im Berichtzeitpunkt TEUR 107 und haben sich damit um TEUR 102 von TEUR 5 erhöht. Die Vergleichbarkeit ist durch das Rumpfgeschäftsjahr 2022 gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 nur eingeschränkt möglich. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus Auflösung von Rückstellungen und Währungsumrechnung, sowie die Auflösung eines passiven Rechnungsabgrenzungspostens aufgrund der Verlagerung des Cryptshare Express Geschäfts.

Der Personalaufwand betrug im Geschäftsjahr 2023 TEUR 5.675 und lag damit um TEUR 4.493 über dem Personalaufwand des Vorjahres. Die Vergleichbarkeit ist durch das Rumpfgeschäftsjahr 2022 gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 nur eingeschränkt möglich. Bei Hochrechnung des Personalaufwands auf ein volles Jahr ergibt sich eine Steigerung um TEUR 944 auf hochgerechnet TEUR 4.731. Diese Steigerung ist im Wesentlichen auf geplante Lohnerhöhungen zurückzuführen bei insgesamt stabiler Beschäftigtenzahl.

Die Abschreibungen auf das immaterielle Anlagevermögen und das Sachanlagevermögen haben sich mit TEUR 397 für das laufende Jahr und TEUR 201 für das Vorjahr, um TEUR 196 erhöht. Die Vergleichbarkeit ist durch das Rumpfgeschäftsjahr 2022 gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 nur eingeschränkt möglich. Bei Hochrechnung der Abschreibungen auf ein volles Jahr ergibt sich ein deutlicher Rückgang um TEUR 405 von hochgerechnet TEUR 802. Der überwiegende Teil dieses Rückgangs bezieht sich auf die rückläufige Abschreibung aktivierter Entwicklungskosten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen zum Ende des Geschäftsjahres TEUR 1.753 und liegen damit um TEUR 1.269 oberhalb der Aufwendungen des Vorjahres. Die Vergleichbarkeit ist durch das Rumpfgeschäftsjahr 2022 gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 nur eingeschränkt möglich. Bei Hochrechnung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf ein volles Jahr ergibt sich eine geringfügige Verringerung um TEUR 181 von hochgerechnet TEUR 1.933. Die Verringerung ist durch unterschiedliche Kostenreduktionen begründet.

Der Zinsaufwand beträgt im Geschäftsjahr TEUR 1 und liegt damit TEUR 1 über dem Zinsaufwand des Vorjahres. Es handelt sich hierbei um zinsähnliche Gebühren.

Den passiven latenten Steuern aus der Aktivierung der Entwicklungskosten stehen aktive latente Steuern aus dem gewerbe- und körperschaftsteuerlichen Verlustvortrag gegenüber. Auf den Ansatz des Aktivüberhangs wurde verzichtet.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei der Gesellschaft handelt es sich um ein etabliertes Unternehmen, das nach Überwindung der wachstumshemmenden Effekte der Corona-Pandemie und trotz der sich daran anschließenden Kriege in der Ukraine und Israel nun als Teil einer Unternehmensgruppe ein starkes Wachstum auf Basis einer erweiterten Produktpalette und gestützt durch Cross Selling Potentiale entwickeln soll. Die wesentlichsten finanziellen Leistungsindikatoren stellen Monthly Recurring Revenues und deren Wachstumsraten dar. Ziel ist neben dem Cross-Selling der neuen Produktlinie, die Akquise neuer Kunden, der Ausbau von Kundenbeziehungen und die Verlängerung bestehender Lizenzverträge. Mittelfristig sieht die Gesellschaft die Erreichung eines positiven EBITDA und Jahresüberschusses als wichtige finanzielle Steuergrößen an.

III. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2024 hat die Geschäftsleitung erneut ein ausgeglichenes handelsrechtliches Ergebnis als Ziel ausgegeben. Die damit einhergehende Verbesserung der Ertragslage resultiert nach den vorliegenden Planungen aus der gegenwärtig guten Auftragslage und zu erwartendem Neukundengeschäft, sowie vorrangig aus Cross Selling Potentialen in der Pointsharp Firmengruppe. Die Gesellschaft erwartet eine mittelstarke Steigerung der Umsatzerlöse auf TEUR 8.500. Die Geschäftsleitung erwartet, dass die positiven Marktentwicklungen, welche im Branchenbericht aufgeführt werden, sich auch auf die Pointsharp GmbH auswirken.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

a) Risikomanagement System

Das Risikomanagementsystem ist der Unternehmensgröße und -komplexität angepasst. Es wurden interne Richtlinien und Prozesse in angemessenem Rahmen geschaffen, um möglichen Fehlentwicklungen entgegenzuwirken oder interne Risken zu identifizieren. Unter Risiken versteht die Gesellschaft mögliche, künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer negativen Abweichung von eigenen Prognosen führen. Das erfolgreiche Management von Chancen und Risiken ist Bestandteil des unternehmerischen Handelns und originäre Aufgabe aller Führungskräfte.

b) Ertragsorientierte Risiken

Aufgrund des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine, dem Angriff der Hamas auf Israel und damit einhergehender politischer Instabilität, Rohstoffpreiserhöhungen und Inflation, sowie zu Beginn des Jahres weiterhin durch die Corona Pandemie bedingte Lieferkettenprobleme, kam es in der Folge zu einer deutlichen Abschwächung der Wirtschaftsdynamik weltweit, insbesondere aber in Deutschland, das zeitgleich eine Transformation in der Energieversorgung und hinsichtlich der CO 2 Emissionen verfolgt. Die Investitionsbereitschaft vieler Unternehmen sinkt hierdurch erheblich. Damit einhergehend sieht die Geschäftsleitung die Gefahr, dass lizenzbasierte Subscriptionen nicht wie erwartet verlängert werden und das Neukundengeschäft, sowie Cross-Selling im erwarteten Umfang ausbleibt, da Kostensparprogramme oder auf Unsicherheit basierende Kaufzurückhaltung der Kunden auch zur Reduktion von Aufwendungen bezüglich der Infrastruktur führen könnten.

Auch bestehende Wettbewerbsrisiken insbesondere im niederländischen Markt können sich negativ auf die Ertragssituation der Gesellschaft auswirken. Ziel der Gesellschaft muss es sein, weitere Marktanteile zu gewinnen und sich weiterhin Neukunden sowie Vertriebspartner zu erschließen.

c) Finanzwirtschaftliche Risiken

Trotzt der hohen bilanziellen Verluste der Vergangenheit, auch bedingt durch eine Ertragsrealisierung pro rata temporis und Einmaleffekte, erachtet die Gesellschaft die finanzielle Situation als solide. Im vorliegenden Planungshorizont ist von einer Liquiditätsüberdeckung, basierend auf vorhandenen liquiden Mitteln und erwartetem Zufluss liquidier Mittel aus Vertragsverlängerungen und Neukundengeschäft auszugehen. Gegenwärtig erkennen wir als Geschäftsleitung keine negative Fortführungsprognose, noch wesentliche Risiken im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit. Die Gesellschaft ist vollständig eigenfinanziert.

Eine Patronatserklärung oder ein Abhängigkeitsverhältnis zur Muttergesellschaft besteht nicht.

Im Bereich des Forderungsmanagements besteht grundsätzlich nur ein sehr untergeordnetes Risiko eines möglichen signifikanten Forderungsausfalls. Der wesentliche Teil der Kunden sind langjährige Vertriebspartner. Das Zahlungsausfallrisiko der Endkunden tragen die Vertriebspartner. Das Direktgeschäft mit Endkunden ist im Verhältnis zum Geschäft mit Vertriebspartnern von untergeordneter Bedeutung. Die Forderungsausfallquote der Gesellschaft betrug in der Vergangenheit weniger als 1%.

2. Chancenbericht

Die größten Chancen zur weiteren Entwicklung der Gesellschaft bieten sich durch Synergieeffekte aufgrund der fortschreitenden Eingliederung in die Pointsharp Gruppe und den anstehenden Zusammenschluss der Pointsharp GmbH mit der SIVIS GmbH. Die Geschäftsleitung verspricht sich hierdurch eine erhebliche Zahl an neuen Kundenkontakten aus den Gruppenunternehmen für eigene Vertriebsaktivitäten. Ferner besteht erhebliches Cross Selling Potential aus dem eigenen Kundenbestand für den Verkauf von Produkten der gruppenunternehmen. Weitere Chancen ergeben sich aus Produktintegrationen und Synergien auf der Kostenseite durch die mögliche Zentralisierung von Gruppenaufgaben. Die strukturellen Veränderungen hinsichtlich einer Gruppenweiten Vertriebsorganisation sind größtenteils umgesetzt und starten ab Januar 2024 offiziell. Es wird ein signifikantes Wachstum in den einzelnen Produktgruppen erwartet durch gemeinsame Kampagnen, Messen, Webinare und Produktvorstellungen.

In einer zunehmend digitalisierten Welt ist die Bedeutung von Cybersecurity für Unternehmen von entscheidender Relevanz. Die fortschreitende Digitalisierung hat nicht nur neue Chancen und Effizienzgewinne geschaffen, sondern auch eine verstärkte Anfälligkeit für Cyberbedrohungen mit sich gebracht. Unternehmen sind heutzutage verstärkt darauf angewiesen, ihre digitalen Assets vor Cyberangriffen zu schützen, um Geschäftskontinuität, Vertraulichkeit und Integrität sicherzu stellen. Initiativen wie die Network and Information Systems Directive (NIS2) spielen eine entscheidende Rolle dabei, den Bedarf an Sicherheitslösungen in Unternehmen weiter voranzutreiben. NIS2, als regulatorischer Rahmen für die Gewährleistung der Cybersicherheit in kritischen Sektoren, schafft klare Richtlinien und Standards, die Unternehmen dazu drängen, ihre Sicherheitsmaßnahmen zu verstärken. Dies geht einher mit der Erkenntnis, dass Cyberangriffe nicht nur finanzielle Verluste verursachen können, sondern auch das Vertrauen der Kunden und den Ruf eines Unternehmens erheblich beeinträchtigen können.

Cybersecurity geht über die bloße Einhaltung von Vorschriften hinaus. Sie ist ein strategischer Imperativ, der die Widerstandsfähigkeit eines Unternehmens gegenüber ständig weiterentwickelnden Bedrohungen stärkt. Der Schutz von Unternehmensdaten, kritischer Infrastrukturen und digitalen Prozessen ist entscheidend, um den Geschäftsbetrieb zu sichern und die digitale Transformation erfolgreich voranzutreiben.

Unternehmen, die proaktiv in fortschrittliche Sicherheitslösungen investieren, sind nicht nur besser vor Cyberangriffen geschützt, sondern können auch das Vertrauen ihrer Kunden und Partner stärken. Die kontinuierliche Weiterentwicklung von Cybersicherheitsstrategien, gepaart mit der Umsetzung von Initiativen wie NIS2, positioniert Unternehmen optimal, um den Herausforderungen der digitalen Ära souverän zu begegnen und eine robuste Sicherheitskultur zu etablieren.

Die Pointsharp Gruppe bietet genau die richtige Produktpalette, um diese Herausforderungen gerecht zu werden. Dies sehen wir als große Chancen weitere Marktanteile zu erwirtschaften.

3. Gesamtaussage

Wir erkennen aufgrund der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Lage und der Besonderheiten in der Bundesrepublik Deutschland ein Risiko, dass es zu einer Rezession im europäischen Wirtschaftsraum kommen kann mit ggf. stärkerer Ausprägung im lokalen, deutschen Markt, welche sich negativ auf die Investitionsentscheidungen vieler Unternehmen auswirken könnte. Dennoch scheint das Risiko, dass Budgetkürzungen die IT-Sicherheit betreffen für überschaubar, so dass Pointsharp optimistisch ist, die eigenen Marktanteile weiterhin ausbauen zu können.

Gerade das Thema IT-Sicherheit in Zeiten zunehmender Angriffe auf kritische Infrastruktur ist in den Fokus vieler Unternehmen gerückt. Hier sieht die Geschäftsleitung Wachstumspotenziale, die es zu nutzen gilt. Den Ausbau der Synergieeffekte durch die Pointsharp Gruppe wird den Wachstumspfad fortsetzen und zu weiteren Geschäften in Heimatmärkten und innerhalb der EU führen.

Die Geschäftsleitung sieht die Pointsharp GmbH für die kommenden Zeiten personell und finanziell gerüstet, um am Markt weiterhin bestehen zu können.

 

Freiburg, 13. März 2024

Pointsharp GmbH

Philipp Latini, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 832.176,00 1.178.605,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 518.827,00 794.699,00
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 518.552,00 794.697,00
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 275,00 2,00
II. Sachanlagen 313.349,00 383.906,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 313.349,00 190.856,00
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 193.050,00
B. Umlaufvermögen 2.607.208,90 1.764.483,58
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.644.061,49 712.845,15
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 724.807,39
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 500.000,00
2. sonstige Vermögensgegenstände 919.254,10 712.845,15
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.979,00 1.447,00
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 963.147,41 1.051.638,43
C. Rechnungsabgrenzungsposten 339.036,08 180.509,78
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 6.776.130,60 6.359.508,75
Summe Aktiva 10.554.551,58 9.483.107,11

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 0,00 0,00
I. Gezeichnetes Kapital 105.000,00 105.000,00
II. Kapitalrücklage 2.538.150,00 2.538.150,00
III. Verlustvortrag 9.002.658,75 8.756.771,11
IV. Jahresfehlbetrag 416.621,85 245.887,64
V. nicht gedeckter Fehlbetrag 6.776.130,60 6.359.508,75
B. Rückstellungen 228.873,95 151.050,00
C. Verbindlichkeiten 586.415,96 283.839,92
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 228.438,59
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 228.438,59
2. sonstige Verbindlichkeiten 357.977,37 283.839,92
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 357.977,37 283.839,92
D. Rechnungsabgrenzungsposten 9.739.261,67 9.048.217,19
Summe Passiva 10.554.551,58 9.483.107,11

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.10.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 7.403.674,43 1.620.709,03
2. Personalaufwand 5.675.255,75 1.182.742,95
a) Löhne und Gehälter 4.783.347,48 984.449,80
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 891.908,27 198.293,15
davon für Altersversorgung 21.894,77 5.261,18
3. Abschreibungen 396.602,68 200.515,48
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 396.602,68 200.515,48
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.752.506,53 483.338,24
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 2.037,16 60,27
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.728,68
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 660,00
7. Ergebnis nach Steuern -416.621,85 -245.887,64
8. Jahresfehlbetrag 416.621,85 245.887,64

Anhang zum 31. Dezember 2023

Pointsharp GmbH, Freiburg im Breisgau

A. Allgemeine Hinweise

Die Pointsharp GmbH hat ihren Sitz in Freiburg im Breisgau. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg unter der Nr. HRB 727330 eingetragen.

Aufgrund der im Vorjahr vorgenommenen Umstellung des Geschäftsjahres von ursprünglich 01. Oktober bis zum 30. September eines jeden Jahres, auf ein kalendergleiches Geschäftsjahr, liegt als Vergleichsperiode ein Rumpfgeschäftsjahr vor. Dieses begann am 01. Oktober 2022 und endete auf den 31. Dezember 2022. Hierdurch ist die Vergleichbarkeit des Abschlusses mit dem Vorjahr eingeschränkt.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB, sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Bestimmungen der §§ 266 und 275 HGB. Die Bilanz ist in Kontoform, die Gewinn- und Verlustrechnung in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Für eine Verbesserung der Klarheit der Darstellung haben wir gegebenenfalls einzelne Positionen der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und im Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Bilanzpositionen und davon-Vermerke werden ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert zum Vorjahr die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Bilanzierungsverbote nach § 248 Abs. 1 und § 248 Abs. 2 HGB wurden beachtet.

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorhergehenden Geschäftsjahres überein. Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist.

Bei der Bewertung wird von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen (5 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Dem stehen weder tatsächliche noch rechtliche Gründe entgegen. Die Gesellschaft ist gegenwärtig bilanziell überschuldet, jedoch ist die Zahlungsfähigkeit aufgrund ausreichender liquider Mittel sichergestellt. Die bilanzielle Überschuldung resultiert aus der periodengerechten Gewinnermittlung. Wir verweisen für weitere Ausführungen auf unsere Darstellungen im Lagebericht.

Die Vermögensgegenstände und Schulden sind einzeln bewertet worden. Es ist vorsichtig bewertet worden. Namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag ent¬standen sind, berücksichtigt, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und dem Tag der Auf¬stellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind.

Gewinne wurden nur berücksichtigt, soweit diese am Abschlussstichtag realisiert waren. Aufwendungen und Erträge sind unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss erfasst.

Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten ver¬mindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die dabei zugrunde gelegten Nutzungsdauern umfassen Zeiträume zwischen 1-15 Jahren. Bei der Bemessung der planmäßigen Abschreibungen wurde von der voraussichtlichen Nutzungsdauer unter Berücksichtigung der betrieblichen Nutzungsverhältnisse ausgegangen. Es wurde ausschließlich von der linearen Abschreibungsmethode Gebrauch gemacht.

Vermögensgegenstände mit einem Nettoeinzelwert bis EUR 800,00 werden im Zugangsjahr sofort in voller Höhe abgeschrieben und gleichzeitig im Anlagenspiegel als Abgang behandelt.

Bis zum Abschlussstichtag 30. September 2021 wurden entsprechend § 248 Abs. 2 S. 1 HGB i.V.m. § 255 Abs. 2a HGB Entwicklungskosten für immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert. Das Aktivierungswahlrecht wird seit dem Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2021 bis 30. September 2022 nicht mehr wahrgenommen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden die immateriellen Vermögensgegenstände um die planmäßigen Abschreibungen verringert.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennbetrag angesetzt. Erforderliche Einzelwertberichtigungen wurden durchgeführt.

Das allgemeine Kreditrisiko wurde durch eine ausreichende Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr kommt das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) zur Anwendung. Die davon-Vermerke im Anhang zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

Das Guthaben bei Kreditinstituten wird mit dem Nominalbetrag ausgewiesen.

Rechnungsabgrenzungsposten wurden nur im Rahmen der Bestimmungen des § 250 HGB gebildet. Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag sind. Als passiver Rechnungsabgren¬zungsposten sind auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag auszuweisen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Diese berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Die Verbindlichkeiten und erhaltene Anzahlungen sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge, werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Zum Abschlussstichtag bestehen aktive latente Steuern aus körperschaftssteuerlichen und gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen. Die Fortführung der aus vor dem Anteilserwerb entstandenen steuerlichen Verlustvorträge erfolgt trotz schädlichem Anteilserwerb, durch den Nachweis betragsmäßig korrespondierender stiller Reserven des Unternehmens. Die aktiven latenten Steuern werden mit den aus Bewertungsunterschieden betreffend der aktivierten selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenstände resultierenden passiven latenten Steuern verrechnet. Es besteht ein Aktivüberhang, auf den Ansatz aktiver latenter Steuern wurde verzichtet.

C. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Pointsharp GmbH, Freiburg im Breisgau

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023 Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.459.826,20 0,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.840,51 289,92 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 2.463.666,71 289,92 0,00
Il. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 645.284,61 50.497,76 63.423,97
2. geleistete Anzahlungen im Bau 193.050,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 645.284,61 50.497,76 63.423,97
Summe Anlagevermögen
3.108.951,32 50.787,68 63.423,97
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 2.459.826,20
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.130,43
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 2.463.956,63
Il. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 193.050,00 825.408,40
2. geleistete Anzahlungen im Bau -193.050,00 0,00
Summe Sachanlagen 0,00 825.408,40
Summe Anlagevermögen
0,00 3.289.365,03
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.665.129,20 276.145,00 0,00 1.941.274,20 518.552,00 794.697,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.838,51 16,92 0,00 3.855,43 275,00 2,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.668.967,71 276.161,92 0,00 1.945.129,63 518.827,00 794.699,00
Il. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 454.428,61 120.440,76 62.809,97 512.059,40 313.349,00 190.856,00
2. geleistete Anzahlungen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 193.050,00
Summe Sachanlagen 454.428,61 120.440,76 62.809,97 512.059,40 313.349,00 383.906,00
Summe Anlagevermögen
2.123.396,32 396.602,68 62.809,97 2.457.189,03 832.176,00 1.178.605,00

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 881.989,04 (Vj. EUR 679.999,11), sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 724.807,39 (Vj. EUR 0,00) und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 37.265,06 (Vj. EUR 32.846,04) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Im Vorjahr enthielten die Forderungen aus Lieferung und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 34.023,00 und Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von EUR 3.538,87. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen wurden im laufenden Geschäftsjahr gesondert ausgewiesen.

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 724.807,39 entfallen Forderungen in Höhe von EUR 224.807,39 auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Forderungen in Höhe von EUR 500.000,00 auf sonstige Vermögensgegenstände. Weiterhin entfallen hiervon EUR 635.883,98 auf Forderungen gegenüber Gesellschaftern.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Das negative Eigenkapital in Höhe von EUR 6.776.130,60 (Vj. EUR 6.359.508,75) ist im Wesentlichen durch die Erfassung von Umsatzerlösen pro rata temporis begründet. Wir verweisen für weitere Ausführungen auf unseren Lagebericht.

Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen werden im Wesentlichen für Abgrenzungen im Personalbereich und Gewährleistungsansprüche gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten in EUR (Vorjahreswerte in Klammern):

Gesamt
EUR
bis zu 1 Jahr
EUR
über 1 bis 5 Jahren
EUR
über 5 Jahre
EUR
1. Erhaltene Anzahlungenauf Bestellungen 0,00 0,00 0,00 0,00
(14.245,00) (14.245,00) (0,00) (0,00)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 43.784,10 43.784,10 0,00 0,00
(67.480,97) (67.480,97) (0,00) (0,00)
3. Verbindlichkeiteng egenüber verbundenen Unternehmen 228.438,59 228.438,59 0,00 0,00
(0,00) (0,00) (0,00) (0,00)
4. sonstige Verbindlichkeiten 314.193,27 314.193,27 0,00 0,00
(202.113,95) (202.113,95) (0,00) (0,00)

Im Vorjahr enthielten die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 18.532,00. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wurden im laufenden Geschäftsjahr gesondert ausgewiesen.

Vorbehaltlich des gesonderten Ausweises der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wären die Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 228.438,59 als Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung auszuweisen.

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen nicht.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 142.710,20 (Vj. EUR 116.528,34) aus Steuern, sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von EUR 424,67 (Vj. EUR 4.900) Es bestehen für die Verbindlichkeiten im üblichen Umfang branchenübliche bzw. kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremden Erträge in Höhe von EUR 0,00 (Vj. EUR 2.331,80).

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen mit EUR 95.418,14 (Vj. EUR 0,00) Erträge aus der teilweisen Auflösung des passiven Rechnungsabgrenzungspostens im Zusammenhang mit der Unterlizensierung des Geschäftsfeldes Cryptshare express.

Weiterhin sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 8.632,77 (Vj. EUR 1.631,86) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 16.791,20 (Vj. EUR 8.965,72) betreffend die Erstellung und Prüfung des Vorjahresabschlusses enthalten, sowie aus Buchverlusten aufgrund von Abgängen des Anlagevermögens in Höhe von EUR 349,00 (Vj. EUR 0,00).

Weiterhin sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 14.669,32 (Vj. EUR 6.996,78) enthalten.

Personalaufwand

Der Personalaufwand in Höhe von EUR 5.675.255,75 (Vj. EUR 1.182.742,95) enthält Aufwendungen für betriebliche Altersvorsorge in Höhe von EUR 21.507,66 (Vj. EUR 5.261,18). Es handelt sich dabei um Zahlungen an Pensionskassen und Direktversicherungen.

D. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse i. S. d. § 251 HGB bestanden am Bilanzstichtag nicht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen betreffend folgende Verträge:

sonstige finanzielle Verpflichtung Gesamtbetrag
EUR
bis zu 1 Jahr
EUR
2 bis 5 Jahren
EUR
mehr als 5 Jahren
EUR
Mietverpflichtungen 165.247,98 111.799,50 53.448,48 0,00
Softwarelizenzen 175.990,30 169.895,66 6.094,64 0,00

Es bestehen zwei Mietverträge mit einer festen Mietlaufzeit bis zum 30. Juni 2025. Ein dritter Mietvertrag ist zum 15.04.2022 ausgelaufen. Der jährliche netto Mietzins der beiden bestehenden Verträge beträgt EUR 106.896,96 und enthält anteilig die Nettomiete für Tiefgaragenstellplätze i.H.v. EUR 5.760,00.

Die Lizenzverträge für Softwareprodukte haben unterschiedliche Laufzeiten und sind zum Teil monatliche kündbar. Wir haben daher basierend auf den diesjährig genutzten Lizenzabrechnungen unsere Verpflichtungen für das kommende Jahr bei ungekündigten Verträgen geschätzt.

Ausschüttungssperre

Aus der bis zum 30. September 2021 erfolgten Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ergibt sich ein Gesamtbetrag an ausschüttungsgesperrten Beträgen in Höhe von EUR 518.827,00.

Organbezüge

Die Angaben zu den Organbezügen unterbleiben gern. § 286 Abs. 4 HGB.

Konzernzugehörigkeit

Unsere Gesellschaft ist ein Konzernunternehmen der Pointsharp International AB, mit Sitz in Nacka, Schweden.

Unsere Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Pointsharp International AB als kleinster und größter Konsolidierungskreis einbezogen. Hinsichtlich der Offenlegung gelten die schwedischen Regularien.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:

Leitende Angestellte 2
Angestellte 69
Azubis 2
Summe 73

Geschäftsführung

Zum Geschäftsführer bestellt und einzelvertretungsberechtigt ist:

Philipp Latini, Freiburg, CEO (seit 06.12.2023)

Dominik Lehr, Freiburg, CEO (bis 06.12.2023)

Nachtragsbericht

Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag eingetreten.

 

Freiburg, 13. März 2024

Pointsharp GmbH

Geschäftsführung

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 15.03.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

In dem zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen.

Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Pointsharp GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Pointsharp GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Pointsharp GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage Unternehmens;

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen; Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Freiburg 14. März 2024

WPGO GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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