iris Germany GmbH
Same addressComputer consultancy activities
Basic information of the organization
Indicators extracted from public financial statements
Changes published in the official company registry
Legal representatives of the organization
| Name | Role |
|---|---|
André-Toni Aschenbrenner since 3/10/2022 | Procura |
Martin Kreitmair since 1/18/2019 | Managing Director |
Christopher Zapf since 1/18/2019 | Managing Director |
Natural persons who ultimately own or control the company, resolved through the shareholder chain
| Name | Ownership |
|---|---|
| 23.55% | |
| 23.55% | |
A***** U*** | 3.67% |
Company ownership and partner structure
19 shareholders
GmbH structure
5 of 19 shown
Balance sheet accounts extracted from public financial statements
Profit and loss accounts extracted from public financial statements
| Account |
|---|
Official financial statements and annual reports
Tangany GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Tangany GmbH, MünchenA. WirtschaftsberichtI. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Finanzmärkte Das Wirtschaftsjahr 2023 zeichnete sich zunächst durch einen schwachen Beginn aus, das makroökonomisch vor allem durch den fortgesetzten Krieg in der Ukraine, die Folgen der Zinswende und anhaltenden Inflationsdruck geprägt war. In diesem Umfeld blieben auch als riskant geltende Anlagen wie Kryptowährungen zunächst unter Druck. Dazu kam eine anhaltend geringe Investitionsbereitschaft im Venture Capital-Markt, wodurch viele Unternehmen der Fintech-Branche ohne Anschlussfinanzierung ihre Geschäftsmodelle neu ausrichten oder gar in die Insolvenz gehen mussten. Im letzten Quartal des Jahres konnte aber eine deutliche Trendumkehr verzeichnet werden, die sich auch im einen Kursanstieg der führenden Kryptowährung Bitcoin um fast 150% binnen Jahresfrist widerspiegelte. Diese Aufwärtsbewegung setzt sich über den Jahreswechsel hinaus fort. Damit reihten sich viele digitale Vermögenswerte in die lange Liste der im Jahr 2023 gewinnbringenden Anlageklassen ein. Ungeachtet der volatilen Märkte wurden in der Entwicklung der gesetzlichen Grundlagen für die Kryptobranche in Deutschland und Europa weitere Meilensteine erreicht, zuvorderst die Verabschiedung der europäischen Verordnung "Markets in Crypto-Assets" (MiCA), die nun Ende 2024 in Kraft tritt. II. Lage der Gesellschaft, Geschäftsverlauf Im beschriebenen Marktumfeld konnte das Unternehmen seinen Wachstumskurs fortsetzen und Provisionseinnahmen in Höhe von 2.137 TEUR erzielen. Die Einnahmen waren im Wesentlichen der Dienstleistung der Kryptoverwahrung zuzurechnen. Zum Wachstum trug die Geschäftsentwicklung insbesondere im letzten Quartal bei. Neben einem breiten Anstieg variabler Gebühren aufgrund erhöhter Kundenaktivität waren dabei auch erste Provisionserträge aus der Akquise des bislang größten Kunden des Unternehmens im Dezember maßgeblich. Hier bewies sich erneut die starke Marktstellung des Unternehmens als deutscher Marktführer bei der Kryptoverwahrung im "White-Label"-Modell. Im Jahr 2023 wurde keine weitere Kapitalerhöhung durchgeführt. Die Kosten stiegen in geringerem Maße als die Erträge, wodurch in Summe ein Jahresfehlbetrag von 2.477 TEUR (Vorjahr: 1.748 TEUR) zu verbuchen war. III. Ertragslage Die Erträge entwickelten sich im Jahr 2023 positiv und im Rahmen der Planung. Die Provisionserträge erhöhten sich um 60% auf 2.137 TEUR gegenüber 1.339 TEUR im Vorjahr. Mit den höheren Provisionserträgen gingen gestiegene Kosten einher. Die durchschnittliche Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter wuchs auf 37 und die Personalkosten damit um 60%, während sich die anderen Verwaltungsaufwendungen unterproportional um 52% gegenüber dem Vorjahr erhöhten. Der Jahresfehlbetrag von 2.477 TEUR lag im Rahmen der Planung. IV. Finanzlage Die Gesellschaft ist vollständig eigenkapitalfinanziert. Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Gesellschaft hat ausreichende Kapitalrücklagen, um den Geschäftsbetrieb sicherzustellen. Das Eigenkapital summierte sich auf 3.376 TEUR per Jahresende. Die Gesellschaft ist fristenkongruent finanziert und war im Berichtsjahr jederzeit zahlungsfähig. Die Finanzlage ist dementsprechend geordnet. V. Vermögenslage Die Aktivseite der Bilanz besteht im Wesentlichen aus täglich fälligen Forderungen (653 TEUR) sowie anderen Forderungen (2.600 TEUR) an Kreditinstitute, Forderungen an Kunden (221 TEUR), die zum Aufstellungszeitpunkt weitgehend ausgeglichen waren, und sonstigen Vermögensgegenständen (141 TEUR), zu denen unter anderem Mietkautionen (92 TEUR) und Eigenbestände von Kryptowährungen (33 TEUR) gerechnet werden. Die Passivseite setzt sich aus dem Eigenkapital (3.376 TEUR), den Sonstigen Verbindlichkeiten (143 TEUR) vor allem aus Lieferungen und Leistungen (89 TEUR) und den Rückstellungen (248 TEUR) zusammen. Die Rückstellungen nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung wurden insbesondere gebildet für eine aufsichtsrechtliche Prüfung (101 TEUR), Urlaub (85 TEUR) sowie die Aufstellung und Prüfung des Jahresabschlusses (47 TEUR). Aus dem Vorjahr besteht ein Verlustvortrag von 1.948 TEUR. Bei einem Jahresfehlbetrag von 2.477 TEUR erhöht sich der Bilanzverlust damit auf 4.425 TEUR. B. Prognose-, Chancen- und Risikobericht.Unser Ziel ist es, durch eine umsichtige und vorausschauende Geschäftspolitik mit sorgfältiger Planung sowie durch aktives Risikomanagement mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen und diesen proaktiv zu begegnen. I. Risikobericht Die Geschäftsleitung hat auf Grundlage aufsichtsrechtlicher und gesetzlicher Grundlagen eine Risikostrategie für das Institut festgelegt, die aus der Geschäftsstrategie abgeleitet ist. Die Geschäfts- und Risikostrategie wird anlassbezogen, mindestens jedoch jährlich, von der Geschäftsleitung überprüft und fortgeschrieben. Die Aufbau- und Ablauforganisation ist im Organisationshandbuch dokumentiert und stellt eine ordnungsgemäße Durchführung der Geschäftsabläufe und damit auch die Umsetzung der Risikostrategie durch Arbeitsanweisungen und -anleitungen sicher. Eine regelmäßige Berichterstattung an die Geschäftsleitung durch das Risikocontrolling findet statt. Folgende wesentliche Risikoarten wurden für das Institut identifiziert: Adressausfallrisiken Adressausfallrisiken bestehen hinsichtlich der Provisionsforderungen der Tangany GmbH gegenüber ihren Kunden. Das Risiko der Nichtrealisierbarkeit von Provisionsforderungen ist aufgrund der ausgewogenen und diversifizierten Kundenstruktur in normalen Marktphasen als gering einzustufen. Im Jahr 2023 waren Wertberichtigungen und Abschreibungen auf Forderungen in Höhe von 19 TEUR erforderlich. Die liquiden Mittel des Unternehmens werden nur bei europäischen Kreditinstituten gehalten. Marktpreisrisiken Zum Bilanzstichtag wurden die liquiden Mittel überwiegend in Euro gehalten. Darüber hinaus verfügt die Gesellschaft über einen geringen Eigenbestand von Kryptowährungen, vor allem Bitcoin (0,68 BTC), deren Wert in Euro Marktpreisschwankungen unterliegt. Per Jahresende betrug der Marktwert der Kryptowerte im Eigenbesitz 33 TEUR. Das Marktpreisrisiko ist damit insgesamt sehr niedrig. Liquiditätsrisiken Die Gesellschaft verfügt über ausreichende Eigenmittel, um die Zahlungsfähigkeit sicherzustellen. Die finanziellen Mittel werden in Euro in Kontokorrentguthaben oder in kurzlaufenden Festgeldanlagen sowie zum geringen Teil in börsengehandelten Kryptowährungen gehalten, um die Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen gewährleisten zu können. Die aktuelle Liquiditätslage wird laufend durch die Geschäftsleitung überwacht. Operationelle Risiken Als operationelle Risiken versteht man das Risiko von Verlusten, die durch die Unangemessenheit oder das Versagen von internen Verfahren, Menschen, Systemen oder durch externe Ereignisse verursacht werden, einschließlich Rechtsrisiken. Die Risiken treten somit außerhalb der unternehmenstypischen Risiken auf. Sie sind schwierig zu quantifizieren. Tangany hat folgende operationelle Risiken identifiziert: a) Personal Das Institut benötigt zum Erreichen seiner strategischen Wachstumsziele ausreichend qualifiziertes Personal. Tangany betreibt ein aktives Recruiting-Management, um offene Positionen schnell zu besetzen und ist bestrebt, ein angenehmes Arbeitsumfeld für seine Mitarbeiter zur Verfügung zu stellen. Die hervorragende Reputation des Unternehmens in seiner Branche trägt außerdem zur erfolgreichen Personalgewinnung bei. Die Einstellung von hochqualifiziertem Personal ist auch die wesentliche Maßnahme zur Reduzierung der Risiken aus Unangemessenheit oder Versagen von internen Verfahren, Menschen und Systemen. b) EDV Das Institut ist sich der Bedeutung und des Anteils des bestehenden EDV-Systems am Unternehmenserfolg bewusst. Kernfunktionen im EDV-System sind aufgrund aufsichtsrechtlicher, vertraglicher sowie auch auf Basis interner Anforderungen redundant ausgelegt. Dazu gehört auch das betreuende IT-Personal. Die Informationssicherheit hat für das Institut allerhöchste Priorität. Tangany wurde im Jahr 2023 erneut nach ISO 27001 zertifiziert. Im Jahr 2023 hat das Institut weiter einen bedeutenden Anteil der personellen und finanziellen Ressourcen in den Ausbau des Informationssicherheits-Managementsystems (ISMS) investiert, um operationelle Risiken zu reduzieren. c) Auslagerungen Das Institut hat auf Grundlage geschäftsstrategischer Entscheidungen und nach Bewertung in einer Risikoanalyse verschiedene Bereiche des Unternehmens ausgelagert. Alle Auslagerungen werden regelmäßig auf ihr Risiko analysiert und bewertet. d) Rechtsrisiken Rechtsrisiken bestehen vor allem aus möglichen Rechtsstreitigkeiten mit Kunden oder Wettbewerbern. Zum Schutz gegen derartige Risiken hält das Unternehmen eine Rechtsschutzversicherung. Weiterhin bestehen Risiken aus möglichen rechtlichen Änderungen, die das Geschäftsmodell der Firma betreffen. Diesen Risiken wird mit vorausschauender strategischer Planung begegnet. Ertragsrisiken. Das Unternehmen ist in einer wettbewerbsintensiven Branche grundsätzlich Ertragsrisiken ausgesetzt. Maßgebliches Risiko ist dabei der Verlust von Kunden. Die Quote an verlorenen Erträgen liegt bisher im Bereich weniger Prozent und damit in einer marktüblichen Größenordnung bei Software-as-a-Service-Modellen im B2B-Bereich. Betroffen waren im Jahr 2023 vor allem kleine und junge Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb einstellen oder aus Kostengründen zeitweise Gebührenreduzierungen in Anspruch nehmen mussten. Der Schwerpunkt des Kundenportfolios verschob sich im Jahr 2023 weiter deutlich auf institutionelle Kunden und andere etablierte Unternehmen der Finanzindustrie, bei denen ein geringes Risiko von Ausfällen besteht. Daher rechnet die Gesellschaft trotz möglicherweise anhaltender Herausforderungen in der Fintech-Branche mit geringen Verlusten von Bestandskunden und deren Umsätzen im Jahr 2024. Die hohe Volatilität an den Kapitalmärkten führt auch zu Schwankungen bei den Provisionserträgen, da ein Teil der Gebühren mengen- oder wertabhängig berechnet wird. Da die Preismodelle wie auch das Kundenportfolio breit diversifiziert sind, haben einzelne Treiber wie die Marktpreise von Kryptowährungen keinen substantiellen Einfluss. Damit werden die Ertragsrisiken insgesamt als gering eingestuft. II. Chancenbericht Die kontinuierliche Weiterentwicklung des Produkts und ein aktiver Marktvertrieb bilden die Grundlage für das fortgesetzte Wachstum der Gesellschaft und die weitere Stärkung der Marktposition. Die Gesellschaft profitiert weiter von ihrer starken Reputation am Markt auch über die Kernmärkte hinaus. Damit besteht langfristig die Grundlage für weiteres Wachstum mit der Überführung der bestehenden Erlaubnis der Kryptoverwahrung nach KWG in eine Erlaubnis nach der europäischen MiCA-Regulierung. Die aktiven Vertriebsaktivitäten können sich dann auf ausgewählte weitere Märkte in der EU ausweiten. Bei einem fortgesetzten Aufwärtstrend der Kundenaktivität und der Marktpreise im Kryptobereich kann die Gesellschaft sowohl von steigenden variablen Gebühren im Kundenhandel als auch von bestandsabhängigen Verwahrgebühren profitieren. Nach zwei Jahren in einem herausfordernden Marktumfeld werden für das Jahr 2024 positive Geschäftschancen gesehen, insbesondere in den Anwendungsbereichen Kryptowährungshandel und Treasury. III. Prognosebericht Wir erwarten in den kommenden Jahren weiter volatile Kapitalmärkte bei einem langfristigen Aufwärtstrend in der Marktdurchdringung digitaler Assets vor allem durch das zunehmende Engagement institutioneller Akteure wie den Großbanken. Mit der strategischen Ausrichtung unserer Gesellschaft auf die Bereitstellung von Infrastrukturlösungen für eine Vielzahl von Anwendungsfällen in der Finanzwirtschaft und Industrie besteht keine Abhängigkeit von einzelnen Marktfeldern. Wir gehen daher von steigenden Provisionserträgen bei unseren großen Bestandskunden sowie weiteren Neukundenzugängen aus. Im Jahr 2024 wird ein gegenüber dem Vorjahr verbessertes, d.h. verringert negatives, Ergebnis erwartet. Um erhöhte Investitionen im Sinne der strategischen Ziele des Unternehmens zu ermöglichen, wird parallel eine weitere Kapitalerhöhung ins Auge gefasst. In diesem Szenario wäre durch die zusätzlichen Aufwände insbesondere für hochqualifiziertes Personal ein gegenüber dem Vorjahr erhöht negatives Ergebnis zu erwarten. Mittelfristig wird weiterhin ein nachhaltig positives Geschäftsergebnis angestrebt. Neben den vertrieblichen Aktivitäten zur kontinuierlichen Erhöhung der Einnahmen wird die Gesellschaft im Jahr 2024 die Umsetzung von Maßnahmen zur weiteren Stärkung des technischen und operationellen Risikomanagements fortsetzen, um auch in Zukunft einen sicheren und ausfallfreien Geschäftsbetrieb für Kunden und Mitarbeiter zu gewährleisten. Zusätzlich zu der im Chancenbericht erwähnten MiCA-Verordnung wird die Umsetzung der ebenfalls auf EU-Ebene gültigen und neu gefassten Transfer of Funds-Regulation die Gesellschaft, wie alle Akteure in der Blockchain-Industrie, beschäftigen. C. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen insbesondere Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Aktuell werden keine den Unternehmenserfolg bedrohenden Risiken beobachtet.
München, 7. August 2024 Martin Kreitmair Christopher Zapf BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangangabenAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Die Gesellschaft betreibt das Kryptoverwahrgeschäft gemäß § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 6 KWG. Die Gesellschaft ist damit als ein Finanzdienstleistungsinstitut im Sinne des § 1 abs. 1a des Gesetzes über das Kreditwesen (KWG) zu behandeln. Gem. § 340 Abs. 4 HGB in Verbindung mit § 340a Abs. 1 HGB hat die Gesellschaft auf Ihren Jahresabschluss die für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften unter Beachtung der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute anzuwenden. Gemäß § 340a Abs. 1 HGB hat die Gesellschaft außerdem einen Lagebericht nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Bestimmungen des § 289 HGB aufzustellen. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden folgen den handelsrechtlichen Vorschriften sowie den zusätzlichen Vorschriften des GmbHG. Die Bilanz wurde gemäß den Formblattvorschriften des § 2 Abs. 1 RechKredV (Formblatt 1) gegliedert. Die Bilanz wurde in Kontoform erstellt. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach den Formblattvorschriften des § 2 Abs. 1 RechKredV. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß Formblatt 3 in Staffelform erstellt. Die übrigen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind gegenüber dem Vorjahr nicht verändert worden. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bewertung wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) vorgenommen. Die Forderungen an Kreditinstitute wurden zum Nennwert angesetzt. Die Forderungen an Kunden und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert unter Berücksichtigung ggf. notwendiger Wertberichtigungen angesetzt. Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger, nutzungsbedingter Abschreibungen bilanziert. Liegt eine dauerhafte Wertminderung vor, erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung. Planmäßige Abschreibungen erfolgen linear. Die Nutzungsdauer beträgt grundsätzlich zwischen einem und 13 Jahren. Zugänge geringwertiger Wirtschaftsgüter werden - soweit zulässig - im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und als Abgang behandelt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben, die Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten angesetzt. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr liegen nicht vor. Das Eigenkapital wurde mit dem Nennwert angesetzt. Angaben zur Bilanz Betrag der Forderungen an Kreditinstitute, Fristengliederung nach Restlaufzeiten gemäß § 9 RechKredV Täglich fällige Forderungen an Kreditinstitute bestehen in Höhe von EUR 653.251,51 (Vj: EUR 1.561.034,01). Von den Andere Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von EUR 2.600.000,00 (Vj: EUR 4.000.000,00), haben EUR 2.100.000,00 (Vj: EUR 4.000.000,00) eine Restlaufzeit bis zu sechs Monaten sowie EUR 500.000,00 (VJ: EUR 0,00) eine Restlaufzeit größer 1 Jahr. Betrag der Forderungen gegenüber Kunden, Fristengliederung nach Restlaufzeiten gemäß § 9 RechKredV Der Gesamtbetrag der Forderung gegenüber Kunden mit einer Restlaufzeit bis zu drei Monaten beträgt EUR 221.095,94 (Vj. EUR 251.051,49). Weitere Restlaufzeiten bestehen nicht. Betrag der Immateriellen Anlagewerte und Sachanlagen Die Entwicklung des Anlagevermögens wird im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Betrag der Sonstigen Vermögensgegenstände In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen Mietkautionen i.H.v. EUR 92.025,64 (Vj. EUR 97.966,58) und eigene Kryptowährungsbestände von EUR 32.983,22 (Vj. EUR 16.306,34) enthalten. Betrag der sonstigen Verbindlichkeiten Der Gesamtbetrag der sonstigen Verbindlichkeiten beträgt EUR 142.765,46 (Vj. EUR 153.028,52) und enthält im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen in Höhe von EUR 89.060,61 (Vj. EUR 95.557,85), abzuführende Steuerverbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von EUR 39.949,84 (Vj: EUR 40.207,91) und Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit in Höhe von EUR 5.436,14 (Vj. EUR 7.505,40), jeweils mit Restlaufzeit bis zu drei Monaten. Bilanzverlust Im Bilanzverlust ist ein Verlustvortrag in Höhe von EUR 1.947.712,20 (Vj: Verlustvortrag EUR 199.976,57) enthalten. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Provisionserträge betreffen im Wesentlichen die laufenden Provisionsabrechnungen mit Kunden. Die Anderen Verwaltungsaufwendungen entfallen im Wesentlichen auf Gebühren für SAAS-Dienstleistungen, Lizenzen und Konzessionen in Höhe von EUR 577.525,18 (Vj: EUR 409.979,06), Rechts- und Beratungskosten in Höhe von EUR 121.493,91 (Vj: EUR 282.750,59) und Aufwendungen für Miete und unbewegliche Wirtschaftsgüter in Höhe von EUR 269.588,50 (Vj: EUR 138.634,76). Aufwendungen aus Währungsumrechnung beliefen sich auf EUR 643,55 (Vj: EUR 26.131,02). Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen im Sinne des § 285 Nr. 3a HGB resultieren aus einem Mietvertrag. Diese belaufen sich insgesamt auf TEUR 1.311. Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären. Honorar des Abschlussprüfers Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt EUR 40.000,00, die sämtlich auf Abschlussprüfungsleistungen entfallen. Anzahl der Mitarbeiter Im Wirtschaftsjahr 2023 wurden durchschnittlich 37 Mitarbeiter (davon 2 Geschäftsführer) beschäftigt. Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: • Martin Kreitmair, München, ausgeübter Beruf: Geschäftsführer für Verwaltung, IT und Vertrieb • Christopher Zapf, München, ausgeübter Beruf: Geschäftsführer für Recht und Compliance Bezüglich der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Nachtragsbericht Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor das Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen. Unterschrift der Geschäftsführung
München, 7. August 2024 Martin Kreitmair Christopher Zapf
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 14.10.2024 festgestellt. BESTäTIGUNGSVERMERK DES UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERSAn die Tangany GmbH, München Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Tangany GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Tangany GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 7. August 2024 Dohm
. Schmidt . Janka
Iris Abraham, Wirtschaftsprüferin Matthias Schmidt, Wirtschaftsprüfer |
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