Master Data

Registry
Register court Jena HRB 306749
Registered
2/3/2005
Industry
Manufacture of plastic packing goodsManufacture of plastics in primary formsManufacture of builders’ ware of plastic
Purpose
die Herstellung und der Vertrieb von Kunststoffprodukten aller Art, Spritzgussund Druckgusswerkzeugen.

Financial Overview

History

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Management

NameRole
Michael Jubt
since 7/31/2014
Managing Director
Yvonne Schrodt
since 5/30/2006
Managing Director

Beneficial Owners

Beneficial owner data is only accessible to registered users.

Shareholders

3 shareholders

GmbH structure

2 of 3 shown

Germany
€17,500
70.00%
Ilmenau
€6,250
25.00%

Holdings

NameOwnership
70.00%

Balance Sheet Accounts

Profit and Loss Accounts

Account

Financial Report

PRIME-tec GmbH

Zella-Mehlis

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Offenlegungsbilanz zum 31. Dezember 2023

der PRIME-tec GmbH, Zella-Mehlis

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 36.523,00 65.590,00
II. Sachanlagen 3.815.969,52 3.680.147,52
3.852.492,52 3.745.737,52
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 1.768.658,63 1.949.176,02
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.053.225,47 977.905,35
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 359.460,84 654.077,01
3.181.344,94 3.581.158,38
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 78.408,41 23.261,30
7.112.245,87 7.350.157,20

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 7.500,00 20.000,00
II. Andere Gewinnrücklagen 17.500,00 5.000,00
III. Gewinnvortrag 2.994.570,86 3.351.680,32
IV. Jahresfehlbetrag/-überschuss -43.335,00 -69.609,46
2.976.235,86 3.307.070,86
B. SONDERPOSTEN FÜR ZUSCHÜSSE UND ZULAGEN 525.919,00 634.713,00
C. RÜCKSTELLUNGEN 229.771,23 277.889,57
D. VERBINDLICHKEITEN 3.306.450,01 3.023.489,56
E. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 393,62 671,45
F. PASSIVE LATENTE STEUERN 73.476,15 106.322,76
7.112.245,87 7.350.157,20

Offenzulegende Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

der PRIME-tec GmbH, Zella-Mehlis

2023 2022
EUR EUR
1. Rohergebnis 4.473.972,75 4.149.823,05
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -2.103.471,62 -1.998.312,14
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -470.538,10 -435.400,52
- davon für Altersversorgung: EUR 40.436,64 (Vorjahr: EUR 43.137,20) - 2.574.009,72 -2.433.712,66
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -760.183,53 -810.461,16
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.144.137,16 -942.642,68
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: EUR 40,68 (Vorjahr: EUR 133,67)
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 312,89 143,07
- davon Zinserträge aus der Abzinsung von Rückstellungen: EUR 312,89 (Vorjahr: EUR 143,07)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -60.583,91 -52.024,85
- davon Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen: EUR 46,00 (Vorjahr: EUR 172,00)
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 26.532,39 24.504,44
- davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung latenter Steuern: EUR 32.846,61 (Vorjahr: EUR 19.831,70)
8. Ergebnis nach Steuern -38.096,29 -64.370,79
9. Sonstige Steuern -5.238,71 -5.238,67
10. Jahresfehlbetrag -43.335,00 -69.609,46

Offenzulegender Anhang für das Geschäftsjahr 2023

der PRIME-tec GmbH, Zella-Mehlis

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der PRIME-tec GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: PRIME-tec GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Zella-Mehlis
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Amtsgericht Jena
Register-Nr.: HRB 306749

B. Angabe und Erläuterung angepasster Vorjahreszahlen

Der Jahresabschluss enthält einzelne Posten, deren Werte mit den Vorjahreszahlen nicht vergleichbar sind. Um dennoch einen Zeitvergleich beim betreffenden Posten durchführen zu können, wurde der Vorjahreswert angepasst.

Die Anpassung bestand aus folgenden Maßnahmen:

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen wurden im Gegensatz zum Vorjahr gemäß § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen von der Position Vorräte abgesetzt.

§ 268 Abs. 5 Satz 2 HGB sieht für erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen vor, soweit erhaltene Anzahlungen auf Vorräte nicht von dem Posten Vorräte offen abgesetzt werden, unter den Verbindlichkeiten gesondert auszuweisen.

C. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Zuschüsse wurden in Form eines Sonderpostens erfolgsneutral von den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abgesetzt. Dabei wurde nach der indirekten Bruttomethode ein passiver Ausgleichsposten gemäß § 265 Abs. 5 HGB gebildet, der analog der Abschreibungen bzw. der Nutzungsdauer der geförderten und bezuschussten Vermögensgegenstände aufgelöst wird.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von 800,00 EUR wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Die Bewertung der Roh -, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu Anschaffungskosten nach dem Lifo- Verfahren.

Unfertige und fertige Erzeugnisse sind mit den Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Stichtagswert angesetzt. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch die notwendigen Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Soweit erforderlich wurden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Liquide Mittel sind mit dem Nennwert angesetzt.

Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern werden für Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten, die sich in den folgenden Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, ermittelt. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Falle einer sich ergebenden Steuerentlastung (Aktivüberhang) wird vom Wahlrecht nach § 274 HGB Gebrauch gemacht und auf die Aktivierung verzichtet.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

D. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Aufgliederung und die Entwicklung der Anlagenwerte ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist ebenfalls dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Angabe zu Restlaufzeitvermerken der Verbindlichkeiten und der Sicherungsrechte

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gesamt 3.306,5 3.023,5
- davon Restlaufzeit bis 1 Jahr 1.232,7 1.050,7
- davon langfristig (über 1 Jahr) 1.250,9 1.043,6
- darunter Restlaufzeit (über 5 Jahre) 822,9 929,2

Die nachfolgenden Sicherungsarten und Sicherungsformen sind mit den Verbindlichkeiten verbunden:

Grundschulden

Eigentumsvorbehalte Mietkaufverträge

Darüber hinaus bestehen bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen die branchenüblichen Eigentumsvorbehalte.

Latente Steuern

Der Saldo der passiven latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt 73,5 TEUR. Im Laufe des Geschäftsjahres gab es folgende Änderungen am Saldo der latenten Steuern: 32,8 TEUR.

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 106,1 TEUR sonstige jährliche finanzielle Verpflichtungen.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

- Leasingverträge 95,7 TEUR
- Mietverträge 10,4 TEUR

E. Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres beschäftigt:

Anzahl
Arbeiter 53
Angestellte 7
Leitende Angestellte 2
Gesamt 62
davon vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 53
davon teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 9

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Erste Geschäftsführerin: Yvonne Schrodt ausgeübter Beruf: Diplom-Kauffrau
Weitere Geschäftsführer: Michael Jubt ausgeübter Beruf: Diplom-Ingenieur (FH)

Für den Ausweis der Geschäftsführervergütung macht die Gesellschaft von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung i. S. d. § 285 Nr. 33 HGB nach Abschluss des Geschäftsjahres liegen nicht vor.

 

Zella-Mehlis, 19. Juni 2024

gez. Yvonne Schrodt, Geschäftsführer

gez. Michael Jubt, Geschäftsführerin

Offenzulegener Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

der PRIME-tec GmbH, Zella-Mehlis

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Anfangsstand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Endstand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 248.413,95 4.710,00 0,00 253.123,95
II. Sachanlagen 10.066.133,44 862.230,53 143.013,50 10.785.350,47
10.314.547,39 866.940,53 143.013,50 11.038.474,42
Abschreibungen
Anfangsstand 01.01.2023 Abschreibungen im Geschäftsjahr Abgänge Endstand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 182.823,95 33.777,00 0,00 216.600,95
II. Sachanlagen 6.385.985,92 726.406,53 143011,5 6.969.380,95
6.568.809,87 760.183,53 143.011,50 7.185.981,90
Buchwert Buchwert
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 36.523,00 65.590,00
II. Sachanlagen 3.815.969,52 3.680.147,52
3.852.492,52 3.745.737,52

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der PRIME-tec GmbH, Zella-Mehlis

I. Grundlagen der Gesellschaft

Die PRIME-tec GmbH ist ein Unternehmen der kunststoffverarbeitenden Industrie. Tragend sind drei Geschäftsfelder: Zum einen die Herstellung von funktionsrelevanten technischen Kunststoffteilen und hochempfindlicher Sichtteilen als Zulieferer für die Automobilindustrie sowie für die Konsumgüterindustrie (weiße Ware), zum zweiten die Herstellung von Spritzguss- und Druckgusswerkzeugen sowohl für die Nutzung im eigenen Haus als auch für Kunden und zum dritten die Montage von Baugruppen und Teilbaugruppen, vorwiegend für elektrische Kleingeräte.

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, möglichst viele Stufen der Produktrealisierung für unsere Kunden anzubieten. Darunter verstehen wir die Unterstützung bzw. Beratung unserer Kunden im Bereich Entwicklung bis hin zur serienmäßigen Herstellung eines Teils aus einer Hand.

II. Wirtschaftsbericht

II.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaftsleistung 2023 hat sich im Vergleich zum Vorjahr weiter abgeschwächt. Die Konjunktur wurde durch hohe Preise auf allen Wirtschaftsebenen, ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringe Nachfrage aus dem In- und Ausland gedämpft. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in 2023 ist um 0,3 % gesunken. 1

Auch zu Beginn des Jahres 2024 lassen eine anhaltende außenwirtschaftliche Nachfrageschwäche, Streiks im öffentlichen Verkehr, hohe Krankenstände bei den Erwerbstätigen sowie Verzögerungen in den Lieferketten eine konjunkturelle Erholung verzögern. 2

In 2023 haben sich die Verbraucherpreise im Jahresdurchschnitt um 5,9 % gegenüber 2022 erhöht. Damit fiel die Inflationsrate für 2023 geringer aus als im Vorjahr. 3

Aufgrund der ungünstigen Markteinflüsse stieg die Zahl der Arbeitslosen bereits im Januar 2023 mit 0,4 Prozentpunkten auf 5,7 %, blieb jedoch im Jahresverlauf relativ stabil. 4

Die kunststoffverarbeitende Industrie in Deutschland war in 2023 von stark sinkenden Umsätzen gekennzeichnet. Der Branchenumsatz ist in 2023 um 6,0 % auf 72,5 Mrd. EUR geschrumpft. Mit 12,7 Mio. Tonnen wurden in 2023 immerhin 9,0 % weniger Kunststoffe in der Branche verarbeitet. Die Anzahl der Beschäftigten sank auf 319.264. 5

1 Statistisches Bundesamt - Pressemitteilung Nr. 019 vom 15.01.2024
2 BMWK - Pressemitteilung vom 14.02.2024 zur wirtschaftlichen Lage
3 Statistisches Bundesamt - Pressemitteilung Nr. 020 vom 16.01.2024
4 Bundesagentur für Arbeit - Presseinformation vom 03.01.2024
5 GKV - Pressekonferenz vom 14.02.2024

II.2 Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

II.2.1 Ertragslage

Der gesamtwirtschaftliche Jahresverlauf und die damit einhergehende schwache Konjunktur in Deutschland hatten auch einen Einfluss auf das Abrufverhalten unserer Kunden. Die Preissteigerungen in allen gesamtwirtschaftlichen Bereichen und die damit verbundene hohe Inflation beeinflusste das Konsumverhalten zu Beginn des Jahres 2023 enorm. Die ersten beiden Quartale 2023 waren von zögerlichem Abrufverhalten und Lieferterminverschiebungen unserer Kunden geprägt. Erst im Herbst 2023 war eine Belebung des Abrufverhaltens spürbar.

Bezeichnung 2023/ 2022/
TEUR TEUR
Rohergebnis 4.473,9 4.149,8
- Personalaufwand -2.574,0 -2.433,7
- Abschreibung -760,2 -810,5
- sonstige betr. Aufwendungen -1.144,1 -942,6
= Betriebsergebnis -4,4 -37,0
Finanzergebnis -60,3 -51,9

Das Rohergebnis lag im Berichtsjahr 2023 mit 4.473,9 TEUR um 7,8 % über dem Vorjahr. Dies ist nicht auf eine erhöhte Ausbringungsmenge des Produktportfolios des Unternehmens zurück zu führen. Die Kostenexplosionen in 2022 für Energie, Rohstoffe und Personal und die damit korrelierenden Preissteigerungen gegenüber unseren Kunden in 2023 sind hierfür Verursacher.

Trotz Verbesserung der Materialaufwandsquote auf 39,8 % (Vorjahr: 48,3 %) und Personalaufwandsquote auf 34,4 % (Vorjahr: 35,2 %) führte die nicht zeitkongruent mögliche Verrechnung der gestiegenen Kostenstruktur (Energie, Rohstoffe, Personal) an unsere Kunden zu einer Verzerrung des Betriebsergebnisses mit -4,4 TEUR. Das Betriebsergebnis hat sich im Berichtszeitraum um 32,6 TEUR auf -4,4 TEUR verbessert.

Die PRIME-tec GmbH hat in 2023 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 43,3 TEUR (Vorjahr: Jahresfehlbetrag 69,6 TEUR) realisiert. Im Lagebericht des Vorjahres wurde für 2023 mit einem leicht positiven Ergebnis gerechnet. Aufgrund Forderungsverlusten aus dem Jahr 2019 konnte für 2023 kein leicht positives Ergebnis erreicht werden. Nichts desto trotz liegt ein um 26,3 TEUR besseres Jahresergebnis im Vergleich zu 2022 vor. Das Ergebnis passt zu den sich im Jahresverlauf stetig verändernden Erwartungen.

II.2.2 Finanzlage

Die dargestellte Entwicklung hat auch unsere Finanzlage beeinflusst. Die Finanzlage der Gesellschaft ist als unverändert stabil zu bezeichnen. Der Cashflow (Jahresergebnis zzgl. Abschreibung) beträgt 716,9 TEUR (Vorjahr: 740,9 TEUR). Die Gesellschaft verfügt trotz Verbrauch über ausreichend liquide Mittel in Höhe von 359,5 TEUR (Vorjahr: 654,1 TEUR).

Unsere langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben wir planmäßig bedient. Die Kreditverbindlichkeiten sind aufgrund der Neuinvestitionen um 530 TEUR gestiegen und haben einen Anteil an der Bilanzsumme von 31,8 % (Vorjahr 23,5 %). Neuinvestitionen in das Anlagevermögen wurden zum Teil mit 25 % Eigenmitteln finanziert.

Bestehende Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden fristgerecht, meist unter Ausnutzung von Skonto, beglichen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten sind auf 14,7 % der Bilanzsumme gesunken (Vorjahr: 17,6 %).

II.2.3 Vermögenslage

Das Gesamtvermögen sank gegenüber dem Vorjahr um 238,0 TEUR, wobei sich das Umlaufvermögen durch den Verbrauch an liquiden Mitteln (-294,6 TEUR) und Vorräten (-180,5 TEUR) verringerte. Diese flossen zum Großteil mit +135,8 TEUR in das Sachanlagevermögen sowie in den Aufbau der Forderungen +75,4 TEUR.

Die Vermögensstruktur ist durch einen hohen Anteil des Anlagevermögens von 54,2 % (Vorjahr: 51,0 %) gekennzeichnet. 24,9 % sind durch Vorräte (Vorjahr: 26,5 %) gebunden. Der Anteil der Forderungen und sonstiger Vermögensgegenstände stieg auf 14,8 % der Bilanzsumme (Vorjahr: 13,3 %).

Die Vermögenslage der Gesellschaft kann aufgrund der Struktur des kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und der Verbindlichkeiten als stabil bezeichnet werden. Die Bilanzsumme weist einen Wert von 7.112,2 TEUR aus (Vorjahr: 7.350,2 TEUR).

Das Eigenkapital ist um 330,9 TEUR gesunken und beläuft sich auf 2.976,2 TEUR. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 41,8 %. Die zum Vorjahr um 3,2 % niedrigere Eigenkapitalquote lässt sich hauptsächlich auf den Kauf "Eigener Anteile" (85,5 %) und nur zu 14,5 % auf den Jahresfehlbetrag zurückführen.

II.3 Finanzielle Leistungsindikatoren

Das Unternehmen nutzt zur Steuerung und Überwachung im Wesentlichen folgende zwei Leistungsindikatoren:

Rohergebnis,

Betriebsergebnis.

Darin spiegeln sich die wesentlichsten Kostenpositionen des Unternehmens wider und stellen somit die entscheidende Orientierungsgröße für den Unternehmensertrag und die finanzielle Stärke dar. Die Leistungsindikatoren werden in einem monatlichen Reporting erfasst, detailliert ausgewertet und überwacht.

III. Prognosebericht

III.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Prognose

Auch zu Jahresbeginn ist keine spürbare konjunkturelle Verbesserung der deutschen Wirtschaft erkennbar. Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe sind in der Tendenz weiter abwärts gerichtet. Infolge der Bahnstreiks im Frühjahr und der Angriffe auf Schiffe im Roten Meer wurden Lieferketten wieder unterbrochen, die Lieferzeiten haben sich verlängert, Materialengpässe haben zugenommen und sind spürbar.

Im Gegensatz hierzu scheint sich die weltweite Industriekonjunktur langsam zu stabilisieren und im weiteren Jahresverlauf ist mit einer Erholung des Welthandels zu rechnen. Aktuelle Indikatoren lassen eine Stabilisierung des deutschen Außenhandels erwarten. 6

Nach den Energiepreisschocks der letzten zwei Jahre befindet sich die deutsche Wirtschaft im Frühjahr 2024 an einem konjunkturellen Wendepunkt. Die Bundesregierung geht in ihrer Frühjahrsprognose davon aus, dass sich die deutsche Wirtschaft langsam erholt und an Dynamik gewinnt. Als Gründe hierfür werden benannt: niedrigen Inflationsraten, geldpolitische Lockerungen, steigende Löhne und Einkommen, eine stabile Arbeitsmarktentwicklung und eine Belebung der Außenwirtschaft. Die Bundesregierung rechnet in 2024 mit einer Steigerung des Bruttoinlandsprodukts um 0,3 %. 7

Der Arbeitsmarkt ist seit Anfang des Jahres von einer Seitwärtsbewegung geprägt. Nach leichtem Anstieg der Arbeitslosenquote zu Beginn des Jahres liegt sie nunmehr stabil bei ca. 6,0 %. 8 Die Nachfrage nach Arbeit ist weiterhin hoch. Es sind fast 1,7 Mio. offene Stellen ausgewiesen. 9

Positiv zu bemerken ist, dass sich die Inflationsrate nach noch hohen Werten im Jahr 2023 seit Jahresbeginn positiv entwickelt. Im März und April 2024 war eine Rate von 2,2 % zu verzeichnen. 10

6 BMWK - Pressemitteilung vom 15.03.2024 zur wirtschaftlichen Entwicklung
7 BMWK - Artikel Frühjahrsprojektion 2024 vom 26.04.2024
8 Statistisches Bundesamt - Konjunkturindikator Arbeitslosenquote Deutschland
9 BMWK - Artikel Frühjahrsprojektion 2024 vom 26.04.2024
10 Statistisches Bundesamt - Pressemitteilung Nr. 188 vom 14. Mai 2024

III.2 Gesellschaft

Als Folge der aktuellen Marktentwicklung werden von Seiten der Kunststoffhersteller, Lieferanten für Verpackung, Dienstleistern und Logistikunternehmen in 2024 im Vergleich zu 2023 für das zweite Halbjahr Preissteigerungen erwartet. Angekündigt sind ebenfalls eine Verlängerung der Lieferzeiten und abnehmende Verfügbarkeiten für einzelne Vormaterialien. Die Stabilität bei der Versorgung mit Energieprodukten sehen wir ebenfalls kritisch. Inwieweit die Prognosen Auswirkungen auf die PRIMEtec GmbH haben bleibt abzuwarten. Die aktuelle Marktlage ist bepreist, mögliche Preisanpassungen werden gegenüber unseren Kunden kommuniziert.

Die Entwicklung des Auftragsbestandes zeigt sich auf stabil hohem Niveau, wobei Unsicherheiten bei den tatsächlichen Abrufen bzw. Abrufterminen von Kundenseite spürbar sind. Hervorzuheben ist hier der automotive Bereich, der ab Mitte des Jahres einen Auftragsrückgang erkennen lässt.

Wir rechnen damit, dass sich fast alle bereits platzierten Aufträge in Menge und Zeiteinheit umsetzen lassen und sich das Umsatzniveau in 2024 im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöhen wird. Die Maschinenauslastung ist in 2024 gestiegen, wobei eine kapazitative Erhöhung weiter möglich ist. Das Vor-Corona-Niveau ist noch nicht erreicht. In Anbetracht der aktuellen Auftragslage erwarten wir in 2024 wieder ein leicht positives Ergebnis.

Eine Herausforderung bleibt in diesem Zusammenhang auch die Beibehaltung des Personalbestandes. Die Verfügbarkeit von qualifiziertem bzw. befähigten Personal sinkt in der Region weiter und rentenbedingte Fluktuation lässt sich sehr schwer ausgleichen. Die Besetzung freier Arbeitsplätze war aber nach intensiver Suche in den wesentlichen vakanten Stellen erfolgreich.

Unter Berücksichtigung der Dynamik im Markt konnten wir auf die schwierige und unsichere gesamtwirtschaftliche Lage relativ gut reagieren. Signifikante Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft sind derzeit nicht zu beziffern.

IV. Chancen- und Risikobericht

Das in der PRIME-tec GmbH integrierte Reporting und Controlling unterstützt das Risikomanagement der Geschäftsführung darin, Risiken und Chancen frühzeitig zu erfassen, zu bewerten und ausgewogene Gegen- oder Folgemaßnahmen zu eruieren und umzusetzen. Im Schadenfall greifen entsprechende Versicherungen mit ausreichender Deckung, die regelmäßig wiederkehrend überprüft und aktualisiert werden. Das ERP-System spiegelt die Unternehmensprozesse wider und wird kontinuierlich an neue Bedarfe angepasst.

IV.1 Risiken

Die für 2024 sicher zu erwartenden Risiken werden von gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen geprägt sein. Aus heutiger Sicht definieren sich folgende Risiken, die Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft haben:

Auftragsverluste durch Kostenumlagen aufgrund steigender Einkaufspreise von Vormaterialien,

Sinkende Gewinne aufgrund steigender Einkaufspreise von Vormaterialien/Dienstleistungen, ohne die Möglichkeit der Weitergabe an die Kunden,

Auftragsverluste durch Kostenumlagen aufgrund steigender Personal- und Arbeitskosten,

Preisinstabilität von Strom und Energiestoffen sowie hohe Einkaufspreise,

sinkende Verfügbarkeit von qualifizierten Fachkräften und Hilfspersonal,

Auftragsverluste durch Marktbereinigung.

Weiteren Risiken, die die kontinuierliche Entwicklung der Gesellschaft beeinträchtigen könnten, sind aktuell nicht zu erkennen.

VI.2 Chancen

Zwangsläufig hängt die Entwicklung der PRIME-tec GmbH von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ab. Unsere flexiblen und kurzen Reaktionszeiten auf Kundenwünsche sowie unsere qualifizierten und kompetenten Fachkräfte sichern, stabilisieren und erweitern unter Ausnutzung der in der PRIME-tec GmbH etablierten Technologien unsere Marktposition. Für 2024 sieht das Unternehmen Chancen in:

der Neuorientierung des Marktes aufgrund der Lieferkettenthematik und damit Diversifikation des Kundenportfolios,

der Neuorientierung des Marktes aufgrund der gestiegenen Marktpreise,

steigendem Umsatz durch erhöhte Nachfrage und Abarbeitung des hohen Auftragsbestandes,

einer weiteren Optimierung und Erweiterung der Anlagen- und Maschinentechnik,

der Ausrichtung der Investitionstätigkeiten auf Automatisierung im Spritzguss und in der Montage.

Unser Bankenkonzept mit Diversifikation und langfristigen Linien hat sich für die finanzielle Stabilität des Unternehmens erfolgreich ausgewirkt.

V. Forschungsbericht

Unsere Forschungs- und Entwicklungsarbeit richtet sich im Wesentlichen auf den Produktionsprozess im Zusammenspiel mit den zu fertigenden Produkten.

VI. Zweigniederlassungsbericht

Unser Unternehmen verfügt über keine Zweigniederlassung.

 

Zella-Mehlis, 19. Juni 2023

Yvonne Schrodt, Geschäftsführer

Michael Jubt, Geschäftsführer

Der vorstehende zur Offenlegung bestimmte und nach § 326 HGB verkürzte Jahresabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die PRIME-tec GmbH, Zella-Mehlis

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der PRIME-tec GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PRIME-tec GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dresden, 25. Juli 2024

ECOVIS Wirtschaftstreuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Christoph Daut, Wirtschaftsprüfer

gez. Sven Blechschmidt, Wirtschaftsprüfer

Sonstige Berichtsbestandteile

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 23. August 2024 festgestellt.

Der Jahresfehlbetrag 2023 in Höhe von EUR 43.335,00 wird mit dem kumulierten Gewinnvortrag von EUR 2.994.570,86 vollständig verrechnet.

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