innovas GmbHLiquidiert

85737 Ismaning, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 241079
Vorher
innovas Innovative Anwendungssysteme GmbH
Eingetragen
19.2.1990
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
Konzeption und Realisierung von DV-Anwendungssystemen sowie der Bürokommunikation im Auftrag und unter Mitwirkung des Kunden unter Einsatz innovativer Methoden, Verfahren und Techniken. Ferner, den Kunden bei Auswahl und Einsatz derartiger Methoden und Verfahren zu beraten und bei ihrer Schulung zu unterstützen. Auch An- und Verkauf von Hard- und Software jeglicher Art und Vergabe von Benutzungsrechten an Dritte.

Historie

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Management

NameRolle
Jens Rainer Stäcker
seit 23.5.2018
Geschäftsführer

Beteiligungen

NameAnteil
90.91%

Konzern- und Jahresabschlüsse

innovas GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Lagebericht

Grundlagen/Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die innovas GmbH ist ein IT-Lösungs- und Beratungshaus, das sich seit 26 Jahren auf Dienstleistungen und Produkte für den Krankenversicherungsmarkt in Deutschland spezialisiert hat. Seit 2014 wird außerdem der Sachversicherungsmarkt mit Standardsoftwarelösungen im Bereich der Kernverwaltungs- und Querschnittsysteme adressiert. Mit mehr als 250 Mitarbeitern in den Standorten Hamburg und Köln werden neben den Kernkomponenten Vertrag, Leistung, Rechnungsprüfung und Produkt auch sämtliche Querschnittsysteme wie In-/Exkasso, Partner, Provision oder BI/Statistik entwickelt und in Kundenprojekten eingeführt. Ergänzend zu den IT-Lösungen bietet die innovas GmbH fachliche Dienstleistungen für Krankenversicherer an.

Struktur der Gruppe (Stand 31.12.2016)

innovas GmbH ist 100%ige Tochter der msg systems ag, München.

Beteiligungen der innovas GmbH

94% Global Side GmbH, München

51% innovas Produkt GmbH, Hamburg

40% innovas Service GmbH, Köln

Des Weiteren ist innovas Teil einer Arbeitsgemeinschaft für ein Kundenprojekt in Österreich, in der die ProFontis Software GmbH & Co. KG, Hamburg, Konsortialführer ist.

Strategie und Ziele

Seit Gründung im Jahr 1990 hat sich innovas auf den deutschen Krankenversicherungsmarkt spezialisiert. Das Know-how-Spektrum umfasst sehr fundierte fachliche als auch technologische Kompetenz. Innerhalb der msg-Gruppe ist innovas für den nationalen und internationalen Krankenversicherungsmarkt sowie In-/Exkasso, Partner und Provision verantwortlich.

Ziel ist die langfristige Festigung der führenden Rolle als Anbieter für IT-Lösungen, Beratungs- und Dienstleistungen im deutschen Krankenversicherungsmarkt und die strategische Etablierung der Produkte im europäischen Markt auf Basis der Standardsoftware innovas insurance suite.

In Kooperation mit der Muttergesellschaft msg systems ag ist die zunehmende Etablierung der Standardsoftware im deutschen Sachversicherungsmarkt ein weiteres wichtiges Ziel.

1. Geschäftsentwicklung

2. Entwicklung des wirtschaftlichen Umfeldes

1. Krankenversicherungsmarkt

Es sind vier wesentliche Innovationsrichtungen von IT-Investitionen im deutschen Krankenversicherungsmarkt erkennbar:

Unterstützung neuer Vertriebskanäle und spartenübergreifende Prozessorganisation

Automatisierung von Geschäftsabläufen

Ausrichtung auf neue gesetzliche Vorgaben

Migration und Integration von externen Versicherungsbeständen

"Digitalisierung" und "Disruption" hat auch die Versicherungswirtschaft erreicht. Die zunehmende Dynamik des Marktumfelds erfordert größtmögliche Flexibilität im Vertrieb von Versicherungsprodukten (beispielsweise im Hinblick auf Unterstützung kleinteiligen Geschäfts über neue Vertriebskanäle). Voraussetzung hierfür sind geschlossene, weitestgehend automatisierte Wertschöpfungsketten ausgehend von den Kernkomponenten ("Systems of Record") bis hin zu den Vertriebssystemen ("Systems of Engagement").

In Folge entsteht eine Welle der Modernisierung der gesamten IT im Versicherungsmarkt.

Für Teile des Marktes der privatwirtschaftlichen Versicherungsunternehmen haben zudem spartenübergreifende Plattformlösungen auf Basis etablierter Standardsoftwareprodukte einen großen Bedeutungszuwachs bekommen.

Hintergrund ist zum einen ein Aufweichen der Grenzziehung zwischen Versicherungssparten (zum Beispiel zwischen Kompositgeschäft und Krankenzusatzversicherungen, die nach Art der Schadenversicherungen ohne Bildung von Deckungsrückstellungen kalkuliert werden).

Zum anderen gewinnen in einem dynamischen Marktumfeld kurze Implementierungszeiten und die Komplexitätsreduktion durch Vermeidung von Schnittstellen an Bedeutung. Folglich müssen Querschnittskomponenten (u.a. In-/Exkasso, Partner, Provision oder BI/Statistik) alle spartenspezifischen Kernkomponenten (Vertrag, Leistung, Rechnungsprüfung und Produkt) durchgängig unterstützen.

Für den Bereich der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) ist weiterhin eine Marktkonzentration durch Fusionen zu beobachten.

Die Optimierung der Leistungsausgaben ist im Krankenversicherungsmarkt der größte Hebel zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit. Die Nachfrage nach professioneller Fachberatung und Dienstleistungen - insbesondere im Leistungskontext - ist dementsprechend groß.

2. Sachversicherungsmarkt

Die Sachversicherer zeigen eine weiter zunehmende Investitionsbereitschaft.

Abweichend zur Lebens- und Krankenversicherung sind die für Deutschland spezifischen regulatorischen Besonderheiten wesentlich geringer, wodurch dieses Marktsegment auch durch internationale Anbieter von Standardlösungen adressiert wird und damit eine deutlich stärker ausgeprägte Wettbewerbssituation einhergeht.

Gleichzeitig wecken aus Betriebs- und Kostenaspekten spartenübergreifende Lösungen das besondere Interesse deutscher Versicherungskonzerne. Gemeinsam mit dem Gesellschafter msg und weiteren Partnerunternehmen bietet innovas eine spartenübergreifende Standardsoftware an. Aus Anbietersicht wachsen die Märkte Kranken- und Sachversicherung zusammen.

3. Beihilfemarkt

Großprojekte sind im Beihilfemarkt lediglich als Folge von Ausschreibung auf Ebene des Bundes, von Bundesländern oder vergleichbar großen Dienstherren zu erwarten. Entsprechende Ausschreibungen gehen mit langen Vorlaufzeiten einher. Bedingt durch den Rückzug eines Anbieters wird mit dem Bedarf an Lösungen im Kontext der sogenannten Fachverfahren, Workflowsystemen und Prüfkomponenten zur Belegprüfung und zur Unterstützung der Beihilfefestsetzung gerechnet.

Um den weitaus größeren Markt mittelgroßer bis kleiner Dienstherren bedienen zu können, werden Software-as-a-Service und Full-Service-Dienstleistungen auf Basis von innovas-Produkten über die Beihilfe-Service Gesellschaft (BSG) angeboten. In diesem Bereich konnten im Berichtsjahr zahlreiche Kunden akquiriert werden, was sich in der Folgeperiode transitiv über die Beteiligungsverhältnisse an der innovas Produkt GmbH und der Global Side - die beide BSG-Anteile halten - positiv auf das Ergebnis der innovas auswirken werden.

1. Geschäftsverlauf und Vergleich mit prognostiziertem Verlauf

1. Krankenversicherungsmarkt

Analog zum prognostizierten Verlauf konnte die innovas GmbH im Berichtsjahr ihre führende Marktposition für IT-Verwaltungssysteme im Bereich der privaten Krankenversicherung (PKV) behaupten. Es wurden mehrere Projekte akquiriert und somit die Standardsoftware als Branchenlösung weiter etabliert. Hier wird in den kommenden Jahren bedingt durch die Projektlaufzeiten mit moderatem Umsatzwachstum gerechnet.

Im Bereich der Krankenhausrechnungsprüfungssoftware ist die Situation durch den Wettbewerb mit im Wesentlichen einem weiteren Mitbewerber gekennzeichnet.

Bezogen auf die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) konnte der Anteil an Standardsoftwareinstallationen wie prognostiziert leicht erhöht werden. In diesem Marktsegment wird auch zukünftig mit moderat wachsenden Marktanteilen und steigendem Umsatz und Ergebnisbeitrag gerechnet.

In den Märkten PKV und Unfallversicherung sowie in der Schweiz besteht Marktführerschaft der innovas GmbH - in Folge ist mit keinem nennenswerten Wachstum in diesem Bereich zu rechnen.

Im Bereich der Beratungs- und Dienstleistungen für Krankenversicherer konnte ein Großkunde hinzugewonnen werden. Die optimistischen Prognosen konnten deutlich übererfüllt werden. Für das Folgejahr wird bezogen auf den Umsatz ein moderates Wachstum erwartet.

2. Sachversicherungsmarkt

Die Entwicklung der Sachversicherungslösung verläuft im Rahmen eines Pilotkundenprojekts planmäßig.

3. Beihilfemarkt

Die in 2016 gestarteten Kundenprojekte werden geplant in 2017 eingeführt. Für 2017 wird mit einem moderaten Umsatzwachstum gerechnet. Die Beteiligungserträge der im Beihilfemarkt tätigen Tochterunternehmen werden das Ergebnis der innovas positiv beeinflussen.

Umsatz- und Auftragsentwicklung

Gegenüber dem Vorjahr sowie der Planung konnten Umsatz, Ergebnis und die Umsatzrendite im Geschäftsjahr 2016 gesteigert werden. Für 2017 wird eine Forstsetzung dieses positiven Verlaufs antizipiert.

Investitionen

Im Berichtsjahr entfällt das Investitionsvolumen in Höhe von 948 TEuro im Wesentlichen auf Ersatz- und Neubeschaffungen im Sachanlagevermögen (461 TEuro) und auf Anschaffungskosten für Gesellschaftsanteile an der Global Side GmbH (200 TEuro) sowie eine Kapitalerhöhung bei der innovas Service GmbH (130 TEuro).

Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres

Es wurden im Jahr 2016 Anteile an der Beihilfe Service Gesellschaft erworben und ebenfalls im Jahr 2016 an die innovas Produkt GmbH weiterveräußert.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Es haben sich nach Schluss des Geschäftsjahres keine Sachverhalte ergeben.

3. Darstellung der Lage

1. Vermögenslage

Die Bilanzsumme im Geschäftsjahr 2016 hat sich im Vergleich zum Vorjahr (27.129 TEuro) um 2.567 TEuro (9,46%) auf 29.696 TEuro erhöht.

Die Erhöhung des Vermögens resultiert überwiegend aus der Erhöhung des Anlagenbestandes (+ 78 TEuro), des Forderungsbestandes (+ 2.489 TEuro) sowie der Erhöhung der flüssigen Mittel (+ 384 TEuro), denen eine Verringerung der unter Vorräte ausgewiesene Leistungen (- 492 TEuro), gegenübersteht. Wie im Vorjahr erfolgte im Geschäftsjahr keine Ausschüttung an den Anteilseigner, was zu dem erhöhten Bestand an Finanzmitteln geführt hat.

Die Umlaufvermögensintensität erhöhte sich von 34,8% auf 39,9%. Ebenfalls erhöhte sich die Eigenkapitalquote von 46,6% auf 52,34%.

Kennzahlen zur Vermögenslage Berichtsjahr 2016 Vorjahr 2015 Zu-/Abnahme
in %
Bilanzsumme (in TEuro) 29.695 27.129 9,46%
Anlagenintensität 58,82% 64,10% -8,24%
Umlaufvermögensintensität 39,85% 34,84% 14,38%
Eigenkapitalquote 52,34% 46,55% 12,42%
Fremdkapitalquote 47,66% 53,45% -10,82%
Kfr. Fremdkapitalquote 95,86% 95,76% 0,10%
Lfr. Fremdkapitalquote 4,14% 4,24% -2,36%

2. Finanzlage

Die innovas GmbH finanziert sich zu 52,34% (Vj. 46,55%) aus Eigenmitteln. Neben den Eigenmitteln stellt die Finanzierung durch die msg Gruppe mit Darlehen zum Zweck des Beteiligungserwerbs eine weitere wesentliche Finanzierungsquelle dar.

Aufgrund des Eigenkapitals steht der innovas GmbH 15.542 TEuro (Vj. 12.630 TEuro) langfristiges Kapital zur Verfügung. Dieser Betrag übersteigt das langfristig gebundene Vermögen deutlich. Die innovas GmbH weist damit eine stabile Finanzierungsstruktur auf.

Der innovas GmbH stehen am Bilanzstichtag liquide Mittel in Höhe von 3.851 TEuro (Vj. 3.467 TEuro) zur Verfügung. Die Gesellschaft erwirtschaftete im Geschäftsjahr einen positiven operativen Cash Flow in Höhe von 2.201 TEuro (Vj. 3.779 TEuro). Dieser führte unter anderem zu einer Erhöhung der liquiden Mittel von 3.467 TEuro auf 3.851 TEuro. Die innovas GmbH verfügt damit und mit Blick auf ihre Verpflichtungen über eine solide Liquiditätsausstattung.

Kennzahlen zur Finanzlage Berichtsjahr 2016 Vorjahr 2015 Zu-/Abnahme
in %
Anlagendeckung EK 88,98% 72,63% 22,50%
Anlagendeckung lfr. Kapital 92,33% 76,16% 21,23%
Working Capital (in TEuro) -1.734 -4.433 -60,89%
Working Capital Current ratio 87,22% 68,07% 28,13%

3. Ertragslage

Die innovas GmbH konnte in 2016 ein EBIT von 1.664 TEuro (Vj. 602 TEuro) und einen Jahresüberschuss in Höhe von 2.912 TEuro (Vj. 1.776 TEuro) erwirtschaften. Das Ergebnis liegt damit über dem des Vorjahres.

Kennzahlen zur Ertragslage Berichtsjahr 2016 Vorjahr 2015 Zu-/Abnahme
in %
Eigenkapitalrentabilität 25,47% 17,62% 44,57%
Gesamtkapitalrentabilität 12,63% 7,80% 61,92%
Umsatzrentabilität 9,79% 7,64% 28,18%
Personalkostenanteil 47,22% 54,83% -13,87%

Umsatz als auch Jahresüberschuss im Geschäftsjahr 2016 erhöhten sich um 17,8 % bzw. 64,0 %.

Vom Gesamtumsatz entfielen im Geschäftsjahr 2016 30.445 TEuro auf Inlandsumsätze, 7.431 TEuro davon wurden mit verbunden Unternehmen der msg Gruppe erbracht. 780 TEuro entfielen auf Auslandsumsätze, 10 TEuro davon wurden mit verbundenen Unternehmen der msg Gruppe erbracht.

Der Umsatzanstieg im Inland resultiert insbesondere aus einem Anstieg der Festpreisprojekte mit Drittkunden, sowie einem Anstieg der erbrachten Beratungsleistungen im Unternehmensverbund. Im Auslandsgeschäft dagegen wurde der Vorjahresumsatz aus Beratungsleistungen sowie aus Wartungsleistungen nicht wieder erreicht. Insgesamt konnte allerdings das für 2016 gesteckte Umsatzziel 30.600mit 31.224 TEuro übertroffen werden.

Der Anstieg des Betriebsergebnisses resultiert im Wesentlichen aus einem Anstieg der Betriebsleistung (+9.557 TEuro), dem verminderte sonstige betriebliche Erträge

(- 2.043 TEuro) sowie ein gegenüber dem Vorjahr erhöhter Materialaufwand (+ 3.614 TEuro) und Personalaufwand (+ 2.454 TEuro) gegenüberstehen.

Zum Jahresergebnis beigetragen hat mit 1.822 TEuro (Vj. 1.439 TEuro) das Finanzergebnis. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus einer Erhöhung der Erträge aus Beteiligungen von 1.446 TEuro auf 1.786 TEuro, sowie der Reduzierung der Zinsaufwendungen von 506 TEuro auf 371 TEuro.

Die Entwicklung der innovas GmbH spiegelt sich auch in der Entwicklung der Renditekennzahlen wider. So verbesserten sich, wie in der Tabelle oben dargestellt, sowohl die Gesamtkapital- als auch die Umsatzrentabilität.,Der Personalkostenanteil ist dabei bezogen auf das Betriebsergebnis von 54,8% auf 47,2% gesunken.

Die Auftragslage und der Umfang der zusätzlich gewonnenen Aufträge der innovas GmbH waren im Geschäftsjahr 2016 sehr gut.

Insgesamt konnte die innovas GmbH die Umsatz- und Ergebnisentwicklung gegenüber dem Geschäftsjahr 2015 verbessern.

4. Erläuterung der Kennzahlen

Kennzahl Formel

Anlageintensität Anlagevermögen / Gesamtkapital

Umlaufvermögensintensität Umlaufvermögen / Gesamtkapital

Eigenkapitalquote Eigenkapital / Gesamtkapital

Fremdkapitalquote Fremdkapital gesamt / Gesamtkapital

Kfr. Fremdkapitalquote kurzfristiges Fremdkapital / Fremdkapital

Lfr. Fremdkapitalquote langfristiges Fremdkapital / Fremdkapital

Anlagendeckung EK Eigenkapital / Anlagevermögen

Anlagendeckung lfr. Kapital (Eigenkapital + langfristiges Fremdkapital) / Anlagevermögen

Working Capital Umlaufvermögen - kurzfristiges Fremdkapital

Working Capital Current ratio Umlaufvermögen / kurzfristiges Fremdkapital

Eigenkapitalrentabilität Ergebnis gewöhnliche Geschäftstätigkeit / (AB Eigenkapital + EB Eigenkapital) / 2

Gesamtkapitalrentabilität Ergebnis gewöhnliche Geschäftstätigkeit / (AB Gesamtkapital + EB Gesamtkapital) / 2

Umsatzrentabilität Ergebnis gewöhnliche Geschäftstätigkeit / netto Betriebsleistung

Personalkostenanteil Personalaufwand / netto Betriebsleistung

4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

1. Personal- und Sozialbereich

Die Personalkapazität ist stark auf 258 (Vorjahr 207) gestiegen. Damit ist der Personalzuwachs gegenüber der Prognose mehr als doppelt so hoch ausgefallen - gleichwohl konnte die Umsatzrendite gesteigert werden. Die personelle Entwicklung wird sich im nächsten Jahr gegenüber 2016 verlangsamen.

2. Forschung und Entwicklung

Im Berichtsjahr wurde, ausgelöst durch das Pflegestärkungsgesetz II, fachliche Anforderungsanalyse und Konzeption im Umfeld der Pflegeversicherung durchgeführt.

Gemeinsam mit einem Pilotkunden aus der Gesetzlichen Krankenversicherung wurde begonnen, Mechanismen der Künstlichen Intelligenz (KI) in die Prozesse der Rechnungsprüfung zu integrieren.

Die Entwicklung der Standardsoftware für Sachversicherer durch die innovas Produkt GmbH und msg-systems ag wurde weiter vorangetrieben.

5. Risiko- und Chancenbericht

1. Risiken und Risikomanagement

Die anstehende Bundestagswahl beeinflusst insbesondere den Markt der privaten Krankenversicherung negativ hinsichtlich der Investitionsbereitschaft. Die Niedrigzinsphase erschwert weiterhin das Marktumfeld. Gleichwohl wirkt das Thema "Digitalisierung" stimulierend auf den Gesamtmarkt.

Der Umsatz ist auf viele Kunden verteilt. Über einhundertfünfzig Kostenträger im Gesundheitswesen setzen Softwareprodukte der innovas GmbH ein und über sechzig Kunden nehmen auf regelmäßiger Basis Beratungs-, Schulungs- und Dienstleistungen der innovas GmbH in Anspruch. Somit bestehen zu großen Teilen des Zielmarktsegments etablierte Geschäftsbeziehungen.

Die zehn größten Kunden tragen zu ca. 50 % zum Umsatzvolumen bei. Darunter befinden sich neben Software- auch Dienstleistungsprojekte und damit einhergehend auch eine Diversifizierung des Leistungsportfolios bei Großkunden. D.h. ein eintretendes Projektausfallrisiko wäre zu kompensieren.

Bedingt durch Veränderungen des Marktumfelds ergeben sich gleichzeitig in den Kerntätigkeitsbereichen neue Vertriebsmöglichkeiten.

Das Risiko der Personalentwicklung ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert groß geblieben. Die Gewinnung neuer Mitarbeiter ist für die Abwicklung von Aufträgen für das kommende Geschäftsjahr notwendig.

Für die Gewinnung von IT-Fachkräften gibt es ein etabliertes Stipendienprogramm mit der Fachhochschule Wedel, in dessen Folge jährlich mindestens drei Absolventen aus dem Bereich (Wirtschafts-) Informatik an die innovas GmbH herangeführt werden. Weiterhin wird neben der Agentur für Arbeit eine Vermittlungsgesellschaft beauftragt, geeignete Bewerber für die innovas GmbH im medizinischen Bereich und für Entwicklungstätigkeiten zu finden.

2. Chancen

Analog zu den Jahren 2015 und 2016 erwirtschaften die Lebens- und Krankenversicherer mit ihren Kapitalanlagen derzeit kaum die notwendigen Gewinne zur Erfüllung der garantierten Leistungen. In 2017 werden IT-Investitionen weiterhin vor allem im Bereich der Sachversicherer erwartet, die wenig von der Niedrigzinsphase betroffen sind. Die Standardsoftwarelösung für Sachversicherer adressiert somit das derzeit investitionsaffinste Versicherungssegment. In Verbindung mit der innovas Standardsoftwarelösung für Krankenversicherer sowie der korrespondierenden Lösung der msg-Life für Lebensversicherer kann seit 2016 die für viele Kunden interessante spartenübergreifende Lösung auf einer technischen Plattform geboten werden.

Im Bereich der Rechnungsprüfung ist analog zum Jahr 2016 mit einem weiteren Ausbau der Marktposition sowohl bei Standardsoftware als auch bei Beratung und Dienstleistung zu rechnen. In 2016 konnten in diesem Segment erwartungsgemäß weniger Neukunden als in den Vorjahren gewonnen werden (bedingt dadurch, dass die Lösungen der innovas die Märkte bereits zu einem hohen Anteil durchdringen). Im Jahr 2017 wird sich diese Entwicklung voraussichtlich weiter fortsetzen.

6. Prognosebericht

Für das Jahr 2017 sind bereits große Teile des Geschäfts vertraglich abgesichert oder verbindlich zugesagt. Dies wird insbesondere dadurch begünstigt, dass neben reinen Projektbeauftragungen wesentliche Teile des Umsatzes auf Standardsoftwareverträge auf Basis jährlicher Nutzungsgebühren (Softwaremiete) sowie auf dauerhaft angelegte Dienstleistungsbeauftragungen im Kontext der Abrechnungsprüfung von Leistungsausgaben entfallen.

An beiden Standorten der innovas besteht Vollauslastung.

Der Geschäftserfolg wird moderat über dem des zurückliegenden Jahres 2016 liegen.

Für das Jahr 2017 sieht die Planung der innovas GmbH eine leichte Zunahme bei Umsatz und Ergebnis vor.

Bilanz

Aktiva

31.12.2016
EUR
31.12.2015
EUR
A. Anlagevermögen 17.467.136,00 17.388.934,61
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 174.562,00 577.367,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 174.562,00 577.367,00
II. Sachanlagen 584.187,00 432.980,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 584.187,00 432.980,00
III. Finanzanlagen 16.708.387,00 16.378.587,61
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 102.000,00 102.000,00
2. Beteiligungen 16.606.387,00 16.276.587,61
B. Umlaufvermögen 11.833.925,88 9.452.262,41
I. Vorräte 406.919,72 898.519,28
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, offen abgesetzt 6.411.664,98 511.781,32
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7.575.273,09 5.086.748,95
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.335.808,37 233.772,11
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.364.090,16 345.532,11
3. sonstige Vermögensgegenstände 4.875.374,56 4.507.444,73
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 544.052,26 543.309,14
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.851.733,07 3.466.994,18
C. Rechnungsabgrenzungsposten 352.675,43 250.207,67
D. Aktive latente Steuern 41.694,00 38.077,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 29.695.431,31 27.129.481,69

Passiva

   
  31.12.2016
EUR
31.12.2015
EUR
A. Eigenkapital 15.541.544,49 12.629.720,04
I. gezeichnetes Kapital 402.500,00 402.500,00
II. Gewinnvortrag 12.227.220,04 10.451.681,39
III. Jahresüberschuss 2.911.824,45 1.775.538,65
B. Rückstellungen 3.595.615,00 2.533.903,00
C. Verbindlichkeiten 10.447.861,59 11.901.049,50
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 27.536,98 42.490,55
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 27.536,98 42.490,55
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.923.622,50 11.095.602,15
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.985.622,50 11.095.602,15
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 322.262,14 86.579,94
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 322.262,14 86.579,94
4. sonstige Verbindlichkeiten 1.174.439,97 676.376,86
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.159.921,82 650.744,83
D. Rechnungsabgrenzungsposten 110.410,23 64.809,15
Bilanzsumme, Summe Passiva 29.695.431,31 27.129.481,69

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2016 - 31.12.2016
EUR
1.1.2015 - 31.12.2015
EUR
1. Rohergebnis 23.494.517,99 19.594.327,20
2. Personalaufwand 17.299.282,91 14.845.472,58
a) Löhne und Gehälter 14.390.631,02 12.153.063,93
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.908.651,89 2.692.408,65
davon für Altersversorgung 574.350,23 575.365,63
3. Abschreibungen 738.685,19 642.473,28
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 738.685,19 642.473,28
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.751.540,80 3.477.311,10
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 1.982,98 23.324,07
5. Erträge aus Beteiligungen 1.786.000,00 1.445.610,99
6. auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne 466.223,66 494.798,94
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 611,34 4.568,99
davon aus Abzinsung 0,00 2.500,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 370.624,16 505.561,17
davon an verbundene Unternehmen 346.291,74 449.791,73
davon aus Abzinsung 23.053,00 54.045,00
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 3.587.219,93 2.068.487,99
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag 634.689,87 265.376,87
a) Ertrag aus der Veränderung latenter Steuern 3.617,00 13.174,00
11. sonstige Steuern 40.705,61 27.572,47
12. Jahresüberschuss 2.911.824,45 1.775.538,65

Ergebnisverwendung

Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstands / der Geschäftsleitung

Durch Gesellschafterversammlung am 05.10.2017 wurde beschlossen:

1. Der Jahresabschluss zum 31.12.2016 wird festgestellt.

2. Der Jahresüberschuss 2016 der Gesellschaft in Höhe von 2.911.824,45 Euro wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

gez. Johann Zehetmaier für msg systems AG

gez. Johann Weber für msg systems AG

Anhang

Allgemeine Angaben

Die innovas GmbH hat ihren Sitz in Hamburg und wird beim Amtsgericht Hamburg unter der Handelsregisternummer HRB 43859 geführt.

Der Jahresabschluss der innovas GmbH wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrages zu beachten.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind entsprechend den §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) gegliedert.

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Aktiva

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen.

Der planmäßigen Abschreibung liegen bei entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenständen Nutzungsdauern zwischen 3 und 5 Jahren und bei Sachanlagegütern Nutzungsdauern zwischen 2 und 13 Jahren zugrunde.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten unter 150 Euro wurden im Zugangsjahr in voller Höhe aufwandswirksam erfasst.

Im Rahmen des Finanzanlagevermögens wurden die Beteiligungen zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere beizulegende Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind Rückdeckungsansprüche aus der Lebensversicherung zu Rückkaufswerten bewertet.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die Auflösung des Posten erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Die zu berücksichtigenden latenten Steuern beruhen auf Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen.

Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt auf Grundlage des geltenden Körperschaftsteuersatzes sowie den entsprechenden gewerbesteuerlichen Hebesätzen. Für das abgelaufene Geschäftsjahr ergab sich unter Berücksichtigung von Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer ein Steuersatz von 30%, aktive und passive latente Steuern werden verrechnet.

Passiva

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurde eine Rückstellung gebildet. Die Rückstellung wurde in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach den handelsrechtlichen Vorschriften abgezinst wurde. Die Bewertung erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen zum Barwert unter Berücksichtigung eines durchschnittlichen Zinssatzes von 4,06% p.a. der vergangenen 10 Jahre (im Vorjahr durchschnittlicher Zinsatz von 4,00% p.a. der vergangenen 7 Jahre), einem Rententrend von 1,90% für den Arbeitnehmeranteil bzw. 0,00% für den Unternehmeranteil und den Richttafeln 2005 G von Klaus Heubeck.

Im Zuge der mit dem Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) geänderten Bewertung der laufenden Pensionen oder Anwartschaften auf Pensionen ergab sich zum Bilanzstichtag ein Unterschiedsbetrag zwischen Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren in Höhe von 35.196 Euro. Dieser abzinsungsbedingte Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Sofern die Tageswerte über den Erfüllungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt.

Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgte bei den Forderungen sowie bei den Verbindlichkeiten mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag.

Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Erträge für einen Zeitraum danach darstellen.

Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände im Jahr ist in einer Anlage zum Anhang dargestellt.

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 1.336 TEuro (Vj. 234 TEuro) sind 1.336 TEuro (Vj. 234 TEuro) zugleich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Gesellschafterin msg systems AG betreffen 288 TEuro (Vj. 234 TEuro).

In den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (1.364 TEuro/ Vj. 346 TEuro), sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.351 TEuro (Vj. 332 TEuro) sowie sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 13 TEuro (Vj. 14 TEuro) enthalten.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden Steuererstattungen ausgewiesen, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen. Diese betreffen die Körperschaftsteuer (175 TEuro; Vj. 263 TEuro) sowie Vorsteuerbeträge im Folgejahr abziehbar (39 TEuro; Vj. 19 TEuro).

Aktive latente Steuern in Höhe von 42 TEuro (Vj. 38 TEuro) resultieren aus der Gesamtbetrachtung der Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen. Die sich insgesamt ergebenden aktiven latenten Steuern betreffen im Wesentlichen die unterschiedliche Bewertung der Pensionsrückstellung in der Handelsbilanz und Steuerbilanz.

Es besteht eine Ausschüttungssperre in Höhe der aktivierten latenten Steuern von 42 TEuro (Vj. 38 TEuro) sowie in Höhe des abzinsungsbedingten Unterschiedsbetrages aus der Ermittlung der Rückstellung für Pensionsverpflichtungen von 35 TEuro (Vj. 0 TEuro).

Gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von 8.924 TEuro (Vj. 11.096 TEuro). Davon sind zugleich Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.381 TEuro (Vj. 3.599 TEuro) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 288 TEuro (Vj. 392 TEuro). Bei 8.636 TEuro (Vj. 10.704 TEuro) handelt es sich um sonstige Verbindlichkeiten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von 322 TEuro (Vj. 87 TEuro) sind wie im Vorjahr vollständig zugleich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Aus Mietverträgen hat die Gesellschaft bis zum 30.06.2019 Mietverpflichtungen von insgesamt 3.216 TEuro (inklusive Umsatzsteuer). Darüber hinaus bestehen Verpflichtungen aus Leasingverträgen bis zum 30.09.2020 von insgesamt 423 TEuro (inkl. Umsatzsteuer).

Zum Abschlussstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Vorjahreszahlen der Umsatzerlöse sind aufgrund der Neufassung von § 277 Abs. 1 HGB durch das BilRUG nicht vergleichbar. Bei Anwendung des § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des BilRUG hätten sich für das Vorjahr Umsatzerlöse in Höhe von 28.549 TEuro ergeben.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen wurden korrespondierend zu dem Ausweis der Umsatzerlöse aufgrund der Neufassung mit dem BilRUG erweitert. Die Vorjahreszahlen sind daher nicht vergleichbar. Bei analoger Anwendung in der Fassung des BilRUG, hätten sich für das Vorjahr Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von 9.628 TEuro ergeben.

Sonstige Pflichtangaben

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Herrn Jens Stäcker, Kaufmann, Herrn Maik Callies, Kaufmann, Herrn Alexander Gessner, Kaufmann, und Herrn Dr. Ingo Schröder, Kaufmann, geführt.

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres hat die Gesellschaft im Jahresdurchschnitt 221 Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführer) beschäftigt , davon 16 Verwaltungsangestellte und 205 fachliche Angestellte.

Das Gesamthonorar des Wirtschaftsprüfers, aufgegliedert nach seinen Vergütungsbestandteilen für die im Einzelnen genannten Tätigkeitsbereiche, gem. § 285 Nr. 17 HGB wird im Konzernabschluss der Muttergellschaft msg group GmbH angegeben.

Die Gesamtbezüge der tätigen Geschäftsführer belaufen sich für das Berichtsjahr auf 2.929 TEuro (Vj. 1.951 TEuro).

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Geschäftsführern wurden 572 TEuro (Vj. 589 TEuro) zurückgestellt. Es wurden Pensionszahlungen von 50 TEuro (Vj. 50 TEuro) geleistet.

Die innovas GmbH ist zum Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen beteiligt:

Unternehmen Sitz Beteiligung Eigenkapital
in TEuro
Letztes Jahresergebnis
in TEuro
innovas Produkt GmbH Hamburg 51,0% 200 466 *
Global Side GmbH München 94,0% 2.297 ** 1.947 **
innovas Service GmbH Köln 40,0% 228 ** 79 **
Arbeitsgemeinschaft ProFontis / innovas GbR Hamburg 37,0% -31 ** -2 **

* Vor Gewinnabführung gemäß Ergebnisabführungsvertrag

** Stand per 31.12.2015

Die Stimmrechte der innovas GmbH bei der Global Side GmbH liegen unter 50%.

Die innovas GmbH ist unbeschränkt haftende Gesellschafterin der Arbeitsgemeinschaft ProFontis / innovas GbR, Hamburg.

Die Gesellschaft war zum Bilanzstichtag ein 100%iges Tochterunternehmen der msg systems AG mit Sitz in Ismaning, die ihrerseits ein 100%iges Tochterunternehmen der msg group GmbH mit Sitz in Ismaning ist, die einen befreienden Konzernabschluss und Konzernlagebericht gemäß § 291 HGB aufstellt. Dieser Konzernabschluss (gleichzeitig kleinster und größter Konsolidierungskreis) wird vom Konzernunternehmen aufgestellt. Der Konzernabschluss ist beim Mutterunternehmen erhältlich und im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2016 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

 

Hamburg, 12. April 2017

gez. Jens Stäcker, Geschäftsführer

gez. Maik Callies, Geschäftsführer

gez. Alexander Gessner, Geschäftsführer

gez. Dr. Ingo Schröder, Geschäftsführer

Anlagespiegel

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2016
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2016
Euro
A. Anlagevermögen          
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Konzessionen, gewerbliche Schhutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.332.110,96 26.202,37 6.412,00 0,00 2.351.901,33
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 2.332.110,96 26.202,37 6.412,00 0,00 2.351.901,33
II. Sachanlagen          
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.267.360,22 460.939,82 82.761,74 0,00 1.645.538,30
Summe Sachanlagen 1.267.360,22 460.939,82 82.761,74 0,00 1.645.538,30
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 102.000,00 0,00 0,00 0,00 102.000,00
2. Beteiligungen 16.276.587,61 461.003,45 131.204,06 0,00 16.606.387,00
Summe Finanzanlagen 16.378.587,61 461.003,45 131.204,06 0,00 16.708.387,00
Summe Anlagevermögen 19.978.058,79 948.145,64 220.377,80 0,00 20.705.826,63
kumulierte Abschreibungen 01.01.2016
Euro
Abschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Abgänge
Euro
Zugänge
Euro
kumulierte Abschreibungen 31.12.2016
Euro
Zuschreibungen Geschäftsjahr
Euro
A. Anlagevermögen            
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
1. Konzessionen, gewerbliche Schhutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.754.743,96 429.007,37 6.412,00 0,00 2.177.339,33 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 1.754.743,96 429.007,37 6.412,00 0,00 2.177.339,33 0,00
II. Sachanlagen            
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 834.380,22 309.677,82 82.706,74 0,00 1.061.351,30 0,00
Summe Sachanlagen 834.380,22 309.677,82 82.706,74 0,00 1.061.351,30 0,00
III. Finanzanlagen            
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 2.589.124,18 738.685,19 89.118,74 0,00 3.238.690,63 0,00
Buchwert 31.12.2016
Euro
Buchwert 31.12.2014
Euro
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Konzessionen, gewerbliche Schhutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 174.562,00 577.367,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 174.562,00 577.367,00
II. Sachanlagen    
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 584.187,00 432.980,00
Summe Sachanlagen 584.187,00 432.980,00
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 102.000,00 102.000,00
2. Beteiligungen 16.606.387,00 16.276.587,61
Summe Finanzanlagen 16.708.387,00 16.378.587,61
Summe Anlagevermögen 17.467.136,00 17.388.934,61

Bestätigungsvermerk

Der nachfolgende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss,

der hier aufgrund der Inanspruchnahme von Erleichterungen nur teilweise offengelegt wird.

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der innovas GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grund-sätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie die Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Landshut, den 28. April 2017

CONTROL TREUHAND GMBH
WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT
bSTEUERBERATUNGSGESELLSCHAFT

JOHANN WESTERMEIER, Wirtschaftsprüfer

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