msg life global GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Dr. Guppenberger seit 22.2.2022 | Geschäftsführer |
Angela Grünwald seit 9.7.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
msg group GmbHIsmaningKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernbilanz 2022AKTIVA
Rundungsdifferenzen werden vernachlässigt Konzerngewinn- und -verlustrechnung 2022
Rundungsdifferenzen werden vernachlässigt Konzernanhang 2022Allgemeine AngabenDie msg group GmbH mit Sitz in Ismaning, geführt beim Amtsgericht München unter der Handelsregisternummer HRB 178867, hat den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 nach den gesetzlichen Vorschriften der §§ 290 ff HGB und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Konzerngewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Das Geschäftsjahr für den Konzern und die konsolidierten Unternehmen entspricht dem Kalenderjahr. Gemäß § 298 Absatz 1 i. V. m. § 244 HGB wurde der Konzernabschluss in Euro aufgestellt. Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit sind sämtliche gesetzlich vorgeschriebenen Vermerke zu Posten der Konzernbilanz sowie der Konzerngewinn- und Verlustrechnung im Anhang dargestellt. Aufgrund der Darstellung der Werte in TEUR können sich für vereinzelte Posten Rundungsdifferenzen ergeben. KonsolidierungskreisTochterunternehmenDer Konsolidierungskreis umfasst - neben der Muttergesellschaft msg group GmbH - 35 (Vorjahr 28) inländische und 52 (Vorjahr 47) ausländische Tochterunternehmen, bei denen der msg group GmbH die Mehrheit der Stimmrechte unmittelbar und mittelbar zusteht bzw. die Beherrschungsmöglichkeit besteht. Nachfolgend genannte Unternehmen wurden im Berichtszeitraum erstmals in den Konsolidierungskreis einbezogen bzw. entkonsolidiert:
Im Zusammenhang mit den Erstkonsolidierungen sind die Ausweise und Angaben des Berichtsjahres nur bedingt mit denen des Vorjahres vergleichbar. Um diese Veränderungen besser darzustellen, wird in den einzelnen Bilanz- und GuV-Positionen auf die wesentlichen Veränderungen aus Erstkonsolidierungen hingewiesen. Im Hinblick auf die Entkonsolidierung der Plaut (Schweiz) Consulting AG ergeben sich im Geschäftsjahr keine wesentlichen Auswirkungen auf einzelne Bilanz- und GuV-Positionen. Die Vergleichbarkeit mit den Vorjahreswerten ist sichergestellt. Aus diesem Grund wird auf eine separate Darstellung der Effekte aus Entkonsolidierung im Konzernanhang verzichtet. Im Geschäftsjahr wurden die Anteile an der msg industry advisors AG um 7,7 Prozent und an der MSG GLOBAL SOLUTIONS DO BRASIL LTDA. um 20,0 Prozent reduziert. Drei Tochterunternehmen (Vorjahr 5), deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist, wurden nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Neben den Erstkonsolidierungen ergab sich im Geschäftsjahr durch die Verschmelzung von acht Tochterunternehmen folgende Änderung innerhalb des Konsolidierungskreises: Die msg services AG wurde mit der msg treorbis GmbH verschmolzen. Die Gesellschaft firmiert nach der Verschmelzung unter dem Namen msg services GmbH. Die impavidi GmbH wurde mit der msg GillardonBSM AG verschmolzen. Die Gesellschaft firmiert heute unter dem Namen msg for banking ag. Die K.Group Business Development GmbH wurde mit der M3 Management Consulting GmbH verschmolzen. Darüber hinaus wurde im Geschäftsjahr die passbrains GmbH auf die msg systems AG verschmolzen. Die Aufstellung aller Tochterunternehmen des Konsolidierungskreises wird nicht in diesem Abschnitt, sondern in der separaten Anlage I: Anteilsbesitz dargestellt. Assoziierte UnternehmenFünf Unternehmen (Vorjahr 7) werden als assoziierte Unternehmen gemäß §§ 311 ff. HGB in den Konzernabschluss einbezogen. Für zwei assoziierte Unternehmen (Vorjahr 2), deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist, unterbleibt die At Equity-Bewertung. Aus der erstmaligen Einbeziehung im Geschäftsjahr von zwei zum Erwerbszeitpunkt zugegangenen assoziierten Unternehmen ergaben sich Unterschiedsbeträge. Die Unterschiedsbeträge aus den Anschaffungskosten und dem anteiligen Eigenkapital werden dem Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet und linear abgeschrieben. Am Ende des Geschäftsjahres beläuft sich dieser auf insgesamt 19.271 TEUR (Vorjahr 24.590 TEUR). Die Summe der negativen Equity-Werte beträgt zum Bilanzstichtag 1.122 TEUR (Vorjahr 462 TEUR). Die Aufstellung aller assoziierten Unternehmen des Konsolidierungskreises wird nicht in diesem Abschnitt, sondern in der separaten Anlage I: Anteilsbesitz dargestellt. KonsolidierungsgrundsätzeDie Kapitalkonsolidierung wird für alle Gesellschaften, die ab dem Geschäftsjahr 2010 neu zum Konzern gehören, nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs 1 Satz 2 HGB) durchgeführt. Die Kapitalkonsolidierung wird gemäß Art. 66 Abs. 3 EGHGB für bis zum 31.12.2009 in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen beibehalten. Ein nach der Verrechnung verbleibender aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert auf der Aktivseite ausgewiesen und über die betriebliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Für nicht dem Konzern gehörende Anteile an vollkonsolidierten Tochterunternehmen wird ein entsprechender Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter gebildet. Resultieren aus den Konsolidierungsmaßnahmen der §§ 300 bis 305 HGB Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden und ihren steuerlichen Wertansätzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder abbauen, so werden die sich zukünftig ergebenden Steuerentlastungen beziehungsweise Steuerbelastungen als aktive beziehungsweise passive latente Steuern in der Konzernbilanz angesetzt. Die assoziierten Unternehmen werden in der Konzernbilanz mit den anteiligen Buchwerten angesetzt. Die Schuldenkonsolidierung erfolgt durch Eliminierung der Forderungen und den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Zwischenergebnisse, Aufwendungen und Erträge zwischen allen einbezogenen und vollkonsolidierten Gesellschaften wurden eliminiert. WährungsumrechnungIn den Einzelabschlüssen werden die Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Bankguthaben in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Im Konzernabschluss erfolgt die Umrechnung der Bilanzposten von nicht in EUR bilanzierenden Tochterunternehmen gemäß § 308a HGB nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Dabei werden die Aktiv- und Passivposten der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse, mit Ausnahme des Eigenkapitals, welches zum historischen Kurs umgerechnet wird, zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag in EUR umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnungen der nicht in EUR bilanzierenden Tochterunternehmen werden mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Die aus der Währungsumrechnung resultierenden Differenzen werden gemäß § 308a HGB innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen im Posten Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung ausgewiesen. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen werden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften nach den folgenden einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. AktivaDie entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bei einer Nutzungsdauer zwischen 3 und 7 Jahren, bewertet. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßige linear abgeschrieben bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Geschäfts- oder Firmenwerte aus Erstkonsolidierungen und sukzessiven Anteilserhöhungen werden über eine planmäßige Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die planmäßige Nutzungsdauer ist primär durch die Lebenszyklen der Produkte des erworbenen Unternehmens sowie damit zusammenhängenden Absatz- und Wartungsverträgen begründet. Die planmäßige Nutzungsdauer, i. d. R. 5 Jahre, sowie die voraussichtliche Restnutzungsdauer für die einzelnen Geschäfts- oder Firmenwerte liegen jeweils zwischen 1 und 4 Jahren. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Das Gebäude wird nach § 7 Abs. 5 EStG mit 2,5 Prozent p. a. abgeschrieben. Die Nutzungsdauer der übrigen Sachanlagegüter beträgt zwischen 3 und 15 Jahren. Die Abschreibungen erfolgen linear. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die assoziierten Unternehmen wenden vom Konzernabschluss abweichende Bewertungsmethoden an. Auf eine Anpassung an die einheitliche Bewertung im Rahmen der Equity-Bilanzierung wurde verzichtet. Das Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach Kürzung um Ertragsteuern ausgewiesen. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den Einzelkosten in angemessenem Umfang eingerechnete Gemeinkosten und Abschreibungen. Das Prinzip der verlustfreien Bewertung wird beachtet. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden offen von den Vorräten abgesetzt. Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände sowie flüssigen Mittel sind grundsätzlich mit den Nominalwerten angesetzt. Forderungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr werden abgezinst und zum Barwert bilanziert. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Für das allgemeine Kreditrisiko sowie zur Abdeckung von Zinsverlusten wird eine Pauschalwertberichtigung i. d. R. von 0,5 Prozent des Nettoforderungsbestandes gebildet. Der Ansatz der Wertpapiere des Umlaufvermögens erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert am Abschlussstichtag. Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Die zu berücksichtigenden latenten Steuern beruhen auf temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögens- und Schuldposten sowie auf steuerlichen Verlustvorträgen. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt auf Grundlage des geltenden Steuersatzes zur Ermittlung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag. Diese werden individuell für die jeweiligen Gesellschaften im Rahmen der konzerneinheitlichen Bewertung ermittelt. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge sind in dem Maße zu bilden, in dem es wahrscheinlich ist, dass die steuerlichen Verlustvorträge in der Zukunft genutzt werden können. Dementsprechend wurden aktive latente Steuern auf steuerliche Verluste unter Berücksichtigung ihrer Realisierbarkeit innerhalb der nächsten 5 Jahre angesetzt. Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage der einzelnen Länder zum Realisationszeitpunkt gelten. Die Wirkung von Steuersatzänderungen auf latente Steuern wird mit Inkrafttreten der gesetzlichen Änderung ergebniswirksam erfasst. Latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen werden im Rahmen der Konzernabschlusserstellung auf der Grundlage eines konzernübergreifenden Steuersatzes in Höhe von 30 Prozent ermittelt. Aktive und passive latente Steuern werden verrechnet. PassivaRückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck oder der BVG 2020 Generationentafel bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Weiter wurde ein Rententrend von 1,0 bzw. 2,1 Prozent für Direktzusagen und 1,0 Prozent für die Unterstützungskassenzusagen angenommen. Für eine Schweizer Landesgesellschaft beträgt der Rententrend 0,0 Prozent. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller anderen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Bei zwei österreichischen Tochtergesellschaften werden die Rückstellungen für pensionsähnliche Verpflichtungen (Abfertigungsrückstellung) nach versicherungsmathematischen Regeln mit dem Teilwert auf der Basis von einem Zinssatz von 1,0 Prozent und 1,4 Prozent bewertet. Eine vergleichbare Rückstellung bei einer philippinischen und indischen Tochtergesellschaft wird auf Basis eines Zinssatzes von 7,2 und 7,6 Prozent bewertet. Die Steuerrückstellungen werden in Höhe der voraussichtlichen Steuerbelastungen gebildet. Die sonstigen Rückstellungen werden mit dem Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken und der zu erwartenden Preis- und Kostensteigerungen angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr, werden mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt. Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Erträge für einen Zeitraum danach darstellen. Angaben zur KonzernbilanzAnlagevermögen
Rundungsdifferenzen werden vernachlässigt Immaterielle Vermögensgegenstände und SachanlagenBei den immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich im Wesentlichen um Geschäfts- oder Firmenwerte aus Unternehmensakquisitionen sowie um Softwarelizenzen und um Rechte an Softwareprogrammen, die von Dritten erworben wurden. Im Einzelnen ist diese Position im vorstehenden Anlagenspiegel dargestellt. Darüber hinaus sind in dieser Bilanzposition durch Anteilserwerbe der Vorjahre und des aktuellen Geschäftsjahres aufgedeckte stille Reserven in Höhe von 1.992 TEUR (Vorjahr 3.732 TEUR) enthalten. Diese werden über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 5-10 Jahren linear abgeschrieben. Die Abschreibung betrug im Geschäftsjahr 2.812 TEUR (Vorjahr 1.955 TEUR). Die Zugänge beim Geschäfts- oder Firmenwert resultieren im Wesentlichen aus der Erstkonsolidierung der im Geschäftsjahr erworbenen Anteile sowie der sukzessiven Anteilserhöhung an bereits erworbenen Gruppengesellschaften. Diese werden als Erwerbsvorgang gemäß DRS 23.172 abgebildet. Bezüglich der Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen wird auf den Anlagenspiegel verwiesen. FinanzanlagenDie sonstigen Ausleihungen betreffen mit 309 TEUR (Vorjahr 792 TEUR) assoziierte Unternehmen. Bezüglich der Entwicklung der Finanzanlagen wird auf den Anlagenspiegel verwiesen. UmlaufvermögenVorräteDie Vorräte beinhalten überwiegend noch nicht abgerechnete Leistungen bei Kundenaufträgen. Der Wertansatz enthält zum Teil Festpreisprojekte, die unter Berücksichtigung der verlustfreien Bewertung aktiviert wurden. Als weitere Position fallen hierunter die Waren, die ausschließlich Hardware- und Softwarekomponenten betreffen. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeFolgende Forderungen haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr:
Forderungen gegenüber Gesellschaftern sind in den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr 187 TEUR) enthalten. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen, sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr 121 TEUR) und sonstige Forderungen in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr 78 TEUR) enthalten. In den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 486 TEUR (Vorjahr 1.524 TEUR) und sonstige Forderungen in Höhe von 21 TEUR (Vorjahr 29 TEUR) enthalten. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten antizipative Posten in Höhe von 28.409 TEUR (Vorjahr 16.093 TEUR) aus Überzahlungen von Ertragssteuern und Umsatzsteuer, im Folgejahr abziehbare Vorsteuern und im Ausland erstattungsfähige Steuern. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände der erstmalig einbezogenen Tochterunternehmen betrugen zum Bilanzstichtag insgesamt 4.269 TEUR. WertpapiereDiese Position beinhaltet im Wesentlichen Fondsanteile und US-Staatsanleihen, die der kurzfristigen Geldanlage dienen. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und SchecksHierbei handelt es sich um Schecks und Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten sowie sonstige kurzfristige Geldanlagen. Die liquiden Mittel der erstmalig einbezogenen Tochterunternehmen betrugen zum Bilanzstichtag insgesamt 8.732 TEUR. Aktiver RechnungsabgrenzungspostenDie Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Versicherungsprämien, Mieten, Wartungsverträge, Beiträge und sonstige Kostenabgrenzungen. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten der erstmalig einbezogenen Tochterunternehmen betrugen zum Bilanzstichtag insgesamt 168 TEUR. Aktive latente SteuernAktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt dabei mit den jeweiligen unternehmensindividuellen Steuersätzen, die im Geschäftsjahr 2022 für inländische Gesellschaften bei 30,0 Prozent und für ausländische Gesellschaften zwischen 5,0 Prozent und 40,0 Prozent lagen. Die aktiven latenten Steuern in Höhe von 22.228 TEUR (Vorjahr 16.740 TEUR) resultieren aus der Gesamtbetrachtung der Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen. Die sich insgesamt ergebenden aktiven latenten Steuern betreffen im Wesentlichen aktive latente Steuern auf Drohverlust-, Pensions-, Urlaubs-, Überstunden- und Jubiläumsrückstellungen. Darin enthalten sind aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 13.651 TEUR (Vorjahr 8.348 TEUR). Von den aktiven latenten Steuern wurden passive latente Steuern in Höhe von 11.955 TEUR abgesetzt. Die passiven latenten Steuern ergeben sich vor allem aus der abweichenden Bewertung von immateriellen Vermögensgegenständen, Sachanlagevermögen und Fremdwährungsbankbeständen. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der VermögensverrechnungAnsprüche aus Rückdeckungsversicherungen wurden mit Rückstellungen für Zeitwertkonten verrechnet. Die folgende Tabelle zeigt die nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechneten Beträge:
EigenkapitalDas gezeichnete Kapital ist im Handelsregister mit 10.000 TDM eingetragen. Bezüglich der Entwicklung des Eigenkapitals wird auf den Eigenkapitalspiegel verwiesen. RückstellungenPensionsrückstellungenAnsprüche aus Rückdeckungsversicherungen wurden mit den Pensionsrückstellungen verrechnet. Die folgende Tabelle zeigt die in der Bilanz verrechneten Beträge:
Der Differenzbetrag in Höhe von 24.301 TEUR (Vorjahr 23.681 TEUR) wird auf der Passivseite der Bilanz ausgewiesen. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt 1.131 TEUR (Vorjahr 1.767 TEUR). Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB
Die Pensionsrückstellungen der erstmalig einbezogenen Tochterunternehmen betrugen zum Bilanzstichtag insgesamt 276 TEUR. SteuerrückstellungenDie Steuerrückstellungen betreffen ungewisse Verpflichtungen aus ertragsabhängigen Steuern zum Bilanzstichtag. Die Steuerrückstellungen der erstmalig einbezogenen Tochterunternehmen betrugen zum Bilanzstichtag insgesamt 554 TEUR. Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen betreffen überwiegend Verpflichtungen im Personal- und Sozialbereich, Gewährleistungsverpflichtungen, Kundenboni, ausstehende Eingangsrechnungen, Abschluss- und Prüfungskosten sowie sonstige ungewisse Verbindlichkeiten und Zahlungsverpflichtungen. Verbindlichkeiten
Für die Verbindlichkeiten bestehen im üblichen Umfang branchenübliche bzw. kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten. Passiver RechnungsabgrenzungspostenHierbei handelt es sich im Wesentlichen um die Abgrenzung von Einnahmen aus Projekt-, Wartungs-, Miet- und Leasingverträgen, die den Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten der erstmalig einbezogenen Tochterunternehmen betrugen zum Bilanzstichtag insgesamt 848 TEUR. HaftungsverhältnisseGegenüber Kunden des Konzernverbundes wurden verschiedene Patronatserklärungen bzw. Vertragserfüllungsbürgschaften abgegeben, welche die vereinbarungs- und termingerechte Erbringung der zugesagten Dienstleistungen beinhalten. Das Gesamtvolumen der abgesicherten Projekte beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 137.560 TEUR. Die darin enthaltenen Verpflichtungen aus Bürgschaften belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 370 TEUR. Aufgrund der aktuellen Projektsituation ist von keiner Inanspruchnahme auszugehen. Sonstige finanzielle VerpflichtungenDer Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt 154.143 TEUR und beinhaltet Miet-, Pacht-, Leasing- und Wartungsverträge sowie sonstige Verpflichtungen. Erläuterungen zur KonzernkapitalflussrechnungDie Zahlungsmittel umfassen Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 282.496 TEUR; davon werden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 695 TEUR abgesetzt. Erläuterungen zum KonzerneigenkapitalspiegelZum Bilanzstichtag steht den Gesellschaftern ein Ausschüttungsbetrag in Höhe von 41.095 TEUR zur Verfügung. Angaben zur Konzerngewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöseDie Verteilung der Umsatzerlöse auf die einzelnen Geschäftsbereiche und Arten stellt sich wie folgt dar: Umsatz nach Branchen
Umsatz nach Art
Von den Umsatzerlösen 2022 entfallen 864.707 TEUR 68,5 Prozent (Vorjahr 826.324 TEUR und 69,9 Prozent) auf Inlandsumsätze und 398.249 TEUR mit 31,5 Prozent (Vorjahr 356.213 TEUR mit 30,1 Prozent) auf Auslandsumsätze. Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, Sachbezügen, Währungsumrechnung sowie Versicherungserstattungen. Erträge aus der Währungsumrechnung betrugen 5.029 TEUR (Vorjahr 2.931 TEUR). Die periodenfremden Erträge belaufen sich auf 8.124 TEUR (Vorjahr 7.087 TEUR). Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. PersonalaufwandDer Personalaufwand enthält Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 13.901 TEUR (Vorjahr 11.379 TEUR). Der Personalaufwand der erstmalig einbezogenen Tochterunternehmen betrugen im Geschäftsjahr insgesamt 8.681 TEUR. AbschreibungenHinsichtlich der Aufgliederung und Zusammensetzung der Abschreibungen wird auf den Konzernanlagenspiegel und die dort ausgewiesenen Zugänge bei den kumulierten Abschreibungen verwiesen. In den Abschreibungen enthalten sind außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung in Höhe von 240 TEUR (Vorjahr 2.380 TEUR). Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Raumkosten, Werbe- und Reisekosten, Reparatur- und Instandhaltungskosten, Fahrzeugkosten, Leasingaufwendungen, Rechts- und Beratungskosten sowie Personalbeschaffungskosten. Der Aufwand aus der Währungsumrechnung betrug im Geschäftsjahr 6.005 TEUR (Vorjahr 3.913 TEUR). Die periodenfremden Aufwendungen belaufen sich auf 146 TEUR (Vorjahr 746 TEUR). Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Aufwendungen aus dem Abgang von Vermögenswerten und Forderungen. In den sonstigen betrieblichen Aufwänden ist ein außerordentlicher Aufwand aus einer Vertragsauflösung in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr 1.000 TEUR) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen der erstmalig einbezogenen Tochterunternehmen betrugen im Geschäftsjahr insgesamt 1.984 TEUR. Finanzergebnis
Im Finanzergebnis sind Aufwände aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von 1.264 TEUR (Vorjahr 1.808 TEUR) sowie Erträge aus der Abzinsung Rückstellungen in Höhe von 73 TEUR (Vorjahr 535 TEUR) enthalten. In den Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens sind außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 1.125 TEUR (Vorjahr 67 TEUR) enthalten. Steuern vom Einkommen und ErtragEnthalten sind insgesamt Erträge aus der Zuführung und Auflösung latenter Steuern in Höhe von 4.527 TEUR (Vorjahr Erträge 3.309 TEUR). Die Steuern vom Einkommen und Ertrag der erstmalig einbezogenen Tochterunternehmen betrugen im Geschäftsjahr insgesamt 341 TEUR. Sonstige AngabenVorschüsse und Kredite an OrganmitgliederEs bestehen Darlehensforderungen in Höhe von insgesamt 16.486 TEUR (Vorjahr 12.323 TEUR) gegen die msg Objektgesellschaft GmbH & Co. KG, Ismaning, und msg E-3-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG, Ismaning, an der der geschäftsführende Gesellschafter als Kommanditist beteiligt ist. Die Darlehensbedingungen sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:
AbschlussprüferhonorarDas vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt 663 TEUR (Vorjahr 660 TEUR) und teilt sich wie folgt auf:
NachtragsberichtIm Jahr 2023 wurde die Mehrheit der Anteile an den folgenden Gesellschaften erworben
MitarbeiterDie durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter des Konzerns betrug im Geschäftsjahr 10.031 (Vorjahr 9.171), davon sind 231 (Vorjahr 218) leitende Angestellte. In Ausbildung befindliche Mitarbeiter gab es 2022 durchschnittlich 114 (Vorjahr 103). GeschäftsführungIm Geschäftsjahr 2022 war zur Geschäftsführung des Mutterunternehmens berechtigt: Herr Johann Zehetmaier, Geschäftsführer Von der Schutzklausel gemäß § 314 Abs. 3 i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht. Befreiung nach HGBFür folgende Kapitalgesellschaften wird von der Möglichkeit des § 264 Abs. 3 HGB zur Befreiung von der Pflicht zur Aufstellung, Prüfung und Offenlegung des Jahresabschlusses Gebrauch gemacht: CONPLAN GmbH, Ismaning und minnosphere GmbH, Ismaning.
Ismaning, 31. Oktober 2023 Johann Zehetmaier Anlage I: AnteilsbesitzFolgende Unternehmen wurden im Geschäftsjahr als vollkonsolidierte Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen
1 direkter Kapitalanteil an den
Tochterunternehmen
Folgenden Unternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist, wurden im Geschäftsjahr nicht als vollkonsolidierte Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen.
35 direkter Kapitalanteil (Stimmrechtsanteil) an
den assoziierten Unternehmen
Folgende Unternehmen wurden im Geschäftsjahr im Rahmen der Equity Konsolidierung als assoziierte Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen
38 direkter Kapitalanteil (Stimmrechtsanteil) an
den Tochterunternehmen
Übrige Beteiligungen sowie Beteiligungen im Sinne des § 313 Abs. 2 Nr. 2 HGB in Verbindung mit § 311 Abs. 2 HGB
Konzernkapitalflussrechnung 2022
Rundungsdifferenzen werden vernachlässigt Konzerneigenkapitalspiegel 2022
Rundungsdifferenzen werden vernachlässigt Konzernlagebericht 2022Allgemeine GeschäftsgrundlagenGeschäftstätigkeit und Strategiemsg ist eine unabhängige, international agierende Unternehmensgruppe mit weltweit über 10.000 Mitarbeitenden. Sie ist in 32 Ländern vertreten und unterstützt ihre Kunden bei der digitalen Transformation. Zum Leistungsspektrum des im Jahr 1980 gegründeten Unternehmens zählen Business- und IT-Consulting sowie die Entwicklung von Standardsoftware und Individuallösungen für die Branchen Automotive, Banking, Consumer Products, Food, Healthcare, Insurance, Life Science & Chemicals, Manufacturing, Public Sector, Telecommunications, Travel & Logistics sowie Utilities. Eigenständige Gesellschaften decken im Unternehmensverbund die Bandbreite unterschiedlicher Branchen- und Themenschwerpunkte ab. Dabei bildet die msg systems AG den Kern der Unternehmensgruppe und arbeitet fachlich und organisatorisch eng mit den Gesellschaften zusammen. So werden die Kompetenzen, Erfahrungen und das Know-how aller Mitglieder zu einem ganzheitlichen Lösungsportfolio mit messbarem Mehrwert für die Kunden gebündelt. Dabei sieht sich das Unternehmen für die Herausforderungen des Marktes sehr gut aufgestellt. Die strategischen Rahmenparameter von msg haben sich in der Vergangenheit immer wieder als Erfolgsfaktoren bestätigt und bleiben daher unverändert bestehen. Sie setzen sich wie folgt zusammen:
Alle msg-Gesellschaften haben im Jahr 2022 an der weiteren Umsetzung der Unternehmensstrategie "Roadmap 2025" gearbeitet, aus der die Ziele für die einzelnen Gesellschaften abgeleitet werden. Im aktuellen Lünendonk-Ranking der "25 führenden IT-Beratungs- und Systemintegrations-Unternehmen in Deutschland" ist msg in diesem Jahr auf Platz 6 gelistet. Management und OrganisationOrganisationsstrukturDie Management- bzw. Führungsstruktur des Unternehmens orientiert sich in erster Linie an den Erfordernissen des operativen Geschäfts und den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Märkte. Wichtigstes Merkmal der Managementstruktur ist die hierarchische Trennung der strategischen Unternehmensführung von der Leitung der operativen Einheiten im Tagesgeschäft. Damit festigt msg das im Geschäftsmodell verankerte Prinzip der vernetzten Dezentralität und trägt gleichzeitig den umfangreichen und stetig wachsenden Leitungsaufgaben und dem sehr dynamischen wirtschaftlichen Umfeld Rechnung. Darüber hinaus gewährleistet diese Struktur eine hohe Effizienz in Steuerung und Führung der Unternehmensgruppe. Wertesystem und LeitlinienUnsere gruppenweiten Werte sind eine tragende Säule unseres Erfolgs. Nach diesen richten wir uns im Arbeitsalltag ebenso wie bei strategischen Entscheidungen. Sie sind die treibende Kraft für unsere Zusammenarbeit in der msg-Gruppe und prägen unsere Unternehmenskultur. Unser Leitsatz bringt unseren Anspruch auf den Punkt: Im Einklang mit unserer Verantwortung für Mitarbeitende, Kunden, Unternehmen und Gesellschaft agieren wir stets überlegt und suchen nach zukunftsfähigen, intelligenten und wirtschaftlich erfolgreichen Lösungen. Unser Wertesystem gibt uns dabei Orientierung und bildet die Basis unseres Denkens und Handelns.
Die Mission, Vision und das Ziel von msg werden wie folgt im Unternehmen kommuniziert:
Mit dem Code of Conduct der msg wurde ein Verhaltenskodex entwickelt, der das Selbstverständnis von msg ausdrückt - intern im Umgang miteinander und extern im Verhalten gegenüber Kunden, Partnern und Lieferanten. KonzernverbundDer Konzernverbund msg besteht aus der Muttergesellschaft msg group GmbH, 87 (Vorjahr 75) Tochtergesellschaften und Enkelgesellschaften in Deutschland, Österreich, Schweiz, Australien, Brasilien, Bulgarien, China, Frankreich, Großbritannien, Indien, Italien, Kanada, Kasachstan, Korea, Kroatien, Malta, Mexiko, Niederlanden, Philippinen, Polen, Portugal, Rumänien, Russland, Serbien, Singapur, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ukraine, Ungarn und USA: BELTIOS GmbH ist ein produktunabhängiges Beratungsunternehmen für die Versicherungs- und Finanzdienstleistungsbranche. Ergänzt wird das Leistungsangebot um fachliche und aktuarielle Beratung von Lebensversicherungsgesellschaften. Baeriswyl Tschanz & Partner AG steht für die Entwicklung nachhaltiger Strategien, Konzepte und Durchführung von Analysen in den Bereichen Informatik, Telekommunikation und Organisation. Die Kernkompetenzen liegen dabei auf dem Consulting, Project Management sowie Lean & Agile. checkpoint.eco. GmbH stellt mit einem umfassenden Beratungsportal interaktive Energie- und Beratungs-Checks zur Verfügung, die den Energiebedarf, Energieverbrauch sowie den CO 2 -Fußabdruck privater, öffentlicher und gewerblicher Immobilien ermitteln. CONPLAN GmbH ist ein unabhängiges Beratungs- und Systemhaus, das sich als ganzheitlicher Lösungsanbieter versteht. CONPLAN agiert branchenunabhängig, jedoch mit den Schwerpunkten Insurance, Financial Services und Healthcare. Contovista AG entwickelt datenbasierte White-Label-Banking sowie Data-Analytics-Lösungen für Banken in der Schweiz. Digital Seals GmbH konzentriert sich auf die intuitive Frontend-Entwicklung auf Basis modernster CX/UX/UI-Methoden sowie die Entwicklung neuer digitaler Geschäftsmodelle. Aber auch Backend-Entwicklung, Produkt- und Projektmanagement sowie Beratung gehören zum Leistungsspektrum. DIPKO GmbH hat sich mit der "Digitalen Plattform für kommunale Services" auf digitale Lösungen für Städte, Gemeinden und kommunale Unternehmen spezialisiert. ergon.design Gesellschaft für Arbeits- und Produktgestaltung mbH konzipiert benutzerzentrierte Prozesse und erstellt intuitiv bedienbare Oberflächen. finnova AG Bankware steht für innovative Banking-Lösungen am Schweizer Finanzmarkt - in der Entwicklung, im Betrieb und in der Beratung. Mit dem firmeneigenen Produkt "Finnova Banking Software" unterstützt finnova Banken und BPO-Provider dabei, ihre Banking-Standardfunktionen effizient abzuwickeln. In Ergänzung zur Finnova Banking Software wird das Service- und Lösungs-Portfolio sukzessive ausgebaut, insbesondere in den Bereichen SaaS, Quality-Assurance-Services, DWH und Consulting. Global Side GmbH und ihre Tochtergesellschaften sind innovative und stark spezialisierte Lösungspartner für die Versicherungs- und Finanzdienstleistungsbranche. Mit den Produkten und Expertensystemen zur Rechnungsprüfung und -regulierung bei Krankenversicherungen (ZABAS) haben sie eine starke Marktposition in der europäischen Versicherungs- und Finanzwirtschaft inne. innovas GmbH ist ein IT-Lösungs- und Beratungshaus, das sich auf Dienstleistungen und Produkte für den Krankenversicherungsmarkt in Deutschland und der Schweiz spezialisiert hat. Mit mehr als 190 Mitarbeitenden werden Softwarekomponenten für spezialisierte Aufgaben der Krankenversicherung entwickelt, IT-Projekte durchgeführt und fachliche Dienstleistungen in großem Umfang erbracht. Iteanova Consult GmbH ist Spezialist für Lösungen im Umfeld komplexer und mehrstufiger, logistischer Planungsszenarien. Das SAP-Beratungshaus agiert dabei auch im europäischen Ausland und wird hier von seiner Tochter Iteanova Tec. Ltd. mit Sitz in Malta unterstützt. M3 Management Consulting GmbH und deren Töchter sind Transformationspartner für Unternehmen mit netzbasierten Geschäftsmodellen im Energie- sowie Telekommunikationssektor in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sie schaffen individuelle und nachhaltige End-to-End-Lösungen für die strategische Ausrichtung, die Konzeption neuer Geschäftsmodelle oder organisationale und technologische Herausforderungen. Im Jahr 2022 wurde die K. Group Business Development Services GmbH auf die Gesellschaft verschmolzen. minnosphere GmbH ist der Innovations-Inkubator und Business-Solution-Builder der msg-Gruppe, der seine Kunden bei der digitalen Transformation zur schnellen und agilen Gestaltung von Ideen zu digitalen Lösungen und Geschäftsmodellen begleitet. msg BiN GmbH unterstützt bei der Umsetzung digitaler Barrierefreiheit und Inklusion. Sie testet Websites, Applikationen und Dokumente auf Barrierefreiheit und gibt konkrete Lösungswege und Maßnahmen zur Verbesserung an die Hand. msg care assist AG hat sich auf Entwicklung, Vertrieb und Bereitstellung von Softwarelösungen und IT-Produkten im Bereich der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung und der Gesundheit spezialisiert. msg DAVID GmbH unterstützt ihre Kunden aus der Automobilbranche mit innovativen und stabilen Softwarelösungen bei der Einführung und Optimierung von Geschäftsprozessen. msg for banking ag (vormals msg GillardonBSM AG) bietet als Software- und Beratungshaus Business-Consulting, Standard- und Individualentwicklungen sowie Systemintegration aus einer Hand und realisiert mit langjähriger Branchen- und IT-Kompetenz Projekte bei Rechenzentren und Finanzdienstleistern jeder Größenordnung. Mit ihrer Expertise in den Themen Strategie & Geschäftsmodelle, Finance, Risk & Compliance, Capital Markets, Payments und Digital Transformation & IT unterstützt msg for banking die Stabilität und Zukunftsfähigkeit von Banken und berät sie bei der Optimierung ihres Geschäftserfolges. msg for banking verknüpft strategische Beratungskompetenz mit tiefgehender, bankfachlicher Expertise und fundiertem IT-Know-how zu einem aufeinander abgestimmten, ganzheitlichen Lösungsangebot. Im Jahr 2022 wurde die impavidi GmbH auf die msg for banking ag verschmolzen. msg global solutions ag und deren Tochterunternehmen konzentrieren das internationale Consulting-Geschäft der msg. Die Unternehmen sind als Beratungs- und Vertriebseinheit auf den Versicherungs- und Finanzdienstleistungsmarkt spezialisiert und bedienen alle Märkte außerhalb des DACH-Raumes. Die 2008 gegründete msg global solutions ag mit Sitz in der Schweiz sowie das 100-prozentige Tochterunternehmen msg global solutions Deutschland GmbH sind mit weiteren Tochterunternehmen in Australien, Brasilien, Bulgarien, China, Frankreich, Großbritannien, Indien, Italien, Kanada, Korea, Kroatien, Mexiko, Niederlande, Philippinen, Polen, Portugal, Serbien, Singapur, Spanien, Ungarn und den USA vertreten. msg industry advisors AG ist auf die Operationalisierung von Unternehmensstrategien und deren Umsetzung in Geschäftsprozessen, in der Organisation sowie in den geschäftskritischen Systemen und IT-Architekturen spezialisiert. msg mySaveID GmbH verfolgt das Ziel vertrauenswürdige digitale Identitäten für Unternehmen, Personen und Dingen als Identity-as-a-Service (IDaaS) bereitzustellen, zu verwalten, zu validieren und für Dritte freizugeben. msg nexinsure AG ist ein ganzheitlicher Anbieter für eine komplette End-to-End-Lösung. Mit der msg.Insurance Suite liefert sie eine vollständige Versicherungsplattform für alle Sparten, mit allen Querschnitten und mit vorgefertigten Musterlösungen. Die msg life Gruppe ist ein führendes Branchenhaus für Lebensversicherungen und Altersvorsorgeeinrichtungen in Europa sowie insbesondere Krankenversicherungen in den USA und bietet in diesem Zusammenhang die komplette Bandbreite an State-of-the-art-Lösungsangeboten in Form von Beratung, Dienstleistung, Software- und Cloud-Lösungen an. Das Leistungsspektrum adressiert insbesondere die Aufgabenfelder Systems of Engagement (SoE) mit Portalleistungen für Self-Service und Vertriebsunterstützung, Systems of Records (SoR) mit Bestandsverwaltung inklusive Versicherungsmathematik, Migration und Querschnittsprozessen (wie unter anderem In-/Exkasso und Provision) sowie Systems of Analytics (SoA) für Reporting und Datenanalysen. Beratung und Dienstleistung einerseits und das Produktangebot andererseits ergänzen sich zum ganzheitlichen Lösungsangebot des Branchenhauses. Bei den Produkten handelt es sich weitgehend um Standardsoftwareprodukte, die am Markt breit eingeführt sind. msg Rethink Compliance GmbH bietet ihren Kunden Unterstützung und Beratung bei der digitalen Transformation des Anti-Financial-Crime-Compliance-Office. msg services GmbH entstand 2022 durch die Verschmelzung der msg services AG mit der msg treorbis GmbH. Durch den Zusammenschluss werden die Kompetenzen im branchenübergreifenden Managed Service und Consulting gebündelt. Die msg services GmbH versteht sich als Full-Service-Lösungsanbieter und leistet unter anderem qualifizierte Unterstützung vom Lösungsdesign über die Beratung, Systemintegration sowie dem System- und Anwendungsbetrieb bis zum Anwendungsservice. msg systems AG ist die größte Gesellschaft innerhalb der msg-Unternehmensgruppe. Zu ihrem Leistungsspektrum als produktbasiertes Beratungs- und Lösungshaus zählen strategisches Business-Consulting und End-to-End-Lösungen für die Branchen Automotive, Consumer Products, Food, Healthcare, Insurance, Public Sector, Security Advisors sowie Travel, Logistics & Network Industries. Die Gesellschaft hat sich hierbei in über 40 Jahren einen ausgezeichneten Ruf als Branchenspezialist erworben. msg systems Romania SRL führt in enger Zusammenarbeit mit dem msg-Entwicklungsstandort Passau Produktentwicklungen durch. Das Unternehmen arbeitet zusätzlich als Nearshore-Center den deutschen Standorten zu. msg communications GmbH versteht sich als ganzheitlicher Wegbegleiter bei allen Herausforderungen rund um die IT-Kommunikation. msg food advisors GmbH bietet branchenspezifische SAP-Lösungen für die Lebensmittelindustrie - vom Prozessdesign bis zur Implementierung. Legacy Portfolio Partners GmbH entwickelt nachhaltige und innovative Lösungen für Erstversicherer im Umgang mit Versicherungsaltbeständen. passbrains ag mit Sitz in Regensdorf unterstützt Unternehmen dabei, die Qualität digitaler Produkte, Services und Prozesse sowie vernetzter Hardware zu sichern und zu verbessern. PiAL Consult GmbH hat sich auf den Vertrieb und die Beratung von Versicherungsvertriebssystemen sowie das integrierte Bestandsführungssystem für Versicherungen - msg.PIA (Primary Insurance Application) spezialisiert. Das Angebot umfasst die fachliche Beratung zu Versicherungsprozessen der gesamten Wertschöpfungskette sowie deren Umsetzung in der Anwendungsentwicklung und das Projektmanagement. Die msg Plaut-Gruppe deckt aus ihrem Firmensitz in Wien neben Österreich die osteuropäischen Länder in den Regionen CEE und CIS ab. Den Schwerpunkt bildet das SAP-basierte Geschäft in den branchenunabhängigen Komponenten, insbesondere im Finanz- und Rechnungswesen. Prevo-System AG ist ein gemeinsames Tochterunternehmen von msg, der Basler-Lebensversicherungsgesellschaft und der Helvetia Schweizerische Lebensversicherungsgesellschaft AG. Die Prevo-System AG entwickelt Software für Versicherungsunternehmen. Spezialisiert hat sie sich im Bereich Personenversicherung auf die Kollektiv-Lebensversicherung. SOFTPROVIDING AG mit Sitz in Basel ist auf SAP-Beratung und Branchenlösungen für die Nahrungsmittelindustrie spezialisiert. Dazu zählen die Standardsoftware-Produkte "SAP Meat and Fish Management by msg" und "SAP Dairy Management by msg" - durchgängige Branchenlösungen, welche die spezifischen Planungs-, Steuerungs- und Controlling-Prozesse der Nahrungsmittelindustrie optimal unterstützen.
msg-Struktur Stand: 31.12.2022
* Beteiligung
Forschung und EntwicklungAuch im Jahr 2022 wurden erhebliche Investitionen in die Neu- und Weiterentwicklung von Produkten getätigt. Die Investitionen erfolgten sowohl in Produkte als auch in Services für Innovation und digitale Transformation. Das Investitionsvolumen in die Digitalisierung, in Neuentwicklungen und in die Verbesserung und Weiterentwicklung unserer Standardprodukte lag im Jahr 2022 bei 108.824 TEUR (Vorjahr 109.956 TEUR). Bei den Produkten liegen die Investitionsschwerpunkte in den Branchen Banking, Insurance und Digitalisierung. Schwerpunkt BankingIm Jahr 2022 wurde damit begonnen bereits bestehende Softwarelösungen dahin gehend anzupassen und weiterzuentwickeln, dass zukünftig die Verarbeitung von Instant Payments, d.h. die Abwicklung von Zahlungen in Echtzeit, möglich ist. Damit wird sichergestellt, dass Kunden mit den Softwarelösungen in der Lage sind, diese Zahlungen zu verarbeiten. Zudem wurde die E-Banking-Lösung "Web Banking" im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterentwickelt. Mit Hilfe dieser Lösung wird eine kanalübergreifende Customer-Experience auch in Verbindung mit der Anwendung für Mobile Banking "Mobile Banking-4" (MAP4) sichergestellt. Die Basisfunktionen von MAP4 wurden 2022 verbessert und mit neuen Features ausgestattet. Das Investment-Cockpit wurde im Geschäftsjahr 2022 weiterentwickelt. Diese Anwendung stellt für Finanzinstitute eine Asset-Management-Applikation zur Bewirtschaftung und Überwachung von Mandaten zur Automatisierung des Portfoliomanagements zur Verfügung. Für das Standardprodukt BAIS wurden Rechenkerne für die RWA-Ermittlung (Risk Weighted Assets) und die NSFR-Berechnung (Net Stable Funding Ratio) entwickelt. Weiterhin wurde die Asset Encumbrance und die statistischen Meldungen in neuer Technologie ausgearbeitet. Für die Produktlinie MARZIPAN wurde vor allem in den Abschluss der Web-Umstellung sowie in neue Leistungsstufen investiert. Auf der Plattform ORRP wurden zwei wesentliche Komponenten fertiggestellt. Mit ORRP CreditRisk eine cloudfähige CreditMetric-Lösung sowie für ORRP LiquidityRisk die erste Umsetzungsstufe zur Vorschau der LCR. Schwerpunkt InsuranceIm Geschäftsjahr 2022 wurde wie in den Vorjahren intensiv in die kontinuierliche fachliche und technische Weiterentwicklung der Standardsoftware msg.Insurance Suite investiert, die in der Branche Insurance das Produkt mit den höchsten Umsätzen und Weiterentwicklungskosten ist. Auf der fachlichen Seite wurden die einzelnen Komponenten der Insurance Suite funktional weiter ausgebaut, um den bereits hohen Leistungsumfang erneut auszubauen. Eine Vielzahl von technischen Weiterentwicklungen spielten auch in diesem Jahr eine große Rolle, insbesondere wurden hohe Investitionen für die vollumfänglichen Cloud Readiness und Verfügbarkeit als SaaS der Insurance Suite durchgeführt. Darüber hinaus wurde unter anderem die Standardsoftware FS-RI für Rückversicherungen für SAP S/4HANA weiterentwickelt. Für die bereits bestehende Software auf SAP R/3 erfolgte eine Wartung. Im Rahmen des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz wurde weiter geforscht und entwickelt, um mithilfe von Machine-Learning und Large-Language-Models die Optimierung der Softwareengineering Prozesse und der Produktentwicklung für Versicherer voranzutreiben. Im Kontext der Digital-Business-Services wurde auf Basis einer cloud-nativen Microservice-Technologie ein versicherungsfachlicher TAA-Prozess (Tarifierung, Angebot, Antrag) implementiert. Außerdem wurde die bestehende SAP FPSL / Insurance-Analyzer-Lösung hinsichtlich individueller Einstellungsmöglichkeiten v.a. gemäß Anforderungen von internationalen Kunden weiterentwickelt. In einem weiteren Forschungsprojekt wurde die Implementierung bzw. das Redesign von Rechenkernen in der Bestandsführung von Lebensversicherungen untersucht. Die msg.IoTA Plattform wurde im Jahr 2022 auf eine wettbewerbsfähige Roadmap ausgerichtet. Schwerpunkt DigitalisierungDie digitale Transformation beschäftigt alle Organisationen und Branchen und stellt viele Unternehmen vor große Herausforderungen. Es ist die Kombination aus äußeren Einflüssen, neuen Marktteilnehmern, veränderten Kundenansprüchen und Regularien, die Organisationen dazu zwingen, ihre Produkte und Services immer wieder zu verändern. Für msg ist es zu einer Kernaufgabe geworden, Partner und Kunden dabei zu begleiten. msg unterstützt Unternehmen bei ihrer digitalen Transformation von der Analyse über die Beratung bis zum Aufsetzen der richtigen IT-Lösungen, bringt neue Geschäftsmodelle schnell auf den Weg und macht bestehende Prozesse besser. Im Jahr 2022 wurde unter anderem an folgenden Themen gearbeitet: Die bestehende SAP-PaPM-Lösung wurde im Geschäftsjahr 2022 mit dem Fokus auf Benutzerfreundlichkeit für On-Prem und Cloud weiterentwickelt. Darüber hinaus wurden erste Berechnungslogiken für Nachhaltigkeitsberechnungen und die Einbindung dieser Berechnungen in SAP entwickelt. Im Zuge des Cloud-Transformationsprojektes wurden auf Basis der Definition der Wertschöpfungsketten msg-spezifische Cloud-Geschäftsmodelle entwickelt. Zudem wurde die strategische Zusammenarbeit mit AWS und weiteren Cloud-Partnern aufgebaut. Außerdem wurde msg.SIMA Cloud - eine Plattform für die Entwicklung und den Betrieb von Business-Services - sowie die im Jahr 2021 gelaunchte Plattform msg.DigitalServices/Marketplace für den Vertrieb diverser Services weiterentwickelt. Auch in anderen Branchen, in denen msg tätig ist, wurde im Geschäftsjahr 2022 in diverse Themen, Services und Produkte investiert. Entsprechend der Bilanzierungsrichtlinie von msg wurde keine Aktivierung für die selbsterstellten Produkte vorgenommen. Das Wahlrecht nach § 248 (2) HGB wurde nicht ausgeübt. Personal- und SozialbereichZum Jahresende 2022 beschäftigte msg 10.455 festangestellte Mitarbeitende inklusive Vorstände und Auszubildende (Vorjahr 9.630). Das ist eine Erhöhung um 825 Mitarbeitende. Dieser Personalaufwuchs gelang vor allem durch vermehrte Aktivität im Recruiting (Recruiting, Sourcing und HR-Marketing) und auch im Retention-Management. msg bietet Chancen für Talente aller Karrierelevel, sowohl in den Bereichen Business-Consulting und Solution-Consulting, in der Entwicklung sowie im Projektmanagement und in den Supportfunktionen. Der Arbeitsmarkt in der IT-Branche ist aufgrund der zunehmenden Digitalisierung der Gesellschaft und des demografischen Wandels stark umkämpft. Der Bedarf an IT-Fachkräften wächst stetig. Gleichzeitig steigt der Altersdurchschnitt der Beschäftigten, während die Anzahl an jungen Nachwuchskräften sinkt. Dies stellt die ITK-Branche insgesamt vor große Herausforderungen. Die HR-Aktivitäten der msg-Gruppe im Bereich Employer-Branding, Personalentwicklung, Kultur- und Organisationsentwicklung sowie im Bereich Retention zielen daher darauf ab, die Arbeitgeberattraktivität von msg nach innen und nach außen zu stärken und den Bekanntheitsgrad zu steigern. Konkret gehören dazu beispielsweise Maßnahmen zur Förderung der Vernetzung und des Austausches der Mitarbeitenden über Organisationsgrenzen hinweg, die Modernisierung und Agilisierung der Führungskultur, wie auch die Optimierung der räumlichen und technischen Arbeitsbedingungen. Auf diese Weise soll das angestrebte Wachstum der Belegschaft auch unter den skizzierten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen effektiv unterstützt werden. Interne Aus- und WeiterbildungDie kontinuierliche Aus- und Weiterbildung unserer Beschäftigten wird über ein ganzheitliches Konzept sichergestellt, fortlaufend evaluiert und bedarfsorientiert um neue Angebote erweitert. Die Personalentwicklung wurde im Jahr 2022 mit 7.756 TEUR von msg gefördert (Vorjahr 5.846 TEUR). Dies entspricht einem Personalentwicklungsaufwand von 742 EUR pro Person (Vorjahr 607 EUR). Das Aus- und Weiterbildungsangebot umfasst über 100 Schulungen zu verschiedenen Themen für alle Karrierepfade und berufliche Entwicklungsstadien sowie Ausbildungsprogramme für spezielle Zielgruppen (z. B. Projektleitungen, Führungskräfte). Die digitale Lernplattform "lexa" (learn. explore. apply) zur Durchführung der betrieblichen Weiterbildung wird mittlerweile von 15 Tochtergesellschaften genutzt. Ein HR-Themenschwerpunkt ist die Modernisierung und Harmonisierung der Führungskultur von msg. Dazu wurden die im Jahr 2021 unter der Federführung von HR entwickelten, allgemeinen Führungsleitlinien für msg finalisiert und in Form eines "Führungskompasses" ausgerollt. Begleitend fanden zudem acht weitere Schulungsstaffeln zum Thema "Moderne Führung" für die Führungsebenen zwei und drei statt, in denen auch der neue Führungskompass als Schulungsinhalt integriert wurde. MitarbeitendenumfrageIm Jahr 2022 führte der Zentralbereich Personal eine Umfrage zur Ermittlung der allgemeinen Stimmung der Mitarbeitenden und zur Zufriedenheit mit der Personalentwicklung durch. 12 Unternehmen der msg-Gruppe nahmen daran teil. Die allgemeine Stimmung in der Belegschaft ist demnach auf einem sehr guten Niveau. Die Zufriedenheit mit verschiedenen Aspekten der Personalentwicklung fiel demgegenüber geringer aus und lag auf einem mittleren Niveau. Als eine zentrale Maßnahme wurden die Führungskräfte in Vorbereitung der Mitarbeitendengespräche 2023 für die Relevanz von Personalentwicklung im Rahmen von Retention sensibilisiert und zum Einsatz der vorhandenen HR-Instrumente ermuntert. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDie globale Wirtschaftsentwicklung zeigte nach knapp zwei Jahren im Zeichen der Corona-Pandemie zu Beginn des Geschäftsjahres 2022 noch Erholungstendenzen. Diese waren nicht von Dauer, denn globale Lockdown-Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung, steigende Energiepreise sowie Lieferkettenprobleme erschwerten eine anhaltende Erholung ab Mitte des Geschäftsjahres. Darüber hinaus hat der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine aus Sicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) zu wirtschaftlichen Schäden geführt, die das globale Wachstum im gesamten Jahr 2022 stark beeinträchtigt und die Inflation angeheizt haben. Nach Zahlen des IWF ist die globale Wirtschaft im Gesamtjahr 2022 um 3,5 Prozent gewachsen. Im globalen Vergleich wuchs die Wirtschaftsleistung in den Industrieländern im Jahr 2022 mit 2,6 Prozent unterdurchschnittlich. Ein etwas stärkeres Wachstum berechnet der IWF für den Euroraum mit 3,5 Prozent. Mit 1,8 Prozent gehört Deutschland hier allerdings zu den Ländern mit dem geringsten Wachstum in der Eurozone. Auf dem deutschen Markt für Informationstechnologie und Telekommunikation (ITK-Markt) stieg der Umsatz 2022 um 6,3 Prozent auf 208,8 Milliarden EUR. Die Branche entwickelte sich somit dynamischer als die Gesamtwirtschaft. Das lag in erster Linie an der guten Geschäftsentwicklung im Segment Informationstechnik. Darüber hinaus stieg die Anzahl der Erwerbstätigen in der deutschen ITK-Branche im Jahr 2022 um 3,0 Prozent auf insgesamt 1,3 Millionen Arbeitnehmer. Die beschleunigte Digitalisierung ist der primäre Grund für das Wachstum im Segment Informationstechnik. Mit Informationstechnik wurden laut Bitkom-Berechnung im Jahr 2022 insgesamt 139,4 Milliarden EUR umgesetzt. Am stärksten im Plus liegen demnach die Umsätze mit Software (37,9 Milliarden EUR; +15,0 Prozent), die vom boomenden Cloud-Geschäft angetrieben wurden. Das Segment IT-Hardware wuchs im selben Zeitraum um 4,2 Prozente auf 54,6 Milliarden EUR. Insbesondere Unternehmen investierten mit einem Fokus auf Digital Work sowie sichere und resiliente Infrastrukturen, wie Infrastructure-as-a-Service (IaaS) und Workstations. Auch das Geschäft mit IT-Services, wozu unter anderem die IT-Beratung gehört, wuchs im Jahr 2022 um 8,5 Prozent. Das Gesamtvolumen dieses Marktsegments beläuft sich auf 47,0 Milliarden EUR. Nach Bitkom-Berechnungen verzeichnete der Markt für Telekommunikation im Jahr 2022 ein leichtes Wachstum von 2,3 Prozent auf 69,4 Milliarden EUR. Mit Telekommunikationsdiensten wurden dabei 49,5 Milliarden EUR umgesetzt, das entspricht einem Plus von 0,6 Prozent. Geschäftsverlauf und UmsatzentwicklungTrotz der weiterhin spürbaren Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und den Folgen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine konnte msg im Jahr 2022 den Umsatz steigern. Die Umsatzerlöse erreichten 1.262.956 TEUR und legten gegenüber dem Vorjahr um 6,8 Prozent zu. Das EBIT hat sich im Geschäftsjahr gemäß den Ausführungen zur Ertragslage verringert. Die Branche Insurance konnte im Jahr 2022 ihren Umsatz nahezu auf Vorjahresniveau halten. Die Branche trägt damit fast die Hälfte zum gesamten Konzernumsatz bei. Wie schon im Vorjahr konnte die Branche Banking mit 14,1 Prozent ein hohes Umsatzwachstum verzeichnen. Dies entspricht mittlerweile 17,0 Prozent des Konzernumsatzes. Auch die Branche Public Sector konnte ein Umsatzwachstum von 4,6 Prozent aufweisen. Der Anteil am Konzernumsatz beläuft sich für diese Branche auf 12,4 Prozent. Im Bereich Automotive konnte nach einem starken Rückgang im Vorjahr eine Trendwende verzeichnet werden. Trotz der weiterhin sehr herausfordernden Rahmenbedingungen in der Branche konnten hier die Umsätze gesteigert werden und entsprechen 8,4 Prozent des Konzernumsatzes. Eine prozentuale Aufteilung des Umsatzes nach Art der erbrachten Leistungen ergibt das folgende Bild für das Geschäftsjahr:
Von den Umsatzerlösen 2022 wurden 68,5 Prozent (Vorjahr 69,9 Prozent) in Deutschland und 31,5 Prozent (Vorjahr 30,1 Prozent) im Ausland erwirtschaftet. Der Geschäftsverlauf spiegelt das stabile Niveau bei Bestandskunden sowie die Neukundenakquisitionen in den Kernbranchen von msg wider. Entsprechend erhöhte sich im Geschäftsjahr auch die Gesamtleistung (inkl. Bestandsveränderungen) um 74.916 TEUR auf 1.274.947 TEUR und entspricht somit unseren Planungen. Ertragslagemsg erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2022 ein EBIT in Höhe von 60.127 TEUR (Vorjahr 87.998 TEUR) und liegt damit unter dem erwarteten Ergebnis. Dies ist zum einen auf die erhöhten Inflationsraten und damit verbundener Kostensteigerungen zurückzuführen zum anderen auf einen deutlichen Anstieg der Reisekosten im Vorjahresvergleich. Aufgrund der Vielzahl an langfristigen Kundenverträgen mit festen Preisvereinbarungen konnten diese nicht durch Preisanpassungen kompensiert werden. Weiterhin wurden große Investitionen in die Entwicklung neuer Geschäftsfelder getätigt. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen und Materialaufwand erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 11.979 TEUR auf 238.347 TEUR und somit um 5,3 Prozent. Die Personalaufwendungen belaufen sich auf 841.006 TEUR (Vorjahr 778.013 TEUR). Somit hat sich der Personalkostenanteil um 8,1 Prozent erhöht. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände liegen bei 22.039 TEUR (Vorjahr 18.590 TEUR). Davon entfallen 2.510 TEUR auf erstmals aktivierte immaterielle Vermögenswerte durch sukzessive Anteilserhöhungen sowie erstmals einbezogene Tochterunternehmen. Die gruppenweite Auslastung lag bei 74 Prozent (Vorjahr 78 Prozent).
VermögenslageDie msg-Gruppe weist eine solide Vermögenslage auf. Die Bilanzsumme erhöhte sich einerseits aufgrund der Geschäftsentwicklung und Anteilskäufe von neuen Tochtergesellschaften gegenüber dem Vorjahr um 73.468 TEUR (10,0 Prozent). Die Investitionen in das Anlage- und Umlaufvermögen konnten aus den laufenden zur Verfügung stehenden Finanzmitteln getätigt werden. Mit der anhaltenden positiven Ertragssituation kann nicht nur jedes Jahr eine Verbesserung des Eigenkapitals ausgewiesen werden, auch die Eigenkapitalquote liegt mit 52,1 Prozent trotz leichtem Rückgang im Geschäftsjahr 2022, wie auch in den Vorjahren, deutlich über dem Branchendurchschnitt. Die Veränderung des Eigenkapitals um 21.692 TEUR beinhaltet eine Erhöhung durch Währungsumrechnungsdifferenzen von 4.329 TEUR, davon entfallen auf nicht beherrschende Anteile 1.352 TEUR.
FinanzlageAm Bilanzstichtag stehen msg liquide Mittel in Höhe von 282.496 TEUR (Vorjahr 312.043 TEUR) zur Verfügung. Dem hohen Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 8.029 TEUR (Vorjahr 98.951 TEUR) stehen ein Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit von 37.194 TEUR (Vorjahr 71.370 TEUR) und ein Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit von 2.589 TEUR (Vorjahr -6.475 TEUR) entgegen. Im Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit sind im Wesentlichen Anteilskäufe von neuen Tochtergesellschaften im Konsolidierungskreis enthalten. Weiterhin sind hier auch laufende Investitionen in immaterielle Wirtschaftsgüter und Sachanlagen abgebildet. Der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit basiert im Wesentlichen aus der Aufnahme von Finanzkrediten. Demgegenüber stehen geringere Mittelabflüsse aus Dividendenzahlungen. Das Finanz- und Liquiditätsmanagement ist darauf ausgerichtet, die wesentlichen Risiken innerhalb der Gruppe frühzeitig zu identifizieren und für den laufenden Geschäftsbetrieb sowie für die Investitionstätigkeit ausreichend verfügbare flüssige Mittel bereitzustellen. Bei einer Vielzahl von Unternehmen sind seitens der Hausbanken Kreditlinien eingeräumt, die i.d.R. nur gering oder gar nicht in Anspruch genommen werden.
Zusammenfassende Beurteilung der Geschäftslagemsg ist insgesamt sehr breit und damit krisensicher aufgestellt, denn auch im Jahr 2022 konnte das Wachstum fortgesetzt und die strategische Weiterentwicklung erfolgreich vorangetrieben werden. Durch inflationsbedingte Kostensteigerungen, die aufgrund langfristiger Preisbindungen nicht ausgeglichen werden konnten, sowie hohe Investitionen in die Entwicklung neuer Geschäftsfelder konnte das geplante EBIT-Ziel nicht erreicht werden. Hingegen sorgte die gesunde Mischung und Entwicklung bei Branchen, Kunden und Ländern auch im Jahr 2022 dafür, dass sowohl Umsatz als auch Gesamtleistung moderat gesteigert werden konnte. Im Hinblick auf die hohen Investitionen in die Entwicklung neuer Geschäftsfelder und Produkte ist die Geschäftslage weiterhin als positiv zu bezeichnen. Erläuterung der Kennzahlen
Legende: AB = Anfangsbestand, EB = Endbestand Risiko- und Chancenberichtmsg unterliegt in ihrem Geschäft zahlreichen Chancen und Risiken, deren Eintreten die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage positiv wie negativ beeinflussen bzw. dazu führen können, dass die für die zukünftige Geschäftsentwicklung gesetzten Ziele nicht erreicht bzw. übertroffen werden. Im Rahmen des unternehmerischen Handelns ist es notwendig, Risiken einzugehen. Diese Risiken müssen gemanagt, Chancen aber auch rechtzeitig erkannt werden, um nachhaltige Erfolge erzielen zu können. Risikomanagementsystem - internes KontrollsystemEine der wesentlichen Aufgaben der Geschäftsleitung in der Führung des Konzerns ist die Festlegung der Rahmenbedingungen und Prozesse des Risikomanagements. Die Entwicklung der Risiken ist mit den Geschäfts- und Zentralbereichsleitern regelmäßig zu analysieren und zu überwachen. Die Leiter der Geschäfts- und Zentralbereiche sowie die weiteren zuständigen Gremien sind dafür verantwortlich, die Risiken in ihren Bereichen kontinuierlich zu beobachten und zu managen. Bei signifikanten Abweichungen sind sie verpflichtet, dies dem Vorstand umgehend zu melden. Grundlage für ein funktionierendes Risikomanagement ist die schnelle und zuverlässige Versorgung des Managements mit relevanten Informationen zum Geschäftsverlauf. In der msg-Gruppe existiert eine klare Führungs- und Unternehmungsstruktur. Zentral gesteuert werden bereichsübergreifende Schlüsselfunktionen über die Gesellschaften hinweg. Dazu hat msg neben dem Rechnungswesen ein Controlling- und Berichtswesen aufgebaut, mit dem regelmäßig in monatlichem und vierteljährlichem Rhythmus über die Entwicklung der wesentlichen Kennzahlen der einzelnen Bereiche und über die voraussichtliche wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung in den kommenden Monaten berichtet wird. Bei msg bestehen ein Risikomanagementsystem und ein internes Kontrollsystem, auch im Hinblick auf die Prozesse, Risiken und Kontrolle hinsichtlich der Rechnungslegung, die den Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss wesentlich beeinflussen können. Ziel des Risikomanagements im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist es, die Ordnungsmäßigkeit und Wirksamkeit der Rechnungslegung und Finanzberichterstattung sicherzustellen. Die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems wird systematisch, zum Teil auch unter Einbeziehung externer Spezialisten, bewertet. Dies umfasst sämtliche relevanten Prozesse, die im Zusammenhang mit dem Jahresabschluss und Konzernabschluss stehen. Die für die Rechnungslegung relevanten Kontrollen richten sich insbesondere auf Risiken wesentlicher Fehlaussagen in der konzernweiten Finanzberichterstattung, die auf der Eintrittswahrscheinlichkeit sowie der möglichen finanziellen Auswirkung auf Umsatz, EBIT oder Bilanzsumme basieren. Die wesentlichen Elemente zur Risikosteuerung und Kontrolle in der Konzernrechnungslegung sind die klare Zuordnung der Verantwortlichkeit, Kontrollen bei der Abschlusserstellung und angemessene Zugriffsregelungen für alle abschlussrelevanten EDV-Systeme. Das Vier-Augen-Prinzip sowie die Funktionstrennung sind wichtige Prinzipien. Die erforderlichen Richtlinien (wie z. B. Konzernbilanzierungsrichtlinien, Zahlungsrichtlinien, Reisekostenrichtlinien etc.) sind eingerichtet und werden laufend aktualisiert. Ebenso erfolgt die entsprechende Überprüfung bezüglich ihrer Einhaltung. Zur Erstellung des Konzernabschlusses von msg werden die Einzelabschlüsse der Gesellschaften, deren Rechnungswesen weitgehend auf der einheitlichen SAP-Plattform geführt wird, in das Konsolidierungssystem SAP EC-CS transferiert. Bei den übrigen einbezogenen Gesellschaften erfolgt eine Übertragung der Abschlussdaten durch eine SAP-Schnittstelle. Auf Basis von systemtechnischen Kontrollen werden die übertragenen Abschlussdaten überprüft. Zusätzlich erfolgt zentral eine Überprüfung der von den einbezogenen Gesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse unter Beachtung der von den Abschlussprüfenden erstellten Berichte. Durch eine systemgestützte Zusammenführung und einheitliche Bilanzierung sowie automatisierte Konsolidierungsprozesse werden ordnungsgemäße und vollständige Eliminierungen aller konzerninternen Transaktionen sichergestellt. Die am Konzernrechnungslegungsprozess beteiligten Abteilungen und Bereiche (Rechnungswesen, Finanzen und Controlling/Recht) werden stets qualitativ wie quantitativ adäquat ausgestattet. Finanzwirtschaftliche RisikenBei den mit Finanzinstrumenten verbundenen möglichen Risiken von msg handelt es sich insbesondere um Liquiditätsrisiken, die dazu führen können, dass ein Unternehmen möglicherweise nicht in der Lage ist, die Finanzmittel zu beschaffen, die zur Begleichung der finanziellen Verbindlichkeiten notwendig sind. Hinsichtlich des Kreditrisikos bestehen in der Unternehmensgruppe nur bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Risiken. Für das geschätzte Ausfallrisiko wurde durch die Bildung von Wertberichtigungen in ausreichender Höhe vorgesorgt. Bei den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten bestehen keine Ausfallrisiken. Diese sind bei Banken mit einem guten Rating angelegt. Bei den sonstigen finanziellen Vermögenswerten bestehen keine wesentlichen Ausfallrisiken. Im Rahmen des Managements des Liquiditätsrisikos wird darauf geachtet, dass den Unternehmen laufend ausreichende flüssige Mittel beziehungsweise Kreditlinien zur Verfügung stehen, um den Zahlungsverpflichtungen nachzukommen bzw. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen zu begegnen. Aufgrund des relativ hohen Bestandes der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente erachtet msg das Liquiditätsrisiko zurzeit als gering. Die msg-Gruppe verfügt über ausreichend liquide Mittel, um die finanziellen Verbindlichkeiten bedienen zu können. Chancen und Risiken aus betrieblichen AufgabenbereichenDas Verhalten unserer Kunden bei Investitionen in die IT-Infrastruktur sowie bei Ausgaben für laufende Unternehmensberatung wird sehr stark durch die allgemeine konjunkturelle Entwicklung beeinflusst. Das Marktvolumen kann sich durch die Verschlechterung des konjunkturellen Umfeldes reduzieren. Die wirtschaftliche Entwicklung, insbesondere im Kernmarkt Deutschland, ist ein Risikofaktor, der msg in den einzelnen Segmenten unterschiedlich beeinflussen kann. Im Hinblick auf die geopolitischen Spannungen im außenwirtschaftlichen Umfeld und die Wachstumsschwäche im Euroraum ist es auch künftig notwendig, die möglichen Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf intensiv zu beobachten, um gegebenenfalls schnell auf neue Entwicklungen reagieren zu können. Die langjährigen konstruktiven Beziehungen zu unseren Großkunden zeigen, dass msg das entgegengebrachte Vertrauen rechtfertigen konnte und auch künftig als strategischer Partner wesentliche Teile der IT-Infrastruktur unserer Kunden entwickeln und betreuen wird. Die Entwicklung von Standardsoftware beinhaltet das Risiko, dass sie vom Markt nicht im gewünschten Umfang aufgenommen wird. Diesem Risiko wird dadurch entgegengewirkt, dass die Entwicklung in Zusammenarbeit mit Kunden erfolgt. Auf diese Weise sind die Bedürfnisse der Kunden jederzeit transparent. Über den erfolgreichen Einsatz msg-eigener Standardsoftware entstehen aber auch langfristige Kundenbeziehungen, die konjunkturelle Schwankungen reduzieren können. Durch die Konsolidierung im IT-Markt und die zunehmende Globalisierung im Kundenumfeld besteht die Gefahr einer weiteren Zunahme des Wettbewerbs. Mit der Ausrichtung auf spezielle Marktnischen wird versucht, diesem Risiko entgegenzuwirken. Gezielte strategische Kooperationen und eine vorsichtige, stets am Markt bzw. Kunden orientierte Weiterentwicklung unserer Produkte tragen ebenfalls dazu bei, die vorhandenen Risiken zu minimieren. Mit wachsender Unternehmensgröße nimmt auch die Anzahl der Großprojekte zu. Die Umsetzung solcher Großprojekte beinhaltet wegen der Komplexität der Systeme das Risiko, dass Projekte nicht profitabel abgewickelt werden können, weil Kosten das vereinbarte Budget überschreiten, Termine nicht eingehalten werden oder die erbrachten Leistungen nicht dem vereinbarten Pflichtenheft oder der geforderten Qualität entsprechen und evtl. deshalb Zusatzaufwände und Zusatzkosten entstehen. Zur Minimierung dieser Risiken wird bei allen Großprojekten ein gesondertes Projektcontrolling eingerichtet. Vertragsverhandlungen werden durch spezialisierte interne Juristen und externe Anwaltskanzleien begleitet. Durch das eingeführte Auditverfahren für Großprojekte sollen Risiken zudem früher erkennbar werden. Wie bei allen Softwareherstellern kann es auch bei msg zu Gewährleistungsfällen kommen, deren Behebung die Kosten erhöht und damit die Gewinnspanne beeinflusst beziehungsweise mit Schadensersatzansprüchen an msg einhergeht. msg übernimmt in der Regel die branchenübliche Gewährleistung. Die Haftungsverpflichtungen werden, soweit möglich, vertraglich auf das gesetzliche Mindestmaß begrenzt. Dennoch ist, wenn auch mit einer geringen Wahrscheinlichkeit, nicht ausgeschlossen, dass vertraglich vereinbarte Haftungsbeschränkungen für unwirksam erachtet werden. In der Internationalisierung begründet sich zudem das Risiko der sprachlichen und kulturellen Verschiedenheiten. Diesem versucht das Unternehmen u.a. dadurch zu begegnen, dass bei internationalen Projekten eine Rekrutierung von Mitarbeitenden vor Ort gegenüber einer Entsendung von Mitarbeitenden aus Deutschland präferiert wird. Chancen werden in der Internationalisierung aber dahingehend gesehen, durch sie die Abhängigkeit vom deutschen Markt zu verringern und neue Märkte zu erschließen. Vor allem über eigene Niederlassungen und strategische Partnerschaften wird das internationale Geschäft weiter intensiv ausgebaut. Chancen und Risiken der SegmenteDie Risiken in den Geschäftssegmenten Insurance und Banking liegen neben den neuen Produktentwicklungen und deren Implementierung bei den Kunden im Wesentlichen in der Umsetzung der laufenden Großprojekte. Da sich hier große Mitarbeitendenkapazitäten und Umsatzerwartungen in einigen wenigen Projekten konzentrieren, sind ein gutes Projektmanagement und Projektcontrolling von großer Bedeutung. Die Geschäftsentwicklung in der Branche Public Sector hängt in starkem Maß von politischen Entscheidungen und der Entwicklung öffentlicher Haushalte ab. Für die nächsten Jahre sind umfangreiche Programme zur Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung gesetzlich beschlossen, die eine stabile Entwicklung in diesem Geschäftssegment ermöglichen. Die möglichen Auswirkungen von Wechseln der politischen Entscheidungsträger sowie die künftigen Steuereinnahmen der öffentlichen Hand sind allerdings nur bedingt einschätzbar. Der starke Wettbewerb in der Automobilindustrie führt zu hohem Kostendruck für die Hersteller. Dieser Druck wird an die Lieferanten weitergegeben und verursacht einen zunehmenden Wettbewerb im IT-Service. Durch die Ausrichtung auf verschiedene Branchen, die Etablierung weiterer Branchen sowie die Entwicklung von spezialisierter Standardsoftware für einzelne Segmente und Nischen werden mögliche kritische Entwicklungen in einzelnen Bereichen abgefedert und neue Möglichkeiten der Wertschöpfung generiert. Deshalb ist es weiterhin das Ziel von msg, die Expertise als Branchenspezialist auszubauen, um entlang der gesamten Wertschöpfungskette der jeweiligen Branche alle Leistungen aus einer Hand anbieten zu können. Chancen und Risiken im PersonalbereichDie in den vergangenen Jahren erreichten und die in der Zukunft geplanten Wachstumsraten bedingen eine laufende Anpassung der Managementstrukturen und der Organisation. Diese Aufgabe ist eine wichtige Herausforderung für das Führungsmanagement, um Ressourcenengpässe und Aufgabenkonzentrationen zu vermeiden. Dem organischen Wachstum sind zunehmend Grenzen gesetzt, weil der Personalmarkt limitiert ist. Weiteres geplantes Wachstum über dem Branchendurchschnitt verlangt somit besondere Initiativen im Bereich Employer-Branding zur Gewinnung neuer Mitarbeitender und zur Bindung und Weiterentwicklung der Belegschaft. Daher investieren wir in deutlich erhöhtem Umfang in die Steigerung der Arbeitgeberbekanntheit. Besonders erfolgreiche Rekrutierungskanäle wie Hochschulmarketing oder "Mitarbeiter werben Mitarbeiter" werden gezielt gefördert. Parallel wird weiterhin in die Modernisierung der IT und der Arbeitsplätze und Räumlichkeiten investiert. Die positiven Erfahrungen mit mobiler Arbeit aus der Corona-Krise wollen wir in die Zukunft perpetuieren und somit die Arbeitgeberattraktivität für die vorhandenen und künftigen Mitarbeitenden hochhalten. Der Erfolg von msg hängt maßgeblich von der Qualifikation und Motivation der Mitarbeitenden ab. Dabei kommt Mitarbeitenden in Schlüsselpositionen besondere Bedeutung zu. Darüber hinaus ist die Situation auf dem Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte und Beraterinnen und Berater weiterhin anspruchsvoll, so dass die Beschaffung von hochqualifizierten Beschäftigten zu Engpässen führen könnte. Um dieses Risiko zu minimieren, ist die msg systems AG bestrebt, ein motivierendes Arbeitsumfeld zu bieten und den bestehenden Mitarbeitenden zu ermöglichen, sich zu entwickeln und ihr volles Potenzial auszuschöpfen. Die regelmäßig durchgeführten Befragungen der Mitarbeitenden zeigen uns, welche Aspekte unserer Unternehmenskultur besonders geschätzt werden und wo wir im Rahmen unseres kontinuierlichen Verbesserungsprozesses noch Optimierungen vornehmen können. Auf diese Weise halten wir die Arbeitgeberattraktivität weiterhin kontinuierlich auf einem hohen Niveau. Zusätzlich werden durch Sourcing mit eigenen Nearshore- und Offshore-Standorten Kapazitäten vorgehalten und erweitert, über die Teile der Wertschöpfungskette geleistet werden können. Chancen ProzessoptimierungDie ständige Verbesserung der Prozesse und unseres Qualitätsmanagements wurde für fünf Tochtergesellschaften mit der erfolgreichen Rezertifizierung nach DIN EN ISO 9001 für die Jahre 2019 bis 2022 bescheinigt. Mit der "Corporate Governance" verfolgen wir das Ziel die unternehmerischen Kräfte innerhalb von msg besser aufeinander abzustimmen, um die Synergien aus einer engeren Zusammenarbeit maximal nutzen zu können. Die "Corporate Governance" wird bei msg fortlaufend weiterentwickelt und angepasst. Rechtliche RisikenRechtliche Risiken werden durch die Einbeziehung der internen Rechtsabteilungen bzw. von externen Rechtsanwälten vermindert. Das Unternehmen ist im normalen Umfang Gewährleistungsansprüchen ausgesetzt. Zur Absicherung derartiger Ansprüche sind ausreichend Rückstellungen gebildet. Risikomindernd wirkt sich hier auch das Qualitätsmanagement für unsere Produkte aus. IT-RisikenDie IT-Risiken rücken aufgrund der zunehmenden Digitalisierung und Cyberbedrohungen immer mehr in den Fokus. msg überwacht die zentralen IT-Systeme permanent und hat darüber hinaus diverse Maßnahmen ergriffen, um das Cybersecurity-Niveau an die deutlich gestiegene Bedrohungslage anzupassen. Für msg als IT-Unternehmen und -Dienstleister in einem stark regulierten Markt spielen Informationssicherheit und Datenschutz eine Schlüsselrolle. Dementsprechend wurden im Berichtszeitraum die Arbeiten zur Einführung eines Informationssicherheitsmanagementsystems (ISMS) weiter fortgesetzt. Das ISMS ist ein systematischer Ansatz zur Umsetzung von Informationssicherheit, um interne und externe Vorgaben zu erfüllen sowie Geschäftsziele zu erreichen. Ziel ist die Zertifizierung gemäß dem international gängigen Standard ISO/IEC 27001. In den Jahren 2020 bis 2022 konnten für einzelne Gesellschaften der Unternehmensgruppe die ersten Zertifizierungen erreicht werden. GesamtaussageZum Berichtszeitpunkt und in absehbarer Zeit sieht die Geschäftsleitung keine Einzelrisiken, die den Fortbestand der Unternehmensgruppe gefährden können. Auch aus der Gesamtsumme der Risiken lässt sich aus Sicht der Geschäftsleitung eine Gefährdung zum Zeitpunkt der Aufstellung des Berichts nicht erkennen. PrognoseberichtGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenHohe Kerninflation, nachlassende Impulse aus China und den USA, die Auswirkungen des völkerrechtswidrigen russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine sowie mancherorts problematische Verschuldungssituationen belasten das Wachstum der Weltwirtschaft massiv. Das Plus der globalen Wirtschaftsleistung wird laut der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) im Jahr 2023 bei 3,0 Prozent liegen. Für das Jahr 2024 geht die OECD davon aus, dass das Wachstum nur noch bei 2,7 Prozent liegen wird. Deutschland gilt in Sachen Wachstum als einer der Hauptverlierer der derzeitigen Situation. Nach einem Wachstum um 1,8 Prozent im Jahr 2022 rechnet die OECD in ihrer Prognose für 2023 mit einem Rückgang des BIP um 0,2 Prozent. Auch 2024 ist Deutschland mit einem geschätzten Wachstum von 0,9 Prozent einer der Nachzügler im internationalen Vergleich. Im Juli 2023 ging der Branchenverband Bitkom noch davon aus, dass die Ausgaben für Informationstechnologie und Telekommunikation im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 Prozent wachsen und somit erneut ein Volumen von über 200 Milliarden EUR erreichen werden. In der Informationstechnik wird für 2023 ein Umsatz von 143,6 Milliarden EUR prognostiziert. Im Vergleich zu 2022 wäre das ein Wachstum von 3,0 Prozent. Dabei würden die Ausgaben für Software in diesem Segment mit einer Steigerung von voraussichtlich 9,6 Prozent auf 41,5 Milliarden EUR das größte Wachstum ausmachen. Mit einem Volumen von 52,6 Milliarden EUR bildet die IT-Hardware auch 2023 den größten Anteil des IT-Marktes ab, wenngleich die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr rückläufig sind (-3,6 Prozent), so die Schätzung von Bitkom zu Mitte des Jahres. Geschäftstätigkeit und StrategieUngeachtet der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage, die in diesem Prognosebericht beschrieben wurde, birgt diese Situation für die msg-Gruppe auch weiterhin Chancen, Kunden in hohem Maße bei der Fort- und Umsetzung umfassender Digitalisierungsvorhaben zu unterstützen und so zusätzliche Umsatzpotenziale zu heben. Nachdem die Folgen von COVID-19 weitgehend verarbeitet sind, müssen die Unternehmen nun mit den Folgen des Kriegs in der Ukraine umgehen. Die Themen erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit sowie Cybersecurity sind dabei dominierend. Dazu kommen veränderte Kundenanforderungen, neue digitale Wettbewerber, rasant fortschreitende Technologien sowie die Tatsache, dass traditionell IT-fremde Unternehmen sich weiterhin verstärkt IT-Kompetenzen inhouse aufbauen und sich somit als IT-Provider aufstellen. All diese Faktoren prägen das Handeln von msg und werden es in Zukunft weiter beeinflussen. Mit innovativen und ganzheitlichen IT-Lösungen sowie einem großen Erfahrungsschatz und Expertenwissen zu den neuesten technologischen Möglichkeiten und Entwicklungen konnte msg in über 40 Jahren ein stetiges Wachstum verzeichnen. Dies ist eine hervorragende Basis, um unsere Kunden auch in Zukunft bei ihrer digitalen Transformation spürbar voranzubringen. Ausgehend von den veränderten Märkten hat msg strategische Eckpfeiler sowie Handlungsfelder für die kommenden Jahre in der "Roadmap 2025" identifiziert, die auch vor dem Hintergrund aktueller Krisen ihre Gültigkeit behalten haben und in den kommenden Jahren richtungsweisend für das Unternehmen sein werden. Um die Innovationen des Marktes bestmöglich zu nutzen und so unseren Kunden die passenden Lösungen anzubieten, verfolgen wir eine klare Portfolio- und Delivery-Strategie. Wir arbeiten im sogenannten TrendRADAR die wichtigsten Technologie-Trends heraus, bewerten sie hinsichtlich ihrer Umsetzbarkeit und Relevanz und greifen auf diese Weise Marktentwicklungen frühzeitig auf. Unsere Marktstrategie betreffend werden wir auch weiterhin auf unsere stark ausgeprägte Branchenexpertise setzen, die es uns ermöglicht, die Kernprozesse unserer Kunden zu optimieren und diese als vertrauensvoller Partner mitzugestalten. Die "One Group Strategy" ergänzt unsere Roadmap 2025, damit wir künftig als Gruppe noch stärker gemeinsam in die Zukunft gehen und uns für die sich signifikant ändernden Märkte von morgen wappnen. Um unsere strategischen Ziele nachhaltig und effizient erfüllen zu können, wurden im vergangenen Jahr folgende Maßnahmen umgesetzt: Die msg-weite Cloud-Strategie wurde weiterentwickelt. Diese hilft künftig, Ziele, Leitplanken und Vorgehensmodelle im Kontext Cloud für die Umsetzung von Geschäfts- und Produktideen zu gestalten. Darüber hinaus unterstützen wir unsere Kunden nun noch stärker darin, Nachhaltigkeit aktiv anzugehen - mit Beratungsexpertise und technologischer Kompetenz sowie dem Anspruch, die Zukunft innovativ und nachhaltig zu gestalten. Die Kriterien Environment, Social und Governance (ESG) verstehen wir nicht nur als Strategie, sondern als Wettbewerbsfaktor. Zudem wurde unser im vergangenen Jahr geschaffener Bereich "KI" weiter ausgebaut. Dieser Schritt markiert die nächste große Evolutionsstufe für KI-Themen gemäß dem festgelegten Entwicklungspfad für branchenübergreifende Querschnittsthemen. Außerdem wurden die Bereiche "Group Audit" sowie "Beteiligungsmanagement" als neue Stabsstellen geschaffen. Ökosysteme, die branchenübergreifend oder branchenspezifisch designt werden, nehmen eine immer wichtigere Rolle ein. msg wird verstärkt als Dienstleister und Partner für Ökosysteme sowie Betreiber, Teilbetreiber oder Zulieferer von Plattformen im Markt auftreten. Mit Plattformen und Ökosystemen unterstützen wir unsere Kunden, Geschäftsmodelle aufzubauen, die über die Grenzen der jeweiligen Branchen hinausgehen. Denn um die Chancen der digitalen Welt nutzen zu können, ist das Bündeln verschiedener Kompetenzen in Form eines End-to-End-Angebots notwendig. Durch diese Verzahnung unserer Branchenkenntnis mit Consulting-, Technologie- und Produktkompetenz kann sich msg mit allen notwendigen Leistungen als Komplettanbieter positionieren. Das ist der Schlüssel zum Erfolg unseres Unternehmens. Als unterstützende Klammer für digitale Ökosysteme verstehen wir das Business-Consulting. Auch sehen wir Business-Consulting als die optimale Möglichkeit, frühzeitig gemeinsam mit dem Kunden Problemstellungen auf der Seite der Fachabteilungen zu identifizieren. Hier hat sich die Welt ebenfalls stark verändert: Dort, wo früher Fachabteilungen und IT getrennt voneinander betrachtet wurden, sind heute neue Anforderungen entstanden - Kunden verlangen zunehmend Lösungen aus einer Hand. Deshalb funktioniert fachliche Beratung nicht mehr ohne einen starken IT-Background und umgekehrt. msg positioniert sich entlang der Schnittstelle Fachlichkeit/IT und adressiert Kunden mit einem starken Gesamtspektrum aus Business und IT-Consulting. Mehr noch: Ein Kernelement des Business-Consultings wird die Innovationsfähigkeit sein. Dafür werden sowohl stark branchenspezifische sowie übergreifende Business-Consulting-Einheiten und Fachteams mit technologischen Innovationsteams und Competence-Centern in Ökosystemen vernetzt, um entlang der vielschichtigen Kundenanforderungen bestmöglich agieren zu können. Mit unserem produktbasierten Lösungsansatz sind wir in der Lage, Kunden mit End-to-End-IT-Lösungen zu beliefern. Wichtig hierbei ist die Kombination aus fachlich vollständigen Branchenkernlösungen (Systems of Records), leistungsstarken analytischen Systemen (Systems of Insights) und höchstflexiblen Systemen, die digitale Kundenerlebnisse und die Integration von Partnern unterstützen (Systems of Engagement). In alle drei Bereiche haben wir 2022 erneut investiert und werden dieses Investment auch in diesem Jahr fortsetzen, um unser Portfolio und unsere Marktposition weiter zu stärken. Zur Erweiterung und Stärkung des eigenen Portfolios erfolgten zudem verschiedene Zukäufe. So hat sich msg mehrheitlich an der Berliner Digitalagentur Digital Seals GmbH beteiligt. Das Unternehmen wurde 2020 gegründet und konzentriert sich auf die Frontend-Entwicklung auf Basis modernster CX/UX/UI-Methoden sowie die Entwicklung neuer digitaler Geschäftsmodelle. Digital Seals erweitert das Leistungsspektrum der msg-Gruppe mit digitaler Kompetenz und hochmodernen Digitallösungen. Weiterhin erwarb msg mehrheitlich das Start-up iconCXM GmbH mit dem Ziel, gemeinsam ein zukunftsorientiertes CXM-System insbesondere für Versicherungsunternehmen einzuführen. Der dritte Zukauf betrifft die Baeriswyl Tschanz & Partner AG mit Sitz in Ittigen/Bern. Mit dieser Übernahme treibt msg die Internationalisierung und die weitere Entwicklung auf dem Schweizer Markt voran. Der Ausbau des internationalen Geschäfts außerhalb der DACH-Region soll in den nächsten Jahren weiter vorangetrieben werden. Dabei bleiben wir unserer Internationalisierungsstrategie treu und unterstützen unsere Kunden in Zukunft noch intensiver bei ihren Tätigkeiten auf den internationalen Wachstumsmärkten. Durch die Gründung weiterer internationaler Standorte schaffen wir es, für unsere Kunden weltweit vor Ort zu sein und den bestmöglichen Service zu bieten. Außerdem planen wir, den Shoring-Anteil (Near- und Offshoring) unter Nutzung unserer internationalen Standorte weiter zu erhöhen. Shoring ist von fundamentaler Bedeutung, wenn es darum geht, durch Remote-Bereitstellungen auf den starken Preisdruck zu reagieren. Durch Shoring-Maßnahmen können zudem 24/7-Services für globale Konzerne erst ermöglicht werden. Wie der vorliegende Bericht zeigt, ist msg sehr gut aufgestellt, um die Herausforderungen der Digitalisierung zu meistern und ihre Kunden erfolgreich in die Zukunft zu begleiten. Wir verfügen über das Potenzial, im Jahr 2023 wieder zu wachsen und die Marktanteile weiter auszubauen. Angesichts des anhaltenden Fachkräftemangels in der ITK-Branche wird damit gerechnet, dass sich die Rekrutierung von qualifiziertem Personal auf dem Weg zu weiterem Wachstum als schwierig erweisen wird. Um die bestehenden Mitarbeitenden zu binden, wurden im Rahmen des Programms "Mensch im Mittelpunkt" auch 2022 zahlreiche interne Maßnahmen realisiert. Gerade in Zeiten von Homeoffice legt msg großen Wert auf den Erhalt der Unternehmenswerte und die Stärkung des Zusammenhalts der Mitarbeitenden. Auch für die kommenden Jahre ist "Mensch im Mittelpunkt" fest in der Gesamtstrategie von msg verankert. Konkret bedeutet das u. a.: Das umfassende Schulungsangebot soll weiter ausgebaut werden, mobiles Arbeiten findet Einzug in den Alltag zur Schaffung von Flexibilität für die Angestellten, die Arbeitsmittel und die Infrastruktur sollen auch weiterhin stets den neuesten Standards entsprechen und Mitarbeitende erhalten die Gestaltungsfreiheit, die sie benötigen, ebenso wie die Partizipationsmöglichkeiten, die sie wünschen. Zudem wurden aus Mitarbeitendenumfragen weitere Maßnahmen zur Mitarbeitendenbindung abgeleitet, die nun sukzessive umgesetzt werden. Neue Mitarbeitende werden über dedizierte Rekrutierungsmaßnahmen gewonnen und ehemalige Mitarbeitende mithilfe des msg-Alumni-Netzwerks zurückgeholt. Zudem ist es ein klares strategisches Ziel, die Marke msg in der öffentlichen Wahrnehmung zu stärken und das breitere und höherwertige Leistungsangebot von msg im Markt positiv zu belegen. Auch Corporate-Social-Responsibility ist für msg ein wichtiges Thema, das in Zukunft noch mehr Raum in der Außendarstellung einnehmen soll. Gesamtleistungs- und Ergebnisentwicklungmsg geht für das Geschäftsjahr 2023 von einer positiven Geschäftsentwicklung aus. Auch für 2023 zeichnet sich gruppenweit eine positive Auftragslage ab. Ein wesentlicher Teil des Geschäftsvolumens ist für das laufende Geschäftsjahr bereits vertraglich abgesichert. Wir erwarten zum jetzigen Zeitpunkt für das Geschäftsjahr 2023 eine moderate Steigerung der Gesamtleistung und einen moderaten Rückgang des EBITs aufgrund hoher Investitionen in den Aufbau von neuen Themen. GesamtaussageTrotz der schwierigen weltpolitischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen blickt msg optimistisch in die Zukunft und rechnet mit einer positiven Geschäftsentwicklung.
Ismaning, den 31. Oktober 2023 Johann Zehetmaier BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die msg group GmbH, Ismaning PrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der msg group GmbH, Ismaning, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.12.2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der msg group GmbH, Ismaning, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den KonzernlageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-konzern-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.
Landshut, den 20.12.2023 BBT
Control Treuhand GmbH
Bendel, Wirtschaftsprüfer Braun, Wirtschaftsprüfer ErgebnisverwendungsbeschlussIm Rahmen der ordentlichen Gesellschafterversammlung am 27.12.2023 wurde folgender Ergebnisverwendungsbeschluss gefasst: Der Bilanzgewinn in Höhe von 41.223.411,88 EUR wird auf neue Rechnung vorgetragen. Sonstiger BerichtsteilAngaben zur Billigung: Der Konzernabschluss zum 31.12.2022 wurde am 27.12.2023 gebilligt. |
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