FM Associates GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jan Vatter seit 19.1.2026 | Geschäftsführer |
Bernd-Michael Weber seit 17.12.2021 | Prokura |
Milenko Radic seit 11.7.2019 | Geschäftsführer |
Klaus Huber seit 20.5.2016 | Prokura |
Oliver Schindel seit 16.3.2016 | Prokura |
Rupert Dr. Lindermayr seit 16.3.2016 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
FJA Feilmeier & Junker Holding GmbH | 11.64% |
FJA Feilmeier & Junker Holding GmbH | 0.22% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
msg life agLeinfelden-EchterdingenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Bericht des Aufsichtsrats 2022Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,der Aufsichtsrat der msg life ag hat im Geschäftsjahr 2022 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben pflichtgemäß wahrgenommen und den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens in dem Zusammenhang umfassend beraten und dessen Tätigkeit überwacht. Im Rahmen der jeweiligen Sitzungen verglich der Aufsichtsrat die Geschäftsplanung mit der tatsächlichen Geschäftsentwicklung und befasste sich mit der strategischen und operativen Entwicklung der Gesellschaft. Auch die Gründe von Abweichungen sowie deren mögliche Auswirkungen auf die kurz-, mittel- und langfristige Planung wurden dabei diskutiert. In den jeweiligen Sitzungen besprach der Aufsichtsrat, neben den zustimmungspflichtigen Entscheidungen, immer die aktuellen Kennzahlen zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des msg life Konzerns. Zudem wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand über weitere wichtige Vorgänge informiert, wie beispielsweise die aktuellen Vertriebs- und Projektsituationen in den einzelnen Vorstandsressorts, die Entwicklung des nationalen und internationalen Marktumfelds, die kurz- und längerfristige Unternehmensstrategie sowie mögliche Kooperationen oder Akquisitionen. ZUSAMMENARBEIT ZWISCHEN AUFSICHTSRAT UND VORSTANDDer Aufsichtsrat wurde über alle wesentlichen unternehmensrelevanten Sachverhalte immer zeitnah und umfassend unterrichtet. Zudem informierte der Vorstand den Aufsichtsrat über besondere Vorgänge auch zwischen den einzelnen Sitzungen. Auf ihre Entscheidungen bereiteten sich die Mitglieder des Aufsichtsrats mit den vom Vorstand vorab übersandten, ausführlichen Berichten vor. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat hierbei monatlich über die zentralen wirtschaftlichen Kennzahlen und Planungsabweichungen. Darüber hinaus tauschte sich der Aufsichtsratsvorsitzende mit dem Vorstand - und dabei insbesondere mit dem Vorstandsvorsitzenden -regelmäßig aus und informierte sich dabei über die aktuelle Geschäftsentwicklung und die wesentlichen Geschäftsvorfälle. THEMEN DER AUFSICHTSRATSTÄTIGKEIT IM GESCHÄFTSJAHR 2022Im Geschäftsjahr 2022 fanden erneut fünf Aufsichtsratssitzungen statt. Aufgrund der COVID-19-Pandemie wurde die Sitzung vom 17. Februar 2022 per Video-/ Telefonkonferenz durchgeführt. Alle weiteren Sitzungen fanden als Präsenzveranstaltungen statt, wobei vereinzelt Teilnehmer per Video-/Telefonkonferenz zugeschaltet wurden. An den Sitzungen und Beschlussfassungen haben jeweils alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen. Zur Vorbereitung der Sitzungen wurden dem Aufsichtsrat vom Vorstand vorab jeweils ausführliche Berichte zur Verfügung gestellt. Der Aufsichtsrat stützte sich bei seiner Arbeit auf die schriftlichen und mündlichen Informationen durch die Vorstandsmitglieder; mit Blick auf die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2021 erfolgten außerdem schriftliche und mündliche Informationen durch den Abschlussprüfer. Am 17. Februar 2022 befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Bericht des Vorstands über die laufende Geschäftsentwicklung des Unternehmens und der einzelnen Geschäftsbereiche sowie mit den wesentlichen Vertriebsvorhaben. Ebenfalls erörtert wurde die weitergehende strategische Zusammenarbeit zwischen der msg life ag und dem msg-Gruppenunternehmen msg nexinsure ag im Kontext der gemeinsamen msg.Insurance Suite und des gemeinsamen Brandings msg insur:it sowie die neue Ressortverteilung des Vorstands. Des Weiteren wurden die Zielvereinbarungen des Vorstands für 2022 diskutiert und verabschiedet, und es erfolgten die Jahresberichterstattungen zu Risikomanagement, Compliance, Revision und Datenschutz. In der Sitzung vom 29. April 2022 erörterte der Aufsichtsrat den Jahres- und den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021. Nach intensiver Diskussion mit dem Abschlussprüfer und dem Vorstand billigte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss jeweils für das Geschäftsjahr 2021. In der Sitzung ebenfalls besprochen und verabschiedet wurde die Tagesordnung für die ordentliche Hauptversammlung am 22. Juni 2022. Weiteres Thema war die laufende Geschäftsentwicklung des Unternehmens. Im Anschluss an die Hauptversammlung vom 22. Juni 2022 fand eine Aufsichtsratssitzung statt. Dabei unterrichtete der Vorstand den Aufsichtsrat über die aktuelle Geschäftslage und die laufenden externen wie internen Projektvorhaben in der msg life Gruppe. Am 8. September 2022 erörterten Vorstand und Aufsichtsrat die laufende Geschäfts- und Vertriebsentwicklung des Unternehmens sowie die langfristige Strategie in den internationalen Märkten. Des Weiteren erfolgte die Compliance-Berichterstattung für die US-amerikanische Konzerngesellschaft. In der Aufsichtsratssitzung vom 13. Dezember 2022 befasste sich der Aufsichtsrat unter anderem ausführlich mit der aktuellen Geschäftslage und mit der strategischen Weiterentwicklung des msg life Konzerns. Zudem wurden die Planzahlen 2023 diskutiert und verabschiedet. PRÜFUNG DES JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSSES 2022Die ordentliche Hauptversammlung wählte am 22. Juni 2022 die Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022. Der Abschlussprüfer hat den Jahres- und den Konzernabschluss 2022 sowie den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Jahres- und der Konzernabschluss 2022 sowie der zusammengefasste Lagebericht und Konzernlagebericht genauso wie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor der Aufsichtsratssitzung vom 25. April 2023 zugestellt. In dieser Sitzung hat sich der Aufsichtsrat abschließend mit dem Jahres- und dem Konzernabschluss sowie dem zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022 befasst und die Vorlagen mit dem Abschlussprüfer und dem Vorstand erörtert. Dabei berichtete der Abschlussprüfer über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Der Aufsichtsrat hat in diesem Zusammenhang den Jahresabschluss, den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht eingehend geprüft, und es ergaben sich daraus keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand jeweils aufgestellten Jahresabschluss und Konzernabschluss in der Sitzung vom 25. April 2023 gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss gemäß § 172 AktG festgestellt. VERÄNDERUNGEN IM VORSTAND UND IM AUFSICHTSRATDr. Aristid Neuburger und Jens Stäcker schieden als Mitglieder aus dem Vorstand der Gesellschaft jeweils mit Wirkung zum Ablauf des 28. Februar 2022 aus. Dr. Jürgen Zehetmaier hat sein Amt als Mitglied des Aufsichtsrats zum Ablauf des 31. Mai 2022 niedergelegt. Per Beschlussfassung der ordentlichen Hauptversammlung vom 22. Juni 2022 wurde Dr. Aristid Neuburger als Nachfolger für Dr. Jürgen Zehetmaier in den Aufsichtsrat der msg life ag gewählt. Bei allen im Berichtszeitraum amtierenden Vorstandsmitgliedern sowie bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der msg life Gruppe bedankt sich der Aufsichtsrat ausdrücklich für ihren geleisteten Einsatz und die erneut sehr guten Leistungen im zurückliegenden Geschäftsjahr 2022.
Leinfelden-Echterdingen, 25. April 2023 Für den Aufsichtsrat JOHANN ZEHETMAIER, Vorsitzender des Aufsichtsrats Lagebericht und KonzernlageberichtDer folgende Lagebericht ist der zusammengefasste Lagebericht und Konzernlagebericht der msg life ag, Leinfelden-Echterdingen. Er stellt den Geschäftsverlauf des msg life Konzerns inklusive der namensgleichen msg life ag (Einzelgesellschaft) mit den Geschäftsergebnissen für das Geschäftsjahr 2022 vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie die Lage des Konzerns inklusive der Einzelgesellschaft zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2022 dar. Alle Aussagen betreffen den msg life Konzern beziehungsweise die msg life Gruppe (im Folgenden auch: msg life) als Ganzes. Sollte im Verlauf des Berichts die Einzelgesellschaft gemeint sein oder für die Einzelgesellschaft Abweichendes zutreffen, wird dies an entsprechender Stelle explizit erwähnt oder weiter erläutert. Die msg life ag (mit ihren Konzernunternehmen) ist zum Bilanzstichtag ein mittelbares Tochterunternehmen der msg group GmbH, Ismaning. Im Folgenden wird für die msg group GmbH und deren Konzernunternehmen der Begriff msg-Gruppe verwendet. Am 25. September 2020 haben die msg life ag, Leinfelden-Echterdingen, und die msg systems ag, Ismaning, einen Beherrschungsvertrag, geändert durch Änderungsvereinbarung vom 6. November 2020, abgeschlossen. Diesem Beherrschungsvertrag haben die Hauptversammlungen der msg life ag am 10. November 2020 bzw. der msg systems ag am 18. November 2020 zugestimmt. Mit der Eintragung des Beherrschungsvertrags in das Handelsregister der msg life ag beim Amtsgericht Stuttgart am 20. Januar 2021 ist der Beherrschungsvertrag rückwirkend zum 1. Januar 2021 wirksam geworden. Die Berichtswährung ist Euro, auf Tsd. Euro oder Mio. Euro wird gerundet. Hieraus können sich Rundungsdifferenzen in Höhe von bis zu einer Recheneinheit ergeben. Grundlagen des KonzernsGeschäftsmodellDie msg life Gruppe entwickelt bereits seit 1980 IT-Systemlösungen, berät Kunden erfolgreich bei der Umsetzung ihrer IT-Strategie und hat sich zu einem führenden Anbieter von Software, Beratung und Cloud-Lösungen mit digitalem Schwerpunkt für Lebensversicherer und Altersvorsorgeeinrichtungen in Europa sowie insbesondere Krankenversicherungen in den USA entwickelt. Neben einer führenden Marktstellung in den deutschsprachigen Ländern ist die Software von msg life auch weltweit im Einsatz. Anwender in zahlreichen Ländern nutzen die Lösungen des Unternehmens. Neben der Finanzierungsaufgabe für die Konzerngesellschaften nimmt die Einzelgesellschaft als Holding vor allem strategische und in begrenztem Maße auch operative Managementaufgaben des Konzerns wahr. Die Bestimmung der adressierten Märkte, die Definition des Produktangebots und Entscheidungen im Bereich Mergers & Acquisitions obliegen vor allem der Holding. Zentral- und Stabsfunktionen wie Vertrieb, Marketing, Personal, Finanzen, Betriebsorganisation, Controlling, Revision, Datenschutz, Compliance-Management, Risikomanagement, Informationssicherheit, Organisation & IT-Services und Recht sind darüber hinaus weitestgehend in der Holding angesiedelt. Die wirtschaftlichen Aktivitäten der Holding beschränken sich hauptsächlich auf die Verrechnung von Dienstleistungen innerhalb des Konzerns sowie auf die Finanzierungstätigkeit; sie ist nur in sehr wenigen Fällen Vertragspartner in Kundenprojekten. Im Rahmen der Dienstleistungen werden insbesondere die in der Holding angesiedelten, oben genannten Zentral- und Stabsfunktionen verrechnet. Mit Blick auf die Finanzierungstätigkeit stellen vor allem verzinsliche Ausleihungen an Konzerngesellschaften, Geldanlagen und Ergebnisausschüttungen aus Beteiligungen den Geschäftszweck dar. Für die Holding ergibt sich das wesentliche Ertragspotential aus den Ergebnissen der Beteiligungen. Aus diesem Grund gelten die Angaben des Konzerns zur Entwicklung der Märkte, des wirtschaftlichen Umfelds und der Chancen und Risiken auch für die Holding. Zum Bilanzstichtag zählen zu den msg life-Kunden primär Versicherer mit dem Schwerpunkt Lebensversicherungen und Altersvorsorgeeinrichtungen in Europa und insbesondere Krankenversicherungen und Gruppenversicherer in den USA. Das Leistungsspektrum reicht dabei von der Entwicklung und Implementierung von Standardsoftware über Consulting-Dienstleistungen mit digitaler Ausrichtung bis hin zur Übernahme des kompletten IT-Betriebs (Software as a Service [SaaS-]/ Cloud-Lösungen). Der Hauptsitz der msg life ag ist Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart. Weitere Geschäftsstellen befinden sich in München, Hamburg und Köln. Auch in Wien (Österreich), Regensdorf (Schweiz), Almere (Niederlande), Bratislava, Kosice und Zilina (Slowakei), Porto (Portugal), Madrid (Spanien) sowie in New York, Denver und Boca Raton (USA) ist msg life vertreten. Der Standort in Maribor (Slowenien) wird im Zuge des geplanten Verkaufs der Tochtergesellschaft msg life odateam d.o.o. an die msg Plaut Austria GmbH, Wien (Österreich), im Laufe des aktuellen Geschäftsjahres und rückwirkend zum 1. Januar 2023 von msg Plaut übernommen. Nach den veröffentlichten Mitteilungen und den der msg life ag vorliegenden Informationen gibt es an der Gesellschaft per 31. Dezember 2022 folgende direkte oder indirekte Beteiligungen, die 25 Prozent der Aktien überschreiten:
Zum Bilanzstichtag haben sich keine Änderungen gegenüber dem im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2021 dargestellten Konsolidierungskreis zum 31. Dezember 2021 ergeben. OrganisationsstrukturUnabhängig von der Gesellschaftsstruktur ist die msg life Gruppe in Business Units gegliedert, denen Marktsektoren beziehungsweise Märkte zugeordnet sind. Die Verantwortung umfasst sowohl die Weiterentwicklung des Lösungsportfolios als auch die Abwicklung der Kundenprojekte und wird auf Ebene von Geschäftsbereichen wahrgenommen. Die Leiter dieser Geschäftsbereiche sowie die Geschäftsführer stellen die nächste Führungsebene unterhalb des Vorstands der msg life ag dar. Leitung und KontrolleDer Vorstand der msg life ag bestand zum 31. Dezember 2022 aus Rolf Zielke (Vorstandsvorsitzender), Francesco Cargnel, Robert Hess, Milenko Radic und Dr. Wolf Wiedmann. Dr. Aristid Neuburger und Jens Stäcker schieden als Mitglieder aus dem Vorstand der Gesellschaft jeweils mit Wirkung zum Ablauf des 28. Februar 2022 aus. Dr. Jürgen Zehetmaier hat sein Amt als Mitglied des Aufsichtsrats zum Ablauf des 31. Mai 2022 niedergelegt. Per Beschlussfassung der ordentlichen Hauptversammlung vom 22. Juni 2022 wurde Dr. Aristid Neuburger als Nachfolger für Dr. Jürgen Zehetmaier in den Aufsichtsrat der msg life ag gewählt. Damit bestand der Aufsichtsrat der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 aus vier Mitgliedern: Johann Zehetmaier (Vorsitzender), Dr. Martin Strobel (stellvertretender Vorsitzender), Dr. Aristid Neuburger und Dr. Thomas Noth. Nachdem die msg life ag und das msg-Konzernunternehmen msg nexinsure ag, Ismaning, bereits seit vielen Jahren im Rahmen des gemeinsamen Lösungsangebotes msg.Insurance Suite eng zusammenarbeiten, verfügen die beiden Unternehmen bereits seit 2021 über ein Management-Team mit übergreifend einheitlicher Verantwortung. Zudem treten msg life und msg nexin-sure im Versicherungsmarkt unter dem gemeinsamen Branding msg insur:it auf und verdeutlichen damit ihre führende Rolle als Produkthaus für die Versicherungsbranche. Unabhängig von dem gemeinsamen Branding msg insur:it bestehen msg life und msg nexinsure als rechtlich eigenständige Legaleinheiten fort. Im September 2021 fasste die Gesellschafterversammlung der msg life central europe gmbh gemäß § 52 Abs. 2 GmbHG den Beschluss, dass sowohl im Aufsichtsrat der msg life central europe gmbh als auch unter den Geschäftsführern der msg life central europe gmbh eine Zielgröße für den Frauenanteil von jeweils (mindestens) 0% bis zum 31. Dezember 2025 festgelegt wird. Die Gesellschafterversammlung ist dabei der Auffassung, dass bei der Besetzung von Positionen im Aufsichtsrat und unter den Geschäftsführern die persönliche Qualifikation und die individuelle Fähigkeit, nicht aber das Geschlecht entscheidend sind. Es sollten also keine Erwägungen entscheidend sein, die sich nicht rein auf die persönliche und fachliche Eignung für das jeweilige Amt gründen. SteuerungssystemeBei der Steuerung des Unternehmens werden finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren eingesetzt. Zu den finanziellen Leistungsindikatoren in der msg life Gruppe zählen die handelsrechtliche Konzern-Gesamtleistung aus eigenem Geschäft und das handelsrechtliche Konzern-Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände (EBITDA). Auf Ebene der Einzelgesellschaft als Holding zählt hierzu das handelsrechtliche Ergebnis. Zu den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren gehören insbesondere die Arbeitnehmerbelange. Wichtige Produkte und DienstleistungenDas Kernprodukt des Unternehmens ist das Bestandsverwaltungssystem msg.Life Factory, mit dem Lebensversicherungs- und Altersvorsorgeprodukte verwaltet werden können. Als Versicherungskernsysteme kommen hinzu das Bestandsverwaltungssystem msg.Life und das Allspartensystem Unified Administration Platform (UAP), letzteres mit Fokus auf kleinere Versicherungsunternehmen und Insurtechs primär in Europa. Mit Fokus auf den US-amerikanischen Markt unterstützt die Unified Product Platform die Abbildung von Produkten und Prozessen von spezifischen US-amerikanischen Kranken- und Gruppenversicherungsprodukten. Folgende Produkte decken darüber hinaus -zum Teil länderspezifisch -wesentliche Spezial- und Querschnittsaufgaben im Kerngeschäft einer Versicherung ab:
Hinzu kommen Zusatzprodukte für den Bereich der betrieblichen Altersversorgung und Zeitwertkonten:
Zudem bietet msg life ein breites Spektrum an Beratung und Dienstleistungen, von der Software-Implementierung bis zur Bestandsmigration, wobei im Bereich Migration auch die beiden Migrationssoftwarelösungen msg.Migration System und msg.Migration Archive zur Angebotspalette gehören. Die msg.Life Factory sowie weitere zentrale Komponenten sind Teil der msg.Insurance Suite, der gemeinsamen Versicherungsplattform der msg-Gruppe. Mit der msg. Insurance Suite steht ein einheitlicher und spartenübergreifender Industriestandard zur Verfügung. Die Lösung umfasst und integriert alle notwendigen fachlichen Systemkomponenten für ein Versicherungsunternehmen. msg life, msg nexinsure und die msg-Gruppe arbeiten bei der Vermarktung der msg.Insurance Suite vertrieblich eng zusammen. Diese Zusammenarbeit sowie die Umsetzung der vollständigen Konvergenz der Komponenten der msg.Insurance Suite sind wichtige Aspekte der Produktstrategie. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenNachdem sich die globale Wirtschaft gerade ein wenig von den Folgen der Corona-Pandemie erholt hatte, beeinträchtigen der Krieg in der Ukraine, hohe Inflation und steigende Zinsen die weltweite wirtschaftliche Entwicklung. Vor diesem Hintergrund hat die Weltbank im Januar 2023 ihre globale Wachstumsprognose für das laufende Jahr von 3,0 Prozent auf 1,7 Prozent deutlich gesenkt. Abgesehen von den Krisenjahren 2009 und 2020 wäre ein weltweites Wirtschaftswachstum von 1,7 Prozent der niedrigste Wert seit fast drei Jahrzehnten, heißt es in dem Weltbank-Bericht "Global Economic Prospects". Zugleich warnte die Weltbank vor weiteren negativen Schocks, die die Weltwirtschaft in eine Rezession stürzen könnten. In nahezu allen Regionen der Welt werde das Pro-Kopf-Einkommen langsamer wachsen als in der Zeit vor der Corona-Pandemie. Für das Jahr 2024 prognostiziert die Weltbank ein Wachstum von 2,7 Prozent. Etwas optimistischer zeigt sich der Internationale Währungsfonds (IWF). Die Organisation hat ihre globale Konjunkturprognose Ende Januar 2023 für das laufende Jahr leicht angehoben. Demnach soll das weltweite Wirtschaftswachstum nach einem Plus von geschätzt 3,4 Prozent im vergangenen Jahr um 2,9 Prozent in diesem Jahr wachsen. Zuvor war der IWF von 2,7 Prozent ausgegangen. Für das Jahr 2024 erwarten die Ökonomen einen Zuwachs von 3,1 Prozent. Die leichte Anhebung wurde mit der Abkehr Chinas von der Null-Covid-Strategie begründet, was eine schnellere Erholung der Weltwirtschaft ermöglicht. Laut IWF liegt die aktualisierte Prognose im Vergleich zu den vorangegangenen zwei Jahrzehnten allerdings immer noch deutlich unter dem historischen Durchschnitt von 3,8 Prozent. Die Zinserhöhungen der Zentralbanken im Kampf gegen steigende Inflationsraten und der Krieg in der Ukraine belasten die wirtschaftlichen Aktivitäten weltweit. Die Analysten rechnen für 2023 mit einer Inflationsrate von 6,6 Prozent nach 8,8 Prozent im Jahr 2022. Dem Ausblick des Internationalen Währungsfonds zufolge wird sich das Wachstum der weltweit größten Volkswirtschaft USA abschwächen: von 2,0 Prozent im vergangenen Jahr auf 1,4 Prozent im Jahr 2023 und schließlich 1,0 Prozent im nächsten Jahr. Unter anderem dämpft die strikte Geldpolitik der US-Notenbank Fed die Konjunktur. China als zweitgrößte Volkswirtschaft verzeichnete im vergangenen Jahr nur ein Wachstum von 3,0 Prozent, nachdem rasant gestiegene Corona-Infektionszahlen die Wirtschaftsleistung ausbremsten. Für das laufende Jahr erwarten die Experten ein Plus von 5,2 Prozent und 4,5 Prozent für das Jahr 2024. Europa steht angesichts der Folgen des Krieges in der Ukraine stark unter Druck. Mit Blick auf die Turbulenzen an den Gas-, Strom- und Rohstoffmärkten und einer hohen Inflation hatten führende Ökonomen vor einer Rezession gewarnt, vor allem in Deutschland und Italien. Das hat sich bislang nicht bewahrheitet. Laut einer vorläufigen Schnellschätzung der europäischen Statistikbehörde Eurostat wuchs die europäische Wirtschaft im vergangenen Jahr um 3,5 Prozent. Der Internationale Währungsfonds rechnet allerdings damit, dass das Wachstum in diesem Jahr auf 0,7 Prozent sinken wird. In Deutschland hat sich die Wirtschaft etwas robuster gezeigt als erwartet. Wie das Statistische Bundesamt im Januar 2023 mitteilt, stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vergangenen Jahr um 1,9 Prozent. "Die gesamtwirtschaftliche Lage war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Krieges in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen", heißt es in der entsprechenden Pressemitteilung. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft "insgesamt gut behaupten". Während Dienstleistungsbereiche nach dem Wegfall fast aller Corona-Schutzmaßnahmen von Nachholeffekten profitierten, litten Industrieproduktion und Baugewerbe unter hohen Preisen und Materialmangel. Insgesamt verzeichnete der Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe ein kräftiges Plus von 4,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zu diesem Bereich gehören auch die Sonstigen Dienstleister, die wiederum die Kreativ- und Unterhaltungsbranche umfassen. Hier stieg die Bruttowertschöpfung auf Jahressicht um 6,3 Prozent. Laut Statistikbehörde führten Material- und Fachkräftemangel, hohe Baukosten und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen im Baugewerbe zu einem deutlichen Rückgang von minus 2,3 Prozent. Die hohen Energiepreise und die immer noch eingeschränkte Verfügbarkeit von Vorprodukten bremsten auch die Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe. Der Bereich wuchs nur leicht um 0,2 Prozent. Der Außenhandel legte trotz starker Preisanstiege im Jahr 2022 zu. So wurden auf Jahressicht preisbereinigt 3,2 Prozent mehr Waren und Dienstleistungen exportiert. Die Importe stiegen preisbereinigt um 6,7 Prozent. Für 2023 geht die Bundesregierung davon aus, dass sich nach einem schwachen Winterhalbjahr die wirtschaftliche Dynamik im Jahresverlauf infolge einer weiter stabilen Versorgungslage mit Energie, der Wirkung staatlicher Stützungsmaßnahmen und der erwarteten weltwirtschaftlichen Erholung wieder etwas belebt. Das geht aus der im Januar 2023 veröffentlichten Jahresprojektion der Bundesregierung hervor. Im Gesamtjahr dürfte das BIP um 0,2 Prozent zulegen. Zudem rechnet die Bundesregierung mit einer Inflation von 6,0 Prozent im laufenden Jahr. Die deutsche Versicherungswirtschaft ist angesichts der jüngsten Krisen mit zahlreichen Unwägbarkeiten konfrontiert: Zinsentwicklung, Inflation, Krieg in der Ukraine und eine allgemein große Unsicherheit. Dennoch haben die deutschen Versicherer im abgelaufenen Geschäftsjahr "ein ordentliches Ergebnis" erzielt, wie Dr. Norbert Rollinger, Präsident des Gesamtverbands der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), auf der Jahresmedienkonferenz im Januar 2023 berichtet. Die Beitragseinnahmen sanken über alle Sparten hinweg um 0,7 Prozent auf 224,3 Mrd. Euro nach 225,9 Mrd. Euro im Jahr 2021. Laut GDV belasten reale Einkommensverluste und die große Verunsicherung vor allem das Geschäft der Lebensversicherer. In der Schaden- und Unfallversicherung und der privaten Krankenversicherung gibt es weiterhin Beitragszuwächse. Im Bereich der Lebensversicherung, Pensionskassen und -fonds gingen die Einnahmen im vergangenen Jahr deutlich um 6 Prozent zurück. Dabei verzeichneten Versicherungen gegen Einmalbetrag einen Rückgang von fast 18 Prozent, während Versicherungen gegen laufenden Beitrag leicht um 0,6 Prozent zulegten. Für die unterschiedliche Entwicklung führt der Branchenverband vor allem zwei Gründe an: Zum einen haben Kunden durch die Normalisierung des Zinsniveaus wieder mehr Anlagealternativen. Zum anderen führen die gestiegenen Lebenshaltungskosten dazu, dass Verbraucher weniger Geld für ihre Altersvorsorge zur Verfügung haben. Dennoch hat sich die Stornoquote mit voraussichtlich 2,6 Prozent im vergangenen Jahr weitgehend stabil entwickelt, wie der GDV mitteilt. Die Menschen halten in diesem schwierigen Umfeld überwiegend an ihren Altersvorsorgeverträgen fest. Nach Angaben des GDV hat sich die betriebliche Altersvorsorge (bAV) besser entwickelt als die private Altersvorsorge. Demnach stieg das Neugeschäft im Bereich Direktversicherungen um 13 Prozent auf mehr als 650.000 Verträge. Die Reformen der letzten Jahre fangen an zu wirken, begründet GDV-Präsident Dr. Rollinger die positive Entwicklung. Unter dem Strich konnten die Versicherer bei den bAV-Beiträgen im vergangenen Jahr ein Plus von 3,7 Prozent erzielen. Sehr schlecht verlief dagegen das Geschäft mit der Riester-Rente: Das Neugeschäft brach im abgelaufenen Geschäftsjahr um 60 Prozent auf nur noch 124,7 Millionen Euro ein. Im Vorjahr waren es noch 311,4 Millionen Euro. Der Vertragsbestand sank von 10,4 auf 10,2 Millionen Verträge. Nach Ansicht des GDV hat die gesetzliche Verpflichtung zu einer 100-Prozent-Garantie und ein Höchstrechnungszins von 0,25 Prozent dazu geführt, dass viele Versicherer ihr Riester-Geschäft im vergangenen Jahr eingestellt haben. Mit Blick auf das laufende Jahr erwartet der Branchenverband über alle Sparten hinweg insgesamt ein Beitragswachstum von rund 3 Prozent. Allerdings werden sich die Geschäftsbereiche sehr unterschiedlich entwickeln. Vor allem bei den Lebensversicherern ist die Unsicherheit derzeit am höchsten. So werden weiter steigende Zinsen zwar allmählich zu attraktiveren Konditionen für die Lebensversicherer führen. Andererseits dürfte die wirtschaftliche Unsicherheit und die hohe Inflation die privaten Haushalte weiter belasten, so dass auch weniger Geld für die private Altersvorsorge zurückgelegt wird. In der Lebensversicherung rechnet der GDV mit "einer unveränderten Geschäftsentwicklung von Plus Minus Null". Im Einzelnen werden sich die Einmalbeiträge und die Einnahmen der Pensionsfonds in diesem Jahr stabil entwickeln. Die Einnahmen der Pensionskassen dürften um 4 Prozent schrumpfen, die Lebensversicherungen gegen laufende Beiträge dagegen um 0,3 Prozent zulegen. Hier dürfte der Anteil klassischer Versicherungen mit Höchstrechnungszins stagnieren oder weiter zurückgehen, während fondsgebundene Versicherungen ihren Anteil im Neugeschäft steigern dürften. Im Frühjahr 2023 könnte laut GDV "ein vorsichtiger Erholungsprozess" einsetzen, angetrieben durch staatliche Unterstützungsmaßnahmen und Lohnerhöhungen. Außerdem sollten auch die Inflationsraten langsam sinken. Für die Versicherungsbranche war eines der beherrschenden Themen des vergangenen Jahres die im Sommer 2022 von der Europäischen Zentralbank (EZB) eingeläutete Zinswende. Im Kampf gegen die hohe Inflation hat die EZB am 2. Februar 2023 zum fünften Mal in Folge den Leitzins auf nunmehr 3,0 Prozent angehoben und kündigte darüber hinaus weitere Zinserhöhungen an. Die EZB will den eingeschlagenen Kurs fortsetzen, der eine "zeitnahe Rückkehr der Inflation zu seinem mittelfristigen 2-Prozent-Ziel gewährleistet". Das geht aus der entsprechenden Pressemitteilung hervor. Allerdings ist die EZB von diesem Ziel noch weit entfernt: Im Januar 2023 lag die Inflationsrate in der Eurozone bei 8,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat in einer Schnellschätzung am 1. Februar 2023 mitteilt. Allerdings hat sich die Teuerung gegenüber dem Vormonat abgeschwächt. Im Dezember 2022 lag die Inflationsrate bei 9,2 Prozent. Die Zinswende hat Vor- und Nachteile für die Lebensversicherer: Durch den Zinsanstieg werden die Unternehmen durch die Zinszusatzreserve (ZZR) weniger belastet. Insgesamt profitieren die Lebensversicherer von der Zinswende, wie die Ratingagentur Assekurata im Dezember 2022 festhält. Demnach konnten Unternehmen bereits im vergangenen Jahr Mittel aus der ZZR entnehmen. Beim Kapitalanlageertrag profitieren die Lebensversicherer allerdings nur bedingt von höheren Zinsen, da die Zinsanlagen in ihren Büchern zunächst deutlich an Wert verlieren. Bisher haben die Versicherer den Zinsschock gut verkraftet, bilanziert die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) in ihrem im Januar 2023 veröffentlichten Risikobericht. Allerdings wächst bei weiter steigenden Zinsen die Gefahr für Lebensversicherer, dass häufiger Verträge storniert werden oder das Neugeschäft einbricht, insbesondere bei Policen mit Einmalbeträgen. Die hohe Inflation könnte zudem in allen Sparten dazu führen, dass Kunden das Geld für ihre Prämien nicht mehr aufbringen können oder wollen. Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzministeriums im Jahr 2021 liegt der Höchstrechnungszins (HZR) für Neuverträge in der Lebensversicherung seit Anfang 2022 bei 0,25 Prozent. Die Deutsche Aktuarvereinigung (DAV) empfiehlt trotz hoher Inflation und steigender Zinsen, den Höchstrechnungszins in der Lebensversicherung 2024 unverändert bei 0,25 Prozent zu belassen. Die Zinssituation am Kapitalmarkt muss sich erst dauerhaft stabilisieren, heißt es in einer Pressemitteilung der DAV vom 5. Dezember 2022. Neben der Zinswende standen regulatorische Themen im Fokus der Lebensversicherer. So treibt die EU unter anderem ein komplexes Regelwerk in Sachen Nachhaltigkeit voran. Die Umsetzung des EU-Aktionsplans Nachhaltige Finanzen macht umfassende Anpassungen erforderlich. Das bindet erhebliche Ressourcen, bietet aber zugleich große Chancen, da sich Kunden zunehmend für nachhaltige Versicherungslösungen interessieren. Im Zuge des oben genannten Aktionsplans hat die EU mehrere Maßnahmen für einen nachhaltigen Finanzrahmen entwickelt. Zu den wesentlichen Bausteinen zählen die Taxonomieverordnung und die EU-Transparenzverordnung. Außerdem wird derzeit ein umfassendes Instrumentarium erarbeitet, das es Finanzmarktteilnehmern erleichtern soll, Lösungen für nachhaltige Investments zu entwickeln. Die EU-Transparenzverordnung (Sustainable Finance Disclosure SFDR) trat bereits im März 2021 in Kraft. Die technischen Regulierungsstandards (RTS), die die Verordnung präzisieren, sind seit dem 1. Januar 2023 anzuwenden. Die Taxonomieverordnung wurde bereits im Jahr 2020 von der EU-Kommission veröffentlicht. Sie enthält Kriterien zu Bestimmung, ob eine Wirtschaftstätigkeit oder Investition als ökologisch nachhaltig einzustufen ist. Die Verordnung betrifft zunächst sechs Umweltziele. Bislang wurden die RTS für die ersten beiden Umweltziele formuliert. Die RTS für die restlichen vier Umweltziele stehen noch aus. Seit Januar 2022 muss das Klassifikationssystem für alle veröffentlichten Berichte in Bezug auf die ersten beiden Umweltziele angewendet werden. Die Offenlegungspflichten für Unternehmen und Finanzprodukte sind in der EU-Transparenzverordnung geregelt, die sich wiederum auf die Taxonomie bezieht. Schon seit einigen Jahren müssen sich Versicherer mit den neuen Bilanzierungsregeln nach IFRS 17 (International Financial Reporting Standard) auseinandersetzen. Das Regelwerk trat am 1. Januar 2023 in Kraft. Der neue Rechnungslegungsstandard regelt die Grundsätze in Bezug auf die Identifikation, den Ansatz, die Bewertung, den Ausweis sowie die Anhangangaben für Versicherungsverträge. Unternehmen, die nach IFRS bilanzieren müssen oder wollen und Quartalsbilanzen erstellen, benötigten bereits zum 1. Januar 2022 eine Eröffnungsbilanz. Im abgelaufenen Geschäftsjahr traten mit einem Rundschreiben der BaFin vom 3. März 2022 die neuen VAIT (Versicherungsaufsichtliche Anforderungen an die IT) in Kraft, die Versicherungsunternehmen und Pensionsfonds ohne Übergangsfrist anwenden müssen. Das Schreiben legt die Vorschriften über die Geschäftsorganisation im VAG (Versicherungsaufsichtsgesetz) verbindlich aus und gibt einen Rahmen vor, vor allem für das Management von IT-Ressourcen, für das Informationsrisikomanagement und das Informationssicherheitsmanagement. Außerdem müssen sich Versicherer mit dem geplanten Artificial Intelligence Act (AI Act), der für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) Rahmenbedingungen festlegen soll, und dem Digital Operational Resilience Act (DORA), der die digitale Widerstandsfähigkeit von Finanzinstituten stärken soll, auf weitere umfassende europäische Regulierungsvorhaben einstellen. Bewegung gab es im abgelaufenen Geschäftsjahr auch in der privaten und betrieblichen Altersvorsorge. Im Oktober 2022 wurde erstmals ein Tarifvertrag zur Umsetzung einer reinen Beitragszusage im Rahmen des Sozialpartnermodells vereinbart. Darauf hatten sich Verdi, die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie (IGBCE) mit dem Energieunternehmen Uniper und den Versorger-Arbeitgeberverbänden AVEW und AGV Bayern geeinigt. Außerdem brachte die Bundesregierung im Herbst 2022 die geplante Aktienrente auf den Weg. Damit soll die gesetzliche Rente um eine kapitalgedeckte Altersvorsorge erweitert werden. Als Anschubfinanzierung will die Bundesregierung in diesem Jahr 10 Mrd. Euro investieren. Laut Bundesfinanzminister Christian Lindner sollen die ersten 10 Mrd. Euro nur als erster Schritt betrachtet werden. Die Bundesregierung hat im November 2022 zudem beschlossen, eine Fokusgruppe private Altersvorsorge einzusetzen, die über die Zukunft der privaten Altersvorsorge beraten soll. Die Gruppe soll bis Mitte 2023 unter anderem "die Möglichkeit eines öffentlich verantworteten Fonds prüfen, der Altersvorsorgenden ein nicht verpflichtendes, kostengünstiges und effektives Angebot zur privaten Altersvorsorge unterbreitet". Die Empfehlungen der Gruppe sollen in eine Reform der privaten Altersvorsorge einfließen. Die Digitalisierung genießt in der Versicherungsbranche auch weiterhin hohe Priorität. Das zeigt sich auch bei den IT-Ausgaben, die sich weiterhin auf hohem Niveau befinden. Wie aus der Publikation "Fokus Digitalisierung - Grünes Licht statt Rotstift: IT-Jobs in der Versicherungsbranche" des GDV (Januar 2023) hervorgeht, lagen die Ausgaben für IT im Jahr 2021 erneut bei über 5 Mrd. Euro. Das entspricht einer Quote von 2,4 Prozent in Relation zu den gesamten Bruttobeitragseinnahmen. Laut der Studie "Navigating Through Stormy Times -Insurance Markets and Technology in 2023", die im Dezember 2022 von Sollers Consulting veröffentlicht wurde, zählt Automatisierung zu den Top-Themen der Versicherer. Der zunehmende wirtschaftliche Druck -auch vor dem Hintergrund der hohen Inflation -zwingt die Branche dazu, noch effizientere Prozesse und Geschäftsmodelle zu etablieren. Automatisierung hilft dabei, die Kosten zu optimieren und bessere Ergebnisse zu erzielen. In Dänemark, Großbritannien, aber auch im deutschsprachigen Raum, wurden bereits erhebliche Anstrengungen hin zu mehr Automatisierung unternommen. Um das Potential, das Automatisierung bietet, noch besser nutzen zu können, setzen Versicherer in den USA, Großbritannien und Europa auch weiterhin auf die Modernisierung ihrer Kernsysteme, so die Sollers-Studie. Aber auch in den deutschsprachigen Ländern sowie in Frankreich und in den nordischen Staaten wird die Modernisierung der IT-Systeme vorangetrieben. Langfristig angelegte Investitionen in die Verbesserung von Versicherungsplattformen und integrierten IT-Architekturen werden auch in Zukunft auf hohem Niveau bleiben. Darüber hinaus spielt Cloud Computing bei der digitalen Transformation der Assekuranz eine bedeutende Rolle. Mehreren Untersuchungen von Sollers Consulting zufolge, gehört Cloud Computing neben Robotic Process Automation (RPA) und Künstlicher Intelligenz zu den wichtigsten Technologien für die Versicherungsbranche. Das bestätigt auch der Cloud Monitor 2022, eine aktuelle Studie von Bitkom Research im Auftrag von KPMG. Rund acht von zehn Unternehmen der Finanz- und Versicherungsbranche nutzen bereits Rechenleistung aus der Cloud. "Die Cloud-Nutzenden in der Finanzbranche haben die Relevanz von Cloud Computing für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit verstanden", heißt es in der Studie. Die Bedeutung von Cloud-Technologien als Treiber der Digitalisierung wird in zahlreichen Untersuchungen hervorgehoben. Innerhalb der Versicherungsbranche sind in diesem Zusammenhang vor allem die Entstehung neuer Ökosysteme, die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle, deren Integration in Plattformen und neue Möglichkeiten der Kollaboration mit verschiedenen Partnern zu nennen. Mit Blick auf Europa hat sich die Versicherungsbranche im Jahr 2021 von den teils erheblichen Rückgängen im Corona-Jahr 2020 erholt. Das teilte der europäische Versicherungsverband Insurance Europe in einer vorläufigen Erhebung "European Insurance - Preliminary Figures 2021" im Juli 2022 mit. In vielen Ländern haben die Beitragseinnahmen wieder ihr "normales" Niveau erreicht. Im Jahr 2020 waren die Beitragseinnahmen in der europäischen Lebensversicherung um 9,6 Prozent auf 668 Mrd. Euro deutlich gesunken. Auch der im Februar 2023 veröffentlichte "European Insurance Overview 2022" des Verbandes zeigt, dass in den meisten EU-Ländern im Jahr 2021 die Brutto-Beitragseinnahmen im Bereich Leben gestiegen sind. Der Zuwachs ist demnach vor allem auf fondsgebundene Lebensversicherungen (Unit Linked Products) zurückzuführen. Das größte Plus verzeichneten Portugal und Norwegen mit jeweils mehr als 70 Prozent, während die Brutto-Beitragseinnahmen in Liechtenstein und der Slowakei mit jeweils 15 Prozent am stärksten zurückgingen. Detaillierte Zahlen für das Jahr 2021 wurden nicht genannt. In den USA erzielten die Lebensversicherer im Jahr 2021 nach vorläufigen Zahlen einen deutlichen Zuwachs: Die Bruttobeiträge stiegen auf Jahressicht um 7,5 Prozent auf knapp 610 Mrd. US-Dollar. Das geht aus den Statistiken zur deutschen Versicherungswirtschaft des GDV (September 2022) hervor. Mit einem Marktanteil von gut 20 Prozent sind die USA der weltweit größte Versicherungsmarkt im Bereich Leben. GeschäftsverlaufDie msg life Gruppe ist mit den von ihr angebotenen Leistungen und Produkten im deutschsprachigen Markt für Lebensversicherer und Altersvorsorgeeinrichtungen Marktführer, und mehr als die Hälfte aller führenden, dort ansässigen Lebensversicherer zählt zu den Kunden. Alle Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten des Konzerns dienen dazu, diese führende Position auch weiterhin kontinuierlich auszubauen. Im Kontext der sich auch weiterhin ständig ändernden regulatorischen Anforderungen sowie der zunehmend dynamischen Produktvielfalt verfolgen die Versicherungsgesellschaften die Strategie, die noch immer zu einem großen Teil selbst erstellten Softwarelösungen durch Standardsoftware und Standardsoftware-Plattformen mit neuen Betreibermodellen, wie beispielsweise Software as a Service (SaaS), abzulösen. Die Produkte und Beratungsleistungen von msg life sind inzwischen ein fester Bestandteil des msg-Gruppenportfolios für die Versicherungswirtschaft. Und als Gruppenunternehmen in der msg-Gruppe ist msg life für die Kunden ein strategisch noch bedeutenderer Partner und für die Mitarbeitenden ein noch attraktiverer Arbeitgeber. Gemeinsam mit der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München entwickelt msg life im Rahmen des Projekts TRAIL.X (TRustworthy Artificial Intelligence in Life Insurance) bereits seit 2021 neuronale Netzwerke (DNNs) für den versicherungsmathematischen Rechenkern. Diese werden es Lebensversicherern ermöglichen, alte Systemgenerationen abzulösen, deren Kernfunktionalitäten über Künstliche Intelligenz (KI) abzubilden und in ein modernes System zu integrieren. Dabei sollen versicherungsmathematische Funktionalitäten mit Hilfe von KI automatisiert übertragen und an ein modernes Bestandsverwaltungssystem angebunden werden. Die Themenbereiche vertrauenswürdige KI (XAI) und automatisiertes maschinelles Lernen (AutoML) spielen in dem Zusammenhang eine wichtige Rolle. TRAIL.X geht neue technologische Wege und schafft eine grundlegend neue Hybridtechnologie an der Schnittstelle zwischen maschinellem Lernen, Softwareentwicklung und Versicherungsmathematik. Die Arbeiten sind dabei eng mit den Aktivitäten in einem laufenden Migrationsvorhaben bei einem msg life-Bestandskunden verzahnt und werden über einen Zeitraum von drei Jahren durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie finanziell gefördert. Das Bestandskundengeschäft zeigte auch 2022 sehr stabile und erfolgreiche Projekte sowie kontinuierliche Neuaufträge. msg life rechnet damit, dass sich diese Entwicklung 2023 fortsetzen wird. Das Unternehmen konnte 2022 zahlreiche Vertriebserfolge erzielen: Im deutschsprachigen Markt verzeichnete msg life insgesamt fünf Beauftragungen für die msg.Life Factory, teilweise in Verbindung mit zahlreichen weiteren Komponenten. Neuaufträge in dem Zusammenhang kamen von den Gothaer Versicherungen, von der Athora Lebensversicherung, von HDI Leben und ottonova. Die Stuttgarter Lebensversicherung beauftragte msg life mit der Einführung der gesamten msg.Insurance Suite in der Leben-Ausprägung. Unter anderem über den niederländischen Standort von msg life wird der Benelux-Markt bearbeitet, und das Unternehmen stößt mit dem angebotenen Produktportfolio vor allem bei den dortigen national agierenden Versicherungskonzernen auf reges Interesse in den laufenden Vertriebsvorhaben. Das US-amerikanische Geschäft von msg life für primär Kranken- und Gruppenversicherungen entwickelte sich im Berichtszeitraum zufriedenstellend. Die dortige msg life Konzerngesellschaft FJA-US, Inc. verzeichnet dort eine kontinuierliche Entwicklung und eine insgesamt gute Nachfrage der Kunden nach Services. Das dortige msg life Angebotsspektrum umfasst nicht nur Softwareprodukte und fachliche Beratungsleistungen rund um die Themen Produkt- und Tarifgestaltung, sondern auch Betreibermodelle, die auf ein wachsendes Marktinteresse stoßen. In diesem Zusammenhang unterhalten inzwischen mehrere Kunden ein solches Betreibermodell (Software as a Service - SaaS), bei dem der Servicenehmer lediglich das Entgelt für die Nutzung und den Betrieb der Software bezahlt. Mit einer Niederlassung in Spanien und einem eigenen Standort in Portugal deckt msg life den spanischen und portugiesischen Markt ab, welcher zudem als Produktentwicklungseinheit genutzt wird. Auch 2022 verzeichnete msg life auf dem dortigen Markt eine positive Entwicklung des Bestandskundengeschäfts, und man erwartet auch im laufenden Geschäftsjahr weitere Vertriebserfolge. Das Projekt bei der spanischen Mutual Medica wurde 2022 erfolgreich gestartet. Die bisherige slowenische Einheit von msg life wird im Laufe des aktuellen Geschäftsjahres von dem msg-Gruppenunternehmen msg Plaut übernommen. Nachdem die Einheit in den zurückliegenden Jahren eine grundsätzlich positive Entwicklung genommen hat, erwartet man im Zuge der Integration in die msg Plaut deutliche Synergieeffekte in den dynamischen mittel- und osteuropäischen Märkten. Dort ist msg Plaut mit umfangreichen vertrieblichen Ressourcen seit vielen Jahren aktiv. Gleichzeitig rundet die Unified Administration Platform (UAP) das bisherige Angebotsportfolio von msg Plaut, welches seinen Schwerpunkt auf dem produktbasierten Beratungsgeschäft hat, ab. Beide Einheiten, msg Plaut wie das OdaTeam, erwarten von der neuen Konstellation eine deutliche Stärkung ihres Vertriebs, Vorteile bei der künftigen Marktbearbeitung und einen spürbaren Ausbau ihrer Delivery-Fähigkeiten. Für msg life ist der anstehende Verkauf zudem eine konsequente Schärfung der Produktstrategie für die spartenübergreifende msg.Insurance Suite. Wie berichtet gab es 2022 für msg life zahlreiche Neuaufträge, und auch im Geschäftsjahr 2023 rechnet das Unternehmen mit relevantem Neugeschäft. Gleichfalls gut verlief das Bestandskundengeschäft rund um die angebotenen Softwarekomponenten. Zudem kamen alle in der Unternehmensplanung enthaltenen Projekte im Berichtszeitraum zur Ausführung. Analog zu den Vorjahren konzentrierte sich msg life auch im Geschäftsjahr 2022 auf Vertriebsvorhaben in insbesondere den etablierten Märkten. Für msg life als IT-Unternehmen und -Dienstleister in einem stark regulierten Markt spielen Informationssicherheit und Datenschutz eine Schlüsselrolle. Dementsprechend wurden im Berichtszeitraum die Arbeiten zur Einführung eines Informationssicherheitsmanagementsystems (ISMS) weiter fortgesetzt. Das ISMS ist ein systematischer Ansatz zur Umsetzung von Informationssicherheit, um interne und externe Vorgaben zu erfüllen sowie Geschäftsziele zu erreichen. Ziel ist die Zertifizierung gemäß dem international gängigen Standard ISO/ IEC 27001, wobei mit dem TÜV Rheinland ein international anerkanntes Institut den Prozess begleitet. Bereits Ende 2022 konnten für einzelne Bereiche bei msg life die ersten Zertifizierungen erreicht werden. Zusammenfassende Beurteilung der GeschäftslageFür die msg life Gruppe war 2022 erneut ein gutes Geschäftsjahr. Die zahlreichen vertrieblichen Erfolge mit den entsprechenden Lizenzeinnahmen, ein stabiles Bestandskundengeschäft sowie weiterhin niedrige Reisekosten aufgrund der andauernden, wenn auch nachlassenden Corona-Pandemie führten dazu, dass die zu Beginn des Geschäftsjahrs gesetzten Ziele hinsichtlich der finanziellen Leistungsindikatoren handelsrechtliche Konzern-Gesamtleistung aus eigenem Geschäft und handelsrechtliches Konzern-Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände (EBITDA) erreicht wurden. Im Berichtszeitraum erzielte die msg life Gruppe eine handelsrechtliche Konzern-Gesamtleistung aus eigenem Geschäft von 173,2 Mio. Euro (Vorjahr: 176,1 Mio. Euro) und ein handelsrechtliches Konzern-Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände (EBITDA) von 14,1 Mio. Euro (Vorjahr: 17,9 Mio. Euro). Die Geschäftslage des Unternehmens im Berichtsjahr 2022 kann insgesamt als positiv bezeichnet werden. Die Grundlage für eine positive Entwicklung im Jahr 2023 und für die Folgejahre ist vorhanden. Die letztjährige Prognose des handelsrechtlichen Einzelabschlusses sah ein positives Ergebnis vor; im Ergebnis hat die Einzelgesellschaft als Holding das Geschäftsjahr 2022 mit einem Jahresüberschuss von 7,4 Mio. Euro (Vorjahr: 10,8 Mio. Euro) abgeschlossen. Nichtfinanzielle LeistungsindikatorenDie Leistungsfähigkeit der msg life Gruppe zeigt sich nicht nur in den wirtschaftlichen Kennziffern, sondern auch in den sogenannten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren. Hierzu zählen in der msg life Gruppe insbesondere die Arbeitnehmerbelange. Die entsprechenden Angaben finden sich innerhalb dieses zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts im Kapitel "Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter". Ertrags-, Finanz- und VermögenslageDie nachfolgenden Ausführungen zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns per 31. Dezember 2022 basieren auf dem Handelsgesetzbuch (HGB). Ertragslage des KonzernsUMSATZENTWICKLUNGDer Umsatz der msg life Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr betrug 182,9 Mio. Euro und lag damit um 10,9 Mio. Euro unter dem Umsatz des Geschäftsjahrs 2021, was einem Rückgang von 5,6 Prozent entspricht. Dieser leichte Rückgang resultiert aus Projekten, die entgegen den Planungen nicht mehr im Berichtszeitraum zur Ausführung kamen. Die Dienstleistungsumsätze verzeichneten im Geschäftsjahr einen Rückgang um 21,4 Mio. Euro von 150,2 Mio. Euro auf 128,8 Mio. Euro. Die Dienstleistungsumsätze entsprechen zum 31. Dezember 2022 einem Anteil von 70,4 Prozent (Vorjahr: 77,5 Prozent) am Gesamtumsatz. Die produktbasierten Umsätze verzeichneten in Summe einen Anstieg um 10,5 Mio. Euro und betrugen somit 54,1 Mio. Euro (Vorjahr: 43,6 Mio. Euro). Unter den produktbasierten Umsätzen belaufen sich die Lizenzerlöse im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 19,4 Mio. Euro (Vorjahr: 14,1 Mio. Euro), was einem Anteil von 10,6 Prozent vom Gesamtumsatz entspricht (Vorjahr: 7,3 Prozent). Die Wartungsumsätze betrugen im Geschäftsjahr 2022 26,8 Mio. Euro (Vorjahr: 23,6 Mio. Euro) und machen damit 14,7 Prozent (Vorjahr: 12,2 Prozent) vom Gesamtumsatz aus. Als Teil der produktbasierten Umsätze beinhalten die sonstigen Umsätze 2022 vorwiegend Rechenzentrumsleistungen. Sie betragen im abgelaufenen Geschäftsjahr 7,9 Mio. Euro und sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen (Vorjahr: 5,9 Mio. Euro). Im Hinblick auf die regionale Umsatzverteilung betrug der Umsatz in Deutschland im Geschäftsjahr 2022 insgesamt 156,1 Mio. Euro (Vorjahr: 172,2 Mio. Euro) und im Ausland 26,8 Mio. Euro (Vorjahr: 21,6 Mio. Euro). Die Umsätze im deutschen Markt erreichten somit nicht das Vorjahresniveau, wohingegen eine um 24 Prozent gestiegene Nachfrage nach msg life Lösungen im Ausland zu beobachten war. Nach einem Umsatzrückgang im Vorjahr konnten die Umsätze der msg life Gruppe in ihrem US-amerikanischen Geschäft in einem wieder belebteren Marktumfeld im Jahr 2022 um 2,5 Mio. Euro auf 20,1 Mio. Euro gesteigert werden. Der nach Umsatz zweitstärkste ausländische Markt ist Slowenien, wo der Umsatz im Geschäftsjahr 2022 4,1 Mio. Euro betrug (Vorjahr: 1,7 Mio. Euro); dieser Anstieg basiert insbesondere auf einem erfolgreichen Projektabschluss im Berichtszeitraum. In Portugal und Spanien verzeichnete die Gesellschaft einen leichten Anstieg der Umsatzerlöse um 0,4 Mio. Euro auf 1,2 Mio. Euro. In der Schweiz stieg der Umsatz 2022 um 0,1 Mio. Euro auf 1,3 Mio. Euro leicht an. Im Raum Benelux blieb der Umsatz mit 0,1 Mio. Euro stabil. Die Ländergesellschaften in Österreich und der Slowakei erbringen die meisten Umsätze für andere Konzerngesellschaften, so dass nur in einem geringeren Umfang externe Umsätze realisiert werden. Die Bestandsveränderung reduzierte sich im Geschäftsjahr um 1,2 Mio. Euro von -8,5 Mio. Euro auf -9,7 Mio. Euro, so dass die Gesamtleistung der Gesellschaft um 12,1 Mio. Euro auf 173,2 Mio. Euro gesunken ist, was einer Reduktion um 6,5 Prozent entspricht. Dieser Effekt resultiert insbesondere aus einem in Kooperation mit der msg systems ag durchgeführten Projekt, in welchem die daraus erzielte Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr um 9,2 Mio. Euro niedriger lag. ERGEBNISENTWICKLUNGIm abgelaufenen Geschäftsjahr wurden -so wie im Vorjahr -keine Entwicklungsleistungen für neue Software aktiviert. Die Position sonstiger betrieblicher Ertrag beträgt 2,0 Mio. Euro (Vorjahr: 2,0 Mio. Euro). Die Gesamtkosten betrugen im Geschäftsjahr 2022 161,2 Mio. Euro (Vorjahr: 169,5 Mio. Euro); sie sind um 8,3 Mio. Euro gesunken, was einer Reduzierung von 4,9 Prozent entspricht. Den größten Anteil an den Gesamtkosten mit 107,2 Mio. Euro (Vorjahr: 105,6 Mio. Euro) hatten die Personalkosten; dies entspricht einem Anteil von 66,5 Prozent (Vorjahr: 62,3 Prozent), bezogen auf die durchschnittliche Anzahl von 1.225 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (Vorjahr: 1.185 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter). An den Gesamtkosten stellten mit 31,1 Mio. Euro (Vorjahr: 44,5 Mio. Euro) die bezogenen Leistungen einen hohen Anteil dar. Der starke Rückgang der bezogenen Leistungen im Geschäftsjahr 2022 in Höhe von 13,4 Mio. Euro resultiert aus den sonstigen Dienstleistungen, bei denen im Jahr 2021 ein Aufwand in Höhe von 9,2 Mio. Euro aus der erfolgreichen Abnahme eines Meilensteins im Rahmen eines Großprojekts in Kooperation mit der msg systems ag enthalten war. Im Berichtsjahr erfolgte keine weitere Teilabnahme in diesem Projekt. Unter den bezogenen Leistungen befinden sich externe freie Mitarbeiter, deren Kosten sich im Geschäftsjahr 2022 auf 13,4 Mio. Euro beliefen (Vorjahr: 12,2 Mio. Euro). Mit den bezogenen Leistungen lassen sich spezielle Anforderungen -wie beispielsweise Auslastungsspitzen durch Neuprojekte -abdecken; sie tragen so zur Variabilisierung der Gesamtkosten bei. Die Personalkosten sind auf 107,2 Mio. Euro (Vorjahr: 105,6 Mio. Euro) leicht angestiegen. Gleichzeitig sank -aufgrund eines deutlichen Rückganges der bezogenen Leistungen -der Materialaufwand von 44,5 Mio. Euro auf 31,1 Mio. Euro. Der Anteil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen an den Gesamtkosten ist im Geschäftsjahr 2022 auf 14,2 Prozent gestiegen (Vorjahr: 11,4 Prozent) und betrug 22,9 Mio. Euro (Vorjahr: 19,4 Mio. Euro). Wesentlicher Bestandteil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind wie im Vorjahr die Raumkosten (vor allem Mieten) für die Büroflächen mit 7,3 Mio. Euro (Vorjahr: 7,0 Mio. Euro). Der Kostenblock Reisekosten im produktnahen Umfeld hat sich aufgrund der Abschwächung der Corona-Pandemie wieder etwas erhöht und lag im Geschäftsjahr 2022 bei 1,2 Mio. Euro (Vorjahr: 0,4 Mio. Euro). Die Kommunikationskosten sind leicht angestiegen um 0,1 Mio. Euro von 0,8 Mio. Euro auf 0,9 Mio. Euro. Ebenso angestiegen sind die Kosten für Beratung, Buchführung und Aufsichtsrat, die sich im Geschäftsjahr 2022 um 0,6 Mio. Euro auf 2,6 Mio. Euro (Vorjahr: 2,0 Mio. Euro) erhöhten. Damit konnte der Konzern im Geschäftsjahr 2022 ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände (EBITDA) von 14,1 Mio. Euro (Vorjahr: 17,9 Mio. Euro) erzielen. Die Summe aller Abschreibungen ist um 0,3 Mio. Euro auf 2,5 Mio. Euro (Vorjahr: 2,8 Mio. Euro) gesunken. Die Abschreibungen auf Sachanlagen betrugen 2,1 Mio. Euro (Vorjahr: 2,4 Mio. Euro). Die planmäßigen Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten betrugen 0,4 Mio. Euro (Vorjahr: 0,4 Mio. Euro). Insgesamt betrug das positive Betriebsergebnis (EBIT) im Geschäftsjahr 2022 11,5 Mio. Euro (Vorjahr: 15,0 Mio. Euro). Das Finanzergebnis belief sich auf -0,1 Mio. Euro (Vorjahr: -0,8 Mio. Euro). Die Gruppe finanziert sich komplett aus eigenen Mitteln und ist nicht auf fremde Mittel angewiesen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Konzerns hat sich 2022 um 2,7 Mio. Euro reduziert und betrug 11,5 Mio. Euro (Vorjahr: 14,2 Mio. Euro). Im Geschäftsjahr 2022 resultieren daraus Ertragsteueraufwendungen von 2,3 Mio. Euro (Vorjahr: 2,1 Mio. Euro). Nach Berücksichtigung der sonstigen Steuern belief sich das Periodenergebnis im Geschäftsjahr 2022 auf 9,1 Mio. Euro (Vorjahr: 12,1 Mio. Euro). Finanzlage des KonzernsGRUNDSÄTZE UND ZIELE DES FINANZMANAGEMENTSDas Finanzmanagement soll die msg life Gruppe in die Lage versetzen, jederzeit über die notwendigen Mittel zu verfügen, um im operativen Geschäft hinsichtlich Volatilität des Auftragseingangs, Schwankungen im Zahlungsverhalten der Kunden und Investitionsbedarf handlungsfähig zu sein. Dabei müssen alle wesentlichen Risiken, denen die msg life Gruppe potentiell ausgesetzt ist, frühzeitig erkannt werden und die notwendigen Spielräume für geeignete Abwehrmaßnahmen vorgesehen sein. Im Rahmen des Liquiditätsmanagements wird darauf geachtet, dass laufend ausreichend verfügbare Mittel und angemessene Liquiditätsreserven zur freien Verfügung stehen. Die msg life Gruppe ist im abgelaufenen Geschäftsjahr allen Zahlungsverpflichtungen vollumfänglich nachgekommen. FINANZIERUNGSANALYSEDie Erträge beziehungsweise operativen Cashflows des Konzerns sind weitgehend keinem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Die Anlage der liquiden Mittel erfolgt in der Regel kurzfristig. Die Finanzverbindlichkeiten sind kurzbis mittelfristig. Hinsichtlich des Kreditrisikos (Ausfallrisikos) bestehen im Konzern keine wesentlichen Konzentrationen auf einzelne Kunden. Eine Versicherung von Forderungen wird, insbesondere wegen der hohen Bonität der Kunden aus der Versicherungsbranche, nicht vorgenommen. Die liquiden Mittel auf Bankkonten sind bedingt durch zum Jahresende hin erfolgte Rechnungsstellungen an Kunden (mit Zahlungsziel im Folgejahr) und die Gewährung eines langfristigen Darlehens an verbundene Unternehmen um 11,0 Mio. Euro gesunken und betrugen zum 31. Dezember 2022 6,9 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 17,9 Mio. Euro). Für die deutschen Gesellschaften innerhalb der msg life Gruppe existiert ein Cash-Pooling. Der Konzern hat außerdem 26,7 Mio. Euro seiner liquiden Mittel in US-Staatsanleihen investiert (im Vorjahr: 23,4 Mio. Euro), um so für einen Teil der vorhandenen liquiden Mittel Zinserträge zu generieren. In Summe sind die liquiden Mittel um 7,7 Mio. Euro auf 33,6 Mio. Euro gesunken (Vorjahr: 41,3 Mio. Euro). Im Geschäftsjahr 2022 erzielte msg life einen operativen Cashflow in Höhe von -2,2 Mio. Euro (Vorjahr: 7,4 Mio. Euro). Die msg life Gruppe hat das Geschäftsjahr 2022 mit einem Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) von insgesamt 11,5 Mio. Euro (Vorjahr: 14,2 Mio. Euro) abgeschlossen. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug -9,0 Mio. Euro (Vorjahr: -13,0 Mio. Euro), wobei 2,1 Mio. Euro für Investitionen in Sachanlagen in Form von technischer Ausstattung und 1,9 Mio. Euro für weitere Zukäufe von US-Staatsanleihen getätigt sowie ein Darlehen in Höhe von 5,0 Mio. Euro an verbundene Unternehmen ausgegeben wurden. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Besonderheiten und betrug deshalb im Geschäftsjahr 2022 0,0 Mio. Euro (Vorjahr: -0,1 Mio. Euro). Vermögenslage des KonzernsVERMÖGENSSTRUKTURANALYSEDie Eigenkapitalquote des Konzerns zum 31. Dezember 2022 hat sich im Vergleich zum Vorjahr mit 61,4 Prozent (Vorjahr: 57,9 Prozent) positiv entwickelt, und das Eigenkapital beträgt 68,3 Mio. Euro (Vorjahr: 57,6 Mio. Euro). Zum 31. Dezember 2022 liegt die Bilanzsumme des Konzerns bei 111,3 Mio. Euro (Vorjahr: 99,5 Mio. Euro), was einem Anstieg um 11,8 Mio. Euro entspricht. Das Umlaufvermögen ist im abgelaufenen Geschäftsjahr von im Vorjahr 92,3 Mio. Euro auf 97,3 Mio. Euro gestiegen. Grund für diese Entwicklung ist im Wesentlichen der zum Bilanzstichtag um 9,2 Mio. Euro höhere Bestand an Forderungen gegen verbundene Unternehmen und der um 3,3 Mio. Euro höhere Bestand an Wertpapieren. Als gegenläufiger Effekt ist die Minderung der liquiden Mittel um 11,0 Mio. Euro von 17,9 Mio. Euro auf 6,9 Mio. Euro zu verzeichnen. Der Saldo der Position "Vorräte" ist von 7,5 Mio. Euro auf 8,4 Mio. Euro angestiegen, weil es zum Bilanzstichtag einen Überhang an unfertigen Erzeugnissen und geleisteten Anzahlungen im Vergleich zu den erhaltenen Anzahlungen auf Kundenprojekte gibt. Durch den gewählten offenen Ausweis wird der saldierte Betrag deshalb mit 8,4 Mio. Euro unter den Vorräten ausgewiesen. Das Anlagevermögen ist in Summe um 4,6 Mio. Euro auf 9,7 Mio. Euro (Vorjahr: 5,1 Mio. Euro) gestiegen. Grund hierfür ist ein langfristiges Darlehen an verbundene Unternehmen in Höhe von 5,0 Mio. Euro, das im Berichtsjahr gewährt wurde. Die Sachanlagen haben sich im Geschäftsjahr 2022 wertmäßig kaum verändert. Die immateriellen Vermögenswerte sind abschreibungsbedingt um insgesamt 0,3 Mio. Euro auf 0,7 Mio. Euro gesunken. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind im Vergleich zum Vorjahr um 2,2 Mio. Euro angestiegen; dieser Anstieg resultiert aus neu abgeschlossenen Verträgen, im Wesentlichen aus einem Vertrag mit einem Cloudserviceanbieter. Die aktiven latenten Steuern vor Saldierung mit den passiven latenten Steuern betrugen 0,2 Mio. Euro (Vorjahr: 0,3 Mio. Euro). Die Rückstellungen sind insgesamt um 0,4 Mio. Euro auf 26,2 Mio. Euro gestiegen. Diese Veränderung resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Steuerrückstellungen um 1,0 Mio. Euro auf 2,2 Mio. Euro und ist insbesondere bei der US-amerikanischen Tochtergesellschaft angefallen. Insgesamt machen die Rückstellungen 23,6 Prozent der Bilanzsumme aus, verglichen mit einem Anteil von 25,9 Prozent im Vorjahr. Die Verbindlichkeiten betragen 15,4 Mio. Euro. Die Erhöhung gegenüber dem Vorjahr von insgesamt 2,2 Mio. Euro resultiert aus dem stichtagsbedingten Aufbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 2,3 Mio. Euro auf 5,4 Mio. Euro, einer Erhöhung der sonstigen Verbindlichkeiten (im Wesentlichen Umsatzsteuerverbindlichkeiten) um 2,3 Mio. Euro sowie dem Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 2,4 Mio. Euro auf 5,1 Mio. Euro. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind stichtagsbedingt auf 1,3 Mio. Euro (Vorjahr: 3,0 Mio. Euro) gesunken und betreffen im Wesentlichen erhaltene Wartungsgebühren. Der Konzern hat keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (weder kurz- noch langfristig). Insgesamt ist das Verhältnis der Verbindlichkeiten zur Bilanzsumme von 13,2 Prozent im Vorjahr auf jetzt 13,8 Prozent angewachsen. Das Geschäftsjahr 2022 entsprach den Erwartungen. Wesentlich für diese Entwicklung waren zahlreiche vertriebliche Erfolge mit den entsprechenden Lizenzeinnahmen, ein stabiles Bestandskundengeschäft sowie weiterhin niedrige Reisekosten aufgrund der andauernden, wenn auch nachlassenden Corona-Pandemie. Der Vorstand der msg life ag geht davon aus, dass sich die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft in diesem Jahr auf dem Niveau des Vorjahres weiterentwickeln wird. Wesentliche Ereignisse mit Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der msg life ag im Jahresabschluss nach HGBERTRAGSLAGEDie Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr um 14,1 Mio. Euro von 50,0 Mio. Euro auf 35,9 Mio. Euro gesunken. Zu dieser Entwicklung tragen die Umsatzerlöse mit externen Dritten mit einem Rückgang von 15,9 Mio. Euro und die Umsatzerlöse im Konzern, also Umsatzerlöse mit Gesellschaften innerhalb der msg life Gruppe, mit einer Erhöhung von 1,8 Mio. Euro bei. Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen 0,3 Mio. Euro (Vorjahr: 0,4 Mio. Euro). Der Aufwand für den Bezug von Leistungen ist im Vergleich zum Vorjahr um 15,4 Mio. Euro gesunken und betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 13,0 Mio. Euro (Vorjahr: 28,4 Mio. Euro). Die Entwicklung der Umsatzerlöse und des Aufwands aus bezogenen Leistungen der msg life ag sind im Geschäftsjahr 2022 im Wesentlichen auf die im Jahr 2021 erfolgte Abnahme eines Meilensteines im Rahmen eines Großprojektes mit der msg systems ag zurückzuführen. Im Berichtsjahr erfolgte keine weitere Teilabnahme in diesem Projekt. Der Personalaufwand lag mit 7,7 Mio. Euro (Vorjahr: 8,4 Mio. Euro) um 0,7 Mio. Euro geringfügig unter dem Vorjahresniveau. Die Position der Abschreibungen -diese waren solche auf Sachanlagevermögen -im HGB-Einzelabschluss ist im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 0,6 Mio. Euro leicht gestiegen (Vorjahr: 0,4 Mio. Euro). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, überwiegend bestehend aus Verwaltungskosten mit verbundenen Unternehmen, Mieten, Rechts- und Beratungskosten, Buchführungskosten und Aufsichtsratsentgelten, sind im abgelaufenen Geschäftsjahr um 3,2 Mio. Euro von 18,6 Mio. Euro auf 21,8 Mio. Euro angestiegen. Hierfür sind im Wesentlichen die IT-Aufwendungen aufgrund der vermehrten Verträge für Software as a Service verantwortlich. Auf Grundlage der bestehenden Ergebnisabführungsverträge sind der Gesellschaft 14,9 Mio. Euro von der msg life central europe gmbh (Vorjahr: 16,1 Mio. Euro) zugeflossen und 0,6 Mio. Euro Erträge von der msg life global gmbh (Vorjahr: 1,0 Mio. Euro). Das Zinsergebnis der msg life ag hat sich im Geschäftsjahr 2022 mit -0,1 Mio. Euro (Vorjahr: -0,4 Mio. Euro) leicht verbessert und ist im Wesentlichen geprägt vom Zinsaufwand für Pensions- und Jubiläumsrückstellungen und der Verzinsung der IC-Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Der Ertragsteueraufwand lag im Geschäftsjahr 2022 bei 0,6 Mio. Euro (Vorjahr: 0,9 Mio. Euro). Für das Gesamtjahr 2022 erzielte die msg life ag einen handelsrechtlichen Jahresüberschuss in Höhe von 7,4 Mio. Euro (Vorjahr: 10,8 Mio. Euro). FINANZ- UND VERMÖGENSLAGEDie Bestandserhöhung des Anlagevermögens um 6,1 Mio. Euro auf 64,3 Mio. Euro (Vorjahr: 58,2 Mio. Euro) resultiert neben der Ausgabe eines langfristigen Darlehens an verbundene Unternehmen in Höhe von 5,0 Mio. Euro aus vermehrten Investitionen der Gesellschaft in neue Hardware. Ein gegenläufiger Effekt ergibt sich aus der planmäßigen Abschreibung des Sachanlagevermögens. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens beliefen sich auf 2,0 Mio. Euro (Vorjahr: 1,0 Mio. Euro). Das Umlaufvermögen der msg life ag ist im abgelaufenen Geschäftsjahr um 11,7 Mio. Euro auf 42,2 Mio. Euro (Vorjahr: 53,9 Mio. Euro) gesunken. Im Wesentlichen ist diese Entwicklung auf einen geringeren Bestand an liquiden Mitteln sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich stichtagsbedingt um 8,2 Mio. Euro auf 2,0 Mio. Euro reduziert (Vorjahr: 10,2 Mio. Euro). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich stichtagsbedingt um 1,9 Mio. Euro auf 5,6 Mio. Euro (Vorjahr: 3,7 Mio. Euro) erhöht. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind aufgrund des Cash-Poolings stichtagsbedingt um 16,5 Mio. Euro auf 9,2 Mio. Euro (Vorjahr: 25,7 Mio. Euro) gesunken. Die liquiden Mittel lagen zum Bilanzstichtag um 7,5 Mio. Euro niedriger als noch vor einem Jahr und beliefen sich zum Jahresende auf einen Saldo von 3,1 Mio. Euro (Vorjahr: 10,6 Mio. Euro). Der Rückgang ist bedingt durch zum Jahresende hin erfolgte Rechnungsstellungen an Kunden (mit Zahlungsziel im Folgejahr) und die Gewährung eines langfristigen Darlehens an verbundene Unternehmen. Die Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr 2022 (wie bereits 2021) komplett aus eigenen Mitteln finanziert. Insofern sind keine Bankverbindlichkeiten passiviert. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 Mio. Euro angestiegen; dieser Anstieg resultiert aus neu abgeschlossenen Verträgen, im Wesentlichen aus einem Vertrag mit einem Cloudserviceanbieter. Das Eigenkapital beträgt 60,7 Mio. Euro (Vorjahr: 53,2 Mio. Euro), was einer Zunahme von 7,5 Mio. Euro entspricht. Durch das laufende Jahresergebnis gleicht sich der Bilanzverlust aus dem Vorjahr aus. Der Bilanzgewinn beläuft sich auf 6,1 Mio. Euro (Vorjahr: Bilanzverlust von 1,4 Mio. Euro). Die Verbindlichkeiten betragen 45,1 Mio. Euro. Die Reduzierung gegenüber dem Vorjahr von insgesamt 10,9 Mio. Euro resultiert aus dem Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 16,5 Mio. Euro auf 9,2 Mio. Euro. Gegenläufig haben sich stichtagsbedingt die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 1,2 Mio. Euro auf 2,5 Mio. Euro sowie die sonstigen Verbindlichkeiten (im Wesentlichen Umsatzsteuerverbindlichkeiten) um 1,9 Mio. Euro erhöht. Die Bilanzsumme betrug per 31. Dezember 2022 109,7 Mio. Euro (Vorjahr: 113,5 Mio. Euro). Forschung und EntwicklungAusrichtung der F&E-AktivitätenForschung und Entwicklung (F&E) dient für msg life zum einen der Weiterentwicklung und dem Ausbau von Standardsoftwarelösungen und zum anderen dem Ausbau der Expertise für Beratungsthemen. Letzteres manifestiert sich neben gezieltem Know-how-Ausbau bei Mitarbeitenden auch in der Weiterentwicklung von Softwarewerkzeugen (Tools), welche die Beratung effizient unterstützen. Alle F&E-Aktivitäten unterliegen dabei selbstverständlich dem Gebot der nachhaltigen Wirtschaftlichkeit. Die msg life Gruppe betreibt keine ergebnisoffene, sondern ausschließlich zielgerichtete Forschung. Dabei ist die enge Kommunikation mit dem Markt beziehungsweise mit den Kunden von besonderer Bedeutung, weil deren Einschätzung der Relevanz mit Blick auf den Geschäftserfolg maßgeblich ist. Deshalb misst die msg life Gruppe bezüglich ihrer wesentlichen Produkte der Zusammenarbeit mit den Kunden (im Beirat, in den User Groups und Anwenderkreisen) und Partnern (wie beispielsweise der IBM oder der msg-Gruppe) eine große Bedeutung bei. Die im Rahmen der Forschung erarbeiteten Lösungsansätze werden frühzeitig, und bei Bedarf auch produktübergreifend, in den User Groups und Anwenderkreisen vorgestellt, diskutiert und bewertet. Die Bewertung erfolgt insbesondere in Hinblick auf das Interesse der Anwender am Erwerb der Produktweiterentwicklungen. Auf diesem Wege werden neue Releases der Standardsoftwareprodukte in aller Regel von einem Teil der Kunden durch Vorabbeauftragung mitfinanziert. Da für die Platzierung neuer Produkte und die Öffnung neuer Märkte nicht auf eine vorhandene User Group zurückgegriffen werden kann, werden Early Customer-Modelle angewendet, welche die frühe Kundenentscheidung für ein neues Produkt durch wirtschaftliche Vorteile für den Kunden honorieren. Kauf von F&E-Know-howDie msg life Gruppe kann als Marktführer in ihrem Kerngeschäft in der Regel nicht auf vorgefertigte externe Forschungsergebnisse zurückgreifen. Dies gilt insbesondere für die fachlichen Themenfelder der Kundenbranche. Sie setzt als Branchenhaus vielmehr auf eigene Recherchen mittels der Teilnahme an Branchenkonferenzen und Verbandsaktivitäten und gemeinsamen Projekten mit Partnerunternehmen. Auch das Erkennen zukünftiger Trends ergibt sich meistens zuverlässiger aus der systematischen Nachbearbeitung von Kundenanforderungen aus Projekten und Akquisitionssituationen als aus externen Studien. Natürlich wird der Qualifikationsstand der Mitarbeitenden kontinuierlich durch zielgerichtete, auch externe, Weiterbildungsmaßnahmen fortentwickelt. Im Technologiebereich nutzt msg life die sich rege entwickelnden Standards und freien Technologien bis hin zu frei verfügbaren Open Source-Produkten. Des Weiteren sichert das Unternehmen die eigene Technologieausrichtung durch die enge Partnerschaft mit der IBM und mit ausgesuchten Hochschulen qualitativ ab. F&E-AufwendungenDie F&E-Aufwendungen der msg life Gruppe beliefen sich im Geschäftsjahr 2022 auf insgesamt 11.078 Tsd. Euro (Vorjahr: 11.195 Tsd. Euro). Es wurden erneut keine Entwicklungsaufwendungen aktiviert. Mitarbeiterinnen und MitarbeiterAm 31. Dezember 2022 waren in der msg life Gruppe 1.269 festangestellte Mitarbeitende -inklusive der Geschäftsführer -beschäftigt (31. Dezember 2021: 1.204 festangestellte Mitarbeitende). Auch das Geschäftsjahr 2022 war für das Unternehmen -insbesondere in der ersten Jahreshälfte -noch geprägt durch die pandemiebedingten Einschränkungen für das Arbeiten vor Ort in den Geschäftsstellen und bei Kunden und den weiterhin sehr hohen Prozentsatz von Mitarbeitenden, die mobil von zuhause aus arbeiten. Auch im dritten Jahr der Corona-Pandemie ließ sich das verteilte Arbeiten weiterhin problemlos meistern und ist damit inzwischen ein fester Baustein für die Zukunft der Arbeitsorganisation bei msg life. Das Unternehmen hat auch 2022 verschiedene Angebote für die Unterstützung von Mitarbeitenden und deren Familien weitergeführt und das Themenfeld der ganzheitlichen Unterstützung von Beruf und Privatleben der Mitarbeitenden mit einem Dienstleister (voiio) und dessen umfangreichem Angebotsportfolio weiter verbessert. Dabei steht im Mittelpunkt, Familien- und Sozialleben der Mitarbeitenden zu stärken, ihre Gesundheit zu fördern und in persönlichen Krisen zu unterstützen. Für msg life ist dieses Angebot damit gleichzeitig auch ein Ausweis einer entsprechenden Firmenkultur. Bei der Suche nach neuen Mitarbeitenden bietet das Unternehmen weiterhin Einstiegsmöglichkeiten in verschiedenen Berufsbildern und auf unterschiedlichen Karriere-Leveln an. Dabei nutzt msg life die Netzwerke und das Know-how der Mitarbeitenden innerhalb der Branche; ein Empfehlungsprogramm ist etabliert und wird weiter ausgebaut. Neben den eigenen Netzwerken ist das Internet weiterhin das wichtigste Medium für die Realisierung der Rekrutierungserfolge des Unternehmens. So nutzt msg life schwerpunktmäßig relevante Online-Kanäle, reichweitenstarke Plattformen aber auch Nischen-Stellenbörsen und setzt seine Strategien in den Themenfeldern Suchmaschinenoptimierung und Suchmaschinenwerbung durch die Nutzung von zielgruppenspezifischen Landingpages und passgenauen Social Media-Inhalten um. Vor dem Hintergrund der langfristigen Wachstumsstrategie und dem damit verbundenen strategischen Personalaufbau konnte msg life im Berichtszeitraum die Zahl der Bewerbungen auf sehr hohem Niveau stabilisieren. Erneut erhielt das Unternehmen deutlich über 3.000 Bewerbungen. Die Möglichkeit der Durchführung der kompletten Bewerbungs- und Onboardingprozesse in digitalen Formaten ist weiter professionalisiert worden. Dies wurde und wird von den Bewerbenden auf den einschlägigen Plattformen und auch als direktes Feedback an das Unternehmen weiterhin sehr gut bewertet und stellt inzwischen den innovativen Standard dar. Weiter ausgebaut und ausgeweitet wurde 2022 die Möglichkeit des zeitversetzten Interviews, das Bewerberinnen und Bewerbern per Videoformat individuelle Gesprächsangebote macht, die diese durch eigene auf Video aufgenommene Antworten annehmen können. Die Einarbeitung der neuen Mitarbeitenden erfolgte auch im Geschäftsjahr 2022 in erheblichen Teilen noch remote und digitalisiert, aber seit dem Sommer auch wieder vor Ort in den Geschäftsstellen. msg life bietet seit Jahren für alle neuen Mitarbeitenden Begrüßungs- und Einführungsveranstaltungen an. Im Rahmen dieser Onboarding-Veranstaltungen werden die strategische Ausrichtung des Unternehmens und die Zielsetzungen in den einzelnen Geschäftsfeldern vorgestellt. Ziel ist auch die frühzeitige und vielfältige Vernetzung der neuen Kolleginnen und Kollegen im gesamten Unternehmen. Auch im Jahr 2022 stellte sich msg life der Herausforderung, die neuen Mitarbeitenden durch ein strukturiertes Onboarding-Programm zu begleiten. Die Vernetzung gelang durch die inzwischen etablierte, weiterentwickelte und professionalisierte Nutzung innovativer Online-Kollaborations-Formate und erstmalig zum Ausklang der Pandemie auch wieder als Präsenz-Veranstaltung an unterschiedlichen Standorten. Im Rahmen der beruflichen Fortbildung unterstützt msg life weiterhin die berufsbegleitende Ausbildung der Deutschen Aktuarvereinigung e.V. (DAV) zur Aktuarin DAV beziehungsweise zum Aktuar DAV. msg life fördert Mitarbeitende im Rahmen der hauseigenen Talent- und Potenzial-Programme. Über einen strukturierten Auswahlprozess werden Mitarbeitende als Talent oder Potenzial benannt, wenn sie sich sehr schnell und gut entwickeln und zu erwarten ist, dass sie eine beschleunigte Entwicklung durchlaufen werden und zukünftig eine wichtige Rolle im Unternehmen einzunehmen in der Lage sein werden. Innerhalb der Programme identifizieren die Teilnehmenden eigenständig operative oder strategische Themen, arbeiten selbstständig an Fragestellungen und Projekten und tragen die Ergebnisse zurück ins Unternehmen. Neben der individuellen Förderung und Weiterentwicklung der Mitarbeitenden sind zentrale Ziele der jährlich startenden Programme die gute Vernetzung und langfristige Bindung der Talente und Potenziale an das Unternehmen sowie ein möglichst breiter, schneller und pragmatischer Know-how-Transfer insbesondere in Bezug auf innovative Themen und neue Fragestellungen. Die gelebte Wirklichkeit flacher Hierarchien bei msg life ist in diesem Zusammenhang sowohl Grundlage als auch Zielbild für die erfolgreiche Umsetzung der Programme. Das vom Unternehmen verwendete Vergütungsmodell wird kontinuierlich und gezielt weiterentwickelt. Es stellt die Aufgabe und die Leistung der Mitarbeitenden in den Mittelpunkt, ist Grundlage für eine marktgerechte Vergütung und zentraler Maßstab für strukturierte, individuelle Gehaltsveränderungen. msg life hat auch 2022 die Digitalisierung und Modularisierung des gesamten Qualifizierungsangebots konsequent weiterverfolgt. Mit der Qualification Suite verfügt das Unternehmen über ein zeitgemäßes und leistungsstarkes Learning Management System, das alle Schulungs- und Qualifizierungsthemen und die damit zusammenhängenden Prozesse auf einer Plattform bündelt. Diese Plattform bietet die Möglichkeit, extern eingekaufte Schulungen und eigene Qualifizierungsinhalte gleichermaßen zu verwalten, inhaltlich weiterzuentwickeln und den relevanten Zielgruppen zur Verfügung zu stellen. Mandanten- und Mehrsprachenfähigkeit des Systems ermöglichen zudem eine flexible Einbindung zusätzlicher Nutzergruppen wie die Mitarbeitenden von Kunden und auch der eigenen Auslandsgesellschaften. Grundsätzlich ausschlaggebend für die Entwicklung von zusätzlichen Schulungsformaten ist insbesondere die schnelle Verfügbarkeit von Schulungsinhalten für wechselnde Zielgruppen. Daneben existieren zahlreiche additive Weiterbildungsmöglichkeiten, die in einzelnen Themenbereichen auch von internen Referentinnen und Referenten angeboten werden. Im Zusammenhang mit der Erschließung neuer internationaler Versicherungsmärkte führte das Unternehmen auch im Jahr 2022 die breit angelegte Qualifizierungskampagne in Bezug auf die Englischkompetenzen der Mitarbeitenden weiter fort. Sonstige rechtliche und wirtschaftliche EinflussfaktorenAktionärsrechte und -pflichtenDem Aktionär stehen Vermögens- und Verwaltungsrechte zu. Zu den Vermögensrechten gehören vor allem das Recht auf Teilhabe am Gewinn (§ 58 Abs. 4 AktG) und an einem Liquidationserlös (§ 271 AktG) sowie das Bezugsrecht auf Aktien bei Kapitalerhöhungen (§ 186 AktG). Zu den Verwaltungsrechten gehören das Recht, an der Hauptversammlung teilzunehmen und das Recht, auf dieser zu reden, Fragen und Anträge zu stellen sowie die Stimmrechte auszuüben. Der Aktionär kann diese Rechte insbesondere durch Auskunfts- und Anfechtungsklagen durchsetzen. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Die Hauptversammlung wählt die von ihr zu bestellenden Mitglieder des Aufsichtsrats und den Abschlussprüfer; sie entscheidet insbesondere über die Entlastung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats, über Satzungsänderungen und Kapitalmaßnahmen, über Ermächtigungen zum Erwerb eigener Aktien sowie gegebenenfalls über die Durchführung einer Sonderprüfung, über eine vorzeitige Abberufung von Mitgliedern des Aufsichtsrats und über eine Auflösung der Gesellschaft. Chancen- und RisikoberichtAllgemeinAlle nachfolgenden Einschätzungen der Chancen und Risiken erfolgten zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022. Die msg life Gruppe unterliegt in ihrem Geschäft zahlreichen Unsicherheiten, deren Eintreten die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns und der Gesellschaft positiv wie negativ beeinflussen beziehungsweise dazu führen kann, dass msg life die für die zukünftige Geschäftsentwicklung gesetzten Ziele verfehlt beziehungsweise übertrifft. Es ist eine der wesentlichen Aufgaben des Vorstands in der Führung des Konzerns, unter enger Einbindung des Aufsichtsrats die Rahmenbedingungen und Prozesse des Risikomanagements für die msg life Gruppe festzulegen, deren Einhaltung zu überwachen und mit den Leitenden der operativen Einheiten und administrativen Bereiche regelmäßig die Entwicklung der Risiken in den jeweiligen Bereichen zu analysieren. Das Risikomanagementsystem der msg life Gruppe ist in einem Risikohandbuch dokumentiert. Innerhalb des Bereiches Controlling & Risk Management der Holding ist ein Mitarbeiter als Risikomanager benannt. Seine Aufgabe ist es, das niedergelegte Risikomanagementsystem einer regelmäßigen internen Evaluierung zu unterziehen und diese zu dokumentieren. Es ist die Verantwortung der Leiter der einzelnen Geschäftsbereiche, die Risiken des eigenen Bereichs kontinuierlich zu beobachten und zu managen. Grundlage für ein funktionierendes Risikomanagement ist die zuverlässige und schnelle Versorgung des Managements mit relevanten Informationen zum Verlauf des Geschäfts. Dazu hat msg life ein monatliches Controlling- und Berichtssystem aufgebaut. Das Risikofrüherkennungssystem der msg life ag hat sich auch 2022 bewährt, so dass keine Überarbeitungen notwendig waren. Das gesamte Vorgehen ist in einem Risikomanagement-Handbuch beschrieben und wurde durch das Risk Board (Risikomanager und Vorstand) verabschiedet. Die für dieses Thema verantwortlichen Mitarbeitenden wurden entsprechend geschult. Im Rahmen der Zertifizierung nach ISO 27001 wurde das Management von Informationssicherheitsrisiken innerhalb des zentralen übergreifenden Risikomanagements weiter ausgebaut. Eine kurz nach Ende des Berichtszeitraums extern durchgeführte Revisionsprüfung hat die Angemessenheit und Korrektheit des Risikomanagementsystems der msg life bestätigt. Gemäß der aktuell gültigen Version der Richtlinie erfolgte ein monatliches Reporting der wichtigsten Risiken sowie dreimal pro Jahr eine Befragung der operativen und zentralen Bereichsleiter sowie der Mitarbeitenden mit risikorelevanten Sonderfunktionen. Das Risk Board tagte 2022 dreimal. Gleichzeitig sind der Datenschutz, die interne Revision, die IT Security, das Informationssicherheitsmanagement sowie das Compliance Management in das Risikofrüherkennungssystem eingebunden. Der entsprechende Risikobericht 2022 wurde dem Aufsichtsrat im Februar 2023 zur Kenntnis vorgelegt. Das Profil der msg life Gruppe hat sich im Hinblick auf die wesentlichen Chancen- und Risikofelder im Geschäftsjahr 2022 nicht signifikant verändert. Im Folgenden werden einzelne als wichtig identifizierte Chancen- und Risikofelder näher erläutert. Dabei bedeutet die Auswahl nicht, dass msg life nicht auch aus anderen, nicht erwähnten Chancen und Risiken signifikante Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage erfahren könnte. Unternehmensstrategische Chancenmsg life sieht eine kontinuierliche Fortdauer der Regulierung im gesamten Versicherungssektor. Diese Regulierung, der anhaltende Kostendruck sowie die demografische Entwicklung in der Versicherungsbranche führen bei den momentan in der Versicherungsbranche eingesetzten Lösungen zu einem großen Anpassungsbedarf und unterstützt den Trend zum Einsatz von Standardsoftware sowie spartenübergreifender Plattformlösungen -wie sie msg life zur Verfügung stellt. Derzeit erweist sich die Situation am Versicherungsmarkt verstärkt als Chance für das Unternehmen, wie sich an den Neuabschlüssen der zurückliegenden Jahre sowie den aktuellen Vertriebsvorhaben zeigt. Die Konzerngesellschaft FJA-US, Inc. hat in der Vergangenheit umsatz- und ergebnisseitig von dem 2013 eingeführten Patient Protection and Affordable Care Act (PPACA -umgangssprachlich auch als Obama Care bezeichnet) profitiert. Nachdem PPACA unter der Trump-Administration an mangelnder Unterstützung litt, hat die Biden-Administration Ende 2021 mit dem Build Back Better Act eine Weiterentwicklung des PPA-CA vorangetrieben. Dadurch ist ein weiteres Wachstum der staatlichen Gesundheitsprogramme wie Medicare, Medicare Advantage und Medicaid zu erwarten. Durch die mittlerweile etablierte Partnerschaft mit führenden Providern wie Companion Data Services (CDS) kann die US-amerikanische Konzerngesellschaft End-to-End Services inklusive Claims Handling anbieten. Darüber hinaus wurden die diesbezüglichen Aktivitäten auf den Markt der Kranken- und Gruppenversicherungen erfolgreich ausgeweitet und somit das Angebotsspektrum weiter erfolgreich diversifiziert. Chancen aus regulatorischen EntwicklungenRegulatorische Anpassungen aufgrund gesetzlicher Änderungen generieren zusätzlich Nachfrage nach Beratungsleistungen und neuen oder modifizierten Produkten bei Bestandskunden und können, soweit sie zeitnah Eingang in die angebotene Produktpalette finden, einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil darstellen. Wie im Kapitel "Forschung und Entwicklung" innerhalb dieses zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts ausführlich dargestellt, dienen die entsprechenden F&E-Aktivitäten bei msg life deshalb zum einen der Weiterentwicklung und dem Ausbau von Standardsoftwarelösungen und zum anderen dem Ausbau der Expertise für Beratungsthemen. Leistungswirtschaftliche ChancenDes Weiteren sind die Mitarbeitenden von msg life ein Erfolgsfaktor für die Innovationskraft des Unternehmens und für die Wertschöpfung der Kunden - und damit maßgeblich für das Wachstum und die Profitabilität der msg life Gruppe insgesamt. Weitere Informationen über die künftigen Chancen durch die Mitarbeitenden bei msg life finden sich im Kapitel "Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter" innerhalb dieses zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts. RisikobewertungDie nachfolgenden Risiken sind in der absteigenden Reihenfolge ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer geschätzten Auswirkungen aufgeführt. Zudem betrifft die nachfolgende Darstellung alle berichteten Bereiche, sofern nicht anders ausgeführt. Projekt- und ProduktrisikenDas Hauptgefahrenpotential im operativen Geschäftsverlauf besteht in der Kalkulation der komplexen Projekte sowie in deren organisatorischer, fachlicher, technischer und wirtschaftlicher Abwicklung. Durch die konzernweit gültigen Vorgaben zum Projekt- und Projektrisikomanagement werden diese Risiken gesteuert und überwacht; ein standardisiertes Vorgehensmodell sorgt für weitere Risikominimierungen. Trotzdem besteht das Risiko, dass Projekte für die msg life Gruppe nicht profitabel abgewickelt werden können, weil Kosten das vereinbarte Budget übersteigen, Termine nicht eingehalten werden oder die erbrachten Leistungen nicht dem vereinbarten Pflichtenheft oder der geforderten Qualität entsprechen und die msg life Gruppe deshalb einen Preisnachlass gewähren oder Schadenersatz leisten muss. Das Gesamtrisikoprofil aller laufenden Projekte hat sich auch 2022 weiter reduziert. Die bestehenden Risiken einzelner Projekte sind in den Planungen für 2023 angemessen berücksichtigt. Ein kumuliertes Eintreten in mehreren Projekten könnte jedoch zu negativen Effekten führen. Auch im Geschäftsjahr 2022 wurde den potentiellen Auswirkungen der andauernden, wenn auch nachlassenden Corona-Pandemie für das Unternehmen besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Das Unternehmen hatte bereits frühzeitig umfassende Maßnahmen getroffen, um seine grundsätzliche Arbeitsfähigkeit sicherzustellen -darunter insbesondere die umfassende hard- und softwareseitige Ausstattung aller Mitarbeitenden für das mobile Arbeiten von zuhause aus sowie eine frühzeitige, konsequente und nahezu vollständige Verlagerung aller Arbeiten in den rein virtuellen Raum. Dennoch besteht das Risiko, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von msg life erkranken und für Kundenprojekte ausfallen genauso wie kundenseitige Beistellleistungen nicht in erforderlichem Umfang erbracht werden könnten. In der Folge würden sich deshalb vereinbarte Projektziele (Meilensteine) möglicherweise nicht oder nicht fristgerecht einhalten lassen, woraus sich wiederum negative Effekte auf die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens ergeben könnten. Mit Blick auf das Geschäftsjahr 2022 zeigt sich aber erneut, dass keines dieser Risiken eingetreten ist, und das Unternehmen sieht deshalb -auch vor dem Hintergrund der von msg life getroffenen Maßnahmen und der Entwicklung des Projektgeschäfts im bisherigen Geschäftsjahr 2023 -zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung auch weiterhin keine wesentlichen Auswirkungen auf die operative wie wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft in Folge der Corona-Pandemie. Wie alle Softwareprodukte können auch die Produkte der msg life Gruppe Defekte enthalten, deren Behebung im Rahmen der Gewährleistung die Kosten erhöht und damit die Gewinnspanne beeinflusst beziehungsweise mit Schadensersatzansprüchen an die msg life Gruppe einhergehen. Die msg life Gesellschaften übernehmen in der Regel die branchenübliche Gewährleistung. Die Haftungsverpflichtungen werden, soweit möglich, vertraglich auf das gesetzliche Mindestmaß begrenzt und mit dem Abschluss entsprechender Haftpflichtversicherungen abgesichert. Dennoch ist, wenn auch mit einer geringen Wahrscheinlichkeit, nicht gänzlich auszuschließen, dass vertraglich vereinbarte Haftungsbeschränkungen für unwirksam erachtet werden und der vorhandene Versicherungsschutz nicht oder nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung steht. Die msg life Gruppe verwendet in ihren eigenen Softwareprodukten auch Software von Drittanbietern. Diese Software von Drittanbietern kann Defekte enthalten, die sich nachteilig auf die Funktionsfähigkeit der eigenen Produkte der msg life Gruppe auswirken können. Probleme in der Projektabwicklung und Softwaredefekte, die im Betrieb einer von msg life erstellten Software auftreten können, könnten den Ruf der msg life Gruppe nachhaltig beeinträchtigen und damit erhebliche Auswirkungen auf den künftigen Geschäftsverlauf haben. PersonalrisikenDer Erfolg von msg life hängt maßgeblich von der Qualifikation und Motivation der Mitarbeitenden ab. Dabei kommt einigen Mitarbeitenden in Schlüsselpositionen besondere Bedeutung zu. Sofern es msg life nicht gelingt, diese Mitarbeitenden an das Unternehmen zu binden beziehungsweise kontinuierlich qualifizierte Mitarbeitende für sich zu gewinnen und weiterzuentwickeln, kann der Erfolg von msg life aufgrund des drohenden Know-how-Verlustes signifikant beeinträchtigt werden. Darüber hinaus könnte eine zu hohe Auslastung der eigenen Mitarbeitenden den Einsatz teurer externer Kapazitäten notwendig machen, um keine Qualitätsverluste in der Projektabwicklung zu riskieren. Dies gilt vor allem vor dem Hintergrund der absehbaren demografischen Entwicklung. Hier treffen msg life insbesondere die rückläufige Anzahl von Hochschulabsolventinnen und -absolventen und der daraus resultierende Wettbewerb um diese Kräfte sowie die damit verbundenen steigenden Kosten. msg life begegnet diesem Risiko mit einem umfangreichen Maßnahmenkatalog. Laufender Austausch mit den Mitarbeitenden zu allen ihr Arbeitsumfeld betreffenden Faktoren in standardisierten Gesprächen mit der Möglichkeit zu qualifiziertem Feedback, interne Schulungsmaßnahmen zur Vermeidung von Know-how-Monopolen, Ausbildung von Hochschulabsolventinnen und -absolventen "on the job" sowie Recruiting geeigneter Personen über alle marktgängigen Kanäle sind nur einige Beispiele dafür. Darüber hinaus sollen die Führungsleitlinien für die Führungskräfte zu einer zusätzlichen Identifikation der Mitarbeitenden mit dem Unternehmen führen. Konjunkturelle RisikenDie allgemeine konjunkturelle Entwicklung beeinflusst das Verhalten potentieller Kunden bei Investitionen in die IT-Infrastruktur sowie die Ausgaben für laufende Unternehmensberatung. Eine Verschlechterung des konjunkturellen Umfeldes könnte das von msg life adressierte Marktvolumen reduzieren. Die als Reaktion auf eine solche Entwicklung notwendigen Maßnahmen zur Kapazitätsanpassung können gegebenenfalls nur mit einem Zeitverzug Wirkung zeigen und würden zu Kosten für Restrukturierungsmaßnahmen führen. Bei den volumenabhängigen Vergütungsmodellen könnte eine konjunkturbedingte Verzögerung des Bestandswachstums eine Verschiebung der geplanten Fixkostendegression zur Folge haben. Im Falle eines Nachfragerückgangs infolge konjunktureller Krisen geht msg life davon aus, dass sich dies bei Bestandskunden im Produktgeschäft eher langsamer durchsetzen würde, da in diesem Geschäft die Bindung an die eingesetzte Lösung die Beauftragung von erforderlichen Anpassungen sicherstellt. Bezogen auf Neukunden können Verschiebungen geplanter Investitionen Umsatzrückgänge, insbesondere im Produktgeschäft, zur Folge haben. Alle vorgenannten konjunkturellen Risiken gelten auch für die andauernde, wenn auch nachlassende Corona-Pandemie. Mit Blick auf die Entwicklung des Neu-, Bestandskunden- und Projektgeschäfts im Berichtszeitraum sowie im bisherigen Geschäftsjahr 2023 sieht das Unternehmen zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung aber keine relevanten Auswirkungen auf die wirtschaftliche und operative Entwicklung. Ebenso gelten die vorgenannten konjunkturellen Risiken auch für den russischen Überfall auf die Ukraine im Februar 2022 und die daraus resultierenden Wirtschaftssanktionen gegen Russland. Aktuell sind in diesem Zusammenhang bisher keine Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf 2023 der msg life Gruppe zu beobachten. Zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung erwartet msg life keine wesentlichen Veränderungen in der wirtschaftlichen und operativen Entwicklung. Wettbewerbsrisikenmsg life ist mit seinen Lösungen ein führendes Branchenhaus für Lebensversicherungen und Altersvorsorgeeinrichtungen in Europa sowie insbesondere Kranken- und Gruppenversicherungen in den USA. Dies führt einerseits zu einer Konzentration und damit Zunahme von Marktentwicklungsrisiken. Andererseits wird dadurch die Ertragskraft des Unternehmens gesteigert. msg life wird daher in den momentanen Produktbereichen und regionalen Märkten versuchen, die bisherige Strategie fortzusetzen und mit den Lösungen komplette Wertschöpfungsketten und komplette Produktspektren abzubilden, um so den entscheidenden Wettbewerbsvorsprung insbesondere gegenüber preislich aggressiven, neuen Anbietern auf dem Markt zu behaupten. Technologische RisikenWie bei allen vergleichbaren Unternehmen hängt das Funktionieren der Geschäftsprozesse auch von der Verfügbarkeit und der sicheren Funktionsfähigkeit der IT-Infrastruktur ab. Externe Ereignisse, zum Beispiel Brand, länger dauernder Strom- oder Netzwerkausfall, Bedienungsfehler oder Sabotageakte können unter anderem auch diese Infrastruktur außer Betrieb setzen. Die Systeme von msg life, aber auch die Systeme der Kunden, können von so genannten Viren befallen werden, die die Systeme oder das Netzwerk beschädigen und lahmlegen. Durch Angriffe von intern oder extern können Daten und Informationen zerstört, verfälscht oder gelöscht werden und vertrauliche Daten und Informationen ausgespäht werden. Die Wahrscheinlichkeit und das Ausmaß von Schäden durch Viren und Hacker sowie durch das Eindringen Unbefugter in das IT-System und das Ausspähen vertraulicher Informationen sind nicht vollumfänglich abschätzbar. Wiederherstellungsaufwand, Produktionsausfall und Regressforderungen von Kunden oder Dritten als Folge von Systemausfällen oder Attacken könnten bedeutsame Schäden hervorrufen, die das Ergebnis nachhaltig beeinflussen und den Bestand des Unternehmens gefährden könnten. Da die IT-Sicherheit von strategischer Bedeutung ist, werden im Rahmen des IT-Sicherheitskonzeptes, soweit möglich, umfangreiche technische und organisatorische Maßnahmen praktiziert. Diese beinhalten restriktive Zugangs- und Zugriffskontrollen, regelmäßige Back-ups und Penetrationstests und adäquate vertragliche Regelungen mit Service Providern für ausgelagerte Systeme und die Telefon- und Kommunikationsverbindungen. Zum Schutz gegen das Eindringen von Viren wird grundsätzlich die jeweils aktuelle auf dem Markt verfügbare Software eingesetzt. Zugriffsbeschränkungen verhindern, dass unerlaubt möglicherweise infizierte Software im Rechnernetz von msg life installiert wird. Definierte Sicherheitsanforderungen begrenzen den Zugriff Unbefugter und sorgen für den Datenschutz. Mit entsprechenden Versicherungen wird der finanzielle Schaden begrenzt. Risiken aus Firmenübernahmenmsg life ist momentan daran interessiert, die Marktposition im deutschsprachigen Raum und international in erster Linie organisch auszubauen. Dies kann partiell auch durch gezielte Akquisitionen unterstützt werden. Der Erfolg der Akquisitionen hängt davon ab, ob es gelingt, ein erworbenes Unternehmen in die Konzernstruktur zu integrieren und die angestrebten Synergieeffekte zu erzielen. LiquiditätsrisikenIm Rahmen des Liquiditätsrisiko-Managements wird darauf geachtet, dass dem Unternehmen laufend ausreichende flüssige Mittel beziehungsweise Kreditlinien zur Verfügung stehen, um seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen beziehungsweise Risiken aus Zahlungsstromschwankungen zu begegnen. Die Zahlungsverpflichtungen resultieren dabei unter anderem aus Zins- und Tilgungsleistungen. Unter das Liquiditätsrisiko fällt auch, dass bei Bedarf nicht ausreichend Liquidität zu den erwarteten Konditionen beschafft werden kann (Refinanzierungsrisiko). Im Rahmen der installierten Führungsmechanismen werden die täglichen Bestände der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie die monatlich rollierenden Finanzplanungen auf Ebene der Unternehmensleitung überwacht. Aufgabe des Liquiditätsmanagements ist es, prognostizierbare Defizite unter normalen Marktbedingungen, zu marktüblichen Konditionen, zu finanzieren. Das bedeutet, dass sowohl Verluste aus der Aufnahme von Kapital zu überhöhten Zinsen als auch die Anlage überschüssiger Mittel zu unter dem Marktniveau liegenden Zinssätzen vermieden werden sollten. Aufgrund des aktuellen Bestandes der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente erachtet die msg life ag das Liquiditätsrisiko zurzeit als gering. Die msg life Gruppe verfügt über ausreichend liquide Mittel, um die finanziellen Verbindlichkeiten bedienen zu können. Zum Bilanzstichtag bestehen Rahmenkreditvereinbarungen mit drei Kreditinstituten in Höhe von insgesamt 7.500 Tsd. Euro. Die Kreditlinien wurden zum Bilanzstichtag in Höhe von 1.574 Tsd. Euro ausschließlich für die Besicherung von Mietavalen in Anspruch genommen. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von FinanzinstrumentenZielsetzung und Methoden des Finanzrisikomanagements:Das Finanzrisikomanagement soll die msg life Gruppe in die Lage versetzen, alle wesentlichen Risiken, denen sie potentiell ausgesetzt ist, frühzeitig zu erkennen und geeignete Abwehrmaßnahmen zu ergreifen. Bei den mit Finanzinstrumenten verbundenen möglichen Risiken bei der msg life Gruppe handelt es sich insbesondere um Liquiditätsrisiken, die dazu führen können, dass ein Unternehmen möglicherweise nicht in der Lage ist, die Finanzmittel zu beschaffen, die zur Begleichung der finanziellen Verbindlichkeiten notwendig sind, um Währungsrisiken, die aus Tätigkeiten in verschiedenen Währungsräumen resultieren, um Ausfallrisiken, die durch die Nichterfüllung von vertraglichen Verpflichtungen durch Vertragspartner begründet sind, um Zinsrisiken, die aufgrund der Schwankungen des Marktzinssatzes zu einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts eines Finanzinstruments führen, und zinsbedingte Cashflow-Risiken, die zu einer Veränderung der künftigen Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund sich ändernder Marktzinssätze führen. Organisation:Das Unternehmen hat eine klare funktionale Organisation des Risikosteuerungsprozesses vorgenommen. Den einzelnen am Risikosteuerungsprozess beteiligten Organisationseinheiten sind eindeutige Aufgaben zugeordnet. Nähere Informationen dazu finden sich in diesem Kapitel unter "Allgemein". Kreditrisiken (Ausfallrisiken):Das Kreditrisiko liegt in der Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse von Kreditnehmern oder Kontrahenten des Unternehmens begründet. Daraus resultieren zum einen die Gefahr des teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich vereinbarter Zahlungen beziehungsweise Leistungen und zum anderen bonitätsbedingte Wertminderungen bei Finanzinstrumenten. Das Kreditrisikomanagement ist für die operative Messung und Steuerung der Kreditrisiken verantwortlich. Zu den Aufgaben zählen insbesondere die Überwachung der Kreditrisikopositionen und -engagements und die Bonitätsanalyse. Hinsichtlich des Kreditrisikos bestehen im Konzern nur bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Risiken. Für das geschätzte Ausfallrisiko wurde durch die Bildung von Wertberichtigungen in ausreichender Höhe vorgesorgt. Aufgrund der allgemein guten Bonität der Kunden aus der Versicherungsbranche werden die Forderungen nicht versichert. Das maximale Ausfallrisiko entspricht grundsätzlich den Nominalwerten abzüglich der Wertberichtigungen. Sonstige Kreditsicherheiten oder andere risikomindernde Vereinbarungen (wie zum Beispiel Bürgschaften, Grundschulden, Verpfändungen) liegen nicht vor. Es bestehen Nutzungsvorbehalte bis zur vollständigen Bezahlung. Bei den in Rechnung gestellten Forderungen ergaben sich, saldiert mit den Auflösungen, Zuführungen von Wertberichtigungen in Höhe von 20 Tsd. Euro (Vorjahr: 819 Tsd. Euro). Zu den jeweiligen Stichtagen enthalten die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen keine Buchwerte, deren Konditionen neu verhandelt wurden und die ansonsten überfällig wären. Bezüglich der Analyse der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die zum Ende der Berichtsperiode überfällig, aber nicht wertgemindert sind, verweisen wir auf "IV. Erläuterungen zur Bilanz, 3. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" im Konzernanhang. Bei den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten bestehen keine Ausfallrisiken. Diese sind bei Banken mit einem guten Rating angelegt. Bei den sonstigen finanziellen Vermögenswerten bestehen keine wesentlichen Ausfallrisiken. Liquiditätsrisiken:Im Rahmen des Managements des Liquiditätsrisikos wird darauf geachtet, dass dem Unternehmen laufend ausreichende flüssige Mittel beziehungsweise Kreditlinien zur Verfügung stehen, um seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen beziehungsweise Risiken aus Zahlungsstromschwankungen zu begegnen. Die Zahlungsverpflichtungen resultieren dabei unter anderem aus Zins- und Tilgungsleistungen. Unter das Liquiditätsrisiko fällt auch, dass bei Bedarf nicht ausreichend Liquidität zu den erwarteten Konditionen beschafft werden kann (Refinanzierungsrisiko). Im Rahmen der installierten Führungsmechanismen werden die täglichen Bestände der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie die monatlich rollierenden Finanzplanungen auf Ebene der Unternehmensleitung überwacht. Aufgabe des Liquiditätsmanagements ist es, prognostizierbare Defizite unter normalen Marktbedingungen, zu marktüblichen Konditionen, zu finanzieren. Das bedeutet, dass sowohl Verluste aus der Aufnahme von Kapital zu überhöhten Zinsen als auch die Anlage überschüssiger Mittel zu unter dem Marktniveau liegenden Zinssätzen vermieden werden sollten. Aufgrund des relativ hohen Bestandes der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente erachtet die msg life Gruppe das Liquiditätsrisiko zurzeit als gering. Die msg life Gruppe verfügt über ausreichend liquide Mittel, um die finanziellen Verbindlichkeiten bedienen zu können. Des Weiteren bestehen zum Bilanzstichtag Kreditlinien bei Banken in Höhe von 7.500 Tsd. Euro, die zum Stichtag in Höhe von 1.574 Tsd. Euro ausschließlich für die Besicherung von Mietavalen ausgenutzt waren. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 und im Vorjahr wurden keine Erträge aus Forderungsverzichten realisiert. Marktrisiken:Marktrisiken resultieren aus der Veränderung von Marktpreisen. Diese führen dazu, dass der beizulegende Wert oder die künftigen Zahlungsströme der Finanzinstrumente schwanken. Marktrisiken umfassen Zins-, Währungskurs- und andere Preisrisiken (zum Beispiel Rohstoffpreise, Aktienkurse). Preisrisiken:Aufgrund der derzeitigen Inflationsraten ist mit steigenden Preisen sowohl bei Subdienstleistern und Freelancern zu rechnen, genauso wie mit steigenden Kosten für Hardware, Software und Lizenzen. Soweit diese Steigerungen bekannt oder vorhersehbar waren, wurden diese in der Planung 2023 berücksichtigt. Zinsrisiken:Zinsrisiken resultieren daraus, dass der beizulegende Zeitwert oder zukünftige Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Marktzinssätze schwanken. Die Erträge beziehungsweise die operativen Cashflows des Konzerns sind weitgehend keinem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Bei den finanziellen Vermögenswerten sind keine wesentlichen Zinsänderungsrisiken vorhanden. Die Veranlagung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente erfolgt kurzfristig und folgt marktüblichen Schwankungen. Unter der Bedingung, dass alle anderen Parameter gleichgeblieben sind, geht das Unternehmen davon aus, dass im Berichtszeitraum die Zinssätze um 10 Basispunkte niedriger (höher) gewesen wären. In diesem Falle wäre das Jahresergebnis 2022 um 8 Tsd. Euro niedriger (höher) (im Vorjahr um 8 Tsd. Euro niedriger (höher)) und die Bestandteile des Eigenkapitals um 8 Tsd. Euro niedriger (höher) ausgefallen (im Vorjahr um 8 Tsd. Euro niedriger (höher)). Sowohl im Berichtszeitraum als auch im Vorjahr lagen keine (verzinslichen) finanziellen Verbindlichkeiten vor, die mit variablen Zinssätzen ausgestattet sind. Währungsrisiken:Währungsrisiko ist das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Wechselkurse Kursschwankungen ausgesetzt ist. Die operativen Gesellschaften des Konzerns wickeln ihre Aktivitäten überwiegend in der jeweiligen Landeswährung ab. Im Rahmen der operativen Tätigkeit ist der Konzern -mit Ausnahme der USA -daher keinen wesentlichen Währungsrisiken ausgesetzt. Die Erlöse werden zu 88 Prozent (Vorjahr: 90 Prozent) innerhalb der Eurozone-Länder erzielt, der Rest in der Schweiz und in den USA. Das Währungsrisiko auf der Aktivseite bei den Lieferungen und Leistungen resultiert mit einem Anteil von 14 Prozent (Vorjahr: 15 Prozent) aus nicht auf Euro lautenden Forderungen. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultieren Währungsrisiken in Höhe von 4 Prozent (Vorjahr: 3 Prozent) aus nicht auf Euro lautenden Verbindlichkeiten. Differenzen aus der Umrechnung der Abschlüsse von ausländischer Währung in Konzernwährung zur Erstellung des Konzernabschlusses beeinflussen das Währungsrisiko nicht, da die jeweiligen Fremdwährungsveränderungen erfolgsneutral im Eigenkapital dargestellt werden. Angaben zu Risikokonzentrationen ("Klumpenrisiken"):Abhängigkeiten des Unternehmens im Bereich der Beschaffung liegen nicht vor. Im Bereich des Absatzes liegen tendenziell Risikokonzentrationen aufgrund der geografischen Verteilung der Umsatzerlöse vor. So liegt der Anteil der Umsatzerlöse in Deutschland bei 85,4 Prozent (Vorjahr: 88,8 Prozent). Innerhalb der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen keine wesentlichen Konzentrationen auf einzelne Kunden. Die zehn größten Kunden haben im Berichtsjahr einen Anteil von 51,2 Prozent der Umsatzerlöse (Vorjahr: 64,0 Prozent) und einen Anteil von 21,9 Prozent bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: 33,7 Prozent). Bei den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten liegt keine Konzentration auf einzelne Institute vor. Gesamtbeurteilung der Chancen und RisikenIn Anbetracht ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer Auswirkungen weisen die vorstehend beschriebenen Risiken nach Ansicht von msg life weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit bestandsgefährdenden Charakter auf. Die Unternehmensleitung bleibt zuversichtlich, dass die Ertragskraft des Konzerns eine solide Basis für unsere künftige Geschäftsentwicklung bildet und für die nötigen Ressourcen sorgt, um die dem Konzern zur Verfügung stehenden Chancen zu verfolgen. Aufgrund der führenden Marktstellung von msg life, der fachlichen und technologischen Innovationskraft, der engagierten Mitarbeitenden sowie der Prozesse zur Risikofrüherkennung ist msg life zuversichtlich, den Herausforderungen, die sich aus den genannten Risiken ergeben, auch 2023 erfolgreich begegnen zu können. PrognoseberichtMarkt und Wettbewerbmsg life ist mit mehr als 1.200 Mitarbeitenden an Standorten in Deutschland, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, der Slowakei, Slowenien, Portugal, Spanien und den USA im Bereich der Software- und Beratungsleistungen für Versicherungsunternehmen und Altersvorsorgeeinrichtungen sehr gut aufgestellt. Das Unternehmen verfügt angesichts des umfangreichen digitalisierten Angebots für Lebensversicherungen in Europa sowie für insbesondere Kranken- und Gruppenversicherungen in den USA über gute Marktchancen und eine aussichtsreiche Wettbewerbsposition. Rund um das strategische Vorhaben der weitergehenden Internationalisierung zur Erschließung neuer Versicherungsmärkte bestehen unter anderem Partnerschaften mit msg global solutions ag und IBM. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit internationaler Versicherungsunternehmen mittels einer voll digitalisierten End-to-End Lösung erheblich zu steigern und deren Zukunftsfähigkeit abzusichern. In der Vergangenheit war die gezielte Präsenz von msg life in den jeweiligen Auslandsmärkten ein wesentlicher Erfolgsfaktor bei der Gewinnung von neuen Kunden. Zudem wollen Konzerngesellschaften die für eine Region implementierten Lösungen immer wieder auch weiteren Konzerngesellschaften in anderen Ländern zur Verfügung stellen -was die Entwicklung hin zur Internationalisierung von msg life als Dienstleister für die Kunden verstärken kann. Neben den genannten etablierten Partnerschaften sollen -wie bereits im Geschäftsjahr 2022 -auch im laufenden Geschäftsjahr 2023 die weiteren wesentlichen Vertriebsvorhaben in insbesondere den etablierten Auslandsmärkten vorangetrieben werden. Ein wichtiger Markt in diesem Zusammenhang sind die Benelux-Staaten, in denen msg life in Folge des zurückliegenden Gewinns der niederländische AEGON (als bisher größtem Neukunden in Kooperation mit der IBM) momentan auf großes Interesse weiterer Versicherungsunternehmen stößt. Ein wesentlicher Baustein im Rahmen der internationalen Aktivitäten ist auch der österreichische Markt, auf dem msg life in den letzten Jahren zahlreiche Vertriebserfolge verzeichnen konnte. Vom msg life Standort in Wien aus erfolgen Platzierung und Weiterentwicklung des Beratungsportfolios für die deutschsprachigen Märkte sowie der Vertrieb der msg life Produkte für die Länder Mittel- und Osteuropas. Auch auf dem schweizerischen Markt sieht msg life gute Perspektiven für den weiteren Ausbau des Geschäfts und ist mit einem eigenen Standort und bei mehreren renommierten Lebensversicherern vertreten. So wird bei dem langjährigen Bestandskunden AXA 2023 im Kontext der Übernahme des Altbestands ein von msg life entwickeltes, innovatives und bisher einzigartiges Kl-basiertes Migrationsverfahren genutzt. Mit Tochterunternehmen in der Slowakei und in Slowenien ist msg life auch in den mittel- und osteuropäischen Ländern präsent. Dabei wird der Standort in Maribor (Slowenien) im Zuge des geplanten Verkaufs der Tochtergesellschaft msg life odateam d.o.o. an die msg Plaut Austria GmbH, Wien (Österreich), im Laufe des aktuellen Geschäftsjahres und rückwirkend zum 1. Januar 2023 von msg Plaut übernommen. Ein vertrieblich interessanter Markt ist zudem die iberische Halbinsel: msg life ist hier mit Niederlassungen in Portugal und Spanien vertreten. Den portugiesischen Standort nutzt msg life zudem erfolgreich als Produktentwicklungseinheit. Auf dem US-amerikanischen Markt soll das eigene europäische Leben-Produktportfolio in einer lokalisierten Version und in Verbindung mit den eigenen US-amerikanischen Produkten als integrierte Lösung zum Einsatz kommen. Im dortigen Markt verzeichnet msg life auch weiterhin ein kontinuierliches Wachstum der verschiedenen Versicherungssegmente und möchte das damit verbundene Geschäftspotential nutzen. Das msg life Angebotsspektrum umfasst neben der Einführung und Integration der spezifischen Softwareprodukte verschiedene Beratungsleistungen, beispielsweise zur Produkt- und Tarifmodellierung, sowie Betreibermodelle -die zunehmendes Marktinteresse hervorrufen. Zielgruppe der dortigen msg life Konzerngesellschaft sind Kranken- und Gruppenversicherer und -auf Basis des US-amerikanischen Produktportfolios -zukünftig auch Lebensversicherer. Auch weiterhin werden neue Kundengruppen über den Ausbau und die Diversifizierung des eigenen Lösungsportfolios sowie über Kooperationen mit spezialisierten Leistungserbringern erschlossen. msg life erwartet mit der Weiterentwicklung des PPACA durch die Biden-Administration ein weiteres Wachstum der staatlichen Gesundheitsprogramme mit den entsprechenden vertrieblichen Möglichkeiten. Zudem prüft msg life die Möglichkeit einer vertrieblichen Partnerschaft auf dem US-amerikanischen Markt im Bereich Krankenversicherung. Nach dem guten Geschäftsjahr 2022 verzeichnet msg life auch im ersten Quartal des aktuellen Geschäftsjahrs 2023 eine unverändert hohe Nachfrage nach den angebotenen Lösungen von Versicherungen aus Deutschland wie aus dem Ausland gleichermaßen. In diesem Kontext sieht msg life ein Andauern der Regulierung in der gesamten Versicherungswirtschaft. Die Umsetzung des EU-Aktionsplans Nachhaltige Finanzen, die Bilanzierungsregeln nach IFRS 17, die Taxonomieverordnung und die EU-Transparenzverordnung, die neuen VAIT und die geplanten Regulierungsvorhaben rund um den AI Act oder DORA: Die laufende und weiterhin anstehen de Umsetzung zahlreicher gesetzlicher Vorgaben macht umfassende Anpassungen bei den momentan eingesetzten Lösungen notwendig und bindet bei den Versicherern enorme Ressourcen. Deshalb ist und bleibt der Einsatz von flexibler und kostengünstiger Standardsoftware in der gesamten Versicherungswirtschaft attraktiv. In der Folge bleibt der deutschsprachige Markt in diesem und voraussichtlich auch in den kommenden Jahren für die Versicherungsunternehmen sehr herausfordernd. Hinzu kommen die Herausforderungen der aktuellen Zinsentwicklung, der anhaltende Trend zur Internationalisierung und Konsolidierung und Bemühungen zur Kostenreduktion und Effizienzsteigerung. Insofern besteht in den Versicherungsunternehmen eindeutig ein Zusammenhang zwischen einer modernen und flexiblen IT und dem jeweiligen Unternehmenserfolg. Trotz unverändert schwieriger Rahmenbedingungen ist in Deutschland die private Vorsorge in Form der Lebensversicherung angesichts der demographischen Entwicklung und der Notwendigkeit zur Absicherung biometrischer Risiken weiterhin unverzichtbar. In dem Zusammenhang arbeiten fast alle Versicherer intensiv an der Weiterentwicklung ihrer bestehenden Produktpalette beziehungsweise an der Neuentwicklung innovativer Produkte -für alle bestehenden Produktgruppen, Steuerschichten und Rechtsformen. Dabei sind die Ausgangslage und der Innovationsdruck der Unternehmen unterschiedlich und bringen vielfältige Innovationen hervor. Im Fokus stehen Produkte, die zugleich mehrere Bedingungen erfüllen: den Wunsch der Versicherungsnehmer nach Sicherheit, Rendite und Flexibilität, die Anforderungen des Versicherers nach mehr Effizienz und Profitabilität und gleichzeitig regulatorische Vorgaben des Gesetzgebers. Bei klassischen kapitalbildenden Produkten dominieren Modifikationen der Garantien, zum Beispiel durch die Verwendung aktueller Rechnungsgrundlagen oder die Aufgabe der jährlichen Zinsgarantie. Unverändert viel Bewegung am Markt zeigt sich bei den biometrischen Produkten: Dynamisch hybride Produkte sind inzwischen Standard, und laufend kommen neue innovative Produkte hinzu, die beispielweise auf der Basis einer klassischen Grundabsicherung Investitionen in Fonds oder den Kauf von Optionen zulassen. Vor allem größere Versicherer bieten Altersvorsorgeprodukte mit Kapitalgarantien auf der Basis von fondsgebundenen Ansätzen mit Investmentgarantien an. Angesichts der aktuellen Herausforderungen sind micro-serviceorientierte Architekturen zur zeitnahen Unterstützung veränderter Geschäftsmodelle und eine hohe Systemflexibilität zur schnellen Einführung innovativer Produkte wesentliche Erfolgsfaktoren für die Versicherungsunternehmen. Denn die beschriebenen Entwicklungen bei den Versicherungsprodukten sind häufig nicht an bestimmte Produktfamilien gebunden. Zudem spielt Plattformökonomie für die Assekuranz weiterhin eine zentrale Rolle: so nutzen zahlreiche Versicherer inzwischen Plattformen und Ökosysteme, um digitale Produkte und Services anzubieten, die über das bisherige Kerngeschäft hinausgehen. Daraus ergeben sich wiederum neue Wertschöpfungsmöglichkeiten. Ebenfalls immer wichtiger wird das Thema Künstliche Intelligenz (KI). Der Einsatz von KI und XAI (sowie automatisiertes Machine Learning als deren Herzstück) bringt nicht nur Effizienzsteigerungen durch Automation hervor, sondern auch neue fachliche Ansätze, die wiederum völlig neue Geschäftsmodelle, Services und Produkte ermöglichen. Im Zusammenhang mit KI konzentrieren sich Versicherer auch auf Robo Advisory, Advanced Analytics und Blockchain. Diesem Thema begegnet msg life unter anderem mit dem Projekt TRAIL.X, in welchem man gemeinsam mit der LMU München neuronale Netzwerke (DNNs) für den versicherungsmathematischen Rechenkern entwickelt. Diese DNNs werden es Lebensversicherern ermöglichen, alte Systemgenerationen abzulösen, deren Kernfunktionalitäten über Künstliche Intelligenz (KI) abzubilden und in ein modernes System zu integrieren. Der Ankauf bereits geschlossener, nicht mehr verkaufsoffener Versicherungsbestände (sogenannter "Run-off"-Bestände) von meist kleineren Versicherern bleibt für größere Versicherer ein wichtiges Thema. Damit können erstere positive Bilanzeffekte und die Ankäufer nennenswerte Skaleneffekte und Kostensynergien erzielen. Ein modernes Assetmanagement zur effizienteren Verwaltung der Verträge mittels moderner und leistungsfähiger IT-Systeme spielt auch hierbei eine maßgebliche Rolle. Durch die Corona-Pandemie wurde die digitale Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft noch einmal stark beschleunigt. Digitalisierung zählt heute zu den wichtigsten Herausforderungen für die deutsche Versicherungswirtschaft, und die hiervon erfassten Geschäftsprozesse ermöglichen eine immer stärkere Integration von Systemen über Bereiche, Sparten und Unternehmensgrenzen hinweg. Mit der digitalen Transformation kann das Potenzial, das in der Standardisierung und Automatisierung von Prozessen steckt, zunehmend gehoben werden. Vollautomatisierte Abläufe führen zu einer enormen Effizienzsteigerung und deutlich niedrigeren Kosten. Dabei stehen die Themen Kundenzentrierung und Individualisierung, Industrialisierung und Automatisierung, Analytics und Dateneffektivität sowie Normierung und Integration im Mittelpunkt. Zudem setzen Versicherer zunehmend auf Cloud-Lösungen, mit denen sich die IT-Kapazitäten flexibel an den Bedarf anpassen lassen. Mit der Digitalisierung lassen sich moderne Versicherungsprodukte und -services über neue Kanäle platzieren oder in neue Vertriebs- und Kooperationsplattformen integrieren sowie neuartige Möglichkeiten der Kollaboration mit verschiedenen Partnern umsetzen. All dies erfordert umfangreiche Anpassungen in den IT-Landschaften der Versicherer zur Einbindung solcher Technologien und Plattformen und wird von msg life bei der Weiterentwicklung des Angebots berücksichtigt. Bereits heute bietet das Unternehmen -auch durch die strategische Zusammenarbeit mit der IBM - SaaS- und Cloud-fähige Lösungen, die die Assekuranz bei der digitalen Transformation unterstützen. Aufgrund dieser Entwicklungen rechnet msg life auch 2023 mit einem grundsätzlichen Interesse der Versicherungsunternehmen an den angebotenen Software- und Beratungslösungen. Weiterentwicklung der Produkte und Dienstleistungenmsg life treibt die technische wie fachliche Optimierung und Komplettierung der Produktpalette im Lebensversicherungs- und Altersvorsorgebereich kontinuierlich voran. Dabei bleiben die dafür notwendigen Investitionen auch 2023 auf einem für ein Softwareunternehmen üblichen Niveau. Um den Entwicklungsprozess bei und für Kunden weiter zu optimieren, wird das wichtige strategische Thema Continuous Delivery auch im laufenden Jahr konsequent verfolgt. Eine noch weitergehende Konvergenz der Komponenten der msg.Insurance Suite, der zentralen gemeinsamen Versicherungsplattform in der msg-Gruppe, und die diesbezügliche vertriebliche Zusammenarbeit sind zentrale Aspekte der Produktstrategie. Mit der msg. Insurance Suite steht für alle Sparten der Versicherungswirtschaft ein einheitlicher Industriestandard und damit eine am Markt einzigartige Gesamtlösung zur Verfügung. Im Produktbereich bleibt die Weiterentwicklung des Bestandsverwaltungssystems msg.Life Factory und dessen Komponenten auf Basis der zukunftsweisenden, cloud-nativen Architektur ein zentrales Vorhaben. Hierfür sowie für die weitergehende Umsetzung der Konvergenz der Komponenten rund um die msg.Life Factory in die msg.Insurance Suite stellt msg life im laufenden Jahr 2023 etwa 10.300 Personentage an Entwicklungskapazitäten bereit. msg life verzeichnet rund um die msg.Insurance Suite eine weiterhin sehr große Marktnachfrage bezüglich Migrationen. Das Unternehmen baut deshalb die eigene Expertise in Hinblick auf die Migration ganzer Plattformen kontinuierlich aus und konzentriert sich auf die weitere Beschleunigung von Migrationsprojekten durch innovative Ansätze, wie beispielsweise KI, Automatisierung und erweiterte Korrekturverfahren. Zudem setzt msg life im Beratungsgeschäft auf das Alleinstellungsmerkmal, praxisbewährte Lösungen aus dem msg life Produktbereich auch auf Nicht-Produktkunden kostengünstiger als die jeweiligen Mitbewerber transferieren zu können. Mit Blick auf die andauernde, wenn auch nachlassende Corona-Pandemie sieht msg life -auch vor dem Hintergrund der von msg life getroffenen Maßnahmen und der Entwicklung des Neu-, Bestandskunden- und Projektgeschäfts im bisherigen Geschäftsjahr 2023 -auch weiterhin keine wesentlichen Auswirkungen auf die operative wie wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft. Gleiches gilt auch für die Wirtschaftssanktionen in Zusammenhang mit dem russischen Überfall auf die Ukraine im Februar 2022. msg life rechnet im laufenden Geschäftsjahr 2023 mit einem handelsrechtlichen Konzern-Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände (EBITDA) zwischen 14,0 und 18,0 Mio. Euro sowie einer handelsrechtlichen Konzern-Gesamtleistung aus eigenem Geschäft zwischen 175,0 und 190,0 Mio. Euro. Die Einzelgesellschaft als Holding rechnet für das Geschäftsjahr 2023 mit einem handelsrechtlich positiven Ergebnis auf dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: 7,4 Mio. Euro).
Leinfelden-Echterdingen, 18. April 2023 msg life ag ROLF ZIELKE, Vorstandsvorsitzender FRANCESCO CARGNEL, Mitglied des Vorstands ROBERT HESS, Mitglied des Vorstands MILENKO RADIC, Mitglied des Vorstands DR. WOLF WIEDMANN, Mitglied des Vorstands KonzernabschlussKonzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzernkapitalflussrechnung
KonzernbilanzAKTIVA
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung
KonzernanhangI. Allgemeine ErläuterungenDie msg life Gruppe ist ein führendes Beratungs- und Softwareunternehmen für den Versicherungs- und Altersvorsorgemarkt. Die Softwarelösungen unterstützen primär Lebensversicherer und Altersvorsorgeeinrichtungen in Europa sowie insbesondere Kranken- und Gruppenversicherungen in den USA bei der Konzeption, Umsetzung und Verwaltung ihrer Produkte. Der Hauptsitz der msg life Gruppe befindet sich in der Humboldtstraße 35, 70771 Leinfelden-Echterdingen. Die msg life ag ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht. Sie wird beim Amtsgericht Stuttgart im Handelsregister unter HRB 731887 geführt. Der vorliegende Konzernabschluss der msg life ag, Leinfelden-Echterdingen, Deutschland (nachfolgend als "msg life ag" bezeichnet), zum 31. Dezember 2022 umfasst das Mutterunternehmen und alle Tochtergesellschaften (nachfolgend als "msg life Gruppe" bezeichnet). Das Berichtsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Der Vorstand der msg life ag hat den Konzernabschluss am 18. April 2023 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben und somit zur Veröffentlichung genehmigt. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt. Die Gesellschaft ist gemäß § 290 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet, da sie die befreiende Wirkung des § 291 Abs. 1 HGB nicht in Anspruch genommen hat. Die Gesellschaft hat zum 31. Dezember 2022 einen Konzernabschluss und zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht nach den gesetzlichen deutschen handelsrechtlichen Vorschriften gemäß §§ 290 ff. HGB sowie §§ 150 AktG erstellt. Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit sind sämtliche gesetzlich vorgeschriebenen Vermerke zu Posten der Konzernbilanz sowie der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Anhang dargestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Berichtswährung ist Euro, auf Tsd. Euro oder Mio. Euro wird gerundet. Hieraus können sich Rundungsdifferenzen in Höhe von bis zu einer Recheneinheit ergeben. Der Konzernabschluss wird der Stelle, die das Unternehmensregister führt, elektronisch zur Einstellung in das Unternehmensregister übermittelt. Die msg life ag ist zum Bilanzstichtag ein mittelbares Tochterunternehmen der msg group GmbH, Ismaning, die den Konzernabschluss für den größten Kreis der Konzernunternehmen aufstellt. Am 25. September 2020 haben die msg life ag, Leinfelden-Echterdingen, und die msg systems ag, Ismaning, einen Beherrschungsvertrag, geändert durch Änderungsvereinbarung vom 6. November 2020, abgeschlossen. Diesem Beherrschungsvertrag haben die Hauptversammlungen der msg life ag am 10. November 2020 bzw. der msg systems ag am 18. November 2020 zugestimmt. Mit der Eintragung des Beherrschungsvertrags in das Handelsregister der msg life ag beim Amtsgericht Stuttgart am 20. Januar 2021 ist der Beherrschungsvertrag rückwirkend zum 1. Januar 2021 wirksam geworden. Mit Blick auf das Geschäftsjahr 2022 zeigt sich erneut, dass die andauernde, wenn auch nachlassende Corona-Pandemie keine wesentlichen Auswirkungen auf das Geschäft von msg life hatte. Das Unternehmen sieht deshalb -auch vor dem Hintergrund der von msg life getroffenen Maßnahmen und der Entwicklung des Projektgeschäfts im bisherigen Geschäftsjahr 2023 -zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung auch weiterhin keine wesentlichen Auswirkungen auf die operative wie wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft in Folge der Corona-Pandemie. Wir verweisen an dieser Stelle auch auf die entsprechenden Ausführungen im Chancen- und Risikobericht des zusammengefassten Lage- und Konzernlageberichts für das Geschäftsjahr 2022. Nachdem die msg life ag und das msg-Konzernunternehmen msg nexinsure ag, Ismaning, bereits seit vielen Jahren im Rahmen des gemeinsamen Lösungsangebotes msg.Insurance Suite eng zusammenarbeiten, verfügen die beiden Unternehmen bereits seit 2021 über ein Management-Team mit übergreifend einheitlicher Verantwortung. Zudem treten msg life und msg nexinsure im Versicherungsmarkt unter dem gemeinsamen Branding msg insur:it auf und verdeutlichen damit die führende Rolle als Produkthaus für die Versicherungsbranche. Unabhängig von dem gemeinsamen Branding msg insur:it bestehen msg life und msg nexinsure als rechtlich eigenständige Legaleinheiten fort. II. Allgemeine Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen und des Mutterunternehmens werden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften nach den folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt: Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen bei einer Nutzungsdauer zwischen 3 und 15 Jahren, bewertet. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist zum 31. Dezember 2022 bereits vollständig abgeschrieben. Auf die Ausübung des Ansatzwahlrechts für selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens nach § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB wurde verzichtet. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, bei abnutzbaren Gegenständen vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Nutzungsdauern betragen zwischen drei und zehn Jahren. Abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, und deren Anschaffungskosten (netto) für das einzelne Wirtschaftsgut 250 Euro, nicht aber 800 Euro übersteigen, werden im Jahr der Anschaffung als geringwertiges Wirtschaftsgut sofort aufwandswirksam erfasst. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten kleiner als 250 Euro werden als Aufwand erfasst. Ausleihungen werden zum Nennwert bilanziert. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den Einzelkosten in angemessenem Umfang eingerechnete Gemeinkosten und Abschreibungen. Das Prinzip der verlustfreien Bewertung wird beachtet. Werkverträge, die über mehrere Geschäftsjahre verlaufen, werden so lange als unfertige Leistungen behandelt, bis eine Abnahme oder Teilabnahme des geschuldeten Werkes (bzw. Meilensteins) durch den Kunden erfolgt ist. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden offen von den Vorräten abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit dem Nominalwert angesetzt. Forderungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr werden abgezinst. Für das allgemeine Kreditrisiko sowie zur Abdeckung von Zinsverlusten wird eine Pauschalwertberichtigung von 0,5 Prozent des Nettoforderungsbestandes, soweit noch keine Anzahlungen geleistet wurden, gebildet. Der Ansatz der Wertpapiere des Umlaufvermögens erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert am Abschlussstichtag. Der Kassenbestand, die Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks sind zum Nominalbetrag angesetzt. Fremdwährungstransaktionen werden von Konzernunternehmen zu dem Zeitpunkt, zu dem der Geschäftsvorfall erstmals ansetzbar wird, mit dem jeweils gültigen Devisenkassamittelkurs im Monat der Transaktion umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in einer Fremdwährung werden gemäß §256a Satz 2 HGB zu jedem Stichtag, unter Verwendung des Devisenkassamittelkurses am jeweiligen Stichtag, umgerechnet. Differenzen aus der Abwicklung oder Umrechnung monetärer Posten werden erfolgswirksam erfasst. Die Aktiv- und Passivposten der ausländischen Geschäftsbetriebe werden (mit Ausnahme des Eigenkapitals) im Rahmen der Konsolidierung zum Devisenkassamittelkurs des jeweiligen Stichtags in Euro gemäß § 308a HGB umgerechnet. Die Umrechnung von Erträgen und Aufwendungen erfolgt zu monatlichen Durchschnittskursen. Eine Volatilität der Wechselkurse und saisonale Einflüsse werden dabei aufgrund von Unwesentlichkeit nicht berücksichtigt. Eine sich ergebende Umrechnungsdifferenz wird im Konzerneigenkapital im dafür vorgesehenen Posten ausgewiesen. Währungskursbedingte Differenzen im Rahmen der Schuldenkonsolidierung und Zwischenergebniseliminierung werden vereinfachungshalber ebenfalls erfolgswirksam erfasst. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck oder der BVG 2015 Generationentafeln bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Die Steuerrückstellungen werden in Höhe der voraussichtlichen Steuerbelastung gebildet (Erfüllungsbetrag). Die sonstigen Rückstellungen werden mit dem Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken und der zu erwartenden Risiken und zu erwartenden Preis- und Kostensteigerungen angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Die Bewertung der Abfertigungsrückstellung erfolgt nach dem laufenden Einmalprämienverfahren (Projected Unit Credit Method). Zu den jeweiligen Stichtagen wurde für die Berechnung ein Rechnungszinssatz von 0,97 Prozent p.a. (Vorjahr: 1,1 Prozent p.a.) und eine Gehaltssteigerung von 2,32 Prozent p.a. (Vorjahr: 2,5 Prozent p.a.) herangezogen. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind mit dem Nennwert anzusetzen. Das in § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB gewährte Wahlrecht, Anzahlungen auf Vorräte von dem Posten "Vorräte" auf der Aktivseite offen abzusetzen, wird ausgeübt. Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Erträge für einen Zeitraum danach darstellen. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt nach dem bilanzorientierten Temporary Concept. Nach diesem Verfahren werden grundsätzlich auf alle temporären und quasi-permanenten Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögens- und Schuldposten latente Steuern gebildet. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge sind bei der Berechnung der aktiven latenten Steuern in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung zu berücksichtigen. Dementsprechend wurden aktive latente Steuern auf steuerliche Verluste, unter Berücksichtigung ihrer Realisierbarkeit, zum 31. Dezember 2022 nicht angesetzt. Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten beziehungsweise erwartet werden. Die Wirkung von Steuersatzänderungen auf latente Steuern wird mit Inkrafttreten der gesetzlichen Änderung ergebniswirksam erfasst. Aktive und passive latente Steuern werden verrechnet. III. Konsolidierungskreis1. TochterunternehmenTochterunternehmen sind Gesellschaften, auf welche die msg life ag unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann. Ein beherrschender Einfluss besteht stets, wenn der msg life ag bei einem anderen Unternehmen die Mehrheit der Stimmrechte unmittelbar und mittelbar zusteht bzw. die Beherrschungsmöglichkeit besteht. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss beginnt mit dem Zeitpunkt der Beherrschungsmöglichkeit; sie endet, sobald diese nicht mehr gegeben ist. Im Konzern der msg life ag als Mutterunternehmen werden zum 31. Dezember 2022 unverändert zum Vorjahr folgende Unternehmen vollkonsolidiert:
1 Mit der msg life central europe gmbh,
München, und der msg life global gmbh, München,
besteht jeweils ein Ergebnisabführungsvertrag, nach
dem die Gesellschaft sowohl Gewinne als auch Verluste zu
übernehmen hat.
Bei allen Tochterunternehmen entspricht der jeweilige Bilanzstichtag dem Konzernabschlussstichtag. Die msg life central europe gmbh, München, und die msg life global gmbh, München, haben für das Geschäftsjahr 2022 vollständig von der Erleichterungsmöglichkeit des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht. 2. KonsolidierungsgrundsätzeDie Kapitalkonsolidierung wird nach der Neubewertungsmethode durchgeführt. Ein nach Verrechnung verbleibender aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert auf der Aktivseite ausgewiesen und linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Seit dem Geschäftsjahr 2020 ist kein Geschäfts- oder Firmenwert mehr auszuweisen. Die Schuldenkonsolidierung erfolgt durch Eliminierung der Forderungen und der entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Aufwendungen und Erträge zwischen allen einbezogenen und vollkonsolidierten Gesellschaften wurden eliminiert. IV. Erläuterungen zur Bilanz1. AnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr und im Vorjahr und seine Aufteilung sind separat im Konzernanlagespiegel (siehe Anlage zum Konzernanhang) dargestellt. Bei den immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich im Wesentlichen um von Dritten erworbene Software. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden über eine planmäßige Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die planmäßige Nutzungsdauer der von Dritten erworbenen Software beträgt drei bis 15 Jahre. In den Finanzanlagen wird ein Darlehen an die msg nexinsure ag in Höhe von 5,0 Mio. Euro ausgewiesen. Das Darlehen ist am 23. Juni 2027 endfällig. 2. VorräteDie Vorräte beinhalten überwiegend noch nicht abgerechnete Leistungen bei Kundenaufträgen. Der Wertansatz enthält zum Teil Festpreisprojekte, die unter Berücksichtigung der verlustfreien Bewertung aktiviert wurden. Anzahlungen auf unfertige bezogene Leistungen in Höhe von 31.400 Tsd. Euro (Vorjahr: 28.300 Tsd. Euro) betreffen ein im Jahr 2018 gewonnenes Großprojekt und wurden an die msg systems ag, Ismaning, geleistet. Diesen geleisteten Anzahlungen stehen erhaltene Anzahlungen vom Kunden in Höhe von 31.400 Tsd. Euro (Vorjahr: 28.888 Tsd. Euro) gegenüber. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von insgesamt 44.808 Tsd. Euro (Vorjahr: 54.730 Tsd. Euro) werden in voller Höhe offen von den Vorräten abgesetzt. Es verbleibt ein Nettobetrag an Vorräten in Höhe von 8.391 Tsd. Euro (Vorjahr: 7.541 Tsd. Euro). 3. Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember 2022 betragen 41.259 Tsd. Euro (Vorjahr: 38.295 Tsd. Euro). Davon sind 41.193 Tsd. Euro (Vorjahr: 38.198 Tsd. Euro) innerhalb eines Jahres fällig und 66 Tsd. Euro innerhalb von fünf Jahren. 4. Forderungen gegen verbundene UnternehmenDie Forderungen gegen verbundene Unternehmen zum 31. Dezember 2022 belaufen sich auf 12.750 Tsd. Euro (Vorjahr: 3.504 Tsd. Euro) und sind wie im Vorjahr sämtlich innerhalb eines Jahres fällig. Grund für diesen Anstieg ist der kontinuierliche Ausbau der Zusammenarbeit zwischen msg life und dem msg-Konzernunternehmen msg nexinsure. Bezüglich der Zusammensetzung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen verweisen wir auf das Kapitel VII. Beziehungen zu nahestehenden Personen, 3. Sonstige Transaktionen mit nahestehenden Personen. 5. Sonstige VermögensgegenständeDie sonstigen Vermögensgegenstände sind (wie im Vorjahr) innerhalb eines Jahres fällig und setzen sich wie folgt zusammen:
6. WertpapiereDie sich im Umlaufvermögen befindenden US-Staatsanleihen in Höhe von 26.726 Tsd. Euro (Vorjahr: 23.404 Tsd. Euro) dienen der kurzfristigen Geldanlage. Im Jahre 2022 wurden 28 Tsd. Euro (Vorjahr: 23 Tsd. Euro) Zinserträge erfolgswirksam erfasst. 7. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und SchecksHierbei handelt es sich um Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks in Höhe von insgesamt 6.873 Tsd. Euro (Vorjahr: 17.855 Tsd. Euro). 8. RechnungsabgrenzungspostenUnter den aktivischen Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 4.265 Tsd. Euro (Vorjahr: 2.096 Tsd. Euro) werden insbesondere die Teilbeträge für Wartungsbeträge und Mieten für IT-Gegenstände in Höhe von 4.037 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.907 Tsd. Euro) erfasst. 9. Gezeichnetes KapitalDas gezeichnete Kapital beträgt zum 31. Dezember 2022 unverändert zum Vorjahr 42.802.453,00 Euro und ist voll eingezahlt. Insgesamt ist das gezeichnete Kapital unverändert in 42.802.453 auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je Euro 1,00 eingeteilt. Jede Aktie gewährt ein Stimmrecht. Vorzugsaktien sind nicht ausgegeben. Folgendes genehmigtes Kapital lag im Berichtszeitraum vor: Genehmigtes Kapital 2020/IDie Hauptversammlung hat am 10. November 2020 den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 9. November 2025 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 21.401.226 Euro zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2020/I). Die neuen Aktien sind grundsätzlich den Aktionären zum Bezug anzubieten; sie können auch von Kreditinstituten oder einem nach § 53 Abs. 1 Satz 1 oder § 53b Abs. 1 Satz 1 oder Abs. 7 KWG tätigen Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats nach Maßgabe näherer Bestimmungen auszuschließen und mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Bedingungen der Aktienausgabe einschließlich des Ausgabebetrages sowie den weiteren Inhalt der Aktienrechte festzulegen. 10. KapitalrücklageDie Kapitalrücklage enthält die bei der Ausgabe von Aktien über den Nennbetrag hinaus erzielten Beträge. Per 31. Dezember 2022 beträgt die Kapitalrücklage unverändert zum Vorjahr 11.704.846,80 Euro. Bei der Kapitalrücklage liegen lediglich die aktienrechtlichen Beschränkungen des § 150 AktG bei der Ausschüttung von Dividenden beziehungsweise der Rückzahlung des Kapitals vor. 11. KonzerngewinnrücklagenDie Konzerngewinnrücklagen enthalten die erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. 12. Eigenkapitaldifferenz aus WährungsumrechnungDieser Bilanzposten weist Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen aus. Eine detaillierte Aufstellung der Veränderung der Konzerngewinnrücklagen und der Eigenkapitaldifferenzen aus Währungsrechnung ergibt sich aus der Eigenkapitalentwicklung. 13. Konzernbilanzverlust und ErgebnisverwendungDie Bilanz wurde unter Berücksichtigung der teilweisen Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Der Bilanzverlust zum 31. Dezember 2022 in Höhe von 1.221 Tsd. Euro (Vorjahr: 10.352 Tsd. Euro) setzt sich aus einem Verlustvortrag in Höhe von 10.352 Tsd. Euro (Vorjahr: 22.494 Tsd. Euro) und einem Jahresüberschuss in Höhe von 9.131 Tsd. Euro (Vorjahr: 12.142 Tsd. Euro) zusammen. Nach dem deutschen Aktiengesetz bemisst sich die ausschüttungsfähige Dividende nach dem Bilanzgewinn, den die msg life ag in ihrem gemäß den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches aufgestellten Jahresabschluss ausweist. Der Vorstand schlägt der kommenden Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn in Höhe von 6.075.541,48 Euro wie folgt zu verwenden: Ausschüttung einer Dividende von 0,04 Euro je für das Geschäftsjahr 2022 dividendenberechtigte Stückaktie (1.712.098,12 Euro) und Einstellung in andere Gewinnrücklagen (4.363.443,36 Euro). 14. PensionsrückstellungenIn der msg life Gruppe bestehen für die Muttergesellschaft und jeweils eine Tochtergesellschaft im Inland und Ausland Pensionsvereinbarungen in Form von leistungsorientierten Direktzusagen. Bei leistungsorientierten Versorgungszusagen ("Defined Benefit Plans") verpflichtet sich der Arbeitgeber, die zugesagten Pensionsleistungen zu erbringen und diese über die Bildung von Pensionsrückstellungen beziehungsweise für Pensionszwecke ausgegliederte Vermögenswerte ("Plan Assets") zu finanzieren. Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden aufgrund von Versorgungsplänen für Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet. Die Versorgungsverpflichtungen des Konzerns gegenüber Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern beruhen auf mittelbaren und unmittelbaren Versorgungszusagen; Leistungen aus direkten Pensionszusagen werden grundsätzlich in Abhängigkeit der Monatsbezüge und der Dauer der Unternehmenszugehörigkeit ermittelt. Die Höhe der Pensionsverpflichtung wird nach versicherungsmathematischen Methoden unter Anwendung des international üblichen Anwartschaftsbarwertverfahrens ("Projected Unit Credit-Methode") ermittelt. Dabei werden die zukünftigen Verpflichtungen auf Grundlage der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche bewertet. Bei der Bewertung werden Trendannahmen für die relevanten Größen, die sich auf die Leistungshöhe auswirken, berücksichtigt. Bei allen Leistungssystemen sind versicherungsmathematische Berechnungen erforderlich. Dabei spielen neben den Annahmen zur Lebenserwartung und Invalidisierung die Prämissen unter Ansatz der biometrischen Rechnungsgrundlagen Heubeck Richttafeln 2018 G oder der BVG 2015 Generationentafeln eine Rolle. Zu den jeweiligen Stichtagen liegen den Berechnungen die folgenden versicherungsmathematischen Annahmen zu Grunde:
Die Ansprüche aus dem Deckungsvermögen (Rückdeckungsversicherungen und Festgelder) wurden mit den Verpflichtungswerten verrechnet. Die folgende Tabelle zeigt die in der Bilanz verrechneten Beträge:
Der Differenzbetrag in Höhe von 7.304 Tsd. Euro (Vorjahr: 6.915 Tsd. Euro) wird auf der Passivseite der Bilanz ausgewiesen. Der Erfüllungsbetrag, der dem verrechneten Planvermögen entspricht, beträgt 6.064 Tsd. Euro (Vorjahr: 5.653 Tsd. Euro). Der beizulegende Zeitwert, der den Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände entspricht, beträgt 4.300 Tsd. Euro (Vorjahr: 4.164 Tsd. Euro). Gemäß § 246 Abs. 2 HGB in Verbindung mit § 314 Abs. 1 Nr. 17 HGB betragen die verrechneten Aufwendungen (Zinsaufwand Verpflichtungswert) und Erträge (Erträge aus Rückdeckungsversicherungen und Festgeldern) im Zusammenhang mit der oben aufgezeigten Verrechnung von Schulden und Vermögensgegenständen im Berichtsjahr 393 Tsd. Euro (Vorjahr: 685 Tsd. Euro) und setzen sich wie folgt zusammen:
Der nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB ermittelte Unterschiedsbetrag aus der Verzinsung stellt sich wie folgt dar:
15. SteuerrückstellungenDie Steuerrückstellungen betreffen ungewisse Verpflichtungen aus hauptsächlich ertragsabhängigen Steuern zum Bilanzstichtag. Bei den laufenden Steuerrückstellungen in Höhe von 2.235 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.195 Tsd. Euro) handelt es sich im Wesentlichen um Ertragsteuern aus Deutschland in Höhe von 1.119 Tsd. Euro (Vorjahr: 743 Tsd. Euro), Ertragsteuern aus den USA in Höhe von 949 Tsd. Euro (Vorjahr: 280 Tsd. Euro), Ertragsteuern aus Österreich in Höhe von 81 Tsd. Euro sowie Bundes-, Staats- und Gemeindesteuern in der Schweiz mit 46 Tsd. Euro (Vorjahr: 114 Tsd. Euro). 16. Sonstige Rückstellungen
Die Auflösungen von Rückstellungen sind in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Die Bewertung zum Bilanzstichtag trägt den unternehmensseitig erwarteten wirtschaftlichen Belastungen Rechnung. Die personalbezogenen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus kurzfristigen Urlaubs-, Überstunden- und variablen Vergütungsrückstellungen in Höhe von 11.348 Tsd. Euro (Vorjahr: 13.239 Tsd. Euro), langfristigen Jubiläumsrückstellungen in Höhe von 1.431 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.452 Tsd. Euro) sowie langfristigen Abfertigungsrückstellungen in Höhe von 837 Tsd. Euro (Vorjahr: 801 Tsd. Euro) zusammen. Die Rückstellung für zu erwartende Eingangsrechnungen betreffen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und die Aufwendungen für bezogene Leistungen sowie die Abschlusskosten. Die übrigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen die Rückstellungen für Archivierung und Renovierung, die Geschäftsberichtskosten und die Aufsichtsratsvergütungen. 17. VerbindlichkeitenDie Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten entwickelten sich wie folgt:
a. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen UnternehmenBezüglich der Zusammensetzung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen verweisen wir auf das Kapitel VII. Beziehungen zu nahestehenden Personen, 3. Sonstige Transaktionen mit nahestehenden Personen. b. Sonstige VerbindlichkeitenDie sonstigen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen im Wesentlichen Umsatzsteuerverbindlichkeiten in Höhe von 2.094 Tsd. Euro (Vorjahr: 190 Tsd. Euro) und Lohn- und Kirchensteuerverbindlichkeiten in Höhe von 1.189 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.105 Tsd. Euro). Die sonstigen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit zwischen einem Jahr und fünf Jahren betrafen in 2021 zwei Förderdarlehen der msg life Österreich, die im Berichtsjahr an die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH (FFG) zurückgezahlt wurden. 18. RechnungsabgrenzungspostenUnter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 1.309 Tsd. Euro (Vorjahr: 2.961 Tsd. Euro) werden wie im Vorjahr insbesondere die Teilbeträge der im Berichtsjahr empfangenen Wartungsgebühren erfasst, die erst im Folgejahr zu Erträgen führen. 19. Passive latente SteuernDie Ermittlung der latenten Steuern erfolgt mit den jeweiligen landesspezifischen Steuersätzen, die im Geschäftsjahr 2022 zwischen 20 Prozent und 30 Prozent liegen (Vorjahr: zwischen 20 Prozent und 30 Prozent). Bereits am Bilanzstichtag beschlossene Steuersatzänderungen wurden bei der Ermittlung der latenten Steuern berücksichtigt. Die aktiven und passiven latenten Steuern in Höhe von 229 Tsd. Euro (Vorjahr: 333 Tsd. Euro) bzw. 229 Tsd. Euro (Vorjahr: 333 Tsd. Euro), saldiert 0 Tsd. Euro (Vorjahr: 0 Tsd. Euro), resultieren aus der Gesamtbetrachtung der Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen. Sie betreffen im Wesentlichen latente Steuern auf die Bewertung von immateriellen Vermögensgegenständen. 20. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenDer Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt 46.425 Tsd. Euro (Vorjahr: 43.612 Tsd. Euro) und beinhaltet Verpflichtungen aus Leasing-, Miet- und Wartungsverträgen. Die Leasingverträge betreffen geleaste Betriebs- und Geschäftsausstattung, die Mietverträge betreffen gemietete Büroräumlichkeiten, und die Wartungsverträge betreffen eingesetzte Hard- und Software. V. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und VerlustrechnungWie im Vorjahr ist auch 2022 das Gesamtkostenverfahren angewendet worden. 1. UmsatzerlöseDie Aufgliederung der Umsatzerlöse des Konzerns nach Tätigkeitsbereichen ist wie folgt:
In den Dienstleistungsumsätzen sind Mieterträge in Höhe von 222 Tsd. Euro (Vorjahr: 220 Tsd. Euro) enthalten. Die Aufgliederung der Umsatzerlöse des Konzerns nach geografischen Märkten ist wie folgt:
2. Sonstige betriebliche Erträge
In der Position "Übrige" befinden sich im Wesentlichen die Erträge aus einer Forschungsprämie des Landes Bayern in Höhe von 66 Tsd. Euro (Vorjahr: 9 Tsd. Euro) sowie Erträge aus einer Forschungsprämie des Bundesministeriums für Finanzen in Österreich in Höhe von 64 Tsd. Euro (Vorjahr: 46 Tsd. Euro). Des Weiteren werden unter diesem Posten sonstige Erträge in Höhe von 151 Tsd. Euro (Vorjahr: 168 Tsd. Euro) aus dem Personalbereich ausgewiesen. Periodenfremde Erträge ergeben sich aus der Auflösung der sonstigen Rückstellungen. Diese betreffen im Wesentlichen Tantiemerückstellungen auf Ebene der msg life central europe sowie der msg life Österreich. 3. Materialaufwand
Der wesentliche Rückgang im Materialaufwand resultiert aus den sonstigen Dienstleistungen. Diese enthielten 2021 einen Aufwand in Höhe von 9.185 Tsd. Euro aus der erfolgreichen Abnahme eines Meilensteins im Rahmen eines Großprojektes in Kooperation mit der msg systems ag. 4. Personalaufwand
Soziale Abgaben enthalten insbesondere die Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung, freiwillige soziale Aufwendungen sowie Berufsgenossenschaftsbeiträge. In den Aufwendungen für Altersversorgung sind vor allem die Zuführungen zu Pensionsrückstellungen enthalten. Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer betrug 1.225, wovon 29 leitende Angestellte und 1.196 Angestellte waren (im Vorjahr 1.185, wovon 28 leitende Angestellte und 1.157 Angestellte waren). 5. AbschreibungenHinsichtlich der Aufgliederung und Zusammensetzung der Abschreibungen verweisen wir auf den Anlagespiegel in der Anlage zum Konzernanhang. 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Im Jahr 2022 befinden sich, wie im Vorjahr, in der Position "Übrige" im Wesentlichen Versicherungsaufwendungen, freiwillige soziale Aufwendungen, Veranstaltungskosten sowie Gebühren und Beiträge. Im Vorjahr ergab sich ein periodenfremder Aufwand durch eine Einzelwertberichtigung auf den Forderungsbestand in Höhe von 800 Tsd. Euro. Die für Dienstleistungen des Abschlussprüfers im Berichtsjahr und im Vorjahr angefallenen Honorare betragen:
7. Finanzergebnis
Die Zinserträge betreffen neben Guthabenzinsen aus den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, hauptsächlich aus Wertpapieranlagen der FJA-US, auch Zinserträge aus gewährten Darlehen an verbundene Unternehmen in Höhe von 148 Tsd. Euro (Vorjahr: 9 Tsd. Euro). Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten insgesamt 409 Tsd. Euro (Vorjahr: 679 Tsd. Euro) Aufwendungen aus der Abzinsung und betreffen im Wesentlichen die Pensions- und Jubiläumsrückstellungen. 8. Steuern vom Einkommen und ErtragDer Steueraufwand ergibt sich aus den nachfolgend aufgeführten Bestandteilen:
VI. Erläuterungen zur Konzern-KapitalflussrechnungDie Konzern-Kapitalflussrechnung zeigt die Herkunft und Verwendung der Zahlungsströme in den Geschäftsjahren 2022 und 2021. Dabei werden Zahlungsströme aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit sowie aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Der Finanzmittelfond umfasst alle Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten sowie Zahlungsmitteläquivalente, soweit sie zum Zeitpunkt des Erwerbs eine Laufzeit von maximal drei Monaten haben. Es bestehen keine Zugriffsbeschränkungen auf die liquiden Mittel. Die Mittelveränderung aus betrieblicher Geschäftstätigkeit ist um Effekte aus der Währungsumrechnung bereinigt. Die Mittelveränderung aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit wird zahlungsbezogen ermittelt. Die Mittelveränderung aus der laufenden Geschäftstätigkeit wird hingegen ausgehend vom Ergebnis vor Ertragsteuern indirekt abgeleitet. Die wesentlichen nicht zahlungswirksamen Effekte im Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit waren die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 2.527 Tsd. Euro (Vorjahr: 2.809 Tsd. Euro) sowie die Zu- und Abnahme der Rückstellungen in Höhe von 68 Tsd. Euro (Vorjahr: -2.271 Tsd. Euro). VII. Beziehungen zu nahestehenden PersonenNahestehende Personen sind der Vorstand und der Aufsichtsrat der msg life ag sowie die msg group GmbH, Ismaning, die seit dem 16. März 2009 das oberste Mutterunternehmen der msg life ag ist, einschließlich deren Tochter- und Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen. 1. Gesamtbezüge des Vorstands und des AufsichtsratsBezüge des VorstandsDie Bezüge des im Geschäftsjahr tätigen Vorstands belaufen sich auf 1.311 Tsd. Euro (Vorjahr: 2.033 Tsd. Euro). Die Bezüge teilen sich wie folgt auf:
Die Bezüge für ehemalige Vorstände im Jahr 2022 betragen 134 Tsd. Euro (Vorjahr: 131 Tsd. Euro). Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder des Vorstands, saldiert mit dem Planvermögen, betragen zum 31. Dezember 2022 504 Tsd. Euro (Vorjahr: 480 Tsd. Euro). Bezüge des AufsichtsratsDie Bezüge des Aufsichtsrats betragen 176 Tsd. Euro (Vorjahr: 195 Tsd. Euro). 2. Aktienbesitz des Vorstands und des AufsichtsratsZum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 hält der Vorstand keine Anteile an der msg life ag. Zum gleichen Zeitpunkt hält das Aufsichtsratsmitglied Herr Johann Zehetmaier, Ismaning, indirekt als Mitgesellschafter der msg group GmbH, Ismaning, über die msg systems ag, Ismaning, Anteile an der msg life ag. 3. Sonstige Transaktionen mit nahestehenden PersonenSonstige nahestehende Unternehmen und PersonenEs lagen im Geschäftsjahr keine Transaktionen mit den Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern über die oben beschriebenen Sachverhalte hinaus vor. Die folgende Tabelle enthält die Gesamtbeträge aus Transaktionen zwischen nahestehenden Unternehmen für das Berichtsjahr und im Vorjahr:
Des Weiteren wurden von der msg life ag, Leinfelden-Echterdingen, Anzahlungen auf unfertige bezogene Leistungen in Höhe von 31.400 Tsd. Euro (Vorjahr: 28.300 Tsd. Euro) an die msg systems ag, Ismaning, geleistet. Diesbezüglich verweisen wir auf Kapitel IV. Erläuterungen zur Bilanz, 2. Vorräte. Außer der msg systems ag sind alle anderen angegebenen Unternehmen sonstige nahestehende Unternehmen und Personen. Die aufgeführten Erträge und Aufwendungen sowie von und an nahestehende Personen und Unternehmen geschuldeten Beträge stammen im Wesentlichen aus erbrachten oder bezogenen Dienstleistungen. VIII. Angaben zu den OrganenAufsichtsratsmitglieder im Berichtszeitraum:
Vorstandsmitglieder im Berichtszeitraum:
Leinfelden-Echterdingen, 18. April 2023 msg life ag ROLF ZIELKE, Vorstandsvorsitzender FRANCESCO CARGNEL, Mitglied des Vorstands ROBERT HESS, Mitglied des Vorstands MILENKO RADIC, Mitglied des Vorstands DR. WOLF WIEDMANN, Mitglied des Vorstands Konzernanlagespiegel für den Zeitraum vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022
Konzernanlagespiegel für den Zeitraum vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die msg life ag, Leinfelden-EchterdingenPrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der msg life ag und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) -bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht der msg life ag für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Die in Abschnitt Leitung und Kontrolle des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts enthaltene Angabe zur Frauenquote haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht zu dienen. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die übrigen Teile des Geschäftsberichts, aber nicht den Konzernabschluss, den inhaltlich geprüften und zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht -außer die in Abschnitt Leitung und Kontrolle enthaltene Angabe zur Frauenquote - und unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht und KonzernlageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts und KonzernlageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht und Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 18. April 2023 Baker
Tilly GmbH & Co. KG
CHRISTIAN ROOS, Wirtschaftsprüfer MARINA STUMPP, Wirtschaftsprüferin |
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