Splunk Services Germany GmbHLiquidiert

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Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 196149
Eingetragen
28.12.2011
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und SoftwareErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Gegenstand
Vertrieb und Vermarktung von Softwarelösungen sowie damit verbundene Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Dr. Heyer
seit 4.2.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Cisco Systems GmbH
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Splunk Services Germany GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.02.2023 bis zum 31.01.2024

Amtsgericht München
HRB Nr. 196149

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024

1) Grundlegende Informationen zum Unternehmen

Während des Geschäftsjahres 2023/2024 war die Splunk Services Germany GmbH (die "Gesellschaft") eine 100%ige Tochtergesellschaft der Splunk Services LLC., Delaware, USA, die als direkte Muttergesellschaft wiederum unter der Splunk Inc. hing.

Am 20. September 2023 unterzeichnete die Splunk Inc., die oberste Muttergesellschaft eine Vereinbarung und einen Fusionsplan ("Merger Agreement") mit der Cisco Systems Inc. ("Cisco"), einem Unternehmen aus Delaware und der Spirit Merger Corp., einem Unternehmen aus Delaware und 100%ige Tochtergesellschaft der Cisco Systems Inc. Gemäß diesem Merger Agreement soll die Spirit Merger Corp. auf die Splunk Inc. verschmolzen werden und die Splunk Inc. in der Folge als Tochterunternehmen der Cisco Systems Inc. weiter bestehen. Am 18. März 2024 wurde die Transaktion abgeschlossen und demzufolge die Spirit Merger Corp. auf die Splunk Inc. verschmolzen, so dass seit diesem Zeitpunkt die Splunk Inc. als 100%ige Tochtergesellschaft der Cisco Systems Inc. besteht. Als Ergebnis dieser Transaktion beendete Splunk Inc. den Handel an der NASDAQ.

Darüber hinaus ergab sich durch diese Transaktion eine Änderung der obersten Muttergesellschaft der Splunk Services Germany GmbH welche seitdem die Cisco Systems Inc., Delaware ist.

Die Gesellschaft bietet Support für Forschung & Entwicklung, Marketing und Vertrieb sowie Service zum Software Support an. Die Gesellschaft erzielt im Wesentlichen Umsatzerlöse aus der Weiterverrechnung von erstattungsfähigen Aufwendungen für Support in Marketing und Vertrieb gemäß den Cost Plus Limited Risk Agreements mit der Splunk Services UK Ltd. bzw. betreffend Unterstützung im Bereich Forschung und Entwicklung (R&D) auf Basis des Limited Risk Agreements mit der der Splunk Inc..

Mit Wirkung zum 18. März 2024 wurden aufgrund der beschriebenen Merger-Transaktion die bisher mit der Splunk Inc. bestehenden Cost Plus Limited Risk Agreements im Bereich Forschung und Entwicklung durch eine neue Vereinbarung mit der Cisco Systems Inc. ersetzt. Die Cost-Plus Marge wurde gemäß dem neuen Vertrag von bisher 9% auf 10% erhöht. Ebenfalls wurden mit Wirkung zum 18. März 2024 die Verträge mit der Splunk Services UK Ltd. im Bereich Marketing und Vertrieb neu aufgesetzt. Die Cost Plus Marge für Sales und Marketing wurde von bisher 3% auf 10% angehoben.

Per 16. September 2024 wurde die Splunk Services LLC. auf die Signal FX LLC. verschmolzen, so dass seit diesem Datum die Signal FX LLC., Delaware, USA die neue direkte Muttergesellschaft und damit Gesellschafterin ist.

2) Strategie

Der Schwerpunkt des Unternehmens liegt auf der Umsetzung der so genannten Cost Plus Limited-Risk-Service-Agreements, die sowohl mit der direkten Muttergesellschaft Splunk Inc. (seit dem 18. März 2024 Cisco Systems Inc.), als auch mit der Splunk Services UK Ltd. abgeschlossen wurden. Das Unternehmen erbringt über seine deutschen und spanischen Niederlassungen Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen für die Splunk Inc. Das Unternehmen (inkl. Tochterunternehmen) unterstützt die Splunk Services UK Ltd. bei Marketing- und Vertriebsaktivitäten in Deutschland, Spanien und Österreich.

3) Zweigniederlassungen

Das Unternehmen hat Niederlassungen in Spanien (Madrid) und Österreich (Wien). Die Niederlassung in der Schweiz wurde zum 1. August 2022 gesellschaftsrechtlich separiert und wird seitdem als 100%-ige Tochtergesellschaft der Splunk Services Germany GmbH, Splunk Services Switzerland AG, Zürich, geführt.

4) Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte während des Geschäftsjahres 2023/2024 durchschnittlich 190 (Vj: 210) Mitarbeiter, davon 139 Mitarbeiter in der deutschen Hauptniederlassung (Vj.: 125), 39 Mitarbeiter in der spanischen Niederlassung (Vj.: 37) und 12 Mitarbeiter in der österreichischen Niederlassung (Vj.: 11). In der Schweizer Niederlassung waren bis Ende Juli 2022 37 Mitarbeiter beschäftigt die anschließend in die neu gegründete Schweizer Tochtergesellschaft übernommen wurden.

Zum 1. November 2024 haben die Mitarbeiter der Splunk Services Germany GmbH aus dem Bereich R&D neue Anstellungsverträge mit der Cisco Optical GmbH abgeschlossen. Alle anderen Mitarbeiter der Gesellschaft haben neue Arbeitsverträge mit der Cisco Systems GmbH abgeschlossen, sodass keine Mitarbeiter in der Splunk Services Germany GmbH verbleiben. Alle ausstehenden Personalverbindlichkeiten und -rückstellungen der Splunk Services Germany GmbH wurden entsprechend auf die Cisco Gesellschaften übertragen. Im Rahmen eines Vertrages zur Weiterbelastung der Personalkosten werden mit Wirkung zum 1. November 2024 die Personalkosten betreffend die Mitarbeiter, welche weiterhin für die Splunk Services Germany GmbH tätig sind, von den jeweiligen Cisco Gesellschaften an die Splunk Services Germany GmbH weiterbelastet.

5) Forschung und Entwicklung

Das Unternehmen erbringt im Rahmen der Cost Plus Limited Risk Agreements Serviceleistung für die Forschung und Entwicklungsaktivitäten ("F&E") zur Produkt- und Software Entwicklung (4 Mitarbeiter in Deutschland, 5 in Spanien, GJ 2022/2023: 6 Mitarbeiter in Deutschland, 3 in Spanien).

6) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. 1

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im 1. Quartal 2024 gegenüber dem 4. Quartal 2023 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,2 % gestiegen. Nachdem das BIP zum Jahresende 2023 zurückgegangen war, startete die deutsche Wirtschaft mit einem positiven Vorzeichen ins Jahr 2024. Die preis-, saison- und kalenderbereinigte Bruttowertschöpfung nahm im 1. Quartal 2024 insgesamt um 0,3 % gegenüber dem Vorquartal zu. 2

Die bitkom ITK-Marktzahlen, die zur Analyse der Branchenentwicklung herangezogen werden, werden halbjährlich aktualisiert und schließen Prognosen für das Jahr 2024 ein. Sie umfassen die Bereiche Informationstechnik (IT-Hardware, Software und IT-Services), Telekommunikation (Endgeräte und Infrastruktur sowie Telekommunikationsdienste) sowie Consumer Electronics, wobei insbesondere der Bereich Informationstechnik auf Splunk zutrifft. 3

Im Jahr 2023 werden die Ausgaben für Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik im Vergleich zu 2022 um 3,8 Prozent wachsen und voraussichtlich ein Volumen von 203,4 Milliarden Euro erreichen (2022: 196,1 Milliarden Euro, Wachstum 2022/2021 um 4,0%; 2021: 188,6 Milliarden Euro).

Die Informationstechnik ist dabei der wichtigste Wachstumstreiber. Nach einer leichten Wachstumsdelle im vergangenen Jahr (plus 2,2 Prozent auf 142,9 Milliarden Euro) werden 2024 nach der aktuellen Prognose 151,5 Milliarden Euro umgesetzt, das entspricht einem Plus von 6,1 Prozent. Vor allem das Geschäft mit Software legt stark zu (plus 9,4 Prozent auf 45,5 Milliarden Euro). Dabei wachsen die Umsätze mit Plattformen für die Entwicklung, das Testen und die Bereitstellung von Software überdurchschnittlich, und zwar um 12,3 Prozent auf 12,2 Milliarden Euro. Hier spiegelt sich auch der aktuelle Boom bei Künstlicher Intelligenz wider. Das Geschäft mit KI-Plattformen wächst um 38,3 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. "Künstliche Intelligenz wird 2024 das Top-Thema bleiben. Unternehmen sollten sich jetzt mit KI beschäftigen, entsprechende Projekte aufsetzen und auch in die Technologie investieren", so Wintergerst. "Die Politik muss bei der Umsetzung des AI-Acts Augenmaß beweisen und dafür sorgen, dass KI in Deutschland und Europa sowohl weiter genutzt als auch entwickelt werden kann."

Deutlich zulegen kann auch das Geschäft mit Software für die Systeminfrastruktur von Unternehmen. In diesem Segment legen die Umsätze um voraussichtlich 8,1 Prozent auf 10,0 Milliarden Euro zu. Sicherheitssoftware hat daran einen Anteil von 3,9 Milliarden Euro, das entspricht einem Anstieg um 12,7 Prozent. Stark wachsend sind auch die Umsätze mit sonstigen Software-Anwendungen, sie legen um 8,5 Prozent auf 23,2 Milliarden Euro zu. Darin enthalten sind unter anderem Kollaboration-Tools zur Zusammenarbeit und zum mobilen Arbeiten, die überdurchschnittlich um 13,5 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro wachsen.

Die Umsätze mit IT-Dienstleistungen steigen laut Bitkom 2024 um 4,8 Prozent auf 51,7 Milliarden Euro. Besonders kräftig wachsen dabei Dienstleistungen mit Cloud-Bezug, die einen Anteil von 17,7 Milliarden Euro am gesamten IT-Service-Markt haben und um 17 Prozent zulegen. Wintergerst: "Das insgesamt starke IT-Wachstum zeigt, dass die deutsche Wirtschaft das Thema Digitalisierung ernst nimmt. Die Investitionsbereitschaft bleibt auch unter schwierigen Bedingungen hoch

In der Informationstechnik wird für 2024 ein Umsatz von 151,5 Milliarden Euro erwartet - das ist im Vergleich zu 2023 ein Wachstum um 6,1 Prozent. Die Ausgaben für Software werden in diesem Segment mit voraussichtlich 9,4 Prozent auf 45,4 Milliarden Euro das größte Wachstum verzeichnen. Die IT-Hardware wird mit einem Volumen von 54,4 Milliarden Euro (+4,6 Prozent) auch im Jahr 2024 noch vor den IT-Services den größten Anteil des IT-Marktes abbilden. Die Ausgaben für IT-Services steigen im laufenden Jahr um 4,8 Prozent auf 51,7 Milliarden Euro.

Die Telekommunikation setzt das Wachstum aus dem Vorjahr voraussichtlich fort mit einem Plus von 1,0 Prozent auf 72,8 Milliarden Euro. Für die Teilmärkte der TK-Infrastruktur und der TK-Endgeräte wird ein leichter Rückgang um -0,7 bzw. -1,0 Prozent auf 11,8 bzw. 8,4 Milliarden Euro prognostiziert. Die Investitionen in Telekommunikationsdienste steigen dagegen um 1,6 Prozent auf 52,6 Milliarden Euro. 4

7) Steuerungssystem und Leistungsindikatoren

Die Gesellschaft ist in das konzernweite Steuerungssystem der Splunk Inc. eingebunden. Die von der Splunk Inc. verwendeten Steuerungsgrößen und Reportingsysteme ermöglichen es dem Management, die Geschäftsentwicklung und die strategischen Ziele der Gruppe zu optimieren.

Als finanzieller Leistungsindikator dienen der Gesellschaft die Umsatzerlöse, die sich aus den erstattungsfähigen Aufwendungen gemäß der Cost Plus Limited Risk Agreements ergeben.

Zur Steuerung des Unternehmens werden keine nichtfinanziellen Leistungsindikatoren herangezogen.

8) Geschäftsentwicklung, einschließlich Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögens- und Finanzlage

Mit Wirkung zum 1. August 2022 wurde die Niederlassung in der Schweiz gesellschaftsrechtlich separiert, indem die Vermögenswerte und Schulden der Schweizer Niederlassung in die neu gegründete 100%-ige Tochtergesellschaft der Splunk Services Germany GmbH, Splunk Services Switzerland AG, Zürich, zu Buchwerten übertragen worden sind.

Ein Vergleich des aktuellen Jahres mit dem Vorjahr ist daher nur beschränkt möglich. In der Gewinn- und Verlustrechnung sind die Werte der Schweizer Niederlassung bis Ende Juli 2022 enthalten, die Vermögenswerte und Schulden wurden zum August 2022 mit ihrem jeweiligen Buchwert in die neu gegründete Tochtergesellschaft in der Schweiz übertragen.

Die Bilanzsumme zum 31. Januar 2024 in Höhe von TEUR 23.580 hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.319 erhöht (31. Januar 2023: TEUR 21.261), im Wesentlichen begründet durch einen Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Die Bankguthaben verzeichnen eine Erhöhung um TEUR 1.411 auf TEUR 5.550 zum 31. Januar 2024 (31. Januar 2023: TEUR 4.139). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich von TEUR 13.249 zum 31. Januar 2023 um TEUR 1.779 auf TEUR 15.028 zum 31. Januar 2024 erhöht, was im Wesentlichen auf die Zunahme der Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus den Cost Plus Limited Risk Agreements aufgrund stichtagsbedingt höherer Kosten und gestiegener Cost Plus-Prozentsätze zurückzuführen ist. Die Finanzierung der Geschäftstätigkeit erfolgt im Wesentlichen durch die Cost Plus Limited Risk Agreements. Die Forderungen werden durch Zahlungen entsprechend Bedarf ausgeglichen.

Darüber hinaus sind die sonstigen Vermögensgegenstände von TEUR 1.707 zum 31. Januar 2023 um TEUR 754 auf TEUR 953 zum 31. Januar 2024 gesunken, hauptsächlich aufgrund der Verrechnung des im Vorjahr ausgewiesenen Erstattungsanspruches aus geleisteten Steuervorauszahlungen für Einkommenssteuer in Deutschland mit der Steuerverbindlichkeit.

Zum 31. Januar 2024 verzeichnet der Rechnungsabgrenzungsposten eine Minderung um TEUR 110 auf TEUR 67 (31. Januar 2023: TEUR 177). Dies ist in erster Linie auf den Verbrauch von im Vorjahr geleisteten Mietvorauszahlungen zurückzuführen.

Auf der Passivseite sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 2.224 zum 31. Januar 2023 um TEUR 778 auf TEUR 3.002 zum 31. Januar 2024 gestiegen. Dies resultiert hauptsächlich stichtagsbedingt aus der höheren Abführungsverpflichtung betreffend die Weiterleitung von einbehaltenen Gehaltsbestandteilen der Mitarbeiter im Zusammenhang mit dem Erwerb von Aktien im Rahmen des Mitarbeiter-Beteiligungsprogrammes.

Im gleichen Maße sind die sonstigen Verbindlichkeiten von TEUR 2.620 zum 31. Januar 2023 um TEUR 965 auf TEUR 3.585 zum 31. Januar 2024 gestiegen. Dies lag im Wesentlichen an einem stichtagsbedingten Anstieg der Verbindlichkeiten für Lohnsteuern in Deutschland.

Die sonstigen Rückstellungen haben sich von TEUR 8.311 zum 31. Januar 2023 um TEUR 622 auf TEUR 7.689 zum 31. Januar 2024 gemindert. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf geringere Rückstellungen für personalbezogene Provisionen zurückzuführen.

Die Steuerrückstellungen sind aufgrund der geringeren geleisteten Vorauszahlungen um TEUR 125 von TEUR 110 zum 31. Januar 2023 auf TEUR 235 zum 31. Januar 2024 angestiegen.

Die Eigenkapitalquote hat sich von 37,5% im Vorjahr auf 38,5% erhöht.

Ertragslage

Der Beitrag der Schweizer Niederlassung zum Gesamtergebnis ist, wie oben beschrieben, bis Ende Juli 2022 aufgrund der sich anschließenden Separierung dieser Niederlassung von der Gesellschaft enthalten. Seitdem führt eine eigenständige Tochtergesellschaft unter der Splunk Services Germany GmbH die Geschäfte dieser Niederlassung weiter. Ein Vergleich des aktuellen Jahres mit dem Vorjahr ist daher nur eingeschränkt möglich.

Die ausschließlich konzerninternen Umsatzerlöse entstehen im Wesentlichen aus von der Gesellschaft im Auftrag einer der Konzerngesellschaften erbrachten Leistungen. Die Gesellschaft ist auf Basis der Kostenaufschlagsmethode geschäftstätig - eine Regelung, die einer internationalen Dienstleistungsvereinbarung, der sogenannten Cost Plus Limited Risk Agreements unterliegt. Die Zweigniederlassungen haben hierbei separate Verträge und erzielen eigene Umsätze durch diese Vereinbarungen. Diese Kosten werden im Geschäftsjahr vertragsgemäß mit einem Aufschlag von 9% für Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen (Vorjahr 7%) und mit 3% für Marketing, Vertrieb und Unterstützungsservice (Vorjahr 3%) weiterbelastet und als konzerninterner Umsatz ausgewiesen. Die betrieblichen Kosten wurden im Geschäftsjahr 2023/2024 im Wesentlichen mit einem Aufschlag von 3% weiterberechnet.

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft beliefen sich im Geschäftsjahr vom 1. Februar 2023 bis 31. Januar 2024 auf insgesamt TEUR 48.496 und es wurde ein Jahresüberschuss von TEUR 1.092 erwirtschaftet. Im Vergleich beliefen sich die Umsatzerlöse im Vorjahr, dem Geschäftsjahr vom 1. Februar 2022 bis 31. Januar 2023, auf insgesamt TEUR 51.936, wobei der Jahresüberschuss TEUR 1.283 betrug. Als wesentliche Ursache für die Minderung der Umsatzerlöse um TEUR 3.440 (dies entspricht einem Rückgang von 6,6%) ist die Separierung der Schweizer Niederlassung in eine eigenständige Gesellschaft zu nennen, deren Beitrag zu den einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung des Vorjahres bis zum Ende Juli 2022 miteinberechnet wurde. Seitdem führt eine eigenständige Tochtergesellschaft der Splunk Services Germany GmbH die Geschäfte dieser Niederlassung weiter.

Die einzelnen Niederlassungen generieren folgende Umsätze:

2023/2024
in TEUR
2023/2023
in TEUR
Deutschland 34.942 31.436
Schweiz 0 6.706
Spanien 9.767 10.728
Österreich 3.787 3.066
Gesamt 48.496 51.936

Im laufenden Geschäftsjahr verringerte sich der Personalaufwand um TEUR 3.761 (8,4 %) gegenüber dem Vorjahr, im Wesentlichen aufgrund der Separierung der Schweizer Niederlassung, deren Personalaufwand hier bis Juli 2022 in Höhe von TEUR 6.063 inkludiert ist. Gegenläufig ist ein Anstieg der Mitarbeiter von 184 zum 31. Januar 2023 auf 190 Mitarbeiter zum 31. Januar 2024, im Wesentlichen in Deutschland, zu verzeichnen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind ebenfalls von TEUR 5.445 zum 31. Januar 2023 um TEUR 368 (6,8%) auf TEUR 5.813 gestiegen, was sich vor allem in höheren Marketingkosten begründet.

Bei einem Ergebnis vor Steuern von TEUR 1.592 für das zum 31. Januar 2024 endende Geschäftsjahr beträgt der Steueraufwand TEUR 460 (davon TEUR 319 für Deutschland) und betrifft in Höhe TEUR 319 das laufende Jahr. Im Vorjahr mit einem Ergebnis vor Steuern von TEUR 1.910 betrug der Steueraufwand TEUR 631 und betraf mit TEUR 436 das Vorjahr.

Liquiditätslage

Die Gesellschaft verfügte zum Geschäftsjahresende am 31. Januar 2024 über liquide Mittel in Höhe von insgesamt TEUR 5.550 (31. Januar 2023: TEUR 4.139).

Die Finanzierung der Gesellschaft ist im Wesentlichen aufgrund der bestehenden Cost Plus Limited Risk Agreements gesichert. Die Gesellschaft und die Niederlassungen in der Schweiz (bis Juli 2022), Spanien sowie Österreich erhalten für ihre Services monatliche Vergütungen, deren Höhe sich nach den erstattungsfähigen Aufwendungen zuzüglich des vertraglich vereinbarten Margenaufschlags richtet. Der Finanzierungsbedarf und die Höhe der Zahlungen werden anhand der monatlichen Abrechnungen laufend angepasst. In der Gruppe ist ausreichend Liquidität vorhanden, wodurch die Gesellschaft ihren finanziellen Verpflichtungen jederzeit nachkommen kann und dadurch die Unternehmensfortführung gesichert ist. Die Vertragsparteien beabsichtigen nicht, die Cost Plus Verträge im Prognosezeitraum zu kündigen.

Die neue oberste Muttergesellschaft, Cisco Systems Inc. hat am 25. September 2024 eine Absichtserklärung an alle Tochterunternehmen ausgestellt, die beinhaltet, dass es reguläre Geschäftspolitik und -praxis der Cisco Systems Inc. ist, den Tochterunternehmen ausreichende finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen damit diese ihre vertraglichen Verpflichtungen bei Fälligkeit erfüllen können. Die Absichtserklärung ist für 12 Monate ab der Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Januar 2024 gültig und umfasst auch die Splunk Services Germany GmbH.

Die Gesamtentwicklung des Unternehmens wird von der Geschäftsführung unter Betrachtung der gesamtwirtschaftlichen Lage als stabil bewertet.

Die Geschäftsführung erwartet und plant derzeit keine weiteren Änderungen der Geschäftstätigkeit des Unternehmens und bestätigt somit weiterhin die positive Fortführungsprognose. Die im Geschäftsjahr 2023/2024 sowie danach existierenden Cost-Plus Vereinbarungen sowie die Absichtserklärung der obersten Muttergesellschaft, die Tochterunternehmen finanziell ausreichend auszustatten, damit alle finanziellen Verpflichtungen fristgemäß erfüllt werden können, sichern die Liquidität der Gesellschaft ab.

9) Prognose-Ist Vergleich der Leistungsindikatoren

Im Lagebericht des letzten Geschäftsjahres prognostizierte das Unternehmen die Umsatzerlöse für das Geschäftsjahr 2023/2024 in Höhe von ca. 44,5 Mio. EUR., die Aufwendungen in Höhe von ca. 43 Mio. EUR. Die finalen Umsätze des Geschäftsjahres 2023/2024 betragen EUR 48,5 Mio., die Aufwendungen EUR 47 Mio. Die Prognose wurde übertroffen, da die weiterverrechenbaren Aufwendungen, insbesondere Personalkosten und Reisekosten aufgrund des Wegfalls der Corona-Beschränkungen und trotz Wegfall der entsprechenden Beiträge der Schweizer Niederlassung seit August 2022, angestiegen sind. Die Aufwendungen wurden entsprechend mit 3% bzw. 9% weiterbelastet und erhöhten den Umsatz.

10) Risiko- und Chancenbericht

Um die Klarheit und Übersichtlichkeit von Chancen- und Risikobericht zu erhöhen, sind die einzelnen Chancen und Risiken in einer Rangfolge bzw. in Kategorien geordnet, wobei größere Risiken und Chancen denen mit geringeren Risiken und Chancen übergeordnet werden. Die Bedeutung einzelner Chancen und Risiken ermittelt sich aus der Eintrittswahrscheinlichkeit und der Höhe der möglichen Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Prognosen und Ziele. Risiken stellen für das Unternehmen eine mögliche Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation dar (Jahresüberschuss). Die Ermittlung der Risiken wurde auf lokaler Ebene durch die Geschäftsführung durchgeführt. Grundsätzlich ist das Risiko der Gesellschaft aufgrund der bestehenden Cost Plus Limited Risk Agreements im Hinblick auf die Margenverantwortung begrenzt.

Der zugrundeliegende Betrachtungszeitraum entspricht dem Prognosezeitraum.

Risikobericht

Die Geschäftstätigkeit des Unternehmens ist aufgrund des Cost Plus Limited Risk Agreements sowohl mit den Splunk Inc. als auch mit Splunk Services UK Ltd. einer begrenzten Anzahl von finanziellen Risiken ausgesetzt. Die Geschäftsführung des Unternehmens ist verantwortlich für die Festlegung von Zielen und zugrundeliegenden Prinzipien für das Finanzrisikomanagement des Unternehmens, die auch Kredit- und Liquiditätsrisiken umfassen. Die Geschäftsführung stellt Leitsätze für das gesamte Risikomanagement zur Verfügung sowie Richtlinien für spezielle Bereiche.

Die im Folgenden beschriebenen Risiken und ihre möglichen Auswirkungen umfassen einen mittelfristigen Zeithorizont zwischen 2 bis 5 Jahren. Im Vergleich zum Vorjahr wurden die Risiken im Zusammenhang mit der künstlichen Intelligenz (KI) und die Cybersicherheitsrisiken neu aufgenommen. Das Risiko aus Covid 19 hat keine Relevanz mehr.

Künstliche Intelligenz (KI)

Das Unternehmen integriert KI in seine Produkte, Dienstleistungen und Betriebsabläufe und betreibt kontinuierliche Forschung und Entwicklung in diese Richtung. KI birgt Risiken, darunter Fehler in Algorithmen, sich entwickelnde Komplexität und Marktwettbewerb. Die Einführung kann unbeabsichtigte Folgen, ethische Herausforderungen und regulatorische Unsicherheiten mit sich bringen. Die Einhaltung der sich entwickelnden Gesetze könnte kostspielig sein oder die Integration von KI einschränken. KI-Fehler können zu rechtlichen Schritten, Rufschädigung oder Geschäftsschädigung führen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit sowie die Auswirkungen werden also hoch eingestuft.

Cybersicherheitsrisiken

Cyber-Angriffe, Datenschutzverletzungen und andere Vorfälle, die die Lösungen der Gruppe oder die IT-Umgebung betreffen, könnten den Betrieb stören, die finanzielle Leistung beeinträchtigen und den Ruf des Unternehmens schädigen. Angriffe auf Kunden oder Drittanbieter könnten ebenso zu Haftungsansprüchen, Einleitung von rechtlichen Schritten oder Rufschädigungen führen.

Die Gruppe ist regelmäßig mit Cyber-Bedrohungen konfrontiert, die auf Lösungen und die IT-Umgebung abzielen, einschließlich der von der Gruppe oder von Dritten betriebenen Systeme. Da Cyber-Angriffe immer raffinierter werden, können Abwehrmechanismen trotz Sicherheitsmaßnahmen angreifbar bleiben. Zu den Bedrohungen gehören Schadsoftware, Sicherheitsverletzungen, Insider-Risiken und nationalstaatliche Angriffe, die bei geopolitischen Konflikten eskalieren können. Einige Vorfälle können über längere Zeiträume unentdeckt bleiben.

Cyber-Ereignisse können Systeme gefährden, den Betrieb stören und sensible Daten preisgeben, was zu teuren Abhilfemaßnahmen führen kann, die nicht immer erfolgreich sein können. Sicherheitsverletzungen - sei es aufgrund von Schwachstellen in den angebotenen Lösungen, Produkten von Drittanbietern oder mangelnden Schutzmaßnahmen - können zu rechtlicher Haftung, behördlicher Kontrolle und Rufschädigungen führen. Solche Vorfälle werden als wahrscheinlich eingestuft und können erhebliche Auswirkung auf das Business, die finanzielle Lage und die Betriebsergebnisse haben.

Abhängigkeit von Konzernunternehmen (Cost Plus):

Umsatz wird durch das Erbringen von Dienstleistungen für die Konzerngesellschaften generiert, wodurch ein grundlegendes Risiko durch die Abhängigkeit von diesen Konzerngesellschaften und der Muttergesellschaft besteht, da die Verträge kurzfristig kündbar sind. Die Wahrscheinlichkeit der Kündigung dieser Verträge wird aufgrund des starken überwiegend deutschen Marktes als niedrig eingestuft, die finanzielle Auswirkung jedoch als hoch, sodass sich ein mittleres Risiko in der Gesamtbetrachtung ergibt.

IT Risiken

Die IT Infrastruktur unterliegt ständiger Überwachung und ständiger Durchführung von Systemtests.

Installierte hochentwickelte Cyber-Sicherheitshilfsmittel dienen der Abwehr von externen Angriffen, die auch auf Angriffen aus dem Internet basieren. Die Wahrscheinlichkeit wird als gering gesehen, die potenziell Auswirkung des Risikos wird jedoch als materiell bewertet, sodass die Gesamteinschätzung als moderat angesehen wird.

Wettbewerbsrisiko

Da die Gesellschaft Unterstützungsleistungen für die Splunk Gruppe bzw. zukünftig Cisco Gruppe erbringt und daher von diesen abhängig ist, ist dieses Risiko primär der Splunk Inc. bzw. Cisco Systems, Inc. zuzuordnen. Die Wahrscheinlichkeit des Eintritts des Wettbewerbsrisikos auf Ebene der Gesellschaft wird daher als sehr gering eingestuft, die Auswirkungen ebenso, sodass in der Bewertung ein niedriges Risiko gesehen wird.

Ausfallrisiko

Ausfallrisiken können aus Forderungsausfällen bestehen. Forderungen bestehen ausschließlich innerhalb der Gruppe aus der Weiterverrechnung von erstattungsfähigen Aufwendungen aus den Cost Plus limited risk Agreements. Die Wahrscheinlichkeit eines Forderungsausfalls wird daher als außerordentlich gering eingestuft, die Auswirkungen als moderat, sodass in der Bewertung ein niedriges Risiko gesehen wird.

Ausfallrisiken können auch im Rahmen von Bankguthaben entstehen. Gemäß den Richtlinien der Gesellschaft werden liquide Mittel lediglich bei Banken gehalten, deren Bonität von internationalen Ratingagenturen als hoch eingestuft wurde. Daher wird das Ausfallrisiko, dem die Gesellschaft im Bereich der Bankguthaben ausgesetzt ist, ebenfalls als sehr gering eingestuft.

Liquiditätsrisiko

Die Splunk Inc. und nachfolgend die Cisco Systems Inc. überwachen als oberste Muttergesellschaft den Working Capital- und Investitionsbedarf und gewährleistet die Verfügbarkeit von liquiden Mitteln zur Erfüllung der finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft. Die Liquidität ist durch die vorhandenen finanziellen Mittel und hauptsächlich durch die Cost Plus Limited Risk Agreements mit der Splunk Services UK Ltd. sichergestellt. Die neue oberste Muttergesellschaft Cisco Systems Inc. hat zudem mit Datum vom 25. September 2024 eine Absichtserklärung an alle Tochterunternehmen ausgestellt, die beinhaltet, dass es reguläre Geschäftspolitik und -praxis der Cisco Systems Inc. ist, den Tochterunternehmen ausreichende finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen, damit diese die vertraglichen Verpflichtungen bei Fälligkeit erfüllen können. Die Absichtserklärung ist für 12 Monate ab der Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Januar 2024 gültig und umfasst auch die Splunk Services Germany GmbH.

Das Unternehmen hat demzufolge ein sehr niedriges Liquiditätsrisiko

Währungsrisiko

Im Rahmen der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft bestehen keine wesentlichen Währungsrisiken, da sie keine wesentlichen auf Fremdwährung lautenden Transaktionen tätigt. Die Wahrscheinlichkeit des Eintritts eines Währungsrisikos wird daher als gering eingestuft, die Auswirkungen ebenso. Das Risiko wird daher als sehr gering bewertet.

Russland-Ukraine-Krieg sowie Krieg in Nahost

Anhaltende wirtschaftliche Unsicherheiten oder Abschwünge könnten sich negativ auf die Geschäftstätigkeit oder die Finanzergebnisse des Konzerns auswirken. Negative Bedingungen in der Gesamtwirtschaft, einschließlich Bedingungen, die sich aus Schwankungen auf den Finanz- und Kreditmärkten, Änderungen der Wirtschaftspolitik, Schwankungen der Inflationsrate, Handelsunsicherheit, einschließlich Änderungen von Zöllen, Sanktionen, internationalen Verträgen und anderen Handelsbeschränkungen, dem Auftreten einer Naturkatastrophe, dem Ausbruch pandemischer Krankheiten wie COVID-19, politischen Unruhen und sozialen Konflikten, einschließlich terroristischer Handlungen, ergeben, bewaffnete Konflikte wie der Krieg in der Ukraine und in Nahost haben zu einem Rückgang der Unternehmensausgaben für Unternehmenssoftware geführt und könnten dies auch generell weiterhin tun sowie sich negativ auf die Wachstumsrate unseres Geschäfts auswirken.

Das Unternehmen ist als Dienstleister mit begrenztem Risiko tätig (so genannter limited-risk-provider). Das Cost Plus Limited Risk Agreement mit der Splunk Services UK Ltd. und der Splunk Inc. (bzw. Agreement mit der Cisco Systems Inc.) sichert das Unternehmen vertraglich vor diesen makroökonomischen Risiken. Sie werden demzufolge als niedrig bewertet.

Bestandsgefährdende Risiken liegen nicht vor.

Chancenbericht

Die nachfolgend beschriebenen Chancen umfassen einen mittelfristigen Zeithorizont zwischen 2 bis 5 Jahren.

Das Unternehmen ist der Ansicht, dass der Markt für Produkte, die Geschäftseinblicke aus Daten in Echtzeit liefern, eine erhebliche Chance bietet, da die Datenmenge und -vielfalt zunimmt und damit neue Risiken, Chancen und Herausforderungen für Unternehmen entstehen. Seit der Gründung des Unternehmens hat Splunk eine Menge an Ressourcen in die Entwicklung von Angeboten investiert, um diesen Markt anzugehen.

Die Angebote von Splunk sind so konzipiert, dass sie den Kunden einen schnellen Return-on-Investment bieten. Sie erfordern in der Regel keine Anpassung, lange Implementierungszyklen oder umfangreiche professionelle Dienstleistungen, die üblicherweise mit traditionellen Unternehmenssoftware-Anwendungen verbunden sind. Kontinuierliches Wachstum und eine Erhöhung der Cost Plus Marge führt so zu einem Umsatzwachstum und einem Zuwachs an Mitarbeiter, wie es das Jahr 2023/2024 erwiesen hat.

11) Gesamteinschätzung

Nach Evaluierung aller Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung kann abschließend festgestellt werden, dass insgesamt derzeit keine Anzeichen erkennbar sind, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden. Bei der Einschätzung der Risiken und Chancen wurden im Vergleich zum Vorjahr die Risiken betreffend künstliche Intelligenz und Cybersicherheit aufgenommen sowie das Risiko aus Covid 19 eliminiert. Die derzeitigen makroökonomischen Rahmenbedingungen haben zu keiner Veränderung geführt.

12) Prognose

Splunk Inc. (nachfolgend Cisco Systems Inc.) verwaltet die Geschäftsaktivitäten der Gruppe in der ganzen Welt auf konsolidierter Basis. Dazu gehören auch die Geschäftsaktivitäten der einzelnen Unternehmen, wie z.B. der Gesellschaft. Aus diesem Grund werden seitens des Konzerns einige Kennzahlen und Prognosewerte für die Gesellschaft ermittelt. Weitere Informationen findet man in den bei der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) eingereichten Jahres- und Quartalsabschlüssen und/oder im Proxy Statement.

Die Kostenaufschläge für Marketing und Vertrieb sowie für Forschung und Entwicklung unterliegen einer ständigen Überwachung und regelmäßigen Überprüfung auf Konzernebene. Eine daraus resultierende, mögliche Anpassung des Mark up in den bestehenden Verträgen kann eine Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.

Auf Basis der mit Wirkung zum 18. März 2024 neuen Cost Plus Vereinbarungen und der Weiterbelastung von Personalaufwand durch die Cisco Gesellschaften in Deutschland rechnet die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2024/2025 mit Umsatzerlösen von ca. 39,1 Mio. EUR. Ferner rechnet das Unternehmen mit erstattungsfähigen Aufwendungen von ca. 35,6 Mio. EUR. Die aus Sicht der Gesellschaft marktüblichen Kostenaufschläge haben sich zum Geschäftsjahresende 2024/2025 im Bereich R&D im Zuge der neuen Verträge von 9% auf 10% und im Bereich Verkauf und Marketing von 3% auf 10% erhöht.

Diese Prognose basiert auf den bisher vorhandenen und vorläufigen Zahlen nach US GAAP für das Geschäftsjahr 2024/2025.

Die Geschäftsleitung wird die Ausgaben und Einkäufe im derzeitigen makroökonomischen Umfeld weiterhin streng kontrollieren. Es wird für das Geschäftsjahr 2025/26 aufgrund der Eingliederung in den Cisco Konzern ein marginaler Anstieg der erstattungsfähigen Aufwendungen um 2% prognostiziert, mit entsprechender Auswirkung auf die Cost-Plus Umsatzerlöse. Dieser Anstieg hängt auch von makroökonomischen Faktoren wie Preisinflation und Zinssätze ab, die sich der Kontrolle des Unternehmens entziehen. Zum Geschäftsjahresende 31. Januar 2026 rechnet die Geschäftsführung mit Aufwendungen von voraussichtlich 36,3 Mio. EUR und Umsatzerlösen von voraussichtlich 39,9 Mio. EUR.

Das Unternehmen arbeitet nach einem Cost-plus-(limited risk) Modell und wird weiterhin profitabel sein, da die Umsätze einen Aufschlag auf die operativen Kosten darstellen. Wenn die operativen Kosten niedriger sind, werden die Umsatzerlöse entsprechend ebenso sinken.

Der Cashflow wird durch diese Cost-Plus-Limited Risk Vereinbarung generiert, und das Unternehmen wird auch in absehbarer Zukunft Mittel erwirtschaften, um profitabel zu bleiben.

Das Unternehmen ist bisher nicht direkt bzw. signifikant von den Auswirkungen des Russland-Ukraine-Krieges bzw. des Krieges in Nahost betroffen, daher ist in der derzeitigen Prognose keine negative Auswirkung auf die Leistungsindikatoren bzw. keine signifikante Kostenerhöhung enthalten. Die Auswirkungen des Russland-Ukraine-Krieges bzw. des Nahost-Krieges sind jedoch auf den langfristigen Geschäftsverlauf mit Unsicherheiten behaftet, die derzeit nicht vollständig vorhersehbar sind.

 

Garching, 26. Februar 2025

Die Geschäftsführung

Dr. Stefan Heyer

1 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html
2 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/05/PD24_205_811.html
3 www.bitkom.org (Bitkom, EITO, IDC | Januar 2023) ITK-Märkte | Bitkom e.V.
4 https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Digitalbranche-von-Krisen-unbeeindruckt

BILANZ zum 31. Januar 2024

AKTIVA

31.01.2024 31.01.2023
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.837,15 25.923,01
17.837,15 25.923,01
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.963.084,45 1.963.084,45
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 15.028.228,71 13.249.374,98
2. sonstige Vermögensgegenstände 953.412,54 1.706.521,61
15.981.641,25 14.955.896,59
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 5.550.364,34 4.139.074,92
C. Rechnungsabgrenzungsposten 67.352,45 176.721,64
23.580.279,64 21.260.700,61

PASSIVA

31.01.2024 31.01.2023
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 7.950.449,24 6.667.458,80
III. Jahresüberschuss 1.091.740,31 1.282.990,44
9.067.189,55 7.975.449,24
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 234.587,76 109.641,09
2. sonstige Rückstellungen 7.689.261,61 8.310.539,02
7.923.849,37 8.420.180,11
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.132,42 20.943,64
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.001.943,47 2.223.662,18
3. sonstige Verbindlichkeiten 3.585.164,83 2.620.465,44
- davon aus Steuern : EUR 2.687.246,67 (Vj.: EUR 2.114.633,81) 6.589.240,72 4.865.071,26
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit : EUR 307.827,59 (Vj.: EUR 0)
23.580.279,64 21.260.700,61

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für das Geschäftsjahr vom 01. Februar 2023 bis 31. Januar 2024

01.02.2023 - 31.01.2024
EUR
01.02.2022 - 31.01.2023
EUR
1. Umsatzerlöse 48.495.583,21 51.935.965,78
2. sonstige betriebliche Erträge 153.286,93 445.758,43
- davon Erträge aus Währungsumrechnung EUR 488,01 (Vj.: EUR 137.417,80)
3. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 37.256.306,99 40.264.551,19
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.977.932,67 4.730.969,97
- davon für Altersversorgung EUR 990.994,96 (Vj.: EUR 1.596.555,44) 41.234.239,66 44.995.521,16
4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 9.634,85 30.714,77
5. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.812.906,82 5.445.204,78
- davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung EUR 3.901,80 (Vj.: EUR 7.469,85)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4,83 652,67
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 459.988,90 631.039,71
8. Ergebnis nach Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.132.095,08 1.278.591,12
9. sonstige Steuern 40.354,77 -4.399,32
10. Jahresüberschuss 1.091.740,31 1.282.990,44

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2023 bis zum 31. Januar 2024

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die Gesellschaft erfüllt die Größenkriterien einer großen Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB.

Der Abschluss umfasst die Gesellschaft einschließlich deren Niederlassungen in Spanien und Österreich.

Mit Wirkung zum 1. August 2022 wurde die Niederlassung in der Schweiz gesellschaftsrechtlich separiert, indem die Vermögenswerte und Schulden der Schweizer Niederlassung in die neu gegründete 100%-ige Tochtergesellschaft der Splunk Services Germany GmbH, Splunk Services Switzerland AG, zu Buchwerten übertragen worden sind. Ein Vergleich des aktuellen Jahres mit dem Vorjahr ist daher sowohl für die Bilanz als auch für die Gewinn- und Verlustrechnung daher nur eingeschränkt möglich.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum vom 1. Februar bis zum 31. Januar des darauffolgenden Jahres.

Registerinformationen

Die Splunk Services Germany GmbH, München ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 196149 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige, lineare Abschreibungen und etwaiger außerplanmäßige Abschreibungen vermindert. Die Anschaffungskosten umfassen den Kaufpreis und die direkt dem Erwerb zurechenbaren Aufwendungen, um sie an Ort und Stelle und in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen. Die Abschreibung erfolgt linear über die geschätzte Nutzungsdauer des Vermögensgegenstandes unter Berücksichtigung des wesentlichen Restwerts und wird je nach Anlagenklasse auf 2 bis 5 Jahre geschätzt.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Vom Wahlrecht des § 253 (3) HGB, außerplanmäßige Abschreibungen bei Finanzanlagen auch bei voraussichtlich nicht dauernder Wertminderung vornehmen zu können, wurde kein Gebrauch gemacht. Es wird eine jährliche Überprüfung des Buchwertes vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt, wobei erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt werden.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt, entspricht dem Stammkapital laut Gesellschaftsvertrag sowie der Handelsregistereintragung und ist voll eingezahlt. Der Ausweis und die Darstellung des Eigenkapitals erfolgen gem. § 272 HGB.

Die ausschließlich kurzfristigen Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Fremdwährungsumrechnung erfolgt nach § 265a HGB.

Auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten werden zu dem am Tag der Transaktion geltenden Wechselkurs in die Berichtswährung umgerechnet. Die Folgebewertung erfolgt bei Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag. Für langfristige Verbindlichkeiten wird darüber hinaus

Das Vorsichtsprinzip berücksichtigt (Imparitätsprinzip). Langfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

Die Aktiva und Passiva der Betriebsstätte in der Schweiz wurden in der Vergangenheit zum Stichtagskurs (Devisenkassamittelkurs) am Bilanzstichtag umgerechnet. Aufgrund der Übertragung der Vermögenswerte und Schulden mit Wirkung zum 1. August 2022 erfolgte die Umrechnung dieser Positionen im Geschäftsjahr 2022/2023 mit dem Devisenkassamittelkurs zum 31. Juli 2022. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Aufgrund der Separierung zum 1. August 2022 erfolgte die Umrechnung der G+V Posten bis zu diesem Zeitpunkt mit dem Durchschnittskurs bis 31. Juli 2022. Der Unterschiedsbetrag wurde als sonstiger betrieblicher Aufwand bzw. sonstiger betrieblicher Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung 2022/2023 ausgewiesen.

Die Umsatzrealisierung der Cost-Plus-Umsätze erfolgt regelmäßig auf Basis der berücksichtigungsfähigen Kosten. Soweit erforderlich, wurden Anpassungen aufgrund der finalen, berücksichtigungsfähigen Kosten unter Anwendung der handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften vorgenommen.

Der Nettoumsatz umfasst alle Kosten im Zusammenhang mit Marketing, Vertrieb und Support Services (S&M) sowie Forschung und Entwicklung (F&E), in den Niederlassungen in Deutschland, Spanien, Schweiz (bis 31.7.2022) und Österreich gemäß den Betriebskosten zuzüglich eines Kostenaufschlags in Höhe von 3% dieser berücksichtigungsfähigen Kosten (VJ: 3%) für S&M und 9% dieser berücksichtigungsfähigen Kosten (VJ: 7%) für F&E entstanden sind.

Diese Kosten umfassen den Personalaufwand, Reisekosten, Honorare und Servicegebühren, Miete, Abschreibungen und andere Kosten, die nach allgemein anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen berechnet werden, jedoch keine Zinsaufwendungen oder Einkommensteuern.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des beweglichen Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt (Anlage zum Anhang).

In den Finanzanlagen sind die Anteile an der am 10. Juni 2022 neu gegründeten 100%-igen Tochtergesellschaft der Splunk Services Germany GmbH, die Splunk Services Switzerland AG, enthalten.

Name und Sitz der Gesellschaft Kapitalanteil Eigenkapital (in TEUR) 1 zum 31.01.2024 Ergebnis des Geschäftsjahres zum 31.01.2024 (in TEUR) 1
Splunk Services Switzerland AG, Zürich, Switzerland 100% 2.413 422

1 Umgerechnet zum Euro-Referenzkurs von 0,9348 CHF pro 1,00 EUR zum 31. Januar 2024, veröffentlicht von der Deutschen Bundesbank.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Leistungen gegen die Splunk Services UK Limited, Paddington, London in Höhe von TEUR 14.703 (VJ: TEUR 13.235) und die Forderungen aus Leistungen gegen die oberste Muttergesellschaft, die Splunk Inc., San Francisco, Kalifornien, USA in Höhe von TEUR 323 (VJ: TEUR 3), im Wesentlichen im Rahmen der Cost Plus Limited Risk Agreements. Darüber hinaus sind hier andere Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus dem sonstigen Verrechnungs- und Finanzverkehr in Höhe von TEUR 3 (VJ: TEUR 11) enthalten. Die Forderungen sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Zum Jahresende bestanden gegen die Gesellschafterin Forderungen in Höhe von TEUR 0 (VJ: TEUR 0).

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Kautionen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von TEUR 32 (VJ: TEUR 8). Darüber hinaus sind hier im Wesentlichen weitere kurzfristige Kautionen in Höhe von TEUR 535 (VJ: TEUR 535) ausgewiesen. Ebenso sind hier kurzfristige Umsatzsteuerforderungen in Höhe von TEUR 315 (VJ: TEUR 238) enthalten. Im Vorjahr waren hier zudem geleistete Steuervorauszahlungen für die deutsche Niederlassung in Höhe von TEUR 905 enthalten. Im Berichtjahr sind keine Steuervorauszahlungen enthalten.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet überwiegend im Voraus bezahlte Dienstleistungen der deutschen sowie der spanischen Niederlassung. Im Vorjahr beinhaltete dieser zudem Mietvorauszahlungen.

Eigenkapital

Das voll eingezahlte Stammkapital beträgt EUR 25.000. Zum Bilanzstichtag werden alle Geschäftsanteile von der Splunk Services LLC., Wilmington, Delaware, USA, gehalten.

Sonstige Rückstellungen

Die ausschließlich kurzfristigen sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Provisionen in Höhe von TEUR 4.898 (VJ: TEUR 5.889), Bonusrückstellungen in Höhe von TEUR 941 (VJ: TEUR 728), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 834 (VJ: TEUR 730) sowie Urlaubsrückstellungen in Höhe von TEUR 863 (VJ: TEUR 677).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen TEUR 2 (VJ: TEUR 21)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber der Splunk Inc., San Francisco, Kalifornien, USA, in Höhe von TEUR 3.002 (VJ: TEUR 2.218), im Wesentlichen aus der Weiterleitung von einbehaltenen Gehaltszahlungen von Mitarbeitern zum Erwerb von Aktien im Zusammenhang mit dem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm ESPP.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Für die ausgewiesenen Verbindlichkeiten werden keine Sicherheiten in Form von Pfandrechten oder ähnlichen Rechten gewährt.

Zum Jahresende bestanden gegenüber der Gesellschafterin Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 0 (VJ: TEUR 0).

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 3.585 (VJ: TEUR 2.620) bestehen im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten für Lohnsteuern in Höhe von TEUR 2.687 (VJ: TEUR 2.115) und Verbindlichkeiten aus der Einbehaltung von Mitarbeiter-Gehaltsbestandteilen zum Erwerb von Aktien im Zusammenhang mit dem Beteiligungsprogramm ESPP (Employee Stock Purchase Plan der Splunk Inc.) in Höhe von TEUR 453 (VJ: TEUR 489). Die genannten Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit betragen TEUR 308 (VJ: TEUR 0).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Der Beitrag der Schweizer Niederlassung zu den einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung ist bis Ende Juli 2022 enthalten (im Geschäftsjahr 2022/2023 sind 6 Monate bis Juli 2022 enthalten; im Geschäftsjahr 2023/2024 ist kein Beitrag enthalten). Die Vergleichbarkeit zum Vorjahr ist diesbezüglich eingeschränkt.

Die Umsatzerlöse umfassen ausschließlich die gemäß der Cost Plus Limited Risk Agreements berechneten Cost-Plus-Umsätze in Höhe von TEUR 48.496 (VJ: TEUR 51.936).

Die einzelnen Niederlassungen generieren folgende Umsätze:

2023/2024
in TEUR
2022/2023
in TEUR
Deutschland 34.942 31.436
Schweiz 0 6.706
Spanien 9.767 10.728
Österreich 3.787 3.066
Gesamt 48.496 51.936

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im aktuellen Geschäftsjahr periodenfremde Erträge aufgrund der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 153 (VJ: TEUR 210).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für Miete (TEUR 773, VJ: TEUR 844) und die laufenden Betriebskosten der Standorte (TEUR 253, VJ: TEUR 300), Marketing (TEUR 1.669, VJ: TEUR 939), externe Dienstleistung und Beratung für u.a. Jahresabschlusserstellung, Steuerberechnungen und Prüfung (TEUR 627, VJ: TEUR 391) sowie Reisekosten (TEUR 1.890, VJ: TEUR 1.852) und sonstige personalbezogene Ausgaben (TEUR 394, VJ: TEUR 821).

Periodenfremde Aufwendungen sowie Aufwendungen an verbundene Unternehmen sind weder im Vorjahr noch im aktuellen Geschäftsjahr enthalten.

Das Zinsergebnis besteht aus TEUR 0 Zinsaufwendungen (VJ: TEUR 1), es bestehen keine Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betragen TEUR 460 (VJ: TEUR 631), davon entfallen TEUR 319 auf die deutsche Niederlassung (VJ: TEUR 436), die verbleibenden Beträge sind den anderen Niederlassungen zuzuordnen. Der Steueraufwand in Höhe von TEUR 319 (VJ: TEUR 436) betrifft das laufende Geschäftsjahr.

Aufgrund der Komplexität der Anwendung der Pillar 2 Gesetzgebung und der Berechnung der möglichen steuerlichen Auswirkungen sind derzeit die quantitativen and qualitativen Auswirkungen für zukünftige Geschäftsjahre noch nicht zuverlässig abschätzbar.

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Januar 2024 bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 239 (VJ: TEUR 402). Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen nicht.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte liegen nicht vor.

Geschäftsführung

Timothy Curtis Emanuelson, Chief Accounting Officer, Splunk Inc., Scotts Valley, Kalifornien, USA bis 14. September 2023

Aaron Glenn Smith, VP Finance Splunk Group, Pittsburg, Pennsylvania, USA seit 14. September 2023 bis 5. Dezember 2024.

Dr. Stefan Heyer, In-House Counsel, Frankfurt am Main, seit 5. Dezember 2024. Zuständig für alle Belange der Gesellschaft

Die Geschäftsführer haben im Laufe des Geschäftsjahres keinerlei Vergütung von der Gesellschaft erhalten.

Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt mit der Befugnis im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte während des Geschäftsjahres durchschnittlich 190 Mitarbeiter (VJ: 210). Hiervon waren 139 Mitarbeiter in der deutschen Niederlassung (VJ: 125), 39 Mitarbeiter in der spanischen Niederlassung (VJ: 37) und 12 Mitarbeiter in der österreichischen Niederlassung (VJ: 11) beschäftigt. In der Schweizer Niederlassung waren bis zum 31. Juli 2022 insgesamt 37 Mitarbeiter beschäftigt, die anschließend in die neu gegründete Schweizer Tochtergesellschaft übernommen wurden.

Zum 31. Januar 2024 können die 190 Mitarbeitenden wie folgt in Gruppen aufgeteilt werden (VJ: 184):

2023/2024
Geschlecht gesamt 190
Davon männlich 153
Davon weiblich 37
Fachbereich, gesamt 190
Davon operative Abteilung 20
Davon Administration 11
Davon Forschung & Entwicklung 13
Davon Marketing & Vertrieb 146

Abschlussprüferhonorare

Die erfassten Honorare des Abschlussprüfers, PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, betragen im Berichtsjahr TEUR 80. Diese entfallen vollständig auf Abschlussprüfungsleistungen.

Konzernverhältnisse

Die Splunk Services Germany GmbH, Deutschland, ist Mutterunternehmen im Sinne des § 290 Abs. 1 HGB und damit grundsätzlich zur Aufstellung eines Konzernabschlusses nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches verpflichtet.

Gleichwohl gehört sie zum Bilanzstichtag über ihre direkte Muttergesellschaft, die Splunk Services LLC., Wilmington, Delaware, USA zur Unternehmensgruppe der Splunk Inc., San Francisco, USA, in dessen Konzernabschluss die Splunk Services Germany GmbH mit ihrer Tochtergesellschaft einbezogen wird.

Der Konzernabschluss der Splunk Inc. wird nach den amerikanischen Rechnungslegungsvorschriften US-GAAP aufgestellt.

Die wesentlichen Abweichungen zwischen US-GAAP und den deutschen Rechnungslegungsgrundsätzen des HGB liegen im Ansatz und der Bewertung des Anlagevermögens, der Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten sowie in der unterschiedlichen Bilanzierung und Bewertung von einzelnen Rückstellungen. Unterschiede ergeben sich auch in der Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung.

Die Splunk Inc., San Francisco, USA, stellt den Konzernabschluss zum Bilanzstichtag für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis auf. Der Konzernabschluss ist an deren Sitz, Splunk Inc., 270 Brannan Street, San Francisco, Kalifornien 94107, erhältlich.

Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.092 auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Am 20. September 2023 unterzeichnete die Splunk Inc., die oberste Muttergesellschaft eine Vereinbarung und einen Fusionsplan ("Merger Agreement") mit der Cisco Systems Inc. ("Cisco"), einem Unternehmen aus Delaware und der Spirit Merger Corp., einem Unternehmen aus Delaware und 100%ige Tochtergesellschaft der Cisco Systems Inc. Gemäß diesem Merger Agreement soll die Spirit Merger Corp. auf die Splunk Inc. verschmolzen werden und die Splunk Inc. in der Folge als Tochterunternehmen der Cisco Systems Inc. weiter bestehen. Am 18. März 2024 wurde die Transaktion abgeschlossen und demzufolge die Spirit Merger Corp. auf die Splunk Inc. verschmolzen, so dass seit diesem Zeitpunkt die Splunk Inc. als 100%ige Tochtergesellschaft der Cisco Systems Inc. besteht. Als Ergebnis dieser Transaktion beendete Splunk Inc. den Handel an der NASDAQ.

Darüber hinaus ergab sich durch diese Transaktion eine Änderung der obersten Muttergesellschaft der Splunk Services Germany GmbH welche seitdem die Cisco Systems Inc., Delaware ist.

Als Folge der Beendigung des Handels der Splunk Inc. Aktien an der NASDAQ wurden alle einbehaltenen Mitarbeiterzahlungen (Ausweis unter den sonstigen Verbindlichkeiten), die zum Erwerb von Splunk Inc. Aktien im Zusammenhang mit dem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm ESPP durch die Gesellschaft verwendet werden sollten, über die Gehaltszahlungen zurückerstattet.

Mit Wirkung zum 18. März 2024 wurden aufgrund der beschriebenen Merger-Transaktion die bisher mit der Splunk Inc. bestehenden Cost Plus Limited Risk Agreements im Bereich Forschung und Entwicklung durch eine neue Vereinbarung mit der Cisco Systems Inc. ersetzt. Die Cost-Plus Marge wurde gemäß dem neuen Vertrag von bisher 9% auf 10% erhöht. Ebenfalls wurden mit Wirkung zum 18. März 2024 die Verträge mit der Splunk Services UK Ltd. im Bereich Marketing und Vertrieb neu aufgesetzt. Die Cost Plus Marge für Sales und Marketing wurde von bisher 3% auf 10% angehoben.

Per 16. September 2024 wurde die bisherige Gesellschafterin der Splunk Services Germany GmbH, die Splunk Services LLC. auf die Signal FX LLC. verschmolzen, so dass seit diesem Datum die Signal FX LLC, Delaware, USA die neue Gesellschafterin und direkte Muttergesellschaft ist.

Zum 1. November 2024 haben die Mitarbeiter der Splunk Services Germany GmbH aus dem Bereich Forschung und Entwicklung neue Anstellungsverträge mit der Cisco Optical GmbH abgeschlossen. Alle anderen Mitarbeiter der Gesellschaft haben neue Arbeitsverträge mit der Cisco Systems GmbH abgeschlossen, sodass keine Mitarbeiter in der Splunk Services Germany GmbH verbleiben. Alle ausstehenden Personalverbindlichkeiten und -rückstellungen der Splunk Services Germany GmbH wurden entsprechend auf die Cisco Gesellschaften übertragen. Im Rahmen eines Vertrages zur Weiterbelastung der Personalkosten werden mit Wirkung zum 1. November 2024 die Personalkosten betreffend die Mitarbeiter, welche weiterhin für die Splunk Services Germany GmbH tätig sind, von den jeweiligen Cisco Gesellschaften an die Splunk Services Germany GmbH weiterbelastet.

Mit Wirkung zum 1. September 2024 ist die Gesellschaft in die Geschäftsräume der Cisco Systems GmbH, Garching umgezogen.

 

Garching, 26. Februar 2025

Die Geschäftsführung

Dr. Stefan Heyer

Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Februar 2023 bis zum 31. Januar 2024

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.02.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.01.2024
EUR
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 103.093,80 1.548,99 18.372,69 0,00 86.270,10
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.963.084,45 0,00 0,00 0,00 1.963.084,45
2.066.178,25 1.548,99 18.372,69 0,00 2.049.354,55
Kumulierte Abschreibungen
01.02.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.01.2024
EUR
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 77.170,79 9.634,85 18.372,69 0,00 68.432,95
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
77.170,79 9.634,85 18.372,69 0,00 68.432,95
Buchwerte
31.01.2024
EUR
31.01.2023
EUR
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.837,15 25.923,01
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.963.084,45 1.963.084,45
1.980.921,60 1.989.007,46

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Splunk Services Germany GmbH, Garching

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Splunk Services Germany GmbH, Garching, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Januar 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2023 bis zum 31. Januar 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Splunk Services Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2023 bis zum 31. Januar 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Januar 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2023 bis zum 31. Januar 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 26. Februar 2025

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Petra Hälsig, Wirtschaftsprüfer

ppa. Sylvia Eichler, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss zum 31.01.2024 wurde am 11.03.2025 festgestellt.

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