PGM Promoters Group Munich Konzertagentur GmbH
Selbe AdresseKonzertveranstalter
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Adam Kucharz seit 29.1.2026 | Prokura |
Sebastian Gröblinghoff seit 8.12.2025 | Geschäftsführer |
Stefan Schneider seit 11.8.2023 | Liquidator |
Sven Stefan Kraus seit 11.8.2023 | Liquidator |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
bmp greengas GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.07.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die bmp greengas GmbH Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der bmp greengas GmbH, München - bestehend aus der Bilanz zum 31. Juli 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Juli 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der bmp greengas GmbH für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Juli 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Juli 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Juli 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der UnternehmenstätigkeitWir verweisen auf die Angaben im Abschnitt "Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens / Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung", Unterabschnitt "Kredit- und Liquiditätsrisiken", dritter Absatz, des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass auf Grundlage der integrierten Bilanz- und Finanzplanung die vorhandenen liquiden Mittel sowie die geplanten unterjährigen operativen Cash-Flows der Geschäftstätigkeit im Prognosezeitraum nicht ausreichen, um die Zahlungsmittelabflüsse im Zusammenhang mit Sondereffekten und saisonalen Schwankungen zu decken. Die erforderlichen liquiden Mittel sollen der bmp greengas GmbH durch den Abschluss eines mit der VNG AG, Leipzig, mit Datum vom 15. November 2024, vereinbarten Liquiditätsmanagementvertrags (Cashpool) mit unbegrenzter Laufzeit zur Verfügung gestellt werden. Die Kreditlinie ist von der VNG AG mit einer Frist von 12 Monaten zum Ende eines jeden Kalenderquartals, erstmals mit Wirkung zum Ablauf des 30. Juni 2026, kündbar. Damit ist die Gesellschaft zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und somit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit von der finanziellen Unterstützung der VNG AG abhängig. Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens; - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche AnforderungenVermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWGPrüfungsurteilWir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Juli 2023 eingehalten hat. Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten. Grundlage für das PrüfungsurteilWir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätsmanagementstandards: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWGDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWGUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben. Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.
Stuttgart, 26. Februar 2025 EY
GmbH & Co. KG
Eickhoff, Wirtschaftsprüfer Schulenburg, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31.07.2023Aktivseite
Gewinn und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. 01. bis zum 31.07.2023
Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.07.2023I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSSSitz der bmp greengas GmbH ist in München. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 148685 eingetragen. Das Amtsgericht Karlsruhe hat mit Beschluss vom 30.05.2023 das vorläufige Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung angeordnet. Des Weiteren verweisen wir auf die Ausführungen im Nachtragsbericht. Das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung wurde zum 13.03.2024 formell beendet. Aufgrund der Annahme und Bestätigung des Insolvenzplans gehen wir davon aus, dass sich aus dem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung keine weiteren Auswirkungen auf Ansatz und Bewertung von Bilanz- und GuV-Positionen in vorliegendem Jahresabschluss ergeben. Wir gehen weiterhin davon aus, dass die bei der Erstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts zugrunde gelegte positive handelsrechtliche Fortführungsprognose zutreffend ist und daher der Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit angewendet wird. Hinsichtlich des vorliegenden bestandsgefährdenden Risikos verweisen wir auf den Lagebericht Abschnitt "Kredit- und Liquiditätsrisiken", dritter Absatz. Die bmp greengas GmbH weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB auf. Die Bilanz wurde gemäß den Gliederungsvorschriften des § 266 Abs. 2 und 3 HGB aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde entsprechend den Gliederungsvorschriften des§ 275 HGB aufgestellt. II. ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENIm Einzelnen werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet: 1. Immaterielle VermögensgegenständeEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte lineare Abschreibungen über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von einem bis sechs Jahren, bewertet. 2. SachanlagevermögenDie Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten, abzüglich planmäßiger, nutzungsbedingter Abschreibungen. Dabei kommt grundsätzlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Die Nutzungsdauern liegen zwischen drei und fünfzehn Jahren. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis Euro 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter werden im Zugangsjahr als Abgang behandelt. 3. FinanzanlagenFinanzanlagen sind zu Anschaffungskosten ausgewiesen. 4. VorräteDie Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Die Bewertung des Lagerbestands erfolgt mit gewogenen Durchschnittswerten. Die Vorräte umfassen sämtliche zum Bilanzstichtag vorhandenen Biomethan- und Quotenmengen aus dem Portfolio (z. B. EEG-Bestandsgeschäft, grüne Wärme), jeweils untergliedert nach den einzelnen Qualitäten (z. B. EEG 2004, EEG 2012, WärmeG). 5. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeForderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nominalwerten unter Beachtung des Niederstwertprinzips erfasst. Im Sinne des Vorsichtsprinzips zur Berücksichtigung möglicher Forderungsausfälle sind sowohl Einzelwert- und Pauschalwertberichtigungen durchgeführt worden. 6. Liquide MittelDie liquiden Mittel beinhalten Kassenbestände sowie Bankguthaben und sind zum Nennwert angesetzt. Von den liquiden Mittel unterliegen TEUR 17.239 einer Verwaltungstreuhand des Sachwalters. 7. RechnungsabgrenzungspostenAls Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Auszahlungen vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Auf der Passivseite werden Einzahlungen vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. 8. RückstellungenDie Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten sowie drohenden Verluste. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. 9. VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. 10. Latente SteuernEs bestand eine steuerliche Organschaft mit der EnBW AG, welche zum Antritt des Schutzschirmverfahrens am 29. Mai 2023 aufgelöst wurde. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Im Geschäftsjahr ergaben sich latente Steueransprüche aus Differenzen bei der Bewertung von Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie steuerlichen Verlustvorträgen. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Wahlrechts. III. ANGABEN ZUR BILANZ1. AnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist als Anlage im beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. 2. ForderungenIn den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 190.049 (Vorjahr TEUR 44.528) enthalten, davon aus Verlustübernahme TEUR 148.235 (Vorjahr TEUR 41.765). In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 41.814 (Vorjahr TEUR 8.398) enthalten. Es bestehen keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen berücksichtigen die Abwertung aus dem Ergebnisabführungsvertrag i.H.v. TEUR 487.940, (Vorjahr TEUR 137.477) welche in Zusammenhang mit dem StaRuG Verfahren stehen, in welchem sich die Erdgas Südwest Ende 2022 befand. 3. EigenkapitalPer 31. Dezember 2022 bestand zwischen der bmp greengas GmbH und der Erdgas Südwest GmbH ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag, der mit Ablauf des 31.07.2023 beendet wurde. Zum Stichtag weist die Bilanz eine buchmäßige Überschuldung in Höhe von TEUR 619.720 aus. 4. RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen für Schadenersatzverpflichtungen in Folge des Handelsgeschäfts bzw. Nichterfüllung von Lieferverpflichtungen, die im Rahmen des Insolvenzverfahrens angemeldet wurden sowie Rückstellungen für Personal. 5. VerbindlichkeitenIn den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 9.047 (Vorjahr TEUR 17.334), Verbindlichkeiten aus beendeten Cash-Pooling in Höhe von TEUR 122.054 (Vorjahr TEUR 122.054) sowie aus Darlehen in Höhe von TEUR 2.772 (Vorjahr TEUR 2.772) enthalten. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten zu den jeweiligen Bilanzstichtagen betragen:
IV. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGDie Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Umsatzerlöse werden nahezu ausschließlich im Inland erzielt. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind außergewöhnliche Erträge von TEUR 189.837 aus der Auflösung von zum 31.12.2022 bestehenden Rückstellungen für drohende Verluste aus Handelsgeschäften sowie Effekte aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 2) enthalten. In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 15 (Vorjahr TEUR 41) enthalten. Die Abschreibungen auf das Umlaufvermögen resultieren aus der Abwertung der Forderung der bmp greengas gegenüber der Erdgas Südwest GmbH aus dem Ergebnisabführungsvertrag. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten eine außergewöhnliche Zuführung in die Rückstellungen hinsichtlich der Schadensersatzleistungen an die Gläubiger der bmp greengas GmbH im Rahmen des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung in Höhe von TEUR 787.394, sowie Rechts- und Beratungskosten für selbiges Verfahren in Höhe von TEUR 15.877. Die Gewinn- und Verlustrechnung weist periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 5.009 (VJ: TEUR 22.152) und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 9.859 (VJ: TEUR 20.100) aus. Von den Zinsaufwendungen betreffen TEUR 460 (Vorjahr TEUR 306) verbundene Unternehmen. V. SONSTIGE ANGABEN1. Sonstige finanzielle VerpflichtungenAm Bilanzstichtag bestehen bis 2027 sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasing- und Pachtverträgen in Höhe von insgesamt TEUR 1.530. Die Gesellschaft hat diverse Leasingverträge für Kraftfahrzeuge sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung abgeschlossen. Die Leasinggeschäfte führen zu einer Verbesserung der Liquiditätssituation und der Eigenkapitalquote. Weitere Vorteile bestehen in der kurzfristigen Vertragsbindung. Risiken bestehen in der unkündbaren Grundmietzeit sowie den höheren Refinanzierungskosten. 2. PersonalIm Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 56 Arbeitnehmer (Vorjahr: 57) beschäftigt. 3. GeschäftsführungGeschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr: - Herr Frank Erben (bis 31.12.2022), Geschäftsführer - Herr Stefan Schneider (ab 1.2.2022), Geschäftsführer - Herr Sven Kraus (ab 1.5.2022), Geschäftsführer - Herr RA Jochen Sedlitz (ab 24.5.2023 bis 15.05.2024), Rechtsanwalt Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird unter Bezug auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 4. AbschlussprüferhonorarFür das abschließende Rumpfgeschäftsjahr wurde vom Abschlussprüfer ein Gesamthonorar von TEUR 71 (Vorjahr: TEUR 58) berechnet. 5. Sonstige AngabenDer Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag vom 30.11.2017 zwischen der bmp greengas GmbH und der Erdgas Südwest GmbH wurde mit Ablauf des 31.07.2023 beendet. Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe ist oberstes Mutterunternehmen der Gesellschaft und stellt den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Die Gesellschaft wurde nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung am 01.08.2023 aufgrund des Kontrollverlusts entkonsolidiert und wird somit nicht in den Konzernabschluss der EnBW Energie Baden-Württemberg AG zum 31.12.2023 einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister veröffentlicht. 6. NachtragsberichtDas Amtsgericht Karlsruhe hat mit Beschluss vom 30.05.2023 das vorläufige Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung angeordnet. Zum vorläufigen Sachwalter wurde Herr Rechtsanwalt Dr. Dietmar Haffa, Stuttgart, bestellt. Das Insolvenzverfahren wurde mit Beschluss des Amtsgerichts Karlsruhe vom 01.08.2023 in Eigenverwaltung eröffnet. Zum Sachwalter wurde Herr Rechtsanwalt Dr. Dietmar Haffa, Stuttgart, bestellt. Der dem Amtsgericht Karlsruhe vorgelegte Insolvenzplan wurde von den Gläubigern im Erörterungs- und Abstimmungstermin am 12.12.2023 angenommen und vom Gericht am 28.12.2023 bestätigt. Nach Ablauf der zweiwöchigen Rechtsmittelfrist erlangte die Bestätigung des Insolvenzplans am 12.01.2024 Rechtskraft. Die Aufhebung des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung wurde beantragt und das Verfahren wurde mit Ablauf des 13.03.2024 aufgehoben. Per 31.12.2022 bestand zwischen der bmp greengas GmbH und der Erdgas Südwest GmbH ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag, der mit Wirkung zum Ablauf des 31.07.2023 bei Eintritt in das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung ab 01.08.2023 beendet wurde. Des Weiteren wurde die Kapitalrücklage am 31.01.2024 um den Investorenbeitrag aus der abgeschlossenen Insolvenz um den Betrag von TEUR 120.000 aufgestockt. Nach dem Vollzug der Geschäftsanteilsübertragung der bmp auf die VNG Handel & Vertrieb GmbH im November 2024, wurde die bmp ab dem 25.11.2024 in den zentralen Cashpool der VNG AG und damit in die Konzernfinanzierungsstrukturen des VNG-Konzerns integriert.
München, 25.02.2025 bmp greengas GmbH Sven Kraus, Geschäftsführer Stefan Schneider, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens 2023 (01.01. bis 31.07.2023) in Euro
Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 01.01. bis 31.07.2023INSOLVENZVERFAHREN IN EIGENVERWALTUNGDie bmp greengas GmbH hatte im Mai 2023 ein Schutzschirmverfahren (Insolvenz in Eigenverwaltung) beantragt, nachdem sich das Risiko- und Fristigkeitsverhältnis der mit Kunden abgeschlossenen Verkaufs- und mit Lieferanten geschlossenen Einkaufsverträge zunehmend verschlechtert hatte. Ein wesentlicher Grund dieser Negativentwicklung resultierte aus den extremen Marktverwerfungen in Folge des Krieges in der Ukraine mit den dramatischen Auswirkungen auf die Verfügbarkeit von Biomethan im EEG-Markt. Diese massiven Veränderungen hatten zur Folge, dass einerseits nur Mindestmengen geliefert oder Lieferungen ganz eingestellt wurden, während andererseits Maximalmengen bezogen wurden. Ergänzend waren bestimmte Qualitäten von EEG-Biomethan auf den Märkten schlichtweg nicht mehr verfügbar, um den Kundenanforderungen nachkommen zu können. Im Verlauf des Geschäftsjahres 2022 hatte sich eine weitere Verschärfung der Marktsituation abgezeichnet. Eine daraufhin zum 31. Dezember 2022 gebildete Drohverlustrückstellung führte zu einer bilanziellen Überschuldung in Höhe von TEUR 131.780. Vor dem Hintergrund des bis zum 31. Juli 2023 zwischen bmp greengas GmbH und Erdgas Südwest GmbH bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags hatte die Erdgas Südwest GmbH beim Amtsgericht Karlsruhe - Restrukturierungsgericht - am 22.12.2022 ein Restrukturierungsvorhaben angezeigt. Mit Schreiben vom 09.01.2023 hat die Erdgas Südwest GmbH dem Restrukturierungsgericht wegen des möglicherweise zum Geschäftsjahresende 31. Dezember 2022 fällig gewordenen Verlustausgleichsanspruchs gemäß §32 Abs. 3 Satz 1 StaRUG höchst vorsorglich angezeigt, zahlungsunfähig zu sein. Da sich die erheblich eingetrübten Ergebnisaussichten der bmp wegen der in nicht ausreichenden Maßen erfolgreichen Vertragsanpassungen nicht besserten, sah sich die Erdgas Südwest im Mai 2023 gezwungen, die der bmp bis dahin gestundete Verbindlichkeiten zum 01.11.2023 fällig zu stellen. Vor diesem Hintergrund sah sich die bmp ihrerseits gezwungen, Ende Mai 2023 beim Amtsgericht Karlsruhe - Insolvenzgericht - die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über ihr Vermögen sowie die Anordnung der Eigenverwaltung zu beantragen. Die bmp greengas GmbH hat zur Antragstellung eine Bescheinigung gemäß § 270d InsO (sog. Schutzschirm-Bescheinigung) vorgelegt. Das Amtsgericht Karlsruhe hat mit Beschluss vom 30.05.2023 das vorläufige Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung angeordnet. Zum vorläufigen Sachwalter wurde Herr Rechtsanwalt Dr. Dietmar Haffa, Stuttgart, bestellt. Das Insolvenzverfahren wurde mit Beschluss des Amtsgerichts Karlsruhe vom 01.08.2023 in Eigenverwaltung eröffnet. Zum Sachwalter wurde Herr Rechtsanwalt Dr. Dietmar Haffa, Stuttgart, bestellt. Der dem Amtsgericht Karlsruhe vorgelegte Insolvenzplan wurde von den Gläubigern im Erörterungs- und Abstimmungstermin am 12.12.2023 angenommen und vom Gericht am 28.12.2023 bestätigt. Nach Ablauf der zweiwöchigen Rechtsmittelfrist erlangte die Bestätigung des Insolvenzplans am 12.01.2024 Rechtskraft. Die Aufhebung des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung wurde beantragt und wurde vom Amtsgericht Karlsruhe mit Beschluss vom 12.03.2024, nach rechtskräftiger Bestätigung des Insolvenzplans, zum 13.03.2024 vorgenommen. Aufgrund der Annahme und Bestätigung des Insolvenzplans durch die Gläubigerversammlung vom 12.12.2023 und dem Gerichtsbeschluss vom 28.12.2023 mit Eintritt der Rechtskräftigkeit vom 12.01.2024 geht die bmp greengas GmbH davon aus, dass sich aus dem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung keine weiteren Auswirkungen auf Ansatz und Bewertung von Bilanz- und GuV-Positionen im vorliegenden Jahresabschluss ergeben. Wir gehen davon aus, dass die bei der Erstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts zugrunde gelegte, positive handelsrechtliche Fortführungsprognose zutreffend ist und daher der Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit angewendet werden kann. Hinsichtlich des vorliegenden bestandsgefährdenden Risikos verweisen wir auf den Lagebericht Abschnitt "Kredit- und Liquiditätsrisiken", dritter Absatz. WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN / BRANCHENENTWICKLUNGGESAMTWIRTSCHAFTLICHE SITUATIONDas Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland ist im ersten Quartal 2023 gegenüber dem Vorquartal spürbar zurückgegangen. Die preis-, kalender- und saisonbereinigte Veränderungsrate lag bei -0,3 %. Auf der Verwendungsseite belasteten die inflationsbedingten Kaufkraftverluste den privaten Verbrauch. Daneben sorgten rückläufige Aufwendungen für coronabedingte Ausgaben für eine Dämpfung des Staatskonsums. Auf der Entstehungsseite entwickelte sich die Bruttowertschöpfung mit einem Zuwachs von 0,9 % im Quartalsvergleich positiv. Zwar kam es zu Wertschöpfungsverlusten in einigen Dienstleistungsbereichen, die Industrieproduktion legte aber spürbar zu. Mit dem schwachen Start in das Jahr 2023 befindet sich die deutsche Wirtschaft in einer "technischen Rezession" (zwei negative Quartale des BIP in Folge). Aktuelle Konjunkturindikatoren deuten noch nicht auf eine spürbare Belebung der Konjunktur hin; die Erholung verzögert sich. Allerdings ist im Zuge nachlassender Energie- und Verbraucherpreissteigerungen, starker Lohnerhöhungen und einer weltwirtschaftlichen Belebung im weiteren Jahresverlauf mit einer moderaten konjunkturellen Belebung in Deutschland zu rechnen. In Deutschland war 2023 wie die Vorjahre gekennzeichnet durch intensive Diskussionen zwischen den politischen Parteien und den zahlreichen Wirtschafts- und Interessenverbänden. Sie ringen weiter um die dringend erforderlichen Korrekturen und Weichenstellungen in der Energiepolitik hin zu den Erneuerbaren. Auf EU-Ebene wurde im Dezember 2018 die Erneuerbare-Energien-Richtlinie 2 (RED II) verabschiedet, die bis Mitte 2021 in nationales Recht umgesetzt werden musste. Die Nachfolgeregelung RED III wurde am 31. 10. 2023 im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht und trat 20 Tage nach Veröffentlichung am 21.11.2023 in Kraft. Die Umsetzung in nationales Recht muss mit einer Frist von 18 Monaten spätestens am 21.05.2025 erfolgen. Biomethan wird im Verkehrssektor weiterhin eine gewichtige Rolle spielen. Vor dem Hintergrund der Gas-Krise wurde von der EU der REPowerEU-Plan erarbeitet, der auch einen Biomethan-Aktionsplan vorsieht, sodass mit Unterstützung einer breiten Industrieallianz für Biomethan finanzielle Anreize geschaffen werden, um die Produktion bis zum Jahr 2030 auf 35 Milliarden Kubikmeter, auch im Rahmen der gemeinsamen Agrarpolitik, zu steigern. Um die Energieeinsparungen zu erhöhen und den Übergang zu emissionsfreien Fahrzeugen zu beschleunigen und dadurch die Effizienz im Verkehrssektor zu verbessern, will die EU-Kommission ein Paket zur Ökologisierung des Güterverkehrs vorlegen, das darauf abzielt, die Energieeffizienz in diesem Sektor erheblich zu steigern. Dazu ist eine Gesetzesinitiative mit dem Ziel geplant, den Anteil emissionsfreier Fahrzeuge in öffentlichen und betrieblichen Fahrzeugflotten deutlich zu erhöhen. Im Jahr 2022 wurde das aktualisierte Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2023) auf den Weg gebracht. Darin wird Biomethan für verschiedene Einsatzpfade in den Sektoren grüne Wärme, Verkehr und Industrie gesehen. Damit steigt der Druck auf fossile Energieträger weiter, mit dem Ziel, diese bis zum Jahr 2045 zu verdrängen. Dies ist ein weiterer Schritt, um die avisierte Erreichung der durch die Bundesregierung definierten Klimaschutzziele bis 2030 bzw. 2045 bzw. 2050 aufrechterhalten zu können. Die Bundesregierung strebt gemäß dem Koalitionsvertrag eine Klimaneutralität Deutschlands bereits bis 2045 an. ERNEUERBARE ENERGIEN / ENTWICKLUNG DER BRANCHEDie Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien ist laut Statistischem Bundesamt um etwa 5 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Biomasse lag leicht über dem Wert des Vorjahres. Die installierte Leistung hat sich kaum verändert. Die Biogas- und Biomethan-Märkte wurden von den teilweise deutlichen Veränderungen als Folge des Ukraine-Krieges in mehrfacher Hinsicht getroffen. Zum einen führten die extrem hohen Großhandelspreise für Strom dazu, dass bestehende Biogasanlagen (Produzenten) und Biomethan-Blockheizkraftwerke (Verbraucher) erstmalig und über Monate hinweg in die Situation kamen, dass die Handelspreise für an der Börse gehandelten Graustrom über den im Rahmen des EEG festgeschriebenen Einspeisetarifen für Strom aus Biomasse lagen. Damit ergaben sich für die Biogas- und Biomethanverbraucher unerwartete Zusatzgewinne. Auch im Rahmen der gesetzlich eingeführten Übergewinnsteuer werden die Gewinne bei Biogas-BHKWs nur zum Teil (nur bei Anlagen größer 1 MW Bemessungsleistung) und bei Biomethan BHKWs nicht abgeschöpft. Auf Seite der Biogas- und Biomethanproduktion wirkten und wirken die Marktveränderungen hingegen wirtschaftlich belastend. Zu erwähnen sind die gestiegenen Produktionskosten in Form von Dieselkraftstoff, elektrischer Energie und weiteren Produktionsmitteln für den Betrieb von Biomethanaufbereitungsanlagen. Zum anderen haben die starken Preisanstiege an den Agrar-Weltmärkten mit Körnermais und Weizen als Leitprodukte dazu geführt, dass auch die Preise für in der Biogasproduktion eingesetzten Silomais und übrige Biogas-Substrate gestiegen sind. Darüber hinaus kann Weizen bei der Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen eine Konkurrenzfrucht zum Substratanbau für Biogasanlagen darstellen, da sich die landwirtschaftlichen Produzenten bei der Bewirtschaftung der Flächen an den je Hektar zu erzielenden Deckungsbeiträgen orientieren. Ebenso ist die weitere Anhebung der Nachhaltigkeitsanforderungen ein Kostentreiber, da diese mit höherem Zertifizierungs- und Personalaufwand einhergehen. Zur Hebung der weiteren Biogaspotenziale in Deutschland sind beispielsweise beschleunigte und vereinfachte Genehmigungsverfahren oder veränderte Vergütungssätze für Strom aus Biomasse bei zukünftigen EEG-Novellen oder Förderregimen förderlich. Hierzu bedarf es neben dem politischen Willen auch der operativen Umsetzung. Auch zu Beginn des Jahres 2023 ist ein deutlicher Anstieg von in Planung befindlichen Biomethanprojekten zu verzeichnen, die sich wesentlich aus Neuanlagen und aus bestehenden von Vorort-Verstromung hin zur Biomethaneinspeisung zu transformierenden Biogasanlagen zusammensetzen. Diese Entwicklung lässt sich auch an der Information der dena (Deutsche Energie Agentur GmbH), dass es bis zu 100 Netzanschlussbegehren von Biomethananlagen gibt, ablesen. Große Anreize zeichnen sich im Kraftstoffmarkt ab, in dem beflügelt durch die gesetzliche Neuordnung von Biomethan im Sektor Verkehr sowohl kurz- als auch langfristig wirtschaftlich interessante Erlösmöglichkeiten geschaffen wurden. Experten und bmp greengas GmbH erwarten, dass zukünftig errichtete Biomethanprojekte einen Teil der Produktion für den Einsatz im Kraftstoffmarkt bereitstellen werden können. Diese Entwicklungen ziehen jedoch auch Importeure von Biokraftstoffen und auch potenzielle Betrugsfälle an. Anfang des Jahres 2023 wird der deutsche Markt von vermeintlich fortschrittlichen und günstigen Biokraftstoffen aus China überschwemmt. Hier wird vermutet, dass die importierten Mengen aus (in der EU in Biokraftstoffen verbotenem) Palmöl oder Altspeisefett (UCO) hergestellt und dann rechtswidrig als fortschrittlich deklariert wurden. Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft und die Überwachungsbehörden in diesem Sachverhalt dauern noch an. Die niedrigen Preise der Importe und die bestehende Unsicherheit belasten die Preise für Biokraftstoffe und für Treibhausgasminderungsquoten (THG-Quote) deutlich. Die im Laufe des Jahres 2023 verabschiedete Novellierung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) kann den Einsatz von Biomethan im Wärmesektor ebenfalls anreizen. Die vorgesehene Pflicht, dass ab Inkrafttreten nur noch moderne, zukunftsfähige Heizungen auf einer Basis von mindestens 65 Prozent erneuerbaren Energien in Deutschland eingebaut werden dürfen, ist ein möglicher Absatzmarkt aufgestellt. Zusammenfassend können die aktuellen und absehbaren Entwicklungen der Energiemärkte Strom, Wärme und Kraftstoff als starke Anreize gesehen werden, die der Gesamtbranche seit der politischen Kurskorrektur im Rahmen der EEG-Novelle im Jahr 2014 gefehlt haben. Neben dem Anstieg von in Planung befindlichen Projekten in Deutschland ist insbesondere europaweit eine starke Dynamisierung des Ausbaupfades zu beobachten. Das betrifft nicht nur die bereits etablierten europäischen Biomethanmärkte mit bestehendem Förderregime, sondern ebenso die rein auf wirtschaftlicher Basis funktionierenden Modelle zur Biogaserzeugung. Mehrere europäische Staaten kommunizieren offizielle und inoffizielle Produktionsziele für Biomethan. Gemäß den von der Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) veröffentlichten Studien besteht in Deutschland ein großes Potenzial an nachhaltig nutzbarer Biomasse für den Ausbau der Biomethanerzeugung - von heute etwa 13 TWh auf bis zu 100 TWh bis 2050. Eine im abgelaufenen Geschäftsjahr veröffentlichte und viel beachtete Studie der "Gas for Climate" Initiative (bestehend aus zehn der führenden Gasnetzbetreiber in Europa) sieht in Europa ein Biomethanpotenzial bis 2050 von rd. 1.170 TWh (Stand 2020 rd. 17 TWh). UMSATZENTWICKLUNG/EINKAUF/PORTFOLIObmp greengas GmbH ist einer der Marktführer in Deutschland für die Vermarktung von Biomethanprodukten unterschiedlicher Qualitäten und Vergütungsklassen. bmp greengas GmbH kauft Biomethan direkt bei Biomethanproduzenten oder anderen Partnern ein und beliefert Kunden in ganz Deutschland, aber auch zunehmend von und in das benachbarte Ausland. Mit seinem Portfolio an grünen Gasen bündelt das Unternehmen Biomethanmengen und schafft auf diese Weise für alle Marktteilnehmer sichere und vorteilhafte Marktbedingungen. Hierzu gehören unter anderem die zeitliche und qualitative Strukturierung von Liefermengen sowie ein sicherer Herkunftsnachweis zur Erlangung von EEG-Vergütungen und THG-Quoten. Zu den dafür notwendigen Kernkompetenzen zählen für die Gesellschaft ein erfahrener, gut vernetzter Vertrieb mit einem diversifizierten Kundenportfolio, eine Biomethanbeschaffung über direkte Vorlieferanten ebenso wie über einen effizienter Marktzugang, eine abwicklungssichere Handelslogistik sowie ein integriertes Portfolio- und Risikomanagement. Die Produktpalette und die Dienstleistungsangebote rund um die Commodities Biomethan und dekarbonisierte Gase werden markt- und kundenorientiert kontinuierlich weiterentwickelt. bmp greengas GmbH erreichte in den zurückliegenden Jahren ein stetiges organisches Wachstum. Zusätzliches Wachstum konnte durch anorganische Portfolio-Übernahmen erzielt werden. So konnte das Unternehmen seine Rolle als einer der Marktführer in Deutschland weiter festigen. Als führende Gesellschaft innerhalb des Biomethansegmentes unterhält bmp greengas GmbH langjährige, vertrauensvolle Geschäftsbeziehungen mit Kunden, Lieferanten und Handelspartnern. Im Wesentlichen werden hierzu Verträge mit mehrjährigen Laufzeiten und garantierten jährlichen Bezugsmengen geschlossen. Vertragspartner sind Betreiber von Biomethananlagen im Einkauf sowie Stadtwerke und andere institutionelle Stromerzeuger, bspw. Immobilien-Unternehmen und Industriekunden im Vertrieb. Ein Vertrieb an Haushaltskunden ist nicht Bestandteil des Geschäftsmodells. In Folge der beschriebenen Situation auf den Energiemärkten hat sich der Biomethanmarkt in den Jahren 2022/2023 und absehbar im Nahbereich in einen Markt mit kurz-/mittelfristigen Vertragsabschlüssen gewandelt. INVESTITIONEN / BETEILIGUNGENDas Unternehmen hält seit dem Jahr 2016 keine Beteiligungen mehr an Erzeugungsanlagen bzw. -unternehmen. PERSONALENTWICKLUNGDie Mitarbeiter (m/w/d) sind der wesentliche Faktor des Unternehmenserfolgs. Sie stellen damit eine wichtige Ressource dar. Nachhaltiges und innovatives Handeln sowie der faire und verantwortungsbewusste Umgang gegenüber Kunden und Kollegen bilden die Basis der Unternehmenskultur auf Basis von 4 WERTvollen Gründen: Energie, Weitsicht, Partnerschaft und Überzeugung. Die permanente Weiterbildung jedes Team-Mitglieds hat in der Unternehmensphilosophie einen hohen Stellenwert. Die Motivation der Mitarbeiter ist der Geschäftsführung besonders wichtig und wird vielfach gefördert. UMWELTBELANGEDie Philosophie des Unternehmens ist es, Nachhaltigkeit vorzuleben und dies im täglichen Umgang mit Geschäftspartnern, Kollegen und Ressourcen zu vermitteln. Seit Firmengründung nehmen bei Planungen und Zielen Erneuerbare Energien und nachhaltige Konzepte eine zentrale Rolle ein. Im Jahr 2019 wurden daher neben den oben genannten vier Werten auch eine neue Vision "Gemeinsam mit unseren Partnern handeln wir für eine CO 2 -neutrale und wirtschaftliche Energie-Zukunft mit grünen Gasen." und Mission "Wir bringen grüne Gase international auf Wachstumskurs!" mit den Mitarbeitern erarbeitet und in der internen wie externen Kommunikation verankert. DARSTELLUNG DER WIRTSCHAFTLICHEN LAGE DES UNTERNEHMENSERTRAGSLAGEDie Geschäftsführung der bmp greengas GmbH beurteilt die wirtschaftliche Situation vor dem Hintergrund der Entwicklung auf dem EEG Markt als herausfordernd. Im Rumpfgeschäftsjahr 01.01.2023 bis 31.07.2023 wurde ein betrieblicher Rohertrag (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) von TEUR -5.665 (VJ: TEUR 20.487) erzielt. Die rückläufige Entwicklung ist im Wesentlichen auf die Reduzierung des Umfangs der Lieferverpflichtungen an die EEG Kunden und die damit in Zusammenhang stehenden Aufwendungen im Rahmen der Auflösung von Vertragsverhältnissen zurückzuführen. Die Personalkosten mit TEUR 3.227 (VJ: TEUR 4.403) lagen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum durch variable Vergütungen von Tantieme-/Sonderzahlungen an die Belegschaft, sowie Erweiterung der Geschäftsführung hinsichtlich des bevorstehenden Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung über Vorjahresniveau. Die planmäßigen Abschreibungen des Geschäftsjahres resultierten mit TEUR 1.641 (VJ: TEUR 2.869) im Wesentlichen aus entgeltlich erworbenen Rechten sowie Abschreibungen im Bereich Betriebs- und Geschäftsausstattung inklusive IT. Des Weiteren wurden Abschreibungen auf das Umlaufvermögen in Höhe von TEUR 487.940 (VJ: TEUR 137.478) vorgenommen. Die Abschreibung resultiert aus der Abwertung der Forderung der bmp gegenüber der Erdgas Südwest GmbH aus dem Ergebnisabführungsvertrag. Die Erdgas Südwest GmbH selbst befand sich seit Ende 2022 in einem StaRuG Verfahren. Der hierdurch erkennbar eingeschränkten Einbringlichkeit der Forderung aus dem Ergebnisabführungsvertrag wurde Rechnung getragen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich auf TEUR 810.615 (VJ: TEUR 191.306). Die größten Einzelpositionen bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren die Rechts- und Beraterkosten in Höhe von TEUR 15.877 (VJ: TEUR 179) sowie eine Zuführung in die Rückstellungen hinsichtlich der Schadensersatzleistungen im Rahmen des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung an die Gläubiger der bmp greengas GmbH in Höhe von TEUR 787.394. Die Zinsaufwendungen erhöhten sich auf TEUR 5.042 (VJ: TEUR 861). Der Anstieg ist im Wesentlichen durch die Zinsen auf die Cash-Pool Verbindlichkeit von TEUR 122.054 in Höhe von TEUR 4.026 zurückzuführen. VERMÖGENSLAGEDie Bilanzsumme zum 31.07.2023 betrug im Berichtsjahr TEUR 1.079.758 (VJ: TEUR 452.079). Das Anlagevermögen reduzierte sich gegenüber Vorjahr auf TEUR 2.771 (VJ: TEUR 4.320). Das Umlaufvermögen stieg zum 31. Juli 2023 auf TEUR 454.364 (VJ: TEUR 315.911). Der Lagerbestand, im Wesentlichen bestehend aus Biomethan und THG-Quote, erhöhte sich auf TEUR 88.316 (VJ: TEUR 54.504). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund saisonaler Effekte um TEUR 121.378 auf TEUR 75.030 gesunken. Gegenüber verbundenen Unternehmen sind die Forderungen aufgrund des Anspruchs auf Verlustübernahmen um TEUR 140.043 deutlich auf TEUR 190.206 angestiegen. Der Banken- und Kassenbestand wies zum 31. Juli des Geschäftsjahres ein Guthaben von TEUR 100.813 (VJ: TEUR 14.490) aus. Die Summe der Rückstellungen und Verbindlichkeiten lag bei TEUR 1.079.567 (VJ: TEUR 448.888). In diesen Positionen sind im Wesentlichen die Rückstellungen hinsichtlich der Schadensersatzleistungen an die Gläubiger der bmp greengas GmbH in Höhe von TEUR 787.394 (VJ TEUR 0) sowie Verbindlichkeiten aus der zum 30.11.2022 gekündigten Cash Pooling-Vereinbarung mit der EnBW AG in Höhe von TEUR 122.054 (VJ. TEUR 122.054) berücksichtigt. FINANZLAGEDas Eigenkapital zum 31.07.2023 ist in Folge des Jahresfehlbetrags, unverändert zum 31.12.2022, vollständig verbraucht. Der nicht durch Eigenkapitel gedeckte Fehlbetrag zum 31.07.2023 in Höhe von TEUR 619.720 (VJ: TEUR 131.780) wird als "negatives Eigenkapital" auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesen. Laufende Investitionen im Geschäftsjahr 2023 konnten aus dem Working Capital finanziert werden. Aus der seit August 2017 mit der EnBW AG bestehenden und zum 30.11.2022 aufgelösten Cash Pooling-Vereinbarung bestand zum 31.07.2023 noch eine Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 122.054 (VJ: zum 31.12.2022: TEUR 122.054). Seit dem 01.12.2022 betreibt bmp ein eigenständiges Liquiditätsmanagement in enger Verzahnung mit der Erdgas Südwest GmbH. Nach dem Vollzug der Geschäftsanteilsübertragung der bmp auf die VNG Handel & Vertrieb GmbH im November 2024, wurde die bmp ab dem 25.11.2024 in den zentralen Cashpool der VNG AG und damit in die Konzernfinanzierungsstrukturen des VNG-Konzerns integriert. FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATORENbmp greengas GmbH ermittelt die finanzielle Leistungsfähigkeit des Unternehmens anhand der folgenden Kennzahlen: Umsatz, Rohertrag und Umsatzrendite (EBITDA (Jahresergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) / Umsatzerlöse). Der Umsatz verminderte sich gegenüber dem Vorjahr um 44,35 % von TEUR 456.046 auf TEUR 202.272. Hauptursachen für die Abnahme waren u.a. die Periode bis zum Stichtag 31.07.2023, die nur 7/12 des vergleichbaren Vorjahresabschlusszeitraums entspricht sowie die Summe von TEUR 27.630, welche aus der Vertragsauflösung mit einigen Kunden resultiert. Aber auch ein, mit dem Vorjahr nicht vergleichbarer und bis zum 31. Juli 2023 noch nicht realisierbarer Erlös aus der Quotenvermarktung (VJ 31.12.2022: TEUR 88.487). Die Umsatzrendite (EBITDA) reduzierte sich auf -311,1% (VJ: -38,5 %). Der starke Rückgang ist auf die Einstellung der Gläubigerrückstellung aus dem Insolvenzverfahren in Höhe von TEUR 787.394 zurückzuführen. VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG DES UNTERNEHMENS / CHANCEN UND RISIKEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNGMit einer Zustimmung von über 97% der Gläubiger zum Insolvenzplan der bmp greengas GmbH am 12.12.2023 und einer Zustimmung von über 75% der Gläubiger zum Restrukturierungsplan der Gesellschafterin Erdgas Südwest GmbH am 21.12.2023 wurde das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung der bmp greengas GmbH der bmp greengas GmbH zum 13.03.2024 rechtskräftig aufgehoben. Mit der Rechtskraft des Beschlusses wurden die Gesellschaftsanteile der bmp greengas GmbH von Erdgas Südwest GmbH über die EnBW Energie Baden-Württemberg AG (26.01.2024) an die VNG Handel & Vertrieb GmbH, Leipzig (14.11.2024) verkauft. Innerhalb des EnBW Konzerns werden die grüne Gase Aktivitäten und damit die gesamte Wertschöpfungskette von Biogas bei VNG in Leipzig gebündelt. bmp greengas GmbH ist weiterhin eine Gesellschaft des EnBW-Konzerns. CHANCEN UND RISIKENChancen und Risiken im Biomethanmarkt ergeben sich neben den insolvenzbezogenen Folgewirkungen insbesondere auch aus den gesetzlich vorgegebenen Rahmenbedingungen. Mit Beginn des Ukraine Krieges im Februar 2022 und den anschließend gestiegenen Energiepreisen orientiert sich der Biomethanpreis auch an den Preisen von Erdgas sowie an den Entwicklungen der landwirtschaftlichen Märkte. Die Geschäftsaktivitäten der bmp greengas GmbH sind unvermeidbar mit Unsicherheiten verbunden, die ihren Ausdruck in Risiken und Chancen finden. Die folgenden Kapitel beschreiben das Risiko-/Chancenprofil der bmp greengas GmbH auf Basis der Risiken und Chancen. Dazu werden die Sub-Kategorien von Risiken und Chancen, denen bmp greengas GmbH ausgesetzt ist, sowie Steuerungsmaßnahmen erläutert. RisikomanagementsystemDie bmp greengas GmbH ist in das übergeordnete Risikomanagementsystem der VNG- bzw. EnBW-Gruppe eingebunden. Neben der operativen Messung und Überwachung von Risiken wird quartalsweise eine umfassende Inventur durchgeführt, in der die Chancen und Risiken der Gesellschaft als Abweichung von entsprechenden Ergebnisprognosen systematisch erfasst und bewertet werden. Für alle wesentlichen Einzelrisiken werden Steuerungsinstrumente festgelegt und konsequent angewendet. Über die Methoden der turnusgemäßen Risikobewertung hinaus existiert ein ad-hoc-Meldesystem, das ein frühzeitiges Erkennen von Planabweichungen gewährleistet und damit Veränderungen im Chancen- und Risikoportfolio aufzeigt. Darüber hinaus überwacht das Risikomanagement der bmp greengas GmbH die wesentlichen Risikopositionen des laufenden Geschäfts sowie die allgemeine Risikopolitik. BEURTEILUNG RISIKOSITUATIONDie politischen Rahmenbedingungen für Biomethan haben sich durch die in Umsetzung befindliche Erneuerbare Energien Richtlinie 2 (RED II) der EU und der geplanten Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien auf 40 % (Entwurf RED III) deutlich verbessert. Des Weiteren trägt die Entwicklung der Energiemärkte zu einer Erhöhung der wirtschaftlichen Attraktivität für Neuprojekte bei. Für bestehende Biogasanlagen, die ihre zukünftige Produktion mittels Warentermingeschäften für die kommenden Jahre vermarktet haben, sind erhebliche Risiken zu erwarten. Die Höhe des Risikos ist abhängig von der Weiterentwicklung der Kosten bei Hilfsenergie und von der Entwicklung der Substratkosten, die in Zusammenhang mit den Weltmarktpreisen für Weizen stehen. Darüber hinaus können steigende Finanzierungskosten und/oder zunehmende genehmigungsrechtliche Prozesse mögliche oder notwendige Investitionen hemmen oder zumindest beeinflussen. Ein weiterer unbekannter, aber nicht zu unterschätzender Risikoaspekt ist die weitere Entwicklung der klimatischen Gegebenheiten in Deutschland, die dauerhaft eine Änderung der landwirtschaftlichen Produktionsmöglichkeiten mit sich bringen kann. bmp greengas GmbH hatte zur Berücksichtigung des Risikos aus notwendigen Beschaffungsmaßnahmen in Folgejahren zu erwartungsgemäß höheren Einkaufskonditionen zum Bilanzstichtag 31.12.2022 entsprechende Drohverlustrückstellungen gebildet. Die vor dem Eintritt in das vorläufige Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung gebildeten Drohverlustrückstellungen für Biomethangeschäfte wurden mit Eintritt in das Insolvenzplanverfahren ausgebucht. Durch die Veränderung des Geschäftsmodells der bmp greengas GmbH im EnBW-Konzernverbund zur Verflüssigung von Biomethan in 2024 und auf Grund der THG-Quotenpreisentwicklung hat die bmp greengas GmbH eine Drohverlustrückstellung für diese neuen Sachverhalte mit Austritt aus dem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung in 2024 für den Zeitraum 2024-2026 gebildet. MarktrisikenMarktpreisrisiken und -chancen ergeben sich aus der Unsicherheit in Bezug auf die Entwicklung der Marktpreise im Biomethanmarkt und seinen Derivaten. Zur Messung und Limitierung der Commodity-Preisänderungsrisiken verwendet bmp greengas GmbH eine Kombination aus Mengen- und Preislimits. So soll erreicht werden, dass Risikopositionen angemessen abgebildet werden. Das Geschäft von bmp greengas GmbH wird mithilfe einer adäquaten Buchstruktur und Clusterbildung über ein integriertes Risikoreporting überwacht und gesteuert. Marktrisiken zeichnen sich vor allem durch die im Jahr 2022 gestiegenen Produktionskosten auf Seite der Lieferanten im Bereich Betriebsenergie und den deutlichen Kostensteigerungen bei der Substratbeschaffung ab. In der Zwischenzeit konnte sich der Markt wieder beruhigen und Biomethanmengen werden wieder angeboten, jedoch zu einem höheren Preisniveau ggü. 2022. bmp greengas GmbH begegnet dieser Entwicklung mit einer verstärkten Diversifizierung des Portfolios und der Weiterentwicklung der Geschäftsbeziehungen zu den Lieferanten über die Schaffung von zusätzlichen beidseitigen Mehrwerten auf langfristiger Basis (Win-Win-Prinzip). Parallel dazu werden die europäischen Handelsaktivitäten und die Entwicklung neuer Produkte im Bereich grüne Gase und Dienstleistungen ausgebaut. Kredit- Und Liquiditätsrisikenbmp greengas GmbH ist aufgrund der operativen Geschäftstätigkeit Kreditrisiken ausgesetzt. Kreditrisiken resultieren aus der Nicht- oder Teilerfüllung bestehender Forderungen durch die Geschäftspartner und aus Wiedereindeckungsrisiken bei schwebenden Geschäften. Die Höhe des Kreditrisikos auf Kontrahenten Ebene bemisst sich in der Regel aus dem aktuellen potentiellen Verlust durch Ausfall eines Geschäftspartners. Das Kreditrisiko ist ein bedeutendes Einzelrisiko für bmp greengas GmbH. Kreditrisiken werden durch geeignete Maßnahmen aktiv gesteuert. Dazu zählen die Festlegung von Risikolimits für einzelne Kontrahenten und Kontrahenten Gruppen, die Einforderung von Sicherheiten, die Strukturierung von Verträgen, die Übertragung des Kreditrisikos auf Dritte (wie etwa Versicherungen). Existierende Kreditrisiken werden laufend gemessen und überwacht, um die Angemessenheit der ergriffenen Maßnahmen sowie die Einhaltung der definierten Limite sicherzustellen. Limit Überziehungen werden gemäß internen Vorgaben eskaliert und gemanagt. Im Rahmen des zentralen Kreditrisikomanagements wird die Bonität der Geschäftspartner auf Grundlage konzernweiter Mindestvorgaben systematisch bewertet und überwacht. Bei nicht ausreichender Bonität werden Sicherheiten eingefordert (z.B. Bankgarantien, Garantien des Mutterunternehmens). Das Eigenkapital der bmp greengas GmbH war nach Abschluss des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung zum 13.03.2024 positiv (auf die im Nachtragsbericht im Anhang angegebene Kapitalzuführung wird verwiesen). Auf Grundlage der integrierten Bilanz- und Finanzplanung reichen die vorhandenen liquiden Mittel sowie die geplanten unterjährigen operativen Cash-Flows der Geschäftstätigkeit im Prognosezeitraum nicht aus, um die Zahlungsmittelabflüsse im Zusammenhang mit Sondereffekten und saisonalen Schwankungen zu decken. Die erforderlichen liquiden Mittel sollen der bmp greengas GmbH durch den Abschluss eines mit der VNG AG, mit Datum vom 15.11.2024, vereinbarten Liquiditätsmanagementvertrags (Cashpool) mit unbegrenzter Laufzeit, zur Verfügung gestellt werden. Die Kreditlinie ist von der VNG AG mit einer Frist von 12 Monaten zum Ende eines jeden Kalenderquartals, erstmals mit Wirkung zum Ablauf des 30.06.2026, kündbar. Damit ist die Gesellschaft zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und somit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit, von der finanziellen Unterstützung der VNG AG abhängig. Aufgrund der Abhängigkeit der bmp greengas GmbH von der finanziellen Unterstützung der VNG AG liegt eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit vor. bmp greengas GmbH erwartet auf Basis ihrer integrierten Bilanz- und Finanzplanung, die für den Geschäftsbetrieb bis Ende des ersten Quartals 2026 sowie für den weiteren Ausbau der geschäftlichen Aktivitäten (im Bereich Biomethan, Verkehr, International und weitere grüne Gase) notwendige Liquiditätsanforderung aus dem Working Capital zu erwirtschaften bzw. aus dem seit dem 25.11.2024 bestehenden Liquiditätsmanagementvertrag mit der VNG AG zu erhalten. RECHTLICHE RISIKENFür das Geschäft der bmp ergeben sich Risiken und Chancen aus anhängigen gerichtlichen Verfahren. Dazu zählen Klagen zu Vertrags- oder Preisanpassungen. CHANCENDurch die relevante Marktposition in der Vermarktung von Biomethan und das breite Portfolio hat bmp greengas GmbH zusammen mit Ihren Geschäftspartnern auch ab 2024 die Möglichkeiten, die Einkaufs- und Absatzvolumina in einem sich verändernden Markt zu stabilisieren. Die Ergänzung des Portfolios um weitere grüne Gase und das Wachstum in ausländischen Märkten wird weiterhin vorangetrieben. Durch die Größe des bmp greengas GmbH Portfolios und der Konzernzugehörigkeit über die VNG Handel & Vertrieb GmbH zur EnBW AG ist die bmp greengas GmbH grundsätzlich in der Lage, bei der stattfindenden Marktkonsolidierung weitere Portfolios zu übernehmen. Dies kann sich positiv auf das Portfoliovolumen mit entsprechenden Skaleneffekten auswirken. Durch strategische Beschaffungsprozesse ist bmp greengas GmbH in der Lage, wirtschaftliche Potenziale zu heben. bmp greengas GmbH nutzt mit eigenen Marktaktivitäten und in Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern die sich bietenden Möglichkeiten des THG-Quotenhandels, um neue zukunftsfähige Geschäftsfelder in einem sich verändernden Markt zu erschließen. RISIKOBERICHTERSTATTUNG ÜBER DIE VERWENDUNG VON FINANZINSTRUMENTENDie Risiken und Chancen der bmp werden regelmäßig analysiert und bewertet. Es bestehen mit einem Großteil der Kunden (mehrheitlich Stadtwerke) langjährige Partnerschaften. Das Ausfallrisiko in dieser Kundengruppe ist gering. Zudem verfügt bmp greengas GmbH über ein ausgeprägtes Forderungsmanagementsystem. Dies ermöglicht es, Zahlungsverzögerungen frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Das Risiko von Forderungsausfällen kann auf diese Weise noch einmal minimiert werden. Im kurzfristigen Bereich finanzierte sich bmp greengas GmbH aus dem laufenden operativen Cashflow, mittels Lieferantenkrediten und bis zum 30.11.2022 durch Inanspruchnahme des Cash Pooling mit der EnBW AG. Ab dem 01.12.2022 betreibt bmp greengas GmbH ein eigenständiges Liquiditätsmanagement in enger Abstimmung mit der Gesellschafterin Erdgas Südwest GmbH und dem EnBW-Konzern. Seit dem 25.11.2024 ist bmp greengas GmbH im Cash Pooling der VNG AG aufgenommen. Die obersten Ziele des Finanz- und Risikomanagements sind die Aufrechterhaltung der Liquidität, die Minimierung von finanziellen Risiken und das Ermöglichen des langfristigen Unternehmenserfolgs. Aus diesem Grund überprüft bmp greengas GmbH regelmäßig die Funktion des eigenen Forderungsmanagementsystems und überwacht täglich die Zahlungseingänge und Zahlungsausgänge aus den Liefer- und Leistungsverträgen mit den Kunden und Lieferanten. RISIKOBERICHTERSTATTUNG ZU BESCHAFFUNGSRISIKENIn Abweichung zu den Vorjahren war im Jahr 2022 eine eingeschränkte Mengenverfügbarkeit in den Beschaffungsmärkten und eine unerwartete Preisentwicklung erkennbar, die bmp greengas GmbH veranlasste, eine Risikovorsorge auf Basis von Bewertungsszenarien einzustellen und Maßnahmen zur Minderung der Risiken umzusetzen. Mit dem Ausbruch des Ukraine-Kriegs und den weiteren Entwicklungen in der Folgeperiode sind Einflüsse auf die Energiemärkte und die landwirtschaftlichen Märkte eingetreten, die bmp greengas GmbH veranlassten das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung zu beantragen und damit ihr Geschäftsmodell insbesondere mit den vertraglichen Verpflichtungen gegenüber den Kunden im Geschäftsfeld EEG Biomethan wieder zu stabilisieren. bmp greengas GmbH hat vor und während des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung die Möglichkeiten genutzt, die Lieferanten wirtschaftlich zu stabilisieren und hat die Absicht, nach dem Ende des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung die weiteren Möglichkeiten zur Stabilisierung partnerschaftlich zu nutzen. (VORAUSSICHTLICHE) ENTWICKLUNGDas an das Rumpfgeschäftsjahr 01.01.2023 bis 31.07.2023 anschließende weitere Rumpfgeschäftsjahr 01.08.2023 bis 13.03.2024 (Beendigung des Rumpfgeschäftsjahres nach Aufhebung des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung) war durch eine positive Entwicklung der Roherträge im operativen Biomethan-Geschäft geprägt. Die Umsatzentwicklung ist in Folge der Geschäftsfeldrestrukturierung Biomethan, bemessen an der entsprechend hochgerechneten Vorperiode, um 13,7% geringer. Im weiteren Verlauf des Jahres 2024 zeigte sich ein ggü. der ursprünglichen Planung ein leicht positiverer Verlauf in Bezug auf Rohertrag und Umsatz, bedingt durch die Reaktivierung bestehender Kundenbeziehungen und durch die Nutzung verkäuferischer Chancen am Markt. Das Unternehmen hat nach Beendigung des Insolvenzverfahrens eine Mittelfristplanung bis Ende 2027 abgegeben. bmp greengas GmbH rechnet mit Umsätzen auf deutlich niedrigerem Niveau im Vergleich zum letzten vollen Geschäftsjahr 2022 (-35 bis -40%) und einem operativen Ergebnisbeitrag zwischen 3% und 4% Umsatzrendite, bezogen auf die Jahre 2025 bis 2027. Die Umsatzentwicklung und die Ergebnisentwicklung werden wesentlich davon abhängen, inwieweit es der bmp greengas GmbH gelingen wird, sich im Markt zu stabilisieren und Vertrauen nach dem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung bei Geschäftspartnern wieder nachhaltig aufzubauen. Durch die Veränderung des Geschäftsmodells im EnBW-Konzernverbund zur Verflüssigung von Biomethan im Jahr 2024 beabsichtigt bmp greengas GmbH im Bereich Kraftstoff-Biomethan und THG-Quotenvermarktung tiefer in diese Wertschöpfungskette einzusteigen. bmp greengas GmbH hat im Jahr 2024 eine zukunftsweisende Neuorganisation vorgenommen und verfügt über eine Mitarbeiterschaft, die auch im schwierigen Umfeld eine stabile Leistung meistern kann.
München, 25.02.2025 Sven Kraus, Geschäftsführer Stefan Schneider, Geschäftsführer FeststellungDer Jahresabschluss für das Geschäftsjahr wurde am 27. Februar 2025 festgestellt. |
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