Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 246405
Vorher
Blitz 19-12 GmbH
Eingetragen
29.1.2019
Branche
Ingenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und VerkehrsanlagenIngenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungIngenieurbüros für Tragwerksplanung
Gegenstand
Gegenstand von Amts wegen berichtigt: Erbringung von Beratungs-, Entwurfs-, Engineering-, Beschaffungs-, Bau-, Projektmanagement- und Projektentwicklungsdiensten für alle Industriezweige, einschließlich Infrastruktur, Transport, Versorger, Automobil, Umwelt, Bauwesen, Life Science, Elektronik und Fertigung sowie Erbringung von Planungsleistungen gemäß Art. 4 und 5 BauKaG.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Klaus Stocker
seit 24.10.2024
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
JACOBS U.K. LIMITEDGBR
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
JACOBS U.K. LIMITED
United Kingdom
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Jacobs GmbH

Garching b.München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Jacobs GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Jacobs GmbH, Garching bei München - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Jacobs GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 30. Oktober 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Timphaus-Möller, Wirtschaftsprüferin

Bilanz zum 30. September 2023

Aktiva

30.09.2023 30.09.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.961.230,81 9.638.579,02
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 267.903,72 101.165,96
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 340.046,64 98.534,85
607.950,36 199.700,81
8.569.181,17 9.838.279,83
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Unfertige Leistungen 4.346.263,64 1.014.673,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.109.942,47 4.346.571,64
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 30.984.170,98 568.338,01
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.384.915,73 3.348.428,02
36.479.029,18 8.263.337,67
III. Guthaben bei Kreditinstituten 6.141.375,20 21.774.216,80
46.966.668,02 31.052.227,47
C. Rechnungsabgrenzungsposten 160.032,31 191.464,06
55.695.881,50 41.081.971,36

Passiva

30.09.2023 30.09.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 5.000.000,00 5.000.000,00
II. Kapitalrücklage 17.341.689,06 17.341.689,06
III. Gewinnvortrag 7.588.787,98 607.868,61
IV. Jahresüberschuss 9.673.046,84 6.980.919,37
39.603.523,88 29.930.477,04
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 368.939,00 407.702,00
2. Steuerrückstellungen 5.156.828,24 531.200,52
3. Sonstige Rückstellungen 1.242.366,09 1.128.616,93
6.768.133,33 2.067.519,45
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4.595.866,23 1.760.704,95
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.158.467,50 1.765.995,70
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.229.368,57 2.661.230,20
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.340.521,99 1.024.934,17
9.324.224,29 7.212.865,02
D. Passive latente Steuern 0,00 1.871.109,85
55.695.881,50 41.081.971,36

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023

Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 53.010.428,46 70.550.532,77
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -30.729.072,37 -57.647.918,72
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 22.281.356,09 12.902.614,05
4. Allgemeine Verwaltungskosten -10.959.319,74 -5.269.047,20
5. Sonstige betriebliche Erträge 1.125.382,41 3.119.942,81
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -241.355,30 -726.994,63
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 588.858,79 0,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -6.173,00 -272.805,74
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3.115.702,41 -2.772.789,92
10. Ergebnis nach Steuern / Jahresüberschuss 9.673.046,84 6.980.919,37

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023

der Jacobs GmbH, Garching bei München

1. Rechtliche Verhältnisse

Die Jacobs GmbH ("Gesellschaft") mit Sitz in Garching bei München ist unter HRB 246405 beim Amtsgericht München eingetragen.

Sie ist vollständig im Besitz der Jacobs U.K. Limited, London, Großbritannien. Diese hat die Anteile am 15. Dezember 2020 von der damaligen Jacobs Engineering Inc., Dallas, Texas/USA (nunmehr: Jacobs Solutions Inc., Dallas, Texas/USA) erworben.

Das Geschäftsjahr 2023 der Jacobs GmbH umfasst den Zeitraum vom 01. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023.

2. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB (Handelsgesetzbuch) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG (Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung) aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für eine große Kapitalgesellschaft.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Umsatzkostenverfahren angewendet.

Der Jahresabschluss wurde unter Zugrundelegung der Unternehmensfortführung aufgestellt.

Sofern nicht ausdrücklich vermerkt, erfolgen alle Angaben in Tausend Euro.

Für die Klarheit und Übersichtlichkeit des Abschlusses werden alle Davon-Vermerke im Anhang angegeben und erläutert.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagegegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, planmäßig linear und im Jahr des Zugangs zeitanteilig abgeschrieben. Die Nutzungsdauer beträgt 3 Jahre. Der Auftragsbestand eines Projektes, der durch die Muttergesellschaft im Rahmen einer Sachzuzahlung in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB eingebracht wurde, wird mit dem vorsichtig geschätzten Zeitwert zum Zeitpunkt der Sachzuzahlung bewertet und über die vertragliche Restlaufzeit des Vertrages (7,3 Jahre) amortisiert.

Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert. Gegenstände, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden entsprechend ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer planmäßig linear und im Jahr des Zugangs zeitanteilig wie folgt abgeschrieben:

Bauten auf fremden Grundstücken 10 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-5 Jahre

Eine Aktivierung von Zinsen auf Fremdkapital erfolgt nicht. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert bilanziert.

Unter den unfertigen Leistungen werden unfertige Projekt- und Ingenieurdienstleistungen ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder, falls diese niedriger sind, zu vom Verkaufspreis abgeleiteten realisierbaren Preisen am Bilanzstichtag. Bestandteile der Projekt- und Ingenieurleistungen sind u. a. Leistungen eigener Mitarbeiter zu Standardstundensätzen, sowie Leistungen von Fremdpersonal und Handwerksleistungen. Bei der Ermittlung der Standardstundensätze wird eine Normalauslastung der Mitarbeiter zugrunde gelegt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag, ggfs. abzüglich Einzelwertberichtigungen angesetzt.

Die Guthaben bei Kreditinstituten entsprechen den Nominalwerten.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden für Anwartschaften und laufende Leistungen aufgrund von Versorgungszusagen gebildet. Die Bewertung erfolgt nach der Projected Unit Credit Methode (laufendes Einmalprämienverfahren) pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Zinssatz für die Bewertung betrug zum 30. September 2023 1,81 %. (Vorjahr: 1,78 %). Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden bezüglich Sterblichkeit und Invalidität die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Als Rentendynamik wurden 2,5 % p.a. (Vorjahr: 2,6 % p.a.) berücksichtigt. Es werden firmenspezifische Fluktuationswahrscheinlichkeiten berücksichtigt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften, in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Der Erfüllungsbetrag für Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften wird anhand von Vollkosten ermittelt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Schulden wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip beachtet (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB).

4. Erläuterungen zur Bilanz sowie zur Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens einschließlich der Abschreibungen ist dem als Anlage beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen.

Die immateriellen Vermögensgegenstände betreffen in Höhe von 7.961 TEUR dem Auftragsbestand eines Großprojektes. Siehe hierzu auch (3) Eigenkapital.

(2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen

30.09.2023 30.09.2022
TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 806 568
davon gegen Gesellschafter 378 160
Forderungen aus Darlehen 30.178 0
30.984 568

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben wie im Vorjahr eine Laufzeit von unter einem Jahr.

Sonstige Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen noch nicht fakturierte Umsatzerlöse sowie Mietkautionsforderungen in Höhe von 69 TEUR (Vorjahr: 129 TEUR) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

(3) Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt 5.000 TEUR. Das Stammkapital wird vollständig von Jacobs U.K. Limited mit Sitz in London gehalten.

Die Kapitalrücklage (§ 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB) betrifft mit 12,3 EUR die in 2021 getätigte Sachzuzahlung des Auftragsbestandes für ein Großprojekt durch die Muttergesellschaft.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 24. September 2024 wurde der Jahresüberschuss 2022 in Höhe von 6.981 TEUR auf neue Rechnung vorgetragen.

Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, das Jahresergebnis 2023 vollständig auf neue Rechnung vorzutragen.

(4) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Unterschiedsbetrag zwischen der Bewertung der Pensionsrückstellung mit dem 10- Jahresdurchschnittssatz und dem 7-Jahresdurchschnittssatz beträgt zum Geschäftsjahresende 3 TEUR. Der ausschüttungsgesperrte Betrag beträgt 2 TEUR.

(5) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

30.09.2023 30.09.2022
TEUR TEUR
Rückstellungen für noch ausstehende Urlaubs- und Gleitzeitansprüche, für Arbeitnehmerentsendung und Abfindungen 943 738
Rückstellung für Prüfungs- und Steuerberatungskosten 299 232
Prozesskostenrückstellung 0 159
1.242 1.129

(6) Verbindlichkeiten

30.09.2023 30.09.2022
TEUR TEUR TEUR TEUR
Gesamt Restlaufzeit bis 1 Jahr Gesamt Restlaufzeit bis 1 Jahr
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4.596 4.596 1.761 1.761
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.158 2.158 1.766 1.766
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.229 1.229 2.661 2.661
Sonstige Verbindlichkeiten 1.341 1.341 1.025 1.025
9.324 9.324 7.213 7.213

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

30.09.2023 30.09.2022
TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.229 2.661
davon ggü. Gesellschafter 232 1.812
1.229 2.661

Im Posten sonstige Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern von 698 TEUR (Vorjahr: 897 TEUR) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 117 TEUR (Vorjahr: 128 TEUR) enthalten.

(7) Passive latente Steuer

Passive latente Steuern
TEUR
30.09.2022 1.871
30.09.2023 0
Veränderung -1.871

Die passiven latenten Steuern resultierten im Vorjahr aus Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen bei den sonstigen Rückstellungen. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 29,7 % zugrunde gelegt.

(8) Umsatzerlöse

Geschäftsjahr Vorjahr
People and Places Solutions Critical Mission Solutions Gesamt People and Places Solutions Critical Mission Solutions Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Deutschland 49.021 0 49.021 43.357 24.934 68.291
Rest der Welt 3.989 0 3.989 2.260 0 2.260
Gesamt 53.010 0 53.010 45.617 24.934 70.551

(9) Materialaufwand

Geschäftsjahr Vorjahr
TEUR TEUR
Aufwendungen für bezogene Leistungen 18.773 44.379
18.773 44.379

(10) Personalaufwand

Geschäftsjahr Vorjahr
TEUR TEUR
Löhne und Gehälter 15.710 13.285
Soziale Abgaben und Aufwendung für Altersversorgung und für Unterstützung 2.503 2.120
- davon für Altersversorgung 3 49
18.213 15.405

(11) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen im Geschäftsjahr 1.125 TEUR (Vorjahr: 3.120 TEUR). Wie im Vorjahr handelt es sich hier im Wesentlichen um Kostenerstattungen von verbundenen Unternehmen. Daneben waren Fremdwährungsgewinne von 63 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) in dem Posten enthalten. Periodenfremde Erträge gab es keine (Vorjahr: 1.200 TEUR).

(12) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten in Höhe von 218 TEUR (Vorjahr: 674 TEUR) Personal- und Sachkosten für Verwaltungsprojekte, die im Auftrag von verbundenen Unternehmen in Deutschland erbracht werden, Kursverluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten in Höhe von 9 TEUR (Vorjahr: 53 TEUR) und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 14 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR).

(13) Zinsaufwand

Geschäftsjahr Vorjahr
TEUR TEUR
Aufzinsung von Rückstellungen 6 12
Zinsaufwand an verbundene Unternehmen 0 145
Sonstiger Zinsaufwand 0 116
6 273

(14) Zinsertrag

Geschäftsjahr Vorjahr
TEUR TEUR
Zinsertrag von verbundenen Unternehmen 417 0
Sonstiger Zinsertrag 172 0
589 0

(15) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Erträge aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern in Höhe von 1.871 TEUR (Vorjahr: Aufwendungen 1.871 TEUR) enthalten.

5. Sonstige Angaben

(1) Mitarbeiter

Im Durchschnitt waren beschäftigt:

Geschäftsjahr Vorjahr
Anzahl Anzahl
Angestellte Projekt- und Ingenieurdienstleistungen 174 50
Angestellte Verwaltung 14 14
188 164

(2) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

30.09.2023
Aus Miet- und Leasingverträgen TEUR
Fällig im Folgejahr 401
Fällig im 2. bis 5. Jahr 895
Fällig im 6. Jahr und in Folgejahren 296
Gesamt 1.592

(3) Geschäftsführung

Die Geschäfte der Gesellschaft werden geführt durch:

Torben Möller, Ingenieur, Achim, Deutschland bis 08. Oktober 2024

Klaus Stocker, Architekt, München, Deutschland ab 08. Oktober 2024

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da sich anhand der Angaben die Bezüge eines Mitglieds der Geschäftsführung feststellen ließe.

(4) Konzernzugehörigkeit

Die Jacobs GmbH wird in den Konzernabschluss der Jacobs Solutions Inc., Dallas, Texas/USA (vormals: Jacobs Engineering Inc., Dallas, Texas/USA) einbezogen. Er ist erhältlich auf www.jacobs.com.

Diese Gesellschaft stellt den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Konzernkreis nach US-amerikanischen Rechnungslegungsvorschriften auf.

(5) Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt 108 TEUR und entfällt vollständig auf Abschlussprüfungsleistungen.

6. Nachtragsbericht

Mit Wirkung zum 31. Mai 2024 veräußerte die Gesellschaft ihren Teilbetrieb Critical Mission Solutions an ihre deutsche Schwestergesellschaft CHM2 Hill GmbH in Kaiserslautern. Der Verkaufspreis betrug 182 TEUR. Für die Jacobs GmbH ergeben sich durch den Verkauf keine wesentlichen Auswirkungen, da in dem Teilbetrieb weder im Geschäftsjahr 2023 noch im Geschäftsjahr 2024 wesentliches Projektgeschäft erfolgte. Mit Wirkung zum 31. Mai 2024 erwarb die Gesellschaften den Teilbetrieb Jacobs von ihrer deutschen Schwestergesellschaft CHM2 Hill GmbH in Kaiserslautern. Der Kaufpreis betrug 597 TEUR.

Seit dem 19. Juni 2024 nimmt die Gesellschaft am europäischen Cashpool der Jacobs Gruppe unter Führung der JACOBS EUROPE HOLDCO LIMITED teil. Es handelt sich um einen sog. Zero-Balancing- Cash Pool.

Mit Wirkung zum 08. Oktober 2024 wurde Torben Möller als Geschäftsführer abberufen und Klaus Stocker zum neuen Geschäftsführer berufen.

 

Garching bei München am 25. Oktober 2024

Klaus Stocker, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.10.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen 30.09.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.296.221,64 0,00 0,00 0,00 12.296.221,64
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 127.325,28 239.415,31 0,00 0,00 366.740,59
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 257.891,90 369.791,98 -42.004,15 0,00 585.679,73
385.217,18 609.207,29 -42.004,15 0,00 952.420,32
12.681.438,82 609.207,29 -42.004,15 0,00 13.248.641,96
Kumulierte Abschreibungen
01.10.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen 30.09.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.657.642,62 1.677.348,21 0,00 0,00 4.334.990,83
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 26.159,32 72.677,55 0,00 0,00 98.836,87
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 159.357,05 86.276,04 0,00 0,00 245.633,09
185.516,37 158.953,59 0,00 0,00 344.469,96
2.843.158,99 1.836.301,80 0,00 0,00 4.679.460,79
Buchwerte
30.09.2023 30.09.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.961.230,81 9.638.579,02
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 267.903,72 101.165,96
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 340.046,64 98.534,85
607.950,36 199.700,81
8.569.181,17 9.838.279,83

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

Die Jacobs GmbH (im Folgenden auch "Gesellschaft") mit Sitz in Garching bei München ist Teil der US-amerikanischen Jacobs Solutions Group in Dallas, Texas (im Folgenden auch "Jacobs Gruppe" oder "Konzern"). Direkte Muttergesellschaft ist die Jacobs U.K. Limited, London, Großbritannien (im Folgenden auch "Jacobs UK").

Die Jacobs Gruppe mit einem Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2023 von rund 16,4 Mrd. USD ist ein weltweit tätiger Konzern für die Erbringung von technischen Dienstleistungsprojekten und -programmen aller Art für Kunden aus Industrie, Handel und für Regierungen.

Das Dienstleistungsangebot des Konzerns und der Jacobs GmbH reicht dabei von der Projektberatung und der Erstellung von Designkonzepten über die Übernahme kompletter kundendesignspezifischer Projekte und Programme bis hin zur Erbringung von Wartungs- oder Betreiberdienstleistungen nach Abschluss solcher Projekte oder Programme. Die Jacobs Gruppe agiert in den Geschäftsfeldern Critical Mission Solutions (CMS) und People & Places Solutions (P&PS). Das Geschäftsfeld CMS bietet Kunden Lösungen rund um kritische Infrastruktur an. Das Geschäftsfeld P&PS unterstützt Kunden u. a. bei Projekten in den Bereichen Klimawandel, Energie- und Mobilitätswende und der Produktion von pharmazeutischen Produkten.

Die Jacobs GmbH repräsentiert die Jacobs Gruppe in Deutschland. Zum Geschäftsjahresende 30. September 2023 erbringen 199 Mitarbeiter (Vorjahr: 174 Mitarbeiter) Projekt- und Ingenieurdienstleistungen für Energie- und Produktionsunternehmen in Deutschland.

Neben dem Verwaltungsstandort in Garching bei München, unterhält die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 einen weiteren Standort in Würzburg.

Die Jacobs GmbH ist über mehrere Verträge in die Jacobs Gruppe eingebunden. Mit dem Master Service Agreement wird der globale Dienstleistungsaustausch innerhalb der Jacobs Gruppe geregelt. Einerseits stellt die Gesellschaft Personal für Projekte weltweit zur Verfügung, erhält aber auch Personal aus aller Welt für die Durchführung eigener Projekte. Mit ihrer Muttergesellschaft Jacobs UK hat die Gesellschaft ein Global Participation Agreement abgeschlossen. Demnach trägt die Muttergesellschaft Verantwortung für die Geschäftsentwicklung in Deutschland. Zudem bedient sich die Jacobs GmbH für zentrale Unternehmensfunktionen, z. B. Einkauf, Buchhaltung, Finanzierung aber auch Mitarbeitergewinnung entsprechender Dienstleistungsgesellschaften innerhalb der Jacobs Gruppe.

2. Forschung und Entwicklung

Die Jacobs GmbH betreibt keine Forschung und Entwicklung.

3. Wirtschaftsbericht

3.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

Im Kalenderjahr 2023 wurde das Wachstum durch die Aushöhlung der Kaufkraft der privaten Haushalte, eine erhebliche geldpolitische Straffung, die teilweise Rücknahme der fiskalpolitischen Unterstützungsmaßnahmen und die sinkende Auslandsnachfrage gebremst. Nachdem eine technische Rezession in der zweiten Jahreshälfte 2023 nur knapp vermieden werden konnte, bleiben die Aussichten für die EU-Wirtschaft auch im ersten Quartal 2024 trübe. (Quelle: Winterprognose 15. Februar 2024 der Europäischen Kommission)

Die Marktfokussierung der Jacobs GmbH wird durch europäische und globale Vertriebsorganisationen der Jacobs Gruppe gesteuert. Dort erfolgt auch die Erarbeitung der Geschäftsstrategie im Rahmen der Konzernstrategie. Im globalen Kontext kommt somit der Jacobs GmbH in Deutschland die Rolle eines Anbieters von im Wesentlichen technischen Dienstleistungen im komplexen Infrastruktur-Projektumfeld zu. Die Jacobs GmbH ist damit unabhängig von der Entwicklung einzelner regionaler Industrien und ist nicht auf einzelne regionale Märkte beschränkt.

3.2.Steuerung, Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

3.2.1. Steuerung der Gesellschaft

Die Steuerung der Jacobs GmbH erfolgt auf Projektebene. Die Jahresziele werden durch einen monatlichen Forecast unterjährig angepasst, um den neuesten Entwicklungen Rechnung zu tragen. Die Einbindung in das monatliche Finanz-Reporting der Jacobs Gruppe hat zur Folge, dass die Jacobs GmbH auf der Basis von - nach US GAAP (US-amerikanische General Accepted Accounting Principles) ermittelten - Finanzkennzahlen gesteuert wird. Die für die Unternehmenssteuerung bedeutsamste Kennzahl ist das prozentuale Bruttoergebnis vom Umsatz. Es wird definiert als Umsatzerlöse (nach US-GAAP) abzüglich Herstellkosten vom Umsatz (nach US-GAAP) in Prozent vom Umsatz (nach US- GAAP).

3.2.2. Vermögenslage

Zum Geschäftsjahresende 30. September 2023 betrug die Bilanzsumme der Jacobs GmbH Mio. EUR 55,7 nach Mio. EUR 41,1 im Vorjahr. Auf der Aktivseite der Bilanz resultiert die Erhöhung vor allem aus Geldeingängen aus Projekten, die als kurzfristige Darlehen in Höhe von insgesamt Mio. EUR 30,1 an Gesellschaften der Jacobs Gruppe ausgereicht wurden sowie aus der Zunahme der unfertigen Leistungen um Mio. EUR 3,3. Die Gewährung der kurzfristigen Darlehen an Gesellschaften der Jacobs Gruppe begründete u.a. den Rückgang der Guthaben bei Kreditinstituten um Mio. EUR 15,6 im Vergleich zum Vorjahr.

Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag Mio. EUR 39,6 (Vorjahr: Mio. EUR 29,9). Der Anstieg ist auf das Jahresergebnis des Berichtsjahres zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote beträgt 71,1 % nach 72,9 % im Vorjahr.

Die Rückstellungen stiegen von Mio. EUR 2,1 auf Mio. EUR 6,8 vor allem aufgrund der Bildung von Steuerrückstellungen in Höhe von Mio. EUR 4,6. Die Verbindlichkeiten stiegen um Mio. EUR 2,1 auf Mio. EUR 9,3, im Wesentlichen aufgrund des Anstieges der erhaltenen Anzahlungen um Mio. EUR 2,8.

Die im Vorjahr in Höhe von Mio. EUR 1,9 gebildeten passiven latenten Steuern wurden in 2023 aufgrund der erhaltenen Transferpreisabrechnungen vollständig verbraucht.

3.2.3. Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 erzielte die Jacobs GmbH aus ihren Projekten einen Umsatz von Mio. EUR 53,0 (Vorjahr: Mio. EUR 70,5). Der Umsatzrückgang beruht auf einem Sondereffekt im Vorjahr, als ein zum Festpreis abgewickeltes Bauprojekt verumsatzt wurde.

Die Herstellkosten vom Umsatz sanken von Mio. EUR 57,6 auf Mio. EUR 30,7. Im Ergebnis führte dies zu einem absoluten Bruttoergebnis vom Umsatz von Mio. EUR 22,3 nach Mio. EUR 12,9 im Vorjahr. Damit ergibt sich ein relatives Bruttoergebnis vom Umsatz von 42,0 % nach 18,3 % im Vorjahr. Die Steigerung beruht auf einem Sondereffekt im Vorjahr, als ein zum Festpreis abgewickeltes Bauprojekt verumsatzt wurde.

Nach US-GAAP konnte die Gesellschaft ihr prozentuales Bruttoergebnis vom Umsatz nahezu verfünffachen. Die Prognose wurde damit um das Dreifache übertroffen, weil sich die Projekte besser entwickelten als angenommen. Das Bruttoergebnis vom Umsatz nach US-GAAP weicht vom prozentualen Bruttoergebnis vom Umsatz im handelsrechtlichen Jahresabschluss im Wesentlichen aufgrund der Abschreibung auf die immateriellen Vermögensgegenstände ab sowie aufgrund der Nicht-Berücksichtigung von Projektergebnissen, die nicht auf Ebene der Gesellschaft gesteuert werden.

Die allgemeinen Verwaltungskosten der Gesellschaft stiegen aufgrund von Transferpreisabrechnungen von Mio. EUR 5,3 auf Mio. EUR 11,0 an.

Zusammen mit sonstigen betrieblichen Erträgen von Mio. EUR 1,1 (Vorjahr: Mio. EUR 3,1), die im Vorjahr durch periodenfremde Erträge beeinflusst waren, und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen von Mio. EUR 0,2 (Vorjahr: Mio. EUR 0,7) sowie aus der Ausreichung von Konzerndarlehen resultierenden Zinserträgen von Mio. EUR 0,6 (Vorjahr: Mio. EUR 0,0) und Zinsaufwendungen von Mio. EUR 0,0 (Vorjahr: Mio. EUR 0,3) ergibt sich ein Ergebnis vor Steuern von Mio. EUR 12,8 (Vorjahr: Mio. EUR 9,8). Der Jahresüberschuss beträgt Mio. EUR 9,7 nach Mio. EUR 7,0 im Vorjahr.

3.2.4. Finanzlage

Zum Geschäftsjahresende 2023 betrugen die Geldmittel der Gesellschaft Mio. EUR 6,1 (Vorjahr: Mio. EUR 21,8). Die Reduktion ergab sich im Wesentlichen daraus, dass der operative Cashflow von Mio. EUR 15,1 sowie weitere Mio. EUR 15,0 an Geldmitteln als kurzfristige Darlehen an verbundene Unternehmen ausgereicht wurden.

3.2.5. Gesamtaussage

Insgesamt ist damit das Geschäftsjahr 2023 aus Sicht der Geschäftsführung erfolgreich verlaufen.

4. Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt waren 188 Mitarbeiter (im Vorjahr: 164 Mitarbeiter) bei der Jacobs GmbH beschäftigt. Die Erhöhung der Anzahl der Mitarbeiter resultiert im Wesentlichen aus der Ausweitung der Projekt- und Ingenieurdienstleistungsaktivitäten in Deutschland.

5. Umwelt, Sicherheit/Gesundheit

Die Themen Umwelt, Sicherheit und Gesundheit haben für die Jacobs GmbH einen hohen Stellenwert und sind als Aufgabe im gesamten Unternehmen verankert. Die Beyond Zero ® Regeln stehen für Sicherheit und physische Gesundheit am Arbeitsplatz während "Mental Health" Initiativen den Erhalt der psychischen Gesundheit der Mitarbeitenden zum Ziel haben. Die "Culture of Care" steht für die Fürsorge im Umgang miteinander und "Living Inclusion" ist die Grundlage innovativer Projektarbeit, die jede Sichtweise schätzt, um die Herausforderungen der Kunden zu lösen.

Als Folge der COVID-19-Pandemie bietet die Jacobs Gruppe der weltweiten Belegschaft, also auch derjenigen der Jacobs GmbH, an, auf eine neue Art zu arbeiten. Diese ermöglicht es den Mitarbeitern, sich nahtlos zwischen virtuellem und physischem Raum zu bewegen und mit modernsten digitalen Tools miteinander zu arbeiten, von welchem Standort aus auch immer.

Die bereits existente IT-Infrastruktur und damit eingeübte virtuelle Zusammenarbeit macht Wechsel ohne Unterbrechung der Arbeitsleistung möglich und hat sich in der Coronapandemie bewährt.

6. Prognose, Chancen- und Risikobericht

Risiken sind mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer negativen Abweichung von Prognosen bzw. Zielen der Gesellschaft führen können, wohingegen Chancen zu möglicherweise positiven Abweichungen führen.

6.1. Wesentliche Chancen

Die Jacobs Gruppe hat in der globalen Wachstumsstrategie u. a. Deutschland als Zielmarkt für diejenigen Projekt- und Ingenieurdienstleistungen definiert, die dazu beitragen den Klimawandel aufzuhalten bzw. dazu dienen seine Folgen abzufedern. Damit profitiert die Jacobs GmbH von Investitionsausgaben europäischer und internationaler Unternehmen, der deutschen Regierung sowie der Europäischen Union, die der Bewältigung des Klimawandels und der Umstellung von Gesellschaft und Wirtschaft auf erneuerbare Energien dienen. Die Jacobs GmbH hat sich frühzeitig auf die Lieferung komplexer Projekte und im Multiprojektumfeld von komplexen Programmen, zur Umsetzung von systemrelevanter Infrastruktur spezialisiert. Ein weiteres Betätigungsfeld der Gesellschaft ist die Planung und das Design von komplexen Industriebauten im Life Science, Electronic und Automotive Markt. Eingebunden in die globale Jacobs Gruppe kann die Gesellschaft Leistungen anbieten, die noch verstärkt durch die Ukraine Krise, vermehrt im deutschen und europäischen Kernmarkt nachgefragt werden. Daher geht die Geschäftsführung zukünftig von einer anhaltend hohen Nachfrage für entsprechende Projekt- und Ingenieurdienstleistungen aus.

6.2. Wesentliche Risiken

Die Jacobs GmbH ist in das Risikomanagement System der Jacobs Gruppe eingebunden. Es dient der Sicherung des Unternehmenserfolges, der Erreichung der Unternehmensziele und der Senkung der Risikokosten durch frühzeitige Einleitung geeigneter Maßnahmen.

Im Folgenden werden diejenigen Risiken erläutert, mit denen sich die Jacobs GmbH zur Erzielung ihres Geschäftserfolges konfrontiert sieht. Dabei werden die Risiken anhand von Eintrittswahrscheinlichkeiten und ihren möglichen finanziellen Auswirkungen bewertet. Unser Startpunkt in der Risikoberichterstattung ist dasjenige Risiko mit der größtmöglichen negativen Bedeutung.

6.2.1. Projekterfüllungsrisiko

Zur erfolgreichen Erbringung von Projekt- und Ingenieurdienstleistungen und der Bewältigung des geplanten Wachstums in Deutschland benötigt die Jacobs GmbH sehr gut ausgebildete und zufriedene Mitarbeiter. Denn sollten nicht ausreichend Mitarbeiter zur Verfügung stehen, sieht sich die Jacobs GmbH dem Risiko ausgesetzt, Projekte nicht zeitgemäß, ordnungsgemäß und innerhalb des veranschlagten Budgets erfüllen zu können. Auch könnten zukünftige Projekte nicht angenommen werden und somit Geschäftsmöglichkeiten nicht vollständig ausgeschöpft werden. Daher ist Mitarbeitergewinnung, -entwicklung und -bindung und die Einbeziehung des globalen Mitarbeiterpools in Projekte der Jacobs GmbH eine der wichtigsten Aufgaben. Ebenfalls werden bei Bedarf und nach Evaluierung der Beschaffungsmöglichkeiten einzelne Tätigkeiten an Subunternehmer ausgelagert, die das Erfüllungsrisiko mindern sollen. Sollten im Fall einer angespannten wirtschaftlichen Situation Kunden Projekte reduzieren, bzw. stoppen, so dass ein Risiko für die Auslastung der Mitarbeiter besteht, ermöglicht die Zugehörigkeit zu einem globalen Mitarbeiterpool die Arbeit an Projekten in anderen Jacobs Gruppengesellschaften. In diesem Fall erhält Jacobs GmbH einen Anteil an der entsprechenden Projektmarge.

6.2.2. Vertrags-, Planungs- und Qualitätsrisiko

Bei der Erbringung von Projekt- und Ingenieurdienstleistungen liegen Risiken in fehlerhaften Verträgen sowie in einer fehlerhaften Projektplanung und -kalkulation und Qualitätskontrolle. Zur Vermeidung dieser Risiken gibt es einen mehrstufigen Projektfreigabeprozess. Die Planung und spätere Überwachung des Projektfortschritts erfolgt durch einen Qualitätsmanagementprozess, der erfolgreich auditiert wurde. Er besteht aus verschiedenen, regelmäßig durchgeführten Projektbewertungen zu Qualität, Finanzen, sowie Lieferverpflichtungen, unter Einbeziehung internationaler Experten. Darüber hinaus bestehen Versicherungen zur Absicherung von Haftungsrisiken.

6.2.3. Finanz-/Liquiditätsrisiko

Die Jacobs GmbH sieht sich weiter mit dem Ausfall von Forderungen aufgrund möglicher Insolvenzen von Kunden konfrontiert. Der Ausfall von Kundengeldern könnte dazu führen, dass die Gesellschaft ihrerseits ihre Gläubiger nicht rechtzeitig bedienen kann.

Derartige Finanz- und Liquiditätsrisiken werden in der Jacobs Gruppe zentral gesteuert. Der Marktwert der flüssigen Mittel und der kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten entspricht aufgrund der täglichen oder kurzfristigen Fälligkeit im Wesentlichen dem Buchwert. Für derartige Finanzinstrumente werden keine Absicherungsgeschäfte gegen das Preisänderungsrisiko abgeschlossen.

Bei den auf der Aktivseite erfassten Finanzinstrumenten stellt der Wert der in der Bilanz ausgewiesenen Beträge gleichzeitig das maximale Ausfallrisiko dar. Zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken von kurzfristigen Intercompany-Finanzierungen werden keine derivativen Finanzinstrumente in Anspruch genommen.

6.2.4. IT-Risiken

Die Mitarbeiter der Jacobs GmbH benötigen für ihre Tätigkeiten verschiedenste Softwarelösungen. Dadurch ist das Unternehmen dem Risiko möglichen Herunterladens von Schadsoftware, unautorisierter Nutzung von Software und Cyber-Attacken ausgesetzt. Um diesem Risiko entgegenzuwirken sind innerhalb Jacobs Gruppe strikte IT-Richtlinien etabliert sowie jährliche, verpflichtende Trainings und Schulungen für erhöhtes Sicherheitsbewusstsein aller Mitarbeiter vorgesehen. Strenge Zugangsbeschränkungen zu den Jacobs Systemen, Virenscanner, Firewalls und regelmäßiges Sichten der Software sind Teil der gezielten Risikominimierung. Die Kombination aus lokalen Mitarbeitern mit der Einbindung in das Expertennetzwerk der Jacobs Gruppe ermöglicht eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Systeme in Anlehnung an globale Herausforderungen und Redundanzen, u.a. bei der Speicherung von Daten und Systembackups.

6.2.5. Compliance-, Rechts-, Steuer- und Versicherungs-Risiken

Die Jacobs GmbH ist mit einer zunehmenden regulatorischen Komplexität konfrontiert. Um diesem steigenden Risiko zu begegnen, werden MitarbeiterInnen in den Projektteams und Subunternehmer durch einen Code-of-Conduct bzw. Compliance-Richtlinien und Schulungen für diese Risiken sensibilisiert. Nachunternehmer durchlaufen zudem einen Lieferantenaufnahmeprozess.

6.2.6. Gesamtbild der Risikolage

Nach Einschätzung der Geschäftsführung sind keine Risiken erkennbar, die im Einzelnen oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand der Jacobs GmbH unmittelbar gefährden.

Diese Aussage gilt umso mehr, da die Jacobs GmbH ein Global Participation Agreement mit ihrer Muttergesellschaft Jacobs UK abgeschlossen hat. Demnach trägt die Jacobs UK das unternehmerische Risiko für die Geschäftsentwicklung der Jacobs GmbH und bekommt diese Risikoübernahme angemessen vergütet, so dass ggfs. negative finanzielle Auswirkungen aus dem Eintritt eines Risikos über die Muttergesellschaft ausgeglichen werden.

6.3. Prognosebericht

Nachdem die Wirtschaft in der EU im Kalenderjahr 2023 weitgehend stagnierte, war das Wachstum zu Beginn des Jahres 2024 stärker als erwartet und bot im Zusammenspiel mit dem anhaltenden Rückgang der Inflation die Grundlage für eine allmähliche Ausweitung der Wirtschaftstätigkeit im Prognosezeitraum. Die Europäische Kommission geht in ihrer Frühjahrsprognose 2024 von einem BIP-Wachstum von 1,0 % in der EU und 0,8 % im Euro-Währungsgebiet aus. 2025 soll sich das BIP- Wachstum in der EU auf 1,6 % und im Euro-Währungsgebiet auf 1,4 % beschleunigen. (Quelle: Frühjahrsprognose der EU-Kommission vom 15. Mai 2024).

Unabhängig davon prognostiziert die Jacobs GmbH für ihr Geschäftsjahr 2024 ein prozentuales Bruttoergebnis vom Umsatz (nach US-GAAP) leicht unter dem ihres Geschäftsjahres 2023. Desgleichen für das Geschäftsjahr 2025. Diese Planung wird in Abstimmung mit der Jacobs Gruppe monatlich und quartalsweise (Forecast) validiert und an veränderte Rahmenbedingungen angepasst und entsprechende Maßnahmen abgeleitet.

In der Planung ist auch abgebildet, dass die Jacobs GmbH innerhalb der Jacobs Gruppe für gleich mehrere Marktsegmente Projekt- und Ingenieurdienstleister ist und damit jedwede Aktivität der Jacobs Gruppe in Deutschland unterstützt aber auch Experten und Projektteams international zur Verfügung stellt.

 

Garching bei München am 25. Oktober 2024

Klaus Stocker, Geschäftsführer

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