Ocean Investment Management Services GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Hendrik Maximilian Krawinkel seit 18.6.2021 | Geschäftsführer |
Marcel Oldenkott seit 7.8.2020 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
6 Gesellschafter
GmbH-Struktur
5 von 6 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BIT Capital GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die BIT Capital GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der BIT Capital GmbH, Berlin - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BIT Capital GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Eschborn/Frankfurt am Main, 18. April 2024 EY
GmbH & Co. KG
Heist, Wirtschaftsprüfer Kruse, Wirtschaftsprüfer BILANZ zum 31. Dezember 2023BIT Capital GmH BerlinAKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2023 bis 31.12.2023BIT Capital GmbHBerlin
ANHANGAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die BIT Capital GmbH (HRB 164384 B, Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg, Berlin) ist ein Wertpapierinstitut gem. § 2 Abs. 1 WpIG. Der Jahresabschluss wurde unter Berücksichtigung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG), des Gesetzes zur Beaufsichtigung von Wertpapierinstituten (WpIG) sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV) aufgestellt. Nach § 340 Abs. 4 i.V.m. § 340a Abs. 1 HGB ist die Gesellschaft wie eine große Kapitalgesellschaft zu behandeln. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung wurden nach den Formblättern der RechKredV aufgestellt. Die GuV wurde in Staffelform nach dem Formblatt 3 gegliedert. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Forderungen an Kreditinstitute sowie Forderungen an Kunden wurden mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Wertberichtigungen mussten nicht vorgenommen werden. Das Finanzanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie einer dauerhaften Wertminderung unterlagen, wurde auf den Kurswert zum Bilanzstichtag abgewertet. Im Geschäftsjahr erfolgten aufgrund von Wertaufholungen Zuschreibungen in Höhe von EUR 1.999.701,71. Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände gemäß steuerlichen AfA-Tabellen linear vorgenommen. Die Anschaffungskosten der Zugänge an beweglichen geringwertigen Anlagegüter mit Anschaffungskosten im Einzelnen von bis zu EUR 800,00 wurden im Jahr des Zugangs sofort abgeschrieben. Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert angesetzt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Steuerrückstellungen betreffen Gewerbesteuer (TEUR 2.503) und Körperschaftsteuer (TEUR 2.861) jeweils für das Jahr 2021. Die anderen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Soweit sie Restlaufzeiten bis zu einem Jahr haben, wurden sie nicht abgezinst. Fremdwährungsbeträge wurden zum Stichtagskurs gem. § 256a HGB in Euro umgerechnet. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen werden. Angaben zur Bilanz Die täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute und die Forderungen an Kunden haben jeweils eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten. Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Entwicklung des Anlagevermögens 2023 Angaben nach § 34 Abs. 3 RechKredV i.V.m. § 284 Abs. 3 HGB und § 340e Abs. 1 HGB.
Die Sachanlagen bestehen in voller Höhe aus Betriebs- und Geschäftsausstattung. Anteile an verbundenen Unternehmen Zum 31.12.2022 hielt die BIT Capital GmbH 100 % der Anteile an der am 03.04.2019 gegründeten BIT Capital Asia Limited mit Sitz in Hongkong. Das Stammkapital betrug HKD 1,00. Die Gesellschaft wurde am 01.09.2023 gelöscht. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände bestehen im Wesentlichen aus Steuererstattungen für das Vorjahr aus dem geltend gemachten Verlustrücktrag (EUR 1.476.550,85). Darüber hinaus werden Versicherungserstattungen (EUR 80.530,65), geleistete Anzahlungen (EUR 55.021,80) und debitorischen Kreditoren in Höhe von EUR 37.683,12 ausgewiesen. Die Laufzeit beträgt jeweils bis zu einem Jahr. Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Gegenüber den Gesellschaftern bestehen die nachfolgenden Rechte und Pflichten:
Sonstige Verbindlichkeiten In den sonstigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Dienstleistern und Lieferanten in Höhe von EUR 857.696,17, Steuerverbindlichkeiten in Höhe von EUR 121.153,95, erhaltene Kautionen EUR 48.000,00 (Restlaufzeit 1-5 Jahre), Verbindlichkeiten aus Mietkauf EUR 46.412,07 (Restlaufzeit 1-5 Jahre) sowie Verbindlichkeiten gegenüber Krankenkassen in Höhe von EUR 10.773,16 enthalten. Die Laufzeiten betragen mit Ausnahme der Verbindlichkeiten aus Mietkauf und Kaution jeweils bis zu einem Jahr. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten andere Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:
Die Rückstellungen für Personalkosten betreffen mit € 4.332.372,95 Rückstellungen für Bonifikationen sowie € 136.964,14 Rückstellungen für Urlaub. Soweit Bonusrückstellungen Restlaufzeiten von über einem Jahr bestehen, wurden diese abgezinst. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterung der periodenfremden Aufwendungen In der Erfolgsrechnung sind keine wesentlichen periodenfremde Aufwendungen enthalten. In den Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen sind andere Verwaltungsaufwendungen in Höhe von EUR 6.566.677,54 (Vorjahr EUR 5.865.348,05) enthalten. Diese verteilen sich wie folgt:
Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 10.840 aus einem Miet- (108 Monate) und einem Wartungsvertrag (18 Monate). Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt wurden neben den Geschäftsführern durchschnittlich 42,17 Arbeitnehmer beschäftigt (weiblich: 10,83; männlich: 31,33; Vollzeit: 38,75; Teilzeit: 2,58; Auszeit: 0,83). Name der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Honorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Nettogesamthonorar beträgt EUR 45.400,00 und gliedert sich wie folgt:
Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresfehlbetrag beträgt EUR 4.177.700,70, der Gewinnvortrag aus Vorjahren beträgt EUR 1.923.671,51, somit beträgt der Bilanzverlust zum 31.12.2023 insgesamt EUR 6.101.372,21. Dieser soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Auswirkungen Mindeststeuergesetze 285 Nr. 30a HGB) Die Mindeststeuergesetze haben aufgrund der Art und Größe des Unternehmens keine Auswirkungen. Vorgänge von besonderer Bedeutung Vorgänge von besonderer Bedeutung ergaben sich nach dem Bilanzstichtag 31.12.2023 nicht. Unterschrift der Geschäftsführung
Berlin, den 27.03.2024 gez. Marcel Oldenkott, Geschäftsführer gez. Hendrik Krawinkel, Geschäftsführer Lagebericht 2023Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen (Vgl. https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html, https://www.handelsdaten.de/branchen/gesamtwirtschaftliche-rahmenbedingungen (zuletzt aufgerufen am 12.03.2024) Im Jahr 2023 war die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland von den Auswirkungen globaler Krisen geprägt. Trotz anhaltend hoher Preise auf allen Wirtschaftsebenen blieb die Konjunktur gedämpft. Die Finanzierungsbedingungen verschlechterten sich aufgrund steigender Zinsen und die Nachfrage sowohl im Inland als auch im Ausland nahm ab. Daher konnte sich die deutsche Wirtschaft nicht vollständig von dem tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 erholen. Ersten Schätzungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zufolge war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 0,3% niedriger als im Vorjahr, kalenderbereinigt betrug der Rückgang 0,1%. In aktuellen Preisen stieg das Bruttoinlandsprodukt auf EUR 4.121 Milliarden, was einem Anstieg von 6,3% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf stieg um 5,4% und betrug im Jahr 2023 durchschnittlich EUR 48.746. Es gab beträchtliche Unterschiede in der Entwicklung der verschiedenen Wirtschaftssektoren: Die Wirtschaftsleistung im produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) verzeichnete insgesamt einen deutlichen Rückgang um 2,0%, vor allem aufgrund einer erheblich geringeren Produktion im Bereich der Energieversorgung. Auch das verarbeitende Gewerbe wies im Jahr 2023 einen negativen Trend auf, jedoch gab es positive Impulse aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Im Gegensatz dazu verzeichneten energieintensive Industrien wie die Chemie- und Metallindustrie erneut einen Rückgang in Produktion und Wertschöpfung. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Vgl. https://www.bvi.de/aktuelles/detail/fondsjahr-2023-br-war-beachtlich/ (zuletzt aufgerufen am 12.03.2024) Im Jahr 2023 war die Fondsbranche in Deutschland trotz geopolitischer Krisen, anhaltender Inflation und der Rückkehr der Zinsen erfolgreich und verzeichnete ein beeindruckendes Neugeschäft von insgesamt EUR 63 Milliarden in Fonds und Mandaten. Im Vergleich zum Vorjahr gab es einen deutlichen Wandel beim Absatz der offenen Publikumsfonds: Nach Abflüssen von EUR 3,4 Milliarden im Jahr 2022 erhielten sie 2023 insgesamt EUR 12,9 Milliarden neue Gelder. Das ausschließlich institutionelle Geschäft verzeichnete ebenfalls ein solides Wachstum, mit einem Neugeschäft von EUR 49,5 Milliarden. Dabei entfielen EUR 33,7 Milliarden auf offene Spezialfonds, EUR 10,9 Milliarden auf Mandate und EUR 4,9 Milliarden auf geschlossene Spezialfonds. Das von privaten und institutionellen Anlegern verwaltete Vermögen stieg im Jahr 2023 um 9% auf EUR 4.149 Milliarden und hat sich auf Sicht von zehn Jahren fast verdoppelt. Deutschland ist laut Angaben der Europäischen Zentralbank mit einem Anteil von 27% der größte Fondsmarkt in der EU. Offene Spezialfonds bilden mit einem Vermögen von EUR 2.079 Milliarden die größte Fondsgruppe, gefolgt von Mandaten im Wert von EUR 634 Milliarden. Zusammen entfällt fast zwei Drittel des verwalteten Gesamtvermögens auf das Geschäft mit beispielsweise Altersvorsorgeeinrichtungen und Versicherungsgesellschaften. Die Branche verwaltet EUR 1.382 Milliarden in offenen Publikumsfonds und EUR 54 Milliarden in geschlossenen Fonds. Aktienfonds führten 2023 die Absatzliste der Publikumsfonds an, mit Zuflüssen von EUR 12,9 Milliarden im Vergleich zu EUR 0,5 Milliarden im Vorjahr. Während global investierende Fonds vor allem von Anlegern gekauft wurden (EUR 16,9 Milliarden), verzeichneten Aktienfonds mit Schwerpunkt Deutschland Abflüsse von EUR 3,2 Milliarden. Von den Gesamtzuflüssen entfielen EUR 10,2 Milliarden auf Aktien-ETFs und EUR 2,7 Milliarden auf aktiv gemanagte Fonds. Das von Aktienfonds verwaltete Vermögen stieg im letzten Jahr um 17% auf EUR 624 Milliarden. Bei Rentenfonds führte der Zinsanstieg zu attraktiven Perspektiven. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem sie Abflüsse von EUR 16,5 Milliarden verzeichneten, erhielten sie 2023 netto EUR 12,7 Milliarden neue Gelder. Dabei dominieren Unternehmensanleihen-Fonds mit EUR 4,9 Milliarden und Euro-Rentenfonds mit EUR 4,5 Milliarden. Über die Hälfte des Neugeschäfts bei Rentenfonds entfällt auf Renten-ETFs, mit Zuflüssen von EUR 7,9 Milliarden. Das Vermögen aller Rentenfonds beträgt EUR 211 Milliarden. Geldmarktfonds liegen mit EUR 4,1 Milliarden auf dem dritten Platz der Absatzliste und verwalten ein Vermögen von EUR 39,4 Milliarden. Geschäftsverlauf Das Geschäft der BIT Capital GmbH entwickelte sich in 2023 insgesamt im Vergleich zum vorangegangenen Jahr positiv. So wurde das Jahr mit einem Jahresfehlbetrag von EUR 4.177.700,70 abgeschlossen. Dem steht ein Jahresfehlbetrag im Vorjahr von EUR 16.836.205,34 gegenüber. Insbesondere der maßgebliche Treiber des Jahresfehlbetrages im Geschäftsjahr 2022, der Verlust im Eigengeschäft in Höhe von EUR 16.117.634,35 (Verlustrealisation und Wertberichtigungen), konnte in diesem Jahr vermieden werden und das Geschäftsjahr 2023 konnte mit einem Ertrag in Höhe von EUR 2.964.935,95 (Gewinnrealisation und Zuschreibungen) im Eigengeschäft beendet werden. Zwar konnten die Provisionserträge (EUR 9.798.346,93) im Vergleich zum Vorjahr (EUR 9.906.971,11) entgegen den Erwartungen nicht entsprechend gesteigert werden, jedoch war die nahezu Verdoppelung des verwalteten Vermögens von etwa EUR 0,5 Milliarden zum 31.12.2022 auf etwa EUR 1,0 Milliarden zum 31.12.2023 grundsätzlich positiv und damit im (unteren) Rahmen der Erwartungen (Steigerung zwischen EUR 0,5 Milliarden und EUR 0,75 Milliarden). Im Jahr 2023 entwickelten sich die verwalteten Fondsvermögen wieder deutlich positiv, insbesondere im Vergleich zum Vorjahr. Die Fonds erzielten eine positive Performance von 34,7% bis zu 267,5% (Vorjahr: von -2,99% bis zu -84,03%) . abhängig von der jeweiligen Strategie des Fonds. Die Performance war vor allem durch ein sich in 2023 besserndes makroökonomisches Umfeld begründet, das neben verschiedenen geopolitischen Einflussfaktoren wesentlich durch die Zinsentscheidungen der US-FED geprägt war. Zwar bestand Anfang des Jahres weiterhin eine gemischte makroökonomische Datenlage, was gerade im Bereich der Technologieaktien zu einer erhöhten Volatilität führte. Jedoch blieben sowohl die Inflationszahlen als auch die Zinsentscheide in den USA und der EU unter den Erwartungen der Marktteilnehmer, die mehrheitlich von weitergehenden Erhöhungen ausgingen, was den Aktienmarkt neben den positiven Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz Auftrieb bot. Andererseits drückte der Konkurs verschiedener Banken in Europa und den USA im ersten Halbjahr 2023 auf die Kurse. Der wieder aufkommende Konflikt und der damit zusammenhängende Ausbruch eines erneuten Krieges im Gazastreifen zwischen Israel und der im Gazastreifen herrschenden Hamas beeinflusste das Geschäft der Gesellschaft hingegen nicht spürbar. Die für die Fondsbranche insgesamt grundsätzlich positive makroökonomische Entwicklung spiegelte sich auch im Bereich der Cryptowerte wider, deren Kurse nach hohen Verlusten in den vergangenen Jahren über das Jahr 2023 trotz Rückschläge im dritten Quartal wohl die stärkste positive Entwicklung zu verzeichnen hatten. Insoweit konnten auch die weiterhin bestehenden regulatorischen und politischen Unwägbarkeiten das wieder verstärkt aufkommende Interesse an Cryptowerten nicht negativ beeinflussen. Im Jahr 2023 hat die BIT Capital GmbH einen neuen Fonds lanciert, bei dem auf die bereits etablierte Beziehung mit der Carne Global Fund Managers (Ireland) Limited aufgebaut wurde. Gleichzeitig zur Neuauflage dieses Fonds wurde bezüglich des bis dahin ebenfalls von der Carne Global Fund Managers (Ireland) Limited verwalteten Fonds die Auflösung initiiert und sämtliche Bestandsinvestoren dieses Fonds übertrugen ihr Investment in den neuen Fonds. Hinsichtlich vierer Fonds, die von der HANSAINVEST Hanseatische Investment-GmbH und der IP Concept (Luxemburg) S.A. verwaltet wurden, wurde die Auflösung/Liquidation, die bezüglich dreier Fonds bereits im Jahr 2022 angestoßen wurde, im Jahr 2023 vollzogen. Darüber hinaus hat die Gesellschaft zusammen mit der Interactive Brokers Ireland Limited einen Managed Account aufgesetzt. Zum Jahresende 2023 betrug die Mitarbeiteranzahl (ohne Geschäftsführung) 40 (im Vorjahr 42). Die Auflösung ihrer Tochtergesellschaft BIT Capital Asia Limited, Hongkong, die im Jahr 2022 angestoßen wurde, erfolgte mit Wirkung vom 01.09.2023. Regulatorische Rahmenbedingungen Die Gesellschaft, welche von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und der Deutschen Bundesbank beaufsichtigt wird, hat zum 01.01.2018 die Aufnahme ihrer Geschäftstätigkeit angezeigt. Die Gesellschaft unterliegt als Wertpapierinstitut dem WpIG sowie der IFR. Per 27.10.2017 ist die Gesellschaft berechtigt, die folgenden Wertpapierdienstleistungen zu erbringen:
wobei die Gesellschaft von der Erlaubnis zur Erbringung von Anlageberatungsdienstleistungen keinen Gebrauch macht. Der Erlaubnisumfang wurde per 10.02.2020 um die Erlaubnis, Finanzinstrumente auf eigene Rechnung anzuschaffen (Eigengeschäft nach § 15 Abs. 3 WpIG), erweitert. Ertragslage Trotz der . wie im Lagebericht des Vorjahres nahezu prognostiziert .positiven Entwicklung hinsichtlich der von der Gesellschaft verwalteten Fondsvermögen von circa EUR 0,5 Milliarden zum Geschäftsjahresende 2022 auf circa EUR 1,0 Milliarden zum Geschäftsjahresende 2023, entwickelten sich die Provisionserträge im Vergleich zum Vorjahr in 2023 annähernd gleich (von EUR 9.906.971,11 im Geschäftsjahr 2022 auf EUR 9.798.346,93 im Geschäftsjahr 2023). Dies ist darauf zurückzuführen, dass im Vorjahr 2022 trotz der deutlich geringeren Fondsvolumina im Vergleich zu 2023 (jeweils zum Stichtag 31.12.) die über das jeweilige Jahr gerechnete durchschnittliche Fondsvolumina in 2022 entsprechend höher waren. Performance Fees flossen der Gesellschaft, wie im Lagebericht 2022 prognostiziert, für die Bestandsanteilsklassen nur in geringem Maße zu. Die Investitionen in von der Gesellschaft verwalteten Fonds im Rahmen des Eigengeschäfts entwickelten sich, wie im Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 prognostiziert, positiv, was eine Zuschreibung auf Finanzanlagen von EUR 1.999.701,71 sowie eine Realisation von Gewinnen aus der Veräußerung in Höhe von EUR 965.234,24 zur Folge hatte. Dem steht ein negatives Ergebnis im Eigengeschäft im Vorjahr in Höhe von EUR 16.117.634,35 (Verlustrealisation und Wertberichtigungen) gegenüber, was auf die großen Verluste an den Aktienmärkten im Jahr 2022 zurückzuführen war. Aufgrund der positiven Entwicklung der verwalteten Fonds fielen die in 2023 zu leistenden Boni, die zum Teil an die Entwicklung der Fonds gekoppelt sind, in diesem Jahr deutlich höher aus als in der Ertragsplanung aus dem Jahr 2022 vorgesehen. In der Ertragsplanung wurden Boni nur mit 100% berücksichtigt, sodass die Personalausgaben von EUR 5.576.873,30 auf EUR 8.787.585,36 in 2023 nochmals gestiegen sind. Entsprechend wurden auch die Erwartungen an das Jahresergebnis für 2023 verfehlt. Die BIT Capital GmbH schloss das Jahr 2023 demnach entgegen den Erwartungen mit einem Jahresfehlbetrag von EUR 4.177.700,70 ab, wobei sich das Ergebnis im Vergleich zu 2022 mit einem Jahresfehlbetrag von noch EUR 16.836.205,34 deutlich verbesserte. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen sind insbesondere aufgrund der Erhöhung der Personalaufwendungen um insgesamt EUR 3.912.041,55 auf EUR 15.354.262,90 (Vorjahr: EUR 11.442.221,35) gestiegen. Die anderen Verwaltungsaufwendungen sind im abgelaufenen Geschäftsjahr insbesondere aufgrund des Bezugs der neuen Geschäftsräume Ende des dritten Quartals 2022, durch Schadensersatz, Aufwendungen für Realtime-Daten, Beratungskosten sowie Lizenzkosten gestiegen. Dem standen gesunkene Kosten für insbesondere Online-Marketing gegenüber. Aufgrund des Verlustvortrages aus dem Vorjahr in Höhe von EUR 1.923.671,51 ergibt sich ein Bilanzverlust in Höhe von EUR 6.101.372,21. Finanzlage Die Liquidität der BIT Capital GmbH, unter Berücksichtigung ihrer kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten, belief sich zum Jahresende auf EUR 5.497.634,65. Die liquiden Mittel der Gesellschaft wurden im Wesentlichen im Rahmen des Eigengeschäfts in selbst verwaltete Fonds investiert und auf laufenden Bankkonten gehalten. Sowohl die Fondsinvestments als auch die laufenden Bankkonten können zur kurzfristigen Liquiditätsbeschaffung herangezogen werden. Hierdurch konnte die BIT Capital GmbH ihren kurzfristigen Finanzverpflichtungen zu jeder Zeit und vollumfänglich nachkommen. Die Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf EUR 94.412,07 (erhaltene Kautionen bezüglich untervermieteter Geschäftsräume in Höhe von EUR 48.000,00 und Verbindlichkeiten aus Mietkauf in Höhe von EUR 46.412,07). Mit Blick auf die Entwicklung bezüglich der verwalteten Fonds hat die Gesellschaft in 2023 sowohl ihr Investment in eigene Fonds im Rahmen des Eigengeschäfts als auch liquide Mittel auf laufenden Bankkonten erhöht. Die BIT Capital GmbH weist zum Bilanzstichtag einen Bestand von EUR 9.586.975,57 an sonstigen Wertpapieren aus. Die Eigenkapitalquote lag im Geschäftsjahr 2023 bei 41,58% (Vorjahr: 32,28%). Vermögenslage Im abgelaufenen Geschäftsjahr belief sich das Stammkapital abzüglich der eigenen Anteile in Höhe von EUR 2.558,00 zum Stichtag 31.12.2023 auf EUR 30.942,00. Im Geschäftsjahr 2023 wurde das Stammkapital im Juni von EUR 31.842,00 auf EUR 33.500,00 und im Dezember von EUR 33.500,00 auf EUR 36.038,00 erhöht, wobei die Eintragung der Kapitalerhöhung aus Dezember 2023 erst am 02.01.2024 erfolgte. Die Kapitalrücklage hat sich aufgrund der zwei Kapitalerhöhungen um EUR 8.505.587,83 erhöht. Unter Berücksichtigung der Rücklage (Kapitalrücklage EUR 14.294.726,41), des Bilanzverlustes aus dem Vorjahr in Höhe von EUR 1.923.671,51 und des Jahresfehlbetrages in Höhe von EUR 4.177.700,70 erhöhte sich das Eigenkapital mit Abschluss des Geschäftsjahres von EUR 3.895.751,07 auf EUR 8.224.296,20. Nach Ende des Geschäftsjahres lagen keine weiteren Informationen vor, welche die Geschäftssituation der BIT Capital GmbH maßgeblich beeinflussen würden. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Gesellschaft steuert nicht nach spezifischen (finanziellen und nichtfinanziellen) Leistungsindikatoren, sondern betrachtet den Geschäftsverlauf gesamtheitlich. Chancen- und Prognosebericht Entwicklung der verwalteten Fondsvermögen Die Entwicklungen hinsichtlich der sinkenden Zinsen in 2023, insbesondere in den USA als einer der wichtigsten Märkte für die Gesellschaft, sind als positiv für das Investmentuniversum der Gesellschaft zu werten, indem Anleger Kapital wieder vermehrt von Renten in Aktien allokieren. Dies spiegelt sich auch in den Entwicklungen der verwalteten Fondsvolumina wider. Damit wurde der der Fokus des Investmentansatzes der BIT Capital GmbH, nämlich die Selektion von vielversprechenden Technologieaktienunternehmen aufgrund einer tiefgreifenden Analyse der Unternehmen und weiterer (Markt-)Daten, wie im Lagebericht zum Geschäftsjahr 2022 prognostiziert, wieder in den Vordergrund gerückt, wodurch im Wege der Auswahl der richtigen Titel mehr Gewicht bei der Ermöglichung einer relativ gegenüber den Benchmarks besseren Wertentwicklung verliehen wurde. Die Stabilisierung der Inflationszahlen hat dazu geführt, dass der Markt den Fokus bei der Bewertung von Unternehmen im für die Gesellschaft maßgeblichen Technologiesektor wieder auf operative Merkmale verlagert hat. Vor diesem Hintergrund sieht die Gesellschaft weiterhin mittelfristig ein großes Potenzial für die Portfoliounternehmen in den Fondsvermögen. Aus Sicht der Gesellschaft spielen jedoch auch weiterhin geopolitische Ereignisse, wie die anhaltenden Kriege in der Ukraine und dem Nahen Osten, aber insbesondere der schwelende Konflikt zwischen China und Taiwan mit der Gefahr eines Ausbrechens eines sich auf die gesamte Weltwirtschaft massiv auswirkenden Krieges eine wesentliche Rolle bei der weiteren Entwicklung an den Märkten. Zwar geht die BIT Capital GmbH davon aus, dass auch diese geopolitischen Ereignisse sich mit Ausnahme des China-Taiwan-Konflikts weitestgehend in den Preisen an den Kapital- und Cryptomärkten bereits widerspiegeln, jedoch haben die vergangenen Geschäftsjahre gezeigt, dass eine valide Einschätzung zu den indirekten Einflüssen bzw. Auswirkungen aufgrund der weiterhin sehr dynamischen Entwicklung nicht möglich sind. Vor allem ein möglicher Ausbruch eines Krieges zwischen China und Taiwan unter einer möglichen Beteiligung der USA und weiterer Streitkräfte ist nicht abschätzbar und hätte aller Voraussicht nach massive negative Einwirkungen auf die von der Gesellschaft verwalteten Fondsvermögen. Trotz der weiterhin bestehenden Unsicherheiten geht die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2024 jedoch von einer positiven Entwicklung hinsichtlich der verwalteten Fondsvermögen aus, da die Bewertung der sich in den Fonds befindenden Portfoliounternehmen aus Sicht der BIT Capital GmbH nach wie vor Potenzial für zukünftige substanzielle Wertsteigerungen hat. Folglich geht die BIT Capital GmbH aufgrund des sich weiterhin bessernden makroökonomischen Umfelds sowie aufgrund der positiven Auswirkungen von künstlicher Intelligenz (Vgl. zum Beispiel https://bankenverband.de/veranstaltungen/aufzeichnung-unserer-veranstaltungki-banken/, https://www.bundesbank.de/de/bundesbank/hauptverwaltungenfilialen/hms/termine/kapitalmarktkonferenz-zu-kuenstlicher-intelligenz-und-digitalisierung-799032, https://www.bundesbank.de/de/aufgaben/themen/wuermeling-unstrukturierte-daten-bergen-fuerbanken-grosses-potenzial-916064 (zuletzt aufgerufen am 12.03.2024) auf die Portfoliounternehmen davon aus, dass sich das verwaltete Vermögen im Geschäftsjahr 2024 um circa EUR 400 Millionen wieder steigern lässt. Wie dargelegt, birgt lediglich der China-Taiwan-Konflikt ein nicht berechenbares Risiko, welches die Erwartungen der Gesellschaft an die geschäftliche Entwicklung wesentlich negativ drücken könnte. Entwicklung des Unternehmens Da die Unternehmensentwicklung unmittelbar mit der Entwicklung der verwalteten Fondsvermögen über die Provisionszahlungen korreliert, gelten die Annahmen bzgl. der Chancen und Prognosen entsprechend. Insofern erwartet die Gesellschaft aufgrund einer erwarteten weiteren positiven Entwicklung an den Kapital- und Cryptomärkten (So verzeichnete zum Beispiel der Bitcoin, als größte Cryptowährung, im März 2024 ein Allzeithoch (vgl. https://www.handelsblatt.com/dpa/digitalwaehrung-bitcoin-ueberholt-mit-neuem-allzeithochsilber/29699970.html - zuletzt aufgerufen am 12.0.3.2023) ein ähnlich erfolgreiches Jahr wie 2023 im Hinblick auf die Entwicklung an den Aktienmärkten und damit eine entsprechend positive Entwicklung der Provisionen in Bezug auf die Verwaltungsvergütung. Zwar geht die Gesellschaft nicht davon aus, dass in 2024 die absolute Performance der von ihr verwalteten Fonds vergleichbar zu 2023 ausfällt, jedoch sollte das Ergebnis durch die erwartete Steigerung der verwalteten Fondsvolumina unterjährig bis in die Profitabilität und zum Ende des Jahres 2024 wieder in die Gewinnzone gesteigert werden können. Im Hinblick auf die Verwaltungsaufwendungen geht die Gesellschaft davon aus, dass diese ungefähr auf dem Niveau des Jahres 2023 liegen werden, wobei die Personalaufwendungen aufgrund der Boni vermutlich noch einmal steigen werden. Die anhaltend positive Entwicklung dürfte sich dementsprechend auch in der Entwicklung der Eigeninvestments in die verwalteten Fonds im Rahmen des Eigengeschäfts widerspiegeln Insoweit ist auch weiterhin damit zu rechnen, dass unter Berücksichtigung der regulatorischen Liquiditätsanforderungen frei verfügbare Liquidität in 2023 in von ihr verwaltete Fonds investiert wird. Wie bereits im Vorjahr geht die Gesellschaft davon aus, dass ein sich stabilisierendes makroökonomisches Umfeld sowie durch die positiven Auswirkungen von künstlicher Intelligenz auf die Portfoliounternehmen die verwalteten Vermögenswerte in den nächsten Monaten weiterhin soweit steigen sollten, dass die daraus resultierenden Provisionserträge wieder zu einer Profitabilität der Gesellschaft führen sollten, was einen entsprechenden positiven Cash-Flow nach sich zieht. Falls bis zur Erreichung eines positiven Cash-Flows die Liquiditätsreserven nicht ausreichen sollten, beabsichtigt die Gesellschaft Fondsanteile aus ihrem Eigengeschäft verkaufen. Vor dem Hintergrund einer weiteren Steigerung des verwalteten Vermögens im Jahr 2024 bei (ungefähr) gleichbleibenden Kosten geht die Gesellschaft davon aus, im folgenden Geschäftsjahr 2024 wieder den Profitabilitätsstatus zu erreichen. Mittelfristig hält die Gesellschaft insofern an den Wachstumsplänen weiter fest. Risikobericht Risikomanagementsystem Die BIT Capital GmbH hat entsprechend den Vorgaben des Rundschreibens der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) .Mindestanforderungen an das Risikomanagement. (MaRisk) eine mit der Geschäftsstrategie und den daraus resultierenden Risiken konsistente Risikostrategie festgelegt. Sämtliche Entscheidungen in allen Geschäfts- und Verantwortungsbereichen werden unter Berücksichtigung der Geschäftsstrategie und der Risikostrategie getroffen. Ein abweichendes Vorgehen erfolgt nur bei einem entsprechenden Geschäftsleitungsbeschluss und entsprechender Kommunikation. Durch die mit der Geschäftsstrategie im Einklang stehende Risikostrategie sollen die wesentlichen Risiken aus der geschäftlichen Tätigkeit der BIT Capital GmbH frühzeitig und vollständig erfasst sowie angemessen dargestellt werden. Die Geschäftsleitung wird jährlich sowie bei konkreten Anlässen sämtliche Risiken in Bezug auf ihre Wesentlichkeit für die BIT Capital GmbH wie auch für ihre Kunden und die von ihr verwalteten Investmentvermögen beurteilen und entsprechend in ihrer Risikostrategie berücksichtigen. §§ 43, 45 WpIG und die aktuell noch anwendbare MaRisk stellen Anforderungen in Bezug auf das Management aller Risiken, die für die Gesellschaft bei der Erbringung der Finanzdienstleistungen, auch im Hinblick auf das Interesse ihrer Kunden, wesentlich sind. Ebenso sind mit den Risiken verbundene Risikokonzentrationen zu berücksichtigen. Nach den MaRisk werden alle wesentlichen Risiken von der BIT Capital GmbH angemessen erfasst, gemessen, gesteuert sowie überwacht und kommuniziert. Die Angemessenheit orientiert sich dabei an Art, Umfang, Komplexität und Risikogehalt der Geschäftsaktivitäten der BIT Capital GmbH. Wesentliche Risiken Im Rahmen der Risikostrategie hat die Geschäftsleitung der BIT Capital GmbH die folgenden Risiken als für die Gesellschaft wesentlich identifiziert:
Ertrags- und Markt(preis)risiko Mit Blick auf den Geschäftsbetrieb der BIT Capital GmbH haben dabei das Ertragsrisiko und das Marktpreisrisiko den größten Stellenwert. Ausgangspunkt ist das in der Geschäftsstrategie als zentrales Risiko festgelegte Ertragsrisiko. Da die Erträge auf den in Investmentvermögen verwalteten Anlagevolumina beruhen, definiert sich das Ertragsrisiko über eine negative Veränderung des Anlagevolumens. Die eigenen Mittel der Gesellschaft werden einerseits in täglich verfügbare Bankguthaben bei CRR-Kreditinstituten angelegt. Die sich aus Zinsänderungsrisiken ergebenden Marktpreisrisiken erachtet die Gesellschaft als nicht relevant. Relevante Währungsrisiken auf Ebene der Gesellschaft bestehen nicht, da der Großteil aller Geschäfte in Euro abgewickelt werden. Andererseits legt die Gesellschaft eigene Mittel im Rahmen des Eigengeschäfts in die von ihr verwalteten Investmentfonds an. Dadurch wird die Überwachung dieser Investments und der daraus resultierenden Überwachung der Mindestkapitalausstattung unter Einbeziehung der Value-at-Risk Methode für die Investments deutlich vereinfacht. Marktpreisrisiken (Kursrisiken, Zinsänderungsrisiken und Währungsrisiken) können sich insofern auf die Risikotragfähigkeit der Gesellschaft und der Investmentvermögen, für welche sie die Finanzportfolioverwaltung erbringt, auswirken, indem der Kurs von Finanzinstrumenten und der Wert des Investmentvermögens fällt. Dies kann für die Gesellschaft zur Folge haben, dass der Wert der Beteiligungen an den Investmentvermögen im Rahmen des Eigengeschäfts und die Gebühren, die sie für die Finanzportfolioverwaltung der betreffenden Investmentvermögen erhält, sinken. Darüber hinaus kann sich dies negativ auf den Wert des in Wertpapieren angelegten Teils des vorgetragenen Gewinns des Unternehmens auswirken. Die Identifikation und Überwachung von Marktpreisrisiken auf Ebene der Investmentvermögen, für welche die Gesellschaft die Finanzportfolioverwaltung erbringt, erfolgt durch das jeweilige Risikomanagementsystem der Kapitalverwaltungsgesellschaften. Die Kapitalverwaltungsgesellschaften stellen der Gesellschaft zum Zwecke der Finanzportfolioverwaltung fortlaufend die entsprechenden Risikokennzahlen zur Verfügung. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich die Marktlage insgesamt Vergleich zum Vorjahr entspannt, was sich auch positiv auf das Markt(preis)risiko (Ertragsrisiko) für die Gesellschaft in diesem Jahr auswirkte; unmittelbar durch das Eigengeschäft im Zuge der Investition eigener Mittel in von der Gesellschaft verwalteten Fonds und mittelbar über die Entwicklung der von der Gesellschaft verwalteten Fonds. Insoweit haben die Investitionen im Rahmen des Eigengeschäfts über das Jahr 2023 trotz einer Abschwungphase im zweiten und dritten Quartal absolut an Wert gewonnen, was zu einer Wertaufholung (EUR 1.999.701,71) in den Büchern der Gesellschaft veranlasst hat. Dies zeigt sich auch in den Erträgen, die sich über das Jahr 2023 hinweg aufgrund der Erhöhung der Anlagevolumina absolut gesehen positiv entwickelt haben. Die Geschäftsleitung beobachtet die Risikokonzentration zwischen Eigeninvestments in von der Gesellschaft selbst verwalteten Fonds, die Ertragslage auf Basis der Entwicklungen der verwalteten Anlagevermögen sowie die Entwicklungen an den Märkten und damit einhergehend die Performance der verwalteten Fonds weiterhin engmaschig, um im Notfall erneut schnell reagieren zu können. Die Eigenmittel- und Liquiditätsausstattung der Gesellschaft war in 2023 zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund, dass . mit Blick auf zu erwartende besondere Effekte (insbes. Bonusrückstellungen etc.) aufgrund der im Dezember 2023 erfolgten weiteren Eigenkapitalerhöhung die Eigenmittel- und Liquiditätslage wieder deutlich verbessert wurde. Adressenausfallrisiko Das Adressenausfallrisiko ist das Risiko, dass Geschäftspartner vertragliche Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllen. Das Adressenausfallrisiko, einschließlich des Kontrahentenrisikos sowie des spezifischen Länderrisikos, ist derzeit allerdings für die BIT Capital GmbH nur von nachrangiger Bedeutung. Das Adressenausfallrisiko wird auf Ebene der Gesellschaft dadurch minimiert, dass die BIT Capital GmbH ihre Einnahmen aus der Finanzportfolioverwaltung für Kapitalverwaltungsgesellschaften erzielt. Die Kapitalverwaltungsgesellschaften, als Schuldner der Vergütung, entnehmen diese aus den jeweiligen verwalteten Investmentvermögen, deren Solvabilität die Gesellschaft kennt. Am Bilanzstichtag belief sich das Bruttovolumen der Forderungen auf EUR 6.840.569,28. Die Adressenausfallrisiken der BIT Capital GmbH resultieren insbesondere aus den kurzfristigen Forderungen an Kunden (EUR 1.342.934,63) und den klassischen Bank-/Liquiditätskonten (EUR 5.497.634,65). Das maximale Kreditrisiko der Gesellschaft besteht in dem Verlust aller in diesen Bilanzpositionen enthaltenen Vermögenswerte. Notleidende und in Verzug geratene Forderungen bestehen keine. Wertberichtigungen auf Forderungen an Kunden wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht vorgenommen. Die Bankkonten führt die Gesellschaft gegenwärtig bei der Commerzbank AG und bei der Berliner Volksbank eG. Hinzugekommen ist darüber hinaus ein weiteres Bankkonto bei der Société Générale Luxembourg. Darüber hinaus unterhalten die Gesellschafter ferner gute Geschäftsbeziehungen zu anderen in Deutschland und dem EWR tätige Großbanken, auf welche im Falle von Problemen mit der Commerzbank, Berliner Volksbank oder der Société Générale kurzfristig gewechselt werden könnte. Die Hauptkunden sind die Kapitalverwaltungsgesellschaften IPConcept (Luxemburg) S.A., welche zur DZ Bank-Gruppe gehört und somit eine hohe Solidität aufweist, sowie die HANSAINVEST Hanseatische Investment-GmbH, die zur Signal Iduna-Gruppe gehört und somit ebenfalls eine hohe Solidität aufweist. Ein weiterer Kunde ist die irische Carne Global Fund Managers (Ireland) Limited, welche allerdings nur einen kleineren Teil des Geschäftsumfangs darstellt. Wesentliche Länderrisiken bestehen nicht, da sich die Forderungen auf in der Bundesrepublik Deutschland, in Irland und in Luxemburg ansässige Adressen beschränken. Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass die Gesellschaft möglicherweise nicht oder nur zu überhöhten Kosten in der Lage ist, ihre Zahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit zu erfüllen. Die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit ist die Kernfunktion des Liquiditätsmanagements der BIT Capital GmbH. Die Liquiditäts- und Kapitalplanungen werden bei jeder signifikanten Änderung, jedoch mindestens quartalsweise aktualisiert. Neben möglichen Cash-Flow-Szenarien werden auch die aktualisierte Neugeschäftsplanung, sowie sonstige Kapitalbewegungen berücksichtigt. Derzeit verfügt die Gesellschaft über ausreichend Liquidität. Die Gesellschaft legt ihre eigenen Mittel in täglich verfügbaren Barguthaben bei einem CRRKreditinstitut sowie in Wertpapieren, wie unter anderem in den von der Gesellschaft verwalteten Investmentvermögen unter Ausnutzung der Eigengeschäftserlaubnis, an. Operationelle Risiken Operationelle Risiken umfassen die Gefahr des Eintritts von Verlusten aufgrund der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren und Systemen, Menschen oder infolge externer Ereignisse. Die Gesellschaft zählt auch Rechtsrisiken zu den operationellen Risiken. Die Gesellschaft hat eine robuste Aufbau- und Ablauforganisation implementiert, wesentliche Prozesse ausgestaltet und Handlungen und Richtlinien dokumentiert. Ferner wurden die Mitarbeiter ausreichend geschult. Die technisch-organisatorische Ausstattung wurde möglichst robust gestaltet und es werden Lösungen von etablierten Anbietern eingesetzt, welche eine hohe Verfügbarkeit gewährleisten können. Die personelle Ausstattung der Gesellschaft hat sich in 2023 weiter stabilisiert, sodass aktuell davon auszugehen ist, dass die Gesellschaft über eine hinreichende Anzahl an (relevanten) Mitarbeitern verfügt. Der Ausfall mehrerer (relevanter) Mitarbeiter stellt aktuell jedoch das größte Risiko dar. Die Gesellschaft hat eine Schadensliste eingerichtet, in der Schadensfälle dokumentiert und der Geschäftsführung gemeldet werden. Diese entscheidet im Schadensfall über ggfs. einzuleitende akute Maßnahmen oder Änderungen an Prozessen. Ferner hat die Gesellschaft eine Liste über Kundenbeschwerden eingerichtet. Die Abläufe im Falle von Kundenbeschwerden sind in der jeweiligen Fassung des Organisationshandbuches bzw. den anwendbaren Richtlinien dokumentiert. Rechts- und Reputationsrisiken Es sind keine wesentlichen Rechts- und Reputationsrisiken aufgetreten. Stresstests Die Gesellschaft führt regelmäßig Stresstests durch, um Schwachstellen in Extremsituationen zu definieren und bei Bedarf geeignete Gegenmaßnahmen, wie z.B. die Reduktion der Kosten oder die Anfrage weiteren Eigenkapitals bei den Gesellschaftern einzuleiten. Risiko des Verlusts einzelner Kunden oder Mandate Insgesamt verwaltete die BIT Capital GmbH zum 31.12.2023 rund eine Milliarde Euro in acht Investmentvermögen sowie im Rahmen der bei Interactive Brokers geführten Managed Accounts. Im abgelaufenen Quartal gab es keine Ereignisse, die einen Verlust der Verwaltungsmandate zur Folge hätte haben können und es zeichnen sich auch sonst keine Hinweise auf eine erhöhte Gefahr ab. Zum 31.12.2023 gab es lediglich zwei Kunden denen mehr als 10% des verwalteten Vermögens zuzurechnen sind. Mit diesen Kunden besteht eine enge geschäftliche Beziehung, sodass hier keine Risiken erkennbar sind, dass die BIT Capital GmbH diese Kunden verlieren könnte.
Berlin, den 27.03.2024 Sonstiger Berichtsteil Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 07.05.2024 festgestellt. |
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