Aequamus GmbHLiquidiert
28207 Bremen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Claudia Dr. Spönemann seit 11.3.2010 | Prokura |
Stefanie Wetzel seit 28.9.2009 | Geschäftsführer |
Jörg Zink seit 2.7.2009 | Prokura |
Peter Schmidt seit 28.4.2009 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Aequamus GmbHBremenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 27.01.2009 bis zum 30.09.2009Bilanz zum 30. September 2009Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 27. Januar bis 30. September 2009
Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr vom 27. Januar bis 30. September 2009Allgemeine Angaben Die Aequamus GmbH, ein Gemeinschaftsunternehmen der Erdgas Münster Transport GmbH & Co. KG (im Folgenden EGMT), der Gasunie Deutschland Transport Services GmbH (im Folgenden GUD) und der EWE NETZ GmbH (im Folgenden EWE NETZ), ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB. Zur Verbesserung der Klarheit sind in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung einerseits Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen und andererseits als Zwischengröße das EBIT1) eingefügt worden. Für Zwecke der Offenlegung wurden die Aufstellungserleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften teilweise in Anspruch genommen. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet und werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Direkt zurechenbare Aufwendungen für immaterielle Vermögensgegenstände (u.a. Software, Lizenzen etc.), die unmittelbar der ersten Inbetriebnahme und Ingangsetzung dienen (betriebsbereiter Zustand), werden gemäß § 255 HGB in vollem Umfang aktiviert. 1) Earnings before interest and taxes Die Sachanlagen sind mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bilanziert. Die Herstellungskosten für selbst erstellte Sachanlagen umfassen die direkt zurechenbaren Einzelkosten. Soweit zulässig, wird das Sachanlagevermögen im Wesentlichen degressiv und später linear abgeschrieben. Dabei werden, soweit nicht anlagenspezifischen Besonderheiten Rechnung zu tragen ist, die branchenüblichen Nutzungsdauern zugrunde gelegt. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG werden im Jahr des Zugangs in einen Sammelposten aufgenommen, der ab dem Jahr der Anschaffung oder Herstellung gleichmäßig mit jeweils 1/5 abgeschrieben wird. Der Ansatz von Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen erfolgt grundsätzlich zum Nennwert. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Am Bilanzstichtag noch nicht abgerechnete Erlöse und Aufwendungen, die aus den Besonderheiten des gaswirtschaftlichen Geschäftes resultieren (Mehr- und Mindermengen, Bilanzkreisabrechnung etc.), werden periodengerecht abgegrenzt. Die Abgrenzungsverfahren berücksichtigen die branchenspezifischen Besonderheiten der Gaswirtschaft. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Rückzahlungsbeträgen angesetzt. Währungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Erstbuchung bewertet. Verluste aus Kursänderungen am Bilanzstichtag bei Fremdwährungsposten waren nicht relevant. Erläuterungen zur Bilanz Die in der Vergleichsspalte dargestellten Werte entsprechen der Eröffnungsbilanz. 1 Anlagevermögen Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Posten des Anlagevermögens und die Entwicklung des Anlagevermögens wird im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. 2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen Gesellschafter enthalten ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der EGMT, GUD bzw. EWE NETZ. Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Zinserträge für September 2009. 3 Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital betrifft die Kapitaleinlagen der drei Gesellschafter von jeweils 10.000,00 €. Die Eintragung des Kapitals ist im Handelsregister (HRB 25408 HB) am 9. März 2009 erfolgt. Das Stammkapital wurde am 27. Januar 2009 voll eingezahlt. 4 Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen betreffen mit TEUR 13.887 abgegrenzte Aufwendungen in Bezug auf ausstehende Rechnungen im gaswirtschaftlichen Bereich (abgegrenzte Mehrmengen bzw. Ausgleichs- und Regelenergie). Des Weiteren wurden für Jahresabschlusskosten, Kosten der Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen, sonstige ausstehende Rechnungen sowie für die Überdeckung der Regelenergieumlage Rückstellungen gebildet. 5 Verbindlichkeiten
In dem Posten "Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern" sind Verbindlichkeiten gegenüber der EWE NETZ in Höhe von TEUR 969, der GUD in Höhe von TEUR 806 und der EGMT in Höhe von TEUR 54 ausgewiesen. Sämtliche zuvor genannten Positionen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. 6 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus Bestellobligen bestehen sonstige Verpflichtungen in Höhe von TEUR 112. Diese betreffen im Wesentlichen IT-Maßnahmen. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 8 Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Dienstleistungserlöse gegenüber den Gesellschaftern. 9 Materialaufwand
10 Personalaufwand
11 Abschreibungen Dieser Posten enthält ausschließlich Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen. 12 Zinsergebnis
Ergänzende Angaben 13 Beziehungen zu den Gesellschaftern Die Aequamus GmbH ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Erdgas Münster Transport GmbH & Co. KG (EGMT), der Gasunie Deutschland Transport Services GmbH (GUD) und der EWE NETZ GmbH (EWE NETZ), wobei jeder Gesellschafter zu einem Drittel beteiligt ist. Die Aequamus wird als assoziiertes Unternehmen in den EWE-Konzernabschluss "at equity" und in den GUD-Konzernabschluss "quotal" einbezogen. Geschäftsbeziehungen betreffen neben dem originären Gasgeschäft im Rahmen der GABi-Gas die Erbringung von Dienstleistungen sowie die Bereitstellung von Darlehen. 14 Angaben zu den Organen Der Aufsichtsrat der Aequamus GmbH setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen: Dipl.-Ing. Stephan Dietzmann, Bereichsleiter Logistik der Erdgas Münster GmbH & Co. KG, Vorsitzender Dipl.-Ing. Torsten Maus, Sprecher der Geschäftsführung der EWE NETZ GmbH, stellvertretender Vorsitzender Dipl.-Kfm. Nikolaus Behr, Kaufmännischer Geschäftsführer der EWE NETZ GmbH Dipl.-Ing., Dipl.-Wirtschaftsing. Frank Heunemann, Geschäftsführer der Erdgas Münster Transport GmbH & Co. KG Dr. Ing. Michael Kleemiß, Bereichsleiter Marketing, Analysis & Concepts Gasunie Deutschland Transport Services GmbH Dipl.-Wirtschaftsing. Jens Schumann, CEO Gasunie Deutschland Transport Services GmbH Die Mitglieder des Aufsichtsrates haben keine Bezüge von Aequamus im Geschäftsjahr erhalten. Mitglieder des Geschäftsführungsorgans waren im Berichtsjahr Dr. Antje Berg, Referentin Geschäftsbereich Human Resources Fachbereich Recht der Gasunie Deutschland Transport Services GmbH (bis 9. März 2009) Dr. Tim Olbricht, Leiter Recht EWE Netz GmbH (bis 9. März 2009) Dipl.-Kfm. Peter Schmidt, Wardenburg (ab 9. März 2009) Dipl.-Wirtschaftsinformatikerin Stefanie Wetzel, Oldenburg (seit 26. August 2009) Die Gesellschaft verzichtet gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf die Nennung der Bezüge der Geschäftsführung. 15 Mitarbeiter Am 30. September 2009 waren bei der Aequamus GmbH acht Mitarbeiter in Vollzeit beschäftigt. Die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer im Rumpfgeschäftsjahr beträgt 2.
Bremen, den 30. November 2009 Die Geschäftsführung Schmidt Wetzel
Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 27. Januar bis 30. September 2009Konjunkturelle Entwicklung Eine exakte Prognose für die weitere wirtschaftliche Entwicklung in den Jahren 2009 und 2010 ist zum jetzigen Zeitpunkt sehr schwierig. Die Wirtschaftsforschungsinstitute gehen in ihrem im Frühjahr 2009 veröffentlichten Gutachten für das Gesamtjahr 2009 von einem weiteren Rückgang des Bruttoinlandsprodukts im Vergleich zum Vorjahr aus. Auch wenn einzelne Frühindikatoren der aktuellen Wirtschaftsentwicklung auf eine Erholung hinweisen, ist ein baldiger Konjunkturaufschwung noch nicht in Sicht. Trotz staatlicher Konjunktur- und Bankenrettungsprogramme ist davon auszugehen, dass der wirtschaftliche Erholungsprozess langwieriger wird als erwartet. Konjunkturkrise und steigende Arbeitslosigkeit werden die öffentlichen Haushaltskassen im Jahr 2009 und Folgejahre stark belasten. Branchenumfeld Im Laufe des Jahres schlossen mehrere marktgebietsaufspannende Netzbetreiber ihre Marktgebiete zusammen. Hervorzuheben ist die Gründung des H-Gas-Marktgebietes GASPOOL durch ONTRAS-VNG Gastransport, Gasunie Deutschland Transport Services, WINGAS TRANSPORT und DONG Energy Pipelines sowie die Erweiterung des H-Gas-Marktgebietes NCG um kleinere Marktgebiete zum 1. Oktober 2009. Damit wurde die Anzahl der Marktgebiete im H-Gas-Bereich signifikant verringert. Es bestehen neben der Aequamus GmbH (Aequamus) noch zwei weitere bedeutende Dienstleister für die Bilanzierung von Marktgebieten sowie Beschaffung und Einsatz von Regelenergie. Nach wie vor ist es die Bestrebung der Politik, im L-Gas-Bereich die noch existierenden L-Gas-Marktgebiete zu einem einzigen Marktgebiet zusammenzuführen. Aequamus wird bei der angestrebten Reduzierung der Marktgebiete eine konstruktive Rolle einnehmen. Marktgebietskooperation Die Erdgas Münster Transport GmbH & Co. KG, Gasunie Deutschland Transport Services GmbH und die EWE NETZ GmbH haben am 15. September 2008 einen Kooperationsvertrag für ein gemeinsames L-Gas-Marktgebiet unterzeichnet. Des Weiteren wurde ein Vertrag zur Gründung einer gemeinsamen Gesellschaft zur Bilanzierung und Koordinierung des neuen Marktgebietes geschlossen. Nach Freigabe des Zusammenschlussvorhabens durch das Bundeskartellamt wurde die Gesellschaft mit Namen Aequamus GmbH am 9. März 2009 beim Handelsregister in Bremen eingetragen. Seit dem 1. April 2009 nimmt Aequamus die Aufgaben des Bilanzkreisnetzbetreibers für das Marktgebiet L-Gas 1 im Auftrag der drei Gesellschafter wahr. Einführung der "GABi-Gas" Am 29. Mai 2008 beschloss die Beschlusskammer 7 der Bundesnetzagentur ihre Festlegung zum "Grundmodell der Ausgleichsleistungs- und Bilanzierungsregeln im Gassektor" (GABi Gas). Wesentliche Elemente der GABi Gas-Festlegung sind verbindliche Regeln zu einem Tagesbilanzierungssystem sowie zu Einsatz und Beschaffung von Regelenergie durch den Bilanzkreisnetzbetreiber. Beim Tagesbilanzierungsmodell erfolgt eine marktorientierte Bepreisung der Ausgleichsenergie für bilanzielle Differenzmengen am Ende eines Gastages. Ein stündliches Anreizsystem für Bilanzkreisverantwortliche sorgt dafür, Bilanzkreisabweichungen zu minimieren und den Regelenergiebedarf gering zu halten. Des Weiteren wird die Beschaffung und der Einsatz der für die physische Netzsteuerung aller Netze im Marktgebiet notwendigen Regelenergie zentral beim Bilanzkreisnetzbetreiber angesiedelt. In der Festlegung GABi Gas sind detaillierte Rechte und Pflichten des Bilanzkreisnetzbetreibers sowie Rahmenvorgaben für die marktgerechte Ausgestaltung und Beschaffung der jeweiligen Regelenergieprodukte festgelegt. Auf Basis der GABi Gas-Festlegung hat die Gasbranche die Kooperationsvereinbarung vom 29. Juli 2008 ("KoVIII") zum Netzzugang Gas sowie einen BDEW/VKU/GEODE-Leitfaden zur Führung und Abwicklung von Bilanzkreisen bei Gas erstellt. Das neue Tagesbilanzierungs- und Regelenergiesystem trat zum 1. Oktober 2008 in Kraft. Im Rahmen des Bilanzkreismanagements übernimmt Aequamus den Abschluss von Bilanzkreisverträgen mit Bilanzkreisverantwortlichen, die Abwicklung von Nominierungen am virtuellen Punkt und von Allokationsnachrichten der Netzbetreiber sowie die Bereitstellung der Allokationsdaten gegenüber Bilanzkreisverantwortlichen. Unter das Bilanzkreismanagement fallen auch die Ermittlung und Veröffentlichung der Preise für Ausgleichsenergie, die Abrechnung der Bilanzkreise gegenüber den Bilanzkreisverantwortlichen, die Führung von Netzkonten für Netzbetreiber und die Abrechnung der Mehr-/Mindermengen gegenüber Netzbetreibern. Regelenergiemanagement Aequamus plant und koordiniert den Einsatz von Regelenergie im Marktgebiet L-Gas 1. Dies umfasst die Beschaffung von Regelenergieangeboten nach transparenten und diskriminierungsfreien Verfahren am Markt, den zentralen Abruf des Ein- und Verkaufsbedarfes (Tagesbandprodukt) und die Koordination der dezentralen untertägigen Strukturierung (Strukturierungsprodukt). Aequamus rechnet die Regelenergie gegenüber den Regelenergieanbietern ab, führt das Regelenergieumlagekonto und veröffentlicht Daten zur eingesetzten Regelenergie für das Marktgebiet L-Gas 1. Regelenergieumlage Sämtliche mit dem Bilanzkreis- und Regelenergiemanagement verbundenen Kosten und Erlöse sind für Aequamus periodenübergreifend ergebnisneutral. Aequamus verrechnet entsprechende Salden über eine Regel- und Ausgleichsenergieumlage im Rahmen des Bilanzkreismanagements mit Bilanzkreisverantwortlichen. Aequamus prognostiziert jeweils vor Beginn einer Umlageperiode den Stand dieses Kontos zum Ende der Umlageperiode und berechnet dementsprechend die Höhe der Umlage. Diese wird nur für bestimmte Ausspeisungen erhoben und bleibt für die Dauer der Umlageperiode unverändert. Der jeweilige Zeitraum der Umlageperiode und die Höhe der Umlage werden auf der Internetseite der Aequamus veröffentlicht. Ertragslage Der Umsatz der Aequamus resultiert im Wesentlichen aus den Aufgaben als Bilanzkreisnetzbetreiber und wurde in den Monaten April bis September 2009 realisiert. Die Haupteinnahmen resultieren aus dem Verkauf von Regel- und Ausgleichsenergie und Mindermengen sowie aus der Abrechnung von Strukturierungsbeiträgen und der Regelenergieumlage. Dem stehen korrespondierende Aufwandspositionen aus dem Einkauf von Regel- und Ausgleichsenergie sowie Mehrmengen gegenüber. Grundsätzlich ist somit das gaswirtschaftliche Geschäft der Aequamus bei einer Mehrperiodenbetrachtung erfolgsneutral, da alle damit im Zusammenhang stehenden Erlöse und Aufwendungen auf dem Regel- und Ausgleichsenergieumlagekonto erfasst werden, welches die Grundlage für die Berechnung und Erhebung der Regelenergieumlage darstellt. Aequamus erhebt ein dem Branchenniveau entsprechendes Nutzungsentgelt in Höhe von 0,001 €ct/kWh für Ein- und Ausspeisungen von Gasmengen am virtuellen Punkt des Marktgebietes L-Gas 1 im Sinne des § 33 Ziffer 3 der AGB der Aequamus. Da diese Erlöse nicht für das Regelenergieumlagekonto relevant sind, bilden sie einen wesentlichen Bestandteil des Rohertrages. Im Rumpfgeschäftsjahr stand die Gründung der Gesellschaft sowie der Aufbau der Organisation und des IT-Umfeldes im Fokus, wodurch Ingangsetzungs- und Implementierungskosten verursacht wurden. Eigenes Personal wurde sukzessive für die Aktivitäten im Kerngeschäft der Aequamus aufgebaut. Über das Kerngeschäft hinausgehende operative Tätigkeiten im gaswirtschaftlichen und kaufmännischen Bereich werden über Dienstleistungsverträge eingekauft. Die Fremdfinanzierung der Gesellschaft erfolgt bei Bedarf vollständig über Kreditlinien der Gesellschafter bzw. der EWE AG. Das Finanz- und Zinsergebnis wird durch die Höhe der Inanspruchnahme der Kreditlinien der Gesellschafter geprägt. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) beträgt TEUR 752.
Investitionen Insgesamt betragen die Investitionen bei Aequamus TEUR 1.544. Die Investitionen wurden nahezu ausschließlich im Bereich IT-Software getätigt. Auch im nächsten Geschäftsjahr werden Investitionen zum Ausbau der vorhandenen IT-Systeme erwartet. Vermögenslage Die Bilanzsumme der Aequamus beträgt TEUR 28.537. Mit TEUR 27.074 ist das Umlaufvermögen die dominierende Aktivgröße. Das Umlaufvermögen ist im Wesentlichen geprägt von den gaswirtschaftlichen Forderungen aus dem Verkauf von Regel- und Ausgleichsenergie sowie durch die Abrechnung von Mindermengen und der Regelenergieumlage. Die Passivseite wird maßgeblich durch den Kauf von Regel- und Ausgleichsenergie sowie durch die Abrechnung von Mehrmengen bestimmt. Durch das neue Bilanzierungssystem und durch die Implementierung von neuen Abrechnungssystemen ist das Rumpfgeschäftsjahr vom Aufbau der kaufmännischen Prozesse beeinflusst, so dass zum Stichtag noch mehrere Abrechnungsmonate als energiewirtschaftliche Forderungen bzw. Verbindlichkeiten ausgewiesen werden müssen. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Stichtag 1,9 Prozent.
Finanzlage Der operative Cash Flow aus der Geschäftstätigkeit beträgt TEUR 9.625. Der Mittelabfluss aus der Investitions- und der Finanzierungstätigkeit konnte vollständig aus dem Cash Flow der laufenden Geschäftstätigkeit finanziert werden. Im Ergebnis stieg der Bestand des Finanzmittelfonds um TEUR 8.081. Dieser enthält ausschließlich die liquiden Mittel in Form von Bankguthaben. Insgesamt ist die Finanzlage von Aequamus stabil. Die Gesellschaft finanziert sich durch das vorhandene Eigenkapital sowie durch Darlehnszusagen der Gesellschafter bzw. der EWE AG, die mit einem Rangrücktritt versehen sind. Liquiditätsrisiken sind derzeit nicht absehbar.
Risikobericht Aufbau und Prozess des Risikomanagementsystems Das Risikomanagementsystem von Aequamus hat das Ziel, Transparenz bezüglich unternehmensgefährdender Risiken herzustellen und durch geeignete Maßnahmen zur Risikobewältigung zeitnah negative Ergebnisauswirkungen zu begrenzen. Die Hauptkomponente des Risikomanagementsystems besteht aus abgestimmten und etablierten Planungs- und Controllingprozessen. Markt- und Umfeldrisiken Die Fremdfinanzierung der Aequamus erfolgt ausschließlich über die Gesellschafter bzw. deren Konzernverbund. Die getroffenen Darlehnsvereinbarungen gewährleisten die jederzeitige Deckung des Mittelbedarfs. Insofern strahlt die aktuelle Finanzkrise nicht auf die Aequamus aus. Krisenbedingte Effekte auf das Ergebnis liegen ebenfalls nicht vor und sind aus der heutigen Perspektive auch für die Zukunft nicht erkennbar. Zusammenfassende Beurteilung der Risikosituation Im Rumpfgeschäftsjahr 2009 ergab sich weder aus Einzelrisiken noch aus der Gesamtrisikoposition eine Bestandsgefährdung für Aequamus. Auch für das Geschäftsjahr 2009/2010 sind aktuell keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar. Mitarbeiter Aequamus hat am Ende des Berichtsjahres acht Mitarbeiter in Vollzeit beschäftigt. Weiteres Personal wird im Geschäftsjahr 2009/2010 aufgebaut. Prognosebericht Umsatz und Ergebniserwartung Aequamus unterliegt einem umfangreichen rechtlichen Regulierungsrahmen, der direkten Einfluss auf den geschäftlichen Erfolg hat. Das heutige Markt- und Geschäftsmodell ist so ausgelegt, dass mögliche gaswirtschaftliche Mehr- bzw. Mindereinnahmen vorgetragen und in der nächsten Periode über die Anpassung der Regelenergieumlage ausgeglichen werden. Umsatz und Ergebnis der Aequamus wurden für das Rumpfgeschäftsjahr ermittelt. Auf Basis eines vollständigen Geschäftsjahres wird für 2009/2010 und 2010/2011 ein entsprechend höherer Umsatz sowie ein höheres Ergebnis erwartet.
Bremen, den 30. November 2009 Die Geschäftsführung Schmidt Wetzel Der Jahresabschluss Aequamus GmbH, Bremen, zum 30. September 2009 wurde unter Inanspruchnahme von Erleichterungen nur teilweise offen gelegt. Zu dem vollständigen Jahresabschluss hat der Abschlussprüfer den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Aequamus GmbH, Bremen, für das Rumpfgeschäftsjahr vom 27. Januar bis 30. September 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Aequamus GmbH, Bremen. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Bremen, den 30. November 2009 KPMG
AG
Schadeck, Wirtschaftsprüfer Cybucki, Wirtschaftsprüfer ErgebnisverwendungDie Gesellschafter der Aequamus GmbH beschließen: Der Bilanzgewinn in Höhe von insgesamt 515.914,68 € wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Bremen, den 16. Dezember 2009 Stephan Dietzmann, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung Dr. Tim Olbricht, Protokollführer |
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