LG-LHT Aircraft Solutions GmbHLiquidiert

22335 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 157217
Eingetragen
21.5.2019
Branche
Reparatur und Instandhaltung von zivilen Luft- und RaumfahrzeugenBetrieb von Flughäfen und Landeplätzen für LuftfahrzeugeVermietung von Luftfahrzeugen
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, Herstellung, Wartung und der Vertrieb von Produkten und Dienstleistungen für kommerzielle Fluggesellschaften, Erstausrüster von Verkehrsflugzeugen und andere in der kommerziellen Luftfahrt tätige Unternehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Arnd Kikker
seit 30.12.2024
Liquidator
Son Yob Pak
seit 13.4.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.000.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
AerQ GmbHAufgelöst
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

LG-LHT Aircraft Solutions GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen und Software 1.669.831,00 1.183.248,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.769.930,00 1.014.847,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 299.220,00 296.885,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 125.726,48 111.324,44
2.194.876,48 1.423.056,44
III. Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen 1.500.000,00 1.500.000,00
5.364.707,48 4.106.304,44
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 66.428,77 0,00
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 8.535,00 20.408,96
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 55.854,24 0,00
130.818,01 20.408,96
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.528.384,26 2.268.424,41
2. Sonstige Vermögensgegenstände 270.924,49 306.607,68
1.799.308,75 2.575.032,09
III. Guthaben bei Kreditinstituten 1.780.095,24 5.514.795,72
3.710.222,00 8.110.236,77
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 415.187,42 90.961,40
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 3.024.000,00 3.201.000,00
12.514.116,90 15.508.502,61

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Kapitalrücklage 69.100.000,00 51.200.000,00
III. Verlustvortrag (40.895.190,32) (25.417.197,33)
IV. Jahresfehlbetrag (21.410.948,65) (15.477.992,99)
7.793.861,03 11.304.809,68
B. RÜCKSTELLUNGEN
Sonstige Rückstellungen 569.728,39 609.970,42
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.283.083,20 753.282,44
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 1.283.083,20 (Vorjahr: € 753.282,44)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.695.655,15 2.696.554,72
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 2.695.655,15 (Vorjahr: € 2.696.554,72)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 171.789,13 143.885,35
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 171.789,13 (Vorjahr: € 143.885,35)
- davon aus Steuern: € 127.703,98 (Vorjahr: € 106.091,52)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 42.565,35 (Vorjahr: € 34.948,55)
4.150.527,48 3.593.722,51
12.514.116,90 15.508.502,61

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS ZUM 31. DEZEMBER 2023

2023 2022
1. Umsatzerlöse 2.996.540,99 3.176.911,20
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 9.189,47 0,00
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 383.955,00 220.185,00
4. Sonstige betriebliche Erträge 2.292.043,02 1.958.971,34
- davon aus Währungsumrechnung: € 4.910,62 (Vorjahr: € 5.235,84)
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 290.400,39 192.778,27
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 11.580.369,72 8.332.643,21
11.870.770,11 8.525.421,48
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 7.259.681,47 5.750.915,58
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.458.682,05 1.148.080,73
- davon für Altersversorgung: € 150.560,00 (Vorjahr: € 121.533,00)
8.718.363,52 6.898.996,31
7. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 612.748,70 2.404.434,02
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.738.976,38 4.570.014,27
- davon aus Währungsumrechnung: € 3.454,30 (Vorjahr: € 5.375,42)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 33.119,97 2.805,55
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 184.938,39 (1.562.000,00)
- davon Aufwand/(Ertrag) aus latenten Steuern: € 177.000,00 (Vorjahr: € (1.562.000,00))
11. Ergebnis nach Steuern (21.410.948,65) (15.477.992,99)
12. Jahresfehlbetrag 21.410.948,65 15.477.992,99

Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023

Der Jahresabschluss der LG-LHT Aircraft Solutions GmbH, Hamburg, zum 31. Dezember 2023 ist durch Beschluss der Gesellschafterversammlung am 30. Juli 2024 festgestellt worden. Das Ergebnis wir auf neue Rechnung vorgetragen.

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der LG-LHT Aircraft Solutions GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches ("HGB") für eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB aufgestellt worden.

Die Gesellschaft ist im Handelsregister Hamburg unter der Nummer HRB 157217 eingetragen.

Von den Erleichterungsmöglichkeiten der §§ 276 und 288 Abs. 2 HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften wurde bei der Aufstellung von Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang weitestgehend Gebrauch gemacht.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind beibehalten worden.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, abzüglich planmäßiger Abschreibungen bilanziert. Die Abschreibungen erfolgen linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Im Falle dauerhafter Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten vermindert um lineare Abschreibungen über die voraussichtliche Nutzungsdauer angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis € 800 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Die Finanzanlagen beinhalten Anteile an verbundenen Unternehmen, die zu Anschaffungskosten bewertet werden. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere beizulegende Wert angesetzt.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung des niedrigeren beizulegenden Wertes.

Forderungen sowie sonstige Vermögensgegenstände werden zu ihrem Nennwert angesetzt. Individuelle einzelne Risiken werden durch Wertabschläge berücksichtigt.

Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nominalbetrag angesetzt.

Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für erkennbare Risiken in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem jeweiligen Tagesmittelkurs eingebucht und zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag nach § 256a HGB umgerechnet.

3. Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Die Darstellung der Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens erfolgt im Anlagenspiegel (Anlage III, Seite 6).

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben zum Bilanzstichtag wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen entfallen zu T€ 4 (Vorjahr: T€ 0) auf Gesellschafter.

Zum Bilanzstichtag werden aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge nach § 274 Abs. 2 HGB in Höhe von T€ 3.024 (Vorjahr: T€ 3.201) ausgewiesen, die nach § 268 Abs. 8 Satz 2 HGB der Ausschüttungssperre unterliegen. Diese wurden auf Basis der für 2019 bis 2022 veranlagten steuerlichen Verlustvorträge gebildet. Sie bemessen sich unter Anwendung des Körperschaftsteuersatzes inkl. SolZ von 15,825 % und eines Gewerbesteuersatzes bei einem Steuermessbetrag von 3,5 % und einem Hebesatz von 470 % auf den Gewinn vor Steuern innerhalb der kommenden fünf Jahre.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Prämien (Bonus) 357.007,13 248.783,92
Urlaub 101.471,26 101.287,02
Arbeitnehmerüberlassungen 0,00 110.653,38
Abschluss, Prüfung & Steuererklärung 29.250,00 28.000,00
Ausstehende Rechnungen 76.000,00 89.656,52
Übrige sonstige Rückstellungen 6.000,00 31.589,58
Summe 569.728,39 609.970,42

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten entfallen zu T€ 189 (Vorjahr: T€ 68) auf Gesellschafter.

Aufwendungen für Kostenumlagen von Schwester- und Tochtergesellschaften von T€ 3.004 (Vorjahr: T€ 2.521) werden wie im Vorjahr im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesen. Erträge aus den Kostenumlagen an die Schwestergesellschaft werden unverändert im sonstigen betrieblichen Ertrag ausgewiesen und betragen im Geschäftsjahr T€ 2.271 (Vorjahr: T€ 1.922).

Aufwendungen für von der Schwestergesellschaft erbrachten Ingenieursleistungen in Höhe von T€ 2.626 (Vorjahr: T€ 1.804) sind wie im Vorjahr im Materialaufwand ausgewiesen. Selbst erbrachte Ingenieursleistungen an die Schwestergesellschaft werden analog zum Vorjahr in den Umsatzerlösen ausgewiesen und betragen T€ 2.992 (Vorjahr: T€ 3.176).

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 5 (Vorjahr: T€ 5), in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 3 (Vorjahr T€ 5) ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 1.541) vorgenommen.

In den Steuern vom Einkommen und Ertrag werden Aufwendungen aus der Auflösung von aktiven latenten Steuern von T€ 177 (Vorjahr: Erträge aus der Zuführung zu latenten Steuern von T€ 1.562) ausgewiesen.

4. Sonstige Angaben

4.1. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 90 (Vorjahr: 75). Die Arbeitnehmer können wie folgt gruppiert werden:

Tätigkeitsbereich Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter
Administration 29
Entwicklung 61

4.2. Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von T€ 6.794 (Vorjahr: T€ 7.930) sonstige finanzielle Verpflichtungen aus zum Bilanzstichtag vorliegenden Bestellungen und Dauerverträgen.

4.3. Anteile an Unternehmen

Die Gesellschaft hält Anteile am Kapital des folgenden Unternehmens:

Anteile % Eigenkapital Jahresergebnis
EUR EUR
AerQ GmbH, Hamburg 50,00 2.681.716,72 343.943,31

Die Angaben entstammen dem Jahresabschluss für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2023 der AerQ GmbH, Hamburg.

4.4. Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr 2023 gehörten der Geschäftsführung der Gesellschaft folgende Personen an:

 

Arnd Kikker, Geschäftsführer

 

Son Yob Pak, Geschäftsführer

4.5. Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird aufgrund des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

 

Hamburg, 28. Juni 2024

Arnd Kikker

Son Yob Pak

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2023

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen und Software 4.090.652,64 812.552,40 0,00 0,00 4.903.205,04
4.090.652,64 812.552,40 0,00 0,00 4.903.205,04
II. SACHANLAGEN
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.275.668,98 880.928,70 72.266,04 0,00 2.228.863,72
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
a) Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 411.979,90 71.684,65 0,00 (3.060,00) 480.604,55
b) Geringwertige Wirtschaftsgüter 270.499,71 18.812,69 1.882,42 (882,80) 290.312,02
682.479,61 90.497,34 1.882,42 (3.942,80) 770.916,57
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 111.324,44 88.550,50 (74.148,46) 0,00 125,726,48
2.069.473,03 1.059.976,54 0,00 (3.942,80) 3.125.506,77
III. FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.500.000,00 0,00 0,00 0,00 1.500.000,00
1.500.000,00 0,00 0,00 0,00 1.500.000,00
7.660.125,67 1.872.528,94 0,00 (3.942,80) 9.528.711,81
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen und Software 2.907.404,64 325.969,40 0,00 0,00 3.233.374,04
2.907.404,64 25.969,40 0,00 0,00 3.233.374,04
II. SACHANLAGEN
1. Technische Anlagen und Maschinen 260.821,98 198.111,74 0,00 0,00 458.933,72
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
a) Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 115.094,90 67.972,45 (1.682,80) 0,00 181.384,55
b) Geringwertige Wirtschaftsgüter 270.499,71 20.695,11 (882,80) 0,00 290.312,02
385.594,61 88.667,56 (2.565,60) 0,00 471.696,57
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
646.416,59 286.779,30 (2.565,60) 0,00 930.630,29
III. FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0.00 0.00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3.553.821,23 612.748,70 (2.565,60) 0,00 4.164.004,33
RESTBUCHWERTE
31.12.2023 31.12.2022
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen und Software 1.669.831,00 1.183.248,00
1.669.831,00 1.183.248,00
II. SACHANLAGEN
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.769.930,00 1.014.847,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
a) Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 299.220,00 296.885,00
b) Geringwertige Wirtschaftsgüter 0,00 0,00
299.220,00 296.885,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 125.726,48 111.324,44
2.194.876,48 1.423.056,44
III. FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.500.000,00 1.500.000,00
1.500.000,00 1.500.000,00
5.364.707,48 4.106.304,44

Lagebericht Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

A.1 Unternehmensprofil

Die LG-LHT Aircraft Solutions GmbH ist ein Joint Venture der Lufthansa Technik AG (Deutschland) und LG Electronics Inc. (Südkorea). Das Unternehmen wurde 2019 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Hamburg, Deutschland, als Teil von AERQ.

AERQ besteht aus drei Gesellschaften: LG-LHT Aircraft Solutions GmbH, LG-LHT Passenger Solutions GmbH und AerQ GmbH. Der Geschäftszweck der ersten beiden Gesellschaften ist die Entwicklung, Herstellung und Wartung von Produkten und Dienstleistungen in der kommerziellen Luftfahrt. Die AerQ GmbH kümmert sich um den Vertrieb, Marketing sowie first-level Kundensupport.

A.2 Geschäftsmodell

AERQ entwickelt digitale Kabinenlösungen für kommerzielle Fluggesellschaften. Ziel ist es, den Fluggesellschaften die Kontrolle über die Kabine zurückzugeben, indem sie durch die Bereitstellung unserer neuen offenen IT-Plattform - AERENA - mehr Einblicke in das Verhalten und die Bedürfnisse der Reisenden während des Fluges erhalten. Die Lösung wird Fluggesellschaften, Passagiere und ausgewählte Drittanbieter miteinander verbinden und den schnelleren Einsatz von Anwendungen und Diensten im Flugzeug ermöglichen. Des Weiteren stärkt AERENA das Potenzial der Fluggesellschaften, zusätzliche Einnahmen zu generieren.

Die AERENA-Plattform wird über hochmoderne Hardware wie das AERQ In-Flight Entertainment System und die Cabin Digital Signage (CDS) Bildschirme betrieben.

AERQ konzentriert sich derzeit auf die Produktentwicklung und Kundengenerierung. Das Plattform- Geschäftsmodell des Unternehmens wird aus den folgenden Einnahmequellen bestehen:

Einmalige Einnahmen durch den Verkauf von Hardware im Rahmen von Retrofit- und OEM Offerability-Programmen

Plattformeinnahmen durch Abonnementmodelle und Umsatzbeteiligung auf Basis der Plattformnutzung

A.3 Forschung und Entwicklung

Im Dezember 2023 befanden sich die Produktkomponenten der ersten Lösung in unterschiedlichen Stadien der Zulassung. Hierunter fallen z.B. abschließende Qualifikationstests, Produktion sowie Finalisierung der Dokumentation. Das gesamte System wird mit Beendigung des ersten Quartals 2024 erstmalig im Rahmen eines Praxistests ausgeliefert.

Im Geschäftsjahr wendete die Gesellschaft 10,1 mEUR für die Erreichung dieser Ziele auf. Auf Grund der noch ausstehenden Kundenverträge und der damit verbundenen technischen Konkretisierung wurde keine Kapitalisierung vorgenommen. Die im Vergleich zum geplanten Betrag höheren Aufwendungen wurden dazu verwendet, den Zeitplan für die Fertigstellung des Systems und die Erstauslieferung einzuhalten.

Wenn wir sicherstellen, dass unser System die anfänglichen Anforderungen erfüllt, schaffen wir eine Grundlage für weitere Produktiterationen, um schließlich unsere längerfristigen Ziele und Ambitionen wie z. B. die Erweiterung des Produktportfolios und die Ausschöpfung des vollen Potenzials, um den Kunden einen maximalen Nutzen zu bieten, zu erreichen.

B. Wirtschaftsbericht

B.1 Weltwirtschaft

Laut dem Bericht des Internationalen Währungsfonds (IWF) schreitet 1 die weltweite Erholung von der COVID-19-Pandemie, dem Ukrainekonflikt und der Lebenshaltungskostenkrise voran. Mit überraschender Widerstandsfähigkeit hat sich das Wachstum der Weltwirtschaft verlangsamt, ist aber nicht zum Stillstand gekommen.

Dennoch bleibt das Wirtschaftswachstum langsam. Zahlreiche Faktoren haben Einfluss auf die Erholung. Einige spiegeln die langfristigen Folgen der Pandemie, den laufenden Krieg in der Ukraine, neue geopolitische Schocks (z. B. der Konflikt im Gazastreifen und Israel, Angriffe im Roten Meer) sowie den wachsenden Trend der geoökonomischen Fragmentierung wider.

Darüber hinaus gibt es zyklische Herausforderungen, wie die Auswirkungen der geldpolitischen Straffung zur Bekämpfung der Inflation, den Rückzug fiskalischer Unterstützung angesichts hoher Verschuldung und den disruptiven Einfluss extremer Wetterereignisse.

B.2 Luftfahrtindustrie

Die Internationale Luftverkehrsvereinigung (IATA) berichtet 2 , dass das Jahr 2023 von einer starken branchenweiten Erholung nach der Pandemie geprägt war, da Passagiere ihre Reisefreiheit voll ausnutzten 3.

Die branchenweiten Passagierkilometer (RPKs) 4 stiegen im Dezember gegenüber dem Vorjahr um 25,3%. Im Jahr 2023 erreichten die branchenweiten RPKs 94,1% des Niveaus von 2019.

Die verfügbaren Sitzkilometer (ASKs) 5 wuchsen gegenüber dem Vorjahr um 24,1% und erholten sich über das gesamte Jahr auf 94,4% der Vorkrisenkapazität. Der weltweite Sitzladefaktor lag bei 82,3%, leicht unter der Schwelle von 2019.

Die Inlandsmärkte haben sich zum Jahresende hin unterschiedlich entwickelt, dennoch übertraf der Gesamtinlandsverkehr im Jahr 2023 die Zahlen von 2019 um 3,9%.

Der internationale Verkehr erzielte in diesem Jahr eine großartige Erholung und erreichte 2023 einen Anteil von 88,6%.

Dennoch bestehen weiterhin Probleme entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Anhaltende Lieferkettenprobleme 6 bei Flugzeugherstellern bremsen die Erholung. Gleiches gilt für Störungen auf Seiten der Infrastrukturanbieter, insbesondere der Flugnavigationsservice-Anbieter. Ausrüstungsausfälle, Personalmangel und Arbeitsunruhen erschwerten es, den Reisebedarf der Passagiere vollständig zu decken.

1 https://www.imf.org/-/media/Files/Publications/WEO/2024/Update/January/English/text.ashx
2 https://www.iata.org/en/iata-repository/publications/economic-reports/air-passenger-market-analysisdecember-2023/
3 https://www.iata.org/en/pressroom/2023-releases/2023-11-09-01/
4 Revenue Passenger Kilometers (RPK) - Anzahl der von zahlenden Kunden zurückgelegten Kilometer
5 Available seat-kilometers (ASKs) - ein Maß für die Beförderungskapazität einer Fluggesellschaft zur Erzielung von Einnahmen, ergibt sich aus der Multiplikation der verfügbaren Sitze in einem bestimmten Flugzeug mit der Anzahl der geflogenen Kilometer einem bestimmten Flug
6 https://thewest.com.au/news/aviation/manufacturers-holding-back-global-airline-industrys-recovery-saysinternational-air-transport-association-c-12506075

B.3 In-flight Entertainment und Connectivity (IFEC) Industrie

Da AERQ in der Branche für Inflight Entertainment & Connectivity (IFEC) tätig ist, beobachten wir kontinuierlich die Dynamik und Entwicklungen in diesem Bereich.

Der globale IFEC-Markt wurde im Jahr 2023 auf 6,70 Milliarden USD 7 geschätzt. IFE bleibt eine der wichtigsten Dienstleistungen, die von Fluggesellschaften angeboten wird, um das Reiseerlebnis ihrer Kunden, insbesondere auf Langstreckenflügen, zu verbessern. Die Anzahl der Flugzeuge, die mit Seatback In-Flight Entertainment Systemen ausgestattet sind, nahm weiter zu. Mehr als 6.500 Flugzeuge 8 sind derzeit in der Economy-Klasse mit einem solchen System ausgestattet.

Ein von Euroconsult 9 veröffentlichter Bericht, der sich auf die In-Flight Connectivity (IFC) für die Luftfahrt konzentriert, hat ein zweites aufeinanderfolgendes Jahr mit starkem Wachstum hervorgehoben. Über 36.000 kommerzielle und Geschäftsflugzeuge sind nun mit Internetzugang an Bord ausgestattet.

7 https://www.grandviewresearch.com/industry-analysis/in-flight-entertainment-connectivity-ifec-market
8 https://valourconsultancy.com/ifec-tracker-update-q1-2023/
9 https://www.euroconsult-ec.com/press-release/satellite-industry-experts-forecast-in-flight-connectivitydemand-to-soar/

B.4 Geschäftsentwicklung und Lage der Gesellschaft

Leistungsindikatoren

Unsere Indikatoren spiegeln die aktuelle Phase unseres Geschäfts wider und werden entsprechend angepasst. AERQ konzentriert sich auf die Produktentwicklung und die Gewinnung von potentiellen Kunden.

Nicht-finanzielle Indikatoren

Zur Messung der nicht-finanziellen Leistung verwendet AERQ die folgenden Indikatoren.

Gesamtfortschritt bei den Objectives and Key Results (OKR) - ein zentrales Steuerungsinstrument des Unternehmens, das aus messbaren Zielen besteht, die jährlich für die gesamte Organisation und vierteljährlich für die jeweiligen Teams und Abteilungen festgelegt werden. Die OKRs des Unternehmens dienen als strategischer Leitfaden für das Jahr, während die OKRs der Teams es diesen ermöglichen, ihre Bemühungen besser zu organisieren, um zu den unternehmensweiten Zielen beizutragen.

Teamweite OKR werden sowohl genutzt um auf wöchentlicher Basis die Zusammenarbeit zu strukturieren als auch Management Reportings durchzuführen.

Unternehmensweite OKR werden quartärlich durch das Management ausgewertet. Basierend auf dem Ergebnis werden Initiativen entwickelt, um die unternehmensweite Performance zu steigern.

Objectives and Key Results sind eine agile Form der Unternehmenssteuerung, stellen Resultate (Outcome) über Output und geben der Organisation anhand klarer Prioritäten Leitlinien vor. Diese Prioritäten ändern sich über die Jahre, weshalb der Erreichungsgrad einzelner Metriken jahresübergreifend nur eingeschränkt vergleichbar ist. Jedoch können die OKRs in Schwerpunkte untergliedert werden.

Diese Schwerpunkte sind:

Markteintritt und Positionierung

Produktentwicklung

Unternehmensbetrieb

Beim Betrachten des Fortschritts in den verschiedenen Bereichen, ist die Produktentwicklung der Bereich, in dem AERQ weiterhin signifikante Forstschritte geleistet hat, um sicherzustellen, dass AERQ's Lösung für die Installation bereit ist. Dies ist wiederum ein entscheidender Treiber für den Bereich "Markteintritt und Positionierung". Um dieses sehr anspruchsvolle Ziel zu erreichen, waren jedoch mehr Anstrengungen und Ressourcen erforderlich als ursprünglich erwartet.

Darüber hinaus hat AERQ die Organisationsstruktur weiterentwickelt und zeigt starke Leistungen im Bereich "Unternehmensbetrieb". Beispielhaft hierfür ist das Erreichen der geplanten Anzahl von Zertifizierungen und Audits.

Außerdem wurden alle Ziele in anderen Bereichen mit einem hohen Ambitionsniveau formuliert. Die Hauptpriorität des Unternehmens bestand darin, die Entwicklung des Grundproduktes abzuschließen. Weniger kritische Ziele wurden mit niedrigeren Zielerreichungsraten gemessen, werden aber dennoch für die Hauptziele als akzeptabel angesehen.

Um die gesetzten Ziele erreichen, ist eine starke Unternehmenskultur von großer Bedeutung. Um diese zu erhalten und zu verbessern, messen wir regelmäßig das Mitarbeiterengagement und -Wohlbefinden. Das regelmäßige Sammeln von Feedback über das Wohlbefinden und die Zufriedenheit der Mitarbeiter in der Organisation und in ihren jeweiligen Teams ermöglicht es uns, angemessen zu handeln und rechtzeitig auf verbesserungswürdige Bereiche einzugehen. Der durchschnittliche Wert der Indikatoren blieb auf einem ähnlichen Niveau wie 2022. Dabei ist das Mitarbeiterengagement im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken. Ein Grund dafür ist die anspruchsvolle Phase der Produktentwicklung. Das Mitarbeiterwohlbefinden hingegen verzeichnet eine leichtere Steigerung gegenüber dem Vorjahr.

Um die Fortschritte bei der Produktentwicklung zu verfolgen, werden die Ergebnisse der Programminkremente (PI) nach dem SAFe Konzept überwacht, z. B. Anzahl der gelösten und ausstehenden Tickets am Ende eines jeden Inkrements. Hierzu werden in einem vorher bestimmten Zeitraum (ca. 12 Wochen) zu erreichende Ziele von den Teams gesetzt. Innerhalb eines PI finden Zwischenreviews und Problemlösungsaktionen statt, um entstehende Probleme sofort zu lösen, anstatt bis zum Ende eines Inkrements zu warten. Dieser so entstehende Lernprozess wird im nächsten Schritt beim darauffolgenden PI berücksichtigt. Hierbei spielen Zielerreichung, Ticketanzahl als auch die Bearbeitungszeit der Tickets eine zentrale Rolle. Die Zielerreichung verbesserte sich im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr. Im Jahr 2023 erreichte AERQ einen bedeutenden Meilenstein indem über 500 Tickets erfolgreich geschlossen wurden, was im Vergleich zu den 162 im Vorjahr (2022) geschlossenen Tickets einen deutlichen Anstieg darstellt.

Finanzielle Indikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf den Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten. Hierbei wird der Wert der geplanten Auszahlungen im Vergleich zu den aktualisierten Prognosen gewertet. Diese beinhalten sowohl Investitionen als auch Aufwand. Im Berichtsjahr 2023 lagen die Auszahlungen über den ursprünglichen Prognosen.

Zusätzlich wird die Gesellschaft über einen jährlich aktualisierten, langfristigen Businessplan gesteuert. Aus diesem ergibt sich das Budget für das Geschäftsjahr. Zum einen werden die einzelnen Abteilungen monatlich an ihren Budgets gemessen, zum anderen findet ein monatliches Reporting an die Geschäftsführung zum Gesamtbudget der Gesellschaft statt. In 2023 lag die Gesellschaft oberhalb der für das Geschäftsjahr geplanten Ausgaben. Grundlage hierfür war die Entscheidung der Geschäftsführung durch Erhöhung der Kapazitäten den Termin für die Erstauslieferung im Rahmen des Praxistests sicher zu stellen.

Ertragslage

Die Ertragslage der Gesellschaft ist durch die voranschreitende Forschungs- und Entwicklungstätigkeit geprägt.

Die wesentlichen Ergebnisquellen entwickelten sich im Berichtsjahr wie folgt:

Ergebnisquellen Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
tEUR tEUR tEUR %
Umsatzerlöse 2.997 3.177 -180 -5,7 %
Sonstige betriebliche Erträge 2.271 1.932 +339 +17,6 %
Materialaufwand 11.871 8.525 +3.345 +39,2 %
Personalaufwand 8.718 6.899 +1.819 +26,4 %
Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.739 4.570 +1.169 +25,6 %

Die Umsatzerlöse geben Ingenieursleistungen an die Schwestergesellschaft wieder. Trotz gestiegener Mitarbeiterzahlen im Vergleich zum Vorjahr ist ein leichter Rückgang zu verzeichnen. Dieser ist durch eine verringerte Stundenerbringung gegenüber der Schwestergesellschaft bedingt.

Der Materialaufwand wird im Wesentlichen durch die bezogenen Leistungen beeinflusst. Hier finden sich eingekaufte Entwicklungsleistungen wieder. Die wachsende Entwicklungstätigkeit hat im Vergleich zum Vorjahr zu einem Anstieg von 39,2 % geführt.

Die Erhöhung des Personalaufwandes um 26,4 % reflektiert die Steigerung der Mitarbeiterzahlen von 75 auf 90 im Jahresdurchschnitt.

Sonstige betriebliche Aufwendungen verkörpern hauptsächlich Standortkosten, Lizenzen sowie sonstige Personalkosten. Ein Anstieg ist auch hier durch die voranschreitende Entwicklungstätigkeit der Gesellschaft getrieben.

Vermögenslage

Die Vermögenslage entwickelte sich - analog zur Ertragslage - entlang der im Vergleich zum Vorjahr angestiegenen Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten.

Die wesentlichen Bilanzposten veränderten sich wie folgt:

Bilanzposten Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
Aktiva tEUR tEUR tEUR %
Anlagevermögen 5.365 4.106 +1.258 +30,6 %
Umlaufvermögen 3.710 8.110 -4.400 -45,7 %
Aktive latente Steuern 3.024 3.201 -177 -5,5 %
Übrige 415 91 +324 +456,4 %
Bilanzsumme 12.514 15.508 -2.994 -19,3 %
Passiva
Eigenkapital 7.794 11.305 -3.511 -31,1 %
Verbindlichkeiten 4.151 3.594 +557 +15,5 %
Rückstellungen 570 609 -39 -6,6 %
Bilanzsumme 12.514 15.508 -2.994 -19,3 %

Das Anlagevermögen hat sich um 1.258 tEUR auf nunmehr 5.365 tEUR erhöht. Die im Berichtsjahr getätigten Investitionen in Höhe von 1.872 tEUR wurden durch planmäßige Abschreibungen von insgesamt 613 tEUR überkompensiert. Die Investitionen flossen im Wesentlichen in technische Anlagen und Maschinen sowie Softwareprodukte.

Die Reduktion des Umlaufvermögens um 45,7 % auf 3.710 tEUR ergibt sich vorwiegend aus einer Verringerung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen (-740 tEUR) sowie liquiden Mittel um 3.735 tEUR. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind das direkte Resultat aus der Weiterberechnung von Ingenieursleistungen sowie weiteren Kostenumlagen.

Die aktiven latenten Steuern repräsentieren zukünftige Steuererleichterungen durch die Verrechnung des steuerlichen Verlustvortrages mit den prognostizierten Gewinnen innerhalb der nächsten fünf Jahre.

Als Resultat aus den Einzahlungen in die Kapitalrücklage abzüglich des Jahresfehlbetrages verringerte sich das Eigenkapital um 3.511 tEUR. Die sich daraus ergebende Veränderung der Eigenkapitalquote führt nun zu einem Gesamtanteil an der Bilanzsumme von 62,3 % (Vorjahr: 72,9 %).

Die Verbindlichkeiten der Gesellschaft haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 15,5 % auf 4.151 tEUR erhöht. Dies betrifft maßgeblich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Inland.

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 2.994 tEUR oder auch 19,3 % reduziert. Diese Entwicklung ist durch die Abnahme des Umlaufvermögens getrieben.

Finanzlage

Die Finanzlage wird als gut eingeschätzt. Die Finanzierung der Gesellschaft wird durch die Anteilseigner entlang eines langfristigen Geschäftsplanes gesteuert. Dieser Geschäftsplan wird in regelmäßigen Abständen der aktuellen Lage angepasst und durch die Anteilseigner genehmigt. Nach derzeitigem Planungsstand ist die Finanzierung bis zur Marktreife der Produkte dadurch gesichert.

Zusätzlich existieren derzeit keine Verbindlichkeiten gegenüber Banken oder wesentliche Lieferantenverbindlichkeiten.

Die Cashflow-Kennzahlen der Gesellschaft sind auf Grund des noch ausstehenden Markteintrittes sowie der Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten negativ.

Zum Ende des Geschäftsjahres waren liquide Mittel in Höhe von 1.780 tEUR vorhanden. Dies entspricht einem Anteil von 14,2 % der Bilanzsumme.

Gesamtlage der Gesellschaft

Insgesamt entwickelten sich die Kosten der Gesellschaft im Geschäftsjahr über den ursprünglichen Planungen. Indikationen aus dem Markt in Form von Ausschreibungen und individuellen Anfragen lassen weiterhin die Geschäftsführung die Lage als positiv einschätzen. Insbesondere auf Grund der erfolgreichen Inbetriebnahme des AERENA-Systems und der entsprechenden Marketing-Begleitung.

C. Prognosen, Chancen und Risiken

C.1 Prognose

C.1.1 Weltwirtschaft

Laut dem Bericht des IWF 10 sinkt die Inflation seit ihrem Höchststand im Jahr 2022 schneller als erwartet. Mit geringerer Auswirkung auf Beschäftigung und die wirtschaftliche Aktivität als zunächst angenommen. Dies ist auf positive Veränderungen auf der Angebotsseite als auch Maßnahmen der Zentralbanken zurückzuführen, die stabile Inflationserwartungen aufrechterhalten. Allerdings dürften hohe Zinssätze zur Bekämpfung der Inflation sowie reduzierte staatliche Unterstützung aufgrund hoher Verschuldung das Wachstum im Jahr 2024 verlangsamen.

Daher scheint eine vollständige Erholung in Richtung der Trends vor der Pandemie immer noch unerreichbar, insbesondere in Schwellen- und Entwicklungsländern.

Das globale Wachstum wird im Jahr 2024 mit voraussichtlich 3,1% auf einem vergleichbaren Niveau wie 2023 bleiben und auf 3,2 % im Jahr 2025 ansteigen. Die Prognosen liegen weiterhin unter dem historischen Durchschnitt (2000-2019) von 3,8 %.

Es wird mit einem stetigen Rückgang der globalen Inflation gerechnet. Sie betrug im Jahr 2023 6,8% und wird voraussichtlich im Folgejahr 2024 auf 5,8 % und im Jahr 2025 auf 4,4% zurückgehen.

C.1.2 Luftfahrtindustrie

Im Jahr 2022 prognostizierte die IATA 11 auf aggregierter Ebene eine Erholung des globalen Luftverkehrs zum Verkehrsniveau von 2019 bis zum Jahr 2024. Die Entwicklung des Jahres 2023 hat gezeigt, dass dieser Ausblick weiterhin zutrifft.

Laut dem Airports Council International (ACI) 12 wird das Jahr 2024 voraussichtlich ein wichtiges Jahr in der Erholung des globalen Passagierverkehrs sein. Mit einer erwarteten Gesamtzahl von 9,4 Milliarden Passagieren. Dies übertrifft die Zahlen von 2019 mit 9,2 Milliarden Passagieren, und stellt eine robuste Erholung auf 102,5 % des Niveaus von 2019 dar.

Es ist wichtig zu erwähnen, dass weiterhin erhebliche Risiken bestehen. Dazu gehören die Lebenshaltungskostenkrise, geopolitische Schocks und eine wahrscheinliche Rezession in der Eurozone. Fluggesellschaften stehen außerdem Herausforderungen bei der Aufrechterhaltung ihrer Kapazitäten aufgrund von Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Ersatzteilen und neuen Flugzeugen. 13

Trotz der steigenden Flugpreise und der geopolitischen Herausforderungen hat die Branche das Vertrauen der Verbraucher wieder gewonnen 14. Zum Beispiel wird der optimistische Ausblick der IATA für die Branche durch ihre Umfragedaten unterstützt, die zeigen, dass fast die Hälfte der Reisevorlieben der Menschen wieder auf das Niveau vor der Pandemie zurückgekehrt ist. 44 Prozent der Befragten gaben an, dass sie in den nächsten 12 Monaten mehr reisen werden als in den letzten 12 Monaten. Nur sieben Prozent sagten, dass sie weniger reisen werden, und 48 Prozent erwarteten, in den kommenden 12 Monaten ähnliche Reisen zu unternehmen wie in den vorherigen 12 Monaten 15.

10 https://www.imf.org/-/media/Files/Publications/WEO/2024/Update/January/English/text.ashx
11 https://airlines.iata.org/2022/09/21/aviation-recovery-continues-despite-headwinds

12 https://aci.aero/2023/09/27/global-passenger-traffic-expected-to-recover-by-2024-and-reach-9-4-billionpassengers/
13 https://aviationweek.com/air-transport/airports-networks/aci-europe-director-multiple-threats-industryrecovery
14 https://aviationweek.com/air-transport/airports-networks/aci-europe-director-multiple-threats-industryrecovery
15 https://www.barrons.com/news/record-passengers-as-airline-industry-recovers-from-pandemic-5358c834

C.1.3 In-flight Entertainment & Connectivity (IFEC) Industrie

Der IFEC-Markt wird voraussichtlich wachsen und bis 2030 ca. 11,79 16 - 12,12 17 Mrd. USD erreichen. Die IFE-Komponente hat mit mehr als 60% den größten Marktanteil. Dieser Trend wird sich voraussichtlich während des gesamten Prognosezeitraums fortsetzen.

Da die Nachfrage nach Konnektivität während des Fluges weiter steigt und dazu noch eine größere Bandbreite zur Verfügung steht, wird prognostiziert, dass sich die Zahl der Flugzeuge, die IFC-Dienste nutzen, innerhalb des nächsten Jahrzehnts verdoppeln wird 18.

16 https://www.grandviewresearch.com/industry-analysis/in-flight-entertainment-connectivity-ifecmarket# :~:text=Based%20on%20offering%20types%2C%20the,CAGR%20during%20the%20projection%20perio d.

17 https://www.globenewswire.com/en/news-release/2022/09/27/2523685/0/en/In-flight-Entertainment-and- Connectivity-Market-Size-is-projected-to-reach-USD-12-12-Billion-by-2030-growing-at-a-CAGR-of-9-29-Straits- Research.html

18 https://www.aircraftinteriorsinternational.com/news/the-inflight-connectivity-market-is-set-to-double-inthe-coming-decade.html

C.1.4 AERQ-Ausblick

Im ersten Quartal 2024 durchlief die initiale Lösung von AERQ abschließende Tests, erhielt die erforderlichen Zulassungen und wurde auf einem Flugzeug installiert, das derzeit im regulären Betrieb ist. Die Arbeiten zur weiteren Aufrüstung und Verbesserung des Systems werden im Jahr 2024 fortgesetzt. Angesichts der Erholung des globalen Luftverkehrs und dem Seatback-IFE als wichtigem Segment der IFEC-Branche wird AERQ im Jahr 2024 folgende Aktivitäten fortsetzen:

Fortführung der Produktentwicklung, -verbesserung und -planung

Vertrieb und Marktdurchdringung durch Lead-Generierung und potenziellen Kundenerwerb

Sicherstellung der organisatorischen Bereitschaft zur Erfüllung und Ausführung von Verträgen

AERQ erwartet Umsätze mit Kunden aus der Luftfahrtindustrie im zweiten Halbjahr 2025. Die derzeitige Planung für die LG-LHT Aircraft Solutions GmbH geht von einem EBIT in Höhe von -20,1 mEUR im Jahr 2024 aus. Die Forschungs- und Entwicklungsausgaben sind mit 7.100 tEUR niedriger als im Berichtsjahr geplant, da flexible Ressourcen für die Einhaltung der Erstauslieferung vorgezogen wurden und somit die Gesamtaufwendungen im Jahr 2024 auf den ursprünglichen Plan abgesenkt werden konnten.

Ende 2023 wurden ehrgeizige unternehmensweiten OKRs für das Jahr 2024 gesetzt. Sie wurden zu Beginn des Jahres kommuniziert, woraufhin die Teams ihre OKRs erstellten. Die OKR- Schwerpunktbereiche werden in den folgenden Bereichen liegen:

Marktpositionierung

Produktentwicklung und -verbesserung

Unternehmensbetrieb

Es wird erwartet, dass das Mitarbeiterengagement und -Wohlbefinden im Jahr 2024 auf einem ähnlichen Niveau wie in den letzten Berichtsjahren liegen werden.

C.2 Chancen

Obwohl die Nachfrage der Passagiere sich erholt, steht die Luftfahrtindustrie weiterhin vor Herausforderungen. Langfristige Barrieren wie unterbrochene Lieferketten, verlängerte Vorlaufzeiten entlang der Wertschöpfungskette und Mangel an qualifizierten Arbeitskräften werden auch künftig bestehen. Dies führt dazu, dass Fluggesellschaften ihre Bemühungen verstärken, Effizienzen zu maximieren und das Passagiererlebnis zu verbessern.

C.2.1 Digitalisierung und Effizienz

In der Folge der Pandemie bemüht sich die Luftfahrtindustrie 19 weiterhin, sich an die aktuelle Realität anzupassen. Der Schlüssel dazu ist die Verbesserung der Effizienz von Prozessen durch digitale Transformation. Durch die Digitalisierung von Prozessen können Fluggesellschaften die Effizienz ihrer Abläufe steigern, Kosten durch Zeitersparnis am Boden und in der Luft senken sowie das Passagiererlebnis verbessern.

19 https://blog.wiseleap.com/embracing-digital-transformation-aviation-industry

C.2.2 Personalisierung, End-to-End-Erlebnis und Zentralisierte Infrastruktur

Heutzutage beobachten wir in verschiedensten Branchen eine Verschiebung 20 von produkt- zu kundenorientierten Geschäftsstrategien. Dieser Strategiewechsel wird durch gestiegene Erwartungen 21 der Verbraucher weiter angetrieben. Im Bereich des Luftverkehrs spiegeln die Erwartungen der Passagiere an Bord eines Flugzeugs ihre Entscheidungen und ihren Lebensstil am Boden wider. Alles, angefangen bei den IFE-Unterhaltungsinhalten, den Bordmahlzeiten und das Onboard-Shopping bis hin zur Werbung, soll die Vorlieben der Passagiere widerspiegeln. Darüber hinaus lässt sich der Bedarf an Personalisierung 22 nicht nur an Bord, sondern vielmehr über die gesamte Reise hinweg beobachten, angefangen von der Reiseplanung bis hin zur Ankunft am Reiseziel.

Obwohl Fluggesellschaften die Bedeutung eines passagierzentrierten Reiseerlebnisses anerkennen, besteht immer noch erheblicher Raum für weitere Entwicklung. Fluggesellschaften bemühen sich bereits, die Nachfrage zu befriedigen, und es ist wahrscheinlich, dass der Wettbewerb zwischen bestehenden und neuen Fluggesellschaften intensiver wird. Personalisierte Angebote an Bord werden voraussichtlich von einem standardisierten Satz von Optionen zu einem hochpersonalisierten Erlebnis übergehen. Darüber hinaus ist die Bereitstellung eines Erlebnisses, das sich auf den Passagier konzentriert, ein dringend benötigter Treiber für die Erholung nach der Pandemiekrise.

Die Erfüllung der Nachfrage nach personalisierten Reiseerlebnissen erfordert die Harmonisierung und nahtlose Verwaltung 23 vieler Komponenten, einschließlich On-Ground- und On-Board-Systemen, Passagier- und Bordgeräte sowie eigene und Anwendungen von Drittanbietern. Eine vereinheitlichte Infrastruktur sollte es Fluggesellschaften ermöglichen, eigene oder Anwendungen von Drittanbietern zentral vorzubereiten, zu verwalten und bereitzustellen.

C.2.3 Chancen für AERQ

AERQ strebt danach, die Digitalisierung in die Flugzeugkabine zum Nutzen von Passagieren und Fluggesellschaften zu bringen. Unsere Lösungen werden Fluggesellschaften auf der digitalen Transformationsreise unterstützen, um den wachsenden Erwartungen an ein passagierzentriertes End-to-End-Reiseerlebnis gerecht zu werden.

Hardware-Touchpoints und die offene IT-Plattform AERENA schaffen ein Ökosystem an Bord, das den Fluggesellschaften die Kontrolle über ihr digitales Kabinenerlebnis zurückgibt und ihnen eine Auswahl an Dienstleistungen, Tests und Skalierung digitaler Prozesse und Inhalte an Bord ermöglicht. Dies ermöglicht es den Fluggesellschaften, ein einzigartiges Erlebnis für die Passagiere auf kostengünstige Weise und mit einem Wettbewerbsvorteil zu schaffen.

20 https://www.lhconsulting.com/fileadmin/dam/downloads/studies/200430_Article_Personalization_and_RM_t rends_post_crisis.pdf
21 https://www.axinom.com/article/ife-industry-trends
22 https://www.linkedin.com/pulse/customer-first-new-aviation-passenger-experience-must-andr%C3%A9- martins/?trk=pulse-article
23 https://www.axinom.com/article/ife-industry-trends-2024

C.3 Risiken

Geopolitische Unsicherheit

Der Krieg in der Ukraine hat die Fragilität einer globalisierten Welt und damit auch die Abhängigkeit der Luftfahrtindustrie gezeigt. Jede weitere Störung in einer der Weltregionen (z. B. der Konflikt zwischen Taiwan und China) könnte dazu führen, dass mehr Fluggesellschaften mit einem Flugverbot oder einem Embargo belegt werden und somit nicht mehr als Ziel für den Verkauf in Frage kommen. Dies würde den verfügbaren Markt verkleinern und möglicherweise zu einem weiteren Preisverfall auf dem IFE-Markt führen.

Finanzielle Risiken

Die wesentlichen finanziellen Risiken liegen für die Aircraft Solutions GmbH im Bereich Einkaufspreise für Halbfabrikate / Rohstoffe sowie im Absatzpreis für das AERENA System.

Das AERENA Produkt tritt im Bereich In-Flight-Entertainment (IFE) für Luftfahrtgesellschaften gegen wenige etablierte Marktteilnehmer an. Da die Luftfahrtindustrie durch chronische Liquiditätsknappheit gekennzeichnet ist, besteht ein erheblicher Preis Druck auf die Zulieferindustrie.

Der Preis-Wettbewerb im IFE Markt findet über den Vergleich der "Preis pro Sitz" statt. Dieser umfasst jedoch derzeit hauptsächlich nur die Hardware-Kosten für die Käufer, während weitere Kosten für die Software und die laufenden Systeme häufig intransparent sind. Die derzeitigen Erkenntnisse aus laufenden Bieter-Verfahren einzelner Airlines deuten jedoch darauf hin, dass das AERENA Produkt hier gut positioniert ist. Darüber hinaus bietet AERENA die Möglichkeit als offenen Plattform zusätzliche Umsätze zu generieren, die aufgeteilt zwischen der Airline, dem Fremdanbieter sowie der Aircraft zu einer Reduktion der Kosten für die Airline sowie ergänzender Margen bei der Aircraft führen. Darüber hinaus ermöglicht die Partnerschaft mit LG als Gesellschafterin es innovative Produkte, wie transparente Bildschirme oder Bildschirme als Folien, zu nutzen, um ein Alleinstellungsmerkmal am Markt zu erzeugen und hierüber Premiumpreise zu erzielen.

Die Luftfahrtindustrie wirtschaftet überwiegend in US-Dollar Währung und dem entsprechend werden auch Lieferanten wie die Aircraft in US Dollar bezahlt. Daraus ergibt sich für die Aircraft ein Risiko aus dem Wechselkurs des US-Dollar zum EUR. Das Treasury der Aircraft macht daher entsprechende Vorgaben für Einkaufsverträge in US Dollar um Ein- und Auszahlung nach Art und Währung zu synchronisieren und dadurch ein System der natürlichen Währungskurssicherung zu erreichen.

Über das Risiko des Absatzpreises hinaus bestehen für die Aircraft Risiken im Einkauf von Halbfabrikaten und Rohstoffen. Aufgrund der geopolitischen Krisen in der Ukraine und dem Iran besteht ein deutliches Risiko, dass die Preise in der Halbleiter Industrie weiter steigen. Dieses Risiko kann sich noch verstärken, wenn der Konflikt um Taiwan eskaliert.

Material Einkaufspreise

Die Knappheit insbesondere von Gütern der Halbleiterindustrie kann zu weiteren Preissteigerungen im Einkauf der Aircraft führen und die Profitabilität zukünftiger Verträge deutlich reduzieren. Um diese Risiko entgegen zu wirken, ist die Aircraft bemüht langfristige Lieferverträge mit festen Preisen zu vereinbaren. Diese Einkaufspreise dienen als Basis für die Preisbildung gegenüber den Kunden.

Darüber hinaus enthalten die Standard-Kunden-Verträge und die allgemeinen Geschäftsbedingungen Klauseln zur jährlichen Anpassung der Verkaufspreise an Inflationsindikatoren. Nichtsdestotrotz verbleibt ein Rest Risiko, wenn diese Klauseln in den Vertragsverhandlungen, mit den Kunden gestrichen werden.

Die derzeitige Knappheit im Markt führt zusätzlich zu einer deutlich verlängerten Lieferzeit von Schlüsselkomponenten. Um das Risiko des Lieferverzuges zu reduzieren, müssen mehr Komponenten auf Lager gelegt werden ohne, dass es hierzu bereits einen abgeschlossenen Vertrag gibt. Aufgrund der relativen kurzen Lebensdauer einiger Komponenten kann sich hieraus ein erhöhter Abschreibungsbedarf auf das Lagermaterial ergeben. Diese kann die Aircraft zum Teil dadurch kompensieren, dass Teile nicht kundenspezifisch produziert werden, sondern zwischen Kunden austauschbar sind und ggf. auch als Ersatzteile verwendet werden können.

Die Geschäftsführung sieht in der Gesamtbetrachtung der Risiken derzeit keine existenzbedrohenden Auswirkungen und beurteilt die Chance entsprechend des Businessplans als Bestätigung für das Geschäftsmodell.

 

Hamburg, 28. Juni 2024

Arnd Kikker

Son Yob Pak

C. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir mit Datum vom 28. Juni 2024 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die LG-LHT Aircraft Solutions GmbH, Hamburg

Prüfungsurteil

Wir haben den Jahresabschluss der LG-LHT Aircraft Solutions GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LG-LHT Aircraft Solutions GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses geführt hat.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses "und des Lageberichts unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieses Systems der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Aus Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

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