biolitec pharma Ltd. Zweigniederlassung Jena
Selbe AdresseHerstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen Erzeugnissen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Dirk Wischnewski seit 7.8.2024 | Geschäftsführer |
Sven Klaus Freyberg seit 22.4.2024 | Prokura |
Christian Dr. Wegner seit 3.9.2010 | Geschäftsführer |
Ingmar Eicke Wegner seit 3.9.2010 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 51.00% | |
| 49.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% | |
| 100.00% | |
| 100.00% | |
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
CONVALES Holding GmbHJenaKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023(VORJAHR ZUM VERGLEICH)AKTIVA
PASSIVA
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023(VORJAHR ZUM VERGLEICH)
KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 20231. Allgemeines Die CONVALES Holding GmbH, Jena, wird im Handelsregister B des Amtsgerichts Jena unter HRB 505837 geführt. Der Konzernabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Von der Möglichkeit, Berichtspflichten im Anhang anstatt in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfüllen, wird Gebrauch gemacht. Die Vorjahresangaben wurden unter Anwendung steter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden abgebildet. Die Vergleichbarkeit zwischen Berichtsjahr und Vorjahr ist jedoch aufgrund des Zugangs des MVZ Doceins Eschweiler GmbH, Eschweiler (MVZ Eschweiler) zum Konsolidierungskreis zum 1. Januar 2023 eingeschränkt. Mit Kaufvertrag vom 25. Oktober 2022 erwarb die Lungenklinik Neustadt, Harztor OT Neustadt (LKN) weitere 50% des MVZ Eschweiler. Im Zuge des rechtlichen und wirtschaftlichen Eigentumsübergang zum 1. Januar 2023 wurde das MVZ Eschweiler im Geschäftsjahr 2023 vollständig in den CONVALES Konzern einbezogen. Wäre das MVZ Eschweiler im Vorjahresabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen worden, hätten sich (ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten) Umsatzerlöse in Höhe von 202.184 T€ (bisher: 201.103 T€), Personalaufwendungen von 57.684 T€ (bisher: 56.596 T€), sonstige betriebliche Aufwendungen von 30.121 T€ (bisher: 29.384 T€) sowie ein Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von 14.409 T€ (bisher: 13.628 T€) ergeben. In der Bilanz ergeben sich keine wesentlichen Effekte. Mit Beschluss der Trennungsvereinbarung vom 23. Februar 2023 sowie des Geschäftsanteilskauf- und Abtretungsvertrags vom 17. April 2023 hat die LKN die Anteile folgender MVZ von der Lungenklinik Breisgau GmbH, Waldkirch (LKB) erworben:
Die Anteile an der Viselle Augenzentren Rhein-Ruhr GmbH wurden in 2023 bereits wieder veräußert. Die Anteile an der Viselle Augenzentren Mitteldeutschland GmbH werden zur Veräußerung gehalten und daher nicht vollkonsolidiert (§ 296 Abs. 1 Nr. 3 HGB). Mit Ausübung einer Option aus dem Geschäftsanteilskauf- und Abtretungsvertrag vom 6. April 2023 hat die Convales Holding GmbH die an der LKB restlichen gehaltenen Anteile von 19,75 % an die NCS GmbH, Roßtal sowie an die LEventura GmbH, Altenberga, verkauft. Der Abgang dieser Beteiligung hatte im Konzern keinen Effekt auf die Ertragslage. Die LKN hat mit Geschäftsanteilskauf- und Abtretungsvertrag vom 19. Juli 2023 100 % der Anteile an der Gesellschaft MVZ Wondwossen Kabtimer & Kollegen GmbH, Chemnitz, erworben. Der rechtliche und wirtschaftliche Eigentumsübergang stand unter der aufschiebenden Bedingung der Anstellung des Verkäufers Dr. Wondwossen Kabtimer als Facharzt für Augenheilkunde mit vollem Versorgungsauftrag in der MVZ-Gesellschaft sowie der Zahlung des Kaufpreises durch die Lungenklinik Neustadt GmbH, der am 6. September 2023 erfolgte. Die Anteile werden zur Veräußerung gehalten und daher nicht vollkonsolidiert (§ 296 Abs. 1 Nr. 3 HGB). Mit Kaufvertrag vom 31. Oktober 2023 hat die Lungenklinik Neustadt GmbH folgende MVZ Gesellschaften veräußert:
Bis auf die Doceins MVZ Sachsen GmbH werden diese Gesellschaften ab 2024 nicht mehr in den Konzernabschluss einbezogen. Die Doceins MVZ Sachsen GmbH verbleibt noch bis 31. März 2024 in der CONVALES-Gruppe. Der Verkauf der derzeit defizitären MVZ Gesellschaften führt in Summe zu einer Verbesserung der Ertragslage der CONVALES-Gruppe. Negative Bilanzeffekte können mittelfristig wieder aufgeholt werden. Hinsichtlich der laufenden Sanierung der CONVALES-Gruppe verweisen wir auf den Konzernabschluss des Vorjahres. Aus der mit den finanzierenden Kreditgebern abgeschlossenen Sanierungsvereinbarung wird eine positive Fortführungsprognose abgeleitet. 2. Konsolidierungskreis sowie Beteiligungsunternehmen 2.1 Angaben zu vollkonsolidierten Unternehmen In den Konzernabschluss wurden neben der CONVALES Holding GmbH (CONVALES) als Mutterunternehmen die folgenden Unternehmen im Wege der Vollkonsolidierung (§§ 300 HGB ff.) einbezogen:
Die CONVALES ist zu 100,0 % direkt oder mittelbar an diesen Gesellschaften beteiligt. 2.2 Angaben zu nicht vollkonsolidierten Tochterunternehmen Die folgenden Gesellschaften wurden gemäß § 296 Abs. 2 HGB trotz Anteilsmehrheit nicht im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen:
Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaften ist für den Konzernabschluss von untergeordneter Bedeutung. Die Anteile werden zu Anschaffungskosten (§ 253 Abs. 1, Abs. 3 HGB) bewertet. 2.3 Angaben zu assoziierten Unternehmen Unter Anwendung der Equity-Methode (§ 311 Abs. 1 HGB) wurden die Beteiligungen Nachsorgezentrum Neustadt GmbH, Harztor OT Neustadt und DocNett Niederrhein GmbH, Nettetal (DocNett), ausgewiesen. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der assoziierten Unternehmen entsprechen im Wesentlichen denen der CONVALES. 3. Konsolidierungsmethoden Der Konzernabschluss ist entsprechend § 299 Abs. 1 HGB auf den Stichtag des Jahresabschlusses der CONVALES zum 31. Dezember 2023 aufgestellt worden. Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen wurden ebenfalls zum 31. Dezember 2023 aufgestellt. Die Kapitalkonsolidierung der in den Konzernabschluss einbezogenen Konzerngesellschaften erfolgt gem. § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB nach der Erwerbsmethode. Dabei erfolgt eine Neubewertung der Bilanzposten (Aufdeckung stiller Reserven/stiller Lasten) zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen. Im Rahmen der erstmaligen Aufstellung des Konzernabschlusses wurden zum 1. Januar 2018 stille Reserven betreffend Sachanlagevermögen in Höhe von 553 T€ aufgedeckt sowie die darauf entfallenden passiven latenten Steuern berücksichtigt. Die stillen Reserven wurden über eine gewichtete Nutzungsdauer von fünf Jahren planmäßig, komplett in 2022, abgeschrieben. Die aus der Erstkonsolidierung auf den 1. Januar 2018 der Medipolis Produktion (2.350 T€) und MPICS (795 T€) resultierenden aktiven Unterschiedsbeträge in Höhe von 3.145 T€ wurden als Geschäfts- oder Firmenwert behandelt und über eine Nutzungsdauer von zehn Jahren planmäßig abgeschrieben. Der aus der Erstkonsolidierung auf den 1. Januar 2018 der CONVALES Services resultierende passive Unterschiedsbetrag mit Eigenkapitalcharakter in Höhe von 75 T€ wurde nach dem Konzerneigenkapital ausgewiesen und erfolgswirksam mit einer Nutzungsdauer von fünf Jahren über die sonstigen betrieblichen Erträge aufgelöst. Der aus der Erstkonsolidierung auf den 19. September 2019 der LKN resultierende passive Unterschiedsbetrag in Höhe von 557 T€ wurde auf Grund des hohen Jahresüberschusses bzw. Eigenkapitals im Vergleich zum Kaufpreis ursprünglich als "Lucky Buy" bewertet und wurde über die gewichtete durchschnittliche Restnutzungsdauer der erworbenen Vermögensgegenstände von 3,4 Jahren aufgelöst. Der aus der Anteilserhöhung um 45 % an der Medipolis Süd zum 1. Januar 2020 resultierende Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 2.161 T€ wird planmäßig über 10 Jahre abgeschrieben. Der sich aus der Erstkonsolidierung zum 1. Januar 2020 des ANSB ergebende Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 294 T€ wurde zunächst planmäßig über zehn Jahre abgeschrieben. Aufgrund der Veräußerung der Gesellschaft mit Wirkung zum 1. Januar 2024 (vergleiche Ausführungen unter 1.) wurde im Geschäftsjahr der verbleibende Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 177 T€ außerplanmäßig abgeschrieben. Aus der Erstkonsolidierung des MVZ Sachsen (5 T€) und MVZ Brandenburg (3 T€) zum 1. Januar 2021 ist ein technischer aktiver Unterschiedsbetrag in Höhe von 8 T€ entstanden, der gemäß DRS 23 Textziffer 113 dem Konzerngewinnvortrag zugeordnet wurde. Der aus der Erstkonsolidierung der Physiocare (169 T€), des MVZ Delitzsch (75 T€) und dem MVZ ÜBAG Delitzsch/Mitte (2.244 T€) auf den 1. Januar 2021 resultierende aktive Unterschiedsbetrag in Höhe von 2.488 T€ wurde in voller Höhe als Geschäfts- oder Firmenwert behandelt und wird über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren planmäßig abgeschrieben. Der aus der Erstkonsolidierung des MVZ MD auf den 1. Januar 2022 ausgewiesene aktive Unterschiedsbetrag in Höhe von 2.732 T€ wurde in voller Höhe als Geschäfts- oder Firmenwert behandelt und wurde zunächst über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren planmäßig abgeschrieben. Aufgrund der hohen Verluste der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 und dessen absehbaren Ergebnisentwicklungen wurde jedoch zum Jahresende eine außerplanmäßige Abschreibung (410 T€) in Höhe von 25% des verbliebenen Geschäfts- oder Firmenwerts vorgenommen. Der auf den 1. Januar 2022 ausgewiesene aktive Unterschiedsbetrag in Höhe von 2.681 T€ aus der Erstkonsolidierung des MVZ DocEins West wurde zunächst in voller Höhe als Geschäfts- oder Firmenwert behandelt und planmäßig über 5 Jahre abgeschrieben. Aufgrund der hohen Verluste der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2022 und absehbarer Ergebnisentwicklungen wurde jedoch der zum Jahresende verbliebene Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 2.145 T€ außerplanmäßig zu 100 % abgeschrieben. Der aus der Erstkonsolidierung zum 1. Januar 2022 des at-Equity einbezogenen assoziierten Unternehmens MVZ Eschweiler resultierende anteilige aktive Unterschiedsbetrag enthält einen anteiligen Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 477 T€, dieser wird mit der geplanten mittelfristigen Haltedauer über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren planmäßig abgeschrieben. Mit dem 50%-igen Anteilskauf von der LKN wurde zunächst ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 181 T€ aus der erstmaligen Vollkonsolidierung des MVZ Eschweiler aktiviert und planmäßig über 5 Jahre abgeschrieben. Aufgrund der hohen Verluste der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 und absehbarer Ergebnisentwicklungen wurde jedoch der zum Jahresende verbliebene Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 181 T€ außerplanmäßig zu 100 % abgeschrieben. Der aus der Erstkonsolidierung zum 1. Januar 2021 beim LKN Teilkonzern resultierende anteilige Geschäfts- oder Firmenwert der einbezogenen Beteiligung DocNett Niederrhein GmbH, Nettetal (50%), in Höhe von 247 T€ wird planmäßig über 5 Jahre im Rahmen der Equity Bewertung abgeschrieben. Ein aus der Erstkonsolidierung des MVZ Mitte auf den 1. Januar 2022 resultierender aktiver Unterschiedsbetrag (4 T€) wurde in voller Höhe als Geschäfts- oder Firmenwert behandelt und wird über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren planmäßig abgeschrieben. Sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung nach § 303 HGB gegeneinander aufgerechnet. Zwischenergebniseliminierungen nach § 304 Abs. 1 HGB waren im Berichtszeitraum nicht vorzunehmen bzw. wurden nicht angewendet, weil die Behandlung der Zwischenergebnisse von untergeordneter Bedeutung waren (§ 304 Abs. 2 HGB). Sämtliche Umsätze sowie andere Erträge und Aufwendungen zwischen den einbezogenen Unternehmen wurden im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung nach § 305 HGB verrechnet. Passive latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen gem. § 306 HGB wurden im Berichtszeitraum abgegrenzt, weitere Erläuterungen folgen unter dem Punkt 5.5 Passive latente Steuern. Die Bewertung der Beteiligungen an assoziierten Unternehmen erfolgte nach § 312 HGB. 4. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die in den Konzernabschluss einbezogenen Einzelabschlüsse wurden einheitlich nach den Vorschriften des HGB für kleine bzw. mittelgroße Kapital- und Personengesellschaften aufgestellt. Sie folgen in Bilanzierung und Bewertung, unter Berücksichtigung unternehmensspezifischer Besonderheiten, den vom Mutterunternehmen angewandten Methoden. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen auf Basis der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angesetzt. Bei einer dauerhaften Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die derivativen Geschäfts- oder Firmenwerte werden über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben, die zwischen fünf und zehn Jahren beträgt. Die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode unter Anwendung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Bei einer dauerhaften Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die technischen Anlagen werden mit einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer zwischen fünf und zehn Jahren abgeschrieben. Die anderen Anlagen sowie die Betriebs- und Geschäftsausstattung unterliegen einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 3 bis 15 Jahren. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellkosten bis 800 Euro werden im Zugangsjahr teilweise vollständig abgeschrieben, teilweise aber auch einzeln aktiviert (insb. Büroausstattungen am neuen Standort). Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Vom Wahlrecht des § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB wird kein Gebrauch gemacht. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die beizulegenden Werte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Die Bewertung der unfertigen Leistungen (Überliegerpatienten) im Klinikbereich erfolgte zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Überlieger sind retrograd unter Berücksichtigung der behandlungsindividuellen Fallpauschalen, der erwarteten Verweildauer sowie eines pauschalen Gewinnabschlags in Höhe von 5% (Vorjahr: 5%) bewertet. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit dem Nennbetrag angesetzt. Für Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wird das allgemeine Kreditrisiko durch pauschale Abschläge berücksichtigt, soweit dies erforderlich ist. Das strenge Niederstwertprinzip ist beachtet. Die Forderungen wurden unter Beachtung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind ausgewiesen für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellung entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der deutschen Bundesbank monatlich bekannt gemacht werden. Verbindlichkeiten wurden zu ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. 5. Angaben zur Bilanz 5.1 Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt:
5.2 Forderungen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen im Vorjahr verbundene Unternehmen, die gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht konsolidiert wurden. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen in Höhe von 119 T€ enthalten, die eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen. 5.3 Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen resultieren im Wesentlichen aus Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern, Abschlusskosten, Rechts- und Beratungskosten, ausstehenden Rechnungen von Dienstleistern, Retaxierungen durch Krankenkassen sowie einer Drohverlustrückstellung i.H.v. 6.300 T€ aus der Entkonsolidierung der in 2024 aus der CONVALES-Gruppe abgehenden MVZ, die durch die LKN veräußert wurden, siehe dazu auch Punkt 1. Allgemeines. 5.4 Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich wie folgt: Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2023
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 30.857 T€ sind mit einer Forderungsabtretung aus einem Darlehen der CONVALES Holding GmbH an die Saale-Apotheke besichert, welches zum 31. Dezember 2023 mit 0 T€ (Vorjahr: 1.850 T€) valutiert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in Höhe von 21.964 T€ durch branchenüblichen Eigentumsvorbehalt von Lieferanten im Wesentlichen an pharmazeutischen Produkten gesichert. 5.5 Passive latente Steuern Ein Abgrenzungsposten wird unter Anwendung von DRS 18 und § 306 HGB für sich ergebende Ansatz- und Bewertungsunterschiede im Konzernabschluss und in den jeweiligen Einzelabschlüssen gebildet. Aus Wirtschaftlichkeitsgründen wird ein konzerneinheitlicher Steuersatz von 30,0 % wie im Vorjahr zugrunde gelegt. Der konzerneinheitliche Steuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Im Rahmen des Konzernabschlusses resultieren die passiven latenten Steuern aus der Neubewertung bzw. Aufdeckung stiller Reserven im Sachanlagevermögen. Im Zeitpunkt der Erstkonsolidierung der jeweiligen Gesellschaften beliefen sich die passiven latenten Steuern auf 166 T€. Diese sind bis 31. Dezember 2022 vollständig aufgelöst. 6. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 6.1 Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse wurden fast vollständig in Deutschland erzielt und gliedern sich wie folgt:
6.2 Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von 812 T€, welche u.a. auf die Ausgründung der Stiftung Hospiz in eine eigenständige Stiftung in Höhe von 84 T€ sowie Abrechnungskorrekturen aus dem Medizinbereich zurückzuführen sind. Des Weiteren sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 265 T€ enthalten. Aufgrund der Anteilsveräußerung der Viselle Augenzentren Rhein-Ruhr GmbH (Kaufvertrag vom 13. Juni 2023) ist ein Ertrag in Höhe von 950 T€ enthalten. Es handelt sich um einen Betrag von außergewöhnlicher Größenordnung. 6.3 Personalaufwand Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 558 T€ enthalten. 6.4 Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens Die Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung belaufen sich auf 2.372 T€. Darin sind 768 T€ außerplanmäßige Abschreibungen enthalten. 6.5 Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 2.350 T€. Der Betrag enthält Forderungsverluste in Höhe von 1.162 T€. Darüber hinaus sind in dieser Position Rechts- und Beratungskosten aufgrund von Sanierungsmaßnahmen in Höhe von 2.481 T€, Aufwendungen aus der Trennungsvereinbarung mit der LKB (953 T€) und Bildung von Rückstellungen für Drohverluste aus der Entkonsolidierung (4.700 T€) sowie für rechtliche Risiken (547 T€) enthalten. Bei den genannten Beträgen handelt es sich um solche von außergewöhnlicher Größenordnung. 6.6 Abschreibungen auf Finanzanlagen Die Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 135 T€ resultieren aus der Abwertung von Beteiligungsbuchwerten (5 T€) sowie aus der Abwertung einer langfristigen Darlehensforderung (130 T€). 7. Ergänzende Angaben 7.1 Sonstige Angaben Im Durchschnitt waren im Berichtsjahr 1.099 Mitarbeiter angestellt. Die Mitarbeiter setzten sich zusammen aus 1.024 Angestellten und 64 Lohnempfängern sowie 11 leitenden Angestellten. Als Geschäftsführer des Mutterunternehmens CONVALES Holding GmbH waren im Berichtsjahr Herr Ingmar Wegner (Diplom-Kaufmann) für den medizinischen, Herr Sven Freyberg (Diplom-Betriebswirt; abberufen zum 9. April 2024) und Herr Jörg Zeidler (Betriebswirt-VWA, seit 1. Oktober 2022) für den kaufmännischen und Herr Dr. Christian Wegner (Apotheker) für den pharmazeutischen Bereich tätig. Die Gesamtbezüge der Geschäftsleitungsmitglieder betrugen im Geschäftsjahr 2023 716 T€. Die Gesellschaft beabsichtigt, für die nachstehend aufgeführten Unternehmen den Konzernabschluss befreiend für die Einzelabschlüsse nach § 264 Abs. 3 HGB offen zu legen:
7.2 Honorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt 161,5 T€. Das Honorar entfällt in Höhe von 144,5 T€ auf Abschlussprüfungsleistungen, in Höhe von 5,5 T€ auf andere Bestätigungsleistungen und in Höhe von 11,5 T€ auf weitere Beratungsleistungen. 7.3 Haftungsverhältnisse Angabepflichtige Haftungsverhältnisse bestanden zum Bilanzstichtag wie folgt: Es besteht eine Bürgschaft der CONVALES Holding GmbH für die LKB, welche von der LKN in 2022 übernommen wurde, für eine Kaufpreiszahlung in Höhe von 5.200 T€; zum 31. Dezember 2023 besteht daraus noch ein Risiko der Inanspruchnahme in Höhe von 419 T€. Des Weiteren hat die CONVALES Holding GmbH für ein Darlehen der MEDIVISIO Gesellschaft für Kommunikation & Medien im Gesundheitswesen mbH, Köln, eine Bürgschaft über 120 T€ an die Sparkasse Leverkusen erteilt. Die CONVALES Holding GmbH hat zudem vier Bürgschaften für die MVZ West als Tochtergesellschaft der LKN, in Höhe von 187 T€, 184 T€, 78 T€ und 62 T€ ausgestellt. Die Bürgschaft über 187 T€ ist befristet bis zum 31. März 2024, die Bürgschaft über 184 T€ ist befristet bis zum 20. November 2025, die Bürgschaft über 78 T€ ist befristet bis zum 12. April 2025 und die Bürgschaft über 62 T€ ist befristet bis zum 8. Januar 2024. Die LKN hat zudem siebzehn Bürgschaften in unbegrenzter Höhe gegenüber den Kassenärztlichen Vereinigungen (Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen, Brandenburg, Rheinland-Pfalz und Nordrhein) für Forderungen aus vertragsärztlicher Tätigkeit gegenüber der MVZ MD, MVZ Brandenburg, MVZ Sachsen, ANSB, MVZ West und MVZ Eschweiler, Viselle Augenzentren Rhein-Ruhr GmbH, Bochum, Viselle Augenzentren Mitteldeutschland GmbH, Leipzig, MVZ Wondwossen Kabtimer & Kollegen GmbH, Chemnitz, MVZ Mitte, MVZ Delitzsch und DocNett erteilt. Verbindlichkeiten bestehen zudem in Form von harten Patronatserklärungen der CONVALES Holding GmbH für die MVZ Delitzsch GmbH und MVZ Mitte GmbH in Höhe von 800 T€. Es besteht eine weitere harte Patronatserklärung in Höhe von 850 T€ für Verbindlichkeiten aus Mietverhältnissen. Weiterhin besteht eine Bürgschaft der CONVALES Holding GmbH für die ÜBAG MVZ Mitte GmbH/MVZ Delitzsch GmbH in Höhe von 40 T€. Das Risiko der Inanspruchnahmen wird als gering eingeschätzt, kann aber nicht vollständig ausgeschlossen werden. 7.4 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen Die nahestehenden Unternehmen umfassen assoziierte Unternehmen sowie sonstige nahestehende Unternehmen. Letztere schließen auch die Gesellschaften ein, die aus Wesentlichkeitsgründen nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden. Die nahestehenden Personen umfassen die Mitglieder der Geschäftsführung der CONVALES Holding GmbH. Mit den vorgenannten Unternehmen sowie mit nahestehenden Personen wurden im Geschäftsjahr 2023 folgende wesentliche Geschäfte getätigt:
7.5 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Wesentliche sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Mietverträgen für Immobilien (Produktions- und Verwaltungsräume, Stellplatz), KFZ-Leasingverträgen, Beratungsverträgen, Investitionsverpflichtungen bereits begonnener Investitionen sowie aus bereits unterschriebenen MVZ- und Arztsitzkaufverträgen wie folgt:
7.6 Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung wurde nach DRS 21 erstellt. Dabei wurde der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit nach der indirekten Methode ermittelt. Der Finanzmittelfonds setzt sich aus Barmitteln sowie aus kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus der Inanspruchnahme der Kontokorrentlinien zusammen. 7.7 Verlustvortrag Die Geschäftsführung des Mutterunternehmens hat vorgeschlagen, den Jahresfehlbetrag des Jahres 2023 auf neue Rechnung vorzutragen. 7.8 Vorgänge nach dem Abschlussstichtag Wie unter 1. Allgemeines berichtet, werden im Konzernabschluss 2024 vier MVZ Gesellschaften nicht mehr einbezogen. Drei MVZ Gesellschaften verbleiben bis zum 31. Dezember 2023 und die Doceins MVZ Sachsen GmbH verbleibt noch bis 31. März 2024 in der CONVALES-Gruppe. Zur laufenden Sanierung wird ebenfalls auf "1. Allgemeines" verwiesen. Zum 01.01.2024 wird die SOLUTE recruiting GmbH, Berlin, im Konzernabschluss einbezogen. Aus Konzernsicht ergibt sich hieraus kein wesentlicher Effekt auf die VFE-Lage. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Abschlussstichtag eingetreten sind, liegen nicht vor.
Jena, den 31. Juli 2024 Dr. Christian Wegner, Geschäftsführer Jörg Zeidler, Geschäftsführer Ingmar Wegner, Geschäftsführer Der Konzernabschluss wurde am 24.09.2024 gebilligt. KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG 2023(VORJAHR ZUM VERGLEICH)
KONZERNEIGENKAPITALSPIEGEL FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 20231. Grundlagen des Unternehmens Die CONVALES Holding GmbH, Jena, ist die Muttergesellschaft der CONVALES-Gruppe. Im Jahre 2005 gegründet, befindet sich die bis heute inhabergeführte Gruppe in Familienhand. Als Finanzierungs- und Managementholding ist die Gesellschaft für den Erwerb, das Halten und Verwalten von Beteiligungen an Gesellschaften aller Art zuständig. Die CONVALES-Gruppe ist deutschlandweit tätig. Der Sitz der wesentlichen Konzern-Gesellschaften ist Jena, weiterhin sind die Unternehmen der CONVALES-Gruppe in Neustadt/Harz sowie in Leipzig und in Weinheim ansässig. Darüber hinaus verfügt die CONVALES-Gruppe über eine MVZ Struktur mit Standorten in sechs Bundesländern. Die CONVALES-Gruppe arbeitet eng, aber nicht ausschließlich mit den Apotheken der Saale Apotheke Dr. Christian Wegner e.K. (im Folgenden: Saale-Apotheke) und der Medipolis Blister GmbH & Co. KG, Jena, zusammen. Das Konzept der integrierten Versorgung ist das Fundament für die Kooperation der Gesellschaften sowie Apotheken und steht für eine ganzheitliche Versorgung auf dem Gesundheitsmarkt. Alle Beteiligten arbeiten Hand in Hand mit den Leistungserbringern - Arztpraxen, Kliniken, Apotheken, ambulanten Pflegediensten und Rettungsdiensten - sowie mit den Patienten und Angehörigen zusammen. Zum Konzern der CONVALES Holding GmbH gehören 17 Tochter- und Enkelunternehmen, an denen eine direkte oder indirekte Mehrheitsbeteiligung besteht, welche in den Geschäftsfeldern der Herstellung bzw. Produktion patientenindividueller parenteraler Zubereitungen, im Dienstleistungs- bzw. Servicebereich sowie in der klinischen und medizinischen Versorgung tätig sind. 1.1. Konzern und Geschäftsfelder 1.1.1. Produktion Zum Geschäftsfeld Produktion gehören die Tochterunternehmen Medipolis Produktion GmbH (im Folgenden: Medipolis Produktion) mit ihrem Standort in Jena und die Medipolis Süd GmbH (im Folgenden: Medipolis Süd) mit ihrem Standort in Weinheim. Beide sind pharmazeutische Versorgungsunternehmen und haben jeweils eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG. Sie arbeiten unter GMP‐Bedingungen und stellen ihre Zubereitungen unter aseptischen Bedingungen in Reinräumen der Klassen A bis D her. Hierbei werden sie im Auftrag von Apotheken tätig. Patientenindividuelle, parenterale Zubereitungen werden zur Behandlung verschiedener Befunde, wie z. B. Krebserkrankungen, Mukoviszidose, Kurzdarmsyndrom oder Mangelernährung, von Ärzten verordnet. Ziel ist es, für den Patienten eine aus pharmazeutischer Sicht optimale Medikamentenversorgung sicherzustellen. 1.1.2. Services Zum Geschäftsfeld gehören die Tochterunternehmen Medipolis Intensiv Care & Service GmbH, die CONVALES Services GmbH, die DTB Gesellschaft für digitale Therapiebegleitung mbH sowie die CV Immobilien Besitzgesellschaft mbH. Der Schwerpunkt der Medipolis Intensiv Care & Service GmbH liegt in der Erbringung von Dienstleistungen zur ambulanten Betreuung von schwerstkranken Patienten und Koordination von deren pharmazeutischen Therapien. Das Unternehmen unterstützt und sichert mit Service- und Schulungsleistungen die häusliche Versorgung dieser Patienten. Grundlage der Homecare-Organisation sind Therapiemanager, die eine deutschlandweite ambulante Schwerstkrankenversorgung gewährleisten. Die Medipolis Intensiv Care & Service GmbH besitzt darüber hinaus eine befristete Lizenz zur Arbeitnehmerüberlassung, welche es ihr ermöglicht, gezielte Unterstützung bei Versorgungsengpässen auf Grund vorübergehenden Personalmangels bei ihren Kunden zu leisten. Die CONVALES Services GmbH erbringt Infrastruktur-Dienstleistungen, wie z. B. Controlling, Finanzbuchhaltung, Human Resources und Marketing, insbesondere für Tochter- und Enkelunternehmen der CONVALES Holding GmbH. Eine wesentliche Aufgabe ist hierbei die Erhaltung, Sicherung und Optimierung der IT-Infrastruktur für die Gesellschaften der CONVALES-Gruppe und die Digitalisierung von Prozessen. Die DTB Gesellschaft für digitale Therapiebegleitung mbH, Jena (im Folgenden: DTB GmbH), hat die Zulassung des DTB als digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) nicht erhalten und deswegen beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) Widerspruch sowie Klage beim Sozialgericht eingelegt. In der Zwischenzeit wird der DTB im Rahmen einer Studie als Medizinprodukt qualifiziert und platziert, mit dem Ziel, die Kommunikation zwischen Patienten, Ärzten und hochqualifizierten Zentren bei beratungsintensiven Versorgungsformen zu optimieren. Die CV Immobilien Besitzgesellschaft mbH soll zukünftig die für alle Geschäftsbereiche benötigten Immobilien erwerben und halten, sofern es keine wirtschaftlichere Mietoption im jeweiligen Geschäftsbereich gibt. 1.1.3. Klinik und Medizinische Versorgung Bereits seit September 2019 gehört die Lungenklinik Neustadt GmbH, eine Lungenfachklinik, zur CONVALES-Gruppe. Durch diesen Erwerb verfügt die Gruppe über eine Klinik nach § 108 SGB V. Damit ist die Eigenschaft für die Gründung und den Betrieb von medizinischen Versorgungszentren (im Folgenden: MVZ) nach § 95 Abs. 1 SGB V gegeben. Neben den im Jahr 2021 erworbenen Anteilen an dem Medizinischen Versorgungszentrum ANSB med Zentrum GmbH (im Folgenden: ANSB), an der Doceins MVZ Brandenburg GmbH, an der Doceins MVZ Sachsen GmbH sowie an der MVZ Mitte GmbH und der MVZ Delitzsch GmbH mit Beteiligung an der Überörtlichen Berufsausübungsgemeinschaft MVZ Delitzsch GmbH und MVZ Mitte GbR (im Folgenden: MVZ ÜBAG Delitzsch/Mitte), wurden in 2022 zusätzlich die MVZ DocEins West GmbH (Bendorf) und die Doceins Mitteldeutschland GmbH (Zeitz) erworben und vollständig in den CONVALES- Konzernverbund integriert. Zu den in 2021 hinzugewonnenen Beteiligungen, dazu gehört die 50 % Beteiligung an der MVZ Doceins Eschweiler GmbH (Eschweiler) und die 50% DocNett Niederrhein GmbH (Nettetal), wurden in 2022 die verbliebenen Anteile von 50 % an dem MVZ Doceins Eschweiler hinzugekauft, sodass auch dieses MVZ in 2023 vollständig in den CONVALES- Konzernverbund integriert wurde. Mit der Neuausrichtung der MVZ Strategie ist es nun wirtschaftlich möglich, innerhalb der CONVALES-Gruppe Patienten auf ihrem gesamten Versorgungspfad zu begleiten und Konzepte der ganzheitlichen integrierten Patientenversorgung umzusetzen. Die Lungenklinik Neustadt GmbH selbst verfügt über 65 Planbetten, die im 7. Krankenhausplan vom 1. Januar 2017 des Landes Thüringen mit der Fachrichtung Innere Medizin, insbesondere Pneumologie und den Fachabteilungen Innere Medizin und Intensivmedizin verankert sind. Angegliedert an die Klinik ist ein ambulanter Pflegedienst. Bis zum 31. Dezember 2022 war das "Christliche Hospiz Haus Geborgenheit Neustadt" an die Lungenklinik Neustadt angebunden. Zum 01.01.2023 wurde das Hospiz in eine eigenständige Stiftung überführt. Das ANSB stellt seit 2021 die allgemeinmedizinische Versorgung mit angegliederten Schwerpunkten sowie konservativer Augenheilkunde, Gynäkologie und seit 2022 auch mittels diagnostischer Radiologie sicher. Die Doceins MVZ Sachsen GmbH verfügt über mehrere Standorte mit gynäkologischen, dermatologischen Facharztsitzen sowie internistischer Medizin mit den Schwerpunkten Gastroenterologie, Kardiologie und Onkologie. Die Doceins MVZ Brandenburg GmbH hat die medizinische Versorgung in 2022 weiter im Bereich der Chirurgie, Rheumatologie und konservativen Orthopädie ausgebaut. Das MVZ ÜBAG Delitzsch/Mitte umfasst Fachärzte im Bereich Allgemeinmedizin, Innere Medizin, Nuklearmedizin, Onkologie/Hämatologie, Pneumologie sowie eine Psychoonkologie. Die MVZ Doceins Eschweiler GmbH verfügt über einen Standort der Allgemeinmedizin und wurde um einen weiteren Standort mit onkologischem Schwerpunkt zum Jahreswechsel ergänzt. Die Doceins MVZ Mitteldeutschland GmbH sichert überregional in Sachsen-Anhalt die Versorgung an unterschiedlichen Standorten im Bereich Allgemeinmedizin, Dermatologie, Pädiatrie sowie der Inneren Medizin ab. Die MVZ Doceins West GmbH verfügt über mehrere Standorte mit den Fachausrichtungen der Dermatologie, Gynäkologie, Allgemeinmedizin, Gastroenterologie, Onkologie sowie der inneren Medizin und Chirurgie. Die Anteile der CONVALES Holding GmbH an der Lungenklinik Breisgau GmbH (im Folgenden: LKB) von 19,75 % wurden in 2023 vollständig verkauft. Drei der darunter liegenden MVZs wurden im Umlaufvermögen der Lungenklink Neustadt zum Weiterverkauf aktiviert. In 2023 verbeiben das MVZ Wondwossen Kabtimer und Kollegen GmbH und das MVZ Viselle Augenzentren Mitteldeutschland GmbH im Konzern, wohingegen das MVZ Viselle Augenzentren Rhein-Ruhr GmbH im Laufe des Jahres 2023 verkauft wurde. 1.2. Forschung und Entwicklung Die Medipolis Produktion betreibt als pharmazeutisches Versorgungsunternehmen keine Forschung und Entwicklung im klassischen Sinne. Sie ist jedoch Zulassungsinhaberin des Produktes "Calciumfolinat Medipol 10 mg/ml 100ml", für welches die Haupt Pharma Wolfratshausen GmbH, Wolfratshausen, ein Unternehmen der Aenova‐Gruppe, in der Vergangenheit die Herstellung übernahm. Im Berichtsjahr wurde kein Calciumfolinat Medipol 10mg/ 100ml hergestellt, der Produktionsstandort wurde geschlossen und es wurde kein weiterer Lohnauftrag erteilt. Die Entwicklung von Digitalprodukten für den Gesundheitssektor innerhalb der DTB GmbH erfolgt derzeit auch durch Fremddienstleister und in geringfügigem Umfang. Darüber hinaus wurden derzeit keine Projekte mit Forschungs- oder Entwicklungsinhalt initiiert. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.1.1. Gesamtwirtschaft Die gesamtwirtschaftliche Lage Deutschlands im Jahr 2023 war geprägt durch eine Mischung aus Herausforderungen und Chancen, die sowohl von internationalen Ereignissen als auch von binnenwirtschaftlichen Faktoren beeinflusst wurden. Das Wirtschaftswachstum in Deutschland zeigte im Jahr 2023 Anzeichen einer langsamen Erholung nach den vorangegangenen Herausforderungen, einschließlich der globalen Pandemie. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Die inländische Wirtschaft war weiterhin geprägt vom Krieg in der Ukraine, von anhaltenden Lieferkettenproblemen und von Energiepreiserhöhungen. Wobei die Politik u.a. durch die Energiepreispauschale und dem Absenken der Stromsteuer weiteren Erhöhungen entgegenwirken konnte. Der Euribor, als wichtiger Referenzzinssatz für viele Kreditprodukte in Deutschland, verzeichnete 2023 einen Anstieg, was teilweise auf die straffere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank zurückzuführen ist. Dies hat direkte Auswirkungen auf die Finanzierungskosten im deutschen pharmazeutischen und medizinischen Sektor. So sind viele Unternehmen mit höheren Zinskosten konfrontiert. Angetrieben durch hohe Energiepreise und die Auswirkungen der monetären Lockerungspolitik der Europäischen Zentralbank stiegen die Inflationsraten und damit Verbraucherpreise deutlich. Dies führte zu weiteren Kostenbelastungen. 2.1.2. Produktion Der Gesundheitsmarkt in Deutschland ist zunehmend von gesetzlichen Vorgaben getrieben. Komplexe pharmazeutische Dienstleistungen verlagern sich vermehrt von der Apotheke in selbstständige Versorgungsunternehmen. Innerhalb der pharmazeutischen Versorgungsunternehmen ist eine verstärkte Marktkonzentration zu beobachten, der Einfluss von Finanzinvestoren nimmt zu. Der Markt für patientenindividuelle Zubereitungen war im Jahre 2022 durch die Änderung der Hilfstaxe geprägt. Im Jahr 2023 setzte sich die Reduktion der Erstattungspreise, die durch die Hilfstaxe festgelegt werden, fort. Der Deutsche Apothekerverband (DAV) und die Gesetzlichen Krankenkassen (GKV-Spitzenverband) trafen im Laufe des Jahres weitere bedeutende Vereinbarungen, die direkt die Preisbildung gegenüber der Krankenkasse und somit auch die Marge für die Apotheke beeinflussten. Im Januar 2023 wurde der Abschlag für Bevacizumab-Präparate von 12 % auf 40 % erhöht. Im April wurde der Abschlag für die meisten Infliximab-Präparate von 30 % auf 58,5 % angepasst. In der Hilfstaxe wird geregelt, zu welchen Preisen patientenindividuelle Zubereitungen bei den Krankenkassen abgerechnet werden können. Ist eine entsprechende Vereinbarung in der Hilfstaxe getroffen, finden die Regelungen der Arzneimittelpreisverordnung für diese Zubereitungen keine Anwendung. 2.1.3. Klinik und Medizinische Versorgung Laut Deutscher Krankenhausgesellschaft erwarten fast 80 % der deutschen Krankenhäuser für 2023 ein negatives Jahresergebnis. Für das Jahr 2024 gehen 71 % der Krankenhäuser von einer weiteren Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation aus, was insbesondere mit den gestiegenen Sach- und Personalkosten, dem fehlenden Inflationsausgleich und der weiterhin völlig unzureichenden Investitionsfinanzierung durch die öffentliche Hand begründet wird. Kaum ein Krankenhaus kann seine Ausgaben durch die laufenden Einnahmen decken, denn Kliniken dürfen ihre Preise nicht eigenverantwortlich an die Inflation anpassen und diese werden gemäß der derzeitigen Gesetzeslage erst zu einem späteren Zeitpunkt und auch nicht im vollen Umfang über die Landesbasisfallwerte kompensiert. Die Corona-Pandemie hatte hingegen in 2023 keine nennenswerten Auswirkungen mehr auf die Zahl der somatischen Krankenhausfälle. In der Lungenklinik Neustadt stieg die Patientenzahl im Vergleich zum Vorjahr um 15 % auf 2.722. Somit gab es auch keinen ergänzenden Anspruch auf entsprechende Ausgleichszahlungen. Auch der in der Pflege nach wie vor vorhandene Drehtüreffekt - flexible Pflegkräfte wandern in Leiharbeitsfirmen ab und müssen sehr teuer zur Aufrechterhaltung des Versorgungsauftrages wieder eingekauft werden, sind dabei jedoch nur zu ca. 50 % durch das Pflegebudget gedeckt - schlug sich in der Ertragslage der Lungenklinik Neustadt GmbH in 2023 mit 506 T€ nieder. Die Neudefinition des Pflegebudgets ab dem Jahr 2025 mit Herausnahme der sonstigen Berufe sowie ohne Berufsabschluss mit den Übergangsjahren 2023 und 2024 sorgt in vielen Krankenhäusern für einen Rückschritt bezüglich der Entlastung der Pflege. Die Mehrzahl der in der LKN vorhandenen "unqualifizierten" Pflegekräfte (Anteil 9,8 %) hat sich dazu entschieden, eine einjährige Ausbildung zur Pflegehilfskraft zu durchlaufen. Dies sorgt für kurzfristig ressourcentechnische Ausfälle und nachfolgend für leicht höhere Personalkosten für diesen Personenkreis. Die reinen Umsatzerlöse der Lungenklinik Neustadt GmbH sind im Vergleich zum Vorjahr um 8,9 % auf 16,6 Mio. € gestiegen. Dies lag insbesondere an der bereits erwähnten Steigerung der Fallzahlen sowie der Anhebung des Landesbasisfallwertes. So stiegen die DRG-Erlöse um 18 % im Vergleich zu 2022 auf knapp 8.1 Mio. €. Der Pflegeerlös ist hingegen um 6 % gesunken, was mit dem über das Jahr hinweg deutlich niedrigeren abrechenbaren Pflegeentgeltwert aus der BEV 2021 zu begründen ist. Die abgerechneten Pflegeerlöse waren in 2023 demnach deutlich niedriger als die pflegebudgetrelevanten Pflegekosten, sodass sich hieraus ein Forderungsanspruch in der Pflege von 1.4 Mio. € begründete. Ein negativer "Sondereffekt" resultierte aus dem Rückgang der Überliegerpatienten zum Jahresende, was zu einem negativen Überliegerwert im Vergleich zum erlössteigernden Vorjahreswert führte (-259 T€). Der Umsatz des ambulanten Pflegedienstes konnte im Vergleich zum Vorjahr erneut signifikant gesteigert werden (+60 T€). Die Personalaufwendungen sind aufgrund von Personalwechseln im ärztlichen und Neueinstellungen im pflegerischen Dienst sowie einer Tariferhöhung in Höhe von 5,9 % signifikant (+491 T€) gestiegen. Hinzukam, dass im Herbst 2023 die bestehende Personalstruktur einer umfangreichen Prüfung unterzogen und in der Folge ein Sozialplan erstellt wurde. Somit sind in dem genannten Betrag auch notwendige Rückstellungen für Abfindungszahlungen enthalten. Zusammengefasst führte dies zu einem negativen Betriebsergebnis (EBIT) ohne strukturelle Konzerneffekte der Lungenklinik Neustadt GmbH in Höhe von -5.819 T€. Im Bereich der ambulanten medizinischen Versorgung können die MVZ der Doceins Gruppe in den nächsten Jahren vom Trend der Ambulantisierung profitieren. Dieser wird verstärkt durch die allgemeine Inzidenzentwicklung, die zu einer Zunahme der Patientenzahlen führen soll, trotz des intensiven Wettbewerbs an den Standorten Doceins West und Mitteldeutschland. Die Doceins MVZ verfügten in 2023 über ein breites Portfolio mit 96 Arztsitzen. Für den Bereich Pharmazie sind im Wesentlichen die 9,5 onkologischen Sitze relevant. Darüber hinaus werden hausärztliche und organfachärztliche Versorgungsaufträge mit onkologischer Expertise betrieben. Wesentlich für 2023 ist die Umsetzung der SANA Transaktion (Verkauf der ANSB, MVZ Brandenburg, MVZ West). Durch die Umsetzung der SANA Transaktion können zukünftig im Bereich der medizinischen Versorgungszentren kurzfristig positive Liquiditäts- und Ergebniseffekte erzielt werden. Weitere Treiber der positiven Entwicklung der MVZ sind die Umsetzung von Rückbeteiligungsmodellen, sowie die Ausgliederung (Verkauf/Schließung) von aus Konzernsicht EBITDA-negativen Standorten. 2.2. Lage 2.2.1. Ertragslage
Die Umsatzerlöse von 229.951 T€ liegen um 28.848 T€ deutlich über dem Vorjahr (201.103 T€). Dies resultiert insbesondere aus der Umsatzausweitung um 24.790 T€ im Bereich Herstellung (VJ: 151.915 T€). Auch die MVZs konnten einen deutliches Umsatzwachstum um 3.115 T€ verzeichnen (VJ: 24.502 T€). Davon entfallen 638 T€ im Berichtsjahr auf das MVZ Eschweiler, das erstmals in den Konzernabschluss einbezogen wurde. Durch die Aufnahme des neuen MVZ in den Konzernverbund konnte der prozentuale Rohertrag nicht weiter gesteigert werden, denn die geringeren Margen in der Medipolis Produktion und Medipolis Süd standen dem entgegen. Im Gegenzug zu den gestiegenen Umsatzerlösen haben die um 1.035 T€ gesunkenen anderen aktivierten Eigenleistungen einen negativen Einfluss auf die positive Entwicklung der Gesamtleistung (229.934 T€, VJ: 203.000 T€). Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um 3.335 T€ auf 5.523 T€ (VJ: 2.188 T€) angestiegen. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf eine Erhöhung der Fördermittelerträge aus dem Medizinbereich um 2.053 T€ sowie auf die sonstigen betrieblichen Erträge von Eschweiler (240 T€) aufgrund der Erstkonsolidierung zurückzuführen. Die Ertragslage wurde im Vergleich zum Vorjahr durch absolut höhere Personal- und Betriebsaufwendungen bestimmt (+6.356 T€/ 11,2 % im Personalaufwand und +1.137 T€/ 4,6 % im sonstigen betrieblichen Aufwand). Diese Steigerung war zum großen Teil durch das Wachstum in allen drei Geschäftsfeldern bedingt. Besonders im Herstellungsbereich gehen mit den gesteigerten Umsätzen entsprechend höhere Materialaufwendungen einher. Der Anstieg des Materialaufwandes um 21.319 T€ auf 144.003 T€ steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Umsatzentwicklung in den Herstellungsbereichen (vgl. Ausführungen in Kap. 2.1), aber auch aus dem MVZ-Bereich. Die Materialeinsatzquote (Materialaufwand/Gesamtleistung) hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,2 %-Punkte verschlechtert. So stiegen in der Medipolis Produktion die Materialaufwendungen um 14.343 T€ auf 108.540 T€ und in der Medipolis Süd um 7.619 T€ auf 31.247 T€. Daraus resultiert ein zum Vorjahresniveau gesteigerter bereinigter Rohertrag in Höhe von 91.454 T€. Das bereinigte Betriebsergebnis verbessert sich gegenüber dem Vorjahr um 1.548 T€ auf -4.284 T€. Das im Vergleich zum Vorjahr schlechtere Finanzergebnis (Minderung um 1.541 T€ auf -4.165 T€) ist primär auf die Zinserhöhungen im Geschäftsjahr und somit einem Anstieg der Zinsaufwendungen um 1.027 T€ auf 4.258 T€ sowie auf um 514 T€ auf 93 T€ gesunkene Zinserträge (-514 T€/ 84,7 %) zurückzuführen. Das Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 234 T€ auf 47 T€ verbessert. Die zum Vorjahr stehende Steuerentlastung resultiert im Wesentlichen aus der Aktivierung von Ertragssteuern für Vorjahre aufgrund eines Verlustrücktrags bei der CONVALES Holding GmbH. Das neutrale Ergebnis setzt sich wie folgt zusammen:
Das neutrale Ergebnis verschlechterte sich im Vergleich zum Vorjahr um 3.145 T€ auf -9.210 T€. Im neutralen Ergebnis werden wesentliche einmalige sowie periodenfremde Aufwendungen und Erträge saldiert ausgewiesen. Ausschlaggebend für die Verschlechterung waren vor allem die um 9.124 T€ geringeren neutralen Erträge. Gegenläufig sind die neutralen Aufwendungen um 5.979 auf -11.240 T€ gesunken. Insgesamt fiel im Berichtsjahr ein Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von -17.640 T€ (VJ: -13.628 T€) an. Das bereinigte EBITDA wird wie folgt ermittelt:
Das bereinigte EBITDA wurde um die wesentlichen einmaligen sowie periodenfremde Erträge und Aufwendungen bereinigt, die nicht dem operativen Geschäft zuzuordnen sind. Es konnte um 1.458 T€ auf 2.410 T€ gegenüber dem Vorjahr verbessert werden. 2.2.2. Finanzlage Einen Überblick über die Veränderung der Finanzierungsmittel gibt die nachfolgende verkürzte Kapitalflussrechnung:
Die Investitionen des Geschäftsjahres resultierten aus Investitionen in immaterielles Anlagevermögen (2.276 T€). Weiterhin wurden Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von 2.020 T€ getätigt. Die in 2021 gewährten Darlehen an die Saale-Apotheke zur Betriebsmittelfinanzierung wurden in 2023 vollständig getilgt. Die Investitionen wurden im Wesentlichen aus der operativen Tätigkeit finanziert. Weiterhin wurde ein Brückendarlehen über 6,5 Mio. € von den Finanzierungspartnern gewährt zur Finanzierung der operativen Aufwendungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich somit um T€ 2.470. Die Zahlungsfähigkeit der Konzerngesellschaften war jederzeit gewährleistet. Zum Stichtag bestanden mehrere Kontokorrentlinien bei verschiedenen Banken in Höhe von insgesamt 7.400 T€. Von den Kontokorrentlinien sind Avale in Höhe von 329 T€ abzuziehen. Zum Stichtag wurden aber die Kontokorrentlinien in Höhe von 7.113 T€ in Anspruch genommen. Somit ergibt sich rechnerisch eine Überziehung der eingerichteten Kontokorrentlinien von T€ 42. Dies begründet sich auf einen Abbuchungsfehler in Höhe von T€ 240 eines Kreditinstitutes zum Stichtag. Dieser Abbuchungsfehler konnte erst Anfang 2024 in Form einer Rückbuchung korrigiert werden. Die Finanzierung wird insbesondere durch langfristige Bank- sowie sonstige Finanzdarlehen sichergestellt. 2.2.3. Vermögenslage
Aus der Konzernbilanz lassen sich die Vermögens- und Kapitalstruktur sowie deren Veränderung wie folgt ableiten: Die Bilanzsumme des Konzerns stieg um 14.887 T€ auf 97.501 T€. Auf der Aktivseite verringerte sich das langfristig gebundene Vermögen auf 35.132 T€ (VJ: 39.224 T€). Insbesondere die immateriellen Vermögensgegenstände sind um T€ 2.279 rückläufig. Dies resultiert aus geringen Zugängen im Bereich der Geschäfts- oder Firmenwerte, die durch die Abschreibungen deutlich überkompensiert wurden. Das kurzfristig gebundene Vermögen ist um 1.338 T€ auf 39.162 T€ gestiegen. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Leistungsforderungen um 1.869 T€, welcher überwiegend aus dem Produktions- und Klinikbereich resultiert. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag ist deutlich angestiegen (siehe Erläuterung in der Ertragslage Kap. 2.2.1). Das Konzerneigenkapital beträgt analog zum Vorjahr 0 T€. Das langfristige Fremdkapital ist um 8.011 T€ auf 42.705 T€ gestiegen. Ein Großteil des Anstiegs erklärt sich durch die Veränderung in der Fälligkeit bereits vorhandener Verbindlichkeiten aufgrund der geschlossenen Sanierungsvereinbarung. Ein punktueller Vergleich zum Vorjahr ist daher nur bedingt möglich. Neu hinzugekommen ist die Aufnahme eines Brückendarlehens (964 T€) und einer Zinsstundung (1.836 T€). Das Darlehen aus dem Mezzanine-Kapital blieb unverändert bei 18.000 T€. Hinsichtlich der Fälligkeiten verweisen wir auf den Konzernanhang. Im kurzfristigen Fremdkapital verringerten sich die Leistungsverbindlichkeiten um 1.359 T€ auf 21.964 T€. Dies resultiert vor allem aus der geringeren Inanspruchnahme von Reverse-Factoring sowie geringeren Inanspruchnahme von Zahlungszielen zum Stichtag. Gegenläufig haben sich die sonstigen Rückstellungen um 5.428 T€ auf 14.070 T€ erhöht. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf die Bildung einer Drohverlustrückstellung für Entkonsolidierungseffekte (4.700 T€) zurückzuführen. Die übrigen Verbindlichkeiten stiegen um 3.411 T€ auf 7.553 T€ aufgrund aufgenommener Brückendarlehen (1.864 T€) sowie des Anstiegs der Verbindlichkeiten nach Krankenhausfinanzierungsrecht um 1.602 T€. 2.3. Finanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf den Umsatzerlösen sowie dem bereinigten EBITDA (Ermittlung siehe Kap. 2.2.1. Ertragslage, bis 2022: Umsatzerlöse und EBITDA). Die Umsatzerlöse 229.951 T€ (VJ: 201.103 T€) konnten gegenüber dem Vorjahr um 28.848 T€ (14,3 %) gesteigert werden. Die im Vorjahr prognostizierte Umsatzsteigerung zwischen +14 % bis 15 % wurde somit erreicht. Das für 2023 um 9-10 Mio. € geringer prognostizierte EBITDA (nicht bereinigt) fällt mit einem Rückgang von ca. -13,6 Mio. € (-5.897 T€, VJ: 7.678 T€) geringer aus als prognostiziert und beinhaltet diverse einmalige Effekte (siehe auch Kap. 2.2.1. Ermittlung Neutrales Ergebnis), die sich im Geschäftsjahr negativ ausgewirkt haben. Das bereinigte EBITDA (2.410 T€, VJ: 953 T€) hat sich gegenüber dem Vorjahr um 1.458 T€ verbessert. 2.4. Gesamtaussage Der operative Geschäftsverlauf des Jahres 2023 war durch die reduzierte Hilfstaxe in 2022 im pharmazeutischen Bereich sowie die negativen Ergebnisse aus dem Geschäftsfeld Klinik/MVZ geprägt. Insgesamt betrachtet konnten jedoch die Umsatzerlöse um 28,8 Mio. € gesteigert werden. Die Entwicklung des bereinigten EBITDAs zeigt zudem, dass sich das operative Geschäft, insbesondere aus dem pharmazeutischen Bereich resultierend, positiv entwickelt. 3. Prognosebericht Fokusthema in der Medipolis Produktion wird weiterhin eine erfolgreiche Rekrutierung von neuen Mitarbeitern und deren Einarbeitung sein. Dieses Wachstum soll durch die Einführung neuer Führungs- und Verantwortungsstrukturen, die der täglichen Organisation und der operativen Betriebsführung gerecht wird, begleitet werden. Durch die Steigerung der Produktionskapazitäten sollte es möglich sein, das Auftragsvolumen weiter zu erhöhen und Margenrückgänge zu kompensieren. In 2024 soll in der Medipolis Produktion der qualitätssichernde Bereich des mikrobiologischen Monitorings zukünftig intern erbracht werden, so dass durch eine eigene Leistungserbringung in diesem Bereich Kosteneinsparungen bei den laufenden bisherigen externen Laboraufwendungen erreicht werden können. Dies wird voraussichtlich ab dem 3. Quartal 2024 umgesetzt. Die wesentlichen Optimierungs- und Verbesserungsmaßnahmen sollen durch ein neu gebildetes Restrukturierungsteam engmaschig begleitet werden. Ziel ist es, die bestehenden Frühwarnsysteme zu verbessern und externe Beratungskosten deutlich zu reduzieren. In der Homecaregesellschaft sollen Führungsstrukturen gestrafft und vereinheitlicht werden. Des Weiteren soll in diesem Bereich die Digitalisierung vorangetrieben werden, um die vorhandenen Ressourcen für das Kerngeschäft besser zu nutzen. In den Funktionsbereichen liegt der Fokus auf der Optimierung der Strukturen und Prozesse, insb. im Vertrieb des Bereiches Pharmazie und Homecare sowie den kaufmännischen Bereichen wie HR, Finanzbuchhaltung etc. Ein wichtiger Faktor für die Stabilisierung der Erträge der CONVALES-Gruppe ist eine nachhaltige Um- und Restrukturierung im Bereich der medizinischen Leistungserbringung. Strategisch gesehen ermöglicht die Klinik der CONVALES-Gruppe MVZ zur ärztlichen Versorgung von Schwerstkranken, unter anderem auch onkologisch betroffenen Patienten, aufzubauen. Dieser strategische Faktor ist für die Gesamtentwicklung der Gruppe wichtig, muss jedoch stabilisiert werden. Diese Stabilisierung soll durch entsprechende Ertragssteigerungen bzw. Verlustreduzierungen erreicht werden. Hierzu wurden bereits zu Beginn des Geschäftsjahres 2023 Sanierungsmaßnahmen eingeleitet, deren Umsetzung noch nicht abgeschlossen ist. So wird der Fokus im MVZ Bereich in 2024 auf der Umsetzung der bereits realisierten Verkaufs-Transaktionen von vier MVZ-Gesellschaften und die Sanierung der verbleibenden MVZ-Gesellschaften liegen. Die Wirtschaftlichkeit der eigenen KV Sitze wird in 2024 optimiert. Alle Maßnahmen sollen auch in den Folgejahren zu Ergebnisverbesserungen im Bereich der MVZ Gesellschaften beitragen. Auch in der Lungenklinik Neustadt werden diverse Restrukturierungsmaßnahmen in 2024 fortgeführt. Als Teil des Sanierungskonzepts sollen u.a. die per 31. Dezember 2022 bestehenden Kreditverträge sowie teilweise die im Jahr 2023 gewährten Überbrückungskredite (gesamt: 6,5 Mio. €) fortgeführt werden. Bereits Anfang Februar 2024 wurden 2.5 Mio. und Ende Juni 2024 0.3 Mio. Überbrückungskredit zurückgeführt. Während des Sanierungszeitraums soll die Nettoverschuldung deutlich reduziert werden, zum Ende des Sanierungszeitraums wird eine wirtschaftliche Eigenkapitalquote von 13,6 % und eine branchenübliche EBITDA-Marge von 4,7 % angestrebt. In 2024 prognostizieren wir eine Umsatzentwicklung im Vergleich zu 2023 von -5 % bis -7 %, was sich im Wesentlichen durch den Abgang der vier MVZ-Gesellschaften begründet. Das EBITDA prognostizieren wir mit 800 T€ bis 1.000 T€ und das bereinigte EBITDA mit 8.500 T€ bis 9.500 T€. Insbesondere die neutralen Erträge, die wir ausgehend vom EBITDA zur Ermittlung des bereinigten EBITDA korrigieren, sind zum Teil aber nicht verlässlich planbar, da die Realisation zum Teil auch von nicht bzw. nur bedingt beeinflussbaren Faktoren abhängig ist, sodass es zu Abweichungen (zeitlich bzw. betragsmäßig) kommen könnte. 4. Chancen- und Risikobericht 4.1. Risikobericht 4.1.1. Werthaltigkeitsrisiko bzw. Entwicklung Lungenklinik Neustadt und MVZ Im Rahmen der ganzheitlichen Patientenversorgung sind zurzeit die Lungenklinik Neustadt GmbH sowie ihre Tochter-MVZ von strategischer Bedeutung. Durch das breite Spektrum medizinischer Fachrichtungen können mittels interdisziplinärer Zusammenarbeit verschiedener Fachärzte Patienten standortübergreifend optimal versorgt werden. Grundsätzlich wurden die Geschäfts- oder Firmenwerte, die im Rahmen der Erstkonsolidierung entstanden sind, mit einer erhöhten Risikovorsorge abgeschrieben. Insbesondere die MVZ Doceins West GmbH wurde in 2022 bereits vollständig abgeschrieben. Darüber hinaus wurde der Geschäfts- oder Firmenwert von einzelnen MVZs insgesamt in Höhe von 767 T€ in 2023 mittels außerplanmäßiger Abschreibung abgewertet. Der Teilkonzern LKN inkl. Tochter-MVZ-Gesellschaften hat den Gesamtkonzern, wie bereits zuvor geschildert, ergebnistechnisch und durch die Finanzierung der Verluste auch liquiditätstechnisch stark belastet. Im Zuge der Gesamtsanierung des Konzerns wurden verschiedene Maßnahmen geplant, die zum Teil schon umgesetzt wurden, damit das Risiko aus dem Teilkonzern deutlich reduziert werden kann. Wir schätzen das Risiko aus der LKN inkl. Tochter-MVZ-Gesellschaften daher als mittel ein. 4.1.2. Finanzierungsrisiko Durch den Abschluss der Sanierungsvereinbarung und deren konsequenten Einhaltung in den nächsten Jahren, ergeben sich unter Voraussetzung annähernd gleichbleibender politischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen auf Basis unserer derzeitigen Einschätzung und Unternehmensplanung nur geringe Finanzierungsrisiken; gänzlich ausgeschlossen werden können diese aber nicht. 4.1.3. Operatives / Ertragsrisiko Die Ergebnisbeiträge aus dem profitablen Produktionsbereich wurden auch in 2023 durch die Verluste aus der Klinik sowie den MVZ aufgezehrt. Zum vierten Quartal 2023 konnte sowohl eine neue kaufmännische als auch eine neue erfahrene pneumologische ärztliche Leitung für die Klinik gewonnen werden. Mit diesen Führungskräften sind wesentliche prozessuale und ressourcenbezogene Anpassungen eingeleitet worden, deren Auswirkungen zwar bereits Ende 2023 zu spüren waren, deren volles Potential sich jedoch erst ab 2024 entfalten sollte. So wurden der ärztliche Dienst neu strukturiert, das Einweisermarketing und dringend notwendige Kooperationen vorangetrieben, der Einkauf zentralisiert, der Verwaltungsdienst und sämtliche Supportdienste hinsichtlich der VK-Zahlen dem üblichen Branchenniveau angepasst sowie der Einkauf teuren externen Honorarpersonals auf ein absolutes Minimum reduziert. Zudem wurde die Lungenklinik Ballenstedt als direkte Konkurrenz zur Lungenklinik Neustadt zum Ende des Jahres geschlossen, was bereits im November und Dezember an einem geänderten Patientenstrom zu merken war. Dort ausscheidendes ärztliches und pflegerisches Personal wurde gewonnen. Leistungsbezogen liegt der Fokus auf dem Ausbau der pneumologischen Frührehabilitation, der Pneumoonkologie in Zusammenarbeit mit einem zertifizierten Lungenkrebszentrum sowie der Re-Zertifizierung des Weaning-Bereiches. Die Prüfquote des Medizinischen Dienstes konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter gesenkt und der Case-Mix-Index verbessert werden. Zudem wurden die Budget- und Entgeltverhandlungen für 2022 und für 2023 nachgeholt und der Termin für 2024 bereits vereinbart. Somit werden die leistungswirtschaftlichen Risiken für das Jahr 2024 in der Lungenklinik als niedriger eingeschätzt. Sollten alle eingeleiteten Maßnahmen im personellen Bereich greifen, so ist in 2024 trotz Tarifsteigerung und Verzicht auf externes Personal mit einem gleichbleibenden Personalkostenniveau zu rechnen. In Kombination mit einer vernünftigen Bettenauslastung und guten Patientensteuerung sollte das Betriebsergebnis planungsgemäß deutlich verbessert werden können. Um zukünftige Verluste in den MVZ vermeiden zu können, ist eine deutliche Verkleinerung des MVZ Portfolios vorgesehen und verbleibende Strukturen werden umfassend restrukturiert. Durch den weiteren Ausbau der Kapazitäten in den Produktionsbereichen und die Gewinnung von neuen Aufträgen ist es möglich, die Reduzierung der Hilfstaxe zu kompensieren. In 2023 konnten die Stückzahlen der Produktion deutlich gesteigert werden. Dieses Wachstum muss nachhaltig gesichert und weiter gesteigert werden. Durch die Umsetzung des Sanierungskonzeptes werden weitere Kapazitäten für die Sanierung der Gruppe zur Verfügung gestellt, für die Sanierung erarbeitete Maßnahmen umgesetzt und neue Controlling-Instrumente eingesetzt. Darüber hinaus werden die Strukturen der Gruppe verschlankt und die Fokussierung auf die Ertragsbringer angepasst. Effektivere Steuerungsinstrumente sollen künftig frühzeitig auf Ertragsrisiken hinweisen und ein zeitnahes Entgegensteuern ermöglichen. Wir schätzen das Ertragsrisiko als mittel ein. 4.1.4. Regulatorische Risiken Der Gesundheitsmarkt ist hoch reguliert, insbesondere auch im Hinblick auf den Abgabepreis, der die Ertragslage unserer Produktionsbetriebe bedeutend beeinflusst. Die Abrechnungspreise für patientenindividuelle Zubereitungen werden durch die sog. Hilfstaxe festgelegt, die im SGB V verankert ist. Wie bereits unter 2.1.1. dargestellt, ist die Hilfstaxe kontinuierlichen Änderungen unterworfen, die kurzfristige Änderungen in der Ertragssituation bedeuten. Auch in Zukunft wird es weitere kurzfristige Abschlagsfestsetzungen bei neuen generischen Substanzen geben, allerdings wird dies in der Planung bereits berücksichtigt. Hinsichtlich des Arbeitspreises gibt es weiterhin wohlbegründete Forderungen der Standesvertretung und Interessensverbände, diesen auf 147 € pro Zubereitung anzuheben. Auch diese Entscheidungen werden wahrscheinlich kurzfristig getroffen. Im Bereich der onkologischen Versorgung sind somit regulatorische Unsicherheiten vorhanden. Bei den anderen Zubereitungsarten, Antibiotika, parenterale Ernährung, Schmerz und sonstige Zubereitung erwarten wir eine konstante Vergütungssystematik. Somit haben wir im Bereich der Produktion einen Mix aus stabilen und unsicheren Ertragskomponenten. Die Festlegung der Austauschbarkeit der Biosimilars untereinander und die damit verbundene Anpassung der Hilfstaxe im Juni 2024 führt dazu, dass leicht geringere Abrechnungspreise resultieren, durch die nun eine getroffene Festlegung, aber auch Sicherheit beim Umgang mit dieser Substanzklasse besteht. Nachverhandlungen mit den Lieferanten werden hier zu Margenstabilität führen. Inwieweit der dadurch entstehende politisch gewollte Preisdruck bei den Lieferanten zu Lieferengpässen führt, bleibt abzuwarten. Im Gegensatz zu anderen Markteilnehmern können durch die Medipolis-Betriebe weiterhin Versorgungsabrisse aufgrund der hervorgehobenen Marktstellung und des Beschaffungsmanagements vermieden werden. Gleichwohl mussten erhebliche Anstrengungen seitens des Managements unternommen werden, um dies zu erreichen. Die daraus resultierten Preisabschläge für die Vergangenheit wurden mit der Bildung der Retax-Rückstellung antizipiert. Die durch die kontinuierliche Beobachtung der politischen Ziele und Gesetzesinitiativen erlangten Erkenntnisse zur künftigen Entwicklung der Hilfstaxe werden mit Hilfe von Szenario-Rechnungen bewertet und fließen in die laufende Rückstellungsbewertung und in die Planung ein. Im Akutbereich ist eine Änderung in der Finanzierung der Pflege durch die Politik vorgesehen, so werden Mitarbeitende Pfleger/-Innen ohne Berufsabschluss und sonstigen Berufsabschluss nach einer Übergangsfrist ab 2025 nicht mehr über das Pflegebudget refinanziert. Vorhandene Mitarbeiter haben ein entsprechendes Angebot zur Weiterqualifizierung erhalten und werden unterstützt. Es bleibt zudem abzuwarten, durch welche Maßnahmen die Politik die bestehende Schere zwischen planwirtschaftlichen Einnahmen und Preissteigerungen und die dadurch entstandene Unterfinanzierung schließen will. Insgesamt werden die regulatorischen Risiken aufgrund ihrer Komplexität und Dynamik als mittel bis hoch eingeschätzt. 4.1.5. Beschaffungsrisiken Weiterhin bestehen Beschaffungsrisiken hinsichtlich der kurzfristigen Verfügbarkeit von Wirkstoffen und Medizinprodukten für die patientenindividuellen Zubereitungen und die häusliche Versorgung. Die Lieferschwierigkeiten sind etwas rückläufig, aber immer noch auf einem hohen Niveau. Dem Risiko begegnen wir durch entsprechende Bevorratung im Einzelfall, möglichst langfristige Lieferverträge und Diversifizierung unserer Lieferanten. Durch permanente Verhandlungen mit alternativen Lieferanten können wir dem Beschaffungsrisiko bei generischen Substanzen aktiv gegenübertreten und sind weiterhin überzeugt, eine Versorgungsgefährdung abwenden zu können. Bei der Materialbeschaffung und auch bei der Energieversorgung im medizinischen Leistungsbereich sind wir primär auf Fremdanbieter angewiesen. Hieraus können Risiken entstehen, beispielweise ausgelöst durch Lieferschwierigkeiten, was sich durch die geopolitische Lage und die sehr hohen Preissteigerungen in Folge einer allgemeinen Inflation noch verschärft. Die höheren Preise für medizinische Ausrüstung, Arzneimittel und auch Dienstleistungen im Gesundheitswesen reduzieren die Margen insbesondere in den medizinischen Teilbereichen der CONVALES-Gruppe. Um dem entgegen zu wirken, setzt die CONVALES-Gruppe zunehmend auf einen professionalisierten zentralen Einkauf und eine harmonisierte Materialwirtschaft. Mit der Agaplesion Einkaufsgemeinschaft hat die Lungenklinik einen starken Partner, über den wir die Beschaffung, insbesondere des medizinischen Bedarfes, abdecken. Die Energiepreisentwicklung war auch in 2023 von steigenden Preisen für fossile Brennstoffe und der Umstellung auf erneuerbare Energie geprägt. Diese Entwicklung hat insbesondere auf den Bereich der Herstellung von pharmazeutischen Zubereitungen einen Einfluss. Um bei der Energieversorgung unabhängiger zu sein, wurden in der Vergangenheit in der Lungenklinik zwei Blockheizkraftwerke in Betrieb genommen. Die CONVALES-Gruppe hat bereits bei der Planung der neuen Herstellungsräume, die 2022 bezogen wurden, auf eine energieeffiziente Ausstattung geachtet. Wir schätzen das steigende Aufwandsrisiko als mittel ein. 4.1.6. Betriebsbedingte Risiken Betriebsbedingte Risiken werden neben den typisch klinischen Leistungsbereichen im Umfeld der Patientensicherheit, insbesondere im Bereich der technischen Ausstattung sowie bezüglich der Cyberrisiken gesehen. Gesundheitsdaten sind per se kritische Daten und unterliegen stärkeren Schutzvorgaben im Zusammenhang mit der Informationssicherheit. Die CONVALES-Gruppe reagiert darauf mit einer ressourcenseitigen Stärkung des Bereichs Informationssicherheit und durch Aufbau eines Informationssicherheitsmanagmentsystems. Zudem wird auf kontinuierliche Schulungen gesetzt. Im Rahmen der Investitionen, die durch das Krankenhauszukunftsgesetzt möglich sind, wird der Fördertatbestand 10 IT-Sicherheit in der Lungenklinik Neustadt prioritär vorangetrieben und in weiteres Equipment investiert. Aufgrund einiger weniger Altsysteme und den in den letzten Jahren sehr umfangreichen Aktivitäten von Cyber-Kriminellen schätzen wir das Risiko eines Informationssicherheitsvorfalles in der CONVALES-Gruppe als mittel ein. 4.1.7. Personalrisiken Der Mangel an qualifizierten Fachkräften, insbesondere Ärzte und Pflegepersonal, führte in 2023 bundesweit zu Engpässen in der Gesundheitsversorgung. Hinzu kommen die tariflichen Entwicklungen, die insbesondere für den Standort Neustadt/Harz eine nicht unbedeutsame Rolle spielen. Dies wird für die gesamte Branche durchaus kritisch eingeschätzt. Auch für uns ist es eine Herausforderung, hochqualifiziertes und motiviertes Personal zu akquirieren, um die komplexen Anforderungen erfüllen und Ausfälle kompensieren zu können. Der CONVALES-Gruppe gelang es u.a. durch eine eigene Arbeitnehmerüberlassung diesem Risiko zu begegnen. Ausfälle konnten dadurch intern abgefangen werden. Der Steigerung der Lebenshaltungskosten begegnet die CONVALES-Gruppe mit einer moderaten Steigerung von Personal- und Lohnkosten in den nicht tarifgebundenen Bereichen. So wird u.a. das Instrument der Inflationsprämie weiterhin genutzt. Des Weiteren wurde der Fokus auf eine einschlägige, regionale Arbeitgeberkampagne gesetzt. Wir schätzen das Risiko eines Fachkräftemangels bei der CONVALES-Gruppe als mittel ein. 4.1.8. Gesamtaussage Neben den zuvor erwähnten Risiken, insbesondere aus dem Werthaltigkeitsrisiko (Kapitel 4.1.1) und dem Finanzierungsrisiko (Kapitel 4.1.2), sind zum jetzigen Zeitpunkt für den Konzern keine weiteren wesentlichen Risiken erkennbar. Bei einer konsequenten Verfolgung der Restrukturierungsmaßnahmen schätzt die Geschäftsleitung die Risiken der Gesellschaft als beherrschbar ein, da die grundsätzliche Notwendigkeit der flächendeckenden, reibungslosen und optimalen Patientenversorgung im Gesundheitsmarkt auch künftig Bestand haben wird. Durch die bereits getätigten Investitionen im Bereich der Produktion können wir den Mehrbedarfen am Markt ein Versorgungsangebot machen, ohne erhebliche Neuinvestitionen durchführen zu müssen. Wir sehen unser Gesamtkonzept durch den politisch geforderten Trend zur Ambulantisierung immer weiterer Leistungen bestätigt. 4.2. Chancenbericht Chancen liegen für die CONVALES-Gruppe in der als politisches Ziel im aktuellen Koalitionsvertrag verankerten Ambulantisierung von stationären Leistungen, was zu einer Erweiterung von Indikationen führt, die für die häuslichen, patientenindividuellen Lösungen pharmazeutisch und pflegerisch optimal sind. Gepaart mit der demografischen Entwicklung, bietet dies zudem die Chance auf nachhaltiges und profitables Wachstum in allen Unternehmensbereichen. Durch die nicht nur auf Onkologie, sondern indikationsübergreifende auf die verschiedensten heimparenteralen oder homecare-pflichtigen Therapiefelder ausgerichtete Strategie, können die Produktionsbereiche, der Homecarebereich und die Apotheken von dieser Entwicklung profitieren. Während in diesem Bereich eine Marktkonsolidierung stattfindet und Neuinvestitionen zurückhaltend getätigt werden, kann der neue Produktionsbetrieb ein Versorgungsangebot machen. Es besteht keinesfalls ein Nachfrage-, sondern ein Angebotsproblem im Gesamtmarkt, von dem wir profitieren können. Über alle Wertschöpfungsstufen hinweg gibt es vielfältige Möglichkeiten, aktuell extern bezogene Leistungen zu internalisieren. Mit dem Ziel, intern Wissen aufzubauen, unabhängig zu sein und Aufwand zu reduzieren, werden momentan verschiedene Szenarien erstellt. Hinsichtlich der Lungenfachklinik in Neustadt/Harz sehen wir Chancen, durch die bereits oben erwähnte Neuanstellung einer Pneumologin als ärztliche Leitung und der damit verbundenen Weiterentwicklung des pneumologischen Konzeptes, der kontinuierlichen Re-Zertifizierung des Weaning-Zentrums, der durch Fachdialog möglichen Steigerung des Bekanntheitsgrades sowie dem Aufbau eines regionalen Lungenkrebszentrums. Auch die laufende Digitalisierung im Rahmen des Krankenhauszukunftsgesetzes, die bisher angeklungenen Reformvorschläge für das Gesundheitswesen sowie die immer bedeutender werdende Spezialisierung auf pneumologische und intensivmedizinische Krankheitsbilder sollten den Standort stabilisieren. Die Lungenklinik Neustadt GmbH ermöglicht der CONVALES-Gruppe zudem den bundesweiten Erwerb von MVZ. Bezüglich der MVZ sehen wir bedeutsames Potential in der Nutzung von Synergieeffekten durch einheitlich standortübergreifende Prozesse sowie die Etablierung größerer, zentralisierter Behandlungszentren, übergreifende Wissensteilung, Nutzung von Einkaufsvorteilen sowie das Anbieten zentraler Dienste zur effektiven Ressourcenallokation. Als CONVALES-Bereich mit hohem Lösungspotential des Fachkräftemangels ist die Arbeitnehmerüberlassung zu nennen. Die CONVALES-Gruppe unterstützt in- und externe Kunden mit spezialisiertem und gut ausgebildetem Fachpersonal. Neben den Synergien, die aus unserer Arbeitnehmerüberlassung entstehen, profitieren wir auch sehr stark von unserer Akademie, die sowohl interne als auch externe Schulungen für Pflegefachkräfte, medizinische Fachkräfte, Ärzte, Führungskräfte im Gesundheitswesen, aber auch für Interessierte und Betroffene mit zertifizierten Fort- und Weiterbildungen anbietet. Die aktuellen gesetzlichen Regelungen zur Digitalisierung auf dem Gesundheitsmarkt, wie das E-Health-Gesetz oder das Digitale-Versorgung-Gesetz, ermöglichen es der CONVALES-Gruppe, ihrem Ziel der flächendeckenden, reibungslosen und optimalen Patientenversorgung näher zu kommen, in dem die Zusammenarbeit zwischen den Leistungsträgern verstärkt digital unterstützt und gestaltet werden kann. Hierzu wurden bereits Instrumente wie der Digitale-Therapie-Begleiter (Tino DTB) entwickelt. Da die CONVALES-Gruppe die Zulassung des "Tino DTB" als digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) nicht erhalten hat, wurde beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) Widerspruch und letztendlich Klage vor dem Sozialgericht eingelegt. In Hinblick auf die Chancenvielfalt, die sich durch die Marktfähigkeit in Kombination des DTB mit weiteren Geschäftsbereichen ergibt, wurde der "Tino DTB" in der Zwischenzeit als Medizinprodukt qualifiziert und platziert. Auf die Einführung des E-Rezeptes, konnte die CONVALES-Gruppe mit einer selbst entwickelten App, der "E-Rezept Regio" App reagieren, welche von der Saale-Apotheke und ihren Filialen genutzt wird. Diese App konnte zeitgleich mit der Einführung des E-Rezepts angeboten werden. Das zeigt, wie stark die CONVALES-Gruppe auf Digitalisierung und deren Potentiale setzt. Neben der Versorgung der selbstbestimmten Patienten in vergleichsweise einfachen Therapiesituationen ist die komplexe Therapie mit Fertigarzneimitteln und patientenindividuellen Arzneimitteln in der Häuslichkeit ein wichtiges Versorgungsfeld der CONVALES-Gruppe. In Kombination mit der Sterilherstellung, der Ernährungsberatung, Homecareunterstützung, Verblisterung und in Zusammenarbeit mit der Saale-Apotheke, Rezepturherstellung und dem Versandhandel mit Arznei- und Hilfsmitteln, können Patienten in komplexen Therapiesituationen im ambulanten Bereich unterstützt werden. Gerade bei Neueinführungen von Medikamenten bei seltenen oder schwerwiegenden Erkrankungen werden sogenannte Patientensupportprogramme durch die Arzneimittelhersteller aufgesetzt, damit die Versorgung realisierbar ist. Nur wenige Leistungserbringer im Gesundheitsmarkt können mit einer solch umfassend ganzheitlichen Kombination ein entsprechendes Angebot machen. Bei der CONVALES-Gruppe wird zur adäquaten Betreuung von Patienten in Patientensupportprogrammen ein sehr weit entwickeltes und weit über die Anforderungen an öffentliche Apotheken gehendes Pharmakovigilanzsystem gelebt. Dies ist ein weiteres Alleinstellungsmerkmal im Markt der hochregulierten Spezialversorgung kritisch Kranker und wird unserem Unternehmen auch zukünftig immer wieder Wettbewerbsvorteile verschaffen. Insgesamt sehen wir große Chancen, unser extrem breites und weitentwickeltes Versorgungsangebot bei steigender Zahl bedürftiger Leistungsempfänger zu platzieren. Wir erwarten zudem auch für die Zukunft einen gesellschaftlichen Konsens über die Finanzierung dieser Leistungen. 4.3. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Konzern bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten sowie Guthaben und Verbindlichkeiten bei bzw. gegenüber Kreditinstituten sowie sonstigen Kreditgebern. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Absicherung gegen finanzielle Risiken jeder Art. Es wird eine konservative Risikopolitik verfolgt. So werden Zinsrisiken in den bestehenden Finanzierungen fortlaufend beobachtet oder durch feste Zinsvereinbarungen vermieden. Seit dem 13. Oktober 2021 nutzen beide Produktionsbetriebe Reverse Factoring als Finanzierungsbestandteil für die steigendenden Verbindlichkeiten aus Lieferungen von Waren. Es werden keine weiteren komplexen Finanzinstrumente verwendet. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Verbindlichkeiten werden grundsätzlich innerhalb der vereinbarten Zahlungsfrist beglichen. Der Konzern verfügt über einen aus unserer Sicht solventen Kundenstamm. Ausfälle von Lieferforderungen stellen eher die Ausnahme dar. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Bei Neukunden werden vor der Belieferung Bonitätsauskünfte eingeholt. Liquiditätsrisiken werden durch eine Liquiditätsvorschau überwacht. 4.4. Gesamtaussage Aus Sicht der Geschäftsführung kann mit der Umsetzung der Sanierungsvereinbarung eine erfolgreiche Stabilisierung der Gruppe erreicht werden, die nach Ablauf des Sanierungszeitraumes wieder eine auskömmliche Ertragslage und angemessene Eigenkapitalausstattung ermöglicht. Hierzu ist es ebenfalls wichtig, dass der Fokus weiterhin auf die ertragsstarken und strategisch wichtigen Bereiche gelegt wird. Die grundsätzliche Notwendigkeit der flächendeckenden, reibungslosen, optimalen Patientenversorgung im Gesundheitsmarkt wird auch künftig bestehen. Die weiter zu erwartenden regulatorischen Änderungen werden zu weiteren Anpassungen im Gesundheitsmarkt führen, was aber auch Chancen beinhaltet.
Jena, den 31. Juli 2024 Dr. Christian Wegner, Geschäftsführer Jörg Zeidler, Geschäftsführer Ingmar Wegner, Geschäftsführer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die CONVALES Holding GmbH: Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der CONVALES Holding GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023 und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der CONVALES Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mannheim, den 31. Juli 2024 Keiper
& Co. KG
Berizzi, Wirtschaftsprüfer Müller, Wirtschaftsprüfer |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
23 nahegelegene Organisationen
Herstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen Erzeugnissen
Entwicklung und Programmierung von Anwendungssoftware
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Erbringung sonstiger Vermittlungs- und Vermarktungsdienstleistungen für Patente
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Herstellung von Batterien und Akkumulatoren
Forschung und Entwicklung im Bereich Biotechnologie
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Großhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und Laborbedarf
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Herstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen Erzeugnissen
Herstellung von Batterien und Akkumulatoren
Erbringung von Dienstleistungen von medizinischen Laboratorien
Herstellung von Farbstoffen und Pigmenten
Forschung und Entwicklung im Bereich Biotechnologie
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Großhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Beteiligungsgesellschaften
Hausmeisterdienste
Vermittlung von Arbeitskräften
Messe-, Kongress- und Business-Event-Veranstalter
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen