Intersnack Deutschland SE
Selbe AdresseHerstellung von sonstigen Nahrungsmitteln a. n. g.
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Georg Ewald Dr. Schneider seit 8.12.2017 | Geschäftsführer |
Hans-Ewald Schneider seit 1.6.2006 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 74.90% | |
| 25.10% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
DOMARY Verwaltungsgesellschaft mbHKölnKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen des Unternehmens Der Konzern bietet mit seinen nationalen und internationalen Konzerngesellschaften spezialisierte und höherwertige Logistikdienste an im nationalen und internationalen Transportverkehr und ist damit überwiegend in Nischenmärkten tätig. Mit der Ausrichtung der Spezialisierung des logistischen Dienstleistungsangebotes haben die Konzerngesellschaften ihr Geschäftsmodell vorangetrieben. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft litt im Jahr 2023 unter den direkten und indirekten Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine und des Nahostkonflikts. Diese trugen ebenso wie die fiskal- und geldpolitische Lockerung während der Corona-Pandemie zu den hohen Inflationsraten bei. Die geldpolitische Straffung bis zum dritten Quartal hat eine noch anhaltende schwächende Auswirkung auf Wirtschaft und Welthandel und ist ein wesentlicher Faktor für die Zurückhaltung bei Investitionen und Konsum. Obwohl die Energiemärkte sich verglichen mit dem Vorjahr in gewissem Umfang beruhigten, blieben Gas- und Strompreise vor allem in Deutschland und Europa deutlich über dem Niveau vor dem Ukrainekrieg und erschwerten damit eine durchgreifende nachpandemische Erholung der Weltwirtschaft. Auch wenn die Leitzinsen führender Zentralbanken wohl ihren Höhepunkt im Herbst 2023 erreicht haben könnten, ist mit geldpolitischer Lockerung voraussichtlich erst gegen Mitte des Jahres 2024 zu rechnen. Das globale Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) schwächte sich von 3,1 % im Jahr 2022 auf 2,7 % im Jahr 2023 weiter ab. Dabei ging das BIP-Wachstum in den Industrieländern von 2,6 % auf 1,6 % zurück, maßgeblich verursacht durch den vom Krieg in der Ukraine besonders betroffenen Euroraum, dessen Wachstum von 3,5 % auf 0,5 % regelrecht einbrach. Deutschland drehte nach einem Plus von 1,9 % im Vorjahr im Berichtsjahr sogar leicht ins Negative (-0,2 %). In den USA hingegen verstärkte sich die Wirtschaftsaktivität durch eine sehr expansive Fiskalpolitik von 1,9 % auf 2,4 %. Gleichzeitig kam es in den Emerging Markets zu einer Erholung von 3,7 % auf 4,2 %, wozu ein starker Anstieg in China von 3,0 % im Jahr 2022 auf 5,4 % im Jahr 2023 wesentlich beitrug. Die einzelnen Konzernunternehmensbereiche entwickelten sich im Geschäftsjahr unterschiedlich. Der größte operative Bereich der Kunsttransporte mit seinen logistischen Dienstleistungen ist weniger abhängig von der generellen Entwicklung des Logistikmarktes. Relevant für die Geschäftsentwicklung dieses Bereichs sind die weltweiten Aktivitäten der Museen, Messen und Galleristen. Der Kunstmarkt war im Jahr 2023 rückläufig, hat sich aber insgesamt widerstandsfähig gezeigt. Dies zeigt ein Kunstmark-Report, den die Schweizer Großbank UBS veröffentlicht. Wachstum gab es unter anderem im unteren Preissegment. Auch für den globalen Kunstmarkt war 2023 ein herausforderndes Jahr. Nach zwei Jahren des Wachstums ging der Gesamtwert des globalen Kunstmarktes vergangenes Jahr um 4 Prozent auf 65 Milliarden US-Dollar zurück. Trotz dieses Rückgangs stieg die Zahl der Transaktionen jedoch ebenfalls um 4 Prozent auf 39,4 Millionen. Auf regionaler Ebene gab es einige bemerkenswerte Verschiebungen. Die USA behaupten ihre Position als größter Kunstmarkt mit einem Anteil von 42 Prozent. China überholte mit einem Marktanteil von 19 Prozent Großbritannien (17 Prozent) und ist jetzt zweitgrößter Markt. Dieser Trend unterstreicht die wachsende Bedeutung des asiatischen Marktes und das zunehmende Interesse asiatischer Sammler und Investoren an Kunst. Ein weiterer Trend, der sich im Jahr 2023 beschleunigte, war das Wachstum des Online-Handels. Online-Only-Verkäufe stiegen um 7 Prozent auf 11,8 Milliarden US-Dollar und erreichten einen Marktanteil von 18 Prozent. Der Galerie-Sektor, der oft als Stimmungsbarometer für den Primärmarkt dient, zeigte im Jahr 2023 eine gemischte Performance. Kleine Galerien (Umsatz bis 500 TUSD) verzeichneten einen Umsatzwachstum von 11 Prozent. Große Galerien (Umsatz mehr als 10 Mio. USD) mussten dagegen einen durchschnittlichen Rückgang von 7 Prozent hinnehmen. Der Markt für etablierte, hochpreisige Künstler scheint eine Sättigung erreicht zu haben, während aufstrebende Künstler und erschwingliche Werke eine stärke Nachfrage verzeichnen. Die Auktionsverkäufe gingen um 7 Prozent auf 25,1 Milliarden US-Dollar zurück. Der deutsche Markt für Kunsttransporte ist geprägt durch eine Vielzahl von kleineren Kunstspeditionen. Neben der Entwicklung des deutschen Kunstmarktes ist dieser Geschäftsbereich auch abhängig von dem internationalen Kunstlogistikgeschäft. Im zweit größten Unternehmensbereich (Relocation) wird die Umzugstransportbranche in Deutschland geprägt von überwiegend kleinen und mittelgroßen Unternehmen. Die vier größten nationalen Anbieter der Branche haben einen Marktanteil von unter 10 % (Quelle: de.statista.com). Im Jahr 2022 haben Umzugstransportunternehmen mit einem Umsatz über 22.000 Euro in Deutschland rund 910 Millionen Euro Umsatz erzielt. Das ist eine Steigerung von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zahlen für 2023 lagen im Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts nicht vor. Die Branche ist einem starken Preiswettbewerb ausgesetzt, da es in Ballungszentren eine hohe Konkurrenzsituation durch die hohe Anzahl der Anbieter gibt. Wichtige Erfolgsfaktoren sind ein deutschlandweiter bzw. weltweiter Service und eine hohe Flächenabdeckung, ein guter Ruf, eine breite Kundenbasis und ein breites Dienstleistungsportfolio. Durch die weitere fortschreitende Zentralisierung sowie verstärkte Nutzung von Heimarbeitsplätzen erwarten wir mittelfristig eine Reduzierung der Anzahl der gewerblichen Umzüge. Im dritt größten Unternehmensbereich (Final Mile Services) war hingegen eine Abschwächung der Geschäfte nach der Pandemie zu verzeichnen. Durch die Aufgabe des B2C-Business in Baden-Württemberg und durch eine Insolvenz eines Großkunden reduzierte sich der Umsatz dieses Geschäftsbereichs deutlich zum Vorjahr. Neben diesen drei Geschäftsbereichen werden in einem geringeren Umfang im nationalen Markt Archivdepot Dienstleistungen erbracht. Ein großes Problem für die Logistikbranche ist der Fahrermangel. In Deutschland fehlen derzeit etwa 70.000 LKW-Fahrer. Die Tendenz sieht eine weitere Steigerung der Zahlen vor, zusätzlich näheren sich viele Fahrer dem Rentenalter. 2.2. Geschäftsverlauf Die operative Ergebnisplanung für das Jahr 2023 ging von einem Konzernumsatz in der Bandbreite von rd. 170 - 180 Mio. € und von einem Konzernergebnis vor Steuern von rd. 8,5 Mio. € aus. Der erzielte Konzernumsatz 2023 in Höhe von knapp 159,8 Mio. € lag unterhalb der Bandbreite und das Konzernergebnis vor Steuern in Höhe von 13,2 Mio. € ist 4,7 Mio. Euro besser als das Planergebnis. Diese positive Abweichung ist im Wesentlichen durch den einmaligen Ertrag aus dem Verkauf einer Beteiligungsgesellschaft in Frankreich sowie durch bessere Roherträge im Kerngeschäft Kunsttransporte entstanden. Das Geschäftsjahr 2023 ist das erfolgreichste Jahr in der Firmengeschichte seit der Gründung. Ertragslage Der Konzern weist für das Geschäftsjahr 2023 ein positives operatives Ergebnis (EBIT) in Höhe von 10,1 Mio. € und einen Konzernüberschuss von 9,9 Mio. € aus. Bis auf den Geschäftsbereich Final Mile Services (EBIT minus 689 T€) konnten alle operativen Geschäftsbereiche einen positiven Beitrag zum EBIT beitragen. Die erzielte Gesamtleistung lag mit rd. 159,8 Mio. € um 7,9 % unter dem Vorjahreswert. Unter Berücksichtigung des durch einen Sonderertrag aus der Veräußerung einer Beteiligungsgesellschaft gestiegenen Finanzergebnisses, dem Steueraufwand und der Ergebnisanteile der Minderheitsgesellschafter wurde im Geschäftsjahr 2023 ein positives Konzernergebnis von 9,9 Mio. € erzielt. Die Ergebnisrechnung stellt sich zum Vorjahr wie folgt dar:
Vermögenslage Die Bilanzsumme des Konzerns ist von 105,6 Mio. € auf 114,6 Mio. € gestiegen. Auf der Aktivseite setzt sich das langfristige Vermögen in Höhe von 50,9 Mio. € im Wesentlichen aus Sachanlagen, Beteiligungen und längerfristigen Ausleihungen zusammen. Innerhalb des Umlaufvermögens von 62,5 Mio. € stellen die Kundenforderungen mit 26,2 Mio. € den Hauptposten dar. Die liquiden Mittel sind von 5,9 Mio. € auf 15,4 Mio. € gestiegen. Rechnungsabgrenzungsposten und aktivierte latente Steuern runden das Betriebsvermögen ab. Die Passivseite setzt sich im Wesentlichen aus dem Eigenkapital (69,0 Mio. €), Rückstellungen (14,4 Mio. €) und den Verbindlichkeiten (31,2 Mio. €) zusammen. Mit einer Eigenkapitalquote von 60,2 % verfügt der Konzern über eine sehr gute Kapitalausstattung. Die nachfolgende Darstellung gibt einen Einblick der Struktur der Vermögenslage des Konzerns:
Finanzlage Die Entwicklung der Finanzlage zu den jeweiligen Bilanzstichtagen wird aus der Cashflow- Betrachtung ersichtlich. Sie zeigt, aus welchen Quellen die Gesellschaft auslaufender Geschäftstätigkeit für Investitionsmaßnahmen und durch Finanzierungsmaßnahmen Finanzmittel erhält und wie diese Mittel verwendet werden.
Der Liquiditätszufluss aus der operativen Geschäftstätigkeit ist von 7,0 Mio. € auf 16,2 Mio. € angestiegen. Neben dem höheren Jahresergebnis führte eine geringere Kapitalbindung im Bereich des Working Capital zu dieser deutlichen Verbesserung zum Vorjahresstichtag. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit wurde im Wesentlichen durch Investitionen für die Digitalisierung von Logistikprozessen sowie für Investitionen in den Fuhrpark verursacht. Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit verminderte sich um rd. 0,7 Mio. € zum Vorjahr. Der Bestand an kurzfristigen jederzeit verfügbaren flüssigen Mitteln (Finanzmittelfonds) ist im Vergleich zum 31. Dezember 2022 um rd. 9,5 Mio. € auf 15,1 Mio. € gestiegen Der Konzern deckt seinen Finanzierungsbedarf langfristig durch Eigen- und Fremdkapital. Dadurch werden sowohl die finanzielle Stabilität als auch eine hinreichende Flexibilität sichergestellt. Die Liquiditätsausstattung des Konzerns war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit gesichert. Die Konzerngesellschaften verfügen über entsprechende größtenteils nicht ausgenutzte Kreditlinien bei Kreditinstituten, um das langfristig angelegte Wachstum der Konzernunternehmen zu finanzieren. 3. Forschung und Entwicklung Die Unternehmen des Konzerns betreiben als Dienstleistungsunternehmen keine Forschung und Entwicklung im engeren Sinne. Die Tätigkeiten in diesem Bereich beschränken sich auf Verpackungen sowie auf die eigene Manufaktur zur Herstellung objektspezifischer Verpackungen und Entwicklung patentierter Spezialverpackungen für alle Klimazonen für werthaltige Transportgüter. Darüber hinaus gibt es eine Zusammenarbeit im Bereich Forschung & Entwicklung mit dem Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik (IML). 4. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht Prognosebericht Geschäftsbereich Kunsttransporte Der Ausblick für den Kunstmarkt ist laut dem Kunstmarkt-Report der Schweizer Großbank UBS verhalten optimistisch. 36 Prozent der Galerien und 38 Prozent der Mid-Tier-Auktions-häuser erwarten für 2024 einen Anstieg der Verkäufe im Vergleich zum Vorjahr. Besonders optimistisch zeigten sich große Galerien mit einem Umsatz von über 10 Millionen US-Dollar, von denen 54 Prozent von einem Wachstum ausgehen. Die Nachholeffekte (aufgeschobene Projekte und Budgets) aufgrund der Corona-Jahre 2020 bis 2021 sind aufgebraucht. Es ist zu befürchten, dass die öffentliche Haushalte im Jahr 2024 und den nachfolgenden Jahren weniger Budget für Ausstellung für Museum zur Verfügung stellen werden. Dies kann in den nächsten Jahren negative Effekte auf die Umsätze der Konzerngesellschaften haben Die Internationalisierung des Konzerns in den letzten Jahren, mit Beteiligungen an Logistikgesellschaften im europäischen Ausland, deren Hauptschwerpunkte auf dem Gebiet der hochwertigen Kunsttransporte liegen, trägt heute mit positiven Einflüssen auf die Ergebnisrechnung zu einer nachhaltigen Stärkung des Geschäftsmodells dieses Bereichs bei. Geschäftsbereich Relocation Services (Umzug) Normalerweise ist die aktuelle Jahreszeit für die Logistikbranche mit tiefen Containerpreisen eine flaue. Nicht so dieses Jahr: Die Kosten für einen Schiffscontainer steigen derzeit exponentiell an. Laut dem Schanghai Container Freight Index kostet ein Schiffscontainer von Asien nach Europa momentan 4000 Dollar. Das ist doppelt so viel wie noch im April und sogar viermal mehr als vor einem Jahr. Die dänische Reederei Maersk berichtet zudem von sich stauenden Schiffen vor einigen Häfen. Normalerweise sind Containerfrachtschiffe von China nach Europa im Durchschnitt 60 bis 70 Tage unterwegs. Allerdings müssen im Moment aufgrund der Krisenherde im Nahen Osten die Schiffe Afrika umfahren, was dazu führt, dass die Schiffe durchaus über 100 Tage unterwegs sind. Die o.g. Kosten-Effekte wirken sich auf die Umzugsdienstleistungen in Richtung overseas sowie naher Osten bzw. Asien negativ aus. Daher erwarten wir hier einen reduzierten Umsatz. Im Jahr 2023 ist der Fahrermangel (nicht besetzte LKW-Fahrer-Stellen) in Europa auf sieben Prozent gesunken, das entspricht rund 233.000 nicht besetzten Stellen. Die Vorhersagen bis 2028 gehen von einem Fahrermangel von rund 17 % aus und übertreffen damit den hohen Wert von 2022 um 3 %. Der Höchststand in der nahen Vergangenheit war 2019 mit 24 % nicht besetzter Stellen. Dieser Mangel wird sich künftig auf die verfügbaren Kapazitäten auswirken. Geschäftsbereich Final Mile Services Während die Weltwirtschaft sich erholt, spüren die deutschen Unternehmen und damit der Wirtschaftsbereich Logistik noch keinen bemerkenswerten Aufschwung, sondern sehen sich mit einem Strukturwandel konfrontiert. Der Personalmangel in der Logistik hält trotz der aktuellen Wirtschaftslage weiter an und bekommt einen neuen Spin. Für den weitgehend im nationalen Markt tätigen Geschäftsbereich Final Miles Services ist im Jahr 2023 ein Restrukturierungsprogramm angestoßen worden. In diesem Prozess wird eine kundenstrategischen Neuausrichtung mit der weitgehenden Aufgabe des B2C Business und einer Reduktion des Umsatzvolumens eines Großkunden auf ein vertretbares Volumen verfolgt. Ziel der Restrukturierung ist eine Konzentration des Geschäftes auf markenstärkere Umsätze mit B2B Kunden. Der Planungsprozess für die Konzerngesellschaften und den Konzern für das Jahr 2024 erfolgte im letzten Quartal 2023. Die Planung sieht vor dem Hintergrund der geschilderten Unsicherheiten aus dem externen Umfeld und dem Restrukturierungsprozess in dem Geschäftsbereich Final Mile Services einen konsolidierten Umsatz in Höhe von 156 Mio. € und ein Ergebnis vor Steuern in einer Größenordnung von 6,2 Mio. € vor. Zum Halbjahresabschluss 30.06.2024 zeichnet es sich ab, dass auch das Geschäftsjahr 2024 wieder ein erfolgreiches Jahr sein wird. Die Eckwerte des Geschäftsbereiches Kunsttransporte liegen im Umsatz und Betriebsergebnis über den Planansätzen. Die Konzerngesellschaften des Bereichs Relocation liegen im ersten Halbjahr 2023 leicht unter den Planwerten für Umsatz und Betriebsergebnis, während der dritte große Bereich Final Mile Services deutlicher unter dem Planansatz auf Ebene des Betriebsergebnisses liegt. Im Vorjahresvergleich zum 30.06.2023 liegen die Werte des Umsatzes, Rohertrags und des Betriebsergebnisses unter den Vorjahreswerten (Konzernergebnis ca. 0,5 Mio. Euro geringer). Die Auswirkungen des Ukraine Kriegs und der Krisenherde im Nahen Osten haben sich bisher kaum auf die Geschäftsentwicklung im Jahr 2024 ausgewirkt. Der Mangel an Fachkräften, eine sich verschärfende Preisentwicklung im Energiesektor und die Inflationsentwicklung können aber im weiteren Jahresverlauf negative Auswirkungen auf die geplante Geschäftsentwicklung und das Ergebnis der Konzerngesellschaften haben. Die Finanzlage im Jahresverlauf 2024 (bis zum 30.06.2024) zeigt sich stabil, so dass aus Sicht der Liquidität bisher keine zusätzlichen Fremdfinanzierungsmaßahmen erforderlich waren. Risikobericht Jedes unternehmerische Handeln ist untrennbar mit Chancen und Risiken verbunden. Aus diesem Grund ist ein wirksames Risikomanagement ein wichtiger Erfolgsfaktor. Im Rahmen des Risikomanagements strebt die Geschäftsführung eine langfristige Sicherung der Geschäftsgrundlagen an. Das Risikomanagement ist die originäre Aufgabe der Geschäftsführung. Hierzu erfolgt in regelmäßigen Abständen eine Analyse der möglichen Risiken verbunden mit einer Risikogewichtung. An einer Verbesserung der Risikopositionen wird kontinuierlich gearbeitet, allerdings in dem klaren Bewusstsein, dass die Nutzung unternehmerischer Chancen auch bedeutet, die damit verbundenen Risiken in Kauf zu nehmen. Auch gehört hierzu, das Risikomanagement effizient zu betreiben, Überorganisation zu vermeiden und die kurzfristige Handlungs- und Entscheidungsfähigkeit sicherzustellen. Risikomanagement ist im Konzernverbund Bestandteil von Entscheidungen und Geschäftsprozessen. Als Basis der organisatorischen Einbindung des Risikomanagements in die betrieblichen Abläufe dienen vor allem die Managementstruktur, ein EDV gestütztes Planungssystem und Berichts- und Informationssysteme. Bei der Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken des laufenden Geschäfts kommt dem Reporting im Konzernverbund eine besondere Bedeutung zu. Es muss sicherstellen, dass der Geschäftsverlauf in den einzelnen Unternehmen des Konzerns nach einheitlichen Richtlinien abgebildet und erläutert wird. Monatlich werden für die inländischen Konzerngesellschaften interne Berichte erstellt, die die einzelnen Managementebenen frühzeitig und umfassend über mögliche Risiken im operativen Geschäft informieren. Durch die Einbindung der mehrheitlich im Besitz befindlichen Konzerngesellschaften in das Dienstleistungsspektrum der Konzernservicegesellschaft können auch frühzeitig Fehlentwicklungen dieser Gesellschaften erkannt werden. Dabei unterstützen und gewährleisten Unternehmensrechnung und Controlling die zeitnahe Optimierung und Steigerung der Effizienz des Berichtswesens. Dafür werden Steuerungs- und Kontrollmechanismen unter Anwendung von Standard- und Branchensoftware eingesetzt, permanent weiterentwickelt und bei sich ändernden Umfeldbedingungen angepasst. Sofern sich Risiken auf vergangene Sachverhalte beziehen, werden erforderliche bilanzielle Rückstellungen und deren Angemessenheit in regelmäßigen Abständen geprüft. Ziel des eingerichteten IKS (internen Kontrollsystems) ist es, mit den implementierten Methoden und Maßnahmen das Vermögen der Gesellschaft zu sichern und die betriebliche Effizienz zu steigern. Die Zuverlässigkeit des Rechnungs- und Berichtswesens sowie die Einhaltung der internen Vorgaben und gesetzlichen Vorschriften sollen durch das installierte IKS gewährleistet werden. Nach Analyse der verschiedenen Funktionsbereiche der Gesellschaft werden die Arbeitsabläufe an die gewonnenen Erkenntnisse angepasst. Unvereinbare Tätigkeiten werden konsequent getrennt und es bestehen angemessene Kontrollspannen. Auf überschneidungsfreie Verantwortlichkeiten wird strikt geachtet. Die wesentlichen Merkmale des IKS finden in allen Funktionsbereichen Anwendung. Die Implementierung der rechnungslegungsbezogenen aufbau- und ablauforganisatorischen Kontrollen stellt die Datenintegrität der in die Finanzberichte eingehenden Angaben sicher. Jedoch kann das installierte IKS keine absolute Sicherheit bezüglich des Erreichens der vorgegebenen Ziele geben. Wie alle Ermessensentscheidungen können auch solche zur Errichtung angemessener Systeme grundsätzlich fehlerhaft sein. Kontrollen können aufgrund von simplen Fehlern oder Irrtümern in Einzelfällen nicht funktionieren oder Veränderungen von Umgebungsvariablen können trotz entsprechender Überwachung verspätet erkannt werden. Unternehmensspezifische Risikobetrachtung Markt- und branchenspezifische Rahmenbedingungen bestimmen wesentlich den Geschäftserfolg der Konzerngesellschaften. Wir agieren weltweit in unserem Kerngeschäftsfeld Kunsttransporte. Die Entwicklung dieses Geschäftsbereiches hat einen hohen Einfluss auf die zukünftigen Geschäftserfolge des Konzerns. Die zur Realisierung von Kunstausstellungen benötigten Finanzressourcen sind in den letzten Jahren weltweit zunehmend von privater Seite im Rahmen des Sponsorings zur Verfügung gestellt worden. Sollte diese Finanzierungsmöglichkeiten in Zukunft nur noch in eingeschränkter Form erfolgen, kann dies sich mittelbar negativ auf unser Geschäft auswirken. Im nationalen Markt kann die nachhaltig defizitäre Lage der öffentlichen Haushalte negative Folgen auf das Ausstellungsverhalten der öffentlichen Museen und damit auf unser Geschäftsvolumen haben. Wir stehen mit unserem Dienstleistungsangebot im Wettbewerb. Die starke Marktstellung der Konzerngesellschaften im In- und europäischen Ausland, verbunden mit dem Hasenkamp Netzwerk von Beteiligungen und Kooperationen in den wichtigsten europäischen Ländern für Kunstausstellungen, verringert diese Risikoposition aus Wettbewerbssicht deutlich. Hier sehen wir derzeit keine relevanten Risiken für die weitere Entwicklung der Konzerngesellschaften in diesem Geschäftsbereich. Die übrigen Einzelgesellschaften des Konzerns sind in verschiedenen logistischen Geschäftsfeldern, mit Ausnahme des Unternehmensbereich Relocation Services, überwiegend im nationalen Logistikmarkt tätig. Einzelne Geschäftsbereiche können stärkeren konjunkturell bedingten Schwankungen unterliegen. Daneben können der anhaltende Preisdruck und die verstärkte Wettbewerbssituation zu rückläufigen Margen in einzelnen Geschäftsbereichen führen und somit den Geschäftserfolg beeinflussen. Als Logistik-Unternehmen sind die Konzerngesellschaften direkt oder indirekt (Sub-Contractor) von der Verfügbarkeit von Fachkräften (Lastwagenfahrer, Disponenten) abhängig. Der sich verschärfende Mangel an Fachkräften führt zu Kapazitätsengpässen bzw. zu Kostensteigerungen. Durch diverse Maßnahmen bzw. Programme versucht der Konzern Fachkräfte anzuwerben bzw. die bestehenden Arbeitskräfte mehr an die hasenkamp Firmen zu binden. Weitere Risiken können in der Entwicklung der Energiepreise und hier insbesondere in den Kraftstoffpreisen liegen. Ein Teil der angemieteten Lagerflächen werden mit Geothermie betrieben und sind somit nachhaltig nicht betroffen von Preisveränderungen bei Fossilen-Brennstoffen. Durch die eingeschränkten Lieferfähigkeiten und Preisentwicklungen auf den Beschaffungsmärkten besteht das Risiko, dass die Kistenproduktion sich entsprechend verteuern und die Lieferzeiten für Transportmittel (speziell LKW) sich verzögert. Der stattgefundene Zinsanstieg wird sich im Bereich der Kontokorrentverzinsung negativ auf das Finanzergebnis auswirken. Die zukünftigen Anmietungen von neuen Lagergebäuden werden sich durch die Zinsbelastung des Investors / Eigentümer deutlich verteuern. Diese Zinsbelastung werden wir versuchen über Anpassung der Lagerpreise den Lagerkunden weiterzureichen. Der Geschäftsbereich Final Mile Services hat mit einem Restrukturierungsprogramm auf die Reduzierung des Umsatzes (Kundeninsolvenz sowie kundenstrategische Neuausrichtung) mit Preiserhöhungen bei gleichzeitiger Strukturkostenreduktion (Standort, Personal) als auch mit Zentralisierung bzw. Prozessoptimierungen reagiert. Die mittelfristige Strategie für die Jahre 2024 und 2025 berücksichtigt weiterführende Abbaumaßnahmen sowie Reduktionen der Abhängigkeiten von margenschwachem Massengeschäft, als auch die Neufokussierung auf Projektgeschäft in den Segmenten Neumöbel und Tech Business. Dies schließt vor allem die Stärkung der Vertriebsstruktur ein. Zusätzlich soll die Digitalisierung mit der Einführung eines neuen TMS-Systems entsprechend positive Ergebniseffekte bringen. Ab 2026 soll eine nachhaltige Ausrichtung auf Wachstum durch den Ausbau des Bekanntheitsgrades im Projektgeschäft, Internationalisierung, ggfs. anorganisches Wachstum und dem Ausbau des Personalstamms (intern & extern) für qualifizierte Mehrwertdienstleistungen national und international erreicht werden. Neben der Schließung des Standortes in Hemmingen im Jahr 2023 wurde der Mietvertrag für den Standort Kerpen zum 31.07.2025 gekündigt. Sollten die durchgeführten bzw. geplanten Maßnahmen keinen Erfolg haben, besteht das Risiko, dass die Planzahlen nicht erreicht werden können, was zu einer Verschlechterung der Finanz und Ertragslage des Konzerns führen wird. Aus heutiger Sicht gehen wir davon aus, dass die Restrukturierung und den damit verbundenen Break-even noch um ein weiteres Jahr dauern wird. Die Risikostrategie des Konzerns sieht vor, bestimmte Risiken nicht einzugehen oder abzusichern. Bei abzusichernden Risiken handelt es sich hauptsächlich um Absicherungsgeschäfte im Finanzierungsbereich. Bei diesen Absicherungsgeschäften werden Derivate, die ein Zinsänderungsrisiko bei der Inanspruchnahme von Krediten begrenzen, verwendet. Zur Begrenzung von Währungsrisiken werden bei Bedarf Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Zur Absicherung möglicher Haftungsrisiken aus Schadensfällen besteht ein entsprechender Versicherungsschutz für die Unternehmen des Konzerns. Wesentliche Rechtsstreitigkeiten, aus denen sich Risiken für die zukünftige Entwicklung der Unternehmensgruppe ableiten lassen, bestehen derzeit nicht. Der Konzern hält drei Beteiligungen an russischen Gesellschaften. Das Geschäftsvolumen mit russischen Firmen hat sich fast auf null reduziert. Der hasenkamp Firmenverbund steht geschlossen hinter den EU-Sanktionen. Die Geschäftsverbindungen mit russischen Kunden, auch mit dem assoziierten Unternehmen bestand in der Vergangenheit fast ausschließlich aus Transportleistungen für Museen-Ausstellungen in Russland oder innerhalb der EU. Aufgrund der politischen Situation erfolgen keine weiteren Ausstellungen, so dass keine weiteren Geschäfte baw. stattfinden werden. Zur Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken erfolgt eine umfassende und regelmäßige Berichterstattung über die wirtschaftliche Entwicklung. Ziel ist es, drohende Vermögensrisiken sowie andere nachteilige Veränderungen der wirtschaftlichen Entwicklung rechtzeitig zu erkennen, damit wirksame Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können. Diese Berichte werden in monatlichen Gesprächen mit den Führungskräften der Einzelgesellschaften diskutiert, daraus resultierende notwendige Maßnahmen erarbeitet und deren Umsetzung überwacht. Für den Konzern sind keine Risiken erkennbar, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit einen wesentlichen Einfluss auf den Fortbestand des Konzerns haben können. Chancenbericht Mit der fortschreitenden Internationalisierung und damit einhergehenden Verbreiterung der Marktabdeckung sehen wir mittel- bis langfristig gute Perspektiven im Kerngeschäft Kunsttransportdienstleistungen. Die Ausdehnung der Aktivitäten im arabischen Raum wurde mit einer Tochtergesellschaft in Saudi-Arabien im Vorjahr vorangetrieben. In den nächsten Jahren erwarten wir in dieser Region nennenswerte Umsatz- und Ertragsbeiträge für den Konzern. Mit der Konzentration der Aktivitäten im Stückgutlogistikgeschäft sollen die geschäftlichen Aktivitäten dieses Unternehmensbereichs gestärkt und ausgebaut werden. Die fortschreitende Digitalisierung von Geschäftsprozessen soll eine wesentliche Unterstützung zur Hebung weiterer Umsatz- und Ergebnispotentiale sein. In der Gesamtbetrachtung halten wir die operative Aufstellung und Ausrichtung der Konzerngesellschaften für eine fundierte Grundlage, um die profitable Entwicklung des Konzerns in den nächsten Jahren fortzuführen. 5. Zweigniederlassungen Der Konzern unterhält Zweigniederlassungen in folgenden Städten: Berlin, Dresden, Düsseldorf, Flörsheim, Frankfurt, Hamburg, Langenhagen, Hemmingen (bis 31.07.2023), Kerpen, Kirkel (bis 01.08.2023) und Lahr (bis 01.08.2023), München, Stuttgart, Ginsheim-Gustavsburg und Ludwigburg (ab 14.09.2023).
Köln, den 15. November 2024 Wilhelm Schneider Dr. Thomas Schneider Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Konzerngewinn- und -verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Angaben Die DOMARY Verwaltungsgesellschaft mbH mit Sitz in Köln ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Köln unter der Nummer HRB 57482 eingetragen. Der Konzernjahresabschluss der DOMARY Verwaltungsgesellschaft mbH, Köln, zum 31. Dezember 2023 wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Alle Beträge einschließlich der Vorjahreszahlen werden in T€ angegeben Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt gemäß den gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 bzw. 275 HGB. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren. Von der Möglichkeit, gemäß § 265 Abs. 7 HGB Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammenzufassen, wurde kein Gebrauch gemacht. Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind beibehalten worden. II. Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss beinhaltet Tochtergesellschaften und assoziierte Unternehmen. Tochtergesellschaften sind diejenigen Gesellschaften, bei denen die DOMARY Verwaltungsgesellschaft mbH unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt oder aufgrund ihrer wirtschaftlichen Verfügungsmacht aus der Tätigkeit der betreffenden Unternehmen mehrheitlich den Nutzen ziehen kann bzw. die Risiken tragen muss. In der Regel manifestiert sich dies durch einen Anteilsbesitz von mehr als 50 %. Tochtergesellschaften und sogenannte Zweckgesellschaften, bei denen die DOMARY Verwaltungsgesellschaft mbH einen Stimmrechtsanteil bzw. einen Anteilsbesitz von 50 % oder weniger hält, werden nur konsolidiert, wenn aus der Art der wirtschaftlichen Beziehung ein Beherrschungstatbestand vorliegt. Anteile an Gesellschaften, bei denen die DOMARY Verwaltungsgesellschaft mbH in der Regel aufgrund eines Anteilsbesitzes zwischen 20 % bis 50 % einen maßgeblichen Einfluss auf die finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen ausüben kann, werden als assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode bewertet. Nicht konsolidiert werden Gesellschaften, deren Einbeziehung für ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist. Neben der DOMARY Verwaltungsgesellschaft mbH, Köln, als Muttergesellschaft umfasst der Konsolidierungskreis die in der nachfolgenden Tabelle aufgeführten Unternehmen:
In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 sind 37 (Vorj. 39) in- und ausländischen Unternehmen einbezogen. Im Geschäftsjahr 2023 sind zwei Gesellschaften auf eine Konzerngesellschaft verschmolzen worden. Hierdurch ergaben sich keine Effekte auf die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage des Konzerns. Für drei Konzerngesellschaften wird die Ausnahmeregelung des § 313 Abs. 3 HGB in der Weise in Anspruch genommen, dass die Angabe des Firmennamens und des Sitzes der Gesellschaften bei der Aufstellung des Konsolidierungskreises unterbleibt. Eine Einbeziehung folgender Beteiligungsgesellschaften gemäß § 311 Abs. 1 HGB konnte nicht angewendet werden, weil kein maßgeblicher Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik dieser Beteiligungsunternehmen ausgeübt wird:
III. Konsolidierungsgrundsätze Abschlussstichtag für alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der 31. Dezember 2023. Die Erstellung von Zwischenabschlüssen war daher nicht erforderlich. Die Erstkonsolidierung erfolgte auf den 1. Januar 2010 auf der Grundlage des historisch gewachsenen Konzernabschlusses des Teilkonzerns Hasenkamp Holding GmbH. Die Kapitalkonsolidierung für Erwerbsvorgänge vor dem 1. Januar 2010 erfolgte gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a.F. nach der Buchwertmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem anteiligen Eigenkapital des Tochterunternehmens zum Zeitpunkt der erstmaligen Erstellung des Konzernabschlusses. Die sich aus der Kapitalkonsolidierung ergebenden aktivischen Unterschiedsbeträge wurden in Höhe T€ 26 erfolgsneutral mit der Kapitalrücklage verrechnet, in Höhe T€ 5 als Firmenwert aktiviert und zwischenzeitlich abgeschrieben. Die Kapitalkonsolidierung nach der Buchwertmethode wird zulässigerweise fortgeführt, da die Vorschriften zur Neuregelung der Kapitalkonsolidierung in § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB in der Fassung des BilMOG lediglich für Erwerbsvorgänge nach dem 1. Januar 2010 vorgeschrieben sind (Art. 66 Abs. 3 Satz 4 EGHGB). Erwerbsvorgänge bzw. die erstmalige Einbeziehung von Tochtergesellschaften nach dem 1. Januar 2010 werden nach der Neubewertungsmethode konsolidiert. Die Beteiligungsbuchwerte an den Tochtergesellschaften werden mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochterunternehmen verrechnet. Dabei wird das Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Erwerbszeitpunkt unter Berücksichtigung der beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden, latenter Steuern und eines eventuellen Firmenwertes zu diesem Zeitpunkt ermittelt. Die Anschaffungskosten von erworbenen ausländischen Firmen werden zum Erwerbszeitpunkt mit dem jeweiligen Währungskurs in Euro umgerechnet. Die sich aus der Kapitalkonsolidierung ergebenden aktivischen Unterschiedsbeträge sind als Firmenwerte in Höhe von T€ 750 aktiviert und in Höhe T€ 731 abgeschrieben worden. Die Kapitalkonsolidierung nach der At Equity-Methode erfolgt gemäß § 312 Abs. 1 HGB nach der Buchwertmethode. Dabei beziehen sich die Wertansätze auf den Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung des assoziierten Unternehmens in den Konzernabschluss, bzw. beim Erwerb der Anteile zu verschiedenen Zeitpunkten auf den Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen assoziiertes Unternehmen geworden ist. Die sich zwischen den Anschaffungskosten und dem anteiligen Eigenkapital ergebenden Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von T€ 2.448 werden wie folgt behandelt:
Nicht dem Mutterunternehmen zuzurechnende Anteile am Eigenkapital der konsolidierten Unternehmen werden im Konzernabschluss unter dem Posten "Nicht beherrschende Anteile" ausgewiesen. Bei der Schuldenkonsolidierung werden alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften gemäß § 303 Abs. 1 HGB aufgerechnet. Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Gewinne und Verluste, die durch Transaktionen innerhalb des Konsolidierungskreises begründet sind, werden eliminiert. Bei den Konsolidierungsvorgängen werden die latenten steuerlichen Auswirkungen berücksichtigt. Im Konzernabschluss werden Vermögenswerte und Schulden der Auslandsgesellschaften zum Jahresbeginn und zum Jahresende mit den jeweiligen Stichtagskursen, sämtliche Veränderungen während des Jahres sowie Aufwendungen, Erträge und Zahlungsflüsse mit Monatsdurchschnittskursen in Euro umgerechnet. Eigenkapitalbestandteile werden zu historischen Kursen zu den Zeitpunkten ihrer jeweiligen aus Konzernsicht erfolgten Zugänge umgerechnet. Die sich gegenüber der Umrechnung zu Stichtagskursen ergebenden Unterschiedsbeträge werden im Eigenkapital als "Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung" ausgewiesen. Der Währungsumrechnung liegen die nachfolgenden Wechselkurse zugrunde.
IV. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgt bei allen in die Konsolidierung einbezogenen Gesellschaften nach dem Grundsatz der Unternehmensfortführung (Going- Concern-Prinzip, § 298 Abs. 1 i.V.m. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind nach weitgehend einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt worden. Die Bewertung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten vermindert um die planmäßigen und falls erforderlich - außerplanmäßigen - Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen werden entsprechend der üblichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode errechnet. Nicht mit den Rücklagen verrechnete Firmenwerte werden linear über einen Zeitraum von bis zu zehn Jahren abgeschrieben. Für abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung unterliegen und deren Anschaffungs- und oder Herstellungskosten den Betrag von € 250,00, nicht aber € 1.000,00 übersteigen, wurde ein Sammelposten gebildet. Der Sammelposten wird im Wirtschaftsjahr der Bildung und in den folgenden vier Jahren mit jeweils einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst. Im Geschäftsjahr 2023 wird das steuerliche Wahlrecht bei den inländischen Konzerngesellschaften dahingehend ausgeübt, dass Anlagegüter im Einzelwert unter jeweils € 800,00 in voller Höhe im Jahr des Zugangs abgeschrieben und als Abgang behandelt werden. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet, sofern keine Abwertungen aufgrund dauernder Wertminderungen vorzunehmen waren. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu den durchschnittlichen Anschaffungskosten des Bestandes oder dem niedrigeren beizulegenden Wert. Unfertige Leistungen sind zu Herstellungskosten, ermittelt nach der retrograden Methode, angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nominalwerten bzw. zu Zeitwerten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Fremdwährungsforderungen werden zum Anschaffungskurs oder mit dem jeweiligen niedrigeren Kurs zum Bilanzstichtag bewertet. Latente Steuern wurden aktiviert, wenn sich unter Berücksichtigung der vorgenommenen Konsolidierungsmaßnahmen Unterschiede zu den Steuerbilanzen der Einzelunternehmen ergaben und auf bestehende steuerliche Verlustvorträge. Es wurden im Berichtsjahr keine passiven latenten Steuern mit latenten Steueransprüchen verrechnet. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des Ertragsteuersatzes des Konzerns von 32,0 %. Der Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Die Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen bewertet. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden entsprechend § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst. Den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen liegen versicherungsmathematische Gutachten eines Versicherungsmathematikers zugrunde. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode). Die Die Verpflichtung gemäß § 253 Abs. 2 HGB wird auf der Grundlage des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren ermittelt. Der Unterschiedsbetrag aus dem Ansatz der Pensionsverpflichtungen nach Maßgabe des von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den letzten zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den letzten sieben Geschäftsjahren beträgt zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 T€ 25 (Vorj. T€ 101). Gemäß § 253 Abs. 6 HGB besteht in dieser Höhe eine Ausschüttungssperre. Die Berechnung auf den 31. Dezember 2023 wurde unter Verwendung folgender Rechnungsgrundlagen durchgeführt:
Weitere Bewertungsparameter waren nicht zu berücksichtigen. Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind durch Rückdeckungsversicherungen gesichert. Die aus den jeweiligen Rückdeckungsversicherungen resultierenden an die Pensionsberechtigten verpfändeten Ansprüche sind entsprechend § 246 Abs.2 HGB mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet worden. Der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsansprüche von T€ 914 (Vorj. T€ 808) entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) gemäß Mitteilung der Versicherungsgesellschaft. Wesentliche zu verrechnende Aufwendungen und Erträge lagen nicht vor. Den Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen liegen versicherungsmathematische Gutachten eines Versicherungsmathematikers zugrunde. Die Bewertung der Verpflichtungen erfolgte nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Der Zinssatz zur Ermittlung des Barwerts der Verpflichtungen entspricht dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 S. 2 HGB). Die Berechnung zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 wurde unter Verwendung folgender Rechnungsgrundlagen durchgeführt:
Weitere Bewertungsparameter waren nicht zu berücksichtigen. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Zum Bilanzstichtag wurden auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet, wobei Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr entsprechend § 256a HGB bilanziert werden. Zinsrisiken werden durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente (Zinsswaps, Optionen und Caps) abgesichert. Derivative Finanzinstrumente, die in wirtschaftlich notwendigem und entsprechend dokumentiertem Sicherungszusammenhang mit originären Finanzinstrumenten stehen, werden gemäß § 254 HGB gemeinsam bewertet. Innerhalb gebildeter Bewertungseinheiten sind nicht realisierte Verluste bis zur Höhe nicht realisierter Gewinne aufgerechnet. Voraussetzung für die Bildung von Bewertungseinheiten sind die individuelle Risikokompensation, die Kongruenz von Zinsfälligkeit und Währung, gleicher Fristigkeitstermin und Durchhalteabsicht über den Bewertungsstichtag hinaus. Die bilanzielle Abbildung der Bewertungseinheit erfolgt nach der sog. Einfrierungsmethode. Für drohende Verluste aus der Einzelbewertung derivativer Finanzinstrumente ohne Sicherungszusammenhang werden Rückstellungen gebildet. Nicht realisierte Gewinne bleiben bilanziell unberücksichtigt. V. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Im Rahmen der Bewertung des Anlagevermögens sind außerplanmäßige Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 Satz 3 und Satz 4 HGB auf Ausleihungen in Höhe von T€ 780 (Vorj. T€ 320) vorgenommen worden. Weiterhin sind außerplanmäßige Abschreibungen auf Wertansätze der assoziierten Unternehmen in Höhe von T€ 0 (Vorj. T€ 1.525) vorgenommen worden. Die Zusammensetzung und Entwicklung der einzelnen Posten der Bilanz, aufgegliedert nach Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie Abschreibungen (Bruttodarstellung) zeigt der Anlagespiegel (Anlage 3 / 19) Hierin sind als Anschaffungs- oder Herstellungskosten grundsätzlich die historischen Werte angesetzt. Der Beteiligungsbuchwert der assoziierten Unternehmen, bewertet nach der Equity-Methode, hat sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt entwickelt:
2. Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht Die Forderungen enthalten mit T€ 0 (Vorj. T€ 1.803) saldiert Forderungen aus Leistungsverkehr. Die Forderungen weisen keine Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr aus. Sonstige Vermögensgegenstände Die Bilanzposition enthält Forderungen in Höhe von T€ 8.306 (Vorj. T€ 7.845) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Ansonsten weisen sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr auf. 3. Rechnungsabgrenzungsposten Als Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben angesetzt, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach Bilanzstichtag darstellen. 4. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der DOMARY Verwaltungsgesellschaft mbH ist im Handelsregister mit T€ 895 eingetragen. Die Entwicklung des Eigenkapitals wird im Eigenkapitalspiegel dargestellt. 5. Rückstellungen Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von T€ 2.127 (Vorj. T€ 2.270) betrifft Verpflichtungen aus laufenden Pensionen und Pensionsanwartschaften. Gemäß § 246 Abs.2 HGB sind verpfändete Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen und Wertpapieren in Höhe von insgesamt T€ 914 (Vorj. T€ 808) mit dem Erfüllungsbetrag dieser Pensionsverpflichtung von T€ 1.696 (Vorj. T€ 1.616) verrechnet worden. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten folgende Positionen: Die sonstigen Rückstellungen beinhalten folgende Positionen:
6. Verbindlichkeiten Die Gliederung nach Fristen ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:
Die Verbindlichkeiten sind durch Abtretung von Mietansprüchen und Sicherübereignungen von beweglichen Wirtschaftsgütern, Eintragungen von Grundschulden sowie von Mithaftungen eines nahe stehenden Unternehmens besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen enthalten saldiert in Höhe T€ 0 Verbindlichkeiten (Vorj. T€ 25 Forderungen) aus dem Leistungsverkehr. 6. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestehen aus:
Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme aus dem Haftungsverhältnis wird aufgrund des bisherigen Zahlungsverhalten und der Bonität der Schuldner als gering eingeschätzt. Des Weiteren ist das Schuldverhältnis mit qualitativ ausreichenden Sicherheiten des Schuldners unterlegt. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung des Haftungsverhältnisses erforderlich machen würden, liegen nicht vor. Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus der Anmietung von Immobilien, auf denen verschiedene Niederlassungen betrieben werden, aus längerfristigen Immobilienleasingverträgen und aus Leasingverträgen für bewegliche Wirtschaftsgüter. Vom Gesamtbetrag der sich hieraus ergebenen Verpflichtungen sind in den nächsten drei Geschäftsjahren fällig:
Die vorgenannten Beträge sind nicht abgezinst. Von dem Gesamtbetrag entfallen auf einen längerfristigen Immobilienleasingvertrag insgesamt T€ 11.848. Die Laufzeiten des Leasingvertrages erstreckt sich bis Oktober 2036. Außer den Leasingverpflichtungen und den laufenden Betriebskosten bestehen für den Konzern aus dem Vertrag keine weiteren Zahlungsverpflichtungen bzw. Risiken. Der Vertrag sieht vor, dass der Leasingnehmer oder ein verbundenes Unternehmen nach Ablauf der Laufzeit des Vertrages ein Ankaufsrecht für die Immobilie hat. Ausschlaggebend für diese Geschäfte sind ausschließlich wirtschaftliche Gründe. Als Vorteil aus dem Abschluss dieser Geschäfte ist in erster Linie die Liquiditätsschonung zu sehen. Risiken für die Gesellschaft können sich aus den zukünftigen Zahlungsverpflichtungen und einer fehlenden Veräußerungsmöglichkeit vor Ende der Laufzeit der Verträge ergeben. Weiterhin können bei Leasingverträgen mit Andienungsverpflichtungen zum Ende der Laufzeit Verwertungsrisiken auftreten. VI. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Aufgliederung der Umsatzerlöse
2. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsdifferenzen in Höhe von T€ 144 (Vorj. T€ 279) enthalten. 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsdifferenzen in Höhe von T€ 262 (Vorj. T€ 473) enthalten. 4. Angaben zu periodenfremden Erträgen und Aufwendungen Die periodenfremden Erträge resultieren im Wesentlichen aus der Veräußerung von Gegenständen des Sachanlage- und Finanzanlagevermögens, der Auflösung nicht mehr benötigter Rückstellungen und Wertberichtigungen von Forderungen und diverser periodenfremder Erträge sowie Steuererstattungen für frühere Geschäftsjahre. Die periodenfremden Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens, Wertberichtigungen und Ausbuchungen von Forderungen für frühere Geschäftsjahre. Nachfolgende Gegenüberstellung zeigt die Höhe der periodenfremden Erträge und Aufwendungen nach Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung im Vergleich zum Vorjahr:
5. Zinsergebnis In den Zinsaufwendungen sind Zinsanteile aus den Zuführungsbeträgen der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie der Rückstellung für Jubiläumsverpflichtungen in Höhe von T€ 107 (Vorj. T€ 67) enthalten. 6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Auf die Darstellung der steuerlichen Überleitungsrechnung wurde gemäß DRSC Nr. 11 (DRÄS 11) verzichtet. 7. Latente Steuern Latente Steuern ergeben sich im Konzernabschluss 2023, aufgrund zu eliminierender Zwischengewinne, und aus temporären Differenzen aus unterschiedlichen Ansätzen in der Konzernbilanz und den Steuerbilanzen von Tochtergesellschaften sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen. Der für die Berechnung der latenten Steuern angewendete Steuersatz beträgt 32,0 % und berücksichtigt den zum Bilanzstichtag gültigen Steuersatz des Konzerns. Hieraus ergibt sich eine Aktivierung von latenten Steuern in Höhe von T€ 384 (Vorj. T€ 509). Die aktiven latenten Steuern beruhen auf folgenden temporären Differenzen:
Des Weiteren sind auf körperschaftsteuerliche Verlustvorträge latente Steuern in Höhe von T€ 150 (Vorj. T€ 66) aktiviert worden. 8. Ertrags- und Aufwandsposten von außergewöhnlicher Größenordnung Unter der Position "Sonstige betriebliche Erträge" ist ein einmaliger Ertragsposten in Höhe von T€ 3.934 aus der Veräußerung einer Beteiligungsgesellschaft enthalten. In Höhe von T€ 1.173 sind Aufwandsposten aus der Ausbuchung von Anschaffungskosten für Fehlmaßnahmen im Anlagevermögen unter der Position "Sonstige betriebliche Aufwendungen" enthalten. VII. Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten Eine Konzerngesellschaft hat ein variabel verzinsliches Darlehen mit einer Laufzeit bis 30. September 2024 und einem Kreditbetrag zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 von T€ 345 (Vorj. T€ 805) bilanziert. Zur Absicherung des Zinsrisikos wurde ein Zinsswap mit Floor mit entsprechender Laufzeit abgeschlossen, dieser steht in einer Sicherungsbeziehung (Mikro-Hedges) zu der bilanzierten Verbindlichkeit. Die Effektivität der Sicherungsbeziehung wird retrospektiv und prospektiv mit der Critical-Term-Match-Methode überprüft. Da sich die gegenläufigen Zahlungsströme jeweils ausgleichen, wurde der Zinsswap mit Floor nicht und das Darlehen zu den ursprünglichen Anschaffungskosten, vermindert um zwischenzeitliche Tilgungsleistungen, bilanziert. Der aktuelle Marktwert liegt uns zum Bilanzstichtag nicht vor. Dieses Zinsabsicherungsgeschäft weist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 einen negativen Marktwert in Höhe von T€ 30 aus. Der aktuelle Wert zum 31. Dezember 2023 lag nicht vor. Eine ausländische Konzerngesellschaft hat zur Absicherung von Zinsrisiken für Zahlungsverpflichtungen aus einem langfristigen Immobilienleasingvertrag mit einer Laufzeit bis zum 1. November 2034 einen Zinsswap mit entsprechender Laufzeit abgeschlossen, dieser steht in einer Sicherungsbeziehung (Mikro-Hedges) zu der bilanzierten Verbindlichkeit aus dem Leasingvertrag. Die Effektivität der Sicherungsbeziehung wird retrospektiv und prospektiv mit der Critical-Term-Match-Methode überprüft. Da sich die gegenläufigen Zahlungsströme jeweils ausgleichen, wurde der Zinsswap nicht und die Zahlungsverpflichtungen aus dem Leasingvertrag zu den ursprünglichen Anschaffungskosten, vermindert um zwischenzeitliche Tilgungsleistungen, bilanziert. Dieses Zinsabsicherungsgeschäft weist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 einen positiven Marktwert in Höhe von T€ 581 (Vorj. T€ 712) aus. VIII. Sonstige Pflichtangaben 1. Geschäftsführung Die Geschäftsführung der DOMARY Verwaltungsgesellschaft mbH übten im Geschäftsjahr 2023 aus: Herr Dipl. Volkswirt Wilhelm Schneider, Köln Herr Dipl. Kaufmann Dr. Thomas Schneider, Köln In analoger Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB wurde auf die Angaben gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a) HGB verzichtet. 2. Beirat Dem Beirat einer Tochtergesellschaft gehörten im Geschäftsjahr 2023 an: Herr Dr. Karl Ludwig Kley - Vorsitzender - Herr Jürgen J. Maas (bis zum 28. November 2023) Herr Joachim Schuetz (ab dem 28. November 2023) Herr Dr. Frank Zurlino (bis zum 1. Dezember 2023) Die Beiratsvergütungen für das Geschäftsjahr 2023 betrugen T€ 35 (Vorj. T€ 35). 3. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt
4. Aufstellung des Anteilsbesitzes nach § 313 Abs. 2 HGB
Für eine Tochtergesellschaft wird die Ausnahmeregelung des § 313 Abs. 3 HGB in der Weise in Anspruch genommen, dass die Angabe des Firmennamens und des Sitzes der Gesellschaften bei der Aufstellung des Anteilbesitzes unterbleibt. 5. Angabe zu Geschäften mit nahestehenden Unternehmen/Personen Als nahestehende Personen sind die Gesellschafter der DOMARY Verwaltungsgesellschaft mbH sowie nahe stehende Unternehmen des Konzerns anzusehen. Die Beziehungen erstrecken sich im Wesentlichen auf die Erbringung von Dienstleistungen im Verwaltungsbereich, die Gewährung verzinslicher Kredite und die Anmietung von Logistikimmobilien. Marktunübliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen/Personen bestanden im Geschäftsjahr 2023 nicht. 6. Angabe Honorar Abschlussprüfer Das im Geschäftsjahr 2023 im Aufwand erfasste Honorar einschließlich Auslagen für den Jahresabschlussprüfer nach § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB setzt sich wie folgt zusammen:
7. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor den Konzernjahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 auf neue Rechnung vorzutragen. 8. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung für den Geschäftsverlauf des Konzerns, die nach dem Geschäftsjahr 2023 eingetreten sind, lagen nicht vor. 9. Inanspruchnahme von § 264 Abs. 3 HGB Die DOMARY Verwaltungsgesellschaft mbH nimmt für das Geschäftsjahr 2023 die Erleichterungen des § 264 Abs. 3 HGB bezüglich des vierten Unterabschnitts (Offenlegung) für folgende Gesellschaften in Anspruch:
Köln, den 15. November 2024 Wilhelm Schneider Dr. Thomas Schneider Konzernanlagespiegel
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2023Der Aufbau der Kapitalflussrechnung erfolgt in Anlehnung an den deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS) Nr. 21 des Deutschen Rechnungslegungs Standard Committee, wobei der Mittelzufluss bzw. Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit nach der indirekten Methode ermittelt wird:
Der Zahlungsmittelbestand zum Ende des Geschäftsjahres setzt sich wie folgt zusammen:
Die Überleitung der Positionen des Finanzmittelfonds zu den jeweiligen Bilanzpositionen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 zeigt nachfolgende Darstellung:
Hinsichtlich der Überleitung des Konzernjahresüberschusses zu dem Periodenergebnis (entspricht Jahresergebnis) aus der Kapitalflussrechnung wird auf die Darstellung in der Gewinn- und Verlustrechnung verwiesen. Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die DOMARY Verwaltungsgesellschaft mbH, Köln: Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der DOMARY Verwaltungsgesellschaft mbH, Köln, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023 und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der DOMARY Verwaltungsgesellschaft mbH, Köln, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufs-rechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise aus-reichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 15. November 2024 dhpg
Wirtschaftsprüfer Rechtsanwälte
Güntgen, Wirtschaftsprüfer Brandenburg, Wirtschaftsprüfer |
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