Herstellung von Türen und Fenstern aus Kunststoffen
Renesas Electronics Germany GmbH
Grenzstraße 28, 01109 Dresden, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Uwe Günther seit 25.6.2021 | Prokura |
Carsten Jauch seit 14.1.2020 | Geschäftsführer |
Clemens Wasewitz seit 4.4.2019 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Renesas Electronics Penang Sdn. Bhd. | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Renesas Electronics Germany GmbHDresdenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Inhaltsverzeichnis Lagebericht Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 1. Bilanz zum 31. Dezember 2023 2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 3. Anhang für das Geschäftsjahr 2023 Anlagenspiegel BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 20231. Grundlagen Die Geschäftstätigkeit der Renesas Electronics Germany GmbH (REGG) umfasst die Entwicklung, die Produktion und den Vertrieb mikroelektronischer Bauelemente und Baugruppen sowie von Sensoren, Mikroelektronikmodulen und Mikrosystemen, Systems on a Chip (SoC) und Systems in a Package (SIP). Die REGG ist seit 2007 als so genannte "FABLESS Company" aufgestellt. Firmen mit diesem Geschäftsmodell übernehmen Produktverantwortung für kundenbezogene Entwicklungen, aber vor allen Dingen auch für selbst definierte Produkte, die als Standardprodukte über einen eigenen Markenauftritt und verschiedene Marktkanäle vertrieben werden können. Seit 29. März 2019 stellt die Renesas Electronics Corp. Tokyo/Japan, die neue Obergesellschaft dar, in deren Konzernabschluss auch die REGG einbezogen wird. Als Teil der Renesas Gruppe führt die REGG ihr Geschäft als eigenständige, in Deutschland eingetragene Kapitalgesellschaft. Dabei spezialisiert sich die Gesellschaft vor allem auf die Bereiche Automotive und Industrial die in die entsprechende Business Unit der Renesas-Gruppe integriert sind. Die REGG hat ihren Sitz und Hauptstandort in 01109 Dresden/Deutschland, Grenzstraße 28. Darüber hinaus werden Betriebsstätten in München und Stuttgart (beide vorrangig Entwicklung) unterhalten. Eine 100%ige Tochtergesellschaft besteht in Form der auf die Entwicklung fokussierten Renesas Design Bulgaria EOOD mit den Standorten in Varna und Sofia/Bulgarien. 2. Wirtschaftliches Umfeld Die Weltwirtschaft ist 2023 trotz des sich fortsetzenden russischen Angriffskriegs auf die Ukraine und damit verbundenen Folgen wie gestiegenen Rohstoff- und Energiepreisen sowie der sich zuspitzenden Auseinandersetzungen im Nahen Osten moderat gewachsen. Nach Angaben des Internationale Währungsfonds (IMF) konnte die Weltwirtschaft im abgelaufenen Jahr um 3,3 Prozent zulegen (Quelle: IMF World Economic Outlook Update, Juli 2024). Im Vorjahr hatte der Zuwachs noch 3,5 Prozent betragen. Demgegenüber war bei der Entwicklung des globalen Halbleitermarktes im Jahr 2023 ein Rückgang um rund 8% zu beobachten. Das Umsatzniveau sank von rund Mrd. USD 575 in 2022 auf rund Mrd. USD 527 (Quelle: WSTS - Semiconductor Market Forecast Spring 2024). Ursächlich für diesen Rückgang war im Wesentlichen das stark zyklische Segment der konventionellen Speicherprodukte in dem REGG jedoch nicht tätig ist. So war in den von REGG bedienten Marksegmenten, wie Analog-Mixed-Signal und Sensorik im Automotive und Industrial Bereich weiterhin eine robuste Nachfrage nach Halbleiterprodukten zu beobachten. 3. Wesentliche Eckpunkte der Geschäftsentwicklung der REGG im Geschäftsjahr 2023 3.1. Geschäftsverlauf der einzelnen Bereiche Das Geschäft der REGG setzt schwerpunktmäßig auf die Anwendungsbereiche Automotive und Industrial. Aufgrund der sich in diesen Bereichen fortsetzenden hohen Nachfrage konnte die REGG im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz von Mio. EUR 206,6 erzielen, was gegenüber dem Umsatz im Vorjahreszeitraum von Mio. EUR 187,8 einem moderaten Anstieg von 10% entspricht. Damit konnte die im Prognoseteil des Lageberichtes für das Vorjahr eingeschätzte Umsatzhöhe von rund Mio. EUR 200 aufgrund eines besonders starken vierten Quartals sogar leicht übertroffen werden. Dabei entwickelten sich die einzelnen Bereiche wie folgt: Die Automotive Produktlinie hat im Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse in Höhe von Mio. EUR 133,5 (Vorjahr: Mio. EUR 117,3) und damit einen Anstieg von knapp 14% erzielen können. Das sich fortsetzende Umsatzwachstum ist neben einer weiterhin robusten Kundennachfrage nach analog mixed-signal Bauteilen in Automobilanwendungen auch auf das Hochlaufen von jüngeren Produkten vor allem im Bereich der Fahrerassistenzsysteme, aber auch Beschleunigungssensorik und Elektromobilität zurückzuführen. Insbesondere das Geschäft mit den Sensor Signal Conditioner (SSC) lief wiederum sehr gut und die Volumina unserer Großkunden sind weiter angestiegen. Hier ersetzen wir weiterhin ältere Plattformen und Designs beim Kunden. Diese Produkte mit SENT- oder Analogausgang sind bei vielen Kunden als Plattform IC's im Einsatz und werden auch weiterhin in neue Projekte einfließen, wie z.B. Temperatur- und Drucksensoranwendungen, Thermal Management Anwendungen bei Elektrofahrzeugen und bei der Effizienzsteigerung von Verbrennungsmotoren. Zudem adressiert diese Familie den steigenden Bedarf an Projekten mit ASIL-Anforderungen (Funktionale Sicherheit / ISO 26262). Der vor einigen Jahren neu gegründete Produktbereich "Positionsensing" (POS) konnte einige signifikante Design-In Erfolge bei Großkunden verbuchen. Die Produkte, die vorrangig für den Einsatz im Bereich Elektromobilität entwickelt worden sind, sind im Vorjahr in Serie gegangen und konnten in 2023 erste nennenswerte Umsätze erzielen. In den kommenden Jahren werden sie dazu beitragen den Umsatz der Geschäftseinheit weiter zu steigern und Marktanteile zu gewinnen. Die Neuausrichtung der Strategie, vermehrt in Standardprodukte und applikationsspezifische Bauelemente zu investieren und damit die Abhängigkeit von wenigen Großkunden zu reduzieren und die Kundenbasis zu erweitern, verbucht damit erste Erfolge. Die Produktlinie Industrial mit dem Fokus auf Sensor Signal Conditioner ICs für den industriellen als auch kommerziellen Einsatz sowie auf industrielle Interface ICs erzielte im Geschäftsjahr einen Umsatz von Mio. EUR 54,7 gegenüber Mio. EUR 50,3 im Vorjahr. Dies entspricht einem moderaten Umsatzwachstum von 8,7 %. Das Wachstum ist im Wesentlichen auf höhere Bedarfe im Bereich Industrial Automation, wobei im letzten Quartal 2023 bereits ein leichtes Stagnieren zu beobachten war, zurückzuführen. Darüber hinaus wurde auch der Bereich der Gassensorik zur Luftgütemessung durch weitere Sensoren erweitert. Dabei handelt es sich vornehmlich um Feuchtesensoren, die das bereits bestehende Portfolio ergänzen. Der Umsatz aus Dienstleistungen für andere Konzerngesellschaften der Renesas-Gruppe beträgt im Geschäftsjahr 2023 Mio. EUR 18,4 (Vorjahr: Mio. EUR 20,3) und betrifft im Wesentlichen die Entwicklungsdienstleistungen für die Renesas Electronics America Inc. (REA), die im Berichtsjahr leicht rückläufig waren. Das Betriebsergebnis (vor Zinsen und Steuern) lag mit einem Betrag von Mio. EUR 67,8 (Vorjahr: Mio. EUR 100,6) marginal unter der in der letztjährigen Lageberichterstattung prognostizierten Spanne von Mio. EUR 70 bis Mio. EUR 80. Die deutliche Ergebnisverschlechterung gegenüber dem Vorjahr ist dabei insbesondere auf die in 2023 eingetretenen Währungskursverluste in Höhe von Mio. EUR 10,1 gegenüber Währungskursgewinnen im Vorjahr in Höhe von Mio. EUR 7,5 zurückzuführen. Darüber hinaus stiegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen aufgrund konzerninterner Umlagen für Vertriebsunterstützung deutlich an. Auch konnte die Steigerung der Umsatzerlöse bedingt durch eine leicht erhöhte Materialaufwandsquote keine substantielle Verbesserung des Betriebsergebnisses bewirken. Der Mitarbeiterstand der REGG betrug im Jahresdurchschnitt des Geschäftsjahres 2023 193 Mitarbeiter (186 Mitarbeiter im Vorjahr). 3.2. Produktentwicklung Das Geschäftsjahr 2023 zeichnete sich durch die erfolgreiche Entwicklung verschiedener Produkte im Automotive und Industrial Sensing Bereich aus. Dabei wurden im Zuständigkeitsbereich der Produktentwicklung, in der etwa die Hälfte der Belegschaft beschäftigt sind, rund 10 verschiedene Produkte bearbeitet. Die Schwerpunkte liegen dabei im Bereich der induktiven Positions-Sensorik (POS), nächste Generation Sensor Signal Conditioning (SSC), digitale Gassensorik sowie im neuen Produktbereich "In-Cabin Sensing". Basierend auf diesem breiten und innovativen Entwicklungsportfolio ist die REGG als Sensor- und Integrationsspezialist hervorragend positioniert, um zukünftig erfolgreich Produkte in die wirtschaftlich attraktiven Wachstumsmärkte wie autonomes Fahren und Elektromobilität sowie "Industrie 4.0" und "Internet of Things" liefern zu können. 3.3. Qualitäts- und Umweltmanagement Die REGG unterhält ein integriertes, jährlich rezertifiziertes Qualitäts- und Umweltmanagementsystem. 3.3.1. Umweltmanagement Das jährliche Überwachungsaudit zur Umweltnorm DIN EN ISO 14001:2015 erfolgte am 06. November 2023 durch den TÜV Süd. Das Audit wurde mit einer Nebenabweichung und vier Verbesserungsvorschlägen bestanden. Das bestehende Zertifikat ist bis 18. Dezember 2024 gültig. Die REGG ist konform zu 2011/65/EC (RoHS2), (EC) No. 1970/2006 (REACH) und zu den Bestimmungen bzgl. "Conflict Minerals", Dodd-Frank Wall Street Reform and Consumer Protection Act, Section 1502. Zudem nimmt die REGG seit mehr als einem Jahrzehnt an dem IMDS-Programm teil und kooperiert mit Partnern, die RoHs- bzw. REACH-konform sind. Im vergangenen Geschäftsjahr gab es diesbezüglich keine Beanstandungen von externen Partnern oder anderen interessierten Kreisen. 3.3.2. Qualitätsmanagement Die REGG ist nach den Qualitätsstandards IATF 16949 und ISO9001 zertifiziert und hat auch in diesem Geschäftsjahr die weitere Konsolidierung zur Konformität nach den geltenden Revisionen der Qualitätsstandards IATF 16949:2016 und ISO 9001:2015 fortgeführt und kontinuierlich weiterentwickelt. Dem Standard der Automobilindustrie IATF 16949 folgend, hat die REGG das etablierte Business Prozess Management, besonders im Bereich Risikomanagement, Kundenzufriedenheit und den besonderen Anforderungen der geopolitischen Entwicklungen sowie der herausfordernden Situation in den Lieferketten der Industrie folgend, fortgeführt und aktualisiert. Im April 2023 erfolgte das Überwachungsaudit des Management Systems und der entsprechenden Unternehmensprozesse durch die Zertifizierungsgesellschaft DQS. Auch hier folgt die Organisation zunehmend der Harmonisierung im Renesas-Konzern. Die 2. Überwachung im Zertifizierungszyklus wurde erfolgreich abgeschlossen und Konformität zu den Standards ISO9001 und IATF 16949 testiert. Das Zertifikat schließt ebenfalls die Remote Locations Aschheim-Dornach bei München, Düsseldorf und Penang (Malaysia) für die jeweiligen Unterstützungsaktivitäten der Prozesse vor Ort ein. Die gesamte Organisation der REGG ist weiterhin dem Unternehmensziel verpflichtet, die System- und Prozessqualität im Unternehmen kontinuierlich zu verbessern und die Kundenzufriedenheit weiter zu erhöhen. Auch in diesem Geschäftsjahr wurden vereinzelte Kunden- und Lieferanten-Audits durchgeführt und erfolgreich bestanden. 4. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Renesas Electronics Germany GmbH 4.1. Ertragslage der Renesas Electronics Germany GmbH Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen der REGG beträgt Mio. EUR 67,8 (Vorjahr: Mio. EUR 100,6) und entspricht trotz der sich negativ auswirkenden Währungskursverluste und zusätzlicher Konzernumlagen einer guten EBIT-Marge von 33% (Vorjahr: 54%). Die Bestände an unfertigen und fertigen Erzeugnissen und Leistungen reduzierten sich im Zuge des weiteren Umsatzwachstums und der Bedienung der Kundennachfrage gegenüber dem Vorjahresstichtag um Mio. EUR 5,9 (Vorjahr: Bestandserhöhung um Mio. EUR 7,4). Die Materialaufwandsquote stieg im Vergleich zum Vorjahr leicht um 1,6% auf 35,8% im abgeschlossenen Geschäftsjahr. Neben preisbedingten Effekten sind hierfür im Wesentlichen die überproportional gestiegenen Aufwendungen für bezogene Leistungen ursächlich. Die sonstigen betrieblichen Erträge des Berichtsjahres in Höhe von Mio. EUR 0,6 (Vorjahr: Mio. EUR 7,6) beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Im Vorjahr wurden zudem Währungskursgewinne (Mio. EUR 7,5), die zum weit überwiegenden Teil auf die Stichtagsbewertung der in USD valutierenden Bankguthaben und kurzfristigen Cashpoolforderungen gegenüber der Konzernmutter zurückzuführen sind, ausgewiesen. Die Bewertung dieser führte in 2023 zu Währungskursverlusten, die unten den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen werden. Der für das Geschäftsjahr 2023 erfasste Personalaufwand beträgt Mio. EUR 18,5 (Vorjahr: Mio. EUR 16,7) und liegt damit 11% über dem Niveau des Vorjahres. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus zusätzlich besetzten Stellen sowie höheren Bonusaufwendungen. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen betragen Mio. EUR 2,6 gegenüber Mio. EUR 2,2 im Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich für das Geschäftsjahr 2023 auf Mio. EUR 40,4 (Vorjahr: Mio. EUR 16,5) und weisen somit eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr aus. Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen die bereits erwähnten Währungskursverluste (Mio. EUR 10,1) sowie zusätzlich erfasste konzerninterne Umlagen für Vertriebsunterstützung (Mio. EUR 9,9) durch andere Konzerngesellschaften. Das Finanzergebnis erhöhte sich auf Mio. EUR 11,2 (Vorjahr: Mio. EUR 3,1) aufgrund gestiegener Zinserträge, die wiederum auf sowohl gestiegene Anlagebeträge (Termingelder, Darlehen an die Konzernmutter und Konzerncashpooling) als auch ein erhöhtes Zinsniveau zurückzuführen sind. Nach Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (Mio. EUR 25,0; Vorjahr: Mio. EUR 33,0) ergibt sich für das abgelaufene Geschäftsjahr ein deutlich positiver Jahresüberschuss in Höhe von Mio. EUR 54,0, gegenüber Mio. EUR 70,8 im vorangegangenen Geschäftsjahr. Der Steueraufwand betrifft im Wesentlichen die für das aktuelle Jahr zu zahlenden Steuern. Darüber hinaus werden zudem Erträge aus der Auflösung passiver latenter Steuern bzw. der Bildung aktiver latenter Steuern, ausländische Ertragsteuern sowie periodenfremder Steuerertrag ausgewiesen. 4.2. Vermögens- und Finanzlage der Renesas Electronics Germany GmbH Die Bilanzsumme erhöhte sich zum Stichtag des Geschäftsjahres 31. Dezember 2023 deutlich um 22,9 % auf Mio. EUR 355,0, gegenüber Mio. EUR 287,3 zum 31. Dezember 2022. Im Berichtszeitraum wurden Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von insgesamt Mio. EUR 4,4 durchgeführt. Dabei handelte es sich vorrangig um Investitionen in Testequipment im Bereich der Fertigung. Hierdurch bedingt und unter Berücksichtigung der Abschreibungen (Mio. EUR 2,6) erhöhte sich das Anlagevermögen von Mio. EUR 14,1 im Vorjahr auf Mio. EUR 15,7 zum 31. Dezember 2023. Die Vorräte betragen zum 31. Dezember 2023 Mio. EUR 19,5, was gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres einem Rückgang von 23,3% entspricht. Nach der in 2022 aufgrund der extrem hohen Nachfrage nach Halbleitern für den Automobil- und Industriesektor erfolgten Erhöhung der Lagerbestände setzte in 2023 eine gewisse Normalisierung der Lieferketten ein, so dass sich die Bestände zum Bilanzstichtag um Mio. EUR 5,9, reduzierten. Ausgehend von Mio. EUR 160,9 zum 31. Dezember 2022 haben sich die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände deutlich auf Mio. EUR 260,0 zum 31. Dezember 2023 erhöht. Vor dem Hintergrund des weiterhin sehr deutlich positiven operativen Cashflows konnte die Darlehensgewährung an die Konzernobergesellschaft weiter ausgebaut werden. Neben dem unverändert bestehenden USD-Darlehen an die Konzernmutter (Mio. EUR 90,3) stiegen die kurzfristigen Cashpool-Forderungen von Mio. EUR 30,9 auf Mio. EUR 133,0 zum 31. Dezember 2023 an. Im Ergebnis erhöhten sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von Mio. EUR 130,0 im Vorjahr auf Mio. EUR 228,6 zum 31. Dezember 2023. Weniger stark zeigt sich die Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenständen. Während letzteres einen Anstieg zu verzeichnen hatte (Mio. EUR 8,2; Vorjahr: Mio. EUR 5,3) sanken die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen leicht (Mio. EUR 23,2; Vorjahr: Mio. EUR 25,6). Die Guthaben bei Kreditinstituten sanken aufgrund der weiteren Zuführung in den Konzerncashpool von Mio. EUR 86,9 im Vorjahr auf Mio. EUR 57,8. Die im Vorjahr ausgewiesenen passiven latenten Steuern (Mio. EUR 0,4) wurden in 2023 aufgelöst und im Gegenzug erfolgte die Bildung von aktiven latenten Steuern (Mio. EUR 2,0), die im Wesentlichen aus temporären Unterschieden bei der Bewertung der in USD valutierenden Darlehens- und Cashpoolforderungen gegen die Konzernmutter resultieren. Den Vermögenswerten in Höhe von Mio. EUR 355,0 steht Eigenkapital in Höhe von Mio. EUR 275,3 gegenüber. Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft beträgt damit zum 31. Dezember 2023 solide 77,5 % (Vorjahr: 77,0 %). Der marginale Anstieg resultiert aus dem Jahresergebnis bei gleichzeitig deutlich höherer Bilanzsumme. Die zum 31. Dezember 2023 ausgewiesenen Rückstellungen in Höhe von Mio. EUR 51,6 liegen deutlich über dem Vorjahresniveau von Mio. EUR 44,4. Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen erhöhte Abgrenzungen für Erlösschmälerungen (Mio. EUR 13,1; Vorjahr: Mio. EUR 6,1), die sich aufgrund der im Distributionsgeschäft überproportional gestiegenen Umsätze ergeben haben. Weiterhin werden insbesondere Rückstellungen für Steuern vom Einkommen und Ertrag in unveränderter Höhe von Mio. EUR 35,2 ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von Mio. EUR 3,0 haben sich gegenüber dem Vorjahr (Mio. EUR 6,0) aufgrund der sich wieder normalisierender Beschaffungsvorgänge halbiert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stiegen jedoch deutlich von Mio. EUR 12,9 zum 31. Dezember 2022 auf Mio. EUR 22,8 zum aktuellen Bilanzstichtag, was im Wesentlichen auf die zum Jahresende erfolgte konzerninterne Umlage für Vertriebsunterstützung durch die Renesas Electronics America Inc. San Jose, USA zurückzuführen ist. Die sonstigen Verbindlichkeiten, die im Wesentlichen kreditorische Debitoren und Verbindlichkeiten aus Steuern beinhalten, reduzierten sich marginal um Mio. EUR 0,1 auf Mio. EUR 2,3. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit bewegt sich aufgrund der sich operativ weiter fortsetzenden hohen Profitabilität gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert auf Mio. EUR 69,5 (Vorjahr: Mio. EUR 68,8). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist für das Geschäftsjahr 2023 mit Mio. EUR -98,5 nochmal deutlich negativ angestiegen (Vorjahr: Mio. EUR -38,7). Dies ist zum weit überwiegenden Teil auf den Finanzmittelabfluss an die Konzernmutter Renesas im Rahmen des Cashpooling (Mio. EUR 100,4) zurückzuführen. Die getätigten Auszahlungen für Investitionen in Testequipment in Höhe von Mio. EUR 4,4 wurden durch die erhaltenen Zinszahlungen in Höhe von Mio. EUR 6,2 kompensiert. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist für 2023 wiederum ausgeglichen. Der Finanzmittelfonds weist somit am Ende des Geschäftsjahres 2023 einen positiven Saldo von Mio. EUR 57,8 gegenüber Mio. EUR 86,9 im Vorjahr aus. Aufgrund der positiven Umsatz- und stabilen Ergebnisentwicklung sowie der Konzernzugehörigkeit zur Renesas-Gruppe, die sich sowohl im Hinblick auf strategische Marktpotenziale als auch finanzielle Stabilität zusätzlich positiv auswirkt, können der Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage der REGG somit zusammenfassend als erfreulich und stabil bezeichnet werden. 5. Risiko- und Chancenbericht 5.1. Risikomanagementsystem Die Geschäftsführung ist für die Risikopolitik und das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem der REGG verantwortlich. Das Management der Unternehmensbereiche übernimmt diese Grundsätze entsprechend der Organisations-, Prozess- und Verantwortungshierarchie. Hierfür wurden in der REGG entsprechende Unternehmensbereiche bzw. Kernprozesse definiert, deren jeweilige Leiter für die Steuerung der in ihrem Bereich liegenden Risiken verantwortlich sind. 5.2. Risiko- und Chancen-Schwerpunkte Neben der im Rahmen des Risikomanagementsystems erfolgten organisatorischen Aufteilung der REGG in Risikobereiche werden inhaltlich Risikokategorien abgebildet, um eine bessere Übersicht zu erhalten. Risiko-Schwerpunkte sind dabei in den folgenden Risikokategorien zu verzeichnen. 5.2.1. Markt/Wettbewerb Grundsätzlich unterliegt der Halbleitermarkt zyklischen Konjunkturbewegungen und der Preisverfall ist schwierig zu antizipieren. Demgegenüber stehen jedoch langfristige Wachstumschancen im Halbleitersegment des Automobilbereichs, die u.a. durch autonomes Fahren, E-Mobilität und angestrebte CO 2 -Reduzierungen angetrieben werden. Selbiges gilt für den Bereich Industrial, wo sich die langfristigen Wachstumschancen vor allem aus einer sich stetig erhöhenden Anzahl an elektronischen Bauelementen in vielfältigen Anwendungsbereichen (wie z.B. Internet of Things, Industrieautomatisierung) ableiten. Zudem ergeben sich in Phasen hoher Nachfrage auch Chancen hinsichtlich der gegenüber den Kunden durchsetzbaren Preiserhöhungen. Die REGG hat sich bei strategischen ASIC-Kunden außerdem durch Alleinlieferverträge insofern gegen Preisverfall abgesichert, als kein Wettbewerber mitliefert und damit der preisliche Druck geringer ausfällt. Zudem wird mit mehreren strategischen ASIC-Kunden zusammengearbeitet, um dadurch die Abhängigkeit von einzelnen Kunden zu vermindern. Erklärte Strategie ist es darüber hinaus, in den Applikationsmärkten sowohl im ASIC-Geschäft als auch im Bereich der Standardprodukte mit den jeweiligen Marktführern zusammenzuarbeiten, da Marktführer in der Regel auch in konjunkturell schwierigen Zeiten einen hohen Marktanteil halten und sich so darüber hinaus überdurchschnittliche Wachstumschancen ergeben können. Trotz des Fokus auf Standardprodukte verbleibt es bei der Aufteilung des Produkt-Portfolios der REGG in die zwei Segmente ASIC und Standardprodukte als auch bei der Diversifizierung der Anwendungsgebiete in u.a. Automotive und Industrieanwendungen mit jeweils unterschiedlichen Risikocharakteristika. Diese Faktoren sind wesentliche Bestandteile der Risikoabsicherung der Gesellschaft. Grundsätzlich besteht jedoch insbesondere im Segment Standardprodukte das Risiko, dass aufgrund der breiten Diversifizierung die Kenntnis über Wettbewerb und Märkte nicht ausreichend ist, um für jedes neue Produkt den sicheren Markterfolg gewährleisten zu können. Weiterhin ist das Preisrisiko bei Standardprodukten höher als bei alleingelieferten, kundenspezifischen ASICs. Die Standardprodukte sind teilweise austauschbar und stehen unter einem anderen Wettbewerbsdruck. Andererseits können insb. mit den Standardprodukten im Industrial-Markt höheren Margen erzielt werden, da hier eine geringere Marktkonzentration als beispielsweise im Automobilbereich anzutreffen ist. Die Vertriebsorganisation der Renesas-Gruppe ist auf die Zielmärkte Europa, Asien und Nordamerika ausgerichtet, wobei der Fokus des Vertriebs weiterhin auf der Key-Account Expansion, insbesondere in den Marktsegmenten Automotive und Industrial liegt. Durch die Aufteilung der Key-Accounts und entsprechende Applikationslabore in den Regionen ist die Nähe zum Kunden durch direkten Applikations-Support gewährleistet. Insbesondere die Konzernzugehörigkeit bietet in diesem Zusammenhang erhebliche Chancen hinsichtlich Kundenreichweite und Verhandlungserfolg. Insgesamt erachten wir die markt- bzw. wettbewerbsbezogen Risiken in Bezug auf die Eintrittswahrscheinlichkeit als "selten" (mögliches Auftreten alle 5 bis 6 Jahre) und in Bezug auf die möglichen Auswirkungen als "hoch" (€ 1 bis 5 Mio je Ereignis). 5.2.2. Forschung und Entwicklung (F&E) Grundsätzlich besteht das Risiko, dass ein Schaltkreisdesignprojekt nicht rechtzeitig fertig gestellt wird und sich damit der Anlauf neuer Produkte verschiebt oder von Kunden abgesagt werden muss. Diese Verzögerungen haben dann merklichen Einfluss auf die Umsatz- und Ergebnisplanung der folgenden Jahre. Durch in den letzten Jahren stetig gesteigerte Auftragsentwicklung für Konzerngesellschaften, die inzwischen den weit überwiegenden Teil der F&E Projekte betrifft und bei den die Entwicklungskosten entsprechend erstattet werden, reduzieren sich jedoch diese Risiken substanziell. Zudem werden mit Projektmanagement, Ressourcenplanung und Projektcontrolling wesentliche Instrumente eingesetzt um den inhaltlichen, zeitlichen und monetären Ablauf der Projekte gemäß der verabschiedeten Projektpläne sicherzustellen. Ursachen für Abweichungen in Entwicklungsprojekten werden so rechtzeitig identifiziert und entsprechende technische sowie organisatorische Maßnahmen hieraus abgeleitet. Weiterhin bestehen fest etablierte Prozesse für eine effiziente Entwicklungsarbeit inklusive stetiger Verbesserungen. REGG und seinen konzerninternen Auftraggebern bieten sich so beträchtliche Umsatz- und Ergebnischancen, sofern es gelingt, die Produktentwicklungen erfolgreich vor der Konkurrenz in den Markt einzuführen. So ist das "1st Time Right in Time"-Programm zur nachhaltigen Verbesserung der Design-Methodik und Beschleunigung der Entwicklungsprozesse mittlerweile fester Bestandteil des Denkens und Handelns im Unternehmen. Durch die in den Vorjahren erfolgte kontinuierliche Weiterentwicklung des Projektmanagements des Entwicklungsprozesses, die Verstetigung regelmäßiger Projektreviews und entsprechendem Reportings inkl. der Überwachung der KPIs sowie die konsequente Umsetzung der Entwicklungsordnung wird grundsätzlich die Einhaltung von Entwicklungsplänen durch das Technology Office erreicht. Dies zeigt sich unter anderem auch in jährlich erfolgreich durchgeführten Zertifizierung nach der Automotive- Norm IATF 16949 für Produktion und Design. Insgesamt bewerten wir die F&E bezogenen Risiken in Bezug auf die Eintrittswahrscheinlichkeit mit "gelegentlich" (mögliches Auftreten alle 2 bis 4 Jahre) und in Bezug auf die möglichen Auswirkungen als "hoch" (€ 1 bis 5 Mio je Ereignis), wobei sich diese Auswirkungen aufgrund der zunehmenden Auftragsentwicklung tendenziell bei den beauftragenden Konzerngesellschaften niederschlagen. 5.2.3. Produktion Weiterhin besteht neben dem Risiko der Abhängigkeit von externen, teilweise sehr großen Produktionspartnern das Risiko, dass Produkte nicht lieferbar sind, weil wesentliche Materialien fehlen. Dies kann durch Rohmaterialienverknappung ebenso eintreten wie durch verfehlte Lagerhaltungspolitik oder durch Qualitätsschäden, die Produktionschargen zum Ausfall bringen. Dies kann insbesondere in Zeiten besonders starken Wachstums auftreten, wie die Entwicklung der Jahre 2021 und 2022 am Halbleitermarkt verdeutlicht hat. Die REGG muss in derartigen Fällen mit erhöhter Lagerhaltung, engem Lieferantenmonitorings und möglicherweise ungeplanten Investitionen oder höheren Beschaffungspreisen rechnen, um die Kundenbeziehungen nicht zu gefährden. Aufgrund der notwendigen, langfristigen Lieferverträge mit externen Produktionspartnern, insbesondere mit Foundries, die der Absicherung der Kapazitäten und Lieferfähigkeit dienen, kann es zu Abnahmeverpflichtungen bestellter Mengen kommen. Im ungünstigsten Fall kann es zu Wertberichtigungen von Restbeständen führen, wenn diese nicht am Markt platziert werden können. Zudem besteht ein Risiko, dass insb. die Foundries im Rahmen der vertraglichen Vereinbarungen die Preise für Wafer im Hinblick auf gestiegene Rohstoff- und Energiekosten erhöhen. Derartige Preiserhöhungen können unter bestimmten Bedingungen an Kunden weitergegeben werden, so dass wesentliche negative Auswirkungen auf die Marge grundsätzlich vermieden werden können. Die bestehende, langfristige Zusammenarbeit mit den beiden Wafer-Lieferanten (X-FAB und TSMC) wurde auch im abgelaufenen Geschäftsjahr durch kontinuierliche Abstimmungen zu (konzernweiten) Kapazitäten und Lieferzeiten und Einbeziehung in Neuprodukthochläufe eng fortgeführt. Weiterhin besteht für den Bereich Assembly eine breite und durch eigene Lieferantenaudits qualifizierte Lieferbasis. Im Übrigen konzentriert sich die Auswahl der Lieferanten auf Partner mit mehreren eigenen Produktionsstandorten mit Potential zum internen Produktionstransfer im Risikofall als Second Source. Damit wird auch eine Skalierbarkeit erreicht, die schnelles Wachstum ohne Zunahme der Investitionen erlaubt. In Abhängigkeit der jeweiligen Markt- und Nachfragesituation prüft die Renesas-Gruppe darüber hinaus auch die Möglichkeiten zum Einsatz weiterer, neuer Lieferanten mit jeweils mehreren Produktionsstandorten zur Verbesserung der Risikosituation. Die Zugehörigkeit zur Renesas-Gruppe und dem damit einhergehenden Einkaufsvolumen bietet zudem erhöhte Chancen auf günstigere Preisverhandlungen bei Produktionsmaterialien und -leistungen sowie größere Kapazitätszuteilungen bei Lieferengpässen in der Halbleiterindustrie. Neben dem aktiven Lieferantenmanagement stellt insbesondere der Produktionsstandort unseres Gesellschafters einen weiteren wesentlichen Baustein zur Risikominimierung dar, der insbesondere aus Sicht unserer Kunden derzeit einen strategischen Vorteil im Sinne eines "dual sourcing" darstellt. Insgesamt bewerten wir produktionsbezogenen Risiken in Bezug auf die Eintrittswahrscheinlichkeit mit "gelegentlich" (mögliches Auftreten alle 2 bis 4 Jahre) und in Bezug auf die möglichen Auswirkungen als "bedeutend" (€ 0,5 bis 1 Mio je Ereignis). 5.2.4. Finanzen Grundsätzlich leiten sich aus gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen auch Risiken für die Finanzierungsabsicherung ab. Aufgrund des durch die positive Geschäftsentwicklung aktuell hohen Bestands an liquiden Mitteln und der Einbettung in die Strukturen der wirtschaftlich stabil aufgestellten Renesas-Gruppe besteht insoweit eine geringere Anfälligkeit für etwaige Verwerfungen im Bank- und Kreditgeschäft. Zudem wird durch die auf Kostenerstattung basierten Entwicklungsdienstleistungen für das verbundene Unternehmen REA eine weitere Stabilität der eigenen Cashposition erreicht, so dass sämtliche Aktivitäten aus dem eigenen Cashflow finanziert werden können. Weiterhin verfolgt die REGG eine strenge Kreditpolitik gegenüber Kunden und Geschäftspartnern. Insbesondere die Kreditwürdigkeit von Kunden wird systematisch geprüft. Im Fall von drohenden Forderungsausfällen werden aktiv Maßnahmen ergriffen, um den Risikoeintritt zu verhindern. Grundsätzlich besteht dennoch das Risiko von Forderungsausfällen. Weitere Ertragsrisiken entstehen durch einen ungünstigen Kursverlauf des US-Dollars zum Euro. Grundsätzlich wird versucht, derartige Risiken durch ein weitestgehend ausgeglichenes Niveau an USD-basierten Umsätzen und Aufwendungen einzugrenzen. Allerdings lässt sich damit in der Regel das Währungsrisiko nicht vollständig eliminieren, wobei sich bei günstiger Kursentwicklung auch Chancen ergeben können. Weiterhin werden Terminabsicherungsgeschäfte geprüft, um so den zu erwartenden Dollarüberschuss abzusichern. Durch den erneuten Anstieg der auf US-Dollar lautenden Forderungen im Rahmen des Cashpooling Vertrags und des abgeschlossenen Darlehensvertrags mit der Konzern-Muttergesellschaft sind jedoch sowohl die Risiken als auch die Chancen aus der Währungskurs-Entwicklung deutlich angestiegen. Je nach Entwicklung des Wechselkurses können sich deutlich positive wie auch negative Einflüsse auf das jeweilige Jahresergebnis ergeben. Die Eintrittswahrscheinlichkeit dieser Währungsrisiken bewerten wir mit "regelmäßig" (mögliches Auftreten innerhalb eines Jahres) und in Bezug auf die möglichen Auswirkungen als sehr hoch (€ 5 bis 10 Mio je Ereignis). Die darüber hinaus bestehenden finanzbezogenen Risiken bewerten wir in Bezug auf die Eintrittswahrscheinlichkeit durchschnittlich mit "vorstellbar" (keine bekannten Fälle, aber theoretisch denkbar) und in Bezug auf die möglichen Auswirkungen als "sehr hoch" (€ 5 bis 10 Mio je Ereignis). 5.2.5. Rechtsrisiken Unsere Strategie war und ist es, grundsätzlich keine Aktivprozesse zu führen und auftretende Streitfälle kostenschonend und einvernehmlich zu lösen. Durch eine frühzeitige Einbindung der internen Rechtsabteilung sowohl bei Vertragsabschlüssen als auch bei potentiellen Schadens- und Streitfällen können Rechtsrisiken besser gemanagt und langfristig minimiert werden. Soweit Aktivprozesse geführt werden müssen, wird zunächst eine sorgfältige Sachverhaltsanalyse erstellt und in Zusammenarbeit mit externen, auf das entsprechende Rechtsgebiet spezialisierten Rechtsanwälten eine Strategie für eine erfolgreiche Prozessführung erarbeitet. Haftungsrisiken ergeben sich abstrakt aus der unabsichtlichen Verletzung von Patent- oder Markenschutzrechten sowie aus Gewährleistungs- bzw. Produkthaftungsfällen, insbesondere auch in den USA. Maßnahmen zur Risikobegrenzung werden regelmäßig geprüft und anschließend umgesetzt. Insgesamt bewerten wir rechtliche Risiken in Bezug auf die Eintrittswahrscheinlichkeit durchschnittlich mit "selten" (mögliches Auftreten alle 5 bis 6 Jahre) und in Bezug auf die möglichen Auswirkungen als "bedeutend" (€ 0,5 bis 1 Mio je Ereignis). 5.2.6. Produkthaftungs- und Qualitätsrisiken Gegen Produktrisiken setzt die REGG modernste qualitätssichernde Methoden zur Vorbeugung, Problemlösung und kontinuierlichen Verbesserung seiner Geschäftsprozesse ein, insbesondere bei Entwicklung und Logistik sowie der Lieferantenkontrolle. Das unternehmensweit gültige Qualitätsmanagementsystem ist seit Jahren nach den Normen ISO9001 beziehungsweise IATF 16949 zertifiziert. Auch die Lieferanten werden entsprechend diesen Vorgaben qualifiziert und regelmäßig vor Ort auditiert. Um den gewachsenen Anforderungen aus der Automobilindustrie an die Produktsicherheit nachzukommen (z.B. ISO26262), unterliegen die entsprechenden Prozesse im Bereich Entwicklung und Produktion fortwährend der Überprüfung auf notwendigen Anpassungsbedarf. Die von den wichtigsten Lieferanten hergestellten Produkte und Dienstleistungen, wie z.B. X-FAB und TSMC, werden in komplexe elektronische Systeme integriert. Fehler oder Funktionsmängel der von Lieferanten hergestellten Produkte können daher unmittelbar oder mittelbar Eigentum, Gesundheit oder Leben Dritter beeinträchtigen. Durch einen engen Kontakt zum Lieferanten und regelmäßige Auditierung können Abläufe beim Kunden regelmäßig kontrolliert, Risiken in der Lieferkette frühzeitig erkannt und deren Eintritt vermieden werden. Diese Zusammenarbeit wird durch entsprechende vertragliche Regelungen abgesichert. Gewährleistungs- und Haftungsansprüche gegenüber dem Lieferanten werden durch entsprechende vertragliche Regelungen gesichert. Demgegenüber werden Gewährleistungs- und Haftungsansprüche unserer Kunden unter Berücksichtigung der konkreten Geschäftschancen und -risiken beschränkt. Es ist jedoch aus rechtlichen Gründen nicht möglich, die bestehende gesetzliche Produkthaftung gegenüber dem Konsumenten oder Dritten zu reduzieren oder auszuschließen. Die REGG sichert daher diese Risiken durch eine Industrie- und Produkt-Haftpflichtversicherung zzgl. der Versicherung von Kosten im Zusammenhang mit dem Rückruf von Kraftfahrzeugen (Kfz-Zuliefererversicherung) ab. Jedes Produkt, das die REGG verlässt, durchläuft statistisch hinsichtlich Qualität und Funktion mehrere qualifizierte Kontrollen. Trotz aller Qualitätskontrollen können dennoch Produktfehler auftreten und sich möglicherweise erst nach Installation und Gebrauch der Endprodukte zeigen. Obwohl dieses Risiko branchenüblich versichert ist, kann es im Falle von Qualitätsproblemen zu negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft kommen. Wir erachten diese Art von Risiken in Bezug auf die Eintrittswahrscheinlichkeit als "selten" (mögliches Auftreten alle 5 bis 6 Jahre) und in Bezug auf die möglichen Auswirkungen als "hoch" (€ 1 bis 5 Mio je Ereignis). Auf der anderen Seite bieten die kontinuierlich aufrecht erhaltenen Zertifizierungen nach ISO9001, ISO26262 und IATF 16949 sowie mit höchsten Ratings abgeschlossene Audits unserer Kunden wiederum die Chance die Geschäftsbeziehungen mit bestehenden Kunden auszuweiten bzw. durch derartige positive Referenzen auch Neukundengewinnung zu begünstigen. 5.2.7. IT- und Infrastrukturrisiken Im Bereich der Informationstechnologie ergeben sich grundsätzlich Risiken im Falle einer Virusattacke oder ähnlich gearteter externen Angriffe auf die Firmeninfrastruktur. Zur Vermeidung solcher Risiken hat Renesas im Firmenverbund entsprechende mehrstufige Sicherheitsvorkehrungen (Virusprogramme, Firewall) implementiert und nimmt regelmäßige Datensicherungen vor. Dies wird ferner ergänzt um die Nutzung von ausgelagerten Applikationen, interne Penetrationstests sowie regelmäßige Schulungen der Belegschaft zu diesen Themen. Gegen Einschränkungen und negative Auswirkungen auf Datencenter z.B. durch Feuer, Wasserschäden oder technisch bedingte Schäden wie der Ausfall von Klimatechnik schützt sich Renesas durch regelmäßige Datenspieglungen auf physisch andere Datencenter, Einsatz von cloudbasierten Lösungen und redundante Klimatechnik. Weitere negative Auswirkungen können sich zudem aus Unterbrechungen der Internet- und VPN Infrastruktur, der Beeinträchtigung bei verwendeten IT-Dienstleistern oder dem Verlust von IT-Hardware (Laptops) ergeben. Auch gegen solche Risiken wurden geeignete Maßnahmen etabliert. Insgesamt erachten wir die IT- Risiken in Bezug auf die Eintrittswahrscheinlichkeit als "selten" (mögliches Auftreten alle 5 bis 6 Jahre) und in Bezug auf die möglichen Auswirkungen als "hoch" (€ 1 bis 5 Mio je Ereignis). Neben den aufgeführten Risiken bieten neue IT-Lösungen und Technologien sowie leistungsfähigere Komponenten entsprechende Chancen auf effizientere Prozesse, stetig verbesserte Unterstützung sämtlicher Unternehmensfunktionen und eine bessere Ausschöpfung von Wachstumspotential. Neben den IT-bezogenen Risiken ergeben sich darüber hinaus auch Risiken aus den mietvertraglichen Rahmenbedingungen am Standort in Dresden, wo die Gesellschaft ihre Fertigungs-, Labor und Büroräume angemietet hat. Den Vorteilen von Flexibilität und geringerem Investitionsbedarf stehen Abhängigkeiten von den Vermietern nachteilig gegenüber. So besteht das Risiko, das Mietverträge nicht verlängert werden oder sich mietvertragliche Konditionen verschlechtern. Insbesondere das Betreiben des Reinraums für Wafer- und Finaltest mit seinen spezifischen Anforderungen würde die Suche nach neuen Räumlichkeiten entsprechend schwerer gestalten. Daher sind wir bestrebt, frühzeitig mit unseren Vermietern über Laufzeiten und die Gestaltung der bestehenden Mietverträge zu sprechen, um Stabilität für unsere Geschäftsprozesse zu gewährleisten. Insgesamt erachten wir die infrastrukturellen Risiken in Bezug auf die Eintrittswahrscheinlichkeit als "selten" (mögliches Auftreten alle 5 bis 6 Jahre) und in Bezug auf die möglichen Auswirkungen als "hoch" (€ 1 bis 5 Mio je Ereignis). 5.2.8. Personalrisiken Aufgrund des zunehmenden Fachkräftemangels, der insbesondere in der Know-how und ausbildungsintensiven Halbleiterbranche mehr und mehr spürbar wird, ergeben sich für die Gesellschaft Risiken im Falle des Verlustes von erfahrenen und spezialisierten Fachkräften bzw. der Nicht-Besetzung von offenen Stellen. Dies kann zu Verlust an wichtigem Wissen führen und dazu, dass bestimmte Projekte oder Funktionen qualitativ nicht adäquat besetzt sind bzw. aus Personalmangel gar nicht durchgeführt werden können und somit die langfristige Geschäftsentwicklung des Unternehmens negativ beeinflusst wird. Zur Vermeidung solcher Risiken unterhält die Gesellschaft ein marktkonformes und anreizorientiertes Vergütungssystem, das Mitarbeiter motivieren, angemessen entlohnen und ans Unternehmen binden soll. Darüber hinaus werden verschiedene Möglichkeiten zur Personalentwicklung und flexible Arbeitszeitmodelle angeboten. Im Bereich des Recruitments profitiert REGG zudem von der Einbindung in den Renesas-Konzern. Zum einen wird mit spezialisierten externen Recruiting-Firmen zusammengearbeitet, so dass Fachkräfte über den Einzugsbereich von Dresden hinaus angesprochen werden können. Zum anderen werden auch Möglichkeiten geprüft, Mitarbeiter aus anderen Konzerngesellschaften nach Dresden zu holen. Mit dem Ziel von langfristiger Mitarbeitergewinnung werden auch Kooperation mit ansässigen Hochschulen, z.B. in Form eines Dualen Studiums, geschlossen. Insgesamt erachten wir die Personalrisiken in Bezug auf die Eintrittswahrscheinlichkeit als "regelmäßig" (mögliches Auftreten innerhalb eines Jahres) und in Bezug auf die möglichen Auswirkungen als "bedeutend" (€ 0,5 bis 1 Mio je Ereignis). 5.2.9. Pandemierisiken Grundsätzlich ergeben sich für den Geschäftsbetrieb der REGG auch Risiken aus einer Pandemiesituation, wie es beispielweise durch den Covid19-Erreger festzustellen war. So kann es durch eine weltweite Pandemie zu Beeinträchtigungen der Lieferketten und Beschaffungsmärkte durch Produktionsstopps einzelner Werke oder behördlicher Lockdowns ganzer Regionen kommen. Dem versucht die Gesellschaft durch strategische Auswahl von Lieferanten mit mehreren eigenen Produktionsstandorten mit Potential zum Produktionstransfer im Risikofall entgegenzuwirken. Ergänzt durch ein enges und kontinuierliches Monitoring der Supply Chain (inkl. der Durchführung von Lieferantenaudits, die auch das Risikomanagement und Notfallpläne einschließen) können so Lieferengpässe besser vermieden und gesteuert werden. Auch für die eigene Produktion können sich negative Auswirkungen beispielsweise durch die Erkrankung von Mitarbeitern ergeben, die im schlimmsten Fall einen Stillstand der Produktion zur Folge haben können. Für den Fall einer Pandemie bestehen jedoch detaillierte Notfallpläne und Hygienekonzepte die einen Fortbestand der Produktion entsprechend sicherstellen sollen. Die beschriebenen Risiken bestehen gleichermaßen auch für unsere Kunden, wodurch sich aus einer Pandemie zum einen direkte Nachfragerückgänge bei einzelnen betroffenen Kunden ergeben können und zum anderen auch gesamtwirtschaftliche Nachfrageeinbrüche resultieren können. Obgleich sich die REGG derartigen weltwirtschaftlichen Einflüssen nicht entziehen kann, wird dennoch durch die Diversifizierung des Produktportfolios auf verschiedene Anwendungs- und Applikationsbereiche eine Minderung der Risiken erreicht. Auf Basis der in den letzten Jahren im Zusammenhang mit der Covid19 Pandemie gemachten Erfahrungen gehen wir für vergleichbare Szenarien einer Pandemie von einem hohen Risiko (€ 1-5 Mio) mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von "selten" (mögliches Auftreten alle 5 bis 6 Jahre) aus. 5.2.10. Übergeordnete geopolitische Risiken Neben dem seit Februar 2022 durch Russland geführten Angriffskrieges gegen die Ukraine ergeben sich auch aus dem Nahostkonflikt sowie des Handelsstreits zwischen den USA/Europa und China Risiken auf die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft. Diese können sich u.a. in Form von erhöhten Energie- und Beschaffungskosten, gestiegener Inflation, beeinträchtigter Lieferketten und letztlich in einer sich eintrübenden Konjunktur und entsprechend sinkender Nachfrage nach unseren Produkten niederschlagen. Durch die Einbindung in den Renesaskonzern und die bereits zuvor beschriebenen vielfältigen Maßnahmen zur Risikominimierung sind wir grundsätzlich weniger anfällig für Beeinträchtigungen aus den genannten Entwicklungen, können uns diesen - je nach Ausmaß - auch nicht gänzlich entziehen. Im Fall von stärkeren Umsatzrückgängen werden unter anderem Kosteneinsparmaßnahmen implementiert um die Auswirkungen auf die Profitabilität abzumildern. Zudem besitzt die Gesellschaft ausreichend finanzielle Ressourcen um auch in Zeiten einer möglichen Rezession eine stabile Unternehmensentwicklung sicherzustellen. 5.3. Gesamtaussage zur Risiko- und Chancenlage Insgesamt gehen wir zum gegenwärtigen Zeitpunkt bei den meisten genannten Risiken von einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit aus. Als Ausnahme hiervon sind im Wesentlichen die Risiken aus Währungsumrechnung und der Verlust von Mitarbeitern zu sehen, die im Hinblick auf die aktuelle Arbeitsmarktsituation und den sich verstärkenden Fachkräftemangel schwer auszugleichen sind. Daneben ergaben sich zum Bilanzstichtag noch höhere Risiken daraus, dass ein für den Produktionsbereich relevanter Mietvertrag auszulaufen drohte. Inzwischen konnte hier mit dem Vermieter eine kurzfristige Verlängerung des Mietvertrags erreicht werden, in deren Laufzeit eine längerfristig nutzbare Ersatzlösung geschaffen werden soll. Im Hinblick auf die adressierten Märkte und Applikationen, die weiterhin langfristiges Wachstumspotential aufweisen, die hohen Qualitätsstandards unserer Produkte sowie der konzernbedingt starken Vertriebskräfte sehen wir demgegenüber weiterhin gute Chancen für ein sich fortsetzendes Umsatzwachstum und einer positiven Unternehmensentwicklung. Diese kann durch die aktuelle Entwicklung des EUR/USD- Wechselkurses und entsprechender Währungskursgewinne zusätzlich positiv beeinflusst werden. 6. Prognosebericht/Ausblick Als Konzerngesellschaft des japanischen Halbleiterhersteller Renesas Electronics Corp. verbleibt der Fokus der Gesellschaft weiterhin darauf, zum einen neue Standardprodukte zu konzipieren und zu entwickeln - weit überwiegend im Auftrag anderer Konzerngesellschaften. Zum anderen wird die Konzentration auf langfristige Partnerschaften mit mehreren strategischen Kunden im ASIC-Geschäft - insbesondere im Bereich Automotive - beibehalten. Organisatorisch wurden zu Beginn des Jahres 2024 die Automotive- und Industrial-Produktbereiche der REGG in der sog. "Analog & Connectivity" Product Group des Renesas-Konzerns zusammengeführt. Mit dem Fokus auf Analog Mixed Signal & Sensorik sollen damit auch Applikationsbereiche außerhalb der klassischen Automotive- und Industrialanwendungen angesprochen werden und damit den organisatorischen Rahmen für eine weiter positive Geschäftsentwicklung und weiteres Wachstum der REGG- Geschäftsfelder in den nächsten Jahren bilden. Für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis 31. Dezember 2024 wird ein Umsatzniveau zwischen Mio. EUR 180 und Mio. EUR 190 erwartet, was gegenüber dem abgelaufenen Geschäftsjahr einem Rückgang von rund 13% bzw. 8 % entspricht. Dies resultiert im Wesentlichen aus der sich abschwächenden Nachfrage nach Halbleiterprodukten insbesondere im Industrial-Bereich. Aber auch im Automotive-Bereich kann derzeit nicht an die Wachstumsraten der vergangenen zwei Geschäftsjahre angeknüpft werden - wir gehen hier von leicht sinkenden Umsätzen aus. Das Betriebsergebnis (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) für das Geschäftsjahr 2024 wird basierend auf der beschriebenen Umsatzentwicklung und unter Berücksichtigung von weitestgehend ausgeglichener Währungsgewinne/-verluste im Bereich zwischen Mio. EUR 65 und Mio. EUR 75 erwartet und damit trotz sinkender Umsatzerlöse auf dem Niveau von 2023 liegen.
Dresden, den 23. September 2024 Carsten Jauch, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für den Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023I. Allgemeine Angaben Die Renesas Electronics Germany GmbH (kurz: REGG) ist im Handelsregister von Dresden unter HRB 35678 eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Dresden. Gegenstand des Unternehmens ist die Konstruktion, Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von kunden- und anwendungsspezifischen Schaltkreisen und Standardprodukten sowie alle hiermit zusammenhängenden Tätigkeiten. Die Gesellschaft gehört zum Konzern des japanischen Halbleiterherstellers Renesas Electronics Corporation, Tokyo/Japan (Renesas) und wird auch in den Konzernabschluss der Renesas-Gruppe einbezogen (größter Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss ist am Sitz dieser Gesellschaft erhältlich und wird im japanischen EDINET (Electric Disclosure for Investor's NETwork) unter der Nummer E02081 und auf der Internetseite der Renesas veröffentlicht. Die Gesellschaft plant, für sich von der Befreiung gemäß § 292 Abs. 1 HGB Gebrauch zu machen und den IFRS-Konzernabschluss der Renesas zu veröffentlichen. Dieser weicht hinsichtlich der angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden im Wesentlichen bezüglich der aus der Kaufpreisallokation resultierenden Aktivierung von immateriellen Vermögensgegenständen, der Bilanzierung von Leasingverhältnissen innerhalb der Bilanz (als Vermögensgegenstand und entsprechender Verbindlichkeit), der aufwandswirksamen Erfassung der für kundenspezifische Auftragsentwicklungen angefallenen Kosten (Aktivierung als unfertige Leistung im handelsrechtlichen Abschluss), sowie unterschiedlicher Wertberichtungen auf Vorräte ab. Darüber hinaus wird die REGG in den Konzernabschluss der direkten Muttergesellschaft, Renesas Electronics (Penang) Sdn. Bhd. / Penang, Malaysia (Renesas Malaysia), einbezogen (kleinster Konsolidierungskreis), der am Sitz dieser Gesellschaft erhältlich ist. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die in der Bilanz- und der Gewinn- und Verlustrechnung gesetzlich vorgesehenen zusätzlichen Angaben (davon-Vermerke) wurden aus Gründen der Übersichtlichkeit in den Anhang aufgenommen. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige und gegebenenfalls um außerplanmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen der immateriellen Vermögensgegenstände erfolgen linear pro rata temporis über drei Jahre für Software und für Patente über zehn Jahre. Zusätzlich werden für unvorhergesehene Sachverhalte außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, sofern die Werthaltigkeit der immateriellen Vermögengegenstände nicht mehr gegeben ist. Die Abschreibungen der Sachanlagen erfolgen linear pro rata temporis über einen Zeitraum von 3 bis 10 Jahren. Geringwertige Anlagengegenstände bis € 250 Anschaffungskosten werden grundsätzlich sofort aufwandswirksam erfasst. Für Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von € 250 bis € 1.000 wird ein Sammelposten gebildet, der jährlich mit 20 Prozent linear abgeschrieben wird. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt, sofern eine dauerhafte Wertminderung vorliegt. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots werden bis zu den Anschaffungskosten vorgenommen, wenn die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr bestehen. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte mit den Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Aus kundenspezifischen Auftragsentwicklungen resultierende Entwicklungsaufwendungen sind, soweit die Entwicklungsarbeiten am Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossen sind, als unfertige Leistungen aktiviert. Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgt zu Herstellungskosten abzüglich erhaltener Entwicklungskostenzuschüsse. Die Herstellungskosten enthalten grundsätzlich Einzelkosten zuzüglich angemessener Gemeinkosten. Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen. Das strenge Niederstwertprinzip wird beachtet. Unfertige, fertige Erzeugnisse und Waren werden zu ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten beinhalten neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet. Die Entwicklungsaufträge mit anschließender Serienproduktion werden im Rahmen der verlustfreien Bewertung als eine Einheit angesehen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Zweifelhafte Forderungen wurden einzelwertberichtigt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos, von Skontoabzügen sowie Mahn- und Zinskosten wurde auf Forderungen aus Lieferungen eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % gebildet. Die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten auch Abgrenzungen für erwartete Erlösschmälerungen aus Distributionsgeschäften, die als Minderung der Umsatzerlöse bilanziert werden. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die latenten Steuern werden nach den Grundsätzen des § 274 HGB ermittelt. Bezüglich des Ansatzes latenter Steuern nutzt die REGG das Wahlrecht zur Saldierung von aktiven und passiven latenten Steuern. Der sich nach erfolgter Saldierung ergebende Überhang, gleich ob aktiv oder passiv, wird entsprechend angesetzt und in der Bilanz ausgewiesen. Fremdwährungsumrechnungen Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet: Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die hieraus resultierenden Kursgewinne und -verluste werden erfolgswirksam erfasst. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die hieraus resultierenden Kursgewinne und -verluste werden erfolgswirksam erfasst. Langfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung (Restlaufzeit von über einem Jahr) bestehen zum Bilanzstichtag nicht. III. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres in der als gesonderte Anlage beigefügten Entwicklung des Anlagevermögens dargestellt. Finanzanlagen Angaben zum Anteilsbesitz
Das Eigenkapital der Renesas Design Bulgaria EOOD (RDB) wurde zum Stichtagskurs (BGN/EUR 1,9558) und das Jahresergebnis zum Durchschnittskurs (BGN/EUR 1,9558) in Euro umgerechnet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen weisen im Geschäftsjahr Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr aus. Dies gilt mit Ausnahme des im Geschäftsjahr 2022 an die Konzernobergesellschaft ausgereichten Darlehens (Vorjahr: TEUR 93.801) auch für das Vorjahr. Das Darlehen valutiert in USD und ist bis zum 31. Dezember 2024 zur Rückzahlung fällig. Die ausgewiesenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalteten zum 31.12.2023 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. 5.301 (Vorjahr: TEUR 5.297) und Forderungen aus kurzfristigen Darlehensgewährung im Rahmen des Cash Pooling Vertrags mit der Konzernmuttergesellschaft i.H.v. TEUR 133.007 (Vorjahr: TEUR 30.860) sowie Forderungen aus dem zum 27.12.2022 auch an die Konzernmuttergesellschaft ausgereichte Darlehen i.H.v. TEUR 90.269 (Vorjahr: TEUR 93.801). Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen auf Gesellschafter-Forderungen aus Lieferung und Leistungen von TEUR 60 (Vorjahr: TEUR 183). Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen aus Steuern in Höhe von TEUR 875 (Vorjahr: TEUR 858 - im Wesentlichen Umsatzsteuer), Vorauszahlungen an Distributionspartner in Höhe von TEUR 6.821 (Vorjahr: TEUR 4.047) und sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 495 (Vorjahr: TEUR 362). Guthaben bei Kreditinstituten Die Guthaben bei Kreditinstituten enthalten Guthaben mit Verfügungsbeschränkungen in Höhe von TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 32). Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet sonstige Vorauszahlungen im Wesentlichen für Lizenz- und Wartungsverträge, Versicherungsbeiträge und Konferenzteilnahmegebühren in Höhe von TEUR 53 (Vorjahr: TEUR 103). Latente Steuern Die ausgewiesenen aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 1.973 (Vorjahr passive latente Steuern TEUR-377) resultieren im Wesentlichen aus unrealisierten Währungsverlusten bei der kurzfristigen Cashpool-Forderung sowie der Bewertung der Darlehensforderung gegen die Konzernmuttergesellschaft, die für steuerliche Zwecke nicht ergebniswirksam werden, sowie außerdem aus der unterschiedlichen Bewertung von Rückstellungen und Wertberichtigung auf Forderungen. Es wird ein Steuersatz von 31,59 % zu Grunde gelegt. Die latenten Steuersalden entwickelten sich wie folgt:
Stammkapital Das Stammkapital beträgt TEUR 15.750 und ist eingeteilt in 15.750.000 Geschäftsanteile im Nennbetrag von je EUR 1,00. Diese werden vollumfänglich von der Renesas Electronics (Penang) Sdn. Bhd. / Malaysia gehalten. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen den Personalbereich (TEUR 1.805; Vorjahr: TEUR 1.024), erwartete Erlösschmälerungen aus Distributionsgeschäften (TEUR 13.076; Vorjahr: TEUR 6.126) sowie ausstehende Eingangsrechnungen (TEUR 1.437; Vorjahr: TEUR 1.153). Daneben beinhalten die sonstigen Rückstellungen u.a. Archivierungskosten und zu erwartende Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 22.766 (Vorjahr: TEUR 12.876) aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Davon entfallen auf Gesellschafter TEUR 7.790 (Vorjahr: TEUR 9.684). Haftungsverhältnisse Es bestehen keine weiteren Haftungsverhältnisse. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 7.471 (Vorjahr: TEUR 8.392). Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen Miet-, Leasing- und Dienstleistungsverträge, Wartungs- und Lizenzverträge sowie Verpflichtungen aus offenen Waferbestellungen zum Stichtag. Die Restlaufzeiten stellen sich wie folgt dar:
Der Vorteil dieser Miet- und Leasingverträge liegt in der geringen Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken können sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Gegenstände nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wofür es derzeit keine Anzeichen gibt. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden erfasst, wenn der Risikoübergang auf den Kunden erfolgt ist. Sie verteilen sich wie folgt auf Absatzmärkte und Business Lines. Nach Absatzmärkten
Nach Anwendungsbereichen
Der Bereich Sonstige betrifft im Wesentlichen Kostenerstattungen für Auftragsentwicklungsleistungen an die Renesas Electronics America Inc., Lizenzentgelte für die konzerninterne Nutzung von IP sowie eine Umlage an die Renesas Design Bulgaria EOOD für das zur Verfügung stellen von entwicklungsbezogener IT-Infrastruktur. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 534 (Vorjahr: TEUR 103). Im Vorjahr wurden zudem Erträge aus Währungskursgewinnen in Höhe von TEUR 7.502 ausgewiesen. Sonstige periodenfremde Erträge sind im Geschäftsjahr nicht angefallen. Sonstiger betrieblicher Aufwand Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
Der Anstieg des Vertriebsaufwands ist im Wesentlichen auf zusätzlich erfasste konzerninterne Umlagen für Vertriebsunterstützung (Mio. EUR 9,9) durch andere Konzerngesellschaften zurückzuführen. Die Übrigen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Währungskursverluste in Höhe von TEUR 10.121 (Vorjahr: TEUR 0). Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die Position "sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" beinhaltet Zinserträge aus Guthaben bei Kreditinstituten i.H.v. TEUR 2.667 (Vorjahr: TEUR 666) und Zinserträge von verbundenen Unternehmen (TEUR 8.601; Vorjahr: TEUR 2.473), davon aus der kurzfristigen Darlehensgewährung an das Mutterhaus im Rahmen des Cashpoolings i.H.v. TEUR 3.788 (Vorjahr: TEUR 2.406) und aus der Konzerndarlehnsgewährung i.H.v. TEUR 4.813 (Vorjahr: TEUR 67). Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsaufwendungen i.H.v. TEUR 31 (Vorjahr: TEUR: 0) resultieren im Wesentlichen aus Nachforderungszinsen aus Körperschaftssteuer. Ertragsteuern Die Ertragsteuern betreffen die inländischen Ertragsteuern des abgeschlossenen Geschäftsjahres (TEUR 27.436; Vorjahr: TEUR 33.249), Steuerertrag aus der Auflösung passiver latenter Steuern / Bildung aktiver latenter Steuern (TEUR 2.350; Vorjahr: TEUR 438), ausländische Ertragsteuern (TEUR 150; Vorjahr: TEUR 0) und periodenfremder Steuerertrag in Höhe von TEUR 203 (Vorjahr: periodenfremder Steueraufwand TEUR 140). Der übergeordnete Renesas Electronics Corporation -Konzern fällt in den Anwendungsbereich der Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung ("Pillar 2"). Die Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung sind mit Wirkung zum 28. Dezember 2023 in Deutschland in Form des Mindeststeuergesetzes ("MinStG") in Kraft getreten. Das MinStG gilt erstmals für Geschäftsjahre, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen. Gemäß dem MinStG ist eine Ergänzungssteuer für jede Jurisdiktion zu zahlen, die einen effektiven Steuersatz unter 15% aufweist. Die Bestimmung des effektiven Steuersatzes nach dem MinStG ist sehr komplex und beinhaltet eine Vielzahl von spezifischen Anpassungen. Da das MinStG für das Geschäftsjahr 2023 noch keine Anwendung findet, entsteht für das Geschäftsjahr 2023 keine Steuerbelastung aus dem MinStG. Auf die REGG wird zukünftig grundsätzlich keine Steuermehrbelastung aus der nationalen Ergänzungssteuer entfallen, da sie weder oberste Muttergesellschaft noch Gruppenträgerin der Mindeststeuergruppe im Sinne der § 3 MinStG ist. Allerdings ist sie der Gruppenträgerin, die künftig entstehende Steuermehrbelastungen für alle in Deutschland belegenen Geschäftseinheiten zu tragen hat, zum Ausgleich für etwaige durch die REGG verursachte nationale Ergänzungssteuerbeträge verpflichtet. Aufgrund der Komplexität der Anwendung der Pillar 2 Gesetzgebung und der Berechnung der möglichen steuerlichen Auswirkungen, sind derzeit die quantitativen und qualitativen Auswirkungen für zukünftige Geschäftsjahre noch nicht zuverlässig abschätzbar V. Sonstige Angaben Honorar des Abschlussprüfers
Mitarbeiter Die Entwicklung der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag Mit Wirkung zum 1. Januar 2024 erfolgte die Veräußerung der in Ilz/Österreich unterhaltenen Betriebsstätte an die Konzerngesellschaft Renesas Design Austria GmbH zu einem Kaufpreis in Höhe von TEUR 1.076. Für die gegenwärtig vom Freistaat Sachsen angemieteten Räumlichkeiten für Versand und Lager sowie Büros, Umkleiden und Übergang zum Testhaus für Wafer- und Finaltest endet der Mietvertrag zum 31. Dezember 2024. Der Freistaat Sachsen hat diese Liegenschaft zwischenzeitlich an die Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e. V., München, übertragen, die das Mietobjekt nicht mehr im Rahmen eines Mietverhältnisses längerfristig zur Verfügung stellen möchte. Mit Fraunhofer konnte unter dem 07. August 2024 ein Übergangsmietvertrag mit Laufzeit bis zum 31. August 2025 abgeschlossen werden. Bis zum Ablauf dieses Mietvertrages ist geplant, alternative Räumlichkeiten für die genannten Funktionen auf dem Gelände der Grenzstr. 28 zu schaffen. Gesetzlicher Vertreter Als gesetzlicher Vertreter ist Herr Carsten Jauch (Geschäftsführer der Renesas Electronics Europe GmbH, Düsseldorf) bestellt. Der Geschäftsführer vertritt die Gesellschaft allein. Er ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Angabe der Gesamtbezüge des gesetzlichen Vertreters wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung hat dem Gesellschafter vorgeschlagen, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. Es besteht grundsätzlich eine Ausschüttungssperre in Höhe der aktivierten aktiven latenten Steuern von TEUR 1.973. Aufgrund der ausreichend vorhandenen Kapitalrücklagen kommt diese jedoch nicht zum Tragen.
Dresden, den 23. September 2024 Carsten Jauch, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Renesas Electronics Germany GmbH, Dresden Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Renesas Electronics Germany GmbH, Dresden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Renesas Electronics Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 29. Oktober 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Susanne Riedel, Wirtschaftsprüferin ppa. Andi Müller, Wirtschaftsprüfer Registered at local court (Amtsgericht) Dresden, Germany, No. HRB 35678NIEDERSCHRIFT ÜBER DIE ORDENTLICHE GESELLSCHAFTERVERSAMMLUNG / MINUTES OF THE GENERAL SHAREHOLDERS' MEETINGS
Dresden, 1. November 2024 Renesas Electronics (Penang) Sdn. Bhd. Liong Chian Min, Managing Director |
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