Octapharma GmbH
Selbe AdresseHerstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen Erzeugnissen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Hendrik Köhler seit 27.1.2022 | Geschäftsführer |
Hubert Franzaring seit 27.1.2022 | Geschäftsführer |
Michael Fuhrmann seit 27.1.2022 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Octapharma AG | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Octapharma Plasma GmbH (vormals: TMD Gesellschaft für Transfusionsmedizinische Dienste mbH)LangenfeldJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Angaben und Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Allgemeine Angaben Die TMD Gesellschaft für Transfusionsmedizinische Dienste mbH (TMD), Langenfeld, ist im Handelsregister B des Amtsgerichtes Düsseldorf unter der Nummer HRB 96274 eingetragen. Die Gesellschafterversammlung vom 24. November 2022 hat die Änderung des Gesellschaftsvertrages in § 1 Abs. 2 und mit ihr die Sitzverlegung von Kassel nach Langenfeld beschlossen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie unter Berücksichtigung der Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft ist im Jahr 2023 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Größenabhängige Erleichterungen wurden teilweise in Anspruch genommen. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren beibehalten. Die Gesellschaft betreibt gewerbliche Einrichtungen zur Vollblut- und Humanplasmaspende im Bundesgebiet. Hier können geeignete Spender eine Vollblut- oder aber Humanplasmaspende leisten, auf Wunsch erhalten sie hierfür eine Aufwandsentschädigung nach dem Transfusionsgesetz. Die so gewonnenen Produkte werden an Abnehmer aus der pharmazeutischen Industrie und Gesundheitseinrichtungen veräußert. Die TMD Gesellschaft für Transfusionsmedizinische Dienste mbH gehört seit dem 1. April 2019 zum Konzernkreis der Octapharma AG, Lachen/Schweiz. Die Muttergesellschaft hält 100 % des Stammkapitals in Höhe von TEUR 25. Die Gesellschaft betreibt unverändert zum Vorjahr Spenderzentren in Kassel, Darmstadt, Gießen, Hannover, Bochum, Osnabrück und Paderborn. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Angaben zur Bilanz Der Jahresabschluss wurde nach den Bestimmungen der §§ 266 Abs. 2 und 3 sowie § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Außerdem werden in der Gewinn- und Verlustrechnung die Posten "Gesamtleistung" und "Rohergebnis" dargestellt. Die Bewertung der einzelnen Vermögens- und Schuldenposten erfolgte nach den handelsrechtlichen Vorschriften. Entgeltlich erworbene Software und Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten unter Abzug planmäßiger, auf Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommener linearer Abschreibungen bewertet. Die handelsrechtlichen Abschreibungen erfolgen ab dem Geschäftsjahr 2019, konzerneinheitlich, nach den Group Accounting Guidelines der Octapharma AG. Die Nutzungsdauer beträgt bei immateriellen Vermögensgegenständen drei Jahre, bei Sachanlagen erfolgen die Abschreibungen über einen Zeitraum zwischen fünf und zehn Jahren. Die Entwicklung und Aufgliederung des Anlagevermögens (erweiterte Bruttodarstellung) ergeben sich aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren Tagespreisen bilanziert. Die fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten am Stichtag angesetzt. Die Herstellungskosten setzen sich zusammen aus den zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessenen Teilen der Material- und Fertigungsgemeinkosten, des Werteverzehrs des Anlagevermögens sowie anteiligen Verwaltungskosten, soweit durch die Produktion veranlasst. Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten oder den niedrigeren Wert am Stichtag angesetzt. Sämtliche Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Warenlieferungen gegen die Gesellschafterin Octapharma AG, Lachen, (TEUR 2.101; i. Vj. TEUR 739) sowie aus sonstigen Leistungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 45; i. Vj. TEUR 19). Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Forderungen in Höhe von TEUR 449 (i. Vj. TEUR 0) gegen das Finanzamt aus Umsatzsteuer. Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nominalwerten angesetzt. In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind die für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag gezahlten Beträge zeitanteilig abgegrenzt. In Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB erfolgte keine Aktivierung des Aktivüberhangs der latenten Steuern. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in angemessenem Umfang und sind zu Erfüllungsbeträgen bilanziert. Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für ausstehende Eingangsrechnungen (TEUR 546; i. Vj. TEUR 492) sowie für Personalkosten (TEUR 684; i. Vj. TEUR 767) gebildet. Die Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen angesetzt. Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und sind unbesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren mit TEUR 459 (i. Vj. TEUR 407) aus Lieferungen und Leistungen, sowie mit TEUR 1.540 (i. Vj TEUR 60) aus Verbindlichkeiten gegenüber der Octapharma AG, Lachen/Schweiz, betreffend Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pooling. Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen insbesondere aus Verpflichtungen gegenüber dem Finanzamt aus Umsatzsteuer in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 200) sowie aus Lohnsteuer in Höhe von TEUR 57 (i. Vj. TEUR 63). Sonstige finanzielle Verpflichtungen/Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Aus Miet- und Leasingverträgen bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
Diese Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen Mietverträge (zuzüglich Mietnebenkosten und ggf. Umsatzsteuer) für die sieben Zentren. Die Mietverträge beinhalten teilweise Verlängerungsoptionen. Die Leasingverträge wurden zur Verbesserung der Liquiditätslage abgeschlossen. Risiken bestehen über die Verpflichtung selbst hinaus nicht. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse von TEUR 20.631 resultieren aus Warenverkäufen an die Muttergesellschaft Octapharma AG und Warenlieferungen an fremde Dritte. Sonstige Angaben Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 185 (i. Vj. 186) angestellte Mitarbeiter. Es ergibt sich folgende Verteilung der Mitarbeiter auf die einzelnen Bereiche:
Geschäftsführer sind bzw. waren im Geschäftsjahr:
Die Angabe der Geschäftsführerbezüge unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB. Das oberste Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Octapharma Nordic AB, Stockholm/Schweden. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich. Zusätzlich zu bereits bestehenden mehrjährigen Darlehenszusagen der Gesellschafterin aus 2019 i. H. v. EUR 12 Mio (vertragliche Laufzeit bis zum 31. Dezember 2024, zum 31. Dezember 2023 erfolgte keine Inanspruchnahme) hat die Gesellschafterin mit Schreiben vom 23. Oktober 2020 gegenüber der TMD Gesellschaft für Transfusionsmedizinische Dienste, Kassel, erklärt, dass sie unwiderruflich eine uneingeschränkte Verpflichtung zusagt, auf die TMD in der Weise Einfluss zu nehmen und sie finanziell so auszustatten, dass sie stets in der Lage ist, all ihren gegenwärtigen und künftigen finanziellen Verbindlichkeiten fristgemäß nachzukommen. Die Zusage ist nicht befristet. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, sind nicht eingetreten.
Langenfeld, den 30. April 2024 TMD Gesellschaft für Transfusionsmedizinische Dienste mbH Hubert Franzaring, Geschäftsführer Hendrik Köhler, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell des Unternehmens Die TMD Gesellschaft für Transfusionsmedizinische Dienste mbH, Langenfeld, betreibt im Bundesgebiet Plasma- und Blutspendezentren, inklusive der Entnahme, der Abfüllung, des Einfrierens und der Zwischenlagerung von Plasma und der Abnahme von Vollblutspenden. Die gewonnenen Produkte werden an verschiedene Kunden im In- und Ausland veräußert. Die TMD Gesellschaft für Transfusionsmedizinische Dienste mbH (TMD) gehört seit dem 1. April 2019 zum Konzernkreis der Octapharma AG, Lachen/Schweiz. Die Octapharma AG hält 100 % des Stammkapitals in Höhe von TEUR 25. Die Gesellschaft hat zum 31. Dezember 2023 Zentren in Kassel, Darmstadt, Gießen, Hannover, Bochum, Osnabrück und Paderborn. Wesentliche Einsatzfaktoren stellen sich im Material- und Personalaufwand sowie bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (z. B. Aufwendungen für die Anmietung von Räumlichkeiten) dar. Seit dem 1. Januar 2022 werden aufgrund des abgeschlossenen "Agreement for Purchase of Human Source Plasma" die in dem Bereich Plasma entstandenen Aufwendungen zuzüglich eines Gewinnaufschlags nach der Cost-Plus-Methode an die Octapharma AG weiterbelastet. Steuerungssystem Die Gesellschaft steuert ihre Zentren über ein einheitliches Kennzahlensystem. Kernkennzahl ist dabei die gewonnene Plasmamenge, bzw. die Anzahl der Vollblutspenden, die monatlich auf einzelne betriebliche Kostenfaktoren bezogen wird. Eine weitere wesentliche finanzielle Kernkennzahl ist der Jahresüberschuss ("Ergebnis"). Hierzu werden im Jahresbudget die erforderlichen Produktionsfaktoren ermittelt und die entsprechenden Kosten eingeplant. Monatlich erfolgt im Rahmen der Erstellung von Monatsabschlüssen eine Kontrolle der Ist- Kosten. Aus den sich ergebenden Relationen wird der Handlungsbedarf der Gesellschaft systematisch abgeleitet und umgesetzt. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die TMD Gesellschaft für Transfusionsmedizinische Dienste mbH agiert in einem zyklischen Umfeld, das abhängig von der Nachfrage der Pharmaindustrie und anderer Kunden ist, und befindet sich im Wettbewerb mit wenigen anderen Anbietern. Gesamtwirtschaftliche Entwicklungen haben, sofern diese für den Markt für Medikamente aus Plasmaderivaten relevant sind, in der Regel nur einen zeitversetzten Einfluss auf die Lage der Gesellschaft. Der wesentliche Einflussfaktor auf die branchenbezogenen Rahmenbedingungen ist die Spendenbereitschaft in der Bevölkerung. Diese stieg im Geschäftsjahr 2023 wegen der ausgelaufenen Coronamaßnahmen wieder an. Geschäftsverlauf Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren, nach denen wir unsere Gesellschaft steuern, sind die gewonnene Plasmamenge bzw. die Anzahl der Vollblutspenden, sowie das finanzielle Ergebnis. Im Jahr 2023 stieg im Plasma-Bereich die Produktionsmenge der Gesellschaft infolge der auslaufenden Coronamaßnahmen gegenüber 2022 um rd. 23 % an. Im Bereich Vollblutkonserve führte das Auslaufen der Maßnahmen leider zu keinem positiven Effekt. Es ergab sich ein Rückgang in Höhe von rd. 14 %. Trotz der insgesamt positiven Entwicklung im Bereich Plasma als Hauptumsatzträger stiegen die Kosten je Liter bedingt durch die allgemeine Kostensteigerung weiter an. Im Rahmen der Einführung des Cost-Plus Verfahrens konnten die Kostensteigerungen im Bereich Plasma vollständig weitergeben werden. Im Bereich Blut konnten die Kostensteigerungen im Jahr 2023 nur zum Teil an die Kunden in Form von Preissteigerungen weitergeben werden. Die Umstellung der Abrechnung mit der Octapharma AG auf Cost-Plus, sowie eine Preissteigerung beim Vollblut sorgten zusammengefasst mit der gestiegenen Produktion im Bereich Plasma für eine Steigerung der Umsätze um TEUR 2.445 bzw. 13 %. Dies führte im Wirtschaftsjahr 2023 zu einem positiven Ergebnis. Der Jahresüberschuss beläuft sich auf TEUR 298. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Im Vergleich zum Vorjahr stieg das Rohergebnis - aufgrund höherer Umsatzerlöse aus Preissteigerungen und der gestiegenen Plasmaproduktion - von TEUR 11.505 auf TEUR 12.216. Der Jahresüberschuss 2023 beläuft sich auf TEUR 298 (i. Vj. TEUR 265) bei einem Betriebsergebnis/Ergebnis vor Steuern in Höhe von TEUR 291 (i. Vj. TEUR 274). Die Personalaufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr, trotz erhöhter Mitarbeiterzahl und Gehaltssteigerungen, um TEUR 116 verringert, dies ist dem Ausbleiben von Sonder-Prämien - wie im Vorjahr - geschuldet. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen nahmen um TEUR 693 zu, im Wesentlichen bedingt durch höhere Aufwendungen im Bereich der Mieten (TEUR + 327) sowie der Instandhaltungskosten (TEUR + 213). Die Abschreibungen betrugen in 2023 TEUR 436 (i. Vj. TEUR 320). Die Zunahme ergibt sich im Wesentlichen aus Investitionen für die Einführung der neuen Spendersoftware BPMS. Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres führt insgesamt zu einer Erhöhung der Eigenkapitalquote auf 16 % (i. Vj. 15 %). Die Finanzierung der Gesellschaft basiert auf selbst generiertem Cashflow aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit sowie über ein Cash-Pooling-System mit der Muttergesellschaft. Der Saldo aus dem Cash-Pooling belief sich zum 31. Dezember 2023 auf eine Forderung in Höhe von TEUR 2.101 (i. Vj. TEUR 739). Die Erhöhung des Cash-Pooling Bestandes steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit der zum Jahresende erfolgten Cost-Plus Endabrechnung mit der Octapharma AG. Im Berichtsjahr wurden keine neuen Standorte eröffnet, allerdings wurden Ausgaben im Rahmen der Neuanschaffung einer Spendersoftware einschließlich erforderlicher Infrastruktur getätigt, welche im Vorjahr begonnen wurde. Die Spendersoftware wurde im Jahr 2022 in fünf von sieben Standorten eingeführt. Die Einführung in allen Standorten wurde im Jahr 2023 abgeschlossen. Durch die die Zugänge inzwischen übersteigenden Abschreibungen ist das Anlagevermögen im Berichtsjahr rückläufig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen erhöhten sich aufgrund der Abrechnung im Rahmen des Cost-Plus Verfahrens. Auf der Passivseite erhöhten sich ebenfalls im Wesentlichen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Im Geschäftsjahr 2019 wurden Rahmenvereinbarungen zwischen der Octapharma AG und der TMD über drei verzinsliche Kreditlinienvereinbarungen über ein Volumen von insgesamt EUR 12 Mio mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2024 abgeschlossen. Zum 31. Dezember 2023 erfolgte keine Inanspruchnahme dieser Linien durch die Gesellschaft. Für den Prognosezeitraum ist die Aufrechterhaltung der Finanzierung der Gesellschaft durch die Gesellschafterin sichergestellt. Zusätzlich hat die Gesellschafterin mit Schreiben vom 23. Oktober 2020 gegenüber der TMD erklärt, dass sie unwiderruflich eine uneingeschränkte Verpflichtung zusagt, auf die TMD in der Weise Einfluss zu nehmen und sie finanziell so auszustatten, dass sie stets in der Lage ist, all ihren gegenwärtigen und künftigen finanziellen Verbindlichkeiten fristgemäß nachzukommen. Die Zusage ist nicht befristet. Die Gesellschaft hat im Rahmen ihrer Produktionstätigkeit Mietobjekte mit in der Regel längerfristig laufenden Mietverträgen angemietet. Die Geschäftsführung schätzt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichtes insgesamt als gut ein. Das Geschäftsjahr 2023 war nur noch marginal durch die Coronapandemie geprägt und entsprach hinsichtlich der Ergebnisentwicklung den Erwartungen. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Prognosebericht Die in den vergangenen Jahren gewachsene Nachfrage nach Humanplasma wird im Jahr 2024 voraussichtlich auf ähnlichem Niveau verharren bzw. wird von einer "leichten kontinuierlichen Steigerung" abgelöst werden. Ähnlich verhält es sich auch bei dem Geschäftszweig Vollblut, hier besteht ein mehrjähriger Abnahmevertrag mit einem Kunden. Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir gemäß unserer Ende 2023 erstellten Planung mit einer Mengensteigerung im unteren zweistelligen Prozent-Bereich über alle Produkte im Vergleich zu 2023. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichtes ist allerdings für den Bereich Blut gegenüber der Planung für 2024 mit einem allenfalls ähnlichen Niveau wie im Jahr 2023 zu rechnen. Mit der Octapharma AG wurde für den Plasmabereich ab dem 1. Januar 2022 eine Umstellung von vertraglich vereinbarten Preisen auf die Cost-Plus-Methode vereinbart. Die Aufwendungen der Gesellschaft für die Gewinnung von Plasma zuzüglich eines jährlich festzulegenden Aufschlages werden somit an die Octapharma AG weiterbelastet. Für das Jahr 2024 rechnen wir wegen des Vertrages mit der Octapharma AG mit einem insgesamt mindestens ausgeglichenen Jahresergebnis leicht über dem Niveau des Vorjahres. Chancen- und Risikobericht Unter Chancen verstehen wir mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen positiven Prognose- bzw. Zielabweichung führen können. Unter Risiken verstehen wir mögliche zukünftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für die TMD Gesellschaft für Transfusionsmedizinischen Dienste mbH negativen Prognose- bzw. Zielabweichung führen können. Die einzelnen Risiken werden in den einzelnen Risikogruppen nach ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit dargestellt, das Risiko mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit wird als erstes in der jeweiligen Risikogruppe aufgeführt. Eine Verrechnung von Chancen und Risiken erfolgt nicht, soweit möglich oder vorhanden werden bereits implementierte Gegenmaßnahmen, die den Risiken entgegenstehen, dargestellt. Chancen Die TMD Gesellschaft für Transfusionsmedizinische Dienste mbH ist in erster Linie von der Spendenbereitschaft der Bevölkerung abhängig. Bekannt ist in Deutschland vor allen Dingen die Vollblutspende ohne Aufwandsentschädigung bei den DRK Blutspendediensten, wogegen die Plasmaspende in Deutschland noch nicht so bekannt und verbreitet ist. Deshalb ist die TMD Gesellschaft für Transfusionsmedizinische Dienste mbH bestrebt, neben dem Angebot zur Vollblutspende auch den Bekanntheitsgrad der Plasmaspende zu erhöhen als auch die Vorteile der Plasmaspende für den Spender hervorzuheben, was als Chance der künftigen Entwicklung zu nennen ist. Als wesentliche Chance für die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft sehen wir jedoch an, dass die Coronapandemie schneller als gedacht überwunden wurde und die Spenderbereitschaft wieder steigt. Dies führt aufgrund besserer Auslastung zu höherer Effizienz und einer gesteigerten Menge gesammelten Humanplasmas. Ab dem Jahr 2021 ist die Muttergesellschaft Octapharma AG alleinige Abnehmerin für die Plasmaprodukte. Seit dem 1. Januar 2022 wird die Berechnung an die Octapharma AG auf Basis eines Cost-Plus Modells abgewickelt. Ferner wird Vollblut an fremde Dritte verkauft, wofür langjährige Lieferverträge bestehen. Die TMD Gesellschaft für Transfusionsmedizinische Dienste mbH agiert auf einem zyklischen Markt. Die Mengen der Folgeperioden sind oft nicht exakt zu prognostizieren. Durch die Eingliederung in den Konzernverbund und die nun vollständige Belieferung des Konzerns mit Plasma ist die Gesellschaft deutlich weniger anfällig für Marktschwankungen. Ferner besteht die Absicht, im Kalenderjahr 2024 die Octapharma Plasma GmbH auf die TMD Gesellschaft für Transfusionsmedizinische Dienste mbH zu verschmelzen. Somit würden sich diverse Synergieeffekte für beide Gesellschaften ergeben. Risiken Risiken bestehen unseres Erachtens in folgenden Bereichen: Ein Rückgang der Spendenbereitschaft ist als wesentliches Risiko für die Geschäftstätigkeit unserer Gesellschaft zu sehen, dieses ist insbesondere in Pandemiezeiten relevant, wo Spender eine zurückhaltende Spendenbereitschaft aufweisen. Dem Risiko der Abhängigkeit von Lieferanten soll durch Verbreiterung des Spektrums möglicher Zulieferer begegnet - Zwei Lieferanten-Strategie - und durch Zusammenführung der Einkaufsorganisation mit einer Schwestergesellschaft aus dem Konzernverbund gemindert werden. Die TMD ist bezüglich potenzieller finanzieller Nachteile aus vertraglichen Verpflichtungen über die Gesellschafterin abgesichert. Am 24. Februar 2022 hat Russland die Ukraine angegriffen und ein Ende der militärischen Auseinandersetzung ist gegenwärtig noch nicht abzusehen. Die Auswirkungen dieses Konflikts hatten keine Implikationen auf Ansatz und Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden zum Abschlussstichtag. Es besteht das grundsätzliche Risiko steigender Preise bei Einkauf von Waren und Dienstleistungen einschließlich Mietnebenkosten für Energie. Aufgrund der mit unserer Muttergesellschaft abgeschlossenen Cost-Plus-Vereinbarung sehen wir derzeit keine überdurchschnittlichen finanziellen Risiken aus dem Konflikt. Ein integriertes Berichtssystem liefert monatliche Kennzahlen, anhand derer Abweichungen zur Planung analysiert werden und entsprechende Maßnahmen rechtzeitig eingeleitet werden können. Insgesamt ergeben sich aus den beschriebenen Maßnahmen, weder aus finanzwirtschaftlicher Sicht noch im Absatz- oder operationalen Bereich Risiken, die für sich allein oder kumuliert eine Gefährdung des Fortbestands der Gesellschaft bedeuten.
Langenfeld, den 30. April 2024 TMD Gesellschaft für Transfusionsmedizinische Dienste mbH Hubert Franzaring, Geschäftsführer Hendrik Köhler, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die TMD Gesellschaft für Transfusionsmedizinische Dienste mbH, Langenfeld Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der TMD Gesellschaft für Transfusionsmedizinische Dienste mbH, Langenfeld, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TMD Gesellschaft für Transfusionsmedizinische Dienste mbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 23. Mai 2024 KPMG
AG
Kis, Wirtschaftsprüfer Kern, Wirtschaftsprüferin |
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