Octopus Energy Germany HoldCo GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Merlind Schatz seit 23.6.2025 | Geschäftsführer |
Florian Geier seit 26.7.2024 | Prokura |
Bastian Gierull seit 3.7.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Octopus Energy EU TradeCo Limited | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Octopus Energy Germany GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.05.2022 bis zum 30.04.2023Inhaltsübersicht Lagebericht und Jahresabschluss Lagebericht Bilanz Gewinn- und Verlustrechnung Anhang Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Allgemeine Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2022 bis zum 30. April 20231. Geschäftsmodell Die Octopus Energy Germany GmbH (OEG) mit Sitz in München (vormals Starnberg) ist seit 2020 auf dem deutschen Markt aktiv und gehört zur Octopus Energy Group mit Hauptsitz in London. Die Octopus Energy Group wurde 2016 mit der Vision gegründet, die globale Energiewende durch den Einsatz fortschrittlicher Technologien zu beschleunigen und einen signifikanten grünen Fußabdruck zu hinterlassen. Als selbsternannter "EnerTech"-Pionier setzt sich das Unternehmen dafür ein, die Energiewende weltweit voranzutreiben. Im Zentrum der Aktivitäten von OEG steht "Kraken", eine in der Unternehmensgruppe eigens entwickelte Technologieplattform, die mithilfe künstlicher Intelligenz einen Großteil der Energieversorgungskette automatisiert. Dies ermöglicht eine hohe Betriebseffizienz. Über Lizenzverträge können auch andere Energieversorger weltweit auf diese Plattform zugreifen, sodass rund 22 Millionen Energiekonten über "Kraken" verwaltet werden. Die OEG ist der festen Überzeugung, dass die Klimakrise nur durch globale Lösungen bewältigt werden kann und ein länderübergreifender Ansatz notwendig ist. Lokale und individuelle Maßnahmen sind zwar wichtig, reichen aber allein nicht aus, um den Klimaschutz schnell genug voranzubringen. Die OEG will deshalb das Energiesystem der Zukunft schaffen. Mit der selbst entwickelten Technologieplattform "Kraken" will das Unternehmen das intelligente Stromnetz der Zukunft Wirklichkeit werden lassen und die Energiemärkte revolutionieren. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 2.1.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Im Berichtsjahr 2022/23 war die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland von einer Vielzahl von Herausforderungen geprägt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank im Jahr 2023 um 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr, was auf eine abgeschwächte wirtschaftliche Dynamik hinweist. 1 Gleichzeitig stieg die Arbeitslosenquote leicht von 5,4 % auf 5,7 %, was eine Verschlechterung der Arbeitsmarktlage widerspiegelt. 2
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https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html
Besonders der Energiemarkt stand im Fokus der wirtschaftlichen Entwicklungen. Die Strompreise für Haushalte stiegen in der ersten Jahreshälfte 2023 um 21 % im Vergleich zur zweiten Jahreshälfte 2022, was erheblich zur finanziellen Belastung der Verbraucher beitrug. 3 Diese Preissteigerung wurde durch eine Kombination von Faktoren verursacht, darunter anhaltende Lieferengpässe und erhöhte Beschaffungskosten. Bei Gas war der Anstieg mit 31,3 % noch deutlicher zu spüren, was die Haushalte zusätzlich belastete und den Druck auf die verfügbaren Einkommen weiter erhöhte. 4 Die hohen Energiekosten führten nicht nur zu einem Anstieg der Lebenshaltungskosten, sondern wirkten sich auch auf die Produktionskosten in verschiedenen Branchen aus, was zu einer generellen Verteuerung von Gütern und Dienstleistungen führte. Die Verbraucherpreise stiegen insgesamt um 5,9 % im Vergleich zum Vorjahr. 5 Diese Entwicklung belastete die Kaufkraft der Verbraucher und erhöhte die Inflation, was zu einem spürbaren Anstieg der Lebenshaltungskosten führte. Trotz staatlicher Entlastungsmaßnahmen, die darauf abzielten, die Auswirkungen der hohen Energiepreise abzumildern, blieb die Belastung für die Verbraucher spürbar hoch. Die Maßnahmen konnten die Kosten zwar temporär senken, doch die fundamentalen Probleme blieben bestehen. Diese Entwicklungen verdeutlichen die anhaltenden Herausforderungen auf dem Energiemarkt und die Notwendigkeit langfristiger Strategien zur Stabilisierung der Preise und Sicherstellung einer nachhaltigen Energieversorgung. 2.1.2 Rahmenbedingungen der Energiewirtschaft Im Berichtszeitraum gab es in der deutschen Energiewirtschaft mehrere bedeutende Entwicklungen und Neuerungen. Eine wesentliche Maßnahme war die Abschaffung der EEG-Umlage zum 1. Juli 2022 durch die Bundesregierung. Dies sollte die Stromkosten für Verbraucher senken und die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie stärken. Aufgrund des Kriegs in der Ukraine und der damit verbundenen Unsicherheiten bei der Gasversorgung aktivierte die Bundesregierung im März 2022 einen "Notfallplan Gas". Es wurde intensiv nach alternativen Gaslieferanten sowie nach alternativen Energiequellen wie Wasserstoff und LNG (Liquefied Natural Gas) gesucht. Zudem wurde der Aufbau einer nationalen Gas- und Kohlereserve angekündigt, um die Energieversorgungssicherheit zu gewährleisten. Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Bruttostromerzeugung stieg im Jahr 2022 auf 44 %, angetrieben durch günstige Wetterbedingungen und verstärkte Investitionen in Wind- und Solarenergie. 6 Die Bundesregierung setzte sich weiterhin ambitionierte Ziele zur Förderung erneuerbarer Energien und zur Erreichung der Klimaneutralität bis 2045. Im Juli 2022 wurden Änderungen des Messstellenbetriebsgesetzes (MsbG) beschlossen, die den Rollout intelligenter Messsysteme (iMeSys) vorantreiben sollen. Diese sollen Haushalten helfen, ihren Stromverbrauch zu optimieren und das Netz zu entlasten.
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https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Konjunkturindikatoren/Arbeitsmarkt/arb210a.html
Angesichts der stark gestiegenen Energiepreise stellte die EU-Kommission im Oktober 2022 einen Werkzeugkasten zur Eindämmung der Energiepreis-Krise vor. 7 Dieser enthielt Maßnahmen wie die Senkung der Steuern und Abgaben auf Energie sowie Ausgleichszahlungen für besonders betroffene Haushalte und Unternehmen. Die geopolitische Situation führte zudem zu Sanktionen gegen Russland, wodurch die Zertifizierung der Nord Stream 2-Pipeline endgültig ausgesetzt wurde. 8 Deutschland und die EU intensivierten ihre Bemühungen, die Abhängigkeit von russischem Gas zu reduzieren, und schlossen Verträge mit alternativen Lieferanten. Um die Integration erneuerbarer Energien zu unterstützen und die Netzstabilität zu gewährleisten, wurden durch die Bundesregierung erhebliche Investitionen in die Modernisierung und den Ausbau der Energieinfrastruktur getätigt. Diese Entwicklungen und Neuerungen trugen dazu bei, die Energiewirtschaft in Deutschland an die veränderten geopolitischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen anzupassen und den Übergang zu einer nachhaltigeren und widerstandsfähigen Energieversorgung zu beschleunigen. 2.2. Geschäftsverlauf 2.2.1. Stromgeschäft Die Entwicklung der Stromverkäufe der OEG von Mai 2022 bis April 2023 zeigt klare Schwankungen, die stark durch strategische Entscheidungen und die aktuellen Marktbedingungen geprägt waren. Im Mai 2022 starteten die Verkäufe auf einem relativ hohen Niveau. Ab Juni jedoch nahm die Unsicherheit bezüglich der Versorgungssicherheit aufgrund des russischen Angriffskriegs deutlich zu, was sich auch auf den Energiemarkt auswirkte. Uniper meldete Liquiditätsprobleme, was die allgemeine Marktstimmung weiter belastete. Zwar waren die Stromtarife der OEG im Juni noch online, jedoch verfolgte das Unternehmen eine Nullwachstumsstrategie, um finanzielle Risiken zu minimieren. Das Entfernen von Bonustarifen auf Preisvergleichsportalen führte zu einem Rückgang der Anmeldungen. Im August 2022 wurden schließlich keine Tarife mehr angeboten, da OEG weiterhin an seiner Nullwachstumsstrategie festhielt und alle Tarife offline nahm. In diesem Zeitraum wurden nur sehr vereinzelt neue Kundenkonten in Kraken registriert. Auch im September 2022 blieben die Tarife offline, während OEG Vorbereitungen traf, um nach dem 17. Oktober wieder online zu gehen, sobald die genauen Erhöhungen der Netzentgelte für Strom und Gas bekannt gegeben würden. Die Monate Oktober und November 2022 waren von einem äußerst aggressiven Wettbewerb geprägt, vor allem durch den verstärkten Einsatz von Boni, was den Absatz niedrig hielt. Im Januar 2023 führte die Erhöhung vieler Grundversorgertarife zu einem Anstieg des Marktvolumens auf den Preisvergleichsportalen, was OEG trotz der vorangegangenen Herausforderungen ein stetiges Wachstum ermöglichte. Im Februar 2023 stieg die Nachfrage nach Tarifen mit kurzen Vertragslaufzeiten weiter an. Im März 2023 war das Marktvolumen besonders hoch, da viele Kunden von den teuren Grundversorgern zu alternativen Anbietern wechselten, insbesondere über Preisvergleichsseiten, was zu einem weiteren Anstieg der Verkäufe führte. Insgesamt konnten trotz der vorübergehenden Offline- Phase der Produkte im Geschäftsjahr 2022/23 31.403 Strom-NeukundInnen gewonnen werden. Der Bestand lag zum 30. April 2023 bei rd. 85.300 KundInnen.
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https://germany.representation.ec.europa.eu/news/reaktion-auf-hohe-energiekosten-kommission-willstromverbrauch-senken-und-ubergewinne-endkunden-2022-09-14_de
2.2.2. Gasgeschäft Bereits im Laufe des Kalenderjahres 2021 stiegen die Beschaffungspreise für Erdgas in Deutschland an, was auf die wirtschaftliche Erholung nach der Corona-Pandemie zurückzuführen war. Der Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 führte zu einem weiteren deutlichen Anstieg der Großhandelspreise. Zwischen Mai 2022 und April 2023 setzte sich diese Preissteigerung aufgrund geopolitischer Unsicherheiten und der Suche nach Alternativen zu russischem Erdgas fort. Vertragspreise für NeukundInnen stiegen entsprechend, während Preisanpassungen für BestandskundInnen aufgrund bestehender Preisabsicherungen weitgehend ausblieben. Die Entwicklung der Neukundengewinnung im Betrachtungszeitraum verlief im Gasbereich sehr ähnlich wie im Strombereich. Die Gasprodukte wurden etwas früher aus dem Markt genommen und zwischen Juli und Oktober 2022 wurden kaum Neukunden gewonnen. Im November und Dezember gab es leichte Zuwächse und erst ab Januar 2023 zog das Neukundengeschäft im Gas für die OEG wieder an. Insgesamt konnten trotz der vorübergehenden Offline-Phase der Produkte im Geschäftsjahr 2022/23 32.299 Gas-NeukundInnen gewonnen werden. Der Bestand lag zum Bilanzstichtag bei rd. 43.700 KundenInnen. 2.3. Wirtschaftliche Lage Bei Umsatzerlösen von 115,3 Mio. EUR wurde im Geschäftsjahr 2022/23 ein Jahresergebnis deutlich unter Plan von -37,0 Mio. EUR erzielt. Die Umsatzerlöse blieben hinter den Erwartungen zurück, da aufgrund der Energiekrise über weite Zeiträume kein Neugeschäft akquiriert wurde, um das Risiko nachteiliger Vertragsabschlüsse zu minimieren. Die Ergebnisabweichung von ca. -28,0 Mio. EUR ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass im Versorgungsgeschäft deutlich niedrigere Margen erzielt wurden und das geplante Kundenwachstum aufgrund der Energiekrise ausblieb. Dadurch konnten die angestrebten Skaleneffekte nicht erreicht werden, um die laufenden Gemeinkosten zu decken. Die Geschäftsführung orientiert sich insbesondere an den Umsatzerlösen und dem Jahresergebnis als bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren sowie an der Entwicklung der Anzahl der Strom- und GaskundInnen als bedeutsamster nichtfinanzieller Leistungsindikator.
2.3.1. Ertragslage Die Umsatzerlöse beliefen sich im Geschäftsjahr auf insgesamt 115,3 Mio. EUR (Vorjahr: 50,2 Mio. EUR) und haben sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Durch erfolgreiche Marketingkampagnen, eine erhöhte Präsenz auf Preisvergleichsseiten und einen lt. Trustpilot herausragenden Kundenservice konnte eine beträchtliche Anzahl neuer Kunden gewonnen werden. Dies führte zu einem signifikanten Anstieg des Strom- und Gasabsatzes. Dieser Mengenzuwachs, zusammen mit den gestiegenen Strom- und Gaspreisen, trug maßgeblich zur Erhöhung der Umsatzerlöse bei. Die Sonstigen betrieblichen Erträge sind um 0,2 Mio. EUR auf 1,1 Mio. EUR gestiegen. Dies betrifft insbesondere im Vergleich zum Vorjahr höhere Erträge aus der Währungsumrechnung. Der Materialaufwand erhöhte sich um mehr als das Doppelte auf 117,9 Mio. EUR. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf höhere Aufwendungen für den Strom- und Gasbezug, bedingt durch den Anstieg an Strom- und Gaskunden und die Entwicklung der Marktpreise, sowie auf mengenbedingt höhere Abführungen der Umlagen an die Netzbetreiber zurückzuführen. Des Weiteren beinhaltet der Materialaufwand 3,6 Mio. EUR (Vorjahr: 2,2 Mio. EUR) für BEHG-Zertifikate und GoO-Zertifikate. Mit 11,1 Mio. EUR hat sich der Personalaufwand im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Dies resultiert hauptsächlich aus dem Anstieg der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl von 67 auf 160. Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr auf 18,4 Mio. EUR (Vorjahr: 14,9 Mio. EUR) erhöht. Diese setzen sich insbesondere aus Provisionen (4,7 Mio. EUR; Vorjahr: 6,1 Mio. EUR), Werbe- und Reisekosten (4,2 Mio. EUR; Vorjahr: 3,1 Mio. EUR), Aufwendungen für Pauschalwertberichtigungen (2,8 Mio. EUR; Vorjahr: 0,4 Mio. EUR), Fremdleistungen (2,6 Mio. EUR; Vorjahr: 1,5 Mio. EUR) sowie Lizenzen (0,9 Mio. EUR; Vorjahr: 0,7 Mio. EUR) zusammen. Das Zinsergebnis verschlechterte sich aufgrund der Inanspruchnahme zusätzlicher Gesellschafterdarlehen auf -5,9 Mio. EUR (Vorjahr: - 1,6 Mio. EUR). Die OEG weist insbesondere bedingt durch die von der Gesellschafterin vorgegebene Konzentration auf Kundenwachstum und der damit einhergehenden geringen Marge einen Jahresfehlbetrag von 37,0 Mio. EUR aus (Vorjahr: Jahresfehlbetrag von 24,2 Mio. EUR). 2.3.2. Finanzlage Der Finanzmittelbestand zum 30. April 2023 beträgt 9,0 Mio. EUR und hat sich während des Geschäftsjahres um 2,5 Mio. EUR erhöht. Der negative Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von -70,6 Mio. EUR (Vorjahr: -36,1 Mio. EUR), der insbesondere durch das Jahresergebnis sowie stark gestiegene Kundenforderungen bei einem gleichzeitigen Rückgang der geleisteten Anzahlungen im Vorratsvermögen geprägt war, und der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von -0,3 Mio. EUR (Vorjahr: -0,1 Mio. EUR), konnten im Geschäftsjahr durch den Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von 73,5 Mio. EUR (Vorjahr: 40,1 Mio. EUR) gedeckt werden. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt durch die Konzernmuttergesellschaft. Zum 30. April 2023 waren über das "On Demand Intra-Group Loan Agreement" mit der Octopus Energy Group Limited, London, Vereinigtes Königreich, Gesellschafterdarlehen (inkl. aufgelaufener Zinsen) in Höhe von 132,8 Mio. EUR (Vorjahr: 54,2 Mio. EUR) in Anspruch genommen. Auf die von der Konzernmuttergesellschaft gewährten zum Abschlussstichtag bestehenden Gesellschafterdarlehen wurde ein Rangrücktritt in voller Höhe erklärt. Die Konzernmuttergesellschaft hat sich im Rahmen einer bis zum 30. April 2026 befristeten Patronatserklärung verpflichtet, die OEG mit zusätzlicher Liquidität oder sonstigen finanziellen Mitteln auszustatten, soweit dies erforderlich ist, um die OEG in die Lage zu versetzen, stets alle fälligen Verbindlichkeiten gegenüber ihren Gläubigern zu erfüllen, und dadurch eine bestehende oder drohende Zahlungsunfähigkeit und/oder eine Überschuldung der Gesellschaft im insolvenzrechtlichen Sinne zu vermeiden. 2.3.3. Vermögenslage Zum 30. April 2023 beläuft sich die Bilanzsumme der OEG auf 161,7 Mio. EUR (Vorjahr: 75,5 Mio. EUR). Folgende Entwicklungen haben zum Anstieg der Bilanzsumme im Geschäftsjahr geführt: Auf der Aktivseite erhöhten sich bedingt durch das starke Kundenwachstum insbesondere die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+27,8 Mio. EUR), verrechnungsbedingt die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (+9,7 Mio. EUR) und die sonstigen Vermögensgegenstände (+20,1 Mio. EUR) aufgrund der Hinterlegung einer Kaution sowie die Guthaben bei Kreditinstituten (+2,5 Mio. EUR). Die Vorauszahlungen für Strom- und Gaslieferungen sind um 11,2 Mio. EUR zurückgegangen, da im abgelaufenen Geschäftsjahr als Sicherheit für die Energiebeschaffung eine Kaution hinterlegt wurde. Zudem erhöhte sich der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag infolge des Jahresfehlbetrags auf 72,5 Mio. EUR (+37,0 Mio. EUR). Auf der Passivseite erhöhten sich vor allem die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (+80,1 Mio. EUR), die sonstigen Verbindlichkeiten (+7,7 Mio. EUR) sowie die Rückstellungen (+2,7 Mio. EUR). Der Anstieg der Rückstellungen basiert insbesondere auf der Rückstellung für Gas- und Stromeinkäufe, die hauptsächlich auf die stark gestiegene Kundenzahl und das damit verbundene höhere Geschäftsvolumen zurückzuführen ist. Die Zunahme der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultiert im Wesentlichen aus weiteren Darlehensabrufen bei der Gesellschafterin. Bei den sonstigen Verbindlichkeiten trugen u.a. Ansprüche der Strom- und GaskundInnen aus der im Januar 2023 eingeführten Strom- und Gaspreisbremse zur Entwicklung bei. 3. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht 3.1. Prognosebericht Im Jahr 2024 haben sich die Energiepreise im Vergleich zur Energiekrise wieder normalisiert und sich einem Niveau angenähert, das vor der Energiekrise zu beobachten war. Zunehmende Konflikte im Nahen Osten und der anhaltende Angriffskrieg von Russland auf die Ukraine halten die Märkte allerdings volatil und es wird auch für 2025 erwartet, dass dies vorerst so anhalten wird. Zusätzlich sind inzwischen vermehrt Preissprünge im kurzfristigen Beschaffungszeitraum wahrzunehmen, die auf Grund des Ausbaus von erneuerbaren Energien insb. während Phasen von Dunkelflauten häufiger auftreten können, solange die Infrastruktur und die Netze nicht ausreichend Flexibilitäten vorhalten können, um Angebot und Nachfrage in Ausgleich bringen zu können. Im Geschäftsjahr 2023/24 wurde ein signifikantes Kundenwachstum erreicht, indem durch eine intensive Werbe- und Preisstrategie auf Vergleichsportalen sowie der Unternehmenswebsite ca. 360.000 Neukundenverträge abgeschlossen werden konnten. Dies entspricht einem Nettozuwachs von rd. 225.750 Verträgen (davon 193.840 StromkundenInnen und 31.910 GaskundenInnen). In diesem Rahmen wurde ein vorläufiger Umsatz von 192,5 Mio. EUR und ein vorläufiges Jahresergebnis von -65,8 Mio. EUR erzielt. Für das Geschäftsjahr 2024/25 geht die Geschäftsführung davon aus, dass das starke Kundenwachstum anhält und die OEG eine Gesamtzahl von 700.000 Strom- und Gaskunden (davon 560.000 StromkundenInnen und 140.000 GaskundenInnen) erreicht. Dies soll zu Umsatzerlösen von 446,6 Mio. EUR und einem Jahresergebnis von -44,6 Mio. EUR führen. Laut aktueller Planung wird ab dem Geschäftsjahr 2026/27 bedingt durch eintretende Skaleneffekte mit nachhaltig positiven Ergebnissen gerechnet. 3.2. Risikobericht Konjunkturelle Risiken Die konjunkturellen Risiken bestehen weiterhin und werden maßgeblich durch die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine sowie durch geopolitische Unruhen im Nahen Osten geprägt. Diese Konflikte belasten vor allem geopolitisch sensible Bereiche wie die Energieversorgung und die globalen Lieferketten. Trotz einiger Fortschritte bei der Stabilisierung von Lieferketten bleiben viele Sektoren weiterhin anfällig für Unterbrechungen. Die Energiepreise bleiben volatil, da die Märkte stark von geopolitischen Spannungen, Unsicherheiten sowie witterungsabhängigen Einspeisungen erneuerbarer Energien beeinflusst werden. Zusätzlich wirken die globale Nachfragekonkurrenz, insbesondere im LNG-Markt, und kurzfristige Marktereignisse als treibende Faktoren. Trotz einer insgesamt stabilen LNG-Versorgung könnten unerwartete Ereignisse weiterhin zu Preisschwankungen führen 9. Energiewirtschaftliche Risiken Die Entwicklungen an den Energiemärkten haben weiterhin einen erheblichen Einfluss auf die Ertragslage der OEG und spiegeln sich in den operativen Ergebnissen wider. Die OEG verfolgt eine klar definierte Strategie, um Marktpreis- und Mengenrisiken aus dem Vertrieb von Strom und Erdgas zu identifizieren, zu bewerten und gezielt abzusichern. Der Verlauf des russischen Angriffskriegs sowie die anhaltenden geopolitischen Spannungen, insbesondere im Nahen Osten, verstärken die energiewirtschaftlichen Risiken. Diese Risiken werden zusätzlich durch die zunehmende Volatilität der Energiepreise und Unsicherheiten auf den globalen Märkten beeinflusst. Starke Marktpreisschwankungen können weiterhin finanzielle Belastungen nach sich ziehen, insbesondere im Falle von Insolvenzen bei Lieferanten. Solche Insolvenzen könnten hohe Wiederbeschaffungskosten für die Versorgung der Bestandskunden mit sich bringen, was die Ertragslage der OEG zusätzlich belasten würde. Die Absicherung gegen diese Risiken bleibt unserer Auffassung nach eine zentrale Herausforderung für die Energiewirtschaft und erfordert kontinuierliche Anpassungen der Beschaffungs- und Risikostrategien. Politische und regulatorische Risiken Politische Vorgaben auf europäischer, staatlicher und kommunaler Ebene sind für die OEG in allen Bereichen relevant und können entlang der Lieferkette zu Kostensteigerungen aufgrund strengerer Anforderungen führen. Änderungen der steuerlichen Rahmenbedingungen können ebenfalls negative Auswirkungen haben. Die OEG begegnet diesen Risiken mit einer transparenten Informationspolitik in einschlägigen Verbänden wie dem BDEW sowie bei kommunalen und Bundesentscheidungsträgern. Rechts- und Compliance-Risiken Die unternehmerische Tätigkeit der OEG birgt rechtliche Risiken aus Vertragsbeziehungen zu Kunden und Geschäftspartnern. Zudem können Behörden und Gerichte in die Preisgestaltung eingreifen. Es bestehen auch Compliance-Risiken, etwa in den Bereichen Datenschutz und Korruption. Präventionsmaßnahmen wie Schulungen und interne Regelungen und Richtlinien werden unternehmensweit koordiniert und kommuniziert, um diesen Risiken zu begegnen. Vertriebs- und Beschaffungsrisiken Im Strom- und Erdgasvertrieb besteht das Risiko eines Umsatzrückgangs aufgrund externer Einflüsse. Das Absatzvolumen bei Erdgas hängt stark von den Temperaturen in den Wintermonaten ab. Ein verändertes Verbrauchsverhalten der Kunden aufgrund von Energiespar-Appellen der Bundesregierung könnte das Absatzvolumen zusätzlich verringern. Die fortbestehende Volatilität der Energiemärkte führt zu erhöhten Vertriebs- und Beschaffungsrisiken. Zudem besteht das Risiko, dass vertraglich beschaffte Mengen physisch nicht geliefert werden können. Dieses Risiko wird jedoch als überschaubar angesehen. Personalrisiken Die OEG sieht weiterhin Herausforderungen bei der Einstellung von Fach- und Führungskräften trotz einer breit aufgestellten bundesweiten Einstellungsstrategie. Die OEG begegnet diesen Herausforderungen mit aktivem Personalmarketing und Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung durch Sozial- und Vergütungssysteme, die laufend überarbeitet werden. Finanzierungs- und Liquiditätsrisiko Die OEG erstellt eine monatlich rollierende Liquiditätsplanung, die mindestens die nächsten 12 Monate abdeckt. Monatliche Abschlagszahlungen werden auf Basis des geschätzten Jahresverbrauchs der Kunden vereinbart, um Nach- oder Rückzahlungen gering zu halten. Die Zahlungsabflüsse sind weitestgehend durch Energiebeschaffung und Netzentgelte getrieben, die aus Verbrauchsprognosen bzw. Termingeschäften abgeleitet werden können. Marktliquiditätsrisiken können entstehen, wenn allokierte Mengen nicht ausreichen und zusätzlicher Bedarf über Spotmengen gedeckt werden muss, was zu abweichenden Beschaffungskosten führen könnte. Dieses Risiko wird durch die Beschaffungsstrategie minimiert. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen werden nicht gesehen. Der Finanzierungsbedarf während der Wachstumsphase, in der erhebliche Anlaufverluste geplant sind, hin zur Profitabilität der Gesellschaft wird intern durch die Konzernmuttergesellschaft in Form von Gesellschafterdarlehen gedeckt. Die aktuellen Finanzierungsanforderungen werden regelmäßig analysiert und mit der Konzernmuttergesellschaft besprochen. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft ist durch eine harte Patronatserklärung der Konzernmuttergesellschaft, die eine Laufzeit bis zum 30. April 2026 besitzt, gesichert. Darin verpflichtet sich die Octopus Energy Group Limited die OEG mit zusätzlicher Liquidität oder sonstigen finanziellen Mitteln auszustatten, soweit dies erforderlich ist, um die OEG in die Lage zu versetzen, stets alle fälligen Verbindlichkeiten gegenüber ihren Gläubigern zu erfüllen, und dadurch eine bestehende oder drohende Zahlungsunfähigkeit und/oder eine Überschuldung der Gesellschaft im insolvenzrechtlichen Sinne zu vermeiden. Die Geschäftsführung der OEG geht davon aus, dass die finanzielle Unterstützung durch die Konzernmuttergesellschaft auch in Zukunft im erforderlichen Umfang, ebenso wie bislang erfolgt, aufrechterhalten wird. Sollte die finanzielle Unterstützung nicht über den 30. April 2026 hinaus verlängert werden, wäre der Fortbestand der Gesellschaft gefährdet. Ausfallrisiko auf Kundenforderungen Das kundenseitige Ausfallrisiko wird durch angemessene monatliche Abschlagszahlungen reduziert. Es besteht kein Klumpenrisiko, da keine Geschäftskunden beliefert werden. Das Ausfallrisiko beschränkt sich auf einzelne Haushalte. Zusätzlich wurde ein Mahnwesen eingeführt, um ausstehende Zahlungen effizienter einzutreiben. Zukünftig ist auch eine Bonitätsprüfung für Kunden von Preisvergleichsseiten geplant, um das Ausfallrisiko weiter zu minimieren. Währungs- und Zinsrisiko Die Gesellschafterdarlehen in britischen Pfund unterliegen Wechselkursschwankungen. Eine monatliche Bewertung der Darlehen erfolgt anhand des aktuellen Devisenkassamittelkurses; eine Absicherung gegen Währungskursschwankungen erfolgt nicht. Die Verzinsung der Gesellschafterdarlehen wird von der Konzernmuttergesellschaft festgesetzt und ist zeitlich nicht fixiert. Eine Absicherung gegen Zinsänderungsrisiken erfolgt nicht. Risiko durch Kundenwechsel Die OEG minimiert das Risiko von Kündigungen der Kunden durch einen It. Trustpilot hervorragenden Kundenservice, attraktive Produkte und Investitionen in Kundenbindung. IT- und Cybersecurity-Risiken Die fortschreitende Digitalisierung und die zunehmende Abhängigkeit von IT-Systemen bringen erhebliche Chancen, aber auch spezifische Risiken mit sich. Unsere IT-Infrastruktur ist ein zentraler Bestandteil unserer betrieblichen Abläufe und essenziell für die Sicherstellung der Geschäftsprozesse. Dabei sehen wir uns einer dynamischen Bedrohungslage durch Cyberangriffe, Datenverlust und technische Ausfälle gegenübergestellt. Die wesentlichen Risiken umfassen:
Wir bewerten die Risiken regelmäßig auf Basis neuer Bedrohungsszenarien und passen unsere Strategien entsprechend an. Trotz umfangreicher Maßnahmen kann ein Restrisiko nicht vollständig ausgeschlossen werden. OEG verbessert weiterhin seine Sicherheitskontrollen, um sowohl die Cyberangriffe, die erkannt werden, als auch die Cyberrisiken, die durch interne Risikomanagementprozesse verfolgt werden, anzugehen. Für die Corporate-IT-Umgebung verstärken wir weiterhin unsere Software-as-a-Service-(Saas)-Tools und legen einen stärkeren Schwerpunkt auf Identitäts- und Zero-Trust- Kontrollen. Wir stellen sicher, dass alle Mitarbeitenden sicher arbeiten können, unabhängig davon, ob sie in einem unserer Büros oder an einem anderen Ort remote arbeiten, und vermeiden so betriebliche Auswirkungen durch den Verlust eines Geschäftsstandorts. Durch unsere Lieferantenprüfungsprozesse und die Planung der Geschäftskontinuität mindern wir Risiken durch Angriffe auf Lieferketten und Unterbrechungen. Gesamtrisikoeinschätzung Die Risiken der Gesellschaft werden als beherrschbar und branchenüblich angesehen. Die Finanzierung der Gesellschaft hängt vollständig von der Konzernmuttergesellschaft ab. Die Geschäftsführung der OEG geht davon aus, dass die finanzielle Unterstützung durch die Konzernmuttergesellschaft auch in Zukunft im erforderlichen Umfang, ebenso wie bislang erfolgt, aufrechterhalten wird. Sollte die finanzielle Unterstützung nicht über den 30. April 2026 hinaus verlängert werden, wäre der Fortbestand der Gesellschaft gefährdet. 3.3. Chancenbericht Die Gesellschaft sieht im digitalen Wandel der Energiewirtschaft und insbesondere in der steigenden Nachfrage von VerbraucherInnen nach innovativen und smarten Lösungen eine große Chance. Diese Entwicklung bietet uns die Möglichkeit, durch intelligente Tarife und gekoppelte technische Lösungen ein enormes Potenzial zu erschließen. Mit diesen fortschrittlichen Angeboten können wir unsere KundInnen künftig noch gezielter mit passenden Produkten und Dienstleistungen unterstützen. Die Energiekrise hat einen beschleunigten Wandel in der Branche ausgelöst, der wegweisende Veränderungen bei Geschäftsmodellen und Produkten mit sich bringt. Traditionelle Ansätze werden zunehmend durch innovative Konzepte ersetzt, die den Anforderungen eines modernen und nachhaltigen Energiemarktes gerecht werden. In diesem dynamischen Umfeld sehen wir die Chance, uns als Vorreiter bei der digitalen Transformation der Energiewirtschaft zu positionieren. Durch die Integration von erneuerbaren Energien, smarten Technologien und kundenorientierten Dienstleistungen beabsichtigen wir nicht nur zur Stabilisierung und Flexibilität des Stromnetzes beizutragen, sondern auch maßgeschneiderte Lösungen anzubieten, die den individuellen Bedürfnissen unserer KundInnen entsprechen. Diese umfassende Transformation erfordert ein tiefes Verständnis der sich ändernden Marktanforderungen und die Fähigkeit, rasch auf neue Herausforderungen zu reagieren. Die OEG ist bestrebt, durch kontinuierliche Innovation und den Einsatz modernster Technologien einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende zu leisten und gleichzeitig die Kundenzufriedenheit zu maximieren.
München, den 26. März 2025 Bastian Gierull Stuart Keith Jackson Bilanz zum 30. April 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2022 bis zum 30. April 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2022 bis zum 30. April 2023Allgemeine Angaben Die Octopus Energy Germany GmbH, München (vormals Starnberg), (im Folgenden auch "OEG" oder "Gesellschaft") ist im Handelsregister B des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 231408 eingetragen. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2022 bis 30. April 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches gemäß §§ 242 bis 256a HGB unter Berücksichtigung der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 bis 289f HGB) und des GmbH-Gesetzes erstellt worden. Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag 30. April 2023 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von 72,5 Mio. EUR aus. Unabhängig von dieser Unterbilanz ist die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft durch die von der Octopus Energy Group Limited abgegebenen harten Patronatserklärung, die eine Laufzeit bis zum 30. April 2026 besitzt, gesichert. Dennoch besteht grundsätzlich eine wesentliche Unsicherheit, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Wir verweisen auf unsere Ausführungen in Abschnitt "3.2 Risikobericht" im Unterabschnitt "Finanzierungs- und Liquiditätsrisiko" im Lagebericht. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen auf Zugänge des entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen erfolgen grundsätzlich zeitanteilig über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer (3 bis 5 Jahre). Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250 werden direkt im sonstigen betrieblichen Aufwand erfasst. Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von EUR 250 bis EUR 800 werden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die unter den Vorräten gezeigten geleisteten Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen. Die Waren betreffen sogenannte Grünstromzertifikate, die mit den Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt wurden. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag angesetzt. Bestehende Ausfallrisiken werden bei der Bewertung durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Für die Pauschalwertberichtigung wurde der zugrunde liegende Berichtigungssatz von 0,75 % auf 1,00 % erhöht. Der zugrunde liegende Berichtigungssatz wird regelmäßig anhand tatsächlich beobachteter Forderungsausfälle im Rahmen des Mahnwesens angepasst. Innerhalb der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Bilanzstichtag die erst bei der Durchführung der Jahresabrechnung abrechnungsfähigen Energielieferungen erfasst. Der tatsächliche Verbrauch der Kunden wird laufend ermittelt und anschließend unter Anrechnung der unterjährig vereinnahmten Abschlagszahlungen abgerechnet. Die von den Kunden geleisteten Abschlagszahlungen wurden branchenüblich von den Forderungen abgesetzt. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, wurden mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. Beträgt die Restlaufzeit mehr als ein Jahr, wurden (nur) eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt. Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital entspricht dem Gesellschaftsvertrag und der Eintragung im Handelsregister, die Kapitalrücklage den Gesellschafterbeschlüssen. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern werden für Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen steuerlichen Verlustvorträgen ermittelt. Im Fall eines Aktivüberhangs verzichtet die Gesellschaft aufgrund des Aktivierungswahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB auf die Bilanzierung der latenten Steuern. Direkt mit den Umsatzerlösen zusammenhängende Steuern (Strom- und Energiesteuer) werden von den Umsatzerlösen abgesetzt. Angaben zur Bilanz AKTIVA Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt. Umlaufvermögen Sonstige Vermögensgegenstände haben in Höhe von 2,8 Mio. EUR (Vorjahr: 1,1 Mio. EUR) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. PASSIVA Rückstellungen Die Steuerrückstellungen betreffen Strom- und Energiesteuer. Die Sonstigen Rückstellungen in Höhe von 11,0 Mio. EUR (Vorjahr: 8,7 Mio. EUR) enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen 6,1 Mio. EUR (Vorjahr: 6,0 Mio. EUR), für drohende Verluste aus Termineinkaufskontrakten in Höhe von 1,3 Mio. EUR (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR) sowie für Kundenboni 1,3 Mio. EUR (Vorjahr: 1,5 Mio. EUR). Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Der Ausweis der Gesellschafterdarlehen unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr folgt den rechtlichen Vereinbarungen, auch wenn die Restlaufzeiten nach wirtschaftlicher Betrachtungsweise langfristiger Natur sind. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse teilen sich wie folgt auf:
In den Umsatzerlösen sind Verbrauchssteuern (Energie- und Stromsteuern) in Höhe von 7,2 Mio. EUR (Vorjahr: 4,2 Mio. EUR) saldiert. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Fremdwährungsumrechnung in Höhe von 0,9 Mio. EUR (Vorjahr: Fremdwährungsumrechnungsaufwendungen -0,5 Mio. EUR) enthalten. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der beschäftigten ArbeitnehmerInnen nach § 267 Abs. 5 HGB Im Geschäftsjahr 2022/2023 waren durchschnittlich 160 (Vorjahr: 67) ArbeitnehmerInnen, davon 128 (Vorjahr: 55) Vollzeitbeschäftigte, 25 (Vorjahr: neun) Teilzeitbeschäftigte und sieben (Vorjahr: drei) WerkstudentInnen, bei der Gesellschaft beschäftigt. Geschäftsführer Die Geschäfte der Gesellschaft werden wahrgenommen durch: - Herrn Andrew Haakon Mack, Starnberg: Vertriebsgeschäftsführung (bis zum 7. Juli 2023) - Herrn Stuart Keith Jackson, Woburn (UK): Chief Financial Officer and Co-Founder der Octopus Energy Group Ltd. - Herrn Bastian Gierull, München, Director of Marketing (seit dem 22. Juni 2023) Honorar des Abschlussprüfers Für Abschlussprüfungsleistungen des Abschlussprüfers wurden im Geschäftsjahr Aufwendungen in Höhe von TEUR 65 erfasst. Anteilsbesitz Die Gesellschaft hält sämtliche Geschäftsanteile an der Octopus Energy Services Germany GmbH, München (Eigenkapital 1 : TEUR -5.798; Jahresergebnis 1 : TEUR -4.363). Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft wird in nach IFRS aufgestellten Konzernabschluss der Octopus Energy Group Ltd, London, UK House London Company Number 09718624, einbezogen, der im elektronischen Companies House veröffentlicht wird. Die Octopus Energy Group Ltd., London, erstellt einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis der Unternehmen. Die Gesellschaft stellt unter Inanspruchnahme von § 292 HGB keinen Konzernabschluss und keinen Konzernlagebericht auf. Der befreiende Konzernabschluss der Octopus Energy Group Ltd. wird geprüft und gemäß § 325 HGB im Unternehmensregister offengelegt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 30. April 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 10,5 Mio. EUR. Darin sind Miet- und Dienstleistungsverträge mit den folgenden Beträgen und Fälligkeiten enthalten:
Haftungsverhältnisse Zum 30. April 2023 bestanden keine Haftungsverhältnisse gemäß § 251 i.V.m. § 268 Abs. 7 HGB. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag, dem 30. April 2023, sind folgende bedeutsame Ereignisse oder Informationen eingetreten, die bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind: Mit Wirkung zum 5. Mai 2023 hat die Gesellschaft den Firmensitz von Starnberg nach München verlegt. Mit Gesellschafterbeschluss vom 25. August 2023 wurde das Stammkapital der Gesellschaft um EUR 21.050,00 auf EUR 100.00,00 erhöht. Die zum 1. Dezember 2023 erworbene Octopus Energy Germany Operations GmbH, München, (vormals: Shell Energy Retail GmbH) wurde zum 22. August 2024 auf die OEG verschmolzen. Mit Urkunde vom 8. Januar 2024 hat die Gesellschaft alle Anteile an der Octopus Energy Metering Germany GmbH, München, (vormals: "Ad acta" 1232. Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg) von der AD ACTA Deutschland GmbH, Hamburg, übernommen. Mit Urkunde vom 20. Dezember 2024 erfolgte die konzerninterne Abtretung aller Anteile an der OEG von der bisherigen Gesellschafterin an die Octopus Energy EU TradeCo Limited, London. Mit Gesellschafterbeschluss vom 13. Februar 2025 erfolgte eine Einlage in die Kapitalrücklage der Gesellschaft in Höhe von EUR 27.000.000,00.
1 Jahresabschluss 30. April 2023
Mit Anteilsveräußerungs- und Abtretungsverträgen vom 28. Februar 2025 wurden alle Anteile an der Octopus Energy Services Germany GmbH, München, sowie an der Octopus Energy Metering Germany GmbH, München, von der OEG an die Blitz 25-383 GmbH, München (zukünftig: Octopus Energy Germany HoldCo GmbH) zu einem Kaufpreis von insgesamt EUR 4.800.000,00 bzw. EUR 28.000,00 veräußert. Mit Gesellschafterbeschluss vom 13. März 2025 erfolgte eine Einlage in die Kapitalrücklage der Gesellschaft in Höhe von EUR 18.000.000,00. Vorschlag zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2022/2023 in Höhe von EUR 36.951.360,53 gemeinsam mit dem Verlustvortrag in Höhe von EUR 37.694.635,73 auf neue Rechnung vorzutragen.
München, den 26. März 2025 Bastian Gierull Stuart Jackson Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022/2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Octopus Energy Germany GmbH, München (vormals Starnberg) Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Octopus Energy Germany GmbH, München (vormals Starnberg), - bestehend aus der Bilanz zum 30. April 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2022 bis zum 30. April 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Octopus Energy Germany GmbH, München (vormals Starnberg), für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2022 bis zum 30. April 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf den Abschnitt "Allgemeine Angaben" im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt "3.2 Risikobericht" (Unterabschnitt "Finanzierungs- und Liquiditätsrisiko") des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass zum 30. April 2023 ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von EUR 72,5 Mio. bilanziert wird und die Gesellschaft während der fortbestehenden Wachstumsphase, in der erhebliche Anlaufverluste geplant sind, auch über den 30. April 2026 hinaus (Ablauf der aktuell gültigen harten Patronatserklärung) auf die finanzielle Unterstützung der Konzernmuttergesellschaft angewiesen ist, um die Fortführung der Unternehmenstätigkeit sicherzustellen. Auch wenn aktuell kein Rechtsanspruch darauf besteht, gehen die gesetzlichen Vertreter davon aus, dass die finanzielle Unterstützung durch die Konzernmuttergesellschaft über den 30. April 2026 hinaus im erforderlichen Umfang, ebenso wie bislang erfolgt, aufrechterhalten wird. Wie in den genannten Abschnitten im Anhang und im Lagebericht dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 27. März 2025 Deloitte
GmbH
Alexander Bogenhauser, Wirtschaftsprüfer Tarek Atta, Wirtschaftsprüfer |
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