NEB Betriebsgesellschaft mbHLiquidiert

10117 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 96651
Eingetragen
15.4.2005
Branche
Betrieb von Verkehrswegen für SchienenfahrzeugePersonenbeförderung im EisenbahnverkehrBetrieb von Bahnhöfen für den Personenverkehr einschließlich Omnibusbahnhöfen
Gegenstand
die Durchführung von Verkehrsleistungen im Schienenpersonennahverkehr auf eigener oder angemieteter Eisenbahninfrastruktur

Historie

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Konzern- und Jahresabschlüsse

NEB Betriebsgesellschaft mbH

Berlin

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012

Lagebericht

1. Allgemeine Geschäftslage

Im zweiten Halbjahr 2012 setzt sich der Wachstumskurs der Wirtschaft in Deutschland weiter fort. Das Bruttoinlandsprodukt ist im Jahr 2012 um 0,7 % gestiegen. Auch wenn der Anstieg in den Vorjahren stärker ausfiel, ist die Entwicklung mit dem Hintergrund der immer noch vorherrschend angespannten Finanzsituation in Europa als positiv zu werten. 1

Die Zahl der Erwerbstätigen ist 2012 weiter gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr waren 2012 1 % mehr Bürger beschäftigt. Im Dezember 2012 waren in Brandenburg mit 9,9 % Arbeitslosen 0,3 % weniger Menschen arbeitsuchend gemeldet als im Vorjahresmonat. In Berlin sank die Anzahl der Arbeitssuchenden um 0,7 %. 2

Infolge des wirtschaftlichen Aufschwungs aber auch der o.g. politischen Unsicherheiten im EU-Raum stiegen die Energiepreise im Berichtsjahr im Vergleich zur allgemeinen Jahresteuerungsrate überdurchschnittlich. Mit 5,7 % Mehrkosten ist die Steigerung aber nicht so erheblich wie 2011 (10,6%). 3

1.1 Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Die Fahrgastzahlen sind trotz weiter steigender Verbraucherpreise für Energie- und Kraftstoffe (Dieselkraftstoff +4,96 %, Superbenzin + 5,91 %) 4mit 0,5 % im Vergleich zum Vorjahr nur gering gestiegen.

Im Speziellen gab es bei den Eisenbahnen einen etwas höheren Zuwachs der Fahrgastzahlen von 2,6 %. Die zurückgelegten Personenkilometer stiegen mit 2,8 % noch etwas stärker. Bei den Straßenbahnen betrug das Wachstum der Fahrgastzahlen im Vergleich zum Vorjahr 0,1 %. 5

Die bereits seit Ende 2009 stetig steigenden Preise für Dieselkraftstoff sind im Betriebsjahr 2012 mit 4,9 % nur moderat gestiegen und haben so zu einer beherrschbaren Belastung geführt. Den steigenden Kosten der Leistungserbringung wurde zum 01.08.2012 mit einer Tariferhöhung der Ticketpreise um 2,8 % Rechnung getragen.

Die Branche leidet nach wie vor unter der 2006 beschlossenen und 2007 in Kraft getretenen Kürzung der Regionalisierungsmittel für die Finanzierung des Schienenpersonennahverkehrs, deren Kürzungen von 2,8 Milliarden Euro trotz Inflationsausgleich ab 2009 i.H.v. 1,5 % p.a. für die Verkehrsunternehmen deutlich spürbar sind. Eine Überprüfung der Höhe der Regionalisierungsmittel ist erst wieder für das Jahr 2014, dann mit Wirkung ab 2015 vorgesehen. 6

Angesichts restriktiver und häufig unflexibler Verkehrsverträge hat die Öffnung des Nahverkehrsmarktes in den letzten Jahren einen Rückschlag erlitten. So sind vor allem kleine Verkehrsunternehmen nicht in der Lage, die von den Aufgabenträgern häufig auf die EVU abgewälzten Preisrisiken zu tragen und dennoch wettbewerbsfähige Leistungspreise anzubieten, so dass für künftige Ausschreibungen mit einer weniger regen Teilnahme privater Verkehrsunternehmen als bisher zu rechnen ist.

2. Geschäftsverlauf

Wie in den Vorjahren bildeten die Eisenbahnverkehrsleistungen auf der Heidekrautbahn (NE27) und der Oderlandbahn (NE26), die Basis für die geschäftliche Entwicklung. Vor allem bedingt durch den Wegfall der bis einschließlich 2011 von DB Netz berechneten Regionalfaktoren als Zuschlag auf die Trassenentgelte, die bisher an die Vertragspartner Brandenburg und Berlin weiterberechnet wurden, reduzierten sich die Umsatzerlöse der Gesellschaft gegenüber dem Vorjahr deutlich von 17.421 T€ auf 16.435 T€, im Bereich der Infrastrukturkosten reduzierten sich die Aufwendungen entsprechend. Besonders infolge von im Berichtsjahr notwendig gewordener Korrekturen auf Versicherungsforderungen verminderte sich das Betriebsergebnis auf einen Fehlbetrag von 202 T€ (Vorjahr 187 T€), welches aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages vollständig von der Muttergesellschaft, der NEB AG, ausgeglichen wurde.

2.1 Ertragslage

Mit der Weiterführung der im Jahr 2011 eingeführten zusätzlichen Zugpaare auf der Heidekrautbahn, die über den bisherigen Endpunkt Berlin-Karow nach Berlin-Gesundbrunnen verkehrten, konnten die Verkehrsleistungen der Gesellschaft auf dem Vorjahresniveau gehalten werden. Gleichzeitig wird mit diesen Verkehren der Wunsch vieler Fahrgäste nach einer besseren Einbindung der Heidekrautbahn nach Berlin hinein erfüllt, wenn auch nur in begrenztem Umfang.

Wie bereits erwähnt, gingen die Umsatzerlöse von 17.421 T€ im Vorjahr auf 16.635 T€ im Berichtsjahr zurück. Unter Berücksichtigung von in beiden Jahren wirksamen, baulich bedingten Ausfalleffekten, vor allem aber infolge des Wegfalls der Regionalfaktoren reduzierten sich die weitergereichten Trassenentgelte trotz von DB Netz durchgeführter Entgelterhöhungen gegenüber dem Vorjahr um 1.060 T€. Um diesen Umstand bereinigt, konnte eine Steigerung der Umsatzerlöse um 274 T€ erzielt werden, die zum größten Teil auf die infolge von Kostensteigerungen erreichte Erhöhung des Leistungspreises zurückzuführen ist.

Auch wenn in längeren Verhandlungen in großen Teilen eine Einigung hinsichtlich einer "Spezifizierung" des Maluskataloges mit dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) erzielt werden konnte, wurde aus Vorsichtsgründen - da die Endabrechnung für 2012 noch aussteht - ein Betrag in Höhe von 65 T€ (Vorjahr 65 T€) für mögliche Malusforderungen aus dem Verkehrsvertrag zurückgestellt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich 2012 von 913 T€ im Vorjahr auf 571 T€.

Die nochmalige Erhöhung periodenfremder Erlös- bzw. Ertragspositionen von 167 T€ im Vorjahr auf 183 T€ im Berichtsjahr sowie die erhebliche Steigerung der Erträge aus Werkstattleistungen auf 113 T€ (Vorjahr: 16 T€) konnten die Gegeneffekte aus den Reduzierungen der Ersatzteilverkäufe auf 169 T€ (Vorjahr 489 T€) und den Schadenersatzleistungen auf 21 T€ (Vorjahr 171 T€) nicht ausgleichen.

Gegenüber dem Vorjahr (2.590 T€) reduzierte sich der Materialaufwand für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren insgesamt auf 2.431 T€. Hauptursache hierfür ist der Bezug von Fahrzeugersatzteilen, der deutlich von 796 T€ im Vorjahr auf nunmehr 459 T€ zurückging und sich somit analog zu den bereits erwähnten Ersatzteilverkäufen entwickelte. Die nach wie vor größte Einzelposition ist der Dieselkraftstoffverbrauch, der sich hingegen von 1.739 T€ im Vorjahr auf 1.874 T€ erhöhte, wobei dies im Wesentlichen mit den im Vergleich zu 2011 geringeren Fahrleistungsausfällen zu begründen ist.

Der Aufwand für bezogene Leistungen ging 2012 gegenüber 2011 um 1.157 T€ auf nunmehr 11.816 T€ zurück. Der bereits erwähnte Wegfall von Regionalfaktoren bei der Berechnung von Trassenkosten führte hier zu einer Ersparnis von 1.060 T€, wobei allerdings in gleicher Höhe die Umsatzerlöse gemindert wurden. Bedingt durch die geringeren Fahrleistungsausfälle reduzierten sich die Kosten aus Ersatzverkehrsdienstleistungen auf 63 T€ (Vorjahr 225 T€). Vor allem zum Ausgleich krankheitsbedingter Personalengpässe musste für externe Triebfahrzeugführer im Vergleich zum Vorjahr (201 T€) dagegen mit 243 T€ nochmals deutlich mehr aufgewendet werden, während sich die weiterzureichenden Stationskosten ebenfalls auf 929 T€ (Vorjahr 911 T€) erhöhten. Die Aufwendungen für die vertraglichen Beträge für durchzuführende Hauptuntersuchungen der eingesetzten Triebfahrzeuge entsprach mit 419 T€ genau dem Vorjahreswert.

Die Erhöhung der Personalkosten im Berichtsjahr auf 2.191 T€ gegenüber dem Vorjahreswert von 1.925 T€ ist hauptsächlich auf im Berichtsjahr erfolgte Tarifsteigerungen, den Anstieg der durchschnittlichen Beschäftigtenzahl um 3 Mitarbeiter auf 66 Beschäftigte im Berichtsjahr sowie der erhöhten Urlaubsrückstellung zurückzuführen. Die in den Personalkosten enthaltenen Aufwendungen für soziale Abgaben und Altersversorgung erhöhten sich von 337 T€ in 2011 auf 383 T€ im Berichtsjahr.

Die Abschreibungen waren im Geschäftsjahr 2012 rückläufig und beliefen sich auf 109 T€ (Vorjahr 129 T€).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit 837 T€ leicht unter dem Vorjahreswert von 888 T€. Während sich die Aufwendungen aus Schadenfällen deutlich auf 13 T€ (Vorjahr 170 T€ reduzierten, fielen die periodenfremden Aufwendungen mit 173 T€ besonders infolge notwendig gewordener Korrekturen auf Schadenerstattungsforderungen erheblich höher als im Vorjahr (66 T€) aus.

Die Zinseinnahmen reduzierten sich im Berichtsjahr auf 5 T€ (Vorjahr 10 T€), die Kosten für Zinsen und ähnliche Aufwendungen gingen auf 30 T€ (Vorjahr: 32 T€) zurück.

Wie im Vorjahr musste im Berichtsjahr ein negatives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ausgewiesen werden, und mit minus 201 T€ lag es leicht unter dem Vorjahreswert von minus 187 T€. Dieser Fehlbetrag wurde aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrages durch die Muttergesellschaft NEB AG vollständig ausgeglichen.

2.2 Investitionen

Die Investitionen beliefen sich im Berichtsjahr auf 53 T€ (2011: 96 T€) und betrafen vor allem Kosten für die Erweiterung des Fahrgastzählsystems über 17 T€, Erweiterungen an Hard- und Software für das elektronische Fahrkartenprüfsystem (E-ticketing) über 6 T€ und für Ausstattungsgegenstände für den Werkstattbereich über 12 T€. Für geringwertige Wirtschaftsgüter wurden 11 T€ investiert.

2.3 Vermögens - und Finanzlage

Die Bilanzsumme erhöhte sich im Berichtsjahr auf 5.217 T€ (2011: 4.946 T€). Das Anlagevermögen reduzierte sich leicht auf 352 T€ (Vorjahr: 408 T€), da die Neuinvestitionen mit 53 T€ unterhalb der Abschreibungen lagen (109 T€). Die Forderungen gegenüber dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH (VBB) gemäß mit der Gesellschaft geschlossenen Verkehrsverträgen summieren sich mit Berichtsjahr auf T€ 1 (VJ T€ 949), werden jedoch aufgrund übersteigender Verpflichtungen aus zugeschiedenen Einnahmeaufteilungen in Höhe von 2.168 T€ (VJ 2.504 T€) im Bereich der sonstigen Verbindlichkeiten saldierend dargestellt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen i. H. v. 267 T€ (VJ 336 T€) resultieren in Höhe von 228 T€ (VJ 336 T€) aus der Umsatzsteuerverrechnung mit der Organträgerin Captrain Deutschland GmbH, Dortmund. Der Anspruch aus Ergebnisübernahme über 202 T€ (VJ 187 T€) gemäß des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages gegenüber der alleinigen Gesellschafterin Niederbarnimer Eisenbahn-Aktiengesellschaft, Berlin, wurde im Berichtsjahr mit den Verbindlichkeiten aus dem laufenden Liefer- und Leistungsverkehr über 163 T€ verrechnet, während der Ergebnisübernahmeanspruch des Vorjahres über 187 T€ aufgrund übersteigender Verbindlichkeiten aus dem laufenden Liefer- und Leistungsverkehr über 389 T€ im Bereich der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen saldierend dargestellt wurde.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 168 T€ (VJ 293 T€) betreffen im Wesentlichen Ansprüche aus ausstehenden Versicherungserstattungen über 17 T€ (VJ 178 T€), Erstattungsansprüche gemäß § 25 Abs. 2 des Mineralölsteuergesetz über 21 T€ (VJ 14 T€), den Umsatzsteueranteil aus ausstehender Abrechnung von verkauften Fahrscheinen der DB Regio AG über T€ 84 (VJ T€ 63) sowie ausstehenden Zuschusszahlungen für getätigte Investitionen über T€ 5 (VJ T€ 7).

Die Guthaben bei Kreditinstituten beliefen sich zum Stichtag auf 4.105 T€ (2011: 3.605 T€).

Das Eigenkapital wird in unveränderter Höhe von 50 T€ ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen über insgesamt 691 T€ (VJ 744 T€) entfallen im Wesentlichen mit 509 T€ (VJ 605 T€) auf Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, mit 82 T€ (VJ 42 T€) auf Urlaubsansprüche, mit 48 T€ (VJ 47 T€) auf Überstunden, mit 17 T€ (VJ 24 T€) auf Prüfungskosten des Jahresabschlusses nebst Bescheinigungen sowie mit 28 T€ (VJ 26 T€) auf Berufsgenossenschaftsbeiträge.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen am Ende des Berichtsjahres nicht, da die Verbindlichkeiten aus dem laufenden Liefer- und Leistungsverkehr über T€ 163 mit den Forderungen aus Ergebnisübernahme über T€ 202 verrechnet wurden und somit im Bereich der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen saldierend dargestellt werden. Der Vorjahreswert über T€ 202 resultierte im Wesentlichen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr über T€ 389 unter Berücksichtigung des hier verrechneten Anspruchs aus Ergebnisübernahme in Höhe von T€ 187 gegenüber der alleinigen Gesellschafterin Niederbarnimer Eisenbahn-Aktiengesellschaft, Berlin.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen T€ 282 (VJ T€ 290).

Die sonstigen Verbindlichkeiten über T€ 4.153 (VJ T€ 3.617) umfassen vor allem die bereits erwähnte Verpflichtung aus durchzuführenden Hauptuntersuchungen der angemieteten Triebfahrzeuge über T€ 1.366 (VJ 1.580), Anrechnungsverpflichtungen gegenüber dem VBB aus zugeschiedenen Einnahmenaufteilungen über T€ 2.168 (VJ 2.504) unter Verrechnung von Forderungen aus abgerechneten Einnahmenaufteilungen über T€ 1 (VJ T€ 949). Im Saldo resultiert im Berichtsjahr hieraus eine Verbindlichkeit in Höhe von T€ 2.167 (VJ T€ 1.555). Weitere wesentliche Bestandteile stellen weiterzuleitende Fahrgeldeinnahmen über T€ 460 (VJ T€ 395), sonstige Kundenguthaben über T€ 125 (VJ T€ 44), und abzuführende Beträge für Lohnsteuer über T€ 25 (VJ T€ 16).

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt fristenkongruent. Das im Wesentlichen kurzfristige Vermögen (93 % der Bilanzsumme) ist auch teilweise durch lang- und mittelfristige Mittel (85 % der Passiva sind kurzfristig) gedeckt. Die Gesellschaft verfügt mit T€ 4.105 Guthaben bei Kreditinstituten über eine gute Liquiditätsausstattung).

3. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die NEB hat im Februar 2013 die Ausschreibung für das Netz Ostbrandenburg gewonnen und wird ab Dezember 2014 jährlich 2,2 Mio. Zugkilometer und ab Dezember 2015 weitere 2,7 Mio. Zugkilometer bedienen.

4. Zukünftige Entwicklung mit ihren Chancen und Risiken

Mit einem Ergebnis von minus 202 T€ konnte zwar das Ergebnisniveau des Vorjahres (minus 187 T€) in etwa gehalten werden, die angestrebte Ergebnisverbesserung wurde jedoch nicht erreicht. Zwar konnte - wie eingangs erwähnt - die Weiterbestellung der Leistungen auf der RB 27 zwischen Basdorf bzw. Klosterfelde und Berlin Gesundbrunnen mit einer zusätzlichen Verlängerung eines Zuges bis Wandlitzsee auf Basis tatsächlicher Kostensituation sichergestellt und damit zusätzliche Deckungsbeiträge erreicht werden, die bekannt schwierigen Rahmenbedingungen wie die erneut gestiegenen Beschaffungskosten für Dieselkraftstoff sowie die steigenden Personalkosten infolge der Einführung eines bundeseinheitlichen Tarifwerks für die Beschäftigten im Eisenbahnsektor wie auch bedingt durch einen hohen Zusatzbedarf an Vertretungskräften infolge hohen Krankenstands bei den Triebfahrzeugführern finden in den beiden Verkehrsverträgen jedoch keine Berücksichtigung, was zu einem unterproportionalem Anstieg der Leistungspreise führte. Darüber hinaus wurden die zusätzlichen Erträge aus dem Verkauf von Werkstattleistungen an Dritte und die damit erreichte zusätzliche Fixkostendeckung durch einmalige, nicht geplante Aufwendungen im Zusammenhang mit Korrekturen auf Versicherungsforderungen mehr als kompensiert, so dass die angestrebten positiven Effekte nicht zum Tragen kamen.

Die seit mehreren Jahren andauernden Gespräche mit dem VBB bezüglich offener Punkte bei der Schlussabrechnung vergangener Leistungsjahre konnte im Berichtsjahr überwiegend abgeschlossen und für strittige Punkte eine Einigung erzielt werden. Auf dieser Basis wurden inzwischen die Schlussrechnungen für die Jahre 2005/2006, 2007 und 2008 für die Heidekrautbahn vom VBB erstellt, von der NEB akzeptiert und im Berichtsjahr verarbeitet. Insgesamt konnten hieraus leicht positive Erträge erzielt werden. Für die noch offenen Leistungsjahre bis 2009 auf beiden Linien werden voraussichtlich noch im laufenden Jahr entsprechende Schlussabrechnungen erstellt. Die bisher für die Malusberechnung gebildeten Rückstellungen erachtet die Geschäftsführung weiterhin als ausreichend.

Wie vorstehend dargelegt, stellt sich eine Prognose für die Ergebnisentwicklung aufgrund der oben genannten Unsicherheiten bei den für das Gesamtergebnis entscheidenden Entwicklungen der Kraftstoff- und Personalkosten als sehr schwierig dar. Zwar führt die aktuell moderate Entwicklung der Kraftstoffpreise derzeit zu einer leichten Kostenentlastung, vor dem Hintergrund der Einführung eines einheitlichen Branchentarifvertrages für private Eisenbahnverkehrsunternehmen im SPNV, der sich am hohen DB Tarifvertrag orientiert gestalten sich jedoch die aktuellen Tarifverhandlungen bei der NEB Betriebsgesellschaft schwierig. Aufgrund eines erwarteten relativ hohen Abschlusses sowie der anstehenden Hauptuntersuchungen an den ersten fünf Talenttriebwagen im laufenden Jahr und der damit verbundenen Ersatzanmietung eines weiteren Fahrzeuges geht die Geschäftsführung für das laufenden Geschäftsjahr erneut von einem negativen Betriebsergebnis in Höhe von ca. 350 T€ aus. Für 2014 wird infolge der für die restlichen Triebfahrzeuge durchzuführenden Hauptuntersuchungen und den damit einher gehenden Fahrzeuganmietung mit einem ähnlichen Betriebsergebnis wie für 2013 gerechnet. Die Ergebnisse werden von der NEB AG aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrages ausgeglichen werden.

 

Berlin, den 30. April 2013

Bröcker

1 Pressemitteilung Nr. 17/13 des Statistischen Bundesamtes,
2 Bundesagentur für Arbeit "Arbeitslosenquoten im Dezember 2012 - Länder und Kreise", Dezember 2012
3 Stat. Bundesamt, www.destatis.de,
4 Preise - Daten zur Energiepreisentwicklung, , Statistisches Bundesamt
5 Pressemitteilung Nr. 45/13 des Statistischen Bundesamtes,
6 Quelle: Landesnahverkehrsplan 2008-2012 des Landes Brandenburg, S. 20; Bundestags-Drucksache 16/6310 vom (Gesetzentwurf RegG).

Bilanz

AKTIVA

  31.12.2012
EUR
31.12.2011
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Lizenzen 91.719,53 101.739,94
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 10.000,00
  91.719,53 111.739,94
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.032,76 20.696,88
davon Geschäfts-, Betriebs- und andere Bauten: 15.32,76 EUR (Vorjahr: 20.696,88 EUR)    
2. Fahrzeuge für Personen- und Güterverkehr 0,00 1.963,56
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 245.571,41 268.412,79
4. Anlagen im Bau 0,00 5.635,12
  260.604,17 296.708,35
  352.323,70 408.448,29
B. UMLAUFVERMÖGEN    
I. Vorräte    
Ersatzteile 62.491,46 115.791,46
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 260.553,13 187.860,98
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 267.251,11 335.974,45
davon gegenüber Gesellschaftern: (38.800,37 EUR, Vorjahr: 0,00 EUR)    
3. Sonstige Vermögensgegenstände 167.734,67 292.864,85
  695.538,91 816.700,28
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 4.105.161,17 3.604.751,59
  4.863.191,54 4.537.243,33
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.323,75 0,00
  5.216.838,99 4.945.691,62

Passiva

   
  31.12.2012
EUR
31.12.2011
EUR
A. EIGENKAPITAL    
Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
B. Sonderposten    
Sonderposten für Zuwendungen zum Anlagevermögen 35.351,93 35.550,28
C. RÜCKSTELLUNGEN    
Sonstige Rückstellungen 690.561,25 743.522,47
D. VERBINDLICHKEITEN    
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 281.883,74 290.053,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 202.418,24
davon gegenüber Gesellschaftern: 0,00 EUR (Vorjahr: 202.418,24 EUR)    
3. Sonstige Verbindlichkeiten 4.153.173,77 3.616.719,91
davon aus Steuern: 24.906,49 EUR (Vorjahr: 16.498,46 EUR) 4.435.057,51 4.109.191,15
E. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 5.868,30 7.427,72
  5.216.838,99 4.945.691,62

Gewinn- und Verlustrechnung

  2012
EUR
2011
EUR
1. Umsatzerlöse 16.634.782,56 17.421.327,22
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 6.304,00
2. Sonstige betriebliche Erträge 571.241,26 912.960,76
3. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -2.430.576,05 -2.589.698,41
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -11.816.421,53 -12.973.903,89
  -14.246.997,58 -15.563.602,30
4. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -1.807.707,21 -1.587.455,30
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -383.161,98 -337.121,66
- davon für Altersversorgung: 1.057,68 EUR (Vorjahr: 480,00 EUR)    
  -2.190.869,19 -1.924.576,96
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -108.891,36 -129.270,51
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -836.521,78 -887.904,79
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.357,32 10.156,73
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -29.575,12 -32.077,03
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -201.473,89 -186.682,88
10. Sonstige Steuern -136,00 -193,00
11. Erträge aus Verlustübernahme 201.609,89 186.875,88
12. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang

Allgemeine Angaben

Die NEB Betriebsgesellschaft mbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012 liegen die Vorschriften des Handelsgesetzbuches über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften zu Grunde sowie die ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung.

Die Bilanz zum 31. Dezember 2012 wurde unter Beachtung der Verordnung über die Gliederung des Jahresabschlusses für Verkehrsunternehmen vom 27. Februar 1968 (BGBl 1968, Seite 193) in der am 13. Juli 1988 geänderten Fassung (BGBl 1988, Seite 1057) aufgestellt.

Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die Bemessung der Nutzungsdauern beruht auf betrieblichen Erfahrungen, die sich mit den Angaben in den steuerlichen Abschreibungstabellen decken.

Die Abschreibungen erfolgen bei beweglichem Anlagevermögen linear über die betriebsbedingte Nutzungsdauer. Zugänge von abnutzbaren Anlagegegenständen werden zeitanteilig abgeschrieben.

Für geringwertige Anlagegüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten mehr als 150 € und bis zu 1.000 € betragen, wird ein Sammelposten gebildet. Der Sammelposten wird im Jahr des Zugangs und in den folgenden vier Wirtschaftsjahren mit jeweils einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst. Scheidet eines dieser geringwertigen Anlagegüter aus, wird der Sammelposten nicht vermindert. Sofern die Anschaffungskosten von geringwertigen Anlagegütern weniger als 150 € betragen, werden diese sofort im Aufwand erfasst.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert oder zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag.

Liquide Mittel werden zum Nennwert am Bilanzstichtag ausgewiesen.

Als aktive RAP sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Nach der formalen Betrachtungsweise ist alleinige Steuerschuldnerin die Gesellschaft als Organträgerin, d.h. auch tatsächliche und latente Steuern der Organgesellschaften sind vollständig in dem Jahresabschluss der Organträgerin auszuweisen, da sie alleine die Besteuerungsfolgen treffen. Dementsprechend werden die temporären Differenzen der Organgesellschaften im Abschluss der Gesellschaft erfasst. Aufgrund der bestehenden steuerlichen Organschaft mit der Niederbarnimer Eisenbahn Aktiengesellschaft, Berlin werden daher grundsätzlich keine latenten Steuern bei der Gesellschaft bilanziert. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Sonstige Rückstellungen werden in Höhe des nach dem Grundsatz vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

Als verbundene Unternehmen werden alle Gesellschaften angesehen, die mittelbar oder unmittelbar im Mehrheitsbesitz oder unter einheitlicher Leitung der Société Nationale des Chemins de Fer Français (SNCF), Paris/Frankreich, stehen.

Als passiver RAP sind Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Erläuterungen zur Bilanz

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2012 ergibt sich aus dem beigefügten Anlagenspiegel.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Jahresende über T€ 261 (VJ T€ 188) resultieren in Höhe von T€ 165 (VJ T€ 145) überwiegend aus der Weiterberechnung von Instandhaltungskosten für Triebfahrzeuge sowie in Höhe von T€ 46 (VJ T€ 31) aus ausstehenden Einzahlungen von Fahrgeldeinnahmen seitens der beauftragten Dienstleistungsunternehmen.

Die Forderungen gegenüber dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH (VBB) gemäß mit der Gesellschaft geschlossenen Verkehrsverträgen summieren sich mit Berichtsjahr auf T€ 1 (VJ T€ 949), werden jedoch aufgrund übersteigender Verpflichtungen aus zugeschiedenen Einnahmeaufteilungen in Höhe von T€ 2.168 (VJ T€ 2.504) im Bereich der sonstigen Verbindlichkeiten saldierend dargestellt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen i. H. v. T€ 267 (VJ T€ 336) resultieren in Höhe von T€ 228 (VJ T€ 336) aus der Umsatzsteuerverrechnung mit der Organträgerin Captrain Deutschland GmbH, Dortmund. Der Anspruch aus Ergebnisübernahme über T€ 202 gemäß des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages gegenüber der alleinigen Gesellschafterin Niederbarnimer Eisenbahn-Aktiengesellschaft, Berlin, wurde im Berichtsjahr mit Verbindlichkeiten aus dem laufenden Liefer- und Leistungsverkehr über T€ 163 saldiert dargestellt , während der Ergebnisübernahmeanspruch des Vorjahres über T€ 187 aufgrund übersteigender Verbindlichkeiten aus dem laufenden Liefer- und Leistungsverkehr über T€ 389 im Bereich der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen saldierend dargestellt wurde.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 168 (VJ T€ 293) betreffen im Wesentlichen Ansprüche aus ausstehenden Versicherungserstattungen über T€ 17 (VJ T€ 178), Erstattungsansprüche gemäß § 25 Abs. 2 des Mineralölsteuergesetz über T€ 21 (VJ T€ 14), Erstattungsansprüche aus überzahlten Versicherungsprämien über T€ 27 (VJ T€ 0), den Umsatzsteueranteil aus ausstehender Abrechnung von verkauften Fahrscheinen der DB Regio AG über T€ 84 (VJ T€ 63) sowie ausstehenden Zuschusszahlungen für getätigte Investitionen über T€ 5 (VJ T€ 7).

Die liquiden Mittel aus Kassenbeständen und Bankguthaben belaufen sich per 31. Dezember 2012 auf T€ 4.105 (VJ T€ 3.605).

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Eigenkapital

Das durch die Niederbarnimer Eisenbahn Aktiengesellschaft, Berlin, gehaltene Stammkapital beträgt wie im Vorjahr T€ 50 und ist voll eingezahlt.

Sonderposten für Zuwendungen zum Anlagevermögen

Der Sonderposten über T€ 35 (VJ T€ 36) resultiert aus vom Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg GmbH (VBB) übernommenen Anteilen für Investitionen an Hard- und Software für das elektronische Fahrkartenprüfsystem e-ticketing sowie für die Erhöhung der Fahrgastbetreuer-Begleitquote auf der Linie NE 26.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen über insgesamt T€ 691 (VJ T€ 744) entfallen im Wesentlichen mit T€ 516 (VJ T€ 605) auf Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, mit T€ 82 (VJ T€ 42) auf Urlaubsansprüche, mit T€ 48 (VJ T€ 47) auf Überstunden, mit T€ 17 (VJ T€ 24) auf Prüfungskosten des Jahresabschlusses nebst Bescheinigungen sowie mit T€ 28 (VJ T€ 26) auf Berufsgenossenschaftsbeiträge.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen T€ 282 (VJ T€ 290).

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen am Ende des Berichtsjahres nicht, da die Verbindlichkeiten aus dem laufenden Liefer- und Leistungsverkehr über T€ 163 mit den Forderungen aus Ergebnisübernahme über T€ 202 verrechnet wurden und somit im Bereich der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen saldierend dargestellt werden. Der Vorjahreswert über T€ 202 resultierte im Wesentlichen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr über T€ 389 unter Berücksichtigung des hier verrechneten Anspruchs aus Ergebnisübernahme in Höhe von T€ 187 gegenüber der alleinigen Gesellschafterin Niederbarnimer Eisenbahn-Aktiengesellschaft, Berlin.

Die sonstigen Verbindlichkeiten über T€ 4.153 (VJ T€ 3.617) umfassen vor allem die bereits erwähnte Verpflichtung aus durchzuführenden Hauptuntersuchungen der angemieteten Triebfahrzeuge über T€ 1.366 (VJ 1.580), Anrechnungsverpflichtungen gegenüber dem VBB aus zugeschiedenen Einnahmenaufteilungen über T€ 2.168 (VJ 2.504) unter Verrechnung von Forderungen aus abgerechneten Einnahmenaufteilungen über T€ 1 (VJ T€ 949). Im Saldo resultiert im Berichtsjahr hieraus eine Verbindlichkeit in Höhe von T€ 2.167 (VJ T€ 1.555). Weitere wesentliche Bestandteile stellen weiterzuleitende Fahrgeldeinnahmen über T€ 460 (VJ T€ 395), sonstige Kundenguthaben über T€ 125 (VJ T€ 44), und abzuführende Beträge für Lohnsteuer über T€ 25 (VJ T€ 16) dar.

Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:

Verbindlichkeitenspiegel per 31.12.2012

NEB Betriebsgesellschaft mbH

Gegenstand   Restlaufzeiten
  Gesamt
T€
bis zu 1 Jahr
T€
1 bis 5 Jahre
T€
mehr als fünf Jahre
T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 282 282 0 0
dto. Vorjahr 290 290 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
dto. Vorjahr 202 202 0 0
davon Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0 0 0 0
dto. Vorjahr 202 202 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 4.153 3.443 710 0
dto. Vorjahr 3.617 3.525 92 0

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Bei den Umsatzerlösen über insgesamt T€ 16.635 (VJ T€ 17.421) handelt es sich vor allem um Zuschüsse für die Verkehrsdurchführung des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg GmbH (VBB) gemäß den geschlossenen Verkehrsverträgen, um Fahrgeldeinnahmen sowie um verrechnete Malusgebühren.

Die sonstigen betrieblichen Erträge über insgesamt T€ 571 (VJ T€ 913) umfassen im Wesentlichen Erträge aus dem Weiterverkauf aufbereiteter Ersatzteile über T€ 169 (VJ T€ 489), Werkstattleistungen über T€ 113 (VJ T€ 16), Erstattungen aus Versicherungsschäden über T€ 21 (VJ T€ 171), periodenfremde Erträge über T€ 168 (VJ T€ 150), sowie Erträge aus der Weiterbelastung entstandener sonstiger Kosten über T€ 36 (VJ T€ 27).

Der Materialaufwand für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren über T€ 2.431 (VJ T€ 2.590) resultiert größtenteils aus Treibstoffkosten für die eingesetzten Triebfahrzeuge in Höhe von T€ 1.874 (VJ T€ 1.739) sowie bezogenen Ersatzteilen über T€ 457 (VJ T€ 786).

Der Materialaufwand für bezogene Leistungen in Höhe von insgesamt T€ 11.816 (VJ T€ 12.974) beinhaltet im Wesentlichen Trassen- und Stationsgebühren T€ 8.105 (VJ T€ 9.139), Leasinggebühren für Triebfahrzeuge T€ 2.403 (VJ T€ 2.400), Instandhaltungskosten für Triebfahrzeuge im Zusammenhang mit den Hauptuntersuchungen sowie laufende Reparaturen T€ 656 (VJ T€ 686), Aufwendungen für externes Personal über T€ 243 (VJ T€ 201) und Mietaufwendungen für Werkstattgebäude und Gleisanlagen T€ 146 (VJ T€ 146).

Die Aufwendungen für Löhne und Gehälter belaufen sich im Berichtsjahr auf T€ 1.808 (VJ 1.587); die Kosten für Sozialversicherungsbeiträge summieren sich auf T€ 383 (VJ 337).

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und auf Sachanlagen des Anlagevermögens belaufen sich auf T€ 109 (VJ T€ 129).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen über insgesamt T€ 837 (VJ T€ 888) umfassen hauptsächlich Aufwendungen für Geschäftsbesorgung T€ 120 (VJ T€ 110), für Marketing T€ 104 (VJ T€ 98), für Reise- und Ausbildungskosten des Personals T€ 29 (VJ T€ 20), für Versicherungsbeiträge T€ 140 (VJ T€ 135), für Schadensaufwendungen T€ 13 (VJ T€ 170), für Prüfungs- und Beratungskosten T€ 47 (VJ 56), für IT-Kosten T€ 32 (VJ T€ 32), für die Bereitstellung von Dienstkleidung T€ 17 (VJ T€ 20), für sonstige Dienstleistungen und Aufwendungen T€ 53 (VJ T€ 78) sowie periodenfremde Aufwendungen T€ 173 (VJ T€ 66), hierin enthalten sind T€ 121 Korrekturen auf Versicherungsforderungen.

Der Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme in Höhe von T€ 202 (VJ Jahresfehlbetrag von T€ 187) wurde gemäß Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag von der Niederbarnimer Eisenbahn AG übernommen.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Haftungsverhältnisse gem. §§ 251, 268 Abs. 7 HGB existieren nicht.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gegenüber Dritten gemäß § 285 Nr. 3 HGB belaufen sich auf insgesamt T€ 2.822,2 und stellen sich im Einzelnen wie folgt dar:

  Laufzeit bis Jährliche Beträge
Leasingverträge (Schienenfahrzeuge) 2014 1.393,3
Leasingverträge (Schienenfahrzeuge) 2013 288,6
Leasingverträge (Schienenfahrzeuge) 2020 1.140,3

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen gemäß § 285 Nr. 3a HGB belaufen sich auf insgesamt T€ 3.056,8 und stellen sich im Einzelnen wie folgt dar:

  Laufzeit bis Jährliche Beträge
Mietvertrag Wartungshalle Basdorf 2020 135,6
Geschäftsbesorgungsvertrag 2013 109,0
Vertrag über Nutzung von Eisenbahninfrastruktur 2020 2.793,4
IT-Dienstleistungsvertrag 2013 18,8

Mit Datum vom 30. November 2010 wurde die Übernahme einer Bürgschaft in Höhe von EUR 1.981.506,83 durch die Mittelbrandenburgischen Sparkasse in Potsdam, Potsdam, zur Besicherung von Verpflichtungen aus dem am 28. Juni 2005 geschlossenen Verkehrsvertrag für die Linie R 27 gegenüber dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH, Berlin, wirksam. Die Besicherung dieser Bürgschaft gegenüber der Bürgschaftsgeberin wurde seitens der alleinigen Gesellschafterin Niederbarnimer Eisenbahn Aktiengesellschaft, Berlin, vorgenommen. Zum Ende des Berichtsjahres reduzierte sich diese Bürgschaftsverpflichtung auf EUR 1.585.205,45.

Mit Datum vom 30. November 2010 wurde die Übernahme einer Bürgschaft in Höhe von EUR 1.304.622,11 durch die Mittelbrandenburgischen Sparkasse in Potsdam, Potsdam, zur Besicherung von Verpflichtungen aus dem am 27. Juli 2005 geschlossenen Verkehrsvertrag für die Linie R 26 gegenüber dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH, Berlin, wirksam. Die Besicherung dieser Bürgschaft gegenüber der Bürgschaftsgeberin wurde seitens der alleinigen Gesellschafterin Niederbarnimer Eisenbahn Aktiengesellschaft, Berlin, vorgenommen.

Sonstige Angaben

Anzahl der Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2012 wurden durchschnittlich beschäftigt:

  2012 Personen 2011 Personen
Angestellte 5 4
Arbeiter 61 59
  66 63

Abschlussprüferhonorar

Die erfassten Aufwendungen für Abschlussprüfungsleistungen durch den Abschlussprüfer betragen für das abgeschlossene Geschäftsjahr T€ 17,0 und für andere Bestätigungsleistungen T€ 4,0.

Geschäftsführung

 

Dipl.-Volkswirt Detlef Bröcker, Berlin

Da der Geschäftsführer nicht von der Gesellschaft vergütet wird, entfällt die Angabe nach § 285 Nr. 9 HGB.

Konzernzugehörigkeit und Beteiligungsverhältnisse

Die Anteile der Gesellschaft werden zu 100 % von der Niederbarnimer Eisenbahn-Aktiengesellschaft, Berlin, gehalten.

Die Gesellschaft ist im Konzernabschluss der staatlichen französischen Eisenbahngesellschaft Société Nationale des Chemins de Fer Français (SNCF), eingetragen im Handelsregister Paris unter Nr. B.552.049.447, Firmensitz in 34 rue du Commandant Mouchotte, 75014 Paris (SNCF group = größter und gleichzeitig kleinster Konsolidierungskreis) enthalten. Der IFRS Konzernabschluss der SNCF group wird in deutscher Sprache im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht und ist bei der französischen Regulierungsbehörde AMF in englischer Sprache erhältlich.

 

Berlin, den 30. April 2013

Die Geschäftsführung

Detlef Bröcker

Entwicklung des Anlagevermögens

  Anschaffungs- und Herstellungskosten
  01.01.2012
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
31.12.2012
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Lizenzen 301.357,83 3.125,00 0,00 9.432,73 313.915,56
2. Geleistete Anzahlungen 10.000,00 0,00 0,00 -10.000,00 0,00
  311.357,83 3.125,00 0,00 -567,27 313.915,56
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschießlich der Bauten auf fremden Grundstücken 44.461,77 0,00 0,00 0,00 44.461,77
2. Fahrzeuge für Personen- und Güterverkehr 11.693,42 0,00 11.693,42 0,00 0,00
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 674.361,91 26.678,07 0,00 29.166,09 730.206,07
4. Anlagen im Bau 5.635,12 22.963,70 0,00 -28.598,82 0,00
  736.152,22 49.641,77 11.693,42 567,27 774.667,84
  2.095.020,10 105.533,54 23.386,84 0,00 2.177.166,80
  Abschreibungen
  01.01.2012
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
31.12.2012
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Lizenzen 199.617,89 22.578,14 0,00 0,00 222.196,03
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  199.617,89 22.578,14 0,00 0,00 222.196,03
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschießlich der Bauten auf fremden Grundstücken 23.764,89 5.664,12 0,00 0,00 29.429,01
2. Fahrzeuge für Personen- und Güterverkehr 9.729,86 1.963,56 11.693,42 0,00 0,00
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 405.949,12 78.685,54 0,00 0,00 484.634,66
4. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  439.443,87 86.313,22 11.693,42 0,00 514.063,67
  1.278.123,52 217.782,72 23.386,84 0,00 736.259,70
  Restbuchwerte
  31.12.2012
31.12.2011
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Lizenzen 91.719,53 101.739,94
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 10.000,00
  91.719,53 111.739,94
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschießlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.032,76 20.696,88
2. Fahrzeuge für Personen- und Güterverkehr 0,00 1.963,56
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 245.571,41 268.412,79
4. Anlagen im Bau 0,00 5.635,12
  260.604,17 296.708,35
  704.647,40 816.896,58

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der NEB Betriebsgesellschaft mbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Berlin, den 22. Mai 2013

PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Angelika Kraus, Wirtschaftsprüferin

ppa. Doreen Kohnert, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012 wurde am 08.08.2013 festgestellt.

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