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Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Niewöhner seit 10.4.2014 | Prokura |
Cécile Dubrovin seit 29.7.2013 | Geschäftsführer |
Stefan Kutzke seit 29.4.2013 | Prokura |
Jean-Marie Betermier seit 18.3.2013 | Geschäftsführer |
Michael Guhl seit 13.12.2006 | Prokura |
Balázs Dr. Bago seit 26.3.2003 | Prokura |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ZODIAC Data Systems GmbHBergisch GladbachJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.09.2010 bis zum 31.08.2011Bilanz zum 31. August 2011Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2010/2011
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010/20111. Geschäftslage und RahmenbedingungenZODIAC Data Systems (kurz: ZDS) musste im abgelaufenen Geschäftsjahr im Industriesektor mit Schwerpunkt in der Automobilindustrie weiter mit erheblichen Verzögerungen bei der Deckung des Bedarfs an Messtechnik kämpfen. Ein weiterer negativer Effekt wurde dadurch verursacht, dass Hersteller von technischen Lösungen versuchen, die Wertschöpfungstiefe zu erhöhen. Konkret haben traditionell bewährte Partner in vielen Integrationsprojekten begonnen, das eigene Portfolio mit Hardware zu erweitern, die sich in direktem Wettbewerb zu unseren Produkten im Markt positioniert. Dies gilt sowohl für die Luft- und Raumfahrtindustrie, als auch für die Automobilindustrie. Große Aufträge von strategischen Referenzkunden, deren langfristige Entscheidungen weiter auf unsere Messgeräte bauen, belegen die richtige Positionierung der ZDS im globalen Markt. In den USA führen Preisdruck und "Buy American!"-Tendenzen, insbesondere bei den für uns essenziellen Aufträgen der öffentlichen Hand, zu einem weiter oft zähen Absatz. Zudem verschärft sich der nationale Wettbewerb. Die Produkte der DATaRec4-Familie konnten sich weiter als für Kunden und Systemintegratoren bzw. Lösungsanbieter gleichermaßen interessante Produkte behaupten - die weiter wachsende Zahl von Partnern, die mit unseren Systemen Lösungen anbieten, beweist dies. Die bereits im letzten Jahr initiierte Erweiterung der verfügbaren Bauformen unserer HighEnd Groundstation Familie "GSSr" und auch die neue Produktfamilie von Flugdaten-Rekordern ist erfolgreich, was Vertriebszahlen in diesen Marktsegmenten belegen. 2. ErtragslageBei gegenüber dem Vorjahr um 11 % gesunkenem Umsatz wurde ein Jahresergebnis vor Verlustübernahme durch die Gesellschafterin in Höhe von T€ -711 erzielt. 3. FinanzlageDas Gesamtkapital hat sich um rund 17,5 % auf T€ 14.759 verringert. Die ZDS verfügt ausschließlich über kurzfristige Verbindlichkeiten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Verbindlichkeiten gegenüber der alleinigen Gesellschafterin, der IN-HEIM GmbH in Höhe von T€ 2.667 zurückgezahlt. Die Forderung aus der Verlustübernahme im abgelaufenen Geschäftsjahr (T€ 711) wurde mit den bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin verrechnet. Das Unternehmen ZDS ist im Wesentlichen konzernfinanziert und verfügt mit dem Cash-Poolings mit der ZODIAC Aerospace S.A. über eine ausgezeichnete Liquidität, über die die Aufwendungen für alle weiteren Entwicklungsaktivitäten auch in Zukunft aus eigenen Mitteln finanziert werden können.
4. VermögenslageDas Gesamtvermögen der ZDS hat sich unwesentlich auf T€ 14.759 verringert. Im Geschäftsjahr 2010/2011 wurden insgesamt Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von T€ 259 und Investitionen in die immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 2 getätigt. Mit der konservativen Investitionspolitik wurde der wirtschaftlichen Gesamtsituation Rechnung getragen. Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde weiterhin planmäßig über 15 Jahre abgeschrieben (T€ 278). Weitere planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände wurden in Höhe von insgesamt T€ 380 vorgenommen. Das Vorratsvermögen hat sich nur leicht um T€ 31 auf T€ 3.731 erhöht. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind um 31,8 % bzw. T€ 2.717 zurückgegangen. Diese Entwicklung ist hauptsächlich auf den Rückgang der Cash-Pool Forderungen gegen die ZODIAC Aerospace S.A. zurückzuführen. Die Cash-Pool Forderungen sanken, da im abgelaufenen Geschäftsjahr Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von T€ 2.667 beglichen wurden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr entstanden Zinsverbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von T€ 667. Die Forderung gegenüber der Gesellschafterin aus der Verlustübernahme des laufenden Ergebnisses in Höhe von T€ 711 wurde mit den bestehenden kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin verrechnet. Die kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an Dritte sind um rund 11,6 % bzw. T€ 279 gesunken. Dies resultiert aus dem geringeren Auftragseingang zum Jahresende. 5. PersonalDie Zahl der beschäftigten Mitarbeiter zum Stand Ende August 2011 ist bei 71 geblieben (ohne Betriebsrentner, ohne Zeitarbeit-Mitarbeiter und ohne Praktikanten). Mit einem Schwerpunkt von 41 % beim Alter zwischen 35 und 45 Jahren verfügt die ZDS weiter über eine gesunde Altersstruktur, welche jüngere Arbeitskräfte mit sehr berufserfahrenen Kollegen zu einer innovativen und gleichzeitig produktiven Belegschaft mischt.
6. Chancen und Risiken für die weitere GeschäftstätigkeitDie USA bleiben für die Gesellschaft mit etwa 48 % Anteil am Gesamtgeschäft weiter der größte Markt. Im Wettbewerb bleibt der auf einem immer noch zu niedrigen Niveau gehaltene US-Dollar ein wesentliches Risiko für uns als deutscher Exporteur. Unsere Kunden zahlen in der Regel und trotz Krise ohne größere Verzögerungen und ohne Rückbehalte. Im Geschäftsjahr 2010/2011 waren keine Forderungsverluste zu verzeichnen. Der Markt für die verteilte, stark modularisierte Serie "DATaRec4" wird auch im kommenden Geschäftsjahr erweitert. Die ZDS Vertriebsmannschaft konnte weitere, global agierende Software-Hersteller als Multiplikatoren gewinnen, welche die Messsysteme mit ihrer Software zu Speziallösungen bündeln und an ihre Endkunden verkaufen. Dieses no-touch-Business durch Vertriebsallianzen wird von Deutschland auf die übrigen Märkte ausgedehnt. Darüber hinaus hat ZDS unter der Marke HEIM die Ablösung einer in die Jahre kommenden Produktreihe vorangetrieben, mit der wieder ein lukratives Marktsegment für Flight Test Instrumentation adressiert wird. Die ersten Produkte der neuen Familie wurden ab März ausgeliefert und konnten im Laufe des Geschäftsjahres ca. M€ 2,2 zum Jahresumsatz beitragen. Das überaus lebhaftes Kundeninteresse und die positiven Rückmeldungen versprechen vor dem Hintergrund des Bedarfs an Ersatz der großen installierten Basis von in die Jahre kommenden Flugdatenrekordern erfolgreiche Geschäfte für das kommende Geschäftsjahr. Die GSSr-Produktfamilie adressiert jetzt den Bedarf der Kunden nach modularen Bausteinen, aus denen sich je nach aktuellem Einsatzgebiet leicht individuelle Lösungen zusammenstellen lassen. 35 in diesem Geschäftsjahr ausgelieferte Systeme bestätigen auch hier die Richtige Entscheidung für unsere Geschäfte. Die personelle Besetzung von Entwicklung, Produktion und Service wurde dem immer noch volatilen Markt angepasst. Maßnahmen, welche Arbeitsmethoden und -Prozesse methodisch stringenter und effizienter gestalten, erhöhten unsere Wettbewerbsfähigkeit. Dabei zeigt sich, dass die Einführung von effizientem Projektmanagement in alle Entwicklungsprojekte und die Forecast-basierte Produktionsplanung die solide Basis für einen zuverlässigen und gleichzeitig flexiblen "modus operandus" schaffen und erheblich dabei helfen, die Risiken bewusst zu managen. Zur Reduktion des Risikos, uneinbringbare Forderungen aufzuhäufen, wird monatlich eine Analyse der offenen Forderungen durchgeführt auf deren Basis dann gegebenenfalls Mahnungen verschickt werden. In fast allen Fällen verzeichnen wir innnerhalb von maximal 14 Tagen einen Eingang des angemahnten Betrages. Die verbleibenden Fälle werden zur Klärung an die Vertriebsleitung eskaliert. Das Geschäftsjahr 2010/11 belegt mit dem Fehlen jeglicher Zahlungsausfälle eine auch weiter ausgezeichnete Zahlungsmoral. Bei Neukunden wird der erste Auftrag ohnehin nur gegen Vorkasse geliefert. Als disziplinierende Maßnahme für wiederholt säumige Kunden behalten wir es uns vor, diese wieder auf die Zahlungsart "Vorkasse" zurück zu setzen. 7. PrognoseberichtDie Gesellschaft verfügt weiterhin über ausreichende eigene liquide Finanzmittel, um die Geschäftsvorhaben des kommenden Geschäftsjahres zu realisieren. Darüber hinaus stehen bei Bedarf der Gesellschaft weitere finanzielle Mittel über die Finanzierung im Konzern zur Verfügung. Für die nächsten Jahre wird auf Basis des aktualisierten Portfolios wieder mit einem Anstieg von Umsatz und Ergebnis geplant. Für das Jahr 2012 liegen diese Wachstumsziele bei MEUR 12,4 Umsatz mit einem Plus von 29 % beim EBITA. Für das Jahr 2013 will ZODIAC Data Systems mit einem weiteren Wachstum von 11 % im Umsatz beim EBITA wieder die Grenze von einer MEUR überschreiten. Dieses Wachstum kommt schwerpunktmäßig aus dem Migrationsgeschäft bei heutigen Bestandskunden der klassischen D-Series, sowie der Vergrößerung des Marktanteils der Marke HEIM. Um diese Ziele zu erreichen benötigt die Gesellschaft erst einmal nicht wesentlich mehr Personal. Vorsichtige Investitionen tragen den aktuellen Unwägbarkeiten des globalen Marktes Rechnung und werden vor allem die Verbesserung von Marktposition und Wettbewerb adressieren. "Lean" bzw. die Vermeidung von "Muda" bleiben sicher Schlüsselaspekte für die nächsten Geschäftsjahre. 8. Ereignisse nach dem BilanzstichtagVorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres, die einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft hätten und über die zu berichten wäre, sind nicht eingetreten.
Bergisch Gladbach, 27. Januar 2012 Die Geschäftsführung Olaf Blaak Christian Louis Novella Anhang für das Geschäftsjahr 2010/2011Allgemeine HinweiseDer vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242ff. und §§ 264ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Im Geschäftsjahr wurden die Anpassungen an das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) zum 1. September 2010 vorgenommen. Hieraus haben sich mit Ausnahme der Bewertung der Pensionsverpflichtungen keine weiteren wesentlichen Auswirkungen ergeben. Das Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurde mit dem beizuliegenden Zeitwert in Höhe von TEUR 326 mit den Rückstellungen verrechnet. Der im Vorjahr im Personalaufwand gezeigte Aufwand aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen wurde im Geschäftsjahr unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen (im Gj.: TEUR 78). Die Vorjahreszahlen wurden in Übereinstimmung mit Art. 67 Abs. 8 Satz 2 2. Halbsatz EGHGB nicht angepasst. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unter Berücksichtigung der sich durch das BilMoG ergebenden Änderungen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen entsprechend den steuerlichen Vorgaben nach der linearen Methode vermindert. Firmenwerte werden über einen Zeitraum von 15 Jahren abgeschrieben, dies entspricht einer jährlichen Abschreibung in Höhe von TEUR 278. Für den Firmenwert des im Jahr 2002 übernommenen Unternehmens Josef Heim KG wird eine Nutzungsdauer von 15 Jahren zugrunde gelegt, da die Produkte der Gesellschaft üblicherweise eine Nutzungsdauer von 15-20 Jahren haben und Änderungen wegen der damit verbundenen Zertifizierungskosten für den Einsatz im Fluggerät nur in Ausnahmefällen vorgenommen werden. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Sind außerplanmäßige Abschreibungen notwendig, um die Vermögensgegenstände mit dem niedrigeren Wert anzusetzen, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, so werden diese vorgenommen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer in Anlehnung an steuerliche Grundsätze linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 150,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Vermögensgegenstände, die nach dem 31. Dezember 2007 angeschafft worden sind und Anschaffungskosten von EUR 150 bis EUR 1.000 aufweisen, wird ein Sammelposten im Sinne des §6 Abs. 2a EStG gebildet, der im Jahr der Bildung und in den vier Folgejahren jeweils mit 20 % gewinnmindernd aufgelöst wird. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Unter den Finanzanlagen werden Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen ausgewiesen. Die Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen werden zum Zeitwert bilanziert. Der Ausweis erfolgt gemäß § 265 Abs. 5 S. 2 HGB unter einem gesonderten Posten. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten und Fertigungslöhnen auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen und im Einklang mit den Konzernrichtlinien berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Zweifelhafte Forderungen werden einzelwertberichtigt, uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst. Die liquiden Mittel sind mit den Nominalwerten ausgewiesen. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Projected Unit Credit Methode unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 5,13 % gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18 November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,00 % und erwartete Rentensteigerungen mit 1,50 % berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 0,41 % berücksichtigt. Unter Inanspruchnahme des Wahlrechts nach Art.67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wird der sich aus der Änderung der Rückstellungsbilanzierung nach §§ 249 Abs. 1 Satz 1, 253 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 HGB durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) ergebende Zuführungsbetrag über den Höchstzeitraum von 15 Jahren gleichmäßig verteil. Kongruent rückgedeckte Altersversorgungszusagen, deren Höhe sich somit ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruches bestimmt, sind mit diesem bewertet, soweit er den garantierten Mindestbetrag (diskontierter Erfüllungsbetrag der Garantieleistung) übersteigt. Eine Rückdeckungsversicherung ist als kongruent zu bezeichnen, wenn die aus ihr resultierenden Zahlungen sowohl hinsichtlich der Höhe, als auch hinsichtlich der Zeitpunkte mit den Zahlungen an den Versorgungsberechtigten deckungsgleich sind. Der beizulegende Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs bestreht aus dem sog. geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zzgl. eines etwa vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sog. Überschussbeteiligung). Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zunächst mit dem jeweils aktuellen im Konzern vorgegebenen Umrechnungskurs umgerechnet. Zum Monatsende werden Anpassungen an den Monatsstichtagskurs vorgenommen. Zum Abschlussstichtag erfolgt die Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs Die im Geschäftsjahr aufgrund der Buchungsmethodik entstandenen Währungskursverluste und - gewinne werden zum Jahresende in der Gewinn- und Verlustrechnung saldiert ausgewiesen. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Geschäfts- oder Firmenwert Der Geschäfts- oder Firmenwert stammt aus der Übernahme des Geschäftsbetriebes der Josef Heim KG am 6. September 1996 mit historischen Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 4.178. Im Geschäftsjahr wurde der Firmenwert vollständig abgeschrieben. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen Die Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen wurden mit ihrem Zeitwert in Höhe von TEUR 1.250 angesetzt. Damit übersteigt der Wertansatz der Rückdeckungsansprüche den Wert der korrespondierenden Pensionsrückstellung (TEUR 938) um TEUR 312. Die Rückdeckungsversicherung ist in Höhe von TEUR 326 an einen Pensionsberechtigten verpfändet. Dieser ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtung dienende, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogene Vermögensgegenstand (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurde mit dem beizuliegenden Zeitwert in Höhe von TEUR 326 mit den Rückstellungen verrechnet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen ist ein abgezinstes Körperschaftsteuererstattungsguthaben enthalten, welches eine Restlaufzeit von über einem Jahr aufweist. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten TEUR 77 Forderungen gegen Gesellschafter. Es handelt sich dabei um Forderungen aus Vorsteuererstattungsansprüchen. Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung Der aktive Unterschiedsbetrag resultiert aus der Saldierung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB von Altersversorgungsverpflichtungen mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Altersversorgung dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um Ansprüche aus einer Rückdeckungsversicherung. Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Der noch in künftigen Perioden anzusammelnde Fehlbetrag gemäß Art. 67 Abs. 2 EGHGB beträgt TEUR 327. Sonstige Rückstellungen Bei den sonstigen Rückstellungen handelt es sich um Verbindlichkeitsrückstellungen, die im Wesentlichen für Personalansprüche, Gewährleistungen, ausstehende Rechnungen und Jahresabschlusskosten gebildet wurden. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten solche gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von TEUR 10.651 (Vj. TEUR 13.306). Wie im Vorjahr haben sämtliche Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert. Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2001 einen Teil ihres Geschäftsbetriebes an die Thales Contact Solutions GmbH veräußert. In diesem Zusammenhang sind Pensionsverpflichtungen gegenüber Mitarbeitern in Höhe von MEUR 0,4 auf diese Gesellschaft übergegangen. Das Risiko einer Inanspruchnahme der Gesellschaft wird als gering eingestuft. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen in Höhe von TEUR 387 (Vj. TEUR 356) sonstige finanzielle Verpflichtungen, darunter insbesondere Mietverpflichtungen und Kfz-Leasingverträge. Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2011 und 2014.
Fremdläger Aus logistischen Gründen befindet sich ein variabler Teil der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (Beistellartikel) direkt bei Fremdverarbeitern. Diese Bestände werden im Rahmen der jährlich stattfindenden Inventur mit aufgenommen. Bei der nordamerikanischen Vertriebs- und Service-Organisation ZODIAC Data Systems, Inc. wird ein kleines Konsignationslager mit Geräten vorgehalten. Dies versetzt den US-Vertrieb in die Lage, adhoc-Anfragen an ihre Kunden unkompliziert, weil unbeeinflusst von Produktions- und Versandzeiten, zu liefern. Da Aktualisierungen der Geräte in der Regel über sogenannte "Firmware-Updated", also hardwarenahe Software, erfolgen, ist die Aktualisierung der Geräte leicht zu erreichen. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungSonstige betriebliche Erträge Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Weiterbelastung von Aufwendungeninnerhalb des Konzernverbundes, Erträge aus der privaten Kfz-Nutzung sowie periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Die periodenfremden Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen betragen TEUR 13 (Vj. TEUR 344). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen überwiegend Leihpersonal, Verkaufsprovisionen, Zuführung zur Garantierückstellung, Miet- und Leasingkosten, Gestionsgebühren, Reisekosten, Kfz-Kosten, Werbe-, Bewirtungs- und Repräsentationskosten, Konzernumlagen, Rechts- und Beratungskosten und Währungskursverluste. Außerordentliche Aufwendungen/außerordentliches Ergebnis Die außerordentlichen Aufwendungen betreffen den Umstellungseffekt BilMoG aus den Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 23. Sonstige AngabenGeschäftsführung
Gesamtbezüge der Geschäftsführung Ausschließlich Herr Blaak bezieht Geschäftsführerbezüge von der Gesellschaft. Bezüglich der Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird für den Berichtszeitraum die Schutzklausel des §286 Abs.4 HGB in Anspruch genommen. Die für einen ehemaligen Geschäftsführer gebildete Pensionsrückstellung beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 302. Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Angestellten beträgt 69 (Vj. 67). Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der ZODIAC Aerospace S.A., Plaisir/Frankreich, einbezogen, der bei dieser erhältlich ist. Ergebnisabführungsvertrag Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages wird der Verlust des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 711 von der IN-HEIM GmbH, Bergisch Gladbach, übernommen.
Bergisch Gladbach, 27. Januar 2012 Die Geschäftsführung Olaf Blaak Christian Louis Novella BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der ZODIAC Data Systems GmbH, Bergisch Gladbach, für das Geschäftsjahr vom 01. September 2010 bis zum 31. August 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, 27. Januar 2012 Ernst
& Young GmbH
Schlüter, Wirtschaftsprüfer Rees, Wirtschaftsprüfer |
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