BNP Paribas Real Estate GmbH
Selbe AdresseVermittlung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Dr. Klukas seit 1.12.2025 | Geschäftsführer |
Isabell Dapper seit 10.10.2024 | Geschäftsführer |
Florian Dr. Zahn seit 17.4.2023 | Prokura |
Marcel Abel seit 17.4.2023 | Prokura |
Florian Spelz seit 2.7.2021 | Prokura |
Thomas Klein seit 22.11.2018 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
AKKA Deutschland GmbH künftig Akkodis Germany GmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Akkodis Germany GmbH (vormals: AKKA Deutschland GmbH)SindelfingenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Akkodis Germany GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Akkodis Germany GmbH, Sindelfingen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Akkodis Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 8. August 2023 Ernst
& Young GmbH
Hofmann, Wirtschaftsprüfer Schmidt, Wirtschaftsprüfer Konzernbilanz zum 31.12.2022AKTIVA
PASSIVA
Konzern - Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Konzern-Kapitalflussrechnung für 2022
Konzern-Eigenkapitalspiegel für 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022I. Allgemeine Angaben Der vorliegende Konzernabschluss wird gemäß § 290 ff. HGB aufgestellt. Die Gesellschaft stellt für das Geschäftsjahr 2022 erstmalig einen Konzernabschluss auf. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grund werden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht. Registerinformationen Die Akkodis Germany GmbH (bis zum 28.11.2022: AKKA Deutschland GmbH), mit Sitz in Sindelfingen, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 776528 eingetragen. Der Konzernabschluss ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes einschließlich der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung erstellt worden. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht unverändert dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 HGB. Der Abschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden, soweit nicht anders vermerkt, in Tausend € (T€) angegeben. Mit den Tochterunternehmen AKKA Germany GmbH, München, AKKA DCE GmbH, Magdeburg und der AKKA EMV GmbH, Sindelfingen bestehen Ergebnisabführungsverträge. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte vor Beschlussfassung über die Ergebnisverwendung. Als einzige Gesellschafterin der Akkodis Germany GmbH hat die AKKA International SA, Brüssel, Belgien, ihre Anteile an die Akkodis Group AG, Zürich (Schweiz), verkauft. In diesem Zuge erhielt die Akkodis Germany GmbH eine Erhöhung des gezeichneten Kapitals in Höhe von 1.000 € sowie eine Einzahlung in die Kapitalrücklage von 264.399.000 € und hat dadurch die bilanzielle Überschuldung des Vorjahres behoben und den Mittelbedarf für zukünftige Investitionen gesichert. Die Geschäftsführung geht auf Grund der nach dem Stichtag erfolgten Umfinanzierung kurzfristiger konzerninterner Kredite in langfristige Darlehen von einer positiven Fortbestandsprognose aus. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss werden mit Ausnahme der folgenden Gesellschaften alle Unternehmen einbezogen, auf die die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausübt. Diese Gesellschaften sind auf Grund der Bilanzsumme und operativen Geschäftstätigkeit für den Konzern von untergeordneter Bedeutung. System Design France S.A.R.L., Straßburg, Frankreich (100%) MBtech Mühendislik ve Danismanlik Ltd. Sirketi, Istanbul, Türkei (100%) und AKKA Hungary Kft., Kecskemet, Ungarn (100%) AKKA Automotive Engineering SRL & Co. KG, Sindelfingen Der Kreis der einbezogenen Unternehmen ergibt sich aus der Aufstellung des Anteilsbesitzes (Seite 8). Der Konzernabschluss umfasst die Muttergesellschaft sowie 13 inländische Tochterunternehmen. Erstmals konsolidieren wir die im Berichtsjahr erworbenen Gesellschaften: Zum 30.11.2022:
Zum 31.12.2022
Bei der erstmaligen Einbeziehung der oben genannten Gesellschaften werden die in den Konzernabschluss aufgenommenen Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten im Rahmen der Kaufpreisallokation neu bewertet respektive angesetzt. Daher werden Software, Auftragsbestände und die Gewinnmargen in den unfertigen Leistungen und ein Geschäfts- oder Firmenwert in der Konzernbilanz als Vermögensgegenstände bilanziert. Für die Geschäfts- oder Firmenwerte, die sich aus den Erstkonsolidierungen zum 1. Januar 2022, 30. November 2022 und 31. Dezember 2022 ergeben haben, wird eine planmäßige Nutzungsdauer von 10 Jahren (lineare Abschreibung) gemäß § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB zugrunde gelegt, da die voraussichtliche Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden kann. Die Flugfeld Valley GmbH, Saarbrücken (74,9 %) und die Ralosa GmbH & Co. KG, Pullach i. Isartal (74,9 %) werden vollkonsolidiert. Gesellschaften ohne Geschäftstätigkeit oder mit geringem Geschäftsumfang werden gemäß § 296 Absatz 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Die Equity-Bilanzierung der wesentlichen Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen wird für die e:fs TechHub GmbH, Gaimersheim vorgenommen, an der trotz Beteiligung von 51% keine Kontrolle ausgeübt wird. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die aufgrund eines Erwerbs erstmals konsolidiert werden, wird nach der Erwerbsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, vorgenommen. Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Der Unterschiedsbetrag wird entsprechend der gewichteten durchschnittlichen Restnutzungsdauer der erworbenen, abnutzbaren Vermögegenstände über 10 Jahre aufgelöst. Der für die Bestimmung des Zeitwerts der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten sowie der für die Kapitalkonsolidierung maßgebliche Zeitpunkt ist grundsätzlich der, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Die zu aktivierenden Beträge ordneten wir dabei soweit wie möglich den betreffenden Aktivposten zu; der Restbetrag wurde als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Passivische Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung erfassten wir innerhalb des Eigenkapitals / der Gewinnrücklagen. Forderungen und Verbindlichkeiten sowie unfertige / fertige Leistungen und Rückstellungen zwischen Konzernunternehmen werden aufgerechnet. Die sich auf kurzfristige Forderungen / unfertige Leistungen und Verbindlichkeiten / Rückstellungen ergebenden Differenzen aus der Schuldenkonsolidierung werden ergebniswirksam behandelt. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden die Erlöse aus Innenumsätzen sowie anderen konzerninternen Erträgen mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet. Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises werden eliminiert. Die assoziierten Unternehmen sind aus der Aufstellung des Anteilsbesitzes (siehe Seite 8) ersichtlich. Die e:fs TechHub GmbH wird gemäß § 312 Abs. 1 HGB nach der Equity-Methode angesetzt. Der Wertansatz wird im Geschäftsjahr wie in den Vorjahren um das anteilige Jahresergebnis sowie Kapitalveränderungen fortgeschrieben. Die Bewertungsmethoden des assoziierten Unternehmens werden an die konzerneinheitliche Bewertung angepasst. Konzerninterne Ergebnisse aus Lieferungen und Leistungen mit assoziierten Unternehmen werden wegen geringer Bedeutung nicht eliminiert. Anteilsmäßig konsolidierte Unternehmen stehen unter gemeinsamer Führung mit anderen beteiligten Unternehmen. Die anteilsmäßig konsolidierten Unternehmen sind aus der Aufstellung des Anteilsbesitzes ersichtlich. Gemäß § 310 Abs. 1 HGB werden die Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten anteilsmäßig konsolidierter Unternehmen entsprechend den Anteilen am Kapital einbezogen, die dem Mutterunternehmen gehören. Die Bewertungsmethoden des anteilsmäßig konsolidierten Unternehmens werden an die konzerneinheitliche Bewertung angepasst. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt nach dem Bilanzierungsstandard des Handelsgesetzbuches (HGB). Der vorliegende Konzernabschluss wurde nach dem Wegfall der Befreiung erstmalig zum 31. Dezember 2022 aufgestellt. Die Vermögensgegenstände und Schulden werden im Konzernabschluss einheitlich bewertet. Abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze in den Jahresabschlüssen der Konzernunternehmen werden angepasst (Handelsbilanz II). Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige, lineare Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige, lineare Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Zinsen für Fremdkapital gemäß § 298 Abs. 1 i. V. m. § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB wurden nicht aktiviert. Die Nutzungsdauer von selbst geschaffenen, gewerblichen Schutzrechten beträgt 5 Jahre und von ähnlichen Rechten und Werten 5 Jahre. Für entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte wird eine Nutzungsdauer von 5 Jahren zugrunde gelegt. Die Nutzungsdauer von Gebäuden beträgt 33 Jahre, von technischen Anlagen und Maschinen 1-20 Jahre, von anderen Anlagen 1-33 Jahre sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung 1-18 Jahre. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Sämtliche Anlagengüter werden nach der linearen Methode abgeschrieben. Bei den Gesellschaften sind geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 800,00 bis EUR 1.000,00 wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird pauschalierend jeweils mit 20 % p.a. im Zugangsjahr und in den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Erhaltene Investitionszuschüsse für Schnelladetechnik werden von den Anschaffungs- und Herstellungskosten der geförderten Anlagegüter abgesetzt. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten zum Nennwert angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Für bestimmte Vorräte (Waren) werden die Werte mit Hilfe zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips ermittelt. Die Unterschiedsbeträge zu einer Bewertung zum Börsenkurs oder dem Marktpreis am Bilanzstichtag sind im Rahmen der Erläuterungen der Vorräte dargelegt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Zinsen für Fremdkapital gemäß § 298 Abs. 1 i. V. m. § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung gemäß § 298 Abs. 1 i. V. m. § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB werden aktiviert. In allen Fällen wird verlustfrei bewertet, d. h. es werden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wird pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten 10 Jahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,78 % (Vj. 1,87 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen werden mit 2 % (Vj. 1,5 %) und erwartete Rentensteigerungen mit 2,2 % (Vj. 1,4 %) berücksichtigt. Zudem wurden aus Erfahrungswerten gewonnene Fluktuationswahrscheinlichkeiten eingerechnet. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den korrespondierenden Rückstellungen verrechnet. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags zu Vollkosten angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Zudem werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung. Soweit im Rahmen des Erwerbs von Tochterunternehmen steuerliche Verlustvorträge mit erworben werden, für die innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verrechenbarkeit zu erwarten ist, wird die Möglichkeit, hierfür im Zuge der Kaufpreisaufteilung bis zum Ablauf der Anpassungsperiode i. S. d. § 301 Abs. 2 Satz 2 HGB aktive latente Steuern erfolgsneutral zu berücksichtigen, in Anspruch genommen. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern, die aus Differenzen in den Jahresabschlüssen der konsolidierten Unternehmen resultieren, unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung: Währungsumrechnung Die erstmalige Erfassung der aus Fremdwährungsgeschäften resultierenden Vermögensgegenständen und Schulden im Rahmen Währungsumrechnung in der Handelsbilanz II erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs zum Transaktionstag. Auf fremde Währung lautende monetäre Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden im Rahmen der Folgebewertung grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr und weniger wird das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) bei nicht wechselkursbedingten Wertänderungen nicht angewendet. Nichtmonetäre Vermögensgegenstände, die in fremder Währung erworben wurden, werden nur zum Zugangszeitpunkt umgerechnet. Die Folgebewertung wird auf Basis der zum Zugangszeitpunkt erfassten Anschaffungskosten in Landeswährung vorgenommen. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. III. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Geschäfts- oder Firmenwerte einschließlich der Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung von Anteilen werden über einen Zeitraum von 10 Jahren linear abgeschrieben, da die voraussichtliche Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden kann. Die mit der Kaufpreisallokation identifizierten Vermögensgegenstände werden mit ihrer geschätzten Nutzungsdauer abgeschrieben. Hierfür werden bei Software 5 Jahre und bei Auftragsbeständen 6 Jahre angenommen. Entwicklungskosten selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände werden in Höhe von T€ 662 aktiviert. Der Geschäfts- oder Firmenwert enthält Beträge in Höhe von T€ 116, die in den Jahresabschlüssen der einbezogenen Unternehmen entstanden sind. Die restlichen T€ 438.832 resultieren aus der Erstkonsolidierung von Anteilen. Aus der Veränderung des Konsolidierungskreises resultiert ein Zugang des Geschäfts- oder Firmenwerts in Höhe von T€ 25.428. Angaben zum Anteilsbesitz
1 Die mit N gekennzeichneten Gesellschaften werden wegen untergeordneter Bedeutung gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht in die Konsolidierung einbezogen. Assoziierte Unternehmen
Die Beteiligungen werden wegen untergeordneter Bedeutung gemäß § 311 Abs. 2 HGB zu Anschaffungskosten bilanziert. Es werden weiterhin 1 % der Anteile an der AKKA Product Process Algeria, Hydra, Algerien, gehalten. Die Gesellschaft ist nicht mehr operativ tätig und wird nicht einbezogen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von T€ 0 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und aus Cash-Pooling T€ 82.419. Eigenkapital Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge i. S. v. § 268 Abs. 8 HGB beträgt 911 T€ , welcher sich aus den Aktivierungen der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens zusammensetzt. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge und Zinsschranke wurden nicht aktiviert. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung der in 2022 neu erworbenen Anteile an der ATP GmbH und der AKKA EMC GmbH sowie die der AKKA Experts GmbH führen zu einem passivischen Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 692. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Pensionsrückstellung und die Rückdeckungsversicherung vor und nach Verrechnung entwickelten sich wie folgt:
Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 (Satz 1) HGB beträgt T€ 296. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen werden für Kundenboni, Urlaubsansprüche und Sondervergütungen, Berufsgenossenschaftsbeiträge, Gewährleistungsverpflichtungen, ausstehende Lieferantenrechnungen und Jubiläumsgelder gebildet. In den Rückstellungen werden im Wesentlichen für Restrukturierungen (€ 30,8 Mio.), Personalkosten (€ 20,9 Mio.) und langfristige Verpflichtungen aus Jubiläum (€ 0,2 Mio.), Leerstandskosten (€ 10,0 Mio.), Rückbauverpflichtungen (€ 1,6 Mio.) und Rückstellungen für Aufbewahrungspflichten (€ 0,2 Mio.) ausgewiesen. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Finanzierung gegen Gesellschafter in Höhe von € 75,2 Mio. Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von € 5,4 Mio. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Darlehen in Höhe von € 262,8 Mio. und aus dem Cash-Pooling € 55,4 Mio. Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2022
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind T€ 30.535 durch Grundpfandrechte gesichert. Latente Steuern Die aktiven und passiven latenten Steuern resultieren aus folgenden Sachverhalten:
Der Berechnung wurden die Steuersätze der Empfänger zwischen 29,1% und 30,76% zugrunde gelegt. Auf körperschaftsteuerliche Verlustvorträge, gewerbesteuerliche Verlustvorträge resultieren aktive latente Steueransprüche, für die eine Steuerentlastung innerhalb von fünf Jahren erwartet wird. Die aktiven latenten Steuern resultieren zudem im Wesentlichen aus temporären Differenzen zwischen handelsrechtlichen (Handelsbilanz II) und steuerlichen Wertansätzen für Goodwill, Personalrückstellungen, Restrukturierungsrückstellungen und Pensionsrückstellungen. Im Wesentlichen führen temporäre Differenzen bei den aktivierten selbstgeschaffenen Vermögenswerten und Rückstellungen für Instandhaltungsrücklagen zu passiven latenten Steuern. Der sich insgesamt ergebende Überhang aktiver latenter Steuern wird in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt. IV. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von T€ 37.437 handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus Sachanlagenabgängen (T€ 1.197), aus dem Abgang von Beteiligungen (T€ 30.300) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 1.681). In der Position sind insgesamt periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 34.479 enthalten. Abschreibungen Außerplanmäßige Abschreibungen auf Software und Sachanlagen werden in Höhe von T€ 254 vorgenommen. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von gesamt T€ 89.770 sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 4.053 enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen Wertberichtigungen auf Forderungen. In dieser Position sind Restrukturierungsaufwendungen von T€ 29.073 enthalten. V. Sonstige Pflichtangaben Haftungsverhältnisse
Das Risiko der Inanspruchnahme aus den einzelnen Haftungsverhältnissen wird wie folgt eingeschätzt: Das Risiko einer Inanspruchnahme aus der Bürgschaft oder Garantien für die Verbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen gegenüber Kreditinstituten wird aufgrund der Einbindung in das Cash-Pool-Management als gering eingeschätzt. Außerbilanzielle Geschäfte
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den Haftungsverhältnissen und außerbilanziellen Geschäften bestehen in Höhe von T€ 88.131 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u.a. folgende Sachverhalte:
Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2023 und 2033.
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Es wurden nur Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu marktüblichen Konditionen durchgeführt. Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und Beirats Die Bezüge des Beirats einer Tochtergesellschaft für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben belaufen sich auf T€ 197. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter der in den Konzernanhang einbezogenen Unternehmen:
Name und Sitz des Mutterunternehmens Die Gesellschaft gehört zur internationalen Adecco-Gruppe. Die Adecco Group AG, Zürich, Schweiz, stellt einen Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf, in den das Mutterunternehmen als Tochterunternehmen einbezogen wird. Der Konzernabschluss wird unter https://www.adeccogroup.com/investors/ veröffentlicht. Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB Folgende Tochterunterunternehmen nehmen die Erleichterungsvorschriften der § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB in Anspruch:
Prüfungs- und Beratungshonorare Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers des Konzerns beträgt für
Nachtragsbericht Mit Datum vom 1. Juni 2023 wurde die Laufzeit der zum Bilanzstichtag noch kurzfristigen Darlehen, die der Akkodis Germany GmbH von der Adecco Gruppe gewährt wurden, bis zum 17. Juni 2027 verlängert und einschließlich Zinsen endfällig gestellt. Herr Christian Hagen wurde in 2023 zum Geschäftsführer bestellt (Eintragung im Handelsregister: 13. Juni 2023). Weitere Ereignisse von besonderer Bedeutung mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nach Ablauf des Geschäftsjahres 2022 sind nicht eingetreten. Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds setzt sich aus den Bilanzposten IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten (T€ 2.876) und Cash-Pooling-Konten (T€ 27.010) zusammen. T€ 159 des Finanzmittelfonds unterliegen Verfügungsbeschränkungen. Geschäftsführung Im Berichtsjahr waren in der Akkodis Germany GmbH folgende Personen als Geschäftsführer tätig:
Die Gesellschaft nimmt von der Schutzklausel gemäß § 286 (4) HGB Gebrauch, da nur zwei Geschäftsführer im Jahr 2022 Bezüge von der Gesellschaft erhalten haben.
Sindelfingen, 3. August 2023 Die Geschäftsführung der Akkodis Germany GmbH Dr. Jan Chandra Gupta Dr. Peter Tobias Mehrle Kenneth Ragnvaldsen Christian Hagen Konzern-Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2022
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022Inhaltsverzeichnis 1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen 1.1. Gegenstand des Unternehmens 1.2. Organisationsstruktur 1.3. Rechtliche Unternehmensstruktur 1.4. Forschung & Entwicklung 2. Mitarbeiter 2.1. Mitarbeiteranzahl 2.2. Weiterbildungs- und Qualifizierungsangebote für alle Mitarbeiter 2.3. Mitarbeiterbindung 2.4. Gleichstellung und Diversifizierung 3. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Branche 3.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung 3.2. Branchensituation 4. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 4.1. Vermögenslage 4.2. Finanzlage 4.3. Ertragslage 4.4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage 5. Chancen- und Risikobericht 5.1. Risikomanagement-System 5.2. Gegenüberstellung der Chancen und Risiken 5.3. Gesamtrisiko 6. Prognosebericht 6.1. Künftige gesamtwirtschaftliche Situation 6.2. Künftige Branchensituation 6.3. Künftige Unternehmenssituation 1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen 1.1. Gegenstand des Unternehmens Die Akkodis Germany GmbH (bis zum 22. November 2022: AKKA Deutschland GmbH), Sindelfingen, ist die deutsche Tochtergesellschaft der AKKODIS Group AG, Zürich, Schweiz, und bietet unter der Kernmarke "AKKODIS" mit ihren Tochtergesellschaften als "Akkodis Germany Group" umfangreiche Ingenieurs- und Personaldienstleistungen überwiegend in Deutschland an. Die Struktur der Akkodis Germany Group gliedert sich in die nachfolgenden CoE (Center of Expertise) in den Bereichen Digital, Automotive und den Emerging Sector. Bereich Digital ADAS & EE Systems: Autonomes Fahren & E/E-Systeme Connected Technologies: Kommunikationstechnologien & Applikationsentwicklung E-Mobility & Energy: Ladetechnologien, Brennstoffzellen und Hochvolt-Validierung IT - Digital Services: Softwarelösungen, Datenanalyse, Industrie 4.0, Cloud-Leistungen, u.v.m. Digital Validation & Products: Virtuelle Validierung, Netzwerktests, Prototypen- und Entwicklungstools, KI-basierte HMI-Validierung Software & Embedded Solutions: Softwarelösungen für Embedded-Systeme, Prototypenentwicklung Digital Center of Expertise als interner Ausbildungshub für Digitale Talente und interner Service-Provider für Bereichsübergreifende Projekte Bereich Automotive Powertrain Solutions: Antriebs-Strangentwicklung für Hybrid & Verbrenner, Derivat-Entwicklungen Manufacturing: Automatisierung von Lieferketten, digitales Lieferkettenmanagement, Lean Management Prototype & Testing Workshop: Prototypenfabrik, Testing & Validierung Simulation & Validation: Virtuelle Simulation & Validierung, Projektmanagement Testing Operations: Tests & Validierung, EMV-Testlabore, Dauerlauftests, Umweltsimulationen Vehicle Development: Turnkey-Projekte, Gesamtfahrzeugentwicklung, Modulentwicklung, NVH Bereich Emerging Sectors Aerospace & Defence: Multidisziplinäre Teams im Bereich Luft-Raumfahrt und Verteidigung, Systementwicklung, MBSE Concept: Prototypenentwicklung, Show-Cars, Design & Modellierung Management Consulting: gesamtheitliche Beratung zu den Themen Organisation, Prozess & Geschäftsmodelle EMC Solutions (Testing-Labs): EMC-Testlabore Rail: Entwicklungsberatung im Schienenverkehr zu den Themen Digitalisierung, Energieeffizienz und Lieferkettensicherheit EoD: Expertenwissen im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung AKKA Research: Forschungszentrum und Erarbeitung von Zukunftskonzepten In den verschiedenen Tochtergesellschaften der Akkodis Germany GmbH konzentrieren sich die Aktivitäten auf Engineering-, IT- und Life Science-Dienstleistungen entlang der Prozesskette der Produktentwicklung für Unternehmen verschiedenster Branchen. Die Erbringung der Leistung erfolgt durch qualifizierte Ingenieure und Techniker, die überwiegend vor Ort beim Kunden agieren. Je nach Bedarf werden die Projekte im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung oder im Rahmen von Werkverträgen abgewickelt. Nach der Übernahme durch die Adecco Group AG, Zürich, Schweiz, werden nun die Geschäfte mit der Sparte modis zusammengelegt und unter der Marke AKKODIS vereint. Die Umsätze werden grundsätzlich nach der Tätigkeit der eingesetzten Mitarbeiter beim Kundenunternehmen den jeweiligen Geschäftsbereichen zugeordnet. Mit diesem Service-Angebot ist die Akkodis Germany Group ein strategischer Partner für ihre Kunden. 1.2. Organisationsstruktur Die Abteilungen der Akkodis Germany GmbH dienen den operativen Einheiten als Servicebereiche. Es werden kaufmännische und administrative Dienstleistungen der Abteilungen Einkauf, Finanzbuchhaltung, Controlling, Group Reporting, Treasury, IT, Human Resources, Debitorenmanagement, Steuer- und Gesellschaftsrecht sowie Compliance & Revision, Arbeitssicherheit und Qualitätsmanagement zentral von der Hauptverwaltung in Sindelfingen, aus dem Standort Berlin und diversen anderen Standorten erbracht. Diese Organisationsstruktur entlastet den Vertrieb von administrativen Aufgaben. Die Dienstleistungen werden für alle Tochtergesellschaften im Rahmen eines Dienstleistungsvertrages durch die Akkodis Germany GmbH erbracht und die Kosten entsprechend weiterbelastet. Mit durchschnittlich 80 Niederlassungen in 2022 verfügt die Akkodis Germany Group über ein flächendeckendes Netz in Deutschland. Somit ist der Konzern bundesweit vertreten. 1.3. Rechtliche Unternehmensstruktur Die Akkodis Germany GmbH ist per 31. Dezember 2022 an den folgenden Gesellschaften direkt oder indirekt beteiligt (zu 100%, außer anderweitig angegeben):
Im Berichtsjahr ergaben sich nachfolgende wesentliche Veränderungen: Mit Vertrag vom 22. November 2022 wurde die Akkodis Germany Consulting GmbH, Sindelfingen (vormals: AKKA GmbH & Co. KGaA) an die Akkodis Germany GmbH verkauft. Die AKKA Verwaltungs Gesellschaft GmbH, Sindelfingen, wurde am 22. November 2022 rückwirkend zum 30. September 2022 auf die Akkodis Germany Consulting GmbH verschmolzen. Folgende Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge bzw. Ergebnisabführungsverträge bestanden im Berichtsjahr:
Mit notariellem Kaufvertrag vom 19. Dezember 2022 erwarb die Akkodis Germany Consulting GmbH die - von der DIS AG, Düsseldorf, sowie der Adecco Business Solutions GmbH jeweils zu 100 % gehaltenen Geschäftsanteile - an der Akkodis Germany Tech Experts GmbH (vormals: Modis GmbH), eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf unter HR B 83626, an der Akkodis Germany Tech Freelance GmbH (vormals: Modis Contracting Solutions GmbH), eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HR B 206212 sowie an der Akkodis Germany IT Services GmbH (vormals: Modis IT Outsourcing GmbH), eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf unter HR B 78227 mit dinglicher Wirkung zum 31. Dezember 2022, 24.00 h. Als Folge dieser Anteilsübertragungen wurden auch die zwischen der DIS AG und der Modis GmbH sowie der Modis Contracting Solutions GmbH sowie zwischen der Adecco Business Solutions GmbH und der Modis IT Outsourcing bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge mit Ablauf des 31. Dezember 2022 einvernehmlich aufgehoben und neue Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge mit der Akkodis Germany Consulting GmbH ab dem 1. Januar 2023 abgeschlossen. 1.4. Forschung & Entwicklung Als hochinnovative Branche hält insbesondere die Automobilindustrie die Forschung und Entwicklung auf konstant hohem Niveau, wovon der Markt der Engineering-Services gerade in Deutschland sehr stark profitiert. Denn Innovationen von morgen entstehen durch die Verbindung von Engineering-Kompetenzen, Technologien und neuen Trends. Daher gehören Innovationen auch zum Selbstverständnis der AKKODIS Germany Group und zu ihrem Automobilen-Kompetenzzentrum Akkodis Germany Consulting GmbH. Mit ihren Innovationen im Mobilitätssektor leisten beide auch einen Beitrag zu gesellschaftlichen Herausforderungen. So adressieren sie das Thema Nachhaltigkeit im Kontext von Green Technology. Sie geben Anstöße für die urbane Mobilität der Zukunft durch autonomes, elektrisches Fahren in Verbindung mit Car Sharing und der Vernetzung von Fahrzeugen mit ihrer Umwelt. Durch die Einführung von sicheren und intelligenten autonomen Fahrzeugen können menschliche Fahrer unterstützt werden. Hardware- und Software-Entwicklung spielen weiterhin eine große Rolle in der Industrie; Test und Validierung der immer komplexer werdenden Fahrzeugsysteme sind ein Muss. 2. Mitarbeiter 2.1. Mitarbeiteranzahl Der Konzern beschäftigt zum 31. Dezember 2022 insgesamt 3.492 Arbeitnehmer. 2.2. Weiterbildungs- und Qualifizierungsangebote für alle Mitarbeiter Wer als Ingenieurs- und Personaldienstleister auch bei Fachkräftemangel federführend im Wettbewerb sein möchte, muss umfassend und mit Weitblick in die Personalentwicklung investieren. Für alle internen Mitarbeiter sowie die Mitarbeiter im Kundeneinsatz bestehen umfangreiche und fachspezifische Fortbildungsmöglichkeiten. Jeder interne Mitarbeiter nimmt an einer mehrtätigen Startschulung teil, in der er über Grundsätze der unternehmensspezifischen Gegebenheiten informiert wird. Weiterhin werden weiterführende und sehr praxisorientierte Seminare in den Kompetenzfeldern Fachkompetenz, Führungskompetenz, Vertriebskompetenz, Rekrutierungskompetenz, Persönliche Kompetenz & Methodenkompetenz sowie Sprachschulungen angeboten. Für die einzelnen Geschäftsbereiche gibt es spezifische Angebote, wie zum Beispiel Verfahrens- oder Schweißtechnik im Bereich Industrie. Darüber hinaus bietet das Unternehmen seinen Mitarbeitern eine e-Learning-Plattform mit verschiedenen, virtuellen Weiterbildungsprogrammen an, welche eine Vielzahl von spezifischen Kursen für IT-Endanwender, Kurse für IT-Professionals, Management- und Führungskurse umfasst. Weitere Fortbildungen stehen im Bereich emotionale Intelligenz, Soft-Skills etc. zur Verfügung. Sollte ein spezieller Weiterbildungswunsch mit den bestehenden Kursangeboten nicht abgedeckt werden, kooperiert das Unternehmen bundesweit mit namhaften Beratungs- und Weiterbildungsunternehmen, um Fortbildungen zu ermöglichen. 2.3. Mitarbeiterbindung Um Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden, stellt die Akkodis Germany Group entsprechende Strukturen bereit. Hierbei spielt auch die richtige Unternehmenskultur eine wichtige Rolle. Ein familienbewusstes Führungsleitbild ist in unseren strategischen Unternehmenszielen integriert. Das Unternehmen bietet flexible Arbeitszeit- und Arbeitsplatzgestaltung, unterstützt beim erfolgreichen Wiedereinstieg und bei der Möglichkeit, Elternzeit oder die flexible Teilzeitarbeit zu nutzen. Es werden Veranstaltungen zur Teambildung durchgeführt und Beratung in einem präventiven Gesundheitsprogramm angeboten. Lange Beschäftigungsdauern der Mitarbeiter sind eines der wichtigsten strategischen Ziele des Unternehmens und werden jährlich innerhalb der Akkodis Germany Group beurteilt. Rund 39 % der Mitarbeiter sind bereits seit über 5 Jahren im Unternehmen tätig, was für die Zufriedenheit der Mitarbeiter spricht. 2.4. Gleichstellung und Diversifizierung In der AKKODIS Unternehmenskultur werden Chancengleichheit, gute Weiterbildungsmöglichkeiten und Karrierechancen unabhängig von Geschlecht, Alter, Behinderung oder ethischem Hintergrund gefördert. Diversifizierung der Mitarbeiterstruktur wird als einer der großen Wettbewerbsvorteile gesehen. Mitarbeiter sind die Grundlage unseres gemeinsamen Erfolgs. Gegenseitige Wertschätzung und ein inklusives, diverses Arbeitsumfeld sind daher fest in der Unternehmenskultur verankert.
"Wir glauben an Talente, nicht an Schubladen. Wir setzen uns für ein inklusives Arbeitsumfeld ein, in dem alle willkommen sind - unabhängig von Geschlecht, Alter, ethnischer Zugehörigkeit, Beeinträchtigungen, sexueller Orientierung oder Glauben. Wir fördern eine Kultur der Zugehörigkeit und eine Umgebung, die Sinn stiftet und in der sich alle frei entfalten können und eingebunden fühlen. Bei uns werden Unterschiede respektiert und wertgeschätzt." Mitarbeiter sind und werden die wichtigste Ressource bleiben. Nur durch stetige Entwicklung der Mitarbeiter und der Unterstützung deren Persönlichkeitsentwicklung wird der künftige Erfolg des Unternehmens gesichert. 3. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Branche 3.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die deutsche Wirtschaftsleistung ist im Schlussquartal 2022 gemäß der Schnellmeldung des Statistischen Bundesamts gegenüber dem Vorquartal preis-, kalender- und saisonbereinigt leicht um 0,2 % zurückgegangen. Damit stellte sich die wirtschaftliche Dynamik zum Jahresende etwas schwächer dar als zunächst angenommen. Vor allem der private Konsum und die Investitionen dürften sich im vierten Quartal schwächer entwickelt haben. Bei den privaten Haushalten lag dies an den Preissteigerungen und den damit verbundenen Kaufkraftverlusten. Das wirkt sich auch auf die konsumnahen Dienstleistungsbereiche aus. Angesichts der unsicheren wirtschaftlichen Perspektiven und steigenden Zinsen könnten auch Investitionsprojekte zunächst zurückgestellt werden. 1
1 Vgl.
https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Dossier/konjunktur-und-wachstum.html
Die konjunkturelle Lage hat sich in Deutschland im Gesamtjahr 2022 trotz großer wirtschaftlicher und geopolitischer Herausforderungen (Russland-Ukraine-Krieg, gestörte Lieferketten, Covid-19 Pandemie, Energiepreissteigerungen und hohe Inflation) leicht positiv entwickelt. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2022 um 1,8 % höher als im Vorjahr. 2
2 Vgl.
https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Dossier/konjunktur-und-wachstum.html
Die Wirtschaftsleistung in Deutschland wurde nach Angaben des statistischen Bundesamtes im Dezember 2022 von 45,84 Mio. Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Die Erhöhung um 0,5 Mio. gegenüber Vorjahr resultiert hauptsächlich aus einer Zunahme der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. 3 Die Anzahl Beschäftigter in Kurzarbeit betrug in ihrem Höhepunkt in 2022 1,1 Mio. Menschen vs. in der Spitze 3,8 Mio. Menschen in 2021. 4 3.2. Branchensituation Entwicklung Automobilindustrie Laut Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA Pressemitteilung vom 4. Januar 2023) hat sich weltweit das Automobilgeschäft im Jahr 2022 leicht positiv zum Vorjahr entwickelt. Im Gesamtjahr 2022 wurden in Deutschland 1% mehr PKW als im Vorjahr zugelassen. Der Mangel an Vor- und Zwischenprodukten, die hohen Energie- und Rohstoffpreise sowie die allgemeine Verunsicherung aufgrund des Krieges in der Ukraine hatten den Markt und die Produktion das ganze Jahr über - insbesondere aber im ersten Halbjahr - erheblich gedämpft, sodass vor allem im Frühling und Sommer 2022 deutliche Rückgänge zu verzeichnen waren. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 verbleibt 2022 eine erhebliche Absatzlücke von rund 26 Prozent. 5 Die internationalen Automobilmärkte waren im Jahr 2022 von sehr unterschiedlichen Dynamiken geprägt. Während die Märkte in Europa (EU27, EFTA & UK), Japan und den USA hinter dem Vorjahresniveau zurückblieben, legte der Absatz in China deutlich zu. Insbesondere der Mangel an Vorprodukten und Rohstoffen, die deutlich gestiegenen Preise für Energie und Logistik sowie die durch den russischen Angriffskrieg ausgelöste Unsicherheit verhinderten ein besseres Ergebnis auf den internationalen Automobilmärkten. Insgesamt blieb der Pkw-Weltmarkt 2022 auf Vorjahresniveau. Es wurden 71,2 Millionen Pkw abgesetzt. 6
Damit wurden 2022 insgesamt 2,6 Mio. Pkw exportiert. Das sind 10 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Niveau des Vorkrisenjahres 2019 wird allerdings noch um gut 25 Prozent unterschritten. Entwicklung Luftfahrtindustrie Die deutsche Luft- und Raumfahrt ist auch im Berichtsjahr unverändert ein Technologie- und Konjunkturmotor in Deutschland. Sie verbindet fast alle Hochtechnologien des Informationszeitalters: Elektronik, Robotik, Mess-, Steuer-, Werkstoff- und Regeltechnik. Die daraus resultierenden Innovationen haben den Computerbau wesentlich beflügelt und finden auch Anwendung in vielen anderen Industriezweigen. Sie ist damit in Deutschland - obwohl eine vergleichsweise kleine industrielle Branche - von enormer strategischer Bedeutung und steht aufgrund internationaler Konkurrenz stetig unter Druck. Demzufolge werden unverändert die Branchenperspektiven für Wachstum und Beschäftigung vor allem mittel- und langfristig weiterhin als günstig gesehen. Laut Angaben des Bundesverbandes der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e.V. (BDLi) beginnt die deutsche Luft- und Raumfahrtindustrie, sich im Jahr 2022 von der Corona-Krise zu erholen. Der Branchenumsatz lag im Geschäftsjahr 2022 wieder bei 39 Mrd. € (2021: 31,4 Mrd. €) und liegt damit über dem Vorjahresniveau. 7 Zurück zu führen ist dies unter anderem auch auf den günstigeren US-Dollar-Wechselkurs in 2022.
7 Branchendaten der deutschen Luft- und
Raumfahrtindustrie für 2022 | BDLI
4. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Aufgrund des in Kapitel "1.2 Organisationsstruktur" beschriebenen gesellschaftsrechtlichen Veränderungen zum 31. Dezember 2022 und der erstmaligen gesetzlich verpflichteten Aufstellung des Konzernabschlusses ist die Vergleichbarkeit der Bilanz- und Gewinn- und Verlustrechnungspositionen nur eingeschränkt gegeben. Durch die Akquisition der Akkodis Germany Consulting GmbH und ihrer Tochtergesellschaften wird die Gewinn- und Verlustrechnung nur für den Monat Dezember in die Konzern-GuV einbezogen. Für die drei Gesellschaften, die zum 31. Dezember 2022 erworben wurden, wird nur die Bilanz berücksichtigt. 4.1. Vermögenslage Das Anlagevermögen der Akkodis Germany Group beträgt zum 31. Dezember 2022 € 530,2 Mio. Die Abschreibungen betrugen für die Geschäfts- oder Firmenwerte aus Einzelabschlüssen, für die durch eine Purchase Price Allokation (PPA) identifizierten Geschäfts- und Formenwerte, Software, Auftragsbestände und Gewinnmargen in den unfertigen Erzeugnissen aus den Unternehmenskäufen in 2022 planmäßig € 22,2 Mio. sowie für die übrigen immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von € 1,2 Mio. Des Weiteren wurde eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von € 0,2 Mio. vorgenommen. Für das Sachanlagevermögen erfolgten in 2022 planmäßige Abschreibungen in Höhe von € 4,3 Mio. Des Weiteren wurde eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von € 0,1 Mio. vorgenommen. Im Bereich der Passiva sind die Rückstellungen im Wesentlichen aus Restrukturierungen (€ 30,8 Mio.), Personalrückstellungen (€ 20,9 Mio.) und langfristige Verpflichtungen aus Jubiläum, Leerstandskosten und Rückbauverpflichtungen (€ 12,2 Mio.) enthalten. Durch den Unternehmenszusammenschluss mit den Modis Gesellschaften werden durch Standortzusammenlegungen zukünftig Synergien genutzt. Die erhaltenen Anzahlungen beinhalten erhaltene Zahlungseingänge, bei denen Leistungen in den kommenden Perioden erbracht werden. Die erhaltenen Anzahlungen belaufen sich im aktuellen Geschäftsjahr auf € 22,3 Mio. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmern betragen insgesamt € 398,8 Mio. Die Verbindlichkeit aus dem Cash-Pooling Verfahren ist mit € 55,4 Mio. hierin enthalten. Die sonstigen Verbindlichkeiten resultieren überwiegend Rückzahlungsverpflichtungen aus dem Factoring und Umsatzsteuerverbindlichkeiten. 4.2. Finanzlage Die Investitionen der Akkodis Germany Group sind als Folge der stark belasteten Ergebnissituation reduziert worden. Im Geschäftsjahr 2022 wurden Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von € 3,0 Mio. getätigt. Für Sachanlagen wurden € 2,7 Mio. aufgewendet, weitere € 0,3 Mio. der Ausgaben entfielen auf den Erwerb von Lizenzen und die Weiterentwicklung von Software. Aus der Investitionstätigkeit resultierte ein negativer Cashflow in Höhe von € -368,0 Mio. vorwiegend für die Durchführung von Unternehmenskäufen der Akkodis Germany Consulting GmbH, der modis GmbH, der modis IT Outsourcing GmbH sowie der modis Contracting GmbH. Als Finanzierungsquellen dienen der Akkodis Germany Group vornehmlich die Zahlungsmittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit und dem Factoring. Darüber hinaus ist die Gesellschaft an das Cash-Pooling der Adecco Gruppe angebunden. Zur Finanzierung der o. g. Unternehmenskäufe wurden zunächst kurzfristige Darlehen von Unternehmen der Adecco Gruppe aufgenommen, die nach dem Bilanzstichtag bis zum 17. Juni 2027 verlängert und einschließlich Zinsen endfällig gestellt wurden. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ergab im Geschäftsjahr einen Betrag von € 0,7 Mio. und war maßgeblich durch das negative Jahresergebnis beeinflusst. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug im Berichtsjahr € 372,3 Mio. und resultiert im Wesentlichen aus einer Kapitalerhöhung und der Aufnahme von Darlehen gegenüber verbundenen Unternehmen für die Finanzierung der Unternehmenskäufe. Die Akkodis Germany Group weist zum 31. Dezember 2022 einen Finanzmittelfonds in Höhe € 29,9 Mio. aus. Die Gruppe war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. 4.3. Ertragslage Umsatz- und Auftragsentwicklung Die Akkodis Germany Group erzielte im Berichtsjahr einen Umsatz in Höhe von € 206,3 Mio. Dies bedeutet eine Verfehlung des geplanten Umsatzes von € 391,6 Mio. für die Konzerngesellschaften. Die Umsatzplanung für das Gesamtjahr beinhaltet wesentliche Gruppengesellschaften, die jedoch erst ab Dezember 2022 vollkonsolidiert sind. Unter Berücksichtigung nur der zeitanteiligen Umsätze dieser Gesellschaften wurde die Umsatzplanung von € 186,4 Mio. mit € 206,3 Mio. um € 19,9 Mio. übertroffen. Die Umsatzaufteilung pro Geschäftsbereich stellt sich wie folgt dar:
Die außerordentlichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erlöse aus dem Verkauf der Gesellschaften in Österreich und in Tschechien in Höhe von € 30,3 Mio. (Erlöse € 34,3 Mio.). Die übrigen periodenfremden Erträge resultieren aus Auflösungen von nicht benötigten Rückstellungen, Wertberichtigungen auf Forderungen und Erträgen aus dem Verkauf von Sachanlagevermögen in Höhe von € 5,1 Mio. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen betrugen im Berichtsjahr 2022 € 28,0 Mio. und beinhalten u. a. planmäßige Abschreibungen auf die Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von € 22,2 Mio. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen im Berichtsjahr 2022 € 89,8 Mio. und beinhalten im Wesentlichen Restrukturierungsaufwendungen (€ 29,1 Mio.), Raumkosten (€ 20,6 Mio.) und Intercompany Umlagen (€ 9,0 Mio.). Das Ergebnis nach Steuern betrug im Geschäftsjahr 2022 € -51,9 Mio. 4.4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Das im Vorjahr prognostizierte Umsatzziel für die BU Germany in Höhe von € 391,6 Mio. ist aufgrund des Kaufes der Akkodis Germany Consulting GmbH zum 22. November 2022 nicht vergleichbar. Der angepasste Prognosewert beträgt € 186,4 Mio. Dieser Wert wurde mit einem Gesamtumsatz € 206,3 Mio. um € 19,9 Mio. übertroffen. Das Geschäftsjahr 2022 war durch die Auswirkungen des Russland-Ukraine-Krieges und die damit in Zusammenhang stehenden Lieferkettenprobleme sowie gestiegenen Energiepreise und eine Cyber-Attacke im Mai geprägt. Das im Vorjahr (2021) für die Konzerngesellschaften gesteckte Ergebnisziel (Operating Profit) als weiterer wichtiger finanzieller Leistungsindikator des Konzerns von € 11,6 Mio. konnte nicht erreicht werden. Im laufenden Geschäftsjahr wurde ein negatives Ergebnis in Höhe von € -55,1 Mio. erzielt. Das EBITDA Ergebnis beträgt € -17,4 Mio. Die Hauptgründe liegen in den negativen Effekten aus der Cyber-Attacke im Mai 2022. Diese sorgte für Verzögerungen in der Durchführung der Projekte, einige Aufträge konnten aufgrund der fehlenden Infrastruktur nicht angenommen werden und führten zu Umsatzausfällen. In diesem Zusammenhang mussten Projekte mit einem erhöhten Personaleinsatz bearbeitet werden, was zu einer Margenverschlechterung geführt hat. Des Weiteren sahen wir uns mit einer angespannten Wettbewerbssituation und dem Mangel an Fachkräften konfrontiert. Der Verkauf der Beteiligungsgesellschaften in Österreich und Tschechien hat mit € 30,3 Mio. einen starken positiven Einmaleffekt und gleichzeitig zur Optimierung der Beteiligungsstruktur beigetragen. Durch den Kauf der der Akkodis Germany Consulting GmbH, der modis GmbH, der modis IT Outsourcing GmbH sowie der modis Contracting GmbH werden signifikante Synergieeffekte erwartet, die sich langfristig auf die Wettbewerbs- und Kostensituation auswirken sollen. Im Berichtsjahr ist dieser Effekt durch die Erstkonsolidierung nicht zum Tragen gekommen. 5. Chancen- und Risikobericht 5.1. Risikomanagement-System Die Akkodis Germany Group ist in das globale Risikomanagement-System der Adecco Group integriert. Es zielt darauf ab, wesentliche und bestandsgefährdende Risiken der jeweiligen Geschäftseinheit systematisch zu identifizieren, zu beurteilen, zu kontrollieren und zu dokumentieren. Es sind verschiedene Risikokategorien festgelegt worden, innerhalb dieser jedes Land seine jeweiligen Risiken identifizieren muss. Die Risikoanalyse beinhaltet auch eine Einschätzung bezüglich der Auswirkungen auf lokaler und globaler Ebene. Diese können finanzieller Natur sein, sich u.a. aber auch Reputation, Business Continuity oder den Einfluss auf die Marke beziehen. Für die Risiken, die vom Management beeinflusst werden können, werden Gegenmaßnahmen festgelegt und eingeleitet sowie mit Aktionsplänen versehen. Im Wesentlichen überwacht die Abteilung Audit & Internal Controls die Risiken bei der AKKODIS Germany Group. In diesem Bereich wird darüber hinaus konzernweit stichprobenartig die Einhaltung der konzerninternen Richtlinien, IKS-Kontrollen sowie der gesetzlichen Rahmenbedingungen überwacht. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für eine Selbsteinschätzung, ob die Kontrollen angemessen ausgestaltet und wirksam sind. Die Wirksamkeit der Kontrollen wird jährlich an die Internal Controls Abteilung der Adecco Group AG, Zürich, Schweiz, berichtet. Diese Berichterstattung wird dem Verwaltungsrat und dem Prüfungsausschuss der Adecco Group AG, Zürich, Schweiz, vorgelegt, welche den Risikomanagementprozess prüfen und genehmigen. 5.2. Gegenüberstellung der Chancen und Risiken Die von der Akkodis Germany Group identifizierten Chancen und Risiken stellen Abweichungen von der geplanten Entwicklung des Geschäfts dar. Unternehmerische Chancen werden nicht innerhalb des Risikomanagementsystems berichtet, sondern im Rahmen der strategischen und der mittelfristigen Planungen in Management Meetings erfasst und unterjährig im Rahmen der periodischen Berichterstattung verfolgt. Chancen Zum 31. Dezember 2022 wurden die Modis-Gesellschaften von der Akkodis Germany Consulting GmbH gekauft. Hieraus erhofft sich das Management Synergieeffekte durch die Zusammenführung branchenähnlicher Serviceleistungen und u. a. Standortoptimierungen. Gesamtwirtschaftliche Risiken Es besteht nach wie vor ein gewisses Risiko aufgrund von Zahlungsausfällen. Um diesem entgegenzuwirken, arbeitet das Unternehmen mit dem Team "Lead2Cash" an der zeitnahen Klärung von Zahlungsverzögerungen. Ein Großteil der Forderungen wird im Wege des echten Factorings verkauft und beinhaltet somit keine Ausfallrisiken. Bei Interessenten oder Neukunden ist immer vor der ersten Auftragsbesetzung eine Bonitätsprüfung durchzuführen. Der Bonitätsindex berücksichtigt Bonitätsinformationen aus verschiedenen Wirtschaftsauskünften. Dementsprechend werden die Kunden in Risikoklassen eingeteilt. Risiken der Werthaltigkeit der aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte bzw. der Finanzanlagen der Muttergesellschaft Akkodis Germany GmbH Die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte bzw. die Finanzanlagen der Muttergesellschaft Akkodis Germany GmbH werden einem jährlichen Werthaltigkeitstest unter Anwendung eines Discounted-Cashflow Verfahrens unterzogen. Die Ergebnisse dieses Verfahrens sind im Wesentlichen abhängig vom verwendeten Diskontierungszins sowie von der Unternehmensplanung in Bezug auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Die Ermittlung der Komponenten ist mit Beurteilungsspielräumen und Unsicherheiten behaftet. Insbesondere die Erfüllung der Umsatz- und Ergebnisziele ist vom Eintreten diverser Umweltkomponenten abhängig, die seitens der Akkodis Germany GmbH nur in beschränktem Maße beeinflusst werden können. Branchenspezifische Risiken Der allseits diskutierte Fachkräftemangel stellt für die Branche sowohl Chancen als auch Risiken dar. Auf der einen Seite ergeben sich auch für die Zeitarbeitsbranche neue Chancen, insbesondere durch eine Deregulierung, wenn es um die Integration und Qualifizierung von Beschäftigten aus Drittstaaten geht als auch durch das vorhandene Know-How beim Recruiting. Auf der anderen Seite macht die verringerte Anzahl an qualifizierten Arbeitskräften am Markt das Recruiting aufwendiger und teurer. Dabei ist offen, ob die erhöhten Kosten immer in vollem Umfang an die Kunden weitergegeben werden können. Risiken der Kundenbindung Das Geschäftspotential und die langfristigen Perspektiven der Akkodis Germany Group hängen davon ab, ob es uns gelingt, Kunden zu akquirieren und an uns zu binden. Kundenzufriedenheit - als Resultat unserer erbrachten Dienstleistungen - ist ein Schlüsselindikator für Kundenbindung und muss daher regelmäßig von uns überprüft werden. Die Kundenbindung kann weiterhin von der wirtschaftlichen Entwicklung und vom Wettbewerbsdruck abhängig sein. Weiterhin können Lieferprobleme zu Umsatz- und Ergebnisverlusten führen. Fortlaufende Betreuung unserer Großkunden durch das Key Account Management und monatliche Management-Meetings ermöglichen uns, mit strategischen Veränderungen die Kundenbindung und -attraktivität auszubauen. Chancen und Risiken der Mitarbeiterbindung Projektmitarbeiter Wir sind darauf angewiesen, Projektmitarbeiter für unser Unternehmen zu gewinnen und an uns zu binden, welche den Anforderungen des Kunden entsprechen. Mit zunehmendem Fachkräftemangel in bestimmten Branchen und stärkerem Wettbewerb um die Fachkräfte ist es eine immer größere Herausforderung, passende qualifizierte Projektmitarbeiter anzubieten. Damit die steigende Nachfrage auch künftig bedient und ihre Bedeutung für den Arbeitsmarkt ausgebaut werden kann, müssen einige Voraussetzungen erfüllt werden: Dazu gehören die kontinuierliche Fortbildung der Mitarbeiter, die Steigerung der Attraktivität als Arbeitgeber, und der Ausbau der Dienstleistungen. Mitarbeiter in den Enabling Functions Die Effektivität und Performance unserer operativen Einheiten hängt stark vom Engagement und der Loyalität des Managements zum Unternehmen, von den Führungskräften und deren Vertriebsmitarbeitern ab. Stark vernetzte und lokale Beziehungen vor Ort sowie die Qualität der Dienstleistungen sind entscheidend für die Entwicklung des Geschäfts. Der Verlust von Top-Personal mit wertvoller operativer Erfahrung im Projektgeschäft oder mit starken Kundenbeziehungen führt dazu, dass das Geschäft signifikant einbrechen könnte. Durch Einleitung entsprechender Personalentwicklungsmöglichkeiten und eine gerechte Vergütung bestehen Chancen, Top-Personal zu halten und zu akquirieren. IT-Risiken Die Akkodis Germany Group weist eine zentrale IT-Struktur auf, die stark in die IT Infrastruktur der internationalen Akkodis Gruppe eingebettet ist. Nachfolgend sind alle Risiken aufgeführt, die durch entsprechende Gegenmaßnahmen aktiv minimiert werden und einer permanenten Überwachung unterliegen: Ausfall der Energieversorgung, Ausfall des Internets, Cyber-Attacken, Schäden durch Viren und Trojaner sowie Schäden an Datenleitungen. Liquiditätsrisiken Zur Finanzierung zukünftiger Investitionen, besonders im IT-Bereich, hat die Akkodis Germany GmbH eine Vereinbarung mit einer Leasinggesellschaft über ein Volumen in Höhe von € 9,5 Mio. geschlossen. Auf diese Vereinbarung können alle Gesellschaften der AKKODIS Germany Group Deutschland zugreifen. Die Akkodis Germany Group finanziert sich im Wesentlichen durch den Verkauf von Forderungen (Factoring). Der Beitritt zum Factoring Rahmenvertrag zwischen der AKKA Technologies S.E. und der Crédit Mutuel-CIC Factor erfolgte am 17. Dezember 2014. Der Abschluss des Factoring-Vertrag zwischen der BNP Paribas Fortis Factor N.V. und der AKKA Industry Consulting GmbH erfolgte am 25. Mai 2021 sowie mit der AKKA Germany GmbH am 4. Dezember 2017. Im Berichtsjahr wurde die Unternehmensfinanzierung durch den am 27. Dezember 2018 abgeschlossenen Cash Pool-, Netting- und Finanzierungsvertrag mit der AKKA Finance SARL, Brüssel, Belgien aufgelöst und ein neuer Vertrag mit der Adecco Germany Holding SA & Co. KG, Düsseldorf, am 5. Oktober 2022 mit allen Tochtergesellschaften der Akkodis Germany GmbH geschlossen. Ergänzt wird diese Finanzierungsstruktur der Akkodis Germany Group durch bestehende bilaterale Kreditlinien, Aval Linien und einer gemeinsamen Kontokorrentlinie gegenüber Banken in Höhe von 5,0 Mio. €. Die Akkodis Germany Group kann sich auf Grund der vorhandenen Konzernfinanzierung sowie des Factorings sehr flexibel sowohl intern als auch extern finanzieren. 5.3. Gesamtrisiko Die Gesamtrisikosituation des Konzerns setzt sich aus den Einzelrisiken aller Risikokategorien der Geschäftseinheiten / CoE zusammen. Dort sind Risiken, die allein oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, nicht erkennbar. Vor dem Hintergrund, dass weiterhin beträchtliche gesamtwirtschaftliche und branchenbedingte Risiken bestehen, können Rückschläge auf dem Weg zur nachhaltigen Realisierung unserer angestrebten Wachstums- und Renditeziele nicht völlig ausgeschlossen werden. 6. Prognosebericht 6.1. Künftige gesamtwirtschaftliche Situation Das Wirtschaftswachstum in 2022 betrug +1,8 %. 8 Damit setzt sich eine weitere leichte Erholung nach +2,8 % in 2021 fort. Das gebremste Wachstum ist maßgeblich auf geopolitische und wirtschaftliche Herausforderungen zurückzuführen. Der Krieg in der Ukraine und damit in Zusammenhang stehende gestiegene Energie- sowie Verbraucherpreise belasteten die Wirtschaft stark. Damit wurde die erwartete fortgesetzte Erholung nach dem pandemiebedingten Einbruch in 2020 ausgebremst.
8 Vgl.
https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Dossier/konjunktur-und-wachstum.html
Darüber hinaus greifen die in 2021 bereits angedachten Maßnahmen zur Bereinigung des Unternehmensportfolios, innerhalb dessen nicht-profitable Geschäftsfelder geschlossen werden oder durch eine maßgebliche Verlagerung in globale Delivery-Zentren in die erwartete Profitabilitätszone gebracht werden. Diese Entwicklung wird sich in 2023 weiterhin fortsetzen. Der Ende Februar 2022 durch Russland in der Ukraine begonnene Krieg verstärkt die wirtschaftliche und gesellschaftliche Unsicherheit in Europa. Bestehende Lieferantenbeziehungen nach Russland sind aktuell durch Sanktionen seitens der EU entweder komplett unterbrochen oder unterliegen einer starken Unsicherheit. Ebenso stehen die Produktionskapazitäten in der Ukraine selbst größtenteils nicht zur Verfügung. Dies führt in der Folge für unsere Kunden, im Schwerpunkt im Bereich Automotive u. a. in Deutschland, zu Produktionsausfällen sowie den damit verbundenen Schichtausfällen. Diese Situation wird sich voraussichtlich auch im Jahr 2023 fortsetzen. Die Bundesregierung rechnet in der Jahresprojektion mit einem geringfügigen Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 0,2 % im Jahr 2023 und mit 1,8 % in 2024. 9
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https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Dossier/konjunktur-und-wachstum.html
6.2. Künftige Branchensituation Trotz der gesamtwirtschaftlichen Situation und deren direkten Auswirkungen auf die Branche erwartet das Management einen leicht über dem Vorjahr liegenden Umsatz für das Jahr 2023. Die Gründe hierfür liegen in der weiteren Erholung der Mobilitätssektoren Automotive sowie Luft- und Raumfahrt. Darüber hinaus erwarten wir ein Wachstum des gesamten Verteidigungssektors bedingt durch den Krieg in der Ukraine und die damit verbundenen Investitionen der Bundesregierung. Prognosen 2023 für die Automobilbranche Für das Jahr 2023 geht der VDA in seiner Pressemitteilung vom 18. Januar 2023 für den Pkw-Weltmarkt von einem Plus von 4 Prozent auf 74,0 Mio. Einheiten, also einer leicht positiven Tendenz aus. 10 6.3. Künftige Unternehmenssituation Die Absatzsituation wird für die Akkodis Germany GmbH aufgrund der aktuell vorherrschenden Kriegssituation in der Ukrainend der damit in Zusammenhang stehenden konjunkturellen Entwicklung im Jahr 2023 weiter herausfordernd bleiben. Das Management rechnet für 2023 mit einem Umsatz von ca. € 600 Mio., welcher auf Grund der erstmaligen Berücksichtigung des Umsatzes der erworbenen Modis Gesellschaften und der vollständigen Erfassung der zum 30. November 2022 erstkonsolidierten Gesellschaften in den Konzern 2023 über dem Niveau von 2022 liegen wird. Durch die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine, und dem verhandelten Tarifvertrag wird die Rohertragsmarge (Bruttoergebnis geteilt durch Umsatzerlöse) weiterhin unter Druck sein. Jedoch werden die Maßnahmen zur Bereinigung des Unternehmensportfolios sowie in neue, innovative und moderne Büros, die Profitabilität des Unternehmens stützen. Vor diesem Hintergrund rechnet das Management mit einem Ergebnis vor Steuern und vor der Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte zwischen 20 und 25 Mio. €.in 2023. Die Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit wird auch zukünftig über die Einbindung der Akkodis Germany Group in den Cash-Pool der Adecco Germany Holding SA & Co. KG gewährleistet. Die Deckung des Liquiditätsbedarfs im Cash-Pool wird über diese gesteuert. Die notwendigen Liquiden Mittel werden der Adecco Germany Holding SA & Co. KG durch den Konzern der Adecco Group AG, Zürich, Schweiz, garantiert. Die AKKA Technologies S.E., Brüssel (Belgien), hat gegenüber der Akkodis Germany GmbH eine Patronatserklärung bis zum 31. Dezember 2023 in Höhe von € 50 Mio. abgegeben. Für das Jahr 2023 rechnet das Unternehmen mit Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände in der gleichen Größenordnung wie in den Vorjahren. Es handelt sich dabei um reine Ersatzinvestitionen. Die Investitionen werden im Jahre 2023 aus dem laufenden Cashflow finanziert.
Sindelfingen, 3. August 2023 Die Geschäftsführung der Akkodis Germany GmbH Dr. Jan Chandra Gupta Dr. Peter Tobias Mehrle Kenneth Ragnvaldsen Christian Hagen Nachtrag zum Konzernanhang für 2022 Angaben zum Anteilsbesitz Ergänzend zu den Angaben zum Anteilsbesitz im Anhang wurde die Gesellschaft: AKKA Experts GmbH, Sindelfingen ebenfalls in den Konsolidierungskreis einbezogen.
Der Absatz "Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB" des Konzernanhangs 2022 wird hiermit ergänzt um die folgenden Tochtergesellschaften, die ebenfalls die Erleichterungsvorschriften der § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB in Anspruch nehmen:
Sindelfingen, 03. August 2023 Die Geschäftsführung der Akkodis Germany GmbH Dr. Jan Chandra Gupta Dr. Peter Tobias Mehrle Kenneth Ragnvaldsen Christian Hagen |
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