Eaton Production International GmbH
Selbe AdresseSonstige Verwaltung und Führung von Unternehmen und Betrieben
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Eaton Holding (Austria) GmbH | 94.90% |
| 5.10% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Eaton Industries GmbHBonnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Eaton Industries GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Eaton Industries GmbH, Bonn - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Eaton Industries GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die in Abschnitt "B.5. Erklärung zur Unternehmensführung" des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Eschborn/Frankfurt am Main, 22. November 2024 EY
GmbH & Co. KG
Sommerrock, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023I. Allgemeines Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Es gelten gemäß § 267 Abs. 3 HGB die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Jahresabschluss wird in Euro erstellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke teilweise in diesem Anhang gemacht. Hauptgesellschafterin der Eaton Industries GmbH, Bonn (im Folgenden: Eaton Industries), ist die Eaton Holding (Austria) GmbH mit Sitz in Wien/Österreich, die 94,9% des Stammkapitals der Eaton Industries hält. Der verbleibende Geschäftsanteil von 5,1% wird von der Eaton Holding SE & Co. KG, Bonn, gehalten, mit der auch ein Gewinnabführungsvertrag besteht. II. Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma Eaton Industries GmbH mit Sitz in Bonn im Handelsregister des Amtsgerichts Bonn unter der Nummer HRB 285 eingetragen. III. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Sofern nicht explizit erwähnt, werden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden unverändert zum Vorjahr angewendet. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Soweit außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung erforderlich sind, werden diese vorgenommen. Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen. Seit dem 1. Januar 2008 wird ausschließlich die lineare Abschreibungsmethode angewendet. Selbsterstellte Anlagen werden mit den direkt zurechenbaren Einzelkosten und den auf diese Einzelkosten entfallenden Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen aktiviert. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten mit einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen auf die Vermögensgegenstände, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Anlagegüter mit Netto-Anschaffungskosten bis 250,00 € werden im Jahr des Zugangs als Aufwand erfasst. Für Anlagegüter mit Netto-Anschaffungskosten von mehr als 250,00 € bis 1.000,00 € wird der jährlich steuerlich zu bildende Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen. Die Sammelposten, deren Höhe insgesamt von untergeordneter Bedeutung sind, werden in Anlehnung an die steuerlichen Vorschriften jeweils pauschalierend 20 Prozent per anno beginnend ab dem Jahr der Anschaffung linear abgeschrieben. Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten angesetzt. Soweit Abschreibungen wegen voraussichtlich dauernder Wertminderungen erforderlich sind, werden diese außerplanmäßig vorgenommen. Sofern die Gründe für Wertminderungen entfallen, werden Zuschreibungen bis zum beizulegenden Wert vorgenommen. Die Ausleihungen werden zum Nennwert angesetzt. Vorräte werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten beinhalten die aktivierungspflichtigen Material- und Fertigungseinzelkosten, notwendige Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten mit einbezogen. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Angemessene Einzelwertberichtigungen werden vorgenommen, uneinbringliche Forderungen werden ausgebucht. Unverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Bilanzstichtag angesetzt, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden unter Verwendung der "Richttafel 2018 G" ermittelt. Nach einer durchgeführten Analyse der Sterblichkeitsrate wurde diese unternehmensspezifisch modifiziert. Bei der Bewertung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung zukünftiger Einkommenssteigerungen von jährlich 3,25% (Vorjahr: 3,25%), Rentenerhöhungen von jährlich 2,0% (Vorjahr: 2,0%) bzw. in Höhe einer garantierten Anpassung angewendet. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz aus den vergangenen zehn (Vorjahr: 10) Geschäftsjahren bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,82% (Vorjahr: 1,78%) für Pensionsverpflichtungen gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 (in der Fassung vom 11. März 2016) verwendet. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Die Rückstellungen für Jubiläums-, Sterbegeld- und Altersteilzeitverpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Für die Abzinsung wurde der durchschnittliche Marktzins aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren bei einer pauschalen restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,74% (Vorjahr: 1,44%) für Jubiläums- und Sterbegeldverpflichtungen verwendet. Für die Abzinsung der Altersteilzeitverpflichtungen wurde auf Grund wesentlich geringerer Restlaufzeiten der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von zwei Jahren (Vorjahr: zwei) von 1,03% (Vorjahr: 0,51%) verwendet. Die Rückstellung aus Altersteilzeit ist durch die Eaton Holding SE & Co. KG, Bonn, in Form von mündelsicheren Wertpapieren gegen Insolvenz gesichert. Ein entsprechender Verwaltungs-, Treuhand- und Sicherungsvertrag für Wertguthaben vom 24. August 2009 liegt vor. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie werden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten und Preissteigerungen). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Soweit die zugrunde liegende Verpflichtung einen Zinsanteil enthält oder eine Rentenverpflichtung ohne Gegenleistung darstellt, wurde die Rückstellung zum Barwert angesetzt. Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsforderungen des Umlaufvermögens und Fremdwährungsverbindlichkeiten werden, sofern sie kurzfristig sind, mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag bewertet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. Latente Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden aufgrund der Organschaft nur bei der Organträgerin ermittelt. IV. Angaben zur Bilanz A. Bilanz 1. Aktiva 1.1 Anlagevermögen Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sind der Aufstellung "Entwicklung des Anlagevermögens für 2023" unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres zu entnehmen (Anlage A zum Anhang). Für die Aufstellung des Anteilsbesitzes wird auf Anlage B dieses Anhangs verwiesen. Die Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird beim Handelsregister des Amtsgerichts Bonn hinterlegt. 1.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.2.1 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Restlaufzeiten der Forderungen sind wie im Vorjahr kleiner als ein Jahr. 1.2.2 Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 540.577 T€ (Vorjahr: 615.073 T€) beinhalten Forderungen aus Cash Pool (371.662 T€, (Vorjahr: 463.544 T€), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (130.650 T€, Vorjahr: 110.902 T€) und Forderungen aus Beteiligungserträgen (32.437 T€, Vorjahr: 27.668 T€). Die Forderungen gegen Gesellschafter betragen zum Bilanzstichtag 3.606 T€ (Vorjahr: 3.348 T€). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben unverändert zum Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. 1.2.3 Sonstige Vermögensgegenstände Die Restlaufzeiten der sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr kleiner als ein Jahr. 1.3 Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Der aktive Unterschiedsbetrag resultiert aus der Saldierung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB von Altersversorgungsverpflichtungen mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB
Die hieraus resultierenden Erträge und Aufwendungen wurden verrechnet. Es ergibt sich ein saldierter Aufwand in Höhe von 1 T€. 2. Passiva 2.1 Eigenkapital Aufgrund der Aktivierung von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert im Rahmen der Vermögensverrechnung sowie des Unterschiedsbetrags aus der Bewertung der Pensionsrückstellung inklusive Direktzusagen für Entgeltumwandlung nach § 253 Abs. 6 S. 1 HGB besteht zum Bilanzstichtag ein ausschüttungsgesperrter Betrag in Höhe von 1.899 T€ (Vorjahr: 8.624 T€). Diesem Betrag stehen eine frei verfügbare Gewinnrücklage und eine Kapitalrücklage in ausreichender Höhe gegenüber. 2.2 Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen solche für Altersteilzeitverpflichtungen, Erfolgsprämien und Tantiemen, Jubiläumsverpflichtungen, ausstehende Eingangsrechnungen, Garantien und Gewährleistungsverpflichtungen sowie Restrukturierung. 2.3 Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr (115.765 T€, Vorjahr: 113.979 T€), Verbindlichkeiten aus Factoring (134.979 T€, Vorjahr: 78.435 T€) sowie Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführungsverträgen (41.884 T€, Vorjahr: 152.973 T€). Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betragen 41.884 T€ (Vorjahr: 152.973 T€). Die Verbindlichkeiten haben alle wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert. V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse - Inland / Ausland
- Division / Business Units
2. Sonstige betriebliche Erträge Im Geschäftsjahr erzielte die Gesellschaft insgesamt periodenfremde Erträge in Höhe von 748 T€ (Vorjahr: 2.557 T€). Davon resultieren 715 T€ (Vorjahr: 2.555 T€) aus der Auflösung von Rückstellungen und 33 T€ (Vorjahr: 15 T€) aus Versicherungsleistungen. 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen Periodenfremde Aufwendungen sind im Berichtsjahr nicht angefallen. 4. Außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen Außergewöhnliche Erträge sind im Berichtsjahr nicht angefallen. Außergewöhnliche Aufwendungen sind im Berichtsjahr nicht angefallen. VI. Sonstige Angaben 1. Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft haftet im Außenverhältnis für bei der Eaton Electric GmbH in den Rückstellungen bilanzierte Verbindlichkeiten in Höhe von 881 T€ (Vorjahr: 946 T€). 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen/außerbilanzielle Geschäfte
Daneben bestehen Bestellobligo für Investitionen in das Anlagevermögen, für Einkaufsverpflichtungen für Vorräte und für sonstige Verpflichtungen in Höhe von 29.140 T€. 3. Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen Marktunübliche Geschäfte mit und zwischen nahestehenden Unternehmen, die mittel- oder unmittelbar mit weniger als 100% im Anteilbesitz der Konzernmuttergesellschaft stehen, und marktunübliche Geschäfte mit und zwischen nahestehenden Personen wurden nicht getätigt. 4. Derivative Finanzinstrumente Finanzinstrumente werden zur Absicherung von finanzwirtschaftlichen Marktpreisänderungsrisiken im Währungsbereich eingesetzt. Mit der Absicherung dieser Risiken ist für die Eaton Gesellschaften der Region EMEA ausschließlich der Zentralbereich Treasury betraut, der im Namen und für Rechnung der einzelnen Eaton Gesellschaften, die Sicherungsgeschäfte mit international tätigen Finanzinstituten kontrahiert. Die beizulegenden Zeitwerte sind auf die Marktwerte zum Bilanzierungszeitpunkt bezogen und wurden unter Anwendung der zum Bilanzstichtag gültigen Spot-Währungskurse ermittelt. Zum Bilanzstichtag bestanden Devisentermingeschäfte in den Währungen GBP (Nominalvolumen 2.744 TGBP) und USD (Nominalvolumen 12.774 TUSD). Auf Grund der Bewertung zum Stichtag würden sich bei Realisierung zum Stichtag keine Verluste aus dem Devisentermingeschäft ergeben. Die Devisenterminkontrakte haben Fälligkeiten bis 23. Januar 2024. 5. Abschlussprüferhonorar Für das Geschäftsjahr 2023 sind Gesamthonorare des Abschlussprüfers in Höhe von insgesamt 210 T€ angefallen. Diese betreffen Leistungen für die Abschlussprüfung. 6. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt
7. Geschäftsführung und Aufsichtsrat Die Geschäftsführung der Eaton Industries GmbH ist wie folgt besetzt:
Von den Geschäftsführern wurden zwei Geschäftsführer von der Eaton Industries GmbH, Bonn, entgolten. Die Gesellschaft macht von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch und verzichtet auf die Anhangsangabe zu den Bezügen der Geschäftsführung. Für ausgeschiedene Geschäftsführer der Eaton Industries GmbH wurden wie in den Vorjahren Pensionsrückstellungen bilanziert. Diese betrugen zum Stichtag 5.396 T€. Der Betrag der Gesamtbezüge ehemaliger Geschäftsführer betrug in 2023 283 T€. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft setzt sich gemäß den §§ 1 Abs. 1 Nr. 3 DrittelbG, § 95 ff AktG zusammen. Der Aufsichtsrat bestand zum 31. Dezember 2022 aus insgesamt sechs Mitgliedern mithin vier Vertretern der Anteilseigner und zwei Arbeitnehmervertretern. Vertreter der Gesellschafter sind:
Vertreter der Arbeitnehmer sind:
Die Gesamtsumme der Aufwendungen für Aufsichtsratsvergütungen betrug im Geschäftsjahr 10 T€. 8. Konzernverhältnisse Die Anteile an der Gesellschaft werden zu 94,9% von der Eaton Holding (Austria) GmbH, Wien/Österreich, und zu 5,1% von der Eaton Holding SE & Co. KG, Bonn, gehalten. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Eaton Corporation plc, Dublin/Irland, einbezogen. Sowohl für den kleinsten als auch für den größten Kreis von Unternehmen stellt die Eaton Corporation plc, Dublin/Irland, einen Konzernabschluss auf. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Muttergesellschaft erhältlich. Als verbundene Unternehmen werden alle direkten und indirekten Mehrheitsbeteiligungen der Eaton Corporation plc, Dublin/Irland, betrachtet. 9. Angaben zum Konzernabschluss Die Eaton Industries GmbH ist als Mutterunternehmen grundsätzlich zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und -lageberichtes gemäß § 290 HGB verpflichtet. Die Eaton Industries GmbH macht von der Befreiungsvorschrift zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und -lageberichtes gemäß § 292 HGB in Verbindung mit der Konzernabschlussbefreiungsverordnung (KonBefrV) Gebrauch, da sie in den Konzernabschluss der Eaton Corporation plc, Dublin/Irland, einbezogen wird, der in englischer Sprache beim Unternehmensregister veröffentlicht wird. Der Konzernabschluss der Eaton Corporation plc für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen wird entsprechend US GAAP aufgestellt und in den USA offengelegt. Es ergeben sich Unterschiede zu den für die Eaton Industries GmbH anwendbaren deutschen Rechnungslegungsvorschriften. Die vom deutschen Recht abweichenden im befreienden Konzernabschluss der Eaton Corporation plc angewandten wesentlichen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden sind vor allem die folgenden: Grundsätzlich unterscheidet sich die Rechnungslegung nach US-GAAP von der nach dem deutschen HGB in der verfolgten Zielsetzung. Während US-GAAP in erster Linie auf die Versorgung der Investoren mit entscheidungsnützlichen Informationen abzielt, ist die HGB-Rechnungslegung von einer stärkeren Betonung des Gläubigerschutzes und des Vorsichtsprinzips geprägt. Die Bilanzgliederung nach US-GAAP richtet sich bei den Vermögensgegenständen nach dem Grad der Liquidierbarkeit, bei den Schulden nach der Restlaufzeit. Die Bilanzgliederung für handelsrechtliche Zwecke ist für Kapitalgesellschaften grundsätzlich in § 266 HGB definiert. Die Gliederung orientiert sich hier an der geplanten Verweildauer von Vermögensgegenständen im Unternehmen bzw. an der Unterscheidung nach Finanzierungsquellen. Anlagevermögen: Nach US-GAAP werden Gebäude über 40 Jahre, allgemeine Maschinen und Anlagen über 3 bis 30 Jahre, Patente und Technologien über 17 Jahre sowie Kundenbeziehungen über 16 Jahre abgeschrieben. Software wird bis zu einer maximalen Dauer von 10 Jahren abgeschrieben (nach Konzernabschreibungstabelle). Nach HGB werden die planmäßigen Abschreibungen auf die Vermögensgegenstände, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Materielle Wirtschaftsgüter werden abweichend von der oben beschriebenen Vorgehensweise nach HGB für den US-GAAP Abschluss erst ab einem Wert von 5 T$ aktiviert. Die Aktivierung für Software erfolgt nach US-GAAP erst ab 75 T$. Immaterielle Anlagegüter mit einem Wert unter 75 T$ werden direkt abgeschrieben bzw. direkt als Aufwand erfasst. Im HGB werden diese ab einem Wert über 1 T€ aktiviert und über die Laufzeit abgeschrieben. Langlebige Anlagegüter, außer Geschäfts- oder Firmenwert und immaterielle Vermögenswerte, die eine unbegrenzte Nutzungsdauer haben, werden nach US-GAAP auf Wertminderung überprüft, wenn Änderungen oder Ereignisse angezeigt werden. Geschäfts- oder Firmenwert und immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer werden jährlich auf Wertminderung anhand quantitativer oder qualitativer Analyse bewertet. Planmäßige Abschreibungen werden für diese Vermögensgegenstände nicht durchgeführt. Leasing: Mit den Abschlüssen ab 2019 ist für Unternehmen, die nach US-GAAP bilanzieren, die neue Rechnungslegungsvorschrift ARC 842 bezüglich der Bilanzierung von Leasing umzusetzen. Gemäß dieser Vorschrift werden sowohl das Operating- als auch das Finanzierungsleasingverhältnisse nun in der Bilanz ausgewiesen. Pensionen: Die Bewertung der Pensionen nach US-GAAP und HGB ist bis auf die Anwendung eines unterschiedlichen Abzinsungsprozentsatzes im Wesentlichen ähnlich. Nach HGB erfolgt die Diskontierung mit einem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichen fristenadäquaten durchschnittlichen Zinssatz der letzten zehn Jahre. Zudem darf eine pauschalisierte Restlaufzeit der Verpflichtungen von fünfzehn Jahren zugrunde gelegt werden. Die Pensionsverpflichtungen werden nach US-GAAP mit einem risiko- und fristadäquaten Marktzinssatz zum Stichtag diskontiert. Nach HGB werden alle Änderungen in der Bewertung der Rückstellung sowie des pensionsbezogenen Vermögens in der GuV erfasst. US-GAAP erlaubt in Bezug auf versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste die sofortige Erfassung in der GuV und ebenso die Anwendung der sog. Korridor-Methode, bei der es zu einer ergebniswirksamen Erfassung kommt, falls und soweit die Korridor-Grenzen überschritten sind. Darüber hinaus werden nach US-GAAP Änderungen in der Bewertung der Pensionsverpflichtung, die aus rückwirkenden Änderungen der Pensionszusagen erwachsen, ergebniswirksam über die erwartete, durchschnittliche Restarbeitszeit der betroffenen Mitarbeiter erfasst. Nach HGB sind diese Bewertungsänderungen im Zeitpunkt ihres Anfalls sofort und in voller Höhe ergebniswirksam zu erfassen. Altersteilzeit: Die Berechnung wird gemäß des ASC 715 (ehemals Emerging Issues Task Force (EITF) Ausgabe Nr. 5.5 des Financial Accounting Standards von Juni 2005) durchgeführt. Die Bewertung der Rückstellung für Altersteilzeit nach US-GAAP und HGB ist bis auf die Anwendung eines unterschiedlichen Abzinsungsprozentsatzes im Wesentlichen identisch. Restrukturierungsrückstellung: Die US-GAAP stellen tendenziell höhere Anforderungen an die Wahrscheinlichkeit der relevanten Ereignisse und die Bestimmbarkeit des rückstellungsfähigen Betrags, so dass nach US-GAAP abweichend zum HGB oftmals noch keine Restrukturierungsrückstellungen zum Jahresende zu erfassen sind, während die Voraussetzungen der HGB-Bilanzierung zeitlich bereits früher erfüllt sind. Konsolidierungskreis: Der Konsolidierungskreis umfasst sowohl die Eaton Corporation plc als auch die Tochterunternehmen, in denen die Eaton Corporation plc direkt oder indirekt die Mehrheit der Stimmrechte ausübt oder die Mehrheit des Vorstandes oder des Aufsichtsrates bestellt oder abberufen kann. Lagebericht: Nach US-GAAP wird kein Lagebericht aufgestellt. Wesentliche Angaben sind jedoch in der sogenannten "Management's Discussion and Analysis of Financial Condition and Results of Operations (MD&A)" enthalten. 10. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, mit wesentlichen finanziellen Auswirkungen, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, liegen nicht vor.
Bonn, 22. November 2024 Eaton Industries GmbH Geschäftsführung Thorsten Kuhn Nicolas Papaioannou Klaus Gäb Christian Spies Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Anteilsbesitz zum 31.12.2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023A. Grundlagen der Gesellschaft 1. Geschäftsmodell der Gesellschaft 2. Steuerungssystem 3. Forschung und Entwicklung B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf 3. Lage o Finanzielle Leistungsindikatoren o Ertragslage o Finanzlage o Vermögenslage 4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 5. Erklärung zur Unternehmensführung C. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht 1. Prognosebericht 2. Risiko- und Chancenbericht Abkürzungsverzeichnis A. Grundlagen der Gesellschaft 1. Geschäftsmodell der Gesellschaft Die Eaton Industries GmbH mit Sitz in Bonn gehört zur US-amerikanischen/irischen EATON Gruppe. Oberste Konzernmuttergesellschaft ist die Eaton Corporation plc, eine irische Gesellschaft mit Firmensitz in Dublin, Irland, deren Aktien an der New York Stock Exchange notiert sind. Der EATON-Konzern (kurz EATON) ist weltweit einer der größten Hersteller und Distributor von effizienten Energiemanagementsystemen zur wirksamen Nutzung von elektrischen, hydraulischen und mechanischen Energien. Die Eaton Industries GmbH ist sowohl Hersteller der unten genannten Produkte und Lösungen als auch Distributor für die selbsterstellten Produkte sowie der Handelswaren von verbundenen Unternehmen und sogenannten Brandlabelprodukten. Die Kunden der Gesellschaft sind größtenteils die konzerneigenen Landesvertriebsgesellschaften und nur in geringem Umfang direkte Endkunden. Der Vertrieb erfolgt fast ausschließlich über ein zentrales Distributionslager in Deutschland, welches als Warenlager für den Versand nach Europa als auch Übersee fungiert. In der Eaton Industries GmbH sind die folgenden Geschäftsbereiche des Eaton Electrical Sectors Europa mit ihren jeweiligen Geschäften (Produktsegmenten) vertreten:
Die wesentlichen Zielmärkte der Industrial Controls & Protection Division sind der Maschinenbaumarkt (MOEM), der Bereich der erneuerbaren Energien (Windkraft und Photovoltaik) und generell industrielle Anwendungen und Infrastruktur für Schaltgeräte. Diese Märkte bedient die ICP mit Produkten, wie z.B., Motorschutzschalter, Motorstarter, Befehls- und Meldegeräte, Grenztaster und Sensoren sowie Lasttrenner und Nockenschalter. Zusätzliche Geschäftsfelder sind Komponenten und Lösungen im Bereich von Steuerungs- und Visualisierungsanwendungen für Maschinen und Anlagen wie z.B. Frequenzumrichter, Steuerungen, I/O Komponenten sowie HMI Bedien- und Anzeigepanels und HMI PLC's. Die Power Distribution & Components (PDC) konzentriert sich auf Energieverteilungsprodukte wie z.B. Leistungsschalter, Kompaktleistungsschalter, offene Leistungsschalter, Gehäusesysteme und Produkte für den Wohn- und Zweckbau, einschließlich Verbrauchereinheiten, Verdrahtungszubehör und generelle Gebäudeautomation. 2. Steuerungssystem Die Risikopolitik und das Risikomanagement im Eaton Konzern zielen auf das nachhaltige Wachstum und die Steigerung des Unternehmenswertes. Dabei werden Risiken und Chancen bewertet und gesteuert. Der Eaton Konzern verfügt über eine Reihe aufeinander abgestimmter Risikomanagement- und Kontrollsysteme, die als Frühwarnsysteme dienen und uns unterstützen Entwicklungen, die unser Geschäft gefährden können, frühzeitig zu erkennen und gegenzusteuern. Die größte Bedeutung und Gewichtung haben dabei die konzernweiten Prozesse für die strategische Unternehmensplanung und für das interne Berichtswesen. Darüber hinaus werden regelmäßig interne sowie externe Audits durchgeführt. 3. Forschung und Entwicklung Mit Wirkung zum 1. Januar 2018 wurde zwischen der Eaton Industries GmbH und Eaton Intelligent Power Limited, Dublin, Irland, ein "Engineering Support Services Agreement" geschlossen Mit diesem verpflichtet sich die Eaton Industries GmbH im Auftrag der Eaton Intelligent Power Limited zu forschen und zu entwickeln. Die der Eaton Industries GmbH hierdurch entstehenden Aufwendungen werden mit einem Aufschlag an die Eaton Intelligent Power Limited weiterbelastet. Auf Basis des bestehenden Lizenzvertrags gewährt die Eaton Intelligent Power Ltd., Dublin, Irland, der Eaton Industries GmbH ein nicht übertragbares Nutzungsrecht von Patenten zur Herstellung und zum Vertrieb von Produkten und Dienstleistungen. Die Vergütung erfolgt prozentual auf der Grundlage erwirtschafteter Umsatzerlöse bei der Eaton Industries GmbH. Eigene Forschungs- und Entwicklungsleistungen werden nicht durchgeführt. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Trotz hoher Inflation und den Auswirkungen der Maßnahmen in der Geldpolitik hat sich das Wachstum der Weltwirtschaft im Vergleich zu ursprünglichen Prognosen positiv entwickelt. Gem. dem Internationalen Währungsfonds hat sich für das Jahr 2023 insgesamt ein Wachstum der Weltwirtschaft von 3,1 Prozent ergeben 1 (VJ: 3,4 Prozent). 2 Die Wirtschaftsleistung im Euroraum verzeichnet in 2023 keine nennenswerten Zuwächse. Insgesamt ist das Bruttoinlandsprodukt im Jahresvergleich um 0,5 Prozent gewachsen1 nach einem Anstieg von 3,5 Prozent im Jahr 2022. 3 Die deutsche Konjunktur ist im Jahr 2023 stagniert bzw. leicht rückläufig. Gegenüber dem Vorjahr verzeichnet das Bruttoinlandsprodukt einen Rückgang von -0,3 Prozent im Jahr 20231 (Vorjahr: Anstieg von +1,8 Prozent). 4 Die Auftragslage in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie im Jahr 2023 hat jene in 2022 auf das Gesamtjahr gesehen unterschritten. Insgesamt konnte die preisbereinigte Produktion nach einem Zuwachs von 3,7 Prozent im Jahr 2022 im Berichtsjahr lediglich einen Anstieg um 0,4 Prozent erzielen. 5 2. Geschäftsverlauf Nach einer gegenüber der Vorjahresperiode relativ starken Marktnachfrage im ersten Halbjahr 2023 schwächte sich diese in der zweiten Jahreshälfte deutlich ab. Die Prognose eines Rückgangs der Umsatzerlöse für das gesamte Jahr im unteren einstelligen Prozentbereich wurde mit einem tatsächlichen Rückgang von 5,5% leicht verfehlt. Das EBIT in Höhe von 33,0 Mio. € im Jahr 2023 hat sich um 7,1 Mio. € gegenüber dem Vorjahr verschlechtert, was im Wesentlichen auf die gestiegenen Aufwendungen mit verbundenen Unternehmen zurückzuführen ist. Betrachtet man jedoch lediglich das operative Geschäft (adjustiert um zentrale Konzernumlagen), hat sich das EBIT im Verhältnis zum Umsatz aufgrund einer verbesserten Materialeinsatzquote und reduzierten Personalkosten um 0,6 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr verbessert. Dies beinhaltet auch die gestiegenen Inflationskosten bezogen auf Material und Personal.
1
https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2024/03/10-globale-wachstumsperspektive.html
3. Lage o Finanzielle Leistungsindikatoren Der Jahresabschluss der Eaton Industries GmbH basiert auf den Rechnungslegungsvorschriften des deutschen Handelsrechts (HGB). Im Gegensatz dazu erfolgt die Berichterstattung an den Eaton Konzern auf Basis der United States General Accepted Accounting Principles (US-GAAP). Zur Steuerung des Unternehmens werden im Wesentlichen Kennzahlen herangezogen, die aus dem US-GAAP Zahlenwerk abgeleitet sind. Hier sind besonders die Entwicklung der Umsatzerlöse, des Operating Profit und der Bilanzkennzahlen zur Ermittlung von Working Capital Messungen bedeutsam. Da der Operating Profit im Wesentlichen dem EBIT entspricht, wird das EBIT als Kennzahl im Folgenden verwendet. o Ertragslage Das EBIT als Jahresergebnis vor Finanz- und Beteiligungsergebnis und Steuern der Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:
Umsatzentwicklung Die Umsatzerlöse der Eaton Industries GmbH verringerten sich um insgesamt 5,5 % von 902,4 Mio. € auf 852,5 Mio. €. Der Umsatzrückgang resultiert aus einer Abschwächung der Marktnachfrage nach den Produkten der ICP im Gesamtjahr und einer verringerten Nachfrage nach den Produkten der PDC ab dem zweiten Halbjahr 2023. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich von 6,4 Mio. € im Vorjahr auf 4,7 Mio. € verringert und enthalten neben Erträgen aus der Währungsumrechnung (3,4 Mio. €, VJ: 3,5 Mio. €) auch periodenfremde Erträge (0,7 Mio. €, VJ: 2,6 Mio. €). Materialaufwand Der Materialaufwand im Geschäftsjahr beträgt 595,9 Mio. € nach 649,0 Mio. € im Vorjahr und setzt sich aus Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren (552,4 Mio. €, VJ: 604,1 Mio. €) sowie Aufwendungen für bezogene Leistungen (43,6 Mio. €, VJ: 44,9 Mio. €) zusammen. Die Materialeinsatzquote 7 liegt mit 70 % knapp unter dem Vorjahresniveau (VJ: 72 %).
6 EBIT = earnings before interest and tax ;
Jahresergebnis vor Steuern +/- Zinsen +/-
Beteiligungsergebnis
Personalaufwand Der Personalaufwand im Geschäftsjahr beträgt 102,6 Mio. € (VJ: 113,8 Mio. €). Die Personaleinsatzquote 8 beträgt 12,0% und ist zum Vorjahr um 0,6 Prozentpunkte gesunken (VJ: 12,6 %). Der Rückgang resultiert insbesondere aufgrund der im Zusammenhang mit der Bewertung der Pensionsverpflichtungen gesunkenen Aufwendungen für Altersversorgung. Zu erwähnen ist, dass aufgrund volatiler Marktnachfrage im Laufe des Jahres 2023 in diversen Werken der Eaton Industries GmbH Kurzarbeit durchgeführt wurde. Abschreibungen Die Abschreibungen im Geschäftsjahr belaufen sich auf 7,4 Mio. € und liegen damit geringfügig über denen des Vorjahres (VJ: 7,0 Mio. €). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich von 99,7 Mio. € im Vorjahr auf 121,9 Mio. € erhöht. Wesentliche Einflussfaktoren für die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um insgesamt 22,2 Mio. € sind die Erhöhung der Aufwendungen mit verbundenen Unternehmen aufgrund erhöhter zentraler Konzernumlagen (+22,3 Mio. €). Beteiligungs- und Finanzergebnis Die Gesellschaft erzielte Beteiligungserträge über 3,1 Mio. € (VJ: 3,0 Mio. €) aus ihrer Beteiligung an der Eaton GmbH & Co. KG, Düsseldorf. Die Sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge haben sich von 2,5 Mio. € im Vorjahr auf 15,0 Mio. € erhöht und enthalten im Wesentlichen Zinserträge aus dem Cash Pooling. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen haben sich von 8,6 Mio. € im Vorjahr auf 9,2 Mio. € erhöht und enthalten Zinsen im Verbundbereich (7,0 Mio. €, VJ: 3,2 Mio. €) sowie Aufwendungen für Zinsen aus den Pensionsverpflichtungen basierend auf versicherungsmathematischen Pensionsgutachten (2,2 Mio. €, VJ: 5,3 Mio. €). Insgesamt wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung von 41,9 Mio. € erzielt. Das Ergebnis liegt damit um 50,8 Mio. € unter dem Ergebnis des Vorjahres, was im Wesentlichen auf die Zuschreibung auf Finanzanlagen in Höhe von 55,7 Mio. € im Geschäftsjahr 2022 zurückzuführen ist. Finanzlage In vereinfachter Darstellung wurde ein positiver Cashflow9 in Höhe von 47,4 Mio. € erzielt (VJ: 53,5 Mio. €). Kurzfristige Überschüsse (Forderung aus Cash-Pooling zum Bilanzstichtag: 371,7 Mio. €; VJ: 463,5 Mio. €) werden im Rahmen des Konzern-Cash-Poolings zu markt- üblichen Zinsen angelegt. Vermögenslage Die Bilanzsumme der Eaton Industries GmbH hat sich gegenüber dem Vorjahr um 52,6 Mio. € verringert und beträgt jetzt 802,7 Mio. €. Der Großteil der Reduzierung der Bilanzsumme lässt sich auf den Rückgang an Forderungen und Verbindlichkeiten mit verbundenen Unternehmen zurückführen.
8 Personaleinsatzquote = Personalaufwand /
Gesamtleistung * 100
Das Working Capital 10 ist von 274,3 Mio. € im Vorjahr auf 262,5 Mio. € gesunken. Die wesentlichen Veränderungen betreffen auf der Aktivseite die gestiegenen Vorräte aufgrund einer Erhöhung der Produktverfügbarkeit im zweiten Halbjahr (+13,6 Mio. €) sowie gegenläufig den Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen (-74,5 Mio. €) und hier insbesondere die reduzierte Cash Pool Forderung (-91,9 Mio. €). Auf der Passivseite verringerten sich vor allem die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (-52,8 Mio. €), vorwiegend bedingt durch den Rückgang der Verbindlichkeit aus Ergebnisabführung (-111,1 Mio. €). Dem entgegen wirkt sich der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Factoring (+56,5 Mio. €) aus. Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen verringerten sich im Vorjahresvergleich um - 3,6 Mio. € im Wesentlichen, weil der durchschnittliche Marktzins der vergangenen zehn Geschäftsjahre, auf dem die Pensionsgutachten basieren, gestiegen ist. Die Vermögensstruktur der Eaton Industries GmbH ist nach wie vor sehr solide. Das langfristige vom Unternehmen genutzte Vermögen ist vollständig mit Eigenkapital und langfristigem Fremdkapital finanziert. Das Eigenkapital in Höhe von 269,8 Mio. € ist aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft ist aufgrund der gesunkenen Bilanzsumme auf 33,6% (VJ: 31,5%) gestiegen. Gesamtaussage der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr um 49,9 Mio. € unter dem Niveau des Vorjahres. Trotz der allgemeinen Materialverknappung, hoher Inflation und weiterhin hohen Energiekosten kann die Eaton Industries GmbH eine solide Ertragslage vorweisen. Insbesondere vor dem Hintergrund dieser globalen marktwirtschaftlichen Herausforderungen wird die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage von der Geschäftsführung als positiv angesehen. 4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Zur Steuerung des Geschäfts verwenden wir keine nicht finanziellen Leistungsindikatoren. 5. Erklärung zur Unternehmensführung Die nach §§ 36 und 52 Abs. 2 GmbHG erforderlichen Beschlüsse zur Gleichberechtigung in Führungspositionen hinsichtlich der Geschlechterquote sind für die Eaton Industries GmbH wie folgt gefasst worden und bis zum 30. Juni 2027 zu erreichen:
Sowohl die vorgenannte Zielgröße im Aufsichtsrat als auch in der Geschäftsführung wurde zum 31. Dezember 2023 erfüllt. In den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführer ist der Frauenanteil gegenüber dem Vorjahr unverändert (auf der ersten Ebene 14%, auf der zweiten Ebene 29%).
10 Working Capital = Umlaufvermögen -
sonstige Rückstellungen - kurzfristige
Verbindlichkeiten
Für Eaton ist das Thema "Inclusion & Diversity" ein Kernanliegen und wesentlicher Baustein der Unternehmenskultur. Deshalb wird die Beschäftigung von Frauen, insbesondere auch in Führungspositionen, als selbstverständlicher und wichtiger Bestandteil seiner Vielfalt und als Chance zur Weiterentwicklung des Unternehmens gesehen. Offene Stellen sollen jedoch weiterhin ungeachtet dessen unabhängig vom Geschlecht mit der/dem fachlich und persönlich geeignetsten Kandidatin bzw. Kandidaten besetzt werden. Außerdem ist im Unternehmensinteresse bei Schlüsselpositionen im obersten Management personelle Kontinuität sicherzustellen. Wechsel auch auf diesen Positionen allein aufgrund des Geschlechts können daher nicht herbeigeführt werden. Aus diesen Gründen wurde für die Geschäftsführung eine Frauenquote von 0% festgelegt. C. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht 1. Prognosebericht Konjunkturausblick Die Prognosen für das Weltwirtschaftswachstum in Summe sind weiterhin verhalten, wobei die Dynamik der Expansion in den einzelnen Ländern und Regionen immer noch unterschiedlich ist. Für das aktuelle Jahr wird ein Wachstum von 3,1 Prozent bzw. von 3,2 Prozent für das Jahr 2025 prognostiziert. 11 Auch im Euroraum ist lediglich von einer allmählichen Steigerung der Konjunktur auszugehen. Auf Basis der aktuellen Annahmen könnte die Zuwachsrate des Bruttoinlandsproduktes im Jahr 2024 bei 0,9 Prozent, im Jahr 2025 bei 1,7 Prozent liegen. 11 Aktuelle Prognosen gehen davon aus, dass eine konjunkturelle Erholung Deutschlands für das Jahr 2024 nicht in Sicht ist. Für das laufende Jahr wird nur ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von 0,5 Prozent, für das Folgejahr ein Anstieg von 1,6 Prozent erwartet. 11 Ausblick für die Gesellschaft Die reduzierte Marktnachfrage im letzten Quartal des Berichtsjahres setzt sich im ersten Halbjahr 2024 fort. Die weiterhin hohen Risiken aus den derzeit herrschenden geopolitischen Konflikten beeinträchtigen weiterhin die Nachfrage und die Markterwartungen der Unternehmen. Es ist jedoch davon auszugehen, dass sich Materialpreise, Energiekosten und tarifliche Gehaltsentwicklungen stabilisieren, wobei kurzfristige Volatilitäten an unseren Spotmärkten weiterhin möglich sind. Auch die Lieferketten stehen weiter unter Spannung, wenngleich auch eine Entschärfung bei den Metallen und Metallerzeugnissen bereits zu Beginn des Jahres zu erkennen ist. Gemäß der Beurteilung des IFO-Instituts vom 20. Juni 2024 wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2024 um 0,4% und dann im Folgejahr um 1,5% steigen. Die Inflationsrate wird in diesem Jahr bei durchschnittlich 2,2% gegenüber 5,9% in 2023 liegen und dürfte im kommenden Jahr auf 1,7% zurückgehen.11 Die Inflationsraten belasten weiterhin die Konsum- und Baukonjunktur durch eine sinkende Kaufkraft und gestiegene Finanzierungskosten. Für die Gesellschaft wird im Geschäftsjahr 2024 infolge der oben genannten wirtschaftlichen Gesamtsituation auf Basis der aktuellen Planung ein deutlicher Umsatzrückgang sowie korrespondierend eine spürbare Verschlechterung des EBITs erwartet. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen in Höhe von 15,8 Mio. € getätigt. Im Geschäftsjahr 2024 sind Investitionen in ähnlicher Höhe geplant. Diese beinhaltet im Wesentlichen Investitionen in Maschinen und Vorrichtungen für bestehende und neue Produkte und dienen sowohl dem Erhalt und Steigerung der Ausbringungsmenge sowie der Erhöhung der Produktivität. 2. Risiko- und Chancenbericht Risikobericht • Absatzrisiken Grundsätzlich entstehen aus dem signifikanten Anteil der fünf größten Elektrogroßhändler innerhalb der Konzernvertriebsstruktur am Umsatz keine nennenswerten Abhängigkeiten. Sollte etwa ein Händler ausfallen, werden die Endkunden auf einen anderen umsteigen. Bei den direkten Kunden der dem Konzern zugehörigen Vertriebsgesellschaften ist das Kundenportfolio ebenso sehr breit, so dass dort kein Konzentrationsrisiko besteht. Ein für uns relevantes Geschäftsrisiko kann sich aus Mengenschwankungen auf den Absatzmärkten ergeben, wie zum Beispiel Minderabrufen bei Maschinenbauern oder Wohnungsbaugesellschaften, die aus der hohen Inflation und gestiegenen Beschaffungskosten für Materialien sowie Kapital resultieren. Mögliche Belastungen hieraus fließen in die regelmäßigen Forecasts der Gesellschaft, sodass kurzfristige Maßnahmen der Kostenanpassungen daraus abgeleitet und umgesetzt werden können. • Forderungsausfallrisiken Das Delkredererisiko wird durch den Verkauf von Forderungen an eine Schwestergesellschaft (echtes Factoring) sowie Kreditprüfungen abgesichert. • Beschaffungsrisiken Als wichtiger Baustein des Eaton Einkaufsnetzwerks hat der Einkauf der Eaton Gruppe die Bündelung von Bedarfen und die Reduzierung der Lieferanten sowie das Global Sourcing konsequent vorangetrieben. Ein Schwerpunkt im Rahmen der Beschaffungssicherung ist die konsequente Absicherung des Risikos von Single-Source-Lieferanten durch Identifizierung und Entwicklung von alternativen Lieferanten und Werkstoffen (letzteres in enger Zusammenarbeit mit dem Prüflaboratorium in Bonn, um die technischen Eigenschaften der Produkte sicherzustellen und notwendige Prüfungen bestehen zu können). • Liquiditätsrisiken Liquiditätsrisiken sehen wir auf Grund unserer Einbindung in das zentrale Cash- Management des Eaton Konzerns und der Cash-Pool-Forderung gegen die Eaton IV LP, Morges/Schweiz, in Höhe von 371,7 Mio. € nicht. • Risikobericht über Finanzinstrumente Finanzinstrumente werden zur Absicherung von finanzwirtschaftlichen Marktpreisänderungsrisiken im Währungsbereich eingesetzt. Mit der Absicherung dieser Risiken ist für die Eaton Gesellschaften der Region EMEA ausschließlich der Zentralbereich Treasury betraut, der im Namen und für Rechnung der einzelnen Eaton Gesellschaften, die Sicherungsgeschäfte mit international tätigen Finanzinstituten kontrahiert. Zum Bilanzstichtag bestanden Devisentermingeschäfte in den Währungen GBP (Nominalvolumen 2.744 TGBP) und USD (Nominalvolumen 12.774 TUSD). Auf Grund der Bewertung zum Stichtag würden sich bei Realisierung zum Stichtag keine Verluste aus dem Devisentermingeschäft ergeben. Die Devisenterminkontrakte haben Fälligkeiten bis 23 Januar 2024. • Transferpreisrisiken Steuerliche Risiken aus Transferpreisgestaltungen werden intern durch die Zentralverwaltung in Cleveland, USA, gesteuert. • Weitere Risiken Auch im Jahr 2024 werden Rohstoff- und Energiemärkte volatile Preisentwicklungen aufwiesen. Die durch den Russland-Ukraine Krieg sowie dem Nahostkonflikt entstandenen Unsicherheiten haben nach wie vor spürbare Einflüsse auf die wirtschaftliche Situation in den Märkten. Um markt- und technologiegetriebenen Risiken zukünftig besser begegnen zu können, führen die Geschäftsbereiche ICP und PDC weiterhin eine produktlinienorientierte Organisation fort. Die Produktlinien widmen sich als Teile der jeweiligen divisionalen Gesamtorganisation in eigener Ergebnisverantwortung diskreten Märkten, Segmenten, Subsegmenten und Produkten. Hier werden vorhandene Marktanteile gesichert und es wird stetig daran gearbeitet neue Marktanteile durch verbesserte Wettbewerbsfähigkeit und Innovation zu gewinnen. Auch die enge Zusammenarbeit mit den Vertriebsorganisationen ist hier ein Schlüsselelement, um die Bedürfnisse der Kunden und Trends in den Märkten schneller und besser zu erkennen und diese im Rahmen der Produktstrategie zu berücksichtigen. Der Aufgaben- und Verantwortungsbereich der Produktlinien umfasst hierbei alle Bereiche der klassischen Geschäftstätigkeit, also Produktmanagement und sämtliche Aktivitäten hinsichtlich der Zusammenarbeit mit den Vertrieben. Gesamtaussage zur Risikolage Eatons robustes Risikomanagementsystem und seine Adaptionsstrategien helfen die Risiken frühzeitig zu erkennen und gegenzusteuern. Die Gesellschaft sieht sich in der Lage durch entsprechende Maßnahmen die Abwendung des Eintritts der genannten Risiken hinreichend zu bewältigen. Bestandsgefährdende Risiken sehen wir insgesamt derzeit nicht. Chancenbericht Industrial Controls & Protection Die Umsetzung und Weiterentwicklung der generellen Vertriebsstrategie, hier insbesondere die konsequente Umsetzung und der Ausbau der MOEM Strategie, sind für den weiteren Erfolg dieser Division, auch mit ihren Produktlinien nach wie vor entscheidend. Das generelle Wissen um sämtliche Applikationen der Kunden im Bereich des Maschinenbaus rückt weiter in den Fokus der Vertriebstätigkeiten, intensiviert durch die Arbeit der einzelnen Produktlinien und des Bereiches Business Development zur Gewinnung neuer Kunden- und Umsatzpotentiale. Zusätzliche Initiativen für die Vertriebskanäle des Großhandels und der Schaltschrankbauer unterstützen diese Fokussierung. Das dafür notwendige Know-how hinsichtlich der konkreten Anwendungen beim Kunden, ist ein wichtiger Wettbewerbsvorteil, der es der Gesellschaft ermöglicht neben dem Verkauf einzelner Komponenten auch ganzheitliche, kombinierte Lösungen anzubieten, in die das gesamte Produktportfolio einbezogen werden kann. Des Weiteren wird zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit an der konsequenten und kontinuierlichen Optimierung und Senkung der Herstellungskosten gearbeitet (Design-to-Cost- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen, Optimierungsworkshops (VAVE), etc.). Power Distribution & Components In der Eaton Industries GmbH fokussiert sich diese Division hauptsächlich auf die Entwicklung und den Verkauf von Leistungsschaltern. Das Sichern und weitere Ausbauen bestehender Marktanteile stehen auch hier im Vordergrund. So wird kontinuierlich an weiteren Produktverbesserungen gearbeitet. Derzeit bilden Digitalisierung, Konnektivität und Selektivität weitere Schwerpunkte, mit denen eine Integration dieser Produkte in ganzheitliche Applikationen unterstützt und vereinfacht wird. Des Weiteren werden in Bonn Leistungen für allgemeine Technologieentwicklung, Entwicklungsarbeiten für die generelle Energieverteilung sowie Produktpflege rund um die Palette der Leistungsschalter erbracht.
Bonn, 22. November 2024 Eaton Industries GmbH Geschäftsführung Thorsten Kuhn Nicolas Papaioannou Klaus Gäb Christian Spies Abkürzungsverzeichnis
FeststellungsvermerkDie Gesellschafterversammlung hat in ihrer Sitzung am 17. Dezember 2024 den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 festgestellt.
Bonn, den 17. Dezember 2024 Eaton Industries GmbH gez. Geschäftsführung -Convenience Translation-
17.12.24 Gernot Brenscheidt Vorsitzender des Aufsichtsrates der / Chairman of the Supervisory Board of Eaton Industries GmbH |
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