Stammdaten

Register
Amtsgericht Bonn HRB 285
Vorher
Moeller GmbH
Eingetragen
30.12.1946
Branche
Herstellung von Elektrizitätsverteilungs- und -schalteinrichtungenHerstellung von elektrischem InstallationsmaterialBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
sind die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von elektrischen und elektronischen Anlagen, Systemen und Geräten zur Automatisierung und Energieverteilung. Zum Gegenstand gehören weiterhin der Einkauf und die Vermittlung von Medialeistungen sowie vergleichbare Tätigkeiten für andere Gesellschaften der Eaton-Moeller Gruppe sowie die Beteiligung an Unternehmen aller Art und die einheitliche unternehmerische Führung der gehaltenen Beteiligungen.

Finanzübersicht

Historie

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Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Eaton Holding (Austria) GmbHAUT
94.90%
5.10%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Moeller Holding Austria GmbH
Austria
90.249.900 €
94.90%
Germany
4.850.100 €
5.10%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Eaton Industries GmbH

Bonn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Eaton Industries GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Eaton Industries GmbH, Bonn - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Eaton Industries GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Wir geben kein Prüfungsurteil zu dem Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung ab.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die in Abschnitt "B.5. Erklärung zur Unternehmensführung" des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Eschborn/Frankfurt am Main, 22. November 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Sommerrock, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 194.522,01 428.092,44
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 28.117.570,27 25.543.623,39
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.363.713,03 9.509.533,90
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 15.907.755,00 11.005.881,30
54.389.038,30 46.059.038,59
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 133.672.000,00 133.672.000,00
2. Sonstige Ausleihungen 150.000,00 0,00
133.822.000,00 133.672.000,00
188.405.560,31 180.159.131,03
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 9.862.374,85 9.208.202,65
2. Unfertige Erzeugnisse 10.534.961,79 8.672.326,90
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 50.341.401,51 39.302.272,11
70.738.738,15 57.182.801,66
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.512.852,97 840.538,37
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 540.577.165,99 615.072.624,38
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.368.141,47 1.945.332,07
543.458.160,43 617.858.494,82
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 748,53 933,68
614.197.647,11 675.042.230,16
C. Rechnungsabgrenzungsposten 119.661,51 145.642,28
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung 25.997,02 27.238,32
802.748.865,95 855.374.241,79

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 95.100.000,00 95.100.000,00
II. Kapitalrücklage 174.321.377,90 174.321.377,90
III. Gewinnrücklagen 395.957,38 395.957,38
269.817.335,28 269.817.335,28
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 181.275.088,00 184.863.920,00
2. Sonstige Rückstellungen 20.890.253,04 19.108.636,91
202.165.341,04 203.972.556,91
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 37.090.839,56 35.024.316,90
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 292.626.878,48 345.388.786,84
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.048.471,59 1.171.245,86
davon aus Steuern EUR 1.150.898,28 (Vorjahr: EUR 1.101.536,98)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 16.676,12)
330.766.189,63 381.584.349,60
802.748.865,95 855.374.241,79

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

2023 2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 852.460.380,47 902.432.036,18
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 3.298.020,21 528.871,02
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 289.755,33 321.516,25
4. Sonstige betriebliche Erträge 4.689.875,51 6.410.271,62
davon Erträge aus der Währungsumrechnung: EUR 3.396.820,52 (Vorjahr: EUR 3.491.231,12)
860.738.031,52 909.692.695,07
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 552.441.033,89 604.141.120,55
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 43.464.818,83 44.877.589,00
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 85.531.271,91 85.101.813,63
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 17.065.030,73 28.733.515,65
davon für Altersversorgung: EUR 2.217.450,86 (Vorjahr: EUR 14.595.656,58)
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 7.358.070,48 6.997.119,97
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 121.895.381,31 99.711.801,19
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: EUR 3.360.314,79 (Vorjahr: EUR 3.027.498,76)
827.755.607,15 869.562.959,99
9. Erträge aus Beteiligungen 3.108.985,26 3.020.785,07
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 3.108.985,26 (Vorjahr: EUR 3.020.785,07)
10. Zuschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 55.743.000,00
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 14.993.512,82 2.484.376,74
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 14.993.512,82 (Vorjahr: EUR 2.484.376,74)
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 9.187.914,60 8.572.177,03
davon an verbundene Unternehmen: EUR 7.029.883,14 (Vorjahr: EUR 3.183.774,49)
davon Aufwendungen aus der Abzinsung: EUR 2.158.031,46 (Vorjahr: EUR 5.337.348,00)
8.914.583,48 52.675.984,78
13. Ergebnis vor sonstigen Steuern und Ergebnisabführung 41.897.007,85 92.805.719,86
14. Sonstige Steuern 13.802,77 133.677,65
15. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführter Gewinn 41.883.205,08 92.672.042,21
16. Jahresergebnis 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

I. Allgemeines

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Es gelten gemäß § 267 Abs. 3 HGB die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Jahresabschluss wird in Euro erstellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke teilweise in diesem Anhang gemacht.

Hauptgesellschafterin der Eaton Industries GmbH, Bonn (im Folgenden: Eaton Industries), ist die Eaton Holding (Austria) GmbH mit Sitz in Wien/Österreich, die 94,9% des Stammkapitals der Eaton Industries hält. Der verbleibende Geschäftsanteil von 5,1% wird von der Eaton Holding SE & Co. KG, Bonn, gehalten, mit der auch ein Gewinnabführungsvertrag besteht.

II. Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma Eaton Industries GmbH mit Sitz in Bonn im Handelsregister des Amtsgerichts Bonn unter der Nummer HRB 285 eingetragen.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Sofern nicht explizit erwähnt, werden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden unverändert zum Vorjahr angewendet.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Soweit außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung erforderlich sind, werden diese vorgenommen.

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen. Seit dem 1. Januar 2008 wird ausschließlich die lineare Abschreibungsmethode angewendet. Selbsterstellte Anlagen werden mit den direkt zurechenbaren Einzelkosten und den auf diese Einzelkosten entfallenden Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen aktiviert. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten mit einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen auf die Vermögensgegenstände, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer vorgenommen.

Anlagegüter mit Netto-Anschaffungskosten bis 250,00 € werden im Jahr des Zugangs als Aufwand erfasst. Für Anlagegüter mit Netto-Anschaffungskosten von mehr als 250,00 € bis 1.000,00 € wird der jährlich steuerlich zu bildende Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen. Die Sammelposten, deren Höhe insgesamt von untergeordneter Bedeutung sind, werden in Anlehnung an die steuerlichen Vorschriften jeweils pauschalierend 20 Prozent per anno beginnend ab dem Jahr der Anschaffung linear abgeschrieben. Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten angesetzt. Soweit Abschreibungen wegen voraussichtlich dauernder Wertminderungen erforderlich sind, werden diese außerplanmäßig vorgenommen. Sofern die Gründe für Wertminderungen entfallen, werden Zuschreibungen bis zum beizulegenden Wert vorgenommen. Die Ausleihungen werden zum Nennwert angesetzt.

Vorräte werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten beinhalten die aktivierungspflichtigen Material- und Fertigungseinzelkosten, notwendige Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten mit einbezogen.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Angemessene Einzelwertberichtigungen werden vorgenommen, uneinbringliche Forderungen werden ausgebucht. Unverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Bilanzstichtag angesetzt, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden unter Verwendung der "Richttafel 2018 G" ermittelt. Nach einer durchgeführten Analyse der Sterblichkeitsrate wurde diese unternehmensspezifisch modifiziert. Bei der Bewertung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung zukünftiger Einkommenssteigerungen von jährlich 3,25% (Vorjahr: 3,25%), Rentenerhöhungen von jährlich 2,0% (Vorjahr: 2,0%) bzw. in Höhe einer garantierten Anpassung angewendet. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz aus den vergangenen zehn (Vorjahr: 10) Geschäftsjahren bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,82% (Vorjahr: 1,78%) für Pensionsverpflichtungen gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 (in der Fassung vom 11. März 2016) verwendet.

Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet.

Die Rückstellungen für Jubiläums-, Sterbegeld- und Altersteilzeitverpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Für die Abzinsung wurde der durchschnittliche Marktzins aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren bei einer pauschalen restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,74% (Vorjahr: 1,44%) für Jubiläums- und Sterbegeldverpflichtungen verwendet. Für die Abzinsung der Altersteilzeitverpflichtungen wurde auf Grund wesentlich geringerer Restlaufzeiten der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von zwei Jahren (Vorjahr: zwei) von 1,03% (Vorjahr: 0,51%) verwendet.

Die Rückstellung aus Altersteilzeit ist durch die Eaton Holding SE & Co. KG, Bonn, in Form von mündelsicheren Wertpapieren gegen Insolvenz gesichert. Ein entsprechender Verwaltungs-, Treuhand- und Sicherungsvertrag für Wertguthaben vom 24. August 2009 liegt vor.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie werden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten und Preissteigerungen). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Soweit die zugrunde liegende Verpflichtung einen Zinsanteil enthält oder eine Rentenverpflichtung ohne Gegenleistung darstellt, wurde die Rückstellung zum Barwert angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsforderungen des Umlaufvermögens und Fremdwährungsverbindlichkeiten werden, sofern sie kurzfristig sind, mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag bewertet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

Latente Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden aufgrund der Organschaft nur bei der Organträgerin ermittelt.

IV. Angaben zur Bilanz

A. Bilanz

1. Aktiva

1.1 Anlagevermögen

Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sind der Aufstellung "Entwicklung des Anlagevermögens für 2023" unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres zu entnehmen (Anlage A zum Anhang).

Für die Aufstellung des Anteilsbesitzes wird auf Anlage B dieses Anhangs verwiesen. Die Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird beim Handelsregister des Amtsgerichts Bonn hinterlegt.

1.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

1.2.1 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Restlaufzeiten der Forderungen sind wie im Vorjahr kleiner als ein Jahr.

1.2.2 Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 540.577 T€ (Vorjahr: 615.073 T€) beinhalten Forderungen aus Cash Pool (371.662 T€, (Vorjahr: 463.544 T€), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (130.650 T€, Vorjahr: 110.902 T€) und Forderungen aus Beteiligungserträgen (32.437 T€, Vorjahr: 27.668 T€).

Die Forderungen gegen Gesellschafter betragen zum Bilanzstichtag 3.606 T€ (Vorjahr: 3.348 T€).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben unverändert zum Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

1.2.3 Sonstige Vermögensgegenstände

Die Restlaufzeiten der sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr kleiner als ein Jahr.

1.3 Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Der aktive Unterschiedsbetrag resultiert aus der Saldierung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB von Altersversorgungsverpflichtungen mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB).

Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB

Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden - 61 T€
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände + 87 T€
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände + 87 T€

Die hieraus resultierenden Erträge und Aufwendungen wurden verrechnet. Es ergibt sich ein saldierter Aufwand in Höhe von 1 T€.

2. Passiva

2.1 Eigenkapital

Aufgrund der Aktivierung von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert im Rahmen der Vermögensverrechnung sowie des Unterschiedsbetrags aus der Bewertung der Pensionsrückstellung inklusive Direktzusagen für Entgeltumwandlung nach § 253 Abs. 6 S. 1 HGB besteht zum Bilanzstichtag ein ausschüttungsgesperrter Betrag in Höhe von 1.899 T€ (Vorjahr: 8.624 T€). Diesem Betrag stehen eine frei verfügbare Gewinnrücklage und eine Kapitalrücklage in ausreichender Höhe gegenüber.

2.2 Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen solche für Altersteilzeitverpflichtungen, Erfolgsprämien und Tantiemen, Jubiläumsverpflichtungen, ausstehende Eingangsrechnungen, Garantien und Gewährleistungsverpflichtungen sowie Restrukturierung.

2.3 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr (115.765 T€, Vorjahr: 113.979 T€), Verbindlichkeiten aus Factoring (134.979 T€, Vorjahr: 78.435 T€) sowie Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführungsverträgen (41.884 T€, Vorjahr: 152.973 T€).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betragen 41.884 T€ (Vorjahr: 152.973 T€).

Die Verbindlichkeiten haben alle wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert.

V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

- Inland / Ausland

Umsatz Geschäftsjahr Geschäftsjahr Veränderung
in Mio. € 2023 2022 in %
Deutschland 250 275 -9,1
Rest Europa 485 492 -1,4
Asien/Pazifik 39 44 -11,4
Amerika 56 75 -25,3
Middle East and Africa 18 13 +38,5
Australien A 3 +33,3
Gesamt 852 902 -5,5

- Division / Business Units

Geschäftsjahr Geschäftsjahr Veränderung in
Umsatz in Mio. € 2023 2022 %
Industrial Controls & Protection (ICP) 495 526 -5,8
Power Distribution Components (PDC) 357 376 -5,0
Gesamt 852 902 -5,5

2. Sonstige betriebliche Erträge

Im Geschäftsjahr erzielte die Gesellschaft insgesamt periodenfremde Erträge in Höhe von 748 T€ (Vorjahr: 2.557 T€). Davon resultieren 715 T€ (Vorjahr: 2.555 T€) aus der Auflösung von Rückstellungen und 33 T€ (Vorjahr: 15 T€) aus Versicherungsleistungen.

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Periodenfremde Aufwendungen sind im Berichtsjahr nicht angefallen.

4. Außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen

Außergewöhnliche Erträge sind im Berichtsjahr nicht angefallen.

Außergewöhnliche Aufwendungen sind im Berichtsjahr nicht angefallen.

VI. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft haftet im Außenverhältnis für bei der Eaton Electric GmbH in den Rückstellungen bilanzierte Verbindlichkeiten in Höhe von 881 T€ (Vorjahr: 946 T€).

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen/außerbilanzielle Geschäfte

Factoring Zweck Zur Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit werden laufend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verkauft.
Risiken Wesentliche Risiken bestehen nicht.
Vorteile Verbesserung der Liquiditätsplanung.
Finanzielle Auswirkungen Zum Stichtag wurden insgesamt 30.107 T€ Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verkauft, davon 1.410 T€ Forderungen im Verbundbereich.
Operating- Leasing Zweck Miet- und Leasingverträge wurden abgeschlossen, um zum einen Zahlungsabflüsse, die bei einem Erwerb von Gebäuden bzw. Vermögensgegenständen sofort anfallen würden, in die Zukunft zu verlagern und zum anderen das Risiko des Werteverzehrs nicht tragen zu müssen.
Risiken Wesentliche Risiken bestehen nicht.
Vorteile Verlagerung von Zahlungsabflüssen in die Zukunft und Befreiung vom Risiko des Werteverzehrs.
Finanzielle Auswirkungen Aus Leasing- bzw. Mietverträgen bestehen zum Stichtag finanzielle Verpflichtungen in Gesamthöhe von 27.117 T€, davon 25.418 T€ gegenüber verbundenen Unternehmen.

Daneben bestehen Bestellobligo für Investitionen in das Anlagevermögen, für Einkaufsverpflichtungen für Vorräte und für sonstige Verpflichtungen in Höhe von 29.140 T€.

3. Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen

Marktunübliche Geschäfte mit und zwischen nahestehenden Unternehmen, die mittel- oder unmittelbar mit weniger als 100% im Anteilbesitz der Konzernmuttergesellschaft stehen, und marktunübliche Geschäfte mit und zwischen nahestehenden Personen wurden nicht getätigt.

4. Derivative Finanzinstrumente

Finanzinstrumente werden zur Absicherung von finanzwirtschaftlichen Marktpreisänderungsrisiken im Währungsbereich eingesetzt. Mit der Absicherung dieser Risiken ist für die Eaton Gesellschaften der Region EMEA ausschließlich der Zentralbereich Treasury betraut, der im Namen und für Rechnung der einzelnen Eaton Gesellschaften, die Sicherungsgeschäfte mit international tätigen Finanzinstituten kontrahiert. Die beizulegenden Zeitwerte sind auf die Marktwerte zum Bilanzierungszeitpunkt bezogen und wurden unter Anwendung der zum Bilanzstichtag gültigen Spot-Währungskurse ermittelt.

Zum Bilanzstichtag bestanden Devisentermingeschäfte in den Währungen GBP (Nominalvolumen 2.744 TGBP) und USD (Nominalvolumen 12.774 TUSD). Auf Grund der Bewertung zum Stichtag würden sich bei Realisierung zum Stichtag keine Verluste aus dem Devisentermingeschäft ergeben.

Die Devisenterminkontrakte haben Fälligkeiten bis 23. Januar 2024.

5. Abschlussprüferhonorar

Für das Geschäftsjahr 2023 sind Gesamthonorare des Abschlussprüfers in Höhe von insgesamt 210 T€ angefallen. Diese betreffen Leistungen für die Abschlussprüfung.

6. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

2023 2022
Angestellte 493 497
(davon leitende Angestellte) (12) (10)
gewerbliche Arbeitnehmer 726 733
Gesamt 1.219 1.230

7. Geschäftsführung und Aufsichtsrat

Die Geschäftsführung der Eaton Industries GmbH ist wie folgt besetzt:

Christof Spiegel Lahnstein Senior Vice President & GM, Industrial Controls & Protection Division, EMEA, Eaton Industries GmbH, Bonn (bis 31.03.2024)
Thorsten Kuhn Bonn Finance Director Electrical Sector PMCC, Eaton Industries GmbH (ab 01.04.2024)
Klaus Gäb Grafschaft- Esch VP Supply Chain, Business Service Center & Opex, EMEA, Eaton Industries GmbH, Bonn
Nicolas Papaioannou Dublin/Irland Senior Manager Treasury Trading Office, Eaton Capital Unlimited Company, Dublin/Irland
Christian Spies Lauterhofen President Power Management & Control Components Division, EMEA, Eaton Industries GmbH, Bonn

Von den Geschäftsführern wurden zwei Geschäftsführer von der Eaton Industries GmbH, Bonn, entgolten. Die Gesellschaft macht von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch und verzichtet auf die Anhangsangabe zu den Bezügen der Geschäftsführung.

Für ausgeschiedene Geschäftsführer der Eaton Industries GmbH wurden wie in den Vorjahren Pensionsrückstellungen bilanziert. Diese betrugen zum Stichtag 5.396 T€. Der Betrag der Gesamtbezüge ehemaliger Geschäftsführer betrug in 2023 283 T€.

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft setzt sich gemäß den §§ 1 Abs. 1 Nr. 3 DrittelbG, § 95 ff AktG zusammen. Der Aufsichtsrat bestand zum 31. Dezember 2022 aus insgesamt sechs Mitgliedern mithin vier Vertretern der Anteilseigner und zwei Arbeitnehmervertretern.

Vertreter der Gesellschafter sind:

Gernot Brenscheidt, Großhansdorf, (Vorsitzender) Director Employee & Labor Relations, Eaton Germany GmbH, Bonn

Sabine Strasser, Wien, Österreich, Director of Procurement ES EMEA, Eaton Industries (Austria) GmbH, Schrems, Österreich (bis 29.01.2024)

Michaela Sadleder, Wien, Österreich, Country Sale Manager SLS, Eaton Industries (Austria) GmbH, Schrems/Österreich (ab 29.01.2024)

Patrick Weber, Mainz, Marketing Direktor Filtration Divison, Eaton Technologies GmbH, Nettersheim

Martina Birkner, St.-Prex / Schweiz, (stellvertretende Vorsitzende) Business Council Crouse-Hinds EMEA & Legal Point of Contact for CEE, Eaton Industries Manufacturing GmbH, Morges, Schweiz

Vertreter der Arbeitnehmer sind:

Jürgen Redert, Vorsitzender des Betriebsrats in Holzhausen, Ruppertshofen

Thomas Gebenroth, stellvertretender Vorsitzender des Betriebsrats in Holzhausen, Seelbach

Die Gesamtsumme der Aufwendungen für Aufsichtsratsvergütungen betrug im Geschäftsjahr 10 T€.

8. Konzernverhältnisse

Die Anteile an der Gesellschaft werden zu 94,9% von der Eaton Holding (Austria) GmbH, Wien/Österreich, und zu 5,1% von der Eaton Holding SE & Co. KG, Bonn, gehalten.

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Eaton Corporation plc, Dublin/Irland, einbezogen. Sowohl für den kleinsten als auch für den größten Kreis von Unternehmen stellt die Eaton Corporation plc, Dublin/Irland, einen Konzernabschluss auf. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Muttergesellschaft erhältlich.

Als verbundene Unternehmen werden alle direkten und indirekten Mehrheitsbeteiligungen der Eaton Corporation plc, Dublin/Irland, betrachtet.

9. Angaben zum Konzernabschluss

Die Eaton Industries GmbH ist als Mutterunternehmen grundsätzlich zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und -lageberichtes gemäß § 290 HGB verpflichtet. Die Eaton Industries GmbH macht von der Befreiungsvorschrift zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und -lageberichtes gemäß § 292 HGB in Verbindung mit der Konzernabschlussbefreiungsverordnung (KonBefrV) Gebrauch, da sie in den Konzernabschluss der Eaton Corporation plc, Dublin/Irland, einbezogen wird, der in englischer Sprache beim Unternehmensregister veröffentlicht wird.

Der Konzernabschluss der Eaton Corporation plc für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen wird entsprechend US GAAP aufgestellt und in den USA offengelegt.

Es ergeben sich Unterschiede zu den für die Eaton Industries GmbH anwendbaren deutschen Rechnungslegungsvorschriften.

Die vom deutschen Recht abweichenden im befreienden Konzernabschluss der Eaton Corporation plc angewandten wesentlichen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden sind vor allem die folgenden:

Grundsätzlich unterscheidet sich die Rechnungslegung nach US-GAAP von der nach dem deutschen HGB in der verfolgten Zielsetzung. Während US-GAAP in erster Linie auf die Versorgung der Investoren mit entscheidungsnützlichen Informationen abzielt, ist die HGB-Rechnungslegung von einer stärkeren Betonung des Gläubigerschutzes und des Vorsichtsprinzips geprägt.

Die Bilanzgliederung nach US-GAAP richtet sich bei den Vermögensgegenständen nach dem Grad der Liquidierbarkeit, bei den Schulden nach der Restlaufzeit. Die Bilanzgliederung für handelsrechtliche Zwecke ist für Kapitalgesellschaften grundsätzlich in § 266 HGB definiert. Die Gliederung orientiert sich hier an der geplanten Verweildauer von Vermögensgegenständen im Unternehmen bzw. an der Unterscheidung nach Finanzierungsquellen.

Anlagevermögen:

Nach US-GAAP werden Gebäude über 40 Jahre, allgemeine Maschinen und Anlagen über 3 bis 30 Jahre, Patente und Technologien über 17 Jahre sowie Kundenbeziehungen über 16 Jahre abgeschrieben. Software wird bis zu einer maximalen Dauer von 10 Jahren abgeschrieben (nach Konzernabschreibungstabelle). Nach HGB werden die planmäßigen Abschreibungen auf die Vermögensgegenstände, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer vorgenommen.

Materielle Wirtschaftsgüter werden abweichend von der oben beschriebenen Vorgehensweise nach HGB für den US-GAAP Abschluss erst ab einem Wert von 5 T$ aktiviert.

Die Aktivierung für Software erfolgt nach US-GAAP erst ab 75 T$. Immaterielle Anlagegüter mit einem Wert unter 75 T$ werden direkt abgeschrieben bzw. direkt als Aufwand erfasst. Im HGB werden diese ab einem Wert über 1 T€ aktiviert und über die Laufzeit abgeschrieben.

Langlebige Anlagegüter, außer Geschäfts- oder Firmenwert und immaterielle Vermögenswerte, die eine unbegrenzte Nutzungsdauer haben, werden nach US-GAAP auf Wertminderung überprüft, wenn Änderungen oder Ereignisse angezeigt werden.

Geschäfts- oder Firmenwert und immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer werden jährlich auf Wertminderung anhand quantitativer oder qualitativer Analyse bewertet. Planmäßige Abschreibungen werden für diese Vermögensgegenstände nicht durchgeführt.

Leasing:

Mit den Abschlüssen ab 2019 ist für Unternehmen, die nach US-GAAP bilanzieren, die neue Rechnungslegungsvorschrift ARC 842 bezüglich der Bilanzierung von Leasing umzusetzen. Gemäß dieser Vorschrift werden sowohl das Operating- als auch das Finanzierungsleasingverhältnisse nun in der Bilanz ausgewiesen.

Pensionen:

Die Bewertung der Pensionen nach US-GAAP und HGB ist bis auf die Anwendung eines unterschiedlichen Abzinsungsprozentsatzes im Wesentlichen ähnlich. Nach HGB erfolgt die Diskontierung mit einem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichen fristenadäquaten durchschnittlichen Zinssatz der letzten zehn Jahre. Zudem darf eine pauschalisierte Restlaufzeit der Verpflichtungen von fünfzehn Jahren zugrunde gelegt werden. Die Pensionsverpflichtungen werden nach US-GAAP mit einem risiko- und fristadäquaten Marktzinssatz zum Stichtag diskontiert.

Nach HGB werden alle Änderungen in der Bewertung der Rückstellung sowie des pensionsbezogenen Vermögens in der GuV erfasst. US-GAAP erlaubt in Bezug auf versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste die sofortige Erfassung in der GuV und ebenso die Anwendung der sog. Korridor-Methode, bei der es zu einer ergebniswirksamen Erfassung kommt, falls und soweit die Korridor-Grenzen überschritten sind.

Darüber hinaus werden nach US-GAAP Änderungen in der Bewertung der Pensionsverpflichtung, die aus rückwirkenden Änderungen der Pensionszusagen erwachsen, ergebniswirksam über die erwartete, durchschnittliche Restarbeitszeit der betroffenen Mitarbeiter erfasst. Nach HGB sind diese Bewertungsänderungen im Zeitpunkt ihres Anfalls sofort und in voller Höhe ergebniswirksam zu erfassen.

Altersteilzeit:

Die Berechnung wird gemäß des ASC 715 (ehemals Emerging Issues Task Force (EITF) Ausgabe Nr. 5.5 des Financial Accounting Standards von Juni 2005) durchgeführt.

Die Bewertung der Rückstellung für Altersteilzeit nach US-GAAP und HGB ist bis auf die Anwendung eines unterschiedlichen Abzinsungsprozentsatzes im Wesentlichen identisch.

Restrukturierungsrückstellung:

Die US-GAAP stellen tendenziell höhere Anforderungen an die Wahrscheinlichkeit der relevanten Ereignisse und die Bestimmbarkeit des rückstellungsfähigen Betrags, so dass nach US-GAAP abweichend zum HGB oftmals noch keine Restrukturierungsrückstellungen zum Jahresende zu erfassen sind, während die Voraussetzungen der HGB-Bilanzierung zeitlich bereits früher erfüllt sind.

Konsolidierungskreis:

Der Konsolidierungskreis umfasst sowohl die Eaton Corporation plc als auch die Tochterunternehmen, in denen die Eaton Corporation plc direkt oder indirekt die Mehrheit der Stimmrechte ausübt oder die Mehrheit des Vorstandes oder des Aufsichtsrates bestellt oder abberufen kann.

Lagebericht:

Nach US-GAAP wird kein Lagebericht aufgestellt. Wesentliche Angaben sind jedoch in der sogenannten "Management's Discussion and Analysis of Financial Condition and Results of Operations (MD&A)" enthalten.

10. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, mit wesentlichen finanziellen Auswirkungen, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, liegen nicht vor.

 

Bonn, 22. November 2024

Eaton Industries GmbH

Geschäftsführung

Thorsten Kuhn

Nicolas Papaioannou

Klaus Gäb

Christian Spies

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.532.221,19 167.051,72 0,00 0,00 9.699.272,91
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
9.532.221,19 167.051,72 0,00 0,00 9.699.272,91
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 235.533.854,36 3.147.829,31 5.434.594,89 4.975.576,29 238.222.665,07
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 22.603.474,97 1.226.885,96 328.139,19 1.273.850,69 24.776.072,43
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 11.005.881,30 11.151.300,68 0,00 -6.249.426,98 15.907.755,00
269.143.210,63 15.526.015,95 5.762.734,08 0,00 278.906.492,50
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 287.372.000,00 0,00 0,00 0,00 287.372.000,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 150.000,00 0,00 0,00 150.000,00
287.372.000,00 150.000,00 0,00 0,00 0,00
287.522.000,00
566.047.431,82 15.693.067,67 5.762.734,08 0,00 575.977.765,41
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.104.128,75 400.622,15 0,00 9.504.750,90
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
9.104.128,75 400.622,15 0,00 9.504.750,90
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 209.990.230,97 5.316.877,79 5.202.013,96 210.105.094,80
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.093.941,07 1.640.570,54 322.152,21 14.412.359,40
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
223.084.172,04 6.957.448,33 5.524.166,17 224.517.454,20
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 153.700.000,00 0,00 0,00 153.700.000,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
153.700.000,00 0,00 0,00 0,00
153.700.000,00
385.888.300,79 7.358.070,48 5.524.166,17 387.722.205,10
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 194.522,01 428.092,44
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
194.522,01 428.092,44
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 28.117.570,27 25.543.623,39
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.363.713,03 9.509.533,90
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 15.907.755,00 11.005.881,30
54.389.038,30 46.059.038,59
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 133.672.000,00 133.672.000,00
2. Sonstige Ausleihungen 150.000,00 0,00
133.822.000,00 133.672.000,00
188.255.560,31 180.159.131,03

Anteilsbesitz zum 31.12.2023

Anteil am Kapital Eigenkapital 31.12.2023 Jahresüberschuss/ -fehlbetrag 2023
in % TEUR TEUR
Eaton GmbH & Co. KG, Düsseldorf 89,90 38.970 3.458
Eaton Industries Holding GmbH, Schönefeld 100,00 331 33
Eaton Electrical IP GmbH & Co. KG, Schönefeld 100,00 9.666 -8.333

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

A. Grundlagen der Gesellschaft

1. Geschäftsmodell der Gesellschaft

2. Steuerungssystem

3. Forschung und Entwicklung

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf

3. Lage

o Finanzielle Leistungsindikatoren

o Ertragslage

o Finanzlage

o Vermögenslage

4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

5. Erklärung zur Unternehmensführung

C. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

1. Prognosebericht

2. Risiko- und Chancenbericht

Abkürzungsverzeichnis

A. Grundlagen der Gesellschaft

1. Geschäftsmodell der Gesellschaft

Die Eaton Industries GmbH mit Sitz in Bonn gehört zur US-amerikanischen/irischen EATON Gruppe. Oberste Konzernmuttergesellschaft ist die Eaton Corporation plc, eine irische Gesellschaft mit Firmensitz in Dublin, Irland, deren Aktien an der New York Stock Exchange notiert sind. Der EATON-Konzern (kurz EATON) ist weltweit einer der größten Hersteller und Distributor von effizienten Energiemanagementsystemen zur wirksamen Nutzung von elektrischen, hydraulischen und mechanischen Energien.

Die Eaton Industries GmbH ist sowohl Hersteller der unten genannten Produkte und Lösungen als auch Distributor für die selbsterstellten Produkte sowie der Handelswaren von verbundenen Unternehmen und sogenannten Brandlabelprodukten. Die Kunden der Gesellschaft sind größtenteils die konzerneigenen Landesvertriebsgesellschaften und nur in geringem Umfang direkte Endkunden. Der Vertrieb erfolgt fast ausschließlich über ein zentrales Distributionslager in Deutschland, welches als Warenlager für den Versand nach Europa als auch Übersee fungiert.

In der Eaton Industries GmbH sind die folgenden Geschäftsbereiche des Eaton Electrical Sectors Europa mit ihren jeweiligen Geschäften (Produktsegmenten) vertreten:

Industrial Controls & Protection (ICP)

Power Distribution & Components (PDC)

Die wesentlichen Zielmärkte der Industrial Controls & Protection Division sind der Maschinenbaumarkt (MOEM), der Bereich der erneuerbaren Energien (Windkraft und Photovoltaik) und generell industrielle Anwendungen und Infrastruktur für Schaltgeräte. Diese Märkte bedient die ICP mit Produkten, wie z.B., Motorschutzschalter, Motorstarter, Befehls- und Meldegeräte, Grenztaster und Sensoren sowie Lasttrenner und Nockenschalter. Zusätzliche Geschäftsfelder sind Komponenten und Lösungen im Bereich von Steuerungs- und Visualisierungsanwendungen für Maschinen und Anlagen wie z.B. Frequenzumrichter, Steuerungen, I/O Komponenten sowie HMI Bedien- und Anzeigepanels und HMI PLC's.

Die Power Distribution & Components (PDC) konzentriert sich auf Energieverteilungsprodukte wie z.B. Leistungsschalter, Kompaktleistungsschalter, offene Leistungsschalter, Gehäusesysteme und Produkte für den Wohn- und Zweckbau, einschließlich Verbrauchereinheiten, Verdrahtungszubehör und generelle Gebäudeautomation.

2. Steuerungssystem

Die Risikopolitik und das Risikomanagement im Eaton Konzern zielen auf das nachhaltige Wachstum und die Steigerung des Unternehmenswertes. Dabei werden Risiken und Chancen bewertet und gesteuert. Der Eaton Konzern verfügt über eine Reihe aufeinander abgestimmter Risikomanagement- und Kontrollsysteme, die als Frühwarnsysteme dienen und uns unterstützen Entwicklungen, die unser Geschäft gefährden können, frühzeitig zu erkennen und gegenzusteuern. Die größte Bedeutung und Gewichtung haben dabei die konzernweiten Prozesse für die strategische Unternehmensplanung und für das interne Berichtswesen.

Darüber hinaus werden regelmäßig interne sowie externe Audits durchgeführt.

3. Forschung und Entwicklung

Mit Wirkung zum 1. Januar 2018 wurde zwischen der Eaton Industries GmbH und Eaton Intelligent Power Limited, Dublin, Irland, ein "Engineering Support Services Agreement" geschlossen Mit diesem verpflichtet sich die Eaton Industries GmbH im Auftrag der Eaton Intelligent Power Limited zu forschen und zu entwickeln. Die der Eaton Industries GmbH hierdurch entstehenden Aufwendungen werden mit einem Aufschlag an die Eaton Intelligent Power Limited weiterbelastet. Auf Basis des bestehenden Lizenzvertrags gewährt die Eaton Intelligent Power Ltd., Dublin, Irland, der Eaton Industries GmbH ein nicht übertragbares Nutzungsrecht von Patenten zur Herstellung und zum Vertrieb von Produkten und Dienstleistungen. Die Vergütung erfolgt prozentual auf der Grundlage erwirtschafteter Umsatzerlöse bei der Eaton Industries GmbH.

Eigene Forschungs- und Entwicklungsleistungen werden nicht durchgeführt.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Trotz hoher Inflation und den Auswirkungen der Maßnahmen in der Geldpolitik hat sich das Wachstum der Weltwirtschaft im Vergleich zu ursprünglichen Prognosen positiv entwickelt. Gem. dem Internationalen Währungsfonds hat sich für das Jahr 2023 insgesamt ein Wachstum der Weltwirtschaft von 3,1 Prozent ergeben 1 (VJ: 3,4 Prozent). 2

Die Wirtschaftsleistung im Euroraum verzeichnet in 2023 keine nennenswerten Zuwächse. Insgesamt ist das Bruttoinlandsprodukt im Jahresvergleich um 0,5 Prozent gewachsen1 nach einem Anstieg von 3,5 Prozent im Jahr 2022. 3

Die deutsche Konjunktur ist im Jahr 2023 stagniert bzw. leicht rückläufig. Gegenüber dem Vorjahr verzeichnet das Bruttoinlandsprodukt einen Rückgang von -0,3 Prozent im Jahr 20231 (Vorjahr: Anstieg von +1,8 Prozent). 4

Die Auftragslage in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie im Jahr 2023 hat jene in 2022 auf das Gesamtjahr gesehen unterschritten. Insgesamt konnte die preisbereinigte Produktion nach einem Zuwachs von 3,7 Prozent im Jahr 2022 im Berichtsjahr lediglich einen Anstieg um 0,4 Prozent erzielen. 5

2. Geschäftsverlauf

Nach einer gegenüber der Vorjahresperiode relativ starken Marktnachfrage im ersten Halbjahr 2023 schwächte sich diese in der zweiten Jahreshälfte deutlich ab. Die Prognose eines Rückgangs der Umsatzerlöse für das gesamte Jahr im unteren einstelligen Prozentbereich wurde mit einem tatsächlichen Rückgang von 5,5% leicht verfehlt. Das EBIT in Höhe von 33,0 Mio. € im Jahr 2023 hat sich um 7,1 Mio. € gegenüber dem Vorjahr verschlechtert, was im Wesentlichen auf die gestiegenen Aufwendungen mit verbundenen Unternehmen zurückzuführen ist. Betrachtet man jedoch lediglich das operative Geschäft (adjustiert um zentrale Konzernumlagen), hat sich das EBIT im Verhältnis zum Umsatz aufgrund einer verbesserten Materialeinsatzquote und reduzierten Personalkosten um 0,6 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr verbessert. Dies beinhaltet auch die gestiegenen Inflationskosten bezogen auf Material und Personal.

1 https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2024/03/10-globale-wachstumsperspektive.html
2 https://www.zeit.de/wirtschaft/2023-01/iwf-prognose-wairtschaftswachstum-rezession-inflation
3 https://ec.europa.eu/eurostat/documents/2995521/16249744/2-08032023-AP-DE.pdf/cdfeb2f9-fe94-044d-a4b6-8ef3011fc7ec
4 Kieler Konjunktur Berichte Nr. 101 (2023, Q1, S. 3)
5 https://www.zvei.org/fileadmin/user_upload/Presse_und_Medien/Publikationen/2024/Februar/
ZVEI-Konjunkturbarometer_Februar_2024/ZVEI-Konjunkturbarometer-Februar-2024.pdf

3. Lage

o Finanzielle Leistungsindikatoren

Der Jahresabschluss der Eaton Industries GmbH basiert auf den Rechnungslegungsvorschriften des deutschen Handelsrechts (HGB). Im Gegensatz dazu erfolgt die Berichterstattung an den Eaton Konzern auf Basis der United States General Accepted Accounting Principles (US-GAAP). Zur Steuerung des Unternehmens werden im Wesentlichen Kennzahlen herangezogen, die aus dem US-GAAP Zahlenwerk abgeleitet sind. Hier sind besonders die Entwicklung der Umsatzerlöse, des Operating Profit und der Bilanzkennzahlen zur Ermittlung von Working Capital Messungen bedeutsam.

Da der Operating Profit im Wesentlichen dem EBIT entspricht, wird das EBIT als Kennzahl im Folgenden verwendet.

o Ertragslage

Das EBIT als Jahresergebnis vor Finanz- und Beteiligungsergebnis und Steuern der Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:

Geschäftsjahr 2023 Geschäftsjahr 2022
in Mio. € in Mio. €
EBIT 6 33,0 40,1

Umsatzentwicklung

Die Umsatzerlöse der Eaton Industries GmbH verringerten sich um insgesamt 5,5 % von 902,4 Mio. € auf 852,5 Mio. €. Der Umsatzrückgang resultiert aus einer Abschwächung der Marktnachfrage nach den Produkten der ICP im Gesamtjahr und einer verringerten Nachfrage nach den Produkten der PDC ab dem zweiten Halbjahr 2023.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich von 6,4 Mio. € im Vorjahr auf 4,7 Mio. € verringert und enthalten neben Erträgen aus der Währungsumrechnung (3,4 Mio. €, VJ: 3,5 Mio. €) auch periodenfremde Erträge (0,7 Mio. €, VJ: 2,6 Mio. €).

Materialaufwand

Der Materialaufwand im Geschäftsjahr beträgt 595,9 Mio. € nach 649,0 Mio. € im Vorjahr und setzt sich aus Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren (552,4 Mio. €, VJ: 604,1 Mio. €) sowie Aufwendungen für bezogene Leistungen (43,6 Mio. €, VJ: 44,9 Mio. €) zusammen. Die Materialeinsatzquote 7 liegt mit 70 % knapp unter dem Vorjahresniveau (VJ: 72 %).

6 EBIT = earnings before interest and tax ; Jahresergebnis vor Steuern +/- Zinsen +/- Beteiligungsergebnis
7 Materialeinsatzquote = (Materialaufwand +/- Bestandsveränderung) / Umsatz *100

Personalaufwand

Der Personalaufwand im Geschäftsjahr beträgt 102,6 Mio. € (VJ: 113,8 Mio. €). Die Personaleinsatzquote 8 beträgt 12,0% und ist zum Vorjahr um 0,6 Prozentpunkte gesunken (VJ: 12,6 %). Der Rückgang resultiert insbesondere aufgrund der im Zusammenhang mit der Bewertung der Pensionsverpflichtungen gesunkenen Aufwendungen für Altersversorgung. Zu erwähnen ist, dass aufgrund volatiler Marktnachfrage im Laufe des Jahres 2023 in diversen Werken der Eaton Industries GmbH Kurzarbeit durchgeführt wurde.

Abschreibungen

Die Abschreibungen im Geschäftsjahr belaufen sich auf 7,4 Mio. € und liegen damit geringfügig über denen des Vorjahres (VJ: 7,0 Mio. €).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich von 99,7 Mio. € im Vorjahr auf 121,9 Mio. € erhöht. Wesentliche Einflussfaktoren für die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um insgesamt 22,2 Mio. € sind die Erhöhung der Aufwendungen mit verbundenen Unternehmen aufgrund erhöhter zentraler Konzernumlagen (+22,3 Mio. €).

Beteiligungs- und Finanzergebnis

Die Gesellschaft erzielte Beteiligungserträge über 3,1 Mio. € (VJ: 3,0 Mio. €) aus ihrer Beteiligung an der Eaton GmbH & Co. KG, Düsseldorf.

Die Sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge haben sich von 2,5 Mio. € im Vorjahr auf 15,0 Mio. € erhöht und enthalten im Wesentlichen Zinserträge aus dem Cash Pooling.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen haben sich von 8,6 Mio. € im Vorjahr auf 9,2 Mio. € erhöht und enthalten Zinsen im Verbundbereich (7,0 Mio. €, VJ: 3,2 Mio. €) sowie Aufwendungen für Zinsen aus den Pensionsverpflichtungen basierend auf versicherungsmathematischen Pensionsgutachten (2,2 Mio. €, VJ: 5,3 Mio. €).

Insgesamt wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung von 41,9 Mio. € erzielt. Das Ergebnis liegt damit um 50,8 Mio. € unter dem Ergebnis des Vorjahres, was im Wesentlichen auf die Zuschreibung auf Finanzanlagen in Höhe von 55,7 Mio. € im Geschäftsjahr 2022 zurückzuführen ist.

Finanzlage

In vereinfachter Darstellung wurde ein positiver Cashflow9 in Höhe von 47,4 Mio. € erzielt (VJ: 53,5 Mio. €). Kurzfristige Überschüsse (Forderung aus Cash-Pooling zum Bilanzstichtag: 371,7 Mio. €; VJ: 463,5 Mio. €) werden im Rahmen des Konzern-Cash-Poolings zu markt- üblichen Zinsen angelegt.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Eaton Industries GmbH hat sich gegenüber dem Vorjahr um 52,6 Mio. € verringert und beträgt jetzt 802,7 Mio. €.

Der Großteil der Reduzierung der Bilanzsumme lässt sich auf den Rückgang an Forderungen und Verbindlichkeiten mit verbundenen Unternehmen zurückführen.

8 Personaleinsatzquote = Personalaufwand / Gesamtleistung * 100
9 Cash Flow = Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung zgl. Abschreibungen sowie Veränderung der Pensionsrückstellungen sowie der sonstigen Rückstellungen abzüglich der Zuschreibungen auf Finanzanlagen

Das Working Capital 10 ist von 274,3 Mio. € im Vorjahr auf 262,5 Mio. € gesunken.

Die wesentlichen Veränderungen betreffen auf der Aktivseite die gestiegenen Vorräte aufgrund einer Erhöhung der Produktverfügbarkeit im zweiten Halbjahr (+13,6 Mio. €) sowie gegenläufig den Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen (-74,5 Mio. €) und hier insbesondere die reduzierte Cash Pool Forderung (-91,9 Mio. €).

Auf der Passivseite verringerten sich vor allem die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (-52,8 Mio. €), vorwiegend bedingt durch den Rückgang der Verbindlichkeit aus Ergebnisabführung (-111,1 Mio. €). Dem entgegen wirkt sich der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Factoring (+56,5 Mio. €) aus.

Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen verringerten sich im Vorjahresvergleich um - 3,6 Mio. € im Wesentlichen, weil der durchschnittliche Marktzins der vergangenen zehn Geschäftsjahre, auf dem die Pensionsgutachten basieren, gestiegen ist.

Die Vermögensstruktur der Eaton Industries GmbH ist nach wie vor sehr solide. Das langfristige vom Unternehmen genutzte Vermögen ist vollständig mit Eigenkapital und langfristigem Fremdkapital finanziert. Das Eigenkapital in Höhe von 269,8 Mio. € ist aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft ist aufgrund der gesunkenen Bilanzsumme auf 33,6% (VJ: 31,5%) gestiegen.

Gesamtaussage der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr um 49,9 Mio. € unter dem Niveau des Vorjahres. Trotz der allgemeinen Materialverknappung, hoher Inflation und weiterhin hohen Energiekosten kann die Eaton Industries GmbH eine solide Ertragslage vorweisen. Insbesondere vor dem Hintergrund dieser globalen marktwirtschaftlichen Herausforderungen wird die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage von der Geschäftsführung als positiv angesehen.

4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Zur Steuerung des Geschäfts verwenden wir keine nicht finanziellen Leistungsindikatoren.

5. Erklärung zur Unternehmensführung

Die nach §§ 36 und 52 Abs. 2 GmbHG erforderlichen Beschlüsse zur Gleichberechtigung in Führungspositionen hinsichtlich der Geschlechterquote sind für die Eaton Industries GmbH wie folgt gefasst worden und bis zum 30. Juni 2027 zu erreichen:

Für den Frauenanteil im Aufsichtsrat der Gesellschaft haben die Gesellschafter eine Zielgröße von 17% festgelegt.

Für den Frauenanteil unter den Geschäftsführern der Gesellschaft haben die Gesellschafter eine Zielgröße in Höhe von 0% festgelegt.

Für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführer haben die Gesellschafter den Geschäftsführern der Gesellschaft jeweils eine Zielgröße von 29% empfohlen. Diese wurden durch die Geschäftsführung gleichlautend festgelegt.

Sowohl die vorgenannte Zielgröße im Aufsichtsrat als auch in der Geschäftsführung wurde zum 31. Dezember 2023 erfüllt. In den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführer ist der Frauenanteil gegenüber dem Vorjahr unverändert (auf der ersten Ebene 14%, auf der zweiten Ebene 29%).

10 Working Capital = Umlaufvermögen - sonstige Rückstellungen - kurzfristige Verbindlichkeiten

Für Eaton ist das Thema "Inclusion & Diversity" ein Kernanliegen und wesentlicher Baustein der Unternehmenskultur. Deshalb wird die Beschäftigung von Frauen, insbesondere auch in Führungspositionen, als selbstverständlicher und wichtiger Bestandteil seiner Vielfalt und als Chance zur Weiterentwicklung des Unternehmens gesehen. Offene Stellen sollen jedoch weiterhin ungeachtet dessen unabhängig vom Geschlecht mit der/dem fachlich und persönlich geeignetsten Kandidatin bzw. Kandidaten besetzt werden. Außerdem ist im Unternehmensinteresse bei Schlüsselpositionen im obersten Management personelle Kontinuität sicherzustellen. Wechsel auch auf diesen Positionen allein aufgrund des Geschlechts können daher nicht herbeigeführt werden. Aus diesen Gründen wurde für die Geschäftsführung eine Frauenquote von 0% festgelegt.

C. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

1. Prognosebericht

Konjunkturausblick

Die Prognosen für das Weltwirtschaftswachstum in Summe sind weiterhin verhalten, wobei die Dynamik der Expansion in den einzelnen Ländern und Regionen immer noch unterschiedlich ist. Für das aktuelle Jahr wird ein Wachstum von 3,1 Prozent bzw. von 3,2 Prozent für das Jahr 2025 prognostiziert. 11

Auch im Euroraum ist lediglich von einer allmählichen Steigerung der Konjunktur auszugehen. Auf Basis der aktuellen Annahmen könnte die Zuwachsrate des Bruttoinlandsproduktes im Jahr 2024 bei 0,9 Prozent, im Jahr 2025 bei 1,7 Prozent liegen. 11

Aktuelle Prognosen gehen davon aus, dass eine konjunkturelle Erholung Deutschlands für das Jahr 2024 nicht in Sicht ist. Für das laufende Jahr wird nur ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von 0,5 Prozent, für das Folgejahr ein Anstieg von 1,6 Prozent erwartet. 11

Ausblick für die Gesellschaft

Die reduzierte Marktnachfrage im letzten Quartal des Berichtsjahres setzt sich im ersten Halbjahr 2024 fort. Die weiterhin hohen Risiken aus den derzeit herrschenden geopolitischen Konflikten beeinträchtigen weiterhin die Nachfrage und die Markterwartungen der Unternehmen. Es ist jedoch davon auszugehen, dass sich Materialpreise, Energiekosten und tarifliche Gehaltsentwicklungen stabilisieren, wobei kurzfristige Volatilitäten an unseren Spotmärkten weiterhin möglich sind. Auch die Lieferketten stehen weiter unter Spannung, wenngleich auch eine Entschärfung bei den Metallen und Metallerzeugnissen bereits zu Beginn des Jahres zu erkennen ist. Gemäß der Beurteilung des IFO-Instituts vom 20. Juni 2024 wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2024 um 0,4% und dann im Folgejahr um 1,5% steigen. Die Inflationsrate wird in diesem Jahr bei durchschnittlich 2,2% gegenüber 5,9% in 2023 liegen und dürfte im kommenden Jahr auf 1,7% zurückgehen.11 Die Inflationsraten belasten weiterhin die Konsum- und Baukonjunktur durch eine sinkende Kaufkraft und gestiegene Finanzierungskosten.

Für die Gesellschaft wird im Geschäftsjahr 2024 infolge der oben genannten wirtschaftlichen Gesamtsituation auf Basis der aktuellen Planung ein deutlicher Umsatzrückgang sowie korrespondierend eine spürbare Verschlechterung des EBITs erwartet.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen in Höhe von 15,8 Mio. € getätigt. Im Geschäftsjahr 2024 sind Investitionen in ähnlicher Höhe geplant. Diese beinhaltet im Wesentlichen Investitionen in Maschinen und Vorrichtungen für bestehende und neue Produkte und dienen sowohl dem Erhalt und Steigerung der Ausbringungsmenge sowie der Erhöhung der Produktivität.

11 https://www.ifo.de/fakten/2024-06-20/ifo-konjunkturprognose-sommer-2024-neue-hoffnung-aber-noch-kein-sommermaerchen

2. Risiko- und Chancenbericht

Risikobericht

• Absatzrisiken

Grundsätzlich entstehen aus dem signifikanten Anteil der fünf größten Elektrogroßhändler innerhalb der Konzernvertriebsstruktur am Umsatz keine nennenswerten Abhängigkeiten. Sollte etwa ein Händler ausfallen, werden die Endkunden auf einen anderen umsteigen. Bei den direkten Kunden der dem Konzern zugehörigen Vertriebsgesellschaften ist das Kundenportfolio ebenso sehr breit, so dass dort kein Konzentrationsrisiko besteht. Ein für uns relevantes Geschäftsrisiko kann sich aus Mengenschwankungen auf den Absatzmärkten ergeben, wie zum Beispiel Minderabrufen bei Maschinenbauern oder Wohnungsbaugesellschaften, die aus der hohen Inflation und gestiegenen Beschaffungskosten für Materialien sowie Kapital resultieren. Mögliche Belastungen hieraus fließen in die regelmäßigen Forecasts der Gesellschaft, sodass kurzfristige Maßnahmen der Kostenanpassungen daraus abgeleitet und umgesetzt werden können.

• Forderungsausfallrisiken

Das Delkredererisiko wird durch den Verkauf von Forderungen an eine Schwestergesellschaft (echtes Factoring) sowie Kreditprüfungen abgesichert.

• Beschaffungsrisiken

Als wichtiger Baustein des Eaton Einkaufsnetzwerks hat der Einkauf der Eaton Gruppe die Bündelung von Bedarfen und die Reduzierung der Lieferanten sowie das Global Sourcing konsequent vorangetrieben. Ein Schwerpunkt im Rahmen der Beschaffungssicherung ist die konsequente Absicherung des Risikos von Single-Source-Lieferanten durch Identifizierung und Entwicklung von alternativen Lieferanten und Werkstoffen (letzteres in enger Zusammenarbeit mit dem Prüflaboratorium in Bonn, um die technischen Eigenschaften der Produkte sicherzustellen und notwendige Prüfungen bestehen zu können).

• Liquiditätsrisiken

Liquiditätsrisiken sehen wir auf Grund unserer Einbindung in das zentrale Cash- Management des Eaton Konzerns und der Cash-Pool-Forderung gegen die Eaton IV LP, Morges/Schweiz, in Höhe von 371,7 Mio. € nicht.

• Risikobericht über Finanzinstrumente

Finanzinstrumente werden zur Absicherung von finanzwirtschaftlichen Marktpreisänderungsrisiken im Währungsbereich eingesetzt. Mit der Absicherung dieser Risiken ist für die Eaton Gesellschaften der Region EMEA ausschließlich der Zentralbereich Treasury betraut, der im Namen und für Rechnung der einzelnen Eaton Gesellschaften, die Sicherungsgeschäfte mit international tätigen Finanzinstituten kontrahiert.

Zum Bilanzstichtag bestanden Devisentermingeschäfte in den Währungen GBP (Nominalvolumen 2.744 TGBP) und USD (Nominalvolumen 12.774 TUSD). Auf Grund der Bewertung zum Stichtag würden sich bei Realisierung zum Stichtag keine Verluste aus dem Devisentermingeschäft ergeben.

Die Devisenterminkontrakte haben Fälligkeiten bis 23 Januar 2024.

• Transferpreisrisiken

Steuerliche Risiken aus Transferpreisgestaltungen werden intern durch die Zentralverwaltung in Cleveland, USA, gesteuert.

• Weitere Risiken

Auch im Jahr 2024 werden Rohstoff- und Energiemärkte volatile Preisentwicklungen aufwiesen. Die durch den Russland-Ukraine Krieg sowie dem Nahostkonflikt entstandenen Unsicherheiten haben nach wie vor spürbare Einflüsse auf die wirtschaftliche Situation in den Märkten.

Um markt- und technologiegetriebenen Risiken zukünftig besser begegnen zu können, führen die Geschäftsbereiche ICP und PDC weiterhin eine produktlinienorientierte Organisation fort. Die Produktlinien widmen sich als Teile der jeweiligen divisionalen Gesamtorganisation in eigener Ergebnisverantwortung diskreten Märkten, Segmenten, Subsegmenten und Produkten. Hier werden vorhandene Marktanteile gesichert und es wird stetig daran gearbeitet neue Marktanteile durch verbesserte Wettbewerbsfähigkeit und Innovation zu gewinnen.

Auch die enge Zusammenarbeit mit den Vertriebsorganisationen ist hier ein Schlüsselelement, um die Bedürfnisse der Kunden und Trends in den Märkten schneller und besser zu erkennen und diese im Rahmen der Produktstrategie zu berücksichtigen. Der Aufgaben- und Verantwortungsbereich der Produktlinien umfasst hierbei alle Bereiche der klassischen Geschäftstätigkeit, also Produktmanagement und sämtliche Aktivitäten hinsichtlich der Zusammenarbeit mit den Vertrieben.

Gesamtaussage zur Risikolage

Eatons robustes Risikomanagementsystem und seine Adaptionsstrategien helfen die Risiken frühzeitig zu erkennen und gegenzusteuern. Die Gesellschaft sieht sich in der Lage durch entsprechende Maßnahmen die Abwendung des Eintritts der genannten Risiken hinreichend zu bewältigen. Bestandsgefährdende Risiken sehen wir insgesamt derzeit nicht.

Chancenbericht

Industrial Controls & Protection

Die Umsetzung und Weiterentwicklung der generellen Vertriebsstrategie, hier insbesondere die konsequente Umsetzung und der Ausbau der MOEM Strategie, sind für den weiteren Erfolg dieser Division, auch mit ihren Produktlinien nach wie vor entscheidend. Das generelle Wissen um sämtliche Applikationen der Kunden im Bereich des Maschinenbaus rückt weiter in den Fokus der Vertriebstätigkeiten, intensiviert durch die Arbeit der einzelnen Produktlinien und des Bereiches Business Development zur Gewinnung neuer Kunden- und Umsatzpotentiale. Zusätzliche Initiativen für die Vertriebskanäle des Großhandels und der Schaltschrankbauer unterstützen diese Fokussierung. Das dafür notwendige Know-how hinsichtlich der konkreten Anwendungen beim Kunden, ist ein wichtiger Wettbewerbsvorteil, der es der Gesellschaft ermöglicht neben dem Verkauf einzelner Komponenten auch ganzheitliche, kombinierte Lösungen anzubieten, in die das gesamte Produktportfolio einbezogen werden kann. Des Weiteren wird zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit an der konsequenten und kontinuierlichen Optimierung und Senkung der Herstellungskosten gearbeitet (Design-to-Cost- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen, Optimierungsworkshops (VAVE), etc.).

Power Distribution & Components

In der Eaton Industries GmbH fokussiert sich diese Division hauptsächlich auf die Entwicklung und den Verkauf von Leistungsschaltern. Das Sichern und weitere Ausbauen bestehender Marktanteile stehen auch hier im Vordergrund. So wird kontinuierlich an weiteren Produktverbesserungen gearbeitet. Derzeit bilden Digitalisierung, Konnektivität und Selektivität weitere Schwerpunkte, mit denen eine Integration dieser Produkte in ganzheitliche Applikationen unterstützt und vereinfacht wird.

Des Weiteren werden in Bonn Leistungen für allgemeine Technologieentwicklung, Entwicklungsarbeiten für die generelle Energieverteilung sowie Produktpflege rund um die Palette der Leistungsschalter erbracht.

 

Bonn, 22. November 2024

Eaton Industries GmbH

Geschäftsführung

Thorsten Kuhn

Nicolas Papaioannou

Klaus Gäb

Christian Spies

Abkürzungsverzeichnis

EBIT Earnings before interest and taxes
EMEA Region Europe, Middle East and Africa
HMI PLC Human Machine Interface (Touch panel)
ICP Industrial Controls & Protection
Mio. Million(en)
MOEM Machinery original equipment manufacturer
PDC Power Distribution & Components
PLC Programmable Logic Controller (deutsch SPS - speicherprogrammierbare Steuerung)
PMI Purchasing Managers Index
VAVE Value Added value Engineering

Feststellungsvermerk

Die Gesellschafterversammlung hat in ihrer Sitzung am 17. Dezember 2024 den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 festgestellt.

 

Bonn, den 17. Dezember 2024

Eaton Industries GmbH

gez. Geschäftsführung

-Convenience Translation-

Bericht des Aufsichtsrats über das Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses der Eaton Industries GmbH für das am 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr Report of the Supervisory Board of Eaton Industries GmbH concerning the audit results for the fiscal year that ended 31 December 2023
1. Der Aufsichtsrat hat nach § 1 Abs. 1 Nr. 3 DrittelbG in Verbindung § 171 I, II AktG den Jahresabschluss der Gesellschaft geprüft und der Gesellschafterversammlung über das Ergebnis seiner Prüfung Bericht zu erstatten. Die Feststellung des Jahresabschlusses obliegt der Gesellschafterversammlung. 1. According to Section 1 para. 1 No. 3 One-Third Participation Act (DrittelbG) in conjunction with Section 171 para. 1, 2 of the German Stock Corporation law (AktG) the supervisory board reviewed the financial statements and must report the results of its review to the meeting of shareholders. The approval of the financial statements is the responsibility of the meeting of shareholders.
2. Die EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den Jahresabschluss und den Lagebericht für die Gesellschaft für das am 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde nach den deutschen gesetzlichen Vorschriften aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat die Prüfung in Übereinstimmung mit § 317 HGB durchgeführt unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung. Die genannten Unterlagen sind von der Geschäftsführung rechtzeitig an den Aufsichtsrat verteilt worden. 2. EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft audited the financial statements and the annual report of the Company for the fiscal year that ended 31 December 2023 and issued an unqualified opinion. The financial statements of the Company were prepared in accordance with the requirements of German law. The independent auditors conducted their audit in accordance with Section 317 of the German Commercial Code (HGB) and in compliance with the generally accepted German standards for the audit of financial statements promulgated by the Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW). The abovementioned documents were submitted to the supervisory board by the management in a timely manner.
3. Die Aufsichtsratsmitglieder beschlossen in ihrer fernmündlichen Sitzung vom 26.11.2024 einstimmig: Die Geschäftsführung hat den Jahresabschluss der Gesellschaft aufgestellt. Nach abschließendem Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat sind keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat stimmt den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu. Der Aufsichtsratsvorsitzende wird hiermit ermächtigt, der Gesellschafterversammlung über das Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat zu berichten, damit die Gesellschafterversammlung den Jahresabschluss feststellen kann. 3. The members of the supervisory board resolved in their meeting via telephone conference on 26.11.2024 unanimously: The management prepared the financial statements of the Company. Following our own examination, we have no objections. The supervisory board concurs with the results of the audit. The Chairman is hereby authorised to report on the audit results of the supervisory board vis-à-vis the shareholders' meeting so that the shareholders' meeting can approve the financial statements.
4. Der Jahresüberschuss der Gesellschaft in Höhe von EUR 41.883.205,08 wird auf Grund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags mit der Eaton Holding SE & Co. KG an diese abgeführt. 4. The annual profits of the Company in the amount of EUR 41,883,205.08 will be transferred to Eaton Holding SE & Co. KG on the basis of the existing profit and loss pooling agreement.
MaBgeblich ist nur die deutsche Fassung dieses Berichtes des Aufsichtsrates. The German version of this report of the supervisory board shall prevail.

 

17.12.24

Gernot Brenscheidt

Vorsitzender des Aufsichtsrates der / Chairman of the Supervisory Board of Eaton Industries GmbH

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