RL-FINANZ LTD.
Selbe AdresseVermittlung von Krediten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Henning Sprenger seit 9.6.2015 | Geschäftsführer |
Joachim Wilhelm Dr. Philippi seit 9.6.2015 | Geschäftsführer |
Sebastian Christoph Seifert seit 25.2.2015 | Geschäftsführer |
Bernd Bönte seit 15.4.2013 | Geschäftsführer |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
7P Mobile & IT Services GmbHKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009Lagebericht für das Geschäftsjahr 2009A. Entwicklung im Markt für InformationstechnologieIm Zuge der weltweiten Wirtschaftskrise erlebte auch die europäische Wirtschaft einen massiven Rückgang. Innerhalb der Europäischen Union fiel das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2009 um 4,1 %. Für die deutsche Wirtschaft bedeutete der Rückgang des BIP um 5,0 % im Jahr 2009 den stärksten Einbruch der Nachkriegszeit. Der wirtschaftliche Rückgang fand hauptsächlich im Winterhalbjahr 2008 / 2009 statt. Die Politik hat mit der Auflage von Konjunkturpaketen schnell auf den Einbruch der Wirtschaft reagiert und insbesondere die Ausweitung des Kurzarbeitergeldes hat sich für den Arbeitsmarkt als wichtiger stabilisierender Faktor erwiesen. Ebenso trugen die massive Interventionen der Staaten und Notenbanken zur Stabilisierung der Finanzmärkte bei. Im weiteren Jahresverlauf 2009 stellte sich eine Belebung der Wirtschaftsentwicklung auf niedrigem Niveau ein. Das 4. Quartal 2009 dämpfte mit einem Nullwachstum Hoffnungen auf eine schnelle Erholung der deutschen Wirtschaft. Der europäische Markt für Informationstechnik fiel gemäß Angaben vom European Information Technology Observatory (EITO) im Jahr 2009 um 3,1 %. Für 2010 wird eine leichte Erholung um rd. 0,5 % erwartet. Nach Jahren kontinuierlichen Wachstums ist auch der deutsche Markt für Informationstechnik im Jahr 2009 im Zuge des gesamtwirtschaftlichen Einbruchs gemäß Angaben des Bundesverbandes BITKOM um 2,6 % geschrumpft. Für 2010 erwartet BITKOM eine leichte Erholung des Marktes für Informationstechnik von 1,0 % auf rund 66 Mrd. EUR. IT-Services waren mit 0,2 % Rückgang in 2009 unterdurchschnittlich betroffen und sollen 2010 wieder um 2,5 % wachsen. Das Gesamtmarktvolumen für Informationstechnik liegt einschließlich des prognostizierten Wachstums für 2010 noch unterhalb der Gesamtumsätze 2008. So wird sich auch im Jahr 2010 der intensive Verdrängungswettbewerb in der IT-Branche fortsetzen und die Konsolidierung der Anbieter fortschreiten. Die hohe Wettbewerbsintensität um Projektanfragen wird auch in 2010 steigende Preise in weiten Teilen verhindern. Nach einer aktuellen Umfrage von BITKOM sind die wichtigsten IT-Trends des Jahres 2010 Cloud Computing, Virtualisierung, Mobiles Internet und IT-Sicherheit. Aktuell bleibt auch das IT-Outsourcing. Die steigende Verbreitung von Smartphones und die sinkenden Datentarife haben der mobilen Internetnutzung zum Durchbruch verholfen. Viele bislang überwiegend stationär genutzte Anwendungen im privaten und geschäftlichen Bereich werden mit einer so genannten App (kurz für 'portable application') für den mobilen Zugriff auf dem Handy konfiguriert. Der Umsatz mit mobilen Datendiensten stieg in Europa gemäß EITO trotz Wirtschaftskrise in 2009 um rd. 10 % und wird sich mit gleicher Dynamik in 2010 fortsetzen. Für den deutschen Markt erwartet BITKOM für 2010 ein Wachstum von voraussichtlich 8 % auf 5,6 Milliarden Euro. Der Telekommunikationsmarkt in Deutschland insgesamt wird voraussichtlich im Jahr 2010 mit einem Minus von 0,6 % weniger stark schrumpfen als 2009 (-2,4 %). Europaweit wird für den Telekommunikationsmarkt für 2010 sogar ein leichtes Plus von rd. 0,9 % erwartet. SEVEN PRINCIPLES hat im Mobilfunk und der mobilen Datenübertragung einen klaren Leistungsschwerpunkt und diesen in 2009 weiter ausgebaut. Hieraus ergeben sich auch für 2010 Wachstumschancen. B. Darstellung des GeschäftsverlaufsI. Verlauf des Geschäftsjahres Das Geschäftsjahr 2009 der 7P Mobile & IT Services war von einer sehr stabilen Geschäftsentwicklung im gesamten Stammgeschäft geprägt. Die Wachstumsziele konnten trotz der schwierigen Gesamtlage in 2009 erreicht werden. Der Ergebniszuwachs war durch Erträge primär durch das Festpreisgeschäft im Bereich Applikationsmanagement sowie Training & Support geprägt Im Zuge der Reorganisation der Gruppe wurde zum 1.Januar 2009 der Geschäftsbereich Test und Qualitätssicherung der 7P Mobile & IT Services durch den Erwerb einer Einheit Test und Qualitätssicherung von der 7P Solutions & Consulting AG (vormals: 7P Solutions AG) mit 51 Mitarbeitern deutlich gestärkt. Die Integration dieser Einheiten hat zu weiteren Synergieeffekten und dadurch zu einer deutlichen Schärfung des Leistungsportfolios geführt. II. Ertragslage Die Gesamtleistung lag bei 12.372 TEUR, dies entspricht einem Plus von 84 % gegenüber dem Vorjahr. Die Steigerung ist auf die Übernahme des Geschäftsbereichs Test und Qualitätssicherung der Schwestergesellschaft 7P Solutions & Consulting AG zum Ablauf des 31.Dezember 2008 und wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2009 zurückzuführen. Der Einsatz von Fremddienstleistern blieb nahezu konstant und lag bei 1.060 TEUR im Vergleich zu 1.040 TEUR in 2008. Die Steigerung beim Rohertrag von 5.682 TEUR auf TEUR 11.312 resultiert insofern nahezu vollständig aus der Tätigkeit mit Festangestellten. Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken um 93 TEUR auf 503 TEUR. Im Vorjahr war diese Position im Wesentlichen durch Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen geprägt, die für Rechtsstreitigkeiten mit ehemaligen Mitarbeitern gebildet worden waren und die im Jahr 2008 durch einen Vergleich abgeschlossen werden konnten. In 2009 betreffen die Erträge insbesondere IT Supportleistungen für die Gruppe im Rahmen der Erstellung der internen Plattform und des Intranets. Ferner gibt es durch die Übernahme von dem Test & QS Bereich der 7P Solutions mehr Mitarbeiter mit Firmenautos, was zu höheren Erträgen aus Kfz-Sachbezug führte. Die Zahl der Mitarbeiter stieg im Verlauf des Jahres von 58 per 31. Dezember 2008 auf 114 per 31. Dezember 2009. Dies beinhaltete 63 Eintritte und 7 Austritte. Die hohe Zahl der Eintritte ist durch die Übernahme des Geschäftsbereichs Test & Qualitätssicherung mit 51 Mitarbeitern von der Schwestergesellschaft 7P Solutions & Consulting AG geprägt. Die Personalkosten stiegen unterproportional von 4.118 TEUR auf 7.788 TEUR. Beim sonstigen Betriebsaufwand war der Anstieg sogar noch geringer, er wuchs um 32,3 % auf 1.375 TEUR. Der Zinsertrag lag bei 171 TEUR und resultiert im Wesentlichen aus Ausleihungen im Rahmen des Cashpoolings an verbundene Unternehmen. In Summe ist es also in einem Jahr mit deutlich anziehender Gesamtleistung gelungen, die Kosten nur unterproportional steigen zu lassen. Dies zeigt sich vor allem in einem deutlich von 1.305 TEUR auf 2.711 TEUR gestiegenen Vorsteuerergebnis (EBT). Die 7P Mobile & IT Services GmbH konnte in von Veränderungen geprägtem Geschäftsjahr ihre Marktposition behaupten. Größter Kunde ist nach wie vor Vodafone, aber auch andere Kunden haben zum Umsatz beigetragen. Umsatzstärkstes Segment ist weiterhin die Telekommunikationsbranche. Die 7P Mobile & IT Services GmbH ergänzte weiterhin, wie auch schon in Vorjahren, bestehende Kompetenzen und Ressourcen der fest angestellten Mitarbeiter durch Mitarbeiter von Partnerunternehmen als auch durch freiberufliche Mitarbeiter. III. Liquidität und Finanzausstattung Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit und Investitionstätigkeit (=Free Cashflow) war deutlich positiv, dies wird allerdings ausgeglichen durch die Zunahme der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen im Rahmen des Cashpoolings in der 7P-Gruppe. 7P Mobile & IT Services verfügt am 31. Dezember deswegen nur über liquide Mittel in Höhe von TEUR 68. 7P Mobile & IT Services wird von keinen Finanzschulden belastet. Die vertraglichen Verpflichtungen beschränken sich auf Leasingverträge für Firmenfahrzeuge und einen Mietvertrag für Büroräume. Im Jahr 2009 wurde eine Ausschüttung aus der Kapitalrücklage in Höhe von 5.383 TEUR an die Gesellschafterin vorgenommen. Gleichzeitig wurde das an die Gesellschafterin gewährte Darlehen in gleicher Höhe zurückgeführt. IV. Vermögens- und Finanzlage Zum 31. Dezember 2009 sank die Bilanzsumme von 9,53 Mio. EUR auf 6,65 Mio. EUR. Die Position der langfristigen Vermögensgegenstände blieb dabei nahezu unverändert mit 526 TEUR (Vj. 533 TEUR) Die kurzfristigen Vermögensgegenstände sinken um 2.887 TEUR auf 6.008 TEUR. Die Reduktion setzt sich hauptsächlich zusammen aus der Rückzahlung eines Darlehens durch die Muttergesellschaft SEVEN PRINCIPLES AG in Höhe von 5.383 TEUR sowie einer Zunahme der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen primär aus Cashpooling in Höhe von 2.404 TEUR auf 4.772 TEUR. Die sonstigen Vermögensgegenstände sanken um 4 TEUR. Mit Ausnahme der Pensionsrückstellungen sind die Verbindlichkeiten und Rückstellungen kurzfristig. Die Pensionsverpflichtungen wurden zum Stichtag durch einen Aktuar bewertet und rückgestellt. Die sonstigen Rückstellungen haben sich erhöht. Gründe hierfür liegen vor allem in der Bildung von Rückstellungen für variable Vergütungen und Boni aufgrund des sehr guten Ergebnisses des Geschäftsjahres 2009. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind ebenfalls leicht erhöht. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind deutlich reduziert, im Vorjahr war diese Position primär von der Kaufpreisverpflichtung für den Erwerb des Geschäftsbereichs Test & Qualitätssicherung von der Schwestergesellschaft 7P Solutions & Consulting AG geprägt. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind gesunken, da sich die 7P Mobile & IT Services GmbH seit 2009 in einer umsatzsteuerlichen Organschaft mit der SEVEN PRINCIPLES AG befindet und die Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer nun nicht mehr in der Bilanz der 7P Mobile & IT Services GmbH ausgewiesen werden. V. Personalentwicklung Zum Jahresende sind 114 (Vj. 58) Mitarbeiter bei der 7P Mobile & IT Services GmbH beschäftigt. C. Vorgänge nach Ablauf des Geschäftsjahres 2009Weitere den Geschäftsverlauf wesentlich beeinflussende Geschäftsvorfälle sind seit Ende des Geschäftsjahres nicht eingetreten. D. Risiken und RisikomanagementI. Risikobericht Für die Geschäftstätigkeit der 7P Mobile & IT Services bestehen bestimmte Risiken, deren Eintreten sich nachteilig auf die künftige Entwicklung der Geschäfts-, Finanz- und Ertragslage auswirken könnte. Wie in den vergangenen Jahren könnte der Tätigkeitsschwerpunkt von 7P Mobile & IT Services in der Telekommunikationsbranche mit einem Umsatzschwerpunkt auf den Großkunden Vodafone ein Risiko darstellen. Ein Wegbrechen dieses größten Kunden könnte zu signifikanten Umsatzrückgängen mit Auswirkungen auf das Ergebnis führen. Die Geschäftsführung schätzt das Risiko als gering ein, da 7P Mobile & IT Services mit diesem Kunden eine langjährige gute Zusammenarbeit mit verschiedenen Abteilungen und Tochtergesellschaften im In- und Ausland pflegt. Vodafone selbst ist darüber hinaus an langfristigen strategischen Beziehungen zu seinen Partnern und Lieferanten interessiert. Zudem betreibt 7P Mobile & IT Services konsequent eine Verbreiterung der Kundenbasis und des Leistungsportfolios. Für 7P Mobile & IT Services als Dienstleistungsunternehmen sind qualifizierte, motivierte Mitarbeiter wesentlich für den Erfolg. Bisher ist es 7P Mobile & IT Services mit einem guten Arbeitsklima, flachen Hierarchien und selbstständigen Arbeitsweisen gelungen, gute Mitarbeiter zu gewinnen. Um das Wachstum weiter voran zu treiben, ist 7P Mobile & IT Services auf die Rekrutierung neuer hochqualifizierter Mitarbeiter angewiesen. An diesen hochqualifizierten Mitarbeitern mangelt es jedoch auf Grund des Wachstums im Markt für IT und Telekommunikation derzeit. Eine nicht ausreichende Anzahl an guten Mitarbeitern könnte das Wachstum begrenzen. Das Scheitern von Projekten könnte die Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen. Durch den Einsatz etablierter Softwaretechnologien und ein striktes Projektcontrolling werden diese Risiken minimiert. II. Risikomanagement In dem Streben nach nachhaltigem Wachstum und Steigerung des Unternehmenswerts ist 7P Mobile & IT Services stets bestrebt, unangemessene Risiken weitgehend zu vermeiden. Das Risikomanagement von 7P Mobile & IT Services wurde auch im zurückliegenden Geschäftsjahr weiter ausgebaut und hat zur Wertsicherung beigetragen. Die relevanten Geschäftsrisiken wurden identifiziert und werden entsprechend der Unterscheidung in strategische, finanzielle, operative und externe Risiken mit Hilfe vom Risikomanagement- und Kontrollsystemen gesteuert. Wesentlicher Bestandteil ist dabei das interne Berichtswesen sowie wöchentliche Management-Meetings, in denen Risiken abgeschätzt und präventive Maßnahmen besprochen werden. Die Unternehmensplanung dient der Abschätzung potentieller Risiken vor wesentlichen Geschäftsentscheidungen, während das Berichtswesen eine Überwachung der Risiken während der Durchführung von Unternehmensprozessen ermöglicht. Aufgrund der flachen Organisations- und Verantwortungshierarchie bei 7P Mobile & IT Services ist die Geschäftsführung in regelmäßigen Meetings mit den einzelnen Bereichen eng an das operative Geschäft angebunden. Wesentliche Geschäftsentscheidungen werden von den Geschäftsführern in Abstimmung mit den Unit Managern getroffen. Zum Großteil werden diese Geschäftsentscheidungen auch mit dem Gesellschafter abgestimmt. Da Angemessenheit und Effizienz des Risikomanagements regelmäßig überprüft werden, findet ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess statt. E. Ausblick und ChancenDurch die Übernahme und Eingliederung des Geschäftsbereichs Test und Qualitätssicherung und einer weiteren Schärfung des Leistungsportfolios wird für die nächsten 2 Jahre ein weiteres signifikantes Ergebniswachstum erwartet. Ziel ist es, den Umsatz im Geschäftsjahr mit Bestandskunden aber auch Neukunden zu steigern. Für 2010 wird ein Umsatzwachstum auf ca. 12,8 Mio. EUR und ein Betriebsergebnis von mehr als 2,0 Mio. EUR erwartet. Die scheinbar rückläufige Ergebnisprognose ist hier auf erhöhte Konzernumlagen zurückzuführen. Auf vergleichbarer Basis entspricht dies einer stabilen Ergebnisentwicklung. Für 2011 wird auf Basis vertrieblicher Verbesserungen ein weiteres Wachstum bei Umsatz und Ergebnis erwartet. Durch zukünftiges Personalwachstum auf mehr als 130 Mitarbeiter und den zwei Geschäftsmodellen Consulting und Lösungsgeschäft, ist die Gesellschaft exzellent aufgestellt, um auf die unterschiedlichen Marktanforderungen zu reagieren. Insbesondere die vermehrte Nachfrage nach gesamtheitlichen Lösungen bietet der 7P Mobile & IT Services GmbH gute Wachstumschancen. Dazu gehört auch der Wandel in den Märkten, gerade im Mobilbereich, hin zu immer mehr Lösungen, wie zum Beispiel DMaasS (DeviceManagement as a Service). Dabei wird bei steigenden Umsätzen ein mindestens analoges Wachstum des operativen Ergebnisses erwartet. Investitionen in die Erweiterung und den Ersatz von Betriebs- und Geschäftsausstattung werden mit rd. 100 TEUR unterhalb des jährlichen Abschreibungsniveaus liegen. So wird auf Basis der profitablen Geschäftsentwicklung von einem positiven Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ausgegangen. Das angestrebte mittelfristige Wachstum hängt jedoch auch stark von der Einstellung qualifizierter IT-Fachkräfte, sowie dem Lösungsangebot und der allgemeinen Marktentwicklung im derzeitigen konjunkturellen Umfeld ab.
Köln, 19. März 2010 7P Mobile & IT Services GmbH gez. Dirk Schäfer gez. Jens Harig Bilanz zum 31. Dezember 2009Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2009
Anhang für das Geschäftsjahr 2009I. Allgemeine AngabenDer Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft beachtet bei der Aufstellung des Jahresabschlusses hinsichtlich der Bilanzierung, der Bewertung und des Ausweises die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 Abs. 2 und 3 bzw. § 275 Abs. 2 HGB. Der Abschluss ist in EURO aufgestellt. Die größenabhängige Erleichterung bei der Erstellung (§ 288 HGB) des Jahresabschlusses wurde in Anspruch genommen. Im Einzelnen wurden die folgenden Grundsätze und Methoden angewandt. 1. Gliederungsgrundsätze Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung änderte sich grundsätzlich nicht gegenüber dem Vorjahr. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sind mit denen des Vorjahres grundsätzlich vergleichbar. 2. Bilanzierungsmethoden Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden. Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden sowie die Rechnungsabgrenzungsposten wurden in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend aufgegliedert. Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Aufwendungen für die Gründung des Unternehmens und für die Beschaffung des Eigenkapitals, sowie für immaterielle Vermögensgegenstände, die nicht entgeltlich erworben wurden, wurden nicht bilanziert. Rückstellungen wurden nur im Rahmen des § 249 HGB und Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet. 3. Bewertungsmethoden Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Einzelne Positionen wurden wie folgt bewertet: • Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzung planmäßig abgeschrieben. • Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. • Grundlage der planmäßigen Abschreibung war die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. • Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
• Die Zugänge an beweglichen Anlagegütern während des Geschäftsjahres wurden linear pro rata temporis abgeschrieben. • Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 150,00, sind gemäß § 6 Abs. 2 S.1 EStG im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Daneben wird gemäß § 6 Abs. 2a EStG für abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter die einer selbständigen Nutzung fähig sind (Anschaffungs- oder Herstellungskosten von mehr als netto EUR 150,00 bis EUR 1.000,00) seit 2008 ein Sammelposten gebildet. Der jährlich steuerlich zu bildende Sammelposten beläuft sich auf TEUR 50 (im Vorjahr TEUR 25) und wurde aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen. Er wird im Erwerbsjahr und den folgenden vier Jahren abgeschrieben. • Die unfertigen Leistungen sind auf der Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet. Neben den direkt zurechenbaren eigenen und fremden Einzelkosten sind angemessene Gemeinkostenanteile entsprechend dem steuerlichen Mindestumfang berücksichtigt worden. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden gemäß § 255 Abs. 2 Satz 4 HGB aktiviert. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. es wird gegebenenfalls von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. • Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennbetrag bzw. mit dem am Stichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Für das allgemeine Kreditrisiko wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,5 % der nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen in Höhe von TEUR 3 (im Vorjahr TEUR 4) berücksichtigt. • Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. • Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Rückzahlungsbetrag ausgewiesen. Die Tageswerte lagen nicht über den Rückzahlungsbeträgen, so dass kein höherer Tageswert anzusetzen war. • Die Steuerrückstellungen beinhalten die bis zum Bilanzstichtag noch nicht veranlagten Ertragsteuern. • Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind gemäß § 6a EStG in steuerlich zulässiger Höhe ausgewiesen. Den nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Teilwerten gemäß § 6a EStG liegt unter Verwendung der Richttafeln 2005 G ein Rechnungszinsfuß von 6 % zugrunde. • Die sonstigen Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. • Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. • Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bewertungsmethoden sind beibehalten worden. • Fremdwährungstransaktionen werden mit dem am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kassakurs umgerechnet. Alle Währungsdifferenzen werden im Periodenergebnis erfasst. II. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz1. Anlagevermögen Die Entwicklung und Gliederung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus dem Anlagespiegel ersichtlich; ebenso die Abschreibungen des Geschäftsjahres. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen gegen die Gesellschafterin Höhe von TEUR 5.243. Es handelt sich dabei um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, aus Cash-Pooling und aus Umsatzsteuerorganschaft. 3. Flüssige Mittel Flüssige Mittel in Höhe von TEUR 67 dienen als Sicherheit für Bankavale und stehen der Gesellschaft nicht zur freien Verfügung. 4. Eigenkapital Das Stammkapital der Gesellschaft lautet per 31. Dezember 2009 auf EUR 500.000,00. Darüber hinaus wird in dieser Position zum 31. Dezember 2009 eine Kapitalrücklage in Höhe von EUR 4.116.947,35 ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2009 wurde die Kapitalrücklage in Höhe von EUR 5.383.052,65 zwecks Vorabausschüttung an die Gesellschafterin SEVEN PRINCIPLES AG aufgelöst. Der Bilanzgewinn des Berichtsjahres in Höhe von EUR 242.469,70 setzt sich zusammen aus einem Verlustvortrag in Höhe von EUR 2.252.915,33 zuzüglich des laufenden Jahresüberschusses in Höhe von EUR 2.495.385,03. 5. Rückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen und Vorruhestandsverpflichtungen werden in steuerlich zulässiger Höhe ausgewiesen. Den nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Teilwerten gemäß § 6a EStG liegt unter Verwendung der Richttafeln 2005 G ein Rechnungszinsfuß von 6 % zugrunde. Die sonstigen Rückstellungen sind in angemessener Höhe für die zukünftigen Verpflichtungen gebildet worden. Sie betreffen im Wesentlichen personalbezogene Aufwendungen, Rechts- und Beratungskosten sowie Jahresabschlusskosten 6. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Schwestergesellschaften innerhalb der SEVEN PRINCIPLES Gruppe. Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin bestanden nicht. Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten waren zum Bilanzstichtag nicht besichert. III. Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung1. Sonstige betriebliche Erträge: In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 22 (VJ: TEUR 349) aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten. 2. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für das Geschäftsjahr 2009 werden aufgrund der eingeschränkten Nutzbarkeit der steuerlichen Verlustvorträge in Höhe von TEUR 213 ausgewiesen. IV. Sonstige Angaben1. Gesellschaftsorgane Der Geschäftsführung gehören folgende Herren an:
Herr D. Schäfer übt seine Funktion hauptberuflich aus. Herr J. Harig übt die Tätigkeit zusammen mit seiner Vorstandstätigkeit bei der SEVEN PRINCIPLES AG hauptberuflich aus. Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung für das Jahr 2009 belaufen sich auf TEUR 241. 2. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2009 waren durchschnittlich 111 Mitarbeiter (Vorjahr: 57) beschäftigt. 3. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen am 31. Dezember 2009 betrugen insgesamt TEUR 863 (Vorjahr: TEUR 778); davon entfallen auf Mietverpflichtungen TEUR 753 (Vorjahr: TEUR 738) und auf Leasing TEUR 110 (Vorjahr: TEUR 40). Es besteht eine Mitverpflichtungserklärung für die der SEVEN PRINCIPLES AG eingeräumten Kreditlinien i.H.v insgesamt EUR 2.500.000 bei verschiedenen Banken. 4. Mutterunternehmen Die 7P Mobile & IT Services GmbH, ist zum Bilanzstichtag eine 100 % - Tochter der SEVEN PRINCIPLES AG, Köln. Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der SEVEN PRINCIPLES AG einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Die Honorare für die Abschlussprüfung sind im Konzernabschluss der SEVEN PRINCIPLES AG angegeben. 5. ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt vor den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 2.495.385,03 auf neue Rechnung vorzutragen und in Höhe von EUR 2.252.915,33 zum Ausgleich des vorhandenen Verlustvortrages zu verwenden.
Köln, 19 März 2010 7P Mobile & IT Services GmbH Die Geschäftsführung gez. D. Schäfer gez. J. Harig BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der 7P Mobile & IT Services GmbH, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2009 bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Köln, 19. März 2010 Ernst
& Young GmbH
Gockel, Wirtschaftsprüfer Corterier, Wirtschaftsprüferin ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2009
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