Stammdaten

Register
Amtsgericht Essen HRB 20680
Vorher
BITMARCK Software GmbH
Eingetragen
3.6.2008
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieBetrieb von Datenverarbeitungseinrichtungen für Dritte
Gegenstand
Die Erbringung und der Vertrieb von Leistungen in den Bereichen der Informationstechnologie und IT-nahe Dienstleistungen, insbesondere die Entwicklung, Anpassung und Überlassung von Software, der Betrieb von Rechenzentren und Netzen, Beratung und Unterstützung bei Einführung und Betrieb von Softwareprodukten und-systemen, der Betrieb und die Fachberatung Anwendersoftware, Telematik -Dienste und dispositive Datenverarbeitung. Die Gesellschaft kann vorstehende Leistungen durch Dritte erbringen lassen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Holger Witzemann
seit 9.10.2025
Geschäftsführer
René Freund
seit 16.9.2025
Geschäftsführer
Michael Heutmann
seit 3.1.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert88.31% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (15)

NameAnteil
DAK-Gesundheit
32.78%
BKK Bundesverband GbR i.L.
17.18%
IKK classic
11.79%
SBK Siemens-Betriebskrankenkasse
5.60%
BAHN-BKK
4.37%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
100.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BITMARCK Software GmbH

Essen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

BITMARCK SOFTWARE GMBH, ESSEN

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 13.309.952,48 13.254.817,68
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 9.225.083,74 9.758.248,76
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 8.136.144,51 8.224.310,38
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.088.939,23 1.533.938,38
II. Sachanlagen 4.084.868,74 3.496.568,92
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.084.868,74 3.496.568,92
B. UMLAUFVERMÖGEN 21.560.161,47 26.445.398,62
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 21.293.225,28 26.344.102,09
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.724.663,91 1.780.157,64
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 12.998.837,59 15.001.514,67
3. Forderungen gegen Gesellschafter 4.364.000,76 7.075.862,87
4. Sonstige Vermögensgegenstände 2.205.723,02 2.486.566,91
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 266.936,19 101.296,53
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 21.836.849,54 16.104.344,14
56.706.963,49 55.804.560,44

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 20.193.450,88 20.811.653,34
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 38.129.241,75 40.129.241,75
III. Verlustvortrag -19.417.588,41 -21.365.062,86
IV. Jahresüberschuss 1.381.797,54 1.947.474,45
B. RÜCKSTELLUNGEN 5.955.948,80 6.793.465,65
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.749.217,00 1.748.806,00
2. Steuerrückstellungen 644.909,67 34.109,00
3. Sonstige Rückstellungen 3.561.822,13 5.010.550,65
C. VERBINDLICHKEITEN 12.786.744,02 14.207.821,90
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.025.634,54 7.508.865,91
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 247.285,15 2.176.397,69
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.270.718,12 125.777,97
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.243.106,21 4.396.780,33
- davon aus Steuern EUR 2.014.301,05 (Vorjahr: EUR 3.995.844,79)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 158.297,60 (Vorjahr: EUR 311.431,76)
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 17.770.819,79 13.991.619,55
56.706.963,49 55.804.560,44

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 117.851.600,67 110.693.331,91
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 909.592,00 924.430,78
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.094.263,45 2.723.654,67
4. Materialaufwand -54.790.154,37 -48.955.872,65
a) Aufwendungen für bezogene Waren -1.433.657,60 -54.697,78
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -53.356.496,77 -48.901.174,87
5. Personalaufwand -44.040.095,75 -41.865.635,11
a) Löhne und Gehälter -36.058.048,70 -34.240.257,63
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -7.982.047,05 -7.625.377,48
- davon für Altersversorgung: EUR 1.556.642,59 (i. Vj.: EUR 1.535.161,87)
6. Abschreibungen -6.833.431,77 -7.363.421,89
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -6.833.431,77 -7.363.421,89
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -12.643.354,47 -11.979.807,89
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 68.951,90 485,01
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (i. Vj.: EUR 371,60)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -44.290,76 -245.612,12
- davon aus Aufzinsung EUR 24.527,16 (i. Vj.: EUR 73.054,22)
10. Ergebnis vor Steuern 1.573.080,90 3.931.552,71
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 122.537,01 -1.339.970,32
12. Ergebnis nach Steuern 1.695.617,91 2.591.582,39
13. Sonstige Steuern -313.820,37 -644.107,94
14. Jahresüberschuss 1.381.797,54 1.947.474,45

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

BITMARCK SOFTWARE GMBH, ESSEN

1. Allgemeine Angaben

Die BITMARCK Software GmbH mit Sitz in Essen ist im Handelsregister beim Amtsgericht Essen unter der Nummer HRB 20680 eingetragen.

Der Unternehmensgegenstand der BITMARCK Software GmbH ist auf die Erstellung und den Vertrieb von Software für Krankenkassen und sonstige Stellen im Bereich der gesetzlichen Sozialversicherung sowie die Beratung in diesen Bereichen gerichtet.

Der Jahresabschluss der BITMARCK Software GmbH für das Geschäftsjahr 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbHG aufgestellt. Die Gliederung entspricht den §§ 266 und 275 HGB sowie dem § 42 GmbHG. Für die Gewinn- und Verlustrechnung ist das Gesamtkostenverfahren verwendet worden.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB.

Das Gliederungsschema gemäß § 266 HGB wurde zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung um folgende Posten erweitert:

Forderungen gegen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter werden

gesondert ausgewiesen. Dabei handelt es sich jeweils um Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

in der Gewinn- und Verlustrechnung wird die Zwischensumme "Ergebnis vor

Steuern" zusätzlich ausgewiesen.

Der Jahresabschluss der BITMARCK Software GmbH, Essen, wird in den Konzernabschluss der BITMARCK Holding GmbH, Essen, einbezogen. Die BITMARCK Holding GmbH stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis auf. Der Konzernabschluss kann am Sitz der Gesellschafterin, 45145 Essen, Kruppstraße 64 eingesehen werden und wird im Unternehmensregister veröffentlicht.

Die zur Erläuterung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erforderlichen Angaben sind unter Beachtung des Kriteriums der Wesentlichkeit in den Anhang übernommen worden.

Darstellung, Gliederung und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen im Wesentlichen den Vorjahresgrundsätzen.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte werden zu Herstellungskosten (Entwicklungskosten) aktiviert, sofern zum Abschlussstichtag zumindest eine hohe Wahrscheinlichkeit der tatsächlichen Entstehung eines Vermögensgegenstandes besteht. Zu den Herstellungskosten zählen gemäß § 255 HGB die einzeln zurechenbaren Kosten durch die Inanspruchnahme von Diensten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und des durch den Entwicklungsprozess veranlassten Werteverzehrs von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte werden planmäßig nach der linearen Methode pro rata temporis über die jeweilige voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen erfolgen nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Das abnutzbare Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet.

Vermögensgegenstände Nutzungsdauer/Jahre Abschreibungsmethode
Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände 4-7 Linear
Entgeltlich erworbene Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen 3 bis 10 Linear
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 13 Linear

Die Nutzungsdauern orientieren sich grundsätzlich an steuerlichen Richtwerten. Anpassungen werden vorgenommen, soweit die betriebswirtschaftliche Nutzungsdauer abweicht.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennbetrag angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken wurden durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Es wurde eine pauschale Wertberichtigung von 1% auf nicht einzelwertberichtigte Forderungen vorgenommen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu den Nennwerten angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 22. November 2023 erfolgte eine Entnahme aus der Kapitalrücklage in Höhe von 2 Mio.€ (Einlage in die BITMARCK Holding GmbH).

Bestehende Pensionsverpflichtungen wurden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen ermittelt. Die Berechnung erfolgte nach der so genannten "Projected Unit Credit Methode" (kurz "PUC-Methode). Nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB wurde die Vereinfachungsregelung in Anspruch genommen. Demnach erfolgt die Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Gemäß Vorgabe durch die Deutsche Bundesbank beträgt dieser Zinssatz (10-jährig/7jährig) zum 31. Dezember 2023 1,82 % / 1,74 % (i. Vj. 1,78 % / 1,44 %).

Als Rechnungsgrundlagen für die Rückstellungsberechnung dienen ferner die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck. Als weitere Annahmen wurden ein Rententrend von 1,00 % p. a. (i. Vj. 1,00 %) und ein Anwartschaftstrend von 2,00 % p. a. (i. Vj. 2,00 %) zugrunde gelegt.

Der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Pensionen zum 31. Dezember 2023 unter Verwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes über die vergangenen 10 Jahre sowie des durchschnittlichen Marktzinssatzes über die vergangenen 7 Jahre beläuft sich auf TEUR 32 (i. Vj. TEUR 146).

Die Steuerrückstellungen wurden in Höhe der erwarteten zukünftigen Zahlung gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen tragen alle erkennbaren und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung und wurden grundsätzlich in Höhe des Betrages gebildet, mit dem die Gesellschaft voraussichtlich in Anspruch genommen wird, oder den sie zur Abdeckung des jeweiligen Risikos benötigt.

Die Bewertung der Altersteilzeitverpflichtungen erfolgt auf der Basis der Rechnungsgrundlagen "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck. Der Rechnungszins ist den von der Deutschen Bundesbank für Dezember 2023 gegebenen Abzinsungssätzen für eine Restlaufzeit von 15 Jahren entnommen und beträgt 1,74 % (i. Vj. 1,44 %). Die Dynamisierung der Leistungen in der Arbeits- und Freistellungsphase wird mit 2,00 % p.a. (i. Vj. 2,00 % p. a.) in die Bewertung einbezogen. Die Altersteilzeitverpflichtungen wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 Halbsatz 1 HGB mit dem Deckungsvermögen saldiert.

Das Deckungsvermögen mit einem Zeitwert (Zeitwert entspricht den historischen Anschaffungskosten) in Höhe von TEUR 221 (i. Vj. TEUR 385) wurde mit dem Rückstellungswert in Höhe von TEUR 326 (i. Vj. TEUR 543) saldiert.

Die Gesellschaft bilanziert zum 31. Dezember 2023 Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen sowie für Sterbegeldverpflichtungen. Rechtsgrundlage für die Rückstellungen ist der Manteltarifvertrag vom 30. November 2010. Die Bewertung beider Verpflichtungen erfolgte mittels der Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode). Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck verwendet. Als weitere Annahme wurde ein Anwartschaftstrend von 2,00 % p. a. (i. Vj. 2,00 %) zugrunde gelegt. Der zum 31. Dezember 2023 verwendete Diskontierungszinssatz betrug 1,75 % (i. Vj. 1,44 %).

Die Erfolgswirkung aus der Änderung von Abzinsungssätzen wird im Finanzergebnis ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Unter dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Erträge für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im beigefügten Anlagespiegel dargestellt.

Die im Vorjahr unter dem Posten "Geleistete Anzahlungen" ausgewiesenen selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden im Geschäftsjahr 2023 mit Fertigstellung in den Posten "Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte" umgegliedert.

Die ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten, wie im Vorjahr, keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Im Berichtsjahr wurden Einzelwertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 188 gebildet. Es besteht eine pauschale Wertberichtigung in Höhe von TEUR 16 (i. Vj. TEUR 14).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren, wie im Vorjahr, aus von der Gesellschaft erbrachten Lieferungen und Leistungen an die übrigen Konzerngesellschaften und enthalten, wie im Vorjahr, keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Forderungen gegen Gesellschafter beinhalten, wie im Vorjahr, sonstige Vermögensgegenstände und enthalten, wie im Vorjahr, keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die zum 31. Dezember 2023 ausgewiesenen aktiven Rechnungsabgrenzungsposten stellen ausschließlich Ausgaben vor dem Abschlussstichtag - insbesondere für Leasing und Wartungsverträge - dar, die zu Aufwand für das Geschäftsjahr 2024 führen.

Der Abgrenzungsposten betrifft mit TEUR 19.814 (i. Vj. TEUR 13.947) an die BMS vorausgezahlte Entgelte für die Überlassung von Lizenzen für die ePA- Ausbaustufen.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen mit TEUR 213 (i. Vj. TEUR 633) Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, mit TEUR 1.016 (i. Vj. TEUR 1.030) Rückstellungen für rückständigen Urlaub, mit TEUR 550 (i. Vj. TEUR 556) Rückstellungen für Tantieme und Zielvereinbarungen und mit TEUR 829 (i. Vj. TEUR 662) Rückstellungen für Gleitzeit und Mehrarbeit.

Die Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, sämtlich eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Neben Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten (TEUR 9.026, i. Vj. TEUR 7.509) bestehen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 247, i. Vj. TEUR 2.176). Mit TEUR 1.271 (i. Vj. TEUR 126) bestehen Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin aus dem Finanzverkehr. In den sonstigen Verbindlichkeiten von TEUR 2.243 (i. Vj. TEUR 4.397) sind sonstige Steuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.014 (i. Vj. TEUR 3.996) enthalten.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft mit TEUR 17.646 (i. Vj. TEUR 13.947) von Kunden im Voraus erhaltene Entgelte für die ab 1. Januar 2023 erfolgte Überlassung von Softwarelizenzen (ePA - Ausbaustufen).

Passive latente Steuern sind nicht angefallen. Aktive latente Steuern auf die handels- und steuerrechtlichen voneinander abweichenden Wertansätze der Pensions-, Altersteilzeit-, Sterbegeld-, Urlaubs- sowie Gleitzeitrückstellungen wurden in Ausübung des Wahlrechtes des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert. Bei der Berechnung wurde ein unternehmensindividueller Steuersatz von 32,275 % (i. Vj. 32,275 %) angesetzt.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse wurden ausschließlich im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland erzielt. Die Erlöse betreffen im Wesentlichen mit TEUR 71.990 Lizenzerlöse aus BITMARCK_21c|ng (i. Vj. TEUR 75.694).

Die sonstigen betrieblichen Erträge von TEUR 1.094 (i. Vj. TEUR 2.724) enthalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 625 (i. Vj. TEUR 372)) und periodenfremde Erträge (TEUR 0 (i. Vj. TEUR 1.903)). Die periodenfremden Erträge des Vorjahres betrafen Zins- und Rückgewährungsansprüche für Vorjahre gegen die Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen TEUR 2.877 Raumkosten (i. Vj. TEUR 2.966) und TEUR 5.435 für Shared Service Entgelte (i. Vj. TEUR 4.959) sowie TEUR 75 (i. Vj. TEUR 252) periodenfremde Aufwendungen aus nachberechneten Leistungen für Vorperioden.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 25 (i. Vj. TEUR 73).

5. Sonstige Angaben

Auf der Grundlage einer tarifvertraglichen Vereinbarung haben die BITMARCK Gesellschaften ihre Arbeitnehmer zur Gewährung einer Betriebsrente bei der Allianz Zusatzversorgungskasse pflichtversichert. Die Beiträge werden im Rahmen eines Umlageverfahrens erhoben. Nach ununterbrochener Betriebszugehörigkeit von 6 Monaten beträgt der Arbeitgeberanteil 4,0 % der versorgungsfähigen Bezüge des Mitarbeiters. Der Arbeitnehmeranteil beträgt 1,41 % der jeweiligen versorgungsfähigen Bezüge. Es besteht eine subsidiäre Einstandspflicht der BITMARCK Gesellschaften als Arbeitgeber. Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme wird aufgrund der Kenntnisse über die Vermögenslage der Zusatzversorgungskasse als gering eingestuft.

Darüber hinaus bestanden zum 31. Dezember 2023 keine Haftungsverhältnisse gemäß §§ 251 und 268 Abs. 7 HGB.

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 48.357 (i. Vj. TEUR 45.517). Die Verpflichtungen resultieren aus Dienstleistungsverträgen in Höhe von TEUR 13.564 (i. Vj. TEUR 20.420) mit unterschiedlichen Laufzeiten sowie Wartungsverträgen für Hard- und Software in Höhe von TEUR 15.240 (i. Vj. TEUR 7.520).

Aus Mieten für den Standort Europacenter bestehen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 7.117 (i. Vj. TEUR 11.297) (gegenüber BITMARCK Holding GmbH).

Mit Wirkung zum Januar 2009 hat die Gesellschaft mit der BITMARCK Holding GmbH einen Dienstleistungsvertrag geschlossen, der die Übernahme von zentralen betrieblichen Aufgaben zum Gegenstand hat, um Arbeitsabläufe im Konzern zu zentralisieren und zu vereinheitlichen (Shared Service). Hierzu gehören Personal, Recht, Finanzen/Controlling, Marketing/Vertriebskoordination, IT-Sicherheit/Datenschutz, Revision & Compliance, Einkauf/Ausschreibungen und die Leistungen der Betriebsorganisation.

Die Entgelte wurden letztmalig im Jahr 2023 angepasst. Dieser Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit und ist mit einer Frist von 12 Monaten zum Kalenderjahresende kündbar. Innerhalb der Mindestrestlaufzeit bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 12.436 (i. Vj. TEUR 11.297).

Geschäftsführung

Dieter Löschky, Geschäftsführer (bis 3. Januar 2024)

Michael Heutmann, Geschäftsführer (seit 3. Januar 2024)

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer gemäß § 285 Nr. 9a) und Nr. 9b) wird unter Berücksichtigung der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Beschäftigte

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 469 (i. Vj. 462) Mitarbeiter (Gruppe der Angestellten) bei der BITMARCK Software GmbH beschäftigt.

Abschlussprüferhonorar

Das im Geschäftsjahr 2023 im sonstigen betrieblichen Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen -gemäß § 285 Nr. 17a HGB- betrug TEUR 25 (i. Vj. TEUR 22).

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2023 auf neue Rechnung vorzutragen.

Der Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge nach § 268 Abs. 8 HGB beträgt TEUR 5.141 (i. Vj. TEUR 8.010) und resultiert aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. Ferner beträgt der ausschüttungsgesperrte Betrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB TEUR 32 (i. Vj. TEUR 146).

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag, über die zu berichten wäre, liegen nicht vor.

 

Essen, den 22. April 2024

Michael Heutmann, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

ANSCHAFFUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31. Dez. 2023
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 36.307.093,01 4.418.090,13 0,00 40.725.183,14
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11.380.323,77 290.967,85 0,00 11.671.291,62
47.687.416,78 4.709.057,98 0,00 52.396.474,76
II. SACHANLAGEN
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 18.879.987,27 2.179.508,59 0,00 21.059.495,86
18.879.987,27 2.179.508,59 0,00 21.059.495,86
66.567.404,05 6.888.566,57 0,00 73.455.970,62
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 28.082.782,63 4.506.256,00 32.589.038,63
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.846.385,39 735.967,00 10.582.352,39
37.929.168,02 5.242.223,00 43.171.391,02
II. SACHANLAGEN
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.383.418,35 1.591.208,77 16.974.627,12
15.383.418,35 1.591.208,77 16.974.627,12
53.312.586,37 6.833.431,77 60.146.018,14
BUCHWERTE
31. Dez. 2023
EUR
31. Dez. 2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 8.136.144,51 8.224.310,38
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.088.939,23 1.533.938,38
9.225.083,74 9.758.248,76
II. SACHANLAGEN
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.084.868,74 3.496.568,92
4.084.868,74 3.496.568,92
13.309.952,48 13.254.817,68

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

DER BITMARCK SOFTWARE GMBH, ESSEN

1. Rahmenbedingungen und Geschäftstätigkeit

1.1 Rahmenbedingungen

Die BITMARCK Software GmbH ist als Softwarehaus und hundertprozentige Tochter der BITMARCK Holding GmbH in die Unternehmensgruppe eingebunden. Kunden der Gesellschaft sind Betriebskrankenkassen, alle Innungskrankenkassen und einige Ersatzkassen, beispielsweise die DAK-Gesundheit.

Veränderungen in Gesellschaft und Politik beinhalten Chancen und Risiken im Zuge der Digitalisierung für Krankenkassen zur Positionierung im Wettbewerb. Dem zunehmenden Wunsch nach digitalen Lösungen (bspw. die Entwicklung von Frontendservices für Versicherte) und deren Vernetzung trägt die Gesellschaft Rechnung, indem konsequent in diese Produkte investiert wird. Damit begibt sich die BITMARCK Software GmbH auch hier in den Wettbewerb zu weiteren Anbietern.

1.2 Geschäftstätigkeit

Die BITMARCK Software GmbH erstellt und vertreibt Software für Krankenkassen und andere Stellen im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung. Neben der Erstellung, Weiterentwicklung und Pflege des GKV-Standards BITMARCK_21c|ng zählt auch die Entwicklung von mobilen Onlineversichertenprodukten zum Leistungsportfolio. Die Entwicklung von kundenspezifischen Softwarelösungen runden das Profil ab. Somit wird die gesamte Bandbreite B2B2C abgedeckt. Die hohe Kompetenz bei der Entwicklung des GKV-Standards BITMARCK_21c|ng sichert der BITMARCK Software GmbH ihre besondere Stellung im GKV-Markt.

Die BITMARCK Software GmbH führt ein monatliches Berichtswesen mit Darstellung und Analyse wesentlicher Finanz-KPIs (Key-Performance-Indikators) und der Gewinn- und Verlustrechnung durch. Diese Kennzahlen werden den Planwerten gegenübergestellt und in Form von Quartalsberichten komprimiert in den Gremien von BITMARCK präsentiert und diskutiert. Neben der Analyse und dem Soll-Ist-Abgleich erfolgt eine monatlich fortlaufende Prognose der Gewinn- und Verlustrechnung der wesentlichen Finanz-KPIs zum laufenden Geschäftsjahr. Vor allem anhand der Betriebsleistung und des Betriebsergebnisses steuert die Geschäftsführung der BITMARCK Software GmbH das Geschäft.

2. Wirtschaftsbericht

Die BITMARCK Software GmbH trug 2023 den hohen Realisierungsanforderungen (insbesondere an die Umsetzung gesetzlicher, technologischer und digitaler Themen) Rechnung und setzte eine entsprechend große Produkt-Roadmap um.

Gesetz

Im Jahr 2023 wurden zahlreiche gesetzliche Anforderungen im GKV-Standard BITMARCK_21c|ng implementiert. Dabei schlug insbesondere die stetig steigende Digitalisierung im Gesundheitswesen und die damit verbundenen notwendigen Softwareanpassungen entsprechend zu Buche. Anpassungen sowie Neuentwicklungen von Softwaremodulen auf der Grundlage von Gesetzesänderungen erfolgen nicht nur bei Inkrafttreten von neuen Gesetzen oder gesetzlichen Änderungen, sondern auch im Rahmen neuer oder geänderter Verordnungen, Verfahrensbeschreibungen, gemeinsamen Grundsätzen, Datensatzbeschreibungen bzw. XML-Schemata, Erlassen (z. B. Kontenrahmenänderungen), Technischen Anlagen inkl. Anhängen (bei allen Datenaustauschverfahren) sowie Rundschreiben und Besprechungsergebnissen.

Exemplarisch seien für 2023 die nachfolgenden Themen genannt:

Einführung des verpflichtenden "Lateinischen Zeichensatz in UNICODE" (UTF-8)

Der Rollout der BITMARCK ERP-Branchenlösung auf die neue Plattform P/5w wurde in Zusammenarbeit mit allen Rechenzentren erfolgreich abgeschlossen

Implementierung neuer Datenaustauschverfahren im Versicherungs- und Beitragsbereich, zum Beispiel die "Elektronische Ausstellung von Unbedenklichkeitsbescheinigungen" oder "Meldeverfahren zwischen Krankenkassen und Elterngeldstellen"

Einführung weiterer Prozesse zur "Elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU)", z. B. "Weiterleitungsverfahren der eAU an die zuständige Krankenkasse"

Einführung "Krankengeld für eine bei stationärer Behandlung mitaufgenommene Begleitperson aus dem engsten persönlichen Umfeld nach § 44b SGB V" sowie weitere Anpassungen im Bereich der Entgeltersatzleistungen

Umsetzung der Pflegereform - insbesondere zur Änderung des Pflegeversicherungsbeitragssatzes unter Berücksichtigung der Kinderzahl sowie im Leistungsbereich der Pflegeversicherung

Anpassungen der Datenmeldungen zum Morbi-RSA sowie der Finanzstatistiken aufgrund der gesetzlichen Kontenrahmenänderungen

Digitalisierung

Mit der bitGo_App bietet BITMARCK seinen Kunden eine individualisierbare Service-App an. Der sehr hohe Anspruch im Bereich App-Security wurde 2023 weiter ausgebaut. Methoden zur Absicherung der App und der APIs, welche durch Apple und Google als State-of-the-Art Security eingeführt wurden, wurden erfolgreich in die bitGo_App integriert. Insbesondere das Feature "Bonusprogramm" wurde erweitert, unter anderem um Möglichkeiten der Individualisierung. Mit 600.000 Installationen und 31 beteiligten Krankenkassen konnte die bitGo_App ihre zentrale Marktposition weiter festigen.

Das GesundheitsCockpit, kurz GeCo, kombiniert die bereits vorhandenen (Kern-)Systeme sowie die Ökosysteme der Krankenkassen mit der Telematikinfrastruktur - insbesondere der ePA - und schafft auf diese Weise eine Vernetzung der Anwendungen untereinander und zusätzlichen Versichertennutzen. Es bietet wiederverwendbare Module und wird für die Versicherten als Teil der jeweiligen Apps ihrer Krankenkassen bereitgestellt. Neben der Optimierung bestehender Module wurde das Modul "Schwanger- und Mutterschaft" konzeptioniert, erprobt und entwicklungsseitig umgesetzt. Das GeCo wird Ende 2023 bei rund 15 Kunden produktiv im Einsatz sein.

Eine sichere und nutzerfreundliche Integration der Service-Apps mit ePA und TI wird durch die Mobile Integrationsplattform (MIP) erreicht. Die MIP bündelt die fachlichen und technischen Voraussetzungen, um die bisher getrennten Service- und ePA-Apps in einer einzigen App anzubieten. Vor diesem Hintergrund beschaffte BITMARCK Standardsoftware, Systemservice und Projektleistungen, um bestehende und auch neue Apps mit TI-Funktionalität auszustatten und auf diese Weise die bitGo_App für die erforderlichen Produktzulassungen des BSI und der gematik vorzubereiten. 2023 wurde zudem daran gearbeitet, die Anforderungen für dieses Integrationsprojekt zu ermitteln.

Modernisierung des GKV-Standards

Um Digitalisierungslösungen auch zukünftig mit hoher Stabilität in qualitativen, termingerechten und agilen Entwicklungszyklen liefern zu können, ist in den kommenden Jahren die strategische Weiterentwicklung des GKV-Standards BITMARCK_21c|ng weiter voranzutreiben. Im Rahmen einer strategischen Initiative wurden 2023 notwendige Themenfelder wie die Modularisierung von BITMARCK_21c|ng, die Entkopplung der Onlineservices sowie die Modernisierung von Frontend und Infrastruktur identifiziert und konzeptioniert. 2023 erfolgten bereits erste Umsetzungen zur Modularisierung von BITMARCK_21c|ng sowie zur Entkopplung der Onlineservices im Rahmen der Produkt-Roadmap.

Individual- und Projektgeschäft

Neben der Weiterentwicklung des GKV-Standards setzte die BITMARCK Software GmbH 2023 diverse Individualaufträge einzelner Kunden um. Hervorzuheben ist die abschließende Umsetzung eines Vertriebstools sowie die individuelle und funktionale Erweiterung der bitGo_App durch ein exklusives Team für die jeweiligen Einzelkunden. Am Standort Hamburg erbrachte die Softwareentwicklung der BITMARCK Software GmbH ebenfalls verschiedene Leistungen exklusiv für einen Großkunden. Im BITMARCK-weiten Migrationsprojekt des Neu-Kunden KKH (Kaufmännische Krankenkasse) unterstützte die BITMARCK Software GmbH durch ihre Fachexperten bei der Spezifikation für die geplante Migration.

Im Vergleich zum Plan hat sich sowohl die Betriebsleistung (Verbesserung um TEUR 2.213) als auch das Betriebsergebnis (Verbesserung um TEUR 620) besser entwickelt. Dies resultiert im Wesentlichen aus Zusatzerlösen aus Individualgeschäft und aus geringeren Kosten auf der Ausgabenseite der Gesellschaft.

Die BITMARCK Software GmbH schließt das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresüberschuss von TEUR 1.382 ab. Das Ergebnis ist insgesamt als zufriedenstellend anzusehen.

2.1 Vermögenslage

Aktiva

2023 2022 Abw abs
TEUR % TEUR % TEUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 9.225 16,3 9.758 17,6 -533
Sachanlagen 4.085 7,2 3.497 6,3 588
Anlagevermögen 13.310 23,5 13.255 23,9 55
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.725 3,0 1.780 3,2 -55
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 12.999 22,9 15.002 27,0 -2.003
Forderungen gegen Gesellschafter 4.364 7,7 7.076 12,7 -2.712
Sonstige Vermögensgegenstände 2.206 3,9 2.487 4,0 -281
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 266 0,5 101 0,2 165
Umlaufvermögen 21.560 38,0 26.446 47,1 -4.886
Rechnungsabgrenzungsposten 21.837 38,5 16.104 29,0 5.733
Gesamtvermögen 56.707 100,0 55.805 100,0 902

Passiva

Gezeichnetes Kapital 100 0,2 100 0,2 0
Kapitalrücklage 38.129 67,2 40.129 72,3 -2.000
Verlustvortrag -19.419 -34,2 -21.365 -38,5 1.946
Jahresüberschuss 1.382 2,4 1.947 3,0 -564
Eigenkapital 20.193 35,6 20.812 37,0 -619
Rückstellungen für Pensionen 1.749 3,1 1.749 3,1 0
Sonstige Rückstellungen 455 0,8 505 0,9 -50
Langfristiges Fremdkapital 2.204 3,9 2.254 4,0 -50
Steuerrückstellungen 645 1,1 34 0,1 611
Sonstige Rückstellungen 3.107 5,5 4.506 8,1 -1.399
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.026 15,9 7.509 13,5 1.517
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 247 0,4 2.176 3,9 -1.929
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.271 2,2 126 0,2 1.145
Sonstige Verbindlichkeiten 2.243 4,0 4.396 8,0 -2.153
Rechnungsabgrenzungsposten 17.771 31,4 13.992 25,2 3.779
Kurz- und mittelfristiges Fremdkapital 34.310 60,5 32.739 59,0 1.571
Gesamtkapital 56.707 100,0 55.805 100,0 902

Die Investitionen im Anlagevermögen betreffen mit TEUR 4.709 immaterielle Vermögensgegenstände und mit TEUR 2.180 Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens.

Der Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 2.003 auf TEUR 12.999 ist stichtagsbedingt.

Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen mit TEUR 4.310 (im Vorjahr TEUR 7.020) das Cash-Pooling.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft mit TEUR 19.814 vorausgezahlte Entgelte für die Überlassung von Lizenzen für die ePA- Ausbaustufen (Überlassung vom 1.1.2023 bis 31.12.2032).

Das Eigenkapital betrug am Bilanzstichtag insgesamt TEUR 20.193, die Eigenkapitalquote der Gesellschaft betrug somit 35,6 % (i. Vj. 37,3 %).

Mit Gesellschafterbeschluss vom 22. November 2023 erfolgte eine Entnahme aus der Kapitalrücklage in Höhe von 2 Mio. € (Einlage in die BITMARCK Holding GmbH).

Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 1.517 ist stichtagsbedingt.

Der Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 2.153 resultiert im Wesentlichen aus gesunkenen Steuerverbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft mit TEUR 17.646 vereinnahmte Entgelte für die ab 1.1.2023 erfolgte Überlassung von Softwarelizenzen (ePA - Ausbaustufen).

Die Vermögenslage ist insgesamt als stabil anzusehen.

2.2 Finanzlage

Die Veränderung des Finanzmittelbestandes, definiert als die Veränderung des Bestands an flüssigen Mitteln, sowie Cash-Pool-Salden bei der BITMARCK Holding GmbH, ergibt sich wie folgt:

2023
TEUR
2022
TEUR
Jahresüberschuss 1.382 1.947
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 6.833 7.363
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -838 969
-/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -3.392 -19.312
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 2.359 19.088
= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 6.344 10.055
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -4.709 -3.593
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -2.180 -1.702
= Cashflow aus Investitionstätigkeit -6.889 -5.295
- Auszahlungen an Unternehmenseigner (Eigenkapitalrückzahlungen) -2.000 0
= Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -2.000 0
+/- Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -2.545 4.760
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 7.121 2.360
= Finanzmittelfonds Ende der Periode 4.576 7.120

Der Finanzmittelfonds setzt sich zusammen aus TEUR 4.310 Forderungen aus dem Cash-Pooling und aus TEUR 267 Bankguthaben.

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt im Wesentlichen durch das Eigenkapital und durch die Einbindung in das Cash-Pooling-System der BITMARCK Holding GmbH. Die BITMARCK Holding GmbH legt die Mittel im Wesentlichen in Tages- und Festgeldkonten an.

Die Liquidität war im gesamten Geschäftsjahr zu keinem Zeitpunkt gefährdet, somit war die Zahlungsfähigkeit jederzeit sichergestellt.

2.3 Ertragslage

2023 2022 Abw abs
TEUR % TEUR % TEUR
Umsatzerlöse 117.852 98,3 110.693 96,8 7.159
aktivierte Eigenleistungen 909 0,8 924 0,8 -15
Sonstige betriebliche Erträge 1.094 0,9 2.724 2,4 -1.630
Betriebsleistung 119.855 100,0 114.341 100,0 5.514
Materialaufwand/bezogene Leistungen 54.790 45,7 48.956 42,8 -5.834
Personalaufwand 44.040 36,7 41.866 36,6 -2.174
Planmäßige Abschreibung auf Sachanlagen und immaterielle Anlagewerte 6.833 5,7 7.363 6,4 530
Sonstige betriebliche Aufwendungen 12.643 10,5 11.980 10,5 -663
Sonstige Steuern 313 0,2 644 0,6 331
Aufwendungen für die Betriebsleistung 118.619 98,8 110.809 96,9 -7.810
Betriebsergebnis 1.236 1,1 3.532 3,1 -2.296
Finanzergebnis 23 0,0 -244 -0,2 267
Ergebnis vor Steuern 1.259 1,1 3.288 2,9 -2.029
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -123 -0,1 1.340 1,2 1.463
Jahresüberschuss 1.382 1,0 1.947 1,7 -565

Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 7.159 auf TEUR 117.852 gestiegen. Die anderen aktivierten Eigenleistungen in Höhe von TEUR 909 betreffen Entwicklungsleistungen eigener Mitarbeiter für das GesundheitsCockpit.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind neutrale Effekte in Höhe von TEUR 625 enthalten (Auflösung von Rückstellungen).

Im Vergleich zum Vorjahr als auch zum Plan hat sich die Betriebsleistung besser entwickelt. Der Planwert von TEUR 117.642 wurde um TEUR 2.213 überschritten. Dies ist im Wesentlichen auf Zusatzerlöse durch Individualgeschäft und periodenfremde Erträge zurückzuführen.

Die Materialaufwendungen sind korrespondierend zum Anstieg der Umsatzerlöse um TEUR 5.834 auf TEUR 54.790 angestiegen.

Die Materialaufwandsquote ist leicht um 2,9 %-Punkte auf 45,7 % angestiegen.

Der Personalaufwand ist um TEUR 2.174 auf TEUR 44.040 gestiegen. Die Personalaufwandsquote ist im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Shared Service Gebühren (TEUR 5.435) und Raumkosten (TEUR 2.877). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind neutrale Effekte in Höhe von TEUR 75 (periodenfremde Aufwendungen) enthalten. Sie betreffen im Wesentlichen abgerechnete Lieferantenleistungen für Vorperioden.

Die sonstigen Steuern betreffen Umsatzsteuern für Vorjahre.

Das Betriebsergebnis verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um TEUR 2.296 auf TEUR 1.236.

Der Budgetwert von TEUR 616 wurde um TEUR 620 überschritten. Grund für diese Entwicklung sind im Wesentlichen die bereits erwähnte Steigerung der Betriebsleistung sowie geringere Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände (Software-Lizenzen) und sonstige betriebliche Aufwendungen.

Die Ertragslage ist insgesamt als zufriedenstellend anzusehen.

2.4 Personal

Die BITMARCK Software GmbH beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 469 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (i. Vj. 462). Zum Jahresende waren 475 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Gesellschaft tätig (i. Vj. 461). In der BITMARCK Software GmbH lag der Fokus insbesondere im Bereich Recruiting.

3. Prognosebericht

Bei der Planung der Produkt-Roadmap 2024 wurde im Besonderen berücksichtigt:

Um den dringlichen Anforderungen wie dem umfangreichen Produktbacklog oder der Digitalisierungsstrategie des BMGs gerecht zu werden und den Kunden weiterhin ein technologisch zukunftsfähiges Kernsystem zu bieten, ergibt sich ein außerordentlich hohes Realisierungsvolumen, getrieben durch:

Digitalisierung im Gesundheitswesen

Security, durch Implementierung erhöhter Sicherheitsstandards

Produktvernetzung zur Stärkung der Ende-zu-Ende-Prozesse

Modernisierung des GKV-Kernstandards

Wettbewerbsfähigkeit der Onlineversichertendienste

Die BITMARCK Software GmbH wird im Jahr 2024 einen erhöhten Roadmap-Umfang in Höhe von 30.400 Roadmap-Personentagen (RM-PT) realisieren.

Für das Geschäftsjahr 2024 ist eine Betriebsleistung in Höhe von TEUR 144.285 zu erwarten. Die Planung geht für das Geschäftsjahr 2024 von einem Betriebsergebnis in Höhe von TEUR 1.384 aus, welches in Finanzausschuss und Aufsichtsrat (Gremien der BITMARCK Holding GmbH) beraten wurde. Der aktuelle Lizenzpreis für den GKV-Standard BITMARCK_21c|ng ist für das Jahr 2024 gemäß Beschluss des Aufsichtsrates festgeschrieben und inkludiert den Preis für die Komponenten ePA, GeCo, bitIAM und TI-Messenger (inkl. TI-M plus). Zudem erfolgt in den Jahren 2024 bis 2027 gemäß Beschluss des Aufsichtsrates eine Sonderfinanzierung für die Modularisierung von BITMARCK_21c|ng (Teil der Modernisierung des Kernstandards).

Für die Jahre 2025 und 2026 sind die finanziellen Risiken überschaubar. Für diese Jahre werden laut Mittelfristplanung Betriebsergebnisse in Höhe von TEUR 1.697 bzw. TEUR 2.037 erwartet. Das anstehende konzernweite Migrationsprojekt für den Neu-Kunden KKH ist in der Planung 2026 berücksichtigt. Des Weiteren wird den hohen Realisierungsanforderungen (insbesondere an die Umsetzung der BMG-Digitalstrategie) Rechnung getragen.

4. Chancen- und Risikobericht

Das konzernweite Risikomanagementsystem enthält alle strategischen und organisatorischen Kontroll- und Überwachungsmaßnahmen, um Risiken zu steuern, mit dem Fokus Risiken zeitnah zu identifizieren und Maßnahmen einzuleiten.

Diese Aufgaben werden von einer zentralen Organisationseinheit, dem Risikomanagement, sowie den Risikokoordinatoren wahrgenommen. Die Maßstäbe und deren Tätigkeit sind in einem verbindlichen Regelwerk in Form einer Richtlinie konkretisiert. Diese Richtlinie wird bei Bedarf an die sich ändernden Anforderungen angepasst.

Periodisch werden die Risiken analysiert, sowohl in den Business Units als auch aus Sicht der Unternehmensgruppe BITMARCK. Das System beruht auf vorgegebenen Methoden. Dabei werden Risiken identifiziert, beschrieben und nach Ausmaß und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet und gegebenenfalls Maßnahmen eingeleitet.

Das Risikomanagement berichtet über Risiken, und wie diese sich entwickeln, regelmäßig an die Geschäftsführung. Diese wiederum informiert jährlich den Aufsichtsrat.

BITMARCK gewährleistet durch das Risikomanagementsystem, dass sich unternehmerische Risiken frühzeitig erkennen lassen.

Der Kernmarkt der BITMARCK-Unternehmensgruppe, die IT-Dienstleistungen für gesetzliche Krankenversicherungen Deutschlands, wird auch im Jahr 2024 in hohem Maße von der zunehmenden Digitalisierung im Gesundheitswesen beeinflusst. Das Bundesgesundheitsministerium hat beispielsweise mit dem Digitalgesetz sowie dem Gesundheitsdatennutzungsgesetz zwei Gesetzesinitiativen erarbeitet, die Ende 2023 vom Bundestag beschlossen wurden und schon im ersten Quartal 2024 in Kraft treten sollen. Sie bringen umfangreiche Änderungen und Chancen für die gesetzlichen Krankenkassen mit sich, die sich hierzu wiederum der Entwicklungskapazität der BITMARCK bedienen werden. Weitere Gesetzesinitiativen mit Relevanz für die gesetzliche Krankenversicherung sind ebenfalls bereits auf dem parlamentarischen Weg.

Je nach der konkreten Ausgestaltung ist davon auszugehen, dass die BITMARCK-Unternehmensgruppe auch im Jahr 2024 Aufwände und Kapazitäten in erheblichem Ausmaß zur Umsetzung von gesetzlichen Anforderungen erbringen muss. Dies beinhaltet allerdings auch Chancen zur Einführung und Etablierung von neuen (digitalen) Produkten sowie IT-Dienstleistungen im Kernmarkt der gesetzlichen Krankenkassen. Die BITMARCK Software GmbH muss sich auf diese Entwicklung einstellen.

Innerhalb des Kerngeschäfts der BITMARCK Software GmbH sind zurzeit keine bestandsgefährdenden Risiken zu erkennen. In den kommenden Geschäftsjahren wird die BITMARCK Software GmbH weiter dem Marktdruck ausgesetzt sein - parallel ist neben der fachlichen Weiterentwicklung der Produkte auch deren technische Modernisierung voranzutreiben. Es wird davon ausgegangen, die hiermit verbundenen Risiken erfolgreich bewältigen zu können.

Identifizierte Risiken werden aktiv gesteuert, u. a.:

Bei der Umsetzung der finanzierten und kommunizierten Produkt-Roadmap für BITMARCK_21c|ng können unterjährige Risiken auftreten (unter anderem zusätzliche Aufwände für neue gesetzliche Anforderungen verbunden mit Terminfristen, s. o.). Den Risiken wird mit einer aktiven Steuerung und Kommunikation der Roadmap begegnet.

Die notwendige Modernisierung des GKV-Standards BITMARCK_21c|ng muss in den nächsten Jahren fortgeschrieben werden. Kritische (Dritt-)Infrastrukturkomponenten müssen aufgrund von Produkt-Lebenszyklen und Herstellersupport/-abkündigungen weiterentwickelt oder abgelöst werden. Insbesondere muss sie die von den Online-Produkten benötigten Services stabil, sicher, schnell und entkoppelt anbieten können und beispielweise auch die Nutzung von Cloud-Services ermöglichen. Es besteht das Risiko, dass bei Nicht-Handeln die technologische und wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit von BITMARCK_21c|ng nicht mehr gegeben ist. Zur Risikoreduzierung wurde das Modernisierungsvorhaben einem externen Review unterzogen, um identifizierte Themen sowie das zugehörige Vorgehen abzusichern. Eine durch den Aufsichtsrat beschlossene Sonderfinanzierung für die Jahre 2024-2027 sichert das Vorhaben zur Modularisierung von BITMARCK_21c|ng zudem finanziell ab, darüber wird das Vorhaben mit gesteigerter Management-Attention auf Ebene der Geschäftsleitung geführt.

Ein weiteres wichtiges Thema im Kontext von Risiken und Chancen ist das Thema "Cybersecurity": Bedingt insbesondere durch den Cyberangriff aus dem April 2023 bietet sich die Gelegenheit für die BITMARCK, gepaart mit der Strategie-Umsetzung sowirdbitmarck2026 auch Maßstäbe für Cybersecurity im deutschen Gesundheitswesen zu setzen.

Die Finanzierung erfolgt ausschließlich aus eigenen Mitteln. Die mittelfristige Liquiditätsplanung wird durch eine regelmäßige monatliche Vorschau ergänzt und liefert einen Überblick über die erwarteten Zahlungsströme.

Chancen für das Unternehmen sind insbesondere der Erfolg des GKV-Standards BITMARCK_21c|ng und Zusatzprodukte bzw. deren Weiterentwicklung in dem kommenden Geschäftsjahr. Die Weiterentwicklung der Online-Services wie bitGo_App und GesundheitsCockpit, verbunden mit der Implementierung einer Mobilen Integrationsplattform (MIP) im Sinne einer Ein-App-Strategie eröffnet Möglichkeiten, weitere Kunden für diese Produkte zu gewinnen und damit die Marktposition weiter zu stärken.

Nach Abschluss des konzernweiten KKH-Migrationsprojekts wird ein weiterer Kunde den GKV-Standard BITMARCK_21c|ng einsetzen. Auch dies wird neben der Steigerung von Umsatzerlösen zur Stärkung der Marktposition beitragen.

Das weiterhin hohe Interesse einzelner Kunden an Individualisierungen von Softwarekomponenten - verbunden mit einer entsprechenden Investitionsbereitschaft einzelner Kunden - eröffnet darüber hinaus Möglichkeiten, die Entwicklung über zusätzliche Finanzierungen zu forcieren. Hier ist speziell das Digitalisierungsframework um die Aktionssteuerung|ng zu nennen.

Die zunehmende Unsicherheit in der Weltordnung kann einen erheblichen Einfluss auf verschiedene Bereiche der BITMARCK haben. Vor allem internationale Konflikte können sich auf neue oder bestehende Risiken für die BITMARCK auswirken so z.B.: Inflations- und Preissteigerungen, erhöhte Energiepreise und verzögerte Lieferketten. Um diese Risiken bestmöglich zu mindern, muss BITMARCK weiterhin aufmerksam sein und flexibel reagieren können.

Die Geschäftsführung der BITMARCK Software GmbH hält sowohl die heute bekannten Risiken für beherrschbar als auch die möglicherweise anstehenden Risiken für lösbar. Darüber hinaus entstehen durch die Veränderungsprozesse im Hinblick auf die Digitalisierung und technische Modernisierung der Produkte auch Möglichkeiten, die Leistungen weiter zu professionalisieren.

Zusammengefasst wird die Fortführung der Gesellschaft gegenwärtig als gesichert angesehen.

 

Essen, den 22.04.2024

Michael Heutmann, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die BITMARCK Software GmbH, Essen

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der BITMARCK Software GmbH, Essen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BITMARCK Software GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, 24. April 2024

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Eckmann, Wirtschaftsprüfer

Möbus, Wirtschaftsprüfer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 23. Juli 2024 festgestellt.

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