DNV Energy Systems Germany GmbH
Brooktorkai 18, 20457 Hamburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Mathias Steck seit 2.7.2021 | Geschäftsführer |
Thomas Dr. Werner seit 25.4.2018 | Geschäftsführer |
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 6.25% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
DNV Energy Systems Germany GmbH (vormals: DNV GL Energy Advisory GmbH)HamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Lagebericht für das Geschäftsjahr 20211. Grundlagen der Gesellschaft Im Februar 2021 hat DNV seine derzeitigen Geschäftsbereiche Oil & Gas und Power & Renewables, zu einem neuen Geschäftsbereich "Energy Systems" zusammengeführt. "Energy Systems" wird damit zum Anbieter für unabhängige Energieexperten und Zertifizierungsstellen, sowie Beratungs- und digitale Überwachungsdienste für die gesamte Energie-Wertschöpfungskette bereitstellen. Die Entscheidung zur Schaffung des Geschäftsbereichs "Energy Systems" wurde nach einer strategischen Neuausrichtung getroffen, was auch zur Umbenennung des Unternehmens in DNV zum 5. März 2021 führte. Der Geschäftsbereich "Energy Systems" gliedert sich auf in die Teilbereiche
Die DNV Energy Systems Germany GmbH ist tätig in den Bereichen "Power Grids", sowie "Renewables" und "Markets, Risk, Labs and Testing". 1.1. Geschäftsmodell der Gesellschaft Mit Eintragung vom 05.03.2021 in das Handelsregister firmiert die ehemals DNV GL Energy Advisory GmbH unter DNV Energy Systems Germany GmbH. Die DNV Energy Systems Germany GmbH (kurz: DNV ENERGY SYSTEMS) offeriert ihren Kunden ein umfangreiches und vielfältiges Portfolio von Beratungs-, Engineering- und Analyse-Dienstleistungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Energiewirtschaft. Hierbei werden alle Beteiligten des Energiesystems, Politik und Regulierung, Finanzdienstleister, Erzeuger, Netzbetreiber, Industriekunden und Großverbraucher umfassend bedient. Zum betriebswirtschaftlichen und regulatorischen Leistungsspektrum der Gesellschaft gehören Studien für die verantwortlichen Ministerien im In- und Ausland als auch für die jeweiligen Regulierungsbehörden genauso wie detaillierte betriebswirtschaftliche Untersuchungen zur Einsatzplanung von Erzeugungsanlagen und zur Marktentwicklung in den wesentlichen Energiemärkten für Strom und Gas. Im Bereich der Ingenieurdienstleistungen deckt die Gesellschaft alle Fragestellungen im Bereich der Planung, der Errichtung und des Betriebes von Erzeugungsanlagen, sowohl konventionell als auch erneuerbar, Übertragungs- und Verteilnetzen und großen Industrieanlagen ab. Hierbei wird insbesondere die Planung, Vorbereitung und Errichtung der großen energiewirtschaftlichen Infrastrukturprojekte in Deutschland - Freileitungstrassen, Kabeltrassen, Umspannwerke, Konverterstationen und die Anbindung von Offshore-Windanlagen - unterstützt. Zusätzlich ist die Gesellschaft bei der Begleitung von Neubau- und Modernisierungs-Projekten der deutschen Stadtwerke entlang aller Leistungsphasen der HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure) aktiv. Auf dem Gebiet des Betriebes von Netzen und Anlagen stellt die Gesellschaft Konzeptions-, Planungs- und Modellierungs-Dienstleistungen im Umfeld der Leittechnik zur Verfügung. Ein umfangreiches Portfolio an Mess- und Analysedienstleistungen komplettiert das Leistungsspektrum in diesem Bereich. Basierend auf den Erfahrungen und Kompetenzen der Gesellschaft werden über das betriebswirtschaftliche und das ingenieurtechnische Leistungsspektrum hinaus noch Trainings und Seminare angeboten, die sich an das Personal in der System- und Netzführung von Übertragungs- und Verteilnetzbetreibern als auch von Erzeugern und an kritische Verbraucher richten. 1.2. Unternehmensziele und -strategien Die Vision der DNV ENERGY SYSTEMS ist es, eine sichere und nachhaltige Zukunft zu schaffen und damit einen positiven Beitrag für die Welt zu leisten und den Bedürfnissen der Menschen und der Umwelt zu entsprechen. Von dem Ziel des Schutzes von Leben, Eigentum und der Umwelt vorangetrieben, ist es das Ziel der DNV ENERGY SYSTEMS, ihren Kunden die Weiterentwicklung von Sicherheit und Nachhaltigkeit ihrer Geschäfte zu ermöglichen und vor allem die Erzeugung, Speicherung, Verteilung und Übertragung von Energie sicherzustellen. Damit leistet das Unternehmen einen Beitrag für die stabile Versorgung mit Energie und über den weiteren Ausbau von erneuerbaren Energieträgern zur Erreichung von nationalen und internationalen Klimazielen. Darüber hinaus unterstützt die Gesellschaft ihre Kunden dabei, noch sicherer, effektiver und umweltbewusster in ihrem Handeln zu sein. Hierbei wird die Vermeidung von Schäden für Menschen und Vermögenswerte immer im Vordergrund stehen. Aufgrund ihrer Erfahrungen und Kompetenzen, ihrem weltweiten Netzwerk sowie ihrem Dienstleistungsportfolio soll die DNV ENERGY SYSTEMS nach Einschätzung der Geschäftsführung in der Zukunft gute Ergebnisse erzielen. Die Bewältigung der erheblichen Herausforderungen im Zusammenhang mit der globalen Energiewende ist nur durch proaktives, zielstrebiges und kreatives Handeln möglich. Die Zielsetzung ist, auch zukünftig Geschäftspartner sowie Mitarbeiter zu inspirieren und Umweltbelastungen zu minimieren. In diesem Zusammenhang ist das Unternehmen besonders der Digitalisierung in der Energiewirtschaft verpflichtet. Es gehört zu den Werten der DNV ENERGY SYSTEMS, Vertrauen aufzubauen, keine Kompromisse bei Qualität oder Integrität einzugehen und Teamwork und Innovation zu fördern. Sich um Kunden, aber auch umeinander zu kümmern, offen für Veränderungen zu sein und konkrete Ergebnisse in der Arbeit zu liefern, sind weitere Bestandteile des Wertekatalogs. 1.3. Steuerungssystem (Leistungsindikatoren zur Unternehmenssteuerung) Die DNV Group erfasst und analysiert auf Ebene des Konzerns die Umsatz- und Ergebnisentwicklung u. a. nach Geschäftsbereichen, Geschäftsfeldern und Regionen bzw. Ländern. Hierbei basieren die finanziellen Leistungsindikatoren auf den betrieblichen Ergebnissen der einzelnen Beteiligungsgesellschaften, Betriebsstätten und kleineren organisatorischen Einheiten wie Profit Center. Die nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten abgegrenzten finanziellen Steuerungsgrößen umfassen auf Konzernebene u. a. die Umsatzerlöse (Total Revenue) und das EBITA (operatives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen). Die finanziellen Leistungsindikatoren der DNV ENERGY SYSTEMS sind die Umsatzerlöse sowie das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung. Zu den relevanten Faktoren der branchenspezifischen Entwicklung zählen auf Konzernebene die national und international installierte konventionelle und erneuerbare Erzeugungskapazität, die Investitionen von Verteilnetz- und Übertragungsnetzbetreibern, als auch das Marktwachstum in relevanten Segmenten. Zusätzlich bewertet die DNV Group regelmäßig die Entwicklung an den globalen Energiemärkten und stellt dazu umfangreiche Analysen - den Energy Transition Outlook - zur Verfügung. Die Gesamtleistung der DNV Group stieg in 2021 um 0,6 Mrd. NOK (0,06 Mrd. EUR) von 20,9 Mrd. NOK (2,04 Mrd. EUR) in 2020 auf 21,5 Mrd. NOK (2,10 Mrd. EUR). Dieser Anstieg ist auf eine Kombination von Aufholeffekten nach dem Ausbruch von COVID-19 im Jahr 2020 und eine starke Marktentwicklung in den meisten Geschäftsbereichen zurückzuführen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg um 0,2 Mrd. NOK (0,02 Mrd. EUR) von 3,5 Mrd. NOK (0,34 Mrd. EUR) im Jahr 2020 auf 3,7 Mrd. NOK (0,36 Mrd. EUR) im Jahr 2021. Das Betriebsergebnis (EBIT) für 2021 belief sich auf 2,7 Mrd. NOK (0,26 Mrd. EUR), ein Anstieg um 0,3 Mrd. NOK (0,03 Mrd. EUR) im Vergleich zu 2,4 Mrd. NOK (0,23 Mrd. NOK) im Jahr 2020. Das verbesserte EBITDA ist in erster Linie auf höhere Einnahmen, verbesserte Margen in allen Geschäftsbereichen und geringere Kosten im Zusammenhang mit Reisen und Umstrukturierungen zurückzuführen. 1.4. Geschäftsverlauf Die Vermögenslage der Gesellschaft stellt sich im Vergleich der Geschäftsjahre 2021 und 2020 wie folgt dar:
Das Anlagevermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 73 verringert. Die Veränderung ergibt sich im Wesentlichen aus den Abschreibungen auf sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung des Jahres in Höhe von TEUR 61 sowie aus Anlagenabgängen. Das Umlaufvermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.112 erhöht. Die primäre Ursache hierfür besteht in der Zunahme der konzerninternen Cashpool-Forderungen um TEUR 1.377. Dem wirken die Abnahme der unfertigen Leistungen um TEUR 79, sowie die gesunkenen sonstigen Vermögensgegenstände entgegen. Die Kapitalstruktur sieht wie folgt aus:
Das Eigenkapital hat sich aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages zum Vorjahr nicht verändert. Die Rückstellungen haben sich um TEUR 368 erhöht. Diese Veränderung resultiert im Wesentlichen aus um TEUR 312 höheren Bonusrückstellungen sowie der leichten Erhöhung der Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 43. Die Veränderung der Verbindlichkeiten resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 318 sowie aus dem Anstieg der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen um TEUR 444. Die Ertragslage hat sich wie folgt entwickelt:
Die Umsatzerlöse der Gesellschaft betrugen TEUR 16.007 und waren damit um TEUR 1.622 höher als im Vorjahr. Ursächlich hierfür sind höhere Investitionen der Kunden in erneuerbare Energieanlagen und die daraus resultierend gestiegenen Umsätze aus Dienstleistungen von TEUR 1.196. Auch die konzerninternen Umsätze stiegen um TEUR 335. Die Bestandsminderung ist im Jahr 2021 um TEUR 726 auf TEUR 523 zurückgegangen. Verantwortlich hierfür ist im Wesentlichen die verbesserte und schnellere Abwicklung im Fakturierungsbereich. Die Materialaufwendungen betragen TEUR 3.292 und liegen damit um TEUR 243 höher als im Vorjahr. Die Entwicklung ergibt sich aus gestiegenen auftragsbedingten Fremdleistungen. Der Personalaufwand ist im Jahr 2021 um TEUR 439 auf TEUR 8.031 gestiegen. Die Aufwandszunahme im Vergleich zum Vorjahr resultiert hauptsächlich aus einer um TEUR 312 höheren Gratifikation. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 4.648 sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 456 gestiegen. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Zunahme der sonstigen Fremdleistungen aus dem Konzern von TEUR 540, was im Wesentlichen auf den gestiegenen Umsatz zurückzuführen ist. Andere Kostenbereiche konnten erneut gesenkt werden. Bezogen auf ihre Finanzlage ist die DNV ENERGY SYSTEMS der Überzeugung, dass ausreichend Flexibilität besteht, die Kapitalerfordernisse zu decken. Die DNV ENERGY SYSTEMS verfügt über ausreichende liquide Mittel. Die Liquidität ist durch die bestehenden konzerninternen Cash-Pooling Regelungen sowie das gewährte Intercompany-Darlehen i.H.v. TEUR 5.000 gesichert. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Makroökonomische Rahmenbedingungen 2.1.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklungen Nachdem die Auswirkungen der COVID-19 Pandemie im Jahr 2020 zu einem historischen Einbruch der Konjunktur geführt hatten, zeichnete sich in 2021 eine Erholung der Weltwirtschaft ab. Der IWF prognostiziert im World Economic Outlook vom April 2022 ein globales Wirtschaftswachstum von 6,1% für das Berichtsjahr, eine deutliche Trendumkehr gegenüber dem Rückgang von -3,1% aus dem Vorjahr. Im ersten Quartal hat das weltweite Bruttoinlandsprodukt an Zuwachs gewonnen, jedoch waren regionale Differenzen zu beobachten. Europa hat aufgrund der zweiten und dritten Infektionswelle zum Jahresbeginn einen leichten Rückgang der Wirtschaftsleistung um -0,4% verzeichnet. Hingegen ist in China (+0,6%) und den USA (+1,6%) das BIP angestiegen. Diese Entwicklung ist in erster Linie auf den Impffortschritt zurückzuführen. Die Erholung der Konjunktur hat sich im Folgequartal weiter fortgesetzt. Insbesondere in den EU-Ländern war ein Aufschwung der Konjunktur zu erkennen. In großen Volkswirtschaften wie Italien (+2,7%), Spanien (+2,8%) und Deutschland (+1,5%) ist die Wirtschaftsleistung stark gewachsen. In der zweiten Jahreshälfte war die Konjunkturentwicklung weiter auf Erholungskurs, jedoch hat sich das Wachstum der Weltwirtschaft etwas abgeschwächt. Im zweiten Quartal ist das globale BIP um 1,4% gewachsen, im Folgequartal lag die Zunahme lediglich bei 0,8%. Globale Lieferengpässe sowie das Auftreten neuer Virusvarianten haben die Erholung der Wirtschaft gebremst. Als wesentlicher Faktor gilt die Ausbreitung der Delta Variante im Sommer 2021, die einen erneuten Anstieg der Infektionszahlen und regionale Eindämmungsmaßnahmen zur Folge hatte. Gleichzeitig erholte sich die Konjunktur in den Ländern, die bereits in einer früheren Phase der Pandemie besonders tiefe Einbrüche verzeichnet hatten. Insbesondere in Italien (+3,0%) und Frankreich (+2,5%) hat sich das BIP aufgrund der Wiedereröffnung zahlreicher Dienstleistungsbranchen deutlich erhöht. Zum Jahresende hat die Erholung der globalen Wirtschaft weiter an Fahrt verloren. Die wirtschaftliche Aktivität ist wegen des Auftretens der neuen Omikron-Variante gedämpft. Das Welt-BIP ist lediglich um 1,4% gegenüber dem dritten Quartal gewachsen. Der globale Anstieg ist im Wesentlichen auf die USA (+1,7%), China (+1,6%), Italien (+0,6%) und Frankreich (+0,7%) zurückzuführen. Weltweit hat sich über das Jahr eine stetig wachsende Ungleichheit bezüglich des Impffortschritts, finanzieller Möglichkeiten und der damit einhergehenden wirtschaftlichen Erholung entfaltet. Insbesondere die Schwellen- und Entwicklungsländer sowie die vom Tourismus abhängigen Volkswirtschaften waren von den Folgen der andauernden Pandemie im Berichtsjahr weiterhin beeinflusst. In den USA hat sich die Wirtschaftsleistung in der ersten Jahreshälfte durch das USD 1,9 Billionen schwere Konjunkturpaket stark erhöht. Ab dem dritten Quartal hat das Wachstum aufgrund eines deutlichen Rückgangs privater Konsumausgaben abgenommen. Die Inflationsrate hat im Oktober mit 6,2% den höchsten Wert seit 30 Jahren erreicht. Besonders steigende Energie- und Lebensmittelpreise führten zu der ausgeprägten Zunahme der Verbraucherpreise. Im Euroraum ist die Wirtschaft im Berichtsjahr um insgesamt 5,2% gewachsen. Gegen Ende des dritten Quartals hat das BIP das Vorpandemieniveau erreicht. Zum Jahresende hat sich die wirtschaftliche Erholung jedoch abgeschwächt. Lieferengpässe, hohe Energiepreise und viele Neuinfektionen haben die Entwicklung geprägt. Regionale Unterschiede zeichneten sich weiter ab. In Spanien (+2,0%) und Portugal (+1,6%) ist die Wirtschaftsleistung gewachsen, in Österreich (-2,2%) und Deutschland (-0,7%) hingegen war sie rückläufig. Als Exportnation war insbesondere Deutschland im Jahr 2021 zunehmend von Lieferengpässen im Automobilsektor betroffen. Während in China das BIP im zweiten Quartal noch um 1,3% gestiegen ist, hat sich das Wirtschaftswachstum in der zweiten Jahreshälfte deutlich verlangsamt. Neben der strikten Null-COVID Politik und Lieferkettenproblemen, haben auch die Energiekrise und finanzielle Schwierigkeiten im Immobiliensektor die Wirtschaft schwer belastet. Die Inflation war im Herbst 2021 in vielen Volkswirtschaften so hoch wie seit mehreren Jahrzenten nicht mehr. Im Oktober hat die Inflationsrate in den G7-Ländern ein Niveau von 4,5% erreicht. Die Energiekomponente hat zu der Höhe maßgeblich beigetragen. Geringere Lieferungen aus Russland haben in Europa zu einem drastischen Anstieg des Gaspreises geführt. Auch der Ölpreis hat im November mit USD 85 pro Barrel einen Rekordwert seit 2014 erreicht. Nach dem coronabedingten Einbruch in 2020 haben sich die weltweiten ausländischen Direktinvestitionen in 2021 mit einem Anstieg von 77% stark erholt und lagen somit wieder über dem Vorkrisenniveau. Der Großteil dessen ist auf entwickelte Volkswirtschaften zurückzuführen. Direktinvestitionen in Entwicklungsländer haben sich um 30% gesteigert, den größten Zuwachs verzeichnete Ost- und Südostasien (+20%). Nach Meldung der WTO ist der weltweite Warenhandel in den ersten drei Quartalen im Jahr 2021 um 11,9% gestiegen und hat somit bereits zur Mitte des Jahres das Vorpandemieniveau übertroffen. Aufgrund zahlreicher Lockdownmaßnahmen hat der Handel mit Dienstleistungen hingegen im Berichtsjahr nicht das Niveau von vor der Pandemie erreichen können. 2.1.2 Branchenspezifische Entwicklungen Das Jahr 2021 war in der Energiewirtschaft wie bereits im Vorjahr im Wesentlichen durch die Auswirkungen der globalen COVID-19 Pandemie bei gleichzeitiger Beschleunigung der Umsetzung der Energiewende und der forcierten Bemühungen zur Erreichung der nationalen und internationalen Klimaschutzziele bestimmt. Grundsätzlich sind die Anforderungen und Herausforderungen sehr vergleichbar mit dem Vorjahr, die jeweiligen Auswirkungen unterscheiden sich jedoch erheblich. Ungeachtet der globalen COVID-19 Pandemie, hat sich die Entwicklungsdynamik der Strom- und Gasmärkte in Deutschland und das Engagement deutscher Unternehmen der Energiewirtschaft in internationalen Projekten weiter verstärkt. Der bereits im Jahr 2019 beschlossene Ausstieg aus der fossilen Stromerzeugung zieht eine Reihe an Maßnahmen zur Umsetzung hinsichtlich der Substitution durch erneuerbare Erzeugungsanlagen und deren Integration in das Netz nach sich. Dabei wurden durch die Betreiber der Übertragungs- und Verteilnetze als auch durch die Betreiber der Erzeugungsanlagen signifikante Investitionen auf den Weg gebracht. Die Verabschiedung des Klimaschutzgesetzes 1 im Juni 2021 mit seinen weitreichenden Anforderungen hat diese Bestrebungen noch weiter intensiviert. Die Energiewende schreitet in Deutschland und Europa weiter voran. Damit verbunden sind erhebliche Herausforderungen in der Erzeugung, Übertragung, Verteilung und Speicherung von Energie zu meistern. Gleichzeitig ist die Marktkonzentration bei der Stromerzeugung und beim Stromabsatz in 2021 wie in den Vorjahren weiter zurückgegangen. Laut Monitoringbericht 2 der Bundesnetzagentur betrug der aggregierte Marktanteil der fünf umsatzstärksten Unternehmen auf dem deutschen Stromabsatzmarkt in 2020 65,3 Prozent, im Vorjahr noch 70,1 Prozent. Der Anteil der fünf größten Anbieter an deutschen konventionellen Erzeugungskapazitäten ist ebenfalls von 57,5 Prozent auf 56,7 Prozent gesunken. Diese Entwicklung hat sich auch in 2021 fortgesetzt und ist Ausdruck einer starken Flexibilisierung und Dezentralisierung in der Energiewirtschaft mit einer wachsenden Zahl an dezentralen Erzeugungsanlagen mit Erdgas als Energieträger und dem wachsenden Zubau mit Photovoltaik und Windparks an Land und auf See. Wie in den zurückliegenden Jahren geht der konventionell erzeugte Strom zugunsten von Strom aus Erneuerbaren Energien weiter zurück. Nach einer Abschwächung des Ausbaus von Erneuerbaren Energien in 2018 und 2019 hat sich dieser nach einem Anstieg in 2020 auch im Jahr 2021 weiter fortgesetzt. Hier insbesondere im Bereich der industriellen Photovoltaik-Anlagen als auch im Bereich Offshore Wind. So betrug die insgesamt installierte Erzeugungskapazität Ende 2020 233,8 GW, wovon 103,3 GW aus nicht Erneuerbaren Energieträgern gewonnen wurden und 130,6 GW der Erneuerbaren Energieerzeugung zuzuordnen sind. Der Zubau mit Erneuerbarer Energieerzeugung im Jahr 2020 betrug 6,1 GW und ist damit etwa auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr. Aufgrund der stärkeren CO 2-Bepreisung und des beschlossenen Ausstiegs aus Kohle und Kernenergie ist eine Vielzahl von Marktaustritten von konventionellen Energieerzeugern zu verzeichnen. Die weiter voranschreitenden und tiefgreifenden Veränderungen im Erzeugungsbereich, hier insbesondere die Einspeisung aus Erneuerbaren Energien und die Modernisierung des Kraftwerksparks durch dezentrale KWK-Anlagen wirken sich unmittelbar auf den Netzbereich aus und verlangen auch hier weitreichende Anpassungen. Der notwendige Netzausbau hat seinen Rückstand immer noch nicht aufgeholt. Gleichzeitig zeichnen sich umfassende Vorbereitungs- und Planungs-Aktivitäten zur Umsetzung der hochgesteckten Ziele aus dem Klimaschutzgesetz und dem Koalitionsvertrag 3 der neuen Bundesregierung ab. Zunehmend wichtiger wird neben dem notwendigen Netzausbau auch die tatsächliche Umsetzung konkreter Maßnahmen für die Optimierung und höhere Auslastung der Stromnetze. Diese Instrumente werden bei der Dimensionierung der langfristigen Netzausbauplanung bereits berücksichtigt. Um den erforderlichen Ausbau der Stromnetze zu beschleunigen, wurde bereits in 2019 die Novelle des Netzausbau-Beschleunigungs-Gesetzes 4 verabschiedet, die den Betreibern einen zügigen und bedarfsgerechten Ausbau der Netze ermöglicht. Hier sind insbesondere massive Investitionen in die Netzinfrastruktur zu verzeichnen, um den wachsenden Anteil an Erneuerbaren Energien in das Übertragungs- und Verteilnetz zu integrieren, die Übertragungskapazitäten zwischen den Erzeugungszentren und den Lastzentren auszubauen und der Volatilität der Energieerzeugung aus Sonne und Wind Rechnung zu tragen. Diese Entwicklungen ziehen eine Vielzahl von Erneuerungs- und Neubaumaßnahmen in den Verteil- und Übertragungsnetzen nach sich. Im Bericht der Bundesnetzagentur zu den Verteilnetzen 5 ist der geplante 10-Jahres-Netzausbau im Vergleich zum Vorjahr um 17% gestiegen, was einen weiterhin akuten Netzausbaubedarf der Verteilnetze untermauert. Für den Zeitraum von 2020 bis 2030 sind insgesamt 3.252 Maßnahmen mit einem Ausbaubedarf von 16,05 Mrd. Euro geplant. Auch in diesem Bereich setzt sich die Entwicklung aus dem Vorjahr fort, wobei eine Vielzahl von Verzögerungen und Ausfällen durch die COVID-19 Pandemie aus dem Jahr 2020 kompensiert werden müssen. Die Auswirkungen der globalen Pandemie haben einen massiven Einfluss auf die Industrieproduktion und damit den Energieverbrauch bei Elektroenergie und Gas. Nach aktuell vorliegenden Zahlen 6 ist die Nettostromerzeugung in 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 5,5 % gesunken, der Stromverbrauch bei Industrie- und Gewerbekunden ist sogar um 7% zurückgegangen. Das Jahr 2021 hat diese Rückstände entgegen aller Prognosen recht schnell wieder kompensiert und aufgrund der vielen Nachholeffekte in der Wirtschaft ist der Energieverbrauch und damit auch die Erzeugung wieder angestiegen. Die Nettostromerzeugung im Jahr 2021 7 lag bei 582 TWh und damit etwa 3% über dem Vorjahr. Ungeachtet dieser Schwankungen, überwiegen jedoch die langfristigen Projekte der Energiewende und die massiven Anstrengungen und Investitionen diese umzusetzen den kurzzeitigen Einbruch. 1 https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2021/kw25-de-klimaschutzgesetz-846922 2 Monitoringbericht 2021, Bundesnetzagentur, 01.12.2021 3 https://www.bundesregierung.de/breg-de/service/gesetzesvorhaben/koalitionsvertrag-2021-1990800 4 https://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/073/1907375.pdf 5 Bericht zum Zustand und Ausbau der Verteilnetze 2020, Bundesnetzagentur, 01.03.2021 6 Monitoringbericht 2021, Bundesnetzagentur, 01.12.2021, S. 15 7 https://www.bdew.de/presse/presseinformationen/erneuerbare-energien-deckten-im-jahr-2021-rund-42-prozent-des-stromverbrauchs/ 3. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht 3.1. Prognosebericht 3.1.1. Allgemeiner Marktausblick Das Jahr 2021 war geprägt von einer weltweiten Erholung der Konjunktur. Zum Jahresende hat sich das Wachstum jedoch abgeschwächt. Globale Lieferengpässe, hohe Inflationsraten sowie das Auftreten der neuen Virusvariante Omikron bremsten die Erholung der Weltwirtschaft. Aufgrund der Entwicklungen im Ukrainekrieg hat der IWF im Update des World Economic Outlook vom April 2022 seine Prognose für das Weltwirtschaftswachstum im Jahr 2022 auf 3,6% gesenkt. Trotz des schwachen Starts für die Wirtschaft geht der IWF von einer schrittweisen Besserung der Lage im Jahresverlauf aus. Für den Euroraum rechnet der IWF in 2022 mit einem geringeren Wachstum der Wirtschaftsleistung (+2,8%) als im Vorjahr (2021: +5,2%). Auch für die chinesische Volkswirtschaft hat der IWF seine Konjunkturprognose für 2022 auf 4,4% gesenkt (2021: 8,1%). Für die größte Volkswirtschaft der Welt, die USA, hat der IWF die Wachstumserwartungen für 2022 deutlich herabgesetzt. Während sich die Wirtschaftsleistung in den USA im Gesamtjahr 2021 um 5,7% gesteigert hat, prognostiziert der IWF für das Folgejahr lediglich eine Zunahme von 3,7%. Als wesentlicher Faktor gilt das Scheitern des billionenschweren staatlichen Investitionspakets unter der Biden-Administration. Auch die Inflation beeinflusst die weitere konjunkturelle Entwicklung in den USA. Im Januar 2022 hat die Inflationsrate mit 7,5% das höchste Niveau seit 1982 erreicht. Angesichts der hohen Inflation signalisiert die US-Notenbank Federal Reserve für 2022 eine Zinserhöhung. Der Leitzins könnte sich zum Jahresende in einer Spanne von 0,75% - 1,0% bewegen. Jedoch warnt der IWF vor einer zu schnellen Straffung der Zinsen. Insbesondere für Schwellenländer könnte dies Kapitalabflüsse und Währungsabwertungen zur Folge haben. Hinsichtlich der Inflationsaussichten erwartet der IWF für das Jahr 2022 aufgrund von Lieferschwierigkeiten und steigenden Energiepreisen weiterhin deutlich erhöhte Teuerungsraten. Die Prognose der durchschnittlichen Inflationsrate in 2022 liegt für die Industriestaaten bei 5,0% und für die Entwicklungs- und Schwellenländer bei 6,1%. Laut World Economic Outlook vom April 2022 wird mit einem deutlichen Anstieg der Ölpreise (+54,7%) und Erdgaspreise (+147,0%) für das Gesamtjahr gerechnet. Bezüglich des Welthandels ist zu erwarten, dass Engpässe in der Logistik und hohe Wartezeiten an den Häfen weltweit das Wachstum in 2022 weiterhin belasten. Dennoch erwartet der IWF für das Jahr einen Anstieg des Welthandels um 5,0%. Der Ukraine-Krieg zum Jahresbeginn 2022 erschüttert die Menschheit weltweit. Der ökonomische Schaden wird zu einer wesentlichen Verlangsamung des Wirtschaftswachstums in 2022 führen. Die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft für das Gesamtjahr sind in ihrem Ausmaß nicht berechenbar, doch bereits zum Jahresanfang spiegeln sich die ersten Konjunktureffekte in explodierenden Gas- und Ölpreisen wider. Diese stellen kritische Faktoren für die weltwirtschaftliche Entwicklung dar. Russland ist eine Exportnation für Rohstoffe, viele europäische Länder sind in hohem Maße abhängig von russischen Gaslieferungen. Durch den Krieg ist der Ölpreis der Sorte Brent im März 2022 auf Rekordwerte von USD 140 pro Barrel gestiegen. Unsicherheiten bezüglich einer möglichen Gasknappheit wachsen stetig. Sollte Russland die Gaslieferungen reduzieren oder einstellen, könnte dies zu erheblichen Einschränkungen in der Produktion und abermals steigenden Preisen führen. Höhere Inflationsraten könnten die Notenbanken zu einem raschen Eingreifen in Form von Zinssteigerungen zwingen. Auf den russischen Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022 reagierte der Westen mit zahlreichen Sanktionen. Russische Banken wurden aus dem internationalen Zahlungssystem SWIFT ausgeschlossen und das Vermögen der russischen Zentralbank in den westlichen Ländern eingefroren. Zusätzlich haben viele westliche Unternehmen ihre Geschäftsbeziehungen mit Russland niedergelegt. Verlässliche Prognosen hinsichtlich der Auswirkungen auf die globale Konjunktur können aufgrund der dynamischen Entwicklung in der Ukraine nicht vollständig getroffen werden. Die Lage der Weltwirtschaft wird im Jahresverlauf maßgeblich von dem Kriegsgeschehen und möglichen weiteren Sanktionen beeinflusst werden. 3.1.2. Branchenspezifischer Ausblick Der Ausbau der Erneuerbaren Energien wird sich erwartungsgemäß auch in den kommenden Jahren beschleunigen und fortsetzen, um die politisch beschlossenen nationalen und internationalen Klimaschutzziele erreichen zu können. Zusätzlich bringen die beschlossenen Aktionen aus dem European Green Deal 8, dem Klimaschutzgesetz und dem Koalitionsvertrag konkrete Vorgaben und Impulse zur nationalen Umsetzung. Dazu werden die Kapazitäten bei den fossilen und nuklearen Erzeugungseinheiten auf der Basis von entsprechenden Gesetzen mit klaren Enddaten schrittweise reduziert. Dabei sind jedoch noch große länderspezifische Unterschiede in der Energiepolitik in Europa festzustellen. Während der Ausbau in Vorreiterländern wie Deutschland weit vorangeschritten ist, hat der Ausbau in vielen anderen Ländern gerade erst begonnen. Die aktuellen energiepolitischen Entwicklungen und die signifikante und anhaltende Veränderung des Energiemix von fossilen Energiequellen hin zu erneuerbaren Energiequellen erfordern in jedem Fall einen intensiven Ausbau der elektrischen Netze im Übertragungs- als auch im Verteilnetzbereich. Die angestrebte Energiewende in Deutschland und in anderen europäischen Ländern ist ohne den erheblichen Ausbau der Kapazitäten in den Übertragungs- und Verteilnetzen nicht zu realisieren. Zusätzlich spielen Energiespeicher für Elektrizität, Wärme und grünen Wasserstoff eine immer wichtigere Rolle bei der Flexibilisierung der Energiewirtschaft. All die Anstrengungen der Digitalisierung der Verfahren, Prozesse und Systeme der Energiewirtschaft bieten sich unzählige Chancen einer unternehmerischen Tätigkeit. Dementsprechend sind in den nächsten Jahren weiterhin extrem hohe Investitionsbudgets bei den Netzbetreibern und Erzeugern eingeplant. In vielen Bereichen sind die Verfahren und Technologien Neuland und erfordern damit ein hohes Maß an technischen und wirtschaftlichen Innovationen. Damit ist auch kontinuierlich ein sehr hoher Bedarf an Beratungsdienstleistungen auf allen Gebieten des Portfolios der DNV ENERGY SYSTEMS zu erwarten. Diesen Erwartungen stehen auch die Auswirkungen der globalen COVID-19 Pandemie nicht entgegen. Im Gegenteil, sowohl auf nationaler Ebene als auch auf der Ebene der Unternehmen der Energiewirtschaft werden erhebliche Anstrengungen unternommen, um die bestehenden ambitionierten Pläne noch zu beschleunigen. Als Beispiel sei hier das beschleunigte Programm 9 des Übertragungsnetzbetreibers 50Hertz zu nennen. Aufgrund dieser andauernden und umfassenden Entwicklung bei gleichzeitigen knappen Ressourcen ist weiterhin mit einer stabilen Nachfrage nach Leistungen der DNV ENERGY SYSTEMS zu rechnen. Auch in Bereich der Trainings- und Schulungsbereiche ist mit einem Wachstum des Geschäftes zu rechnen. Dieses Wachstum speist sich zum Teil aus Nachholeffekten aus den Vorjahren als auch aus den neu hinzugewonnenen Möglichkeiten der Nutzung von Remote-Trainings, die während der Pandemie entwickelt wurden. Dadurch können neue Marktsegmente und geographisch weiter entfernte Kunden bedient werden. Im Bereich der konventionellen Energieerzeugung ist nach der Erwartung der Geschäftsführung in den kommenden Jahren weiterhin mit einer aktiven Bautätigkeit bei der Modernisierung von Bestandsanlagen und beim Neubau von dezentralen Erzeugungsanlagen zu rechnen. Die Tendenz geht dabei von der Planung einzelner konventioneller Großanlagen hin zu mehr strategischen Überlegungen für ein zukünftiges Integriertes Energiesystem mit unterschiedlichen hochflexiblen und hocheffizienten Anlagen und neuen Speichertechnologien für thermische, elektrische und chemische Energie. Der Kraft-Wärme-Kopplung kommt dabei insbesondere zur Sicherung der Fernwärmeversorgung eine besondere Rolle zu. Insgesamt ergibt sich ein positiver Bedarfstrend für alle von der DNV ENERGY SYSTEMS angebotenen technischen und strategischen Beratungsleistungen in der Energiebranche. Gleichzeitig besteht jedoch die permanente Notwendigkeit für flexible Anpassungen an aktuelle und schnelllebige Marktentwicklungen und den dazu erforderlichen Ausbau an Kapazität und Kompetenzen. Insbesondere der schnelle Aufbau der Ressourcen in der Organisation wird zum Kernthema der Realisierung von weiterem Wachstum, da der Arbeitsmarkt in den relevanten Ingenieurberufen in Deutschland deutlich angespannt ist. Im Ausblick auf das Jahr 2022 ist insbesondere der Einmarsch Russlands in die Ukraine von erheblicher Bedeutung. Auch wenn sich die konkreten Auswirkungen momentan nicht abschätzen lassen und die Entwicklungen von einer hohen Dynamik geprägt sind, ist mit einer erheblichen Störung der Lieferketten für die in der Energiewirtschaft erforderlichen Rohstoffe und Energieträger zu rechnen. Diese anhaltende Störung wird sich im Einkaufsverhalten und in der Projektrealisierung der Kunden der DNV ENERGY SYSTEMS niederschlagen. Gegenläufig dazu sind die wachsenden Anstrengungen zur Reduktion der Abhängigkeit von russischen Energieimporten durch eine noch einmal intensivierte Beschleunigung des Ausbaus der Nutzung von erneuerbaren Energien - Wind, Solar, Wasserstoff - zu betrachten. 8 https://ec.europa.eu/info/strategy/priorities-2019-2024/european-green-deal_en, 15.03.2021 9 https://www.50hertz.com/en/News/FullarticleNewsof50Hertz/id/7564/taking-the-right-actions-more-quickly-50hertz-increases-investments-in-energy-transition-infrastructure, 15.03.2021 3.1.3 Unternehmensleistung und -ergebnis Die DNV Energy Systems Germany GmbH erwartete für das Geschäftsjahr 2021 leicht steigende Umsatzerlöse und ein leicht steigendes Jahresergebnis vor Ergebnisabführung. Die Umsatzerlöse konnten in 2021 um TEUR 1.622 auf TEUR 16.007 gesteigert werden, der Jahresfehlbetrag vor Verlustausgleich verbesserte sich um TEUR 1.143 auf TEUR -705. Sowohl Umsatz und Ergebnis im Bereich der Ingenieursdienstleistungen haben sich sichtlich verbessert und selbst bei den Trainingsservices konnten die Ergebnisse des Vorjahres durch die ergriffenen Maßnahmen der Digitalisierung mehr als kompensiert werden. Auch das Geschäft mit den Förderbanken, welches im Jahr 2020 noch recht problematisch war, hat wieder angezogen und trug zu einem verbesserten Gesamtergebnis bei. Zu Beginn des Jahres 2022 hat der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine zu einer erheblichen Verunsicherung in der Energiewirtschaft im deutschen Markt geführt. Durch die drohende Gasmangellage und massiv gestiegene Brennstoffkosten für Kohle, Gas und Öl ist die Ertragslage vieler kommunaler Energieversorger signifikant unter Druck geraten, was sich in einer erheblichen Investitionszurückhaltung widerspiegelt. Projekte in diesem Umfeld werden entweder verschoben, gestreckt oder dauerhaft ausgesetzt. Gleichzeitig ist bei den großen Infrastrukturprojekten eine Verschiebung des Fokus auf die möglichst schnelle Fertigstellung der bereits begonnenen Projekte zu verzeichnen. Dazu werden momentan verstärkt Projektmanagement- und Bauleitungskapazitäten angefragt, die der Markt kurzfristig nur schwer bereitstellen kann. Die genannten Effekte führen zu einem reduzierten Auftragseingang im ersten Halbjahr 2022. Aufgrund der unverminderten und teilweise erheblich verstärkten Aktivitäten im Ausbau der Netze und der erneuerbaren Energieerzeugung ist weiter mit einem stabilen Auftragseingang zu rechnen. Es wird ein Umsatz auf Vorjahresniveau für 2022 erwartet. Erfahrungsgemäß ziehen die Aktivitäten im 2. Halbjahr an, was in diesem Jahr noch einmal durch eine weitreichende regulatorische Gesetzgebung (Sommerpaket) gefördert wird. Auf der Ergebnisseite ist jedoch weiter mit einem gleichbleibenden Verlust vor Ergebnisabführung zu rechnen, da sich die im Frühjahr durchgeführten Steigerungen an Löhnen und Gehältern erst mit einer Verzögerung im Markt abbilden lassen (bestehende Rahmenverträge). Zusätzlich belastet die noch geringe Produktivität von zum Ausbau der Kapazität erforderlichen Neueinstellungen das Ergebnis. 3.2. Risikobericht Das Risikomanagement der Gesellschaft ist in das konzernweite Risikomanagementsystem der DNV-Gruppe integriert. Risikomanagementsystem Die Risikoidentifikation erfolgt durch die verantwortlichen Manager der Geschäftseinheiten. Die Einordnung der relevanten Risiken wird - unterstützt durch ein geschäftsbereichsübergreifendes Gremium (Risiko-Forum) - zentral vorgenommen. Zur Identifikation und Nachverfolgung der notwendigen Gegenmaßnahmen wurden Risiko-Verantwortliche für alle Risiken benannt. In halbjährlichen Risikoberichten wird die Geschäftsführung über die aktuelle Risikosituation unterrichtet. Sollte sich die Risikolage entscheidend ändern, werden signifikante Einzelrisiken mit Hilfe einer Ad-hoc-Berichterstattung aufgezeigt. Risikobericht Der DNV AS bieten sich durch ihre internationale Aufstellung und ihr breites Leistungsangebot vielfältige wirtschaftliche Chancen, aber auch unternehmerische und branchenspezifische Risiken. Diese Risiken betreffen insbesondere externe Einflüsse, das Marktumfeld, aber auch operative Risiken, die aus Kern- und Unterstützungsprozessen resultieren können. Die aktuelle, weltweite COVID-19-Pandemie birgt auch weiterhin schwer zu quantifizierende moderate bis hohe Risiken durch potenzielle Erkrankung/Quarantäne von Mitarbeitern, Projektverzögerungen, verzögerte Order-Intake und Implikationen bezüglich Cash-Flows (verspätete Zahlungsziele z. B. durch Mitigation Measures unserer Kunden). Um der Gewichtung der im Risikobericht aufgeführten Risiken Sorge zu tragen, wurden die Aspekte nachstehend in absteigender Reihenfolge, beginnend mit dem größten Risiko, dargestellt. Compliance Unter Compliance-Risiken werden u. a. rechtliche Risiken, Risiken aus Verstößen gegen Compliance-Vorschriften und Risiken aus Verstößen gegen anwendbares Recht betrachtet. Die DNV Group hat eine Compliance-Organisation eingerichtet, die durch ein Compliance-Programm für Mitarbeiter diesen Risiken begegnet. Das Compliance-Programm der DNV Group wird stetig weiterentwickelt und den sich ändernden Anforderungen angepasst. Der Group Compliance-Officer berichtet an den Group CEO, das Board of Directors der DNV Group AS sowie an den Aufsichtsrat der DNV GL SE über den Aufbau und die Weiterentwicklung des Compliance-Programms für die ganze Gruppe sowie über Non-Compliance Fälle und Maßnahmen der DNV AS, die zur Aufklärung, Prävention und gegebenenfalls Sanktionierung ergriffen wurden. Wesentliche Compliance-Einzelrisiken sind aus heutiger Sicht nicht erkennbar. Personalrisiken Durch Mitarbeiterfluktuation kann wichtiges Know-how verloren gehen. Daher binden wir unsere Fach- und Führungskräfte mit Fach- und Förderprogrammen, leistungsorientierten Vergütungssystemen und internationalen Entwicklungsperspektiven stärker an uns. Risiken aus vorsätzlichen rechtswidrigen Handlungen einzelner Mitarbeiter sind nicht auszuschließen. Dem wird mit einer restriktiven Funktionstrennung, Vier-Augen-Prinzip sowie dem konzernweit geltenden DNV Management System und dem Verhaltenskodex entgegengewirkt. Möglichem Fehlverhalten wird konsequent nachgegangen. Informationstechnische Risiken Laufend werden Vorkehrungen von hoher Priorität getroffen, die der Sicherheit der Informationssysteme dienen, um einen Systemausfall mit unter Umständen gravierenden Folgen für das gesamte Unternehmen zu vermeiden. Dieses Risiko wird durch diverse Sicherheitsmaßnahmen wie Zutrittskontrollsysteme, Notfallpläne und die unterbrechungsfreie Stromversorgung wichtiger Systeme sowie durch Datenspiegelungen minimiert. Gegen Datensicherheitsrisiken durch unberechtigte Zugriffe auf IT-Systeme werden u. a. Firewall Systeme und Virenscanner sowie sogenannte Penetration Tests eingesetzt. In 2019 wurde darauf aufbauend eine ISO 27001 Zertifizierung durchgeführt, die das Thema Informationssicherheit im erweiterten Sinne beleuchtet hat. Erforderliche Verbesserungen wurden implementiert. Risiken aus Investitionen Investitionsentscheidungen sind im Allgemeinen Entscheidungen unter Unsicherheit über Umweltfaktoren. Um diesem inhärenten Risiko zu begegnen, führt die DNV ENERGY SYSTEMS detaillierte Investitionsanalysen durch, bei denen Chancen und Risiken analysiert bzw. quantifiziert werden. Diese Quantifizierung erfolgt anhand von allgemein anerkannten Investitionsrechnungsverfahren wie Kapitalwert- oder Interner Zinsfußmethode. Forschung und Entwicklungsrisiken Die Ertragslage der DNV ENERGY SYSTEMS kann durch neue Dienstleistungen und Produkte, die sich als nicht erfolgreich erweisen, negativ beeinflusst werden. Die DNV ENERGY SYSTEMS begegnet diesem Risiko, indem sie ihre Strategieumsetzung im Rahmen eines standardisierten Prozesses kontinuierlich überprüft. Daneben werden finanzielle und nicht-finanzielle Steuerungsgrößen laufend überwacht. Finanzwirtschaftliche Risiken Für den Umgang mit finanzwirtschaftlichen Risiken bestehen detaillierte Richtlinien und Vorgaben. Im Geschäftsjahr wurden die bestehenden Konzernrichtlinien im Verbund mit der neuen Konzernmuttergesellschaft DNV Group AS Norwegen weiter angepasst. Der deutsche Teilkonzern DNV GL SE und seine Gruppengesellschaften verhalten sich in diesem Sinn als Teil des Gesamtkonzerns. Sämtliche Finanzprozesse im Treasury der DNV GL SE (und ihrer Tochtergesellschaften) wurden im Rahmen einer einheitlichen Konzernsteuerung in der Holdingfunktion "Group Treasury"an den Standorten Hamburg und Høvik organisiert. Währungsrisiken bestehen insbesondere aus operativen Ein- und Auszahlungen, die in einer anderen als der funktionalen Währung der DNV Group-Konzerngesellschaften abgeschlossen wurden, oder bei bilanziellen Fremdwährungspositionen. Diesen Risiken begegnet die DNV Group AS über den Abschluss von Derivaten zu Sicherungszwecken. Derivative Finanzinstrumente dürfen nicht zu spekulativen Zwecken eingesetzt werden. Geeignete Sicherungsgeschäfte (Devisentermingeschäfte, Devisenoptionen und Devisenswaps) werden durch die Abteilung Group Treasury der Konzernmuttergesellschaft DNV Group AS mit externen Kontrahenten gehandelt und überwacht. Konzerngesellschaften schließen keine derivativen Transaktionen mit externen Kontrahenten ab, sondern werden, falls notwendig, durch interne Finanztransaktionen mit der DNV GL SE oder DNV Group AS versorgt. Die jederzeitige Liquidität und Finanzierung werden ebenfalls durch Group Treasury sichergestellt. Zum Teil bestehen Cash Pooling Strukturen mit Banken, die den Zugang zu Liquidität gewährleisten. Im DNV Konzern besteht ein konzernweites Finanzberichtssystems zur Abbildung der Liquiditätssituation aller Konzerngesellschaften inklusive der DNV GL SE Tochtergesellschaften. Kurz- oder mittelfristigen Liquiditätsengpässen der Tochtergesellschaften wird durch die Bereitstellung finanzieller Mittel aus dem konzernweiten Cashpool Rechnung getragen. Langfristige Finanzmittel werden den Konzerngesellschaften über interne Kreditvereinbarungen gewährt, die sich an dem Maßstab des Drittvergleichs orientieren. Die Finanzierungspolitik des Konzerns ist auf eine langfristige Finanzplanung abgestimmt und wird zentral gesteuert. Ziel der Liquiditätssteuerung für alle Gesellschaften des Konzerns ist es, den Finanzbedarf innerhalb des Konzerns zu koordinieren und jederzeit zu gewährleisten. Risiken aus Forderungsausfällen werden im Rahmen eines aktiven Forderungsmanagements gesteuert. Wesentliche Elemente hierbei sind sorgfältige Auswahl von Neukunden und eine Risikoeinschätzung des Kundenbestandes. Haftungsrisiken Rechtsstreitigkeiten, die im Zusammenhang mit der Leistungserbringung entstehen können, wird durch die frühzeitige Einbindung des Zentralbereichs "Group Legal" sowie externer lokaler Rechtsberater begegnet. Im Geschäftsbereich Renewables werden Verträge in der Regel auf der Grundlage von rechtlich geprüften Vertragsmustern von entsprechend geschultem Personal erstellt. Für eventuelle Schadensfälle und Haftungsrisiken aus den täglichen Geschäften werden Versicherungen abgeschlossen, wenn dies möglich ist. Im DNV Konzern bestehen unter anderem branchenübliche Haftpflicht- und Sachversicherungen. Diese werden regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. Für mögliche finanzielle Belastungen aus rechtlichen Risiken wurden wie in den vergangenen Jahren Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet. Rechtsstreitigkeiten Etwaige Rechtsstreitigkeiten werden unmittelbar nach Kenntnis von der zentralen Rechtsabteilung "Group Legal" bearbeitet. Sich daraus ergebende Risiken sind im Jahresabschluss durch die Bildung von Rückstellungen angemessen berücksichtigt. Derzeit bestehen bei der DNV ENERGY SYSTEMS keine Rechtsstreitigkeiten, die von materieller Bedeutung sind. Gesamtrisiko Die Gesamtrisikosituation der DNV ENERGY SYSTEMS wird im Rahmen des Risikomanagements bewertet und gesteuert. Zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Lageberichts ist die weltweite COVID-19-Pandemie weiterhin ein beherrschendes Thema. Hinzu kommt. dass die außergewöhnliche Unsicherheit aufgrund der nicht absehbaren Folgen der Kriegshandlungen in der Ukraine und der Sanktionen gegen Russland alle Prognosen für die kommenden Jahre erschweren. Die Situation wird vom Management fortlaufend analysiert, um entsprechende Maßnahmen zum Schutze der Belegschaft, der Kunden und der Gesellschaft einleiten zu können. Dazu gehört etwa ein konsequent betriebenes Forderungsmanagement.. Ergriffene Maßnahmen werden auch in 2022 fortgeführt bzw. an die aktuellen Entwicklungen angepasst. 3.3. Chancenbericht Die globale Transformation der Energieversorgung von der fossilen und nuklearen Erzeugung zu einer nachhaltigen Erzeugung aus erneuerbaren Energien ist ungebrochen und hat sich im Berichtszeitraum weiter verstärkt. Diese Entwicklung eröffnet nach Einschätzung der Geschäftsführung weltweite und umfangreiche Geschäftschancen auf dem Geschäftsgebiet der DNV ENERGY SYSTEMS. Insbesondere der dynamische Transformationsprozess selbst und die damit einhergehenden politischen, regulatorischen, technischen und organisatorischen Herausforderungen schaffen permanent neue Betätigungsfelder. Dabei nimmt der Umfang, die Komplexität und die Intensität der möglichen Aufgaben permanent zu. Gleichzeitig stehen im nationalen als auch im internationalen Umfeld nur begrenzte Ressourcen zur Verfügung, die diese Aufgaben bewältigen können. Der Umfang der Aufgaben erfordert eine permanente Weiterentwicklung des Portfolios, insbesondere in den Bereichen der Digitalisierung der Verfahren und Prozesse bei Übertragungs- und Verteilnetzbetreibern als auch bei den vielen Stadtwerken und dezentralen Erzeugern in Deutschland. Der erhebliche Netzausbau in Deutschland und vor allem dessen Beschleunigung stellt die Betreiber vor die Herausforderung, massive Infrastrukturprojekte im Bereich mehrerer Milliarden Euro zu realisieren. Für diese Großprojekte ist DNV nach der Einschätzung der Geschäftsführung ein zuverlässiger und anerkannter Partner mit einer soliden und dauerhaften Kundenbasis. Zusätzlich verfügt die DNV Energy Systems GmbH hierbei durch die enge Verzahnung innerhalb des Konzerns und den regen Austausch an Informationen, Erfahrungen und Ressourcen nach der Einschätzung der Geschäftsführung über einen Wettbewerbsvorteil, der durch die auf Konzernebene geförderte Innovationskraft noch einmal gestärkt wird.
Hamburg, 26. August 2022 Die Geschäftsführung Mathias Steck Dr. Thomas Werner Bilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021Sitz der DNV Energy Systems Germany GmbH ist Hamburg. Mit Eintragung vom 05.03.2021 im Handelsregister firmiert die ehemalige DNV GL Energy Advisory GmbH unter DNV Energy Systems Germany GmbH. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 149659 im Register des Amtsgerichts Hamburg eingetragen. I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 wurde unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften des dritten Buchs des Handelsgesetzbuchs (§§ 242 ff. HGB) und den ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Liquiditätsausstattung erfolgt aktuell im Rahmen des konzernweiten Cash Managements. In 2020 nahm die Gesellschaft ein Intercompany-Darlehen in Höhe von TEUR 5.000 auf, sodass eine ausreichende Liquiditätsausstattung in Hinblick auf die Prämisse der Unternehmensfortführung auch weiterhin gegeben ist. Ferner ist die Muttergesellschaft DNV GL SE im Rahmen des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags zum Ausgleich eines entstehenden Jahresfehlbetrags verpflichtet. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Von den Erleichterungsvorschriften des § 288 Abs. 2 HGB wird Gebrauch gemacht. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Um die Klarheit und Übersichtlichkeit zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten in diesem Anhang gemacht. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu fortgeführten Anschaffungskosten ausgewiesen. Die planmäßigen Abschreibungen auf das Anlagevermögen werden linear nach Maßgabe der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt. Soweit erforderlich werden außerplanmäßige Wertminderungen und Wertaufholungen berücksichtigt. Folgende Nutzungsdauer wird für die wesentliche Gruppe des Sachanlagevermögens zu Grunde gelegt:
Die Angemessenheit der gewählten Abschreibungsmethoden, wirtschaftlichen Nutzungsdauern und der angenommenen Restwerte wird jährlich überprüft. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die unfertigen Leistungen wurden mit den Herstellungskosten bis zum Auftragswert als Obergrenze bewertet. Verluste aus nicht kostendeckenden Aufträgen wurden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung als Aufwand erfasst. Das bestehende Wahlrecht hinsichtlich der Aktivierung von Verwaltungskosten wurde ausgeübt, um den steuerlichen Vorschriften zu folgen. Vertriebs- und Forschungskosten sind nicht Teil der aktivierten Herstellungskosten. Soweit erforderlich, werden Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den vereinbarten Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihrem Nominalbetrag angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % der nicht einzelwertberichtigten Forderungen Rechnung getragen. Fremdwährungsforderungen wurden zum Mittelkurs am Tag der Entstehung angesetzt und am Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit diese Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe des nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (das heißt einschließlich künftiger Preis- und Kostensteigerungen) gebildet worden. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Zur Berechnung der Rückstellung wurden folgende Annahmen getroffen:
Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 30 (Vorjahr: TEUR 38), der gemäß § 253 Abs. 6 HGB einer Ausschüttungssperre unterliegt. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Der beizulegende Wert des zu verrechnenden Deckungsvermögens beträgt im Jahr 2021 TEUR 306. Dabei betragen die Anschaffungskosten TEUR 435 und der Erfüllungsbetrag TEUR 129. Der verrechnete Aufwand beträgt im Geschäftsjahr aus Altersversorgung TEUR 41 (Vorjahr: TEUR 13) und der Zinsaufwand TEUR 21 (Vorjahr: TEUR 24). In 2020 erfolgte erstmals die Saldierung der Pensionsrückstellungen mit dem Deckungsvermögen. Die Jubiläumsrückstellungen wurden im Jahresabschluss 2021 unter Zugrundelegung des von der Deutschen Bundesbank ermittelten und bekanntgegebenen durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre für eine Restlaufzeit von 15 Jahren von 1,35 % (Vorjahr: 1,60 %) und der Anwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Die Jubiläumsrückstellungen wurden gemäß der Projected-Unit-Credit-Method (PUC-Methode) bewertet. Als Gehaltssteigerung wurden 0,0 % p. a. (Vorjahr: 0,0 % p. a.) angesetzt. Der Aufwand aus der Aufzinsung der Jubiläumsrückstellung findet sich im Zinsaufwand. Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden zum Mittelkurs am Tag der Entstehung angesetzt und am Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. III. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens wird unter Angabe der Abschreibungen im Anlagenspiegel in der Anlage dieses Anhangs dargestellt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von gesamt TEUR 6.334 (Vorjahr TEUR 5.321) betreffen in Höhe von TEUR 4.585 (Vorjahr: TEUR 3.207) Forderungen gegen die DNV AS aus dem konzerninternen Cashpool und TEUR 705 Forderungen gegen die Gesellschafterin DNV GL SE (Vorjahr: TEUR 1.848) aus der Verlustübernahme im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrags. Der Rest betrifft mit TEUR 1.044 (Vorjahr: TEUR 266) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. 3. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 511.300,00 (Vorjahr: EUR 511.300,00) und ist voll eingezahlt. Es besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der DNV GL SE mit Sitz in Hamburg, Amtsgericht Hamburg, HRB 115442. 4. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.359 (Vorjahr: TEUR 1.033) bestehen im Wesentlichen aus personalbezogenen Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.177 (Vorjahr: TEUR 843). 5. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 5.956 betreffen in Höhe von TEUR 5.000 ein in 2020 aufgenommenes Intercompany-Darlehen gegenüber der DNV Group AS. Die in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthaltenen Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin DNV GL SE betragen TEUR 390 (Vorjahr: TEUR 481) und resultieren aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. 6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat nicht in der Bilanz enthaltene sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 2.066(Vorjahr: TEUR 1.611), die mit TEUR 1.687 (Vorjahr: TEUR 1.399) aus Mieten sowie mit TEUR 378 (Vorjahr: TEUR 211) aus Leasingaufwendungen resultieren. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthaltenen Erträge aus der Währungsumrechnung betragen TEUR 25 (Vorjahr: TEUR 5), die analog zum Vorjahr fast ausschließlich realisierte Währungskurserträge darstellen. Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 29 (Vorjahr: TEUR 23) betreffen in Höhe von TEUR 29 realisierte Aufwendungen (Vorjahr: TEUR 23). V. Sonstige Angaben Anzahl der Mitarbeiter Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 102 Mitarbeiter (Vorjahr: 102), davon 25 Frauen und 77 Männer. Geschäftsführer Die bestellten Geschäftsführer der Gesellschaft waren während des Geschäftsjahres 2021: Herr Dr. Andreas Schröter, Hamburg, Executive Vice President Central Europe & Mediterranean Energy Advisory, bis 05.07.2021 Herr Mathias Steck, Tornesch, Service Area Manager Renewables Northern Europe, seit 14.05.2021 Herr Dr. Thomas Werner, Dresden, Head of Department Market Area Germany Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Konzernzugehörigkeit Alleinige Gesellschafterin ist die DNV GL SE, Hamburg. Zur Erstellung eines Konzernabschlusses war die DNV GL SE, Hamburg, zum 31. Dezember 2021 nicht verpflichtet, da die DNV Group AS, Høvik/Norwegen, in ihrer Eigenschaft als Konzernleitung zum 31. Dezember 2021 für den kleinsten Kreis an Unternehmen einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht mit befreiender Wirkung für die DNV GL SE, Hamburg, erstellt, in den die DNV Energy Systems Germany GmbH einbezogen wird; dieser wird im Bundesanzeiger offengelegt. Der Konzernabschluss der DNV Group AS wird seinerseits in den Konzernabschluss der Stiftelsen Det Norske Veritas, Høvik/Norwegen, (Registernummer 911 177 781) als höchster Konzernspitze einbezogen. Dieser Konzernabschluss kann bei der DNV (Corporate Communications), P.O. Box 300, 1322 Høvik/Norwegen, angefordert werden. Nachtragsbericht Zum Zeitpunkt der Aufstellung bestehen Unsicherheiten im Hinblick auf den Ukraine - Russland Krieg.
Hamburg, den 26. August 2022 DNV Energy Systems Germany GmbH Mathias Steck, Geschäftsführer Dr. Thomas Werner, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die DNV Energy Systems Germany GmbH, Hamburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der DNV Energy Systems Germany GmbH(bis 5. März 2021: DNV GL Energy Advisory GmbH), Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DNV Energy Systems Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 26. August 2022 KPMG
AG
Heckert, Wirtschaftsprüfer Rienecker, Wirtschaftsprüferin Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2021 / ErgebnisverwendungsbeschlussDer Jahresabschluss zum 31.12.2021 wird festgestellt und genehmigt. Aufgrund des mit der DNV GL SE, Hamburg, bestehenden Beherrrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags wird das Ergebnis wie folgt verwendet:
Hamburg, 29. August 2022 DNV GL SE, Hamburg |
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