Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 246734
Eingetragen
12.2.2019
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzEffekten- und Warenterminhandel
Gegenstand
Gesellschaft ist ein Wertpapierinstitut im Sinne des Wertpapierinstitutsgesetzes (WpIG). Gegenstand ihrer Tätigkeit sind folgende Finanzdienstleistungen und Nebendienstleistungen: a) Vermittlung von Geschäften über Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten (Anlagevermittlung), b) Abgabe von persönlichen Empfehlungen an Kunden oder deren Vertreter, die sich auf Geschäfte mit bestimmten Finanzinstrumenten beziehen, sofern Empfehlung auf eine Prüfung der persönlichen Umstände des Anlegers gestützt oder als für ihn geeignet dargestellt wird und nicht ausschließlich über Informationsverbreitungskanäle oder für die Öffentlichkeit bekannt gegeben wird (Anlageberatung), c) Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten im fremden Namen für fremde Rechnung (Abschlussvermittlung), d) Verwaltung einzelner in Finanzinstrumenten angelegter Vermögen für andere mit Entscheidungsspielraum (Finanzportfolioverwaltung), e) sonstige mit den unter den Buchstaben a) bis d) genannten Dienstleistungen unmittelbar verbundene Tätigkeiten. Gesellschaft ist nicht befugt, sich bei Erbringung von Finanzdienstleistungen Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren von Kunden zu verschaffen. Gesellschaft darf keine Finanzinstrumente für eigene Rechnung anschaffen oder veräußern und nicht auf eigene Rechnung handeln.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Wolfgang Dr. Mader
seit 12.2.2019
Geschäftsführer
Reinhold Dr. Hafner
seit 12.2.2019
Geschäftsführer
Bernhard Dr. Brunner
seit 12.2.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
33.33%
33.33%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

FINCCAM GmbH
Germany
75.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

FINCCAM Investment GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
1. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 945.313,87 809.462,97
2. Forderungen an Kunden 1.416.511,02 1.611.340,62
3. Sachanlagen 2.143,00 2.703,00
4. Sonstige Vermögensgegenstände 20.867,18 1.248,60
5. Rechnungsabgrenzungsposten 12.745,00 12.687,00
2.397.580,07 2.437.442,19

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Sonstige Verbindlichkeiten 699.296,08 1.110.395,30
2. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 0,00 91.597,47
b) sonstige Rückstellungen 65.700,00 65.700,00 76.596,32
3. Eigenkapital
a) Eingefordertes Kapital
gezeichnetes Kapital 75.000,00 75.000,00
b) Kapitalrücklage 150.000,00 150.000,00
c) Bilanzgewinn 1.407.583,99 933.853,10
2.397.580,07 2.437.442,19

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit - und Geldmarktgeschäften 0,00 2.001,22
2. Provisionserträge 5.591.444,51 5.941.106,49
3. Provisionsaufwendungen 109.508,09 5.481.936,42 212.897,55
4. Sonstige betriebliche Erträge 3.888,04 22.303,17
5. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) andere Verwaltungsaufwendungen 4.778.068,99 4.979.622,86
4.778.068,99 4.979.622,86
6. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen 560,00 94,00
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 422,17 2.771,19
8. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 706.773,30 770.025,28
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 233.042,41 253.910,97
10. Jahresüberschuss 473.730,89 516.114,31
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 933.853,10 417.738,79
12. Bilanzgewinn 1.407.583,99 933.853,10

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der vorliegende Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH) unter Beachtung der für Wertpapierinstitute geltenden zusätzlichen Vorschriften (§§ 340 ff HGB) erstellt. Daneben wird die Verordnung über Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) berücksichtigt.

Gemäß § 340a Abs. 1 HGB i.V.m. § 340 Abs. 4a HGB hat die finccam investment GmbH als kleine Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 1 HGB bei der Aufstellung des Jahresabschlusses die für große Kapitalgesellschaft geltenden Vorschriften anzuwenden.

Die Darstellung und Reihenfolge der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach den gesetzlichen Vorschriften. In der Bilanz wurde im Vorjahr der Ausweis beim Eigenkapital an die Vorgaben der RechKredV angepasst. Gleiches gilt für die Darstellung nach dem Jahresüberschuss in der Gewinn- und Verlustrechnung.

Die Abschlusswährung lautet auf Euro.

Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht München unter der Registernummer HRB 246734 geführt und hat ihren Sitz in der Uhlandstraße 4, 80336 München.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Barreserve und Forderungen an Kreditinstitute werden zum Nennwert angesetzt.

Forderungen an Kunden resultieren aus erbrachten Dienstleistungen und werden zum Nennwert angesetzt.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen. Hierbei wird eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer bei den Abschreibungen zu Grunde gelegt. Die Abschreibung erfolgt unter Anwendung der linearen Methode.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert bewertet.

Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten sowie sonstige Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen die für das abgelaufene Geschäftsjahr anfallenden Ertragsteuern sowie alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 75.000,00 und entspricht dem Eintrag im Handelsregister und der Satzung. Unter der Position Kapitalrücklage sind Zuzahlungen der Gesellschafter in das Kapital der Gesellschaft ausgewiesen.

Erträge bzw. Aufwendungen werden mit Erbringung bzw. Inanspruchnahme der Leistung oder zum Zeitpunkt ihrer Realisierung bzw. Verursachung als Ertrag bzw. Aufwand erfasst. Erforderlichenfalls werden Zahlungen abgegrenzt, um sie periodengerecht als Ertrag bzw. Aufwand zu erfassen.

Angaben zur Bilanz

Die Forderungen an Kreditinstitute mit TEUR 945 (Vj. TEUR 809) sind täglich fällig.

Forderungen an Kunden mit TEUR 1.417 (Vj. TEUR 1.611) haben eine Fristigkeit von unter drei Monaten.

Die Entwicklung der Sachanlagen ist in nachfolgender Tabelle dargestellt:

Historische Anschaffungskosten
01.01.2023 Zugang Abgang 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.797,00 0,00 0,00 2.797,00
2.797,00 0,00 0,00 2.797,00
Abschreibungen
01.01.2023 Zugang Abgang 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 94,00 560,00 0,00 654,00
94,00 560,00 0,00 654,00
Bilanzwert
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.143,00 2.703,00
2.143,00 2.703,00

Die Sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten unter anderem mit TEUR 688 (im Vj. TEUR 1.103) Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin und mit TEUR 11 (Vj. TEUR 8) aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt (in TEUR):

Stand 1.1.2023 Verbrauch Auflösung Zuführung Stand 31.12.2023
Jahresabschlusserstellung und Prüfung 17 17 0 20 20
Ausstehende Provisionen 46 46 0 25 25
Sonstige Rückstellungen 14 14 0 21 21
77 77 0 66 77

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Provisionserträge beinhalten Beratungsgebühren und Verwaltungsgebühren für Fonds.

Die Gesellschaft beschäftigt keine eigenen Mitarbeiter. Personalressourcen werden durch die Gesellschafterin bereitgestellt. Die Abrechnung der Personalleistungen durch die Gesellschafterin erfolgt mit einer aufwandsabhängigen Kostenumlage.

Die Aufwendungen für die Erbringung von zentralen Dienstleistungen, insbesondere die Entwicklung des strategischen Geschäftsmodells, Nutzungsüberlassung des Goodwills/Branding und von Investmentstrategien sowie Fondskonzepten werden mittels einer Profit-Split-Vereinbarung von der Gesellschafterin abgerechnet. Die Profit-Split-Vereinbarung umfasst auch die Zurverfügungstellung der IT-Infrastruktur und die Mitbenutzung von Räumen.

Sonstige Angaben

Es bestehen keine Haftungsverhältnisse.

Es bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen.

Im vorliegenden Jahresabschluss sind Aufwendungen für den Abschlussprüfer mit TEUR 13 für Jahresabschlussprüfungsleistungen enthalten.

Im Berichtsjahr hatte die Gesellschaft keine Angestellten.

Geschäftsführer im Berichtsjahr waren Herr Dr. Bernhard Brunner, Gräfelfing, Herr Dr. Reinhold Hafner, Tutzing, sowie Herr Dr. Wolfgang Mader, Krailling. Die Geschäftsführer haben keine Bezüge erhalten.

Die Gesellschaft hat kein Aufsichtsorgan.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführer schlagen vor, den Jahresüberschuss mit dem Gewinnvortrag zu verrechnen und auf neue Rechnung vorzutragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

München, den 23. April 2024

Dr. Bernhard Brunner, Geschäftsführer

Dr. Reinhold Hafner, Geschäftsführer

Dr. Wolfgang Mader, Geschäftsführer

Lagebericht

Dieser Lagebericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die nicht nur auf historischen Tatsachen, sondern insbesondere auf Planungen, Annahmen und Schätzungen beruhen. Zukunftsaussagen sind immer nur für den Zeitpunkt gültig, an dem sie gemacht werden und unterliegen naturgemäß Risiken und Unsicherheiten.

Der Lagebericht verdeutlicht den Geschäftsverlauf und die Lage der finccam investment GmbH (nachfolgend auch "finccam", "Gesellschaft" oder "Unternehmen"). Daneben wird im Lagebericht über die wesentlichen Chancen und Risiken informiert, die in der Zukunft die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft beeinflussen können.

Ausgangspunkt für die Analyse des Geschäftsverlaufs und der wirtschaftlichen Lage ist ein Überblick über die Gesellschaft, ihre Geschäftstätigkeit und deren Rahmenbedingungen. Die Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage vermittelt zeitraumbezogene Informationen über die Entwicklung der Geschäftstätigkeit im abgelaufenen Geschäftsjahr und stichtagsbezogene Informationen über die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Erstellung des Berichts.

Ergänzt wird diese Darstellung durch den Risiko- und Chancenbericht. Abgerundet wird der Lagebericht durch einen Prognosebericht, in dem die Geschäftsführung ihre Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft erläutert.

Geschäftsmodell und Geschäftsverlauf

finccam wendet das Prinzip der Parsimonie von William of Occam konsequent auf die Finanzwirtschaft an. Die Gesellschaft verfolgt damit ein auf das Wesentliche fokussiertes Investment Management ("Puristic Investing").

Die finccam investment GmbH ist ein beaufsichtigtes Wertpapierinstitut mit Sitz in München und ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der finccam GmbH. Gegenstand der Tätigkeit des Unternehmens sind folgende Wertpapierdienstleistungen und -nebendienstleistungen: Die Vermittlung von Geschäften über Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten (Anlagevermittlung), die Abgabe von persönlichen Empfehlungen an Kunden oder deren Vertreter, die sich auf Geschäfte mit bestimmten Finanzinstrumenten beziehen, sofern die Empfehlung auf eine Prüfung der persönlichen Umstände des Anlegers gestützt oder als für ihn geeignet dargestellt wird und nicht ausschließlich über Informationsverbreitungskanäle oder für die Öffentlichkeit bekannt gegeben wird (Anlageberatung), die Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten im fremden Namen für fremde Rechnung (Abschlussvermittlung), die Verwaltung einzelner in Finanzinstrumenten angelegter Vermögen für andere mit Entscheidungsspielraum (Finanzportfolioverwaltung). Die Erlaubnis ist dahingehend beschränkt, dass finccam nicht befugt ist, sich bei der Erbringung von Finanzdienstleistungen Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren von Kunden zu verschaffen. Weiterhin ist sie mit der Auflage verbunden, dass nicht auf eigene Rechnung mit Finanzinstrumenten gehandelt werden darf. Die betriebenen Geschäfte werden im Wesentlichen durch das WpIG und WpHG geregelt. Die Gesellschaft unterliegt der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) sowie der Deutschen Bundesbank und ist Mitglied der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW).

Das Geschäftsmodell von finccam ist auf institutionelle Kunden ausgerichtet, die nach WpHG entweder geeignete Gegenparteien oder professionelle Kunden sind. Im Speziellen sind es institutionelle Investoren wie Corporates, Banken, Versicherungen, Stiftungen, Versorgungseinrichtungen (Pensionskassen, Versorgungswerke, etc.) und Family Offices. Die von finccam offerierten Produkte und Dienstleistungen umfassen die Themenfelder::

Gesamtportfoliokonstruktion

Risikomanagement

Risikoprämien

Multi Asset Management

Fixed Income Management

Umgesetzte Anlagestrategien und Systeme werden hierbei von der Muttergesellschaft finccam GmbH bezogen.

Die Gesellschaft verantwortet in diesen Themenfeldern Advisory- und Outsourcing-Mandate im Fondsbereich sowie Direktmandate in Form der Anlageberatung. Der regionale Schwerpunkt liegt in der DACH-Region, d.h. in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Innerhalb der DACH-Region liegt der Schwerpunkt der Tätigkeit in Deutschland.

Die Wettbewerbssituation für die angebotenen Leistungen ist in Summe als neutral zu beurteilen.

Als externer Einflussfaktor auf das Geschäft der Gesellschaft ist insbesondere der Kapitalmarkt zu nennen. Der Bedarf der Anleger nach Beratung, Risikomanagement und attraktiven Anlagemöglichkeiten ist ein wesentlicher Treiber für das Geschäft der Gesellschaft. Hier sind Ausgleichseffekte bei der Nachfrage nach den unterschiedlichen Leistungen zu beobachten.

Für die Gesellschaft waren über die Muttergesellschaft im Geschäftsjahr 2023 insgesamt 16 Personen tätig (inklusive der drei Geschäftsführer). Die Gesellschaft selbst beschäftigte keine eigenen Mitarbeiter. München ist der einzige Standort der Gesellschaft.

Das Geschäft schloss ertragsseitig leicht schwächer als im Vorjahr ab. Die neu als Leistungsindikator verwendete Größe der Fee Paying Assets (FPA), die zukünftig die Summe der bisher verwendeten Indikatoren der Assets under Management und Assets under Overlay ersetzt, liegt im Geschäftsjahr bei EUR 3.945 Mio. (Vj.: EUR 3.461 Mio.).

Nachhaltigkeit bei finccam

Neben der Erzielung eines attraktiven Rendite-/Risiko-Profils für unsere Kunden und Investoren ist uns nachhaltiges Wirtschaften als Unternehmen sowie verantwortungsvolles Handeln bei der Implementierung unserer Anlagestrategien sowie im Rahmen der Anlageberatung wichtig.

Nachhaltiges Wirtschaften verstehen wir dabei im Sinne der ESG-Kriterien:

E = Environmental (ökologische Kriterien)

S = Social (soziale und gesellschaftliche Kriterien)

G = Governance (verantwortungsvolle Unternehmensführung)

Als Teil der Finanzwirtschaft sehen wir uns in der besonderen Verantwortung, die ESG-Kriterien mit den Mitteln der Geldanlage aktiv zu fördern, soweit dies möglich und mit unseren Anlagestrategien vereinbar ist. Damit wollen wir insgesamt zu einer nachhaltigeren Ökonomie beitragen. Generell sind wir der Meinung, dass die Berücksichtigung von ESG-Kriterien zu besseren Anlagelösungen und vor allem zu einem besseren Risikomanagement führt.

Ertragslage

Die Ertragslage im Jahr 2023 weist einen moderaten Rückgang der Provisionserträge auf TEUR 5.591 (Vj.: TEUR 5.941) und den gleichzeitigen Rückgang der anderen Verwaltungsaufwendungen auf TEUR 4.778 (Vj.: TEUR 4.980) auf.

Die Aufwendungen resultieren überwiegend aus dem Konzernumlagevertrag mit der finccam GmbH. Die aufwandsabhängige Kostenumlage für Personalleistungen beläuft sich für das Jahr 2023 auf TEUR 549 (Vj.: TEUR 423). Die Aufwendungen für die Profit-Split Umlage mit der finccam GmbH beläuft sich auf TEUR 4.009 (Vj.: TEUR 4.363). Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 wurden keine Aufwendungen für Forschung und Entwicklung verbucht.

Die Provisionserträge ergeben sich aus Publikumsfonds, Spezialfonds und Beratungsmandaten. Sie liegen im Jahr 2023 bei TEUR 5.591 (Vj.: TEUR 5.941). Die Gesellschaft konnte einen Jahresüberschuss erzielen, der bei TEUR 474 (Vj.: TEUR 516) liegt. Mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von TEUR 934 (Vj.: TEUR 418) ergibt sich somit ein Bilanzgewinn von TEUR 1.408 (Vj.: TEUR 934).

Finanz- und Vermögenslage

Das gezeichnete Kapital lag im Geschäftsjahr 2023 unverändert bei TEUR 75. Das Vermögen der Gesellschaft besteht im Wesentlichen aus Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von TEUR 945 (Vj.: TEUR 809) sowie aus Forderungen an Kunden aus der Tätigkeit als Anlageberater und Finanzportfolioverwalter mit TEUR 1.417 (Vj.: TEUR 1.611). Mit dieser Liquidität sowie den Erlösen aus der Anlageberatung und der Finanzportfolioverwaltung ist die Gesellschaft jederzeit in der Lage, fällige Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

Die Bilanzsumme hat sich im Geschäftsjahr 2023 leicht auf TEUR 2.398 (Vj.: TEUR 2.437) reduziert.

Wirtschaftliche Lage zum Zeitpunkt des Lageberichts

Die Gesellschaft entwickelte sich in den ersten Monaten 2024 plangemäß. Wir erwarten im ersten Halbjahr Neugeschäftsabschlüsse, v.a. im Bereich Risikomanagement. Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft beurteilen wir trotz eines leichten Ertragsrückgangs im Vorjahr sowohl für das Geschäftsjahr 2024 als auch für die absehbare Zukunft als grundsätzlich positiv.

Risikobericht

Der Risikobericht gliedert sich in die Abschnitte zur Darstellung der Risikostrategie der Gesellschaft, der Darstellung des Risikomanagementsystems und die Erläuterung der Einzelrisiken.

Risikostrategie

Die das gesamte Unternehmen umfassende Risikostrategie basiert auf einem bewussten und sorgsamen Umgang mit Risiken. Dazu gehört insbesondere, dass sich die Gesellschaft zum einen die unternehmens-, geschäfts-, investment- und kundenbezogenen Risiken bewusst macht sowie Nachhaltigkeitsrisiken innerhalb dieser mitberücksichtigt und zum anderen, dass diese Risiken den Mitarbeitern und Kunden offengelegt und kommuniziert werden sowie, dass angemessene und wirksame Maßnahmen zum Umgang mit diesen erarbeitet und umgesetzt werden.

Primärziel der Risikostrategie der Gesellschaft ist es, den Fortbestand des Unternehmens zu sichern und damit den Erhalt der regulatorischen Eigenmittelanforderungen zu gewährleisten. Der Schutz der Kunden steht gleichermaßen im Vordergrund. Die Geschäftsleitung steuert und verantwortet die Risiken des Instituts und geht mit den Risiken vertrauensvoll um.

Im Hinblick auf die risikobewusste Ausrichtung der Gesellschaft steht eine frühzeitige Identifizierung und Beherrschung der mit der Generierung von Erträgen verbundenen Risiken im Vordergrund. Dies soll insbesondere durch folgende Maßnahmen gewährleistet werden:

Durch qualifiziertes Personal und den Geschäftsleitern des Instituts, durch robuste Prozesse und durch eine solide Kapitalausstattung werden wesentliche Risiken des Instituts minimiert.

Art und Umfang des eingeführten Limitsystems und ein nicht vollständiges Ausschöpfen des Risikodeckungspotentials tragen zur Risikominimierung bei.

Bei Auslagerungen wird auf die Qualität und Qualifikation des Insourcers geachtet und ein angemessenes Auslagerungscontrolling implementiert.

Die Geschäftsleitung vermittelt potenziellen Mitarbeitern der Gesellschaft den bewussten Umgang mit Risiken. Risikominimierung steht dabei im Vordergrund. Die Geschäftsleitung selbst geht keine Risiken ein, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten.

Fokussierung auf professionelle Kunden und geeignete Gegenparteien.

Das Institut betreibt kein Eigengeschäft im aufsichtsrechtlichen Sinne. Anreizsysteme, die das Eingehen von Risiken fördern, werden vermieden. Die MaComp und das WpIG konforme Anreizsystem (Vergütungsrichtlinie) steht mit der Risikostrategie in Einklang. Schädliche Anreize im Sinne einer überproportionalen Risikoerhöhung werden vermieden. Die Geschäftsleitung prüft jährlich die Angemessenheit des Vergütungssystems. Das Anreizsystem ist durch eine Vergütungsrichtlinie formalisiert.

Auf Basis des Geschäftsmodells des Instituts und der vorgenannten Risikominimierung kommen diverse Risiken gar nicht erst auf bzw. werden bereits im Vorfeld minimiert.

Soweit möglich und ökonomisch sinnvoll, werden Risiken durch den Abschluss von Versicherungen reduziert.

Nach Möglichkeit werden neben den gesetzlichen Vorgaben professionelle Standards für das Dienstleistungsangebot und das Risikomanagement herangezogen.

Die Definition der Risikotoleranz und einer angemessenen Risikokultur sind ebenso Bestandteil der Risikostrategie. Die Geschäftsleitung des Instituts hat die bewusste Entscheidung getroffen, Risiken nur gezielt und in begrenztem und kontrolliertem Umfang einzugehen. Um diese Risikotoleranz und die damit verbundene Risikokultur im Institut zu etablieren, hat das Institut auch eine umfangreiche Compliance-Organisation aufgebaut und definiert im Lichte dieser Risikokultur die Verhaltensvorgaben für alle Mitarbeiter.

Grundsätzlich können zwei Ebenen der Risikokultur unterschieden werden: auf der Ebene der Wertpapierdienstleistungen (Finanzportfolioverwaltung / Anlageberatung) und auf der Ebene des Instituts. Auf der Ebene des Instituts werden erhöhte Risiken grundsätzlich nicht unkontrolliert eingegangen und bestehende Risiken über geeignete Maßnahmen gering und gut kalkulierbar gehalten. Die Geschäftsleitung definiert, fördert und überwacht laufend die Risikokultur in angemessener Weise. Im Rahmen der Finanzportfolioverwaltung und Anlageberatung bestehen vertragliche Regelungen, die den Risikorahmen vorgeben.

Die Geschäfts- und Risikostrategie wird von der Geschäftsleitung einmal jährlich überprüft. Die Geschäftsleitung führt, soweit notwendig, Anpassungen bei der Risikostrategie durch.

Risikomanagementsystem

Zur Umsetzung dieser Risikostrategie existiert ein der Größe und Geschäftstätigkeit angemessenes Risikomanagementsystem. Im Rahmen dieses Risikomanagementsystems werden die von der Gesellschaft eingegangenen Risiken identifiziert, gemessen, bewertet und mit Hilfe der genannten Maßnahmen überwacht und beherrscht.

Die Identifizierung und Bemessung der Risiken erfolgt zum einen durch eine vierteljährlich durchzuführende Risikoinventur. Im Rahmen dieser Risikoinventur werden sämtliche Risiken der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft in einen Risikokatalog aufgenommen. Es werden allgemeine Angaben des vorhandenen Risikos sowie Angaben zu den Möglichkeiten der Risikominderung, eventueller Wechselwirkungen und gegebenenfalls vorhandener Indikatoren erhoben. Ebenso wird eine Einschätzung über die Eintrittswahrscheinlichkeit und die eventuelle Schadenshöhe abgegeben.

Das Risikomanagementsystem und die zugrunde liegende Szenario-Betrachtung werden ebenso im Rahmen der vierteljährlichen Risikoanalyse- und -inventur überprüft. Bei unterjährigen Veränderungen der Risikolandschaft erfolgt die Anpassung unverzüglich. Es erfolgt eine regelmäßige Berichterstattung (vierteljährlich) an die Geschäftsführung. Diese umfasst neben der Risikoinventur auch eine Risikotragfähigkeitsrechnung, ein Frühwarnsystem, einen Liquiditätsausblick auf das nächste Quartal, und einen Abgleich mit den einmal jährlich gesetzten Limiten für die verschiedenen Risikokategorien.

Einmal im Jahr erfolgt eine Kapitalbedarfsplanung für das laufende und die zwei darauffolgenden Geschäftsjahre sowie damit verbunden ein Stresstest (inkl. Inverser Stresstest).

Zur Durchführung und Überwachung dieses Prozesses und der entsprechenden Kommunikation hat die Gesellschaft eine Risikocontrolling-Funktion und einen Risikocontrolling-Beauftragten nach den gesetzlichen Vorgaben etabliert.

Gemäß den gesetzlichen Vorgaben (MaRisk) wurde ein Beauftragter für die Interne Revision und ein Auslagerungsbeauftragter benannt. Operativ wird die interne Revision von der ETL AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Niederlassung Kempten durchgeführt.

Darstellung der Einzelrisiken

Geschäftsrisiko und strategisches Risiko

Hierunter versteht die Gesellschaft ein wesentliches Abweichen vom Businessplan durch eine falsche Geschäftspolitik (z.B. falscher Investmentansatz, schlechte Kundenansprache) oder eine schlechte strategische Positionierung in Bezug auf Märkte, Produkte und Kunden.

Die Risikomitigierung erfolgt durch:

Eine strenge Budgetierung und kontinuierliche Pflege und Kontrolle der Finanzen, eine quartalsweise Überprüfung und Kontrolle des Unternehmens im Lichte des Businessplans und eine laufende Prüfung der Provisionseinnahmen.

Eine Reduktion des Risikos durch regelmäßigen Kontakt der Geschäftsleiter mit Kunden, Geschäftspartnern, Wirtschaftsprüfern und Lobbyverbänden und durch ein tragfähiges Rendite-/Risikoprofil, wobei aber vor allem keine undefinierten, unkontrollierbaren oder überhöhten Risiken eingegangen werden.

Eine laufende und genaue Marktbeobachtung.

Insgesamt schätzt die Gesellschaft das Geschäftsrisiko und das strategische Risiko als "mittel" ein. Die vorgestellten Maßnahmen zur Risikomitigierung sind angemessen und wirksam.

Adressausfallrisiken

Hierunter versteht die Gesellschaft die Gefahr des teilweisen oder vollständigen Forderungsausfalls infolge von Zahlungsschwierigkeiten oder Zahlungsunfähigkeit der Schuldner.

Insbesondere versteht die Gesellschaft darunter den Ausfall eines Kreditinstituts, bei der das Institut ihr Konto führt, aber auch den Ausfall eines Zahlungspflichtigen wie Kunden, KVGen etc., gegenüber dem die finccam investment GmbH Ansprüche hat (z.B. Provisions- oder Honorarforderungen).

Eine Risikoreduktion erfolgt durch die Auswahl eines geeigneten Kreditinstituts anhand der Kriterien Bonität, Qualität und Existenz und Höhe einer ggf. freiwilligen, neben der gesetzlich geltenden Einlagensicherung sowie weiterer Sicherheitskriterien und einer laufenden Beobachtung der Kreditwürdigkeit der Banken durch Ratingveränderungen und Presseartikel. Gegebenenfalls passt die Gesellschaft die Bankverbindung an.

Dem Ausfall anderer Zahlungspflichtiger begegnet die Gesellschaft durch die Streuung über mehrere Vertragspartner und Kunden und einer laufenden Beobachtung der Zahlungseingänge gestellter Rechnungen. Ggf. wird die Leistungserbringung eingestellt.

Im Ergebnis sind Adressausfallrisiken als gering einzustufen.

Marktpreisrisiken

Marktpreisrisiken sind die Gefahr der Wertminderung von Vermögenswerten infolge von Währungs-, Kurs-, Preis- und Zinsänderungen, speziell aus dem Handels- oder Eigengeschäft.

Marktpreisrisiken aus dem Handelsgeschäft bestehen für das Institut nicht, da kein Handelsgeschäft betrieben wird. Auch der Umfang der Zulassung schließt den Handel mit Finanzinstrumenten auf eigene Rechnung aus. Dementsprechend hat die Gesellschaft als Nichthandelsbuchinstitut keine Bestände an Finanzinstrumenten, die Marktpreisrisiken implizieren.

Marktpreisrisiken aus dem Eigengeschäft bestehen ebenfalls nicht. Das Institut besitzt keine Zulassung Finanzinstrumente für eigene Rechnung anzuschaffen oder zu veräußern, ohne dass die Voraussetzungen für den Eigenhandel erfüllt sind. Folglich werden keine Wertpapiergeschäfte auf eigene Rechnung getätigt. Marktpreisrisiken bestehen daher nicht.

Wechselkursrisiken könnten durch Forderungen gegenüber Kunden und Zahlungspflichtigen in ausländischer Währung entstehen. Grundsätzlich strebt die Gesellschaft eine Fakturierung in EUR an. Insofern ist dieses Risiko sehr limitiert. Da die vereinbarten Zahlungsziele (sehr) kurz sind, besteht ein etwaiges Risiko nur für kurze Zeit. Zur Risikomitigation wird das offene Wechselkursrisiko laufend überwacht.

Im Ergebnis sind Marktpreisrisiken für das Institut als sehr gering einzustufen. Die vorgestellten Maßnahmen zur Risikomitigierung für Wechselkursrisiken sind angemessen und wirksam.

Liquiditätsrisiken

Liquiditätsrisiken umfassen die Gefahr von Zahlungsschwierigkeiten bis hin zur Zahlungsunfähigkeit des Instituts, resultierend aus der Summe aller Zahlungsverpflichtungen, was in der Folge zum Absinken der regulatorisch notwendigen Eigenmittel unter die gesetzlichen Minimalvorgaben führen könnte.

Liquiditätsrisiken aus dem Kundengeschäft bestehen nicht, da die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft kein Einlagengeschäft vorsieht.

Liquiditätsrisiken aus der laufenden Geschäftstätigkeit können als Folge von Geschäfts- und strategischen Risiken entstehen. So können etwa rückläufige Erträge aus einer verfehlten Geschäftspolitik zu einer Kostenunterdeckung und damit zu einer Verringerung der Eigenmittel sowie zu Liquiditätsengpässen führen. Um dieses Risiko entsprechend abzumildern, erfolgt ein enges Monitoring der Liquiditätssituation. Gegebenenfalls kann über die Muttergesellschaft finccam GmbH zügig neues Kapital zugeführt werden.

Im Ergebnis sind Liquiditätsrisiken als gering einzustufen.

Operationelle Risiken (inkl. Nachhaltigkeitsrisiken)

Operationelle Risiken bezeichnen die Gefahr einer negativen Geschäftsentwicklung infolge interner oder externer Einflüsse.

Generell verursachen operationelle Risiken entweder erhöhte Kosten, wie Nacharbeit, Schadensersatzzahlungen, Prozess- und Rechtsanwaltskosten oder aber sie führen zu Ertragsrückgängen infolge von Kundenabgängen oder Verlust von verwaltenden Assets. Operationelle Risiken können aber auch durch exogene Ereignisse auftreten.

Operationelle Risiken sind für die Gesellschaft vor allem:

Reputationsrisiken

Personalrisiken

IT-Risiken

Rechtsrisiken

Auslagerungsrisiken

Nachhaltigkeitsrisiken

Für diese Risikokategorien hat die Gesellschaft im Rahmen der Risikoinventur eine Vielzahl von Einzelrisiken definiert und detaillierte Maßnahmen zur Risikomitigierung verabschiedet. Verallgemeinert stellen die Aufbau- und Ablauforganisation sowie der aufsichtsrechtliche Rahmen sicher, dass verantwortungsvoll mit diesen Risiken umgegangen wird und diese - so weit als möglich - beschränkt werden.

Im Ergebnis sind operationelle Risiken inkl. Nachhaltigkeitsrisiken als mittel einzustufen. Die definierten Maßnahmen zur Risikomitigierung sind angemessen und wirksam.

Chancenbericht

Die Aussichten werden in den folgenden Geschäftsjahren durch die Gesellschaft nach wie vor als positiv eingeschätzt. Zwar stellen die andauernden und zunehmenden geopolitischen Verwerfungen wie z.B. der Überfall der Ukraine durch Russland und der Nahostkonflikt Gesellschaft und Wirtschaft vor enorme Herausforderungen, jedoch bietet dieses Umfeld der Unsicherheit nach Ansicht der Gesellschaft auch Chancen. Viele Kapitalanleger überdenken ihre aktuellen Investments und ihre Dienstleister, was wiederum neben den verbundenen Risiken auch Opportunitäten für die Gesellschaft generiert, speziell im Risikomanagement, aber auch im Bereich Multi Asset und Gesamtportfoliokonstruktion. Das im letzten Jahr deutlich gestiegene Zinsniveau führte wieder zu attraktiveren Anlagemöglichkeiten im Anleihenbereich, gleichwohl ist inzwischen eine mittelfristige Absenkung der Leitzinsen durch die Zentralbanken zu erwarten. Die Gesellschaft versucht an dieser Entwicklung durch ein erweitertes Angebot von Expertise im Fixed Income und Multi Asset Bereich zu partizipieren. Risikoprämienstrategien (z.B. Volatilität) sind zur Diversifizierung in Portfolios weiterhin gefragt. Auch im Investment Advisory Bereich sehen wir durch den immer weiter steigenden Beratungsbedarf selektive und attraktive Möglichkeiten.

Prognosebericht

Der Tätigkeitsschwerpunkt der Gesellschaft konzentriert sich auch weiterhin nahezu ausschließlich auf die Bereiche Finanzportfolioverwaltung sowie Anlageberatung. Die Gesellschaft geht davon aus, dass sich daran in den nächsten Jahren nichts ändern wird. Die Umsatz- und Ertragssituation der Gesellschaft wird auch zukünftig von diesen Geschäftsfeldern geprägt sein.

Die Gesellschaft schätzt die Aussichten für Beratungs- und Outsourcing-Mandate in den von finccam bearbeiteten Themenfeldern nach wie vor als positiv ein. Wie im Chancenbericht erläutert, sieht sich die Gesellschaft dafür gut aufgestellt. Die Nachfrage nach den Dienstleistungen der Gesellschaft sollte daher auch im Jahr 2024 und den folgenden Jahren hoch bleiben.

Wir erwarten für das Jahr 2024 und den folgenden Geschäftsjahren im Vergleich zum Jahr 2023 eine solide Geschäftsentwicklung. Entsprechend gehen wir von einer leicht verbesserten Ertragslage sowie einer stabilen Vermögens- und Finanzlage aus. Wir rechnen mit Kontinuität der von uns betreuten Kapitalanlagen und gehen daher im Jahr 2024 von einer leichten Steigerung der Erlöse und auch der Kosten aus. Dies gilt auch für den geplanten Jahresüberschuss für 2024, den wir zu 2023 als stabil erwarten. Bei der neuen als Leistungsindikator verwendeten Größe FPA gehen wir von einer positiven Entwicklung aus.

Unseren Annahmen liegen Erfahrungswerte, Provisionserträge aus bestehenden Kundenbeziehungen und gut planbare Kosten zugrunde.

 

München, den 23. April 2024

Dr. Bernhard Brunner, Geschäftsführer

Dr. Reinhold Hafner, Geschäftsführer

Dr. Wolfgang Mader, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die finccam investment GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der finccam investment GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der finccam investment GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 24. April 2024

Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Juliette Gill, Wirtschaftsprüferin

Andrea Fröschke, Wirtschaftsprüferin

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

49 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.