Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 146450
Eingetragen
9.7.2013
Branche
Großhandel mit Lederwaren, Reisegepäck, Geschenk- und WerbeartikelnGroßhandel mit TabakwarenGroßhandel mit Sportartikeln und -zubehör
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist der Vertrieb von Konsumgütern im Non-Food-Bereich unter Eigenmarken, ausgenommen erlaubnispflichtige Tätigkeiten. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Produktbereichen Taschen und Accessoires. Zudem der Import, Handel und Vertrieb von zertifizierten Medizinprodukten, zertifizierter persönlicher Schutzausrüstung und Behelfs-Mund-Nasen-Schutzmasken aus handelsüblichen Stoffen, soweit dies keiner Erlaubnis bedarf.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Timm von Dressler
seit 16.5.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

20.00% identifiziert80.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
T*** v** D*******
20.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Adapt or Perish Ltd.CYP
80.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Adapt or Perish Ltd.
Cyprus
20.000 €
80.00%
T*** v** D*******
5.000 €
20.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Ecom Brands GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Ecom Brands GmbH, Hamburg

GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS

Die Ecom Brands GmbH ist ein D2C-Unternehmen mit Sitz in Hamburg und betreibt fünf Rucksack- und Taschenmarken im Lifestyle Segment. Die Vermarktung der Produkte findet über internationale Onlinemarktplätze, eigene Onlineshops und den stationären Handel statt. Die verschiedenen Marken werden unabhängig voneinander unter dem Dach der Ecom Brands GmbH geführt. Eines der erfolgreichsten Labels ist die Rucksackmarke Johnny Urban.

I. WIRTSCHAFTSBERICHT

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

In der Europäischen Union (EU) stieg das BIP im Jahr 2023 um 0,4 % (2022: 3,5%). Wie auch im Vorjahr, war das Jahr 2023 geprägt von einem deutlich abgeschwächten Wachstum durch einen Anstieg der Lebenshaltungskosten aufgrund der hohen Inflation sowie der restriktiven Geldpolitik der Zentralbanken. Der Online-Handel in Deutschland lag somit in 2023 -11,8 % (2022: -8,8 %) unter dem Vorjahreswert und war weiterhin rückläufig. Der deutsche Markt für Taschen und Rucksäcke im Bereich E-Commerce konnte sich dem allgemein schwachen Online-Handel nicht entziehen und so sank der Umsatz in diesem Segment im Jahr 2023 um 6,8 %.

2. Geschäftsentwicklung

Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Umsatzplus von 44% gegenüber dem Vorjahr. Die Produktekategorie Rucksäcke erzielte einen mehr Umsatz in Höhe von 41% im Vergleich zum Vorjahr. Die Kategorien Taschen sowie Accessoires sind im Vorjahresvergleich um 49% und 88% gewachsen.

Ende 2023 ist zudem die neue Produktkategorie Bekleidung in den Markt gestartet. Der Produktbereich Handyhüllen und Karnevalskostüme, die im Einklang mit der Unternehmensstrategie eingestellt werden sollen, verzeichnete einen Rückgang um 55% im Vergleich zum Vorjahr.

Darüber hinaus wurde im Geschäftsjahr 2023 das Unternehmen OAK25 GmbH mit der Rucksackmarke OAK25 erworben und anschließend mit der Ecom Brands GmbH verschmolzen, so dass die Marke Oak25 übernommen werden konnte und nun, neben den bereits 4 bestehenden Rucksackmarken von Ecom Brands, die fünft Rucksackmarke bildet.

Insgesamt lässt sich die Geschäftsentwicklung in 2023 mit einem Umsatzwachstum von 44% und einen um 8% gesteigerten Jahresüberschuss als positiv bezeichnen.

3. Lage

a) Ertragslage

Geschäftsjahr
T€
Vorjahr
T€
Veränderung absolut
T€
Veränderung prozentual
T€
Betriebsergebnis 3.282 2.994 288 10%
Finanzergebnis -21 -8 -13 -163%
Ergebnis vor Steuern 3.303 2.986 317 11%
Jahresergebnis 2.169 2.016 153 8%

Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um 44% auf TEUR 24.352 gestiegen. Das Betriebsergebnis ist bei deutlich gestiegenen Umsätzen aber bei auch deutlich gestiegenen Kosten um T€ 288 gestiegen. Haupteinflussfaktor für das im Verhältnis zum Umsatz nur leicht gestiegenen Betriebs- und Jahresergebnis war ein überproportionaler Anstieg der Marketing- und Logistikkosten. Ebenfalls wurde das Betriebsergebnis durch Sondereffekte im Logistik- und IT-Bereich sowie durch Kosten im Zuge des Erwerbs der OAK25 GmbH negativ beeinflusst. Das Finanzergebnis war wie im Vorjahr negativ. Das Steuerergebnis steht im Einklang mit dem gestiegenen Betriebsergebnis.

b) Finanzlage

Die Eigenkapitalquote ist aufgrund des überproportionalen Anstiegs der Bilanzsumme im Verhältnis zum weniger stark gestiegenen Jahresüberschuss auf 70,7% (Vj. 74,9%) gefallen.

Die Finanzlage der Ecom Brands GmbH ist sehr stabil. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen dabei 6 % der Bilanzsumme.

Die Ecom Brands GmbH besitzt zum Stichtag eine Liquidität in Höhe von TEUR 1.991, was 18% der Bilanzsumme entspricht. Darüber hinaus bestehen Forderungen gegenüber den Gesellschaftern in Höhe von EUR 268.370,67 sowie eine Kreditlinie bei Finanzinstituten in Höhe von EUR 986.576,75.

c) Vermögenslage

Das Anlagevermögen hat sich bei Investitionen von T€ 26,7 und planmäßigen Abschreibungen von T€ 21,4 auf T€ 14,8 erhöht. Der Vorratsbestand ist stichtagsbedingt insgesamt gestiegen. Die liquiden Mittel haben sich zum Jahresende aufgrund eines im Verhältnis zum Umsatz proportional leicht gesunkenen Vorratsbestand von € 0,6 Mio. auf € 2,0 Mio. deutlich erhöht. Die Rückstellungen sind aufgrund des Anstiegs der Ertragssteuerrückstellungen angestiegen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbedingt gestiegen. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind ebenfalls stichtagsbedingt gestiegen.

d) Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf den Umsatzerlösen, dem Rohertrag sowie dem Betriebsergebnis. Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Rohertrag und Betriebsergebnis heran. Der Rohertrag ist bei deutlich gestiegenen Umsatzerlösen und entsprechend gestiegenem Materialaufwendungen absolut stark gewachsen. Die Rohertragsmarge hat sich im Vergleich zum Vorjahr im Geschäftsjahr von 62,9% auf 67,4% verbessert, wofür in erster Linie günstigere Wechselkurse und geringere Transportkosten verantwortlich sind. Das Betriebsergebnis ist ebenfalls um 10% gestiegen.

A. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

e) Prognosebericht

Nach mehreren Jahren mit starkem Wachstum wird erwartet, dass sich das Wachstum im kommenden Geschäftsjahr etwas abflacht. Das getrübte Konsumklima innerhalb Deutschlands wird dazu führen, dass es schwieriger wird, ein entsprechend hohes Umsatzwachstum zu erzielen und es werden dafür höhere Werbeausgaben notwendig sein. Ebenfalls werden sich bereits im Geschäftsjahr gestiegene Logistikkosten noch stärker bemerkbar machen. Daher wird der Fokus, neben dem Umsatzwachstum, vor allem auf der Senkung der Kosten liegen.

Das Ziel im Folgejahr wird es sein, ein zweistelliges Umsatzwachstum zu erreichen und die steigenden Kosten dabei dennoch im Rahmen zu halten, um eine gleichbleibende Ertragsmarge zu erzielen.

Für das kommende Geschäftsjahr 2024 rechnet die Geschäftsführung zwar aufgrund der prognostizierten positiven Entwicklung des Umsatzes mit einem leichten Anstieg des Rohertrags, aufgrund des anhaltenden schlechten Konsumklimas sowie der in vielen Bereichen gestiegenen Kosten allerdings mit einem etwas niedrigerem Betriebsergebnis gegenüber dem Vorjahr. Die Gesellschaft rechnet auch im kommenden Geschäftsjahr damit, ihren Zahlungsverpflichtungen weiterhin fristgerecht nachkommen zu können.

Insgesamt erwarten die Geschäftsführung eine weiterhin positive Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage, allerdings einer negativen Entwicklung der Ertragslage im kommenden Geschäftsjahr, die aber nur vorrübergehend sein dürfte.

f) Risikobericht

Operative Risiken: Durch die vertikale Integration mit eigener Produktion in Asien ist die Ecom Brands GmbH von der Funktion globaler Lieferketten abhängig. Zurzeit gibt es keine Anzeichen einer nachhaltigen Störung, durch die Turbulenzen an den Rohstoff- und Devisenmärkten allerdings deutliche Teuerungsraten in allen Bereichen, die die Ertragssituation schwächen können.

Neben dem Konsumklima stellen auch gestiegene Kosten einen Risikofaktor da. Im Rahmen der hohen Inflation sind besonders die Logistikkosten gestiegen. Durch das verhaltene und preissensitivere Kaufverhalten wird es einer höheren Anstrengung bedürfen, Marketingausgaben effektiv einzusetzen. Es besteht die Gefahr, dass sich dies in höheren Werbeausgaben bemerkbar macht. Hier wird es darauf ankommen, dass weiter an der Effizienz der Marketingmaßnahmen gearbeitet wird.

Finanzwirtschaftliche Risiken: Risiken sind aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation derzeit nicht erkennbar, allerdings können insbesondere weitere Abwertungen des EUR zum Chinesischen Yen negative Auswirkungen auf das Ergebnis haben.

Wie bei allen Online-Geschäftsmodellen besteht auch für die Ecom Brands GmbH das Risiko von umfassenden Cyber-Angriffen oder weitreichenden Systemausfällen. Um diesen Gefahren aktiv zu begegnen, wurden entsprechende IT-Schutzmaßnahmen und Backup-Systeme implementiert.

g) Chancenbericht

Im Gegensatz zu den Risiken, sehen wir auch einige Chancen fürs kommende Geschäftsjahr. Durch das bereits Ende 2023 neu gestartet Produktsegment"Bekleidung" kommt eine weitere Produktkategorie mit einem großen Marktpotential dazu. Ebenfalls sollen weitere Länder als potenzielle Vertriebsländer getestet werden. Wir sehen weiterhin viel Potential für weiteres Wachstum und den Ausbau unserer 5 Marken.

B. RISIKOBERICHTERSTATTUNG IN BEZUG AUF DIE VERWENDUNG VON FINANZINSTRUMENTEN

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten, Bankdarlehen, Gesellschafterkredite sowie Guthaben bei Kreditinstituten und Zahlungsdienstleistern. Um ein Liquiditätsrisiko zu minimieren, wird jährlich ein detaillierter Liquiditätsplan erstellt, regelmäßig überprüft und ggf. angepasst.

Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen daher über ein adäquates Debitorenmanagement. Im Privatkundengeschäft ist die Zahlung meistens bereits vor Versand der Ware erfolgt.

 

Hamburg, den 02.09.2024

gez. Jonas Tank, Geschäftsführer

gez. Timm von Dressler, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 14.843,00 9.571,00
I. Sachanlagen 14.843,00 9.571,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.843,00 9.571,00
B. Umlaufvermögen 10.905.929,17 8.235.473,08
I. Vorräte 6.718.034,54 5.778.960,10
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.196.411,81 1.808.748,20
1. Forderungen gegen Gesellschafter 268.370,67 277.123,88
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.928.041,14 1.531.624,32
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.991.482,82 647.764,78
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3.663,58 20.254,97
Summe Aktiva 10.924.435,75 8.265.299,05

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 7.759.023,02 6.190.380,31
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 5.565.380,31 4.149.779,42
III. Jahresüberschuss 2.168.642,71 2.015.600,89
B. Rückstellungen 885.064,61 643.660,41
C. Verbindlichkeiten 2.280.348,12 1.431.258,33
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 986.576,75 600.000,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 367.714,66 110.376,21
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 618.862,09 489.623,79
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.370,14 0,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.370,14 0,00
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.292.401,23 831.258,33
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.292.401,23 831.258,33
Summe Passiva 10.924.435,75 8.265.299,05

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 18.321.854,36 12.181.657,11
2. Personalaufwand 1.520.654,10 1.191.762,47
a) Löhne und Gehälter 1.266.386,89 1.015.109,94
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 254.267,21 176.652,53
davon für Altersversorgung 1.125,94
3. Abschreibungen 12.573,87 25.420,80
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 12.573,87 25.420,80
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 13.464.207,63 7.971.060,14
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 123.810,94 57.341,48
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10.511,00 5.745,12
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 31.943,83 13.554,96
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.134.231,22 969.686,97
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 432,00 568,00
8. Ergebnis nach Steuern 2.168.754,71 2.015.916,89
9. sonstige Steuern 112,00 316,00
10. Jahresüberschuss 2.168.642,71 2.015.600,89

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Ecom Brands GmbH hat Ihren Sitz in Hamburg und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Hamburg (Register Nr. HRB 146450) eingetragen.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BiLRUG) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung, den Anhang und den Lagebericht. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Nach den in § 267 und § 267a HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine Mittelgroße Gesellschaft, da die Größenkriterien erstmals im Berichtsjahr und im Vorjahr überschritten werden. Die größenabhängigen Erleichterungen werden in Anspruch genommen.

Im Berichtsjahr hat die Gesellschaft sämtliche Anteile an der OAK25 GmbH erworben. Rückwirkend auf den 01.01.2023 erfolgte die Verschmelzung der OAK25 GmbH als übertragende Rechtsträgerin auf die Gesellschaft. Die Geschäftszahlen des Geschäftsjahres 2023 sind nur eingeschränkt mit denen des Vorjahres vergleichbar. Das gilt insbesondere für die Posten Umsatzerlöse, der durch die Verschmelzung um 271.368,91 Euro gestiegen ist, als auch für den Materialaufwand, der sich dadurch um 91.869,45 Euro erhöht hat.

Aufgrund einer fehlerhaften Erfassung der Konten für die innergemeinschaftliche Verbringung wurden im Vorjahr Umsatzerlöse als auch Materialaufwendungen zu hoch ausgewiesen. Der Effekt ist nicht ergebniswirksam. Aus diesem Grund wurde für den Vorjahreswert der Umsatzerlöse und Materialaufwendungen eine Korrektur in Höhe von 2.377.674,70 € vorgenommen und die Werte angepasst.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer von 3 bis 7 Jahren der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die geringwertigen Wirtschaftsgüter (GWG) mit einem Anschaffungswert bis € 800 wurden im Zugangsjahr sofort voll abgeschrieben.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Entwicklung ist im beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. Im Zuge der Verschmelzung sind für statistische Zwecke die ursprünglichen Anschaffungskosten in Höhe von insgesamt € 10.456,27 und die kumulierten Abschreibungen des übertragenden Rechtsträgers in Höhe von insgesamt € 8.837,27 als Zugänge ausgewiesen.

Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzip. Im Berichtsjahr wurden keine Wertberichtigungen vorgenommen.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Wertpapiere wurden mit ihrem Nennbetrag bilanziert. Erkennbare Risiken sind durch Bildung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt worden.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten bereits gezahlte Beträge, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr und das Vorjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in EUR umgerechnet wurden.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt.

2. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Angaben zu Einzelposten des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Anlagevermögens und die Gliederung der Geschäftsjahresabschreibung sind im Anlagenspiegel dargestellt.

2. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen uns sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Laufzeit von über einem Jahr betragen € 261.025,42 (Vorjahr: € 267.214,64). Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen wie im Vorjahr sonstige Forderungen.

3. Aktive Rechnungsabgrenzung

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind im Wesentlichen Versicherungen, Beiträge, Reisekosten und IT-Wartungskosten erfasst.

4. Eigenkapital

Das voll eingezahlte Stammkapital beträgt € 25.000,00 und wurde zum Nominalbetrag angesetzt.

5. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen die Kosten für offene Urlaube (TEUR 21), die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen (TEUR 4) sowie für Abschluss und Prüfung (TEUR36).

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betragen € 1.661.486,03 (Vorjahr: € 941.634,54).

Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem bis zu fünf Jahre betragen € 618.862,09 (Vorjahr: € 489.623,79) und bestehen gegenüber Kreditinstituten. Die Darlehen sind durch selbstschuldnerische Bürgschaften der Gesellschafter besichert.

Der unter dem Posten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesene Betrag ist teilweise durch übliche Eigentumsvorbehalte von Lieferanten besichert.

7. Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen werden Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von € 32.734,47 (Vorjahr € 17.205,24) ausgewiesen. Daneben enthält die Position überwiegend Versicherungsentschädigungen (TEUR 82), Erstattungen aus dem AAG (TEUR 22) sowie Unentgeltliche Wertabgaben (TEUR 22).

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von € 123.810,94 (Vorjahr € 57.341,48) ausgewiesen. Daneben enthält die Position im Wesentlichen Kosten der Warenabgabe (TEUR 8.843), Werbe- und Reisekosten (TEUR 3.500), den Übernahmeverlust (TEUR 210), Kosten für Reparaturen und Instandhaltungen (TEUR 187) sowie Aufwendungen für die Geschäftsräume (TEUR 71).

Sonstige Angaben

1. Angaben zu sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Es bestehen keine, nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind.

2. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen insgesamt beschäftigten Arbeitnehmer betrug 22 (Vorjahr: 16).

Abteilung Anzahl MA laufendes Jahr Anzahl MA Vorjahr
Design 4 3
Kundensupport 1 1
Marketing 9 6
Marktplätze 2 2
Supply Chain 3 2
Verkauf 1 0
Verwaltung 2 2
Summe 22 16

3. Gewährte Vorschüsse und Kredite an Geschäftsführer

Zu den zu Gunsten einzelner Geschäftsführer vergebenen Krediten wird berichtet:

Kreditentwicklung Betrag
EUR
Stand bisheriger Kredite 277.037,82
Rückzahlungen im Berichtsjahr 8.667,15
Neuvergaben im Berichtsjahr 0,00
= neuer Kreditbestand 268.370,67

4. Angaben nach § 42 Abs. 3 GmbH G / § 264c Abs. 1 HGB

Gegen Gesellschafter bestanden am Bilanzstichtag Forderungen in Höhe von € 268.370,67 (Vorjahr: € 277.123,88).

Gegenüber Gesellschafter bestanden am Bilanzstichtag Verbindlichkeiten in Höhe von € 1.370,14 (Vorjahr: € 0,00).

5. Mitglieder der Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Jonas Tank, Kaufmann, Pissouri, Zypern

Timm von Dressler, Kaufmann, Hamburg

6. Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Hinsichtlich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung gem. § 285 Nr. 9a HGB wurde von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

7. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von € 2.168.642,71 auf neue Rechnung vorzutragen.

Ecom Brands GmbH, Hamburg

 

Hamburg, den 2. September 2024

gez. Jonas Tank, Geschäftsführer

gez. Timm von Dressler, Geschäftsführer

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 71.406,74 26.690,14 23.145,67 74.951,21
Summe Sachanlagen 71.406,74 26.690,14 23.145,67 74.951,21
Summe Anlagevermögen 71.406,74 26.690,14 23.145,67 74.951,21
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr Zugänge
EUR
[1] [2]
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 61.835,74 12.573,87 [1]
8.837,27 [2]
Summe Sachanlagen 61.835,74 12.573,87 [1]
8.837,27 [2]
Summe Anlagevermögen 61.835,74 12.573,87 [1]
8.837,27 [2]
Abgänge
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 23.138,67 60.108,21 14.843,00 9.571,00
Summe Sachanlagen 23.138,67 60.108,21 14.843,00 9.571,00
Summe Anlagevermögen 23.138,67 60.108,21 14.843,00 9.571,00

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 02.09.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Ecom Brands GmbH, Hamburg

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der Ecom Brands GmbH, Hamburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Ecom Brands GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRüFERS FüR DIE PRüFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 16. Dezember 2024

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Sabath, Wirtschaftsprüfer

gez. Janitschke, Wirtschaftsprüfer

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