Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 113039
Vorher
Bsys Mitteldeutsche Beratungs- und Systemhaus GmbH
Eingetragen
2.12.2003
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieBau von Versorgungseinrichtungen für Elektrizität und TelekommunikationErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens insbesondere zur Wahrung des öffentlichen Zwecks im Rahmen der Daseinsvorsorge sind die Erbringung von Beratungs- und Informationstechnik-Dienstleistungen sowie Betriebsführungen, die Errichtung und der Betrieb von Telekommunikationseinrichtungen, z.B. Lichtwellenleiterstrecken, digitalen und analogen Übertragungseinrichtungen, Funk- und Richtfunkanlagen, Prozesssteuerungs- und Überwachungsanlagen; die Erbringung von Telekom-munikationsdienstleistungen sowie die Bereitstellung und Vermarktung von Infrastruktur für Kommunikationszwecke und ferner der Vertrieb von Softwareprodukten insbesondere für kommunale Gesellschaften, Zweckverbände und Kommunen sowie Behörden und weitere Körperschaften des öffentlichen Rechts.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Mirko Utecht
seit 17.1.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

ThüWa Thüringen Wasser GmbH
Germany
30.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SWE Digital GmbH

Erfurt

Jahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Das Geschäft der SWE Digital GmbH (SWE D GmbH) wurde auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wesentlich durch die Stadtwerke Erfurt Gruppe (SWE Gruppe) mit ihrem Bedarf an IT-Leistungen als Kerngeschäft geprägt. Die SWE D GmbH verfügt über umfangreiches Branchen-Know-how für Wasser-ver- und Abwasserentsorgungsunternehmen sowie Energieversorgungsunternehmen mit den Sparten Strom, Gas, Fern- und Nahwärme. Abgerundet wird das Leistungsspektrum durch Branchenlösungen für den ÖPNV sowie einer Vielzahl von Entwicklungen. Darüber hinaus bietet die SWE D GmbH auch geringfügige Leistungen für externe, insbesondere kommunale, Unternehmen an. Als neues Geschäftsfeld befindet sich die Sparte Breitband weiterhin im Aufbau.

Branchen- und kundenübergreifend bestehen zwei Tätigkeitsschwerpunkte im Geschäftsbetrieb der SWE D GmbH. Einen ersten Schwerpunkt stellt der System- und Rechenzentrumsbetrieb dar. Die notwendigen Betriebs- und Serviceprozesse sind an ITIL (Prozessstandards für das IT-Servicemanagement) ausgerichtet. Einen zweiten Schwerpunkt stellen die Anwendungsbetreuung sowie die Umsetzung von IT-Projekten und die damit verbundene lösungsspezifische Konfiguration und Entwicklung von Software dar.

2. Tätigkeiten gemäß § 6b EnWG

Die SWE D GmbH übt energiespezifische Dienstleistungen nach § 6b Abs. 3 EnWG aus. Diese betreffen im Wesentlichen die Anwendungsbetreuung der SAP-Branchenlösung IS-U sowie den Betrieb der EDM-Systeme. Auf Grund der zusätzlichen Bestimmungen der Bundesnetzagentur vom 25. November 2019 für die Erstellung und Prüfung von Jahresabschlüssen für Unternehmen der SWE Gruppe, die energiespezifische Dienstleistungen gegenüber dem Tätigkeitsbereich Elektrizitätsübertragung und/oder Elektrizitätsverteilung sowie Gasverteilung eines verbundenen, vertikal integrierten Unternehmen erbringen, ist die SWE D GmbH verpflichtet, im Zuge des Jahresabschlusses, zusätzlich einen entsprechenden Tätigkeitsabschluss für die einzelnen Bereiche zu erstellen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Corona-Pandemie und die Energiekrise haben in Europa und insbesondere in Deutschland deutliche Spuren hinterlassen. Die deutsche Wirtschaftsleistung liegt derzeit nahezu auf demselben Niveau wie zu Beginn der Corona-Pandemie. Deutschland verzeichnet damit seit Beginn der Corona-Pandemie das geringste Wachstum aller Volkswirtschaften des Euro-Raums. Zwar ist man hierzulande zunächst gut durch die Pandemie gekommen, während der Energiekrise entwickelte sich die deutsche Wirtschaft jedoch sehr schwach. Gegenüber dem Jahr 2022 dürfte die Wirtschaftsleistung 2023 schrumpfen und im kommenden Jahr deutlich langsamer wachsen als in den 2010er-Jahren.

Die hohen Inflationsraten waren der Hauptgrund, warum die Europäische Zentralbank (EZB) in den vergangenen anderthalb Jahren die Leitzinsen so stark erhöht hat. Dadurch gab es zwar mehr Zinsen auf das Ersparte, wer aber einen Kredit brauchte, musste mit entsprechend höheren Zinssätzen kalkulieren.

Inflation, Energiekrise und Probleme auf einigen Auslandsmärkten haben Thüringens Wirtschaft in der ersten Jahreshälfte 2023 schrumpfen lassen. Das BIP lag preisbereinigt um 0,6 Prozent unter dem Niveau des ersten Halbjahrs 2022. Thüringen liegt damit im Mittelfeld der Bundesländer. Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee sieht darin einen «Ausdruck des schwierigen Fahrwassers, in dem sich die deutsche und Thüringer Wirtschaft derzeit bewegen». In den vergangenen beiden Jahren war in Thüringen ein Wirtschaftswachstum von 2,0 Prozent (2021) und 1,5 Prozent (2022) erzielt worden. Die Geschäfte schwächeln in der Industrie, im Handwerk und in der Bauwirtschaft. Die Thüringer Rezessionssignale kommen vor allem von diesen Wirtschaftszweigen. Die Unternehmen im Dienstleistungsbereich geben vorsichtige Hinweise auf bessere Zeiten.

Eine unmittelbare wirtschaftliche Auswirkung auf die SWE D GmbH hat sich daraus, auf Grund des Geschäftsmodells als IT-Dienstleister für die SWE Gruppe, im Geschäftsjahr 2023 nicht ergeben.

2. Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2023 wurde aufbauend auf den bereits geschaffenen Grundlagen das Enterprise Architektur Management vertieft. Mit dem Fokus auf die Transformation der SWE Gruppe zu SAP S/4HANA konnte der Ansatz eines "SWE SAP Clean Core" erarbeitet, im IT-Executive Board der SWE Gruppe verabschiedet und innerhalb der SWE Gruppe etabliert werden. Dieser Ansatz ermöglicht eine zukunftssichere und zielgerichtete Gestaltung aller Lösungen auf Basis von SAP-Technologien und SAP-Produkten.

Ergänzend zu strategischen und organisatorischen Rahmenbedingungen und Inhalten der SAP-Transformation wurde mit SAP für die SWE Gruppe in 2023 die lizenzvertragliche Grundlage geschaffen und erfolgreich zum Ende des Geschäftsjahres abgeschlossen. Auf Basis der neuen Lizenzverträge und mit SAP als strategischen Softwarepartner kann die SWE Gruppe die gesamte Bandbreite an SAP-Lösungsszenarien abdecken. Insbesondere hybride Lösungen und Cloudlösungen bieten für die SWE Gruppe neue Möglichkeiten, um dem immer stärker werdenden Mangel an IT-Experten entgegenzuwirken und neue Sourcing- und Betriebsmodelle abzuleiten. Ziel der SWE D GmbH ist die Sicherstellung einer langfristigen, stabilen Erbringung von IT-Dienstleistungen für die SWE Gruppe sowie die Weiterentwicklung ihrer Mitarbeiter und dem Aufbau des dafür erforderlichen Wissens.

Das Projektgeschäft der SWE D GmbH stellte neben der Erbringung von IT-Betriebsleistungen bzw. IT-Services unverändert eine tragende Säule dar. Dieses war einerseits geprägt von den Schwerpunkten der SAP-Transformation und andererseits getrieben von Modernisierung sowie gesetzlichen und regulatorischen Veränderungen.

Das Jahr 2023 war von fast jedem Hersteller, Wartungspartner oder Softwarelieferanten mit Preiserhö-hung zwischen 4 % und 525 % (IBM) gekennzeichnet. Die Lieferzeiten verkürzten sich gegenüber dem Vorjahr. Betriebstechnisch gesehen war 2023 ein stabiles Jahr im System- und Rechenzentrumsbetrieb. Alle Service Level wurden erfüllt bzw. übertroffen. Neben dem regulären Austausch von Servern wurde die virtuelle Landschaft für das SAP S/4HANA Projekt der SWE Gruppe aufgebaut.

Zudem konnte eine Vielzahl an Infrastrukturprojekten erfolgreich abgeschlossen werden:

Die Inbetriebnahme neuer Laufwerke mit Magnetbändern für das Jahresbackup der SWE-Daten sichert das SWE-weite Disaster-Recovery jetzt in Monatsscheiben per Offline-Backups, um die Sicherheit im Falle einer Cyberangriffs-Kompromittierung erheblich zu verbessern. Die Ersatzbeschaffung der Sharepoint-Server, des Microsoft Office 2021-Paketes, die Modernisierung der Telefonanlage und die Neueinführung von Microsoft Teams als Videokonferenztool ermöglicht allen Office-Mitarbeitenden der SWE Gruppe weiterhin einen störungsfreien Arbeitsalltag. Ferner wurde begonnen, ein MIOTY-Funknetz aufzubauen. Neben der Fernauslese von Wasserzählern sind zukünftig weitere Geschäftsfelder im Rahmen einer "Smart City Lösung" denkbar. Zudem wurde das öffentliche WLAN bedarfsgerecht angepasst. Dazu gehört die Stilllegung des öffentlichen WLANs in der Erfurter Innenstadt, dem Petersberg und der Gera-Aue. Alleinig der Standort "Tor zur Stadt Erfurt" und das public WLAN in den Bussen und Bahnen bleibt bestehen.

Der Glasfaserausbau der SWE D GmbH schreitet weiter voran. Das erste Ausbaugebiet in der Krämpfervorstadt ist abgeschlossen. Die Anwohner in diesen Gebieten können bereits heute von den SWE-eigenen Internet-, Telefonie- und TV-Produkten sowie der Leistungsfähigkeit eines reinen Glasfasernetzes profitieren. Weitere Gebiete sind in Planung. Im vierten Quartal 2023 starteten die Tiefbauarbeiten im Hanseviertel. Mit der Erschließung dieses zweiten Ausbaugebiets sollen potentiell bis zu 3.800 weitere Haushalte an das Glasfasernetz der SWE D GmbH angeschlossen werden.

Zum Stand 31.12.2023 konnten zusammenfassend 507 Adressen und 4.075 Haushalte erfolgreich an das Glasfasernetz der SWE D GmbH angebunden werden. Im Vergleich zum Vorjahr mit 3.372 Haushalten ergibt sich ein Wachstum von ca. 21 %. Neben dem reinen Infrastrukturausbau existiert jedoch die Herausforderung in der Vermarktung der Anschlüsse. Die Kennzahl hierfür ist die Take-up-Rate, die das Verhältnis von Homes Connected (betriebsbereite Anschlüsse) und Homes Activated (in Betrieb befindliche und vom Kunden genutzte Anschlüsse) zum Ausdruck bringt. Mit 606 aktiven Kunden zum Stichtag 31.12.2023 ergibt sich somit eine Take-up-Rate von 14,9 % gegenüber 13,1 % im Vorjahr.

Das interne Geschäft innerhalb der SWE Gruppe sorgte für stabile Umsatzerlöse. Die gegenüber dem Plan gestiegenen Umsatzerlöse ergeben sich im Wesentlichen aus der Umsetzung von Kundenprojekten und darin enthaltenen, ungeplanten Fremdleistungen. Aufgrund von Bauverzögerungen und einem geringeren Kundenhochlauf liegen die Umsatzerlöse aus dem Breitbandgeschäft unter Planniveau. Die Erhöhung der Materialaufwendungen gegenüber dem Plan resultiert maßgeblich aus den nicht geplanten Fremdleistungen im Projektgeschäft. Weiterhin liegen die Personalaufwendungen aufgrund nicht besetzter Stellen unter Plan. Das Ergebnis vor Steuern im Geschäftsjahr 2023 beinhaltet einen Verlust aus dem Breitbandgeschäft i. H. v. 793,7 T€. Die gegenüber Planwert erhöhten Nettoabschreibungen resultieren aus einer außerplanmäßigen Abschreibung im Geschäftsfeld "freies WLAN", sowie einer Wertberichtigung aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus im Breitband Pilotgebiet der Krämpfervorstadt. Durch die vorgenannten Effekte konnte das prognostizierte Jahresergebnis vor Verlustübernahme nicht erreicht werden.

3. Lage des Unternehmens

Ertragslage

Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 betrugen 16.944 T€ (Vorjahr 16.003 T€). Die Umsatzerlöse für den Betrieb und das Projektgeschäft verteilen sich dabei mit 15.644 T€ auf die SWE Gruppe und mit 1.300 T€ auf externe Unternehmen. Die Umsätze mit externen Unternehmen sind um 11,9 % bzw.

176 T€ gesunken. Die Erhöhung innerhalb der SWE Gruppe um 8,0 % bzw. 1.160 T€ ergibt sich im Wesentlichen aus Betrieb innerhalb der SWE Gruppe.

Im Materialaufwand kommt es in der Position "Aufwendungen für bezogene Leistungen" im Wesentlichen durch Fremdleistungen für Projekte und periodenfremde Aufwendungen im Projektgeschäft zu erhöhten Aufwendungen ggü. dem Plan. In den bezogenen Leistungen sind Fremdleistungen für die Abarbeitung der Projekte enthalten, welche im Wirtschaftsplan 2023 nicht enthalten waren.

Die Personalaufwendungen von 6.950 T€ (Vorjahr 6.497 T€) liegen über dem Niveau des Vorjahres. Dies begründet sich trotz geringerer Personalkapazität durch Tarifsteigerungen und die Zahlung einer Inflationsausgleichsprämie. Die Anzahl der durchschnittlich Beschäftigten betrug im Berichtszeitraum 91,25 (Vorjahr 93,75).

Die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 325 T€ im Vergleich zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der Preisanpassung konzernintern bezogener Dienstleistungen.

Insgesamt wurde ein Ergebnis vor Verlustübernahme (EBT) i. H. v. -608 T€ (Vorjahr Jahresverlust in Höhe von -885 T€) erwirtschaftet.

Finanz- und Vermögenslage

Die Finanzierung erfolgt über Eigenmittel der SWE D GmbH sowie drei Kredite bei der SWE S GmbH i. H. v. insgesamt 1.600 T€ mit einer Restlaufzeit von 1,75 Jahren sowie 3,75 Jahren. Der Kredit, welcher im Geschäftsjahr 2020 i. H. v. 1.500 T€ aufgenommen wurde, beinhaltet jährliche Tilgungen i. H. v. 300 T€ sowie der Kredit aus dem Geschäftsjahr 2022 i. H. v. 1.250 T€ eine jährliche Tilgung i. H. v. 250 T€.

2023 2023
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 2.673 T€ 524 T€
Cashflow aus Investitionstätigkeit -3.918 T€ -3.552 T€
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 2.464 T€ 2.597 T€
Zahlungswirksame Veränderung Finanzmittelfonds 1.219 T€ -431 T€

Die Auszahlungen für die Investitionstätigkeit wurden maßgeblich durch den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit finanziert, welcher vor allem die Erhöhung der Kapitalrücklagen i. H. v. 2.000 T€ aufgrund der Einzahlungen des Gesellschafters für die Breitbandinvestitionen beinhaltet. Im Weiteren sind die oben beschriebenen Auszahlungen i. H. v. 700 T€ für Tilgungsleistungen im Rahmen der bestehenden Kredite mit der SWE S GmbH und die Einzahlung aus Verlustübernahme durch den Gesellschafter i. H. v. 885 T€ enthalten. Im Geschäftsjahr investierte die SWE D GmbH 2.046 T€ (Vorjahr 1.298 T€) in Software sowie 1.872 T€ (Vorjahr 2.256 T€) in Sachanlagen. Die Gesellschaft ist im Geschäftsjahr allen finanziellen Verpflichtungen nachgekommen.

Zum 31. Dezember 2023 betrug der Finanzmittelfonds der Gesellschaft -1.135 T€ (Vorjahr -2.354 T€). Die SWE D GmbH ist in das Zentrale Finanzmanagement der SWE Gruppe integriert, so dass die Liquidität des Unternehmens jederzeit gesichert war.

Die Bilanzsumme hat sich im Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr um 1.958 T€ auf 19.028 T€ erhöht. Das Anlagevermögen ist insbesondere durch die fortgeführten Investitionen in den Breitbandausbau gestiegen. Im Gegenzug ist das Eigenkapital durch Gesellschaftereinlagen angewachsen.

Die Kapitalstruktur ist durch eine bilanzielle Eigenkapitalquote von rd. 62,8 % (Vorjahr 58,3 %) gekennzeichnet.

Der Erhöhung der unfertigen Leistungen zum Stichtag steht eine steigende Entwicklung der erhaltenen Anzahlungen gegenüber. Auf der Passivseite haben sich im Wesentlichen die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung, u. a. aus dem Kauf von SAP-Lizenzen, erhöht, denen geringere Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus der Inanspruchnahme des Cashpools gegenüberstehen.

Die betriebswirtschaftliche Steuerung erfolgt hauptsächlich durch die von der Gesellschafterversammlung zu beschließende Wirtschafts- und Mittelfristplanung. Weiterhin wird die Gesellschaft über die Monats- und Quartalsberichte gesteuert. Die wesentlichen Leistungsindikatoren sind hierbei das EBT, E-BITDA und die Nettofinanzposition.

4. Gesamtaussage

Die Geschäftsführung beurteilt den Geschäftsverlauf sowie die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 insgesamt als gut. Die Steigerung des Personalbestandes konnte nicht wie geplant umgesetzt werden. Das Jahresergebnis ist darüber hinaus durch Sondereinflüsse geprägt.

IV. Prognosebericht

Die Markterfahrung und der Innovationsgeist der SWE D GmbH sind die entscheidenden Erfolgsfaktoren, um die hohen Anforderungen der SWE Gruppe an die Informationstechnologie als strategischen Wettbewerbsfaktor effizient erfüllen zu können. Mit der Bündelung der IT-Aktivitäten innerhalb der SWE Gruppe verfügt die SWE D GmbH über die erforderliche Erfahrung, um auch weiterhin nachhaltige Umsätze zu erwirtschaften. Dabei wird weiterhin, durch die zunehmende Fokussierung auf die Geschäftsfelder der internen Kunden, einer verstärkten Fachkräfteakquise im aktuellen IT-Umfeld eine besondere Bedeutung zukommen.

Die Geschäftsführung geht nach derzeitiger Planung von leicht höheren Umsatzerlösen im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 aus. Zusätzliche Belastungen ergeben sich hauptsächlich aus einer Steigerung der Personalaufwendungen aufgrund geplanter Neueinstellungen sowie Tariferhöhungen.

Im Geschäftsjahr 2024 plant die Gesellschaft Investitionen in das eigene Anlagevermögen in Höhe von ca. 5,4 Mio. €, davon sind Investitionen in Höhe von rund 2,7 Mio. € für die Breitbandinfrastruktur berücksichtigt.

Mit dem in 2023 erfolgten Kauf von weiteren SAP S/4HANA Lizenzen, welche das auslaufende SAP ERP R/3 System für die SWE Gruppe ersetzen, kann mit erfolgreichem Projektabschluss in 2024 ab dem Jahr 2025 lizenzkonform in der neuen Systemlandschaft gearbeitet werden.

Im Bereich Telefonie wird im kommenden Jahr die Telefonanlage weiter modernisiert. Unter anderem erfolgt hierbei eine Kopplung mit MS Teams.

Am Standort Magdeburger Allee wird der Back-UP Speicher erneuert, da für das bisherige System kein weiterer Support vom Lieferanten mehr angeboten wird. Mit dem moderneren System wird gleichzeitig die Speicherkommunikation mit dem zweiten Back-Up Standort verbessert.

Mit dem Projekt digitaler Arbeitsplatz wird im Rahmen der Digitalisierung für die SWE Gruppe ein standardisierter Arbeitsplatz entwickelt. So wird jedem Mitarbeiter und jeder Mitarbeiterin die zentrale Nutzung von IT-Systemen und IT-Lösungen ermöglicht. Mit der Umsetzung eines neuen Raumkonzepts innerhalb der SWE D GmbH werden die Räumlichkeiten an die neuen Bedürfnisse der Mitarbeitenden angepasst.

Co-Working-Spaces sollen hierbei den abteilungsübergreifenden Austausch fördern. Zudem kann die Anzahl der angemieteten Räume durch das vermehrte Aufkommen mobiler Arbeit reduziert werden.

Zur Vereinfachung und Unterstützung der Klassifizierung und Kennzeichnung von Informationen gemäß Konzernvereinbarung, soll ein Tool eingeführt werden, welches bei der Speicherung die Klassifizierung erleichtert (intern, vertraulich, streng vertraulich). Idealerweise kann ein solches Tool auch unterstützen, bestehende Dokumente nachgelagert zu klassifizieren.

Neben dem Infrastrukturausbau im Geschäftsfeld Breitband besteht vordergründig das Ziel, die Take-up-Rate in den kommenden Jahren stetig zu steigern. Ab dem Jahr 2024 sollen zudem erstmals gezielte D2D-Vertriebsaktionen durchgeführt werden. Zudem beteiligt sich die SWE D GmbH am Projekt FIBER4. Dieses Projekt hat das Ziel, eine Plattform zu schaffen, die serviceorientiert ihren Mitgliedern die Möglichkeit bietet, Open Access auf ihren Netzen zu realisieren und so eine hohe nachhaltige Wirtschaftlichkeit gewährleistet.

Die bereits im Jahr 2022 erhaltene Genehmigung zur Realisierung des Ausbaugebiets rund um das Verkehrskreuz der Magdeburger Allee soll dieses Jahr verlängert werden. Der Ausbau dieses sehr komplexen Gebiets bleibt unter Vorbehalt und ist von der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung sowie der Entwicklung der gesetzlichen Rahmenbedingungen in diesem Bereich abhängig.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die Geschäftsführung ein negatives EBT, welches sich durch die Anlaufverluste im Geschäftsfeld Breitband begründet. Das EBITDA wird sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 verbessern.

V. Chancen und Risikobericht

Die SWE D GmbH ist ein Unternehmen der SWE Gruppe. Die SWE Gruppe betreibt ein konzernweit einheitliches Risikomanagementsystem, in dem wesentliche Risiken der SWE Gruppe erfasst, bewertet und den Geschäftsführungen sowie verantwortlichen Gremien in standardisierter Form berichtet werden. Ziel ist es, bestandsgefährdende Zustände und Situationen frühzeitig zu erkennen und Maßnahmen zur Gegensteuerung zu ergreifen, zu überwachen und zu berichten. Durch seine Verzahnung mit der Wirtschaftsplanung stellt es eine wichtige Unterstützung der Steuerungs- und Führungsprozesse im Unternehmen dar.

Aufbauend auf einer Risikoinventur im Zuge der jährlichen Planung werden alle relevanten Risikopotenziale des Wirtschaftsplanjahres und der dazugehörigen vier Vorschaujahre strukturiert nach Risikokategorien bei den Beteiligungsgesellschaften erfasst und nach prozentualer Eintrittswahrscheinlichkeit und finanzieller Schadenshöhe als voraussichtliche Abweichung vom geplanten Ergebnis vor Steuern (EBT) bewertet. Die Schadenshöhe und die Eintrittswahrscheinlichkeit bestimmen die Einordnung eines Risikos im Risikoportfolio (Eintrittswahrscheinlichkeiten-Schadenshöhen-Kombinationen). Die Anordnung im Risikoportfolio ermöglicht die Identifizierung kritischer, latenter und irrelevanter Risiken. Mindestens die kritischen Risikogruppen des aktuellen Geschäftsjahres werden zur Sicherung der Frühwarnfunktion kontinuierlich beobachtet und berichtet. Mit der quartalsweisen Risikoberichterstattung und einer Sofortberichterstattung werden unterjährige signifikante Veränderungen der Risiken erfasst und gesteuert. Um den Ordnungsrahmen für das Risikomanagementsystem sicherzustellen, sind Verfahrensweisen und Verantwortlichkeiten in einer Konzernanweisung zum Risikomanagement eindeutig geregelt. Der Risikomanagementprozess wird durch eine Risikomanagementsoftware unterstützt. Die Verantwortung für ein angemessenes Risikomanagement tragen die Geschäftsleitungen der Gesellschaften im Konzernverbund.

Gegenwärtig sind keine Risiken erkennbar, die unter die kritischen Risikogruppen der SWE D GmbH fallen.

Die Geschäftsführung geht in den Folgejahren von Chancen, aber auch von Risiken für die Gesellschaft aus, die als nicht bestandsgefährdend eingeschätzt werden.

Chancen für 2024:

- Stärkung der IT-Governancestruktur der SWE Gruppe,

- Erschließung weiterer Stadtgebiete mit Glasfaserprodukten sowie

- langfristige Optimierung der IT-Kosten durch Implementierung von IT-Lösungen für mehrere Unternehmen der SWE Gruppe mit Hilfe eines etablierten Enterprise-Architektur-Managements.

Risiken für 2024:

- Weiter steigende Anforderungen des Gesetzgebers an die Informationssicherheit und den Datenschutz führen zu deutlichem Mehraufwand in der technischen Realisation und der Dokumentation der sicherheitsrelevanten Prozesse,

- steigende Anzahl von Cyberangriffen sowie

- Gewinnung von Fachkräften und Gewährleistung branchenüblicher Vergütung.

Das Risiko für die Informationssicherheit durch Cyberangriffe ist unverändert hoch. Dementsprechend wurden in der Vergangenheit bereits folgende Maßnahmen zur Risikominimierung umgesetzt:

- Benennung einer Informationssicherheitsbeauftragten,

- Zertifizierung der SWE D GmbH nach ISO 27001 sowie

- Abschluss einer Cyberriskversicherung für die SWE Gruppe.

Zusätzlich wurden im Jahr 2023 IT-Sicherheitsprüfungen (Penetration-Tests) für mehrere kritische Anwendungen durchgeführt, welche mögliche Schwachstellen identifizieren und darauf aufbauend Maßnahmen abgeleitet.

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des weiter andauernden Ukrainekrieges könnten ein steigendes Risiko bei den Kosten für geplante Investitionsmaßnahmen im Breitbandausbau (Material, Bau- und Lieferleistungen, Bauverzug) für die SWE D GmbH bedeuten.

Der Geschäftsführer schätzt jedoch ein, dass derzeitig keine Risiken mit Auswirkung auf die operative Geschäftstätigkeit der SWE D GmbH bestehen.

Die Fachkräftesituation führt dazu, dass die Nachbesetzung von Stellen nicht nur schwieriger, sondern sich auch das Zeitfenster von der Ausschreibung bis zur Besetzung einer Stelle merklich verlängern wird. Der Geschäftsbetrieb und die Abarbeitung von Projektaufträgen sind jedoch auch im Geschäftsjahr 2024 nicht gefährdet. Der Situation wird bei Bedarf temporär durch die Beauftragung externer Dienstleister begegnet. Allerdings ist auch hier eine deutliche Reduzierung von Verfügbarkeiten externer Ressourcen zu verzeichnen. Es wird davon ausgegangen, dass sich diese Situation in den nächsten Jahren zuspitzen wird.

In der Bewertung des Chancen-Risikopotentials für ihre weitere Entwicklung geht die SWE D GmbH für die Folgejahre von einer positiven Geschäftsentwicklung aus.

 

Erfurt, 27. März 2024

SWE Digital GmbH

Mirko Utecht, Geschäftsführer

[1] Sparkasse - https://www.sparkasse.de/aktuelles/inflation-aktuell.html, 01.12.2023

[2] Zeit online - https://www.zeit.de/news/2023-09/22/thueringens-wirtschaft-im-ersten-halbjahr-geschrumpft, 22.09.2023

[3] Eintrittswahrscheinlichkeitsklassen - Gering (0% bis 20%) - Mittel (20% bis 50%) - Hoch (50% bis 100%

[4] Auswirkungsklassen - Niedrig (0 bis 50 TEUR) - Moderat (50 bis 150 TEUR) - Wesentlich (150 bis 400 TEUR) - Gravierend (400 bis 500 TEUR)

[5] EBT steht als Abkürzung für: Earnings Before Taxes, Gewinn vor Steuern

Bilanz zum 31.12.2023

AKTIVA

31.12.2023
31.12.2022
A. ANLAGEVERMÖGEN 14.349.420,31 13.054.612,08
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.598.860,18 2.647.096,79
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte und Werte sowie Lizenzen an solchen rechten und Werten 3.326.894,28 2.055.729,94
2. Geleistete Anzahlungen 271.965,90 591.366,85
II. Sachanlagen 10.750.560,13 10.407.515,29
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 144.715,16 159.668,44
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.830.445,57 8.305.130,81
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.568.983,65 1.505.981,36
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.206.415,75 436.734,68
B. UMLAUFVERMÖGEN 3.521.400,23 3.178.023,85
I. Vorräte 516.122,69 462.081,19
1. Unfertige Leistungen 2.050.425,75 1.398.019,29
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -1.534.303,06 -935.938,10
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.005.277,54 2.715.942,66
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 304.339,91 69.463,23
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.700.937,63 2.646.391,68
davon gegen Gesellschafter 850.421,49 € (Vorjahr 976.915,21 €)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 0,00 87,75
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.157.232,46 837.896,35
19.028.053,00 17.070.532,28

PASSIVA

31.12.2023
31.12.2022
A. EIGENKAPITAL 11.948.016,67 9.948.016,67
I. Gezeichnetes Kapital 30.000,00 30.000,00
II. Kapitalrücklage 11.916.040,67 9.916.040,67
III. Gewinnrücklagen 1.976,00 1.976,00
Andere Gewinnrücklagen 1.976,00 1.976,00
B. SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE ZUM ANLAGEVERMÖGEN 421.046,24 332.101,91
C. RÜCKSTELLUNGEN 1.180.936,11 1.272.998,50
1. Rückstellungen für Pensionen 299.350,00 294.144,00
2. Sonstige Rückstellungen 881.586,11 978.854,50
D. VERBINDLICHKEITEN 5.441.706,61 5.488.810,63
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.614.182,87 713.425,80
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.742.537,43 4.709.363,72
davon gegenüber Gesellschafter 0,00 € (Vorjahr 0,00 €)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 84.986,31 66.021,11
davon aus Steuern 84.824,28 € (Vorjahr 64.611,18 €)
E. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 36.347,37 28.604,57
19.028.053,00 17.070.532,28

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

2023
2022
1. Umsatzerlöse 16.944.130,02 16.003.228,89
2. Verminderung/ Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen 652.406,46 -237.085,65
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 414.838,50 560.130,75
4. Sonstige betriebliche Erträge 473.771,05 558.370,05
5. Materialaufwand 7.602.657,25 6.936.602,16
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.105.272,80 1.073.715,30
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 6.497.384,45 5.862.886,86
6. Personalaufwand 6.949.977,18 6.496.922,43
a) Löhne und Gehälter 5.735.496,26 5.325.877,19
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.214.480,92 1.171.045,24
davon für Altersversorgung 163.265,79 € (Vorjahr 137.982,15 €)
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.388.596,61 2.584.820,23
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.028.648,62 1.703.004,64
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9.090,47 1.083,68
davon Erträge aus Abzinsung 40,53 € (Vorjahr 0,00 €)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 132.319,93 48.993,89
davon an verbundene Unternehmen 125.322,93 € (Vorjahr 38.748,93 €)
davon Aufwendungen aus Aufzinsung 6.230,00 € (Vorjahr 6.020,00 €)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 0,10
12. Ergebnis nach Steuern -607.963,09 -884.615,63
13. Sonstige Steuern 0,00 0,00
14. Erträge aus Verlustübernahme 607.963,09 884.615,63
15. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die SWE Digital GmbH (SWE D GmbH) hat ihren Sitz in Erfurt unter der Geschäftsadresse Magdeburger Allee 34, 99086 Erfurt und wird im Handelsregister B des Amtsgerichts Jena unter der Registernummer HRB 113039 geführt.

Der Jahresabschluss ist unter Beachtung des Gesellschaftsvertrages gemäß den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des 3. Buches des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt worden. Ergänzend wurden die Vorschriften des GmbH-Gesetzes berücksichtigt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Von der Möglichkeit, Berichtspflichten im Anhang statt in der Bilanz oder in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfüllen, wurde überwiegend Gebrauch gemacht.

Mit der Gesellschafterin ThüWa ThüringenWasser GmbH (ThüWa GmbH) besteht mit Wirkung zum 1. Januar 2019 ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag vom 4. Dezember 2018.

Die SWE D GmbH wird als 100 %ige Tochter der ThüWa GmbH, Erfurt, in den Konzernabschluss der SWE Stadtwerke Erfurt GmbH (SWE GmbH), Erfurt, einbezogen.

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.

II. Angaben und Erläuterungen zu Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zu Grunde.

Vom Wahlrecht zur Aktivierung von selbst erstellter Software nach § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB wird kein Gebrauch gemacht.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen ausgewiesen. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear auf Basis der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern, unter Berücksichtigung der amtlichen AfA-Tabellen, vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 800,00 € aber über 250,00 € werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und grundsätzlich einzeln inventarisiert.

In die Herstellungskosten wurden anteilige Gemeinkosten für Material und Personal einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. unter Zugrundelegung von kalkulierten Stundensätzen inklusive angemessener Teile der Gemeinkosten und angemessener Kosten der allgemeinen Verwaltung unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips. Vom Wahlrecht nach § 268 Abs. 5 S. 2 HGB, erhaltene Anzahlungen von den Vorräten offen abgesetzt auszuweisen (Aktivausweis), wurde Gebrauch gemacht.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nominalwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Zweifelhafte Forderungen sind wertberichtigt, uneinbringliche Forderungen werden ausgebucht. Für das allgemeine Kreditrisiko wird eine Pauschalwertberichtigung gebildet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das Stammkapital ist zum Nennwert bilanziert.

Investitionszuschüsse werden unter dem Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen ausgewiesen und korrespondierend zur Abschreibungsdauer der bezuschussten Sachanlagen aufgelöst.

Die Pensionsrückstellungen werden unter Verwendung der Projected-Unit-Credit-Methode mit einem Rechnungszins von 1,83 % (Vorjahr 1,79 %) bewertet. Die Bewertung von laufenden Rentenverpflichtungen und Verpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen Anwärtern erfolgte mit dem Barwert und einem Rechnungszins von 1,83 % (Vorjahr 1,79 %). Die Zinssätze entsprechen dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre bei einer Restlaufzeit der Pensionsverpflichtungen von 15 Jahren. Als biometrische Berechnungsgrundlage wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Der Rententrend wurde ab Beginn der Altersrente mit 1,00 % bzw. 2,00 % Steigerung p.a. berücksichtigt. Die leistungskongruent rückgedeckten Pensionsrückstellungen sind gemäß § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert des Anspruchs aus der Rückdeckungsversicherung bewertet. Sofern die Rückdeckungsversicherungsansprüche an die Pensionsberechtigten verpfändet wurden, erfolgte gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB eine Saldierung mit den Pensionsrückstellungen. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und der Bewertung der Rückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt 2.086 € (Vorjahr 10.714 €). Dieser Betrag ist grundsätzlich gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB für Ausschüttungen gesperrt, jedoch gemäß BMF-Schreiben vom 23. Dezember 2016 (IV C 2 - S 2770/16/10002) nicht in die Abführungssperre im Sinne des § 301 AktG einzubeziehen.

Die SWE D GmbH führte 2023 Beiträge an die ZVK Thüringen (Zusatzversorgungskasse) in Höhe von 177.620,88 € ab.

Der Zusatzbeitrag im Jahr 2023 betrug 5,60 % und wird bis 2025 auf 5,80 % ansteigen. Er gliedert sich in einen Arbeitnehmer- sowie einen Arbeitgeberanteil.

Für diese mittelbaren Pensionsverpflichtungen wird gemäß Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB keine Rückstellung gebildet. Eine Aufteilung der zukünftigen Versorgungsverpflichtungen der ZVK, die sich aus den Anwartschaften der angemeldeten Pflichtversicherten und Rentenberechtigten ergeben, ist mit vertretbarem Aufwand nicht ermittelbar.

Die Bewertung der Rückstellung für Altersteilzeit erfolgt nach den Regelungen der IDW Stellungnahme IDW RS HFA 3 vom 19. Juni 2013. Hierbei wird ein Rechnungszinssatz von 1,05 % sowie ein Gehaltstrend mit 2,75 % berücksichtigt.

Die Jubiläumsrückstellung ist unter Verwendung der Projected Unit Credit Methode mit einem Rechnungszinssatz von 1,76 % (Vorjahr 1,45 %) sowie einem Gehaltstrend von 2,75 % (Vorjahr 2,75 %) gemäß den Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck berechnet. Für die Berücksichtigung der Fluktuation werden alters- und geschlechtsabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeiten verwendet.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung und werden zum Erfüllungsbetrag passiviert. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen - von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten - Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 S. 1 HGB).

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten wird für Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Erträge für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen, gebildet.

III. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz

Der Bestand und die Entwicklung des Anlagevermögens im Berichtszeitraum sind in der gesonderten Übersicht "Entwicklung des Anlagevermögens" als Anlage zum Anhang dargestellt.

Die unfertigen Leistungen betreffen vollumfänglich noch nicht fertiggestellte Projekte.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Laufzeit von nicht mehr als einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Des Weiteren sind Forderungen aus der Umsatzsteuerorganschaft mit der SWE GmbH in Höhe von 552 T€ (Vorjahr 222 T€) enthalten.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen Aufwendungen zukünftiger Geschäftsjahre für Wartung von Hard- und Software.

Das Eigenkapital beträgt zum 31. Dezember 2023 11.948 T€ (Vorjahr 9.948 T€). Durch die Gesellschafterin wurden im Berichtsjahr 2.000 T€ der Kapitalrücklage zugeführt. Der Jahresfehlbetrag wird gemäß Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag durch die ThüWa GmbH ausgeglichen.

Bei den Sonderposten für Investitionszuschüsse stehen Zugänge von 357 T€ (Vorjahr 155 T€) planmäßigen Auflösungen in Höhe von 268 T€ (Vorjahr 471 T€) sowie Abgängen in Höhe von 0 T€ (Vorjahr 1 T€) gegenüber.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen basieren auf versicherungsmathematischen Gutachten. Die Pensionsrückstellungen enthalten den Erfüllungsbetrag in Höhe von 350 T€ (Vorjahr 344 T€) sowie den beizulegenden Zeitwert der Ansprüche aus der Rückdeckungsversicherung in Höhe von 51 T€ (Vorjahr 50 T€). Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens entspricht dessen Anschaffungskosten. Durch das Gebot der Saldierung der Rückdeckungsversicherungsansprüche mit den Pensionsrückstellungen gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB werden die Rückstellungen mit einem Saldo in Höhe von 299 T€ (Vorjahr 294 T€) ausgewiesen. Für ausgeschiedene Geschäftsführer sind Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen in Höhe von unsaldiert 51 T€ (Vorjahr 50 T€) enthalten.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen insbesondere Personalverpflichtungen in Höhe von 669 T€ (Vorjahr 703 T€), Verpflichtungen aus ausstehenden Rechnungen in Höhe von 168 T€ (Vorjahr 163 T€) sowie Jahresabschlusskosten in Höhe von 41 T€ (Vorjahr 27 T€).

Die Verbindlichkeiten setzen sich gemäß dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel wie folgt zusammen:

Verbindlichkeitenspiegel

in T€

Restlaufzeit
Position in der Bilanz Gesamtbetrag bis zu einem Jahr mehr als ein Jahr davon mehr als fünf Jahre
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.614 2.614 0 0
(Vorjahr) -713 -713 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.743 1.693 1.050 0
(Vorjahr) -4.709 -3.109 -1.600 0
davon gegenüber Gesellschafter 0 0 0 0
(Vorjahr) 0 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 85 85 0 0
(Vorjahr) -66 -66 0 0
davon aus Steuern 85 85 0 0
(Vorjahr) -65 -65 0 0
Summe 5.442 4.392 1.050 0
(Vorjahr) -5.489 -3.889 -1.600 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber der SWE Service GmbH (SWE S GmbH) im Rahmen des Cashpools in Höhe von 1.135 T€ (Vorjahr 2.354 T€) sowie Verbindlichkeiten aus der Inanspruchnahme von drei Darlehen in Höhe von 1.600 T€ (Vorjahr 2.300 T€).

IV. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse setzen sich im Wesentlichen wie folgt zusammen:

Bezeichnung 2023
T€
2022
T€
Umsatzerlöse Kerngeschäft intern 15.548 14.504
Umsatzerlöse Kerngeschäft extern 996 1.270
Übrige Umsatzerlöse 96 24
Umsatzerlöse Breitband 304 205
Umsatzerlöse Gesamt 16.944 16.003

Die Umsatzerlöse in Höhe von 16.944 T€ (Vorjahr 16.003 T€) beinhalten die IT-Dienstleistungen mit verbundenen Unternehmen sowie externen Kunden. Die Erhöhung des internen Umsatzanteils um 7,2 % gegenüber dem Vorjahr ist hauptsächlich auf den Anstieg der Erlöse aus laufenden IT-Dienstleistungen sowie die geschäftsjahresübergreifende Umsetzung diverser Projekte zurückzuführen. Im neuen Geschäftsfeld Breitband konnten gegenüber dem Vorjahr weitere Kunden mit den Produkten der SWE D GmbH beliefert werden. Periodenfremde Umsatzerlöse in Höhe von 62 T€ (Vorjahr 1 T€) entstanden durch Nachberechnungen an externe Unternehmen für die Vermietung von LWL- und Cu-Leitungen.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind neben den Erträgen aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse in Höhe von 268 T€ (Vorjahr 471 T€) auch Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 124 T€ (Vorjahr 34 T€) sowie periodenfremde Erträge in Höhe von 30 T€ (Vorjahr 10 T€), welche überwiegend Beitragsgutschriften aus Berufsgenossenschaften betreffen, enthalten.

In den Materialaufwendungen in Höhe von 7.603 T€ (Vorjahr 6.937 T€) sind sämtliche Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Leistungen enthalten, die bei der betrieblichen Leistungserstellung angefallen sind. Hierzu gehören überwiegend Bezugsaufwendungen aus produktionsbezogenen Fremdleistungen sowie Fremdleistungen für Instandhaltung und Wartung von Hard- und Software. Enthalten sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 95 T€ (Vorjahr 83 T€), hauptsächlich resultierend aus Fremdleistungen.

Der Personalaufwand mit 6.950 T€ (Vorjahr 6.497 T€) enthält neben den Aufwendungen für Löhne und Gehälter sowie sozialen Abgaben auch die Aufwendungen für Altersversorgung. Im Personalaufwand ist auch die Zuführung zur Rückstellung für Altersteilzeit mit 47 T€ (Vorjahr 10 T€) sowie zur Pensionsrückstellung mit 21 T€ (Vorjahr 3 T€) enthalten.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen sind im Anlagenspiegel dargestellt. Sie enthalten außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 429 T€ (Vorjahr 685 T€). Diese betreffen mit 212 T€ das Breitbandprojekt in der Krämpfervorstadt, welches sich maßgeblich durch ein gestiegenes Zinsniveau begründet und 217 T€ betreffen das freie WLAN, welches sich aufgrund ausbleibender Nachfrage im Stadtgebiet nicht wirtschaftlich betreiben lässt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 2.029 T€ (Vorjahr 1.703 T€) umfassen im Wesentlichen Aufwendungen für Mieten und Pachten für Gebäude und Grundstücke inklusive Nebenkosten in Höhe von 571 T€ (Vorjahr 557 T€) und Aufwendungen für kaufmännische Dienstleistungen in Höhe von 657 T€ (Vorjahr 498 T€). Auch enthalten sind mit T€ 218 (T€ 4) Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens, Aufwendungen für Beratungshonorare in Höhe von 126 T€ (Vorjahr 144 T€), Aufwendungen für Weiterbildung in Höhe von 133 T€ (Vorjahr 180 T€) sowie sonstige periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 4 T€ (Vorjahr 12 T€).

Die Zinsaufwendungen berücksichtigen neben den saldierten Aufwendungen und Erträgen aus Vermögensgegenständen des Deckungsvermögens 9 T€ (Vorjahr 1 T€) auch die saldierten Zinsanteile 5 T€ (Vorjahr 5 T€) aus der Zuführung zu Pensionsrückstellungen.

Gemäß dem Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der Gesellschafterin wird für das Geschäftsjahr ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 608 T€ von der ThüWa GmbH ausgeglichen. (Vorjahr Jahresfehlbetrag 885 T€).

V. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus abgeschlossenen Miet-, Pacht- und Wartungsverträgen einschließlich Leasing. Der daraus resultierende Aufwand beträgt im Jahr 2023 voraussichtlich 2.574 T€, davon 574 T€ gegenüber verbundenen Unternehmen. Des Weiteren bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus dem Bestellobligo aus den zum Bilanzstichtag noch nicht ausgeführten Aufträgen. Der Gesamtbetrag der erteilten Bestellungen beläuft sich auf 3.426 T€, davon betreffen 924 T€ Investitionen. Die aus dem Bestellobligo resultierenden Verpflichtungen bestehen ausschließlich gegenüber Dritten.

Gemäß § 6b Abs. 2 EnWG sind die Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen Unternehmen darzustellen. In den Umsatzerlösen sind die Entgelte für erbrachte IT-Dienstleistungen mit verbundenen Unternehmen in Höhe von 15.548 T€ enthalten.

Geschäfte mit verbundenen Unternehmen wurden ausschließlich zu marktüblichen Konditionen durchgeführt.

Die latenten Steuern werden beim Organträger ausgewiesen.

Die Anzahl der durchschnittlich Beschäftigten in der SWE D GmbH beträgt 91 (ausschließlich Angestellte). Die Berechnung erfolgte methodisch gemäß § 267 Abs.5 HGB.

Die erforderlichen Angaben zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers nach § 285 Nr. 17 HGB sind im Konzernabschluss der SWE GmbH enthalten.

Geschäftsführerin war im Geschäftsjahr 2023 Frau Susanne Kaiser, Weimar, (Prokuristin und leitende Angestellte der ThüWa GmbH). Die Geschäftsführerin wurde für ihre Tätigkeit bei der Gesellschaft von der ThüWa GmbH vergütet. Mit dem Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 13.11.2023 wurde Frau Susanne Kaiser als der Geschäftsführerin der SWE D GmbH zum 31.12.2023 abberufen und Herr Mirko Utecht, Erfurt, (Geschäftsführer und leitender Angestellter der SWE S GmbH) zum 01.01.2024 als Geschäftsführer der SWE D GmbH bestellt.

Der Konzernabschluss erfolgt durch die SWE GmbH als Mutterunternehmen des größten und gleichzeitig kleinsten Konsolidierungskreises. Der Konzernabschluss wird beim Unternehmensregister unter HRB 113039 elektronisch hinterlegt.

VI. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und sich auf die Darstellung der Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage der Gesellschaft auswirken, liegen nicht vor.

 

Erfurt, 27. März 2024

SWE Digital GmbH

Mirko Utecht, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel)

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13.372.668,52 1.894.409,54 0,00 247.837,31 15.514.915,37
2. Geleistete Anzahlungen 591.366,85 152.145,17 223.708,81 -247.837,31 271.965,90
13.964.035,37 2.046.554,71 223.708,81 0,00 15.786.881,27
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden grundstücken 200.030,21 5.762,64 0,00 0,00 205.792,85
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.330.564,11 181.906,09 5.984,39 5.576,06 9.512.061,87
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.911.369,45 908.326,89 351.428,49 475,00 7.468.742,85
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 436.734,68 775.732,13 0,00 -6.051,06 1.206.415,75
16.878.698,45 1.871.727,75 357.412,88 0,00 18.393.013,32
Summe 30.842.733,82 3.918.282,46 581.121,69 0,00 34.179.894,59
Abschreibungen
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11.316.938,58 871.082,51 0,00 12.188.021,09
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
11.316.938,58 871.082,51 0,00 12.188.021,09
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden grundstücken 40.361,77 20.715,92 0,00 61.077,69
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.025.433,30 656.493,43 310,43 1.681.616,30
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.405.388,09 840.304,75 345.933,64 5.899.759,20
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
6.471.183,16 1.517.514,10 346.244,07 7.642.453,19
Summe 17.788.121,74 2.388.596,61 346.244,07 19.830.474,28
Buchwerte
31.12.2023
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.326.894,28 2.055.729,94
2. Geleistete Anzahlungen 271.965,90 591.366,85
3.598.860,18 2.647.096,79
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden grundstücken 144.715,16 159.668,44
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.830.445,57 8.305.130,81
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.568.983,65 1.505.981,36
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.206.415,75 436.734,68
10.750.560,13 10.407.515,29
Summe 14.349.420,31 13.054.612,08

Tätigkeitsabschluss Elektrizitätsverteilung

Erläuterungen zum Tätigkeitsabschluss Elektrizitätsverteilung für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Nach § 6b Absatz 3 EnWG müssen vertikal integrierte Energieversorgungsunternehmen i.S.v. § 3 Nr. 38 EnWG, einschließlich rechtlich selbständiger Unternehmen, die zu einer Gruppe verbundener Elektrizitäts- oder Gasunternehmen gehören und mittelbar oder unmittelbar energiespezifische Dienstleistungen erbringen, für ihre Tätigkeiten jeweils getrennte Konten führen und für jede Tätigkeit eine Bilanz sowie eine Gewinn- und Verlustrechnung nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsrechts aufstellen.

Die SWE Digital GmbH (SWE D GmbH) erbringt für die SWE Netz GmbH (SWE N GmbH) und die SWE Energie GmbH (SWE E GmbH) energiespezifische Dienstleistungen. Unter die Regelungen des § 6b EnWG fallen die energiespezifischen IT-Dienstleistungen. Diese werden in folgende Tätigkeitsbereiche unterschieden:

(1) Tätigkeitsbereich "Elektrizitätsverteilung":

- Dieser enthält die Leistungen für die Elektrizitätsverteilung der SWE N GmbH.

(2) Tätigkeitsbereich "Gasverteilung":

- Dieser enthält die Leistungen für die Gasverteilung der SWE N GmbH.

(3) Tätigkeitsbereich "andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitätssektors":

- Dieser enthält die Leistungen für den Stromvertrieb der SWE E GmbH.

(4) Tätigkeitsbereich "andere Tätigkeiten innerhalb des Gassektors":

- Dieser enthält die Leistungen für den Gasvertrieb der SWE E GmbH.

Soweit eine direkte Zuordnung von Konten zu den einzelnen Tätigkeiten nicht möglich ist oder mit unvertretbarem Aufwand im Verhältnis zum erreichten Informationsgewinn verbunden wäre, sind Schlüsselungen vorzunehmen, die sachgerecht und für Dritte nachvollziehbar sein müssen (§ 6b Abs. 3 Satz 5 EnWG). Grundsätzlich sollten möglichst wenige und ggf. jährlich zu aktualisierende Schlüssel angewandt werden. Unter diesem Aspekt kommen für die Zuordnung folgende Basisschlüssel in Betracht:

(1) Umsatzschlüssel,

- Der Umsatzschlüssel ergibt sich aus dem Verhältnis der Umsatzerlöse des entsprechenden Unternehmens.

(2) Personalaufwandsschlüssel,

- Der Personalaufwandsschlüssel ergibt sich auf Basis der erbrachten Personalaufwendungen auf den jeweiligen energiespezifischen Dienstleistungen.

(3) Netzkundenschlüssel,

- Die Schlüsselung nach Netzkunden ergibt sich aus der Anzahl der Messlokationen je Tätigkeit.

(4) Anlagenschlüssel

- Für die Ermittlung des Anlagenschlüssels werden die bilanziellen Restbuchwerte aus dem Anlagengitter zugrunde gelegt. Der Anlagenschlüssel beinhaltet die einer Tätigkeit direkt zuordenbaren Restbuchwerte.

Bei der Zuordnung zu Tätigkeiten ist die Gleichbehandlung von korrespondierenden Bilanz- und GuV-Positionen gewährleistet. Die geforderten Teilabschlüsse für die vorgegebenen Tätigkeiten werden aus dem handelsrechtlichen Jahresabschluss abgeleitet und dargestellt. Daraus folgt, dass Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechte z. B. in den Bilanzen der einzelnen Tätigkeiten nicht erneut ausgeübt werden.

Der Tätigkeitsabschluss ist nur für den Tätigkeitsbereich Elektrizitätsverteilung gemeinsam mit dem Jahresabschluss beim Unternehmensregister zur Bekanntmachung elektronisch einzureichen.

II. Erläuterungen zur Tätigkeitsbilanz

Prinzipiell gilt, dass die Zuweisung der Konten in der Bilanz zu den einzelnen Tätigkeiten analog der korrespondierenden Erträge und Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung vorzunehmen ist. Soweit möglich, erfolgt die Zuordnung der Kontensalden direkt. Entweder weist bereits die Kontobezeichnung auf die dazugehörige Tätigkeit hin oder der gebuchte Sachverhalt auf dem jeweiligen Konto ist einer der Tätigkeiten direkt zurechenbar. Ist die direkte Zuordnung eines Kontos auf die einzelnen Aktivitäten nicht oder nur mit unvertretbar hohem Aufwand möglich, werden Schlüssel zur Aufteilung genutzt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter enthalten Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführung Elektrizitätsverteilung von 19.088,06 € (Vorjahr 8.674,60 €).

Im Tätigkeitsbereich Elektrizitätsverteilung gibt es keine Verbindlichkeiten über einem Jahr.

Das den Verbindlichkeiten an verbundene Unternehmen zugeordnete Bilanzkonto "Clearing Poolkonto" wird als Ausgleichsposition für die sich zwischen den Aktiv- und Passivsummen der Tätigkeitsbilanzen ergebenden Differenzen verwendet. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist ein Kapitalausgleichsposten für die Elektrizitätsverteilung in Höhe von 477.068,81 € (Vorjahr 400.890,81 €) enthalten.

III. Erläuterungen zur Tätigkeiten-Gewinn- und Verlustrechnung

Basis der Tätigkeiten-Gewinn- und Verlustrechnung bildet die Kostenrechnung der SWE D GmbH für das Geschäftsjahr 2023. Auf der Grundlage der vorhandenen Struktur erfolgt die direkte Zuordnung der energiespezifischen IT-Dienstleistungen. Im ersten Schritt wurde eine Aufteilung der Erlöse und Aufwendungen nach Unternehmen anhand des Umsatzschlüssels vorgenommen. Im zweiten Schritt wurden diese mithilfe des unternehmensspezifischen Schlüssels den Tätigkeiten zugeordnet.

Von der Gesamtergebnisabführung i. H. v. -607.963,09 € (Vorjahr -884.615,63 €) entfallen 19.088,06 € (Vorjahr 8.674,60 €) auf die Elektrizitätsverteilung.

 

Erfurt, den 27. März 2024

SWE Digital GmbH

Mirko Utecht, Geschäftsführer

Bilanz für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Aktiva

Elektrizitätsverteilung 2023
Elektrizitätsverteilung 2022
A. Anlagevermögen 123.742,39 42.999,66
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 123.742,39 42.999,66
Software 123.742,39 42.999,66
B. Umlaufvermögen 512.301,22 504.182,20
I. Vorräte 260.415,77 229.842,62
1. Unfertige Leistungen 413.213,00 506.950,84
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -152.797,23 -277.108,22
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 251.885,44 274.339,58
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 251.885,44 274.339,58
davon gegenüber Gesellschafter 0 0
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0 2.275,46
Bilanzsumme 636.043,60 549.457,32

Passiva

2023
2022
A. Rückstellungen 89.817,07 81.647,27
Sonstige Rückstellungen 89.817,07 81.647,27
B. Verbindlichkeiten 546.226,53 467.810,05
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 44.468,40 50.276,66
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 490.866,43 408.466,62
davon gegenüber Gesellschafter 19.088,06 8.674,60
3. Sonstige Verbindlichkeiten 10.891,70 9.066,77
davon aus Steuern 10.891,70 9.066,77
Bilanzsumme 636.043,60 549.457,32

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Elektrizitätsverteilung 2023
Elektrizitätsverteilung 2022
1. Umsatzerlöse 2354513,49 1748328,23
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen -109835,52 244401,32
3. Materialaufwand 1164356,18 898114,62
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 34581,66 43772,1
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1129774,52 854342,53
4. Personalaufwand 892398,21 911701,73
a) Löhne und Gehälter 694087,5 709101,34
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 198310,71 202600,38
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 68599,45 72810,91
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 99155,36 101300,19
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1080,72 127,5
8. Ergebnis nach Steuern 19088,06 8674,6
9. Erträge aus Verlustübernahme 0 8674,6
10. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abzuführendes Ergebnis 19088,06 8674,6

Rückstellungsspiegel für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

01.01.2023 Elektrizitätsverteilung
Verbrauch Elektrizitätsverteilung
Auflösung Elektrizitätsverteilung
Personalrückstellungen 81.647,29 47.714,70 347,63
Entgeltzahlungen und Abfindungen 0 0 0
Leistungszulagen/ Jahressonderzahlungen und Andere 24.004,01 16.030,99 258,23
Freizeitguthaben 20.731,85 15.477,20 0
Ausstehender Urlaub 13.366,18 4.962,53 0
Altersteilzeit 10.622,22 7.237,28 89,4
Jubiläumsgeld 6.237,70 495,12 0
Berufsgenossenschaft 4.564,05 2.805,36 0
Sterbegeld 1.257,37 0 0
Übrige 863,91 706,22 0
Gesamt 81.647,29 47.714,70 347,63
Zuführung Elektrizitätsverteilung
31.12.2023 Elektrizitätsverteilung
Personalrückstellungen 56.232,12 89.817,07
Entgeltzahlungen und Abfindungen 11.932,87 11.932,87
Leistungszulagen/ Jahressonderzahlungen und Andere 15.113,04 22.827,83
Freizeitguthaben 11.902,96 17.157,61
Ausstehender Urlaub 6.574,24 14.977,89
Altersteilzeit 6.075,90 9.371,45
Jubiläumsgeld 536,6 6.279,17
Berufsgenossenschaft 2.734,98 4.493,67
Sterbegeld 51,36 1.308,73
Übrige 1.310,17 1.467,87
Gesamt 56.232,12 89.817,07

Tätigkeitsabschluss Gasverteilung

Erläuterungen zum Tätigkeitsabschluss Gasverteilung für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Nach § 6b Absatz 3 EnWG müssen vertikal integrierte Energieversorgungsunternehmen i.S.v. § 3 Nr. 38 EnWG, einschließlich rechtlich selbständiger Unternehmen, die zu einer Gruppe verbundener Elektrizitäts- oder Gasunternehmen gehören und mittelbar oder unmittelbar energiespezifische Dienstleistungen erbringen, für ihre Tätigkeiten jeweils getrennte Konten führen und für jede Tätigkeit eine Bilanz sowie eine Gewinn- und Verlustrechnung nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsrechts aufstellen.

Die SWE Digital GmbH (SWE D GmbH) erbringt für die SWE Netz GmbH (SWE N GmbH) und die SWE Energie GmbH (SWE E GmbH) energiespezifische Dienstleistungen. Unter die Regelungen des § 6b EnWG fallen die energiespezifischen IT-Dienstleistungen. Diese werden in folgende Tätigkeitsbereiche unterschieden:

(1) Tätigkeitsbereich "Elektrizitätsverteilung":

- Dieser enthält die Leistungen für die Elektrizitätsverteilung der SWE N GmbH.

(2) Tätigkeitsbereich "Gasverteilung":

- Dieser enthält die Leistungen für die Gasverteilung der SWE N GmbH.

(3) Tätigkeitsbereich "andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitätssektors":

- Dieser enthält die Leistungen für den Stromvertrieb der SWE E GmbH.

(4) Tätigkeitsbereich "andere Tätigkeiten innerhalb des Gassektors":

- Dieser enthält die Leistungen für den Gasvertrieb der SWE E GmbH.

Soweit eine direkte Zuordnung von Konten zu den einzelnen Tätigkeiten nicht möglich ist oder mit unvertretbarem Aufwand im Verhältnis zum erreichten Informationsgewinn verbunden wäre, sind Schlüsselungen vorzunehmen, die sachgerecht und für Dritte nachvollziehbar sein müssen (§ 6b Abs. 3 Satz 5 EnWG). Grundsätzlich sollten möglichst wenige und ggf. jährlich zu aktualisierende Schlüssel angewandt werden. Unter diesem Aspekt kommen für die Zuordnung folgende Basisschlüssel in Betracht:

(1) Umsatzschlüssel,

- Der Umsatzschlüssel ergibt sich aus dem Verhältnis der Umsatzerlöse des entsprechenden Unternehmens.

(2) Personalaufwandsschlüssel,

- Der Personalaufwandsschlüssel ergibt sich auf Basis der erbrachten Personalaufwendungen auf den jeweiligen energiespezifischen Dienstleistungen.

(3) Netzkundenschlüssel,

- Die Schlüsselung nach Netzkunden ergibt sich aus der Anzahl der Messlokationen je Tätigkeit.

(4) Anlagenschlüssel

- Für die Ermittlung des Anlagenschlüssels werden die bilanziellen Restbuchwerte aus dem Anlagengitter zugrunde gelegt. Der Anlagenschlüssel beinhaltet die einer Tätigkeit direkt zuordenbaren Restbuchwerte.

Bei der Zuordnung zu Tätigkeiten ist die Gleichbehandlung von korrespondierenden Bilanz- und GuV-Positionen gewährleistet. Die geforderten Teilabschlüsse für die vorgegebenen Tätigkeiten werden aus dem handelsrechtlichen Jahresabschluss abgeleitet und dargestellt. Daraus folgt, dass Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechte z. B. in den Bilanzen der einzelnen Tätigkeiten nicht erneut ausgeübt werden.

Der Tätigkeitsabschluss ist für den Tätigkeitsbereich Gasverteilung gemeinsam mit dem Jahresabschluss beim Unternehmensregister zur Bekanntmachung elektronisch einzureichen.

II. Erläuterungen zur Tätigkeitsbilanz

Prinzipiell gilt, dass die Zuweisung der Konten in der Bilanz zu den einzelnen Tätigkeiten analog der korrespondierenden Erträge und Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung vorzunehmen ist. Soweit möglich, erfolgt die Zuordnung der Kontensalden direkt. Entweder weist bereits die Kontobezeichnung auf die dazugehörige Tätigkeit hin oder der gebuchte Sachverhalt auf dem jeweiligen Konto ist einer der Tätigkeiten direkt zurechenbar. Ist die direkte Zuordnung eines Kontos auf die einzelnen Aktivitäten nicht oder nur mit unvertretbar hohem Aufwand möglich, werden Schlüssel zur Aufteilung genutzt.

Im Tätigkeitsbereich Gasverteilung gibt es keine Verbindlichkeiten über einem Jahr.

Das den Verbindlichkeiten an verbundene Unternehmen zugeordnete Bilanzkonto "Clearing Poolkonto" wird als Ausgleichsposition für die sich zwischen den Aktiv- und Passivsummen der Tätigkeitsbilanzen ergebenden Differenzen verwendet. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist ein Kapitalausgleichsposten für die Gasverteilung in Höhe von 29.542,96 € enthalten.

III. Erläuterungen zur Tätigkeiten-Gewinn- und Verlustrechnung

Basis der Tätigkeiten-Gewinn- und Verlustrechnung bildet die Kostenrechnung der SWE D GmbH für das Geschäftsjahr 2023. Auf der Grundlage der vorhandenen Struktur erfolgt die direkte Zuordnung der energiespezifischen IT-Dienstleistungen. Im ersten Schritt wurde eine Aufteilung der Erlöse und Aufwendungen nach Unternehmen anhand des Umsatzschlüssels vorgenommen. Im zweiten Schritt wurden diese mithilfe des unternehmensspezifischen Schlüssels den Tätigkeiten zugeordnet.

Von der Gesamtergebnisabführung i. H. v. -607.963,09 € (Vorjahr -884.615,63 €) entfallen -2.888,48 € auf die Gasverteilung.

 

Erfurt, den 27. März 2024

SWE Digital GmbH

Mirko Utecht, Geschäftsführer

Bilanz für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Aktiva

Gasverteilung 2023
Gasverteilung 2022
A. Anlagevermögen 19.261,85
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 19.261,85
Software 19.261,85
B. Umlaufvermögen 29.628,56
I. Vorräte 1.571,57
1. Unfertige Leistungen 61.040,57
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -59.469,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 28.057,00
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 28.057,00
davon gegenüber Gesellschafter 2.888,48
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0
Bilanzsumme 48.890,42

Passiva

2023
2022
A. Rückstellungen 12.074,73
Sonstige Rückstellungen 12.074,73
B. Verbindlichkeiten 36.815,69
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.419,04
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 31.690,71
davon gegenüber Gesellschafter 0
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.705,94
davon aus Steuern 1.705,94
Bilanzsumme 48.890,42

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. januar bis 31. Dezember 2023

Gasverteilung 2023
Gasverteilung 2022
1. Umsatzerlöse 278.973,04
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen 22.217,54
3. Materialaufwand 136.048,42
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 6.534,99
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 129.513,43
4. Personalaufwand 139.774,43
a) Löhne und Gehälter 108.713,45
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 31.060,98
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 12.557,48
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 15.530,49
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 168,23
8. Ergebnis nach Steuern -2.888,48
9. Erträge aus Verlustübernahme 2.888,48
10. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abzuführendes Ergebnis 0
11. Jahresüberschuss 0

Rückstellungsspiegel für die Zeit vom 1. januar bis 31. Dezember 2023

01.01.2023 Gasverteilung
Verbrauch Gasverteilung
Auflösung Gasverteilung
Zuführung Gasverteilung
31.12.2023 Gasverteilung
Personalrückstellungen 11.752,96 8.431,30 54,45 8.807,52 12.074,73
Entgeltzahlungen und Abfindungen 0 0 0 1.869,02 1.869,02
Leistungszulagen/ Jahressonderzahlungen und Andere 3.073,85 2.294,04 40,45 2.367,12 3.106,48
Freizeitguthaben 3.012,67 2.894,04 0 1.864,34 1.982,96
Ausstehender Urlaub 1.803,29 1.403,78 0 1.029,71 1.429,22
Altersteilzeit 1.210,43 1.133,56 14 951,66 1.014,52
Jubiläumsgeld 1.583,40 77,55 0 84,05 1.589,89
Berufsgenossenschaft 611,4 517,71 0 428,37 522,06
Sterbegeld 299,08 0 0 8,04 307,13
Übrige 158,85 110,61 0 205,21 253,45
Gesamt 11.752,96 8.431,30 54,45 8.807,52 12.074,73

Sonstiger Berichtsbestandteil

Auszug aus dem Festlegungsprotokoll über die 42. Versammlung der Gesellschafter der SWE Digital GmbH (SWE D GmbH) am 24. April 2024 in Erfurt

Tagesordnungspunkt 2

Feststellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2023 der SWE Digital GmbH

Beschluss SWE D GV 240424-2:

Die Gesellschafterversammlung stellt den vorgelegten Jahresabschluss 2023 per 31. Dezember 2023 der SWE Digital GmbH fest.

 

Erfurt, 24. April 2024

Peter Zaiß, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung

Christine Exel, Protokollführerin

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die SWE Digital GmbH, Erfurt

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SWE Digital GmbH, Erfurt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SWE Digital GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE ANFORDERUNGEN

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DER EINHALTUNG DER RECHNUNGSLEGUNGSPFLICHTEN NACH § 6b ABS. 3 ENWG

Prüfungsurteile

Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten Elektrizitätsverteilung und Gasverteilung nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG - bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie die als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse - geprüft.

• Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

• Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entsprechen die beigefügten Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und der Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.

Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeiten zu vermitteln braucht.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,

• ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben und

• ob die Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG entsprechen.

Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.

Unsere Verantwortung für die Prüfung der Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für die Tätigkeitsabschlüsse keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.

 

Erfurt, 27. März 2024

BBH AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jürgen Gold, Wirtschaftsprüfer

Bianca Engel, Wirtschaftsprüferin

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