Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 55724
Vorher
St. Jude Medical GmbH
Eingetragen
1.12.1998
Branche
Großhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und LaborbedarfTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von pharmazeutischen Erzeugnissen, medizinischen Artikeln, Krankenhaus-, Dental- und AltenpflegebedarfGroßhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Gegenstand
Einfuhr, Vertrieb und Verkauf von medizinischen Geräten und Instrumenten, insbesondere von Herzklappen, Defibrillatoren und verwandten Produkten, als Kommissionär oder in anderen Vertriebsformen.

Historie

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Management

NameRolle
Achim Gräßer
seit 3.2.2026
Prokura
Prokura
Maiko Ishikawa
seit 4.6.2025
Prokura
Marc-Oliver Berndt
seit 13.3.2025
Prokura
Heinz Huke
seit 18.12.2024
Prokura
Prokura
Jochen Erich Kreißl
seit 9.12.2024
Prokura
Philip Boudreau
seit 7.12.2023
Geschäftsführer
Nikolaus Lunau
seit 3.7.2023
Prokura
Marcus Drews
seit 3.3.2022
Prokura
Prokura
Prokura
Andrea Lipska
seit 25.2.2021
Prokura
Marcus Bernschein
seit 14.1.2021
Prokura
Dirk Alexander Hirche
seit 6.11.2019
Prokura
Dirk Törner
seit 27.12.2018
Prokura
Gregor Alzer
seit 27.12.2018
Prokura
Prokura
Karsten Schumacher
seit 27.12.2018
Prokura
Heidi Bartelt
seit 4.1.2018
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Abbott Laboratories European Holdings B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Abbott Laboratories European Holdings B.V.
Netherlands
150.000 DM
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Abbott Medical GmbH (vormals: St. Jude Medical GmbH)

Eschborn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Abbott Medical GmbH (bis 30. November 2017 St. Jude Medical GmbH)

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Abbott Medical GmbH (bis 30. November 2017 St. Jude Medical GmbH), Eschborn - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Abbott Medical GmbH, Eschborn für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2017 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Eschborn/Frankfurt am Main, 15. Juni 2018

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Schier, Wirtschaftsprüfer

Friedrich, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2017

Aktiva

EUR EUR 31.12.2016
EUR
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte 10,996.11   21,271.25
2. Geschäftswert 1.00   1.00
    10,997.11 21,272.25
II. Sachanlagen      
1. Bauten auf fremden Grundstücken 127,538.82   154,408.23
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 540,633.45   556,673.88
3. Leihgeräte 27,092.62   52,409.94
III. Finanzanlagen   695,264.89 763,492.05
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 40,650,400.00   40,650,400.00
    40,650,400.00 40,650,400.00
    41,356,662.00 41,435,164.30
B. Umlaufvermögen      
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 31,091,819.76   32,601,293.52
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 79,664,611.19   56,320,401.72
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1,427,153.34   26,327.30
davon aus Steuern EUR 1.413.400.00 (Vj. EUR 0.00)      
    112,183,584.29 88,948,022.54
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten   7,189.79 263,188.38
    112,190,774.08 89,211,210.92
C. Rechnungsabgrenzungsposten   41,938.47 334,681.28
    153,589,374.55 130,981,056.50

Passiva

     
  EUR EUR 31.12.2016
EUR
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital (DM 150.000.00) 76,693.78   76,693.78
II. Kapitalrücklage 857,066.74   857,066.74
III. Gewinnvortrag 78,168,213.86   61,885,171.46
IV. Jahresüberschuss 8,431,133.90   16,283,042.40
    87,533,108.28 79,101,974.38
B. Rückstellungen      
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 24,642,828.00   21,087,662.00
2. Steuerrückstellungen 549,714.65   500,979.21
3. Sonstige Rückstellungen 35,379,455.56   23,764,110.81
    60,571,998.21 45,352,752.02
C. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 139,483.52   512,443.66
2. Sonstige Verbindlichkeiten 3,872,969.54   4,339,920.44
davon aus Steuern EUR 2.672.382,52 (Vj. EUR 3.853.124,46)      
    4,012,453.06 4,852,364.10
D. Rechnungsabgrenzungsposten   1,471,815.00 1,673,966.00
    153,589,374.55 130,981,056.50

Gewinn- und Verlustrechnung für 2017

2017
EUR EUR 2016
EUR
1. Umsatzerlöse 279,934,008.05   82,069,145.66
2. Sonstige betriebliche Erträge 5,813,449.61   4,893,885.02
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 833,43 (Vj. EUR 2.757,61)      
    285,747,457.66 86,963,030.68
3. Materialaufwand 198,334,541.91    
4. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter 44,530,190.85   36,060,317.81
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 7,166,433.18   4,769,939.56
davon für Altersversorgung EUR 2.767.677,73 (Vj. EUR 368.887,00)      
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 258,890.94   258,252.12
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 22,290,479.09   23,221,660.31
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 2.356,43 (Vj. EUR 1.902,86)      
    -272,580,535.97 -64,310,169.80
7. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 653,104.83   646,112.20
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 653.104,83 (Vj. EUR 648.112,20)      
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 135.54   5,979.21
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0.00 (Vj. EUR 0.00)      
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 839,338.88   769,121.59
davon Aufwendungen aus der Abzinsung EUR 839.336,00 (Vj. EUR 768.471,00)      
    -186,098.51 -117,030.18
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4,528,147.11   6,203,412.59
11. Ergebnis nach Steuern 8,452,676.07   16,332,418.11
12. Sonstige Steuern 21,542.17   49,375.71
13. Jahresüberschuss   8,431,133.90 16,283,042.40

Anhang für das Geschäftsjahr 2017

Allgemeine Hinweise

Sitz der Abbott Medical GmbH ist Eschborn. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 55724 im Register des Amtsgerichts Frankfurt am Main eingetragen.

Die Abbott Medical GmbH, Eschborn, ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 Handelsgesetzbuch.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Allgemeine Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren - im Wesentlichen unverändert - die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagenvermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer von drei Jahren um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibung erfolgt linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer. Die Nutzungsdauern liegen zwischen drei und dreizehn Jahren. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen vorgenommen.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 410.00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben, bzw. als Aufwand erfasst; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt.

Bei den Finanzanlagen werden die Ausleihungen an verbundene Unternehmen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Da aufgrund des Geschäftsmodells kein Delkredere-Risiko existiert, werden keine Einzelwertberichtigungen gebildet. Es bestehen keine Forderungen mit der Laufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 3,68 % (Vj. 4,01 %) verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,50 % (Vj. 2,75 %) und erwartete Rentensteigerungen mit 1,50 % (Vj. 2,00 %) berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 4,00 % (Vj. 4,00 %) berücksichtigt.

Zum Abschlussstichtag resultiert aus der Neubewertung mit dem entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre im Vergleich zu einer Bewertung mit dem entsprechenden Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 5.142 (Vj. TEUR 3.706) der einer Ausschüttungssperre unterliegt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Die Jubiläumsrückstellungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 2,80 % (Vj. 3,24 %) verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,50 % (Vj. 2,75 %) berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 4,00 % (Vj. 4,00 %) berücksichtigt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst.

Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Bilanzdifferenzen bei Pensionsrückstellungen. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 27,5 % zugrunde gelegt. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Der in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellte davon Vermerk zur Währungsumrechnung enthält sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskreisdifferenzen.

Aufgrund geänderter Konzernvorgaben wurden die Basisrückvergütungen für Einkaufsgemeinschaften umsatzmindernd, anstelle von aufwanderhöhend, ausgewiesen. Aufgrund der Änderung des Kommissionärs- zu einem Limited Risk Distributor Modells ist keine Vergleichbarkeit der Umsatzerlöse mit dem Vorjahresabschluss gegeben.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagenvermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres als Anlage zum Anhang (Anlagenspiegel) dargestellt.

Finanzanlagen

Bei der Ausleihung an verbundene Unternehmen handelt es sich um ein langfristig verzinsliches Darlehen an St. Jude Medical Inc., St. Paul/Minnesota, USA, über TEUR 40.650 mit einer Laufzeit von 5 Jahren.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen aus Cash-Pooling Forderungen in Höhe von TEUR 79.665 (Vj. TEUR 56.320).

Kapital der Gesellschaft

Das gezeichnete Kapital sowie die Kapitalrücklage werden zum Nennwert bilanziert.

Sonstige Rückstellungen

Die im Wesentlichen gebildeten sonstigen Rückstellungen sind in der nachstehenden Tabelle aufgeführt:

2017
in TEUR
2016
in TEUR
Kundenboni 17.559 14.517
Restrukturierung 9.900 1.910
Mitarbeiterboni 2.326 2.355
Sonstige Aufwendungen 1.418 1.030
Noch nicht abgerechnete Forschungsstudien 1.015 714
Urlaubsansprüche 815 666
Marketingaufwendungen 810 604
Provisionen 650 1.210

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und sind nicht besichert.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

In Höhe von TEUR 9.037 (Vj. TEUR 10.170) bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen, im Wesentlichen aus Miet- und Leasingverträgen. Die für Räumlichkeiten und Betriebs- und Geschäftsausstattung abgeschlossenen Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2018 und 2022 und werden die zukünftige Liquidität der Gesellschaft und die Jahresergebnisse in voller Höhe beeinflussen. Es bestehen keine Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Vorteile des Abschlusses von Miet- und Leasingverträgen gegenüber dem Kauf der betreffenden Vermögensgegenstände liegen insbesondere in der Bilanzneutralität und vor allem in der gewonnen Flexibilität. Nachteile bestehen hingegen in der Laufzeitbindung.

Haftungsrisiken

Aus dem Vertrieb von Medizinprodukten resultieren Produkthaftungsrisiken und können entsprechend ein Risiko aus Einstandspflicht gegenüber den Anspruchstellern nach sich ziehen. Soweit diese Regress- bzw. Schadensersatzforderungen gegen die Gesellschaft aus Produkthaftung für in Deutschland vertriebene Produkte durchsetzbar sein sollten, übernimmt die Konzernmutter der Gesellschaft daraus entstehende Verbindlichkeiten im Wege des Schuldbeitritts mit interner Schuldübernahme. Die Gesellschaft ist somit im Innenverhältnis in gleicher Höhe von den gegen sie geltend gemachten und durchgesetzten Ansprüchen freigestellt. Sollte die Konzernmuttergesellschaft aus nicht vorhersehbaren Umständen ausfallen, müsste die Gesellschaft das finanzielle Risiko tragen. Derzeit bestehen jedoch keine Hinweise darauf, dass die Gesellschaft finanzielle Risiken selbst tragen müsste.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft in Höhe von TEUR 279.934 (Vj. TEUR 82.069) gliedern sich nach Organisationseinheiten wie folgt auf:

CRM - Cardiac Rhythm Management

EP - Electrophysiology

HF - Heart Failure

NM - Neuromodulation

SH - Structural Heart

VASC - Vascular

Auf Grund der Änderung von einem Kommissionärs- zu einem Limited Risk Distributor Modells mit der SJM Coordination Center BVBA ist keine Vergleichbarkeit der Umsatzerlöse mit dem Vorjahresabschluss gegeben. Der korrespondierende Vorjahreswert der Umsatzerlöse beträgt TEUR 313.027. Im Vorjahr wurden die erhaltenen Provisionen als Umsatzerlöse ausgewiesen.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.253 (Vj. TEUR 855), die aus der Auflösung von Rückstellungen resultierten, enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 2 (Vj. TEUR 9) enthalten. Diese Aufwendungen betreffen Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Diese Aufwendungen ergeben sich im Wesentlichen aus der Abzinsung der Rückstellung für Pensionen in Höhe von TEUR 839 (Vj. TEUR 768).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag stellen in Höhe von TEUR 155 (Vj. TEUR 0) periodenfremde Erträge (Vj. Aufwendungen) dar.

Sonstige Angaben

Geschäftsführung

 

Herr Matthias Brumm, Kaufmann, Paderborn (seit 5. Januar 2018)

 

Herr Brian Bernard Yoor, Kaufmann, Libertyville/Illinois, USA (seit 5. Januar 2017)

 

Herr Benjamin Edward Oosterbaan, Kaufmann, Hawthorn Woods//Illinois, USA (seit 5. Januar 2017)

 

Herr Christoph Stöppler, Kaufmann, Niddatal (bis 31. Januar 2018)

 

Herr Donald Zurbay, Kaufmann, Brooklyn Park/Minnesota, USA (bis 5. Januar 2017)

 

Herr Kashif Rashid, Kaufmann, Woodbury/Minnesota, USA (bis 5. Januar 2017)

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wurde unter der Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da fünf der oben genannten Geschäftsführer keine Bezüge von der Gesellschaft erhalten haben.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Angestellten betrug 422 (Vj. 378) und gliedern sich für 2017 in 402 Vollzeit- und 20 Teilzeitkräfte.

Gewinnverwendung/Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von EUR 8.431.133,90 auf neue Rechnung vorzutragen.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für

TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 70
Steuerberatungsleistungen 41
Sonstige Leistungen 6
  117

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Abbott Laboratories, Abbott Park, Illinois, USA, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss ist am Sitz dieser Gesellschaft erhältlich.

Im Geschäftsjahr wurden keine Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vorgenommen.

Ereignisse nach Geschäftsjahresende

Nach dem Geschäftsjahresende 2017 gab es keine nennenswerten Vorkommnisse.

 

Eschborn, den 15. Juni 2018

Die Geschäftsführung

Matthias Brumm

Brian Bernard Yoor

Benjamin Edward Oosterbaan

Entwicklung des Anlagevermögens 2017

Anschaffungskosten
1/1/2017
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
12/31/2017
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte 357,703.31 10.000.00 0.00 367,703.31
2. Geschäftswert 2,677,416.70 0.00 0.00 2,677,416.70
  3,035,120.01 10.000.00 0.00 3,045,120.01
II. Sachanlagen        
1. Bauten auf fremden Grundstücken 266,293.55 0.00 0.00 266,293.55
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1,469,551.81 172,076.07 177,949.08 1,463,678.80
3. Leihgeräte 153,735.65 0.00 0.00 153,735.65
  1,889,581.01 172,076.07 177,949.08 1,883,708.00
III. Finanzanlagen        
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 40,650,400.00 0.00 0.00 40,650,400.00
  40,650,400.00 0.00 0.00 40,650,400.00
  45,575,101.02 182,076.07 177,949.08 45,579,228.01
Kumulierte Abschreibungen
1/1/2017
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
12/31/2017
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte 336,432.06 20,275.14 0.00 356,707.20
2. Geschäftswert 2,677,415.70 0.00 0.00 2,677,415.70
  3,013,847.76 20,275.14 0.00 3,034,122.90
II. Sachanlagen        
1. Bauten auf fremden Grundstücken 111,885.32 26,869.41 0.00 138,754.73
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 912,877.93 186,429.07 176,261.65 923,045.35
3. Leihgeräte 101,325.71 25,317.32 0.00 126,643.03
  1,126,088.96 238,615.80 176,261.65 1,188,443.11
III. Finanzanlagen        
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0.00 0.00 0.00 0.00
  0.00 0.00 0.00 0.00
  4,139,936.72 258,890.94 176,261.65 4,222,566.01
Buchwerte
12/31/2017
EUR
12/31/2016
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte 10,996.11 21,271.25
2. Geschäftswert 1.00 1.00
  10,997.11 21,272.25
II. Sachanlagen    
1. Bauten auf fremden Grundstücken 127,538.82 154,408.23
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 540,633.45 556,673.88
3. Leihgeräte 27,092.62 52,409.94
  695,264.89 763,492.05
III. Finanzanlagen    
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 40,650,400.00 40,650,400.00
  40,650,400.00 40,650,400.00
  41,356,662.00 41,435,164.30

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017

Grundlagen des Unternehmens

Die Abbott Medical GmbH ("ABT") vertreibt als hundertprozentige Tochtergesellschaft der SJM International Holding S.à.r.l., Luxemburg, Luxemburg, Medizinprodukte im deutschen Markt, segmentiert nach

Biologische, mechanische und minimalinvasive Herzklappen

Herzunterstützungssystemen

Produkte zur Behandlung struktureller Herzerkrankungen

Therapeutische und diagnostische Produkte der interventionellen Kardiologie sowie der Herzinsuffizienz

Herzschrittmacher, Defibrillator- und Monitoringsysteme

Produkte aus dem Bereich der Elektrophysiologie, Diagnostikgeräte sowie Ablations-, Mapping- und Navigationssysteme und

Neurostimulationssysteme und Produkte zur transkutanen Schmerzbehandlung.

Der Vertrieb erfolgt im Rahmen eines Limited Risk Distributor Modells mit der SJM Coordination Center BVBA, Brüssel, Belgien. Die Verwaltung der Abbott Medical GmbH befindet sich in Eschborn.

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der wirtschaftliche Aufschwung in Deutschland hielt 2017 unverändert an. Die deutsche Volkswirtschaft wuchs 2017 im achten Jahr in Folge ununterbrochen. Dabei hat sich das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) mit einem Anstieg von 2,2 % gegenüber dem Vorjahreswert von 1,9 % sogar noch leicht beschleunigt.

Sowohl die Binnen- als auch die Außenwirtschaft trugen zu dieser positiven Entwicklung bei. Im Inland trug der private Konsum erneut zum Wachstum bei (2,0 % gegenüber 2016). Der Außenhandel führte vor allem auf Grund der gestiegenen deutschen Exporte (4,7 % gegenüber 2016) zu einem positiven Beitrag zur Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes (+0,2 % in 2017 gegenüber -0,3% im Vorjahr).

Die Anzahl der in Deutschland beschäftigten Personen stieg 2017 gegenüber dem Vorjahr erneut und erreichte mit 44,3 Mio. Erwerbstätigen im Durchschnitt des Jahres einen neuen Höchststand seit der deutschen Einheit. Dabei sind tendenziell ein Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen und ein Rückgang der geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse zu verzeichnen.

In der Medizintechnik Branche stellt sich die Situation differenzierter dar:

Zum einen stiegen die Gesundheitsausgaben insgesamt in Deutschland auf Grund des demografischen Wandels und auf Grund von gestiegenen Leistungen der Sozialversicherungsträger deutlich (+4,9 % gegenüber 2016).

Der Bedarf an hochwertigen und innovativen Produkten der Medizintechnik stieg und wird mittelfristig auch weiter steigen; insofern ist und bleibt Deutschland ein attraktiver Markt.

Allerdings hat sich die Wachstumsdynamik für Unternehmen, die ihre Produkte im inländischen Markt vertreiben, gegenüber der Exportentwicklung deutlich abgeschwächt.

Während die Umsätze der in Deutschland tätigen Medizintechnik-Unternehmen 2017 insgesamt um ca. 6 % stiegen, fiel das Wachstum bei den inländischen Umsätzen mit 2,8 % deutlich geringer aus.

Anhaltender Preisdruck durch die Abnehmerseite, insbesondere durch die Bildung von Einkaufsgemeinschaften, sowie steigende Kosten in Folge von gestiegenen rechtlichen Anforderungen führen dazu, dass sich die Gewinnsituation für die Unternehmen der Medizintechnik in Deutschland 2017 tendenziell verschlechtert hat.

Die Auftragseingänge und Stimmungsindikatoren sprechen für einen guten Start in das Jahr 2018.

Geschäftsverlauf

Auf Grund des schwierigen Marktumfelds in Deutschland ist es ABT in 2017 nur in einzelnen Produktbereichen gelungen die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr zu steigern. Die Produktdivisionen Elektrophysiologie (EP), Neuromodulation (NMD) und Heart Failure (HF) konnten positive Wachstumsraten erzielen. Wohingegen die Produktdivisionen Structural Heart (SH) neutrale und Cardiac Rhythm Management (CRM) sowie Vascular eine negative Entwicklung gegenüber dem Vorjahr hatten.

• Cardiac Rhythm Management

Wie eingangs geschildert besteht weiterhin ein starker Druck auf die Preise im Bereich der medizinischen Versorgungsgüter. Der Abwärtstrend wurde im Jahr 2017 stark durch die reduzierten DRG-Entgelte und das Krankenhausstrukturgesetz beeinflusst, so musste ABT auch im Jahr 2017 einen insgesamt wertmäßig rückläufigen CRM-Markt in Deutschland hinnehmen. Einzelne Bereiche dagegen, wie zum Beispiel das Cardiac Resynchronisation Therapy Pacemaker-Segment ("CRT-P-Segment") sowie das Segment der implantierbaren kardialen Monitorsysteme - auch bedingt durch eine technische Innovation wie dem Confirm Rx, konnten sich im Vergleich zum Vorjahr weiter positiv entwickeln. Das Segment Cardiac Resynchronisation Therapy HV-Segment ("CRT-D-Segment"), der traditionelle High-Voltage (HV) Bereich, ebenso wie der traditionelle Low-Voltage (LV) Markt, zeigten hingegen eine wertmäßig rückläufige Tendenz. Durch den Wegfall der Belieferung einer großen privaten Klinikgruppe, sowie die Auswirkungen eines technischen Problems im ICD-Segment aus Ende 2016, musste ABT einen Marktanteilsverlust im CRM-Bereich hinnehmen.

Auch für die kommenden Jahre rechnet ABT weiterhin mit einem wertmäßig rückläufigen CRM-Markt und einer weiterhin heterogenen Segmententwicklung.

• Elektrophysiologie

Der Bereich der elektrophysiologischen Therapie ist weiterhin ein wachsender Markt, in dem sich die Abbott Medical GmbH mit ihrem kompletten Produktportfolio in den Produktbereichen der Investitionsgüter und den Verbrauchsmaterialien etabliert hat. Durch ihre einmalige Marktstellung als elektrophysiologischer Komplettanbieter konnte Abbott Medical GmbH ihre Marktposition weiter ausbauen. In dem Bereich der komplexen und somit 3D gestützten Ablationen ist weiterhin eine positive Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr zu sehen.

Die 3D gestützte, gekühlte Ablation gewinnt immer mehr Zuspruch in der Contact Force Technologie. Durch die Integration in das Ensite TM Presicion Mapping System ist die Visualisierung des Anpressdruckes zwischen der TactiCath SE TM Katheterspitze und der Herzwand möglich. Die Contact Force Technologie etabliert sich immer mehr als Standard bei der Therapie mit gekühlten Ablationskathetern und Abbott Medical verfügt über aussagekräftige Langzeit- und Studienergebnisse.

Die Therapieoption der Kälteablation mittels der Cryotechnologie ist weiterhin als Single Device Therapie ein sehr stark wachsender Markt im Segment der AF Ablation.

Durch die stetige Weiterentwicklung des Ensite TM Precision TM 3D Mapping Systems baut Abbott Medical seine Stellung als elektrophysiologischer Komplettanbieter und Technologieführer weiter aus. Zusätzlich zu der etablierten Impedanz basierten 3D visualisierten Ablation führt das Ensite TM Precision TM System in der Kombination mit der Magnet basierten 3D visualisierten Ablation zu effektiveren, sichereren Untersuchungen von komplexen und ventrikulären Ablationen.

Auch für die kommenden Jahre rechnen wir mit einem wachsenden Markt der komplexen Untersuchungen.

• Heart Failure

Im Rahmen der Neustrukturierung von Abbott Medical ist die Division Heart Failure gegründet worden.

Zur Division Heart Failure gehören die Produktbereiche Mechanical Circulatory Support (MCS) und CardioMems. Der Produktbereich MCS untergliedert sich noch in die Bereiche chronische und akute Heart Failure Therapie.

CardioMEMS TM ist ein implantierbarer pulmonalarterieller Drucksensor der nicht invasiv abfragbar ist. CardioMEMS TM wurde 2017 im Rahmen der Mems-HF Studie in mehr als 20 Kliniken in Deutschland implantiert. Diese Form der Therapiekontrolle gewinnt im Bereich der Herzinsuffizienzbehandlung weiter an Bedeutung. Wir gehen davon aus, dass auf Grund der guten Kontrollergebnisse die Implantation von CardioMEMS TM weiter voran schreiten wird.

Zum Bereich der MCS Therapie gehört im chronischen Bereich hauptsächlich das System HeartMate 3 TM und im Akutbereich das System CentriMag TM .

Im chronischen Bereich wird der Markt im Wesentlichen durch 2 Anbieter bedient. Der Gesamtmarkt in Deutschland ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert geblieben. Das erhoffte Marktwachstum, welches alle Anbieter erwartet hatten, ist auf Grund verschiedenster Einflüsse ausgeblieben. Geeignete Patienten finden nicht den Weg zur Therapie. Die Geschäftserwartung für 2017 ist in diesem Bereich klar hinter unseren Erwartung zurück geblieben.

Der Umsatz im Akutbereich konnte gehalten werden.

Die Produkte im Bereich HeartFailure werden auf Grund ihrer exzellenten Qualität im Markt sehr geschätzt.

• Vascular

Der Herzbericht 2017 sagt aus, dass sich die Anzahl der Linksherzkatheter Untersuchungen und der perkutanen Interventionen im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöht haben. Dadurch bedingt zeigt sich auch unser Geschäft im Bereich der vaskulären Verschlusssysteme als sehr stabil, da sich leichte Mengenzuwächse mit wettbewerbsbedingten Preisreduzierungen ausgleichen. Es zeigt sich beim Gefäßzugang für die Prozeduren eine Tendenz hin zu transradial, das wird mittelfristig Einfluss haben auf das Geschäft der transfemoralen Verschlusssysteme.

Im Segment der Diagnostikprodukte ist die Vergütungssituation weiterhin stabil, sodass bspw. die optische Kohärenztomographie, also die intrakoronare Bildgebung eine gleichbleibende Marktdynamik widerspiegelt.

Die Folgen der negativen Ergebnisse der HTN 3 Studie (Medtronic plc, Dublin, Ireland) aus dem Frühjahr 2014 bestimmen immer noch den Markt, sodass die Renale Denervation auch in 2017 keine Rolle im Markt spielt.

Neu im Portfolio sehen wir die perkutane Herzpumpe HeartMate PHP TM , die zur raschen Stabilisierung hämodynamisch beeinträchtigter Patienten beiträgt. Dieses Produkt wurde jedoch auf Grund von Produkt-Anpassungen temporär nicht aktiv verkauft.

• Structural Heart

Der herzchirurgische Klappenmarkt wurde 2017 durch die nahtlosen Herzklappenprothesen stark verändert. ABT hat sich diesem Trend nicht angeschlossen, sondern auf die, durch Studien und umfangreichen Daten, bewährte und sichere klassische chirurgische Herzklappe gesetzt und dies mit Erfolg. Mit den Produkten Epic TM und Trifecta TM stehen dem Unternehmen zwei etablierte Klappen zur Verfügung. Gerade durch die hervorragenden hämodynamischen Daten der Trifecta™ konnte ABT hier seinen Marktanteil weiter ausbauen. Im vierten Quartal wurde eine Modifikation der Trifecta TM die Trifecta TM GT erfolgreich in den Markt eingeführt. Dieses neue Modell macht die Implantation noch sicherer.

Im Bereich Structural Intervention (Okkluder) konnte die Erfolgsgeschichte weiter ausgebaut werden. Die Evidenz für den Verschluss des PFO's (Patent Foramen Ovale) gegenüber der medikamentösen Therapie wurde im vergangenen Jahr durch drei zeitgleich publizierten Studien (RESPECT, REDUCE und CLOSE) in einer der bekanntesten medizinischen Fachzeitschriften unterstrichen. Das Amplatzer-PFO-Device ist somit immer noch das einzige in der USA zugelassene Device für den Verschluss des PFO's. Im Bereich der Vorhofohrokkluder besticht das Amulet™ Device. Bereits die hervorragenden Eigenschaften des Vorgängermodells wurden hier nochmals verbessert und von den Anwendern mit großer Zufriedenheit angenommen.

Das Portico Komplettportfolio (Transcatheter Aortic Valve Replacement) hat auch in 2017 eine Steigerung erfahren. Trotz eines sehr kompetitiven Umfeldes erwarten wir für 2018 eine deutlich positive Entwicklung unseres Marktanteils.

• Neuromodulation

Die Neuromodulation hatte in 2017 zum wiederholten Mal ein Jahr, in dem der Umsatz deutlich gesteigert wurde. Wachstumstreiber ist dabei weiterhin der BurstDR-Technologie (SCS) und Spinalganglionstimulation (DRG) im Bereich der Schmerztherapie sowie die Tiefe Hirnstimulation (deep brain stimulation, DBS) Plattform mit dem Infinity™ IPG.

Der Proclaim™ DRG Neurostimulator für die Spinalganglionstimulation wurde im dritten Quartal in den Markt eingeführt. Mit diesem Produkt, das technologisch auf der Proclaim™ Plattform aus dem SCS Bereich basiert (also auch mit Apple Produkten programmierbar ist, Bluetooth-Technologie beinhaltet und "upgradable" ist) werden Patienten behandelt, die unter fokalem Schmerz leiden. Eine Patientengruppe, auf die wir uns in 2018 weiter fokussieren werden, sind Patienten mit chronischem Knieschmerz.

Die BurstDR-Technologie gepaart mit der Möglichkeit, die Generatoren im Bereich "Chronic Pain" mit Apple-Produkten zu programmieren, hat uns ein weiteres Jahr ein Stückzahlwachstum im zweistelligen Bereich beschert.

Insgesamt erwarten wir für 2018 ein zweistelliges Wachstum in allen Produktbereichen der Division, das durch Marktentwicklung mit höchst kompetitiven Produkten mit Alleinstellungsmerkmalen erreicht werden soll.

Finanz-, Vermögens- und Ertragslage

Aufgrund der Änderung des Kommissionärs- zu einem Limited Risk Distributor Modells ist keine Vergleichbarkeit der Umsatzerlöse mit dem Vorjahresabschluss gegeben. Der korrespondierende Vorjahreswert der Umsatzerlöse beträgt TEUR 313.027. Im Vorjahr wurden die erhaltenen Provisionen als Umsatzerlöse ausgewiesen.

Aus Sicht der Gesellschaft werden die Umsatzerlöse als auch das Jahresergebnis als bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren betrachtet.

• Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist im Berichtsjahr von MEUR 131 um MEUR 23 auf MEUR 154 gestiegen. Die dominierende Veränderung findet sich in der Position Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Im Einzelnen stellt sich dies wie folgt dar:

Das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögensgegenstände sind von TEUR 785 auf TEUR 706 zurückgegangen. Der Rückgang ist hauptsächlich auf niedrigere Investitionen (TEUR 182 im Vergleich zu den fast unveränderten Abschreibungen (TEUR 259) zurückzuführen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich von TEUR 32.601 in 2016 auf TEUR 31.092 in 2017 unwesentlich verringert. Das ist auf den Rückgang der Umsatzerlöse in 2017 zurückzuführen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind von TEUR 56.320 auf TEUR 79.665 gestiegen. Die Erhöhung begründet sich im Wesentlichen durch den zugrundeliegenden Cash-Pooling-Vertrag mit SJM Coordination Center BVBA, Brüssel, Belgien.

Die Eigenkapitalquote beträgt 56,99 % (Vj. 60,4 %). Grund für den Rückgang ist die niedrigere Gewinnerzielung im Vergleich zur gestiegenen Bilanzsumme um TEUR 22.608.

Die Rückstellungen haben sich von TEUR 45.353 in 2016 auf TEUR 60.572 erhöht. Die Pensionsrückstellung ist im Wesentlichen aufgrund eines gesunkenen durchschnittlichen Marktzinssatzes um TEUR 3.555 auf TEUR 24.643 gestiegen. Die Steuerrückstellung ist in 2017 unwesentlich um TEUR 49 auf TEUR 550 gestiegen. Die sonstigen Rückstellungen sind um TEUR 11.615 auf TEUR 35.380 angewachsen. Die dominierenden Veränderungen spiegeln sich in den Positionen Kundenboni (TEUR 17.559; Vj. TEUR 14.517) und Restrukturierungsrückstellung (TEUR 9.900; Vj. TEUR 1.910) wider.

Der Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten von TEUR 4.340 in 2016 auf TEUR 3.873 resultiert überwiegend aus Veränderungen in Steuerverbindlichkeiten um TEUR 1.181.

• Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind insgesamt von TEUR 82.069 auf TEUR 279.934 gestiegen. Hauptgrund hierfür ist der Wechsel zu einem Limited Risk Distributor Modells. Im Vorjahr waren die erhaltenen Provisionen in den Umsatzerlösen ausgewiesen.

Die im Vorjahr prognostizierten Umsatzerlöse rund um MEUR 300 konnten nicht erreicht werden. Hauptgrund hierfür ist der Verlust einer großen privaten Klinikgruppe.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 5.813 (Vj. TEUR 4.894) bestehten im Wesentlichen aus dem akquisitionsbedingten Verkauf der Produktlinien Angio-Seal TM und Femoseal TM an die Terumo Corporation in Höhe von TEUR 4.534 und Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.253 (Vj. TEUR 855).

Der Personalaufwand hat sich in 2017 um TEUR 10.866 auf TEUR 51.697 erhöht. Der Anstieg ist im Wesentlichen durch Kosten aufgrund der in 2017 stattgefundenen Restrukturierung begründet sowie einer höheren Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter in 2017 (422; Vj. 378), Gehaltserhöhungen (ca. 3%) und Beförderung von Mitarbeitern in höhere Positionen.

Das Finanzergebnis verschlechterte sich um TEUR 69 im Vergleich zum Vorjahr, im Wesentlichen aufgrund gestiegenen Aufwands aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung um TEUR 71.

Das EBIT in 2017 verringerte sich um 41,9% und steht mit TEUR 13.166 im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 22.653) um TEUR 9.458 schlechter da. Dies ist im Wesentlichen auf die deutlich gestiegenen Personalaufwendungen (TEUR +10.866) zurückzuführen.

Der Jahresüberschuss von TEUR 8.431 fiel im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 16.283) deutlich geringer aus.

Der Prognosebericht des Vorjahres ist von einem vergleichbaren Jahresergebnis unter Anbetracht des Akquisitionsbedingten Verkaufs von zwei Produktlinien sowie der Änderung des Kommissionärs- zu einem Limited Risk Distributor Modells in 2017 ausgegangen. Das Ziel wurde um TEUR 7.852 nicht erreicht. Hauptgrund sind die höheren Personalkosten auf Grund der durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen.

• Finanzlage

Zum Abschlussstichtag ergab sich eine Reduktion der Kassen- und Bankbestände um TEUR 256 auf TEUR 7.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit konnte sich im Vergleich zum Vorjahr (TEUR -1.363) auf TEUR -74 verbessern. Deutlich angestiegenen Forderungen i.H.v TEUR 23.236 stehen höhere Rückstellungen von TEUR 15.219 gegenüber. Der Cashflow aus Investitionstätigkeiten ist vernachlässigbar. Der Stand der liquiden Mittel hat sich von TEUR 263 in 2016 auf TEUR 7 reduziert. Bei der Analyse der Finanzlage ist zu beachten, dass die Gesellschaft in einen Cash-Pool eingebunden ist und die Forderungen gegen die Cash-Pool führende Gesellschaft wie oben beschrieben weiter angestiegen sind.

• Gesamtaussage

Insgesamt stellt sich die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2017 mit wesentlich zurückgegangenem EBIT schlechter als im Vorjahr dar. Hierbei sind jedoch die Sondereffekte aus der Restrukturierung sowie die Veräußerung von einzelnen Produktlinien zu beachten. Die Finanzlage hat sich zum Vorjahr nur unwesentlich verändert.

ABT ist auf den Vertrieb von hochwertigen, medizintechnischen Verbrauchsmaterialien und Investitionsgütern spezialisiert. Damit verbunden ist ein hoher Anspruch an die fachlichen und ethischen Fertigkeiten unserer Mitarbeiter in allen Bereichen unseres Unternehmens. Mit ihren Talenten, Fähigkeiten und ihrem Einsatz tragen sie jeden Tag maßgeblich dazu bei, dass ABT bevorzugte Wahl und ein anerkannt kompetenter Partner im Krankenhaus ist. Hohe Zertifizierungsstandards, kontinuierliche Compliance Schulungen und ein attraktives Arbeitsumfeld sind Voraussetzung dafür. Daher investiert ABT in gute und kontinuierliche Aus- und Weiterbildung. Natürlich sind die Mitarbeiter den Anforderungen des Medizinproduktegesetzes entsprechend geschult und werden ständig weitergebildet. Die Vertriebsorganisation in Deutschland ist seit Jahren ISO-zertifiziert (ISO 13485:2003).

Risikomanagement

Entsprechend den U.S. amerikanischen Vorschriften fällt ABT unter die einschlägigen Regelungen des Sarban Oxley Actes (SOX). Compliance Organisation und Prozesse sowie das Risiko Management werden durch übergeordnete Konzerngesellschaften durchgeführt.

Die Vertriebsstruktur im Rahmen des Limited Risk Distributor Modells limitiert deutlich das finanzielle Risiko unserer Gesellschaft. Die Risiken werden durch Berücksichtigung im Controlling- und Planungsprozess sowie die regelmäßigen Berichterstattungen an die Geschäftsführung erkannt.

Etwaige Produkthaftungsrisiken sind mit der Konzernmutter der Gesellschaft vertraglich geregelt und von dieser zu tragen. Die Gesellschaft ist außer den branchenbedingten Rechtsfällen zu Produkthaftungsrisiken zurzeit in keine wesentlichen Rechtsstreitigkeiten involviert.

Quality, Regulatory & Compliance

Das regulatorische Umfeld ist weiterhin durch Veränderungen gekennzeichnet, die auch Auswirkungen auf ABT haben werden. Die Medical Device Regulation (MDR) ist seit Mitte 2017 verabschiedet und wird im Mai 2020 in Kraft treten. Für Abbott Medical bedeutet dies seine Prozesse zu überprüfen, ob Anpassungen notwendig sind und Änderungen entsprechend vorzunehmen, so dass sicher gestellt werden kann, dass auch nach dem Inkrafttreten der MDR weiterhin Produkte vertrieben werden können und auch neue Produkte, dem zum Teil geänderten Konformitätsbewertungsverfahren entsprechen, um im EU-Markt zugelassen zu werden. Weiterhin wird es Änderungen im Bereich Marktüberwachung geben, die Abbott Medical in seinen Prozessen berücksichtigen wird. Diese Veränderungen werden im Projekt Quantum gebündelt und koordiniert. Benannte Stellen werden nach Abschluss der Änderungen und vor dem Inkrafttreten der MDR in Überprüfungsaudits sowohl das Qualitätsmanagementsystem als auch neue technische Dokumentationen für Konformitätsbewertungsverfahren überprüfen.

Das Qualitätsmanagementsystem von Abbott Medical wird weiterhin kontinuierlich überarbeitet und verbessert, so dass die Anforderungen der ISO 13485:2016 eingehalten werden. Für diesen Standard gilt eine 3jährige Übergangsfrist, die Ende Februar 2019 abläuft. Eine bereits durchgeführte Bewertung der bestehenden Prozesse gegenüber der neuen Version des Standards hat ergeben, dass einige Prozesse geändert werden müssen. Der Umfang dieser Arbeiten ist aber beherrschbar. Mitarbeiterinnen werden regelmäßig über computerbasierte und persönliche Trainings zu Quality und Regulatory Themen aus- und weitergebildet.

Auch 2017 wurden eine Reihe von Sicherheitsinformationen herausgegeben, die alle zeitnah durchgeführt werden konnten. An dem professionellen Verhältnis zu den zuständigen Aufsichtsbehörden haben diese Sicherheitsinformationen nichts geändert. Einige dieser Sicherheitsinformationen wurden herausgegeben, um aktive Implantate mit RF-Telemetrie sicherer gegenüber unerlaubten Angriffen von außen zu machen (Cybersecurity). Abbott übernimmt hier eine führende Rolle bei dieser Thematik. Bisher gibt es keine Fälle, in denen versucht wurde oder es gelungen ist, unerlaubt Implantate von außen erfolgreich anzugreifen, um ihre Firmware zu verändern. Die Instrumente der Marktüberwachung funktionieren bei ABT und tragen dazu bei, dass Patienten und Anwendern immer bessere und sichere Produkte zur Verfügung gestellt werden können.

Wir wissen um unsere Verantwortung auch gegenüber unserer Umwelt und dem nachhaltigen Einsatz unserer Ressourcen. Produktionsstätten weltweit und darüber hinaus weitere Vertriebsstandorte und das europäische Distributionszentrum sind nach dem Umweltmanagementsystem Standard ISO 14000 zertifiziert.

Ausblick Abbott Medical GmbH

Auf Grund der in 2017 durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen sehen wir die Gesellschaft für das kommende Geschäftsjahr in allen Bereichen gut aufgestellt.

Weitere Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf 2018 auf Grund der Übernahme in 2017 sowie die Chancen und Risiken für ABT, können zu diesem Zeitpunkt nicht weiter quantifiziert werden.

Risikobericht

Der Koalitionsvertrag der Regierungsparteien beinhaltet für die aktuelle Legislaturperiode einige Punkte, die auch die Medizintechnik betreffen. Insbesondere die Umsetzung der angestrebten Erprobungsregelung kann für Medizintechnikfirmen in Deutschland eine Verlängerung der Zulassungsprozesse und damit eine deutliche Kostensteigerung mit sich bringen. Damit ist zu erwarten, dass die Markteinführung von Medizintechnikinnovationen in den nächsten Jahren noch langwieriger und schwieriger als bislang zu realisieren ist.

Die geschilderten Auswirkungen des DRG-Systems, fortschreitende Konzentrationstendenzen auf der Nachfrageseite, weiterhin anhaltender Kostendruck im öffentlichen Gesundheitswesen und die damit verbundenen Restrukturierungsmaßnahmen werden weiterhin zu Preisdruck und starkem Wettbewerb auf der Angebotsseite führen.

Für ABT erwarten wir hieraus für das nächste Geschäftsjahr keine finanziellen Auswirkungen; dies erreichen wir durch innovative Produkte und gezielte Maßnahmen auf der Ausgabenseite.

Die Risikolage des Unternehmens schätzen wir aufgrund der bereits beschriebenen Gründe als gering ein. Für unser Unternehmen sind Produktinnovationen der kontinuierliche Wachstumsmotor. Produkteinführungen sind aber auch mit Risiken verbunden, die wir aber für unser Unternehmen als nicht wesentlich einschätzen.

Die Liquiditätsrisiken werden aufgrund der vorhandenen Konzernstruktur als nicht wesentlich eingeschätzt. Ebenfalls besteht aufgrund des Geschäftsmodells kein Delkredere-Risiko.

Wir erwarten für die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in absehbarer Zeit keine negativen Veränderungen und sehen somit insgesamt zum jetzigen Zeitpunkt keine besonderen Risiken.

Chancen und Prognosebericht

Durch kontinuierliche eigene Produktinnovationen planen wir, unsere Umsätze weiter zu festigen oder weiter auszubauen.

Insbesondere sind hier neue Geschäftsfelder im Bereich der Herzinsuffizienz (Cardio-MEMS), der Transkatheterklappen, der Tiefenhirnstimulation und Herzunterstützungssystemen zu nennen.

Neben den Umsatz steigernden Maßnahmen werden wir uns aber auch mit Möglichkeiten für weitere Prozessverbesserungen und Synergien befassen, um die Ergebnissituation weiter zu festigen.

Für das Geschäftsjahr 2018 gehen wir auf Basis des bisherigen Produktportfolios von Umsatzerlösen in Höhe von rund MEUR 300 sowie einem vergleichbaren Jahresergebnis wie in 2016 aus.

 

Eschborn, den 15. Juni 2018

Die Geschäftsführung

Matthias Brumm

Brian Bernard Yoor

Benjamin Edward Oosterbaan

Der Jahresabschluss wurde am 15. November 2018 festgestellt.

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