GETEC green energy AGLiquidiert

An der Steinkuhle 2B, 39128 Magdeburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 13400
Eingetragen
15.10.2010
Branche
Elektrizitätserzeugung aus erneuerbaren Energieträgern zur VerteilungBeteiligungsgesellschaftenTätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklern
Gegenstand
Die Entwicklung, die Planung, die Errichtung, der Betrieb, die Überwachung und die Unterhaltung von Energieerzeugungs- und Energieverteilungsanlagen auf regenerativer Basis; die Errichtung, der Erwerb, das Halten und die Verwaltung von solchen Vermögensgegenständen; die Übernahme der Energieversorgung für eigene und Liegenschaften Dritter, Beratungs- und Ingenieurdienstleistungen in diesem Bereich, Vertrieb von und Handel mit Produkten aus regenerativen Energieerzeugungsanlagen; die Beteiligung an dem Unternehmenszweck förderlichen Unternehmen weltweit.

Historie

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Management

NameRolle
Ralf Schmidt
seit 15.1.2014
Prokura
Marcel Schöbel
seit 15.1.2014
Prokura
Chris Döhring
seit 15.10.2010
Vorstandsmitglied

Konzern- und Jahresabschlüsse

GETEC green energy AG

Magdeburg

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016

Bilanz zum 31. DEZEMBER 2016

GETEC GREEN ENERGY AG, MAGDEBURG

AKTIVA

31.12.2016
EUR
31.12.2015
TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 1.647.115,31 1.652
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.596,00 0
II. Sachanlagen 765.519,31 823
- davon Technische Anlagen und Maschinen: EUR 273.256,00 (Vorjahr: TEUR 290)    
- davon Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: EUR 468.770,00 (Vorjahr: TEUR 510)    
- davon Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau: EUR 23.493,31 (Vorjahr: TEUR 23)    
III. Finanzanlagen 879.000,00 829
- davon Beteiligungen: EUR 879.000,00 (Vorjahr: TEUR 829)    
B. UMLAUFVERMÖGEN 11.773.840,57 10.420
I. Vorräte 1.836.272,83 23
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.068.779,82 8.006
- davon Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht: EUR 4.342.339,69 (Vorjahr: TEUR 3.790)    
- davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen: EUR 61.434,61 (Vorjahr: TEUR 3.008)    
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.868.787,92 2.391
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 28.638,52 41
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 49.392,56 57
  13.498.986,96 12.170

PASSIVA

   
  31.12.2016
EUR
31.12.2015
TEUR
A. EIGENKAPITAL 10.906.295,66 8.362
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000
II. Gewinnrücklagen 164.980,17 165
III. Bilanzgewinn 9.741.315,49 7.197
B. RÜCKSTELLUNGEN 578.092,86 486
C. VERBINDLICHKEITEN 2.009.362,44 3.322
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 5.236,00 0
  13.498.986,96 12.170

Gewinn- und Verlustrechnung FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2016

2016
EUR
2015
TEUR
1. Rohergebnis 4.564.766,37 4.715
2. Personalaufwand -1.351.536,64 -1.505
a) Löhne und Gehälter -1.162.335,62 -1.312
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -189.201,02 -193
- davon für Altersversorgung: EUR 20.976,00 (Vorjahr: TEUR 33)    
3. Abschreibungen -92.148,87 -90
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -92.148,87 -90
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -756.219,79 -721
5. Betriebsergebnis 2.364.861,07 2.399
6. Erträge aus Beteiligungen 700.000,00 595
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 153.735,33 259
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 53.250,00 (Vorjahr: TEUR 116)    
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -28.271,81 -46
9. Finanzergebnis 825.463,52 808
10. Ergebnis vor Steuern 3.190.324,59 3.207
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -645.852,72 -794
- davon aus der Zuführung und Auflösung latenter Steuern: EUR -7.880,84 (Vorjahr: TEUR 57)    
12. Ergebnis nach Steuern 2.544.471,87 2.413
13. Jahresüberschuss 2.544.471,87 2.413
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 7.196.843,62 4.784
15. Bilanzgewinn 9.741.315,49 7.197

Anhang für das Geschäftsjahr 2016

GETEC GREEN ENERGY AG, MAGDEBURG

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der GETEC green energy Aktiengesellschaft mit Sitz in Magdeburg, eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Stendal unter der Nummer HRB 13400, ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) in Euro aufgestellt worden.

Die Vorjahreszahlen, sofern sie nicht in der Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung angegeben sind, werden in TEUR und in Klammern angegeben.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Für die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften der §§ 264 HGB ff. angewendet.

Für den Anhang wurden die größenabhängigen Erleichterungen gemäß von § 288 Abs. 2 HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Grundsatz der Unternehmensfortführung (Going-concern)

Der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden liegt die Annahme über die Fortführung der Unternehmenstätigkeit (going-concern-Prämisse) zugrunde. Dieser Annahme stehen weder tatsächliche noch rechtliche Gegebenheiten entgegen.

Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die in den Jahresabschlüssen der Vorjahre angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden stetig angewendet. Wesentliche Änderungen, die durch die Anwendung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes entstehen, werden im Anhang erläutert.

Anlagevermögen

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig abgeschrieben.

Sachanlagen sind zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Sie werden planmäßig entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zu einem niedrigeren beizulegenden Wert.

Die Bewertung des Anlagevermögens erfolgt grundsätzlich zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Anschaffungsnebenkosten werden berücksichtigt.

Die Herstellungskosten der ganz oder teilweise selbst erstellten Anlagen umfassen die entstandenen Einzelkosten einschließlich zurechenbarer Gemeinkosten sowie Verwaltungskosten.

Bei den Gegenständen des Anlagevermögens, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden die Anschaffungs- oder Herstellungskosten um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2016 ist gesondert dargestellt.

Die Entwicklung des Anlagevermögens zeigt der als Anlage zum Anhang beigefügte Anlagenspiegel.

Es kommen grundsätzlich folgende Abschreibungssätze zur Anwendung:

Nutzungsdauer in Jahren Abschreibungssatz
in %
Abschreibungsmethode
Immaterielle Vermögensgegenstände 3 33,3 linear
technische Anlagen und Maschinen 20,83 4,8 linear
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 13 7,7 - 33,3 linear
geringwertige Wirtschaftsgüter 1 100 Sofortabschreibung

Die Abgänge wurden zu den auf den Zeitpunkt des Ausscheidens aus dem Anlagevermögen ermittelten Restwerten ausgebucht.

In Anwendung der zur Wahl stehenden steuerrechtlichen Bewertungsvorschriften für selbständig nutzbare Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- und Herstellungskosten zwar EUR 150,00, nicht aber EUR 410,00 übersteigen, wurden die Zugänge des Berichtsjahres als geringwertige Wirtschaftsgüter aktiviert und am Ende des Wirtschaftsjahres in vollem Umfang abgeschrieben.

Umlaufvermögen

Die Gegenstände des Vorratsvermögens sind mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. mit dem niedrigeren Marktpreis bewertet. Die Gegenstände des Umlaufvermögens sind mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet worden. Anschaffungspreisminderungen wurden abgesetzt.

Die Herstellungskosten der in Arbeit befindlichen Aufträge umfassen die Einzelkosten, Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie die Verwaltungsgemeinkosten.

Sofern der Bautenfortschritt es zulässt, werden unter Beachtung der Werkverträge Teilschlussrechnungen gestellt.

Soweit der Wert, der den Gegenständen am Abschlussstichtag beizulegen war, niedriger war als die Anschaffungs- oder Herstellungskosten (Niederstwertprinzip), ist dieser Wert angesetzt worden.

Die übrigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem jeweiligen Nennbetrag bewertet.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die den Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen nach Maßgabe des § 264 HGB. Die Bewertung erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank monatlich bekannt gegeben werden.

Verbindlichkeiten

Die Bilanzierung der Verbindlichkeiten erfolgte in Höhe des Erfüllungsbetrags gemäß § 253 Abs. 1 HGB.

III. Angaben zu einzelnen Posten des Jahresabschlusses

Entsprechend § 284 Abs. 1 HGB macht die Gesellschaft von ihrem Wahlrecht dahingehend Gebrauch, die gemäß der § 265 Abs. 3 HGB erforderlichen Angaben im Anhang anzugeben.

Forderungen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 31.033,31 (TEUR 8). Die Restlaufzeit beträgt insgesamt weniger als ein Jahr. Weiterhin besteht aus der Umgliederung der debitorischen Kreditoren eine Forderung gegenüber Gesellschaftern (GETEC Energie Holding GmbH) in Höhe von EUR 30.401,30.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, ergeben sich aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 54.639,69 (TEUR 251) und aus sonstigen Forderungen in Höhe von EUR 1.687.700,00 (TEUR 401) sowie aus gewährten Darlehen in Höhe von EUR 2.600.000,00 (TEUR 3.138). Die Restlaufzeit der gewährten Darlehen beträgt nach derzeitigen Erkenntnissen weniger als ein Jahr.

Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält ausschließlich transitorische Posten in Höhe von EUR 28.638,52 (TEUR 41). Diese betreffen Sponsoring-Aufwendungen und Aufwendungen für Aval-Prämien nach dem Bilanzstichtag.

Latente Steuern

Es ergibt sich zum Bilanzstichtag ein Ausweis aktiver latenter Steuern (§ 274 HGB) in Höhe von EUR 49.392,56 (TEUR 57).

Zur Zusammensetzung und Entstehung der latenten Steuern wird auf die nachfolgende Übersicht verwiesen:

Latente Steuern gem. § 274 HGB
Buchwerte in EUR HB StB Differenz Buchwerte
in EUR
Steuerlatenz
in EUR
Steuersatz
Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen 371.100,00 241.100,00 130.000,00 38.740,00 29,8%
Verbindlichkeiten aus Lieferungen u. Leistungen (langfristig) 1.960.152,58 1.924,928,58 35.224,00 10.496,75 29,8%
Verbindlichkeiten aus Lieferungen u. Leistungen (SEB) 3.572,86 3.050,02 522,84 155,81 29,8%
Summe Passiva 2.334.825,44 2.169.078,60 165.746,84 49.392,56  

Eigenkapital

Das Grundkapital wird in Euro geführt. Es beträgt EUR 1.000.000,00 (TEUR 1.000).

Es ist eingeteilt in 1.000.000 Stückaktien, die jeweils zu 1/1.000.000 am Grundkapital der Gesellschaft beteiligt sind.

Die Aktien werden für einen Euro je Stückaktie ausgegeben.

In Höhe der Bilanzposten der aktiven Steuerlatenz in Höhe von EUR 49.392,56 (TEUR 57) wird die Ausschüttungssperre gem. § 268 Abs. 8 Satz 2 HGB beachtet.

Gewinnrücklage

Aus dem Bilanzgewinn der GETEC green energy Aktiengesellschaft des Vorjahres in Höhe von EUR 7.196.843,62 wurde keine Gewinnausschüttung vorgenommen. Der Betrag wurde in voller Höhe auf neue Rechnung vorgetragen.

Aus dem Jahresüberschuss 2016 wurden EUR 0,00 gemäß § 150 AktG in die gesetzliche Rücklage eingestellt.

Rückstellungen

Die Bilanzierung der Rückstellungen erfolgte in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Abdeckung aller erkennbaren Risiken notwendig ist.

Bei den Rückstellungen handelt es sich um offene Positionen, die auf der Grundlage bestehender Verträge geschätzt werden.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten folgende Einzelrückstellungen, die einen nicht unerheblichen Umfang einnehmen:

TEUR
- Ausstehende Rechnungen 371
- Leistungsprämien / Tantiemen 140
- Resturlaubsansprüche / Berufsgenossenschaft 31
- Prozesskosten 15
- Abschluss- und Prüfungsgebühren 21
  578

Verbindlichkeiten

Entsprechend § 253 Abs. 1 HGB sind die Verbindlichkeiten zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt worden.

Zur Zusammensetzung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten und Art der Sicherheit wird auf den nachstehenden Verbindlichkeitenspiegel hingewiesen.

Verbindlichkeitenspiegel
mit einer Restlaufzeit
Verbindlichkeiten betrag
TEUR
1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahren
TEUR
mehr als 5 Jahren
TEUR
gesicherte Beträge
TEUR
Sicherheit
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 5 5 0 0 0 keine
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen u. Leistungen 1.964 1.960 4 0 0 keine
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen UN 15 15 0 0 0 keine
4. sonstige Verbindlichkeiten 26 26 0 0 0 keine
  2.010 2.006 4 0 0  

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 15.301,94 (TEUR 199).

Pfandrechte oder ähnliche Rechte liegen nicht vor.

IV. Haftungsverhältnisse

Es bestehen vier Bürgschaften zur Absicherung von Ansprüchen aus GU-Verträgen in Höhe von insgesamt EUR 297.092,33. Ein Risiko der Inanspruchnahme besteht für die Bürgschaften derzeit nicht, da die GETEC green energy AG ihre vertraglichen Verpflichtungen ordnungsgemäß erfüllt.

Für ein Beteiligungsunternehmen besteht eine weitere Bürgschaft zur Absicherung von Ansprüchen aus einem Werkvertrag in Höhe von EUR 1.500.000,00 sowie für ein sonstiges Unternehmen eine Bürgschaft in Höhe von EUR 119.000,00.

Darüber hinaus bestehen aus dem Avalkredit-Rahmen der GETEC green energy AG für sonstige Unternehmen drei Bürgschaften zur Absicherung von Ansprüchen aus Werkverträgen in Höhe von insgesamt EUR 56.714,90. Für die genannten Bürgschaften aus dem Avalkredit-Rahmen bestehen ebenfalls keine Risiken der Inanspruchnahme. Die Unternehmen sind in der Lage, ihren Vertragserfüllungs- und Gewährleistungsverpflichtungen jederzeit nachzukommen.

V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind für das Jahr 2016 periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 49.458,82 (TEUR 6) enthalten, welche sich größtenteils aus Offenlegungskosten, Beiträgen, Gebühren für Markenrechte und Betriebskosten zusammensetzen.

Erträge aus Beteiligungen

Bei den Erträgen aus Beteiligungen handelt es sich um eine offene Gewinnausschüttung in Höhe von EUR 700.000,00 (TEUR 596) der GERO Solarpark GmbH.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge in Höhe von EUR 153.735,33 (TEUR 259) bestehen im Wesentlichen aus Zinserträgen gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von EUR 97.521,53 (TEUR 141) und aus verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 53.250,00 (TEUR 116).

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von 28.271,81 (TEUR 46) bestehen hauptsächlich aus Aufwendungen aus Avalprämien.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Das Ergebnis vor Steuern wird belastet durch folgende Steuern:

TEUR
Gewerbesteuer 388
Körperschaftsteuer 250
Aufwand für latente Steuern 8
  646

VI. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es handelt sich um:

- Verbindlichkeiten aus einem Mietvertrag für Büroräume und PKW-Stellplätze, von jährlich TEUR 75. Der Vertrag läuft bis zum 31.01.2025.

- Verbindlichkeiten aus einem Pachtvertrag in Höhe von jährlich TEUR 6. Der Vertrag läuft bis 31.12.2032.

- Verbindlichkeiten aus sechs Kfz-Leasingverträgen mit einem Vertragsende zum 14.05.2019, in Höhe von TEUR 24 für 2016.

- Verbindlichkeiten aus einem Dienstleistungsvertrag von jährlich TEUR 26. Der Vertrag läuft zunächst bis 31.12.2026 und verlängert sich um 1 weiteres Jahr, wenn er nicht spätestens 3 Monate vor Ablauf der Laufzeit gekündigt wird.

- Verbindlichkeiten aus einem Wartungsvertrag für Photovoltaikanlagen in Höhe von jährlich TEUR 9 mit einer Laufzeit bis zum 31.12.2018.

Gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen:

- Verbindlichkeiten aus dem Dienstleistungsvertrag von jährlich TEUR 69. Der Vertrag läuft bis zum 30.06.2020 und kann mit einer Frist von 3 Monaten zum Jahresende gekündigt werden.

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt TEUR 209.

VII. Angaben zu den Arbeitnehmern

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer beträgt:

Berichtsjahr Vorjahr
Vorstand 1 2
Angestellte 20 20
Arbeiter 0 0
  21 22

VIII. Angaben zum Vorstand und Aufsichtsrat

Mitglieder des Vorstandes im Berichtsjahr:

CEO Dipl.-Ing. Döhring Chris Zerbst OT Lietzo gesamtvertretungsberechtigt

Mitglieder des Aufsichtsrats der Gesellschaft sind:

geschäftsführender Gesellschafter Dr. Gerhold, Karl, Hannover GETEC Energie Holding GmbH Vorsitzenderbis 28.02.2017
Wirtschaftsprüfer / Steuerberater Dipl.-Kfm. Tiedau, Ludwig, Hannover Tiedau & Dr. Gotthardt Partnerschaft Steuerberatungsgesellschaft , Hannover Vorsitzender ab 31.03.2017
Wirtschaftsprüfer / Steuerberater Dipl.-Kfm. Tiedau,Ludwig, Hannover Tiedau & Dr. Gotthardt Partnerschaft Steuerberatungsgesellschaft , Hannover stellvertretender Vorsitzender bis 30.03.2017
Kauffrau Gerhold, Heidelinde, Hannover   stellvertretende Vorsitzende ab 31.03.2017
Steuerberater Dipl.-Oec. Dr. Gotthardt, Uwe, Hannover Tiedau & Dr. Gotthardt Partnerschaft Steuerberatungsgesellschaft , Hannover  
Kauffrau Gerhold, Heidelinde, Hannover   ab 01.03.2017

Hinsichtlich der Angabe der Bezüge der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder wird sich auf die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB berufen.

IX. Kredite und Vorschüsse

Kredite und Vorschüsse, über die nach § 285 Nr. 9c HGB zu berichten ist, liegen nicht vor.

X. Angaben zum Anteilsbesitz

An folgenden Unternehmen werden zum Bilanzstichtag 31.12.2016 Anteile im Sinne von § 271 Abs. 1 HGB gehalten:

Unternehmen Sitz Höhe der Beteiligung
in %
Eigenkapital der Gesellschaft
in TEUR
Ergebnis des letzten Geschäftsjahres
in TEUR
GERO Solarpark GmbH Seegebiet Mansfelder Land OT Amsdorf 50,00 5.366 1.477
EnerTec Lengede GmbH Lengede 50,00 44 5
Windpark Zerbst GmbH Zerbst 50,00 360 491
Biogas Fuhsetal GmbH & Co. KG Lengede 25,10 2.689 398
Energiepark Börde GmbH Hohe Börde 50,00 48 -2
Energiepark Hadmersleben Hadmersleben 50,00 48 -2

XI. Weitere Angaben

Informationen zu den übrigen Pflichtangaben, hinsichtlich derer nach § 285 HGB i.V.m. § 288 Abs. 1 HGB zu berichten ist, sind entbehrlich, da insoweit keine berichtspflichtigen Tatbestände vorliegen.

Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2016 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, eingetreten.

XII. Konzernbeziehungen

Die GETEC green energy AG wird in den Konzernabschluss der GETEC ENERGIE HOLDING GmbH, Magdeburg, einbezogen. Der Konzernabschluss der GETEC ENERGIE HOLDING GmbH umfasst den größten sowie den kleinsten Kreis von Unternehmen, in den die Gesellschaft einbezogen ist. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

 

Magdeburg, 30.03.2017

gez. Dipl.-Ing. C. Döhring, CEO

Anlage zum Anhang: Anlagenspiegel

HISTORISCHE ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2016
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2016
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE          
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 20.308,08 4.224,50 0,00 0,00 24.532,58
  20.308,08 4.224,50 0,00 0,00 24.532,58
II. SACHANLAGEN          
Technische Anlagen und Maschinen 355.800,43 0,00 0,00 0,00 355.800,43
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 640.968,82 81.960,37 0,00 -109.541,33 613.387,86
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 23.493,31 0,00 0,00 0,00 23.493,31
  1.020.262,56 81.960,37 0,00 -109.541,33 992.681,60
III. FINANZANLAGEN          
Beteiligungen 829.000,00 50.000,00 0,00 0,00 879.000,00
  829.000,00 50.000,00 0,00 0,00 879.000,00
  1.869.570,64 136.184,87 0,00 -109.541,33 1.896.214,18
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2016
EUR
Zuführungen
EUR
Auflösungen
EUR
31. Dez. 2016
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 20.156,08 1.780,50 0,00 21.936,58
  20.156,08 1.780,50 0,00 21.936,58
II. SACHANLAGEN        
Technische Anlagen und Maschinen 65.466,43 17.078,00 0,00 82.544,43
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 130.898,82 73.290,37 -59.571,33 144.617,86
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  196.365,25 90.368,37 -59.571,33 227.162,29
III. FINANZANLAGEN        
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00
  216.521,33 92.148,87 -59.571,33 249.098,87
BUCHWERTE
31. Dez. 2016
EUR
31. Dez. 2015
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.596,00 152,00
  2.596,00 152,00
II. SACHANLAGEN    
Technische Anlagen und Maschinen 273.256,00 290.334,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 468.770,00 510.070,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 23.493,31 23.493,31
  765.519,31 823.897,31
III. FINANZANLAGEN    
Beteiligungen 879.000,00 829.000,00
  879.000,00 829.000,00
  1.647.115,31 1.653.049,31

Lagebericht FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2016

GETEC GREEN ENERGY AG, MAGDEBURG

A. Darstellung des Geschäftsverlaufs

Entwicklung der globalen und europäischen und Gesamtwirtschaft

Die Entwicklung der globalen Wirtschaft führte im Geschäftsjahr 2016 zu einer Eintrübung der wirtschaftlichen Erwartungen. Nach einer leichten Verbesserung der Indikatoren im ersten Quartal verlangsamte sich die konjunkturelle Entwicklung unerwartet im zweiten und dritten Quartal des Jahres. Dies spiegelte sich vor allem im sinkenden internationalen Handelsvolumen wieder.

Die Gesamtnachfrage, insbesondere nach Investitionsgütern, sank. Dabei spielte einmal mehr das hohe Maß an politischer und wirtschaftlicher Unsicherheit eine entscheidende Rolle. Krisen aus dem Jahr 2015, wie die Finanzsituation in Griechenland, Sanktionen für Russland und die Flüchtlingswelle nach Europa, wirkten sich auch auf das Jahr 2016 aus. Neue Unsicherheiten durch den Konflikt in Syrien, den gescheiterten Putsch in der Türkei oder den Terror in Europa entstanden. Ein Schockmoment für die Wirtschaft in der Europäischen Union war das Votum des Vereinigten Königreiches die Europäische Union zu verlassen. Diese Entscheidung und die daran anschließende und andauernde Unsicherheit bezüglich der Ausgestaltung dieser Trennung werden die europäische Wirtschaft und Deutschland noch einige Jahre beschäftigen. Im 2. Halbjahr 2016 waren die negativen Auswirkungen allerdings geringer als befürchtet.

Auch der, für viele Wirtschaftsakteure überraschende, Wahlsieg Donald Trumps in den USA, die Erwartung einer baldigen Zinsanhebung und die damit einhergehende Stärkung des US-Dollars sowie die stark schwankenden Ölpreise belasteten die Wirtschaft im Berichtsjahr. Eine leichte konjunkturelle Belebung in den USA setzte jedoch nach der Wahl in den USA im 4. Quartal ein.

China hingegen kommt mit dem Umbau und der Entwicklung ihrer bisher auf Export ausgerichteten Wirtschaft hin zu einer auf Konsum und dem Binnenmarkt getriebenen Volkswirtschaft gut voran. Allerdings werden die in früheren Jahren erreichten Wachstumszahlen zukünftig nicht mehr realisierbar sein.

Während in den USA die ultralockere Zinspolitik beendet wurde, senkte die Europäische Zentralbank hingegen im März 2016 die Leitzinsen auf das historische Tief von 0,00 %. Banken, die Geld bei der EZB anlegen und dafür Strafzinsen zu zahlen haben, versuchen vermehrt diese anfallenden Strafzinsen an Wirtschaftsunternehmen weiterzugeben. Das Anleihekaufprogramm der Notenbank der Europäischen Zentralbank wurde bis Dezember 2017 verlängert.

Trotz der aufgezeigten Unsicherheiten zeigte sich die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland unbeeindruckt und demonstrierte weiterhin eine robuste Stärke.

Die Entwicklung der Gesamtwirtschaft in Deutschland

So zeichnete sich die konjunkturelle Lage in Deutschland im Jahr 2016 weiterhin durch ein solides und stetiges Wirtschaftswachstum aus. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt war nach ersten Prognosen im Jahresdurchschnitt um 1,9 % höher als im Vorjahr. 2015 betrug das Wirtschaftswachstum 1,7 %. Insgesamt übertraf das Jahr 2016 damit das langjährige Mittel der letzten 10 Jahre von 1,4 % deutlich.

Ausschlaggebend für diese positive Entwicklung der deutschen Wirtschaft im Jahr 2016 war der inländische Markt. Die privaten Konsumausgaben waren preisbereinigt um 2 % höher als im Jahr zuvor. Die staatlichen Konsumausgaben stiegen mit 4,2 % nochmals deutlich stärker an. Im Vorjahr lag dieser Wert bei 2,8 %. Dieser kräftige Anstieg ist unter anderem auf die hohe Zuwanderung Schutzsuchender und den resultierenden Konsum zurückzuführen. Insgesamt stiegen die Konsumausgaben um 2,5 % und waren damit die größte, aber nicht die einzige Stütze des deutschen Wirtschaftswachstums.

Auch die Investitionen in der Baubranche legten preisbereinigt um kräftige 3,1 % zu. Hier wurde vor allem in den Wohnungsbau investiert. Investitionen in Ausrüstungen stiegen um 1,7 %.

Leistete der Außenbeitrag, definiert als Differenz zwischen Exporten und Importen, im Jahr 2015 noch einen Wachstumsbeitrag von 0,2 %, so verzeichnete dieser Bereich in 2016 eine negative Tendenz mit 0,1 %. Zwar stiegen die Exporte um 2,5 %, doch nahmen im gleichen Zeitraum die Importe um 3,4 % zu.

Das robuste und nunmehr langjährige deutsche Wirtschaftswachstum schlägt sich auch in der Zahl der Erwerbstätigen nieder. Mit im Durchschnitt 43,5 Millionen Erwerbstätigen hat Deutschland den höchsten Stand seit 1991 erreicht. Dieser rund zehnjährige Aufwärtstrend setzte sich damit auch 2016 fort.

Die Entwicklung der Energiebranche in Deutschland allgemein

Im Berichtsjahr 2016 wurde das, für die Energiebranche wichtige, Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) gleich zwei Mal überholt. Die Novellierung vom Februar dieses Jahres beinhaltete, nach den erfolgreichen Pilotauktionen für Photovoltaikprojekte im Jahr 2015, im Wesentlichen die geplante Umstellung der Strommärkte auf Ausschreibungen der Förderung von Erneuerbaren Energien ab 2017. Durch den entstehenden Wettbewerb sollen eine möglichst große Akteursvielfalt und insbesondere die regionalen Bürgerenergiegesellschaften mit in die Umsetzung der Energiewende einbezogen werden. Des Weiteren ermöglichen die geplanten Ausschreibungen aus Sicht der Regulierungsbehörde eine genaue Festlegung des Ausbaukorridors, wodurch eine Über-, aber auch eine Unterschreitung der selbstgesteckten Ziele beim Ausbau der Erneuerbaren Energien besser adjustiert werden soll. Zukünftige Projekte erhalten nur noch EEG-Förderung, wenn diese erfolgreich an einer Ausschreibung teilgenommen haben. Ausgeschlossen von der Ausschreibung sind kleine Anlagen bis 750 kW und sogenannte Übergangsanlagen, bei denen die Genehmigung bis Ende 2016 und die Inbetriebnahme bis 2018 erfolgen musste. Die Genehmigung musste bis zum 01.02.2017 an das Anlagenregister gemeldet werden. Die entsprechende Novellierung dieser Anpassung erfolgte am 08.07.2016.

Mit dem neuen Strommarktgesetz wird der Wettbewerb von flexibler Erzeugung, flexibler Nachfrage und Speichertechnologie weiter ausgebaut. Außerdem werden 13 % der Braunkohlekapazitäten in eine Sicherheitsbereitschaft mit anschließender Stilllegung überführt.

Ein weiteres wesentliches Ereignis, welches die Energiebranche 2016 betraf, war das verabschiedete Atommüllgesetz. Dieses Gesetz ermöglicht es den Atomkraftbetreibern sich nunmehr mit einer Zahlung von 23,6 Mrd. EUR von allen Verpflichtungen zur Behandlung, Zwischenlagerung und Entsorgung des angefallenen Atommülls freizukaufen. Spätere mögliche Mehrkosten sind nunmehr vom Steuerzahler zu tragen. In der immer wieder aufkommenden Kostendiskussion der Energiewende werden häufig gerade die tatsächlichen Vollkosten und auch die möglichen langfristigen Kosten der "alten" Energiewirtschaft vernachlässigt.

Der deutsche Stromverbrauch ist im Jahr 2016 leicht um 1,1 % gestiegen.

Im Jahr 2016 wurden 648 Mrd. kWh Strom in Deutschland erzeugt. Die Erzeugung aus Kohle- und Kernkraftwerken hat dabei leicht abgenommen. Stark zugenommen hat die Stromerzeugung aus Gaskraftwerken, die mit 12,1 % in etwa so viel Strom lieferten, wie die Kernkraftwerke. Den ersten Platz nahmen mit 29,5 % der erzeugten Menge die Erneuerbaren Energien ein. Rekordtag war der 08.05.2016. Hier wurden um 13 Uhr erstmals 86,3 % des Strombedarfes durch Erneuerbare Energien gedeckt.

Damit ist und bleibt der Ausbau der Erneuerbaren Energien eine zentrale Säule der Energiewende. Ziel der Bundesregierung ist es, dass die deutsche Energieversorgung klimaverträglicher wird und Deutschland gleichzeitig unabhängiger vom Import fossiler Brenn-, Kraft- und Heizstoffe wird.

Die Entwicklung der regenerativen Energien im Speziellen Windkraft

Innerhalb der Erneuerbaren Energien spielt die Windenergie weiterhin die tragende Rolle bei der Energiewende. Sie hat über 12 % zu der deutschen Stromerzeugung beigetragen und damit beinahe das Niveau der Kernenergie erreicht. Die Windkraft erzeugte im Berichtsjahr 79,8 TWh und damit minimal 0,6 TWH mehr als 2015. Neben dem weiteren Ausbau von Windenergieanlagen an geeigneten Landstandorten und dem Austausch alter, kleiner Anlagen, kommt nunmehr auch dem Ausbau der Windanlagen auf See eine wachsende Bedeutung im deutschen Energiemix zu. 2016 wurden 4.625 MW Onshore-Windenergieleistung neu installiert. Bei den Offshore-Windenergieanlagen lag die in 2016 neu installierte Leistung bei 818 MW. Damit beträgt die Gesamtleistung der Windenergieanlagen 45.910 MW an Land und ca. 4.100 MW auf See.

Biomasse

Biomasse hat ihren Beitrag zur grünen Stromerzeugung in den letzten 10 Jahren permanent gesteigert. Aus Biomasse wurden im vergangenen Jahr 51,7 TWh bzw. 7,9 % bereitgestellt. Da die Vergütungssätze für die Stromerzeugung aus Biomasse in 2016 gesenkt wurden und auch die Ausbauziele bei der Biomethanerzeugung durch die Bundesregierung gekippt wurden, sind in 2016 nur eine geringe Zahl von Erzeugungsanlagen aus Biomasse in Betrieb gegangen. Hingegen ist zu beobachten, dass eine Vielzahl von Anlagen zum Verkauf steht.

Da zukünftig der Höchstwert der Vergütung für Strom aus Biomasseanlagen ab dem 01.01.2018 um 1 % jährlich gegenüber dem vorangegangenen Jahr verringert werden soll, droht für die Biomasse für die Zukunft eine Stagnation bzw. sogar ein erheblicher Rückbau in den kommenden Jahren.

Photovoltaik

Die Nettostromerzeugung aus Solarenergie in 2016 betrug 38,3 TWh bzw. 5,9 % der gesamten Stromerzeugung. Damit hat sich der Anteil gegenüber 2015 um ca. 1 % reduziert. Nachdem der PV-Anlagen-Zubau von 2014 zu 2015 bereits um 26 % einbrach, reduzierte sich der Zubau aus diesem Jahr gegenüber dem Vorjahr erneut drastisch mit 1.157 MWp (September 2015) um fast 40 % auf 710 MWp (September 2016).

Dennoch war die Solarbranche der Vorreiter bei der zukünftigen Ausschreibungssystematik - die Ergebnisse zeigen, dass die Ausschreibungsergebnisse seit April 2015 mit 9,17 ct/kWh auf 6,90 ct/kWh gesunken sind. Dennoch wurden bisher noch nicht alle der bezuschlagten Projekte errichtet.

Gesamtleistung, Umsatz und Auftragsentwicklung

Die GETEC green energy AG ist vorrangig im Bereich der regenerativen Energiegewinnung tätig. Ihre Hauptaufgabenfelder reichen von der Standortsuche zur Nutzung von Solarenergie, Wind und nachwachsenden Rohstoffen oder sonstigen regenerativen Medien, über die Entwicklung dieser Projekte bis hin zur Übernahme der vollständigen Betriebsführung.

Damit deckt die GETEC green energy AG das gesamte Projektumfeld von der Idee über die Umsetzung bis zum sicheren, erfolgreichen und langfristigen Anlagenbetrieb ab. Darüber hinaus engagiert sich die GETEC green energy AG zunehmend in nachhaltiger energetischer Standortentwicklung mit Konzepten, beispielsweise zur Nachnutzung von Konversionsflächen oder Bergbaufolgelandschaften, bis hin zu einer angestrebten Gründung gemeinsamer Gesellschaften bzw. Gemeindewerksgründungen. Hierbei bringt die GETEC green energy AG ihr Know-How für die Konzeptentwicklung bis zur strategischen Umsetzung der ökologischen Ziele ihrer Partner mit ein.

Das Unternehmen verfügt mit seinen Mitarbeitern über langjährige Erfahrung und weitreichendes Know-How, welches durch die aktive Mitarbeit in diversen Verbänden und Interessengruppen sowie dem engen Kontakt zu Forschungseinrichtungen stetig aktuell gehalten wird. Neueste Erkenntnisse aus Forschung, Entwicklung und Gesetzesanforderungen fließen direkt in die Projektarbeit mit ein und gewährleisten eine schnelle und flexible Reaktion auf neue Marktentwicklungen und Marktanforderungen. Ein weiterer zentraler Baustein bei der erfolgreichen Umsetzung von Projekten ist die vertrauensvolle, langfristige und partnerschaftliche Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten, wie z.B. Behörden, Gemeinden und Lieferanten.

Eine Stärke der GETEC green energy AG ist es aber auch, sich auf die häufigen Veränderungen der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen flexibel einzustellen und ihren Partnern mit ganzheitlichem Denken optimierte Produkte anzubieten.

Die Fortsetzung der Energiewende, die die Bundesregierung weiterhin für unumkehrbar hält, wird auch in Zukunft zu einer weiterhin hohen Nachfrage nach Projekten im Zusammenhang mit eben diesen Erneuerbaren Energien von Unternehmen, Gemeinden, Investoren und Banken führen. Aufgrund der bisher überzeugenden Projektumsetzung durch die GETEC green energy AG bei den von ihr realisierten Projekten, der außerordentlich erfolgreichen Positionierung im Markt und einer ausgezeichneten Kapitalisierung sieht die GETEC green energy AG auch für die Umsetzung zukünftiger Großprojekte keine Ressourcen- bzw. Finanzierungsengpässe.

Die Umsatzerlöse der GETEC green energy AG haben im Berichtszeitraum von TEUR 32.026 auf TEUR 27.045 abgenommen. Das entspricht einer Reduzierung um 15,55 %. Diese Reduktion resultiert vor allem aus der Verschiebung von Großprojekten aufgrund genehmigungsrechtlicher Aspekte in das Jahr 2017. Dennoch konnte die GETEC green energy AG die für das Jahr 2016 gesteckten Ergebnisziele leicht übertreffen.

Projektentwicklung und Beschaffung

Durch die Fortsetzung der Energiewende wird die Energieversorgung der deutschen Volkswirtschaft weiter in ihrer Unabhängigkeit von konventionellen Energieträgern, wie Heizöl und Erdgas gestärkt. Nach wie vor verläuft allerdings der Netzausbau zur Sicherung einer optimierten und zukunftssicheren deutschlandweiten Energieinfrastruktur erheblich langsamer, als der Ausbau der Erneuerbaren Energien. Damit ist weiterhin die Nachfrage von Unternehmen und Gemeinden nach einer Vor-Ort- bzw. Eigenversorgung durch Erzeugungsanlagen groß. Nachhaltige, ganzheitliche Konzepte, basierend auf regenerativen Energieträgern, sind gefragt. Zukünftig rückt auch die Realisierung von wirtschaftlichen Speicherlösungen für Regionen und Industriepartner, unter anderem für die Möglichkeit einer Sicherung der Energieversorgung auch im Krisenfall, mehr und mehr in den Fokus.

Einflussfaktoren, welche die Attraktivität der Projekte der GETEC green energy AG auf Basis nachwachsender Rohstoffe bestimmen, sind zum einen die Preisentwicklungen der zu substituierenden konventionellen Energieträger, wie Strom und Gas, zum anderen die allgemeine Einschätzung zur nachhaltigen Nutzung der nachwachsenden Ressourcen, die allgemeinen Anschaffungs-, Finanzierungs- und Betriebskosten sowie etwaige Substrat- und Rohstoffpreise. Neben den Herstellungskosten für die technische Ausrüstung nimmt demnach die Entwicklung der Substratmärkte einen wesentlichen Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit der jeweiligen Anlage bzw. der Projekte.

In den Bereichen Photovoltaik und Wind spielen Bezugskosten keine Rolle. Hier hängt die Wirtschaftlichkeit von den Investitions- und Servicekosten, von einer optimierten Finanzierungsstruktur und von den Sonnen- bzw. Windstunden ab. Im Bereich Biogas allerdings ist die Preisentwicklung der eingesetzten Substrate, mit einem Einflussfaktor von ca. 40 %, von wesentlicher Bedeutung. Bezüglich der Investitionskosten sind in den durch die GETEC green energy AG bewirtschafteten Märkten weitere Kostensenkungen zu erwarten. So sind in den letzten Jahren die Modulpreise für Photovoltaik deutlich gesunken, wobei die europäischen Antidumpingzölle einen dämpfenden Einfluss hatten. Die sich in einem Abwärtstrend befindlichen Rohstoffmärkte und der zunehmende Wettbewerb bei den Erzeugern werden sich darüber hinaus auf die Gestehungskosten von Wind- und Speicherproduzenten auswirken, so dass sich auch hier Kostensenkungspotentiale erschließen lassen.

Gerade für die zukünftigen Ausschreibungen für die Erneuerbaren Projekte, insbesondere für die Windenergieprojekte, wird der geeignete Standort einen immer höheren Stellenwert einnehmen. Durch ein gut strukturiertes Partnernetzwerk sieht sich die GETEC green energy AG in diesem Bereich für die Zukunft gut aufgestellt.

Beteiligungen

Die GETEC green energy AG ist an der GERO Solarpark GmbH beteiligt. Diese betreibt auf einem ehemaligen Tagebau bei Amsdorf einen Solarpark. Das auf einer Fläche von ca. 55 ha errichtete 28 MWp Solarkraftwerk deckt mit seinen 122.040 Solarmodulen den Strombedarf für mehr als 9.000 Haushalte ab.

Eine weitere Beteiligung besteht an der Biogas Fuhsetal GmbH & Co. KG. Diese Gesellschaft betreibt in Niedersachsen eine Biomethanerzeugungsanlage, die von der GETEC green energy AG als Generalunternehmer konzipiert und errichtet wurde.

Beide Beteiligungen schlossen das Berichtsjahr mit über den Planzahlen liegendem Ergebnis ab.

Die GETEC green energy AG ist weiterhin an der EnerTec Lengede GmbH beteiligt, die als Komplementärin für die Biogas Fuhsetal GmbH & Co. KG agiert.

An der Betreibergesellschaft des im Jahr 2016 fertiggestellten Windparks, der Windpark Zerbst GmbH, hält die GETEC green energy AG ebenso eine Beteiligung. Das Ergebnis dieser Beteiligung lag im Planbereich.

Weitere Beteiligungen hält die GETEC green energy AG an der Energiepark Börde GmbH und der Energiepark Hadmersleben GmbH. Diese Gesellschaften hatten im Berichtsjahr noch kein operatives Geschäft.

Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres

Die Geschäftsentwicklung verlief im Wesentlichen planmäßig. Der geplante Jahresüberschuss der GETEC green energy AG konnte leicht übertroffen werden.

Dabei war im Berichtsjahr zunächst die Übergabe des Generalunternehmerprojektes mit der Windpark Zerbst GmbH zum März 2016 der wesentliche Meilenstein.

Weiter hat die GETEC green energy AG im Berichtsjahr mit der Entwicklung des "Mitteldeutschen Energieverbund Zukunft" die Weichen für die langfristige Entwicklung der GETEC green energy AG gestellt. In diesem Projekt werden unter anderem Flächen aus der Bergbaufolgelandschaft in enger Zusammenarbeit mit Partnern aus der mitteldeutschen Braunkohle untersucht und nachhaltige Nutzungsansätze, auch durch Erneuerbare Energien Projekte, entwickelt. Ziel ist eine langfristige Nutzung dieser Flächen in Verbindung mit einer nachhaltigen Bewirtschaftung und Nachnutzung dieser Bergbaufolgelandschaft.

Als wesentliche Bausteine des "Mitteldeutschen Energieverbundes Zukunft" konnten noch vor Ende des Berichtsjahres zwei Genehmigungen für Windenergieanlagenprojekte erreicht werden, die in den nächsten Jahren umgesetzt werden sollen.

B. Darstellung der Lage der GETEC green energy AG

Vermögenslage

Das Gesamtvermögen der GETEC green energy AG ist im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 12.170 um TEUR 1.329 auf TEUR 13.499 gestiegen. Der Gesamtanstieg von 10,92 % ist hauptsächlich auf das Wachstum des Umlaufvermögens zurückzuführen.

Das Anlagevermögen der GETEC green energy AG entwickelte sich im Berichtsjahr von TEUR 1.653 im Vorjahr auf TEUR 1.647. Der Rückgang ergibt sich im Wesentlichen aus dem Sachanlagevermögen.

Das Umlaufvermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 10.419 um TEUR 1.355 auf TEUR 11.774 verändert. Der Bestand an unfertigen Erzeugnissen und Waren erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 23 um TEUR 1.813 auf TEUR 1.836. Diese Veränderung ergibt sich im Wesentlichen aus der Erweiterung des Windpark Zerbst sowie aus den Projektentwicklungen weiterer Windparks bspw. in Hadmersleben und Profen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sanken im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 8.005 um TEUR 1.936 auf TEUR 6.069.

Die Strukturen des kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und der Verbindlichkeiten der GETEC green energy AG sind stabil. Insofern ist die Vermögenslage der Gesellschaft als positiv herauszustellen.

Finanzlage

Die Bilanzsumme ist von TEUR 12.170 am 31.12.2015 auf TEUR 13.499 am 31.12.2016 gestiegen. Das zum Bilanzstichtag 2016 in der Bilanz ausgewiesene Eigenkapital beträgt TEUR 10.906, was einen Anstieg um TEUR 2.544 gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Die Eigenkapitalquote der GETEC green energy AG erhöhte sich im Berichtsjahr von 68,7 % im Vorjahr auf 80,8 %. Diese positive Entwicklung sichert dem Unternehmen die Fähigkeit, seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Der im Jahr 2016 aus Jahresüberschuss und Abschreibungen ermittelte Cash-Flow endete im Berichtszeitraum mit TEUR 2.637. Dies entspricht einer Steigerung von TEUR 134 zum vergangenen Jahr.

Die GETEC green energy AG verfolgt eine konservative Finanzpolitik. Diese ist gekennzeichnet durch Risikokontrolle und vorausschauende Steuerung der Prozesse. Das Finanzmanagement umfasst neben dem Cash- und Liquiditätsmanagement auch die Zins- und Rohstoffpreisrisiken, die Vergabe von Bürgschaften sowie die Kommunikation mit den Rating-Agenturen. Das vorrangige Ziel ist, Kapitalkosten und finanzielle Risiken zu minimieren und dabei nachhaltige finanzielle Stabilität und Flexibilität der GETEC green energy AG zu wahren und damit die Planungssicherheit zu erhöhen.

Die GETEC green energy AG verfügt über einen Kreditrahmenvertrag mit der Commerzbank Bank in Höhe von TEUR 1.500,00. Dieser wird zurzeit nur durch Avale ausgenutzt.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfrist beglichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt. In Anbetracht dessen, ist die Finanzlage als solide zu beurteilen.

Ertragslage

Im Vergleich zum Vorjahr mit TEUR 3.207 hat sich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit auf TEUR 3.190 im Berichtsjahr, mithin um 0,5 % verringert.

Die Ertragslage stellt sich dennoch als gut dar.

Unter Einbeziehung der sonstigen betrieblichen Erträge lässt sich bei der Gesamtleistung ein Rückgang um TEUR 16.766 auf TEUR 13.958 verzeichnen. Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine prozentuale Verringerung um 54,6 %.

Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Geschäftsjahr 2015 von TEUR 32.025 um TEUR 4.980 auf TEUR 27.045 gesunken.

Besondere Darstellungsformen zur Entwicklung und Lage des Unternehmens

Zur Entwicklung der GETEC green energy AG wird auf die nachfolgende Erfolgsplanung verwiesen. Die Plandaten ergeben sich aus der erwarteten Entwicklung des Geschäfts der GETEC green energy AG.

Ist 2016
TEUR
Plan 2017
TEUR
  Umsatzerlöse 27.045 42.390
  Bestandsveränderungen -13.214 16.195
+ Sonstige betriebliche Erträge 127 122
= Gesamtleistung 13.958 58.707
- Materialaufwand 9.393 53.992
= Rohergebnis 4.565 4.715
- Personalaufwand 1.352 1.575
- Abschreibungen auf Sachanlagen und immat. Anlagevermögen 92 100
- Sonstige betriebliche Aufwendungen 756 643
= Betriebsergebnis 2.365 2.397
+ Finanzergebnis 825 1.253
= Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 3.190 3.650
- Steuern 646 806
= Jahresüberschuss/ -fehlbetrag 2.544 2.844

C. Hinweise auf wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung

Prognose der Geschäftsentwicklung

Die GETEC green energy AG sieht sich als innovatives und flexibles Unternehmen mit der klaren Ausrichtung auf den Bereich der Erneuerbaren Energien sehr gut positioniert, die sich bietenden Chancen im neuen Ausschreibungsmodus für alle Erneuerbare Energieprojekte zu nutzen. Zukünftig wird sich die GETEC green energy AG neben den klassischen Bereichen der Erneuerbaren Energien auch weitere Randbereiche bzw. Nischen im Zusammenhang mit Erneuerbaren Energien nachhaltiger Energieversorgung und langfristigen Strukturprojekten besetzen. Dazu soll u.a. langfristig das Beteiligungsportfolio erweitert werden. Eine Vielzahl von Projekten, Verfahren und Ideen, die die GETEC green energy AG gegenwärtig entwickelt, wurden bereits skizziert und sind in die Planung eingeflossen.

Die Einschätzung der Geschäftsentwicklung des Jahres 2017 basiert auf der Annahme, dass die im Geschäftsjahr 2016 bestehende Erlös- und Aufwandsstruktur im Prognosejahr 2017 erhalten bleibt. Für das kommende Geschäftsjahr wird von einer deutlichen Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahresniveau auf 42,39 Mio. EUR ausgegangen. Hauptgrund ist die geplante Fertigstellung von Windkraftprojekten in 2017. Weiterhin geht die GETEC green energy AG von weiter steigenden Ergebnisbeiträgen aus dem Beteiligungsportfolio und aus dem Dienstleistungsbereich aus.

Risiken

Derzeit sind wirtschaftliche und rechtliche Bestandsgefährdungspotentiale, die besonderen Einfluss auf die Ertragslage der GETEC green energy AG haben, nicht erkennbar.

Mögliche Risiken werden über ein Risikomanagementsystem überwacht, welches das Unternehmen in die Lage versetzt, eventuelle Gefahren frühzeitig zu erkennen, sachgerecht bewerten zu können und somit rechtzeitig effektive Gegenmaßnahmen einleiten zu können.

Risiken, die Finanzierungsinstrumente betreffen, sind nicht zu erwarten. Zinsänderungsrisiken sind zu vernachlässigen, da die Gesellschaft separate und spezifische Projektfinanzierungsverträge abschließt und auch im Bedarfsfall auf Gesellschafterdarlehen mit fixen Zinssätzen zurückgreifen kann. Darüber hinaus werden keine spekulativen Finanzierungsgeschäfte getätigt.

Durch regelmäßig wiederkehrende unterjährige Detailanalysen zeigt das Controlling die Entwicklung der einzelnen Projekte auf und stellt ein zentrales Instrument zum Erkennen und Analysieren von möglichen Risiken und Abweichungen dar. Mit Hilfe einer vierteljährlichen Berichterstattung wird der allgemeine Geschäftsverlauf der GETEC green energy AG kontinuierlich überwacht.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass es keine Anhaltspunkte für bestehende oder zukünftige Risiken gibt, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können.

Chancen

Mit einer frühzeitigen Fokussierung der Gesellschaft auf erneuerbare Energieprojekte, einer ausgezeichneten und langen Referenzliste eben solcher realisierten Projekte sowie einem nachhaltigen Ansatz schlüsselfertiger Projektierung und Errichtung, sieht sich die GETEC green energy AG weiter für die nächsten Jahre ausgezeichnet im Inland positioniert. Sich bietende Chancen im Ausland wird die Gesellschaft nach einer eingehenden Prüfung versuchen zu nutzen.

Die in 2015 und 2016 begonnenen Verschiebungen des Aufgabenschwerpunktes der Gesellschaft von der Planung und Realisierung von Biomethananlagen hin zu Planung und Realisierung von Windkraftprojekten, wird sich auch 2017 und den Folgejahren verstetigen. Die in unterschiedlichen Projektierungsstadien befindlichen Windprojekte werden weiter vorangetrieben. In 2017 werden aus dem Bereich der Biogaserzeugung weiterhin neue Impulse erwartet. Hier werden, aufgrund der veränderten gesetzlichen Rahmenbedingung bei einer Reihe bestehender Anlagen Neuinvestitionen u.a. in Gärrestbehältern notwendig sein. Neuanlagenbau im Abfallvergärungsbereich bzw. Beteiligungsmöglichkeiten an bestehenden Projekten will die Gesellschaft nutzen.

Auch auf die immer dringlichere Sicherung der deutschen Stromnetzinfrastruktur und die damit einhergehende Notwendigkeit der Schaffung von Regel- bzw. Speichermöglichkeiten hat die GETEC green energy AG den Fokus gerichtet und will gemeinsam mit Partnern vielversprechende individuelle Lösungsansätze im Jahr 2017 realisieren.

Aufgrund der insgesamt breiten und flexiblen Aufstellung der GETEC green energy AG im Wachstumsmarkt der Erneuerbaren Energien, ihrer Expertise in diesem Gebiet sowie hochmotivierten und fachlich exzellenten Mitarbeitern, ist davon auszugehen, dass der erfolgreiche Kurs der GETEC green energy AG auch im Jahr 2017 fortgesetzt werden kann.

Voraussichtliche Entwicklung

Die GETEC green energy AG wird im kommenden Geschäftsjahr 2017 die Planung und die Realisierung von Windkraftanlagenprojekten vorantreiben. Daneben werden Projekte rund um den Betrieb und die Optimierung von Biogaserzeugungsanlagen und erste Speicherprojekte weitere Schwerpunkte der Gesellschaft im Jahr 2017.

Des Weiteren wird auf die erstellte Prognose für das Jahr 2017 verwiesen.

D. Sonstige Angaben

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung für die GETEC green energy AG, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, hat es nicht gegeben.

E. Abhängigkeitsbericht

Gemäß den Vorschriften des §312 AktG wurde der Bericht des Vorstandes über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt, der mit folgender Erklärung abschließt: " Nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen und die Maßnahmen getroffen wurden, haben wir bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und sind durch die Maßnahmen nicht benachteiligt worden."

 

Magdeburg, den 30.03.2017

gez. Chris Döhring

Bestätigungsvermerk FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2016

GETEC GREEN ENERGY AG, MAGDEBURG

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der GETEC green energy AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Hannover, den 23. Mai 2017

AUDITA Treuhand GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. G. Gaedecke, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2016 GEM. § 171 ABS. 2 AktG

GETEC GREEN ENERGY AG, MAGDEBURG

Der Aufsichtsrat der GETEC green energy AG ist von der Geschäftsführung regelmäßig und umfassend in Form mündlicher und schriftlicher Berichte über die Entwicklung, die Lage sowie über wesentliche Geschäftsvorgänge des Unternehmens unterrichtet worden. Anhand dieser Auskünfte hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung überwacht, sie eingehend hinsichtlich aller Maßnahmen und Geschäftsvorgänge beraten, die seine Zustimmung erforderten beziehungsweise von besonderer Bedeutung waren, und sich von der ordnungsgemäßen Arbeitsweise der Geschäftsführung überzeugt. Gegenstand der Beratungen waren in erster Linie grundsätzliche Fragen der operativen und strategischen Unternehmensentwicklung sowie sonstige wesentliche geschäftliche Vorgänge.

Der Jahresabschluss 2016 und der Lagebericht wurden von der AUDITA TREUHAND GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Hannover geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Seitens des Aufsichtsrates bestehen keine Einwände gegen den Prüfungsbericht der Wirschaftsprüfungsgesellschaft, den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss der GETEC green energy AG für das Geschäftsjahr 2016 gebilligt.

Der Aufsichtsrat dankt der Geschäftsführung und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Unternehmens für die im Geschäftsjahr 2016 geleistete Arbeit.

 

Magdeburg, den 14. Juni 2017

gez. Ludwig Tiedau, Vorsitzender des Aufsichtsrates der GETEC green energy AG

FESTSTELLUNG DES JAHRESABSCHLUSSES

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 wurde am 14.06.2017 durch die Hauptversammlung festgestellt.

GETEC GREEN ENERGY AG, MAGDEBURG ERGEBNISVERWENDUNGSBESCHLUSSBERICHT

Der Bilanzgewinn in Höhe von EUR 9.741.315,49 wird wie folgt verwendet:

1. Ausschüttung an die Aktionäre Null;

2. Gewinnvortrag EUR 9.741.315,49

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