Vitra Production GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Büromöbeln
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Vitra Holding GmbHWeil am RheinVitra Holding GmbH - Teilkonzern 2018Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Vitra Holding GmbH Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und Prüfungsurteil zum KonzernlageberichtWir haben den Konzernabschluss der Vitra Holding GmbH, Weil am Rhein, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Vitra Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung, mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Konzernabschluss, zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und Prüfungsurteil zum KonzernlageberichtEntgegen den Regelungen des IAS 24 sind die Transaktionen mit nahe stehenden Gesellschaften im Anhang hinsichtlich der Art der Transaktionen nicht vollständig aufgegliedert bzw. angegeben worden. Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den KonzernlageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Freiburg i. Br., 16. Dezember 2019 Ernst
& Young GmbH
Nietzer, Wirtschaftsprüfer Schmidt, Wirtschaftsprüfer Konsolidierte Bilanz zum 31. Dezember 2018AKTIVA
Konsolidierte Gewinn- und Verlustrechnung 2018
Konsolidierte Gesamtergebnisrechnung 2018
Konsolidierte Eigenkapitalveränderungsrechnung zum 31. Dezember 2018 (in TEUR)
Konsolidierte Kapitalflussrechnung 2018
** Die Position Flüssige
Mittel/Kontokorrentforderung setzt sich wie folgt
zusammen:Flüssige Mittel TEUR 778 (Vorjahr TEUR 393)
und Kontokorrentforderung TEUR 56.464 (Vorjahr TEUR 55.640)
und Kontokorrentverbindlichkeiten TEUR 20.942 (Vorjahr TEUR
8.047)
Anhang zum Konzernabschluss 2018A. VorbemerkungenDie Vitra Holding GmbH (nachfolgend als ,Vitra' bezeichnet) hat ihren Sitz in der Charles-Eames-Straße 2 in Weil am Rhein, Deutschland und ist im Handelsregister B des Amtsgericht Freiburg i. Br. mit der Nummer HRB 413127 eingetragen. Die Vitra produziert Möbel für Büros, den öffentlichen Bereich sowie für den Wohnbereich und entwickelt und verkauft Ladenbausysteme sowie Leuchten. Die Vitra hat ihren konsolidierten Abschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union zum 31. Dezember 2018 anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e (1) HGB i.d.F. vom 31. Dezember 2018 anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften, erstellt. Der konsolidierte Abschluss der Vitra wird seinerseits in den konsolidierten Abschluss der Vitra Holding AG, Muttenz/Schweiz, einbezogen. In 2018 wurden verschiedene Gesellschaften von der Vitra Holding AG an die Vitra Holding GmbH übertragen. Diese Reorganisation dient der effizienteren Führung der verschiedenen Bereiche. Die Vitra Holding GmbH und die Vitra Holding AG unterstehen einer gemeinsamen Führung. Es handelt sich um eine Übertragung unter "common control", IFRS 3 kommt somit nicht zur Anwendung. Für die Übertragung wurde die "Pooling of Interest Methode" angewandt. Die Bewertung der abgehenden Vermögenswerte und Schulden erfolgte zu den Buchwerten zum Zeitpunkt der Übertragung. B. KonsolidierungsgrundsätzeKonsolidierungskreisDer konsolidierte Abschluss der Vitra umfasst die Einzelabschlüsse der Vitra Holding GmbH sowie aller Gesellschaften in Deutschland und im Ausland, die von der Vitra direkt oder indirekt kontrolliert werden (in der Regel mit einem Stimmenanteil von mehr als 50 Prozent der Stimmrechte). Tochtergesellschaften werden vom Datum an konsolidiert, an dem die Vitra die Kontrolle über sie übernimmt. Akquisitionen von Tochtergesellschaften werden nach der Erwerbsmethode erfasst. Die Konsolidierung endet mit dem Datum, an dem die Vitra die Kontrolle abgibt. Eine Liste aller konsolidierten Gesellschaften ist in den Erläuterungen zum konsolidierten Abschluss wiedergegeben. Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften, bei denen die Vitra einen wesentlichen Einfluss ausübt (im Allgemeinen bei einer Beteiligung von 20 - 50 Prozent der Stimmrechte), werden nach der Kapitalzurechnungsmethode (Equity Methode) bewertet. Alle übrigen Minderheitsbeteiligungen der Vitra werden gemäss Fair Value Ansatz bewertet. Falls dieser nicht bestimmbar ist, werden sie zum Anschaffungswert abzüglich angemessener Abschreibungen ausgewiesen. Allfällige Wertminderungen auf assoziierte Beteiligungen werden erfolgswirksam in der Position Finanzergebnis ausgewiesen. Die Beteiligungen von Dritten / Nahestehenden an konsolidierten Gesellschaften werden als nicht beherrschende Anteile innerhalb des Eigenkapitals separat ausgewiesen. Per 31. Dezember 2018 bestehen keine Beteiligungen von Dritten / Nahestehenden. Beziehungen zu verbundenen UnternehmenAls verbundene Gesellschaften werden jene Gesellschaften ausgewiesen, bei welchen die Vitra Holding AG eine mittelbare oder unmittelbare Beteiligung hält. Als nahestehende Gesellschaften werden jene Gesellschaften ausgewiesen, bei welchen durch personelle Verbindungen oder finanzielle Beziehungen, ein gewisser Einfluss besteht. Transaktionen mit verbundenen und nahestehenden Unternehmen und Personen werden im Grundsatz offengelegt. Grundsätzlich erhalten die dem Verwaltungsrat und dem Gruppenmanagement angehörenden Personen jährlich vereinbarte Gehälter und geschäftsmässig begründete Spesenentschädigungen. Die Festsetzung dieser Gehälter erfolgt durch Ausschüsse des Verwaltungsrats resp. des Group Managements. Die Auszahlungen werden durch definierte Kontrollinstanzen (CFO + Head of HR) geprüft und freigegeben. Es bestehen keine Aktien- oder Optionspläne. Transaktionen mit verbundenen und nahestehenden Unternehmen werden grundsätzlich zu marktüblichen Bedingungen durchgeführt. EinheitlichkeitDie Rechnungslegung der Gruppe basiert auf dem Prinzip der historischen Anschaffungskosten, sofern in den nachstehenden Grundsätzen nicht ausdrücklich Ausnahmen davon erwähnt sind. Dem konsolidierten Abschluss zugrundeliegende Einzelabschlüsse werden gemäss einheitlichen Bewertungsgrundsätzen erstellt. Alle Aufwands- und Ertragspositionen werden periodengerecht abgegrenzt. Alle gruppeninternen Transaktionen sowie Forderungen und Verbindlichkeiten, wie auch die aus Gruppensicht noch nicht realisierten Gewinne aus gruppeninternen Lieferungen und Leistungen, werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Generell wird eine Unterteilung in kurz- und langfristige Positionen vorgenommen. Kurzfristige Positionen beinhalten Vorgänge, deren Tilgung innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag fällig werden. Darunter fallen auch Anteile langfristiger Positionen, welche innerhalb der nächsten 12 Monate fällig werden. Die jährliche Berichtsperiode der einzelnen konsolidierten Gesellschaften endet per 31. Dezember. Soweit nichts anderes angegeben ist, wurden alle in diesem konsolidierten Abschluss enthaltenen Informationen auf die nächsten EURO 1.000 gerundet. WährungsumrechnungDer konsolidierte Abschluss wird in EURO, der funktionalen Währung des Mutterunternehmens, aufgestellt. Jedes Unternehmen innerhalb der Vitra legt seine eigene funktionale Währung fest. In den lokalen Abschlüssen werden Fremdwährungsaktivitäten zu den entsprechenden monatlich aktualisierten Umrechnungskursen, die sich dem am Tag des Geschäftsvorfalls aktuellen Kurs annähern, umgerechnet. Die aus der Stichtagbewertung resultierenden Wechselkursgewinne und -verluste werden erfolgswirksam verbucht. Sämtliche Fremdwährungsdifferenzen sind aus Gründen der unterjährigen Abrechnungskursverbuchung in der Position Material-/Warenaufwand erfasst. Die erfolgswirksam erfassten Währungseffekte sind für die Gruppe nicht wesentlich. Nicht-monetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit historischen Anschaffungskosten umgerechnet. Die Umrechnung der in den lokalen Bilanzen enthaltenen Aktiva und Passiva in EURO (Translation) erfolgt zum Stichtagskurs, die Erfolgsrechnung und die Mittelflussrechnung zum Durchschnittskurs des Jahres. Die durch die Umrechnung von Bilanzen und Erfolgsrechnungen in lokaler Währung in EURO resultierenden, währungsbedingten Umrechnungsdifferenzen der Tochtergesellschaften und Equity Beteiligungen werden direkt dem Eigenkapital zugewiesen oder belastet. C. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenErstmalige Anwendung neuer oder geänderter IFRSAbgesehen von den nachfolgenden Standards stimmen die angewendeten Rechnungslegungsgrundsätze mit jenen des Vorjahres überein. Folgende, für den Abschluss der Vitra relevanten IFRS Neuerungen und Änderungen wurden im Geschäftsjahr 2018 erstmals wirksam, haben aber keinen wesentlichen Einfluss auf die Berichterstattung der VVA:
Veröffentlichte, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende IFRSDie folgenden, für den Abschluss der Vitra relevanten neuen oder überarbeiteten Richtlinien werden für die Berichtsjahre beginnend am oder nach dem 1. Januar 2019 wirksam. Die Vitra hat keine dieser Richtlinien bereits im Berichtsjahr vorzeitig angewandt, sondern wird diese Standards ab dem jeweiligen Inkrafttreten anwenden.
Der IASB hat nachfolgend aufgelistete Standards und Interpretationen veröffentlicht, die im Geschäftsjahr 2018 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren. Diese Standards und Interpretationen wurden von der EU bislang nicht anerkannt und werden vom Konzern nicht angewandt. Der Konzern beabsichtigt, die für Ihn relevanten Standards anzuwenden, sobald sie in Kraft getreten sind.
Aus heutiger Sicht wird mit Ausnahme von IFRS 16 keiner dieser neuen veröffentlichten Standards einen wesentlichen Einfluss auf die Verbuchung und Bewertung von Geschäftsvorfällen und somit auf den Abschluss der Vitra haben. Ansätze und Bewertungen von BilanzpositionenFlüssige MittelDie flüssigen Mittel umfassen Kassenbestände, Bankguthaben sowie Geldanlagen mit einer Gesamtlaufzeit von drei Monaten oder weniger. Die Geldflussrechnung basiert auf dem Fonds Flüssige Mittel inklusive Kontokorrentforderungen. Die flüssigen Mittel, die Bankguthaben und -schulden werden zur Abdeckung des operativen Geldbedarfs verwendet. Die ausgewiesenen Buchwerte entsprechen dem Marktwert. Kontokorrentforderungen / -verbindlichkeitenUnter Kontokorrentforderungen / -verbindlichkeiten sind Forderungen / Verbindlichkeiten zu verstehen, die aus kurzfristigen Ausleihungen von flüssigen Mitteln zu verbundenen / nahestehenden Gesellschaften entstehen. Die Forderungen und Verbindlichkeiten werden zu marktüblichen Konditionen verzinst. Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen werden bei erstmaliger Erfassung zum Fair Value bilanziert, der dem Nominalwert entspricht. Nach der erstmaligen Erfassung werden sie unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und übrige ForderungenDie Bewertung bei erstmaliger Erfassung erfolgt zum Fair Value, der dem Nominalwert entspricht. Nach der erstmaligen Erfassung werden sie unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Für Delkredere werden Wertberichtigungen gebildet. Diese Wertberichtigungen für mutmaßliche Debitorenverluste beziehen sich entweder auf spezifisch bekannte Forderungen oder basieren auf generellen Schätzungen über das Ausfallrisiko insbesondere anhand des Alters der Forderung. Übrige Forderungen umfassen nicht umsatzbezogene Forderungen gegen Dritte, Darlehen an Mitarbeiter, geleistete Anzahlungen für noch nicht empfangene Güter und Dienstleistungen. VorräteVorräte umfassen Rohmaterial, Handelswaren, Produkte in Arbeit und Fertigprodukte. Sie werden zu Gruppen-Herstellungskosten beziehungsweise zum aus gewichteten Durchschnittspreisen abgeleiteten Anschaffungswert oder, falls niedriger, zum netto realisierbaren Veräusserungswert bewertet. Die Herstellungskosten umfassen sämtliche Produktionskosten inklusive anteiliger Produktionsgemeinkosten. SachanlagevermögenDie Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich betriebswirtschaftlich notwendiger Abschreibungen. Die Abschreibungen erfolgen linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer des Anlagegutes. Die Nutzungsdauer beträgt für
Die Abschreibungssätze reflektieren die erwartete, wirtschaftliche Nutzungsdauer des betreffenden Anlagegutes. Sämtliche Liegenschaften werden selbst genutzt, es bestehen keine Renditeliegenschaften. Die Unterhaltskosten werden erfolgswirksam erfasst. Zum Verkauf stehende langfristige Vermögenswerte werden nicht mehr abgeschrieben und in das Umlaufvermögen umgegliedert. Per 31. Dezember 2018, wie auch per 31. Dezember 2017, existieren keine zum Verkauf stehenden langfristigen Vermögenswerte. Immaterielle VermögenswerteVon Dritten gekaufte immaterielle Vermögenswerte wie EDV-Software und Patente werden aktiviert und über die erwartete, wirtschaftliche Nutzungsdauer linear amortisiert. Intern generierte Vermögenswerte werden nicht aktiviert, wenn die spezifischen IFRS Voraussetzungen zur Aktivierung nicht erfüllt sind. Die immateriellen Vermögenswerte werden nach befristeter (mit Abschreibung) und unbefristeter Nutzungsdauer (mit jährlichem Impairmenttest) aufgeteilt. Die Nutzungsdauer der aktivierten immateriellen Vermögenswerte beträgt:
GoodwillDer Goodwill wird bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als Überschuss der übertragenen Gesamtgegenleistung und des Betrags des Anteils ohne beherrschenden Einfluss über die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden der Vitra bemessen. Liegt diese Gegenleistung unter dem beizulegenden Zeitwert des Reinvermögens des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Allfällige Wertminderungen werden erfolgswirksam verbucht. Es erfolgt keine lineare Abschreibung über die erwartete Nutzungsdauer. Finanzanlagen (Langfristige Darlehen)Darlehen mit einer Laufzeit von mehr als 12 Monaten werden zum Ansatz "expected credit loss Modells" bewertet. Wertberichtigungen werden gebucht, sobald die Bonität des zugrundeliegenden Darlehensnehmers nicht mehr gegeben ist. Wertminderungen im Anlagevermögen ("Impairment")Die Werthaltigkeit von Sachanlagen und übrigem Anlagevermögen, einschliesslich Goodwill und anderen immateriellen Werten wird immer dann überprüft, wenn aufgrund von Ereignissen oder veränderten Umständen etwas auf eine Überbewertung der Buchwerte hindeutet. Wenn der Buchwert den realisierbaren Wert übersteigt, erfolgt eine Sonderabschreibung auf jenen realisierbaren Wert. Der realisierbare Wert stellt den Barwert der zukünftigen abdiskontierten Geldflüsse (Nutzwert) oder den höheren Fair Value (Verkehrswert) aus der Verwendung des Vermögensgegenstandes dar. Bei Goodwill und immateriellen Werten mit unbefristeter Nutzungsdauer wird, unabhängig ob Ereignisse auf ein Impairment hindeuten, jährlich eine Impairment-Analyse durchgeführt. FinanzierungskostenFremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines Vermögenswerts zugeordnet werden können, für den ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen, werden als Teil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des entsprechenden Vermögenswerts aktiviert. Alle sonstigen Kapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind. Fremdkapitalkosten sind Zinsen und sonstige Kosten, die einem Unternehmen im Zusammenhang mit der Aufnahme von Fremdkapital entstehen. Die Vitra aktivierte keine Fremdkapitalkosten in 2018 und in 2017. LeasingobjekteBei Leasingverträgen wird zwischen "Financial Leasing" und "Operational Leasing" unterschieden. Folgende Merkmale lassen auf Financial Leasing (auch Capital Leasing) schließen:
Durch Financial Leasing finanzierte Anlagen werden gemäß den Grundsätzen für Sachanlagen aktiviert und abgeschrieben, längstens aber über die Vertragsdauer. Die entsprechenden Leasingverpflichtungen sind in den finanziellen Verbindlichkeiten enthalten. In allen anderen Fällen handelt sich um Operational Leasing. Die Leasingraten werden periodisch der Erfolgsrechnung belastet. Die geleasten Güter werden nicht aktiviert. VerbindlichkeitenDie kurzfristigen Verbindlichkeiten umfassen alle Verbindlichkeiten, welche innerhalb von 12 Monaten fällig werden. Die langfristigen Verbindlichkeiten umfassen alle Verbindlichkeiten, welche ab 12 Monaten fällig werden. FinanzverbindlichkeitenDie Finanzverbindlichkeiten werden nach der amortized-cost Methode bewertet. RückstellungenDie Rückstellungen umfassen alle zum Bilanzstichtag bekannten Verbindlichkeiten, deren Ereignis im Berichts- oder den Vorjahren liegt, die verlässlich beziffert werden können und deren Eintretenswahrscheinlichkeit größer als 50% beträgt, wie z.B.:
Die Rückstellungen für Pensionen werden jährlich von unabhängigen Gutachtern nach dem international üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method) nach IAS 19 bewertet. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartenden Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Die Berechnung der Pensionsverpflichtungen erfolgt nach versicherungsmathematischen Methoden. Die Zinsen werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Garantierückstellungen werden in den langfristigen Rückstellungen ausgewiesen. Die Personalrückstellungen werden gesondert als kurz- oder langfristige Rückstellungen ausgewiesen. Alle anderen Fälle werden als sonstige Rückstellungen den kurz- oder langfristigen Rückstellungen zugeordnet. Rückstellungen für Restrukturierungskosten werden dann gebildet, wenn nebst den erwähnten Kriterien zusätzlich ein detaillierter Restrukturierungsplan existiert, welcher den betroffenen Parteien mitgeteilt wurde. SteuernDie Ertragsteuern werden nach betriebswirtschaftlichen Kriterien ausgewiesen und periodengerecht abgegrenzt. Rückstellungen für latente Steuern werden nach der "Balance sheet liability method" gebildet. Entsprechend dieser Methodik werden die ertragsteuerlichen Auswirkungen von temporären Differenzen zwischen den gruppeninternen und den steuerlichen Bilanzwerten erfasst. Latente Steuerguthaben werden nur dann berücksichtigt, wenn deren zukünftige Realisierung durch prognostizierte steuerbare Gewinne wahrscheinlich ist. In der Rechnungslegung werden die latente Steuerschuld und das latente Steuerguthaben, berechnet auf der Basis entsprechender lokaler Steuersätze, gesondert in der Bilanz aufgeführt. Das Total des auf das Berichtsjahr entfallenden Betrages wird in der Erfolgsrechnung berücksichtigt. Die Kapitalsteuern werden innerhalb der Position Steueraufwand ausgewiesen. Die latenten Steuerguthaben aus Verlustvorträgen werden bezüglich ihrer Werthaltigkeit bzw. Aktivierung jährlich pro Gruppengesellschaft kritisch geprüft. Allfällige Veränderungen / Berichtigungen werden erfolgswirksam erfasst. Bemessung des beizulegenden ZeitwertsDer Konzern bewertet Finanzinstrumente und nicht-finanzielle Vermögenswerte zu jedem Abschlussstichtag mit dem beizulegenden Zeitwert. Die beizulegenden Zeitwerte von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten sind in Angabe 17 aufgeführt. Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde. Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts wird davon ausgegangen, dass der Geschäftsvorfall, in dessen Rahmen der Verkauf des Vermögenswerts oder die Übertragung der Schuld erfolgt, entweder auf dem:
Der Konzern muss Zugang zum Hauptmarkt oder zum vorteilhaftesten Markt haben. Der beizulegende Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer Schuld bemisst sich anhand der Annahmen, die Marktteilnehmer bei der Preisbildung für den Vermögenswert bzw. die Schuld zugrunde legen würden. Hierbei wird davon ausgegangen, dass die Marktteilnehmer in ihrem besten wirtschaftlichen Interesse handeln. Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts eines nicht-finanziellen Vermögenswerts wird die Fähigkeit des Marktteilnehmers berücksichtigt, durch die höchste und beste Verwendung des Vermögenswerts oder durch dessen Verkauf an einen anderen Marktteilnehmer, der für den Vermögenswert die höchste und beste Verwendung findet, wirtschaftlichen Nutzen zu erzeugen. Der Konzern wendet Bewertungstechniken an, die unter den jeweiligen Umständen sachgerecht sind und für die ausreichenden Daten zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts zur Verfügung stehen. Dabei ist die Verwendung maßgeblicher, beobachtbarer Inputfaktoren möglichst hoch und jene nicht beobachtbarer Inputfaktoren möglichst gering zu halten. Alle Vermögenswerte und Schulden, für die der beizulegende Zeitwert bestimmt oder im Abschluss ausgewiesen wird, werden in die nachfolgend beschriebene Fair-Value-Hierarchie eingeordnet, basierend auf dem Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist:
Bei Vermögenswerten und Schulden, die auf wiederkehrender Basis im Abschluss erfasst werden, bestimmt der Konzern, ob Umgruppierungen zwischen den Stufen der Hierarchie stattgefunden haben, indem er am Ende jeder Berichtsperiode die Klassifizierung (basierend auf dem Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist) überprüft. Um die Angabeanforderungen über die beizulegenden Zeitwerte zu erfüllen, hat der Konzern Gruppen von Vermögenswerten und Schulden auf der Grundlage ihrer Art, ihrer Merkmale und ihrer Risiken sowie der Stufen der oben erläuterten Fair-Value-Hierarchie festgelegt. ErfolgsrechnungDie konsolidierte Erfolgsrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren dargestellt. Die Realisierung von Umsätzen ist folgendermaßen geregelt: Realisierung von Erträgen aus Produktverkauf und DienstleistungenVerkäufe von Gütern werden erfolgswirksam verbucht, sobald die Verfügungsgewalt auf den Käufer übergegangen ist. Erträge aus dem Verkauf von Dienstleistungen werden in der Rechnungsperiode, in der die Dienstleistung erbracht wird, verbucht. Die Erträge werden abzüglich Rabatte erfasst. Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden: Standard Verträge sind nach folgenden Aspekten systematisch aufgebaut:
Für Verträge, die nicht dem oben beschriebenen Standardmuster folgen hat Vitra eine Liste von qualitativen und quantitativen Kriterien vorgegeben, für welche Ermittlung, Verbuchung und Offenlegung von Erlösen aus Kundenverträgen gesondert aufzuarbeiten ist. Es wird gem. IFRS 15.121 auf die Angabe und Erläuterung der den noch nicht erfüllten Leistungsverpflichtungen zugeordneten Transaktionspreise verzichtet, da die Verträge eine erwartete ursprüngliche Laufzeit von maximal einem Jahr aufweisen. Klassifizierung von FremdwährungsdifferenzenDie gesamten Fremdwährungsdifferenzen werden im Material-/Warenaufwand verbucht, da sie im Wesentlichen im Zusammenhang mit den zu Budgetkursen erfassten operativen Transaktionen entstehen. Ermessensspielräume und BewertungsunsicherheitenDas Erstellen des konsolidierten Abschlusses in Übereinstimmung mit IFRS erfordert die Verwendung bestimmter entscheidender buchhalterischer Schätzungen. Außerdem hat das Management in der Anwendung der Rechnungslegungsgrundsätze der Gruppe sein Ermessen auszuüben. Vitra macht Schätzungen und Annahmen bezüglich der Zukunft. Die daraus resultierende Rechnungslegung entspricht nicht zwingend den entsprechenden effektiven Ergebnissen. Die Bereiche, die einen höheren Grad an Urteil oder Komplexität bedingen, oder Bereiche, in denen Annahmen und Schätzungen für den konsolidierten Abschluss von großer Bedeutung sind, werden im Folgenden erläutert: ErtragsteuernVitra ist in verschiedenen Ländern ertragsteuerpflichtig. Die definitive Veranlagung durch die jeweilige Steuerbehörde kann sich von den deklarierten Werten unterscheiden. Wo der definitive Steuerbetrag sich von der zuvor verbuchten Rückstellung unterscheidet, wirkt sich die betreffende Differenz auf den Steueraufwand in der Periode aus, in der die betreffende Veranlagung erfolgt. Latente Steuerguthaben auf steuerlichen Verlustvorträgen und abzugsfähigen temporären Differenzen werden nur dann aktiviert, wenn deren Realisierung durch künftige steuerliche Gewinne wahrscheinlich ist. Dabei sind Schätzungen und Annahmen bezüglich der künftigen Ertragskraft der einzelnen Gesellschaften zu treffen. GarantierückstellungenDie Berechnung der Garantierückstellung basiert auf den Umsätzen der letzten drei Geschäftsjahren. Es wird erwartet, dass der wesentliche Teil innerhalb der nächsten zwei Jahre anfallen wird. Es besteht eine Bewertungsunsicherheit im Zusammenhang mit der Eintrittswahrscheinlichkeit von Garantiefällen. UmsatzrückstellungenDie Berechnung der Umsatzrückstellungen basiert auf Erfahrungswerten. Es besteht eine Bewertungsunsicherheit im Zusammenhang mit der Eintrittswahrscheinlichkeit von Umsatzgutschriften. VorsorgeverbindlichkeitenFür die Berechnung der Vorsorgeverbindlichkeiten der vorhandenen Vorsorgepläne müssen Annahmen bezüglich diverser Variablen, welche die künftigen Kosten für die Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses bestimmen, getroffen werden. Die gemachten Annahmen haben einen wesentlichen Einfluss auf die Berechnung des Barwertes der Vorsorgeverbindlichkeiten. GoodwillDie erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte wurden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet. Der erzielbare Betrag wird auf Basis der Berechnung eines Nutzungswerts unter Verwendung von Cashflow-Prognosen ermittelt. Die Cashflow-Prognosen basieren auf einem von der Unternehmensleitung erstellten Finanzplan. Aktuelle Entwicklungen wurden berücksichtigt. Die bei der Berechnung des Nutzungswertes bestehenden Schätzungsunsicherheiten sind in Note 6.5 im Detail erläutert. Wertberichtigungen von ForderungenDie Berechnung der Wertberichtigungen von Forderungen basiert auf Erfahrungswerten und zukünftigen Schätzungen über das Ausfallrisiko anhand des Alters der Forderungen. Es besteht eine Bewertungsunsicherheit im Zusammenhang mit der Eintrittswahrscheinlichkeit von Forderungsausfällen. Finanzinstrumente (Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten)Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und beim anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. I. Finanzielle VermögenswerteErstmaliger Ansatz und BewertungFinanzielle Vermögenswerte werden anlässlich der Ersterfassung klassifiziert und zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Klassifizierung finanzieller Vermögenswerte anlässlich der Ersterfassung hängt von den vertraglichen Cashflow Bestimmungen und deren Ausprägungen sowie von dem von Vitra angewendeten Geschäftsmodell ab. Mit den Ausnahmen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bewertet Vitra finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert und im Falle, von Finanzinstrumenten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, zum Transaktionswert. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Transaktionswert gemäss IFRS 15 bewertet. Damit ein finanzieller Vermögenswert zu den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden kann, dürfen sein vertraglichen Cashflows nur Zins- und Tilgungszahlungen aufweisen. Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten, die üblicherweise zu einem zuvor anhand von marktspezifischen Konventionen oder Regulierungen vereinbarten Zeitraum ausgeliefert werden, werden zu diesem Datum erfasst, also zu dem Datum an welchem die Gruppe den finanziellen Vermögenswert kauft oder verkauft. FolgebewertungFür die Folgebewertung werden finanzielle Vermögenswerte in vier Kategorien klassifiziert:
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte (Schuldinstrumente)Diese Kategorie hat die größte Bedeutung für den Konzernabschluss. Der Konzern bewertet finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten, wenn die beiden folgenden Bedingungen erfüllt sind:
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte werden in Folgeperioden unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet und sind auf Wertminderungen zu überprüfen. Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn der Vermögenswert ausgebucht, modifiziert oder wertgemindert wird. Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertete finanzielle Vermögenswerte (Schuldinstrumente)Der Konzern bewertet Schuldinstrumente erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis, wenn die beiden folgenden Bedingungen erfüllt sind:
Bei Schuldinstrumenten, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertet werden, werden Zinserträge, Neubewertungen von Währungsumrechnungsgewinnen und -verlusten sowie Wertminderungsaufwendungen oder Wertaufholungen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst und so berechnet wie bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten. Die verbleibenden Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Bei Ausbuchung wird der im sonstigen Ergebnis erfasste kumulierte Gewinn oder Verlust aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertete finanzielle Vermögenswerte (Eigenkapitalinstrumente)Beim erstmaligen Ansatz kann der Konzern unwiderruflich die Wahl treffen, seine Eigenkapitalinstrumente als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertete Eigenkapitalinstrumente zu klassifizieren, wenn sie die Definition von Eigenkapital nach IAS 32 Finanzinstrumente: Darstellung erfüllen und nicht zu Handelszwecken gehalten werden. Die Klassifizierung erfolgt einzeln für jedes Instrument. Gewinne und Verluste aus diesen finanziellen Vermögenswerten werden niemals in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Dividenden werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als sonstiger Ertrag erfasst, wenn der Rechtsanspruch auf Zahlung besteht, es sei denn, durch die Dividenden wird ein Teil der Anschaffungskosten des finanziellen Vermögenswerts zurückerlangt. In diesem Fall werden die Gewinne im sonstigen Ergebnis erfasst. Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertete Eigenkapitalinstrumente werden nicht auf Wertminderung überprüft. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle VermögenswerteDie Gruppe der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte enthält die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte, finanzielle Vermögenswerte, die beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet eingestuft werden, oder finanzielle Vermögenswerte, die zwingend zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind. Finanzielle Vermögenswerte werden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung oder des Rückkaufs in der nahen Zukunft erworben werden. Derivate, einschließlich getrennt erfasster eingebetteter Derivate, werden ebenfalls als zu Handelszwecken gehalten eingestuft, mit Ausnahme von Derivaten, die als Sicherungsinstrumente designiert wurden und als solche effektiv sind. Finanzielle Vermögenswerte mit Cashflows, die nicht ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen darstellen, werden unabhängig vom Geschäftsmodell als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert und entsprechend bewertet. Ungeachtet der vorstehend erläuterten Kriterien zur Klassifizierung von Schuldinstrumenten in die Kategorien "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet" oder "erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertet" können Schuldinstrumente beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifiziert werden, wenn dadurch eine Rechnungslegungsanomalie beseitigt oder signifikant verringert würde. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte werden in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert erfasst, wobei die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts saldiert in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden. Diese Kategorie umfasst derivative Finanzinstrumente und börsennotierte Eigenkapitalinstrumente, bei denen sich der Konzern nicht unwiderruflich dafür entschieden hat, sie als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertet zu klassifizieren. Dividenden aus börsennotierten Eigenkapitalinstrumenten werden ebenfalls als sonstiger Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, wenn Rechtsanspruch auf Zahlung besteht. Ein in einen hybriden Vertrag eingebettetes Derivat mit einer finanziellen oder nichtfinanziellen Verbindlichkeit als Basisvertrag wird vom Basisvertrag getrennt und separat bilanziert, wenn die wirtschaftlichen Merkmale und Risiken des eingebetteten Derivats nicht eng mit dem Basisvertrag verbunden sind, ein eigenständiges Instrument mit den gleichen Bedingungen wie das eingebettete Derivat die Definition eines Derivats erfüllen würde und der hybride Vertrag nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird. Eingebettete Derivate werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei Änderungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgswirksam erfasst werden. Eine Neubeurteilung erfolgt nur bei einer Änderung von Vertragsbedingungen, wenn es dadurch zu einer signifikanten Änderung der Cashflows kommt, die sich sonst aus dem Vertrag ergeben hätten, oder bei einer Umgliederung eines finanziellen Vermögenswerts aus der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet". Ein Derivat, das in einen hybriden Vertrag eingebettet ist, der einen finanziellen Vermögenswert als Basisvertrag enthält, wird nicht separat bilanziert. Der als Basisvertrag fungierende finanzielle Vermögenswert und das eingebettete Derivat sind in ihrer Gesamtheit als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte zu klassifizieren. AusbuchungEin finanzieller Vermögenswert (bzw. ein Teil eines finanziellen Vermögenswerts oder ein Teil einer Gruppe ähnlicher finanzieller Vermögenswerte) wird hauptsächlich dann ausgebucht, wenn eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt ist:
Wenn der Konzern seine vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows aus einem Vermögenswert überträgt oder eine Durchleitungsvereinbarung eingeht, bewertet er, ob und in welchem Umfang die mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken bei ihm verbleiben. Wenn er im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum an diesem Vermögenswert verbunden sind, weder überträgt noch zurückbehält noch die Verfügungsmacht über den Vermögenswert überträgt, erfasst er den übertragenen Vermögenswert weiterhin im Umfang seines anhaltenden Engagements. In diesem Fall erfasst der Konzern auch eine damit verbundene Verbindlichkeit. Der übertragene Vermögenswert und die damit verbundene Verbindlichkeit werden so bewertet, dass den Rechten und Verpflichtungen, die der Konzern behalten hat, Rechnung getragen wird. Wenn das anhaltende Engagement der Form nach den übertragenen Vermögenswert garantiert, so entspricht der Umfang des anhaltenden Engagements dem niedrigeren Betrag aus dem ursprünglichen Buchwert des Vermögenswerts und dem Höchstbetrag der erhaltenen Gegenleistung, den der Konzern eventuell zurückzahlen müsste. Wertminderung von finanziellen VermögenswertenDer Konzern erfasst bei allen Schuldinstrumenten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, eine Wertberichtigung für erwartete Kreditverluste (ECL). Erwartete Kreditverluste basieren auf der Differenz zwischen den vertraglichen Cashflows, die vertragsgemäß zu zahlen sind, und der Summe der Cashflows, deren Erhalt der Konzern erwartet, abgezinst mit einem Näherungswert des ursprünglichen Effektivzinssatzes. Die erwarteten Cashflows beinhalten die Cashflows aus dem Verkauf der gehaltenen Sicherheiten oder anderer Kreditbesicherungen, die wesentlicher Bestandteil der Vertragsbedingungen sind. Erwartete Kreditverluste werden in zwei Schritten erfasst. Für Finanzinstrumente, deren Ausfallrisiko sich seit dem erstmaligen Ansatz nicht signifikant erhöht hat, wird eine Risikovorsorge in Höhe der erwarteten Kreditverluste erfasst, die auf einem Ausfallereignis innerhalb der nächsten zwölf Monate beruhen (12-Monats-ECL). Für Finanzinstrumente, deren Ausfallrisiko sich seit dem erstmaligen Ansatz signifikant erhöht hat, hat ein Unternehmen eine Risikovorsorge in Höhe der über die Restlaufzeit erwarteten Kreditverluste zu erfassen, unabhängig davon, wann das Ausfallereignis eintritt (Gesamtlaufzeit-ECL). Zur Beurteilung, ob sich das Ausfallrisiko bei einem Finanzinstrument seit der erstmaligen Erfassung signifikant erhöht hat, vergleicht der Konzern das Risiko eines Ausfalls zum Bilanzstichtag mit dem entsprechenden Risiko eines Ausfalls zum Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung. Hierbei berücksichtigt der Konzern sowohl quantitative als auch qualitative Informationen, die angemessen und nachvollziehbar sind, einschliesslich historischer Erfahrungen und zukunftsorientierter Informationen, wie beispielweise Zukunftsaussichten der Branche des Schuldners oder prognostizierte Wirtschaftsinformationen, die sich auf das Kerngeschäfts des Konzerns beziehen. Ein objektiver Hinweis auf Wertminderung liegt vor, wenn ein oder mehrere Ereignisse eingetreten sind, die einen negativen Einfluss auf die geschätzten zukünftigen Cashflows haben. Der Nachweis, dass ein objektiver Hinweis auf Wertminderung vorliegt, beinhaltet die folgenden Ereignisse:
Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerten wendet der Konzern eine vereinfachte Methode zur Berechnung der erwarteten Kreditverluste an. Daher verfolgt er Änderungen des Kreditrisikos nicht nach, sondern erfasst stattdessen zu jedem Abschlussstichtag eine Risikovorsorge auf der Basis der Gesamtlaufzeit-ECL. Der Konzern hat eine Wertberichtigungsmatrix erstellt, die auf seiner bisherigen Erfahrung mit Kreditverlusten basiert und um zukunftsbezogene Faktoren, die für die Kreditnehmer und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen spezifisch sind, angepasst wurde. Der Konzern geht bei einem finanziellen Vermögenswert von einem Ausfall aus, wenn vertragliche Zahlungen 360 Tage überfällig sind. Außerdem kann er in bestimmten Fällen bei einem finanziellen Vermögenswert von einem Ausfall ausgehen, wenn interne oder externe Informationen darauf hindeuten, dass es unwahrscheinlich ist, dass der Konzern die ausstehenden vertraglichen Beträge vollständig erhält, bevor alle von ihm gehaltenen Kreditbesicherungen berücksichtigt werden. Dies ist beispielweise der Fall, wenn der Schuldner sich in einen Liquidations- oder Insolvenzverfahren befindet. Ein finanzieller Vermögenswert wird abgeschrieben, wenn keine begründete Erwartung besteht, dass die vertraglichen Cashflows realisiert werden. Bereits voll abgeschriebene Vermögenswerte können noch Gegenstand von Zwangsvollstreckungsmassnahmen des Konzerns sein. Etwaige daraus erhaltenen Rückflüsse werden bei Eintritt erfolgswirksam erfasst. II. Finanzielle VerbindlichkeitenErstmaliger Ansatz und BewertungFinanzielle Verbindlichkeiten werden beim erstmaligen Ansatz als finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Darlehen, als Verbindlichkeiten oder als Derivate, die als Sicherungsinstrument designiert wurden und als solche effektiv sind, klassifiziert. Sämtliche finanziellen Verbindlichkeiten werden beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet, im Fall von Darlehen und Verbindlichkeiten abzüglich der direkt zurechenbaren Transaktionskosten. FolgebewertungDie Folgebewertung finanzieller Verbindlichkeiten hängt folgendermaßen von deren Klassifizierung ab: Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle VerbindlichkeitenErfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten umfassen die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Verbindlichkeiten sowie andere finanzielle Verbindlichkeiten, die bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifiziert werden. Finanzielle Verbindlichkeiten werden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie für Zwecke des Rückkaufs in der nahen Zukunft eingegangen wurden. Diese Kategorie umfasst auch vom Konzern abgeschlossene derivative Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente in Sicherungsbeziehungen gemäß IFRS 9 designiert sind. Getrennt erfasste eingebettete Derivate werden ebenfalls als zu Handelszwecken gehalten eingestuft, mit Ausnahme von Derivaten, die als Sicherungsinstrumente designiert wurden und als solche effektiv sind. Gewinne oder Verluste aus finanziellen Verbindlichkeiten, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden erfolgswirksam erfasst. Die Einstufung finanzieller Verbindlichkeiten als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet erfolgt zum Zeitpunkt ihrer erstmaligen Erfassung, sofern die Kriterien gemäß IFRS 9 erfüllt sind. DarlehenDie Kategorie "Darlehen" hat die größte Bedeutung für den Konzernabschluss. Nach der erstmaligen Erfassung werden verzinsliche Darlehen unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn die Verbindlichkeiten ausgebucht werden, außerdem im Rahmen von Amortisationen mittels der Effektivzinsmethode. Fortgeführte Anschaffungskosten werden unter Berücksichtigung eines Agios oder Disagios bei Akquisition sowie von Gebühren oder Kosten berechnet, die einen integralen Bestandteil des Effektivzinssatzes darstellen. Die Amortisation mittels der Effektivzinsmethode ist in der Gewinn- und Verlustrechnung als Teil der Finanzaufwendungen enthalten. In diese Kategorie fallen in der Regel verzinsliche Darlehen. AusbuchungEine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die ihr zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, aufgehoben oder erloschen ist. Wird eine bestehende finanzielle Verbindlichkeit durch eine andere finanzielle Verbindlichkeit desselben Kreditgebers mit substanziell anderen Vertragsbedingungen ausgetauscht oder werden die Bedingungen einer bestehenden Verbindlichkeit wesentlich geändert, so wird ein solcher Austausch oder eine solche Änderung als Ausbuchung der ursprünglichen Verbindlichkeit und Ansatz einer neuen Verbindlichkeit behandelt. Die Differenz zwischen den jeweiligen Buchwerten wird erfolgswirksam erfasst. III. Saldierung von FinanzinstrumentenFinanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden saldiert und der Nettobetrag in der Konzernbilanz ausgewiesen, wenn zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein Rechtsanspruch besteht, die erfassten Beträge miteinander zu verrechnen, und beabsichtigt ist, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Realisierung des betreffenden Vermögenswerts die dazugehörige Verbindlichkeit abzulösen. Die nächsten drei Seiten geben eine Übersicht über die per Bilanzstichtag vorhanden Klassen/ Kategorien an finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Die Vergleichszahlen wurden in den neuen Kategorien dargestellt und entsprechend übergeleitet. Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten bezüglich ihrer Bewertungsbasis 31.12.2018
Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten bezüglich ihrer Bewertungsbasis 31.12.2017
Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten bezüglich ihrer Bewertungsbasis 2017
D. Erläuterungen zu den Einzelposten der Bilanz und der Erfolgsrechnung1. Angewandte Wechselkurse
Erfolgsrechnung: Jahresdurchschnittskurse Bilanz: Jahresendkurse 2. Flüssige Mittel
3. Forderungen3.1 gegen Dritte und nahestehende Unternehmen
3.2 gegen verbundene Unternehmen
Die Forderungen sind werthaltig. Die Fälligkeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte stellt sich per Bilanzstichtag wie folgt dar:
Überleitungsrechnung für das Wertberichtigungskonto auf den Forderungen:
Forderungen werden erst vollständig ausgebucht, wenn die Forderung aufgrund einer Insolvenz eines Kunden nicht mehr eingebracht werden kann. In allen anderen Fällen wird die Forderung über ein Wertberichtigungskonto korrigiert. Die weder überfälligen noch wertgeminderten Forderungen bestehen gegenüber Schuldnern mit guter Zahlungsfähigkeit und sind werthaltig. 4.1 Übrige Forderungen
Die Forderungen sind werthaltig. 4.2 Ertragsteuerforderungen
Die Ertragsteuerforderungen beinhalten Körperschaftsteuer- und Gewerbesteuerguthaben. 5. Vorräte
Im Jahr 2018 entstand in den Vorräten ein Aufwand in Höhe von TEUR 1.220 (Vorjahr TEUR 1.658), im Wesentlichen aus Verschrottungen. Dieser wurde im Wareneinsatz erfasst. Davon wurden TEUR 1.014 (Vorjahr TEUR 957) bereits in Vorperioden abgewertet. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter, insbesondere von Verpfändungen. 6. Anlagenspiegel6.1 Sachanlagen
6. Anlagenspiegel6.2 Immaterielles Vermögen
Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten hauptsächlich einen Kundenstamm der Visplay GmbH, welcher über eine Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben wurde und in 2018 abgegangen ist. 6.3 Abschreibungen und Amortisationen Gesamtübersicht
6.4 Unterscheidung immaterielles Vermögen nach befristeter und unbefristeter Nutzungsdauer
6.5 Bewertung des Goodwills/Impairment
Der der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Retail zugeordnete Geschäfts- oder Firmenwert setzt sich aus dem Geschäftsbereich Visplay und die zahlungsmittelgenerierenden Einheit Vitra aus dem Geschäftsbereich Vitra zusammen. Die Geschäfts- oder Firmenwerte wurden einer Werthaltigkeitsprüfung unterzogen. Der für die Prognosen verwendete Abzinsungsatz vor Steuern beträgt für den Goodwill "Retail" 6,50% (Vorjahr 6,50%), sowie für den Goodwill "Vitra" 5,8% (Vorjahr 5,8%). In der zweiten Phase (ewige Rente) wurde mit einem Wachstumsabschlag für den Goodwill "Retail" 0% (Vorjahr 0%), sowie für den Goodwill "Vitra" 1% (Vorjahr 1,0%) gerechnet. Diese entsprechen der geschätzten Entwicklungen der Branche. Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wird auf Basis der Berechnung eines Nutzungswerts unter Verwendung von Cashflow-Prognosen ermittelt. Die Cashflow-Prognosen basieren auf einem von der Unternehmensleitung für einen Zeitraum von 5 Jahren erstellten Finanzplan. Aktuelle Entwicklungen wurden berücksichtigt. Bei der Berechnung des Nutzungswertes bestehen für nachfolgende wesentliche Annahmen Schätzungsunsicherheiten: (a) UmsatzerlöseTrotz inflationsbedingter Preissteigerungen bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Preisschwankungen bei Erzeugnissen, die auf Metallen basieren, wird von langfristig stabilen Bruttogewinnmargen ausgegangen. Wir erwarten leicht steigende Umsatzerlöse mit einer langfristigen Durchschnittsrate von jährlich zwischen 0% bis 10% bei gleichzeitig unterproportional ansteigenden nicht produktionsbezogenen Aufwendungen im Prognosezeitraum (2019 bis 2023). Die Planungsparameter können aufgrund der Entwicklung in der Vergangenheit nachvollzogen werden. (b) AbzinsungssätzeDie Abzinsungssätze spiegeln die Einschätzung der Unternehmensleitung hinsichtlich den dem "Konzern Vitra" zugeordneten spezifischen Risiken wider. Infolge der Analyse identifizierte das Management einen Spielraum von TEUR 107.739 für den Goodwill "Vitra" und sieht keine Wertminderung für diese zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Für den Goodwill "Retail" identifizierte das Management eine Wertminderung in Höhe von TEUR -13.620 zwischen den beizulegenden Zeitwerten und den Buchwerten, der in der GuV-Position Abschreibungen erfasst wurde. Der Wertminderungsaufwand spiegelt die Einschätzung der zukünftigen Marktpotentiale in dem verunsicherten Marktumfeld, in welchem sich die Branche befindet, mit einem erwarteten Nachfragerückgang wieder. Die Unternehmensleitung ist beim Goodwill "Vitra" der Auffassung, dass keine nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich mögliche Änderung einer der zur Bestimmung des Nutzungswerts der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten getroffenen Grundannahmen dazu führen könnte, dass der Buchwert der Einheit ihren erzielbaren Wert wesentlich übersteigt. Durch den erfassten Wertminderungsaufwand beim Goowill "Retail" ist der erzielbare Betrag gleich dem Buchwert. Demzufolge würden eine etwaige ungünstige Entwicklung der wesentlichen Annahmen zu einer weiteren Wertminderung führen. 6.6 Finanzanlagen
Darlehen an Dritte beinhalten hauptsächlich Lieferantendarlehen. Es gelten marktübliche Konditionen. Der Bilanzwert der Darlehen entspricht dem Marktwert. Die Darlehen sind teilweise durch Bürgschaften bzw. Verpfändungen gesichert. 7. Verbindlichkeiten7.1 gegenüber Dritten und nahestehenden Unternehmen
7.2 gegenüber verbundenen Unternehmen
Wo möglich werden Skontoabzüge in Höhe von bis zu 4% geltend gemacht. 8. Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten
9. Langfristige Finanzverbindlichkeiten
Es gibt keine Veränderung der Finanzverbindlichkeiten aus nicht zahlungswirksamen Effekten. 10. Rückstellungen10.1 Kurzfristige Rückstellungen
Umsatzbezogene Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen ungewisse Gutschriften. 10.2 Langfristige Rückstellungen
In den langfristigen Rückstellungen sind in den Veränderungen ein nicht wesentlicher Teil an Zinsen enthalten. 11. EigenkapitalIm laufenden Geschäftsjahr, sowie im Vorjahr fanden keine Ausschüttung statt. 12. Personalaufwand
Im Personalaufwand sind Löhne und Gehälter incl. Sozialabgaben in Höhe von TEUR 47.506 (Vorjahr TEUR 46.270), sowie Kosten der Altersvorsorge in Höhe von TEUR 341 (Vorjahr TEUR 329) enthalten. 13. Sonstige betriebliche Aufwände13.1 Betriebsaufwand
13.2 Vertriebsaufwand
13.3 Verwaltungsaufwand
13.4 Sonstige betriebliche Erträge
14. Finanzergebnis
15. Steuern
Der anwendbare Steuersatz beträgt 29,2% (Vorjahr: 29,2%). Dieser entspricht dem Steuersatz der Muttergesellschaft. Die effektive Steuerbelastung weicht aus folgenden Gründen vom erwarteten Steueraufwand ab:
Die latenten Steuerguthaben und -verbindlichkeiten entstehen aufgrund von Bewertungsdifferenzen zwischen den Gruppen- und Steuerwerten und betreffen die folgenden Bilanzpositionen:
Zum 31. Dezember 2018 sind wie im Vorjahr keine passiven latenten Steuern auf nicht ausgeschüttete Gewinne der Tochtergesellschaften erfasst, da die Gewinnausschüttungen aufgrund der bestehenden Steuerabkommen der involvierten Länder zumeist keine steuerlichen Konsequenzen verursachen und der Konzern die Gewinnausschüttung kontrollieren kann.
1) Die latenten Steuerforderungen resultieren im
Wesentlichen aus dem Unterschiedsbetrag des
Anlagevermögens der deutschen Gesellschaften.
16. PensionsverpflichtungNeben den staatlich geregelten Sozialversicherungen bestehen im Teilkonzern, mit Ausnahme von Deutschland, keine Vorsorgeeinrichtungen. Die Pensionskosten sind im Personalaufwand erhalten. DeutschlandDie Vorsorgeverpflichtungen der deutschen Gruppengesellschaften basieren auf einem leistungsorientierten Plan. Die Li die versicherten Mitarbeiter werden dabei überwiegend mit einem festen Betrag pro Dienstjahr berechnet. Die Höhe der Invalidenrente ist von den zurückgelegten Dienstjahren bei Eintritt des Versorgungsfalles und der vorgenommenen Gruppe abhängig. Insgesamt bestehen vier Gruppen von Versorgungsberechtigten mit unterschiedlichen Ruhegeldansprüchen notwendigen versicherungsmathematischen Bewertungen werden jährlich vorgenommen. Es bestehen Leistungszusagen für Alters- und Witwenrenten. Die Witwenrente beträgt 60% der Rente, auf die der Berechtigte Ableben Anspruch oder Anwartschaft hatte. Für die Ermittlung der Pensionsverpflichtungen des leistungsorientierten F folgende Annahmen getroffen: Diskontsatz 1,75% (Vj 1,55%), Rentenentwicklung/Inflation 1,50% (Vj 1 versicherungsmathematischen Berechnungen erfolgen gemäß den Bestimmungen von IAS 19 nach der "projected method". Das Versorgungswerk ist geschlossen. Ein Planvermögen zur Erfüllung der Pensionsverpflichtung existiert nicht.
Die vorstehende Sensivitätsanalyse wurde mittels eines Verfahrens durchgeführt, welches die Auswirkung realistischer der wichtigsten Annahmen zum Ende des Berichtszeitraums auf die leistungsorientierten Verpflichtungen extrapoliert. H für die Erstellung der Sensivitätsanalyse verwendeten Methoden und getroffenen Annahmen ergeben sich gegenüber keine Veränderungen.
Bei den Arbeitgeberbeiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung in Deutschland handelt es sich um Zahlungen in eine Beitragsplan. Diese betrugen im Berichtsjahr 2.703 EUR. 17. Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten17.1 Beizulegender ZeitwertDie nachfolgende Tabelle zeigt, gegliedert nach Kategorien, Buchwerte und beizulegende Zeitwerte, sämtliche im Konzern erfassten Finanzinstrumente mit Ausnahme derer, deren Buchwerte angemessene Annäherungen des beizulegenden Zeitwerts sind:
Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten, mit Ausnahme der oben aufgeführten Positionen, entsprechen annähernd den beizulegenden Zeitwerten. Die beizulegenden Zeitwerte der verzinslichen Darlehen werden mittels der Discounted-Cashflow-Methode ermittelt. Dabei wird ein Abzinsungssatz zugrunde gelegt, der den Fremdfinanzierungszinssatz des Emittenten zum Ende des Berichtszeitraums widerspiegelt. Das eigentliche Nichterfüllungsrisiko wurde zum 31. Dezember 2018 als gering eingestuft. Sämtliche beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten sind der Hierarchiestufe 2 zuzuordnen. Im Berichtsjahr und im Vorjahr gab es keine Umgruppierung zwischen den Stufen der Bewertungshierarchien. E. Sonstige Angaben1. Art und Umfang finanzieller RisikenMarktrisikoDas Marktrisiko beinhaltet die Auswirkungen von Wechselkurs-, Zinssatzänderungen und andere Marktwertverändungen auf die Vermögens- und Ertragslage des Konzerns. WährungsrisikoDie Vitra Gruppe ist aufgrund internationaler Ausrichtung im Grunde Fremdwährungsrisiken ausgesetzt. Diese Fremwährungsrisiken treten bei Transaktionen auf, welche in von der Funktionalwährung der betroffenen Gesellschaft unterschiedlichen Währungen stattfinden. Die Währungsrisiken aus den Hauptwährungen sind über die Gesamtgruppe abgesichert, so dass bei der Vitra Gruppe keine wesentlichen Währungsrisiken vorliegen. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Währungsrisiken aus den kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten, bei denen die Währung von der Funktionalwährung der Einzelgesellschaft abweicht: Währungsrisiken Forderungen / Verbindlichkeiten2018 (in TEUR)
2018 (in TEUR)
2017 (in TEUR)
2017 (in TEUR)
ZinssatzrisikenZinssatzrisiken ergeben sich aus Zinssatzänderungen, die negative Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage haben könnten. Zinssatzschwankungen führen zu Veränderungen des Zinsertrages und -aufwandes der verzinslichen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Das Risikomanagement wird auf Ebene der Gesamtgruppe durchgeführt. Die Vitra Gruppe hat für die wesentlichen Fremdkapitalfinanzierungen und Anlagen von Mitteln variable Zinssätze vereinbart. Eine Aufteilung hierzu ist in der Angabe 17 dargestellt. Die folgende Tabelle zeigt das Zinsrisiko für am Bilanzstichtag bestehende finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit variablem Zinssatzvereinbarungen. Zinsrisiko
(variable Zinssätze)
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| Sensitivitätsanalyse |
2018
TEUR |
2017
TEUR |
| Zinserhöhung 1% (Mehrertrag p. a.) | 581 | 556 |
| Zinssenkung 1% (Minderertrag p.a.) | (581) | (556) |
| Sensitivitätsanalyse |
2018
TEUR |
2017
TEUR |
| Zinserhöhung 1% (Mehraufwand p.a.) | 2.109 | 1.930 |
| Zinssenkung 1% (Minderaufwand p.a.) | (2.109) | (1.930) |
Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen die marktüblichen Kreditrisiken, die durch ein entsprechendes Risikomanagement überwacht werden. Das Risikomanagement wird auf Ebene der Gesamtgruppe durchgeführt.
Das maximale Kreditrisiko ist durch die Buchwerte der finanziellen Aktiven in der konsolidierten Bilanz ausgewiesen.
Die folgende Tabelle zeigt die erwarteten Geldzuflüsse der finanziellen Vermögenswerten in einer Zeitachse:
| zukünftige Cashflows (inkl. Zinsen) | |||||
| bis 3 Mte. | bis 1 Jahr | bis 5 Jahre | länger | ||
| Flüssige Mittel/Wertschriften | 778 | 778 | 0 | 0 | 0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 13.217 | 13.217 | 0 | 0 | 0 |
| Forderungen gegen Verbundene | 9.781 | 9.781 | 0 | 0 | 0 |
| Forderungen gegen Nahestehende | 56.705 | 56.708 | 0 | 0 | 0 |
| Übrige Forderungen | 931 | 688 | 243 | 0 | 0 |
| Finanzanlagen | 1.640 | 74 | 197 | 960 | 432 |
| Total | 83.052 | 81.246 | 440 | 960 | 432 |
| 100,0% | 97,8% | 0,5% | 1,2% | 0,5% | |
| zukünftige Cashflows (inkl. Zinsen) | |||||
| bis 3 Mte. | bis 1 Jahr | bis 5 Jahre | länger | ||
| Flüssige Mittel/Wertschriften | 393 | 393 | 0 | 0 | 0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 13.294 | 13.211 | 83 | 0 | 0 |
| Forderungen gegen Verbundene | 3.703 | 3.703 | 0 | 0 | 0 |
| Forderungen gegen Nahestehende | 56.088 | 56.090 | 0 | 0 | 0 |
| Übrige Forderungen | 640 | 105 | 535 | 0 | 0 |
| Finanzanlagen | 1.951 | 89 | 204 | 1.009 | 672 |
| Total | 76.069 | 73.591 | 822 | 1.009 | 672 |
| 100,0% | 96,7% | 1,1% | 1,3% | 0,9% | |
Es bestehen ausreichend fest zugesagte Kreditlinien, die gewährleisten, dass die Vitra Gruppe die finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen kann.
Die folgende Tabelle zeigt die erwarteten Geldabflüsse der finanziellen Verbindlichkeiten in einer Zeitachse:
| Buchwerte | zukünftige Cashflows (inkl. Zinsen) Buchwerte | |||||
| 31.12.2018 | 31.12.2018 | bis 3 Mte. | bis 1 Jahr | bis 5 Jahre | länger | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 13.489 | 13.489 | 13.461 | 28 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Nahestehenden | 21.806 | 21.806 | 21.806 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Verbundenen | 1.880 | 1.880 | 1.880 | 0 | 0 | 0 |
| Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten | 1.823 | 1.823 | 864 | 959 | 0 | 0 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 189.938 | 191.404 | 366 | 1.099 | 189.938 | 0 |
| Total | 228.936 | 230.402 | 38.377 | 2.086 | 189.938 | 0 |
| 100,0% | 16,7% | 0,9% | 82,4% | 0,0% | ||
| Buchwerte | zukünftige Cashflows (inkl. Zinsen) Buchwerte | |||||
| 31.12.2017 | 31.12.2017 | bis 3 Mte. | bis 1 Jahr | bis 5 Jahre | länger | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 11.903 | 11.903 | 11.903 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Nahestehenden | 9.758 | 9.758 | 9.758 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Verbundenen | 5.775 | 5.775 | 5.775 | 0 | 0 | 0 |
| Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten | 1.261 | 1.261 | 45 | 1.216 | 0 | 0 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 185.000 | 186.352 | 338 | 1.014 | 185.000 | 0 |
| Total | 213.697 | 215.049 | 27.819 | 2.230 | 185.000 | 0 |
| 100,0% | 12,9% | 1,0% | 86,0% | 0,0% | ||
Ziele der Kapitalbewirtschaftung sind:
| ― |
Wahrung einer gesunden und soliden Bilanzstruktur auf Basis von Fortführungswerten |
| ― |
Sicherstellung des notwendigen finanziellen Handlungsspielraums für zukünftige Investitionen |
| ― |
Erzielung einer risikoadäquaten Rendite auf das eingesetzte Kapital. |
Die Gruppe steuert das Eigenkapital mittels der Eigenkapitalquote und der Quote der langfristigen Finanzverbindlichkeiten. Die Rendite des eingesetzten Kapitals wird auf Ebene der Gesamtgruppe jedoch nicht für den hier abgebildeten konsolidierten Abschluss ermittelt.
Am 31. Dezember 2018 und am 31. Dezember 2017 bestanden keine Eventualverbindlichkeiten.
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2018
TEUR |
2017
TEUR |
|
| Zukünftige Leasingzahlungen aus Leasingverträgen | ||
| Im Lauf des 1. Jahres | 0 | 0 |
| Im Lauf des 2. bis 5. Jahres | 0 | 0 |
| Nach dem 5. Jahr | 0 | 0 |
| 0 | 0 |
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2018
TEUR |
2017
TEUR |
|
| Aufwand des Jahres | 7 | 0 |
| 7 | 0 |
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2018
TEUR |
2017
TEUR |
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| Zukünftige Mietzahlungen aus Mietverträgen | ||
| Im Lauf des 1. Jahres | 18.299 | 18.674 |
| Im Lauf des 2. bis 5. Jahres | 74.230 | 73.985 |
| Nach dem 5. Jahr | 138.165 | 61.375 |
| 230.694 | 154.034 |
Bei langfristigen Mietverträgen sind preisindexbezogene Anpassungsklauseln vereinbart.
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2018
TEUR |
2017
TEUR |
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| Aufwand des Jahres | 18.908 | 19.033 |
| 18.908 | 19.033 |
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2018
TEUR |
2017
TEUR |
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| Im Lauf des 1. Jahres | 13 | 21 |
| Im Lauf des 2. bis 5. Jahres | 25 | 33 |
| Nach dem 5. Jahr | 11 | 20 |
| 49 | 74 |
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2018
TEUR |
2017
TEUR |
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| Aufwand des Jahres | 488 | 241 |
| 488 | 241 |
Finanzierungs-Leasing ist nicht vorhanden.
Grundsätzlich erhalten die Mitglieder des Managements jährlich vereinbarte Gehälter und geschäftsmäßig begründete Spesenentschädigungen. Die Festsetzung dieser Gehälter erfolgt durch die Ausschüsse des Verwaltungsrats resp. des Group Managements. Die Auszahlungen werden durch definierte Kontrollinstanzen (CFO + Head of HR) geprüft und freigegeben. Es bestehen keine Aktien- oder Optionspläne.
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2018
TEUR |
2017
TEUR |
|
| Kurzfristige Leistungen aus laufenden Bezügen | 758 | 860 |
| 758 | 860 |
Es wurden keine zusätzliche Leistungen, wie
| ― |
sonstige langfristige Leistungen |
| ― |
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses |
| ― |
Kapitalbeteiligungsleistungen |
| ― |
Darlehen |
gewährt.
Alle Verpflichtungen, inklusive Kauf- und Verkaufsverpflichtungen von Waren, sind nicht höher als die derzeitigen Marktwerte und entsprechen den üblichen Geschäftsbedingungen.
Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse eingetreten, welche auf den vorliegenden Abschluss einen wesentlichen Einfluss hätten.
| Name der Gesellschaft | Zweck | Anteil 2018 | Anteil 2017 |
| Vitra Holding GmbH, Weil am Rhein | Holding/Administration | 100% | 100% |
| a-factory oy, Helsinki, FI | Produktion | 100% | 100% |
| Artek GmbH, Berlin | Dienstleistungen | 100% | 100% |
| Contura GmbH, Neuenburg | Produktion | 100% | 100% |
| Modo GmbH, Weil am Rhein | Produktion | 100% | 100% |
| Rega Metallverarbeitung GmbH, Weil am Rhein *1 | Produktion | 100% | 0% |
| Rega-Metall Fémfeldolgozó Kft., Táborfalva, HU *1 | Produktion | 100% | 0% |
| Visplay Factory GmbH (vormals Vitra Systems Operations GmbH), Weil am Rhein | Produktion, Logistik | 100% | 100% |
| Visplay GmbH (vormals Vitra Retail Systems GmbH), Weil am Rhein | Produktion, Vertrieb | 100% | 100% |
| Visplay Inc., Allentown, US *1 | Vertrieb | 100% | 0% |
| Visplay India Private Ltd., Mumbai, IN | Vertrieb | 100% | 100% |
| Vitra Design Museum GmbH, Weil am Rhein | Museum | 100% | 100% |
| Vitra Factory GmbH, Weil am Rhein | Produktion | 100% | 100% |
| Vitra Factory Inc., New York, US | Produktion | 100% | 100% |
| Vitra Factory Kft., Szombathely, HU | Produktion | 100% | 100% |
| Vitra GmbH, Weil am Rhein | Vertrieb | 100% | 100% |
| Vitra HR Services GmbH, Weil am Rhein *1 | Administration | 100% | 0% |
| Vitra Services GmbH (vormals Vitra Central GmbH), Weil am Rhein | Administration | 100% | 100% |
| Vitra Stores GmbH, Weil am Rhein | Vertrieb | 100% | 100% |
In 2018 wurden verschiedene Gesellschaften aus dem Teilkonzern der Vitra Holding AG, Schweiz übertragen. Die Vitra Holding AG und die Vitra Holding GmbH unterstehen einer gemeinsamen Führung. Es handelt sich um eine Übertragung unter "common control", IFRS 3 kommt somit nicht zur Anwendung. Für die Übertragung wurde die "Pooling of Interest Methode" angewandt. Die Bewertung der übertragenen Vermögenswerte und Schulden erfolgte zu den Buchwerten zum Zeitpunkt der Übertragung. Hierzu gehören folgende Gesellschaften:
| Name der Gesellschaft | Zweck |
| Rega Metallverarbeitung GmbH, Weil am Rhein, DE | Produktion |
| Rega-Metall Fémfeldolgozó Kft., Táborfalva, HU | Produktion |
| Visplay Inc., Allentown, US | Vertrieb |
| Vitra HR Services GmbH, Weil am Rhein, DE | Administration |
Der Kaufpreis betrug TEUR 214 in bar. Das zugegangene Netto-Vermögen betrug TEUR 1.190 und der Unterschied wurde dem Gewinnvortrag zugewiesen.
Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die nach Hauptkategorien gegliederten Vermögenswerte und Schulden der zugegangenen Gesellschaften:
| Vermögenswerte | TEUR |
| Flüssige Mittel | 300 |
| Kontokorrentforderungen | 2.636 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.464 |
| Übrige Forderungen | 408 |
| Ertragsteuerforderungen | 366 |
| Vorräte | 4.295 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 9.469 |
| Sachanlagen | 3.534 |
| Immaterielles Vermögen | 2 |
| Latente Steuerguthaben | 400 |
| Langfristige Vermögenswerte | 3.936 |
| Total Vermögenswerte | 13.405 |
| Schulden | |
| Kontokorrentverbindlichkeiten | 3.419 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.343 |
| Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten | 1.294 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 27 |
| Steuerrückstellungen | 82 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 7.165 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 4.938 |
| Langfristige Rückstellungen | 112 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 5.050 |
| Total Schulden | 12.215 |
| 2018 | 2017 | |
| Angestellte (inkl. Teilzeit) | 426 | 420 |
| Gewerbliche Arbeitnehmer (inkl. Teilzeit) | 410 | 251 |
| 836 | 671 |
|
2018
TEUR |
2017
TEUR |
|
| Honorar für die Abschlussprüfungen | 87 | 114 |
| davon aperiodisch | 0 | 17 |
| Honorar für Steuerberatungsleistungen | 0 | 0 |
| davon aperiodisch | 0 | 0 |
| Sonstige Bestätigungen | 0 | 0 |
| Sonstige Leistungen | 0 | 0 |
| 87 | 114 |
Die in diesen konsolidierten Abschluss einbezogenen und im Anteilsbesitz aufgeführten inländischen Tochterunternehmen nehmen die Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch.
Zu Geschäftsführern bestellt sind:
| Nora Fehlbaum, CEO, Basel/Schweiz - einzeln vertretungsberechtigt - | |
| Sonja Hornberger, Chief Human Resources Officer, Stuttgart - gemeinsam vertretungsberechtigt oder zusammen mit einem Prokuristen - | - bestellt per 10. Juli 2019 |
| Wolfgang Lange, Chief Marketing Officer, Basel/Schweiz - gemeinsam vertretungsberechtigt oder zusammen mit einem Prokuristen - | - bestellt per 17. Juli 2019 |
| Aglaia Lüthy, Chief Operations Officer, Magden/Schweiz - gemeinsam vertretungsberechtigt oder zusammen mit einem Prokuristen - | - bestellt per 2. April 2019 |
| Rudolf Pütz, Market Leader Germany, Albbruck - gemeinsam vertretungsberechtigt oder zusammen mit einem Prokuristen - | |
| Martin Sesiani, Head of Human Resources, Kandern - gemeinsam vertretungsberechtigt oder zusammen mit einem Prokuristen - | - bestellt per 17. Juli 2019 |
| Christian Vetterer, CEO Visplay, Maulburg - gemeinsam vertretungsberechtigt oder zusammen mit einem Prokuristen - | |
| Mark Macus, CFO, Uster/Schweiz - gemeinsam vertretungsberechtigt oder zusammen mit einem Prokuristen - | - abberufen per 10. Juli 2019 |
| Harry Schöpflin, Head of Finance & Admin Market Germany, Wittlingen - gemeinsam vertretungsberechtigt oder zusammen mit einem Prokuristen - | - abberufen per 13. September 2019 |
Der Konzernabschluss wurde von der Geschäftsleitung aufgestellt und am 11. November 2019 verabschiedet.
Weil am Rhein, 11. November 2019
Nora Fehlbaum
Sonja Hornberger
Wolfgang Lange
Aglaia Lüthy
Rudolf Pütz
Martin Sesiani
Christian Vetterer
Die Geschäftstätigkeit der Gruppe erstreckt sich auf die Produktion sowie den nationalen und internationalen Vertrieb von Möbeln für Büroausstattungen (Stühle und Systeme), den Heimbereich und für den öffentlichen Bereich. Vitra setzt auf die Kraft guten Designs, um die Qualität von Büros, Wohnräumen und öffentlichen Einrichtungen nachhaltig zu verbessern. Vitra ist insbesondere in Deutschland direkt am Markt vertreten. Die internationalen Märkte werden über Vitra-Unternehmen bedient, die nicht im Konsolidierungskreis der Vitra Holding GmbH enthalten sind.
Zudem fertigt und vertreibt die Gruppe Produkte, welche in Ladenbausystemen verwendet werden, die Aktivitäten des Bereichs Visplay. Dieser Bereich wurde im Berichtsjahr neu ausgerichtet. Dies umfasste unter anderem die folgenden, 2018 abgeschlossenen Maßnahmen:
| ― |
Neuformierung der Visplay Gesellschaften im Rahmen des deutschen Teilkonzerns Vitra Holding GmbH. Dazu hat die Visplay GmbH aus dem Gesamtkonzern der Vitra Holding AG, Birsfelden/ Schweiz die Gesellschaften Visplay Factory GmbH, Weil am Rhein/ Deutschland, Visplay, Inc., Allentown/ USA, Rega-Metall Fémfeldolgozó Kft., Táborfalva/ Ungarn und Rega Metallverarbeitung GmbH, Weil am Rhein/ Deutschland, erworben. Dies stellt somit eine Veränderung des Konsolidierungskreises (Zugänge) dar. |
| ― |
Schließung der verlustbringenden Rega Metallverarbeitung GmbH. |
| ― |
Stärkung des Eigenkapitals durch Vitra Holding AG mittels einer Zuführung in die Kapitalrücklagen von EUR 10,0 Mio. |
| ― |
Im Zuge des Abschlusses des in 2019 anstehenden Restrukturierungsprogramms wird die Visplay Factory GmbH in 2019 auf die Visplay GmbH verschmolzen werden. |
Unabhängig von der Neuausrichtung des Geschäftsbereichs Visplay und den damit verbundenen Veränderungen im Konsolidierungskreis der Vitra Holding GmbH, wurde die Vitra HR Services GmbH, Weil am Rhein/ Deutschland aus dem Gesamtkonzern der Vitra Holding AG, Birsfelden/ Schweiz in den Konsolidierungskreis des Teilkonzernes der Vitra Holding GmbH übernommen. Im laufenden Geschäftsjahr 2019 werden zur Vereinfachung der Struktur die Gesellschaften Vitra Stores GmbH, Artek GmbH und Vitra HR Services GmbH auf die Vitra Central GmbH verschmolzen. Letztere wird in diesem Zusammenhang auf Vitra Services GmbH umfirmiert.
Das Jahr 2018 war geprägt von einem sich weltweit abschwächenden, aber akzeptablen konjunkturellen Umfeld. Sowohl in direkt als auch indirekt bedienten Märkten der Vitra-Gruppe hat teilweise Zurückhaltung bei Investitionen die Umsatzdynamik gebremst.
Die branchenbezogenen Rahmenbedingungen waren im Berichtsjahr weniger günstig als in den Vorjahren und von erhöhtem Wettbewerbsdruck geprägt. Dies hat insbesondere den Bereich Visplay mit seinen Produkten für den Ladenbau betroffen. Diese kurzfristige und von Branchenanalysten erwartete Eintrübung stellt die langfristig positiven Zukunftsaussichten allerdings nicht in Frage.
2018 war für Vitra besonders in den Bereichen Büroausstattung, Home und Public Seating ansprechend und positiv. Alle Vertriebskanäle haben zu diesem Ergebnis beigetragen. Im Berichtsjahr hat Vitra ferner den eCommerce neu positioniert und eine globale Plattform lanciert, die auf einzelne Märkte zugeschnittene Onlineangebote bietet.
Weiterhin enttäuschend verlief dagegen die Entwicklung im Bereich Visplay. Die negative Geschäftsentwicklung erforderte tiefgreifende strukturelle und weitere bilanzielle Maßnahmen zur operativen Verbesserung. Diese Schritte konnten im Berichtsjahr noch nicht abgeschlossen werden; sie werden im Verlauf des Geschäftsjahres 2019 zu Ende geführt.
| In TEUR | 2018 | 2017 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | 122.153 | 47,3% | 102.579 | 40,7% |
| Langfristige Vermögenswerte | 136.077 | 52,7% | 149.467 | 59,3% |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 45.840 | 17,8% | 39.177 | 15,5% |
| Langfristige Verbindlichkeiten und Eigenkapital | 212.390 | 82,2% | 212.869 | 84,5% |
| Bilanzsumme | 258.230 | 100% | 252.046 | 100% |
Die Bilanz zum 31. Dezember 2018 enthält im Zuge der Veränderung des Konsolidierungskreises die erstmalig konsolidierten Gesellschaften. Aufgrund der bereits gegebenen gemeinsamen Beherrschung handelt es sich um Zugänge unter "common control."
Die Nettoliquidität (Saldo kurzfristiger Vermögenswerte und kurzfristiger Verbindlichkeiten) der Gruppe hat sich weiter von TEUR 63.402 auf TEUR 76.313 verbessert. Spiegelbildlich ist die Gruppe weiterhin solide langfristig durch Darlehen und Eigenkapital finanziert, welche 82% der Gesamtfinanzierung erreichen.
Der Veränderung der kurzfristigen Vermögenswerte ist auf verschiedene Ursachen zurückzuführen, so waren die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit TEUR 13.217 gegenüber dem Vorjahr (TEUR 13.294) stabil, wohingegen sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 6.078 auf TEUR 9.781 erhöhten. Das Vorratsvermögen hat weiter von TEUR 26.689 auf TEUR 38.387 stark zugenommen. Vom Lageraufbau entfallen TEUR 3.794 auf den Zugang der Rega-Metall Kft. zum Konsolidierungskreis. Der übrige Lageraufbau ist zu einem bedeutenden Anteil bedingt durch Maßnahmen zur Verbesserung der Lieferfähigkeit.
Die in den Positionen kurzfristige Vermögenswerte resp. kurzfristige Verbindlichkeiten ausgewiesenen Forderungen / Verbindlichkeiten gegen nahestehende Unternehmen sind gesamthaft zu beurteilen und beinhalten im Wesentlichen die Kontokorrent-Positionen der Vitra Holding GmbH.
Die langfristigen Vermögenswerte haben sich infolge der Abschreibung auf den dem Geschäftsbereich Retail zuzuordnenden Goodwill in Höhe von TEUR 13.620 auf TEUR 136.077 verringert.
Zur Stärkung des Eigenkapitals wurden durch die Vitra Holding AG TEUR 10.000 den Kapitalrücklagen zugeführt. So konnte der negative Cashflow aus betrieblicher Aktivität (TEUR -18.495) und die Abnahme der flüssigen Mittel durch die Kapitalzuführung (Cashflow aus Finanzierungstätigkeit TEUR 10.000) teilweise kompensiert werden.
Wesentliches Ziel unseres Finanzmanagements ist die Zahlungsfähigkeit der Unternehmensgruppe, die im abgelaufenen Geschäftsjahr vollumfänglich sichergestellt war.
| In TEUR | 2018 | 2017 | ||
| Umsatzerlöse | 297.571 | 299.633 | ||
| Bestandsveränderungen | 5.737 | 1.973 | ||
| Gesamtleistung | 303.308 | 100,0% | 301.606 | 100,0% |
| Materialaufwand und Vorleistungen | (197.603) | -65,1% | (191.933) | -63,6% |
| Personalaufwand | (48.583) | -16,0% | (47.563) | -15,8% |
| Abschreibungen | (20.169) | -6,7% | (12.631) | -4,2% |
| Sonst. betrieblicher Aufwand Netto | (48.650) | -16,0% | (44.760) | -14,8% |
| Betriebsergebnis | (11.697) | -3,9% | 4.719 | 1,6% |
| Konzernverlust | (15.322) | (1.831) | ||
Der konsolidierte Umsatz hat sich um 0,7% auf TEUR 297.571 zurückgebildet. Hauptursache war die Kontraktion im Segment Retail um 7,9%. Damit hat sich die erwartete negative Entwicklung des Vorjahres im Bereich Retail weiter verschärft und Kapazitätsanpassungsmaßnahmen im Geschäftsjahr 2018 erfordert. Die Umsatzerlöse im deutlich größeren Segment Vitra - mit den Bereichen Home, Office und Public Seating - sind dagegen leicht gestiegen, was im Rahmen der Vorjahresprognose lag.
Der Bruttobeitrag nach Material und Vorleistungen im Vergleich zur Gesamtleistung hat sich von 36,4% auf 34,9% abgeschwächt. Der Aufwand für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ist in Bezug zur Gesamtleistung weiter von 52,3% auf 53,7% angestiegen, während der Aufwand für bezogene Leistungen unverändert bei 11,4% gehalten werden konnte. Der überproportionale Anstieg der Materialaufwendungen ist im Wesentlichen auf enthaltene Sonderkosten von EUR 5,5 Mio. aus der Restrukturierung in den vorgelagerten Stufen des Bereiches Visplay mit den beiden Gesellschaften, Rega-Metall Femfeldolgozo Kft., Taborfalva/ Ungarn und Rega Metallverarbeitung GmbH, Weil am Rhein/ Deutschland, zurückzuführen. Bei der Rega Metallverarbeitung GmbH lagen die außergewöhnlichen Aufwendungen in der Einstellung des operativen Geschäftsbetriebs begründet.
Die Personalaufwandsquote hat sich leicht von 15,8% auf 16,0% verschlechtert.
Die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer hat sich durch die Veränderungen im Konsolidierungskreis deutlich von 671 auf 836 erhöht. Der Personalaufbau betraf im Wesentlichen die neu im Konsolidierungskreis enthaltene Rega-Metall Femfeldolgozo Kft., Taborfalva, Ungarn, was anteilig berücksichtigt wurde. Damit hat sich der Umsatz pro Mitarbeiter von TEUR 447 auf TEUR 357 (2018) verringert. Der Rückgang ist jedoch auf die nun erhöhte Fertigungstiefe zurückzuführen und stellt somit kein Indikator für eine Abschwächung der Ertragskraft von Vitra dar.
Die Abschreibungen sind von EUR 12,6 Mio. auf EUR 20,2 Mio. (2018) angestiegen und enthalten neben den nicht wesentlich veränderten Abschreibungen auf Sachanlagevermögen von EUR 6,5 Mio. (2017 EUR 6,7 Mio.) außerplanmäßige Wertberichtigungen auf Goodwill von EUR 13,6 Mio. (2017 EUR 4,3 Mio.), was dem Segment Retail zuzuordnen ist. Der Anstieg des Wertberichtigungsbedarfs begründet sich in den Ergebnissen, welche eine Restrukturierung notwendig machten, und in den auf dieser schwachen Basis neu einzuschätzenden Zukunftsaussichten. Die im Vorjahr noch enthaltene Abschreibung auf übrige Immaterielles Vermögen vom EUR 1,6 Mio. ist im Jahr 2018 entfallen, da der betreffende Vermögensgegenstand damit vollständig abgeschrieben war.
Die Investitionen lagen mit EUR 4,7 Mio. unter den betrieblichen Abschreibungen von EUR 6,5 Mio. und unter dem Vorjahreswert.
Das Konzernergebnis 2018 der Vitra Holding GmbH war geprägt durch außerordentliche Vorgänge. Die Entwicklung im Bereich Retail erforderte die Einleitung von Korrekturmaßnahmen mit den in der folgenden Tabelle aufgezeigten Kostenfolgen.
| in TEUR | 2018 | 2017 | ||||
| Konzernergebnis | Sonderkosten | Bereinigtes Ergebnis | Konzernergebnis | Sonderkosten | ||
| Umsatzerlöse | 298.576 | 298.576 | 299.633 | |||
| Bestandsveränderungen | 5.737 | 5.737 | 1.973 | |||
| Gesamtleistung | 303.308 | 303.308 | 100,0% | 301 .606 | ||
| Materialaufwand und Vorleistungen | -197.603 | -5.537 | -192.066 | 63,3% | -191.933 | |
| Personalaufwand | -48.583 | -189 | -48.394 | 16,0% | -47.563 | |
| Abschreibungen | -20.169 | -13.620 | -6.549 | 2,2% | -12.631 | -4.337 |
| Sonst. Betrieblicher Aufwand Netto | -48.650 | -474 | -48.176 | 15,9% | -44.760 | |
| Betriebsergebnis | -11.697 | -19.820 | 8.123 | 2,7% | 4.719 | -4.337 |
| Konzernverlust | -15.322 | -1.831 | ||||
| in TEUR | 2017 | |
| Bereinigtes Ergebnis | ||
| Umsatzerlöse | 299.633 | |
| Bestandsveränderungen | 1.973 | |
| Gesamtleistung | 301 .606 | 100,0% |
| Materialaufwand und Vorleistungen | -191.933 | 63,6% |
| Personalaufwand | -47.563 | |
| Abschreibungen | -8.294 | |
| Sonst. Betrieblicher Aufwand Netto | -44.760 | |
| Betriebsergebnis | 9.056 | 3,0% |
| Konzernverlust | ||
Die Restrukturierungskosten sind im Bereich Visplay angesiedelt und betreffen durch die Neuordnung der Vorstufe in der Wertschöpfungskette hauptsächlich den Materialaufwand sowie in geringerem Umfang Personal- und sonstige Aufwandspositionen. Das Kerngeschäft im Bereich Vitra hat sich in 2018 erwartungsgemäß entwickelt. Um die Vergleichbarkeit im Zeitablauf sicherzustellen, wurde die Goodwillabschreibung Visplay in beiden Geschäftsjahren bereinigt. Diese Analyse zeigt zudem, dass die um Sondervorgänge bereinigte betriebliche Ertragskraft der Vitra Holding GmbH mit einer Betriebsgewinnmarge von rund 3% unverändert solide ist.
Die Vitra Gruppe beschäftigt qualifiziertes und engagiertes Fachpersonal. Der Personalbestand stieg im Geschäftsjahr kontinuierlich an. Die Rate der Fluktuation ist gering. Der prozentuale Anteil der Personalkosten liegt im Rahmen der Jahresplanung. Der Ausbildung junger Menschen fühlt sich Vitra in besondere Weise verpflichtet. So bestehen derzeit 31 Ausbildungsverhältnisse, weitere sind in Planung. Weiterbildungsmaßnahmen werden entsprechend den betrieblichen Bedürfnissen durchgeführt. Sozialleistungen werden in üblichem Maße erbracht. Arbeitsschutzmaßnahmen werden entsprechend den gesetzlichen Anforderungen eingehalten.
Nachhaltigkeit ist ein fester Bestandteil unserer Unternehmenskultur und so ist ein effizienter Einsatz von Rohstoffen und Energie, Recycling und Wiederverwertung einzelner Komponenten sowie die Reduktion von Emissionen daher wesentlicher Bestandteil unserer Umweltstrategie. Vitra veröffentlicht jährlich einen Nachhaltigkeitsbericht mit quantitativen und qualitativen Inhalten.
Die im Geschäftsjahr 2018 erzielten Umsatzerlöse und das Jahresergebnis entsprachen weitestgehend den Erwartungen und deckten sich mit den Unternehmensplanungen der Geschäftsführung.
Ziel der Gruppe ist es, Risiken frühzeitig zu erkennen und angemessen zu reagieren. Im Folgenden werden die gegenwärtig erkennbaren Hauptrisiken und die Strategien zum Abfedern allfälliger negativer Effekte dargestellt:
Vitra ist im deutschen Heimmarkt sehr stark verankert und den entsprechenden Konjunkturrisiken ausgesetzt. Die Gruppe hat dieses Risiko seit langer Zeit erkannt und als strategische Antwort die Expansion im Ausland gesucht. In der heutigen Konstellation ist dieses Risiko weitgehend abgefedert. Zudem ist die Gruppe bezüglich der verschiedenen Kundengruppen in Deutschland breit diversifiziert und bedient privatwirtschaftliche und öffentliche Direktkunden sowie ein breites Spektrum von Händlern und Wiederverkäufern.
Das Dispositiv zum Abfangen von Kreditrisiken umfasst a) breite, auch internationale Diversifikation des Kundenspektrums mit im Normalfall kurzen Zahlungszielen, b) flächendeckende, effiziente Kreditprüfungen sowie c) den gezielten Einsatz von Instrumenten der Kreditrisikoversicherungen. Mit diesem Ansatz konnte Vitra sowohl im aktuellen Quervergleich als auch im Zeitreihenvergleich Debitorenverluste geringhalten.
Beschaffungsseitig ist Vitra Währungsschwankungen in überschaubarem Umfang ausgesetzt, welche das Betriebsergebnis beeinflussen können.
Jedes Unternehmen ist Betrugs- und anderen operationellen Risiken ausgesetzt. 2017 hat Vitra eine umfassende, neue Kompetenzrichtlinie eingeführt und mittels flächendeckenden elektronischen Freigabeprozessen umgesetzt. Dies wurde ebenfalls 2017 durch ein modernisiertes, konzernweites Internes Kontrollsystem (IKS) ergänzt.
Detaillierte Analysen zum Umfang oben beschriebenen Risiken sowie zu weiteren Risikopositionen werden im Anhang E. ("Sonstige Angaben") dargelegt.
Vitra verfügt in den wesentlichen europäischen Kernmärkten über eine starke und stabile Marktposition. Das Volumen des relevanten Marktes mit allen Anwendungen wird von verschiedenen Instituten auf rund EUR 5.0 Mrd. geschätzt. Dabei ist zu beachten, dass sich die Umsatzstruktur der Vitra Holding GmbH nicht vollständig mit der Marktdefinition dieser Analysen deckt. Obwohl der Markt weiterhin fragmentiert ist, zählt Vitra zu den führenden Anbietern und hat in den Märkten außerhalb der Kernmärkte klares Wachstumspotential.
Vor dem Hintergrund der starken Ausgangslage in Europa besteht außerdem in Nordamerika und Asien bedeutendes Entwicklungspotential. Vitra erzielt in diesen Märkten bereits ansprechende Umsätze, welche allerdings angesichts des nicht adressierten Marktpotentials deutliche Steigerungsmöglichkeiten aufweisen. Vitra verfolgt für Nordamerika und Asien differenzierte Strategien, um das Konzernwachstum weiterzuführen.
Vitra verfügt über ein sehr breites Produktprogramm mit einer großen Anzahl Varianten je Produkt. Um das wirtschaftliche Potential im Portfolio von Produkten mit herausragendem, oft ikonischem Design gezielter entwickeln zu können verfeinert Vitra die Steuerung seines Produkt-Portfolios. Damit können Opportunitäten rascher erkannt und entwickelt werden, Lücken im Angebot systematisch und schnell geschlossen werden und die strategischen Vorgaben der Portfolio-Entwicklung zielsicher erreicht werden.
Kundeninterface, die Interaktionen mit dem Umfeld, die Prozesse von Lieferanten bis hin zu Kunden wurden auch 2018 weiter digitalisiert. Mittels des im Berichtsjahrs ausgerollten CRM-Systems eines führenden Anbieters wird Vitra die B2B-Integration vertiefen und in einem weiteren Schritt die ERP-Plattform mit Fokus auf die lieferantenseitigen und internen Prozesse erneuern.
Die im Vorjahreslagebericht geäußerte zurückhaltende Erwartung für das Geschäftsjahr 2018 ist eingetreten. Die Akzentuierung der Herausforderungen im Bereich Visplay hat eine deutliche Reaktion erfordert und insbesondere mit der Goodwill-Abschreibung zu außerordentlichen Belastungen geführt.
Gegenüber dem Vorjahr stellen sich die Zukunftsaussichten 2019 nochmals leicht weniger optimistisch dar. Wir erkennen in gewissen Märkten des Kernsegments Vitra Zurückhaltung bezüglich des Investitionsverhaltens im Bereich der Büroausstattung. Für den Bereich Visplay erwarten wir nach der Restrukturierung im Jahr 2018 klar positive betriebliche Ergebnisse. Diese Beurteilung ist in die aktuelle Planung für den Vitra Holding GmbH Konzern eingeflossen. Die bisherigen Ergebnisse für das Jahr 2019 lassen eine Entwicklung für Umsatz und um Sondereffekte bereinigtes EBIT in Höhe des Geschäftsjahres 2018 erwarten. Für das Geschäftsjahr 2020 erwarten wir eine leichte Umsatzsteigerung und ein leicht verbessertes EBIT.
Folgende Faktoren und Maßnahmen dienen dazu, die wirtschaftlichen Ziele in einem weiterhin anspruchsvollen Umfeld umsetzen zu können:
| ― |
Die 2018 erfolgreich durchgeführte Lancierung eines neuen CRM im Zusammenspiel mit weiteren Digitalisierungsschritten in B2C und B2B wird die Durchschlagskraft im Verkauf weiter stärken. |
| ― |
Breite Diversifikation mit qualitativ hochstehenden Produkten und laufende Erneuerung des Produktangebots, |
| ― |
Zusammenarbeit mit langfristig loyalen Kundengruppen sowie hochwertige Positionierung in den Märkten |
Vor diesem Hintergrund setzt die Geschäftsführung auf eine weiterhin positive Entwicklung im Bereich Vitra und geht davon aus, dass die Maßnahmen im Bereich Retail innerhalb absehbarer Frist zu den erwarteten Verbesserungen führen werden.
Weil am Rhein, den 11. November 2019
gez. Nora Fehlbaum
gez. Sonja Hornberger
gez. Wolfgang Lange
gez. Aglaia Lüthy
gez. Rudolf Pütz
gez. Martin Sesiani
gez. Christian Vetterer
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