Stammdaten

Register
Amtsgericht Darmstadt HRB 97942
Vorher
Blitz F16-90 GmbHBilfinger Hochbau GmbH
Eingetragen
23.11.2016
Branche
Sonstige spezialisierte Bautätigkeiten im Hochbau a. n. g.Architekturbüros für HochbauSpezialisierte Bautätigkeiten im Tiefbau
Gegenstand
Schreibfehlerberichtigung v.A.w. zu: die Planung und die Entwicklung, die Leitung und die industrielle Ausführung von Bauleistungen im Hoch- und Industriebau sowie die Erbringung damit verbundener Dienstleistungen jeglicher Art, insbesondere Logistik- und Sicherungsdienstleistungen während der Bauphase sowie dem Bauen vor- und nachgelagerte Dienstleistungen an Immobilien. Gegenstand sind weiter die Durchführung von Betreibermodellen für Gebäude, Infrastruktureinrichtungen und Anlagen aller Art, einschließlich deren Errichtung und Bewirtschaftung und der Erbringung damit verbundener Dienstleistungen, sowie die Vermietung und die Verpachtung von Grundstücken und Gebäuden.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jonas Heidenreich
seit 23.10.2025
Prokura
Prokura
Lukas Czapla
seit 31.1.2024
Geschäftsführer
Tim Pöttrich
seit 1.12.2023
Prokura
Serkan Sevgican
seit 4.9.2023
Prokura
Katrin Schwab
seit 5.10.2022
Prokura
Rainer Schnatz
seit 5.10.2022
Prokura
Frank Krogull
seit 15.7.2022
Prokura
Markus Schmidt
seit 3.9.2021
Prokura
Michael Leclipteux
seit 15.4.2021
Prokura
Ignazio Gentile
seit 21.8.2019
Prokura
Holger Rössner
seit 7.8.2019
Prokura
Roland Eberhart
seit 7.8.2019
Prokura
Turgut Tekin
seit 9.8.2018
Prokura
Prokura
Volker Dr. Bährle
seit 3.7.2018
Prokura
Dirk Rieger
seit 3.7.2018
Prokura
Joris Vankeirsbilck
seit 3.7.2018
Prokura
Jürgen Hartmann
seit 3.7.2018
Prokura
Hans-Peter Richter
seit 3.7.2018
Prokura
Geschäftsführer
Jens Rücker
seit 3.7.2018
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert39.27% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Implenien Kühlagerbau GmbH
Germany
294.500 €
39.27%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Implenia Hochbau GmbH

Raunheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Lagebericht 2023

I. Wirtschaftsbericht

1. Darstellung des Geschäftsverlaufs

a) Allgemeines

Die Implenia Hochbau GmbH ist ein deutsches Bauunternehmen und weitestgehend im Bereich des Hochbaus und seiner Einzelgewerke tätig. Hierbei ist sie im Schlüsselfertigbereich, im Gewerkebereich und in der Modernisierung/Sanierung sowie mit weiteren Tochterfirmen darüber hinaus auch regional im Tiefbau- und Industriebaubereich aktiv. Die Implenia Hochbau GmbH ist in Deutschland tätig.

Die Gesellschaft hat ihre Zentrale in Raunheim. Sie selbst ist mit 13 abhängigen Niederlassungen und Zweigniederlassungen aktiv. Darüber hinaus führt die Implenia Hochbau GmbH zum Ende des Berichtsjahres 3 Tochter- und Enkel-Gesellschaften.

Gesellschafterin der Implenia Hochbau GmbH ist die Implenia Hochbau Holding GmbH (vorm. Zschokke Holding Deutschland GmbH) mit Sitz in Raunheim. Am 31.05.2023 wurde zwischen der Implenia Hochbau Holding GmbH und der Implenia Hochbau GmbH ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Es besteht zudem ein Cash-Pooling Vertrag mit der Implenia Deutschland GmbH. Die Gesellschaft ist Teil des Schweizer Baukonzerns Implenia AG, Opfikon.

b) Entwicklung der Branche

Im Bauhauptgewerbe gab es in 2023 einen realen Umsatzrückgang von 5,2%. Bei den negativen Einflussfaktoren infolge des Krieges in der Ukraine, wie der Versorgungslage und Preisentwicklung der Baumaterialien, wurde der Höhepunkt bei den Erzeugerpreisindizes in 2022 erreicht. Es wird damit gerechnet, dass die bereits in 2023 eingesetzte Entspannung bei den Baumaterialpreisen, sich für 2024 weiterhin fortsetzen wird. Ein anhaltend großes Problem für den Wohnungsbau stellt die Zinsentwicklung auf dem Kapitalmarkt im Jahr 2024 dar.

Im Wohnungsbau, als größte aller Bausparten, waren die Folgen des Ukraine Krieges in 2023 nach wie vor deutlich zu spüren. Im Wohnungsneubau gingen die realen Umsätze gegenüber dem Vorjahr um real 11,5% zurück. Nach Berechnungen der Bundesbank verdreifachte sich der Zinssatz für Hypothekarkredite (Durchschnittswert über alle Laufzeiten) im Neugeschäft von Januar 2022 bis Dezember 2023 von 1,3% auf 4,1%. Dieser unerwartete Zinsanstieg beeinträchtigt die Renditeerwartung im Mietwohnungsmarkt; gleichzeitig stellt es potenzielle Eigenheimbauer vor Finanzierungsprobleme. In 2021 hat die Bundesregierung das Ziel ausgerufen, jährlich 400.000 neuen Wohnungen auf den Markt zu bringen. Dieses Ziel wurde seitdem deutlich verfehlt. Ein weiterer Grund hierfür war die zunehmende Verschärfung der energetischen Standards (zum 01. Januar 2023 verpflichtend Effizienzhaus 55) bei gleichzeitiger Kürzung der Neubauförderung. Die zwischenzeitlich beschlossenen Sanierungsmaßnahmen der Bundesregierung für 2024 dürften auch in diesem Jahr die Probleme im Wohnungsneubau im Bauhauptgewerbe nicht auffangen. Folglich beschleunigte sich der Rückgang von Baugenehmigungen in 2023 deutlich. Im Zeitraum Januar - November 2023 gab es einen Absturz im Bereich Ein- und Zweifamilienhäuser (41%), bei Mehrfamilienhäusern (24%); insgesamt um 28%. Im Wohnungsneubau insgesamt wird bei den realen Umsätzen in 2024 im Vergleich zu 2023 mit einem Rückgang um 12% gerechnet.

Im Wirtschaftsbau waren in 2023 die Folgen des Ukraine Krieges abgemildert sichtbar. Die Baugenehmigungen entwickelten sich in 2023 unterschiedlich. So legten die Baugenehmigungen für Fabrik- und Werkstattgebäude um 3,3% zu, wohingegen der Markt für Büro- und Verwaltungsgebäude um 9,1% und bei Handels- und Lagergebäuden um 12,1% zurückgingen. Im Wirtschaftshochbau gingen die Baugenehmigungen zurück, wohingegen im Wirtschaftstiefbau die Auftragseingänge, aufgrund von einigen Großprojekten im Bahnbau und bei Stromtrassen, deutlich angewachsen sind. Insgesamt sind die realen Umsätze des Bauhauptgewerbes im Wirtschaftsbau 2023 um 0,9% zurückgegangen. Für 2024 wird ein preisbereinigtes Wachstum von 2% erwartet. Grund hierfür ist die geringere Zinsabhängigkeit der gewerblichen Investitionen gegenüber dem Wohnungsbau.

Trotz unabweisbarer Investitionsbedürfnisse in nahezu allen Baubereichen und auf allen Gebietskörperschaftsebenen ist 2023 der reale Umsatz im Öffentlichen Bau um 1,6% zurückgegangen. In 2024 ist mit einem leichten Wachstum von 1% zu rechnen.

Vorausblickend wird für das deutsche Bauhauptgewerbe im Jahr 2024 alles in allem ein realer Umsatzrückgang von 3,5% (Vorjahr -5,2%) erwartet. Grund hierfür ist unter anderem die Entwicklung der Baupreise. Während diese in 2023 um etwa 7% zulegten, wird für 2024 mit einem Rückgang um 1% gerechnet. Wegen der negativen Konjunkturprognose wird davon ausgegangen, dass das Bauhauptgewerbe im Jahr 2024 die Zahl der Beschäftigen - erstmals seit 2008 - um 10.000 Beschäftigte bzw. 1% auf 917.000 Personen reduzieren wird. 1

c) Geschäftsentwicklung

Eine der wichtigsten Leistungsindikatoren der Gesellschaft stellt neben dem Ergebnis vor Steuern nach HGB die Gesamtleistung dar. Die Gesamtleistung berichten wir nach Vorschriften des HGB, nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften des IFRS berichten wir die Leistung.

Im internen Management-Reporting wird die Gesamtleistung nach IFRS ermittelt und beinhaltet hauptsächlich den erbrachten Umsatz auf unseren Bauprojekten. Der erbrachte Umsatz enthält auch die, je nach Fertigstellungsgrad erzielte, anteilig realisierte Projektmarge. Daneben enthält der Umsatz die von der Gesellschaft ausgeführten Service- und Dienstleistungen wie Reparaturen sowie Gerätevermietung und Personalgestellung, die gegenüber Dritten, verbundenen Unternehmen und Arbeitsgemeinschaften erbracht werden. Die je nach Fertigstellungsgrad erzielte, anteilig realisierte Projektmarge bei Projekten in Arbeitsgemeinschaften sind ebenfalls Bestandteil der Umsatzerlöse.

Die Gesamtleistung nach HGB ist definiert als die Summe der Umsatzerlöse aus fertiggestellten und abrechenbaren Bauleistungen inklusive Bestandsveränderungen aus nicht abgerechneten Bauleistungen. Die Definition der zurechenbaren aktivierten Herstellkosten nach IFRS und HGB sind abweichend. Positive Projektmargen bei Arbeitsgemeinschaften werden nur bei erfolgter Fertigstellung erfolgswirksam bilanziert.

Die Planung der Gesamtleistung erfolgt nach HGB und entwickelte sich in den letzten Jahren wie folgt:

Plan 2023
TEUR
Ist 2023
TEUR
Ist 2022
TEUR
Veränderung Plan - Ist
TEUR
Veränderung Ist - Vorjahr
TEUR
Gesamt 581.000 535.533 496.819 45.467 38.714

Die Gesamtleistung war im Vergleich zum Vorjahr um 38.714 TEUR höher und lag im geplanten Bereich von 494.000 TEUR bis 668.000 TEUR.

Bei der Ermittlung der Planabweichungen gingen wir jeweils von den ursprünglichen Planungsbandbreiten aus und stellten die Ist-Leistung gegen den oberen bzw. unteren Planungskorridor, je nachdem, ob der Korridor nach oben oder nach unten verfehlt wurde. Lag die Gesamtleistung im Planungskorridor, gingen wir vom Mittelwert der beiden Korridore aus.

In Deutschland entfiel ein signifikanter Teil unserer Gesamtleistung auf das bereits im Vorjahr erwähnte Wohnquartier Südcampus Bad Homburg mit rund 41.400 TEUR (Vorjahr 55.100 TEUR) Fertigstellungsgrad 99%, auf den EUREF Campus Düsseldorf mit rund 59.100 TEUR (Vorjahr 15.100 TEUR) Fertigstellungsgrad 41%, auf den Neubau Ausbildungszentrum BVG mit rund 47.500 TEUR (Vorjahr 25.400 TEUR) Fertigstellungsgrad 97%, auf Kompass-Quartier Bruchsal mit rund 19.000 TEUR (Vorjahr 16.300 TEUR) Fertigstellungsgrad 99%, auf Kiel Hörn mit rund 18.600 TEUR (Vorjahr: 9 MEUR) Fertigstellungsgrad 67%, auf WA Angerstraße Freising BA2 mit rund 19.100 TEUR (Vorjahr 13.300 TEUR) Fertigstellungsgrad 94%, auf Bürogebäude W11, HN mit rund 17.100 TEUR (Vorjahr 5.200 TEUR) Fertigstellungsgrad 82% und auf Berlin Decks mit rund 16.400 TEUR (Vorjahr 11.000 TEUR) Fertigstellungsgrad 58%.

Die Auftragslage stellte sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

2023
TEUR
2022
TEUR
Veränderung absolut
TEUR
Veränderung
in %
Auftragseingang 397.113 648.407 -251.294 - 38,8 %
Auftragsbestand 663.434 842.504 -179.070 - 21,3 %

Der Auftragseingang 2023 deckt die Erwartungen, der Auftragsbestand bleibt auf einem guten Niveau. Insbesondere im Wirtschaftsbau und Wohnungsbau sind die Auftragszugänge und der Auftragsbestand aufgrund von gestiegenen Zinsen und den damit verbundenen Rückgang von Baugenehmigungen im öffentlichen und privaten Sektor zurückgegangen.

Wesentliche Treiber sind der öffentliche Bau mit einem Anteil von 155.178 TEUR (davon 145.967 TEUR Projekt Neubau PWZ München), der Wirtschaftsbau mit einem Anteil von 115.464 TEUR (davon 40.270 TEUR Projekt TPE TÜV NORD) sowie der Wohnungsbau mit einem Anteil von 43.486 TEUR Auftragszugängen (davon 28.750 TEUR Projekt ARGE Grüne Mitte Mannheim) - vorrangig aus dem Stammkundengeschäft bzw. als Wiederholungskunde.

Die größten Zugänge im Berichtsjahr nach Auftragswert (AW) waren:

Neubau PWZ München AW 145.967 TEUR
TPE TÜV NORD AW 40.270 TEUR
ARGE Grüne Mitte Mannheim AW 28.750 TEUR
Arge IHK Büro- und Seminargebäude LU AW 21.329 TEUR
WDS Wohn- und Geschäftshaus, Wiesbaden AW 18.878 TEUR
Neubau Feuerwache Horst AW 16.639 TEUR

d) Personalpolitik des Unternehmens

Die Beschäftigtenzahl erhöhte sich von durchschnittlich 519 Mitarbeiter/innen (486 Angestellte, 33 Gewerbliche) im Vorjahr auf 524 Mitarbeiter/innen im Geschäftsjahr (500 Angestellte, 24 Gewerbliche).

Für Arbeitssicherheit, Gesundheit, Umwelt und Qualitätssicherung war die Fachabteilung PES/HSEQ (Project Excellence and Services / Health, Safety, Environment, Quality) in enger Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Management verantwortlich. Die Einhaltung und Wirksamkeit des entwickelten HSEQ-Systems wurde regelmäßig überwacht und über standardisierte Kennzahlen gemessen.

2. Lage der Gesellschaft

a) Darstellung der Ertragslage

Das Jahresergebnis war mit 5.182 TEUR (Vorjahr 4.150 TEUR) negativ, im Wesentlichen aufgrund folgender Effekte:

Einige mittelgroße Projekte konnten in 2023 nicht abgenommen und die Marge realisiert werden. Der Bestand an den nicht abgerechneten Bauten erhöhte sich insgesamt von 397.417 TEUR um 216.977 TEUR auf 614.394 TEUR.

Aus den bestehenden Gewinnabführungsverträgen wurden Gewinne in Höhe von 417 TEUR vereinnahmt; im Vorjahr mussten Verluste in Höhe von 641 TEUR ausgeglichen werden

Das Ergebnis vor Steuern (in TEUR) entwickelte sich wie folgt:

Plan 2023 Ist 2023 Ist 2022 Veränderung Plan - Ist Veränderung Ist - Vorjahr
Ergebnis vor Steuern -2.000 -5.159 -3.232 -3.159 -1.927

Das geplante Ergebnis vor Steuern wurde im Wesentlichen durch Preissteigerungen bei den Materialien und bezogenen Leistungen, die zu einer höheren Materialaufwandsquote (bezogen auf die Gesamtleistung) von 84% (Vorjahr 82%) geführt haben, nicht erreicht.

Wie in den Vorjahren wurde das Ergebnis durch die planmäßige Abschreibung des Geschäft- und Firmenwertes in Höhe von 5.605 TEUR belastet.

Die Gesamtleistung erhöhte sich um 38.714 TEUR (7,8%). Der Materialaufwand erhöhte sich überproportional auf 448.596 TEUR (10,7%). Dies ist im Wesentlichen durch Preissteigerungen bei den Materialien und bezogenen Leistungen, die zu einer höheren Materialaufwandsquote (bezogen auf die Gesamtleistung) von 84% (Vorjahr 82%) geführt haben, begründet.

Aufgrund von tariflichen Anpassungen der Löhne und Gehälter im Baugewerbe, sowie Inflationsausgleichszahlungen stieg der Personalaufwand im Berichtsjahr auf 58.650 TEUR (VJ 53.059 TEUR).

b) Darstellung der Finanz- und Vermögenslage

2023
TEUR
2022
TEUR
Veränderung
TEUR
Anlagevermögen 27.504 33.164 -5.660
davon Sachanlagen 323 379 -56
Umlaufvermögen 359.956 408.803 -48.847
davon Vorräte 4.847 3.912 935
davon Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 18.978 19.783 -805
davon Forderungen an Argen 354 628 -274
davon gegen verbundene Unternehmen 335.189 384.201 -49.012
davon liquide Mittel 266 30 236
Eigenkapital 52.172 52.172 0
Rückstellungen 41.498 44.098 -2.600
Verbindlichkeiten 293.789 345.697 -51.908
davon aus erhaltenen Anzahlungen 106.132 175.102 -68.970
davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 146.575 127.482 19.093
davon Verbindlichkeiten an Argen 23.409 21.388 2.021
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 16.133 20.303 -4.170
Bilanzsumme 387.460 441.967 -54.507

Die Bilanzsumme reduzierte sich um rund 12% im Vergleich zum Vorjahr.

Die immateriellen Vermögensgegenstände verringerten sich aufgrund der planmäßigen Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert auf 16.814 TEUR.

Aufgrund geringerer Darlehensforderungen gegen den Gesellschafter und andere verbundene Unternehmen sowie geringere Cash Pool Forderungen sind die Forderungen gegen verbundene Unternehmen auf 335.189 TEUR gesunken.

Die erhaltenen Anzahlungen sind in 2023 durch geringere Auftragszugänge auf 106.132 TEUR gesunken.

Aufgrund der höheren Gesamtleistung sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf 146.575 TEUR gestiegen.

Durch die bilanzverkürzenden Effekte erhöhte sich die Eigenkapitalquote von rund 11,8% auf 13,5%.

Das Unternehmen verfügte auch im Geschäftsjahr 2023 über eine sehr gute Liquidität, welche sich neben dem Guthaben bei Kreditinstituten auch aus kurzfristig verfügbaren Mitteln innerhalb der Implenia Gruppe über vorhandene Cash-Pooling-Verträge zusammensetzt. Des Weiteren bestehen bei Kreditinstituten Kreditlinien für Avalkredite in Höhe von 55.000 TEUR.

3. Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289 f HGB

Zum Stichtag 31.12.2023 wies die Geschäftsführerebene einen Frauenanteil von 0% aus. In der 2. Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung der Gesellschaft ist ebenfalls ein Frauenanteil von 0% und in der 3. Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung der Gesellschaft ein Frauenanteil von 1,8% vorhanden.

Das Gesetz zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen sieht eine Berichtspflicht über die festgelegten Zielgrößen und Fristen vor.

Im Rahmen der Beschlussfassung der Gesellschafterversammlung der Implenia Hochbau GmbH vom 23. Mai 2023 wurden Festlegungen ab dem Tage der Beschlussfassung bis zum 31.12.2027 für die ersten drei Managementebenen getroffen. Die Zielgröße für die Geschäftsführung beträgt weiterhin 0%. Darüber hinaus wurden die Zielgrößen für die 2. Führungsebene mit 7,14% und für die 3. Führungsebene mit mindestens 1,8% bestimmt.

II. Prognosebericht mit Hinweisen auf wesentliche Chancen und Risiken

1. Risiken

Im Rahmen der unternehmerischen Tätigkeit der Implenia Hochbau GmbH eröffnen sich Chancen und es ergeben sich Risiken, die gegeneinander abgewogen werden müssen. Eingegangene Risiken müssen beherrscht und Chancen genutzt werden. Langfristig ist der Geschäftserfolg nur gesichert, wenn die Chancen die Risiken überwiegen. Das Erkennen von Chancen und Risiken ist integraler Bestandteil des jeweiligen Prozessmanagements unserer operativen Einheiten. Unter Chancen verstehen wir günstige, unter Risiken negative Abweichungen von den geplanten Randbedingungen. Besondere Risiken in der zukünftigen Entwicklung, die über die allgemeinen Geschäftsrisiken der Branche hinausgehen, sehen wir für unsere Gesellschaft derzeit nicht. Für alle identifizierten Projektrisiken wurde ausreichende bilanzielle Vorsorge getroffen. Es liegen keine wesentlichen Liquiditäts- und Ausfallrisiken vor. Abschreibungen auf Forderungen sind aufgrund regelmäßiger Bonitätsprüfungen, des gut etablierten Forderungsmanagements sowie strukturierten Mahnwesens eher zur Ausnahme geworden.

Durch die Konzentration der Geschäftstätigkeiten auf Deutschland liegen keine außergewöhnlichen Länderrisiken vor.

Bezüglich IT- und Datensicherheit werden Maßnahmen u.a. im Bereich von Zugriffsschutz, Berechtigung, Backup nach aktuellem Stand der IT-Technik angewendet. Die Durchführung dieser operativen Maßnahmen obliegt Implenia Group IT und deren Dienstleistern. Das Risiko wird insgesamt als gering eingestuft.

Projektgeschäft

Bei der Planung und Durchführung insbesondere komplexer Projekte bestehen für uns Kalkulations- und Ausführungsrisiken. Verluste bei Großaufträgen können das Ergebnis des Unternehmens erheblich belasten. Die Vermeidung, Minimierung und Beherrschung dieser Risiken ist eine wesentliche Aufgabe der für das jeweilige Projekt verantwortlichen Einheiten. In diesem Zusammenhang werden bereits in der Akquisitionsphase die wesentlichen Verträge einer sorgfältigen kaufmännischen und juristischen Prüfung unterzogen sowie technische Aspekte von Fachleuten analysiert und im Rahmen der Konzern-Value-Assurance-Regularien besprochen und begleitet. Am Ende des Prozesses steht die Genehmigung - mit oder ohne Auflagen - oder die Ablehnung zur Angebotsabgabe. Die erarbeitete Chancen-/Risikomatrix wird im Auftragsfall fortgeführt. Aufträge mit großem Volumen oder mit besonderen Risiken werden im Rahmen des Value Assurance Prozess mit zentralisierten Prüfungsprozessen gesondert behandelt. Im Übrigen stellt sich die Gesellschaft den Großprojekt-Herausforderungen mit der bundesweit agierenden Niederlassung "Großprojekte", die i.d.R. bei allen Projekten ab einer voraussichtlichen Auftragshöhe von 60 Mio. EUR involviert wird.

Im Rahmen der monatlichen Ergebnisrechnungen, sowie in den regelmäßigen Jour-Fixen mit den operativen Niederlassungen werden die Risiken und Chancen innerhalb des Projektgeschäftes kontinuierlich besprochen und dokumentiert.

Das Risiko wird bei kleineren und kurz laufenden Projekten als gering, bei über mehrere Jahre laufenden Großprojekten als mittel eingestuft.

Rechtsstreitigkeiten, Schadensfälle und Haftungsrisiken

Mit Rechtsstreitigkeiten ist, neben den durch sie entstehenden Kosten und Aufwendungen, das Risiko verbunden, durch unzutreffende oder langwierige Gerichts- und Behördenentscheidungen Vermögenseinbußen zu erleiden, die auch in Form von Verzugszinsen entstehen können.

Juristische Auseinandersetzungen entstehen fast ausschließlich aus unserer Leistungserbringung, insbesondere im Projektgeschäft. Kontroversen mit Auftraggebern beziehen sich zumeist auf unsere Vergütung, behauptete Mängel unserer Leistung oder Verzögerungen in der Fertigstellung eines Projekts. In diesen Fällen ergeben sich zumeist auch gleichartige Auseinandersetzungen mit den eingesetzten Nachunternehmern und Lieferanten.

Wir sind bestrebt, gerichtliche Auseinandersetzungen zu vermeiden. Dieses Ziel ist jedoch nicht immer realisierbar, so dass unsere Gesellschaft an Gerichts- beziehungsweise Schiedsgerichtsverfahren beteiligt ist. Deren Ausgang lässt sich naturgemäß nicht mit Sicherheit vorhersagen. Dennoch gehen wir nach sorgfältiger Prüfung davon aus, dass für alle Rechtsstreitigkeiten ausreichende bilanzielle Vorsorge getroffen wurde. Die Bewertung der Rechtsstreitigkeiten erfolgt quartalsweise durch den zuständigen Rechtsanwalt in Abstimmung mit der operativen Einheit.

Für etwaige Schadensfälle und Haftungsrisiken haben wir angemessene Versicherungen abgeschlossen.

Das Risiko wird insgesamt als gering eingestuft.

Gesamtbeurteilung der Risikosituation

Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir keine Einzelrisiken festgestellt, die alleine oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand der Gesellschaft gefährdet hätten.

Der andauernde Krieg in der Ukraine mit seinen Folgen auf die Preis- und Zinsentwicklung hat nach Einschätzung des Bauindustrieverbands weiterhin maßgeblichen Einfluss auf die baukonjunkturelle Lage für 2024. Insgesamt bedeutet dies für das Bauhauptgewerbe einen realen Umsatzrückgang von 3,5%. 2 Mittelfristig könnte dies temporär, negative Auswirkungen auf die Erreichung unserer wirtschaftlichen Planzahlen haben; insbesondere in Abhängigkeit vom weiteren Verlauf und Folgen des Krieges, die sich nach wie vor nicht absehen lassen.

Zum Berichtszeitpunkt sieht die Gesellschaft jedoch keine wesentlichen Risiken für das operative Kerngeschäft. Durch die wirtschaftliche Stärke der Implenia Gruppe sehen wir uns für die bevorstehenden Unwägbarkeiten im Geschäftsjahr 2024 und darüber hinaus gut aufgestellt.

Ein Risiko, das die Gesellschaft in ihrem Bestand gefährden kann, ist nach heutigem Kenntnisstand nicht zu erkennen.

2. Chancen

Die Position der Implenia AG mit ihren vielfältigen Aktivitäten in Deutschland hat auch die Implenia Hochbau GmbH in 2023 gefördert und gestärkt. Zusammen mit unserer finanzstarken Muttergesellschaft in der Schweiz und unseren agilen Schwestergesellschaften können wir Synergien in allen Phasen der Bauabwicklung sowie im administrativen Bereich und der Standortoptimierung nutzen.

Wie bereits im Vorjahr erwähnt ist weiterhin geplant, für die Implenia Projektentwicklung hausinterne Projekte zu erstellen. Die langjährige Erfahrung bei der erfolgreichen Abwicklung von Großprojekten eröffnet der Gesellschaft weitere Chancen am Markt. Dabei steht die treibende Größe des Wohnungsbaus der vergangenen Jahre unter gegenwärtigen politischen und finanzwirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht mehr vordergründig bzw. maßgeblich im strategischen Fokus. Auf Grund des weiterhin hohen Auftragsbestands kann an der selektiven, risikobewussten Auftragsannahme festgehalten werden. Außerdem werden, wie in den vergangenen Jahren, vermehrt Aufträge in partnerschaftlicher Abwicklung angestrebt.

3. Ausblick und zukünftige Entwicklung

Für das Geschäftsjahr 2024 wird mit einer Gesamtleistung in Deutschland auf gleichem Niveau gerechnet. Limitierender Faktor wird die Marktentwicklung aufgrund der sich deutlich veränderten Zinssituation sein. Die bestehenden Verträge im Auftragsbestand stellen jedoch eine gute Basis für die zukünftige Geschäftsentwicklung dar.

Für das Geschäftsjahr 2024 kann die Implenia Hochbau GmbH mit einer moderaten Bestandsleistung aufwarten. Darüber hinaus stehen im Laufe des Jahres 2024 weitere Projekte zur Vergabe an, um unsere Planung für 2025 zu bedienen und darüber hinaus die Folgejahre maßgeblich zu untermauern. Dabei wird, wie im Vorjahr, der Wohnungsbau ebenfalls nicht mehr als wichtigster Treiber bewertet (geringere Nutzung von KfW-Förderprogrammen, Zinsanstieg, Baupreissteigerungen).

Strategische Chancen auf nennenswerte Auftragseingänge bestehen stattdessen im Bereich des Wirtschafts- und öffentlichen Baus. Eine Belebung des Wohnungsbaus ist nach Reaktivierung des KfW-Förderprogramms nicht in Sicht.

Trotz allem bleibt der Markt sehr wettbewerbsintensiv, da Auftragsvergaben weiterhin oftmals über den Preis erfolgen. Unser fundiertes Beraterpotential, welches wir unseren Kunden in frühen Projektphasen anbieten, ist ein probates Mittel, um dem reinen Preiswettbewerb zu begegnen.

Die unternehmensinterne Management-Planung wird auf Basis der internationalen Rechnungslegungsvorschriften des IFRS erstellt. Hieraus leiten wir zusätzlich Planzahlen für den handelsrechtlichen Abschluss ab. Im Wesentlichen unterscheiden sie sich im Bereich der Leistung durch die bereits erwähnte anteilige Hinzurechnung der in Arbeitsgemeinschaften erbrachten Leistung nach IFRS.

Auch bei der Planung der Jahresergebnisse vor Steuern nach IFRS und HGB kann es zu Abweichungen kommen: Nach IFRS wird die Projektmarge über die Projektlaufzeit realisiert (Over-Time-Methode), nach HGB bei Abnahme (Completed-Contract-Methode).

Für die Jahre 2024 und 2025 streben wir nach HGB eine Entwicklung in folgender Bandbreite an:

Plan 2024
Mio. EUR
Plan 2025
Mio. EUR
Gesamtleistung 470-636 457-618

Für den handelsrechtlichen Abschluss wird für das Jahr 2024 und 2025mit einem negativen Ergebnis vor Steuern im Bereich von 3 - 4 Mio. EUR gerechnet. Dieses Ergebnis wird beeinflusst durch die planmäßige technische Abschreibung des Geschäfts- und Firmenwertes in Höhe von 5.600 TEUR.

Schwerpunkt der Personalarbeit wird es sein, weiteres technisches und kaufmännisches Fachpersonal in Deutschland zu rekrutieren sowie möglichen Personalabgängen frühzeitig zu begegnen.

Im Bereich PES/HSEQ streben wir an, den positiven Trend bei der Reduzierung der Anzahl der Unfälle mit Ausfallzeit (1 Tag und mehr) fortzuführen.

 

Raunheim, 19.07.2024

Dr. Matthias Jacob

Lukas Czapla

1 Quelle: Hauptverband der deutschen Bauindustrie - Bauindustrie.de "Zahlen und Fakten auf den Punkt gebracht"; Baukonjunkturelle Lage Januar 2024; ... auf den Punkt gebracht - Die Deutsche Bauindustrie
2 Quelle: Hauptverband der deutschen Bauindustrie - Bauindustrie.de "Zahlen und Fakten auf den Punkt gebracht"; Baukonjunkturelle Lage Januar 2024; ... auf den Punkt gebracht - Die Deutsche Bauindustrie

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Geschäfts- oder Firmenwert 16.813.677,00 22.418.236,00
16.813.677,00 22.418.236,00
II. Sachanlagen
1. Grundtstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 186.750,00 228.250,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 35.270,00 16.154,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 101.146,00 134.184,00
323.166,00 378.588,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 10.357.000,00 10.357.000,00
2. Beteiligungen 10.000,00 10.000,00
10.367.000,00 10.367.000,00
27.503.843,00 33.163.824,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 200.000,00 0,00
2. Nicht abgerechnete Bauten 614.393.933,01 397.417.133,92
3. Erhaltene Anzahlungen auf nicht abgerechnete Bauten -613.002.942,66 -396.276.891,03
4. Geleistete Anzahlungen 3.256.109,78 2.772.110,62
4.847.100,13 3.912.353,51
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 18.977.879,46 19.783.245,08
2. Forderungen gegen Arbeitsgemeinschaften 354.158,33 627.833,96
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 335.188.638,56 384.201.089,81
4. Sonstige Vermögensgegenstände 322.313,05 249.083,57
354.842.989,40 404.861.252,42
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 266.264,38 29.663,37
359.956.353,91 408.803.269,30
387.460.196,91 441.967.093,30

Passiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 20.025.000,00 20.025.000,00
II. Kapitalrücklage 114.170.612,31 114.170.612,31
III. Verlustvortrag -82.023.052,40 -77.872.997,99
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 -4.150.054,41
52.172.559,91 52.172.559,91
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.377.711,73 3.331.957,13
2. Steuerrückstellungen 1.015.453,03 1.926.644,71
3. Sonstige Rückstellungen 38.105.186,13 38.839.277,23
41.498.350,89 44.097.879,07
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 106.131.791,65 175.102.383,78
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 146.575.084,68 127.481.983,53
3. Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften 23.409.300,88 21.388.080,58
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 16.133.428,23 20.302.941,94
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.539.680,67 1.421.264,49
(davon aus Steuern € 842.124,95; Vorjahr € 792.767,14)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 180.429,71; Vorjahr € 209.220,45)
293.789.286,11 345.696.654,32
387.460.196,91 441.967.093,30

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
2022
1. Umsatzerlöse 318.556.660,38 391.363.384,04
2. Erhöhung des Bestands an nicht abgerechneten Bauten 216.976.799,05 105.456.062,30
3. Gesamtleistung 535.533.459,43 496.819.446,34
4. Sonstige betriebliche Erträge 5.994.601,78 4.718.966,85
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -47.014.487,79 -72.630.395,41
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -401.581.254,54 -332.481.148,26
-448.595.742,33 -405.111.543,67
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -47.068.051,33 -42.305.757,31
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -11.581.864,09 -10.753.181,75
(davon für Altersversorgung € 1.057.222,32; Vorjahr € 734.414,39)
-58.649.915,42 -53.058.939,06
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -5.689.237,52 -5.687.658,73
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -37.227.905,68 -37.749.379,67
9. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 485.266,66 0,00
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.879.288,10 638.036,40
(davon aus verbundenen Unternehmen € 2.875.881,58; Vorjahr € 529.414,88)
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -820.660,10 -3.160.337,11
(davon aus verbundenen Unternehmen € 57.401,31; Vorjahr € 0,00)
12. Aufwendungen aus Verlustübernahmen -67.815,96 -640.829,93
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -23.631,44 -917.815,83
14. Ergebnis nach Steuern -5.182.292,48 -4.150.054,41
15. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn oder übernommener Verlust 5.182.292,48 0,00
16. Jahresüberschuss/- fehlbetrag 0,00 -4.150.054,41

Anhang 2023

I. Allgemeine Hinweise

Die Implenia Hochbau GmbH hat ihren Sitz in Raunheim und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Darmstadt (HRB 97942). Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

In der Bilanz wird unter den Vorräten der Posten "Nicht abgerechnete Bauten" sowie Forderungen gegen Arbeitsgemeinschaften und Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften zusätzlich als gesonderte Posten ausgewiesen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Die sonstigen Steuern werden abweichend von § 275 Abs. 2 HGB unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Die im Rahmen der im Geschäftsjahr 2017 durchgeführten Verschmelzung übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden wurden zu Anschaffungskosten von insgesamt 270.200 TEUR, die dem Buchwert der untergehenden Anteile entsprachen, angesetzt. Dies führte zu Aufstockungen auf die Schlussbilanz des untergegangenen Rechtsträgers. Der daraus resultierende Geschäfts- oder Firmenwert wird unter den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesen.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren ansonsten die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Aus rechnerischen Gründen können Rundungsdifferenzen auftreten.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Geschäfts- oder Firmenwert ist als Residuum der Anschaffungskosten aus der Verschmelzung im Berichtsjahr 2017 entstanden und wird planmäßig linear über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben. Der Abschreibungszeitraum basiert auf den wertbildenden Faktoren Mitarbeiter, Zugang zum Wachstumsmarkt Deutschland, vollständige Abdeckung des Lebenszyklus einer Immobilie, Übernahme vollintegrierter Prozesse und Know-how mit Zukunftspotential sowie den zu erwartenden Synergien in Deutschland und der Gruppe.

Übrige entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer (drei bis fünf Jahre) um planmäßige Abschreibungen linear pro rata temporis vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauern der einzelnen Anlagenklassen liegen in folgenden Bandbreiten:

Nutzungsdauer
Bauten auf fremden Grundstücken 10 Jahre
Technische Anlage und Maschinen überwiegend 3 bis max. 11 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung überwiegend 3 bis max. 23 Jahre

Die Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Soweit am Bilanzstichtag dauerhaft ein niedrigerer Wert beizulegen ist, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Wertaufholungen werden vorgenommen, sofern die Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen.

Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Zuschreibungen werden vorgenommen, soweit die Gründe für vorgenommene Abwertungen entfallen sind.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die nicht abgerechneten Bauten sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden nicht aktiviert.

In allen Fällen wird verlustfrei bewertet, d. h. es werden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Erhaltene Anzahlungen wurden gemäß § 13b UStG netto, ohne Berücksichtigung der Umsatzsteuer, passiviert. Der Ausweis erfolgt gemäß § 268 Abs. 5 S.2 HGB zum Nennwert offen unter den Vorräten.

Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge auf den um die Umsatzsteuer und Einzelwertberichtigungen gekürzten Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen berücksichtigt.

Forderungen und Verbindlichkeiten gegen/gegenüber Arbeitsgemeinschaften (Argen) wurden grundsätzlich zu Nennwerten/Erfüllungsbeträgen bilanziert. Für zweifelhafte Beträge aus dem Verrechnungsverkehr sowie für anteilige, am Bilanzstichtag eingetretene oder drohende Verluste von Argen wurden Wertberichtigungen aktivisch abgesetzt. Absetzungsbeträge aus eingetretenen und erwarteten Verlusten, die den Forderungssaldo übersteigen, wurden als Verbindlichkeiten gegenüber Argen ausgewiesen. Die anteiligen Gewinne aus der Beteiligung an Argen wurden von der Gesellschaft nur insoweit realisiert, als die Arge gegenüber dem Auftraggeber ganz oder teilweise abgerechnet hat. Zur Deckung allgemeiner Risiken wurde auf die Forderungen gegen Argen eine Pauschalabwertung von 1 % gebildet.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen wurden berücksichtigt. Es wurde eine geschlechts- und altersspezifische Fluktuation zugrunde gelegt.

Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind zum Nennwert angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbelastung und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Angaben zum Anteilsbesitz

Unmittelbare Beteiligungen: Währung Beteiligung
%
Eigenkapital
in TEUR
Ergebnis
in TEUR
Inland
Implenia Tesch GmbH, Essen EUR 100 343 -67 *
Implenia Modernbau GmbH, Saarbrücken EUR 100 2.243 486 *

* Ergebnis vor Durchführung des Gewinnabführungsvertrages

Beteiligungen der Implenia Modernbau GmbH, Saarbrücken:

Mittelbare Beteiligungen: Währung Beteiligung
%
Eigenkapital Landeswähr.
in TEUR
Ergebnis Landeswähr.
in TEUR
Ausland
Implenia Modernbau Lux S.A. Sandweiler, Luxemburg EUR 100,0 51 0

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

2023
TEUR
2022
TEUR
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 335.189 384.201
Gegen Gesellschafter 5.182 12.050
davon aus Lieferungen und Leistungen 0 0
aus Cash-Pooling 0 0
aus Darlehen 0 12.050
aus Ergebnisabführung 5.182 0
Gegen übrige verbundene Unternehmen 330.007 372.151
davon aus Lieferungen und Leistungen 845 953
aus Darlehen 0 40.660
aus Cash-Pooling 328.676 330.538
aus Ergebnisabführung 486 0

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Forderungen mit einer Fälligkeit über einem Jahr.

Latente Steuern

Der Berechnung wurde unverändert zum Vorjahr ein Steuersatz von 30,95% zugrunde gelegt. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Bilanzdifferenzen bei der Pensionsrückstellung sowie aus steuerlichen Verlusten. Die aktiven latenten Steuern wurden nicht aktiviert.

Eigenkapital

Das Eigenkapital beträgt 52.173 TEUR (Vj. 52.173 TEUR).

Der für die Abführung gesperrte Gesamtbetrag wäre 411 TEUR. Er resultiert aus der Differenz zwischen den AHK des Deckungsvermögens für Pensionen und Altersteilzeit in Höhe von 17.141 TEUR und dem Zeitwert des Deckungsvermögens für Pensionen und Altersteilzeit in Höhe von 17.552 TEUR.

Eine Ausschüttungssperre entfällt aufgrund des Verlusts im Berichtsjahr.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die bilanzierte Pensionsverpflichtung i. H. v. 2.378 TEUR (Vj. 3.332 TEUR) resultiert aus der Saldierung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB von Altersversorgungsverpflichtungen mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um Wertpapiere (zum Kurswert am 31. Dezember 2023 bewertet) und Aktivwerte von Rückdeckungsversicherungen.

Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:

2023
TEUR
2022
TEUR
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 19.212 18.520
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 16.347 16.759
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 16.834 15.780
Verrechnete Erträge 1.332 0
Verrechnete Aufwendungen 340 3.015

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellungen wurden die folgenden Parameter verwendet:

2023
%
2022
%
Abzinsungssatz (15 Jahre) 1,83 1,79
Erwartete Gehaltssteigerung 0,00 0,00
Erwartete Rentensteigerung: 1,50 1,50
Altersabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeiten
Frauen 0,8 % bis 7,0 % 0,8 % bis 7,0 %
Männer 0,6 % bis 4,3 % 0,6 % bis 4,3 %
Vergleichsbewertung gem. § 253. Abs. 6 HGB 2023 2022
% TEUR % TEUR
7-Jahre-Durchschnittzins 1,76 19.293 1,45 18.946
10-Jahres-Durchschnittzins 1,83 19.212 1,79 18.520
Unterschiedsbetrag zum Stichtag 81 426

Der Differenzbetrag zwischen 10 und 7 Jahres-Durchschnittszins wäre gemäß § 253 Abs. 6 S. 3 HGB ausschüttungsgesperrt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden für die folgenden Sachverhalte gebildet:

2023
TEUR
2022
TEUR
Gewährleistungen 12.804 12.164
Sonstige Projektverpflichtungen 1.751 1.675
Prozessrisiken 15.029 17.865
Urlaubsrückstände und Zeitguthaben 1.745 1.693
Erfolgsabhängige Vergütungen 4.338 3.618
Sonstige Personalrückstellungen 1.502 1.727
Übrige 936 97
38.105 38.839

In den sonstigen Rückstellungen wurden Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen in Höhe von 702 TEUR (Vj 732 TEUR) und Sterbegeld in Höhe von 172 TEUR (Vj. 180 TEUR) gebildet.

Jahr 2023 Vorjahr 2022
Pauschale Restlaufzeit 15 Jahre
Durchschnittlicher Marktzinssatz 1,76 % 1,45 %
Erwartete Entgeltsteigerung 2,75 % 2,75 %

Verbindlichkeiten

2023
TEUR
2022
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 16.133 20.303
Gegenüber Gesellschafter 0 0
davon aus Lieferungen und Leistungen 0 0
aus Cash-Pooling 0 0
aus Ergebnisabführung 0 0
Gegenüber übrigen verbundenen Unternehmen 16.133 20.303
davon aus Lieferungen und Leistungen 7.144 14.448
aus Cash-Pooling 8.922 5.214
aus Ergebnisabführung 67 641

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeiten Spiegel im Einzelnen dargestellt.

in TEUR 31.12.2023
bis 1 Jahr über 1 Jahr Restlaufzeit davon größer 5 Jahre gesamt
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 106.132 0 0 106.132
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 140.888 4.327 1.360 146.575
3. Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften 23.409 0 0 23.409
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 16.133 0 0 16.133
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.540 0 0 1.540
- davon aus Steuern 842 0 0 842
- davon i.R. der soz. Sicherheit 180 0 0 180
in TEUR 31.12.2022
bis 1 Jahr über 1 Jahr Restlaufzeit davon größer 5 Jahre gesamt
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 175.103 0 0 175.103
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 122.415 3.961 1.106 127.482
3. Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften 21.388 0 0 21.388
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 20.303 0 0 20.303
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.421 0 0 1.421
- davon aus Steuern 793 0 0 793
- davon i.R. der soz. Sicherheit 209 0 0 209

Es bestehen keine Sicherungen zu den Verbindlichkeiten.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse teilen sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt auf:

2023
TEUR
2022
TEUR
Bauleistung 300.740 378.467
Ergebnisanteile aus Arbeitsgemeinschaften 2.077 2.981
Dienstleistungen 1.547 2.110
Weiterverrechnungen und Sonstige 14.208 7.812
Erlösschmälerungen und Sonstige -15 -7
Gesamt 318.557 391.363

Die Umsatzerlöse wurden unverändert zum Vorjahr ausschließlich im Inland erzielt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten nur unwesentliche Erträge aus Währungsumrechnung.

Es sind periodenfremde Erträge i. H. v. 5.723 TEUR (Vj. 4.659 TEUR) enthalten.

Diese betreffen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 5.723 TEUR (Vj. 4.655 TEUR) und im Vorjahr zusätzlich Erträge aus dem Abgang von Sachanlagevermögen 4 TEUR.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind nur unwesentliche Aufwendungen aus Währungsumrechnung sowie sonstige Steuern von 96 TEUR (Vj. 113 TEUR) enthalten.

Außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen nach § 285 Nr. 31 HGB sind in nachfolgender Tabelle aufgeführt und erläutert.

GuV-Position 2023
TEUR
Kommentar
Abschreibung auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 5.605 Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten aufgrund der Verrechnung mit den Erträgen des Deckungsvermögens Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von 340 TEUR (Vj 0 EUR).

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von 15 TEUR (Vj. 353 TEUR).

V. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Es bestehen Bürgschaften in Höhe von 35.822 TEUR aus der Besicherung von Voraus- und Anzahlungen sowie Vertragserfüllung.

Im Rahmen von Arbeitsgemeinschaften haftet die Implenia Hochbau GmbH gesamtschuldnerisch. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird aufgrund der guten Bonität der ARGE-Partner grundsätzlich als gering eingeschätzt. Im Falle drohender Inanspruchnahmen werden entsprechende Vorsorgen gebildet.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen im Einzelnen die folgenden Sachverhalte und bestehen gegenüber Dritten:

2023
TEUR
davon Intercompany-Verpflichtungen
TEUR
Miete für Gebäude und Liegenschaften 12.136 590
Miete/Leasing für technische Geräte und Büroausstattung 2.005 0
14.141 590

Die Miet- und Leasingverträge bestehen mit Dritten und enden zwischen 2024 und 2028.

Der Vorteil dieser außerbilanziellen Geschäfte liegt in der Flexibilität durch die zeitliche Befristung bzw. Kündbarkeit derartiger Verträge. Ebenso ist der Abfluss liquider Mittel bzw. die Kapitalbindung insbesondere bei Immobilien wesentlich geringer. Die Risiken bei derartigen Verträgen liegen in der Mindestlaufzeit eventuell ungünstiger Verträge, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen

Es bestehen Geschäftsbeziehungen mit verbundenen Unternehmen zu marktüblichen Konditionen, die in den Konzernabschluss der Muttergesellschaft einbezogen werden. Geschäfte mit Arbeitsgemeinschaften im Rahmen von Bauprojekten werden zu marktüblichen Konditionen vertraglich fixiert und abgewickelt.

Geschäftsführung

 

Dr. Matthias Jacob, Heusenstamm, Technischer Geschäftsführer

 

Lukas Czapla, Langen, Kaufmännischer Geschäftsführer (seit 31.01.2024)

Die Gesamtbezüge werden unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB nicht angegeben.

Honorar des Abschlussprüfers

Im Geschäftsjahr wurden 128 TEUR für das Honorar des Abschlussprüfers aufgewendet. Das Honorar entfällt vollständig auf Abschlussprüfungsleistungen.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2023
Technische Mitarbeiter 393
Kaufmännische Mitarbeiter 107
Gewerbliche Mitarbeiter 24
524

Konzernverhältnisse

Mutterunternehmen der Gesellschaft, das den Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, in den die Implenia Hochbau GmbH und ihre Tochtergesellschaften einbezogen werden, ist die Implenia AG, Glattpark (Opfikon)/Schweiz. Der Konzernabschluss der Implenia AG wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt und auf der Publikationsseite der Implenia AG unter https://implenia.com/investoren/geschaeftsbericht/2023 veröffentlicht.

Die Implenia Hochbau GmbH ist von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss- und -lagebericht zu erstellen, befreit. Die Implenia AG, Opfikon/Schweiz, stellt einen befreienden Konzernabschluss und -lagebericht auf.

Gewinnverwendung/Gewinnverwendungsvorschlag

Der Jahresverlust für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 wird aufgrund des im Geschäftsjahr abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages vom 31.05.2023 von der Implenia Hochbau Holding GmbH (vormals Zschokke Holding Deutschland GmbH) übernommen. Eine entsprechende Forderung gegenüber verbundenen Unternehmen bzw. Gesellschafter ist erfasst.

 

Raunheim, den 19. Juli 2024

Dr. Matthias Jacob

Lukas Czapla

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 24.730.979,00 0,00 0,00 24.730.979,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 56.045.590,22 0,00 0,00 56.045.590,22
80.776.569,22 0,00 0,00 80.776.569,22
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 415.000,00 0,00 0,00 415.000,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 94.847,36 35.437,94 0,00 130.285,30
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 561.559,42 8.415,58 89.411,89 480.563,11
1.071.406,78 43.853,52 89.411,89 1.025.848,41
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 12.357.000,00 0,00 0,00 12.357.000,00
2. Beteiligungen 10.000,00 0,00 0,00 10.000,00
12.367.000,00 0,00 0,00 12.367.000,00
94.214.976,00 43.853,52 89.411,89 94.169.417,63
Abschreibungen
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 24.730.979,00 0,00 0,00 24.730.979,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 33.627.354,22 5.604.559,00 0,00 39.231.913,22
58.358.333,22 5.604.559,00 0,00 63.962.892,22
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 186.750,00 41.500,00 0,00 228.250,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 78.693,36 16.321,94 0,00 95.015,30
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 427.375,42 26.856,58 74.814,89 379.417,11
692.818,78 84.678,52 74.814,89 702.682,41
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.000.000,00 0,00 0,00 2.000.000,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2.000.000,00 0,00 0,00 2.000.000,00
61.051.152,00 5.689.237,52 74.814,89 66.665.574,63
Restbuchwerte
31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 16.813.677,00 22.418.236,00
16.813.677,00 22.418.236,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 186.750,00 228.250,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 35.270,00 16.154,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 101.146,00 134.184,00
323.166,00 378.588,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 10.357.000,00 10.357.000,00
2. Beteiligungen 10.000,00 10.000,00
10.367.000,00 10.367.000,00
27.503.843,00 33.163.824,00

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Implenia Hochbau GmbH, Raunheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Implenia Hochbau GmbH, Raunheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Implenia Hochbau GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mannheim, den 19. Juli 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Martin Nicklis, Wirtschaftsprüfer

ppa. Johann Horz, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 31. Juli 2024 festgestellt.

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