Implenia Specialties GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jonas Heidenreich seit 23.10.2025 | Prokura |
Wolfram Arndt Büchle seit 4.2.2025 | Prokura |
Lukas Czapla seit 31.1.2024 | Geschäftsführer |
Tim Pöttrich seit 1.12.2023 | Prokura |
Serkan Sevgican seit 4.9.2023 | Prokura |
Katrin Schwab seit 5.10.2022 | Prokura |
Rainer Schnatz seit 5.10.2022 | Prokura |
Frank Krogull seit 15.7.2022 | Prokura |
Markus Schmidt seit 3.9.2021 | Prokura |
Michael Leclipteux seit 15.4.2021 | Prokura |
Ignazio Gentile seit 21.8.2019 | Prokura |
Holger Rössner seit 7.8.2019 | Prokura |
Roland Eberhart seit 7.8.2019 | Prokura |
Turgut Tekin seit 9.8.2018 | Prokura |
Martin Pierenkämper seit 3.7.2018 | Prokura |
Volker Dr. Bährle seit 3.7.2018 | Prokura |
Dirk Rieger seit 3.7.2018 | Prokura |
Joris Vankeirsbilck seit 3.7.2018 | Prokura |
Jürgen Hartmann seit 3.7.2018 | Prokura |
Hans-Peter Richter seit 3.7.2018 | Prokura |
Matthias Dr.-Ing. Jacob seit 3.7.2018 | Geschäftsführer |
Jens Rücker seit 3.7.2018 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 39.27% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Implenia Hochbau GmbHRaunheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023Lagebericht 2023I. Wirtschaftsbericht1. Darstellung des Geschäftsverlaufs a) Allgemeines Die Implenia Hochbau GmbH ist ein deutsches Bauunternehmen und weitestgehend im Bereich des Hochbaus und seiner Einzelgewerke tätig. Hierbei ist sie im Schlüsselfertigbereich, im Gewerkebereich und in der Modernisierung/Sanierung sowie mit weiteren Tochterfirmen darüber hinaus auch regional im Tiefbau- und Industriebaubereich aktiv. Die Implenia Hochbau GmbH ist in Deutschland tätig. Die Gesellschaft hat ihre Zentrale in Raunheim. Sie selbst ist mit 13 abhängigen Niederlassungen und Zweigniederlassungen aktiv. Darüber hinaus führt die Implenia Hochbau GmbH zum Ende des Berichtsjahres 3 Tochter- und Enkel-Gesellschaften. Gesellschafterin der Implenia Hochbau GmbH ist die Implenia Hochbau Holding GmbH (vorm. Zschokke Holding Deutschland GmbH) mit Sitz in Raunheim. Am 31.05.2023 wurde zwischen der Implenia Hochbau Holding GmbH und der Implenia Hochbau GmbH ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Es besteht zudem ein Cash-Pooling Vertrag mit der Implenia Deutschland GmbH. Die Gesellschaft ist Teil des Schweizer Baukonzerns Implenia AG, Opfikon. b) Entwicklung der Branche Im Bauhauptgewerbe gab es in 2023 einen realen Umsatzrückgang von 5,2%. Bei den negativen Einflussfaktoren infolge des Krieges in der Ukraine, wie der Versorgungslage und Preisentwicklung der Baumaterialien, wurde der Höhepunkt bei den Erzeugerpreisindizes in 2022 erreicht. Es wird damit gerechnet, dass die bereits in 2023 eingesetzte Entspannung bei den Baumaterialpreisen, sich für 2024 weiterhin fortsetzen wird. Ein anhaltend großes Problem für den Wohnungsbau stellt die Zinsentwicklung auf dem Kapitalmarkt im Jahr 2024 dar. Im Wohnungsbau, als größte aller Bausparten, waren die Folgen des Ukraine Krieges in 2023 nach wie vor deutlich zu spüren. Im Wohnungsneubau gingen die realen Umsätze gegenüber dem Vorjahr um real 11,5% zurück. Nach Berechnungen der Bundesbank verdreifachte sich der Zinssatz für Hypothekarkredite (Durchschnittswert über alle Laufzeiten) im Neugeschäft von Januar 2022 bis Dezember 2023 von 1,3% auf 4,1%. Dieser unerwartete Zinsanstieg beeinträchtigt die Renditeerwartung im Mietwohnungsmarkt; gleichzeitig stellt es potenzielle Eigenheimbauer vor Finanzierungsprobleme. In 2021 hat die Bundesregierung das Ziel ausgerufen, jährlich 400.000 neuen Wohnungen auf den Markt zu bringen. Dieses Ziel wurde seitdem deutlich verfehlt. Ein weiterer Grund hierfür war die zunehmende Verschärfung der energetischen Standards (zum 01. Januar 2023 verpflichtend Effizienzhaus 55) bei gleichzeitiger Kürzung der Neubauförderung. Die zwischenzeitlich beschlossenen Sanierungsmaßnahmen der Bundesregierung für 2024 dürften auch in diesem Jahr die Probleme im Wohnungsneubau im Bauhauptgewerbe nicht auffangen. Folglich beschleunigte sich der Rückgang von Baugenehmigungen in 2023 deutlich. Im Zeitraum Januar - November 2023 gab es einen Absturz im Bereich Ein- und Zweifamilienhäuser (41%), bei Mehrfamilienhäusern (24%); insgesamt um 28%. Im Wohnungsneubau insgesamt wird bei den realen Umsätzen in 2024 im Vergleich zu 2023 mit einem Rückgang um 12% gerechnet. Im Wirtschaftsbau waren in 2023 die Folgen des Ukraine Krieges abgemildert sichtbar. Die Baugenehmigungen entwickelten sich in 2023 unterschiedlich. So legten die Baugenehmigungen für Fabrik- und Werkstattgebäude um 3,3% zu, wohingegen der Markt für Büro- und Verwaltungsgebäude um 9,1% und bei Handels- und Lagergebäuden um 12,1% zurückgingen. Im Wirtschaftshochbau gingen die Baugenehmigungen zurück, wohingegen im Wirtschaftstiefbau die Auftragseingänge, aufgrund von einigen Großprojekten im Bahnbau und bei Stromtrassen, deutlich angewachsen sind. Insgesamt sind die realen Umsätze des Bauhauptgewerbes im Wirtschaftsbau 2023 um 0,9% zurückgegangen. Für 2024 wird ein preisbereinigtes Wachstum von 2% erwartet. Grund hierfür ist die geringere Zinsabhängigkeit der gewerblichen Investitionen gegenüber dem Wohnungsbau. Trotz unabweisbarer Investitionsbedürfnisse in nahezu allen Baubereichen und auf allen Gebietskörperschaftsebenen ist 2023 der reale Umsatz im Öffentlichen Bau um 1,6% zurückgegangen. In 2024 ist mit einem leichten Wachstum von 1% zu rechnen. Vorausblickend wird für das deutsche Bauhauptgewerbe im Jahr 2024 alles in allem ein realer Umsatzrückgang von 3,5% (Vorjahr -5,2%) erwartet. Grund hierfür ist unter anderem die Entwicklung der Baupreise. Während diese in 2023 um etwa 7% zulegten, wird für 2024 mit einem Rückgang um 1% gerechnet. Wegen der negativen Konjunkturprognose wird davon ausgegangen, dass das Bauhauptgewerbe im Jahr 2024 die Zahl der Beschäftigen - erstmals seit 2008 - um 10.000 Beschäftigte bzw. 1% auf 917.000 Personen reduzieren wird. 1 c) Geschäftsentwicklung Eine der wichtigsten Leistungsindikatoren der Gesellschaft stellt neben dem Ergebnis vor Steuern nach HGB die Gesamtleistung dar. Die Gesamtleistung berichten wir nach Vorschriften des HGB, nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften des IFRS berichten wir die Leistung. Im internen Management-Reporting wird die Gesamtleistung nach IFRS ermittelt und beinhaltet hauptsächlich den erbrachten Umsatz auf unseren Bauprojekten. Der erbrachte Umsatz enthält auch die, je nach Fertigstellungsgrad erzielte, anteilig realisierte Projektmarge. Daneben enthält der Umsatz die von der Gesellschaft ausgeführten Service- und Dienstleistungen wie Reparaturen sowie Gerätevermietung und Personalgestellung, die gegenüber Dritten, verbundenen Unternehmen und Arbeitsgemeinschaften erbracht werden. Die je nach Fertigstellungsgrad erzielte, anteilig realisierte Projektmarge bei Projekten in Arbeitsgemeinschaften sind ebenfalls Bestandteil der Umsatzerlöse. Die Gesamtleistung nach HGB ist definiert als die Summe der Umsatzerlöse aus fertiggestellten und abrechenbaren Bauleistungen inklusive Bestandsveränderungen aus nicht abgerechneten Bauleistungen. Die Definition der zurechenbaren aktivierten Herstellkosten nach IFRS und HGB sind abweichend. Positive Projektmargen bei Arbeitsgemeinschaften werden nur bei erfolgter Fertigstellung erfolgswirksam bilanziert. Die Planung der Gesamtleistung erfolgt nach HGB und entwickelte sich in den letzten Jahren wie folgt:
Die Gesamtleistung war im Vergleich zum Vorjahr um 38.714 TEUR höher und lag im geplanten Bereich von 494.000 TEUR bis 668.000 TEUR. Bei der Ermittlung der Planabweichungen gingen wir jeweils von den ursprünglichen Planungsbandbreiten aus und stellten die Ist-Leistung gegen den oberen bzw. unteren Planungskorridor, je nachdem, ob der Korridor nach oben oder nach unten verfehlt wurde. Lag die Gesamtleistung im Planungskorridor, gingen wir vom Mittelwert der beiden Korridore aus. In Deutschland entfiel ein signifikanter Teil unserer Gesamtleistung auf das bereits im Vorjahr erwähnte Wohnquartier Südcampus Bad Homburg mit rund 41.400 TEUR (Vorjahr 55.100 TEUR) Fertigstellungsgrad 99%, auf den EUREF Campus Düsseldorf mit rund 59.100 TEUR (Vorjahr 15.100 TEUR) Fertigstellungsgrad 41%, auf den Neubau Ausbildungszentrum BVG mit rund 47.500 TEUR (Vorjahr 25.400 TEUR) Fertigstellungsgrad 97%, auf Kompass-Quartier Bruchsal mit rund 19.000 TEUR (Vorjahr 16.300 TEUR) Fertigstellungsgrad 99%, auf Kiel Hörn mit rund 18.600 TEUR (Vorjahr: 9 MEUR) Fertigstellungsgrad 67%, auf WA Angerstraße Freising BA2 mit rund 19.100 TEUR (Vorjahr 13.300 TEUR) Fertigstellungsgrad 94%, auf Bürogebäude W11, HN mit rund 17.100 TEUR (Vorjahr 5.200 TEUR) Fertigstellungsgrad 82% und auf Berlin Decks mit rund 16.400 TEUR (Vorjahr 11.000 TEUR) Fertigstellungsgrad 58%. Die Auftragslage stellte sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
Der Auftragseingang 2023 deckt die Erwartungen, der Auftragsbestand bleibt auf einem guten Niveau. Insbesondere im Wirtschaftsbau und Wohnungsbau sind die Auftragszugänge und der Auftragsbestand aufgrund von gestiegenen Zinsen und den damit verbundenen Rückgang von Baugenehmigungen im öffentlichen und privaten Sektor zurückgegangen. Wesentliche Treiber sind der öffentliche Bau mit einem Anteil von 155.178 TEUR (davon 145.967 TEUR Projekt Neubau PWZ München), der Wirtschaftsbau mit einem Anteil von 115.464 TEUR (davon 40.270 TEUR Projekt TPE TÜV NORD) sowie der Wohnungsbau mit einem Anteil von 43.486 TEUR Auftragszugängen (davon 28.750 TEUR Projekt ARGE Grüne Mitte Mannheim) - vorrangig aus dem Stammkundengeschäft bzw. als Wiederholungskunde. Die größten Zugänge im Berichtsjahr nach Auftragswert (AW) waren:
d) Personalpolitik des Unternehmens Die Beschäftigtenzahl erhöhte sich von durchschnittlich 519 Mitarbeiter/innen (486 Angestellte, 33 Gewerbliche) im Vorjahr auf 524 Mitarbeiter/innen im Geschäftsjahr (500 Angestellte, 24 Gewerbliche). Für Arbeitssicherheit, Gesundheit, Umwelt und Qualitätssicherung war die Fachabteilung PES/HSEQ (Project Excellence and Services / Health, Safety, Environment, Quality) in enger Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Management verantwortlich. Die Einhaltung und Wirksamkeit des entwickelten HSEQ-Systems wurde regelmäßig überwacht und über standardisierte Kennzahlen gemessen. 2. Lage der Gesellschaft a) Darstellung der Ertragslage Das Jahresergebnis war mit 5.182 TEUR (Vorjahr 4.150 TEUR) negativ, im Wesentlichen aufgrund folgender Effekte:
Das Ergebnis vor Steuern (in TEUR) entwickelte sich wie folgt:
Das geplante Ergebnis vor Steuern wurde im Wesentlichen durch Preissteigerungen bei den Materialien und bezogenen Leistungen, die zu einer höheren Materialaufwandsquote (bezogen auf die Gesamtleistung) von 84% (Vorjahr 82%) geführt haben, nicht erreicht. Wie in den Vorjahren wurde das Ergebnis durch die planmäßige Abschreibung des Geschäft- und Firmenwertes in Höhe von 5.605 TEUR belastet. Die Gesamtleistung erhöhte sich um 38.714 TEUR (7,8%). Der Materialaufwand erhöhte sich überproportional auf 448.596 TEUR (10,7%). Dies ist im Wesentlichen durch Preissteigerungen bei den Materialien und bezogenen Leistungen, die zu einer höheren Materialaufwandsquote (bezogen auf die Gesamtleistung) von 84% (Vorjahr 82%) geführt haben, begründet. Aufgrund von tariflichen Anpassungen der Löhne und Gehälter im Baugewerbe, sowie Inflationsausgleichszahlungen stieg der Personalaufwand im Berichtsjahr auf 58.650 TEUR (VJ 53.059 TEUR). b) Darstellung der Finanz- und Vermögenslage
Die Bilanzsumme reduzierte sich um rund 12% im Vergleich zum Vorjahr. Die immateriellen Vermögensgegenstände verringerten sich aufgrund der planmäßigen Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert auf 16.814 TEUR. Aufgrund geringerer Darlehensforderungen gegen den Gesellschafter und andere verbundene Unternehmen sowie geringere Cash Pool Forderungen sind die Forderungen gegen verbundene Unternehmen auf 335.189 TEUR gesunken. Die erhaltenen Anzahlungen sind in 2023 durch geringere Auftragszugänge auf 106.132 TEUR gesunken. Aufgrund der höheren Gesamtleistung sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf 146.575 TEUR gestiegen. Durch die bilanzverkürzenden Effekte erhöhte sich die Eigenkapitalquote von rund 11,8% auf 13,5%. Das Unternehmen verfügte auch im Geschäftsjahr 2023 über eine sehr gute Liquidität, welche sich neben dem Guthaben bei Kreditinstituten auch aus kurzfristig verfügbaren Mitteln innerhalb der Implenia Gruppe über vorhandene Cash-Pooling-Verträge zusammensetzt. Des Weiteren bestehen bei Kreditinstituten Kreditlinien für Avalkredite in Höhe von 55.000 TEUR. 3. Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289 f HGB Zum Stichtag 31.12.2023 wies die Geschäftsführerebene einen Frauenanteil von 0% aus. In der 2. Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung der Gesellschaft ist ebenfalls ein Frauenanteil von 0% und in der 3. Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung der Gesellschaft ein Frauenanteil von 1,8% vorhanden. Das Gesetz zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen sieht eine Berichtspflicht über die festgelegten Zielgrößen und Fristen vor. Im Rahmen der Beschlussfassung der Gesellschafterversammlung der Implenia Hochbau GmbH vom 23. Mai 2023 wurden Festlegungen ab dem Tage der Beschlussfassung bis zum 31.12.2027 für die ersten drei Managementebenen getroffen. Die Zielgröße für die Geschäftsführung beträgt weiterhin 0%. Darüber hinaus wurden die Zielgrößen für die 2. Führungsebene mit 7,14% und für die 3. Führungsebene mit mindestens 1,8% bestimmt. II. Prognosebericht mit Hinweisen auf wesentliche Chancen und Risiken1. Risiken Im Rahmen der unternehmerischen Tätigkeit der Implenia Hochbau GmbH eröffnen sich Chancen und es ergeben sich Risiken, die gegeneinander abgewogen werden müssen. Eingegangene Risiken müssen beherrscht und Chancen genutzt werden. Langfristig ist der Geschäftserfolg nur gesichert, wenn die Chancen die Risiken überwiegen. Das Erkennen von Chancen und Risiken ist integraler Bestandteil des jeweiligen Prozessmanagements unserer operativen Einheiten. Unter Chancen verstehen wir günstige, unter Risiken negative Abweichungen von den geplanten Randbedingungen. Besondere Risiken in der zukünftigen Entwicklung, die über die allgemeinen Geschäftsrisiken der Branche hinausgehen, sehen wir für unsere Gesellschaft derzeit nicht. Für alle identifizierten Projektrisiken wurde ausreichende bilanzielle Vorsorge getroffen. Es liegen keine wesentlichen Liquiditäts- und Ausfallrisiken vor. Abschreibungen auf Forderungen sind aufgrund regelmäßiger Bonitätsprüfungen, des gut etablierten Forderungsmanagements sowie strukturierten Mahnwesens eher zur Ausnahme geworden. Durch die Konzentration der Geschäftstätigkeiten auf Deutschland liegen keine außergewöhnlichen Länderrisiken vor. Bezüglich IT- und Datensicherheit werden Maßnahmen u.a. im Bereich von Zugriffsschutz, Berechtigung, Backup nach aktuellem Stand der IT-Technik angewendet. Die Durchführung dieser operativen Maßnahmen obliegt Implenia Group IT und deren Dienstleistern. Das Risiko wird insgesamt als gering eingestuft. Projektgeschäft Bei der Planung und Durchführung insbesondere komplexer Projekte bestehen für uns Kalkulations- und Ausführungsrisiken. Verluste bei Großaufträgen können das Ergebnis des Unternehmens erheblich belasten. Die Vermeidung, Minimierung und Beherrschung dieser Risiken ist eine wesentliche Aufgabe der für das jeweilige Projekt verantwortlichen Einheiten. In diesem Zusammenhang werden bereits in der Akquisitionsphase die wesentlichen Verträge einer sorgfältigen kaufmännischen und juristischen Prüfung unterzogen sowie technische Aspekte von Fachleuten analysiert und im Rahmen der Konzern-Value-Assurance-Regularien besprochen und begleitet. Am Ende des Prozesses steht die Genehmigung - mit oder ohne Auflagen - oder die Ablehnung zur Angebotsabgabe. Die erarbeitete Chancen-/Risikomatrix wird im Auftragsfall fortgeführt. Aufträge mit großem Volumen oder mit besonderen Risiken werden im Rahmen des Value Assurance Prozess mit zentralisierten Prüfungsprozessen gesondert behandelt. Im Übrigen stellt sich die Gesellschaft den Großprojekt-Herausforderungen mit der bundesweit agierenden Niederlassung "Großprojekte", die i.d.R. bei allen Projekten ab einer voraussichtlichen Auftragshöhe von 60 Mio. EUR involviert wird. Im Rahmen der monatlichen Ergebnisrechnungen, sowie in den regelmäßigen Jour-Fixen mit den operativen Niederlassungen werden die Risiken und Chancen innerhalb des Projektgeschäftes kontinuierlich besprochen und dokumentiert. Das Risiko wird bei kleineren und kurz laufenden Projekten als gering, bei über mehrere Jahre laufenden Großprojekten als mittel eingestuft. Rechtsstreitigkeiten, Schadensfälle und Haftungsrisiken Mit Rechtsstreitigkeiten ist, neben den durch sie entstehenden Kosten und Aufwendungen, das Risiko verbunden, durch unzutreffende oder langwierige Gerichts- und Behördenentscheidungen Vermögenseinbußen zu erleiden, die auch in Form von Verzugszinsen entstehen können. Juristische Auseinandersetzungen entstehen fast ausschließlich aus unserer Leistungserbringung, insbesondere im Projektgeschäft. Kontroversen mit Auftraggebern beziehen sich zumeist auf unsere Vergütung, behauptete Mängel unserer Leistung oder Verzögerungen in der Fertigstellung eines Projekts. In diesen Fällen ergeben sich zumeist auch gleichartige Auseinandersetzungen mit den eingesetzten Nachunternehmern und Lieferanten. Wir sind bestrebt, gerichtliche Auseinandersetzungen zu vermeiden. Dieses Ziel ist jedoch nicht immer realisierbar, so dass unsere Gesellschaft an Gerichts- beziehungsweise Schiedsgerichtsverfahren beteiligt ist. Deren Ausgang lässt sich naturgemäß nicht mit Sicherheit vorhersagen. Dennoch gehen wir nach sorgfältiger Prüfung davon aus, dass für alle Rechtsstreitigkeiten ausreichende bilanzielle Vorsorge getroffen wurde. Die Bewertung der Rechtsstreitigkeiten erfolgt quartalsweise durch den zuständigen Rechtsanwalt in Abstimmung mit der operativen Einheit. Für etwaige Schadensfälle und Haftungsrisiken haben wir angemessene Versicherungen abgeschlossen. Das Risiko wird insgesamt als gering eingestuft. Gesamtbeurteilung der Risikosituation Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir keine Einzelrisiken festgestellt, die alleine oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand der Gesellschaft gefährdet hätten. Der andauernde Krieg in der Ukraine mit seinen Folgen auf die Preis- und Zinsentwicklung hat nach Einschätzung des Bauindustrieverbands weiterhin maßgeblichen Einfluss auf die baukonjunkturelle Lage für 2024. Insgesamt bedeutet dies für das Bauhauptgewerbe einen realen Umsatzrückgang von 3,5%. 2 Mittelfristig könnte dies temporär, negative Auswirkungen auf die Erreichung unserer wirtschaftlichen Planzahlen haben; insbesondere in Abhängigkeit vom weiteren Verlauf und Folgen des Krieges, die sich nach wie vor nicht absehen lassen. Zum Berichtszeitpunkt sieht die Gesellschaft jedoch keine wesentlichen Risiken für das operative Kerngeschäft. Durch die wirtschaftliche Stärke der Implenia Gruppe sehen wir uns für die bevorstehenden Unwägbarkeiten im Geschäftsjahr 2024 und darüber hinaus gut aufgestellt. Ein Risiko, das die Gesellschaft in ihrem Bestand gefährden kann, ist nach heutigem Kenntnisstand nicht zu erkennen. 2. Chancen Die Position der Implenia AG mit ihren vielfältigen Aktivitäten in Deutschland hat auch die Implenia Hochbau GmbH in 2023 gefördert und gestärkt. Zusammen mit unserer finanzstarken Muttergesellschaft in der Schweiz und unseren agilen Schwestergesellschaften können wir Synergien in allen Phasen der Bauabwicklung sowie im administrativen Bereich und der Standortoptimierung nutzen. Wie bereits im Vorjahr erwähnt ist weiterhin geplant, für die Implenia Projektentwicklung hausinterne Projekte zu erstellen. Die langjährige Erfahrung bei der erfolgreichen Abwicklung von Großprojekten eröffnet der Gesellschaft weitere Chancen am Markt. Dabei steht die treibende Größe des Wohnungsbaus der vergangenen Jahre unter gegenwärtigen politischen und finanzwirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht mehr vordergründig bzw. maßgeblich im strategischen Fokus. Auf Grund des weiterhin hohen Auftragsbestands kann an der selektiven, risikobewussten Auftragsannahme festgehalten werden. Außerdem werden, wie in den vergangenen Jahren, vermehrt Aufträge in partnerschaftlicher Abwicklung angestrebt. 3. Ausblick und zukünftige Entwicklung Für das Geschäftsjahr 2024 wird mit einer Gesamtleistung in Deutschland auf gleichem Niveau gerechnet. Limitierender Faktor wird die Marktentwicklung aufgrund der sich deutlich veränderten Zinssituation sein. Die bestehenden Verträge im Auftragsbestand stellen jedoch eine gute Basis für die zukünftige Geschäftsentwicklung dar. Für das Geschäftsjahr 2024 kann die Implenia Hochbau GmbH mit einer moderaten Bestandsleistung aufwarten. Darüber hinaus stehen im Laufe des Jahres 2024 weitere Projekte zur Vergabe an, um unsere Planung für 2025 zu bedienen und darüber hinaus die Folgejahre maßgeblich zu untermauern. Dabei wird, wie im Vorjahr, der Wohnungsbau ebenfalls nicht mehr als wichtigster Treiber bewertet (geringere Nutzung von KfW-Förderprogrammen, Zinsanstieg, Baupreissteigerungen). Strategische Chancen auf nennenswerte Auftragseingänge bestehen stattdessen im Bereich des Wirtschafts- und öffentlichen Baus. Eine Belebung des Wohnungsbaus ist nach Reaktivierung des KfW-Förderprogramms nicht in Sicht. Trotz allem bleibt der Markt sehr wettbewerbsintensiv, da Auftragsvergaben weiterhin oftmals über den Preis erfolgen. Unser fundiertes Beraterpotential, welches wir unseren Kunden in frühen Projektphasen anbieten, ist ein probates Mittel, um dem reinen Preiswettbewerb zu begegnen. Die unternehmensinterne Management-Planung wird auf Basis der internationalen Rechnungslegungsvorschriften des IFRS erstellt. Hieraus leiten wir zusätzlich Planzahlen für den handelsrechtlichen Abschluss ab. Im Wesentlichen unterscheiden sie sich im Bereich der Leistung durch die bereits erwähnte anteilige Hinzurechnung der in Arbeitsgemeinschaften erbrachten Leistung nach IFRS. Auch bei der Planung der Jahresergebnisse vor Steuern nach IFRS und HGB kann es zu Abweichungen kommen: Nach IFRS wird die Projektmarge über die Projektlaufzeit realisiert (Over-Time-Methode), nach HGB bei Abnahme (Completed-Contract-Methode). Für die Jahre 2024 und 2025 streben wir nach HGB eine Entwicklung in folgender Bandbreite an:
Für den handelsrechtlichen Abschluss wird für das Jahr 2024 und 2025mit einem negativen Ergebnis vor Steuern im Bereich von 3 - 4 Mio. EUR gerechnet. Dieses Ergebnis wird beeinflusst durch die planmäßige technische Abschreibung des Geschäfts- und Firmenwertes in Höhe von 5.600 TEUR. Schwerpunkt der Personalarbeit wird es sein, weiteres technisches und kaufmännisches Fachpersonal in Deutschland zu rekrutieren sowie möglichen Personalabgängen frühzeitig zu begegnen. Im Bereich PES/HSEQ streben wir an, den positiven Trend bei der Reduzierung der Anzahl der Unfälle mit Ausfallzeit (1 Tag und mehr) fortzuführen.
Raunheim, 19.07.2024 Dr. Matthias Jacob Lukas Czapla
1 Quelle: Hauptverband der deutschen
Bauindustrie - Bauindustrie.de "Zahlen und Fakten auf den
Punkt gebracht"; Baukonjunkturelle Lage Januar 2024; ...
auf den Punkt gebracht - Die Deutsche Bauindustrie
Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang 2023I. Allgemeine HinweiseDie Implenia Hochbau GmbH hat ihren Sitz in Raunheim und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Darmstadt (HRB 97942). Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. In der Bilanz wird unter den Vorräten der Posten "Nicht abgerechnete Bauten" sowie Forderungen gegen Arbeitsgemeinschaften und Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften zusätzlich als gesonderte Posten ausgewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die sonstigen Steuern werden abweichend von § 275 Abs. 2 HGB unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Die im Rahmen der im Geschäftsjahr 2017 durchgeführten Verschmelzung übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden wurden zu Anschaffungskosten von insgesamt 270.200 TEUR, die dem Buchwert der untergehenden Anteile entsprachen, angesetzt. Dies führte zu Aufstockungen auf die Schlussbilanz des untergegangenen Rechtsträgers. Der daraus resultierende Geschäfts- oder Firmenwert wird unter den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren ansonsten die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Aus rechnerischen Gründen können Rundungsdifferenzen auftreten. II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDer Geschäfts- oder Firmenwert ist als Residuum der Anschaffungskosten aus der Verschmelzung im Berichtsjahr 2017 entstanden und wird planmäßig linear über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben. Der Abschreibungszeitraum basiert auf den wertbildenden Faktoren Mitarbeiter, Zugang zum Wachstumsmarkt Deutschland, vollständige Abdeckung des Lebenszyklus einer Immobilie, Übernahme vollintegrierter Prozesse und Know-how mit Zukunftspotential sowie den zu erwartenden Synergien in Deutschland und der Gruppe. Übrige entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer (drei bis fünf Jahre) um planmäßige Abschreibungen linear pro rata temporis vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauern der einzelnen Anlagenklassen liegen in folgenden Bandbreiten:
Die Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Soweit am Bilanzstichtag dauerhaft ein niedrigerer Wert beizulegen ist, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Wertaufholungen werden vorgenommen, sofern die Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Zuschreibungen werden vorgenommen, soweit die Gründe für vorgenommene Abwertungen entfallen sind. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die nicht abgerechneten Bauten sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden nicht aktiviert. In allen Fällen wird verlustfrei bewertet, d. h. es werden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Erhaltene Anzahlungen wurden gemäß § 13b UStG netto, ohne Berücksichtigung der Umsatzsteuer, passiviert. Der Ausweis erfolgt gemäß § 268 Abs. 5 S.2 HGB zum Nennwert offen unter den Vorräten. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge auf den um die Umsatzsteuer und Einzelwertberichtigungen gekürzten Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen berücksichtigt. Forderungen und Verbindlichkeiten gegen/gegenüber Arbeitsgemeinschaften (Argen) wurden grundsätzlich zu Nennwerten/Erfüllungsbeträgen bilanziert. Für zweifelhafte Beträge aus dem Verrechnungsverkehr sowie für anteilige, am Bilanzstichtag eingetretene oder drohende Verluste von Argen wurden Wertberichtigungen aktivisch abgesetzt. Absetzungsbeträge aus eingetretenen und erwarteten Verlusten, die den Forderungssaldo übersteigen, wurden als Verbindlichkeiten gegenüber Argen ausgewiesen. Die anteiligen Gewinne aus der Beteiligung an Argen wurden von der Gesellschaft nur insoweit realisiert, als die Arge gegenüber dem Auftraggeber ganz oder teilweise abgerechnet hat. Zur Deckung allgemeiner Risiken wurde auf die Forderungen gegen Argen eine Pauschalabwertung von 1 % gebildet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen wurden berücksichtigt. Es wurde eine geschlechts- und altersspezifische Fluktuation zugrunde gelegt. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind zum Nennwert angesetzt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbelastung und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. III. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Angaben zum Anteilsbesitz
* Ergebnis vor Durchführung des Gewinnabführungsvertrages Beteiligungen der Implenia Modernbau GmbH, Saarbrücken:
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Zum Bilanzstichtag bestehen keine Forderungen mit einer Fälligkeit über einem Jahr. Latente Steuern Der Berechnung wurde unverändert zum Vorjahr ein Steuersatz von 30,95% zugrunde gelegt. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Bilanzdifferenzen bei der Pensionsrückstellung sowie aus steuerlichen Verlusten. Die aktiven latenten Steuern wurden nicht aktiviert. Eigenkapital Das Eigenkapital beträgt 52.173 TEUR (Vj. 52.173 TEUR). Der für die Abführung gesperrte Gesamtbetrag wäre 411 TEUR. Er resultiert aus der Differenz zwischen den AHK des Deckungsvermögens für Pensionen und Altersteilzeit in Höhe von 17.141 TEUR und dem Zeitwert des Deckungsvermögens für Pensionen und Altersteilzeit in Höhe von 17.552 TEUR. Eine Ausschüttungssperre entfällt aufgrund des Verlusts im Berichtsjahr. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die bilanzierte Pensionsverpflichtung i. H. v. 2.378 TEUR (Vj. 3.332 TEUR) resultiert aus der Saldierung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB von Altersversorgungsverpflichtungen mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um Wertpapiere (zum Kurswert am 31. Dezember 2023 bewertet) und Aktivwerte von Rückdeckungsversicherungen. Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
Zur Ermittlung der Pensionsrückstellungen wurden die folgenden Parameter verwendet:
Der Differenzbetrag zwischen 10 und 7 Jahres-Durchschnittszins wäre gemäß § 253 Abs. 6 S. 3 HGB ausschüttungsgesperrt. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden für die folgenden Sachverhalte gebildet:
In den sonstigen Rückstellungen wurden Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen in Höhe von 702 TEUR (Vj 732 TEUR) und Sterbegeld in Höhe von 172 TEUR (Vj. 180 TEUR) gebildet.
Verbindlichkeiten
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeiten Spiegel im Einzelnen dargestellt.
Es bestehen keine Sicherungen zu den Verbindlichkeiten. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlöse teilen sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt auf:
Die Umsatzerlöse wurden unverändert zum Vorjahr ausschließlich im Inland erzielt. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten nur unwesentliche Erträge aus Währungsumrechnung. Es sind periodenfremde Erträge i. H. v. 5.723 TEUR (Vj. 4.659 TEUR) enthalten. Diese betreffen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 5.723 TEUR (Vj. 4.655 TEUR) und im Vorjahr zusätzlich Erträge aus dem Abgang von Sachanlagevermögen 4 TEUR. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind nur unwesentliche Aufwendungen aus Währungsumrechnung sowie sonstige Steuern von 96 TEUR (Vj. 113 TEUR) enthalten. Außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen nach § 285 Nr. 31 HGB sind in nachfolgender Tabelle aufgeführt und erläutert.
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten aufgrund der Verrechnung mit den Erträgen des Deckungsvermögens Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von 340 TEUR (Vj 0 EUR). Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von 15 TEUR (Vj. 353 TEUR). V. Sonstige AngabenHaftungsverhältnisse Es bestehen Bürgschaften in Höhe von 35.822 TEUR aus der Besicherung von Voraus- und Anzahlungen sowie Vertragserfüllung. Im Rahmen von Arbeitsgemeinschaften haftet die Implenia Hochbau GmbH gesamtschuldnerisch. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird aufgrund der guten Bonität der ARGE-Partner grundsätzlich als gering eingeschätzt. Im Falle drohender Inanspruchnahmen werden entsprechende Vorsorgen gebildet. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen im Einzelnen die folgenden Sachverhalte und bestehen gegenüber Dritten:
Die Miet- und Leasingverträge bestehen mit Dritten und enden zwischen 2024 und 2028. Der Vorteil dieser außerbilanziellen Geschäfte liegt in der Flexibilität durch die zeitliche Befristung bzw. Kündbarkeit derartiger Verträge. Ebenso ist der Abfluss liquider Mittel bzw. die Kapitalbindung insbesondere bei Immobilien wesentlich geringer. Die Risiken bei derartigen Verträgen liegen in der Mindestlaufzeit eventuell ungünstiger Verträge, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen Es bestehen Geschäftsbeziehungen mit verbundenen Unternehmen zu marktüblichen Konditionen, die in den Konzernabschluss der Muttergesellschaft einbezogen werden. Geschäfte mit Arbeitsgemeinschaften im Rahmen von Bauprojekten werden zu marktüblichen Konditionen vertraglich fixiert und abgewickelt. Geschäftsführung
Die Gesamtbezüge werden unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB nicht angegeben. Honorar des Abschlussprüfers Im Geschäftsjahr wurden 128 TEUR für das Honorar des Abschlussprüfers aufgewendet. Das Honorar entfällt vollständig auf Abschlussprüfungsleistungen. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Konzernverhältnisse Mutterunternehmen der Gesellschaft, das den Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, in den die Implenia Hochbau GmbH und ihre Tochtergesellschaften einbezogen werden, ist die Implenia AG, Glattpark (Opfikon)/Schweiz. Der Konzernabschluss der Implenia AG wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt und auf der Publikationsseite der Implenia AG unter https://implenia.com/investoren/geschaeftsbericht/2023 veröffentlicht. Die Implenia Hochbau GmbH ist von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss- und -lagebericht zu erstellen, befreit. Die Implenia AG, Opfikon/Schweiz, stellt einen befreienden Konzernabschluss und -lagebericht auf. Gewinnverwendung/GewinnverwendungsvorschlagDer Jahresverlust für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 wird aufgrund des im Geschäftsjahr abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages vom 31.05.2023 von der Implenia Hochbau Holding GmbH (vormals Zschokke Holding Deutschland GmbH) übernommen. Eine entsprechende Forderung gegenüber verbundenen Unternehmen bzw. Gesellschafter ist erfasst.
Raunheim, den 19. Juli 2024 Dr. Matthias Jacob Lukas Czapla Entwicklung des Anlagevermögens 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Implenia Hochbau GmbH, Raunheim Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Implenia Hochbau GmbH, Raunheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Implenia Hochbau GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mannheim, den 19. Juli 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Dr. Martin Nicklis, Wirtschaftsprüfer ppa. Johann Horz, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 31. Juli 2024 festgestellt. |
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