Golf 2 Acquisition GmbH

Königstraße 1, 41460 Neuss, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Neuss HRB 22252
Vorher
Siebte Werhahn Beteiligungen GmbH
Eingetragen
23.2.2022
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Beteiligungserwerb und Beteiligungsverwaltung; ferner Verwaltung und Anlage von eigenem Vermögen sowie die Vornahme und Ausführung aller damit zusammenhängender Geschäfte und Handlungen, soweit sie zur Erreichung des Unternehmensgegenstandes dienlich oder förderlich sind. Die Gesellschaft wird keine Geschäfte vornehmen, zu deren Durchführung sie einer staatlichen Genehmigung oder Erlaubnis bedarf (z. B. Bank- oder Finanzdienstleistungsgeschäfte nach dem Gesetz über das Kreditwesen).

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Alexander Boldyreff
seit 3.2.2026
Geschäftsführer
Andreas König
seit 7.11.2023
Geschäftsführer
Oliver Dr. Schouler
seit 23.2.2022
Prokura
Arndt Böhme
seit 23.2.2022
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Werhahn Industrieholding SE
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Werhahn Industrieholding SE

Neuss

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

KONZERNLAGEBERICHT

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Geschäftsentwicklung und Ertragslage

Natursteine

Konsumgüter

Innovative Geschäftsmodelle

Vermögens- und Finanzlage

Risikobericht

Forschung und Entwicklung

Nachhaltigkeit

Prognose- und Chancenbericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Nach zwei Jahren, in denen die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen maßgeblich die globale ökonomische Entwicklung bestimmt haben, wurde die Weltwirtschaft in 2022 erheblich durch den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine und dessen umfangreiche Folgen geprägt. Anhaltende Lieferengpässe, Teuerungen bei Rohstoffen, steigende Energiekosten und nachgelagert erhöhte Waren- und Lebensmittelpreise sorgten weltweit für eine steigende Inflation. Die globale Inflationsrate erhöhte sich nach Berechnung des Internationalen Währungsfonds (IWF) von 4,7 % im Vorjahr auf 8,8 % im Jahr 2022. Diese Krisenlage und die Erhöhung der Subventionen zur Inflationsbekämpfung führten in vielen Ländern zu einem rasanten Anstieg der Staatsschulden: Diese haben dem IWF zufolge einen Rekordwert in sechs Jahrzehnten erreicht und betrugen 2022 nahezu 40 % der Gesamtverschuldung. In der unsicheren Weltwirtschaftslage wuchs dabei die Gefahr einer globalen Rezession.

Die rasche Ausbreitung neuer Varianten des Corona-Virus vor allem in China trug ebenfalls zur Verlangsamung des Wirtschaftswachstums bei. Die vollständigen Lockdowns in chinesischen Wirtschaftszentren führten erneut zu einer massiven und langfristigen Störung der globalen Lieferketten mit negativen Auswirkungen auf die Handelsströme und die gesamte Weltwirtschaft. Da die Corona-Maßnahmen weltweit eher gelockert wurden, erholten sich viele Märkte im Verlauf des Jahres. Laut Statistischem Bundesamt hat sich das weltweite Bruttoinlandsprodukt 2022 im Vergleich zum Vorjahr um rund 4,5 Billionen auf insgesamt ca. 101,6 Billionen US-Dollar erhöht.

Private Konsumausgaben stützten Wachstum in Deutschland

Die Folgen des Krieges in der Ukraine, Lieferkettenengpässe, Fachkräftemangel sowie starke Erhöhungen der Energiepreise haben 2022 die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland geprägt. Laut Statistischem Bundesamt ist die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr lediglich um 1,9 % gewachsen und damit weniger stark als im Vorjahr. Gestützt wurde das Wachstum laut Bundesregierung vor allem durch einen starken Anstieg des privaten Konsums von 4,6 %. Die Konsumausgaben stiegen damit fast wieder auf das Niveau der Zeit vor der Corona-Pandemie. Die deutschen Privathaushalte gaben ihr Geld wieder vermehrt in Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen sowie den Bereichen Freizeit, Unterhaltung und Kultur aus.

Insgesamt überwogen die wirtschaftlichen Herausforderungen, denen die Bundesregierung mit milliardenschweren Unterstützungsprogrammen begegnete. Laut Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz stieg die Inflationsrate in Deutschland im Herbst 2022 über 10 %. So hoch war dieser Wert seit den 1950er-Jahren nicht gewesen. Wesentliche Inflationstreiber waren der Anstieg der Energiepreise sowie Lieferengpässe infolge der Pandemie. Für das Gesamtjahr rechnete das Statistische Bundesamt mit einer Teuerungsrate von insgesamt 6,9 %. Die steigenden Energiepreise wirkten sich auch negativ auf die Produktionsleistung der Industrie aus, da es zu sinkenden Auftragseingängen und gedrosselten Produktionen energieintensiver Branchen kam.

Bei den Bauinvestitionen gab es laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2022 einen Rückgang um 1,6 %. Laut Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V. (ifo Institut) spürte zum Jahresende 2022 mehr als jedes zweite Bauunternehmen die Auswirkungen fehlender Baumaterialien, über 40 % der Unternehmen fehlten Fachkräfte. Fast jedes sechste Bauunternehmen war zum Jahresende zudem von Auftragsstornierungen infolge fortlaufend hoher Baupreise sowie steigender Bauzinsen betroffen.

Positiv entwickelte sich hingegen der Außenhandel im Jahr 2022. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 3,2 % mehr Waren und Dienstleistungen exportiert. Insgesamt exportierte Deutschland Waren im Wert von knapp 1,6 Billionen €, bei einem Exportüberschuss von 80 Mrd. €. Die Zunahme der Importe um preisbereinigt 6,7 % sorgte allerdings für ein schwächeres Wachstum des Bruttoinlandsprodukts. Dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz zufolge ist dies durch die schwächelnde Nachfrage nach deutschen Industriegütern wie Anlagen oder Maschinen sowie einer gleichzeitig erhöhten Nachfrage nach Energieimporten begründet. Wichtigster Exportpartner Deutschlands blieben auch 2022 die USA, während China vor allem aufgrund der Corona-Restriktionen von Platz 2 auf 4 der wichtigsten Abnehmerstaaten abrutschte. Weitere wichtige Handelspartner im Jahr 2022 waren Frankreich (Platz 2) und die Niederlande (Platz 3). Die wichtigsten Exportgüter waren Kraftwagen und Kraftwagenteile, Maschinen und chemische Erzeugnisse. Importseitig bestanden die wichtigsten Güter vor allem aus Datenverarbeitungsgeräten, elektrischen, optischen und chemischen Erzeugnissen sowie Erdöl und Erdgas. Im Jahr 2022 bezahlte Deutschland laut dem Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) im Vergleich zum Vorjahr knapp 80 Mrd. € mehr für Energie an das Ausland.

Die staatlichen Konsumausgaben erhöhten sich dem Statistischen Bundesamt zufolge 2022 nur moderat um 1,1 %. Während die staatlichen Ausgaben zur Bekämpfung der Corona-Pandemie deutlich sanken, investierte der Staat in Verpflegung und Unterbringung von zahlreichen Schutzsuchenden aus der Ukraine und anderen Staaten. Der Staatshaushalt schloss das Jahr 2022 laut der Statistikbehörde mit einem Finanzierungsdefizit von 101,6 Mrd. € ab. Das sind knapp 33 Mrd. € weniger als im Vorjahr.

Europa: Bessere Entwicklung als erwartet

Die konjunkturelle Lage in Europa war im Jahr 2022 stark durch die Folgen des Kriegs in der Ukraine, die Energiekrise und die daraus resultierende hohe Inflation geprägt. Die Inflationsrate der 27 Mitgliedsländer der Europäischen Union schätzt das Statistische Bundesamt für das Jahr 2022 auf 9,2 %. Dennoch übertraf die jährliche Wachstumsrate sowohl in der EU als auch im ganzen Euroraum die Erwartungen. Laut Angaben des Statistischen Amtes der Europäischen Union stieg das Bruttoinlandsprodukt im Euroraum um 3,5 % und in der EU um 3,6 %. Im Herbst 2022 war man noch von 3,3 % ausgegangen. Angesichts der drohenden Rezession in der Eurozone verabschiedeten die europäischen Länder umfassende Maßnahmenpakete.

Die italienische Wirtschaft legte trotz der globalen Wirtschaftskrise zu. Nachdem Italien die Pandemie-Maßnahmen gelockert hatte, profitierte es von einem erstarkenden Tourismus und Luftverkehr. Im Jahr 2022 stieg das Bruttoinlandsprodukt in Italien laut EU-Kommission um 3,9 %, was unter anderem der hohen Inlandsnachfrage und Wohnungsbauinvestitionen zu verdanken ist.

Spanien überstand das Krisenjahr 2022 ebenfalls dank des starken Aufschwungs beim Tourismus relativ gut und übertraf die wirtschaftlichen Erwartungen. Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts verzeichnet ein Plus von 5,5 % im Vergleich zum Vorjahr. Die EU-Kommission stellte fest, dass die Verlangsamung der Inflation ab Herbst 2022 die Verbraucher- und Unternehmensstimmung verbesserte. Dies resultierte in höherem Konsum und steigenden Investitionen zum Ende des jahres.

Das Bruttoinlandsprodukt Frankreichs verzeichnete 2022 ein Wachstum von 2,6 %, wobei diese Entwicklung laut EU-Kommission vor allem aus den wirtschaftlichen Verbesserungen des Vorjahres resultiert. 2021 hatte dieser Wert noch bei fast 7 % gelegen. Die osteuropäische Wirtschaft hatte mit teilweise enormen Inflationsraten zu kämpfen. Im Baltikum lagen die Höchstwerte dem Statistischen Bundesamt zufolge nur knapp unter 20 %.

Die baltischen Staaten zeigten sich laut Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche aber weitestgehend robust, reduzierten beispielsweise ihren Gasverbrauch und damit ihre Abhängigkeit von russischen Energieimporten. Höhere Rüstungsausgaben beugten zudem der Rezession vor. Länder wie Tschechien stellten Rekordwerte beim bilateralen Handelsvolumen auf. Die tschechische Wirtschaft profitierte von einer starken Investitionstätigkeit, während sich der private Verbrauch gegenüber dem Vorjahr verlangsamte und ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 2,5 % verzeichnete. Deutlicher Ausreißer in der Region: Das ukrainische Bruttoinlandsprodukt brach 2022 kriegsbedingt um mehr als 30 % ein.

Die polnische Wirtschaft zeigte sich 2022 sehr resilient gegenüber der globalen wirtschaftlichen Entwicklung. Das Bruttoinlandsprodukt erreichte laut EU-Kommission ein Plus von 4,9% und übertraf damit die Prognosen deutlich. Gründe dafür sieht die Kommission in dem expansiven finanzpolitischen Kurs des Landes, einer guten Arbeitsmarktlage und der Wirtschaftsleistung vertriebener Ukrainer, die in Polen Zuflucht gefunden haben. Die polnische Nationalbank stellte zudem ein starkes Wachstum bei den ausländischen Direktinvestitionen fest, ein Großteil davon stammt aus Deutschland. Mehr als 33 Mrd. € flossen 2022 laut der Santander Bank Polska aus dem Ausland nach Polen.

In Großbritannien erholte sich die Wirtschaft 2022 weiter von den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Das Bruttoinlandsprodukt legte laut Zahlen des britischen Parlaments um 4,1 % zu. Dennoch befindet sich die Wirtschaft in Großbritannien insgesamt in einer großen Krise. Laut Germany Trade and Invest lag die Wirtschaftsleistung des Landes im September 2022 sogar 0,2 % unter dem Vor-Corona-Niveau. Zum Jahresende deuteten viele Prognosen auf eine Rezession und einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts und der Wirtschaftsleistung in den kommenden Jahren hin. Grund hierfür war vor allem die stark gestiegene Inflation, die im Oktober 2022 mit 11,1 % den höchsten Stand seit 41 Jahren erreichte und die Kaufkraft der Briten hemmte. Großbritannien zählte 2022 erstmalig nicht mehr zu den zehn wichtigsten deutschen Handelspartnern. Auch die Folgen des Brexits 2021 machen sich immer mehr bemerkbar: Das britische Pfund hat seit dem Austritt aus der EU zwischen 10 und 15 % an Wert verloren, wodurch Importe verteuert und die Inflation angeheizt wurde. Gerade Lebensmittel haben sich seither erheblich verteuert.

Solides Wachstum in den USA und in China

Nach dem hohen Wirtschaftswachstum im Vorjahr erreichten die USA laut Handelsministerium in 2022 ein Wachstum mit einem Plus von 2,1 %. Trotz hoher Inflation und steigender Zinsen hat sich die US-Wirtschaft relativ stabil entwickelt. Während die US-Wirtschaft in den ersten beiden Quartalen leicht schrumpfte, entwickelte sich das zweite Halbjahr und insbesondere das vierte Quartal entgegen den Prognosen gut und das Bruttoinlandsprodukt stieg auf das Jahr hochgerechnet sogar leicht um 2,9 %. Dabei hatten die Leitzinserhöhungen der US-Notenbank Fed als Maßnahme gegen die hohe Inflation die wirtschaftliche Aktivität und Investitionen auf Unternehmensseite gedämpft.

Insgesamt plagen die USA aufgrund der steigenden Zinsen und der hohen Inflation Rezessionssorgen. Das erkennbare Wachstum der US-Wirtschaft zum Ende des Jahres sorgt dagegen für vorsichtigen Optimismus, dass die größte Volkswirtschaft der Welt eine Rezession vermeiden könnte. Zuletzt stabilisierte sich der Arbeitsmarkt als wichtiger Indikator. Die Inflationsrate sank im Dezember 2022 auf 6,5 %, was auch durch niedrigere Energiepreise begünstigt wurde.

Dazu hat beigetragen, dass die US-Bürger das Jahr über, trotz rückläufiger real verfügbarer Einkommen, Konsumausgaben tätigten. Laut Handelsministerium steigerten die Verbraucher ihre Ausgaben im vierten Quartal um 2,1 %, nach + 2,3 % im Sommer, wodurch der für die US-Wirtschaft wichtige Binnenkonsum relativ stabil blieb.

Das Defizit im Außenhandel der USA ist am Jahresende auf Rekordniveau gestiegen. Es legte um 6,4 Mrd. auf 67,4 Mrd. US-Dollar zu. Das höhere Defizit ist auf rückläufige Exporte und zugleich steigende Importe zurückzuführen. Die Importe in die USA übertrafen die Exporte im letzten Jahr um 948 Mrd. US-Dollar.

Chinas Wirtschaft wuchs in 2022 lediglich um 3 % und verfehlte damit das Wachstumsziel. Die Regierung hatte für 2022 ein Ziel von rund 5,5 % angestrebt. Grund dafür ist die strikte Null-COVID-Strategie der Regierung, die die zweitgrößte Volkswirtschaft in schwere Probleme gebracht hat.

Neben ökonomischen Kosten zur Eindämmung der COVID-19-Infektionen hat die zeitweise Abriegelung ganzer Städte ihre Spuren bei den Unternehmensgewinnen hinterlassen. Neben der Corona-Situation bremsten auch andere wirtschaftliche Probleme die chinesische Wirtschaft, wie die schwere Immobilienkrise, eine hohe Verschuldung und eine geschwächte heimische Nachfrage. Aufgrund der Abkühlung der Weltwirtschaft war auch der Exportsektor belastet. Nach Daten des Nationalen Statistikamtes sind die Gewinne von Chinas Industrieunternehmen zunächst zwischen Januar und August um 2,1 % im Vergleich zum Vorjahr geschrumpft. Nach einem schwachen zweiten Quartal konnte Chinas Wirtschaft ab August 2022 wieder etwas zulegen. Allerdings entwickelte sich der Außenhandel in 2022 mit einem Minus von 9,5 % schlechter als beim Einbruch zu Beginn der Corona-Pandemie im Mai 2020, als das Minus 9,3 % betrug. Laut einer Einschätzung der Weltbank büßte China damit zumindest zeitweise die Rolle als Wachstumsmotor Asiens ein.

Aufgrund der Null-COVID-Strategie durften Millionen von Chinesen und Chinesinnen ihr Zuhause zeitweise nicht verlassen. Insgesamt ging im vergangenen Jahr der Konsum der chinesischen Haushalte zurück. Die Haushalte in China sitzen auf hohen Sparguthaben. Erst im Dezember vollzog die Regierung in Peking überraschend eine Kehrtwende in der Corona-Politik. Allerdings legte die folgende Corona-Welle im Land Chinas Wirtschaft im Dezember zeitweise lahm. Am stärksten waren der Handel, die Dienstleistungsbranche und der Exportsektor betroffen, deren Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum schrumpften. Die Industrieproduktion legte hingegen leicht zu.

Erholung in Japan und Einbußen in Russland

Japan, die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt, erholte sich 2021 nur langsam von den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Diese Tendenz blieb auch im Jahr 2022 bestehen. Die Wirtschaft Japans entwickelte sich langsamer als erwartet und erreichte laut japanischer Regierung beim Bruttoinlandsprodukt ein Wachstum von 1,1 %. Mehr als die Hälfte des japanischen Bruttoinlandsprodukts macht der private Verbrauch aus, welcher im vierten Quartal um 0,5 % stieg. Es gelang Japan zwar, 2022 eine Rezession zu vermeiden, jedoch sorgte die steigende Inflation nur für eine langsame Erholung der Konjunktur.

Die russische Wirtschaft litt 2022 unter den Kosten des Krieges gegen die Ukraine - sowohl im Hinblick auf die inländischen Ausgaben als auch auf die westlichen Sanktionen. Als Reaktion auf den Angriff Russlands gegen die Ukraine hatten u. a. die USA, Kanada und die EU die seit dem Jahr 2014 bestehenden Wirtschaftssanktionen gegen Russland erheblich verschärft. Folglich beendeten über tausend ausländische Unternehmen ihre Geschäftsaktivitäten in Russland. Für die russische Wirtschaft bedeutete dies erhebliche Einbußen und einen starken Anstieg der Arbeitslosenquote.

Russlands Staatshaushalt verzeichnete im Jahr 2022 ein Defizit von 3,3 Billionen Rubel, was rund 44 Mrd. € entspricht. Der Hauptgrund dafür waren die Ausgaben für militärische Zwecke. 2022 sank das russische Bruttoinlandsprodukt laut Angaben des russischen Finanzministeriums um 2,1 %. Allerdings widersteht Russland den westlichen Sanktionen besser, als Ökonomen dies prognostiziert hatten. Der Herbstprognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) zufolge hätte das Bruttoinlandsprodukt 2022 um 3,4% zurückgehen sollen.

Geschäftsentwicklung und Ertragslage

Die Werhahn Industrieholding SE (WIH-Gruppe) ist Teil der Werhahn-Gruppe. Sie ist ein zentraler Bestandteil der Diversifikation der Werhahn-Gruppe. Ihre Aktivitäten im In- und Ausland umfassen den Geschäftsbereich Natursteine, den Unternehmensbereich Konsumgüter sowie die Geschäftsaktivität FiberLean Technologies.

Wesentliche Steuerungsgrößen der Bereiche sind die Kennzahlen Umsatz, operatives Ergebnis (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und nichtoperativen Abschreibungen 1 ) und das Ergebnis vor Steuern.

Im Jahr 2022 erwirtschaftete die WIH-Gruppe einen konsolidierten Umsatz in Höhe von 2.501 Mio. € (i. Vj.2.304 Mio. €). Das Umsatzwachstum betrug damit 9 % und hat das Vorjahr spürbar und den Plan leicht übertroffen. Alle Bereiche konnten, wenn auch unterschiedlich stark, höhere Umsätze erzielen. Der Geschäftsbereich Natursteine steigerte seine Umsätze deutlich und im Geschäftsbereich Zwilling Beauty waren die Umsätze spürbar über dem Vorjahr. Im Geschäftsbereich Zwilling Küche fiel das Umsatzwachstum moderat aus.

Im Inland lag der Umsatz mit 1.388 Mio. € deutlich über dem Niveau des Vorjahres (i. Vj. 1.253 Mio. €). Der Auslandsumsatz stieg mit 1.113 Mio. € (i. Vj. 1.051 Mio. €) spürbar an. Damit sank der Anteil des Auslandsumsatzes am konsolidierten Umsatz leicht gegenüber dem Vorjahr (45 %, i. Vj. 46 %). Die Entwicklung des Umsatzes in Euro ist neben signifikanten Preiseffekten durch Wechselkursänderungen positiv beeinflusst. Treiber dieser Entwicklung waren insbesondere der US-Dollar sowie der Renminbi.

Der Materialaufwand der WIH-Gruppe erhöhte sich aufgrund höherer Beschaffungs- und Rohstoffkosten in allen Geschäftsbereichen um 10 % auf 1.458 Mio. € (i. Vj. 1.323 Mio. €). Die Materialaufwandsquote 2 stieg im Vergleich zum Vorjahr nur leicht an. Durch ein aktives Preismanagement konnte insbesondere der Geschäftsbereich Natursteine dem Anstieg der Beschaffungs- und Rohstoffkosten entgegenwirken.

Der Personalaufwand lag bei einer leicht erhöhten durchschnittlichen Mitarbeiteranzahl mit 470 Mio. € spürbar über dem Vorjahresniveau (i. Vj. 431 Mio. €). Die Personalaufwandsquote ist mit 19 % identisch zum Vorjahr.

1 Zu den nichtoperativen Abschreibungen zählen Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und auf im Zuge der Neubewertung bei Akquisitionen aufgedeckte stille Reserven sowie Differenzen zwischen linearer und degressiver Abschreibung.
2 Die Materialaufwandsquote ergibt sich aus der Division des Materialaufwandes durch die Umsatzerlöse.

Die Abschreibungen auf Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen betrugen im Geschäftsjahr 135 Mio. € und lagen im Wesentlichen aufgrund der hohen Investitionen und der Firmenwertabschreibungen für die Akquisitionen der Jahre 2021 und 2022 deutlich über dem Niveau des Vorjahres (i. Vj. 120 Mio. €).

Im Jahr 2022 lagen die Sonstigen betrieblichen Erträge mit 50 Mio. € um 5 % unter dem Vorjahr (i. Vj.53 Mio. €). Ursächlich waren überwiegend geringere Gewinne aus dem Abgang des Anlagevermögens (4 Mio. €, i. Vj. 6 Mio. €), geringere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (12 Mio. €, i. Vj.14 Mio. €) sowie ein im Vorjahr in dieser Position enthaltener einmaliger Ertrag aus einer nachträglichen Kaufpreisanpassung im Zusammenhang mit einem früheren Unternehmensverkauf. Demgegenüber standen höhere Kursgewinne (16 Mio. €, i. Vj.12 Mio. €). Dies waren auch die wesentlichen Einzelposten innerhalb der Sonstigen betrieblichen Erträge.

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind stark von 382 Mio. € auf 452 Mio. € gestiegen. Dies lag im Wesentlichen an den gestiegenen Aufwendungen für Rekultivierungsverpflichtungen (26 Mio. €, i. Vj. 7 Mio. €) sowie den im Zuge der Inflation allgemein gestiegenen Kosten. Weitere wesentliche Einzelposten innerhalb der Sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren insbesondere die Aufwendungen für externe Dienstleistungen (90 Mio. €, i. Vj. 72 Mio. €), Instandhaltungsaufwendungen (86 Mio. €, i. Vj. 77 Mio. €), Aufwendungen aus Marketing (58 Mio. €, i. Vj. 54 Mio. €) sowie die Miet- und Leasingaufwendungen (51 Mio. €, i. Vj. 43 Mio. €).

Das Beteiligungsergebnis veränderte sich leicht von 19 Mio. € auf 18 Mio. €. Es beinhaltet hauptsächlich die Ergebnisse aus Assoziierten Unternehmen.

Das operative Ergebnis der WIH-Gruppe lag erheblich unter dem Vorjahr und den Erwartungen. Die höhere Rohertragsmarge konnte den generellen Kostenanstieg nicht vollständig kompensieren. Die Entwicklung in den Geschäftsbereichen verlief unterschiedlich. Während der Geschäftsbereich Natursteine das operative Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr spürbar sowie zum Planwert deutlich übertreffen konnte, erreichte der Geschäftsbereich Zwilling Küche das Vorjahr und den Plan bei weitem nicht. Der Geschäftsbereich Zwilling Beauty Group konnte zwar das starke Vorjahr knapp nicht erreichen, lag aber deutlich über dem Plan. FiberLean Technologies wurde erstmalig mit einem vollen Geschäftsjahr einbezogen und erzielte erheblich höhere Anlaufverluste als geplant und im Vorjahr.

Das Zinsergebnis inklusive der Erträge aus Wertpapieren des Anlage- und Umlaufvermögens minderte sich gegenüber dem Vorjahr um 2 Mio. € auf -13 Mio. €. Grund hierfür sind die höheren Bankverbindlichkeiten sowie das generell gestiegene Zinsniveau.

Das Ergebnis vor Steuern lag folglich mit 84 Mio. € erheblich unter dem Ergebnis des Vorjahres (i. Vj. 138 Mio. €) und auch deutlich unter den Erwartungen.

Die Steuerquote 3 ist im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen.

Insgesamt erzielte die WIH-Gruppe einen Konzernjahresüberschuss von 46 Mio. € nach 95 Mio. € im Vorjahr.

3 Die Steuerquote ergibt sich aus der Division des Steueraufwands durch das Ergebnis vor Steuern.

Natursteine

Der Geschäftsbereich Natursteine gewinnt und verarbeitet mineralische Rohstoffe für die Bauindustrie.

Der Geschäftsbereich Natursteine bündelt unter Führung der Basalt-Actien-Gesellschaft (BAG) vier Geschäftsfelder: Mineralische Rohstoffe, Asphaltmischgut, Bauchemie sowie Baustoffrecycling/-deponie. Neben Deutschland, Schweden und den Benelux-Staaten ist der Geschäftsbereich in den mittel- und osteuropäischen Ländern Polen, Russland, Ukraine, Tschechien und Ungarn auch mit eigenen Produktionsstandorten tätig. Zu den Kunden zählen insbesondere Unternehmen des Verkehrswege-, Tief-, Hoch-, Wasser- und Gleisbaus, private und öffentliche Bauträger sowie Hersteller von Steinwolle und Betonproduzenten.

Im Geschäftsfeld Mineralische Rohstoffe werden in 90 eigenen Steinbrüchen Hartgesteine gewonnen, aufbereitet und regional vermarktet. Ein wesentlicher Teil der Rohstoffe wird zudem für die Produktion von Asphaltmischgut in 164 eigenen Mischanlagen verwendet. Das Geschäftsfeld Bauchemie produziert und vertreibt überwiegend bituminöse Abdichtungsstoffe für den Straßen- und Hochbau. Im Geschäftsfeld Baustoffrecycling/-deponie werden unbelastete Baurestmassen bearbeitet, vermarktet und eingelagert.

Abgeschwächte Nachfrage im öffentlichen Straßenbau

Die Rahmenbedingungen des Geschäftsbereichs wurden durch die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine, die inflationäre Entwicklung von Energie- und Einsatzstoffpreisen sowie die Störungen bei den internationalen Lieferketten insbesondere bei der Maschinen- und Ersatzteilversorgung massiv beeinflusst.

Das Bauhauptgewerbe in Deutschland wuchs nach Angaben des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie 2022 insgesamt nominal um hohe 10 %. Preisbereinigt bedeutete dies jedoch einen realen Umsatzrückgang von 5,8 %. Alle drei Bausparten, Wohnungsbau (+ 11,2 %), Wirtschaftsbau (+ 10,8 %) und öffentlicher Bau (+ 8 %), zeigten zwar preisbedingte Zuwächse, verzeichneten aber preisbereinigt ebenfalls eine rückläufige Entwicklung. In dem für den Geschäftsbereich besonders wichtigen Bereich des öffentlichen Straßenbaus blieb der Umsatz preisbereinigt um 5,2 % (nominal: + 10,1 %) unter dem Niveau des Vorjahres. Einen Rückgang verzeichnete der öffentliche Straßenbau auch beim Auftragseingang. Hier betrug der reale Rückgang 6,1 % (nominal: + 8 %). Ungeachtet hoher, teils nicht ausgeschöpfter Budgets der öffentlichen Hand schwächten sich sowohl die Nachfrage als auch die Auftragseingänge im öffentlichen Straßenbau damit weiter ab.

Wesentliche Einflussfaktoren waren neben anhaltenden Problemen der Administration die stark gestiegenen Baupreise. Die festen Budgets auf Bund-, Landes- und Gemeindeebene ließen nur begrenzt kostenbedingte Überschreitungen der Projektkosten zu. Ein weiterer Grund waren personelle Engpässe, insbesondere aufgrund des anhaltenden Fachkräftemangels, in Planungs- und Genehmigungsbehörden, die zu Verzögerungen bei Planung, Ausschreibung und Vergabe von Aufträgen führten. Weiterhin kam es aufgrund der unzureichenden Digitalisierung der öffentlichen Bauverwaltungen bei anhaltenden Erschwernissen durch die Pandemie zu reduzierten bzw. verzögerten Ausschreibungstätigkeiten. Die oben genannten dämpfenden Faktoren führten zu einer unter den Erwartungen und Möglichkeiten liegenden Entwicklung der Marktvolumina, speziell im Asphaltstraßenbau.

In den ausländischen Märkten, in denen der Geschäftsbereich vertreten ist, wurde die Entwicklung ebenfalls durch den Krieg in der Ukraine und die meist noch stärker ausgeprägten Inflationsauswirkungen geprägt. In Polen, dem wichtigsten Auslandsmarkt, fielen Investitionen kleiner aus als erwartet und Infrastrukturprojekte verzögerten sich. Wesentlicher Grund dafür war die kriegsbedingte Unsicherheit, neben fehlenden Transportkapazitäten, steigenden Energiekosten und der hohen Inflation. Die ungarische Wirtschaft blieb 2022 ungeachtet der widrigen Rahmenbedingungen infolge des Ukraine-Krieges und der steigenden Energiepreise auf Wachstumskurs. Die Bauwirtschaft entwickelte sich jedoch vor dem Hintergrund hoher Inflation und Zinsen schwächer als andere Sektoren. Weiterhin belastend für die Wirtschaft waren die ausbleibenden EU-Zahlungen aufgrund der anhaltenden politischen Spannungen. Das Wirtschaftswachstum von Tschechien stieg 2022, aber auch hier setzen die Folgen von Russlands Krieg gegen die Ukraine sowie die daraus resultierende hohe Inflation die Konjunktur unter Druck. Trotz dieser Entwicklung stockte die tschechische Regierung den staatlichen Fonds für Verkehrsinfrastruktur weiter auf. In Russland belasteten Krieg und Sanktionen immer mehr Branchen sowie die Wirtschaft insgesamt deutlich und dauerhaft. Die Investitionen in Bau- und Infrastrukturprojekte sind jedoch aufgrund von staatlichen Investitionen deutlich angestiegen. Der Krieg hat den positiven Wirtschaftstrend in der Ukraine abrupt gestoppt. Die Zerstörung wichtiger Infrastruktur, die Blockade der Seehäfen sowie der Verlust von Arbeitskräften durch Flucht und Einberufung lähmen das Geschäftsleben erheblich. In neue Infrastrukturprojekte wird erst nach Kriegsende investiert. Die Wachstumsaussichten in Schweden wurden durch die hohe Inflationsrate, steigende Zinsen, andauernde Lieferengpässe und die vergleichsweise hohen Energiepreise getrübt. Dennoch konnte ein Wirtschaftswachstum realisiert werden.

Die Preissteigerungen bei Energieträgern sowie Einsatzstoffen erfuhren durch den Krieg in der Ukraine einen weiteren Schub. Insbesondere die im ersten Halbjahr 2022 hohen Rohölnotierungen führten zu stark gestiegenen Bitumenpreisen und belasteten die Beschaffungskosten im Vorjahresvergleich deutlich. Die Kosten für fossile Energieträger, aber auch für eingekaufte Frachtleistungen und andere energieabhängige Einsatzfaktoren, stiegen merklich an. Der Aufwand für Ersatz- und Verschleißteile erhöhte sich vor allem durch inflationäre Preissteigerungen, begrenzte Lieferkapazitäten und unterbrochene Lieferketten ebenfalls erheblich.

Starke Umsatzentwicklung trotz schwierigen Marktumfelds

Der Umsatz des Geschäftsbereichs Natursteine stieg 2022 im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 12,3 % auf 1.497 Mio. € und lag damit spürbar über den Erwartungen.

Der Anstieg zum Vorjahr und zum Plan ist hauptsächlich auf die deutlich erhöhten Mischgut- und Rohmaterialerlöse zurückzuführen. Die drastisch gestiegenen Beschaffungskosten erforderten eine aktive und innovative Preispolitik, um die außergewöhnlich hohen Kostensteigerungen über höhere Erlöse zu kompensieren.

Der nominalen Umsatzsteigerung lagen in Summe geringere Absatzmengen zugrunde. Der Rohmaterialabsatz lag im Inland spürbar unter Vorjahr und Plan. Die Mischgutabsätze entwickelten sich ebenfalls aufgrund geringerer Auftragsvergaben und steigender Preise bei gleichbleibenden Budgets der öffentlichen Haushalte unter den Vergleichswerten und lagen leicht unter dem Vorjahr und deutlich unter dem Plan. Der Auslandsabsatz von Rohmaterial lag moderat unter Vorjahr und Plan. Dieser Rückgang resultiert hauptsächlich aus dem kriegsbedingt stark reduzierten Betrieb des ukrainischen Steinbruchs. Ohne diese Einschränkungen übertrafen die ausländischen Aktivitäten sowohl das Vorjahr als auch den Plan erkennbar.

Trotz des schwierigen Umfelds und geringerer Absatzmengen lag das operative Ergebnis deutlich über dem Vorjahr und wesentlich über dem Plan. Die gestiegenen Kosten für Einsatzstoffe konnten durch eine strikte Preispolitik und konsequentes Kostenmanagement mehr als aufgefangen werden. In den wesentlichen Auslandsmärkten verzeichnete der Geschäftsbereich Natursteine eine sehr gute Entwicklung. Hingegen wirkten sich die aufgrund des stark gestiegenen Baupreisindexes erheblich höheren Rückstellungen für die Rekultivierung vor allem von Steinbrüchen negativ aus. Die Bauchemieaktivitäten wurden neben den stark gestiegenen Bitumenkosten sowie den Kostensteigerungen anderer Einsatzstoffe durch die im Jahresverlauf deutlich abgeschwächte Entwicklung des Hochbaus belastet. Im Geschäftsfeld Baustoffrecycling/-deponie wurde das Ergebnis im Wesentlichen durch geringere Brechtonnagen, höhere Kosten für Betriebsstoffe sowie einen Rückgang im Sonderbau beeinträchtigt.

Analog zum operativen Ergebnis lag das Ergebnis vor Steuern bedeutend über dem Vorjahresniveau und erheblich über dem Planansatz.

Preissteigerungen bremsen die Bauwirtschaft

Die Aussichten für die deutsche Bauwirtschaft sind aktuell von vielen verschiedenen Herausforderungen gekennzeichnet. Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie erwartet für 2023 in Deutschland insgesamt einen realen Umsatzrückgang von insgesamt 6 %. Dabei wird im Wohnungs- und Wirtschaftsbau eine reale Minderung von 9 % bzw.

4 % prognostiziert. Der öffentliche Bau wird 2023 in Deutschland weiterhin darunter leiden, dass die nominalen Baubudgets nicht mit den Baupreissteigerungen Schritt halten werden. Daher wird in dem für den Geschäftsbereich Natursteine besonders relevanten öffentlichen Bau ein weiterer realer Rückgang von 5 % erwartet. Besonders problematisch ist die Entwicklung bei den Bundesfernstraßen, wo unverändert deutlicher Nachholbedarf bei Sanierung und Ausbau des Verkehrswegenetzes bei unzureichender Finanzausstattung besteht. Auch auf kommunaler Ebene wird der Investitionsrückstand im Bereich der Verkehrsinfrastruktur weiter zunehmen.

Die Entwicklung der Auslandsmärkte ist in hohem Maße vom unsicheren Verlauf der geopolitischen Lage und der weltweiten inflationären Entwicklung geprägt. Es wird erwartet, dass die Wirtschaft in wesentlichen Märkten wie Polen deutlich an Schwung verlieren wird. Der Krieg in der Ukraine sorgt hier für starke Unsicherheiten. Impulse könnten von staatlichen Trägern ausgehen, speziell beim Ausbau des Autobahn- und Schnellstraßennetzes. Die meisten Vorhaben sind allerdings auf EU-Unterstützung angewiesen. Diese Mittel werden von der Europäischen Kommission jedoch erst freigegeben, wenn Polen sein Justizwesen reformiert hat. Russlands Wirtschaft wird in 2023 aufgrund des Angriffskriegs und der westlichen Sanktionen voraussichtlich schrumpfen. Gleichzeitig sollen Infrastrukturinvestitionen die Binnenkonjunktur ankurbeln. Für die Ukraine bleibt die Einschätzung schwierig. Neue Infrastrukturprojekte werden primär auf die Zeit nach Kriegsende verschoben. Für die ungarische Wirtschaft wird in der Folge des Ukraine-Krieges und der dadurch ausgelösten Wirtschaftskrise ein Abrutschen in die Rezession befürchtet. Es ist zu erwarten, dass die staatlichen Investitionen im Infrastrukturbereich durch die ausbleibenden EU-Mittel sowie durch die Konsolidierung der öffentlichen Finanzen im Staatshaushalt stark eingeschränkt werden. Tschechiens Wirtschaft wird 2023 voraussichtlich bestenfalls stagnieren. Bei möglichen Impulsen aus der neuen EU-Förderperiode 2021-2027 werden Infrastrukturinvestitionen weniger im Vordergrund stehen. Es wird damit gerechnet, dass Schwedens Wirtschaft, begleitet von einer negativen Investitionsentwicklung, schrumpfen wird.

Der Geschäftsbereich Natursteine erwartet für 2023 in einem schwierigen inländischen Marktumfeld einen Absatz von Rohmaterial und Asphaltmischgut im Bereich des Vorjahresniveaus. Im Ausland werden insgesamt über alle Länder rückläufige Absatzmengen erwartet. Der Umsatz des Geschäftsbereichs soll das Niveau des Vorjahres nahezu erreichen. Auf der Kostenseite werden die starken, inflationsbedingten Preissteigerungen für Materialien und Leistungen im Markt, aber auch die Auswirkungen auf die Zuführungen zu den Rekultivierungsrückstellungen eine große Herausforderung sein. Das operative Ergebnis wird aus heutiger Sicht das hohe Ergebnisniveau des Vorjahres aufgrund der Absatzmengen sowie hoher Kostenbelastungen erheblich unterschreiten. Das Ergebnis vor Steuern wird voraussichtlich ebenfalls stark unter dem Vorjahreswert liegen.

Insgesamt ist die Prognose weiterhin vor dem Hintergrund des wirtschaftlichen Umfelds von deutlichen Unsicherheiten geprägt.

Konsumgüter

Der Unternehmensbereich Konsumgüter umfasst die beiden Geschäftsbereiche Zwilling Küche und Zwilling Beauty Group. Sie produzieren hochwertige Markenartikel für Küche und Körperpflege und sind mit ihren Sortimenten weltweit auf allen wichtigen Märkten vertreten.

Zwilling Küche

Der Geschäftsbereich Zwilling Küche bietet Premiumprodukte für die moderne Wohnküche sowie für den Bereich Outdoor Kitchen an. Das Sortiment umfasst unter den Marken ZWILLING, STAUB, BALLARINI, MIYABI, DEMEYERE, SANTOS und FLAMMKRAFT vor allem Messer, Kochgeschirr, Bestecke, Scheren, Küchenhelfer, Vakuumiersysteme, elektrische Küchenkleingeräte sowie Grills und Grillzubehör. Die wichtigsten Absatzmärkte für den Geschäftsbereich sind neben Deutschland und anderen Ländern in Europa China, Nordamerika und Japan.

Verändertes Konsumverhalten

Die für die Geschäftsentwicklung entscheidende Konsumneigung der Verbraucher wurde 2022 insbesondere durch den Krieg in der Ukraine sowie die hohen Inflationsraten gedämpft. Vor allem die gestiegenen Lebenshaltungskosten, aber auch der Wegfall der Corona-Restriktionen sorgten für ein geändertes Konsumverhalten. Die Ausgaben für den gedeckten Tisch und die Küche gingen entsprechend zurück. Dies spiegelte sich in der Entwicklung der Warenhausgeschäfte wider, die zum Teil 2022 in finanzielle Schieflagen gerieten.

Aufgrund der Disruption in den Lieferketten wurden zudem Reservebestände aufgebaut, die zu rückläufigen Produktionsmengen in den Werken führten. Im Gegensatz zu anderen Ländern gab es in China noch lange regionsübergreifende Lockdown-Phasen, die die chinesische Geschäftstätigkeit beeinträchtigten. In Shanghai waren in den Monaten April und Mai kaum Auslieferungen aus dem Zentrallager und eine nur sehr eingeschränkte Produktion möglich. Erfreulich entwickelte sich hingegen das Online-Geschäft.

Anteil des Online-Geschäfts wächst weiter

Der Umsatz des Geschäftsbereichs Zwilling Küche übertraf mit 902 Mio. € geringfügig den Vorjahres- und den Planwert. Akquisitions- und wechselkursbereinigt war der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr jedoch leicht rückläufig, im Vergleich zum Plan wirkte sich insbesondere die Wechselkursentwicklung positiv auf den Umsatz aus. Das Kerngeschäft bewegte sich geringfügig unter dem Vorjahresniveau, das Sondergeschäft mit Kundenbindungsprogrammen konnte nicht an das außergewöhnlich starke Vorjahr anknüpfen. Während der Anteil des Online-Geschäfts am Kerngeschäftsumsatz auf jetzt 45 % gesteigert werden konnte, wurden schwächere Umsätze insbesondere im Premium Retail, Geschenkartikelgeschäft sowie im stationären Handel verzeichnet. Treiber hierfür waren vor allem die gebremste Konsumlaune der Verbraucher und der hohe Lagerbestand im Handel.

Der mit Abstand umsatzstärkste Markt in den USA konnte nicht an die überproportionalen Wachstumsraten der Vorjahre anknüpfen. Der Umsatz war leicht rückläufig und verfehlte spürbar den Plan. Die positiven Entwicklungen des Umsatzes durch die Eröffnungen neuer Shops und über Online-Kanäle konnten die Umsatzrückgänge im stationären Handel nicht kompensieren. Hier waren insbesondere Umsatzeinbußen im Zuge der Insolvenz eines Großkunden spürbar. Der Umsatz in Kanada war stark rückläufig. Von diesem Rückgang waren mit Ausnahme der eigenen Shops alle wesentlichen Vertriebskanäle betroffen.

Auch in China waren in Summe erhebliche Umsatzrückgänge zu verzeichnen. Diese resultierten vor allem im stationären Handel aus der strikten Lockdown-Politik im April und Mai 2022 in Shanghai sowie immer wieder verhängten Lockdowns in verschiedenen Regionen während des gesamten Jahres. Von dieser Situation profitierte das Online-Geschäft, welches einen weiteren Umsatzanstieg verzeichnete. In Japan erzielte Zwilling Küche insbesondere im stationären Handel und auch im Online-Geschäft ein spürbares Wachstum.

In Deutschland wurde der Vorjahresumsatz bereinigt um den Effekt der Akquisitionen im Barbecue-Segment auch im Plan spürbar verfehlt. Nach dem coronabedingten starken Wachstum in den Vorjahren war der Umsatz der Online-Vertriebskanäle erheblich rückläufig. Das stationäre Handelsgeschäft vor allem mit Einrichtungshäusern und den eigenen Shops erholte sich nach den Lockdown-Phasen im Vorjahr merklich. In den übrigen europäischen Ländern konnte der akquisitionsbereinigte Umsatz moderat gesteigert werden. Die größten Zuwächse konnten in Großbritannien, Spanien und in der Türkei realisiert werden.

Das operative Ergebnis lag deutlich unter dem Vorjahr und dem Plan. Treiber waren insbesondere Kostensteigerungen, die nur zeitverzögert an den Markt weitergegeben werden konnten. Neben dem daraus resultierenden leichten Rückgang der Rohertragsmarge stiegen vor allem die Personalkosten signifikant an. Darüber hinaus führten der fortgesetzte digitale Transformationsprozess sowie der Ausbau der Shops und des Online-Geschäfts zu einem Anstieg der betrieblichen Aufwendungen. Dementsprechend fiel auch das Ergebnis vor Steuern erheblich geringer aus als im Vorjahr und in der Planung vorgesehen.

Leichtes Umsatzwachstum bei herausforderndem Umfeld

Der Geschäftsbereich Zwilling Küche erwartet unter den aktuellen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für 2023 ein leichtes Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr. Insbesondere in dem Kerngeschäft wird ein deutliches Umsatzwachstum prognostiziert. Impulse werden dabei vor allem durch starke Zuwächse in den neuen Geschäftsfeldern Barbecue sowie in den Produktgruppen Vakuum und Electrics erwartet. Das Wachstum wird im Wesentlichen in den Kernmärkten Deutschland, USA und China erzielt werden, wobei in China der Fokus auf das Online-Geschäft und den eigenen stationären Handel gelegt wird. Das Sondergeschäft wird dagegen erwartungsgemäß stark rückläufig sein.

Die anhaltend angespannte geopolitische Lage, die Inflation und die damit verbundenen Kostensteigerungen stellen für den Geschäftsbereich Zwilling Küche auch weiterhin eine Herausforderung dar, welche die Entwicklung des Geschäftsbereichs beeinträchtigen werden. Dennoch wird erwartet, dass das operative Ergebnis leicht und das Ergebnis vor Steuern spürbar über Vorjahresniveau liegen.

Insgesamt ist die Prognose weiterhin vor dem Hintergrund des wirtschaftlichen Umfelds von deutlichen Unsicherheiten geprägt.

Zwilling Beauty Group

Der Geschäftsbereich Zwilling Beauty Group produziert und vertreibt unter den Marken ZWILLING und TWEEZERMAN hochwertige Pinzetten sowie Instrumente zur Maniküre und Pediküre. Ergänzt wird das Angebot durch Produkte der QVS-Gruppe, die Beauty-Tools unter den Marken TruYu und QVS sowie Handels- und Exklusivmarken vertreibt. Die wichtigsten Absatzmärkte für die Zwilling Beauty Group sind neben den USA und Deutschland Großbritannien sowie China. Darüber hinaus hat der Geschäftsbereich seine Vertriebstätigkeiten in den vergangenen Jahren in Australien, Kanada, den Niederlanden und Österreich verstärkt.

Erfreuliches operatives Ergebnis bestätigt

Ähnlich wie der Geschäftsbereich Zwilling Küche ist auch die Entwicklung des Geschäftsbereichs Zwilling Beauty Group von der Konsumstimmung in den jeweiligen Märkten geprägt.

Der Umsatz des Geschäftsbereichs übertraf vor allem aufgrund der vorteilhaften Entwicklung der Wechselkurse mit 106 Mio. € den Vorjahreswert spürbar sowie den Plan deutlich. Die positive Wechselkursentwicklung machte sich insbesondere in den USA, dem mit Abstand wichtigsten Markt, bemerkbar. In lokaler Währung bewegte sich der Umsatz trotz einer sich insbesondere im zweiten Halbjahr abzeichnenden Konsumschwäche in etwa auf Vorjahresniveau. Der Online-Handel konnte den Trend der Vorjahre nicht fortsetzen und lag leicht unter dem Niveau des Jahres 2021. Dagegen setzte sich der positive Umsatztrend bei den Premium Retailern sichtbar fort.

In Deutschland verzeichnete der Geschäftsbereich Zwilling Beauty Group einen signifikanten Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahr. Er blieb jedoch merklich unter dem Plan. Analog zu den USA konnten die Online-Händler in Deutschland ihren Wachstumstrend nicht fortsetzen. Insbesondere erfreute sich der stationäre Handel mit den Premium Retailern einer merklichen Geschäftsbelebung. Hier wirkte sich die Erholung des Tourismus positiv aus. In Großbritannien lag der Umsatz etwa auf Vorjahresniveau, aber deutlich über dem Plan. Im Frühjahr erfolgte hier der Markenrelaunch von QVS zu TruYu. Der chinesische Markt war geprägt von den wiederkehrenden Lockdowns. Der Umsatz lag daher signifikant unter dem Vorjahr und dem Plan. Ein Wachstumstreiber im Jahr 2022 waren die Märkte in Lateinamerika, in denen die Umsätze immens gestiegen sind.

Getrieben von der Wechselkursentwicklung lagen sowohl das operative Ergebnis als auch das Ergebnis vor Steuern deutlich über dem Planniveau. Das erfreuliche operative Ergebnis des Vorjahres konnte damit im Jahr 2022 bestätigt werden. Das Ergebnis vor Steuern war im Jahr 2022 beträchtlich niedriger als in 2021, da das Ergebnis vor Steuern im Vorjahr durch einen Sondereffekt positiv beeinflusst war.

Hohe Inflation drückt Verbraucherstimmung

Auch im Jahr 2023 wird die Geschäftsentwicklung der Zwilling Beauty Group stark davon abhängen, wie sich der private Konsum im Kernmarkt USA, in Deutschland und in den übrigen relevanten Märkten entwickelt. Nach den Jahren der Corona-Pandemie werden die wesentlichen negativen Einflussfaktoren des Ukraine-Krieges und die daraus resultierenden anhaltend hohen Energiekosten sein. Zudem verharrt die Inflation seit 2022 auf einem durchgehend höheren Niveau. In den USA entwickelt sich darüber hinaus der für den Geschäftsbereich wichtige Vertriebskanal mit lokalen Drogeriemarktketten leicht rückläufig. Positive Einflussfaktoren sind die Beendigung der Lockdowns in China und die damit einhergehende Normalisierung der Lieferketten sowie der lokalen Nachfrage.

Die dargestellten Rahmenbedingungen werden die Geschäftsentwicklung der Zwilling Beauty Group in 2023 erheblich beeinflussen. Der Geschäftsbereich erwartet eine Erholung im chinesischen Markt sowie eine Belebung des Geschäfts mit dem Geschäftsbereich Zwilling Küche in Europa. Es wird daher für das Jahr 2023 ein leicht höherer Umsatz sowie ein leicht unter dem Vorjahresniveau liegendes operatives Ergebnis erwartet. Das Ergebnis vor Steuern wird aufgrund des höheren Zinsniveaus deutlich sinken.

Insgesamt ist die Prognose weiterhin vor dem Hintergrund des wirtschaftlichen Umfelds von deutlichen Unsicherheiten geprägt.

Innovative Geschäftsmodelle

Die WIH-Gruppe hat mit FiberLean Technologies in ein innovatives Geschäftsmodell investiert, das die Zukunftsorientierung sicherstellen und weitere Geschäftschancen öffnen soll.

FiberLean Technologies

Mit FiberLean Technologies, 2016 gegründet, übernahm die WIH-Gruppe 2021 einen der weltweit führenden Hersteller von innovativen Verbundwerkstoffen aus mikrofibrillierter Cellulose (MFC). Der Einsatz von MFC in der Papier- und Verpackungsindustrie führt aufgrund seiner Materialeigenschaften zu Kosten- und Qualitätsvorteilen bei der Herstellung von Druck- und Schreibpapieren sowie Verpackungen für Transport und Handel. Zudem ermöglichen die hohe Stabilität des Werkstoffs sowie die hervorragenden Barriereeigenschaften die Substitution von konventionellen Zusatzstoffen auf Mineralölbasis in verschiedenen Anwendungsbereichen. Neben der Papier- und Verpackungsindustrie kann der biologisch abbaubare Werkstoff auch in der Baustoff- und Möbelindustrie eingesetzt werden. Biobasierte Werkstoffe von FiberLean Technologies sind somit in der Lage, den Einsatz umweltschädlicher Chemikalien oder Kunststoffe zu ersetzen oder zumindest zu reduzieren.

Neben dem ursprünglichen Tätigkeitsfeld von FiberLean Technologies, MFC-Produkte für die Papier- und Verpackungsindustrie zu entwickeln, werden kontinuierlich weitere industrielle Anwendungsfelder erforscht. Die Technologieplattform umfasst rund 650 Patente in mehr als 40 Ländern.

Nach den coronabedingten Einschränkungen intensivierte FiberLean Technologies seine Vertriebsaktivitäten im zweiten Halbjahr 2022. Es wurde eine Vielzahl von Tests zur Anwendung von MFC auf Anlagen von Kunden vor Ort durchgeführt. Auch in der Baustoff und Möbelindustrie wurde der Einsatz von MFC bei der Herstellung von Deckenplatten und mitteldichten Faserplatten mit Kunden erfolgreich getestet. Neben Kostenvorteilen leistet der Einsatz von biologisch abbaubarer und recyclingfähiger MFC einen wesentlichen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft. Denn konventionell hergestellte, formaldehydbasierte MDF-Platten sind gesundheitsschädlich und nur eingeschränkt recyclingfähig.

Zudem entwickelte FiberLean Technologies ein patentiertes Verfahren zur Erzeugung weißer Oberflächen für Verpackungen im Handel. Mithilfe dieses neuartigen Verfahrens können Kunden hohe Investitionen zur Umstellung der Papiermaschine vermeiden, Einsparungen bei der Produktion erzielen sowie ein verbessertes Druckbild erzeugen.

Hohe Anlaufverluste

FiberLean Technologies hat den Break-even im Jahr 2022 erwartungsgemäß noch nicht erreicht. Im Vergleich zum Vorjahr fielen die Umsätze aufgrund der erstmaligen Einbeziehung eines vollen Geschäftsjahres spürbar höher aus. Die Planwerte wurden jedoch erheblich verfehlt. Auch das operative Ergebnis und das Ergebnis vor Steuern waren im Vorjahresvergleich maßgeblich durch den Geschäftsjahreseffekt beeinflusst. Für das Jahr 2022 waren hohe Anlaufverluste erwartet worden. Da bei einem unter Plan liegenden Umsatz die Kosten stark über dem Planniveau lagen, fielen die Anlaufverluste beträchtlich höher aus als prognostiziert.

Für das Jahr 2023 werden Verluste in ähnlicher Größenordnung erwartet wie im Jahr 2022. Insgesamt ist die Prognose weiterhin vor dem Hintergrund des wirtschaftlichen Umfelds von deutlichen Unsicherheiten geprägt.

Vermögens- und Finanzlage

Die konsolidierte Bilanzsumme der WIH-Gruppe erhöhte sich zum 31. Dezember 2022 um 82 Mio. € auf 2.051 Mio. €.

Das Anlagevermögen der WIH-Gruppe stieg von 906 Mio. € auf 912 Mio. € an. Es umfasste 720 Mio. € Sachanlagevermögen (i. Vj. 693 Mio. €), 143 Mio. € Immaterielle Vermögensgegenstände (i. Vj. 164 Mio. €) sowie 49 Mio. € Finanzanlagen (i. Vj. 49 Mio. €).

Die Immateriellen Vermögensgegenstände sind um 21 Mio. € gesunken. Den laufenden Investitionen von 16 Mio. € und Zugängen aus den Akquisitionen von 5 Mio. € standen die laufenden Abschreibungen des Geschäftsjahres von 40 Mio. € gegenüber. Von den laufenden Abschreibungen betrafen 21 Mio. € planmäßige Firmenwertabschreibungen.

Bei den Sachanlagen standen den Investitionen von 126 Mio. € hauptsächlich die Abschreibungen des Geschäftsjahres von 96 Mio. € gegenüber. Der wesentliche Teil der Investitionen entfiel auf den anlagenintensiven Geschäftsbereich Natursteine, der mit 84 Mio. € (i. Vj. 92 Mio. €) weniger als im Vorjahr ausgab. Die Investitionen im Unternehmensbereich Konsumgüter sind hingegen im Vergleich zum Vorjahr auf 33 Mio. € (i. Vj. 21 Mio. €) angestiegen. Hier wurde vornehmlich in die Erweiterung von Produktionskapazitäten investiert.

Die Vorräte betrugen zum 31. Dezember 2022 631 Mio. € (i. Vj.544 Mio. €). Der Anstieg resultierte überwiegend aus dem Bestandsaufbau im Unternehmensbereich Konsumgüter.

Die Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände inklusive Rechnungsabgrenzungsposten betrugen insgesamt 389 Mio. € (i. Vj. 414 Mio. €).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen mit 247 Mio. € auf dem Vorjahresniveau (i. Vj. 248 Mio. €). Während im Geschäftsbereich Natursteine die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Zuge der Geschäftsentwicklung moderat gestiegen sind (75 Mio. €, i. Vj. 72 Mio. €), lagen sie im Unternehmensbereich Konsumgüter aufgrund eines besseren Forderungsmanagements im Geschäftsbereich Zwilling Küche unter dem Vorjahreswert (171 Mio. €, i. Vj. 175 Mio. €). Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, stiegen um 1 Mio. € gegenüber dem Vorjahr auf insgesamt 28 Mio. € an. Die Erhöhung betraf insbesondere den Geschäftsbereich Natursteine. Der Rückgang der Sonstigen Vermögensgegenstände um 24 Mio. € auf 51 Mio. € beruht primär auf um 22 Mio. € niedrigeren Forderungen gegen Finanzbehörden.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit lag trotz des erheblichen Rückgangs des Periodenergebnisses mit 83 Mio. € über dem Cashflow des Vorjahres (i. Vj.59 Mio. €). Der Wert des Jahres 2021 war stark durch den Bestandsaufbau im Unternehmensbereich Konsumgüter beeinflusst, der im Geschäftsjahr 2022 deutlich moderater ausfiel. Der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und anderer Passiva wirkte sich in 2022 mindernd auf den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit aus. Im Vorjahr ergab sich durch den Anstieg dieses Postens hingegen ein positiver Effekt.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit (-111 Mio. €, i. Vj.- 215 Mio. €) war von Investitionen in das Sachanlagevermögen geprägt. Die Veränderung im Vergleich zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus den Auszahlungen für die Akquisitionen des Vorjahres. Im Jahr 2022 fielen daher die Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis mit 7 Mio. € erheblich geringer aus (i. Vj.107 Mio. €). Zudem stiegen die erhaltenen Dividenden um 7 Mio. €. Gegenläufig ausgewirkt haben sich die höheren Auszahlungen für Investitionen in Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen (132 Mio. €, i. Vj.126 Mio. €).

Der Free Cashflow verbesserte sich mit -29 Mio. € nach -157 Mio. € im Vorjahr signifikant.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug -171 Mio. € (i. Vj. - 108 Mio. €). Die Veränderung zum Vorjahr resultierte im Wesentlichen aus erhöhten Darlehenstilgungen und Abflüssen aus Dividendenzahlungen.

Der Finanzmittelfonds am Ende der Periode betrug -400 Mio. € (i. Vj. - 198 Mio. €) und lag deutlich unter dem Wert des Vorjahres.

Die liquiden Mittel der WIH-Gruppe umfassten neben den Wertpapieren und Flüssigen Mitteln von 111 Mio. € zum 31. Dezember 2022 (i. Vj. 98 Mio. €) auch die Guthaben bei Banken der Werhahn-Gruppe, die in den Forderungen gegen Verbundene Unternehmen ausgewiesen werden. Ferner waren im Finanzmittelfonds jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (340 Mio. €) sowie kurzfristige Kreditaufnahmen, die zur Disposition der liquiden Mittel gehören (213 Mio. €), einbezogen.

Die Finanzierung der WIH-Gruppe erfolgt hauptsächlich durch Gesellschaften der Werhahn-Gruppe und einen syndizierten Kreditvertrag.

Die Aktiven latenten Steuern betrugen zum Bilanzstichtag 8 Mio. € (i. Vj. 8 Mio. €). Die WIH-Gruppe verzichtet unverändert auf die Bilanzierung aktiver latenter Steuerüberhänge aus Einzelabschlüssen im Rahmen des Wahlrechts.

Das Eigenkapital der Gruppe minderte sich von 915 Mio. € auf 856 Mio. €. Das entspricht einer Eigenkapitalquote von 42 % (i. Vj. 46 %). Die Veränderungen im Eigenkapital werden im Eigenkapitalspiegel detailliert dargestellt.

Die Rückstellungen stiegen gegenüber dem Vorjahr um 27 Mio. € auf 341 Mio. €. Sie umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen im Geschäftsbereich Natursteine von 103 Mio. € (i. Vj.82 Mio. €), Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen von 62 Mio. € (i. Vj.62 Mio. €), sonstige Personalrückstellungen von 65 Mio. € (i. Vj. 63 Mio. €), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen von 30 Mio. € (i. Vj. 27 Mio. €) sowie Rückstellungen für Rabatte und Boni von 30 Mio. € (i. Vj. 29 Mio. €).

Die Verbindlichkeiten inklusive Rechnungsabgrenzungsposten der WIH-Gruppe lagen mit 854 Mio. € über dem Vorjahreswert von 741 Mio. €. Der Anstieg resultierte insbesondere aus den im Vergleich zum Vorjahr erhöhten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von 354 Mio. € (i. Vj. 201 Mio. €). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken um 15 Mio. € auf 114 Mio. € und die Verbindlichkeiten gegenüber Verbundenen Unternehmen um 3 Mio. € auf 297 Mio. €. Die Sonstigen Verbindlichkeiten von 50 Mio. € lagen insbesondere aufgrund der niedrigeren Verbindlichkeiten gegenüber Finanzbehörden um 26 Mio. € unter dem Vorjahreswert.

Risikobericht

Das Handeln der WIH-Gruppe ist darauf ausgerichtet, nachhaltig zu wachsen und Werte zu erhalten und zu erschaffen. Aufgrund ihrer nach Branchen und Regionen diversifizierten Struktur ist die Werhahn-Gruppe dabei unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Eine aktive Steuerung der Risiken erfolgt durch das Risikomanagementsystem der WIH-Gruppe und ist ein integraler Bestandteil der Unternehmenssteuerung und -strategie sowie der Corporate Governance in der WIH-Gruppe.

Risikomanagementsystem

Zielsetzung des Risikomanagementsystems

Ziel des Risikomanagements in der WIH-Gruppe ist es, Risiken im Hinblick auf die langfristigen Unternehmensziele vorausschauend zu beurteilen. Zu diesem Zweck sollen die Risiken frühzeitig erkannt, zutreffend bewertet sowie effektiv und effizient gesteuert werden. Risiken sind alle Ereignisse und möglichen Entwicklungen, die das Erreichen der Unternehmensziele beeinträchtigen oder die sich aus einer nicht genutzten Entwicklungsmöglichkeit und Chance ergeben können. Die Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeit und des Ausmaßes zukünftiger Ereignisse und Entwicklungen unterliegt naturgemäß Unsicherheiten.

Zielsetzung des Risikomanagementsystems ist die Förderung der Risikokultur und die Erstellung und Bewertung gruppenweiter Risikoberichte. Neben den Geschäftsbereichen werden auch die Zentralfunktionen, wie z. B. die Revision und das Compliance-Committee, in das Risikomanagement eingebunden, um ein effizientes Risikomanagement in der WIH-Gruppe zu gewährleisten.

Organisation des Risikomanagements

Die WIH-Gruppe ist in das Risikomanagementsystem der Werhahn-Gruppe eingebunden, dessen Organisation nachfolgend beschrieben wird.

Durch gruppenweit verbindliche Regelungen und die regelmäßige Einbindung der obersten Leitungsgremien der Werhahn-Gruppe wird sichergestellt, dass die Anforderungen des Risikomanagementsystems eingehalten und zielgerecht angewendet werden. Die aktuelle Risikolage sowie wesentliche Einzelrisiken werden regelmäßig in Vorstands- und Verwaltungsratssitzungen besprochen. Neu erworbene Gesellschaften werden zügig an die gesetzten Standards herangeführt.

Die Richtlinie des finanziellen Risikomanagements regelt die Rahmenbedingungen sowie die Vorgehensweise im Umgang mit finanziellen Risiken. Diese umfassen Liquiditätsrisiken, Währungsrisiken sowie Zins- und Rohstoffpreisrisiken. Ziel ist es, die Risiken auf ein Ausmaß zu begrenzen, welches auch bei wesentlich negativen Entwicklungen die Gruppe nicht gefährdet.

Die Compliance-Systeme der Werhahn-Gruppe werden laufend aktualisiert. Das Compliance-Committee der Werhahn-Gruppe ist für die gruppenweite Einhaltung von Gesetzen und Regeln verantwortlich. Die Aktivitäten der Gruppe unterliegen national und international wirkenden rechtlichen Vorgaben sowie selbst gesetzten Werten und Regeln. Die Unternehmenswerte und sich daraus ableitende Grundsätze für ein moralisch, ethisch und rechtlich korrektes Verhalten sind in einem gruppenweit gültigen Verhaltenskodex zusammengefasst. Der Verhaltenskodex wird unter anderem durch einen speziellen Leitfaden zum Kartellrecht ergänzt und durch elektronische Schulungstools zum Verhaltenskodex insgesamt sowie zu weiteren compliancerelevanten Themen konkretisiert. Die insgesamt 35 Compliance-Beauftragten in den Geschäftsbereichen unterstützen den zentralen Compliance-Beauftragten bei der Weiterentwicklung des Compliance-Systems und sorgen für die Umsetzung von Maßnahmen in ihrem jeweiligen Verantwortungsbereich. Zudem kommen sie mit dem zuständigen Vorstand, dem zentralen Compliance-Beauftragten und der Revision zu regelmäßigen Sitzungen zusammen. Die Mitarbeitenden können bei Fragen zu Compliance-Themen entweder den jeweiligen lokalen Compliance-Beauftragten oder den zentralen Compliance-Beauftragten der Werhahn-Gruppe ansprechen. Weiterhin können weltweit kostenlos und anonym über das bestehende in allen gängigen Sprachen verfügbare Hinweisgebersystem relevante Vorgänge oder Verstöße an die jeweilige Gruppengesellschaft gemeldet werden.

Als weitere Instanz überwacht der Zentralbereich Revision gemeinsam mit den Revisionsabteilungen der Geschäftsbereiche durch unabhängige Prüfungen die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und interner Richtlinien. Im Rahmen der Prüfungen werden zudem die Geschäftsprozesse und das interne Kontrollsystem der geprüften Gesellschaften evaluiert. Der Prüfungsumfang umfasst je nach Bedarf die Beurteilung der Angemessenheit und Wirksamkeit der implementierten Prozesse und Systeme zum Risikomanagement. Die interne Revision führt ihre Prüfungen auf Basis eines risikoorientierten Prüfungsansatzes durch, der den Umfang der Prüfungshandlungen an der Risikoeinschätzung des jeweiligen Prüffeldes ausrichtet.

Der Verwaltungsrat beschäftigt sich außerhalb der Beratung zum Jahres- und Konzernabschluss vertiefend in einer Sitzung mit dem Risikomanagementsystem und der Risikobewertung unter Einbeziehung der Erkenntnisse aus den Bereichen Revision, Compliance, Datenschutz und Informationssicherheit durch schriftliche und persönliche Berichterstattung der Verantwortlichen.

Die Überwachung des Konzernrechnungslegungsprozesses erfolgt über interne Kontrollsysteme. Der für die Abschlusserstellung maßgebliche rechnungslegungsbezogene Teil des internen Kontrollsystems umfasst dabei Maßnahmen, die gewährleisten sollen, dass Informationen, die für die Aufstellung des Konzernabschlusses sowie des Konzernlageberichtes notwendig sind, vollständig, richtig und zeitgerecht übermittelt werden.

Systemseitige und manuelle Maßnahmen sollen das Risiko einer materiellen Falschaussage im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht minimieren.

Die Accounting-Richtlinie der Werhahn-Gruppe ist die Grundlage für eine gesetzeskonforme und konzerneinheitliche Bilanzierung und Konsolidierung. Sie wird stetig aktualisiert, vom Vorstand freigegeben und ist verbindlich von allen konsolidierten Unternehmen der Werhahn-Gruppe anzuwenden. Grundlage für die Aktualisierung der Accounting-Richtlinie ist die Analyse der Entwicklungen des Handelsrechts und der Deutschen Rechnungslegungs Standards im Hinblick auf ihre Auswirkungen auf den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht. Hierzu findet ein regelmäßiger Austausch mit dem Vorstand und den Finanzabteilungen der Geschäftsbereiche statt. Weitere wesentliche Bestandteile des Konzernrechnungslegungsprozesses sind der einheitliche Konzernkontenplan und der verbindliche Konzernabschlussterminplan.

Die Erstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts erfolgt mithilfe einheitlicher IT-Systeme zur Konsolidierung und zur Erstellung von Konzernanhang und Konzernlagebericht. Die Systeme sind in die IT-Sicherheitsstrategie der Werhahn-Gruppe eingebunden, insbesondere gibt es ein detailliertes Berechtigungskonzept und festgelegte Change-Management-Verfahren.

Unterstützt wird die Überwachung des Konzernrechnungslegungsprozesses durch die interne Revision. Ein wesentlicher Schwerpunkt der Prüfungen ist die Qualität des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems. Auch die Wirtschaftsprüfer der Werhahn-Gruppe berichten über die Ergebnisse ihrer Prüfung und etwaige Feststellungen zum internen Kontrollsystem der konsolidierten Gesellschaften. Wo notwendig, werden zudem externe Experten hinzugezogen, z. B. bei der Bewertung von Pensions- und Rekultivierungsrückstellungen oder bei der Erstellung von Kaufpreisallokationen bei Unternehmenserwerben.

Ablauf des Risikomanagements

Im ersten Schritt erfolgt bei einer jährlichen Inventur die Risiko- und Chancenerhebung auf Ebene der Geschäftsbereiche im Rahmen der Unternehmensplanung. Die Bewertung der identifizierten Risiken erfolgt anhand ihrer maximalen Schadenshöhe und prozentualen Eintrittswahrscheinlichkeit.

Die erhobenen Risiken werden im Anschluss auf Gruppenebene unter Beteiligung des Vorstands der Wilh. Werhahn KG diskutiert und auf zusätzlichen Handlungsbedarf zur Risikosteuerung geprüft. Auf dieser Basis wird jährlich ein Konzern-Risikobericht erstellt. Dieser beinhaltet die Risikosituation der Werhahn-Gruppe insgesamt, wesentliche Einzelrisiken sowie Maßnahmen zu deren Begrenzung.

In Planungsrunden werden neben der Planung von finanzwirtschaftlichen Zahlen die wesentlichen Risiken und Maßnahmen zu deren Begrenzung besprochen und aktualisiert. Bei Bedarf erfolgt eine Neubewertung der Risiken und Maßnahmen unter Einbeziehung des Vorstands der Wilh. Werhahn KG und eine Anpassung der jeweiligen Planung des Geschäftsbereichs.

Das Ergebnis des Risikomanagementprozesses wird in einer Risikokontrollmatrix ausgewiesen. In dieser wird der summierte Schadenserwartungswert der einzelnen Risiken hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und Höhe ihrer Wirkung in Bandbreiten eingeordnet. Sowohl bei der Bewertung als auch bei der Zuordnung der einzelnen Risiken zu den Bandbreiten sind risikominimierende Maßnahmen berücksichtigt. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird dabei in den Bandbreiten unwahrscheinlich, möglich und wahrscheinlich unterteilt. Der Schadenserwartungswert wird in spürbar, erheblich und schwerwiegend unterschieden. Durch die Verknüpfung der Kriterien Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenserwartungswert werden die Risiken in Risikokategorien eingestuft. In der folgenden grafischen Darstellung wird die Beurteilung der Risikokategorien der Werhahn-Gruppe dargestellt.

Die Entwicklung der Einzelrisiken wird laufend von den Geschäftsbereichen beobachtet und hierüber zu festgelegten Terminen in den verschiedenen Gremien der Geschäftsbereiche sowie dem Vorstand der Wilh. Werhahn KG berichtet. Auch außerhalb der festgelegten Termine werden neue wesentliche Risiken im Rahmen des laufenden Berichtswesens oder durch Ad-hoc-Berichte an die zuständigen Gremien gemeldet.

Die Effektivität des Risikomanagements wird regelmäßig überprüft. Bei Bedarf wird das Risikomanagementsystem weiterentwickelt und verbessert.

Aktuelle Risikosituation

Nachfolgend sind die identifizierten zentralen Risiken der WIH-Gruppe aufgeführt, die wesentliche nachteilige Auswirkungen auf die Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Reputation der WIH-Gruppe haben können. Dabei handelt es sich um die Risiken, bei denen die Wahrscheinlichkeit eines schwerwiegenden Schadens als möglich oder wahrscheinlich eingestuft wird, sowie um Risiken, bei denen ein erheblicher Schaden wahrscheinlich ist. Für alle berichteten Risiken werden geeignete Maßnahmen zur Risikobegrenzung ergriffen. Zusätzliche Risiken, die derzeit noch nicht bekannt sind, oder Risiken, die derzeit als unwesentlich erachtet werden, können sich ebenfalls negativ auf die Geschäftstätigkeiten und -ziele auswirken.

Externe Risiken

Die wirtschaftliche Lage der WIH-Gruppe ist maßgeblich von den mikro- und makroökonomischen Rahmenbedingungen beeinflusst.

Im Geschäftsbereich Natursteine spielen Investitionen in öffentliche Infrastruktur eine wichtige Rolle. Insbesondere ist der Geschäftsbereich der Gefahr ausgesetzt, dass geplante Infrastrukturinvestitionen aufgrund der wirtschaftlichen Lage verschoben, aufgegeben oder mit einer reduzierten Mittelausstattung durchgeführt werden.

Auch der Krieg in der Ukraine beeinflusst die Geschäftstätigkeit unmittelbar an den Standorten in Russland und der Ukraine. Dort besteht das Risiko, dass die Geschäftstätigkeit eingeschränkt, verhindert oder der Standort in der Ukraine durch Kriegshandlungen zerstört wird. Ein weiteres wesentliches Risiko ergibt sich indirekt über höhere Energiepreise bzw. mögliche Energieengpässe insbesondere bei der Versorgung mit Öl und Gas.

Einige Produktionsstandorte der WIH-Gruppe sind im Produktionsprozess auf einen hohen Energiebedarf angewiesen. Für die Herstellung von Asphalt und für die Verarbeitung von Stahl sind hohe Temperaturen notwendig, was mit einem hohen Energiebedarf verbunden ist. Die Geschäftsbereiche prüfen daher laufend Maßnahmen, um den Energieverbrauch zu optimieren und die Abhängigkeit der Produktionsprozesse von fossilen Brennstoffen zu verringern.

Die hohe Inflation in den westlichen Industrienationen, die auch im Zusammenhang mit den gestiegenen Energiepreisen steht, kann sich spürbar auf die Nachfrage nach hochwertigen Küchen- und Körperpflegeartikeln aus dem Unternehmensbereich Konsumgüter auswirken, da die Kaufkraft der Verbraucher insgesamt nachlässt.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie stellen unverändert eine Herausforderung dar. Auch wenn sich die Risikosituation diesbezüglich im Laufe des Geschäftsjahres 2022 deutlich verbessert hat, besteht unverändert das Risiko, dass Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie die Fähigkeit zur Produktion oder Lieferung der durch die Geschäftsbereiche angebotenen Produkte und Dienstleistungen erheblich beeinträchtigen. Die wirtschaftlichen Kosten der von staatlichen Stellen veranlassten Maßnahmen können sich vor allem in Form verschobener oder stornierter Aufträge bzw. Investitionen unserer Kunden sowie erhöhter Ausfallrisiken zeigen. Auch die mit der Corona-Pandemie gestiegene öffentliche und private Schuldenlast könnte die branchenspezifische Nachfrage besonders der öffentlichen Hand negativ beeinflussen. Die Ausbreitung des Corona-Virus und seiner Mutanten stellen weiterhin ein Risiko für die Gesundheit und die Verfügbarkeit der Mitarbeitenden der WIH-Gruppe dar. Die WIH-Gruppe hat zur Begrenzung dieses Risikos Krisenstäbe eingerichtet, um die unterschiedlichen Auswirkungen von COVID-19 sorgfältig zu überwachen und Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Der Schwerpunkt dieser Maßnahmen liegt auf der Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeitenden und der Kontinuität der geschäftlichen Aktivitäten. Die Maßnahmen werden auf Konzernebene koordiniert, wobei vorrangig das verantwortliche Management in den einzelnen Geschäften und Ländern befähigt wird, den individuellen Umständen entsprechend angemessene Maßnahmen zu ergreifen. Beispiele für wesentliche Maßnahmen zur Abmilderung der beschriebenen Folgen sind die Nutzung des mobilen Arbeitens sowie mitarbeiterorientierte Gesundheitsmaßnahmen.

Naturgemäß ist die WIH-Gruppe dem Wettbewerb ausgesetzt. So kann ein intensiver Preiswettbewerb der Marktteilnehmer oder der Markteintritt neuer, disruptiver Wettbewerber wesentliche Auswirkungen auf die Profitabilität der Geschäftsbereiche der WIH-Gruppe haben. Insbesondere bei neuen Technologien oder innovativen Geschäftsmodellen besteht das Risiko, dass diese die Kundenerwartungen nicht erfüllen und daher nicht erfolgreich am Markt platziert oder im Zuge der sich stetig ändernden Marktverhältnisse obsolet werden können. Die Herausforderung besteht darin, der Marktdynamik durch Flexibilität und Anpassungsfähigkeit zu begegnen. Die kontinuierliche Optimierung von Geschäftsmodellen und Technologien ist unabdingbar, um die Marktposition zu stärken. Gerade in diesem Zusammenhang ist es von großer Bedeutung, den Technologievorsprung über Patente abzusichern. Laufen Patente ab oder kann ein Patentschutz nicht wirksam gewährleistet werden, können die Markteintrittshürden für Wettbewerber niedriger sein, als ursprünglich erwartet.

Die Diversifikation der Geschäftsbereiche in der WIH-Gruppe vermindert die Abhängigkeit von einzelnen Markt- und Branchenentwicklungen signifikant und wirkt sich damit wesentlich risikomindernd aus.

Leistungswirtschaftliche Risiken

Die leistungswirtschaftlichen Risiken umfassen Risiken aus den Bereichen Beschaffung, Produktion und Absatz.

Im Bereich Beschaffung bestehen in allen Geschäftsbereichen die größten Risiken in Form möglicher Verteuerung und Verknappung von Einsatzstoffen wie Energie, Treibstoff und Bitumen. Die höheren Kosten können sich wesentlich negativ auf die Ertragslage der WIH-Gruppe auswirken, da sie nicht, nur teilweise oder mit Verzögerung weitergegeben werden können. Für den Geschäftsbereich Natursteine und dessen Produktion von Asphaltmischgut für den Verkehrswegebau ist vor allem Bitumen ein äußerst bedeutsamer Einsatzstoff. Dem wird durch risikoreduzierende Maßnahmen hinsichtlich der Preisentwicklung wie zum Beispiel durch Bitumen-Festpreiskontingente Rechnung getragen. Im Konsumgüterbereich besteht neben den Risiken der Verteuerung und Verfügbarkeit das Risiko des Ausfalls von Lieferanten, was zu einem Produktionsstillstand führen könnte. Dem wird durch alternative Bezugsquellen entgegengewirkt.

Produktionsrisiken wird mit vorbeugenden Instandhaltungs- und Qualitätssicherungsmaßnahmen sowie einer vorausschauenden Investitionsplanung begegnet. Dieses Vorgehen gewährleistet, dass Produktionskapazitäten zuverlässig zur Verfügung stehen und Schäden aus Produktionsausfällen vermieden werden können. Dabei haben auch die Belange des Umweltschutzes und der Nachhaltigkeit einen hohen Stellenwert.

Absatzrisiken sind vor allem durch eine schwächere konjunkturelle Entwicklung, aber auch durch ein sich änderndes Kundenverhalten bedingt. Hierdurch kann die Nachfrage in den einzelnen Branchen und Märkten schwanken oder dauerhaft zurückgehen. Eine schwächere Nachfrageentwicklung birgt zusätzlich das Risiko für das Entstehen eines starken Wettbewerbs- und Preisdrucks. Im Geschäftsbereich Natursteine besteht das größte Risiko in einer rückläufigen Nachfrage der öffentlichen Haushalte nach Produkten für den Verkehrswegebau. Eventuell hierdurch entstehende regionale Überkapazitäten könnten zu einem intensiven Preiswettbewerb führen. Neben einer möglichen konjunkturbedingten schwächeren Nachfrage besteht im Unternehmensbereich Konsumgüter die Herausforderung, den Kundenanforderungen durch den Vertrieb über die richtigen Absatzkanäle gerecht zu werden. Die Erschließung neuer Absatzkanäle kann zu dauerhaft niedrigeren Margen führen. Zudem besteht das Risiko, dass sich traditionelle Vertriebswege am Markt nicht mehr dauerhaft durchsetzen können. Die WIH-Gruppe begegnet diesem Risiko durch eine intensive Beobachtung des Markt- und Kundenverhaltens und die kontinuierliche Überprüfung der Erschließung neuer Absatzwege. Eine mangelnde Verfügbarkeit durch gestörte Lieferketten kann das Marktvolumen erheblich beeinflussen. Generell besteht aufgrund des dynamischen Umfelds in allen Geschäftsbereichen das Risiko von Kundeninsolvenzen, zum Beispiel im stationären Handel. Zur Risikobegrenzung werden unter anderem Kreditversicherungen abgeschlossen und ein aktives Forderungsmanagement wird betrieben. Darüber hinaus ist spürbar wahrzunehmen, dass vor allem das Thema Nachhaltigkeit eine immer größere Rolle beim Kaufverhalten spielt. Diesem Risiko wird durch vielfältige gruppenweite Maßnahmen Rechnung getragen, die im Abschnitt zur Nachhaltigkeit näher beschrieben werden.

Interne Risiken

Zu den internen Risiken zählen insbesondere Risiken aus den Bereichen IT, Personal und Compliance.

Um die zur reibungslosen Abwicklung der Geschäftsprozesse notwendigen IT-Systeme vor unberechtigten Zugriffen und Datenverlusten sowie der immer größer werdenden Gefahr durch Cyber-Angriffe zu schützen, werden gruppenweit zahlreiche technische und organisatorische Maßnahmen ergriffen und durch externe Audits überprüft. Darüber hinaus werden die IT-Strukturen der einzelnen Bereiche laufend dem Stand der Technik angepasst und die Mitarbeitenden durch regelmäßige Schulungen und Informationen sensibilisiert. Besonderes Augenmerk liegt auch auf der Einhaltung der Datenschutzbestimmungen. Zudem werden stetig umfassende Maßnahmen zur Einhaltung der EU-Datenschutz-Grundverordnung ergriffen.

Die Mitarbeitenden der WIH-Gruppe sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Es ist deswegen ein zentrales Anliegen der WIH-Gruppe, qualifizierte Beschäftigte zu gewinnen, sie beruflich und persönlich weiterzuentwickeln und Mitarbeitende dauerhaft an das Unternehmen zu binden. Neben einer leistungsorientierten Vergütung von Fach- und Führungskräften investiert die WIH-Gruppe kontinuierlich in die flächendeckende Weiterbildung und Qualifikation sowie in Maßnahmen zum allgemeinen Schutz der Mitarbeitenden. Durch regelmäßige Schulungen zur Sensibilisierung der Mitarbeitenden zum Thema Arbeitssicherheit sowie durch die Umsetzung von Maßnahmen zur Reduzierung von Risiken und Gefahren werden Unfälle vermieden und die Arbeitsbedingungen verbessert. Die kontinuierliche Analyse und Optimierung von Arbeitsabläufen sowie die regelmäßige Wartung und Inspektion von Geräten und Maschinen gehören beispielsweise zu den Maßnahmen zur Reduzierung der Risiken am Arbeitsplatz. Darüber hinaus werden diverse Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität der WIH-Gruppe als Arbeitgeber ergriffen. Hervorzuheben ist das Employee Assistance Programm (EAP) der WIH-Gruppe. Hierbei handelt es sich um einen unabhängigen Beratungsdienst für berufliche sowie persönliche, familiäre und finanzielle Fragen der Werhahn-Mitarbeitenden.

Auch wenn die WIH-Gruppe als Teil der Werhahn-Gruppe ein globales Compliance-Management-System implementiert hat, lassen sich Compliance-Risiken nicht vollständig vermeiden. Im Rahmen der geschäftlichen Aktivitäten ergeben sich unter Umständen Risiken aus Rechtsstreitigkeiten und -verfahren. Hierzu gehören beispielsweise Risiken in Bezug auf das Patentrecht, Gewährleistungen und Produkthaftung, das Steuerrecht, das Vertragsrecht sowie das Wettbewerbsrecht. Derartige Risiken werden soweit möglich im Vorfeld durch umfassende rechtliche Beratung und die Implementierung interner Richtlinien begrenzt. Weiterhin bestehen für verschiedene rechtliche Risiken entsprechende Versicherungen. Bei schwebenden Verfahren wird, sofern eine Versicherungsdeckung nicht oder nicht in vollem Umfang besteht, finanzielle Vorsorge im Rahmen kaufmännischer Vorsicht vorgenommen. Die Steuererklärungen werden mit großer Sorgfalt erstellt. Gleichwohl kann es im Rahmen von Betriebsprüfungen zu Risiken durch Steuernachforderungen kommen.

Finanzielle Risiken

Die WIH-Gruppe ist einer Vielzahl finanzieller Risiken ausgesetzt. Diese bestehen insbesondere in Form von Liquiditäts-, Währungs- sowie Zins- und Rohstoffpreisrisiken.

Zur Begrenzung von Liquiditätsrisiken erfolgt eine fortwährende gruppenweite Überwachung der verfügbaren Liquidität. Es ist zudem ein Monitoring zur Einhaltung von in Kreditverträgen enthaltenen Finanzkennzahlen installiert, um zeitnah eventuell mögliche Gegensteuerungsmaßnahmen ergreifen zu können. Im Zuge der gruppeninternen Darlehensvergabe sind Kreditlimits festgelegt, um die Konzentration von Liquiditätsrisiken zu vermeiden.

Währungsrisiken werden durch die vollständige Sicherung von kontrahierten Verträgen und geplanten Cashflows eines festgelegten Zeitraums reduziert. Gegebenenfalls festgelegte Limits für ungesicherte Währungspositionen werden laufend überwacht und über externe Sicherungsgeschäfte gesteuert, wobei ausschließlich konservative Finanzinstrumente zum Einsatz kommen.

Zinsrisiken können in Form von Cashflow- und Barwert-Risiken bestehen. Da diese beiden Risikoarten nicht ausgeschlossen oder vollständig gesichert werden können, wird in Abhängigkeit vom Grundgeschäft entschieden, welches Risiko am ehesten getragen und gegebenenfalls durch die Weitergabe an Dritte kompensiert werden kann. Die im Rahmen der Finanzstrategie festgelegten Limits werden kontinuierlich überwacht und durch externe Sicherungsgeschäfte gesteuert.

Zur Begrenzung der Rohstoffpreisrisiken verweisen wir auf die unter den leistungswirtschaftlichen Risiken beschriebenen Ausführungen.

Beurteilung des Gesamtrisikos

Im Zuge der allgemein unsicheren wirtschaftlichen Lage hat sich das Gesamtrisiko für die WIH-Gruppe im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht. Die Einzelrisiken, die nach derzeitiger Einschätzung die höchsten Schadenserwartungswerte aufweisen, sind: Erstens der Anstieg der Rohstoffkosten für den Geschäftsbereich Natursteine und den Unternehmensbereich Konsumgüter, zweitens geringere Investitionen in die Infrastruktur durch die öffentliche Hand im Geschäftsbereich Natursteine sowie drittens eine weitere Abschwächung der Konsumstimmung in den für die WIH-Gruppe relevanten Märkten, die sich auf alle Unternehmensbereiche auswirken kann.

Trotz des Anstiegs des Gesamtrisikos sehen wir nach derzeitigem Kenntnisstand keine bestandsgefährdenden Risiken für die WIH-Gruppe. Die Diversifikation der WIH-Gruppe trägt maßgeblich zu einer Verringerung der Auswirkungen des Eintritts von einzelnen Risiken auf die Gruppe bei. Ein Großteil der Risiken betrifft nur einzelne Geschäftsbereiche oder Regionen. Diese Risiken sind somit zwar für den Geschäftsbereich wesentlich, in der Gesamtbetrachtung für die WIH-Gruppe insgesamt jedoch von geringerer Bedeutung. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein einzelnes Risiko mit hoher Schadenswirkung alle Geschäftsbereiche gleichermaßen betrifft, schätzen wir daher als sehr gering ein. Zudem können Risiken, die einen Geschäftsbereich betreffen, auch Chancen in einem anderen Geschäftsbereich darstellen.

Forschung und Entwicklung

Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sind Treiber des technologischen Fortschritts und besitzen in den Unternehmen der WIH-Gruppe einen hohen Stellenwert. Die Mitarbeitenden in der Forschung antizipieren Kundenwünsche, die in den Entwicklungsabteilungen in marktreife Produkte umgesetzt werden. Darüber hinaus arbeiten die Beschäftigten in der Entwicklung daran, Produktionsprozesse weiter zu optimieren und die Digitalisierung voranzutreiben.

Der Geschäftsbereich Natursteine fokussiert seine Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung vor allem auf die Verbesserung der Nachhaltigkeit der Asphaltprodukte. So werden die Erprobung und Entwicklung temperaturreduzierter Bauweisen weiter vorangetrieben. Im Jahr 2022 erprobte der Geschäftsbereich gemeinsam mit Kunden und Auftraggebern eine Reihe von Maßnahmen, bei denen die Temperatur des Asphaltmischguts bei der Herstellung um bis zu 30 Grad Celsius gegenüber den konventionellen Asphaltmischguttemperaturen gesenkt wurde. Die Umsetzung und Auswertung dieser Erprobungsstrecken erfolgte durch das TechnologieCentrum der BAG in Köln-Porz in enger Zusammenarbeit mit externen Partnern und Verbänden. Die daraus gewonnenen Erfahrungen ermöglichen es dem Geschäftsbereich Natursteine, Asphalte auszuliefern, welche die zukünftigen strengeren Anforderungen des Arbeitsschutzes an Dämpfe und Aerosole bei der Heißverarbeitung von Asphalt erfüllen. Bei dieser Art der Herstellung des Asphalts wird zudem weniger CO 2 freigesetzt.

Auch maschinentechnisch werden im Geschäftsbereich Natursteine Verfahren erprobt, Asphalt zukünftig mit abgesenkten Temperaturen herzustellen. So wurde 2022 im neu errichteten Mischwerkstandort Dortmund ein Modul zur Schaumbitumenherstellung installiert. Durch das Aufschäumen des Bitumens wird das Volumen des Bindemittels so vergrößert, dass die notwendige Verdichtung des Asphalts auf der Baustelle bei niedrigeren Asphaltmischguttemperaturen erzielt werden kann. Diese Technologie wurde im Berichtsjahr vorab im Labor des TechnologieCentrums erprobt und wird 2023 an der Mischanlage Dortmund in die Praxis überführt.

Ein weiterer Forschungsschwerpunkt des Geschäftsbereichs Natursteine lag im Berichtsjahr auf der Anwendung alternativer Bindemittel, die Bitumen ganz oder teilweise ersetzen können. Dabei werden biobasierte Stoffe, wie z. B. Lignin, verwendet, welches als Abfall- bzw. Kuppelprodukt bei der Papierherstellung anfällt und aus nachwachsenden Rohstoffen besteht. Als Teilersatz dient beispielsweise auch Naturasphalt, der keinen Raffinerieprozess durchläuft. Zudem erfolgen Untersuchungen, inwieweit sich bestimmte Abfallkunststoffe als Teilersatz für Bitumen eignen und als Sekundärkunststoffe zur Verbesserung der Ökobilanz in den Wertstoffkreislauf wieder zurückgeführt werden können.

Der Geschäftsbereich Zwilling Küche trägt mit seinen Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung insbesondere der Digitalisierung und der Individualisierung von Produkten in der modernen Wohnküche Rechnung. Im Mittelpunkt der Produktentwicklung steht dabei stets der Kundennutzen. So wurde im vergangenen Jahr das Angebot elektrischer Küchenkleingeräte durch die ZWILLING ENFINIGY digitale Küchenwaage mit induktiver Ladefunktion sowie die ZWILLING Heißluftfritteuse erweitert. Das Sortiment der Marke BALLARINI wurde ergänzt um farbige, gusseiserne Bräter der Serie Ballarini Bellamonte.

An den Produktionsstandorten Solingen und Merville ergriff der Geschäftsbereich Zwilling Küche durch die Umrüstung und Erarbeitung alternativer Prozessrouten Maßnahmen, um die Produktion auch bei Erdgas- und Stromengpässen zu sichern. Zudem wurde die Digitalisierung der Standorte weiter fortgesetzt. Zum Jahresende 2022 ist am Produktionsstandort in Italien die MES-Software (Manufacturing Execution System) in Betrieb genommen worden, die Maschinendaten digital erfasst und an die Schnittstelle zum ERP-System übermittelt. Am Standort Solingen wurde die Implementierung der MES-Software durch die Anbindung weiterer Anlagen und die Erweiterung der Softwarefunktion weiter vorangetrieben.

Um die hohe Nachfrage nach in Japan gefertigten Messern zu bedienen, wurde am Standort Seki in Japan ein umfassendes Supply-Chain-Verbesserungsprojekt zur optimalen Planung der Fertigungskapazitäten umgesetzt. Im Werk in Frankreich wurde eine weitere Emaillierstraße in Betrieb genommen, um den Markt mit den dort produzierten, stark gefragten STAUB Cocottes weiterhin bedienen zu können.

Wie der Geschäftsbereich Zwilling Küche entwickelt auch der Geschäftsbereich Zwilling Beauty Group sein Sortiment ständig weiter, greift Trends auf und setzt mit Innovationen Akzente. Im vergangenen Jahr entwickelte der Geschäftsbereich für die Marke ZWILLING mehrere neue Premium-Produkte zur Hand-, Fuß- und Gesichtspflege. Entwickelt wurde ein Premium Gesichtshaar-Rasierer aus Edelstahl mit wechselbaren Präzisionsklingen und Präzisionskappe zur Entfernung von Gesichtsflaum, ein Premium Nagelknipser mit Nagelfang, eine Classic Saphir-Nagelfeile sowie ein Premium Hornhauthobel mit wechselbaren Präzisionsklingen und integriertem Reinigungsbürstchen. Zudem wurden einige hochwertige, stark gefragte Nagel- und Hautscheren erstmals auch in Gold und Schwarz angeboten. Hier setzte der Geschäftsbereich auf eine verschleißmindernde und kratzbeständige Beschichtung mit PVD-Technik (Physical Vapour Deposition). Für die Marke TWEEZERMAN wurde ein Brauenrasierer mit auswechselbaren Klingen sowie ein extrastarker Nagelknipser entwickelt.

Nachhaltigkeit

Verantwortungsvolles und nachhaltiges Wirtschaften gehört zu den grundlegenden Werten der WIH-Gruppe. Unser Nachhaltigkeitskonzept verfolgt das Ziel, langfristig einen positiven Beitrag für Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft zu leisten. Dazu gehört es, die Ressourcen zu schonen, Umweltbelastungen zu reduzieren und soziale Verantwortung zu übernehmen.

Durch das dynamische regulatorische Umfeld werden von Unternehmen verstärkt nichtfinanzielle Offenlegungen und Maßnahmen zur Transparenzschaffung im Nachhaltigkeitskontext gefordert. Die WIH-Gruppe erarbeitet derzeit ein einheitliches Verständnis zum gewünschten Ambitionsniveau und zu der Nachhaltigkeitsstrategie. Diese Strategie muss die regulatorische Compliance sicherstellen, den internen Wandel der Gruppe forcieren, aber auch unternehmerische Chancen aus Nachhaltigkeit würdigen. Das Nachhaltigkeitskonzept der WIH-Gruppe beinhaltet die fünf Handlungsfelder Umwelt- und Klimaschutz, Gesellschaft, Mitarbeitende, Sortiment und Kunde sowie Lieferanten und Partner. Zusammen bilden diese Handlungsfelder die Grundlage für eine nachhaltige Geschäftspraxis und eine Verantwortungsübernahme gegenüber der Umwelt sowie den Stakeholdern der WIH-Gruppe.

Eine der größten Herausforderungen unserer Zeit ist der Klimawandel. Die WIH-Gruppe fokussiert sich im Rahmen des Handlungsfeldes Umwelt- und Klimaschutz darauf, die Belastungen für die Umwelt und das Klima zu reduzieren. So werden kontinuierlich Maßnahmen und Initiativen zur Verbesserung der ökologischen Effizienz der Wertschöpfungsprozesse entwickelt. Dadurch werden die CO 2 -Emissionen, die bei der Produktion und der Erbringung von Dienstleistungen anfallen, reduziert. Das Forcieren des Einsatzes erneuerbarer Energiequellen ist dabei ein Ansatz, den die WIH-Gruppe verfolgt. Auch der verantwortungsvolle und sparsame Einsatz von fossilen Brennstoffen und natürlichen Ressourcen ist wesentlich für einen schonenden Umgang mit der Umwelt. Durch den Einsatz von nachhaltigen Produkten und Produktionsverfahren, die Rückführung von wertvollen Rohstoffen in den Wertstoffkreislauf und den Schutz von natürlichen Lebensräumen wird ebenso dazu beigetragen, dass Ressourcen langfristig erhalten bleiben.

Gesellschaftliches Engagement ist ein wichtiger Bestandteil unserer Werte. Die WIH-Gruppe übernimmt Verantwortung und leistet einen positiven Beitrag für die Gesellschaft. Dazu gehören lokales Engagement, die Förderung von Bildung und die Unterstützung von sozialen Projekten. In allen Geschäftsbereichen der WIH-Gruppe werden Initiativen und Projekte initiiert und durchgeführt, die Menschen in Not- und auch Krisensituationen unterstützen und Chancen für eine bessere Zukunft ermöglichen. Dazu zählen beispielsweise die Hilfs- und Spendenaktionen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine, aber auch die Tätigkeiten und Förderprojekte der Werhahn Stiftung und der ZWILLING Foundation.

Für die Mitarbeitenden ist es wichtig, dass sie in einer sicheren und gesunden Arbeitsumgebung arbeiten. Hierzu leistet die WIH-Gruppe durch sichere und angemessene Arbeitsbedingungen und faire Entlohnung einen Beitrag. Auch die berufliche Weiterentwicklung der Mitarbeitenden wird gefördert. Dadurch soll die WIH-Gruppe langfristig Entwicklungs- und Karriereperspektiven für die unterschiedlichen Lebensphasen ihrer Mitarbeitenden bieten. Durch die Weiterentwicklung und das Erlangen neuer Kompetenzen sollen die Mitarbeitenden motiviert und an das Unternehmen gebunden werden. Maßnahmen wie regelmäßige Schulungen zur Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz, das Bereitstellen ergonomischer Ausstattung und regelmäßige Beurteilungen des Arbeitsumfelds werden durch eine Kultur flankiert, welche die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeitenden unterstützt.

Das Handlungsfeld Sortiment und Kunde beinhaltet die Verantwortung der WIH-Gruppe gegenüber ihren Kunden und zielt unter anderem darauf ab, dass die Herstellung von Produkten und Sortimentsbestandteilen unter fairen Arbeitsbedingungen erfolgt. Dies umfasst nicht nur die Aspekte wie Arbeitssicherheit und die Vermeidung von Umweltverschmutzung, sondern auch die Einhaltung von grundlegenden Menschenrechten, wie die Vermeidung von Kinderarbeit oder Diskriminierung. Auch gilt es, die Produkte selbst nachhaltig zu gestalten, beispielsweise durch die Verwendung von nachhaltigen Verpackungsmaterialien. Darüber hinaus werden die Kunden bezüglich der Möglichkeiten umweltbewusster Konsumentscheidungen sensibilisiert und über die Vorteile nachhaltiger Produkte informiert.

Nachhaltigkeit bezieht sich auch auf die Beziehungen der WIH-Gruppe zu ihren Lieferanten und Partnern. Dazu zählen die Überwachung und Bewertung der nachhaltigen Praktiken dieser Unternehmen, einschließlich deren Auswirkungen auf die Umwelt und die Menschen. Dies kann durch die Einführung von Umwelt- und Sozialstandards für Lieferanten, die Förderung von fairem Handel und die Unterstützung von Lieferanten bei der Verbesserung ihrer Nachhaltigkeitspraktiken erreicht werden.

Die Geschäftsbereiche haben sich intensiv mit den Nachhaltigkeitsanforderungen sowie der Berichterstattung über Nachhaltigkeitsthemen auseinandergesetzt. Ziel ist es, die aufgrund der Diversifikation der WIH-Gruppe heterogene Nachhaltigkeitslandschaft in eine konzerneinheitliche Berichterstattung zu überführen. Ein wichtiger Schritt dabei ist, Standards zu etablieren, die für alle Geschäftsbereiche gelten, und geschäftsbereichsübergreifende Nachhaltigkeitsindikatoren zu definieren. So kann in Zukunft ein ganzheitliches Bild der Nachhaltigkeitsleistung der WIH-Gruppe berichtet werden. Von diesem Startpunkt ausgehend wird die Nachhaltigkeitsberichterstattung der WIH-Gruppe in den nächsten Jahren in Breite und Tiefe weiterentwickelt, insbesondere um für das Geschäftsjahr 2025 die Berichtsanforderungen im Rahmen der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) zu erfüllen. Mit Erreichen dieser regulatorischen Vorgaben durch strategische Initiativen, unternehmerisches Denken und nachhaltiges Wirtschaften leistet die WIH-Gruppe einen positiven Beitrag zu den Pariser Klimazielen und den Ambitionen des Bundesklimaschutzgesetzes, mit dem Ziel der Klimaneutralität bis 2045.

Der Geschäftsbereich Natursteine veröffentlichte im Jahr 2022 erstmals einen Nachhaltigkeitsbericht. Im Zuge dessen wurden, ausgehend vom Ziel der ökologischen Marktführerschaft, Nachhaltigkeitsinitiativen definiert und gestartet. So ist der Geschäftsbereich als Baustoffproduzent unmittelbar auf die Ressourcen der Natur angewiesen. Denn die Gewinnung wertvoller Natursteine ist immer mit temporären Eingriffen in die Ökologie und das Landschaftsbild verbunden. Deshalb arbeitet der Geschäftsbereich bei der Renaturierung von Steinbrüchen unter anderem auch mit Naturschutzverbänden und Artenschutzexperten zusammen. So bilden Steinbrüche Refugien für bedrohte Tier- und Pflanzenarten.

Der Geschäftsbereich verzeichnete im Bereich des Rohmaterials weitere Fortschritte auf dem Weg, CO 2 -neutrale Steinbrüche zu etablieren. So konnten die CO 2 -Emissionen in den Steinbrüchen durch einen optimierten Strommix und die Inbetriebnahme von Photovoltaikanlagen reduziert werden. Zudem wurden standortbezogene CO 2 -Bilanzen für deutsche Steinbrüche erstellt. Vorangekommen ist der Geschäftsbereich auch mit der Erhöhung der Verwertungsquote und der gezielten Vermarktung von Beiprodukten. Gesteinsmehle, die bei der Zerkleinerung des Gesteins anfallen (sogenannte Füller), lassen sich neben etablierten Kundensegmenten wie Asphalt, Beton oder der Landwirtschaft auch in neuen Branchen höherwertig verwenden.

Im Bereich Asphalt arbeitet der Geschäftsbereich Natursteine intensiv an der Etablierung einer CO 2 -neutralen Mischanlage. Die Substitution des Primärbrennstoffs Braunkohlestaub durch alternative Brennstoffe steht hierbei im Fokus. Im vergangenen Jahr wurden mehrere Forschungsprojekte aufgesetzt, die darauf abzielen, die Verarbeitungstemperatur des Asphalts zu senken und neue Brennstoffe zu verproben. Darüber hinaus ist es Ziel des Geschäftsbereichs, die Recyclingquote weiter zu erhöhen. Für die deutschen Produktionsbetriebe wurden zudem in 2022 ebenfalls erstmals standortbezogene CO 2 -Bilanzen erstellt.

Der Geschäftsbereich Zwilling Küche hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 an allen Produktionsstandorten klimaneutral zu arbeiten. Für jedes Handlungsfeld des Nachhaltigkeitskonzepts setzte der Geschäftsbereich im vergangenen Jahr Etappenziele bis 2030 und formulierte entsprechende Projekte. So wurden beispielsweise für die Produktionswerke konkrete Energieeinspar- und Dekarbonisierungsziele festgelegt. Wo immer möglich, werden unnötige Verpackungen vermieden oder durch vollständig recyclingfähige und biobasierte Verpackungen ersetzt. Durch den Verzicht auf Kunststoff bei Besteck- und Messerverpackungen können so pro Jahr etwa 13 Mio. Plastikhüllen eingespart werden.

Der Geschäftsbereich Zwilling Küche setzt auch in der Lieferkette hohe Umweltstandards und ist deshalb im Jahr 2022 zusätzlich zur Mitgliedschaft bei den Sozialstandards der amfori Business Social Compliance Initiative (BSCI) der amfori Business Environmental Performance Initiative (BEPI) beigetreten. Damit werden ökologische Prinzipien noch stärker in der Lieferkette verankert. Auch soziales Engagement zählt für den Geschäftsbereich Zwilling Küche zur Nachhaltigkeit. Über die ShareTheMeal-Community wurden schon rund 30.000 Mahlzeiten an bedürftige Menschen in Deutschland gespendet.

Der Geschäftsbereich Zwilling Beauty Group setzte 2022 das im Jahr zuvor gestartete gruppenweite Nachhaltigkeitsprojekt intensiv und mit großem Erfolg fort. Im vergangenen Jahr wurden die CO 2 -Fußabdrücke der Unternehmensstandorte, der sogenannte Corporate Carbon Footprint, in den USA, Deutschland, Großbritannien, China sowie Indien ermittelt und Projekte zu ihrer Verbesserung gestartet. Im Fokus steht auch die Entwicklung nachhaltiger Produkte und Verpackungen. In den USA schloss die Marke TWEEZERMAN den letzten Teil eines Projekts zum Verzicht auf Plastikhüllen bei Verpackungen ab. Die noch entstehenden CO 2 -Emissionen für TWEEZERMAN-Produkte werden über die Förderung von zwei Nachhaltigkeitsprojekten, der "Plastic Bank" zur Reinigung der Ozeane von Plastik und Förderung des Plastikrecyclings sowie einem Wiederaufforstungsprogramm in Indien, ausgeglichen. Der für die Marke ZWILLING eingeleitete Relaunch der Verpackungen wurde im ersten Quartal 2023 abgeschlossen. Die neue Verpackung ist plastikfrei und trägt somit zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele des Geschäftsbereichs Zwilling Beauty Group bei. Anstelle von Kunststoff-Inlays in den Verpackungen dienen Stoffsäckchen als Produktschutz in der Verpackung. Gefertigt werden die Beutel von der ZWILLING Foundation India, einer Substiftung der Werhahn Stiftung, die sich dafür einsetzt, die Lebenssituation von Menschen mit Behinderung und in akuten Notlagen nachhaltig und dauerhaft zu verbessern. Dabei gehen die Aktivitäten über die kurzfristige humanitäre Unterstützung hinaus und beruhen auf dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe.

Prognose- und Chancenbericht

Gesamtwirtschaftliche Prognose

Der IWF rechnet in seiner Prognose aus dem Januar 2023 für die Weltkonjunktur mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 2,9% und hat damit seine Prognose vom Oktober 2022 von 2,7 % leicht angehoben. Die verhalten optimistischen Aussichten sind vor allem auf die Öffnung der Wirtschaft in China nach der Pandemie zurückzuführen. Für China wird ein Wachstum von 5,2 % für das kommende Jahr prognostiziert. Chinas Abkehr von der Null-COVID-Strategie kann dem IWF zufolge einen deutlichen Beitrag zur Erholung der weltweiten wirtschaftlichen Lage leisten. Im Euroraum rechnet der IWF für 2023 mit einem Anstieg der Konjunktur von 0,7 %, während für die USA ein Rückgang des Wirtschaftswachstums von 2 % im Jahr 2022 auf 1,4% im Jahr 2023 erwartet wird. In den sogenannten "emerging markets and developing economies" ist ein Anstieg des BIP auf dem Niveau von 2022 (+ 4 %) zu erwarten.

Deutschland könnte im Jahr 2023 laut den Angaben des IWF und der EU-Kommission die befürchtete Rezession vermeiden. Der Grund dafür ist laut der Kommission die gut gemeisterte Energiekrise bzw. die erfolgreichen Maßnahmen wie Diversifizierung der Versorgungsquellen für Erdgas sowie der stark gesenkte Verbrauch. Der IWF rechnet mit 0,1 % Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland, die EU-Kommission sogar mit einem Wachstum von 0,2 %.

Der IWF erklärt die Prognose für das geringe Wachstum im Jahr 2023 durch die Zinsanhebung der Zentralbanken im Kampf gegen die Inflation - insbesondere in den Industrieländern - sowie durch den Krieg in der Ukraine. Ein Wachstumsrückgang wird im Jahr 2023 für ca. 90 % der Industrieländer prognostiziert.

Die Inflationsraten erreichten 2022 dem IWF zufolge den Höhepunkt und sollen ab 2023 zurückgehen. Im Jahr 2022 stiegen die Verbraucherpreise um 8,8 % im Vergleich zum Vorjahr an, für 2023 rechnet der IWF mit einer Inflationsrate von 6,6 %. Die sinkenden Inflationsraten sind auf die weltwirtschaftliche Abkühlung sowie auf fallende Energie- und Rohstoffpreise zurückzuführen.

Chancen der zukünftigen Entwicklung

Die WIH-Gruppe ist bestrebt, den Wert und die Attraktivität des Unternehmens für nachfolgende Generationen zu erhalten und zu steigern. Um den langfristigen Erfolg der WIH-Gruppe zu sichern, müssen Potenziale und Entwicklungsperspektiven als Chancen frühzeitig identifiziert, analysiert und ergriffen werden.

Neben dem Ergreifen der Chancen in den Geschäftsbereichen spielen dabei auch die innovativen Geschäftsmodelle eine Rolle. Auch das Engagement im Hinblick auf die Nachhaltigkeit der Geschäftsaktivitäten ist ein wesentlicher Faktor für die Sicherstellung der langfristigen Wertsteigerung. Dem Nachhaltigkeitskonzept der WIH-Gruppe liegt die Annahme zugrunde, dass langfristiges und nachhaltiges Wachstum nur möglich ist, wenn natürliche Ressourcen geschont und Umweltbelastungen reduziert werden sowie soziale Verantwortung übernommen wird. Ein weiteres wesentliches Zukunftsthema ist die fortschreitende Digitalisierung. Hierbei sieht die WIH-Gruppe große Marktpotenziale bei der Erschließung digitaler Kundengruppen, bei der effizienteren Gestaltung von Produktions-, Vertriebs-, Einkaufs- und weiteren Unternehmensprozessen sowie der Nutzung von umfangreichen Datenmengen.

Auf Ebene der Geschäftsbereiche ergeben sich darüber hinaus noch weitere spezifische Chancen, die im Folgenden erläutert werden.

Für den Geschäftsbereich Natursteine bieten unverändert der Zustand des deutschen Straßennetzes sowie das steigende Verkehrsaufkommen die Chance, dass Bund, Länder und Kommunen zusätzliche Investitionen in die Verkehrswege tätigen. Auch kann sich die Durchführung großer Infrastrukturprojekte in den osteuropäischen Ländern positiv auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Die Investitionen in die Modernisierung der Werke, die hohe Marktdurchdringung sowie die moderne Logistik ermöglichen weitere Wachstumschancen.

Die Innovationsstärke des Unternehmensbereichs Konsumgüter bietet erhebliche Chancen, über Produktinnovationen weitere Märkte und Kunden zu erreichen. Hierfür investiert der Unternehmensbereich signifikante Beträge in Forschung und Entwicklung. Weitere Chancen bestehen in der Optimierung der Vertriebskanäle im Online- und stationären Handel sowie einer kontinuierlichen Verbesserung und Erweiterung des Sortiments für die moderne Wohnküche. Großvolumige Projektgeschäfte können sich ebenfalls positiv auf die Ertragslage auswirken. Außerdem bestehen Chancen durch eine für den Unternehmensbereich günstige Entwicklung der Währungskurse und der Beschaffungspreise.

Ausblick 2023

Die Geschäftsentwicklung der WIH-Gruppe wird traditionell in den ersten Monaten des Jahres besonders von dem jahreszeit- und witterungsabhängigen Geschäftsbereich Natursteine beeinflusst. Die Entwicklung zum Jahresauftakt lag dort leicht unter dem Vorjahr. Der Unternehmensbereich Konsumgüter konnte das Vorjahresniveau bei Weitem nicht erreichen. Die Aussagekraft der ersten Monate für das Gesamtjahr ist jedoch begrenzt.

Aus heutiger Sicht wird für die WIH-Gruppe bei einem leichten Anstieg des Umsatzes ein operatives Ergebnis deutlich und ein Ergebnis vor Steuern erheblich unter dem Niveau des Jahres 2022 erwartet. Alle Geschäftsbereiche gehen 2023 von einer anhaltend schwachen Konjunkturlage aus, wobei sich die Auswirkungen in den einzelnen Bereichen unterschiedlich abbilden.

Der Geschäftsbereich Natursteine rechnet mit einem deutlich unter Vorjahr liegenden Ergebnis. Bei anhaltend schwacher Baukonjunktur können trotz guter Verkaufserlöse die steigenden Beschaffungskosten voraussichtlich nicht voll kompensiert werden. Aufgrund politischer Unsicherheiten wird mit einer erneuten Belastung der Ergebnisse im Ausland gerechnet.

Im Unternehmensbereich Konsumgüter wird von einem Ergebnis auf Vorjahresniveau ausgegangen. Für das Kerngeschäft des Geschäftsbereiches Zwilling Küche wird vor allem Wachstum in den Regionen China und Nordamerika und bei den Produktgruppen Barbecue, Electrics und Vakuum erwartet, während das Sondergeschäft 2023 erheblich zurückgehen wird. Bereits eingeleitete Kostensenkungsmaßnahmen sollen zur Verbesserung des operativen Ergebnisses beitragen.

Die im Jahr 2021 erworbene Geschäftsaktivität FiberLean Technologies wird im zweiten vollen Geschäftsjahr etwas geringere Anlaufverluste verbuchen.

Die vorstehend beschriebene Einschätzung über die erwartete Entwicklung der WIH-Gruppe wurde aufgrund volatiler und schwer einzuschätzender politischer und volkswirtschaftlicher Rahmenbedingungen unter erhöhter Planungsunsicherheit getroffen.

KONZERNABSCHLUSS

Konzernbilanz

Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns

Anlagenspiegel des Konzerns

Kapitalflussrechnung des Konzerns

Eigenkapitalspiegel des Konzerns

Konzernanhang

Erläuterungen zur Bilanz

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Anteilsbesitzliste zum 31.12.2022

Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Sonstige Angaben

Konzernbilanz

Aktiva

in T € Anhang 31.12.2022 31.12.2021
Immaterielle Vermögensgegenstände 143.427 164.142
Sachanlagen 719.511 692.614
Finanzanlagen 48.848 49.079
Anlagevermögen (1) 911.786 905.835
Vorräte (2) 631.194 543.806
Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände (3) 380.366 407.725
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks (4) 111.077 97.668
Umlaufvermögen 1.122.637 1.049.199
Rechnungsabgrenzungsposten 8.672 6.259
Aktive latente Steuern (5) 8.054 8.067
2.051.149 1.969.360

Passiva

in T € Anhang 31.12.2022 31.12.2021
Gezeichnetes Kapital 54.120 54.120
Kapitalrücklage 280.432 280.432
Gewinnvortrag des Konzerns 450.128 449.243
Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung -20.245 -13.472
Konzerngewinn 22.997 74.384
Nicht beherrschende Anteile 68.425 69.799
Eigenkapital (6) 855.857 914.506
Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung 213 246
Rückstellungen (7) 341.151 313.681
Verbindlichkeiten (8) 852.552 739.685
Fremdkapital 1.193.703 1.053.366
Rechnungsabgrenzungsposten 1.376 1.242
2.051.149 1.969.360

Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns

in T € Anhang 2022 2021
Umsatzerlöse (9) 2.500.659 2.303.809
Bestandsveränderungen 39.072 25.412
Andere aktivierte Eigenleistungen 2.781 3.087
Gesamtleistung 2.542.512 2.332.308
Sonstige betriebliche Erträge (10) 50.454 53.051
Materialaufwand (11) 1.458.324 1.323.095
Personalaufwand (12) 469.944 431.259
Abschreibungen auf Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 135.284 120.244
Sonstige betriebliche Aufwendungen (13) 451.607 381.673
Beteiligungsergebnis (14) 18.415 18.962
Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens 101 195
Zinsergebnis (15) -12.504 -10.340
Ergebnis vor Steuern 83.617 137.515
Steuern vom Einkommen und Ertrag (16) 37.831 42.562
Ergebnis nach Steuern/Konzernjahresüberschuss 45.786 94.953
Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Gewinn 22.789 20.569
Konzerngewinn 22.997 74.384

Anlagenspiegel des Konzerns

Anschaffungs- und Herstellungskosten
in T € Stand 1.1.2022 Änderungen im Konsolidierungskreis u.a. Zugänge
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.379 - 780
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 236.791 -462 7.928
Geschäfts- oder Firmenwerte 190.036 5.528 82
Geleistete Anzahlungen 5.167 141 6.880
Immaterielle Vermögensgegenstände 433.374 5.207 15.670
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 680.623 530 11.844
Technische Anlagen und Maschinen 1.260.935 -214 31.891
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 429.188 -82 41.539
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 58.761 152 40.274
Sachanlagen 2.429.506 386 125.548
Anteile an Verbundenen Unternehmen 25.526 -386 2.376
Anteile an Assoziierten at-equity Unternehmen 36.415 - 431 1
Anteile an Sonstigen assoziierten Unternehmen und Sonstigen Beteiligungen 40.910 - -
Ausleihungen an Verbundene Unternehmen 591 - -
Sonstige Ausleihungen 1.289 - 45
Finanzanlagen 104.731 -386 2.852
Anlagevermögen 2.967.611 5.207 144.070

1 Davon aus Equity-Bewertung

431
Anschaffungs- und Herstellungskosten
in T € Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2022
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1 - 2.158
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 244 2.603 246.616
Geschäfts- oder Firmenwerte 3.260 - 192.386
Geleistete Anzahlungen 64 - 1.402 10.722
Immaterielle Vermögensgegenstände 3.569 1.201 451.882
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.303 8.478 699.172
Technische Anlagen und Maschinen 25.511 35.140 1.302.241
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 20.978 1.223 450.890
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 700 - 46.042 52.445
Sachanlagen 49.492 - 1.201 2.504.748
Anteile an Verbundenen Unternehmen - - 27.516
Anteile an Assoziierten at-equity Unternehmen 803 1 - 36.043
Anteile an Sonstigen assoziierten Unternehmen und Sonstigen Beteiligungen 1.514 . 39.396
Ausleihungen an Verbundene Unternehmen 280 - 311
Sonstige Ausleihungen - - 1.334
Finanzanlagen 2.597 - 104.600
Anlagevermögen 55.658 - 3.061.230

1 Davon aus Equity-Bewertung

700
Kumulierte Abschreibungen
in T € Stand 1.1.2022 Änderungen im Konsolidierungskreis u.a. Zugänge
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 339 - 731
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 171.219 733 17.983
Geschäfts- oder Firmenwerte 97.652 325 20.808
Geleistete Anzahlungen 22 - 2
Immaterielle Vermögensgegenstände 269.232 1.058 39.524
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 344.953 -450 16.613
Technische Anlagen und Maschinen 1.052.512 164 45.126
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 339.104 -182 33.977
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 324 20 44
Sachanlagen 1.736.893 -448 95.760
Anteile an Verbundenen Unternehmen 21.119 - -
Anteile an Assoziierten at-equity Unternehmen 15.907 - 451
Anteile an Sonstigen assoziierten Unternehmen und Sonstigen Beteiligungen 18.485 - -
Ausleihungen an Verbundene Unternehmen - - -
Sonstige Ausleihungen 140 - 56
Finanzanlagen 55.652 - 101
Anlagevermögen 2.061.776 610 135.385

1 Davon aus Equity-Bewertung

45
Kumulierte Abschreibungen
in T € Zuschreibungen Abgänge Stand 31.12.2022
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte - - 1.070
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten - 241 189.694
Geschäfts- oder Firmenwerte - 1.096 117.689
Geleistete Anzahlungen - 22 2
Immaterielle Vermögensgegenstände - 1.359 308.455
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken - 1.409 359.707
Technische Anlagen und Maschinen - 24.818 1.072.984
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 266 20.320 352.313
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - 155 233
Sachanlagen 266 46.702 1.785.237
Anteile an Verbundenen Unternehmen - - 21.119
Anteile an Assoziierten at-equity Unternehmen - - 15.952
Anteile an Sonstigen assoziierten Unternehmen und Sonstigen Beteiligungen - - 18.485
Ausleihungen an Verbundene Unternehmen - - -
Sonstige Ausleihungen - - 196
Finanzanlagen - - 55.752
Anlagevermögen 266 48.061 2.149.444

1 Davon aus Equity-Bewertung

Buchwerte
in T € Stand 31.12.2022 Stand 31.12.2021
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.088 1.040
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 56.922 65.572
Geschäfts- oder Firmenwerte 74.697 92.384
Geleistete Anzahlungen 10.720 5.146
Immaterielle Vermögensgegenstände 143.427 164.142
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 339.465 335.670
Technische Anlagen und Maschinen 229.257 208.423
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 98.577 90.085
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 52.212 58.436
Sachanlagen 719.511 692.614
Anteile an Verbundenen Unternehmen 6.397 4.407
Anteile an Assoziierten at-equity Unternehmen 20.091 20.508
Anteile an Sonstigen assoziierten Unternehmen und Sonstigen Beteiligungen 20.911 22.425
Ausleihungen an Verbundene Unternehmen 311 591
Sonstige Ausleihungen 1.138 1.149
Finanzanlagen 48.848 49.079
Anlagevermögen 911.786 905.835

1 Davon aus Equity-Bewertung

Kapitalflussrechnung des Konzerns

in T € 2022 2021
Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) 45.787 94.953
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 135.120 120.439
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 25.168 20.625
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -6.142 9.578
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -84.868 -225.131
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie andere Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -13.882 59.044
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -3.104 -5.019
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 12.504 10.340
- Sonstige Beteiligungserträge -18.415 -18.962
+/- Aufwendungen/Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung - -4.000
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 37.831 42.562
-/+ Ertragsteuerzahlungen -47.387 -45.781
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 82.612 58.648
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Immateriellen Anlagevermögens 178 131
- Auszahlungen für Investitionen in das Immaterielle Anlagevermögen -13.364 -11.197
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 5.889 7.385
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -118.834 -114.732
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 2.039 764
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -2.422 -452
+ Einzahlungen aus Abgängen aus dem Konsolidierungskreis - -2.572
- Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis -6.640 -106.585
+ Einzahlungen im Zusammenhang mit Erträgen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung - 4.000
+ Erhaltene Zinsen 1.888 1.603
+ Erhaltene Dividenden 18.114 11.751
-/+ Ausgabe/Rückführung von begebenen Darlehen 2.027 -5.375
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -111.125 -215.279
+/- Einzahlungen/Auszahlungen aus der Aufnahme/Tilgung von Anleihen und Finanzkrediten -66.643 -31.023
+ Einzahlungen aus erhaltenen Zuschüssen/Zuwendungen 1.720 2.231
- Gezahlte Zinsen -12.467 -5.535
- Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens -73.500 -53.500
- Gezahlte Dividenden an andere Gesellschafter -20.135 -20.211
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -171.025 -108.038
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -199.538 -264.669
+/- Wechselkurs- und bewertungsbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds -1.882 3.941
+/- Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -431 -1.161
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode -197.737 64.152
Finanzmittelfonds am Ende der Periode -399.588 -197.737

Der Finanzmittelfonds setzt sich aus den folgenden Posten zusammen:

inT€ 2022 2021
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 111.077 97.668
Guthaben bei Kreditinstituten der Werhahn-Gruppe 41.715 44.270
Jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie andere kurzfristige Kreditaufnahmen, die zur Disposition der liquiden Mittel gehören -552.380 -339.675
Finanzmittelfonds am Ende der Periode -399.588 -197.737

Eigenkapitalspiegel des Konzerns

Mutterunternehmen
in T € Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnvortrag des Konzerns Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung Konzerngewinn
Stand 1.1.2022 54.120 280.432 449.243 -13.472 74.384
Erhöhung der Kapitalanteile - - - - -
Ausschüttung - - -73.500 - -
Währungsumrechnung - - - -6.773 -
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklagen - - 74.384 - -74.384
Sonstige Veränderungen - - 1 - -
Änderungen im Konsolidierungskreis - - - - -
Konzernjahresüberschuss - - - - 22.997
Stand 31.12.2022 54.120 280.432 450.128 - 20.245 22.997
Nicht beherrschende Anteile
in T € Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Kapital Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Gewinn Konzerneigenkapital
Stand 1.1.2022 45.782 3.448 20.569 914.506
Erhöhung der Kapitalanteile - - - -
Ausschüttung -24.413 - - -97.913
Währungsumrechnung - -855 - -7.628
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklagen 20.569 - -20.569 -
Sonstige Veränderungen - - - 1
Änderungen im Konsolidierungskreis 1.105 - - 1.105
Konzernjahresüberschuss - - 22.789 45.786
Stand 31.12.2022 43.043 2.593 22.789 855.857

Konzernanhang

Allgemeine Angaben

Der Konzernabschluss der Werhahn Industrieholding SE, mit Sitz in Neuss, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Neuss unter der Nummer HRB 18230, ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt und wird im Unternehmensregister veröffentlicht. Die Werhahn Industrieholding SE ist eine 100-prozentige Tochter der Wilh. Werhahn KG. Die Werhahn Industrieholding SE und ihre Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss der Wilh. Werhahn KG, Neuss (kleinster und größter Konsolidierungskreis) einbezogen. Dieser Konzernabschluss wird ebenfalls im Unternehmensregister veröffentlicht.

Gemäß § 297 Abs. 1 HGB besteht der Konzernabschluss aus der Konzernbilanz, der Konzerngewinn- und -verlustrechnung, dem Konzernanhang, der Kapitalflussrechnung sowie dem Eigenkapitalspiegel.

Die Deutschen Rechnungslegungs Standards (DRS) wurden angewendet, sofern gesetzliche Anforderungen an die Rechnungslegung durch einen DRS konkretisiert werden und es sich dabei um Auslegung der allgemeinen gesetzlichen Grundsätze handelt.

Der Konzernabschluss wurde in Tausend Euro aufgestellt. Zur besseren Übersicht sind in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung verschiedene Posten zusammengefasst und im Anhang erläutert.

Konsolidierungskreis

Der Anteilsbesitz ist auf den Seiten 71 bis 79 aufgeführt. In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 werden sämtliche dort unter 1. Verbundene konsolidierte Unternehmen ausgewiesene Gesellschaften einbezogen. Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Werhahn Industrieholding SE 57 inländische (i. Vj. 54) sowie 44 ausländische (i. Vj. 42) Gesellschaften. Im Berichtsjahr wurden fünf Gesellschaften erstmals einbezogen. Es wurden zwei Gesellschaften neu gegründet und weitere zwei Gesellschaften akquiriert. Darüber hinaus wurde ein ehemals verbundenes nicht konsolidiertes Unternehmen aufgrund der Überschreitung der Größenkriterien für eine Vollkonsolidierung in diesem Jahr in den Konsolidierungskreis einbezogen. Im Berichtsjahr gab es keine Abgänge.

Gemäß § 296 Abs. 2 HGB werden 51 Verbundene Unternehmen nicht konsolidiert, da deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns auch insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist. Auf eine Equity-Bewertung wird ebenfalls wegen untergeordneter Bedeutung verzichtet. Der Umsatz dieser Gesellschaften beträgt zusammen weniger als 4 % des Konzernumsatzes und die Vermögensgegenstände betragen zusammen weniger als 2 % der Konzernbilanzsumme. In den rechtlichen und geschäftlichen Beziehungen zu diesen Unternehmen ergeben sich keine Besonderheiten.

Alle 14 unter 2. Assoziierte at-equity Unternehmen aufgeführten Gesellschaften werden nach der Equity-Methode bewertet. Weitere Assoziierte Unternehmen sind in Bezug auf Umsatz und Bilanzsumme und in Bezug auf deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wegen ihrer insgesamt untergeordneten Bedeutung nicht at-equity in den Abschluss einbezogen.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Verbundenen konsolidierten Unternehmen werden zum Zeitpunkt der Erlangung der Beherrschung, ihrer Gründung oder bei Überschreitung von Größenkriterien, sofern bisher auf eine Einbeziehung wegen untergeordneter Bedeutung verzichtet wurde, in den Konzernabschluss einbezogen. Die Kapitalkonsolidierung der Gesellschaften erfolgt nach der Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem Konzernanteil an deren neubewertetem Eigenkapital. Ein nach der Aufdeckung stiller Reserven verbleibender aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts oder Firmenwert ausgewiesen.

Die Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt linear über ihre individuelle betriebliche Nutzungsdauer. Die Abschreibungsdauern der wesentlichen Geschäfts- oder Firmenwerte des Konzerns werden in der folgenden Tabelle in Gruppen zusammengefasst und erläutert:

Nutzungsdauer der Geschäfts- oder Firmenwerte

Nutzungsdauer Begründung
Geschäftsbereich Natursteine 15 Jahre Langfristige Verfügbarkeit der Standorte in Verbindung mit langfristig nutzbarem Anlagevermögen sowie langfristig etablierten Kundenbeziehungen in regional begrenzten Märkten
Geschäftsbereich Zwilling Küche (Staub-Gruppe und Demeyere G.C.V.) 15 Jahre Hohe Stabilität und Bestandsdauer der Branche, Stabilität der Marken und langer Lebenszyklus der Produkte
Geschäftsbereich Zwilling Küche (Barbecue-Gesellschaften) 7 Jahre Verhältnismäßig hohe Stabilität und Bestandsdauer der Branche und mittelmäßig langer Lebenszyklus der Produkte
Geschäftsbereich Zwilling Beauty Group 5 Jahre Entsprechend dem vergleichsweise kurzen Lebenszyklus der Produkte

Werden nach Erlangung der Beherrschung weitere Anteile an Verbundenen konsolidierten Unternehmen ohne Statusveränderung erworben oder veräußert, werden diese Transaktionen nach der Erwerbsmethode konsolidiert.

Assoziierte Unternehmen werden nach der Buchwertmethode at-equity bewertet. Die Ermittlung des Unterschiedsbetrags aus der Equity-Bilanzierung erfolgt zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen assoziiertes Unternehmen geworden ist bzw. zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung, sofern bisher wegen untergeordneter Bedeutung auf eine Einbeziehung verzichtet wurde. Ein bei erstmaliger Equity-Bewertung entstehender Geschäfts- oder Firmenwert wird innerhalb der Anteile an Assoziierten at-equity Unternehmen geführt und planmäßig über 15 Jahre abgeschrieben. Die Geschäfts oder Firmenwerte aus der Equity-Bewertung betrugen zum Bilanzstichtag 203 T €, bei Abschreibungen von 40 T €. Vor Durchführung der Equity-Bewertung bestand eine Differenz zwischen den Beteiligungsbuchwerten und dem anteiligen Eigenkapital der Assoziierten at-equity Unternehmen von 9.144 T € bzw. - 2.120 T €.

Die vollkonsolidierten einbezogenen Abschlüsse der in- und ausländischen Tochtergesellschaften werden nach den in der Accounting-Richtlinie vorgegebenen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden einheitlich aufgestellt.

Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse zwischen konsolidierten Unternehmen werden eliminiert. Bei den nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen werden ebenfalls Zwischenergebnisse im Anlage- und Umlaufvermögen eliminiert.

Währungsumrechnung

Die Berichtswährung der WIH-Gruppe ist der Euro. Bei Abschlüssen konsolidierter Tochterunternehmen, die in fremder Währung aufgestellt sind, werden die Bilanzposten zum Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtags in Euro bewertet. Ausnahme ist das Eigenkapital, das zum historischen Kurs angesetzt wird. Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden zum Jahresdurchschnittskurs in Euro umgerechnet.

Durch die Währungsumrechnung bedingte Differenzen werden erfolgsneutral innerhalb des Konzerneigenkapitals in der Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung ausgewiesen.

Nach den Kriterien der DRS und den Verlautbarungen der International Practices Task Force (IPTF) gilt die Türkei als Hochinflationsland. Dies betrifft in der WIH-Gruppe die ZWILLING J A Henckels MUTFAK VE GÜZELLIK ÜRÜNLERI LiMiTED ŞIRKETI. Die Inflationsbereinigung erfolgt durch die Aufstellung eines Hartwährungsabschlusses. Umstellungszeitpunkt ist der 31. Dezember 2022.

Die für die WIH-Gruppe wichtigsten Wechselkurse sind:

Durchschnittskurs Stichtagskurs
1 € = 2022 2021 2022 2021
US-Dollar 1,0541 1,1832 1,0666 1,1326
Kanadischer Dollar 1,3704 1,4834 1,4440 1,4393
Polnischer Złoty 4,6844 4,5651 4,6808 4,5969
Chinesischer Renminbi 7,0791 7,6335 7,3582 7,1947
Japanischer Yen 137,9279 129,8459 140,6600 130,3800

Befreiung von Offenlegungspflichten

Die nachfolgenden Personengesellschaften sind gemäß § 264b HGB durch die Einbeziehung in den vorliegenden Konzernabschluss von der Verpflichtung des § 264a Abs. 1 HGB befreit:

AMB Asphalt-Mischwerk Bischofsheim GmbH & Co. KG, Bischofsheim

AMW Asphalt-Mischwerke Würzburg GmbH & Co. KG, Würzburg

Asphalt-Mischwerke Osnabrück GmbH. & Co. KG., Osnabrück

Asphalt-Mischwerke Rhein-Pfalz GmbH & Co. KG, Albersweiler

AWE Asphaltmischwerk Walschleben GmbH & Co. KG, Walschleben

Bayerische Asphaltmischwerke GmbH & Co. Kommanditgesellschaft für Straßenbaustoffe, Hofolding4

Bitumina Handel GmbH & Co. KG, Linz am Rhein

Bitumina Spedition GmbH & Co. KG, Linz am Rhein

BMH - Basalt - und Mischwerk Herschbach GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Herschbach

BVG Baustoff-Vertriebs-Gesellschaft mbH & Co. KG, Kirn

BWH Basaltwerk Mittelherwigsdorf GmbH & Co. KG, Mittelherwigsdorf

DEUMA Mischwerke GmbH & Co. KG, Taucha

Diabaswerk Hirzenhain GmbH & Co. KG, Linz am Rhein

Diabaswerk Nesselgrund GmbH & Co. KG, Floh-Seligenthal

Dortmunder Gussasphalt GmbH & Co. KG, Dortmund4

Ems-Jade-Mischwerke GmbH KG. für Straßenbaustoffe, Cappeln

Mischwerke Lautzenbrücken GmbH & Co. KG, Lautzenbrücken

Sauerländer Asphaltmischwerke GmbH. & Co., Kommanditgesellschaft, Brilon

Südhessische Asphalt-Mischwerke GmbH & Co. KG für Straßenbaustoffe, Hanau

SWA Südwest Asphalt GmbH & Co. KG, Iffezheim

Werhahn & Nauen SE & Co. OHG, Neuss4

Wm. Hilgers GmbH & Co. KG, Düsseldorf

4 Diese Gesellschaften nehmen auch die Befreiungsvorschriften des §291 Abs. 2 HGB für den Konzernabschluss in Anspruch.

Für folgende Tochtergesellschaften wird von der Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht:

Allgemeine Baustoff-Handels-Contor GmbH, Erfurt

Basalt Eastern Europe GmbH, Linz am Rhein

Basalt Minerals GmbH, Linz am Rhein4

Basalt-Actien-Gesellschaft, Linz am Rhein

Basalt-Union Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Linz am Rhein

FiberLean Technologies GmbH, Neuss

Flammkraft GmbH, Münster

GAB Gesellschaft zur Aufbereitung von Baustoffen mbH, Berlin

Golf 2 Acquisition GmbH, Neuss

JV ZWILLING-RM GmbH, Solingen

Norddeutsche Naturstein GmbH, Flechtingen

Porphyrwerke Weinheim-Schriesheim Aktiengesellschaft, Weinheim

Santos Grills GmbH, Köln

Westdeutsche Grauwacke-Union Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Linz am Rhein

ZWILLING Beauty Group GmbH, Solingen4

ZWILLING International GmbH, Solingen4

ZWILLING J. A. Henckels Aktiengesellschaft, Solingen 4

ZWILLING J.A. Henckels Deutschland GmbH, Solingen

ZWILLING Trading GmbH, Solingen

Für folgende Tochtergesellschaften wird von der Befreiung gemäß § 341s Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht:

Norddeutsche Naturstein GmbH, Flechtingen

Werhahn & Nauen SE & Co. OHG, Neuss

4 Diese Gesellschaften nehmen auch die Befreiungsvorschriften des § 291 Abs. 2 HGB für den Konzernabschluss in Anspruch.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der Werhahn Industrieholding SE gelten auch für den Konzernabschluss. Abschlüsse einbezogener Tochterunternehmen, die nach abweichenden Grundsätzen bilanzieren, werden angepasst. Nur in unwesentlichen Fällen unterbleibt eine Anpassung. Aktivierungswahlrechte werden überwiegend nicht in Anspruch genommen.

Immaterielle Vermögensgegenstände einschließlich der Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung werden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode pro rata temporis über Nutzungsdauern von 5 bis 15 Jahren. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 248 Absatz 2 HGB seit 2020 aktiviert. Diese umfassen selbst erstellte Software, die aufgrund ihrer besonderen Bedeutung auf die tatsächlichen Verhältnisse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bilanziell erfasst wird. In den Herstellungskosten für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden neben dem Werteverzehr des Anlagevermögens und den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden nicht berücksichtigt. Die Entwicklungskosten werden ab dem Zeitpunkt der Erfüllung der Ansatzkriterien in die Herstellungskosten einbezogen.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, bei abnutzbaren Gegenständen abzüglich planmäßiger Abschreibungen auf Basis der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 2 bis 50 Jahren. Abschreibungen auf Vermögensgegenstände, die vor dem 1. Januar 2010 angeschafft wurden, werden - soweit im Konzernabschluss zulässig - auf der Grundlage der steuerlich zulässigen Höchstbeträge vorgenommen. Danach erworbene Vermögensgegenstände werden linear pro rata temporis abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren Wert erforderlich ist. Sofern der Grund für die außerplanmäßige Abschreibung entfallen ist, erfolgen Zuschreibungen bis zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten. Zinsen für die Aufnahme von Fremdkapital finden keine Berücksichtigung in den Herstellungskosten.

Anteile an Verbundenen nicht konsolidierten Unternehmen, Sonstigen assoziierten Unternehmen und Sonstigen Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten bzw. fortgeführten niedrigeren Buchwerten bilanziert. Wesentliche Beteiligungen an Assoziierten Unternehmen werden at-equity nach der Buchwertmethode in den Konzernabschluss einbezogen. Ausleihungen sind mit dem Nennbetrag oder dem niedrigeren Barwert angesetzt. Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren Wert erforderlich ist.

Bei den Vorräten werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren zu ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten. Die Herstellungskosten bestehen aus den Material- und Fertigungseinzelkosten sowie den Sondereinzelkosten der Fertigung. Daneben werden auch angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der Werteverzehr von Anlagevermögen, soweit dies durch die Herstellung des Wirtschaftsguts veranlasst ist, einbezogen. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer sowie geminderter Verwendbarkeit ergeben, finden durch angemessene Wertabschläge Berücksichtigung. Der verlustfreien Bewertung wird Rechnung getragen.

Der Ansatz der Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zu den jeweiligen Nennbeträgen. Möglichen Risiken wird durch individuelle Abschreibungen und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Umrechnung der langfristigen Fremdwährungsforderungen erfolgt zum Einbuchungs- bzw. zum ungünstigeren Kurs des Bilanzstichtags. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtags umgerechnet.

Kassen- und Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks werden mit dem Nominalwert angesetzt. Bestände in Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtags umgerechnet.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. Zusätzlich werden latente Steuern auf steuerliche Verlust- und Zinsvorträge, die voraussichtlich innerhalb der nächsten fünf Jahre genutzt werden können, aktiviert. Von dem Wahlrecht zur Saldierung von aktiven und passiven latenten Steuern wird Gebrauch gemacht. Verbleibt anschließend ein Aktivüberhang aus dem Einzelabschluss, so wird dieser im Konzernabschluss nicht gebucht. Soweit sich ein Passivüberhang ergibt und weitere aufrechnungsfähige und unbeschränkt vortragsfähige Verlust- und Zinsvorträge bestehen, werden darauf bis zur Höhe des passiven Überhangs weitere latente Steuern aktiviert.

Auf Geschäfts- oder Firmenwerte, die erst durch die Kapitalkonsolidierung entstehen, werden keine latenten Steuern passiviert. Nicht erfasst werden ebenfalls Latenzen auf Differenzen aus dem steuerlichen Wertansatz an einem Verbundenen konsolidierten oder Assoziierten at-equity Unternehmen und dem handelsrechtlichen Wert des im Konzernabschluss angesetzten Nettovermögens. Latente Steuern gemäß § 306 HGB werden mit denen aus Einzelabschlüssen gemäß § 274 HGB zusammengefasst.

Es kommen die unternehmensindividuellen Steuersätze zur Anwendung, die zum Zeitpunkt der Auflösung der zeitlichen Differenzen voraussichtlich gelten. Die Steuersätze liegen zwischen 9,0 % und 34,5 %.

Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrag angesetzt und bei einer Restlaufzeit von über einem Jahr mit dem von der Deutschen Bundesbank für die jeweilige Laufzeit ermittelten Marktzinssatz abgezinst.

Der Erfüllungsbetrag von Pensionsrückstellungen wird soweit vorhanden mittels zukünftig zu erwartender Gehalts- und Rententrends von 0,0 % bis 5,0 % sowie Annahmen über zukünftige Mitarbeiterfluktuationen errechnet. Soweit zulässig wird das Teilwertverfahren auf Basis der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck angewendet. Zur Abzinsung der Pensionsrückstellungen wird der von der Deutschen Bundesbank ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten 10 Jahre angewendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen wurde zum 31. Dezember 2022 ein Zinssatz von 1,78 % herangezogen. Effekte aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen sowie aus der Änderung des Zinssatzes für die Abzinsung wurden im Zinsergebnis berücksichtigt. Bei Vorliegen von Vermögensgegenständen, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen (Deckungsvermögen), erfolgte eine Verrechnung mit den Rückstellungen. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens wird mittels externer Bewertungsgutachten oder kursnotierter Marktpreise ermittelt. In der Position Pensionsrückstellungen werden außerdem die Verpflichtungen der US-Tochtergesellschaften für die Krankenversicherung der Mitarbeitenden nach Eintritt in den Ruhestand berücksichtigt.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert. Langfristige Verbindlichkeiten in fremden Währungen werden zum Kurs des Einbuchungs- bzw. zum ungünstigeren Kurs des Bilanzstichtags umgerechnet. Abweichend davon werden kurzfristige Verbindlichkeiten grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtags bewertet.

Stichtag der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen

Die in den Konzernabschluss einbezogenen vollkonsolidierten Tochterunternehmen bilanzieren grundsätzlich zum 31. Dezember. Ausnahmen sind die Gesellschaften Tweezerman (India) Pvt. Ltd., Ital Beauty Nippers (India) Pvt. Ltd., ZWILLING Kitchen India Pvt. Ltd. sowie FiberLean Technologies India Pvt. Ltd., deren Abschlussstichtag der 31. März ist. Diese Gesellschaften werden mit einem Zwischenabschluss in den Konzernabschluss der WIH-Gruppe einbezogen.

Stichtag der Assoziierten at-equity Unternehmen ist der 31. Dezember.

Erläuterungen zur Bilanz

1 Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung des Immateriellen und des Sachanlagevermögens sowie der Finanzanlagen sind auf den Seiten 50/51 dargestellt.

Insgesamt fielen im Geschäftsjahr Forschungs- und Entwicklungskosten von 14.163 T € an. Davon wurden 780 T € als Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte stammen überwiegend aus der Kapitalkonsolidierung. Aus den Akquisitionen des Geschäftsjahres resultieren Zugänge bei den Geschäfts- oder Firmenwerten in Höhe von 4.851 T €.

In den Abschreibungen sind außerplanmäßige Abschreibungen von 1.548 T € (i. Vj. 1.334 T €) enthalten.

2 Vorräte

inT€ 31.12.2022 31.12.2021
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 120.328 104.938
Unfertige Erzeugnisse und Leistungen 75.474 67.909
Fertige Erzeugnisse und Waren 430.993 364.122
Geleistete Anzahlungen 4.399 6.837
631.194 543.806

3 Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

in T € 31.12.2022 davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr 31.12.2021 davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 246.905 109 247.966 475
Forderungen gegen Verbundene Unternehmen 53.972 - 57.554 -
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 28.434 - 27.088 -
Sonstige Vermögensgegenstände 51.055 9.074 75.117 4.852
380.366 407.725

Aus Lieferungs- und Leistungsbeziehungen resultieren 446 T € der Forderungen gegen Verbundene Unternehmen und 2.012 T € der Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht. In den Forderungen gegen Verbundene Unternehmen sind außerdem Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 41.715 T € enthalten.

4 Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks

Von dem Bestand an Kassen- und Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks in Höhe von 111.077 T € unterliegen 1.073 T € einer Verfügungsbeschränkung.

5 Aktive latente Steuern

Nach Saldierung mit Passiven latenten Steuern ergab sich im Konzernabschluss ein Überhang an Aktiven latenten Steuern von 8.054 T €. Passivüberhänge aus den Tochtergesellschaften in Höhe von 1.357 T € wurden von den Aktiven latenten Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen überkompensiert.

Unsaldiert ergeben sich Passive latente Steuern von 4.460 T € sowie Aktive latente Steuern von 12.514 T €. Dabei haben sich im Geschäftsjahr die Aktiven latenten Steuern um 15 T € und die Passiven latenten Steuern um 2 T € verringert.

Die Passiven latenten Steuern resultieren überwiegend aus Sachanlagen und Immateriellen Vermögensgegenständen, wohingegen die Aktiven latenten Steuern im Wesentlichen bei Vorräten entstanden sind. Latente Steuern auf Verlustvorträge sind nur in geringem Umfang enthalten. Aktivüberhänge aus den Einzelgesellschaften werden nicht angesetzt.

Aus der Aktivierung Selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände resultieren Passive latente Steuern von 169 T €.

6 Eigenkapital

Das Grundkapital der Werhahn Industrieholding SE beträgt zum 31. Dezember 2022 54.120.000 €. Es ist in 54.120.000 Stück Stammaktien eingeteilt. Die Aktien sind Stückaktien und lauten auf den Inhaber.

Die Werhahn Industrieholding SE hält zum 31. Dezember 2022 keine eigenen Aktien.

Der Gewinnvortrag des Konzerns setzt sich aus anderen Gewinnrücklagen und dem Konzerngewinn- und -verlustvortrag zusammen. Die anderen Gewinnrücklagen beinhalten im Wesentlichen die Umstellungseffekte, die sich im Rahmen der erstmaligen Anwendung der Bewertungsregeln nach dem BilMoG ergeben haben.

Die nicht beherrschenden Anteile betreffen außenstehende Gesellschafter in den Bereichen Natursteine und Konsumgüter. Die Anteile von nicht beherrschenden Gesellschaftern am Gewinn und Verlust betrugen 24.056 T € bzw. 1.266 T €.

Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals ist im Eigenkapitalspiegel dargestellt.

Zum Bilanzstichtag lagen Ausschüttungssperren nach deutschem Recht in Höhe von 5.437 T € und nach lokalem Recht in Höhe von 2.449 T € vor.

7 Rückstellungen

in T€ Stand 1.1.2022 Verbrauch Auflösung
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 62.386 5.131 1.714
Steuerrückstellungen 10.731 4.647 861
Sonstige Rückstellungen
Personalkosten 63.159 50.384 3.336
Rekultivierung 82.493 2.671 1.307
Gewährleistung und Garantie 10.846 1.959 596
Ausstehende und fehlende Rechnungen 26.534 23.744 2.066
Rabatte und Boni 28.609 25.277 2.202
Übrige sonstige Rückstellungen 28.923 16.314 2.383
313.681 130.127 14.465
in T€ Zuführung Sonstige Änderungen Stand 31.12.2022
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 4.744 1.412 61.697
Steuerrückstellungen 6.459 -9 11.672
Sonstige Rückstellungen
Personalkosten 55.484 148 65.071
Rekultivierung 25.434 -460 103.490
Gewährleistung und Garantie 4.179 42 12.512
Ausstehende und fehlende Rechnungen 29.686 35 30.445
Rabatte und Boni 27.532 850 29.512
Übrige sonstige Rückstellungen 16.627 -101 26.752
170.145 1.917 341.151

Mit den Pensionsrückstellungen und mit den Rückstellungen für Personalkosten sind Vermögensgegenstände zur Deckung von Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen mit Zeitwerten von insgesamt 1.055 T € bzw. 34 T € verrechnet worden. Die historischen Anschaffungskosten des Deckungsvermögens beziffern sich auf 757 T € bzw. 33 T €. Ohne Verrechnung hätten die Pensionsrückstellungen 62.752 T € und die Rückstellungen für Personalkosten 65.106 T € betragen.

Der Unterschiedsbetrag zwischen der Bewertung der Pensionsrückstellungen mit dem 10-Jahres-Durchschnittszinssatz und dem 7-Jahres-Durchschnittszinssatz beträgt zum Bilanzstichtag 2.102 T €.

8 Verbindlichkeiten

in T € 31.12.2022 davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr davon mit einer Restlaufzeit über 1 Jahr
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 353.773 344.022 9.751
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4.844 4.844 -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 113.502 113.502 -
Verbindlichkeiten gegenüber Verbundenen Unternehmen 297.372 297.372 .
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 33.430 25.796 7.634
Sonstige Verbindlichkeiten 49.631 47.285 2.346
(davon aus Steuern) (23.028)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (4.260)
852.552
in T € 31.12.2021 davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr davon mit einer Restlaufzeit über 1 Jahr
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 201.343 189.676 11.667
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.753 3.753 -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 128.874 128.874 -
Verbindlichkeiten gegenüber Verbundenen Unternehmen 300.545 300.545 -
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 29.718 24.335 5.383
Sonstige Verbindlichkeiten 75.452 71.463 3.989
(davon aus Steuern) (53.353)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (3.963)
739.685

Zum Stichtag lagen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über fünf Jahren in Höhe von 5.957 T € (i. Vj. 6.790 T €) vor.

Für Verbindlichkeiten in Höhe von 10.891 T € sind Sicherheiten in Form von Grundpfandrechten, Sicherungsübereignungen und sonstigen Rechten bestellt.

Ursächlich für 2.543 T € der Verbindlichkeiten gegenüber Verbundenen Unternehmen und 7.627 T € der Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, waren Lieferungs- und Leistungsbeziehungen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

9 Umsatzerlöse

Der Umsatz enthält Erlöse aus dem Verkauf von Produkten vermindert um Skonti und Preisnachlässe sowie der Vermietung oder Verpachtung und aus der Erbringung von Dienstleistungen.

Nach Bereichen

in T € 2022 2021
Geschäftsbereich Natursteine 1.497.438 1.333.465
Unternehmensbereich Konsumgüter 1.000.502 969.080
Sonstige 2.726 1.269
Konsolidierung -7 -5
2.500.659 2.303.809

Nach Regionen

10 Sonstige betriebliche Erträge

In diesem Posten sind im Wesentlichen die aperiodischen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (11.890 T €), Gewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen (3.664 T €), Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen (1.496 T €) sowie Zuschreibungen im Anlage- und Umlaufvermögen (266 T €) und Erträge aus Eingängen von bereits ausgebuchten Forderungen (95 T €) enthalten.

Die Sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten zudem unter anderem Kursgewinne (15.696 T €, i. Vj. 11.501 T €).

11 Materialaufwand

Der Materialaufwand betrug 1.458.324 T € (i. Vj.1.323.095 T€), wovon 981.340 T € (i. Vj.891.374 T€) für Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe und Waren und 476.984 T € (i. Vj.431.722 T €) für bezogene Leistungen aufgewendet wurden.

12 Personalaufwand

in T€ 2022 2021
Löhne und Gehälter 384.417 351.731
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 81.460 74.710
Aufwendungen für Altersversorgung 4.067 4.818
469.944 431.259

Durchschnittlich waren während des Geschäftsjahres an Mitarbeitenden beschäftigt:

Die Rückstellungen für Pensionen ehemaliger Vorstände bzw. deren Hinterbliebener beliefen sich auf 70 T € (i. Vj. 72 T €).

Auf die Angabe der Gesamtbezüge für ehemalige Vorstandsmitglieder bzw. deren Hinterbliebene wird gemäß § 314 Abs. 3 i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

13 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Der Posten Sonstige betriebliche Aufwendungen umfasst unter anderem externe Dienstleistungen (89.696 T €), Instandhaltungsaufwendungen (85.667 T €), Marketingaufwendungen (57.884 T €) sowie Leasing- und Mietaufwendungen (50.958 T €). Darüber hinaus sind Aufwendungen für Rekultivierungsverpflichtungen (26.134 T €), Kursverluste (14.644 T €, i. Vj. 12.523 T €) und Versicherungsaufwendungen (11.623 T €) enthalten. Außerdem werden in den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen sonstige Steuern in Höhe von 6.065 T € (i. Vj. 5.517 T €) ausgewiesen.

Von den aperiodischen Aufwendungen in Höhe von 4.758 T € entfallen 4.198 T € auf Wertberichtigungen auf Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenständen sowie 560 T € auf Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen.

Das inländische Gesamthonorar an den Konzernabschlussprüfer PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft betrug im Berichtsjahr 2.088 T €. Davon betrafen das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen 1.915 T €, für andere Bestätigungsleistungen 138 T €, für Steuerberatungsleistungen 9 T € und für sonstige Leistungen 26 T €.

14 Beteiligungsergebnis

Diese Position enthält Ergebnisse aus Verbundenen Unternehmen (396 T €, i. Vj. 738 T €), Ergebnisse aus Assoziierten at-equity Unternehmen (15.268 T €, i. Vj. 15.791 T €) sowie Ergebnisse aus Sonstigen assoziierten Unternehmen und Sonstigen Beteiligungen (2.751 T €, i. Vj. 2.433 T €).

Das Ergebnis aus Assoziierten at-equity Unternehmen entspricht grundsätzlich dem Konzernanteil am Jahresüberschuss bzw. -fehlbetrag dieser Unternehmen. Hierin ist auch die Eliminierung von Zwischenergebnissen berücksichtigt.

15 Zinsergebnis

in T€ 2022 2021
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 438 569
(davon aus Verbundenen Unternehmen) (12) (12)
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.750 1.741
(davon aus Verbundenen Unternehmen) (77) (97)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 15.692 12.650
(davon aus Verbundenen Unternehmen) (3.023) (2.189)
- 12.504 - 10.340

Im Zinsergebnis sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von 2.278 T € (i. Vj. 6.888 T €) sowie Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von 1.166 T € (i. Vj. 227 T €) enthalten. Zinserträge (26 T €) aus Deckungsvermögen wurden mit den Aufwendungen aus der Aufzinsung verrechnet.

16 Steuern vom Einkommen und Ertrag

Bei den Steuern vom Einkommen und Ertrag handelt es sich im Wesentlichen um in- und ausländische Körperschaftsteuer sowie inländische Gewerbeertragsteuer. Darüber hinaus ist in der Position ein latenter Steuerertrag in Höhe von 762 T € (i. Vj. 3.508 T €) enthalten.

17 Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung

Im Geschäftsjahr ergaben sich keine Geschäftsvorfälle von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage hatten.

Anteilsbesitzliste zum 31.12.2022

1. Verbundene konsolidierte Unternehmen

Natursteine Sitz Anteil in %
Basalt-Actien-Gesellschaft Linz am Rhein 100
AK Asphaltmischwerke Kaiserslautern GmbH Ramstein-Miesenbach 75
Allgemeine Baustoff-Handels-Contor GmbH Erfurt 100
AMB Asphalt-Mischwerk Bischofsheim GmbH & Co. KG Bischofsheim 80
AME Asphalt-Mischwerk Eging GmbH Eging am See 82
AML-Asphaltmischwerke GmbH Leipzig Taucha 80
AMW Asphalt-Mischwerke Würzburg GmbH & Co. KG Würzburg 87
AO KP-Gabbro Petrazavodsk, Russische Föderation 100
Asphalt-Mischwerke Osnabrück GmbH. & Co. KG. Osnabrück 53
Asphalt-Mischwerke Rhein-Pfalz GmbH & Co. KG Albersweiler 52
Atlas Industriebeteiligungsgesellschaft mbH Linz am Rhein 83
AWE Asphaltmischwerk GmbH Cappeln-Nutteln 77
AWE Asphaltmischwerk Walschleben GmbH & Co. KG Walschleben 80
BASALT CZ s.r.o. Zabrušany, Tschechien 100
Basalt Eastern Europe GmbH Linz am Rhein 100
Basalt International GmbH Linz am Rhein 100
Basalt Minerals GmbH Linz am Rhein 100
Basalt s.r.o. Zabruşany, Tschechien 97
BASALTKER Epitöanyag Kereskedelmi Kft. Uzsa, Ungarn 100
Basalt-Középkő Kőbányák Kft. Uzsa, Ungarn 75
Basalt-Union Gesellschaft mit beschränkter Haftung Linz am Rhein 76
Basaltwerk Pechbrunn, Gesellschaft mit beschränkter Haftung Pechbrunn 76
Bayerische Asphaltmischwerke GmbH & Co. Kommanditgesellschaft für Straßenbaustoffe Hofolding 52
Bergisch-Westerwälder Hartsteinwerke, Zweigniederlassung der Basalt-Actien-Gesellschaft Linz am Rhein 100
BITUMINA Handel GmbH & Co. KG Linz am Rhein 100
BITUMINA Spedition GmbH & Co. KG Linz am Rhein 100
BMH - Basalt - und Mischwerk Herschbach GmbH & Co. Kommanditgesellschaft Herschbach 51
BORNIT-Werk Aschenborn GmbH Zwickau 62
BVG Baustoff-Vertriebs-Gesellschaft mbH & Co. KG Kirn 100
BWH Basaltwerk Mittelherwigsdorf GmbH & Co. KG Mittelherwigsdorf 51
DEUMA Mischwerke GmbH & Co. KG Taucha 70
DEUTAG Zweigniederlassung der Basalt-Actien-Gesellschaft Berlin 100
Diabaswerk Hirzenhain GmbH & Co. KG Linz am Rhein 55
Diabaswerk Nesselgrund GmbH & Co. KG Floh-Seligenthal 80
Dortmunder Gussasphalt GmbH & Co. KG Dortmund 70
Ems-Jade-Mischwerke GmbH KG. für Straßenbaustoffe Cappeln 81
GAB Gesellschaft zur Aufbereitung von Baustoffen mbH Berlin 100
GBH-Gesellschaft für Baustoff-Aufbereitung und Handel mit beschränkter Haftung Brunnthal 100
GbR Asphaltmischwerk Karlsruhe Karlsruhe 75
Hartsteinwerke Bayern-Mitteldeutschland Zweigniederlassung der Basalt-Actien-Gesellschaft Erfurt 100
Hollweg, Kümpers & Comp., Zweigniederlassung der Basalt-Actien-Gesellschaft Rheine 100
HWR Hartsteinwerk Rattenberg GmbH Brunnthal 100
Isoliererzeugnisse Großröhrsdorf GmbH Großröhrsdorf 100
Kopalnie Surowców Skalnych w Bartnicy Sp. z o.o. Swierki, Polen 100
Mischwerke Lautzenbrücken GmbH & Co. KG Lautzenbrücken 100
Mischwerke Mühlhausen GmbH Mühlhausen 76
Norddeutsche Naturstein GmbH Flechtingen 100
ODRA-ASFALT Sp. z o.o. Szczecin, Polen 67
000 "Basalt" St. Petersburg, Russische Föderation 100
000 "Karjer Sheleiki" Podporozhskiy rajon, Russische Föderation 100
Porphyrwerke Weinheim-Schriesheim Aktiengesellschaft Weinheim 100
Sauerländer Asphaltmischwerke GmbH. & Co., Kommanditgesellschaft Brilon 73
Schweden Splitt AB Karlshamn, Schweden 100
Śląkie Kruszywa Naturalne Sp. z o.o. Krapkowice, Polen 100
Südhessische Asphalt-Mischwerke GmbH & Co. KG für Straßenbaustoffe Hanau 100
Südwestdeutsche Hartsteinwerke Zweigniederlassung der Basalt-Actien-Gesellschaft Kirn 100
SWA Südwest Asphalt GmbH & Co. KG Iffezheim 65
T E W E Bauchemiegesellschaft mbH Vierlinden 100
TOV Vyrivskyj Karjer Granitne, Ukraine 100
V D Mischwerk und Recycling GmbH. Offenburg 100
Werhahn & Nauen SE & Co. OHG Neuss 100
Westdeutsche Grauwacke-Union Gesellschaft mit beschränkter Haftung Linz am Rhein 100
Wm. Hilgers GmbH & Co. KG Düsseldorf 100
Konsumgüter Zwilling Küche Sitz Anteil in %
ZWILLING J. A. Henckels Aktiengesellschaft Solingen 100
BBQ Rocket GmbH Bergheim 51
Demeyere CommV Herentals, Belgien 100
Demeyere Zwilling Nederland B.V. Roermond, Niederlande 100
Flammkraft GmbH Münster 51
Grill Heaven GmbH Vösendorf, Österreich 85
JV ZWILLING-RM GmbH Solingen 90
OOO "ZWILLING J.A. HENCKELS Rus" Moskau, Russische Föderation 100
Santos Grills GmbH Köln 80
Staub Fonderie SARL Merville, Frankreich 100
ZWILLING BALLARINI ITALIA S.R.L. Rivarolo Mantovano, Italien 100
Zwilling Demeyere Belgium BVBA Herentals, Belgien 100
ZWILLING International GmbH Solingen 100
ZWILLING International Trading Shanghai Ltd. (Shanghai) Pilot Free Trade Zone, China 100
ZWILLING J A Henckels MUTFAK VE GÜZELLIK ÜRÜNLERI LIMITED ŞIRKETI Istanbul, Türkei 100
ZWILLING J.A. HENCKELS (UK) Limited Hitchin, Großbritannien 100
ZWILLING J.A. HENCKELS Canada Ltd. Markham, Ontario, Kanada 100
ZWILLING J.A. Henckels Deutschland GmbH Solingen 100
ZWILLING J.A. HENCKELS Iberia S.A. Corneliá de Llobregat, Spanien 100
ZWILLING J.A. HENCKELS Japan Ltd. Seki-shi, Japan 100
ZWILLING J.A. HENCKELS Kitchenware (Shanghai) Ltd. Minhang, Shanghai, China 70
ZWILLING J.A. HENCKELS LLC Wilmington, USA 100
ZWILLING J.A. HENCKELS Scandinavia A/S Ballerup, Dänemark 100
ZWILLING J.A. HENCKELS Shanghai Ltd. Pudong, Shanghai, China 70
ZWILLING J.A. HENCKELS Taiwan Ltd. Taipei, Taiwan 100
ZWILLING Kitchen India Pvt. Ltd. Chennai, Indien 80
ZWILLING STAUB FRANCE SAS Paris, Frankreich 100
ZWILLING Trading GmbH Solingen 100
Konsumgüter Zwilling Beauty Group Sitz Anteil in %
ZWILLING Beauty Group GmbH Solingen 100
Ital Beauty Nippers (India) Pvt. Ltd. Puducherry, Indien 90
QVS Global China Dongguan, China 100
Tweezerman (India) Pvt. Ltd. Puducherry, Indien 90
Tweezerman International, LLC Wilmington, USA 100
Tweezerman Minority LLC Wilmington, USA 100
Tweezerman UK Ltd. Nottingham, Großbritannien 75
Zwilling Beauty Trading (Shenzhen) Ltd. Shenzhen, China 100
Sonstige Sitz Anteil in %
Werhahn Industrieholding SE Neuss 100
FiberLean Technologies France SAS Paris, Frankreich 100
FiberLean Technologies GmbH Neuss 100
Fiberlean Technologies India Private Limited Pune, Indien 100
FiberLean Technologies Limited Par, Großbritannien 100
FiberLean Technologies NA Inc. Dover, USA 100
FiberLean Tecnologia e Solucoes EIRELI Piracicaba, Brasilien 100
Golf 2 Acquisition GmbH Neuss 100

2. Assoziierte at-equity Unternehmen

Sitz Anteil in %
AEL-Abfallentsorgungsanlage Lösenbach GmbH Lüdenscheid 49
amb Asphalt- und Bitumen-Mischwerke GmbH Augsburg 50
AMH Asphaltmischwerk Hauneck GmbH & Co. KG Hauneck 50
AMK Asphalt-Mischwerk Kirchheimbolanden GmbH & Co. KG Kirchheimbolanden 50
AMK Asphalt-Mischwerke Kraichgau GmbH Gemmingen 45
AMM Asphalt-Mischwerke-Mosel GmbH & Co.KG Neumagen-Dhron 50
Arcos Hermanos S.A. Albacete, Spanien 49
DAM Deutzer Asphaltmischwerke GmbH & Co. KG Köln 60
H&B Grondstoffen C.V. Capelle aan den Ijssel, Niederlande 48
Natursteinwerke im Nordschwarzwald NSN GmbH & Co.KG Mühlacker-Enzberg 50
NHB Nahe-Hunsrück Baustoffe GmbH & Co. KG. Kirn 50
Rheinische Provinzial-Basalt- und Lavawerke GmbH & Co. oHG Sinzig 50
Trapobet Transportbeton GmbH Kaiserslautern Kommanditgesellschaft Kaiserslautern 50
VAMA Vereinigte Asphalt- Mischwerke Aachen GmbH & Co. Kommanditgesellschaft Alsdorf 45

3. Verbundene nicht konsolidierte Unternehmen

Sitz Anteil in %
AML Asphaltmischwerk Langenthal GmbH & Co. KG Langenthal 70
AML Asphaltmischwerk Langenthal Verwaltungs-GmbH Langenthal 70
AMM Asphalt-Mischwerke Münsterland GmbH & Co.KG Cappeln 100
AMW Asphalt-Mischwerke Würzburg Verwaltungs-GmbH Würzburg 87
Asphalt - Mischwerke Rhein-Pfalz Beteiligungs-GmbH Albersweiler 52
Asphalt-Mischwerk Bischofsheim Verwaltung GmbH Bischofsheim 86
Asphalt-Mischwerke Münsterland Verwaltungs-GmbH Ladbergen 100
AWE Asphaltmischwerk Walschleben Verwaltung GmbH Walschleben 80
B V G Baustoff-Vertriebs- u. Verwaltungsgesellschaft mbH Kirn 100
Ballarini North America Inc. i.L. Horsham, USA 100
Basalt Ukraine TOV i.L. Kiew, Ukraine 100
Basalt- und Mischwerk Herschbach GmbH Herschbach 51
Bayerische Asphaltmischwerke Gesellschaft mit beschränkter Haftung Hofolding 52
Beteiligungsgesellschaft Asphalt-Mischwerke Osnabrück mit beschränkter Haftung Osnabrück 53
BITUMINA Handel Verwaltungs GmbH Linz am Rhein 100
BITUMINA Spedition Verwaltungs GmbH Linz am Rhein 100
BRP-Baustoffaufbereitungs- und Recycling-Gesellschaft in Pforzheim mbH Pforzheim 100
BWH Basaltwerk Mittelherwigsdorf Verwaltungs-GmbH Mittelherwigsdorf 51
DEUMA Beteiligungs-GmbH Taucha 70
Diabaswerk Hirzenhain Verwaltungs-GmbH Linz am Rhein 55
Diabaswerk Nesselgrund Verwaltungs-GmbH Floh-Seligenthal 80
Dortmunder Gußasphalt Gesellschaft mit beschränkter Haftung Dortmund 70
Ems-Jade-Mischwerke GmbH Cappeln 81
GfR-Gesellschaft für Rekultivierung mbH Linz am Rhein 100
Hilgers Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100
Inn-Asphalt-Mischwerke GmbH. Nußdorf am Inn 75
Knife Aid Inc. Agoura Hills, USA 100
LAJTA-KAVICS Bänyäszati Kft. Darnózseli, Ungarn 100
Marsdorfer Asphaltwerke Gesellschaft mit beschränkter Haftung i. L. Linz am Rhein 57
MAW-Marsdorfer Asphaltwerke Gesellschaft mit beschränkter Haftung & Co. Kommanditgesellschaft i. L. Linz am Rhein 57
Mischwerke Lautzenbrücken Verwaltungsgesellschaft mbH Lautzenbrücken 100
N 2 SRG GmbH Linz am Rhein 100
Norddeutsche Naturstein Rail GmbH Flechtingen 100
OOO "Basalt Management" St. Petersburg, Russische Föderation 100
Santos Nord GmbH Norderstedt 51
Sauerländer Asphaltmischwerke GmbH Brilon 72
Secato Style GmbH Solingen 100
Stephan Beratungs-GmbH Linz am Rhein 70
Südhessische Asphalt-Mischwerke Gesellschaft mit beschränkter Haftung Hanau 100
Südwest Asphalt Verwaltungs GmbH Iffezheim 65
Thaler Baustoff-Betriebe Gesellschaft mit beschränkter Haftung Falkenstein/Harz 100
WAW Asphalt GmbH Linz am Rhein 100
WMW GmbH Linz am Rhein 100
ZWILLING Cooking Studio LLC Wilmington, USA 100
ZWILLING Cooking Studio Minority LLC Wilmington, USA 100
ZWILLING J.A. HENCKELS (Vietnam) Ltd. Ho Chi Minh City, Vietnam 100
ZWILLING J.A. Henckels Austria GmbH Parndorf, Österreich 100
ZWILLING J.A. HENCKELS Brasil Produtos de Cozinha e Beleza Ltda. Säo Paulo, Brasilien 100
ZWILLING J.A. Henckels Ireland Ltd. Dublin, Irland 100
ZWILLING J.A. Henckels Portugal, Lda. Alcochete, Portugal 100
ZWILLING J.A. Henckels Schweiz AG Zürich, Schweiz 100

4. Sonstige assoziierte Unternehmen

Sitz Anteil in %
"RKS" Kies- und Splittwerke Eckelsheim GmbH & Co. KG Eckelsheim 50
"RKS" Kies- und Splittwerke GmbH Eckelsheim 50
Adrian Basalt GmbH & Co. KG Enspel 50
Adrian Basalt Verwaltungsgesellschaft mbH Enspel 50
AMH Asphaltmischwerk Hauneck Verwaltungs GmbH Hauneck 50
AMH Asphaltmischwerk Hellweg Gesellschaft mit beschränkter Haftung i. L. Erwitte 50
AMK Asphalt-Mischwerk Kirchheimbolanden Verwaltungs-GmbH Kirchheimbolanden 50
AMM Asphalt-Mischwerke-Mosel Verwaltungs-GmbH Neumagen-Dhron 50
DAM Deutzer Asphaltmischwerke Verwaltungs-GmbH Köln 60
H&B Grondstoffen B.V. Capelle aan den Ijssel, Niederlande 50
Herbert Willersinn Steinbruch- Verwaltungs GmbH Heßheim 50
J. u. G. Giro Nachf. Willersinn GmbH & Co KG Steinbruchbetrieb Bolanden 50
Natursteinwerke im Nordschwarzwald NSN Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung Mühlacker 50
NHB Nahe-Hunsrück Baustoffe und Verwaltungsgesellschaft mbH Kirn 50
Rheinische Provinzial-Basalt- und Lavawerke Verwaltungs-GmbH Sinzig 50
SC Diabas Bata s.r.l. Timisoara, Rumänien 50
Schillathöhle GmbH Hessisch Oldendorf-Langenfeld 49
Schuhmacher & Heuser GmbH Katzenelnbogen 50
STA Asphaltmischwerk Strahlungen GmbH Strahlungen 25
Steinbruch Breidenbach Verfüllungsgesellschaft mbH Breidenbach 50
Steinbruch Spittergrund GmbH Erfurt 50
VAMA Vereinigte-Asphalt-Mischwerke Aachen, Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung Alsdorf 45
Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung TRAPOBET Transportbeton Kaiserslautern Kaiserslautern 50

5. Sonstige Beteiligungen

Anteil Eigenkapital Jahresergebnis
Sitz in % in T € in T €
AME Asphalt-Mischwerke Eifel GmbH & Co. KG Sinzig 33 465 1 -661
Asphalt-Mischwerke Eifel Verwaltungsgesellschaft mbH Sinzig 33 461 11
DEBUS Naturstein GmbH & Co. KG Untersiemau 49 1.924 1 310 1
Debus Naturstein Verwaltungs-GmbH Untersiemau 49 29 1 31
Hartsteinwerke Burgk GmbH & Co. KG Schleiz 27 4.892 1 826 1
HWB Hartsteinwerke Burgk Verwaltungs-GmbH Schleiz 27 78 1 2 1
INTERASPHALT Sp.z o.o. Obornik, Polen 48 754 1 36 1
ThyssenKrupp MillServices & Systems GmbH Duisburg 32 41.112 1 6.327 1

1 Angaben aus Vorjahren

Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung wird nach DRS 21 erstellt und zeigt, wie sich der Finanzmittelbestand der WIH-Gruppe während des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert hat.

Zu den Verfügungsbeschränkungen innerhalb des Finanzmittelfonds verweisen wir auf Tz. 4 des Konzernanhangs.

Nachfolgend eine Kurzdarstellung der Kapitalflussrechnung:

in T€ 2022 2021
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 82.612 58.648
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -111.125 -215.279
Free Cashflow -28.513 - 156.631
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit - 171.025 -108.038
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds - 199.538 - 264.669
Sonstige Veränderung des Finanzmittelfonds - 2.313 2.780
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode - 197.737 64.152
Finanzmittelfonds am Ende der Periode - 399.588 - 197.737

Sonstige Angaben

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgen grundsätzlich zu marktüblichen Bedingungen. Für Mitarbeitende bestehen teilweise standardisierte Rabatte auf spezifische Produkte aus dem Konzernverbund. Die Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus dem normalen Lieferungs- und Leistungsaustausch.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind in den Unternehmen der WIH-Gruppe keine Ereignisse eingetreten, von denen eine wesentliche Bedeutung für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der WIH-Gruppe erwartet wird.

Nicht in der Konzernbilanz enthaltene Geschäfte

inT€ 2022 2021
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften 89.717 565
(davon gegenüber Verbundenen Unternehmen) (418) (418)
Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen - 80
Verpflichtungen aus Bestellobligo 59.561 98.889
(davon gegenüber Assoziierten Unternehmen) - (520)
Barwert langfristiger Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen 125.269 106.797
(davon gegenüber Verbundenen Unternehmen) (1.556) (20)
(davon gegenüber Assoziierten Unternehmen) (175) (175)
Verpflichtungen aus Kreditzusagen 33.076 29.968
(davon gegenüber Verbundenen Unternehmen) (33.076) (29.968)
Sonstige finanzielle Verpflichtungen 10.061 11.676
(davon gegenüber Verbundenen Unternehmen) (1.927) (1.357)

Über die dargestellten Haftungsverhältnisse und Sonstigen finanziellen Verpflichtungen hinausgehende außerbilanzielle Geschäfte, die für die Beurteilung der Finanzlage des Konzerns erforderlich sind, bestehen nicht. Für alle erkennbaren Risiken aus Inanspruchnahme von Bürgschaften sind ausreichend Rückstellungen gebildet worden. Darüber hinaus wird keine Inanspruchnahme erwartet, da mit einem Ausfall des Schuldners nicht gerechnet wird.

Derivative Finanzinstrumente

Die WIH-Gruppe hat gemäß § 254 HGB Bewertungseinheiten gebildet. Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäften werden unter Anwendung der Einfrierungsmethode nicht bilanziert. Die Beurteilung der Effektivität der Bewertungseinheiten erfolgt über die Critical-Terms-Match-Methode und wird zu jedem Bilanzstichtag prospektiv festgestellt. Derivative Finanzinstrumente werden nach der Mark-to-Market-Methode bewertet.

Zur Refinanzierung ausländischer Tochtergesellschaften werden Fremdwährungsdarlehen in lokaler Währung vergeben. Das aus Konzernsicht resultierende Währungsrisiko aus Tilgungs- und Zinszahlungen wird über Devisentermingeschäfte abgesichert.

Die routinemäßige Beschaffung von Waren des operativen Geschäfts in Fremdwährung wird für einen bestimmten Zeitraum im Voraus geplant. Die sich aus diesen mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Transaktionen ergebende Nettofremdwährungsposition wird im Rahmen von Portfolio-Hedges ebenfalls gegen Währungsrisiken abgesichert.

Für den Produktionsprozess benötigte Rohstoffe für abgeschlossene Absatzgeschäfte werden über physische Lieferkontrakte auf Termin beschafft. Soweit die Lieferkontrakte variable Preise aufweisen, werden zur Vermeidung von Preisrisiken aus diesen Geschäften Commodity Swaps eingesetzt. Dabei handelt es sich überwiegend um Portfolio-Hedges mit Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr.

Sowohl bei den Micro- als auch Portfolio-Hedges werden die Grundgeschäfte zu 100 % abgesichert.

Die nachfolgend genannten Grundgeschäfte sind in Bewertungseinheiten einbezogen:

Art des Grundgeschäfts Art des abgesicherten Risikos Abgesicherter Betrag des Grundgeschäfts Abgesichertes Risiko Positive Zeitwerte Negative Zeitwerte
in T € (Buchwert, erwarteter Wert) in T€ in T € in T €
Konzerninterne Refinanzierung Währungsrisiko 281.367 7.502 4.610 - 2.892
Mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen Währungsrisiko 191.819 1.321 618 -703
Schwebende Geschäfte Beschaffungspreisrisiken 2.725 229 154 -75

Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, einen Betrag von 40.000 T € an den Alleinaktionär auszuschütten.

 

Neuss, 28. März 2023

Werhahn Industrieholding SE

Paolo Dell'Antonio

Alexander Boldyreff

Stephan Kühne

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Werhahn Industrieholding SE, Neuss

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Werhahn Industrieholding SE, Neuss, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Werhahn Industrieholding SE für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise.

Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, März 28, 2023

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Bericht des Aufsichtsrats

der Werhahn Industrieholding SE

Sehr geehrte Damen und Herren,

das vergangene, Jahr hat Vorstand, Führungskräfte und alle Mitarbeitenden der Werhahn Industrieholding-Gruppe (WIH-Gruppe) erneut vor besondere Herausforderungen gestellt. Neben der nach wie vor andauernden Pandemie kamen mit dem Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar 2022 zusätzliche geopolitische Risiken hinzu, die unmittelbaren Einfluss auf die Geschäftsbereiche der WIH-Gruppe hatten. Die diversifizierte Aufstellung der Werhahn Industrieholding SE und der hohe Einsatz aller Beteiligten haben gleichwohl für einen stabilen Geschäftsverlauf mit einem zufriedenstellenden Geschäftsergebnis gesorgt.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, den Führungskräften sowie allen Mitarbeitenden der WIH-Gruppe für ihr großes Engagement und ihre wiederholt sehr gute und erfolgreiche Arbeit im vergangenen Jahr. Darüber hinaus dankt der Aufsichtsrat allen Mitarbeitenden für die im letzten Jahr geleistete große Hilfe und Unterstützung unserer Beschäftigten und deren Familien in der Ukraine, die Opfer des russischen Angriffskrieges geworden sind. Hervorzuheben sind dabei die gemeinsame Spendenaktion der Mitarbeitenden und Gesellschafter der Wilh. Werhahn KG sowie der Mitarbeitenden der Geschäftsbereiche der WIH-Gruppe für das Medikamentennetzwerk action medeor, das betroffene Menschen in der Ukraine unterstützt, sowie die persönlich und durch Spenden geleistete Unterstützung für aus der Ukraine geflüchtete Menschen. Die wirtschaftlichen Folgen dieses Krieges für die Werhahn-Gruppe werden Aufsichtsrat und Vorstand in diesem Jahr und auch darüber hinaus weiter beschäftigen.

Der Aufsichtsrat hat während des Geschäftsjahres die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und den Vorstand bei seiner Tätigkeit beraten und überwacht. Er kam im Jahr 2022 zu vier ordentlichen Sitzungen bzw. Videokonferenzen zusammen und informierte sich darüber hinaus vor Ort über die Fertigungssituation von Staub und Demeyere.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats hat sich auch außerhalb der Sitzungen im Austausch mit dem Vorstand befunden und über wesentliche Geschäftsvorfälle beraten. Gegenstand von Aufsichtsratssitzungen waren insbesondere der Geschäftsplan für das Geschäftsjahr 2023, der Status der verschiedenen Akquisitionen, insbesondere der Erwerb der bereits bestehenden MFC-Anlagen durch FiberLean Technologies GmbH und von kleineren Zukäufen im Barbecue-Bereich des Geschäftsbereich Zwilling Küche. Außerdem hat sich der Aufsichtsrat in mehreren Sitzungen mit den Auswirkungen des Ukraine-Kriegs auf die Geschäftsaktivitäten und dabei insbesondere mit den Konsequenzen der von der Europäischen Union und vielen Staaten verhängten Sanktionen befasst. Gegenstand der Erörterungen war zudem die Geschäftsentwicklung von FiberLean Technologies und die Verlängerung der syndizierten Kreditlinie. Darüber hinaus waren der Vorstandsbericht Compliance sowie die Festlegung von Schwerpunkten für die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2022 Themen der Aufsichtsratssitzungen.

In der ordentlichen Hauptversammlung am 8. April 2022 wurde die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, zum Abschlussprüfer für den Jahres- und den Konzernabschluss 2022 gewählt. Der Auftrag wurde entsprechend der Beschlussfassung des Aufsichtsrats durch den Aufsichtsratsvorsitzenden erteilt.

Der Konzernabschluss einschließlich Konzernlagebericht sowie der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2022 sind nach der Aufstellung durch den Vorstand vom Abschlussprüfer geprüft worden und haben den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk gemäß § 322 HGB erhalten. Der Aufsichtsrat hat beide Abschlüsse in seiner Sitzung am 18. April 2023 erörtert und geprüft. Nach Prüfung hat der Aufsichtsrat dem Jahresabschluss zugestimmt und den Konzernabschluss nebst Konzernlagebericht gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 festgestellt.

Des Weiteren hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand gemäß § 312 AktG vorgelegten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft. Der Vorstand hat am Schluss des Berichts erklärt, dass die Gesellschaft bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die dem Vorstand in dem Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und andere Maßnahmen im Sinne von § 312 AktG weder getroffen noch unterlassen wurden. Nach Prüfung hat der Aufsichtsrat der Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts zugestimmt.

 

Neuss, den 18. April 2023

Der Aufsichtsrat

Anton Werhahn, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

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