NFS Netfonds Financial Service GmbH

Heidenkampsweg 73, 20097 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 92074
Eingetragen
17.11.2004
Branche
Sonstige mit Finanzdienstleistungen verbundene Tätigkeiten a. n. g.Alle anderen Finanzdienstleistungen a. n. g.Institute für Factoring-Geschäfte
Gegenstand
Die Gesellschaft betreibt als Wertpapierinstitut gem. § 15 Abs. 1 S. 1 WpIG das Geschäft der Anlagevermittlung gem. § 2 Abs. 2 Nr. 3 WpIG, der Anlageberatung gem. § 2 Abs. 2 Nr. 4 WpIG sowie der Abschlussvermittlung gem. § 2 Abs. 2 Nr. 5 WpIG.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Peer Reichelt
seit 3.9.2009
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
100.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

NFS Netfonds Financial Service GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der NFS Netfonds Financial Service GmbH, Hamburg

I. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

1. Geschäftstätigkeit

2023 war das 19. Geschäftsjahr der NFS Netfonds Financial Service GmbH (im Folgenden: "NFS"). Die Geschäftstätigkeit der NFS besteht in der Anlage- und Abschlussvermittlung von Finanzinstrumenten sowie der Anlageberatung. Grundlage des Geschäfts ist die der NFS durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erteilte Genehmigung gemäß § 15 WpIG.

Die Geschäftspolitik der NFS zeichnet sich durch die (fast) vollständige Auslagerung ihrer geschäftlichen Tätigkeiten aus. Insbesondere der Vertrieb von Finanzinstrumenten wurde fast vollständig auf "vertraglich gebundene Vermittler (vgV)" gemäß § 2 Abs. 10 KWG bzw. § 3 Abs. 2 WpIG ausgelagert.

Die vgV führen der NFS Kunden zu, indem sie bereits vorhandene Depotbestände ihrer Kunden in den Bestand der NFS einbringen. Sodann wickeln sie ihr gesamtes Neugeschäft aus der Anlagevermittlung von Finanzinstrumenten ausschließlich über die NFS ab, die als sogenanntes "Haftungsdach" fungiert.

2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland war im Jahr 2023 von den Folgen der im Jahr 2022 begonnenen Zinswende und den weiterhin deutlich über dem langjährigen Schnitt liegenden Inflationszahlen geprägt. Als weiterhin einschneidendes Ereignis stellte sich der ebenfalls im Jahr 2022 durch Russland begonnene Ukraine Krieg dar. In der Folge wurden, bedingt durch die Implementation von gegenseitigen Sanktionen und Boykotten ein enormer ökonomischer Preisschock im Bereich der Energierohstoffe und anderer Rohstoffe und bei Vorprodukten von bestehenden Lieferketten, erzeugt. Hierdurch kam es zu der für sehr lange Zeit nicht mehr für möglich gehaltenen steilen Zinswende der EZB und aller großen westlichen Notenbanken. Verwerfungen zeigten sich in der Folge u.a. auf den Anleihemärkten und als Folge davon auch auf dem Immobilienmarkt. In abgeschwächter Form litten ebenso die Aktienmärkte unter dem Zinsanstieg. Wobei sich dieser negative Effekt im 2. Halbjahr 2023 deutlich abschwächte als erste Erwartungen aufkamen, die EZB könnte zeitnah das Ende des Zinserhöhungszyklus einleiten.

Die Entwicklung der Aktienmärkte im Jahr 2023 war zweigeteilt. In der ersten Hälfte des Jahres war überwiegend eine nur leicht ansteigende Entwicklung der westlichen Aktienmärkte festzustellen. Zwei Ereignisse sorgten im weiteren Jahresverlauf für einen neuen Wachstumsschub an den Märkten, der nahezu alle großen marktbreiten Indizes auf neue Höchstkurse katapultierte. Angeführt wurde diese Entwicklung von den großen US Technologieaktien und der Phantasie durch die Einführung von KI Funktionen (künstliche Intelligenz) große Produktivitätsschübe auszulösen. Die hohen IT Investitionen die hierfür notwendig sind führen bei den Herstellern der dafür benötigten Hard- und Software bereits heute zu massiven Ertragssteigerungen.

Unterstützt wurde diese positive Grundstimmung ab dem 4. Quartal durch die Hoffnung auf ein Ende der Zinserhöhungen. Beides zusammen war der Treibsatz für ein enorm positives Jahr an den internationalen Aktienmärkten. Wobei allerdings insbesondere die Large Caps (Großunternehmen) diese Rallye anführten. Gerade kleine und mittlere Werte konnten nur unterdurchschnittlich partizipieren.

Die europäischen und deutschen Aktienmärkte entwickelten sich ebenso positiv. Auch eine deutliche Entspannung bei den Energiepreisen und die steigende Sicherheit keine Energieknappheit im Winter zu haben gaben den Investoren verlorenes Vertrauen in qualitativ gute europäische Aktien zurück. Auf der Währungsseite gab es eine analoge Entwicklung zum europäischen Aktienmarkt. In der ersten Jahreshälfte wurde der Euro zunehmend stärker im Verhältnis zu US Dollar. Allerdings setzte zum Jahresende, in Erwartung eines Zinsplateaus im Euro Währungsraum wieder eine Korrekturbewegung ein.

Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland befindet sich im Gegensatz zur Hausse an den Aktienmärkten in einer ausgesprochenen Stagnationsphase. Die Entwicklung der letzten Jahre, Corona Krise, Ukraine Krieg, explodierende Energiepreise und die verfehlte Standort Politik der aktuellen und vergangenen Bundesregierungen hat zu einer extremen Vertrauenskrise bei nahezu allen Wirtschaftssubjekten geführt. Wichtiger noch, auch nach dem Durchstehen dieser zuvor beschriebenen externen Schocks erscheint die Politik in einer kompletten Schockstarre. Einzig mit der Begründung des Klima- und Verbraucherschutzes werden immer weitere und völlig undurchdachte, ideologisch getriebene exzessive Regulierungs- und Bürokratieinitiativen vorgenommen, die den Unternehmen zunehmend die wirtschaftliche Basis entziehen. Investitionen bleiben somit immer mehr aus bzw. werden in andere Wirtschaftsräume verlagert. Auch die nur ideologisch begründete verfehlte, weil international nicht abgestimmte Klimapolitik zerstört zuerst nur die industrielle Basis Deutschlands, ohne auch nur eine realistische Antwort für ein zukünftiges Geschäftsmodell des ehemaligen Exportweltmeisters und Industriechampions Deutschland zu haben. Die Politik gefällt sich in der Rolle des Gestalters der Wirtschaft allerdings ohne erkennbaren eigenen wirtschaftlichen Sachverstand oder "skin in the game" wie es Unternehmer haben, die am Markt erfolgreich sein müssen oder untergehen und für ihr Handeln letztendlich persönlich haften.

Vor uns liegt, sofern sich an den zuvor beschriebenen Rahmenbedingungen keine deutlichen Änderungen ergeben, bestenfalls eine Phase der Stagnation die, sollte sich die Situation noch weiter verschärfen, in eine Abwärtsspirale zu deutlichen Wohlstandsverlusten Deutschlands und Europas führen wird.

3. Geschäftsverlauf und Unternehmensentwicklung

Der Geschäftsverlauf der NFS wurde im abgelaufenen Jahr deutlich durch die Entwicklung und den Verlauf der makroökonomischen Rahmendaten geprägt. Nach einem dynamischen Jahresstart wurde im zweiten und dritten Quartal bedingt durch den Zinsanstieg auf der einen Seite und fallende Notierungen an den Aktienmärkten auf der anderen Seite die positive Entwicklung gebremst. Erst zum Jahresende hin gab es wieder etwas mehr positive Dynamik.

Insgesamt konnte die NFS die schon in den Vorjahren verzeichnete gute Geschäftsentwicklung auf gebremstem Niveau fortsetzen. Trotz der weiterhin bestehenden Unsicherheiten hat sich das kontinuierliche Wachstum der NFS was die Anzahl der Investmentberater und neu akquirierte Assets betrifft auch 2022 fortgesetzt. Der Gesamtbestand an Assets, d.h. des Kundenvermögens, blieb in etwa auf dem hohen Niveau des Vorjahres, was einerseits auf neu gewonnene vgV und deren Depotbestände zurückzuführen ist, aber auch auf Neugeschäft unserer Bestandsberater.

Der Rückgang der IST Bestände durch fallende Marktniveaus hat dabei das Wachstum deutlich gebremst. Eine leichte Konsolidierung hat die NFS bei der Verteilung ihrer Einnahmeströme zu verzeichnen. Mit TEUR 88.400 fiel der Brutto Umsatz in 2023 um ca. 8,4 % höher ggü. VJ mit TEUR 81.584 aus. Ebenso allerdings leicht unter der Rate des Brutto-Umsatzes konnte der Rohertrag auf ein neues Rekordniveau gesteigert werden. Erstmals wurde die Marke von 10 Mio. Euro hierbei überschritten.

Die strategische Kooperation mit unserer Schwestergesellschaft, der NFS Hamburger Vermögen, entwickelt sich weiterhin nachhaltig erfolgreich. Die Vermittlung von Strategieportfolios, hat sich im Jahresverlauf weiterhin hervorragend entwickelt. Die Schwestergesellschaft verwaltete zum Jahreswechsel EUR 2 Mrd. Die Marktentwicklung an den Aktien- und Anleihemärkten sorgte bei der NFS Hamburger Vermögen für eine leichte Unterstützung bei der Entwicklung der Assets. Die Anzahl der Kunden konnte weiterhin deutlich gesteigert werden. Auch der Bereich des Fonds Advisory konnte im Jahr 2023 weiterhin Erfolge erzielen. So berät die NFS per Jahresultimo bereits 97 Fonds (Vj. 90 Fonds) mit einem Volumen von kumuliert knapp EUR 5,6 Mrd. Euro. Da das Volumen einiger großer Fonds allerdings zurückging, liegt die Gesamtsumme der verwalteten Assets ca. 7% unter dem Vorjahreswert. Nach dem Jahreswechsel konnte dieser leichte Rückgang bereits während des 1. Quartals wieder ausgeglichen werden.

Im vergangenen Geschäftsjahr waren die NFS und ihre vgV weiterhin diversen Prüfungen der Aufsichtsbehörden unterzogen (u.a. seitens der Bundesbank mit einer Schwerpunktprüfung im Bereich der Serviceentgelte). Wie in den Vorjahren wurden bei der § 89 WpHG Prüfung stichprobenartig vgV der NFS direkt mit eingebunden. Aufbauend auf den in den Vorjahren gesammelten Erfahrungen mit Webinaren zur Qualifizierung der vgV wurden diverse Pflichtschulungen für die vgV's, beispielsweise zum Thema "Geldwäscheschulung" abgehalten.

Einen besonderen Schwerpunkt bildete im abgelaufenen Jahr die Erweiterung und Implementierung eines IT-Tools zur Überwachung der Regelungen der Marktmissbrauchsverordnung, um den lückenlosen Prüf- und Überwachungsprozess aller relevanten Geschäfte der VgV's und der Mitarbeiter der NFS effizienter zu gewährleisten.

4. Ergebnisentwicklung

Das Jahr 2023 schloss mit einem erfreulichen Umsatzzuwachs von 8,4% und der operative Rohertrag (Provisions- und Honorarüberschuss) stieg von TEUR 9.826 im Jahr 2022 um 3,4% auf TEUR 10.162 im Jahr 2023.

Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit konnte trotz der hohen Investitionstätigkeit in die Digitalisierung im Jahr 2023 - insbesondere auf Ebene der Konzernmutter im abgelaufenen Jahr - deutlich ausgebaut werden.

Der Jahresüberschuss per 31.12.2023 liegt mit TEUR 508 (Vj. TEUR 371) über dem Niveau des Vorjahres. Die im Vorjahr getroffene Prognose eines weiteren nachhaltigen Wachstums der Provisionserträge konnte auf Basis der ausschlaggebenden Kennzahl Rohertrag (Nettoumsatz) trotz des schwierigen Marktumfeldes erreicht werden.

Im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 haben sich 41 (Vj. 38) neue vgV der NFS angeschlossen, während 22 (Vj. 21) bestehende Verträge gelöst wurden. Somit stieg zum Jahresende die Zahl der vgV von 428 am Vorjahresende auf 447, die unter dem Haftungsdach der NFS das Vermittlungsgeschäft von Finanzinstrumenten und/oder die Anlageberatung betreiben.

II. Lage des Unternehmens

1. Vermögenslage

Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Bilanzsumme von TEUR 19.333 um 25,6 % auf TEUR 24.281 erhöht.

Die Vermögenswerte der NFS bestehen überwiegend aus kurzfristigen Provisionsforderungen an Kreditinstitute sowie Kunden und belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 12.856 (Vorjahr: TEUR 12.361), was 52,9 % (Vorjahr 63,9 %) der Bilanzsumme entspricht.

Forderungen an Kunden bestehen hauptsächlich aus Provisionsforderungen gegenüber den Produktpartnern und Depotbanken sowie Forderungen aus Entgeltvereinbarungen. Die Forderungen an Kunden sind gegenüber dem Vorjahr um ca. 28 % gestiegen. Sämtliche Provisionsforderungen wurden im laufenden Geschäftsjahr 2024 vollständig beglichen.

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden betreffen überwiegend Provisionsverbindlichkeiten gegenüber gebundenen Vermittlern. Im Vergleich zum Vorjahr sind diese deutlich angestiegen, was an den im Rahmen der zum Jahreswechsel in der Abrechnung befindlichen Provisionen liegt und abrechnungstechnisch bedingt schwankt. Sämtliche Provisionsverbindlichkeiten wurden im laufenden Geschäftsjahr 2024 vollständig beglichen.

Investitionen in das Sachanlagevermögen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr nur in sehr untergeordnetem Ausmaß getätigt.

Im Geschäftsjahr 2023 hat die NFS einen Jahresüberschuss i.H.v. TEUR 508 erwirtschaftet, den die Geschäftsleitung zum Vortrag auf neue Rechnung vorschlägt.

2. Finanz- und Liquiditätslage

Die täglich verfügbaren liquiden Mittel betreffen Kontokorrentguthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 315 (VJ. TEUR 2.051) und sind aus Gründen der Flexibilität als täglich kündbar angelegt.

Provisionen kehrt die NFS erst nach Eingang der entsprechenden Zahlungen der Gesellschaften an die gebundenen Vermittler aus. Die Zahlungsfähigkeit war daher im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit gewährleistet, da keine Vorfinanzierung erfolgt. Eine Beeinträchtigung der Zahlungsfähigkeit ist nach Auffassung der Geschäftsleitung derzeit nicht zu erwarten.

3. Ertragslage

Die wesentlichen Erfolgskomponenten haben sich in den letzten beiden Jahren wie folgt entwickelt:

Vor dem Hintergrund der Steigerung der Brutto Provisionserträge konnte der maßgebliche Provisionsüberschuss um TEUR 134 (VJ. 1.382) gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 9.110 (VJ. 8.976) gesteigert werden.

Zum 31. Dezember 2023 waren insgesamt 45 (VJ. 32) Mitarbeiter und zwei Geschäftsleiter für die NFS tätig. Entsprechend stieg der Personalaufwand um TEUR 545 oder knapp 19% (VJ. +108) gegenüber dem Vorjahr. Im Verhältnis zu den erzielten Provisionserträgen ergibt sich im Geschäftsjahr 2023 eine Personalaufwandsquote i.H.v. 3,9 % (VJ. 3,5 %).

Die anderen Verwaltungsaufwendungen verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 375 (VJ. +1.044), was u.a. mit geringeren Aufwendungen im Rahmen der Entwicklung IT auf Ebene der Konzernmutter zurückzuführen ist.

Mit dem erwirtschafteten Jahresüberschuss i.H.v. TEUR 508 kann die Eigenkapitalausstattung der Gesellschaft weiter ausgebaut werden. Bezogen auf die Provisionserträge wurde mit dem erzielten Jahresüberschuss eine Umsatzrendite i.H.v. 0,6 % (VJ. 0,5 %) erreicht.

4. Besonderheiten im Geschäftsjahr

Im Jahresverlauf des Geschäftsjahres 2023 gab es keine wesentlichen Veränderungen des Geschäftsmodells bzw. der Gesellschafterstruktur.

5. Bewertung der Lage

Ein besonderes unternehmerisches Risiko bilden weiterhin die in immer dichterer Folge stattfindenden Regulierungen der Finanzdienstleistungsunternehmen. Die im Jahr 2021 auf europäischer Ebene initialisierte neue Regulierung für Finanzmarktunternehmen unterhalb des Bankgeschäftes wurde nunmehr auch auf deutscher Ebene umgesetzt. Die NFS ist auf dieser Grundlage ein Wertpapierinstitut nach § 2 Abs. 1 WpIG. Mit dieser Regulierungsnovelle einher geht eine neue Systematik für die Ermittlung des notwendigen Eigenkapitals bzw. der Eigenkapitalquote. Hierbei wird die NFS auf Grundlage ihrer Unternehmensgröße als ein mittleres Institut eingestuft.

Die Geschäftsführung der NFS nimmt die Herausforderungen der Regulierung und der Digitalisierung und die sich hieraus ergebenden Entwicklungen offensiv an. Durch die zwischenzeitlich erreichte Größe und Organisation des Unternehmens sieht sich die Geschäftsführung der NFS in der Situation, von der durch die stärkere Regulierung hervorgerufenen Konsolidierung des Marktes für Investmentberatung- und Vermittlung deutlich zu profitieren.

In Anbetracht der dargestellten Faktoren beurteilt die Geschäftsleitung die Lage der NFS trotz der vorgenannten Risiken als gut.

III. Gesamtsteuerung, internes rechnungslegungsbezogenes Kontroll- und Risikomanagementsystem

1. Internes rechnungslegungsbezogenes Kontroll- und Risikomanagementsystem

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist gesetzlich nicht definiert. Die NFS versteht das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem als umfassendes System und lehnt sich an die Definition des Institutes der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V., Düsseldorf, zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem (IDW PS 261 Tz. 19f.) und zum Risikomanagementsystem (IDW PS 340, Tz. 4) an. Unter einem internen Kontrollsystem werden danach die von dem Management im Unternehmen eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen verstanden, die auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements gerichtet sind:

zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (hierzu gehört auch der Schutz des Vermögens, einschl. der Verhinderung und Aufdeckung von Vermögensschädigungen)

zur Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie

zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.

Das Risikomanagementsystem beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung.

Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind im Unternehmen folgende Strukturen und Prozesse implementiert:

Die Geschäftsführung trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess. Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sind in unserem Organisationshandbuch niedergelegt, welches in regelmäßigen Abständen an aktuelle externe und interne Entwicklungen angepasst wird.

Nachfolgende Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems betrachtet die Geschäftsführung als wesentlich:

Identifikation der wesentlichen Risikofelder und Kontrollbereiche mit Relevanz

Präventive Kontrollmaßnahmen im Finanz- und Rechnungswesen sowie in operativen, leistungswirtschaftlichen Unternehmensprozessen.

Maßnahmen, die die ordnungsmäßige EDV-gestützte Verarbeitung von rechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sicherstellen

Maßnahmen zur Überwachung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems.

2. Risikomanagement

Unter Risikomanagement versteht die Geschäftsführung der NFS in erster Linie die frühzeitige Erkennung von möglichen Risiken aus den jeweiligen Geschäftsbereichen und ein damit verbundenes effektives Management. Die NFS hat interne Abläufe festgelegt, nach denen das Risikoprofil einzelner Bereiche zu festgelegten Zeitpunkten einmal jährlich genau analysiert und Maßnahmen zur Risikoeingrenzung und -bewältigung getroffen werden.

Als Grundlage für die Risikobewältigung unterzieht das Unternehmen den organisatorischen Ablauf aller Geschäftsvorgänge der fortlaufenden Überprüfung.

Eine Sensitivitätsanalyse hinsichtlich des Marktpreisrisikos wird in Zusammenarbeit mit einem externen Dienstleister, der VMP Advisory GmbH durchgeführt, da Wertpapier-, Zins- und Währungsrisiken für die NFS von großer Bedeutung sind. Die Steuerung der Risiken erfolgt auf Einzelebene.

Aus den vorgenannten Erläuterungen geht hervor, wie das Unternehmen Risiken mit großer Auswirkung auf das weitere Fortbestehen feststellt und geeignete Management-Maßnahmen und Abläufe zur Risikovermeidung trifft. Ein wesentlicher Teil des Risikomanagements besteht aber auch darin, Risiken darzustellen, aus denen mögliche Schäden entstehen können sowie das Eintreten dieser durch geeignete Maßnahmen zu vermeiden.

Die bestehenden Leitlinien des Risikomanagementsystems werden jährlich überprüft und an die veränderte strategische Ausrichtung angepasst. Das erarbeitete Risikomanagementsystem verbindet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikofrüherkennung und -steuerung, um den Fortbestand der NFS sicherzustellen. Das System umfasst alle Unternehmensbereiche. Das Risikomanagement konzentriert sich vor allem auf Störpotentiale, die eine Bedrohung für den Erfolg oder die Existenz der Gesellschaft darstellen. Die Gesellschaft hat das Risikomanagement als kontinuierlichen Prozess ausgestaltet, der sich aus fest definierten Bestandteilen zusammensetzt. Basierend auf der Risikoleitlinie bilden die Risikoidentifizierung, Risikobewertung, Risikosteuerung und Risikoüberwachung die Kernkomponenten des Risikomanagementprozesses. Die aus dem Risikomanagement gewonnenen Erkenntnisse werden systematisch ausgewertet, verbessert sowie einer laufenden Prüfung unterzogen und zur Verbesserung des Risikomanagementprozesses genutzt.

Bei der NFS Netfonds Financial Service GmbH kommt es angesichts von ca. 15 Mrd. Euro administrierten Vermögen und rd. 450 vertraglich gebundene Vermittler in Einzelfällen zu Klagen von Anlegern auf die Erstattung von Vermögensschäden. Aktuell ist eine einstellige Anzahl von Klagen anhängig, die insbesondere auf die Tätigkeit eines zwischenzeitlich ausgeschiedenen Beraters aus dem Jahr 2021 oder den Jahren davor zurückzuführen ist. Im Jahr 2023 wurden hierzu erste letztinstanzliche Urteile bzw. Vergleiche mit den Anlegern geschlossen. Diese lagen kumuliert bei 1,3 Mio. Euro. Die NFS ist in diesen Fällen sowohl gegen Vermögenschäden als auch gegen Vertrauensschäden versichert und erwartet nach Durchführung der Prozessabläufe und Fristen eine weit überwiegende Regulierung der laufenden Fälle durch den/die Versicherer bzw. durch Regress bei dem ehemaligen vgV. Durch Selbstbehalt und Limitierungen in der Deckungshöhe kann es hierbei in den kommenden Geschäftsjahren auch zu Belastungen im mittleren sechsstelligen Euro Bereich für die NFS kommen. Um zukünftig noch bessere Kontrolle dieser Risiken zu haben, verstärken wir unsere Compliance Abteilung fortlaufend und auch von technischer Seite arbeiten wir laufend an besseren IT Auswertungstools, Statistiken und Frühwarnsystemen, um Unregelmäßigkeiten frühestmöglich zu erkennen. Gleichwohl bleibt hier ein Haftungsrisiko für die NFS, wofür die Gesellschaft als Haftungsdach aber auch vergütet wird.

3. Ausblick, Risiken und Chancen

NFS Planung und Steuerung

Die zentrale Planungsgröße der Gruppe ist neben dem Netto Provisions- und Honorarüberschuss (Rohertrag abzüglich Ausschüttungen an Dritte) der Jahresüberschuss der Gruppe. Die Planung des Provisions- und Honorarüberschusses erfolgt auf Basis des Investmentbestandes der NFS GmbH. Für 2023 lagen die kombinierten Assets der NFS deutlich >10% über dem Niveau des Vorjahres und damit innerhalb der erwarteten Zielgröße eines Wachstums von ca. 10% pa.. Der Anstieg der allgemeinen Verwaltungsaufwendungen konnte dabei allerdings ebenso gebremst werden. Er lag unterhalb bzw. im von uns erwarteten Korridor.

Für das Jahr 2023 erwarten wir in Anbetracht der im Bereich der zuvor dargestellten Kapitalmarktsituation mit einer Erholung der Kapitalmärkte im Euroraum eine positive (+5 - 10%) Entwicklung des Netto Provisions- und Honorarüberschusses. Ferner wird erwartet, dass die Verwaltungsaufwendungen einen Anstieg in ähnlicher Höhe aufweisen. Die Planung für die NFS geht von einem Jahresergebnis 2024 auf dem Niveau bzw. über dem des bisherigen Rekordjahres 2021 aus.

4. Zukunftsbezogene Aussagen

Der Lagebericht enthält Aussagen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der NFS, sowie auf die wirtschaftliche Entwicklung beziehen. Diese Aussagen stellen Einschätzungen dar, die auf Basis aller zum gegenwärtigen Zeitpunkt bekannten Informationen getroffen wurden. Sollten die zu Grunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder neue Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den erwarteten Ergebnissen abweichen.

5. Versicherung des gesetzlichen Vertreters

"Wir versichern nach bestem Wissen und Gewissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Unternehmens so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Unternehmens beschrieben sind."

 

Hamburg, den 27. März 2024

Peer Reichelt

Christian Hammer

Geschäftsführung der NFS Netfonds Financial Service GmbH

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
1. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 314.719,59 2.050.776,52
b) andere Forderungen 3.428.187,38 3.742.906,97 3.214.772,96 5.265.549,48
2. Forderungen an Kunden 9.113.574,17 7.095.846,00
darunter: an Finanzdienstleistungsinstitute 1.246.232,80 € (i.Vj. 1.467.934,00 €)
3. Immaterielle Anlagewerte 1,00 1,00
4. Sachanlagen 3,00 3,00
5. Sonstige Vermögensgegenstände 11.361.589,41 6.878.831,19
6. Rechnungsabgrenzungsposten 62.442,99 93.060,63
Bilanzsumme 24.280.517,54 19.333.291,30

PASSIVA

31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
täglich fällig 0,00 85,26
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden andere Verbindlichkeiten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 18.801.008,51 14.054.569,87
darunter: gegenüber Finanzdienstleistungsinstituten 62.524,98 € (i.Vj. 162.176,87 €)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 165.255,69 488.880,22
4. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 291,00 291,00
b) andere Rückstellungen 244.651,00 244.942,00 227.725,20 228.016,20
5. Nachrangige Verbindlichkeiten 150.000,00 150.000,00
6. Fonds für allgemeine Bankrisiken 50.000,00 50.000,00
7. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
b) Kapitalrücklage 1.200.000,00 1.200.000,00
c) Bilanzgewinn 3.569.311,34 4.869.311,34 3.061.739,75 4.361.739,75
Bilanzsumme 24.280.517,54 19.333.291,30

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023

01.01. bis 31.12.2023 01.01. bis 31.12.2022
1. Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften 70.041,20 116.791,28
2. Zinsaufwendungen -18.390,85 -30.201,78
3. Provisionserträge 88.400.466,39 81.584.436,82
4. Provisionsaufwendungen -79.290.819,31 -72.608.831,62
5. Sonstige betriebliche Erträge 1.000.823,51 763.394,54
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter -2.994.319,85 -2.492.058,93
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorung und für Unterstützung -433.998,90 -3.428.318,75 -391.076,26 -2.883.135,19
darunter: für Altersversorgung 4.564,64 € (i.Vj. 2.395,42 €)
b) andere Verwaltungsaufwendungen -5.977.037,49 -6.351.897,50
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Sachanlagen 0,00 -28.846,00
8. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 756.764,70 561.710,55
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -248.487,11 -190.521,49
10. Sonstige Steuern -706,00 -500,00
11. Jahresüberschuss 507.571,59 370.689,06
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.061.739,75 2.691.050,69
13. Bilanzgewinn 3.569.311,34 3.061.739,75

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben

Die NFS Netfonds Financial Service GmbH (Amtsgericht Hamburg, HRB 92074) ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB mit Zulassung als Finanzdienstleister nach §15 Abs. 1 WpIG. Sie hat jedoch aufgrund des § 340a Abs. 1 in Verbindung mit § 340 Abs. 4 HGB einen Jahresabschluss für große Kapitalgesellschaften aufzustellen.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.1 Grundsätze

Auf den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurden neben den Vorschriften des HGB und des GmbH-Gesetzes die Rechnungslegungsvorschriften des KWG und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) angewandt. Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt gegenüber dem Vorjahr nach unveränderten Grundsätzen.

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorhergehenden Geschäftsjahres überein.

2.2 Bilanzierung und Bewertung der einzelnen Posten

Forderungen

Die Forderungen an Kreditinstitute und die Forderungen an Kunden werden zu Nominalwerten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Bei den Forderungen an Kreditinstitute (soweit diese Provisionsforderungen betreffen), den Forderungen an Kunden sowie den sonstigen Vermögensgegenständen wird allen erkennbaren Einzelrisiken und dem allgemeinen Kreditrisiko durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die Immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger, linearer Abschreibungen bewertet. Der Abschreibungszeitraum entspricht der wirtschaftlichen Nutzungsdauer.

Zugänge mit Anschaffungskosten bis € 800 werden sofort in voller Höhe als geringwertiges Wirtschaftsgut abgeschrieben.

Aktive Rechnungsabgrenzung

Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden alle vor dem Abschlussstichtag getätigten Ausgaben ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

Rückstellungen

Rückstellungen sind nach § 249 HGB mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag anzusetzen. Rückstellungen für latente Steuern sowie aktive Steuerabgrenzungsposten nach § 274 HGB wurden nicht gebildet. Die Bildung der Rückstellungen erfolgt grundsätzlich gegen die entsprechenden Aufwandspositionen. Die Inanspruchnahme der Rückstellungen erfolgt unter Minderung der jeweiligen Aufwandsposten als Rückstellungsverbrauch. Die Rückstellungen sind mit dem Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung erwarteter Preis- und Kostensteigerungen zu bewerten. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als zwölf Monaten sind dabei mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen laufzeitkongruenten Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abzuzinsen.

Fonds für allgemeine Bankrisiken

Mit der Bildung des Fonds für allgemeine Bankrisiken wird das allgemeine Branchenrisiko der Gesellschaft abgesichert und unmittelbar vor dem Eigenkapital ausgewiesen, wodurch Eigenkapitalcharakter zum Ausdruck kommt. Die Aufwendungen aus der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken werden nach § 340g Abs. 2 HGB in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert ausgewiesen.

Eigenkapital

Als Eigenkapital werden das voll eingezahlte gezeichnete Kapital, die Kapitalrücklage sowie der Bilanzgewinn ausgewiesen.

3. Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Bilanz

Die Vermögensgegenstände und Schulden lauten ausschließlich auf €.

Forderungen an Kreditinstitute

Bei den Forderungen an Kreditinstitute handelt es sich um Kontokorrentguthaben bei der Bayerischen Hypo- und Vereinsbank AG, Hamburg, der Commerzbank AG, Hamburg, sowie der Augsburger Aktienbank AG, Augsburg. Außerdem werden hier andere Forderungen aus Provisionsansprüchen an verschiedene Kreditinstitute ausgewiesen, die folgende Restlaufzeiten haben:

Gesamt Restlaufzeit bis 3 Monate Restlaufzeit mehr als 3 Monate bis 1 Jahr Restlaufzeit mehr als 1 bis 5 Jahre
3.743 T€ 3.743 T€ 0 T€ 0 T€

Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kunden haben folgende Restlaufzeiten:

Gesamt Restlaufzeit bis 3 Monate Restlaufzeit mehr als 3 Monate bis 1 Jahr Restlaufzeit mehr als 1 bis 5 Jahre
9.114 T€ 9.114 T€ 0 T€ 0 T€

Einzelwertberichtigungen auf Forderungen an Kunden wurden in Höhe von insgesamt T€ 0 (i.Vj. T€ 0) gebildet. Eine Pauschalwertberichtigung für Zinsverluste und allgemeine Ausfallrisiken besteht zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 5 (i.Vj. T€ 5).

Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände

Die Entwicklung des Sachanlagevermögens und der immateriellen Vermögensgegenstände ist aus dem Anlagespiegel ersichtlich.

Sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 9.751 (i.Vj. T€ 6.616) enthalten. Davon bestehen T€ 9.751 (i.Vj. T€ 5.212) gegenüber der Gesellschafterin Netfonds AG.

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden betreffen ausschließlich Provisionsverbindlichkeiten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist und haben folgende Restlaufzeiten:

Gesamt Restlaufzeit bis 3 Monate Restlaufzeit mehr als 3 Monate bis 1 Jahr Restlaufzeit mehr als 1 bis 5 Jahre
18.801 T€ 18.801 T€ 0 T€ 0 T€

Sonstige Verbindlichkeiten

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von T€ 97 (i.Vj. T€ 101) und aus Lohn- und Kirchensteuern in Höhe von T€ 59 (i.Vj. T€ 55) enthalten.

Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen beinhalten die folgenden Rückstellungen:

31.12.2023 31.12.2022
T€ T€
Tantiemen 100 76
Mitarbeiterboni 10
Beitragszahlungen an EdW 40 40
Resturlaubsverpflichtungen 67 59
Prüfungskosten 35 35
sonstige 3 8
Gesamt 245 228

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst worden (Rückstellung für Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen).

Nachrangige Verbindlichkeiten

Die Position beinhaltet ausschließlich Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern aus in Vorjahren aufgenommenen Nachrangdarlehen in Höhe von insgesamt T€ 150.

Die Darlehen haben eine Laufzeit von mindestens sechs Jahren und werden mit 12,0% p.a. verzinst. Die für das Geschäftsjahr angefallenen Zinsen betragen insgesamt T€ 18. Eine Kündigung durch den Darlehensgeber vor Ablauf ist nur nach vorheriger Genehmigung der aufsichtführenden Behörde möglich, eine vorzeitige Rückzahlung durch den Darlehensnehmer ist vertraglich ausgeschlossen.

Von den Darlehensgebern wurde vertraglich der qualifizierte Rangrücktritt erklärt, sollte über das Vermögen der Gesellschaft das Insolvenzverfahren eröffnet werden. Die Geltendmachung der Rückzahlungsforderung seitens der Darlehensgeber ist ausgeschlossen, sollte diese zur Insolvenzantragspflicht der Gesellschaft führen.

Eigenkapital

31.12.2023 31.12.2022
T€ T€
Gezeichnetes Kapital 100 100
Kapitalrücklage 1.200 1.200
Bilanzgewinn/-verlust 3.569 3.061
Gesamt 4.869 4.361

Der Bilanzgewinn setzt sich zusammen aus dem Jahresüberschuss von T€ 508 und dem Gewinnvortrag von T€ 3.061.

4. Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Provisionserträge

Die Provisionserträge resultieren ausschließlich aus der Anlage- und Abschlussvermittlung sowie Anlageberatung im Inland.

Sonstige betriebliche Erträge

2023 2022
T€ T€
Sachbezüge an Arbeitnehmer 73 72
Marketingzuschüsse 912 675
übrige 16 16
Summe 1.001 763

Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

2023 2022
T€ T€
von verbundenen Unternehmen - für Kostenweiterbelastungen inkl. Personal 3.914 4.870
Veranstaltungen / Werbekosten 732 405
Versicherungen 278 281
Softwarelizenzen 318 253
Beiträge 92 142
Rechts- und Beratung (inkl. IT) 188 118
Fremdleistungen 134 68
übrige 321 215
Summe 5.977 6.352

Von den Kostenweiterbelastungen von verbundenen Unternehmen resultieren 100% aus Weiterbelastungen durch die Muttergesellschaft Netfonds AG.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 49 (i. Vj. T€ 0) enthalten.

5. Haftungsverhältnisse

Im Geschäftsjahr bestand eine umsatzsteuerliche Organschaft mit der Netfonds AG, der Fundsware GmbH, der NVS Netfonds Versicherungsservice AG, der Argentos AG, der NFS Hamburger Vermögen GmbH sowie der NSI Netfonds Structured Investments GmbH.

Zum Bilanzstichtag bestanden keine weiteren Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB.

6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen sowie Lizenzen beträgt unter Berücksichtigung der Laufzeiten bzw. Kündigungsfristen der einzelnen Verträge insgesamt T€ 79.

7. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das vom jeweiligen Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar betrug für:

2023 2022
T€ T€
a) Abschlussprüfungsleistungen 16 16
b) Sonstige Prüfungsleistungen 14 14
30 30

8. Name und Sitz des Mutterunternehmens

Oberstes Mutterunternehmen ist die Netfonds AG mit Sitz in Hamburg (AG Hamburg HRB 120801).

Die NFS Netfonds Financial Service GmbH wird in den für 2023 aufzustellenden HGB- Konzernabschluss der Netfonds AG einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

9. Angaben zu den Mitgliedern der Unternehmensorgane

Die Geschäftsleitung bestand aus den hauptberuflichen Geschäftsführern:

Herrn Peer Reichelt, Geschäftsführer, Hamburg

Herrn Christian Hammer, Geschäftsführer, Hamburg

Ein Aufsichtsrat bestand nicht.

10. Arbeitnehmer

Durchschnittlich wurden in 2023 ohne Berücksichtigung der Geschäftsführer 45 Arbeitnehmer: innen (31 Vollzeitbeschäftigte, 14 Teilzeitbeschäftigte) beschäftigt.

11. Wesentliche Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Name Art der Geschäfte an verb. Unternehmen erbrachte Leistungen von verb. Unternehmen bezogene Leistungen
Volumen
T€ T€
Netfonds AG, Hamburg Provisionsgeschäfte 4.127 1.221
Netfonds AG, Hamburg Personal, IT, Miete 3.914
NFS Hamburger Vermögen GmbH, Hamburg Provisionsgeschäfte 11.519
Argentos AG, Frankfurt Provisionsgeschäfte 170 109

12. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsleitung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von T€ 508 und den Gewinnvortrag von T€ 3.061 auf neue Rechnung vorzutragen.

13. Vorgänge nach Schluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.

 

Hamburg, 27. März 2024

NFS Netfonds Financial Service GmbH

Peer Reichelt

Christian Hammer

In der Gesellschafterversammlung am 18. Dezember 2024 wurde der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 festgestellt. Es wurde beschlossen, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

Entwicklung des Anlagevermögens (Bruttodarstellung)

Anschaffungskosten
Vortrag 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 111.681,69 0,00 0,00 111.681,69
111.681,69 0,00 0,00 111.681,69
II. Sachanlagen
Geschäftsausstattung 121.001,02 0,00 0,00 121.001,02
121.001,02 0,00 0,00 121.001,02
232.682,71 0,00 0,00 232.682,71
Kumulierte Abschreibungen
Vortrag 1.1.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge Stand 31.12.2023
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 111.680,69 0,00 0,00 111.680,69
111.680,69 0,00 0,00 111.680,69
II. Sachanlagen
Geschäftsausstattung 120.998,02 0,00 0,00 120.998,02
120.998,02 0,00 0,00 120.998,02
232.678,71 0,00 0,00 232.678,71
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 1,00 1,00
1,00 1,00
II. Sachanlagen
Geschäftsausstattung 3,00 3,00
3,00 3,00
4,00 4,00

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die NFS Netfonds Financial Service GmbH, Hamburg:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der NFS Netfonds Financial Service GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der NFS Netfonds Financial Service GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen und Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 22. August 2024

NPP Niethammer, Posewang & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Bernd Dankowski, Wirtschaftsprüfer

Holger Martens, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

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