MVC Mobile VideoCommunication GmbH

Campus Kronberg 7, 61476 Kronberg im Taunus, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Königstein HRB 8491
Eingetragen
25.11.2005
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
Import und Export von Computern und Zubehör, Verkauf von Computern, Vertrieb und Verteilung von Computerware, insbesondere der Erbringung von Service-Dienstleistungen im Zusammenhang mit visueller Kommunikationstechnik, der zentrale Disposition und Koordination von Videokoferenzen und Vertrieb von Produkten im Bereich der visuellen Kommunikation; die Einrichtung von computergestützten Systemlösungen samt Ein- und Verkauf, die Entwicklung von Software und die Durchführung von nicht genehmigungspflichtigen Beratungsleistungen, sowie die Erbringung von Datenverarbeitungs-Hilfeleistungen an dritte Unternehmen, insbesondere die Inbetriebnahme und Wiederinstandsetzung von Videokommunikationsanlagen aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stephan Graf
seit 6.8.2019
Prokura
Rodolfo Lista
seit 29.11.2013
Prokura
Karsten Bauer
seit 29.11.2013
Prokura
Sven Dr. Damberger
seit 29.5.2013
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert36.73% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Elisa Oyj (Elisa Corporation)FIN
36.73%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

KLP Vermögensverwaltungs GmbH
Germany
242.920 €
57.54%
Lead Verwaltungsgesellschaft mbH
Germany
122.890 €
39.22%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MVC Mobile VideoCommunication GmbH

Kronberg im Taunus

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.706,02 55.704,52
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.734,36 15.844,90
7.440,38 71.549,42
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 188.723,28 233.262,13
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 148.041,90 182.701,40
336.765,18 415.963,53
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 12.379.258,65 1.090.904,69
12.379.258,65 1.090.904,69
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 0,00 9.200,00
2. Waren 262.900,93 270.910,50
262.900,93 280.110,50
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.072.388,63 1.811.244,58
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 343,86 123.156,81
3. Forderungen gegen Gesellschafter 955.391,70 0,00
4. Sonstige Vermögensgegenstände 849.003,63 1.575.478,71
2.877.127,82 3.509.880,10
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 108.019,96 909.551,78
C. Rechnungsabgrenzungsposten 7.189.260,66 9.786.966,06
D. Aktive latente Steuern 40.089,00 47.902,00
23.200.862,58 16.112.828,08

Passiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 313.300,00 313.300,00
II. Zur Durchführung der beschlossenen Kapitalerhöhung geleistete Einlage 181.890,00 0,00
III. Erworbene eigene Anteile -10.150,00 -10.150,00
IV. Kapitalrücklage 11.250.000,00 0,00
V. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 10.150,00 10.150,00
VI. Gewinnvortrag 659.925,09 492.446,77
VII. Jahresfehlbetrag (i. V. Jahresüberschuss) -296.782,12 167.478,32
12.108.332,97 973.225,09
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 28.435,50 396.410,77
2. Sonstige Rückstellungen 398.063,18 468.241,30
426.498,68 864.652,07
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 518.959,10 584.673,11
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 808.998,02 437.945,04
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 522.201,61 1.016.299,33
4. Sonstige Verbindlichkeiten 5.409.541,07 8.050.436,55
7.259.699,80 10.089.354,03
D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.406.331,13 4.185.596,89
23.200.862,58 16.112.828,08

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 17.606.324,81 16.463.361,32
2. Verminderung (i. V. Erhöhung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -9.200,00 1.952,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 272.717,75 387.994,62
17.869.842,56 16.853.307,94
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 5.171.872,49 4.516.356,47
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 6.020.930,74 5.447.133,94
11.192.803,23 9.963.490,41
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.007.166,41 3.126.473,66
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 586.284,31 576.560,89
- davon für Altersversorgung: EUR 28.580,59 (Vorjahr: EUR 31.397,71)
3.593.450,72 3.703.034,55
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 207.209,98 243.343,73
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.894.770,79 2.603.264,24
-18.392,16 340.175,01
8. Erträge aufgrund von Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen 292,94 0,00
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 17.641,95 19.551,96
10. Abschreibung auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 190.904,69 0,00
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 101.135,04 117.448,30
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
- davon Erträge / Aufwendungen aus der Veränderung latenter Steuern: EUR 7.813,00 (Vorjahr: EUR 4.930,00) 4.133,29 74.563,00
-278.238,13 -172.459,34
13. Ergebnis nach Steuern -296.630,29 167.715,67
14. Sonstige Steuern 151,83 0,00
15. Aufgrund von Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen abgeführte Gewinne 0,00 -237,35
16. Jahresfehlbetrag (i. V. Jahresüberschuss) -296.782,12 167.478,32

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

MVC Mobile VideoCommunication GmbH, Kronberg im Taunus

A. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Die MVC Mobile VideoCommunication GmbH hat ihren Sitz in Kronberg im Taunus und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Königstein im Taunus unter HRB 8491.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Ergänzend zu den Vorschriften des HGB waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes (GmbHG) sowie die Vorschriften des Gesellschaftsvertrags zu beachten.

Nach den in § 267 Abs. 2 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Neben dem Jahresabschluss bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang, hat die Gesellschaft einen Lagebericht erstellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Angaben, die zulässigerweise in der Bilanz oder im Anhang aufgeführt werden können, sind teilweise im Anhang genannt.

B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden im Geschäftsjahr grundsätzlich unverändert beibehalten.

Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden bei Zugang zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige lineare Abschreibungen bei betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern von 3-5 Jahren vermindert.

Entgeltlich erworbene Geschäfts- und Firmenwerte wurden mit einer Nutzungsdauer von 4 Jahren abgeschrieben.

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgte zu den historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um die kumulierten planmäßigen Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern von 3-13 Jahren.

Im Jahr 2023 entgeltlich erworbene geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen Euro 250,01 und Euro 800,00 wurden gemäß § 6 Abs. 2a EStG sofort abgeschrieben.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen, wenn die Wertminderung dauerhaft ist. Sofern in Folgejahren die Gründe für die Wertminderung entfallen sind, erfolgen Zuschreibungen gemäß dem Wertaufholungsgebot.

Umlaufvermögen

Der Warenbestand wird mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten angesetzt. Die Bewertung erfolgt nach dem strengen Niederstwertprinzip auf der Grundlage der letzten niedrigeren Einkaufspreise. Notwendige Abschläge auf den niedrigeren beizulegenden Wert wurden vorgenommen. Unfertige Leistungen werden grundsätzlich mit ihren Anschaffungs- und Herstellungskosten bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Risiken durch Einzelwertberichtigungen sowie pauschal berechnete Wertberichtigungen in angemessener Höhe berücksichtigt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind mit dem Nominalwert angesetzt; erkennbare Risiken werden durch Wertberichtigungen in angemessener Höhe berücksichtigt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, insbesondere für Wartungs-, Software- und Serviceverträge für Rückversicherungen auf verkaufte Geräte, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern werden auf sämtliche Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände und deren steuerlichen Wertansätzen abgegrenzt, sofern sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder umkehren. Sie wurden aufgrund unterschiedlicher handels- und steuerrechtlicher Abschreibungsdauern gebildet. Bei der Berechnung wurde eine Gesamtsteuerbelastung von 30% unterstellt.

Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft ist voll eingezahlt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Kosten- und Preissteigerungen einbezogen und mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz abgezinst.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Zahlungen vor dem Abschlussstichtag, insbesondere vorausbezahlte Wartungs-, Software- und Mietverträge an Kunden, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Entstehung oder dem niedrigeren Zeitwert (Forderungen) bzw. dem höheren Zeitwert (Verbindlichkeiten) am Bilanzstichtag bewertet.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Zur Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände sowie der Sachanlagen wird auf den als Anlage beigefügten Anlagenspiegel verwiesen. Zinsen für Fremdkapital wurden im Berichtsjahr nicht aktiviert.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer. Den planmäßigen Abschreibungen liegen dabei folgende Nutzungsdauern zugrunde:

• Videokonferenzsysteme 7 Jahre
• Geschäftsausstattungen 3 - 13 Jahre

Im Jahre 2020 erwarb die Gesellschaft im Rahmen eines Asset Deals Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände (Kundenstamm) der VIDCO Collaboration Solutions GmbH. Der entgeltlich erworbene Kundenstamm wurde zu Anschaffungskosten in Höhe von 53,0 TEUR aktiviert. Der Geschäfts- und Firmenwert wurde mit einer Nutzungsdauer von 4 Jahren planmäßig abgeschrieben, da die Laufzeit wichtiger Absatzmärkte des erworbenen Unternehmens vier Jahre beträgt.

In den Finanzanlagen sind Beteiligungen wie folgt enthalten:

Die Gesellschaft hält eine Beteiligung von 100% an der MVC Mobile VideoCommunication AG mit Sitz in Kloten (Schweiz). Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum Ende des Geschäftsjahres 2023 -212,1 TCHF (Vorjahr: +51,5 TCHF) und es wurde ein Jahresergebnis von -263,7 TCHF (Vorjahr: -84,6 TCHF) erzielt. Aufgrund dauernder Wertminderung wurde die Beteiligung im Geschäftsjahr 2023 auf den beizulegenden Wert von 900,0 TEUR (Vorjahr: 1.090,9 TEUR) abgeschrieben.

Die Gesellschaft hält eine Beteiligung von 100% an der Elisa Videra Oy, mit Sitz in Helsinki (Finnland). Sämtliche Geschäftsanteile wurden im Rahmen der Übernahmeerklärung von 20.12.2023 übertragen.

Vorräte

Die Vorräte beinhalten Waren in Höhe von 262,9 TEUR (Vorjahr: 270,9 TEUR). Unfertige Leistungen wurden nicht aktiviert (Vorjahr: 9,2 TEUR).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Von den Forderungen gegen Gesellschafter haben 955,4 TEUR eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben 49,4 TEUR eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Forderungen gegen Gesellschafter beinhalten ein Darlehen an die KLP Vermögensverwaltungs GmbH in Höhe von 955,4 TEUR inklusive Zinsforderungen. Der Gesellschafter hat das Darlehen, welches im Vorjahr unter den sonstigen Vermögensgegenständen bilanziert war, gegenüber Herrn Dr. Damberger mit Wirkung zum 01.07.2023 schuldbefreiend übernommen.

Latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern resultieren aus temporären Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz und betreffen vor allem unterschiedliche Wertansätze des Geschäfts- oder Firmenwertes und der Sachanlagen. Im Laufe des Geschäftsjahrs erfolgten Anpassungen, die zu einer Reduktion der aktiven latenten Steuern von 7,8 TEUR auf nunmehr 40,1 TEUR (Vorjahr: 47,9 TEUR) führten.

Zum Abschlussstichtag besteht eine Ausschüttungssperre gem. § 268 Abs. 8 HGB aus der Aktivierung von latenten Steuern in Höhe von 40,1 TEUR (Vorjahr: 47,9 TEUR).

Eigenkapital

Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung am 20.12.2023 wurde das Stammkapital gegen Bareinlage der ELISA CORPORATION um 181,9 TEUR auf 495,2 TEUR erhöht. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 08.01.2024.

Neben der Bareinlage auf das erhöhte Stammkapital verpflichtete sich die ELISA CORPORATION sämtliche Geschäftsanteile an der Elisa Videra Oy zu übertragen. Die Leistung des schuldrechtlichen Agios ist als Zuzahlung in der Kapitalrücklage in Höhe von 11,25 Mio. in EUR enthalten.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen für Personal und ausstehende Rechnungen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:

31.12.2023 gesamt Unter 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Über 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 518,9 518,9 0,0 0,0
(Vorjahr) (584,7) (364,5) (220,2) (0,0)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 809,0 809,0 0,0 0,0
(Vorjahr) (437,9) (437,9) (0,0) (0,0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 522,2 522,2 0,0 0,0
(Vorjahr) (1.016,3) (1.016,3) (0,0) (0,0)
Sonstige Verbindlichkeiten 5.409,5 2.814,9 2.594,6 0,0
(Vorjahr) (8.050,4) (2.798,2) (5.252,2) (0,0)
Gesamt 7.259,6 4.665,0 2.594,6 0,0
(Gesamtvorjahr) (10.089,3) (2.091,2) (7.998,1) (0,0)

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Vorjahren aufgenommene Darlehen zur Einkaufsfinanzierung zweier langfristiger Verträge bei der De Lage Landen International B.V. mit einem Betrag von 220,2 TEUR (Vorjahr: 569,0 TEUR) enthalten, welche vollständig durch Sicherungseigentum belegt sind.

Das im Jahr 2021 aufgenommene Darlehen bei CISCO Systems Capital GmbH ist mit einem Betrag von 5.185,3 TEUR (Vorjahr: 7.777,9 TEUR) in den sonstigen Verbindlichkeiten enthalten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen in Höhe von 100,8 TEUR (Vorjahr: 164,9 TEUR) Steuern und in Höhe von 5,1 TEUR (Vorjahr: 1,8 TEUR) Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit.

Zum Abschlussstichtag bestand von der Deutsche Bank AG eine unbefristete Anzahlungsbürgschaft von 285,6 TEUR.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen werden realisierte Kursgewinne von 101,5 TEUR (Vorjahr: 164,2 TEUR) ausgewiesen und es sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 25,2 TEUR (Vorjahr: 42,2 TEUR) enthalten.

Im Materialaufwand sind außergewöhnliche Aufwendungen aus im Berichtsjahr gebildeten Gängigkeitsabwertungen bei Vorräten von 12,0 TEUR enthalten (Vorjahr: 1,8 TEUR).

Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersvorsorge in Höhe von 28,6 TEUR (Vorjahr:31,4 TEUR) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten insbesondere Aufwendungen für Mieten und Nebenleistungen von 295,3 TEUR (Vorjahr: 306,8 TEUR), Fremdarbeiten von 647,6 TEUR (Vorjahr: 596,5 TEUR), Rechts- und Beratungskosten inkl. Abschluss- und Prüfungskosten von 250,5 TEUR (Vorjahr: 124,4 TEUR), Aufwendungen für Recruiting von 78,8 TEUR (Vorjahr: 165,4 TEUR), Marketingaufwendungen von 239,3 TEUR (Vorjahr: 205,3 TEUR), realisierte Kursverluste von 130,3 TEUR (Vorjahr: 155,7 TEUR) und periodenfremde Aufwendungen aus der Einstellung in die Einzelwertberichtigung auf Forderungen von 190,0 TEUR (Vorjahr: 0,0 TEUR) .

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge in Höhe von 17,6 TEUR (Vorjahr: 19,6 TEUR) resultieren aus Zinsen von Gesellschafter- und Arbeitnehmerdarlehen.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag enthalten einen Aufwand aus latenten Steuern in Höhe von 7,8 TEUR.

E. Sonstige Angaben

Außerbilanzielle Geschäfte

Die Gesellschaft hat Leasingverträge für Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Dienstfahrzeuge abgeschlossen. Im Geschäftsjahr sind hierfür Aufwendungen in Höhe von 124,6 TEUR (Vorjahr: 166,9 TEUR) entstanden. Der Zweck der Verträge ist die Finanzierung und Beschaffung von betriebsnotwendigen Anlagevermögen und die Finanzierung von Mietgeschäften.

Die Gesellschaft hat bereits im Jahr 2002 einen Vertrag über Factoring abgeschlossen, der eine Laufzeit von einem Jahr hat und sich jedes Jahr um ein weiteres Jahr verlängert.

Zum einen tritt MVC nach Maßgabe der vertraglichen Vereinbarungen bestimmte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten an den Factor ab und übernimmt dabei auch das sog. Delkredererisiko (echtes Factoring). Die Gesellschaft haftet nur für die Varietät (Bestand) der verkauften Forderungen; ein Höchstbetrag dafür ist nicht vereinbart. Auch das Kursrisiko trägt MVC.

Zur Sicherung für etwaige bestehende oder künftige Ansprüche aus dem Forderungskauf, vor allem aufgrund der Veritätsgarantie, sowie der Factor-Gebühr, der Zinsen und der Kostenerstattungen behält der Factor einen Anteil von 10% des jeweiligen Kaufpreises ein. Dieser Sperreinbehalt beträgt zum Bilanzstichtag 20,1 TEUR (Vorjahr: 12,4 TEUR) und ist unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen.

Das echte Factoring wird zu Finanzierungszwecken bzw. zur Verbesserung der Liquiditätssituation sowie zur Minimierung des Ausfallrisikos genutzt.

Zum anderen übernimmt der Factor auch den Einzug (Inkasso) von nicht angekauften Forderungen (unechtes Factoring).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte sonstige finanziellen Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, aus Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen in Höhe von 1.027,4 TEUR. Davon sind fällig im Jahr 2024 von 370,7 TEUR und für den Zeitraum 2025-2027 von 656,7 TEUR.

Arbeitnehmer

Im Jahr 2023 wurden 44 (Vorjahr: 50) Angestellte (ohne Geschäftsführer) beschäftigt, davon 3 Angestellte in leitender Funktion, 39 Angestellte und 2 Auszubildende.

Organe

Zum Geschäftsführer war im Berichtsjahr bestellt:

 

Herr Dr. Sven Damberger,

 

Königstein im Taunus,

 

Tätigkeit: Geschäftsführer

Der Geschäftsführer ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit und befugt die Gesellschaft allein zu vertreten.

Zur Prokura waren im Berichtsjahr bestellt:

Herr Karsten Bauer, Ober-Mörlen

Herr Rodolfo Lista, Bad Nauheim

Herr Stephan Graf, Groß-Gerau

Gesamtbezüge

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird durch Anwendung der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

Ergebnisverwendung

Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von -296,8 TEUR ab.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Kronberg im Taunus, den 18. Juni 2024

MVC Mobile VideoCommunication GmbH

Dr. Sven Damberger, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens der MVC Mobile VideoCommunication GmbH, Kronberg im Taunus, im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenten an solchen Rechten und Werten 446.406,45 2.192,10 1.594,86 447.003,69
2. Geschäfts- oder Firmenwert 511.046,38 0,00 0,00 511.046,38
957.452,83 2.192,10 1.594,86 958.050,07
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 839.938,40 31.325,48 0,00 871.263,88
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 419.337,83 30.387,01 0,00 449.724,84
1.259.276,23 61.712,49 0,00 1.320.988,72
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.115.903,69 11.479.258,65 0,00 12.595.162,34
1.115.903,69 11.479.258,65 0,00 12.595.162,34
3.332.632,75 11.543.163,24 1.594,86 14.874.201,13
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenten an solchen Rechten und Werten 390.701,93 53.188,60 1.592,86 442.297,67
2. Geschäfts- oder Firmenwert 495.201,48 13.110,54 0,00 508.312,02
885.903,41 66.299,14 1.592,86 950.609,69
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 606.676,27 75.864,33 0,00 682.540,60
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 236.636,43 65.046,51 0,00 301.682,94
843.312,70 140.910,84 0,00 984.223,54
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 24.999,00 190.904,69 0,00 215.903,69
24.999,00 190.904,69 0,00 215.903,69
1.754.215,11 398.114,67 1.592,86 2.150.736,92
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenten an solchen Rechten und Werten 4.706,02 55.704,52
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.734,36 15.844,90
7.440,38 71.549,42
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 188.723,28 233.262,13
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 148.041,90 182.701,40
336.765,18 415.963,53
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 12.379.258,65 1.090.904,69
12.379.258,65 1.090.904,69
12.723.464,21 1.578.417,64

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

MVC Mobile VideoCommunication GmbH, Kronberg im Taunus

A. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

MVC Mobile VideoCommunication GmbH (MVC) bietet umfassende Unified Communication und Collaboration (UCC) Lösungen an, um Kunden bei der effizienten Gestaltung ihrer Kommunikation und Zusammenarbeit zu unterstützen. MVC begleitet seine Kunden durch den gesamten Projektverlauf, von der Beratung über die Implementierung bis zur Optimierung der Lösungen. Als Full-Service Provider übernimmt MVC die Verantwortung für die visuelle Kommunikationslösung seiner Kunden.

MVC arbeitet mit führenden Herstellern von UCC- und Videokonferenzlösungen wie Microsoft, Cisco, Poly, Crestron, Pexip, Zoom, Yealink, Lenovo, Logitech und neat zusammen und verfügt über hochrangige Zertifizierungen von wichtigen Herstellern der Branche.

Die Hauptabsatzmärkte von MVC sind Großkunden (DAX/MDAX/SDAX Unternehmen) und mittelständische Unternehmen mit Head Offices in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Als flexibler und lösungsorientierter Partner steht MVC im Zentrum seiner Geschäftstätigkeit die Erfüllung der Anforderungen seiner Kunden.

Die Mission von MVC ist es, Kunden mit Produkten und Dienstleistungen zu unterstützen, die ihre Kommunikation und Zusammenarbeit effektiver gestalten.

Die Vision von MVC ist es, in einer Welt, in der digitale Kommunikation und Zusammenarbeit einfach und unterhaltsam sind, eine Vorreiterrolle einzunehmen.

Das Ziel von MVC ist es, profitabel zu wachsen und den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern.

B. Wirtschaftsbericht

1. Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 war die wirtschaftliche Situation in Deutschland weiterhin von den Auswirkungen des Konflikts in der Ukraine, den Sanktionen gegen Russland, den steigenden Energiekosten und den Debatten über die Umgestaltung der Wirtschaft im Zuge der Klimakrise geprägt.

Nach den vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die Auswirkungenglobaler Krisen belasteten die deutsche Wirtschaft, und die Erholung nach dem tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 stagnierte. 1

Im Jahr 2023 stiegen die Verbraucherpreise in Deutschland im Jahresdurchschnitt um 5,9 % im Vergleich zu 2022. Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) war die Inflationsrate für 2023 niedriger als im Vorjahr, als sie bei +6,9 % lag. Die Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, Dr. Ruth Brand, erklärte: "Die Inflationsrate für das Jahr 2023 lag unter dem historischen Höchststand von 2022, blieb mit knapp 6 Prozent jedoch weiterhin hoch. Besonders stark verteuerten sich im Jahresdurchschnitt 2023 Nahrungsmittel." Im Dezember 2023 betrug die Inflationsrate, gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) im Vergleich zum Vorjahresmonat, +3,7 %. Diese Rate verstärkte sich zum Jahresende hin, nachdem sie in den vorangegangenen Monaten gesunken war. 2

Im Jahr 2023 verzeichnete der Gesamtmarkt für Informationstechnologie und Telekommunikation erneut ein Wachstum, wobei das Volumen um 2,0 % auf 215 Mrd. Euro stieg. Für das Geschäftsjahr 2024 wird ein weiterer Anstieg auf etwa 224,3 Mrd. Euro (+4,4%) prognostiziert. 3

Im Jahr 2023 lag der Wechselkurs des Euros gegenüber dem US-Dollar im Durchschnitt bei rund 1,08. Im Vergleich zu seinem Höchststand im Jahr 2008 ist der Euro um etwa 26,5 Prozent gefallen, als er noch etwa 1,47 US-Dollar wert war. 4

2. Geschäftsverlauf

Im Vergleich zum Vorjahr konnte MVC im Geschäftsjahr 2023 seinen Umsatz von 16,5 Mio. EUR auf 17,6 Mio. EUR steigern. Das angestrebte Umsatzziel von 21,6 Mio. EUR, das im Lagebericht des Vorjahres prognostiziert wurde, konnte nicht erreicht werden. Ursächlich für diese Entwicklung war vor allem ein signifikanter Rückgang der Aufträge aus Neukundengewinnung. Darüber hinaus ist zu beachten, dass der Gesamtmarkt nur geringfügig zulegte, was auf ungünstige äußere Bedingungen zurückzuführen ist. Viele Kunden zögerten Investitionen zu tätigen oder haben diese verschoben.

Die Top 10 Kunden von MVC generierten im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz von insgesamt 11,9 Mio. EUR (im Vorjahr 10,8 Mio. EUR), was einem Anteil von 67 % am Gesamtumsatz entspricht, wie bereits im Vorjahr.

Mitte Dezember 2023 erwarb die MVC im Rahmen einer Kapitalerhöhung durch Sacheinlage die Anteile an der Elisa Videra, einem internationalen Anbieter von Video- und Digitaldiensten. Beide Unternehmen teilen die Vision, weltweit führend im Bereich technologieübergreifender UCC-Dienste zu sein. Elisa Videra, vormals Teil der Elisa Group, wird wirtschaftlich vollständig in MVC integriert.

1 Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken - Statistisches Bundesamt (destatis.de)
2 Inflationsrate im Jahr 2023 bei +5,9 % - Statistisches Bundesamt (destatis.de)
3 Digitalbranche zeigt sich von Krisen unbeeindruckt | Presseinformation | Bitkom e. V.
4 Durchschnittlicher Dollarkurs bis 2023 | Statista

MVC ist ein Unternehmen der KLP Vermögensverwaltungs GmbH. Nach Abschluss der Transaktion wird KLP 62,5% und Elisa 37,5% an MVC Videra halten.

Trotz der schwierigen Marktbedingungen erzielte MVC im Geschäftsjahr 2023 ein Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) von 188,8 TEUR, das jedoch unter der im Vorjahreslagebericht prognostizierten Summe von 1.016 TEUR und dem EBITDA des Vorjahres von 581,9 TEUR lag.

Nach Bereinigung insbesondere um strategisch bedingte Zusatzaufwendungen, Risikobewertungen der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sowie vor allem weitere Sondereffekte aufgrund von strukturellen Veränderungen beim Personal, ergibt sich ein bereinigtes EBITDA von 663,4 TEUR (im Vorjahr 1.238,7 TEUR).

3. Lage

a. Ertragslage

Der Jahresumsatz stieg um 7 % von 16,5 Mio. EUR auf 17,6 Mio. EUR. Der Umsatzanstieg war hauptsächlich auf ein höheres Projektgeschäft zurückzuführen, das um 1,2 Mio. EUR gewachsen ist. Im Bereich wiederkehrendes Geschäft sind die Umsätze um 138 TEUR leicht gesunken.

Der Rohertrag, auch bekannt als "DB 1" (Deckungsbeitrag 1), ist absolut um 1% gesunken, obwohl die Umsatzerlöse gestiegen sind. Mit 6,4 Mio. Euro liegt der absolute Deckungsbeitrag unter dem Vorjahreswert von 6,5 Mio. Euro. Dies ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass Umsätze mit höheren Margen im Vergleich zum Vorjahr gesunken sind und Kunden sowie Lieferanten eine restriktivere Preispolitik durchgesetzt haben. Zudem wurden Dienstleistungsumsätze aufgrund knapper Ressourcen vermehrt durch Fremdeinsatz realisiert. Dadurch ist auch der relative Deckungsbeitrag 1 in Bezug auf den Umsatz erneut gesunken, von 39,5 % im Vorjahr auf 36,4 % in diesem Jahr.

Der Anstieg des Projektgeschäfts war vorhersehbar, da viele Unternehmen derzeit ihre Konferenzräume für hybrides Arbeiten umgestalten. Hierbei spielen zwei Effekte eine Rolle: Zum einen steigt die Nachfrage nach größeren Projektumfängen, da Kunden heute Projekte beauftragen, die oft 50 oder mehr Räume umfassen, im Vergleich zu kleineren Projekten in der Vergangenheit. Zum anderen führt die Standardisierung der Räume und die Verwendung von PCs als Videokonferenzsystem zu einem Rückgang der Margen bei den Videokonferenzsystemen.

Im Vergleich zum Vorjahr ist der Personalaufwand um 3,0 % auf 3,6 Mio. EUR gesunken. Dieser Rückgang ist einerseits auf Veränderungen im Management und eine Reduzierung der Gesamtbelegschaft zurückzuführen. Andererseits konnten aufgrund des niedrigeren Ergebnisses die Ziele für Provisions- und Bonuszahlungen nicht erreicht werden.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind hauptsächlich aufgrund niedrigerer Erträge aus Kursdifferenzen um 115,3 TEUR auf 272,7 TEUR zurückgegangen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um etwa 11 % auf 2,9 Mio. EUR gestiegen. Dieser Anstieg resultiert insbesondere aus der Abschreibung von Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen, den gestiegenen Beratungskosten, hauptsächlich für die rechtliche Begleitung und Prüfung der Übernahme von Elisa Videra, sowie höheren Aufwendungen für Fremdarbeiten im Bereich Planungsleistungen. Gleichzeitig sind die Kosten für die Personalbeschaffung und die Aufwendungen für Währungsumrechnungen gesunken.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Abschreibungen in Höhe von 207,2 TEUR auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen vorgenommen, im Vergleich zum Vorjahr (243,3 TEUR). Zusätzlich wurde die Beteiligung an der MVC Mobile VideoCommunication AG, Kloten (Schweiz), aufgrund einer dauerhaften Wertminderung um 190,9 TEUR abgeschrieben.

Das Zinsergebnis beträgt -83,5 TEUR (im Vorjahr -97,9 TEUR) und setzt sich hauptsächlich aus Zinsaufwendungen für Darlehen zur Finanzierung langfristiger Verträge für Wartungs- und Lizenzleistungen bei Herstellern für bestehende Kundenbeziehungen zusammen.

Die Aufwendungen aus Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von 4,1 TEUR (i. Vj. 74,6 TEUR) resultieren im Wesentlichen aus den Steueraufwendungen für das laufende Geschäftsjahr.

Zusammenfassend ergibt sich für das Geschäftsjahr 2023 ein Jahresfehlbetrag von -296,8 TEUR, im Vergleich zum Jahresüberschuss von 167,5 TEUR im Vorjahr.

b. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der MVC hat sich seit dem 31. Dezember 2022 um 44 % erhöht, was einem Anstieg um 7,1 Mio. EUR entspricht. Dieser Anstieg ist zum einen auf das bilanzierte Agio für den Erwerb von Elisa Videra in der Kapitalrücklage (11,3 Mio. EUR) zurückzuführen und zum anderen auf die Tilgungsleistungen der sonstigen Verbindlichkeiten. Zum Stichtag 31. Dezember 2023 belief sich die Bilanzsumme auf 23,2 Mio. EUR.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde das Anlagevermögen um 11,1 Mio. EUR erhöht, wobei alle geplanten und erforderlichen Sachanlageinvestitionen umgesetzt wurden. Der Anstieg ist hauptsächlich auf den Erwerb der Beteiligung an Elisa Videra zurückzuführen. Elisa Videra ist ein internationaler Anbieter von Video- und Digitaldiensten mit Präsenz in acht Ländern.

Durch die kontinuierliche projektbezogene Beschaffung von Waren verringerte sich das Vorratsvermögen im Geschäftsjahr 2023 um 6 % auf 262,9 TEUR.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind um 632,7 TEUR gesunken. Dies ist hauptsächlich auf den Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um -738,9 TEUR zurückzuführen, der auf den niedrigen Auftragseingang im Jahr 2023 zurückzuführen ist. Darüber hinaus wurden Forderungen gegenüber der Tochtergesellschaft MVC Mobile VideoCommunication AG, Kloten (Schweiz), um -122,8 TEUR risikobewertet und vollständig herabgesetzt. Ein weiterer wesentlicher Grund für den Rückgang war die unterjährige Tilgungsleistung auf das Darlehen an den Gesellschafter KLP um -276,8 TEUR. Der Gesellschafter hatte das Darlehen Mitte des letzten Jahres schuldbefreiend übernommen. Gleichzeitig sind die Steuerforderungen aus der Differenz zwischen geleisteten Vorauszahlungen und zu erwartender tatsächlicher Steuerbelastung für Körperschaft- und Gewerbesteuer um +149,1 TEUR und die Verrechnungskonten gegenüber dem Faktor um +307,5 TEUR gestiegen. Der monetäre Ausgleich dieser Konten erfolgt erst zu Beginn des Folgejahres.

Die liquiden Mittel (Kasse, Bank) sind um 801,5 TEUR auf 108,0 TEUR gesunken. Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf Steuernachzahlungen für Vorjahre, Tilgungen von Darlehensverbindlichkeiten und Finanzierungskosten im Rahmen der Transaktion mit Elisa Videra zurückzuführen.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind um 2.597,7 TEUR auf 7.189,3 TEUR gesunken. Dieser Rückgang ist darauf zurückzuführen, dass die vollständige Finanzierung von Rückversicherungen für Wartungs- und Lizenzleistungen bei den Herstellern erfolgte und entsprechend periodengerecht aufgelöst wurde. Alle aktivierten Vertragsposten sind durch entsprechende Kundenaufträge abgesichert, wobei der vereinbarte Rechnungszyklus je nach Vertrag (für die volle Laufzeit, jährlich oder monatlich) variieren kann.

Die aktiven latenten Steuern entstehen durch vorübergehende Unterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz, insbesondere in Bezug auf die Bewertung von Geschäfts- oder Firmenwerten und Sachanlagen. Der Wert verringerte sich geringfügig um 7,8 TEUR auf 40,1 TEUR.

Das Eigenkapital belief sich auf 12.108,3 TEUR (im Vorjahr 973,2 TEUR). Die Eigenkapitalquote liegt bei 52 % (im Vorjahr 6 %) und hat aufgrund der Kapitalerhöhung und der Einbuchung des Agios in der Kapitalrücklage deutlich zugenommen.

Die Steuerrückstellungen umfassen die Steuerbelastungen vergangener Geschäftsjahre und sind aufgrund von Zahlungen aus früheren Jahren um 368,0 TEUR auf 28,4 TEUR gesunken. Die sonstigen Rückstellungen betreffen hauptsächlich Verpflichtungen für Personal und ausstehende Rechnungen. Der Rückgang um 70,2 TEUR auf 398,1 TEUR resultiert aus sämtlichen Rückstellungsbereichen.

Die Gesamtverbindlichkeiten sind um 2.829,7 TEUR gesunken. Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf die Tilgung mittels Forderungsabtretung an Cisco Systems Capital in Höhe von -2.592,6 TEUR zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind um 65,7 TEUR gesunken, bedingt durch Tilgungsleistungen in Höhe von 364,5 TEUR und die passive Bilanzierung von Kontokorrentkonten in Höhe von 298,8 TEUR. Die Verbindlichkeiten aus Erhaltenen Anzahlungen sind um 371,1 TEUR auf 809,0 TEUR gestiegen, da Zahlungen für Projektgeschäfte eingegangen sind, deren Leistungsbeginn nach dem Bilanzstichtag liegt. Die Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten sind um 494,1 TEUR auf 522,2 TEUR gesunken (im Vorjahr 1.016,3 TEUR). Die sonstigen Verbindlichkeiten sind insgesamt um 2.640,9 TEUR auf 5.409,5 TEUR gesunken (im Vorjahr 8.050,4 TEUR).

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten, die hauptsächlich vorausbezahlte Wartungs-, Lizenz- und Mietverträge umfassen, sind vor allem aufgrund von Zahlungen, die vor dem Stichtag von Kunden beglichen wurden, um 779,3 TEUR auf 3.406,3 TEUR gesunken.

c. Finanzlage

Die finanziellen Verpflichtungen umfassen Darlehensverbindlichkeiten sowie die entsprechenden Zinsen, die im Geschäftsjahr 2020 von MVC aufgenommen wurden. Die Darlehen haben eine Laufzeit von vier Jahren und wurden zur Finanzierung von zusätzlichen Verträgen für Wartungs- und Lizenzleistungen bei Herstellern für bestehende Kundenbeziehungen genutzt. Zum Ende des Geschäftsjahres belief sich der Saldo der Darlehen auf 220,2 TEUR und die Restlaufzeit beträgt 7 Monate.

Die Rückzahlung der Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Cisco Systems Capital erfolgte gemäß Vertragsbedingungen. Die Tilgung erfolgt jährlich durch den Verkauf und die Abtretung einer Kundenforderung zum Netto-Kaufpreis. Zum Geschäftsjahresende beträgt der ausstehende Saldo des Darlehens 5,2 Mio. EUR, das noch eine Restlaufzeit von 22 Monaten hat.

Die fortlaufende Finanzierung der MVC wird durch den Verkauf von Forderungen im Rahmen eines echten Factorings, die erhaltenen Vorauszahlungen aus verkauften Vertragsleistungen sowie durch Bankkreditlinien gewährleistet. Darüber hinaus werden vermehrt Aufträge für Projektgeschäfte mit individuell vereinbarten Zahlungsbedingungen abgewickelt, um insbesondere auf die längeren zeitlichen Rahmenbedingungen bis zur Projektabnahme reagieren zu können.

Die flüssigen Mittel sind von 909,6 TEUR auf 108,0 TEUR gesunken.

Im Jahr 2023 betrug der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -397,0 TEUR. Neben dem erzielten Verlust wurde der operative Cashflow insbesondere durch Steuernachzahlungen aus Vorjahren belastet. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit belief sich im Geschäftsjahr auf -275,5 TEUR, hauptsächlich aufgrund des Erwerbs der Beteiligung an Elisa Videra. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug im Geschäftsjahr -427,7 TEUR und umfasste eine Kapitalerhöhung von +181,9 TEUR, Darlehnstilgungen sowie die Darlehensgewährung an die MVC AG (Schweiz) von -86,0 TEUR.

Die Gesellschaft legt ihren Schwerpunkt in der Finanzplanung darauf, sicherzustellen, dass die Liquiditätsversorgung jederzeit ausreichend gewährleistet ist. Im aktuellen Geschäftsjahr musste die Gesellschaft teilweise auf die eingeräumten Kontokorrentlinien zurückgreifen, um dies sicherzustellen. Zusätzlich hat der Gesellschafter KLP im abgelaufenen Geschäftsjahr Darlehensrückzahlungen in Höhe von 275 TEUR geleistet.

Durch die schrittweise Einführung von AGICAP als Cash-Managementsoftware konnten wir bereits kurzfristige und rollierende Prognosen signifikant verbessern, was uns zukünftig eine präzisere Planung ermöglicht.

Aufgrund der fehlenden Gewinnsteigerung im aktuellen Geschäftsjahr und der knappen liquiden Mittel wird die Liquiditätsstruktur als schwächer beurteilt als in den Vorjahren. Dennoch ist die Finanzstruktur mit einer Eigenkapitalquote von über 50% solide und ausgeglichen.

d. Zusammenfassung

Zusammenfassend war das Geschäftsjahr 2023 für das Unternehmen herausfordernd. Das angestrebte Wachstum konnte aufgrund der geringen Marktdurchdringung im Neukundenbereich und den schwierigen Marktbedingungen nicht erreicht werden. Zusätzlich führten die fortschreitende Standardisierung und der Einsatz von PCs als Videokonferenzsystem zu einem deutlichen Rückgang der Margen.

Aufgrund dessen hat MVC im Rahmen einer Kapitalerhöhung durch Sacheinlage eine Beteiligung an Elisa Videra erworben. Zusammen sind sie nun der führende Anbieter von technologieübergreifenden UCC-Diensten weltweit. Diese strategische Entscheidung soll nicht nur die globale Präsenz stärken, sondern auch die langjährigen Kundenbeziehungen in Europa ausbauen. Die mittel- und langfristige Geschäftsentwicklung wird weiterhin positiv eingeschätzt, insbesondere aufgrund des anhaltenden Wachstums im Videokonferenz- und UCC-Markt.

Das Unternehmen verfügt über einen soliden Auftrags- und wiederkehrenden Umsatzbestand sowie zuverlässige Finanzierungsquellen, was eine gute Basis für die zukünftige Entwicklung und den Erfolg des Unternehmens darstellt.

C. Chancen- und Risikobericht

Unser Risikomanagement-System ist fest in unsere Unternehmensstrategie integriert, und alle Mitarbeiter sind aktiv an seiner Weiterentwicklung beteiligt. MVC ist seit vielen Jahren nach den internationalen Standards DIN ISO/IEC 9001, DIN ISO/IEC 27001, DIN ISO/IEC 27018 sowie TISAX (Trusted Information Security Assessment Exchange) zertifiziert. Regelmäßige interne und externe Audits gewährleisten die Qualität, Effizienz und Einhaltung der Vorschriften unseres Unternehmens und fördern kontinuierliche Verbesserungen.

Unser Risikomanagement umfasst eine kontinuierliche Überwachung der aktuellen Situation durch regelmäßige Berichterstattung. Diese Berichte beinhalten eine kurzfristige Prognoseberechnung sowie eine Analyse von Soll-Ist-Abweichungen. Durch monatliche Abschlüsse, die Nutzung eines einheitlichen Datenverarbeitungssystems, die Überwachung der Auftragseingänge und eine präzise Identifizierung und Bewertung von Verkaufschancen werden Chancen und Risiken frühzeitig erkannt und bewertet.

MVC operiert in einem stark wachsenden Marktumfeld. In den kommenden Jahren ergeben sich für uns besondere Marktchancen aufgrund der folgenden Faktoren und Annahmen:

Durch die Beteiligung von MVC an Elisa Videra entsteht die neue globale Marke MVC Videra, wo wir unsere langjährige Markterfahrung vereinen. Unser Ziel ist eine stärkere Präsenz auf dem Markt zu erreichen.

Homeoffice ist gekommen, um zu bleiben. Hybride Arbeitswelten und Beschäftigungsformen sind mehr und mehr zum Standard geworden. Dies erfordert integrierte Lösungen und Systeme, die einen reibungslosen und verlustfreien Wechsel zwischen Firmenbüro, Homeoffice und verschiedenen Unternehmensstandorten sicherstellen und bereits bestehende Strukturen in einer einheitlichen Arbeitsumgebung bündeln. Möglich wird dies durch den Einsatz intelligenter Unified- Communications-Lösungen (UCC-Lösungen).

Dass UCC-Lösungen zudem auch aus der Cloud bezogen werden können, beflügelt das Wachstum zusätzlich.

Unternehmen, die bereits frühzeitig Videokonferenzlösungen eingesetzt haben, stehen vor der Aufgabe, ihre Systeme zu aktualisieren und auf modernere Lösungen umzusteigen.

Neben den Geschäftskunden besteht auch im öffentlichen Sektor ein hoher Bedarf an Erstausstattungen. Hybrides Arbeiten wird nun auch in Behörden und öffentlichen Verwaltungen eingeführt. Dies geschieht vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels, dem der öffentliche Sektor durch die Einführung moderner Arbeitsformen begegnen muss.

Neben der steigenden Nachfrage nach Videokonferenz- und Kollaborationslösungen müssen Unternehmen auch die optimale UCC-Lösung identifizieren und veraltete Systeme ersetzen. Diese Anforderungen sind größtenteils durch die wachsenden Ansprüche an new work motiviert.

Künstliche Intelligenz (KI) bietet in der Videokommunikation eine Vielzahl von Chancen und Anwendungsmöglichkeiten, die die Art und Weise, wie wir kommunizieren, revolutionieren können. Kl kann die Effizienz, Qualität und Benutzerfreundlichkeit von Videokonferenzen verbessern und neue innovative Anwendungsfälle ermöglichen. Zu den Chancen, die KI in der Videokommunikation bietet, gehören:

Automatisierung von Prozessen

Verbesserte Bild- und Tonqualität

Personalisierte Interaktion

Automatische Erkennung von Emotionen

Intelligente Spracherkennung

Virtuelle Assistenten

Die Nutzer bevorzugen eine Anwendung, die einfach zu bedienen ist und dennoch eine Vielzahl von Funktionen bietet, um zu kommunizieren.

Mit der Implementierung von Videokonferenz- und UCC-Lösungen wächst auch die Relevanz von Managed Services. Dies liegt zum einen an der steigenden Nachfrage nach as-a-Service (aaS) Lösungen, die über längere Zeiträume abgeschlossen werden und neben der Implementierung auch den Betrieb und Service umfassen. Zum anderen müssen Kunden sicherstellen, dass ihre Systeme jederzeit einsatzbereit sind, um die Leistungserbringung zu gewährleisten.

MVC erkennt als Risikofaktor für das zukünftige Wachstum vor allem die nahtlose und schnelle Integration von Elisa Videra sowie den Beitrag aller Tochtergesellschaften am Unternehmenserfolg. Weitere Herausforderungen könnten sich aus dem Ressourcenmangel, insbesondere im Bereich Medientechniker und Planer mit Kenntnissen im UCC-Umfeld, dem Preisverfall der Produkte, der steigenden Konkurrenz und der Schnelligkeit der Marktveränderungen ergeben. Zudem wird die Investitionsbereitschaft potenzieller Kunden maßgeblich auch von der gesamtwirtschaftlichen Lage beeinflusst werden.

Die Tochtergesellschaft MVC AG (Schweiz) hat zum 1. Januar 2024 Kunden von der Möhr Communication übernommen und gleichzeitig zwei neue Medientechniker eingestellt. Diese Maßnahmen sollen zu einer positiven Geschäftsentwicklung beitragen.

MVC arbeitet bereits heute schon erfolgreich mit externen Dienstleistern, Freelancern oder Partnerunternehmen zusammen, um Engpässe bei der Ressourcenverfügbarkeit zu überbrücken. Externe Experten werden temporär oder projektbezogen eingesetzt, um den Bedarf an spezialisiertem Personal zu decken.

Durch den zukünftigen Marktauftritt als MVC Videra, dem weltweit führenden Anbieter von technologieübergreifenden UCC-Diensten, streben wir an, auf Augenhöhe mit Herstellern und Lieferanten zu agieren und so erfolgreich im Wettbewerbsumfeld zu bestehen.

Die raschen Veränderungen auf dem Markt werden durch eine gezielte und fortlaufende Marktbeobachtung sowie die Einführung neuer Produkte konsequent umgesetzt.

MVC zeichnet sich durch die Möglichkeit aus, mehrere Fachgebiete und Dienstleistungen gleichzeitig anzubieten und umzusetzen, was in der schnelllebigen UCC- und Videokonferenz- Branche ein Alleinstellungsmerkmal darstellt. Mit zwei Rechenzentren in Deutschland kann MVC ein breites Dienstleistungsportfolio anbieten, darunter Beratung, Konzeption, Implementierung, Wartung, Managed Services und persönliche Betreuung für verschiedene Betreibermodelle (On-Premises, Hybrid, Private Cloud und Public Cloud) für Videokonferenzservices und Microsoft Teams. MVC bietet somit eine umfassende Lösung aus einer Hand, um unabhängig von Herstellern UCC, IT, Videokonferenz, AV- und Medientechnik optimal für seine Kunden zu kombinieren.

Die Finanzierung des Unternehmens basiert hauptsächlich auf bestehenden Bankdarlehen, Kreditlinien, Factoring und Leasing. Zur Minimierung des Forderungsausfallrisikos wird ein konsequentes Forderungsmanagement betrieben. In einer langjährigen und erfolgreichen Partnerschaft werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen größtenteils über ein Factoring-Programm an Dritte verkauft (echtes Factoring) und vom Factor im Auftrag der MVC eingezogen (unechtes Factoring).

D. Prognosebericht

Die Digitalisierung des Marktes schreitet weiter voran, und effiziente Kommunikation und Zusammenarbeit sind entscheidende Erfolgsfaktoren für moderne Unternehmen.

Viele Unternehmen haben verstanden, wie wichtig Unified Communication und Collaboration (UCC) ist. Eine konsequente Umsetzung kann signifikante Potenziale für Innovation und Produktivität freisetzen, die sich in beschleunigten internen Prozessen, Kosteneinsparungen und zufriedeneren Mitarbeitern zeigen.

Gemäß dem ITK-Marktbericht von Bitkom im Januar 2024 befindet sich die digitale Wirtschaft Deutschlands auf einem Wachstumskurs. Trotz herausfordernder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen prognostiziert der Digitalverband Bitkom für die Unternehmen der IT und Telekommunikation (ITK) im Jahr 2024 ein Umsatzwachstum von 4,4 Prozent auf 224,3 Milliarden Euro. Dies würde bedeuten, dass der ITK-Sektor um das Drei- bis Vierfache stärker wachsen würde als die Gesamtwirtschaft. 5

Der Auftragsbestand und das Backlog aus wiederkehrenden Geschäften liegen zusammen zu Beginn des neuen Geschäftsjahres leicht unter dem Niveau des Vorjahres.

Wir erwarten für 2024 in Deutschland einen Umsatz von rd. 17,1 Mio. EUR und ein EBITDA von 734 TEUR.

E. Sonstige Angaben

Im Berichtsjahr bestand neben Kronberg im Taunus ein Standort in Balingen.

 

Kronberg im Taunus, den 18. Juni 2024

Dr. Sven Damberger, Geschäftsführer

5 Digitalbranche zeigt sich von Krisen unbeeindruckt | Presseinformation | Bitkom e. V.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die MVC Mobile VideoCommunication GmbH, Kronberg im Taunus

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MVC Mobile VideoCommunication GmbH, Kronberg im Taunus, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MVC Mobile VideoCommunication GmbH, Kronberg im Taunus, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, 19. Juni 2024

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Martin Hartauer, Wirtschaftsprüfer

Thomas Klemm, Wirtschaftsprüfer

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