Postbank Leasing GmbH
Selbe AdresseVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Alexander Hoffstadt seit 11.2.2026 | Vorstandsmitglied |
Sadik Bulmus seit 22.1.2026 | Vorstandsmitglied |
Baris Yildrim seit 22.1.2026 | Prokura |
Jana Kubach seit 22.1.2026 | Vorstandsmitglied |
David Loschelder-Vogel seit 22.1.2026 | Vorstandsmitglied |
Angela Stein seit 22.1.2026 | Vorstandsmitglied |
Josef Röser seit 22.1.2026 | Prokura |
Saskia Meyer seit 22.1.2026 | Prokura |
Christoph Dr. Prainsack seit 12.12.2024 | Prokura |
Thorsten Klebe seit 12.12.2024 | Prokura |
Kerstin Lefert seit 15.12.2022 | Prokura |
Bekkay Rafoud seit 15.12.2022 | Prokura |
Markus Belt seit 27.12.2017 | Vorstandsmitglied |
Gerhard Pscolla seit 27.12.2017 | Prokura |
Thomas Walter seit 28.7.2014 | Prokura |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Postbank Filialvertrieb AGBonnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Inhaltsverzeichnis Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Rechnungslegung Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt Allgemeine Auftragsbedingungen Hinweis: Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt. Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung gemäß § 325 HGB verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk resp. der diesbezüglich erteilte Vermerk bestimmt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Postbank Filialvertrieb AG Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Postbank Filialvertrieb AG, Bonn - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Postbank Filialvertrieb AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die in Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB" des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die oben genannte Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Eschborn/Frankfurt am Main, 3. Juni 2024 EY
GmbH & Co. KG
Peter-Carsten Schreiber, Wirtschaftsprüfer Nermin Jejina, Wirtschaftsprüfer Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023 Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 Anhang und Anlagengitter Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeine Angaben I. Angaben zur Gesellschaft und Grundlagen der Erstellung des Jahresabschlusses Die Postbank Filialvertrieb AG mit Sitz in Bonn ist eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Bonn unter der Nummer HRB 14654B. Der Jahresabschluss der Postbank Filialvertrieb AG, Bonn, wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Aktiengesetzes (AktG) zu beachten. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die nachfolgend aufgeführten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gemäß § 252 und § 253 HGB wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt. In 2023 wurde der Inhalt der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung teilweise geändert, um diese an die konzerneinheitlichen Bilanzierungsrichtlinien anzupassen und ein den tatsächlichen Verhältnissen besser entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu vermitteln. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind daher teilweise nicht mit den Vorjahresausweisen vergleichbar. In entsprechenden Fällen ist dies bei den einzelnen Posten vermerkt. Anlagevermögen Die Immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und nach der linearen Methode vorgenommen. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Folgende Nutzungsdauern werden zugrunde gelegt:
Entsprechend dem Vorgehen im DB-Konzern werden ab dem 01.01.2019 Zugänge von selbstständig nutzbaren Vermögensgegenständen des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten zwischen 150,01 und 1.000,00 Euro als Sammelposten Vermögensgegenstände mit geringem Wert erfasst und über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben. Erhaltene Zuschüsse werden unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen und entsprechend der Nutzungsdauer der Sachanlagen aufgelöst. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Rechnungsabgrenzungsposten werden über ihre Laufzeit abgegrenzt. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung zeigt den aktiven Überhang aus der Saldierung von Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, - das sog. Deckungsvermögen - mit den Pensionsrückstellungen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB. Das Deckungsvermögen wird gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB mit seinem beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens wird anhand der Marktwerte der von der Treuinvest e.V., Frankfurt am Main, gehaltenen Fondsanteile ermittelt. Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB werden ebenfalls die zugehörigen Aufwendungen und Erträge aus der Ab- und Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen und aus dem Deckungsvermögen verrechnet. Der die Anschaffungskosten übersteigende Teil aus der Bewertung des Deckungsvermögens zum beizulegenden Zeitwert unterliegt gemäß § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre. Im Geschäftsjahr 2022 und 2023 überstieg der Wert der Pensionsrückstellungen den Wert des Deckungsvermögens, so dass sich kein aktiver Unterschiedsbetrag ergeben hat und der Ausweis des saldierten Betrages unter den Rückstellungen erfolgt. Eigenkapital Das Eigenkapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt. Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden für unmittelbare Versorgungszusagen an die Mitarbeiter der Postbank Filialvertrieb AG gebildet. Art und Höhe der Ruhegelder richten sich nach den Bestimmungen der jeweiligen Versorgungsregelungen und sind im Wesentlichen von der Höhe der Vergütung und der Dauer der Betriebszugehörigkeit der Mitarbeiter abhängig. Die Rückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen errechnet. Die Bewertung des Verpflichtungsumfangs erfolgt im Rahmen des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB auf Basis der Projected Unit Credit (PUC) Methode sowie für einen von der norisbank GmbH, Bonn, übertragenen Teilbestand nach § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB zum beizulegenden Zeitwert von Wertpapieren. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB, der sich aus der Bewertung mit dem 10- Jahres-Durchschnitt und der Bewertung mit dem 7-Jahres-Durchschnitt ergibt, unterliegt der Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB (siehe Abschnitt C. II. Ausschüttungssperre). Die Rückstellungen werden mit dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren abgezinst (1,83 %, Vorjahr: 1,78 %). Es werden die entsprechend den unternehmensindividuellen Sterblichkeitsannahmen modifizierten HEUBECK-RICHTTAFELN 2018G angewandt. Für die anrechenbaren Bezüge wird eine Dynamik von 2,44 % mit altersabhängigen Zusätzen (Vorjahr 2,64 %) und für die Anpassung der laufenden Renten eine Dynamik von 2,91 % (Vorjahr 3,02 %) zu Grunde gelegt. Es besteht ein Deckungsvermögen, dessen Zeitwert gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem Wert der Rückstellungen verrechnet wird. Die Gesellschaft hat Rückstellungen für zukünftige Jubiläumszahlungen, bestehende Altersteilzeitverträge und Vorruhestandsvereinbarungen gebildet, deren Berechnung jeweils ein versicherungsmathematisches Gutachten zugrunde liegt. Die Bewertung erfolgt unter Berücksichtigung der Vorschriften des § 253 Abs. 2 HGB. Für die Jubiläumsrückstellung wurde bei der Festlegung des Rechnungszinssatzes eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Auf dieser Grundlage wurde für den 31. Dezember 2023 ein Rechnungszins von 1,75 % (Vorjahr: 1,44 %) angesetzt. Für bestehende Altersteilzeitverträge und Vorruhestandsvereinbarungen wurde ein Rechnungszins von 1,04 % (Vorjahr: 0,51 %) angesetzt. Für die Verpflichtungen aus bestehenden Altersteilzeitverträgen existiert ein Deckungsvermögen, das gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit der Rückstellung verrechnet wird. Sonstige Rückstellungen werden entsprechend § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt, der über die individuelle Laufzeit anhand der Zinssätze der Deutschen Bundesbank abgezinst wird. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden nicht abgezinst. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie alle ungewissen Verpflichtungen. Sämtliche Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Verbindlichkeiten Die bilanzierten Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB angesetzt. Passive Rechnungsabgrenzungsposten Rechnungsabgrenzungsposten werden über ihre Laufzeit abgegrenzt. Rundungsdifferenzen In den folgenden Tabellen kann es auf Grund der Angabe in Mio. € zu Rundungsdifferenzen zwischen den angegebenen Summen und der Summe der angegebenen Einzelwerte kommen. III. Angaben über Beteiligungsverhältnisse Das voll eingezahlte gezeichnete Kapital von 50.000 € wird zu 100 % von der Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main, gehalten. Die Deutsche Bank AG ist somit die alleinige Gesellschafterin zum 31. Dezember 2023. Die Postbank Filialvertrieb AG wird in den nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellten Konzernabschluss der Deutsche Bank AG einbezogen. Der Konzernabschluss der Deutsche Bank AG wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Zwischen der Postbank Filialvertrieb AG und der Deutsche Bank AG besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Die Voraussetzungen der finanziellen, wirtschaftlichen und organisatorischen Eingliederung der Postbank Filialvertrieb AG in die Deutsche Bank AG sind erfüllt. B. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung I. Erläuterungen zur Bilanz (1) Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im folgenden Anlagenspiegel dargestellt. Die Investitionen betreffen im Wesentlichen Filialeinrichtungen. Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023
(2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Berichtsjahr Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft in Höhe von 47,9 Mio. € (Vorjahr: 70,9 Mio. €) enthalten. Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von 110,8 Mio. (Vorjahr: 114,4 Mio. €). Die Forderungen des Geschäftsjahres resultierten im Wesentlichen aus der Forderung aus Verlustübernahme gegenüber der Deutsche Bank AG (110,2 Mio. €, im Vorjahr 112,8 Mio. €). (3) Guthaben bei Kreditinstituten Die Guthaben bei Kreditinstituten (i. Vj. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) bestehen gegenüber der Deutsche Bank AG. (4) Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Unter dem Posten werden Aufwendungen für 2024 ausgewiesen, die bereits in 2023 gezahlt wurden. (5) Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Wie im Vorjahr übersteigt im Berichtsjahr der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellung den beizulegenden Zeitwert des Deckungsvermögens, so dass sich kein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ergibt. Die Darstellung der Werte zu Pensionsrückstellung und Deckungsvermögen zum 31.12.2023 erfolgt daher unter (7) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. (6) Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt zum Bilanzstichtag 50.000 €. Das gezeichnete Kapital ist eingeteilt in 50.000 Stück auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien. Die gesetzliche Rücklage beläuft sich unverändert auf 5.000 €. Der Jahresfehlbetrag 2023 in Höhe von 110,2 Mio. € wird aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages von der Deutsche Bank AG übernommen. (7) Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Pensionsrückstellungen werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem zum Zeitwert bewerteten Deckungsvermögens verrechnet (siehe (4) Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung).
Sonstige Rückstellungen
Die Rückstellungen für "Vorruhestand und Abfindungen" beinhaltet Verpflichtungen aus entsprechenden Programmen sowie aus Einzelmaßnahmen. Die Rückstellung "Umstrukturierung Filialen" deckt Filialnetzmaßnahmen ab. Sie beinhaltet Mietaufwendungen für nicht mehr genutzte Objekte sowie die Verpflichtung zur Durchführung von Rückbaumaßnahmen. Die Rückstellung für "Stornorisiken" besteht für die Verpflichtung, erhaltene Provisionen im Fall der Stornierung von Produktabschlüssen anteilig an die Deutsche Bank AG zurückzuerstatten. Diese Verpflichtung betrifft das Altgeschäft vor der vertraglichen direkten Bindung der Gesellschaft an die Versicherungen. Die Rückstellung für "Altersteilzeit" wird in der folgenden Tabelle dargestellt:
(8) Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (im Berichtsjahr Guthaben bei Kreditinstituten) bestehen gegenüber der Deutsche Bank AG. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen zum Bilanzstichtag 96,3 Mio. €. Wesentliche Verpflichtungen gegenüber der Deutschen Bank sind Umsatzsteuerverpflichtungen in Höhe von 1,3 Mio. €, Verbindlichkeiten aus zugewiesenen Beamten in Höhe von 63,0 Mio.€ und Verbindlichkeiten aus konzerninternen Verrechnungen in Höhe von 28,4 Mio. €. Bei den sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 2,6 Mio. € handelt es sich im Wesentlichen um Verbindlichkeiten für noch abzuführende Lohn- und Kirchensteuer (2,6 Mio. €). Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und sind nicht besichert. II. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (1) Umsatzerlöse Umsatzerlöse nach Geschäftsfeldern
Der Anstieg der Umsatzerlöse FDL gegenüber dem Vorjahr resultiert aus der Erhöhung der Vergütung für die Service- und Bestandsarbeit. Der Rückgang der Umsatzerlöse PDL und NDL basiert auf vertraglichen Regelungen, weiteren Filialschließungen und der Straffung des Dienstleistungsangebots. Die Umsatzerlöse wurden ausschließlich im Inland erzielt. (2) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge gliedern sich wie folgt
Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung der Rückstellung für Restrukturierungsmaßnahmen von 5,7 Mio. €, der Auflösung von Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 2,2 Mio. € und der Rückstellung für Tantieme, Leistungs- und Vertriebszulagen in Höhe von 2,1 Mio.€. In der Position "Übrige" sind u.a. Erträge aus Erstattung zum Mutterschutz und Erstattungsleistungen von Versicherungen enthalten. (3) Materialaufwand Der Materialaufwand gliedert sich wie folgt
Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe resultierten in 2022 im Wesentlichen aus Aufwendungen aus bezogenen Handelswaren und Betriebs-, Büro- und Hausbedarf. Die Aufwendungen für Betriebs-, Büro und Hausbedarf werden in 2023 in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen resultieren mit 42,9 Mio. € im Wesentlichen aus Aufwendungen den Kooperationsvertrag mit der Deutschen Post AG betreffend (i.Vj. 41,8 Mio. €). Die übrigen in 2022 ausgewiesenen Aufwendungen für bezogene Leistungen (im Wesentlichen Instandhaltung und IT-Leistungen) werden im Berichtsjahr unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. (4) Personalaufwand Der Personalaufwand gliedert sich wie folgt
Die Aufwendungen für Unterstützung in Höhe von 8,1 Mio. € wurden im Vorjahr unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. (5) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Aufwendungen für Raumkosten beinhalten im Berichtsjahr Instandhaltungsaufwendungen, die im Vorjahr mit 16,3 Mio.€ in dem Materialauwand ausgewiesen wurden. Die Kfz-Kosten beinhalten Aufwendungen für IC-Fuhrparkkosten, die im Vorjahr mit 3,0 Mio.€ unter dem Materialaufwand ausgewiesen wurden. Die EDV-Kosten wurden im Vorjahr mit 2,1 Mio.€ unter dem Materialaufwand ausgewiesen. (6) Zinsergebnis Die Zinserträge und Zinsaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
(7) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Mit der Deutsche Bank AG besteht eine ertragsteuerliche Organschaft. Latente Steuern, die sich aus temporären Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen ergeben, werden auf Ebene der Organträgerin Deutsche Bank AG gebildet. (8) Jahresfehlbetrag/ -überschuss Insgesamt wird für das Geschäftsjahr ein Verlust von 110,2 Mio. € nach Steuern (Vorjahr: Verlust 112,8 Mio. €) ausgewiesen. Der Verlust wird im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages von der Deutsche Bank AG übernommen. C. Sonstige Angaben I. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die finanziellen Verpflichtungen resultieren aus langfristigen Mietverträgen für die Filialen der Postbank Filialvertrieb AG mit der Deutsche Bank AG und externen Vermietern sowie dem Servicevertrag mit der Deutsche Bank AG über die Erbringung von Dienstleistungen für den Filialbetrieb und die IT. II. Ausschüttungs-/Abführungssperre Die Regelungen zur Gewinnabführung aufgrund der Ausschüttungs- und Abführungssperre werden von der Gesellschaft beachtet. Ausschüttungs-bzw. abführungsrelevante Beträge:
Zum 31.12.2023 besteht durch die Reduzierung der nach § 268 Abs. 8 HGB ausschüttungsgesperrten Beträge ein Betrag in Höhe von 19,1 Mio. €, der den Gewinnrücklagen entnommen werden könnte. Auf die Entnahme wurde verzichtet. Die Erträge aus der Änderung des bei den Pensionsrückstellungen anzuwendenden Zeitraums für die Ermittlung des Durchschnittszinses gehen in die Berechnung des für die Gewinnabführung an die Deutsche Bank AG maßgebenden Betrags ein. Da in § 301 Abs. 1 Satz 1 AktG kein Verweis auf die Ausschüttungssperre des Unterschiedsbetrags zwischen der Bewertung zu den unterschiedlichen Durchschnittszinssätzen nach § 253 Absatz 2 Satz 1 und Absatz 6 HGB aufgenommen wurde, ist nach Auffassung des Bundesministeriums für Finanzen die Abführung des ausschüttungsgesperrten Betrages Voraussetzung für die Durchführung des Gewinnabführungsvertrages und somit für die Anerkennung der steuerlichen Organschaft. III. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (durchschnittlicher Personalbestand in Köpfen) Im Berichtszeitraum waren nach Köpfen durchschnittlich 3.744 Angestellte ohne Auszubildende (Vorjahr: 3.994) beschäftigt. Davon waren durchschnittlich 73 Angestellte in leitender Funktion, 3.671 waren nicht leitend tätig. 2.207 Angestellte waren Vollzeit beschäftigt, 1.537 arbeiteten Teilzeit. Der Durchschnitt ergibt sich als vierter Teil der Summe aus den Zahlen der jeweils zum 31. März, 30. Juni, 30. September und 31. Dezember beschäftigten Mitarbeiter nach Köpfen. Die Mitglieder des Vorstandes wurden nicht mit in die Berechnung einbezogen. Darüber hinaus waren im Wege der Zuweisung im Jahresdurchschnitt 1.639 Beamte (Vorjahr: 1.818) der Deutsche Bank AG in der Postbank Filialvertrieb AG beschäftigt. IV. Vorstandsvergütung Auf die Angabe der Bezüge der aktiven Vorstandsmitglieder und der Verpflichtungen gegenüber ehemaligen Vorstandsmitgliedern wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. V. Aufsichtsratsvergütung Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2023 beträgt einschließlich der Sitzungsgelder 6,5 T€ (Vorjahr: 4,5 T€). VI. Honorar des Abschlussprüfers Auf die Angabe der mit dem Abschlussprüfer abgerechneten Honorare gemäß § 285 Satz 1 Nr. 17 HGB wurde verzichtet, da die entsprechende Angabe im IFRS-Konzernabschluss der Deutsche Bank AG, Frankfurt, diese Beträge mit einschließt. D. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag gab es keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die einen wesentlichen Einfluss auf unsere Ertrag-, Finanz- und Vermögenslage hatten. E. Namen der Organmitglieder Vorstand Mitglieder des Vorstands sind: Markus Belt, Arbeitsdirektor Thorsten De Paoli Peppler, Chief Operating Officer (COO) Postbank Klaus Klug, Finanzen Frank Pöppinghaus, Vertriebsunterstützung und -entwicklung Dr. Tatjana Schierack, Vertriebs- und Kanalsteuerung Aufsichtsrat 1. Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseigner Dr. Dominik Hennen, -Vorsitzender-, Managing Director, Deutsche Bank AG (ab 01.12.2023) Dr. Bernd Gemein, Chief Information Officer (CIO PeP), Deutsche Post AG Jutta Herzog, Director, Deutsche Bank AG Jana Symmossek, Managing Director, Deutsche Bank AG Dr. Meike Webler, Managing Director, Deutsche Bank AG Dr. Jan Wiedei, Managing Director, Deutsche Bank AG (ab 17.03.2023) 2. Aufsichtsratsmitglieder der Arbeitnehmer Roman Eberle, -stellv. Vorsitzender-, Gewerkschaftssekretär, Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di Susanne Bleidt, Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats, Postbank Filialvertrieb AG Mario Di Benedetto, Mitglied der Geschäftsführung des Gesamtbetriebsrats, Postbank Filialvertrieb AG (ab 01.12.2023) Christopher Justin, Vice President, Postbank Filialvertrieb AG Kübra Kyei, Mitglied des Betriebsrats Stuttgart, Postbank Filialvertrieb AG (ab 01.12.2023) Birgit Laumen, Gewerkschaftssekretärin, Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di Mario Materne, Vorsitzender des Betriebsrats Nürnberg, Postbank Filialvertrieb AG (bis 30.11.2023) Bernd Rose, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats, Postbank Filialvertrieb AG (bis 30.11.2023)
Bonn, den 03. Juni 2024 Postbank Filialvertrieb AG Markus Belt, Vorstand Thorsten De Paoli Peppler, Vorstand Klaus Klug, Vorstand Frank Pöppinghaus, Vorstand Dr. Tatjana Schierack, Vorstand Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen Produkte und Dienstleistungen In den Filialen der Postbank Filialvertrieb AG werden im Namen und für Rechnung der Deutsche Bank AG für die Marke Postbank Finanzdienstleistungen bzw. Dienstleistungen sowie Produkte der Marke Postbank und von Kooperationspartnern der Deutsche Bank AG vertrieben. Die Postbank Filialvertrieb AG bietet diese Finanzdienstleistungen (FDL) für Privat- und Geschäftskunden in Deutschland an. Sie ist der stationäre Vertriebsarm der Marke Postbank. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der Postbank Filialvertrieb AG liegt im Privatkundengeschäft (Retail Banking). Mit ihrer Geschäftstätigkeit kommt der Postbank Filialvertrieb AG innerhalb der Marke Postbank, aber auch im Geschäftsbereich Privatkundenbank Deutschland des Deutsche Bank Konzerns eine hohe Bedeutung zu. Darüber hinaus vertreibt die Postbank Filialvertrieb AG im Namen und für Rechnung der Deutsche Post AG Postdienstleistungen und Postprodukte (PDL). Der Vertrieb von sog. Neuen Dienstleistungen (NDL) erfolgt im Namen und für Rechnung Dritter mit dem Ziel, das Serviceangebot für die Kunden auszuweiten. Hierzu gehört auch der Vertrieb von Handelswaren (z.B. Papier-, Büro- und Schreibwaren (PBS)). Die Deutsche Post AG wiederum vertreibt und vermittelt in einem Teil ihrer Partnerfilialen auf Grundlage eines Kooperationsvertrages mit der Deutsche Bank AG ebenfalls Finanzdienstleistungen der Marke Postbank. Im Bereich PBS hat die Deutsche Post AG für ihre eigenen Partnerfilialen das strategische Produktmanagement und die Postbank Filialvertrieb AG erbringt das operative Produktmanagement. Die Zusammenarbeit mit der Deutsche Post AG durch den Vertrieb von PDL garantiert der Marke Postbank eine zusätzliche Kundenfrequenz in den Filialen und damit einhergehende Cross-Selling- Ansätze für das Kerngeschäft der Bank. Wesentliche Absatzmärkte und Wettbewerbsposition Die Postbank Filialvertrieb AG ist ausschließlich in Deutschland aktiv. Das Filialnetz deckt das Bundesgebiet flächendeckend ab. Wesentliche Vermittlungsleistungen werden im Spargeschäft, im Angebot von Girokonten und privaten Baufinanzierungen sowie im Bauspargeschäft erbracht. Lösungen im Bereich Versichern und Vorsorgen, Ratenkredit und das Wertpapiergeschäft runden das Angebotsspektrum ab. Die Deutsche Bank AG nimmt mit ihren verschiedenen Marken, gemessen an der Kundenzahl, eine führende Stellung im deutschen Retail Banking Markt ein. Bedeutende Wettbewerber sind insb. Anbieter aus dem Sektor der Sparkassen und die genossenschaftlichen Institute. Unternehmenssteuerung Die Unternehmenssteuerung der Postbank Filialvertrieb AG ist in die Steuerung des Deutsche Bank Konzerns eingebunden. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Die Postbank Filialvertrieb AG setzt bei ihrer Unternehmenssteuerung - neben dem Einsatz von finanziellen Leistungsindikatoren - auch nicht-finanzielle Leistungsindikatoren ein. Bei den wesentlichen nicht-finanziellen Leistungsindikatoren handelt es sich um die Mitarbeiterzufriedenheit und die Kundenzufriedenheit sowie die vertriebliche und betriebliche Qualität in der Leistungserbringung. Finanzielle Leistungsindikatoren Die Steuerung innerhalb des Deutsche Bank Konzerns basiert auf einem integrierten, konsistenten, konzerneinheitlichen Kennzahlensystem. Es verbindet Zielsetzung, Planung, operative Steuerung, Erfolgsmessung und Vergütung miteinander. Ziel dieses Steuerungsansatzes ist die Optimierung von Rentabilität und Effizienz. Die finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse und Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (Ergebnis vor Gewinnabführung/Verlustausgleich) nehmen dabei eine zentrale Rolle ein. Steuerungsprozess Die Aktivitäten werden auf der Grundlage eines Management-Informationssystems, dessen zentraler Bestandteil die betriebswirtschaftliche Rechnung nach Geschäftsfeldern ist, gesteuert. Der Renditeanspruch bemisst sich am RoE (Return on Equity) vor Steuern. Die variable Vergütung des Vorstands, der Führungskräfte und der Mitarbeiter der Postbank Filialvertrieb AG ist mit diesem Steuerungssystem eng verknüpft. Sie orientiert sich an den individuellen Zielen, den Ressortzielen und den Zielen des Deutsche Bank Konzerns, die am Ergebnis vor Steuern und an der CIR (Cost Income Ratio) gemessen werden. Das Senior Management (Vorstand und Regionalbereichsleiter) hat sowohl individuelle als auch Unternehmensziele. Die Unternehmensziele berücksichtigen u.a. Nachhaltigkeitselemente. Die individuellen Ziele sind zudem mit Balance Score Cards verknüpft, die u.a. auch ESG-KPIs (Environmental, Social und Governance-Key Performance Indicators) und Themen rund um Culture Control und Conduct beinhalten. Gleiches gilt für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Filialen, bei denen die Höhe der variablen Vergütung ebenfalls von einer Nachhaltigkeitsprüfung, bezogen auf das jeweilige Geschäftsjahr, abhängig ist. Wichtige Ereignisse in 2023 Auch in 2023 war der Krieg Russlands gegen die Ukraine das bestimmende externe Ereignis. Der seit Oktober eskalierte Konflikt im Nahen Osten verschärfte die Weltlage. Die daraus folgenden Einschränkungen u.a. in den Sektoren Energie und Transport sowie die Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftliche Lage spürten auch die Kunden der Postbank Filialvertrieb AG. Die weitere Erhöhung des zentralen Leitzinses als Reaktion der Europäischen Zentralbank auf die andauernd hohe Inflation, führte zu einer signifikanten Produktverschiebung bei der Gesellschaft. Die Nachfrage nach Sparprodukten stieg, während die nach Baufinanzierungen und Privatkrediten sank. Im Oktober wurden die Verträge zur Partnerschaft mit der Deutsche Post AG neu abgeschlossen. Im Zuge der zunehmenden Risiken aus der gewaltsamen Öffnung von Geldautomaten wurden unter Federführung und in enger Abstimmung mit der Deutsche Bank AG als Betreiberin der Selbstbedienungsautomaten weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit in den Selbstbedienungszonen eingeführt bzw. angestoßen. Im Berichtsjahr wurde die Umsetzung des IT-Projekts zur Migration der Kundendaten von Deutscher Bank und Postbank fortgeführt. Die Komplexität der Umsetzung schlug sich u.a. in längeren Bearbeitungszeiten im Back Office nieder und führte zu einer erhöhten Anzahl von Kundenbeschwerden, die auch in den Filialen ggü. den dortigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geäußert wurden. Investitionsschwerpunkte in 2023 Die Zugänge zum Anlagevermögen im Geschäftsjahr 2023 belaufen sich auf 23,5 Mio. € (Vorjahr: 16,5 Mio. €) und betreffen fast ausschließlich Investitionen im Rahmen der Verlagerung von Standorten, der umfassenden Modernisierung von Filialen bzw. der Anschaffung von Betriebs- und Geschäftsausstattung der Filialen. Filialentwicklung Die Postbank Filialvertrieb AG betrieb zum 31.12.2023 ein Filialnetz mit 555 Filialen (Vorjahr 618). Die Anpassung des Filialnetzes erfolgte unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Kriterien sowie unter Beachtung der Flächenabdeckung. Die Kundenberater aus den Schließungsstandorten wurden umliegenden Filialen zugeordnet. Dafür wurden In den Postbank Filialen in 2023 weitere Kundenberaterplätze neu eingerichtet bzw. hinsichtlich Diskretion und Klimatisierung optimiert. In 2023 zog die Postbank mit ihrer Schwestermarke Deutsche Bank an weiteren Standorten in Co- Lokationen zusammen, sodass die beiden Marken nunmehr in sechs Städten an einer gemeinsamen Adresse vertreten sind. Für die Kunden der Postbank werden auch dort die Services in gewohntem Umfang angeboten. Bei einigen Postbank Filialen erfolgte in 2023 zudem die Optimierung von Mietflächen durch Umzüge an neue Adressen mit einem neuem Filialdesign sowie die Schaffung eigenständig nutzbarer Mietflächen an gemeinsamen Standorten mit der Deutsche Post AG zur Sicherstellung der Unabhängigkeit von deren Immobilienstrategie. Dazu mussten auch Lager- oder Sozialräume in die unmittelbare Nähe der Filialflächen verlegt sowie neue Zugangswege geschaffen werden. Im Jahr 2023 erfolgte ein weiterer Schritt im Rahmen der Angleichung der Hard- und Software auf den Deutsche Bank-Standard. In den Vertriebsstandorten wurde der Hardware-Refresh für die Schalter- und Kundenberaterarbeitsplätze sowie der Drucker durchgeführt. Zudem wurde das Kundenberater-Frontend der Deutsche Bank AG eingeführt. Entwicklung der Qualität Ein wesentliches Ziel der Postbank Filialvertrieb AG ist es, den Anforderungen und Erwartungen ihrer Kunden gerecht zu werden sowie deren Zufriedenheit und Loyalität ggü. dem Unternehmen zu steigern. So konnten in 2023 sowohl die Anzahl der Google-Rezensionen (von Bank- und Nicht-Bankkunden) als auch die durchschnittliche Google-Sternebewertung ggü. 2022 trotz negativer Kundenauswirkungen bei der IT-Umstellung im Rahmen der durchgeführten konzernweiten Kundenmigration deutlich gesteigert werden. Kunden bewerteten vor allem die Hilfestellung der Filialen bei Fragen und Problemen rund um die Themen Online-/Mobile-Banking und Servicequalität positiv. Beim touch-point-basierten Net Promoter Score (NPS) stand in 2023 weiterhin der Rollout und die Anbindung aller Postbank Filialen an das NPS-System im Fokus. Kundenbewertungen zum Telefonservice (Erreichbarkeit / Qualität), langen Bearbeitungszeiten sowie fehlenden IT-Lösungen (Online- / Mobile Banking) insb. im ersten Halbjahr bewirkten einen Negativtrend dieses NPS in 2023 ggü. 2022. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2023 waren - ohne Auszubildende - nach Köpfen durchschnittlich 5.383 Mitarbeiter (Vorjahr: 5.812) beschäftigt. Davon waren - ohne Auszubildende - durchschnittlich 3.744 Angestellte (Vorjahr: 3.994). Daneben waren im Wege der Zuweisung im Jahresdurchschnitt 1.639 Beamte (Vorjahr: 1.818) der Deutsche Bank AG in der Postbank Filialvertrieb AG beschäftigt. Die Qualifizierungsmaßnahmen zur Steigerung der fachlichen und vertrieblichen Kompetenz der Führungskräfte und Mitarbeiter wurden auch 2023 fortgesetzt. In der ersten Jahreshälfte stand dabei die Einführung des neuen Berater-Frontends im Fokus der Schulungen. Im zweiten Halbjahr lag der Schwerpunkt auf der neuen Wertpapier-Beratungssoftware "Anlagekompass". Hierbei erhielten alle Wertpapierberater umfangreiche Trainingsmaßnahmen, bestehend aus Präsenztrainingstagen zur Beratungssoftware und zum Beratungsprozess, Selbstlerntagen zum Prozesshandbuch, einem Online- Standortbestimmungs-Test sowie Web-Based-Trainings zum Thema Anleihen- und Rentenprodukte. Die Führungskräfte in der Wertpapierberatung erhielten zusätzlich eine mehrtägige Schulung zu Qualitätsthemen in der Wertpapierberatung. Parallel wurden ganzjährig Basistrainings für neue Mitarbeiter und Führungskräfte angeboten und durchgeführt. Die Führungskräfte der Filialgebiete, bei denen das NPS-System eingeführt wurde, wurden in einer mehrtägigen Methodik- und Didaktik-Schulung qualifiziert. Mitarbeiterbefragung Im Jahr 2023 wurden eine Mitarbeiterbefragung (People Survey) sowie zwei Umfragen zur Unternehmenskultur durchgeführt. Die Ergebnisse aus dem People Survey liegen auf Regionsebene vor und wurden den entsprechenden Werten aus dem Jahr 2022 gegenübergestellt. In den Kerndimensionen Commitment und Enablement ist der jeweilige Zustimmungswert im Vergleich zum Vorjahr in fast allen Regionen zurückgegangen. Der Culture Pulse Index (dieser misst, inwieweit die Mitarbeiter ihre Arbeitsplatzkultur als positiv und i.S.d. geltenden Verhaltenskodex wahrnehmen) hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 2%-Punkte verschlechtert. Der Handlungsbedarf sowie übergreifende Themen rund um das Thema Führung wurden regionsspezifisch erarbeitet und durch zentrale Maßnahmen unterstützt. Entwicklung der Wirtschaft
Umfeld Bankenbranche
B. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage I. Ertragslage Vorjahresprognose Für das Geschäftsjahr 2023 hatte die Gesellschaft insgesamt ein weiterhin negatives Ergebnis erwartet. Das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern ging von -76,9 Mio.€ auf -119,6 Mio.€ zurück. Die Zunahme der Umsatzerlöse wurde im Wesentlichen durch belastende Effekte aus Restrukturierungsmaßnahmen überkompensiert. Umsatzerlöse Im Geschäftsjahr 2023 hat die Postbank Filialvertrieb AG einen Gesamtumsatz i.H.v. 540,9 Mio.€ erzielt. Der Umsatz liegt damit um 7,5 % über dem Vorjahreswert (503,2 Mio.€). Der Umsatz aus FDL liegt mit 477,8 Mio.€ um 67,5 Mio. € bzw. 16,5 % über dem Vorjahr (410,3 Mio. €). Der Anstieg resultiert aus der um 107,8 Mio. € gestiegenen Vergütung für Serviceleistungen / Bestandsarbeit infolge der Erhöhung des Vergütungssatzes. Demgegenüber ging die Vergütung für das Neugeschäft ggü. dem Vorjahr um -38,1 Mio. € zurück. Ursache hierfür waren u. a. die Probleme im Zuge der Kontenmigration in die Systeme der Deutsche Bank AG. Die Rückgänge in den Leistungsfeldern Giro, Wertpapiere und Versicherungen konnten durch die positive Entwicklung des Leistungsfelds Sparen i.H.v. 28,1 Mio.€ nur teilweise kompensiert werden. Die Umsätze im Bereich NDL liegen mit 9,7 Mio.€ um 2,7 Mio.€ unter dem Vorjahresniveau (12,4 Mio.€). Der Rückgang resultiert überwiegend aus Filialschließungen und der damit einhergehenden Reduzierung der Vertriebsoberfläche und Sortimentsstraffungen. Im Geschäftsfeld PDL liegt der Umsatz mit 53,4 Mio.€ um 27,1 Mio.€ unter dem Wert des Vorjahres (80,5 Mio.€). Der Rückgang resultiert aus einem vertraglich vereinbarten Rückgang der Fix-Vergütung Netzstabilität (Effekt -18,6 Mio. €) sowie aus Rückgängen bei der variablen Vergütung aufgrund von Filialschließungen sowie geringeren Umsätzen bei Produktverkäufen und Services aufgrund des veränderten Kundenverhaltens. Die Kunden nutzen inzwischen verstärkt die PDL-SB-Automaten (insb. für Pakete) sowie digitale Medien wie den WhatsApp Messenger oder E-Mail, statt den klassischen Brief.
Materialaufwand Die Position Materialaufwand gliedert sich in die Aufwendungen für bezogene Waren (3,5 Mio.€) und Aufwendungen für bezogene Leistungen (42,9 Mio.€). Der Aufwand für bezogene Waren ist gegenüber dem Vorjahr um 5,9 Mio. € gesunken. In 2023 werden im Wesentlichen Aufwendungen aus bezogenen Handelswaren ausgewiesen. Die im Vorjahr zusätzlich gezeigten Aufwendungen für Betriebs-, Büro und Hausbedarf werden seit dem Berichtsjahr in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind um 21,1 Mio.€ gegenüber dem Vorjahr gesunken. Im Vorjahr unter dieser Position gezeigte Aufwendungen für Instandhaltung und IT-Leistungen werden seit dem Berichtsjahr unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen gezeigt.
Personalaufwand Der Personalaufwand, ohne den Aufwand für die von der Deutsche Bank AG zugewiesenen Beamten, ist nach 265,9 Mio.€ im Vorjahr um 15,8 Mio. € bzw. 5,9 % auf 281,7 Mio.€ im Berichtsjahr gestiegen. Der Aufwand für die durch die Deutsche Bank AG zugewiesenen Beamten ist nach den Gliederungsvorschriften des Handelsgesetzbuches unter den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen (Personalleihe). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Berichtsjahr um 94,0 Mio.€ auf 326,6 Mio. € gestiegen. Die Zunahme resultiert im Wesentlichen aus Aufwendungen für Restrukturierung i.H.v. 61,0 Mio.€, denen in 2022 kein entsprechender Aufwand gegenübersteht. Ebenso werden seit dem Berichtsjahr unter der Position Aufwendungen für IC-Fuhrparkkosten sowie für EDV-Kosten ausgewiesen, die im Vorjahr unter dem Materialaufwand gezeigt wurden. Zinsergebnis Im Berichtsjahr wird die Veränderung des Zinsergebnisses um 45,2 Mio.€ durch die Effekte der Fair Value Bewertung des Deckungsvermögens i.H.v. 42,2 Mio. € und den Rückgang des Zinsaufwands für die Aufzinsung der Pensionsrückstellungen i.H.v. 4,4 Mio.€ geprägt. Jahresfehlbetrag/-überschuss Das Ergebnis nach Steuern von -110,2 Mio.€ (Vorjahr -112,8 Mio.€) wird gemäß Ergebnisabführungsvertrag i.H.v. 110,2 Mio.€ von der Deutsche Bank AG ausgeglichen (Vorjahr 112,8 Mio.€). II. Finanzlage Zum Bilanzstichtag beläuft sich das Eigenkapital der Postbank Filialvertrieb AG einschließlich der gesetzlichen Rücklage auf 37,1 Mio.€. Der Gesellschaft wurde insgesamt ein Kreditrahmen i.H.v. 220,0 Mio.€ eingeräumt. Am Bilanzstichtag beliefen sich die Guthaben bei Kreditinstituten auf 70,0 Mio.€. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Berichtsjahr jederzeit gewährleistet. Die Postbank Filialvertrieb AG ist in den Finanzverbund des Deutsche Bank Konzerns eingebunden. III. Vermögenslage Bilanzsumme Die Bilanzsumme ist um 46,9 Mio.€ bzw. 16,1 % auf 337,7 Mio.€ gestiegen. Anlagevermögen Die Investitionen zur Optimierung und zum Umbau des Filialnetzes wurden fortgeführt. Die Zugänge zum Anlagevermögen im Geschäftsjahr 2023 belaufen sich auf 23,5 Mio.€ (Vorjahr: 16,5 Mio.€) und betreffen fast ausschließlich die Anschaffung von Betriebs- und Geschäftsausstattung für das Filialnetz. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind um 24,8 Mio.€ auf 169,9 Mio.€ gesunken. Die Forderung aufgrund des Verlustausgleichs gegenüber der Deutsche Bank AG i.H.v. 110,8 Mio.€ ist in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten. Guthaben bei Kreditinstituten Die Guthaben bei Kreditinstituten betragen zum Stichtag 70,0 Mio. € (i. Vj. Verbindlichkeit) und bestehen gegenüber der Deutsche Bank AG. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Im Berichtsjahr wird wie im Vorjahr kein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen. Da der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellung den Fair Value des Deckungsvermögens um 21,4 Mio.€ übersteigt, erfolgt der Ausweis auf der Passivseite unter Rückstellungen. Eigenkapital Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag 37,1 Mio.€. Das Ergebnis nach Steuern i.H.v. -110,2 Mio.€ (Vorjahr: -112,8 Mio.€) wird gemäß Ergebnisabführungsvertrag von der Deutsche Bank AG übernommen. Rückstellungen Die Rückstellungen sind um 54,9 Mio.€ auf 197,0 Mio.€ gestiegen. Die Pensionsrückstellung wird mit dem Deckungsvermögen verrechnet. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Bildung einer Rückstellung für Maßnahmen im Zuge der im Oktober 2023 unterzeichneten Verträge mit dem Kooperationspartner Deutsche Post AG i.H.v. 55,1 Mio.€. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gingen um 8,0 Mio.€ zurück und belaufen sich am Bilanzstichtag auf 103,6 Mio.€ (Vorjahr: 111,6 Mio.€). Die Abnahme resultiert im Wesentlichen aus den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (i. Vj. 73,6 Mio.€), denen im Berichtsjahr ein Guthaben bei Kreditinstituten gegenübersteht. Gegenläufig nahmen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 62,5 Mio.€ auf 96,3 Mio.€ zu. Gesamtaussage Geschäftslage 2023 Das Unternehmen befindet sich zum Abschlussstichtag in finanziell und wirtschaftlich geordneten Verhältnissen und verfügt unter Berücksichtigung des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags über eine solide Kapitalausstattung. Kennzahlen Ertragslage
Nachtragsbericht Bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses sind keine weiteren Vorgänge bzw. Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentlichen Einfluss auf den Jahresabschluss 2023 und die künftige Entwicklung der Postbank Filialvertrieb AG haben. Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB Der Aufsichtsrat der Gesellschaft beschloss im Jahr 2021 Zielwerte für den Frauenanteil in den Gremien der Gesellschaft, die bis zum 31.12.2025 zu erreichen sind. Für den Aufsichtsrat der Gesellschaft sind dies 33,33% und für den Vorstand der Gesellschaft mindestens eine Frau. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft bestand zum 31.12.2023 aus 12 Mitgliedern, davon 6 Frauen (50%). Der Vorstand der Gesellschaft hatte in 2023 ein weibliches Mitglied. In 2021 beschloss der Vorstand der Gesellschaft einen Frauenanteil von 20% für die erste Führungsebene unterhalb des Vorstands und von 20% für die zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands, die bis zum 31.12.2025 zu erreichen sind. Im Jahresdurchschnitt waren 2023 ca. 20% der Beschäftigten auf der ersten und zweiten Führungsebene Frauen. C. Chancen-/Risikoberichterstattung Überblick über die Risikolage Der Schwerpunkt des Risikoprofils der Postbank Filialvertrieb AG liegt zum einen in der Zugehörigkeit zum Privatkundenbereich der Deutsche Bank AG. Dieser hat seinen Fokus auf dem Kredit- und Einlagengeschäft mit Privatkunden. Des Weiteren ist die Zusammenarbeit mit der Deutsche Post AG von Bedeutung. Der Vertrieb von Postdienstleistungen und Postprodukten (PDL) steht hier im Fokus. Die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) wirkt sich auf die Postbank Filialvertrieb AG und deren Kundengeschäft aus. Zudem bestehen vom Internet geprägte Trends, die das Filialgeschäft beeinflussen. Das Internet und die Digitalisierung haben Einfluss auf das PDL-Geschäft. Einerseits findet eine Substitution im Briefgeschäft (E-Mail) bzw. eine Zunahme der Online-Frankierung statt. Andererseits erfolgt durch den eCommerce-Boom ein Zuwachs im Paketgeschäft, dem u.a. mit einer erhöhten Anzahl von Paketautomaten begegnet wird. Die Anzahl der Retouren bleibt weiterhin hoch. Für die Filialen bedeutet dies weiterhin rückläufige Briefmengen und eine rückläufige Anzahl in der Paketausgabe bei konstanter Zahl an Retouren-Annahmen. Ursachen für weitere Geschäftsrisiken können u.a. volkswirtschaftliche Veränderungen und politische Entscheidungen sein, die ein geändertes Kundenverhalten zur Folge haben. So z.B. der sich verstetigende Trend zur Digitalisierung und das Wachstum im Online-Handel in einem verkürzten Zeitintervall durch ein nachhaltig verändertes Kundenverhalten mit Wirkung auf das Postgeschäft und die Frequentierung von Postbank Filialen. Im Bereich Bankprodukte (FDL) besteht ein latentes Ertragsrisiko aufgrund der Unterdeckung bei der Besetzung der Kundenberaterposten. aufgrund von Fluktuation und Arbeitsmarktlage. Der Divisional Control Office Bereich (DCO) hat den Gesamtblick auf die Operational Risk Management Aktivitäten der Postbank Filialvertrieb AG und unterstützt diese bei den identifizierten Non Financial Risk Themen. Dem Vorstand werden regelmäßig Berichte zur laufenden Schadensentwicklung zur Verfügung gestellt und ggf. kritische Trends aufgezeigt. Ferner werden auf Grundlage der monatlichen Geschäftsentwicklung Planabweichungen an den Vorstand der Gesellschaft und den Bereich Controlling der Deutsche Bank AG berichtet sowie regelmäßige Forecasts erstellt. Unmittelbar im Einflussbereich der Postbank Filialvertrieb AG sind operationale Risiken, die sich aus dem Filialgeschäft ergeben. Risikomanagement, Ziele und Methoden Die Risikostrategie der Postbank Filialvertrieb AG leitet sich aus der Risikostrategie des Deutsche Bank Konzerns ab und steht im Einklang mit übergeordneten Unternehmens- und Geschäftszielen. Das Divisional Control Office (DCO) nutzt die Instrumente aus dem Framework des Deutsche Bank Konzerns in Bezug auf Non Financial Risk. Operationelle Risiken werden - in Anlehnung an Basel III - definiert als die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder von externen Ereignissen eintreten. Die Postbank Filialvertrieb AG ist nach der Integration der Deutsche Postbank AG in den Deutsche Bank Konzern in das operationelle Risikomanagement der Deutsche Bank AG eingebunden worden. Aktuell werden alle Schadensfälle von den dezentral Zuständigen in den Filialgebieten an die zentrale Stelle gemeldet. Schäden bzw. Schadenspotentiale werden von dort an den Bereich DCO Eventmanagement Private Bank Germany zur Erfassung in der Schadenfalldatenbank der Deutsche Bank AG gesendet. Im Jahr 2023 wurden keine kritischen Fälle gemeldet. Prozessual sind systemgestützte zusätzliche Legitimationsprozesse zur Verhinderung betrügerischer Abhebungen in Postbank Filialen etabliert. Zur Reduzierung der Abhängigkeit der Filialen von Werttransportunternehmen werden grundsätzlich mehrere Dienstleister verpflichtet. Deren Anzahl hat sich in 2023 nicht geändert. In den Verträgen mit diesen Unternehmen ist als Notfallkonzept die Mitversorgung benachbarter Gebiete vereinbart. Ausfälle einzelner Unternehmen sind somit abgesichert. Die Postbank Filialvertrieb AG setzt auf eine zukunftsweisende Technologie in der Bargeldversorgung und -disposition. Durch zentrale Planung und Beauftragung werden die Mitarbeiter von Tätigkeiten als Bargeldakteure befreit. Gleichzeitig übernehmen spezialisierte Unternehmen das Bargeldhandling, wodurch sich das Überfallrisiko deutlich reduziert, da kein Mitarbeiter einem Täter den Zugang zum Bargeld verschaffen kann (Schließung Bargeldkreislauf). Durch die Verwendung sog. Fat Clients an den Frontends der Filialen wird zudem ein zentraler Systemausfall in Kernrechenzentren des Dienstleisters in zeitlich begrenztem Rahmen abgesichert. Für längerfristige Systemausfälle besteht zudem als Notfallkonzept ein händischer Verkaufs- und Buchungsprozess. Neben den konzerneinheitlichen Maßnahmen und Prüfungen durch die Konzernrevision werden in der Postbank Filialvertrieb AG regelmäßig und anlassbezogen Filialkontrollen durch das zuständige Aufgabengebiet der Deutsche Bank AG durchgeführt. Chancen Durch die im Oktober 2023 unterzeichneten Verträge mit dem Kooperationspartner Deutsche Post AG wurde die Fortsetzung der Zusammenarbeit vereinbart. Damit ist auch zukünftig eine kontinuierliche Kundenfrequenz in den Filialen mit entsprechenden Chancen zur Gewinnung von Neukunden und zur Erzielung zusätzlicher Erträge im Geschäftsfeld FDL gewährleistet. Aufgrund der Kehrtwende in der Zinspolitik wird im Geschäftsfeld FDL trotz des weiterhin schwierigen Marktumfeldes und der anhaltenden Inflation eine Umsatzsteigerung erwartet. Hierzu soll neben den bisherigen Schwerpunkten in den Bereichen Giro, Privatkredit und Eigene-4-Wände auch das sonstige Provisionsgeschäft und das Einlagengeschäft beitragen. Die Auswirkungen der Inflation sowie des Krieges in der Ukraine und des Nah-Ost-Konflikts auf die Weltwirtschaft könnten die Erreichung der finanziellen Ziele der Gesellschaft beeinträchtigen. Während es noch zu früh ist, endgültig die Effekte und Reaktionen der Regierungen darauf zu prognostizieren, könnte der Deutsche Bank Konzern in erheblicher Weise durch einen anhaltenden Abschwung von lokalen, regionalen oder globalen wirtschaftlichen Bedingungen negativ beeinflusst werden. Angesichts dieser Ungewissheit über die Dauer und die Marktauswirkungen von Inflation und Krieg, berücksichtigen sämtliche zukunftsgerichtete Annahmen daher derzeit keine möglichen Auswirkungen hieraus und quantifizieren keine möglichen negativen Effekte. Eine Auswirkung auf die Einflussfaktoren der wichtigsten Leistungsindikatoren und Risikokennzahlen der Postbank Filialvertrieb AG kann allerdings nicht ausgeschlossen werden. D. Prognosebericht und Ausblick Der folgende Abschnitt gibt einen Überblick über die Erwartungshaltung für das Geschäftsjahr 2024 hinsichtlich der Entwicklung von Weltwirtschaft und Bankenbranche. Die in den Modellen verwendeten Annahmen werden in den jeweiligen Abschnitten separat erläutert. Entwicklung der Wirtschaft
Es gibt eine Reihe von Risiken beim globalen Wirtschaftsausblick. Die geopolitischen Risiken in der Ukraine und im Nahen Osten sind nach wie vor hoch. Die strategische Rivalität zwischen den USA und China könnte sich möglicherweise noch verschärfen. Die mögliche Zunahme der Abhängigkeiten zwischen Krisenherden könnte die Auswirkungen auf die Märkte verstärken. Im Jahr 2024 finden wichtige Wahlen in vielen Teilen der Welt, darunter den USA und der EU, statt, und die damit zusammenhängenden Nachrichten könnten durchaus das Potenzial haben, die Märkte zumindest kurzfristig zu beeinflussen. Die Bankenbranche Die globale Bankenbranche wird in 2024 möglicherweise größeren Herausforderungen gegenüberstehen als im Vorjahr, als das operative Umfeld relativ günstig war. Die Zinssätze dürften in den großen Volkswirtschaften ihren Höhepunkt erreicht haben und könnten ab dem Frühjahr sinken. Dies könnte mittelfristig Druck auf die Nettozinsmargen ausüben und eine kurzfristige Entlastung durch niedrigere Refinanzierungskosten mit sich bringen. Die Qualität von Vermögenswerten könnte sich gegenüber ihrem aktuellen Niveau leicht verschlechtern, wenn sich deutlich höhere Zinssätze stärker im Privatsektor bemerkbar machen und in finanziellen Schwierigkeiten befindliche Kreditnehmer zunehmenden Refinanzierungsrisiken ausgesetzt sind, vor allem an den Märkten für Gewerbeimmobilien. Gleichzeitig kann sich durch eine gedämpfte Realwirtschaft in Industrieländern die Kreditnachfrage bei Unternehmen und Haushalten weiter abschwächen, bis sie sich im Jahresverlauf stabilisiert, und die Kreditvolumina könnten sich leicht reduzieren. Die Kapitalmärkte könnten nach zwei Jahren mit gedämpften Aktivitäten einen zyklischen Aufschwung erleben. Europäische Banken könnten weiterhin von den deutlich höheren Zinssätzen profitieren, wenngleich die damit verbundenen negativen Effekte zunehmen werden. Aufgrund der erheblichen Unsicherheiten in Bezug auf das Tempo und Ausmaß des Inflationsrückgangs wird auch hinsichtlich des Zeitpunkts und Umfangs der ersten EZB-seitigen Zinssenkungen von wechselnden Annahmen ausgegangen. Gleichermaßen könnten angesichts der bevorstehenden Neuwahlen von Europäischer Kommission und Europäischem Parlament sowie der Entwicklungen in einzelnen EU-Mitgliedstaaten und des drohenden Voranschreitens der geopolitischen Fragmentierung die Unsicherheiten in Bezug auf die Fiskal- und Wirtschaftspolitik zunehmen. Allerdings sollte die Bankenbranche weiterhin aus einer Position der Stärke heraus agieren, da die Erträge trotz eines langsameren Wachstums weiterhin hoch sind und sich die Profitabilität nah bei dem aktuellen Rekordniveau halten dürfte. Die Kapitalquoten könnten sich leicht erhöhen, während die spezifischen Auswirkungen der Umsetzung der Basel III- /Basel IV-Anforderungen in der EU deutlich werden sollten. Gleichwohl werden sich zusätzliche Verbesserungen von Profitabilität und Kapital wohl schwerer umsetzen lassen. In den USA könnte die Wirtschaft in der ersten Jahreshälfte in eine leichte Rezession rutschen, und die Federal Reserve könnte die Zinssätze im Jahr 2024 stärker senken als die EZB, was die Belastung durch nicht realisierte Wertpapierverluste in den Bilanzen der Banken unter Umständen verringert. Wie auch in Europa könnte die geldpolitische Unsicherheit vor den Präsidentschaftswahlen in den USA im November zunehmen. Hinsichtlich der Umsetzung der Basel IV-Anforderungen und insbesondere der strengeren Anforderungen an Regionalbanken nach den Marktverwerfungen im März 2023 herrscht jedoch mehr Klarheit. Dies könnte das Wachstum dieser Banken verlangsamen und den Aufbau von Kapital sowie die Stärkung der Liquidität in den Fokus rücken. Dennoch sollte die branchenweite Profitabilität hoch bleiben. Banken in China und Japan könnten aufgrund des mäßigen Wirtschaftswachstums und der niedrigen beziehungsweise Nullzinsen weiterhin mit Gegenwind zu kämpfen haben, wenngleich für das Frühjahr eine erste Zinsanhebung in Japan erwartet wird. Insbesondere chinesische Banken sind voraussichtlich von der anhaltenden Krise im inländischen Immobilienmarkt betroffen. Dennoch sind die genauen Auswirkungen angesichts der wichtigen Rolle, die die Behörden möglicherweise bei der Problemlösung spielen, schwer vorherzusagen. In 2024 werden die Europäische Kommission, das Europäische Parlament und die EU-Mitgliedstaaten ihren Fokus darauf legen, so viele ausstehende Rechtsakte wie möglich abzuschließen, da im Juni 2024 die Wahlen des Europäischen Parlaments anstehen und im Oktober 2024 eine neue Europäische Kommission ernannt wird. Zu den ausstehenden Themen zählen der Rechtsakt zur Börsennotierung, die Kleinanlegerstrategie (Retail Investment Strategy), der digitale Euro, Open Finance, die Richtlinie über die Sorgfaltspflichten von Unternehmen im Hinblick auf Nachhaltigkeit, eine Revision des Rahmenwerks für Zahlungsdienste, eine Revision des European Markets Infrastructure Framework (EMIR 3.0), die Verordnung zu Referenzwerten und schließlich die Verlängerung der Ausnahme für Referenzwerte aus Drittstaaten in der EU-Verordnung zu Referenzwerten bis Dezember 2025. In den USA richtet sich die meiste Aufmerksamkeit auf den Vorschlag der US-amerikanischen Behörden, das Basel III-Paket im US-amerikanischen Rahmenwerk zu implementieren. Der Vorschlag hebt die Kapitalanforderungen für Banken mit einem verwalteten Vermögen von über 100 Mrd. US-$ an und schafft einen Großteil der Differenzierung zwischen den Anforderungen der Finanzinstitute ab, die nicht global systemrelevante Banken mit Sitz in den USA im Hinblick auf Größe und Komplexität sind. Filialentwicklung Die Strategie sieht auch 2024 die Optimierung des Filialnetzes vor. Dazu gehört u.a. die sukzessive Etablierung von Standorten mit Konzentration auf die FDL-Kundenberatung. Auch sind weiterhin Mietflächenoptimierungen, Verlagerungen sowie neue bzw. die Optimierung bestehender Kundenberaterplätze vorgesehen. Neben den baulichen Aspekten und der kontinuierlichen Optimierung der betrieblichen Abläufe und Prozesse, liegt im Jahr 2024 auch weiterhin ein Fokus auf der Modernisierung der Filial-Infrastruktur. So ist u.a. eine Harmonisierung der Netzwerk-Komponenten und der Provider-Anbindung geplant. Mit dem Ziel, die Zusammenarbeit der Vertriebe zu stärken und das Vertriebsmanagement zu optimieren, werden auf der Regions- und Filialgebietsebene die regionalen Vertriebsstrukturen der Postbank Filialvertrieb AG an die Strukturen der Deutschen Bank AG angepasst. In den beiden Marken Postbank und Deutsche Bank wird der Vertrieb dann deckungsgleich in vier Regionen organisiert sein. Diese Anpassungen treten zum Jahresstart 2024 in Kraft. Qualität Der Fokus der filialbezogenen Qualitätssteuerung liegt in 2024 weiterhin auf der Verbesserung der Google-Bewertungen (von Bank- und von Nicht-Bankkunden) sowie dem vollständigen Rollout des Systems Net Promoter Score (NPS) in den Postbank Filialen. Nachdem im Rahmen der Steuerung ab 2023 die Google-Bewertungen in das Digitale Vertriebsreporting (DVR) und in die Verzielung der leitenden Vertriebsführungskräfte zur Abbildung der Kundenzufriedenheit integriert wurden, ist dies für den NPS ab 2025 geplant. Umsatz und Vertriebserfolg Die Jahresplanung 2024 geht u.a. aufgrund abgeschlossener IT-Maßnahmen und von Vertriebsfördermaßnahmen (z.B. flächendeckender Fernabsatzprozess) grundsätzlich von steigenden Umsatzerlösen im Vergleich zu 2023 aus. Allerdings lassen der Ukraine-Krieg und auch der Nah-Ost-Konflikt bislang nicht absehbare Auswirkungen, insb. im Wertpapiergeschäft, erwarten. Durch die Verträge mit der Deutsche Post AG und den darin vereinbarten Regelungen zu den pauschalisierten Zahlungen, dem veränderten Kundenverhalten in der Nutzung von PDL-Services sowie weiteren Veränderungen im Filialnetz werden die Umsatzerlöse PDL in 2024 im Vergleich zu 2023 voraussichtlich weiter zurückgehen. Eine Substitution des Rückgangs im Briefgeschäfts kann durch den Zuwachs im Paketgeschäft (aufgrund eCommerce) nicht kompensiert werden. Dieser Trend wird sich zukünftig weiter verstärken. Durch die Kehrtwende in der Zinspolitik wird im Geschäftsfeld FDL eine Umsatzsteigerung erwartet. Hierzu sollen neben den bisherigen Schwerpunkten aus den Bereichen Ratenkredit sowie Versichern und Vorsorgen auch das Provisions- und Einlagengeschäft sowie die fortgesetzte Spezialisierung von Vertriebspersonal weiter beitragen. Darüber hinaus wird der Fokus noch einmal mehr auf das Thema Zusammenarbeit / Weiterleitung gelegt. Die Erwartungen im Geschäftsfeld NDL gehen für 2024 im Vergleich zu 2023 von weiter rückläufigen Umsatzerlösen aus. Der Rückgang resultiert insb. aus den fortgesetzten Filialschließungen und der damit einhergehenden Reduzierung der Vertriebsoberfläche sowie der Herausnahme des Services SCHUFA Bonitäts Auskunft zum Jahresbeginn 2024. Im größten Teil der Postbank Filialen wird auch zukünftig das volle PDL-Spektrum vertrieben werden. Die Verträge zwischen der Deutsche Post AG und der Deutsche Bank AG für die Marke Postbank bieten eine langfristige Perspektive für die weitere Zusammenarbeit. Daraus resultiert weiterhin eine kontinuierliche Kundenfrequenz in den Filialen, mit entsprechenden Chancen zur Gewinnung von Neukunden und zur Erzielung zusätzlicher Erträge in den Geschäftsfeldern FDL und NDL. Für das Jahr 2024 wird auf Basis der Jahresplanung eine deutlich rückläufige Entwicklung der Kosten erwartet. Der Rückgang resultiert zum Großteil aus den im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren Kosten für strategische Projekte, den Anpassungen aufgrund der Verträge mit der Deutsche Post AG sowie dem weiter anhaltenden Bemühen um eine ständige Kostenoptimierung. Ausblick Im Rahmen der Verhandlungen mit dem Kooperationspartner Deutsche Post AG haben sich die Parteien auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit unter angepassten Rahmenbedingungen geeinigt. Im Filialnetz werden mit einer Übergangszeit bis 2026 zukünftig an 200 Standorten ergänzend zu FDL auch PDL angeboten. Darüber hinaus wird an bis zu 100 weiteren Standorten ein neues Filialformat mit Schwerpunkt auf persönlicher FDL-Beratung etabliert. Die bisher durch die Deutsche Post AG bereitgestellten IT- und Operations-Dienstleistungen werden künftig durch die Deutsche Bank AG erbracht. Die Veränderungen im Filialnetz sind eingebettet in ein übergreifendes Transformationsprogramm mit der Zielsetzung, dem geänderten Kundenverhalten durch deutliche Verstärkung der Digitalisierung Rechnung zu tragen. Hierzu gehört auch, dass künftig in den Filialen Schalterkräfte und Kundenberater die Kunden in digitalen Anliegen unterstützen sollen. Kundenberater sollen künftig auch in sog. Regionalen Beratungscentern für eine Digitalberatung eingesetzt werden. Zur Umsetzung der personalwirtschaftlichen Veränderungen wurden im vierten Quartal 2023 Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern aufgenommen. Der Abschluss der Verhandlungen sowie die Erstellung eines Interessenausgleichs wird für das zweite Quartal 2024 erwartet. Die Ausrichtung auf das FDL-Geschäft im Deutsche Bank Konzern mit der Marke Postbank, ergänzt um Produkte der Deutsche Bank AG, die Umsetzung der Verträge mit der Deutsche Post AG, die vertriebliche Nutzung der Kundenfrequenz in den Filialen und eine fortgesetzte, strenge Kostendisziplin bilden weiterhin die Grundlage des Geschäftsmodells der Gesellschaft. Das Ergebnis der Postbank Filialvertrieb AG wird durch eine weiterhin stark ausgeprägte vertriebliche Fokussierung - vor allem im Bereich des Bankgeschäfts - sowie durch weitere Kostenoptimierungen, die die Ertragsimplikationen aus dem Umbau des Filialnetzes weitmöglichst kompensieren, geprägt sein. Insgesamt erwartet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2024 ein negatives Ergebnis. Wesentliche Risiken, die sich kurz- und mittelfristig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage negativ auswirken, sind zum Berichtszeitpunkt nicht erkennbar.
Bonn, den 03. Juni 2024 Postbank Filialvertrieb AG Markus Belt, Vorstand Thorsten De Paoli Peppler, Vorstand Klaus Klug, Vorstand Frank Pöppinghaus, Vorstand Dr. Tatjana Schierack, Vorstand Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt Wir, die EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben unsere Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung im Auftrag der Gesellschaft vorgenommen. Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§ 325 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an die Gesellschaft und wurde zu deren interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von freiwilligen Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden. Unserer Tätigkeit liegt unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung einschließlich der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2017 zugrunde. Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht. Wer auch immer das in vorstehendem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert. Bericht des Aufsichtsratsder Postbank Filialvertrieb AGDer Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat den Vorstand der Postbank Filialvertrieb AG (nachfolgend auch: Gesellschaft) kontinuierlich überwacht sowie beratend begleitet. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen unmittelbar eingebunden. Im Geschäftsjahr 2023 hat sich der Aufsichtsrat in drei Sitzungen über die Lage und die strategische Ausrichtung der Gesellschaft, den Geschäftsverlauf, die Planung sowie die Risikolage unterrichten lassen. Die einzelnen Themen hat er intensiv hinterfragt und diskutiert. Soweit aufgrund gesetzlicher Regelungen oder aufgrund von Bestimmungen in den Statuten der Gesellschaft erforderlich, hat der Aufsichtsrat zu den Vorschlägen des Vorstands nach eingehender Prüfung und Beratung ein Votum abgegeben. Darüber hinaus stand der Vorstand mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats in regelmäßigem Kontakt und hat ihn über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage, wesentliche Geschäftsvorfälle und anstehende Entscheidungen unterrichtet. In der Besetzung des Aufsichtsrats hat es folgende Veränderungen gegeben: Mit Ablauf des 31.12.2022 hat Herr Achim Kuhn sein Mandat als Mitglied des Aufsichtsrats niedergelegt. Für ihn wurde mit Wirkung ab 17.03.2023 Herr Dr. Jan Wiedei zum Mitglied des Aufsichtsrats gewählt. Herr Philipp Gossow hat sein Mandat als Mitglied und Vorsitzender des Aufsichtsrats und alle damit verbundenen Ämter mit Wirkung zum Ablauf des 31.10.2023 niedergelegt. Als sein Nachfolger wurde in der außerordentlichen Hauptversammlung am 30.10.2023 Herr Dr. Dominik Hennen mit Wirkung ab 01.11.2023 zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt. In der Aufsichtsratssitzung am 06.11.2023 wurde Herr Dr. Hennen mit sofortiger Wirkung zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Herr Bernd Rose und Herr Mario Materne sind zum 30.11.2023 aus dem aktiven Dienst der Postbank Filialvertrieb AG ausgeschieden. Für Herrn Rose rückt Frau Kübra Kyei als gewähltes Ersatzmitglied in den Aufsichtsrat nach. Als Nachfolger für Herrn Materne wurde Herr Mario Di Benedetto mit Wirkung ab 01.12.2023 gerichtlich zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt. In der Besetzung des Vorstands hat es keine Veränderungen gegeben. Die von der Hauptversammlung am 01.08.2023 zum Abschlussprüfer gewählte EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den Jahresabschluss einschließlich des Lageberichts für das Geschäftsjahr 01.01. - 31.12.2023 geprüft und einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Jahresabschluss, der Lagebericht sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vorgelegen und wurden vom Aufsichtsrat geprüft. Der Abschlussprüfer hat über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und Fragen beantwortet. Der Aufsichtsrat nimmt das Ergebnis der Prüfung des Geschäftsjahrs 01.01. - 31.12.2023 nach Einsicht des Berichts des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung hat der Aufsichtsrat keine Einwände und billigt den Jahresabschluss der Postbank Filialvertrieb AG, der damit festgestellt ist. Zwischen der Postbank Filialvertrieb AG und der Deutsche Bank AG besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Nach Verlustübernahme durch die Deutsche Bank AG ist das Ergebnis ausgeglichen. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft für die geleistete Arbeit im Berichtsjahr.
Bonn, 18.06.2024 Dr. Dominik Hennen, Vorsitzender des Aufsichtsrats |
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