Stammdaten

Register
Amtsgericht Krefeld HRB 10576
Vorher
TECH-MACHINE Ex- & Import GmbH
Eingetragen
15.12.1983
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Maschinen (ohne landwirtschaftliche Maschinen und Büromaschinen) und technischem Bedarf a. n. g.Großhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehör
Gegenstand
Der Export von technologischen und technischen Ausrüstungen, der Export und Import von Waren aller Art, Ersatzteildienst, Wartung und Instandhaltung von technischer Ausrüstung im In- und Ausland durch Dritte, Vermittlung von Joint Ventures, Arrangieren von internationalen Reisegruppen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Bikai Qiao
seit 11.2.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Shanxi Taigang Stainless Steel Co. Ltd.CHN
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Shanxi Taigang Stainless Steel Co. Ltd.
China
630000
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

TISCO Europe GmbH

Willich

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

Die Vorgängergesellschaft der TISCO Europe GmbH wurde 1994 als TECH-MACHINE Ex- & Import GmbH gegründet. In 2005 wurde sie von der Taigang Group International Trade Co. Ltd ., die eine 100%ige Tochtergesellschaft des Edelstahlproduzenten Taiyuan Iron & Steel (Group) Co. Ltd. (TISCO) ist, übernommen und in TISCO Europe GmbH umfirmiert. Im Mai 2017 hat ein weiterer Gesellschafterwechsel stattgefunden. Der neue Gesellschafter ist die Shanxi Taigang Stainless Steel Co. Ltd ., die wiederum eine 63,07%ige Tochtergesellschaft des Edelstahlproduzenten Taiyuan Iron & Steel (Group) Co. Ltd. (TISCO) ist.

Während sich das Kerngeschäft vor der Umfirmierung im Wesentlichen auf den Export von Maschinen und Anlagen beschränkte, wurde nach der Umfirmierung der Geschäftsbereich Edelstahl kontinuierlich aufgebaut, in dem die Gesellschaft als Vertriebsgesellschaft agiert.

Heute umfassen unsere Hauptgeschäftsfelder den Geschäftsbereich Stahl, der den Edelstahl, den Siliziumstahl und Kohlenstoffstahl beinhaltet und den Geschäftsbereich technische Ersatzteile und Rohstoffe im weitesten Sinne.

Im Geschäftsbereich Stahl wird größtenteils der europäische Markt mit Produkten aus der Produktion des chinesischen Mutterkonzerns beliefert, wobei Lieferungen größtenteils als Streckengeschäft abgewickelt werden.

Der Geschäftsbereich technische Ersatzteile und Rohstoffe versorgt dagegen die Unternehmen des ehemaligen Mutterkonzerns mit produktionsrelevanten Ersatzteilen und Anlagen sowie Gießpulver, Elektroblechlack und Zwischenlagepapier aus europäischer Herstellung. Lieferungen werden teils als Streckengeschäft, teils als Lagergeschäft abgewickelt.

Unsere beiden Geschäftsfelder sind in eine divisionale Organisationsstruktur eingebettet. Beschaffung, Logistik und Vertrieb sind in den jeweiligen Bereichen gebündelt, während das Back Office die Buchhaltung und die allgemeine Administration umfasst.

B. Wirtschaftsbericht

1. Entwicklung der Branche und Gesamtwirtschaft

2023 war weiterhin ein schwieriges Jahr für die ganze Welt. Der Russisch-Ukrainische Krieg und der Krieg im Gazastreifen mit den Auswirkungen des Zwischenfalles im Roten Meer führten zu gestiegenen Produktionskosten und Seefrachtkosten von China nach Europa und brachten den Edelstahlmarkt in große Schwierigkeiten. In den ersten drei Quartalen 2023 war die nicht-rostende Rohstahlproduktion global um 2,5% auf 42,6 Mio. Tonnen gestiegen, China dagegen konnte einen Anstieg von circa 13,4% verzeichnen. Der Nickel-Durchschnittspreis im Jahr 2023 ist im Vergleich zum Vorjahr um 16,12% auf 21.505 USD/Tonne gesunken.

Der Legierungszuschlags-Durchschnittspreis des Werkstoffs 304 ist im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 17,5% gesunken, der des Werkstoffs 316 um 6,6% gesunken.

Die EU-Anti-Dumping-Zölle auf kaltgewalztes und warmgewalztes nichtrostendes Material für die importierten Waren aus China beschränkt unser Markt. Es verbleibt uns im Jahr 2023 weiterhin nur das Segment Quarto-Bleche, um im EU-Markt wettbewerbsfähig zu sein. Der Konflikt im Roten Meer führt zu längeren Lieferzeiten und hohen Transportkosten, das führt zu höheren Preisen für die Kunden. Der Russisch-Ukrainische Krieg verursachte in der EU steigende Rohmaterialkosten und führte zu der Rückgewinnung von Bestandskunden.

Der Geschäftsbereich Ersatzteile und Rohstoffe ist - trotz grundsätzlich gegensätzlicher Ausrichtung - eng mit der Edelstahlmarktentwicklung verknüpft, da die Nachfrage in diesen Bereichen im Wesentlichen durch die Edelstahlproduktion der verbundenen Unternehmen in China bestimmt ist. Aufgrund konzerninterner Umstrukturierung haben sich die Anfragen aus Konzerngesellschaften erst ab Mai langsam normalisiert.

Die gestiegenen Einkaufspreise, basierend auf der Rohstoffverknappung sowie daraus resultierenden schlecht kalkulierbaren Lieferzeiten, hemmten zusätzlich den Geschäftsbetrieb. Neben den Auswirkungen des Ukrainekriegs haben auch der Krieg im Gazastreifen und die damit verbundenen Angriffe der Huthi auf Handelsschiffe im Roten Meer einen negativen Einfluss auf die Weltwirtschaft und unser Unternehmen. Die Frachtpreise steigen, der Frachtraum verknappt sich und durch den Umweg über das Kap der Guten Hoffnung verlängern sich die Lieferzeiten. Somit verteuern sich auch die Luftfrachttransporte und Transporte per Zugverkehr nach Asien, die die Lieferzeiten verkürzen könnten und sind abhängig von der Art des Materials, das durch die Transitländer gefahren werden darf.

2. Geschäftsverlauf

2.1. Leistungsindikatoren Umsatz- und Auftragsentwicklung

Der Gesamtumsatz ist gegenüber dem Vorjahr um 57,6% bzw. TEUR 18.612 auf TEUR 13.722 (Vorjahr TEUR 32.334) gesunken.

Auftragseingänge im Geschäftsbereich Stahl sind gegenüber dem Vorjahr um 17% auf 8.654 Tonnen gesunken, davon werden 1.508 Tonnen im Jahr 2024 ausgeliefert.

Der Umsatz des Stahlgeschäfts im Jahr 2023 beträgt TEUR 7.616 (Vorjahr TEUR 25.524). Das Rohergebnis ist um 83% auf TEUR 224 (Vorjahr TEUR 1.318) stark gesunken.

Die Auftragseingänge im Rohstoffbereich sind im Berichtsjahr signifikant auf TEUR 7.274 (Vorjahr TEUR 861) gesunken. Die Auftragseingänge im Bereich Ersatzteile sind weiter auf TEUR 175 (Vorjahr TEUR 894) gesunken.

Der Umsatz im Rohstoff- und Ersatzteilbereich in 2023 beträgt TEUR 6.089 (Vorjahr TEUR 6.791). Das Rohergebnis ist entsprechend um 45,5% auf TEUR 266 (Vorjahr TEUR 487) gesunken.

2.2. Beschaffung

Der Hauptlieferant der vertriebenen Stahlprodukte ist die Shanxi Taigang Stainless Steel Co., LTD, China, unser 100% Gesellschafter.

Die Produkte für die Bereiche Rohstoffe und Ersatzteile werden von verschiedenen konzernfremden Lieferanten bezogen.

2.3. Investitionen

Es wurden keine wesentlichen Investitionen getätigt. In 2023 wurden primär Maßnahmen zur Erhaltung und Reparatur durchgeführt.

Für das kommende Geschäftsjahr sind keine wesentlichen Investitionen geplant.

2.4. Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt ausschließlich konzernintern.

2.5. Personal und Sozialbereich

In 2023 wurden unverändert ein Geschäftsführer und drei Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt.

3. Lage

3.1. Ertragslage

2023 2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Umsatzerlöse 13.722 32.334 -18.612 -57,6
Aufwendungen für bezogene Waren -13.215 -30.508 -17.294 -56,7
Rohertrag 507 1.826 -1.318 -72,2
Rohertragsmarge (in % vom Umsatz) 3,7% 5,6% -1,9% -33,9
Jahresüberschuss 69 837 -768 -91,8

Die Gesellschaft hat das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 69 abgeschlossen.

Der Rohertrag in Höhe von TEUR 507 setzt sich aus TEUR 224 (Rohertragsmarge 3,0% - Vorjahr 5,4%) aus dem Bereich Stahl, TEUR 266 (Rohertragsmarge 4,6% - Vorjahr 7,7%) aus dem Bereich Rohstoffe und Ersatzteile und TEUR 17 (Vorjahr TEUR 20) aus dem Bereich Mieteinnahmen zusammen. Die Rohertragsmarge sinkt insgesamt um 33,9%-Punkte von 5,6% auf 3,7%.

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich um TEUR 14 auf TEUR 111 (Vorjahr TEUR 97). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus Erlösen der Währungsumrechnung, der Auflösung von Rückstellungen und sonstigen Sachbezüge.

Der Personalaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um 9,0% bzw. TEUR 36 auf TEUR 365 (Vorjahr TEUR 401) gesunken. Der Rückgang resultiert aus Geschäftsführerlöhnen und Inflationsboni.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sinken um TEUR 84 auf TEUR 178. Die wesentliche Ursache für den Rückgang sind sinkende Strom-Gas-Kosten, die Transportkosten und die Garantiekosten.

3.2. Vermögens- und Finanzlage

31.12.2023 31.12.2022
TEUR % TEUR %
Anlagevermögen 534 8,4 577 8,0
Umlaufvermögen 5.857 91,6 6.643 91,9
Rechnungsabgrenzungs -posten 4 0,0 10 0,1
Aktiva 6.395 100,0 7.230 100,0
Veränderung
TEUR %
Anlagevermögen -43 -7,5
Umlaufvermögen -786 -11,8
Rechnungsabgrenzungs -posten -6 -60,0
Aktiva -835 -11,5

Das Umlaufvermögen sinkt um 11,8% bzw. TEUR 786 auf TEUR 5.857 (Vorjahr TEUR 6.643). Die Verminderung resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang des Zahlungsmittelbestandes verrechnet mit den Erhöhungen der Vorräte und Forderungen gegen verbundene Unternehmen.

Die zum Jahresende ausgewiesenen Forderungen von TEUR2.127 sind ausschließlich Forderungen gegen verbundene Unternehmen.

31.12.2023 31.12.2022
TEUR % TEUR %
Eigenkapital 5.111 79,9 5.881 81,3
Fremdkapital 1.284 20,1 1.349 18,7
Passiva 6.395 100,0 7.230 100,0
Veränderung
TEUR %
Eigenkapital -770 -13,1
Fremdkapital -65 -4,8
Passiva -835 -11,5

Das Eigenkapital verringert sich durch eine Gewinnausschüttung von TEUR 838 und den Jahresüberschusses von TEUR 69 insgesamt um TEUR 770 auf TEUR 5.111. Die Eigenkapitalquote liegt bei ist 79,9% (Vorjahr 81,3%).

Der Rückgang des Fremdkapitals ergibt sich aus den verminderten Rückstellungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, wohingegen die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen angestiegen sind.

Der Rückgang der sonstigen Rückstellungen um TEUR 72 auf TEUR 52 resultiert im Wesentlichen aus der Anpassung der Rückstellungen für Garantieleistungen auf TEUR 0 im Berichtsjahr. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 627 gesunken. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die gezahlte Gewinnausschüttung für das Geschäftsjahr 2022 zurückzuführen. Die erhaltenen Anzahlungen betragen TEUR 525 (Vorjahr TEUR 0) und sind für Verkäufe, die in den ersten Monaten des Geschäftsjahres 2024 geliefert wurden.

Zur Optimierung der Liquidität orientieren sich die Fälligkeiten der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen an den Fälligkeiten der korrespondierenden Forderungen, die sich wiederum aus den Zahlungszielen der Kunden ergeben.

Die Gesellschaft konnte ihren Zahlungsverpflichtungen im Geschäftsjahr jederzeit nachkommen. Die Liquidität der Gesellschaft wird anhand der konzerninternen Finanzierung, dem Guthaben bei Kreditinstituten sowie durch die Anzahlungen der Kunden gesteuert.

Die Geschäftsführung schätzt die Ertrags-, Vermögens- und Ertragslage sowie den Geschäftsverlauf des abgelaufenen Geschäftsjahres als zufrieden ein.

Wir sind mit dem leicht positiven Profit des abgelaufenen Geschäftsjahres 2023 zufrieden. Im Jahr 2023 ist das Wirtschaftsumfeld für die Stahlproduktion weiterhin sehr schlecht gewesen. Es beeinflusst nicht nur unser Stahlgeschäft, sondern auch unser Ersatzteil- und Rohstoffgeschäft.

Zum Ende des Geschäftsjahres 2022 waren die gesamten Auftragsbestände, die im Berichtsjahr 2023 abgeschlossen wurden und Umsatzerlöse darstellen, sehr gering.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Für das Berichtsjahr 2023 wurde aufgrund der fortgesetzter EU-Anti-Dumping-Politik und dem andauerndem Russisch-Ukrainischen Krieg mit einem deutlich geringeren Umsatz und Rohertrag gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 geplant.

Tatsächlich konnten die Planziele im Geschäftsjahr 2023 nicht erreicht werden und es wurde im Stahlgeschäft, das aus Edelstahl und Kohlenstoffstahl stammte, insgesamt ein gegenüber der Planung niedrigerer Umsatz und Rohertrag erzielt.

Die Verkaufsstrategie des Unternehmens war im Jahr 2023 weiterhin kundenorientiert. Das Geschäftsmodell ist weiterhin eng mit den strategischen Entscheidungen der Muttergesellschaft und anderen Konzerngesellschaften verbunden.

Durch monatliche Reports über die Geschäftsentwicklung an die Muttergesellschaft werden die aktuellen Entwicklungen und damit verbundene potenzielle Risiken zeitnah erkannt. In Zusammenarbeit mit dem Konzern werden entsprechende Gegenmaßnahmen vereinbart und umgesetzt.

Die Auswirkungen der wirtschaftlichen Risiken durch Preissteigerungen und Nachfrageverhalten unserer Kunden auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft sind begrenzt aufgrund einer konzernweiten Richtlinie, die uns je nach Geschäftsbereich einen bestimmten Rohertrag garantiert.

Das Stahlgeschäft wurde im Jahr 2023 größtenteils als Streckengeschäft betrieben. Die Gesellschaft trägt ein geringes wirtschaftliches Risiko, da der Einkauf bei verbundenen Unternehmen grundsätzlich erst nach dem Abschluss des Verkaufsvertrags mit den Kunden erfolgt, so dass der geplante Rohertrag gewährleistet werden kann.

Risiken, die sich für das Stahlgeschäft ergeben, beziehen sich daher im Wesentlichen auf die Lokalisierung der Nachfrage. Die aufgrund der Probleme im Roten Meer und des Ukraine- Krieges gestiegenen Kosten und Risiken beeinflussten die Nachfragen negativ. Die seit 2019 erfolgreich eingeführten individuellen Kundenlösungen und die projektierten Added-Value Services konnten und können die Gesellschaft mit Bestandskunden stärker binden. Diese an den europäischen Markt angepassten Maßnahmen werden auch im Jahr 2024 fortgeführt und ausgebaut, so dass die relativ eng gestreute Kundenbasis kontinuierlich weiter ausgebaut wird. Auf der Beschaffungsseite wurden und werden wir uns weiterhin mit der Muttergesellschaft enger abstimmen, um wirtschaftlich schwierige Zeiten zu überwinden.

Der Auftragsbestand des Stahlgeschäfts am Bilanzstichtag beträgt 1.508 Tonnen (Vorjahr 1.124 Tonnen), und wird den Auftragsbestand des Geschäfts im Jahr 2024 unterstützen, daher können wir nur ein vorsichtiges Budget über die Umsätze und Roherträge vom Stahlgeschäft vorschlagen.

Der Geschäftsbereich Rohstoffe und Ersatzteile wird sowohl als Streckengeschäft als auch als Lagergeschäft betrieben und ist weithin basierend auf den Anfragen und gezeichneten Verkaufsverträgen der Kunden (überwiegend verbundene Unternehmen) in China. Die Einkäufe führen aus diesem Grund zu keinem besonderen Risiko für die Gesellschaft.

Der Auftragsbestand im Geschäftsbereich Rohstoffe und Ersatzteile am Bilanzstichtag beträgt zum Bilanzstichtag 2.421 TEUR (Vorjahr TEUR 976), die in 2024 realisiert werden. Der Grund für den Anstieg im Vergleich zum Vorjahr liegt in der konzerninternen Reorganisierung für die Anschaffung von Ersatzteilen und Rohstoffen. Seit Mai 2023 bekommen wir langsam reguläre Anfragen und Aufträge. Aus dem Grund erwarten wir für das Jahr 2024 erhöhte Umsatzerlöse und einen erhöhten Rohertrag im Geschäftsbereich Rohstoffe und Ersatzteile

In Betrachtung der Auftragsrückstände beider Geschäftsbereiche und der Wirtschaftsumgebung - den Russisch-Ukrainischen Krieg und den Krieg im Gazastreifen und die damit verbundenen Angriffe der Huthi auf Handelsschiffe im Roten Meer haben nur negative Auswirkungen auf die Entwicklung der Weltwirtschaft; die Transportmöglichkeiten von und nach China bleiben knapp, länger und teuer; die Rohstoffpreise sind kurzfristigen Schwankungen ausgesetzt - rechnet die Gesellschaft insgesamt für das Jahr 2024 mit leicht steigenden Umsatzerlösen im unteren zweistelligen Prozentpunktebereich sowie mit einer leicht steigenden Rohertrag im Vergleich zum Jahr 2023.

Diese Prämissen und Erwartungen unterliegen einer gewissen Unsicherheit. Sollten die zu Grunde liegenden Erwartungen nicht eintreten, können die oben genannten Planungen von den tatsächlichen Entwicklungen abweichen.

 

Willich, 15. März 2024

TISCO Europe GmbH

Xiaogang Sun, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 525.404,00 562.585,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.808,00 13.951,00
534.212,00 576.536,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Waren 299.100,83 117.042,49
2. Geleistete Anzahlungen 117.327,61 0,00
416.428,44 117.042,49
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.971.474,10 221.601,10
2. Sonstige Vermögensgegenstände 155.542,97 83.454,34
2.127.017,07 305.055,44
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 3.313.471,23 6.220.725,58
5.856.916,74 6.642.823,51
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3.596,09 10.163,99
6.394.724,83 7.229.523,50

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 322.113,89 322.113,89
II. Gewinnvortrag 4.720.664,62 4.720.664,62
III. Jahresüberschuss 68.668,21 837.995,83
5.111.446,72 5.880.774,34
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 205.650,80 223.861,80
2. Sonstige Rückstellungen 52.177,82 124.243,40
257.828,62 348.105,20
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 524.781,21 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 489.051,19 365.404,47
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 626.604,52
4. Sonstige Verbindlichkeiten 7.370,09 8.442,97
1.021.202,49 1.000.451,96
D. Passive latente Steuern 4.247,00 192,00
6.394.724,83 7.229.523,50

 

14.05. 2024

TISCO Europe GmbH
Willich

Gewinn- und Verlustrechnung

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 13.722.063,61 32.334.404,36
2. Sonstige betriebliche Erträge 111.399,77 97.051,31
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Waren 13.215.005,60 30.508.596,68
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 305.394,04 329.120,79
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen
für Altersversorgung und für Unterstützung 59.854,22 72.271,40
365.248,26 401.392,19
5. Abschreibungen auf Sachanlagen 43.097,07 43.195,51
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 177.846,61 261.541,43
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 70.354,96 671,46
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 29.820,47 375.368,87
9. Ergebnis nach Steuern 72.800,33 842.032,45
10. Sonstige Steuern 4.132,12 4.036,62
11. Jahresüberschuss 68.668,21 837.995,83

 

14.05.2024

TISCO Europe GmbH
Willich

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben

Die TISCO Europe GmbH hat ihren Sitz in Willich. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Krefeld unter HRB 10576 eingetragen.

Der Jahresabschluss der TISCO Europe GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 Abs. 2 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 HGB wurden zum Teil in Anspruch genommen.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die allgemeine Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze entsprechen den Vorschriften der §§ 238-288 HGB und werden unverändert zum Vorjahr angewandt.

a. Anlagenvermögen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear bzw. degressiv vorgenommen. Den Abschreibungen liegen betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern auf der Basis amtlicher AfA-Tabellen der Finanzverwaltung zu Grunde.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 800,- werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

b. Vorräte

Die als Vorräte bilanzierten Waren werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die beizulegenden Werte am Bilanzstichtag niedriger sind, werden diese angesetzt.

Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nominalwert angesetzt.

c. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden durch angemessene Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

d. Guthaben bei Kreditinstituten

Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt.

e. Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

f. Rückstellungen

Die Rückstellungen werden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei werden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung künftiger Preis- und Kostensteigerungen gebildet.

g. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert.

h. Latente Steuern

Latente Steuern werden gemäß § 274 HGB auf temporäre Unterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen gebildet.

i. Währungsumrechnung

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet werden. Kurzfristige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden nach § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die aus Fremdwährungsgeschäften resultierenden Erträge und Aufwendungen werden zum Tageskurs im Zeitpunkt ihrer Entstehung umgerechnet.

3. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Aufgliederung und Entwicklung des Sachanlagevermögens ist aus dem nachfolgend dargestellten Anlagenspiegel ersichtlich.

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

Entwicklung der Anschaffungs-/Herstellungskosten
01.01.2023 Zugang Umbuchung Zuschreibung Abgang 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro Euro
1.346.423,33 0,00 0,00 0,00 1.346.423,33
97.524,72 773,07 0,00 773,07 97.524,72
1.443.948,05 773,07 0,00 773,07 1.443.948,05
1.443.948,05 773,07 0,00 773,07 1.443.948,05
Entwicklung der Abschreibungen
kumuliert 01.01.2023 Zugang Umbuchung Zuschreibung Abgang kumuliert 31.12.2023 Buchwert 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro Euro Euro
746.657,33 37.181,00 0,00 0,00 783.838,33 562.585,00
83.573,72 5.916,07 0,00 773,07 88.716,72 8.808,00
830.231,05 43.097,07 0,00 773,07 872.555,05 571.393,00
830.231,05 43.097,07 0,00 773,07 872.555,05 571.393,00

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen gegenüber der Gesellschafterin Shanxi Taigang Stainless Steel Co. Ltd. Taiyuan/China in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 0), der OBEI Co., Ltd., China in Höhe von TEUR 1.959 (Vorjahr: TEUR 0) sowie anderen verbunden Unternehmen in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 222) und resultieren wie im Vorjahr aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Leasing-Sonderzahlungen für einen Firmen-PKW enthalten.

Das im Handelsregister eingetragene Stammkapital von DM 630.000,00 (EUR 322.113,89) ist noch nicht auf Euro umgestellt worden.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die zum Stichtag bestehenden Körperschaftsteuer- und Gewerbesteuerverpflichtungen.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Bonuszahlungen für Mitarbeiter sowie die voraussichtlichen Aufwendungen für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses.

Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr sämtlich eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen gegenüber der Shanxi Taigang Stainless Steel H.K. Ltd., China in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 528) und haben wie im Vorjahr den Charakter von sonstigen Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten gegenüber anderen verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 99) und resultierten im Vorjahr aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 6).

Die passiven latenten Steuern betragen zum Bilanzstichtag TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 0). Die Veränderung des Saldos der latenten Steuern in Höhe von TEUR 4 ergibt sich aus der Bewertung des Fremdwährungsguthabens gem. § 256a HGB zum Bilanzstichtag.

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft werden im Wesentlichen im Ausland, insbesondere in der EU und in China, erzielt. Aus dem Handel mit Stahl wurden Umsätze in Höhe von TEUR 7.616 (Vorjahr: TEUR 25.487) und im Bereich Spare Parts wurden Umsätze in Höhe von TEUR 6.088 (Vorjahr: TEUR 6.743) erzielt. Sonstige Erlöse wurden in Höhe von TEUR 17 (Vorjahr: TEUR 20) erzielt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 6).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 8 (Vorjahr: 0) enthalten.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beinhalten Erträge in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR -1) aus der Zuführung latenter Steuern.

4. Sonstige Pflichtangaben

Geschäftsführer war im Geschäftsjahr 2023 Herr Xiaogang Sun, Kaufmann, Krefeld. Der Geschäftsführer ist einzelvertretungsberechtigt mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die Gesellschaft ist über die Gesellschafterin, die Shanxi Taigang Stainless Steel Co. Ltd., Taiyuan/ China, ein verbundenes Unternehmen der Taiyuan Iron & Steel (Group) Co. Ltd., Taiyuan/ China.

Die Shanxi Taigang Stainless Steel Co. Ltd. stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und die Taiyuan Iron & Steel (Group) Co., Ltd. für den größten Konzernkreis auf. Die Konzernabschlüsse sind jeweils am Sitz der aufstellenden Gesellschaft erhältlich.

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 3 (Vorjahr: 3) Mitarbeiter.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 69 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Willich, 15. März 2024

Xiaogang Sun, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die TISCO Europe GmbH, Willich

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der TISCO Europe GmbH, Willich - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TISCO Europe GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, 16.Mai 2024

BDO AG
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