Meierhofer Aktiengesellschaft

Einsteinring 30, 85609 Aschheim, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 134472
Eingetragen
29.11.2000
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieGroßhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
Softwareentwicklung, Handel mit Hard- und Software, Schulung und Beratung im IT-Bereich sowie sämtliche damit verbundene Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marcus Schießl
seit 26.2.2015
Prokura
Matthias Meierhofer
seit 8.11.2001
Vorstandsmitglied

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

90.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
Matthias Meierhofer
89.10%
0.90%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Matthias Meierhofer
München
89.10%
D***** M*********
0.90%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Meierhofer Aktiengesellschaft

Aschheim (vormals: München)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2023 bis zum 30.09.2024

Lagebericht

1 Grundlagen der Meierhofer AG

1.1 Geschäftsmodell der Meierhofer AG

Meierhofer ist Anbieter von IT-Lösungen für die digitale Patientenversorgung in Krankenhäusern, Kliniken und Spitälern im deutschsprachigen Raum. Seit über 35 Jahren unterstützt das inhabergeführte Unternehmen Gesundheitseinrichtungen bei der Steuerung und Digitalisierung medizinischer, pflegerischer und administrativer Prozesse.

Kunden können auf das komplette Krankenhausinformationssystem (KIS) zurückgreifen oder zwischen Modulen für einzelne Fachbereiche (wie z.B. Kardiologie, Psychiatrie) oder Speziallösungen (wie z. B. Pflege, OP, Ambulanz, Intensivmedizin) wählen.

Daneben baut die Meierhofer AG ihr Angebot an Managed Services (z.B. Incidentmanagement, Applikationsmanagement, Updatemanagement), aber auch ihr Schulungsangebot für unterschiedliche Berufsgruppen im Krankenhausalltag durch die Meierhofer-Akademie kontinuierlich aus.

1.1.1 Organisatorische Struktur und Standorte

Die Unternehmensgruppe beschäftigt rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an neun Standorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Die Meierhofer AG umfasst als Muttergesellschaft folgende Tochterunternehmen und Beteiligungen:

• Meierhofer Deutschland GmbH

• Meierhofer Österreich GmbH

• Meierhofer Schweiz AG

• Meierhofer Medizintechnik GmbH

• eMedX GmbH (51%-Beteiligung durch die Meierhofer Schweiz AG)

Der Hauptsitz der Meierhofer AG befindet sich in Aschheim bei München. An diesem Standort sind auch die Meierhofer Deutschland GmbH und die Meierhofer Medizintechnik GmbH angesiedelt. Daneben existieren Niederlassungen in Berlin, Hannover, Konstanz, Leipzig und Passau.

Die Meierhofer Österreich GmbH betreibt Standorte in St. Valentin (Sitz der Meierhofer Österreich GmbH) und in Graz. Der Sitz der Meierhofer Schweiz AG ist in Liebefeld bei Bern.

Länder- und gesellschaftsübergreifend homogene Prozessstrukturen stellen ein effizientes Zusammenspiel aller Teams in der Wertschöpfungskette sicher. Die strategische Ausrichtung des Konzerns wird maßgeblich von der Meierhofer AG bestimmt, die Matthias Meierhofer als alleiniger Vorstand führt.

1.2 Forschung und Entwicklung

Im Geschäftsjahr 2023/2024 standen dabei neben der kontinuierlichen Weiterentwicklung des M-KIS insbesondere die Themen Abrechnung und Medikation im Fokus. Diese Bereiche geben einen guten Einblick über die Innovationstreiber der Unternehmensgruppe. Diese sind im Wesentlichen vertragliche Verpflichtungen, gesetzliche Vorgaben und ergeben sich aus der Nutzung von Marktopportunitäten.

Der Bereich Abrechnung zielt auf die automatisierte Abrechnung ambulanter und stationärer Behandlungen im Krankenhaus ab. In einer Pilotinstallation im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte bereits unter Beweis gestellt werden, dass das im deutschen Gesundheitswesen hoch komplexe Abrechnungsmanagement regelkonform abbildbar ist (vgl. 2.2.2.1) und schon heute eine Alternative für IS-H angeboten werden kann (vgl. 3.2.3). Im Rahmen der Medikation soll der stationäre Medikations-Verordnungsprozesses für medizinische und pflegerische Bereiche bis hin zu robotergestützten Dispensierung für die Stationen komplett digitalisiert werden.

Dem gegenüber stehen die sog. Funktionserweiterungen, bei denen es sich um kontinuierliche und teilweise auch kleinere Erweiterungen in medizinischen, pflegerischen und administrativen Prozessen handelt. Mit diesen sollen einerseits Kundenwünsche umgesetzt, andererseits aber auch ein Mehrwert für andere Kunden generiert und somit langfristig Wartungserlöse gesichert werden.

Die Gesamtaufwendungen für Entwicklungen belaufen sich im Geschäftsjahr 2023/2024 auf T€ 9.521,3 (Vorjahr: T€ 7.294,8) und damit auf 33,5% der Umsatzerlöse (Vorjahr: 31,7%). Die Abschreibungen auf aktivierte eigene Entwicklungen betragen T€ 717,8 (Vorjahr: 755,9).

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Als Kernmarkt der Meierhofer AG unterliegt Deutschland einer Vielzahl von politischen, wirtschaftlichen und sozialen Einflüssen, die nicht nur Herausforderungen mit sich bringen, sondern vor allem erhebliche Potenziale eröffnen.

2.1.1 Deutschland

Gemessen an der Wirtschaftsleistung gab Deutschland von allen 27 EU-Staaten den höchsten Anteil für sein Gesundheitssystem aus. Im Jahr10702614041070261404NGGilch, NikolausNein, siehe Req. 116 2021 betrugen die Gesundheitsausgaben in Deutschland 12,9 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP), während der EU-Durchschnitt bei lediglich 10,9 % lag. Auf die Bevölkerung umgerechnet, belaufen sich die Gesundheitsausgaben pro Kopf in Deutschland auf rund 5.300 Euro (in Kaufkraftparitäten), was etwa 50 % über dem EU-Durchschnitt liegt und 10 % mehr als in Österreich. Hinsichtlich der Behandlungsqualität gibt es Verbesserungspotenziale. Auch bei der stationären Versorgung ist Deutschland seit langem führend. Mit 7,8 Krankenhausbetten pro 1.000 Einwohner übersteigt die Bettenkapazität in Deutschland den EU-Durchschnitt um ca. 60 Prozent. [vgl. OECD, 2023 (OECD, 2023)]

Die Roland Berger Krankenhausstudie 2024 widmet sich der Frage, wie deutsche Kliniken die aktuelle finanzielle Krise meistern wollen. Dafür wurden 650 Führungskräfte befragt, die das gesamte Spektrum der deutschen Krankenhauslandschaft repräsentieren - basierend auf Umsatz, Mitarbeiterzahl, Bettenanzahl, Trägerschaft und Versorgungsstufen. Die zentralen Ergebnisse der Studie zeigen, dass 70 % der Krankenhäuser im Jahr 2023 mit einem defizitären Jahresergebnis abgeschlossen haben, was eine Zunahme um 19 % im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Dieses finanzielle Defizit betrifft Kliniken unabhängig von ihrer Trägerschaft; besonders stark betroffen sind jedoch Krankenhäuser in öffentlicher Trägerschaft, bei denen 84 % ein verlustreiches Jahresergebnis verzeichneten. Kleinere Krankenhäuser sind dabei stärker von den Verlusten betroffen als Maximalversorger. Um dem aktuellen Trend entgegenzuwirken, antworten die Führungskräfte, setzen sie stärker auf Fusionierungen und Kooperationen mit anderen Häusern. Trotz dieser negativen Entwicklungen besteht eine leicht positive Erwartungshaltung bis 2029. Größere Marktteilnehmer erwarten, dass die prognostizierte Marktbereinigung (Trigger: Krankenhausreform) neue wirtschaftliche Chancen für die verbleibenden Akteure schaffen könnte. [vgl. Roland Berger (Roland Berger Krankenhausstudie 2024, 2024)]

Auch die Digitalisierung im deutschen Gesundheitswesen hat in den letzten Jahren mehr und mehr an Fahrt aufgenommen, jedoch läuft diese, trotz der Einführung einiger Digitalinitiativen und dem in Kraft getretenen E-Health-Gesetz im Jahr 2015, eher schleppend. Die Bundesregierung hat in den letzten Jahren eine Reihe bedeutender gesetzlicher Maßnahmen verabschiedet, um diese Fehlentwicklung zu beheben.

Ausbau der Telematikinfrastruktur (die zentralen Datenautobahn des deutschen Gesundheitswesens). Die gematik GmbH ist als nationale Agentur für digitale Gesundheitsanwendungen maßgeblich für den Ausbau der Telematikinfrastruktur im deutschen Gesundheitswesen verantwortlich. Sie entwickelt Standards und Zertifizierungen, um eine sichere und interoperable Kommunikation zwischen Ärzten, Apotheken, Krankenkassen und Patienten zu gewährleisten. Zu den zentralen Aufgaben der gematik gehören die Einführung der elektronischen Patientenakte für alle (ePAfa) und des E-Rezepts sowie die Umsetzung strenger Sicherheits- und Datenschutzstandards. Seit der Einführung des E-Rezepts zum 01.01.2024 wurden bis Mitte des Jahres etwa 244 Millionen E-Rezepte ausgestellt, was auf rund 40 Millionen pro Monat hinausläuft. Dies entspricht etwa 1,3 Millionen E-Rezepten pro Tag. [vgl. gematik (gematik, 2024)] Ein wichtiger und guter Schritt Richtung Digitalisierung im Gesundheitswesen. Zudem arbeitet die gematik an der Nutzerfreundlichkeit der digitalen Anwendungen, um die Akzeptanz und Verbreitung der Digitalisierung im Gesundheitswesen zu fördern.

Mit Inkrafttreten des Gesetzes zur Beschleunigung der Digitalisierung des Gesundheitswesens“ (Digital-Gesetz - DigiG) und Gesetz zur verbesserten Nutzung von Gesundheitsdaten“ (Gesundheitsdatennutzungsgesetz - GDNG) im Rahmen der Digitalstrategie wurden im März 2024 die zwei Digitalgesetze als wesentliche Instrumente zur Förderung der digitalen Vernetzung und Kommunikation verabschiedet. Ziel ist, mit digitalen Lösungen den Versorgungsalltag und die Forschungsmöglichkeiten in Deutschland zu verbessern. Kernstück des DigiG ist die elektronische Patientenakte für alle (ePAfa) für alle, die ab Anfang des Jahres 2025 für alle gesetzlich Versicherten eingerichtet wird. Wer die ePA nicht nutzen möchte, kann dem widersprechen (Opt-Out). Die „Opt-Out ePA“ soll zentrale Sammelstelle sämtlicher medizinischer Informationen zu einer Person werden. Fokus zum Start ist die Aktenbereitstellung für die Versicherten (~74 Mio) und die elektronische Medikationsliste (eML). Weitere Inhalte werden iterativ in den Folgejahren eingeführt. [vgl. BMG (Gesundheit, 2023)] Aufgrund der regulatorischen Vorgabe ist das gesamte Kundensegment der Meierhofer Unternehmensgruppe in Deutschland verpflichtet das entsprechende ePA-Modul in Auftrag zu geben.

2020 wurde durch den Deutschen Bundestag das Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) erlassen. Ziel dessen ist es vor allem, die digitalen Defizite in der Gesundheitsversorgung auszugleichen. Hierfür wurden in neun Fördertatbeständen Fördervolumen von bis zu 4,3 Milliarden Euro bereitgestellt. 3 Milliarden Euro werden hierbei durch den Bund bereitgestellt und bis zu 1,3 Milliarden Euro durch die Länder und/oder Krankenhausträger. Ursprünglich sah das KHZG eine Umsetzungsfrist bis Ende 2024 vor. Diese wurde laut der neuen Umsetzungsvereinbarung bis zum 31.12.2025 verlängert. Die Projekte müssen jedoch bis spätestens zum 31.12.2024 beauftragt werden. [vgl. Bundesministerium für Gesundheit (Bundesministerium für Gesundheit, 2020)] Im Geschäftsjahr 2023/24 war die Meierhofer AG an einer Vielzahl von Ausschreibungen beteiligt und konnte diverse Digitalisierungsprojekte mit ihren Kunden gewinnen und befindet sich seither in der Projektumsetzung.

Der Bruch der Ampel-Koalition am 7. November 2024 erschwert auch nach Bildung der neuen Bundesregierung im Mai 2025 die Prognose der weiteren Gesetzesentwicklung erheblich, da viele Gesetzesinitiativen noch in der Beratungsphase sind. Etwa 50 % der Vorhaben des Gesundheitsministeriums sind noch nicht abgeschlossen. [vgl. Forward Consulting (Foward Strategy Consulting, 2024)] Trotz dieser Unsicherheiten ergeben sich jedoch durch die bereits verabschiedeten Gesetze sowie durch den demografischen Wandel große Chancen für die Meierhofer AG.

Darüber hinaus ist der Markt für Krankenhausinformationssysteme nach wie vor dadurch in Bewegung, dass SAP die Branchenlösung IS-H perspektivisch nicht mehr anbieten wird. Vielen Krankenhäusern, die das Krankenhausinformationssystem i.s.h.med von Oracle/Cerner im Einsatz haben, welches auf derselben, veralteten Technologie basiert, stehen daher Migrationsprojekte in großem Umfang bevor, was für die Meierhofer AG v.a. als Chance zu bewerten ist (vgl. 3.2.3).

2.2 Geschäftsverlauf

2.2.1 Meierhofer AG

Die Meierhofer AG hat das Geschäftsjahr 2023/2024 erfolgreich abgeschlossen.

Wie prognostiziert, konnten die Umsatzerlöse moderat gesteigert werden und befinden sich mit 28.403,6 TEUR 23,2% über dem Vorjahresniveau. Auch bei den aktivierten Eigenleistungen konnte die prognostizierten moderaten Zuwächse realisiert werden. In Summe liegt der Wert der aktivierten Eigenleistungen mit 3.416,7 TEUR 7,0% über dem Vorjahreswert.

Auch das EBITDA liegt mit T€ 2.174,2 (Vorjahr: T€ 547,6) im Bereich der Prognose (moderater Anstieg).

2.2.2 Wesentliche Ereignisse

Neben den Entwicklungen der Leistungsindikatoren, haben nachfolgend genannte Ereignisse das Geschäftsjahr 2023/2024 wesentlich geprägt.

2.2.2.1 Neue Produktlösungen und strategisch relevanter Vertriebserfolg

Seit dem 01.09.2024 ist mit der Charlottenklinik für Augenheilkunde in Stuttgart der erster Kunde der neu entwickelten M-KIS Abrechnung in Betrieb. Diese wurde im Containerbetrieb ausgeliefert, was nicht nur ein die Marktreife für die weiteren IS-H Migrationspläne (vgl. 3.2.3) beweist, sondern auch ein Proof-of-Concept für die M-Next Architektur (vgl. 3.2.1) und den Weg in die Cloud darstellt.

Daneben ist der Zuschlag des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) für das Meierhofer M-KIS nach dem M-KIS Now-Verfahren, bei dem die Lösungen zum größten Teil vorkonfiguriert sind und auf klinisch validierten Prozessen basieren als Meilenstein zu konstatieren. Damit ist nicht nur das nach der Universitätsmedizin Greifswald zweite Universitätsklinikum unter Vertrag, sondern auch ein wichtiger Schritt im Markt der IS-H Häuser (vgl. 3.2.3) gelungen.

2.2.2.2 Vorbereitung struktureller und prozessualer Anpassungen

Des Weiteren war das Geschäftsjahr 2023/2024 von einer Reihe an Vorbereitungsmaßnahmen geprägt, die darauf abzielen, bestehende Effizienzwerte auch unter veränderten Marktbedingungen und bei gewachsener Unternehmensgröße beizubehalten. Im Fokus dabei stehen optimierte Organisationsstrukturen und die Implementierung skalierender Systeme. Exemplarisch genannt sei an dieser Stelle die für Januar 2025 geplante Umstellung der sich bis dato für jedes Projekt neu zusammenzufindenden Projektteams in selbstorganisierte und -verantwortliche Kundenteams (Customer Success Teams), die als Matrix-Organisation aufgesetzt und jeweils eine feste Anzahl von Kunden von Projekt bis hin zum Betrieb betreuen werden.

2.3 Lage

2.3.1 Ertragslage

Die Meierhofer AG hat im Geschäftsjahr 2023/2024 einen Umsatz in Höhe von insgesamt T€ 28.403,6 (Vorjahr: T€ 23.047,8) realisiert. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr entfällt insbesondere auf den Bereich Dienstleistungen. Die Bereiche Lizenzen, Wartung und Intercompany erzielten ebenso Zuwächse gegenüber dem Vorjahr.

Die Meierhofer AG schließt das Geschäftsjahr 2023/2024 mit einem EBITDA in Höhe von T€ 2.174,2 (Vorjahr T€ 547,6) sowie einem Jahresüberschuss in Höhe von T€ 1.400,5 (Vorjahr Jahresfehlbetrag T€ -278,7) ab. Dies entspricht einer Umsatzrendite im von 4,9% (Vorjahr -1,2%). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) beträgt im Geschäftsjahr T€ 1.109,8 (Vorjahr T€ -501,3).

Im Geschäftsjahr wurden T€ 3.416,7 Eigenleistungen aktiviert und damit 7,0% mehr als im Vorjahr (T€ 3.192,4). Der Anstieg ist primär auf einem weiteren Aufbau im Entwicklungsbereich zurückzuführen. Die aktivierten Eigenleistungen werden linear über ihre erwartete Nutzungsdauer (10 Jahre) abgeschrieben. Werthaltigkeitstests werden mindestens einmal jährlich durchgeführt.

Der Materialaufwand ist mit T€ 7.140,5 gegenüber dem Vorjahr (T€ 5.839,4) korrespondierend zu den Umsatzerlösen gestiegen.

Der Anstieg des Personalaufwands von T€ 16.512,9 auf T€ 19.858,2 (+20,3%) resultiert aus dem starken Unternehmenswachstum. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von T€ 5.643,2 sind aufgrund diverser Kostenoptimierungsmaßnahmen im Vergleich zum Vorjahr (T€ 5.868,3) leicht gesunken.

Der Auftragseingang der Meierhofer AG beträgt im Geschäftsjahr 2023/2024 insgesamt T€ 29.473,5. Hierin sind Softwarepflege und Wartungserträge von T€ 15.217,7 enthalten. In der Meierhofer AG betrug der Auftragsbestand zum Jahreswechsel insgesamt T€ 35.634,9.

2.3.2 Finanzlage

2.3.2.1 Kapitalstruktur

Das Eigenkapital beträgt zum Stichtag T€ 11.071,4. Die Eigenkapitalquote beträgt 34,2% (Vorjahr: 29,5%).

Die Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 15.736,7 bestehen aus erhaltenen Anzahlungen T€ 10.024,8 (Vorjahr: T€ 8.037,7), aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten T€ 435,0 (Vorjahr: T€ 0,0), aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen T€ 756,6 (Vorjahr T€ 821,5), aus Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen T€ 4.010,1 (Vorjahr: T€ 2.705,9) sowie aus sonstigen Verbindlichkeiten T€ 510,3 (Vorjahr: T€ 5.228,5).

Dazu sind Rückstellungen in Höhe von T€ 1.500,6 (Vorjahr: T€ 1.892,2) gebildet worden. Der Rückgang entfällt insbesondere auf Steuerrückstellungen.

2.3.2.2 Investition

Im Geschäftsjahr 2023/2024 setzten sich die Investitionen der Meierhofer AG wie folgt zusammen:

T€ Geschäftsjahr 2023/2024 Geschäftsjahr 2022/2023
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 3.416,7 3.192,4
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 433,1 342,0
Entgeltlich erworbene Rechte und ähnliche Rechte 25,8 80,0

Tabelle 1: Investitionstätigkeit der Meierhofer AG im Geschäftsjahr 2023/2024

2.3.2.3 Liquidität

Die Liquiditätsreserve einschließlich gewährter Kontokorrentlinien in Höhe von T€ 2.500,0 betrug zum 30.09.2024 T€ 2.215,5 und liegt damit deutlich unter dem Vorjahreswert (T€ 6.298,9). Der Rückgang resultiert hauptsächlich aus der operativen Geschäftstätigkeit sowie einem Sondereffekt im Vorjahr. Zur weiteren Finanzierung des Wachstums stehen seit Mitte Mai 2025 ein zusätzliches Darlehen in Höhe von T€ 1.200 und eine Finanzierungszusage des Mehrheitsgesellschafters in Höhe von T€ 700 zur Verfügung. Die Meierhofer AG ist daher weiterhin in der Lage, ihre kurzfristigen Verpflichtungen aus verfügbaren Mitteln zu decken.

2.3.3 Vermögenslage

Im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres sank die Bilanzsumme um T€ 355,7 auf insgesamt T€ 32.405,9 (Vorjahr: T€ 32.761,6).

Bei den immateriellen Vermögenswerten T€ 16.358,6 (Vorjahr: T€ 13.667,9) handelt es sich im Wesentlichen um selbsterstellte Entwicklungsleistungen in Höhe von T€ 16.264,1. Die immateriellen Vermögenswerte stellen 50,5% der Bilanzsumme dar (Vorjahr: 41,7%).

Das Sachanlagevermögen stieg gegenüber dem Vorjahr (T€ 389,8) auf T€ 492,0.

Im Bereich der kurzfristigen Vermögenswerte sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund des optimierten Forderungsmanagements auf T€ 2.707,1 gefallen (Vorjahr: T€ 4.652,0). Auftragsbedingt stiegen die unfertigen Leistungen auf T€ 5.751,1 (Vorjahr: T€ 3.114,1).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind von T€ 5.050,9 im Vorjahr auf T€ 4.445,1 gesunken.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente lagen insbesondere aufgrund der Investitionen in Entwicklungsprojekte und dem Aufbau der Mitarbeiterzahl zum 30.09.2024 mit T€ 150,5 deutlich niedriger als im Vorjahr (T€ 3.798,9).

3 Risiko-, Chancen und Prognosebericht

3.1 Risikobericht

Das unternehmerische Handeln der Meierhofer AG ist mit Chancen und Risiken verbunden. Dabei sollen angemessene Risiken und Chancen gesteuert, unangemessene Risiken vermieden bzw. vermindert werden. Das Risikomanagement ist integraler Bestandteil der Planung und Umsetzung der Geschäftsstrategie.

3.1.1 Risikomanagementsystem

Die Meierhofer AG agiert in einem Marktsegment, welches von konjunkturellen Schwankungen weitgehend unabhängig ist. Risiken ergeben sich insbesondere durch Veränderungen des regulatorischen Umfelds, Entwicklungen innerhalb der Branche sowie durch innerbetriebliche Wertschöpfungsprozesse.

Meierhofer verfügt über ein umfassendes Risikomanagement-System, mit dem die Risiken frühzeitig erkannt, analysiert und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden können. So werden Markttrends, Wettbewerbsentwicklungen sowie politische Rahmenbedingungen in der DACH-Region fortlaufend beobachtet. Die gewonnenen Erkenntnisse werden im Rahmen der Risikoanalyse regelmäßig durch den Vorstand bewertet und bei Bedarf mit Maßnahmen versehen. Darüber hinaus existieren eine Vielzahl von Kontrollmechanismen wie die Erfassung, Überwachung und Steuerung der internen Unternehmensprozesse nach den Standards von ISO 9001:2015, diverse Management- und Kontrollsysteme, ein konzernweit einheitlicher Planungsprozess auf mittel- und langfristiger Basis.

3.1.2 Risiken

Die nachfolgende Tabelle zeigt die von der Meierhofer AG identifizierten Risiken vor Risikomanagement (Bruttorisiken) sowie die dazugehörigen Risiko-Level (Kombination aus Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe).

Risikoart Risiko-Level
Strategische Risiken
a) Risiko aus Abkündigung des Komplementärprodukts (IS-H) von SAP Mittel
b) Veränderungen im Rahmen von Regulatorien Mittel
c) Risiken aus Bereinigung der Krankenhauslandschaft Mittel
Operative Risiken
d) Cybersecurity Mittel
e) Zielabweichung in Projekten Mittel
Finanzwirtschaftliche Risiken
f) Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Gering
g) Veränderungen von Rechnungslegungsvorschriften Gering

Tabelle 2: Übersicht der Risiken

3.1.2.1 Risiko aus Abkündigung des Komplementärprodukts (IS-H) von SAP

Wie bereits in den Gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen (vgl.2.1.1) erwähnt, wird SAP die Branchenlösung IS-H perspektivisch nicht mehr anbieten. Für die Meierhofer AG stellt dies deshalb ein Risiko dar, da sich ihre Lösungen bei einem großen Teil der deutschen Kunden als Komplementärprodukte zu IS-H verhalten. Das bedeutet, dass Meierhofer ohne Gegenmaßnahmen nach Ablauf des Supports Ende 2027 (bzw. 2030 bei „Extended Maintenance“) seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann und der Kunde nicht mehr abrechnen kann. Denn eine wesentliche Komponente von IS-H ist Abrechnungsfunktionalität, zu der in der Vergangenheit Integrationslösungen implementiert wurden. Nachdem mittlerweile bereits eine erste Installation der M-KIS Abrechnung erfolgreich pilotiert werden konnte (vgl. 2.2.2.1) und weitere Installationen jeweils mit um die kundenspezifisch zusätzlich benötigten Abrechnungsverfahren erweitert geplant sind, wird das Risiko-Level von der Meierhofer AG mittlerweile nicht mehr als hoch bewertet.

3.1.2.2 Veränderungen im Rahmen von Regulatorien

Die Risiken, die sich aus regulatorischen Veränderungen ergeben sind vielschichtig. Zum einen können Gesetzesänderungen zu Veränderungen in der geplanten Produktentwicklung führen, wenn sich etwa unerwartet neue Prio 1 Themen (gesetzlich verpflichtende Umsetzung) ergeben und es dadurch unter begrenzten Kapazitäten zu Verzögerungen bei der Umsetzung sonstiger Kundenanforderungen kommt. Diese wiederum können Umsatzverschiebungen zur Folge haben. Darüber hinaus können regulatorische Eingriffe auch zu veränderten Marktverhältnissen führen, wenn - wie erstmalig mit dem E-Rezept geschehen - staatliche Behörden Software entwickeln und in den freien Markt eingreifen. Die Meierhofer AG reagiert darauf mit vorgehaltenen Entwicklungskapazitäten aber auch mit politischem Engagement. So ist Matthias Meierhofer als Vorstand der Meierhofer AG auch Vorstandsvorsitzender im Bundesverband Gesundheits-IT e.V.(bvitg) und dadurch frühzeitig über entsprechende Entwicklungen informiert.

3.1.2.3 Risiken aus Bereinigung der Krankenhauslandschaft

Die sich aus der beginnenden Bereinigung der Krankenhauslandschaft (vgl. 2.1.1) ableitenden Risiken haben vor allem zwei Facetten. Zum einen ist bei zu erwartenden Klinikschließungen bzw. kundenseitigen Insolvenzen davon auszugehen, dass bestehende Forderungen zumindest nicht mehr vollständig eingetrieben werden können. Die Meierhofer AG setzt daher auf ein konsequentes Forderungsmanagement mit dem Ziel, finanzielle Vorleistung auf ein Minimum zu reduzieren. Mit Hilfe eines konsequenten Mahnprozesses wird zudem effizient auf Zahlungsverzögerungen reagiert.

Neben möglichem Forderungsausfall wird die Meierhofer AG aber auch damit konfrontiert sein, in einem gemessen an der Anzahl potenzieller Kunden perspektivisch kleineren Markt agieren zu müssen. Dieser Tatsache begegnet die Meierhofer AG mit der Strategie, den Marktanteil im verbleibenden Markt kontinuierlich weiter auszubauen.

3.1.2.4 Cybersecurity

Nach gezielten Ransomeware Angriffe auf zwei Mitbewerber im Dezember 2021 [vgl. apotheken adhoc, 2022, (apotheken adhoc, 2022)] ist die Aufrechterhaltung des Betriebs im Katastrophenfall stark in den Fokus gerückt. Den Einschätzungen der Meierhofer AG zur Folge, liegt ein mittleres Risiko-Level vor, nach Angriffen von außen nicht mehr handlungsfähig zu sein. So wurde das im vorherigen Geschäftsjahr gestartete interne Projekt „Business Continuity“ weitergeführt, dessen Ziel es ist, Vorkehrungen für diverse Katastrophenszenarien zu treffen und die Geschäftstätigkeit im Katastrophenfall sicherzustellen. Im Rahmen dieses Projekts wurden neben einem Ablaufplan für den Notfall auch ein dazugehöriges Kommunikationskonzept entwickelt. Flankierende dazu sind verpflichtenden Schulungen für alle Mitarbeitenden sowie Phishing-Simulationen, die die Security Awareness steigern sollen, mittlerweile feste Bestandteile des Arbeitsalltags.

3.1.2.5 Zielabweichung in Projekten

Umsetzungsschwierigkeiten können zu Kundenregressforderungen führen, bei denen es allerdings meist die Möglichkeit der Nachbesserung gibt. Somit besteht kein entscheidender Einfluss auf die Vermögens- und Ertragslage, wobei Imageschäden und zukünftige Einnahmeverluste aber nicht ausgeschlossen werden können. Die den Projekten zugrunde liegenden Dienstleistungsaufträge sind in der Regel mit einem beträchtlichen Einsatz von Ressourcen seitens der Kunden verbunden. Daher können Ursachen für Verzögerungen, Budgetüberschreitungen oder Qualitätsdefizite sowohl intern als auch extern und somit außerhalb des Einflussbereichs der Meierhofer AG zu finden sein. So ist trotz ISO-konformen Projektvorgehensmodell mit strengem Monitoring ein mittleres Risiko zu konstatieren.

3.1.2.6 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Obwohl die Meierhofer AG grundsätzlich robust gegenüber konjunkturellen Schwankungen ist, finden die Zins- und Inflationsentwicklungen mit geringem Risiko-Level Einzug ins Risikomanagement. Sie belasten sowohl die Meierhofer AG als auch deren Kunden. Insbesondere die Kostensteigerungen, die nicht immer vollständig an die ohnehin finanziell angespannten Kunden (siehe 2.1.1) weitergegeben werden können, setzen Umsatz- und Renditeziele zunehmend unter Druck. Die Meierhofer AG reagiert auf die erschwerten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit dynamischen Preismodellen und einem immer weiteren Ausbau des Leistungsangebots (siehe 1.1). Finanzwirtschaftliche Risiken können sich zudem grundsätzlich daraus ergeben, dass Kreditinstitute Kontokorrentlinien reduzieren oder kündigen. Aufgrund der vorhandenen Finanzierungszusagen (siehe 2.3.2.3.) wird dieses Risiko ebenso als gering eingestuft.

3.2 Chancenbericht

Wesentliche Chancen der Meierhofer AG liegen insbesondere in ihrer Expertise, der Positionierung in einem allgemein im Aufschwung befindlichen Markt, sowie in der spezifischen Marktopportunität durch den SAP-Rückzug.

3.2.1 Technologisch und fachlich: State-of-the-Art

Eine wesentliche Chance liegt in der technologischen und fachlichen Expertise der Meierhofer AG, die sie in die Lage versetzt flexibel und frühzeitig auf (wechselnde) Anforderungen des Markts einzugehen und somit zukunftsfähig macht.

Mit der auf mehrere Jahre angelegten Produktstrategie M-KIS Next und der darauf aufbauenden Strategie 2030, die neben Aspekten zu den Meierhofer-Lösungen auch Leitplanken für die Zielmärkte und das Serviceangebot beinhaltet, ist Meierhofer gut aufgestellt. Die neue Generation von M-KIS umfasst sowohl technologische als auch funktionale Aspekte und basiert auf einer neuen, serviceorientierten Technologieplattform. Diese eröffnet neue Möglichkeiten hinsichtlich intuitiver Bedienbarkeit, künstlicher Intelligenz (KI), Cloud-Fähigkeit etc. und bildet somit die Grundlage, um zukünftige (Technologie-)Trends zu bedienen. Erste Elemente sind bereits seit 2020 bei den Kunden im Einsatz.

Durch das politische Engagement im bvitg sind Informationen über regulatorische Änderungen, aus denen oftmals neue Anforderungen an technische Lösungen resultieren, darüber hinaus stets frühzeitig verfügbar.

Dazu kommt die konstant hohe Bereitschaft der Gesellschafter, in Forschung und Entwicklung (F&E) zu investieren. Hier flossen im Geschäftsjahr 2023/2024 wieder mehr als 30% des Gesamtumsatzes als Investition für die Neu- und Weiterentwicklung ein (vgl. 1.2).

3.2.2 Stabile Marktpositionierung

Die Digitalisierung des Gesundheitswesens ist seit Jahren auf Expansionskurs und die Meierhofer AG geht davon aus, dass sich ihre Kunden diesem Trend anschließen. Einerseits um der Sorge des Personalmangels zu begegnen: Workflow-Unterstützungen und automatisierte Prozesse unterstützen die Ärzteschaft, Pflegekräfte und Mitarbeiter*innen in der Verwaltung in ihrer täglichen Arbeit. Andererseits auch um in einer wirtschaftlich angespannten Lage die Erlöse zu sichern: Meierhofer-Lösungen für die Abrechnung sorgen beispielsweise dafür, dass medizinische und pflegerische Leistungen umfassend und vollständig dokumentiert werden. Dadurch ergeben sich erhebliche Chancen, die durch die stabile Marktposition der Meierhofer AG nochmals gestärkt werden.

So wird der Großteil des Umsatzes durch das Geschäft mit Bestandskunden generiert, deren Installationen über mehrere Jahre hinweg kontinuierlich ausgebaut werden. Aufgrund des langwierigen und komplexen Auswahlprozesses für Krankenhausinformationssysteme bleiben Kliniken in der Regel über mehrere Jahre bei einem Softwareanbieter, was Meierhofer langfristige Kundenbeziehungen ermöglicht. Insbesondere mit den großen Kunden wie z.B. Asklepios, Contilia, Mediclin, Greifswald und Leipzig verfügt Meierhofer über auf mehrere Jahre angelegte Rollout-Projekte, die für eine stabile Auftragslage sorgen. Von Vorteil sind diese Vertragsbeziehungen mit größeren Kliniken auch im Kontext der der Krankenhausreform (vgl. 2.1.1) und der dadurch entstehenden Marktbereinigung, da diese langfristig wirtschaftlich bestehen bleiben und verstärkt in Optimierungsmaßnahmen investieren werden.

Über die Kundenbasis des Partners RZV GmbH verfügt Meierhofer über einen zusätzlichen Vertriebskanal, um fortlaufend Aufträge zu generieren. Die Minderheitsbeteiligung der Asklepios Kliniken, die die Digitalisierung der eigenen Klinikgruppe forciert, ist ein weiterer stabilisierender Faktor.

3.2.3 Staatliche Förderprogramme und Gesetzesinitiativen

Insbesondere in Deutschland werden im Rahmen des KHZG erhebliche Mittel für die Digitalisierung im Gesundheitswesen bereitgestellt. Trotz der aktuellen Verzögerungen bei den Auszahlungen werden die geplanten Projekte durch die Kunden der Meierhofer AG umgesetzt werden. Nicht zuletzt, weil Abschlagszahlungen drohen, sollten definierte Dienste nicht bis 2025 bereitgestellt sein.

Darüber hinaus werden viele weitere Gesetzesinitiativen, wie etwa der weitere Ausbau der Telematikinfrastruktur (vgl. 2.1.1) für kontinuierliche Umsätze sorgen.

3.2.3 Ausstieg von SAP aus dem Gesundheitsmarkt

Wie bereits erwähnt, birgt der Ausstieg von SAP aus dem Gesundheitsmarkt gewisse Risiken (vgl. 3.1.2.1). Jedoch steht dahinter auch die Gelegenheit, einen neuen und v.a. großen Markt zu erobern.

Die Abkündigung von IS-H zwingt alle Kunden, ihr Krankenhausinformationssystem (KIS) um die Funktionalitäten Patientenmanagement und Abrechnung zu erweitern. Das Patientenmanagement kann bereits seit längerer Zeit über M-KIS erfolgen. Eine Lösung für die Abrechnung wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgreich pilotiert (vgl. 2.2.2.1).

Aber auch für Neukunden, die sich in der Vergangenheit auf IS-H verlassen haben, kann die Meierhofer AG mit ihren zu entwickelnden Lösungen künftig einspringen. Da es, um die Abhängigkeiten von SAP zu reduzieren, bereits seit längerer Zeit Initiativen für eigenständige Abrechnungslösungen gibt, kann man an dieser Stelle durchaus von einem Wettbewerbsvorsprung sprechen.

Bei genauerer Analyse der Marktsituation stellt sich heraus, dass der potenzielle Markt aber weit über die reine IS-H Ablöse hinaus geht. Insbesondere stehen nämlich i.s.h.med Kunden unter Zugzwang. i.s.h.med ist das einzige vollständig in SAP integrierte Krankenhausinformationssystem, das von Oracle (vormals Cerner) angeboten wird und in mehr als 200 deutschen Installationen im Einsatz ist. i.s.h.med dockt an der SAP IS-H Branchenlösung für Gesundheitseinrichtungen an und ergibt so ein Krankenhausinformationssystem (KIS). Zwar wurde i.s.h.med bislang selbst noch nicht abgekündigt, es beruht aber auf derselben veralteten Technologie wie IS-H, die ebenfalls nicht weitergepflegt wird. Darüber hinaus kann das Produkt ohne die Funktionsteile von IS-H die Marktanforderungen nicht mehr erfüllen. Es ist daher davon auszugehen ist, dass Krankenhäuser mit i.s.h.med auf eine neue Technologie (neues KIS) migrieren werden.

Durch weit gediehene Standardisierungsbestrebungen ist die Meierhofer AG sehr gut aufgestellt, wenn es darum geht Krankenhausinformationssysteme schnell zu implementieren, effizient zu warten und praktikabel nutzbar zu machen. So steht unter dem Namen M-KIS Now eine Best-Practice Lösung aus bewährten Installationen zur Verfügung, die Dienstleistungsaufwände bei Rollout-Projekten reduzieren und Projektlaufzeiten verkürzen kann. Ursprünglich sollte so der angespannten personellen Situation unserer Kunden, die durch gesetzliche Vorgaben und Fristen zusätzlich unter Druck stehen begegnet werden. M-KIS Now ist vor diesem Hintergrund eine optimale Ausgangsbasis um in den kommenden Jahren eine Vielzahl von i.s.h.med Kunden abzulösen. Insgesamt sind die Chancen als moderat einzuschätzen.

3.3 Bewertung der Risiko- und Chancenlage

Nach Überzeugung der Meierhofer AG weisen die vorstehend beschriebenen Risiken weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit bestandsgefährdenden Charakter auf. Aus Sicht der Meierhofer AG überwiegen die im vorliegenden Bericht beschriebenen Geschäftschancen deutlich die Risiken. Die Meierhofer AG ist zuversichtlich, den Herausforderungen, die sich aus den genannten Risiken ergeben, aufgrund der995942295995942295HHHarald Hofmeister (DE)Ist die Meierhofer Marktführer? Stellung im Markt, der technologischen Innovationskraft, der engagierten Mitarbeiter sowie der gut strukturierten Prozesse zur Risikofrüherkennung auch im Jahr 2025 erfolgreich begegnen zu können. Nichtsdestotrotz sind die regulatorischen Entwicklungen, das Marktgeschehen, die innerbetrieblichen Abläufe sowie die Finanzierung der Gesellschaft weiterhin genau zu beobachten und ggf. entsprechende Maßnahmen zur Risikominimierung zu treffen.

3.4 Prognosebericht

Die Abarbeitung des Auftragsbestands sowie vielversprechende Vertriebsprojekte werden im Geschäftsjahr 2024/2025 Umsatzerlöse generieren.

Grundlage dafür sind neben einem stabilen Bestandskundengeschäft die laufende Digitalisierungsprogramme und eine Vielzahl aktueller Gesetzesinitiativen. Beides generiert nicht nur Umsätze, sondern sorgt auch für die Weiterentwicklungen des Produktportfolios und die Zukunftsfähigkeit der AG.

Begrenzten Potenzialen zur Umsetzung von Digitalisierungsprojekten, die bei vielen Kunden beobachtbar und insbesondere auf Personalmangel und eine schlechte Wirtschaftslage zurückzuführen sind, begegnet die Meierhofer AG mit Standardisierung (vgl. 3.2.4) und einem immer umfangreicheren Geschäftsmodell (vgl. 1.1). Beides schont Ressourcen sowohl auf Kundenseite als auch intern.

In Summe sind die Erwartungen für das Geschäftsjahr 2024/2025 positiv. Die Meierhofer AG erwartet moderat steigende Umsatzerlöse. Auf den gestiegenen Kostendruck hat sich die Meierhofer AG eingestellt, so dass auch beim EBITDA mit moderaten Zuwächsen gerechnet wird. Bei den aktivierbaren Eigenleistungen ist von stabil bleibenden Zugängen auszugehen.

Handelsbilanz

Aktiva

30.9.2024
EUR
30.9.2023
EUR
A. Anlagevermögen 18.150.077,02 15.357.235,95
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 16.358.620,77 13.667.894,43
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 16.264.118,10 13.565.199,61
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 94.502,67 102.694,82
II. Sachanlagen 491.955,25 389.840,52
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 491.955,25 388.667,18
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 1.173,34
III. Finanzanlagen 1.299.501,00 1.299.501,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.299.501,00 1.299.501,00
B. Umlaufvermögen 13.809.679,15 16.948.081,88
I. Vorräte 5.827.080,98 3.136.577,58
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7.832.083,88 10.012.640,28
1. Forderungen gegen Gesellschafter 434,73
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.445.119,58 5.050.901,39
3. sonstige Vermögensgegenstände 3.386.964,30 4.961.304,16
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 150.514,29 3.798.864,02
C. Rechnungsabgrenzungsposten 446.143,94 500.313,20
Summe Aktiva 32.405.900,11 32.805.631,03

Passiva

30.9.2024
EUR
30.9.2023
EUR
A. Eigenkapital 11.071.425,29 9.670.922,07
I. Gezeichnetes Kapital 111.100,00 111.100,00
II. Kapitalrücklage 1.158.900,00 1.158.900,00
III. Gewinnrücklagen 10.000,00 10.000,00
IV. Bilanzgewinn 9.791.425,29 8.390.922,07
davon Gewinnvortrag 8.390.922,07 8.669.653,05
B. Rückstellungen 1.500.613,00 1.892.249,58
C. Verbindlichkeiten 15.736.690,87 16.837.594,94
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 434.999,46
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 434.999,46
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.010.060,56 2.705.898,38
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4.010.060,56 2.705.898,38
3. sonstige Verbindlichkeiten 11.291.630,85 14.131.696,56
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 11.291.630,85 14.131.696,56
D. Rechnungsabgrenzungsposten 507.020,39 427.787,52
E. Passive latente Steuern 3.590.150,56 3.977.076,92
Summe Passiva 32.405.900,11 32.805.631,03

Gewinn- und Verlustrechnung

1.10.2023 - 30.9.2024
EUR
1.10.2022 - 30.9.2023
EUR
1. Rohergebnis 27.675.529,60 22.928.840,94
2. Personalaufwand 19.858.206,57 16.512.883,27
a) Löhne und Gehälter 16.686.893,62 13.898.400,62
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.171.312,95 2.614.482,65
davon für Altersversorgung 60.224,47 52.228,46
3. Abschreibungen 1.064.408,87 1.048.916,14
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.064.408,87 1.048.916,14
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.643.156,96 5.868.318,09
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.568,12 3.538,85
davon aus verbundenen Unternehmen 2.568,12 2.588,85
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 86.387,45 9.998,66
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -377.761,77 -235.189,89
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 386.926,36
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 269.961,47
8. Ergebnis nach Steuern 1.403.699,64 -272.546,48
9. sonstige Steuern 3.196,42 6.184,50
10. Jahresüberschuss 1.400.503,22 -278.730,98
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 8.390.922,07 8.669.653,05
12. Bilanzgewinn 9.791.425,29 8.390.922,07

Anhang zum Jahresabschluss zum 30. September 2024

der Meierhofer Aktiengesellschaft, Aschheim

A. Grundlegende Angaben zum Unternehmen und zur Bilanzierung

Registerdaten zum Unternehmen, Gliederung

Die Gesellschaft ist unter der Firma Meierhofer Aktiengesellschaft mit Sitz in Aschheim im Handelsregister München unter der Nummer HRB 134472 eingetragen.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt nach den Vorschriften des HGB und des AktG.

Von den Erleichterungen bei der Aufstellung des Jahresabschlusses für mittelgroße Kapitalgesellschaften wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

B. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände wurden in Übereinstimmung mit § 248 (2) HGB i. V. m. § 255 (2a) HGB aktiviert und zu Herstellungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Nutzungsdauer für selbst geschaffene Rechte und ähnliche Werte liegt bei 10 Jahren, bei entgeltlich erworbenen Rechten und ähnlichen Werte zwischen 3 und 5 Jahren und für Sachanlagen zwischen 3 und 10 Jahren.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von 250,01 € bis 800,00 € werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Abschreibungen erfolgen bei dauerhafter Wertminderung. Bezüglich der durch Sacheinlage erworbenen Anteile an der Meierhofer Schweiz AG wurde der Zeitwert, umgerechnet zum Stichtagskurs, im Einlagezeitpunkt angesetzt.

Dauerhaften Wertminderungen des Anlagevermögens auf den niedrigeren beizulegenden Wert wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten entsprechend dem jeweiligen Projektfortschritt angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB, welche die im Rahmen der Leistungserbringung entstandenen Fertigungseinzel- und Fertigungsgemeinkosten umfassen. Fremdkapitalzinsen wurden in die Herstellungskosten nicht einbezogen. Wertberichtigungen werden vorgenommen, wenn die zu erwartenden Herstellungskosten über dem Auftragswert liegen.

Erhaltene und geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zu Nennwerten bewertet.

Kassenbestände und Bankguthaben werden jeweils zum Nennwert angesetzt.

Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen gemäß § 249 Abs. 1 HGB sind in der Höhe gebildet, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dem Erfüllungsbetrag entspricht.

Verbindlichkeiten sind in Höhe der Erfüllungsbeträge bilanziert.

Als Rechnungsabgrenzungsposten gem. § 250 HGB sind auf der Aktiv- und Passivseite Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die latenten Steuern resultieren aus unterschiedlichen Bewertungsansätzen in der Handels- und Steuerbilanz sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen.

Die Umsatzrealisierung erfolgt im Zeitpunkt des Gefahrenübergangs bzw. bei zeitraumbezogenen Leistungen über den Zeitraum der Leistungserbringung.

Weitere Angaben zur Bilanz

1. Aktiva

Entwicklung der Posten des Anlagevermögens

Die Zusammensetzung und die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023/2024 ist in angehängtem Anlagespiegel (Anlage I) dargestellt. Von den aktivierten Entwicklungskosten sind TEUR 12.406 in Erstellung und werden daher noch nicht planmäßig abgeschrieben.

Finanzanlagen

Die Beteiligungen setzen sich wie folgt zusammen:

Name Sitz Anteil
in %
Eigenkapital 30.09.2024
EUR
Ergebnis des Geschäftsjahres 2023/2024
EUR
Meierhofer Österreich GmbH St. Valentin, Österreich 100,00 313.972 -33.523
Meierhofer Deutschland GmbH München, Deutschland 100,00 338.651 2.328
Meierhofer Schweiz AG* Liebefeld-Bern, Schweiz 100,00 2.928.229 -354.980
Meierhofer Medizintechnik GmbH München, Deutschland 77,36 -47.169 280.996
eMedX GmbH* Liebefeld-Bern, Schweiz 51,00 66.775 -669

* umgerechnet zum Kurs am Bilanzstichtag (0,9439 CHF/EUR)

Forderungen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen wie im Vorjahr bis auf ein Darlehen gegenüber der Meierhofer Medizintechnik GmbH in Höhe von TEUR 2.434 (Vorjahr: TEUR 2.522) auf Lieferungen und Leistungen. Für das Darlehen gegenüber der Meierhofer Medizintechnik GmbH wurde ein Rangrücktritt bis zu einer Höhe von TEUR 4.000 erklärt.

Als verbundene Unternehmen werden alle Gesellschaften angesehen, die mittelbar oder unmittelbar im Mehrheitsbesitz der Meierhofer AG stehen.

2. Passiva

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) ist voll erbracht und besteht aus 111.100 Stück zu je EUR 1,00 auf den Namen lautender Stammaktien.

Aufgrund der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände (TEUR 16.264) sowie passiver latenter Steuern (TEUR 3.590) besteht eine Ausschüttungssperre i.S.d. § 268 (8) HGB i.H.v. TEUR 12.674.

Sonstige Rückstellungen

Der Ausweis entfällt u.a. auf Rückstellungen für Personalverpflichtungen (TEUR 1.227, Vorjahr: TEUR 1.081) sowie für Gewährleistungen (TEUR 50, Vorjahr: TEUR 56), Archivierung (TEUR 10, Vorjahr: TEUR 10), Abschlusskosten (TEUR 105, Vorjahr: TEUR 97) und ausstehende Rechnungen (TEUR 108, Vorjahr: TEUR 45).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen wie im Vorjahr Liefer- und Leistungsverkehr.

Die latenten Steuern beruhen auf den aktivierten selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenständen und steuerlichen Verlustvorträgen und sind mit einem Steuersatz von 26,7% bewertet. Die passiven latenten Steuern veränderten sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR -387 von TEUR 3.977 auf TEUR 3.590.

3. Haftungsverhältnisse

Gegenüber der Tochtergesellschaft Meierhofer Österreich GmbH bestehen Bürgschaften zur Kontokorrentbesicherung i.H.v. von TEUR 230 (Vorjahr: TEUR 230).

Eine Inanspruchnahme aus diesen Haftungsverhältnissen erscheint derzeit aufgrund der ausgeglichenen wirtschaftlichen Verhältnisse der Tochtergesellschaft als unwahrscheinlich.

Darüber hinaus bestehen zum Bilanzstichtag Darlehenszusagen gegenüber der Meierhofer Medizintechnik GmbH in Höhe von TEUR 4.000 bis zum 31.12.2025, die zum Bilanzstichtag mit TEUR 2.434 in Anspruch genommen wurden.

C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse i.H.v. TEUR 28.404 (Vorjahr: TEUR 23.048) teilen sich auf folgende Bereiche auf:

Wartung: TEUR 12.406 (Vorjahr: TEUR 11.008)
Lizenzen: TEUR 5.849 (Vorjahr: TEUR 4.867)
Dienstleistung: TEUR 6.405 (Vorjahr: TEUR 4.015)
Intercompany: TEUR 3.744 (Vorjahr: TEUR 3.158)

Die Gesamtaufwendungen für Entwicklungen (inkl. Auftragsentwicklung) belaufen sich im Geschäftsjahr 2023/2024 auf TEUR 9.521 (Vorjahr: TEUR 7.295), davon wurden TEUR 3.417 (Vorjahr: TEUR 3.192) aktiviert

D. Sonstige finanziellen Verpflichtungen

Aus zeitlich befristeten Miet- und Leasingverträgen ergeben sich sonstige finanzielle Verpflichtungen i.H.v. TEUR 7.149, wovon TEUR 628 innerhalb eines Jahres zur Zahlung fällig sind.

E. Sonstige Angaben

1. Anzahl der Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 266 (Vorjahr: 226) Mitarbeiter beschäftigt, welche sich auf die nachfolgenden Bereiche aufteilen:

Customizing und Support: 55 (Vorjahr: 45)
Verwaltung/Finanzen: 49 (Vorjahr: 47)
Projekt -und Accountmanagement: 50 (Vorjahr: 47)
Produktentwicklung: 112 (Vorjahr: 87)

2. Organe

Die Organe der Gesellschaft sind der Vorstand und der Aufsichtsrat.

Mitglied des Vorstandes:

Herr Matthias Meierhofer, Vorstand der Meierhofer AG, Haar

Gegenüber Herrn Matthias Meierhofer besteht ein Verrechnungskonto i.H.v. TEUR 30 (Vorjahr: EUR 435). Es handelt sich hierbei um eine Forderung der Gesellschaft.

Mitglieder des Aufsichtsrats:

Herr Dipl. Kfm. Jan Börnigen, Steuerberater, Haar (Vorsitzender)

Herr Marco Walker, COO Asklepios Kliniken Hamburg, Hamburg

Herr Udo Bräu, Berater und Business Coach, St. Peter in der Au, Österreich

Für die Angabe zu Bezügen des Vorstandes und des Aufsichtsrats wird die Befreiung nach § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

3. Weitere Angaben

Mindestbesteuerung

Es wird erwartet, dass sich kein Steueraufwand und kein Steuerertrag nach dem Mindeststeuergesetz und ausländischen Mindeststeuergesetzen ergibt, oder, wenn diese Gesetze noch nicht in Kraft getreten sind, bei der Anwendung dieser Gesetze.

Konzernabschluss

Die Meierhofer AG stellt einen Konzernabschluss (größter und kleinster Konsolidierungskreis) für das Geschäftsjahr 2023/24 nach §§ 290ff. HGB auf. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister offengelegt.

Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss zusammen mit dem Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Zur weiteren Finanzierung des Wachstums stehen der Gesellschaft seit Mitte Mai 2025 ein zusätzliches Darlehen in Höhe von T€ 1.200 sowie eine Finanzierungszusage des Mehrheitsgesellschafters in Höhe von T€ 700 zur Verfügung.

Darüber hinaus sind zwischen dem Bilanzstichtag 30. September 2024 und dem Datum, an dem der Jahresabschluss 2023/2024 aufgestellt wurde, bei der Gesellschaft keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens gehabt hätten.

Anlagenspiegel

Kumulierte Anschaffungswerte
Stand 01.10.2023 Zugang lfd. Jahr Abgang/ Umbuchungen lfd. Jahr Stand 30.09.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbstgeschaffene Rechte und ähnliche Werte 20.779.176,72 3.416.720,07 0,00 24.195.896,79
entgeltlich erworbene Rechte und ähnliche Rechte 1.170.410,35 8.633,32 17.266,66 1.161.777,01
geleistete Anzahlungen 17.266,66 0,00 -17.266,66 34.533,32
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.912.337,09 431.896,55 1.173,34 2.343.060,30
geleistete Anzahlungen 1.173,34 0,00 -1.173,34 2.346,68
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.299.501,00 0,00 0,00 1.299.501,00
Gesamtsumme 25.179.865,16 3.857.249,94 0,00 29.037.115,10
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.10.2023 AfA lfd. Jahr Buchwert 01.10.2023 Buchwert 30.09.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbstgeschaffene Rechte und ähnliche Werte 7.931.778,69 717.801,58 13.565.199,61 16.264.118,10
entgeltlich erworbene Rechte und ähnliche Rechte 1.101.807,66 16.825,47 85.428,16 77.236,01
geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 17.266,66 17.266,66
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.853.451,73 329.781,82 388.667,18 490.781,91
geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 1.173,34 1.173,34
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 1.299.501,00 1.299.501,00
Gesamtsumme 10.887.038,08 1.064.408,87 15.357.235,95 18.150.077,02

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat ist im Berichtsjahr vom Vorstand schriftlich und mündlich über die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft und über alle wichtigen Angelegenheiten unterrichtet worden. Mit dem Vorstand wurden die wesentlichen Fragen der Gesellschaft erörtert. Aus der laufenden Überwachung der Geschäftsführung ergab sich kein Anlass zur Beanstandung.

Den Jahresabschluss 2023/24 und den Lagebericht hat der Aufsichtsrat geprüft. Die zum Abschlussprüfer bestellte PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Bernhard-Wicki-Straße 8, 80636 München, hat über das Ergebnis ihrer Prüfung berichtet und dem Jahresabschluss und dem Lagebericht den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. In ihren abschließenden Feststellungen hat sie keine Beanstandungen erhoben.

Der Aufsichtsrat hat vom Bericht der Abschlussprüfer zustimmend Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfer sind keine Einwendungen zu erheben.

Der Herr Vorsitzende gab zunächst bekannt, dass der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01.10.2023 bis 30.09.2024, versehen mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers, der Lagebericht und der Bericht des Aufsichtsrats vorliegen. Der Herr Vorsitzende gab weiter bekannt, dass der Jahresabschluss vom Vorstand aufgestellt und vom Aufsichtsrat gebilligt und somit gemäß § 172 AktG festgestellt ist.

 

München, den 01.07.2025

Für den Aufsichtsrat

Jan Börnigen

sonstige Berichtsbestandteile

 

Aschheim, den 15. Juli 2025

gez. Matthias Meierhofer, Vorstandsvorsitzender

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 15.07.2025 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Meierhofer Aktiengesellschaft, Aschheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Meierhofer Aktiengesellschaft, Aschheim, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Meierhofer Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

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• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

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• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

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• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

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