Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 279907
Eingetragen
27.10.2022
Branche
Forschung und Entwicklung im Bereich BiotechnologieErbringung von Dienstleistungen von medizinischen LaboratorienErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Gegenstand
Die Durchführung aller Maßnahmen und Dienste im Bereich biotechnologischer Anwendungen sowie auch auf verwandten und ähnlichen Gebieten. Insbesondere: Analyse der chemischen Struktur von Biopolymeren, dabei insbesondere die Ermittlung der Sequenz von Nukleinsäuren, als Dienstleistung sowie Beratung auf diesem Gebiet; Erforschung und Entwicklung von Methoden zur Strukturaufklärung von hochpolymeren Stoffen; Entwicklung, Verkauf und Verleih von Geräten und Rechnerprogrammen zur Analyse von Biopolymeren, sowie daraus hervorgegangenen Analysedaten; Erwerb und Vergabe von Lizenzen in den jeweiligen Bereichen und die Kooperation mit anderen Firmen zur Erstellung und der Vermarktung gemeinsamer Produkte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Florian Dr. Vogel
seit 19.4.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Eurofins Genomics B.V.
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Eurofins Genomics Europe Pharma and Diagnostics Products & Services Sanger/PCR GmbH
Germany
146.278 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Eurofins LifeCodexx GmbH

Planegg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

A.1. Geschäftsmodell

Die Eurofins LifeCodexx GmbH ist Europas erster Anbieter von nicht invasiven Bluttests zur Untersuchung fötalen Erbguts im mütterlichen Blut gewesen. Diese innovative Untersuchungsmethode bestimmt aus einer Blutprobe der Mutter Chromosomenstörungen beim ungeborenen Kind mit dem Ziel, die Anzahl der invasiven Eingriffe zu reduzieren ("NIPT-Geschäft").

Durch die Aufnahme der nicht invasiven Bluttests zur Untersuchung fötalen Erbguts im mütterlichen Blut in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen wurde dieses Geschäft im Jahr 2022 an ein verbundenes Unternehmen übertragen, welches zur Abrechnung mit kassenärztlichen Vereinigungen berechtigt ist. Seitdem beschränkt sich das Geschäft der Gesellschaft daher auf die Erbringung dieser Leistungen im Wesentlichen auf Kunden im Ausland in deutlich geringerem Umfang als noch im Geschäftsjahr 2022.

Die zusätzlich entwickelten Angebote von Covid-Testungen überlagerten zudem im Geschäftsjahr 2021 und 2022 das Kerngeschäft deutlich. Nach Abklingen der Pandemie wurde das Geschäft mit Covid- Testungen im Geschäftsjahr 2022 vollständig eingestellt und wird zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts nicht mehr betrieben.

Das spezielle analytische Portfolio der Gesellschaft erfordert den Einsatz modernster Technologien.

Die Gesellschaft ist in den Konzern der Eurofins-Gruppe eingebunden, mit der Eurofins Scientific S.E., Luxemburg, als Mutterunternehmen. Die Eurofins-Konzerngruppe ist ein Life-Science-Unternehmen, das Kunden der Industrie in den Bereichen Pharma, Nahrungsmittel, Bedarfsgegenstände und Umwelt umfangreiche Analysedienstleistungen anbietet. Mit über 62.000 Mitarbeitern und mehr als 900 Laboratorien in über 62 Ländern steht Eurofins weltweit in der Spitzengruppe der Branche. Das Dienstleistungsangebot der Gruppe umfasst über 200.000 verlässliche Analysemethoden zur Bestimmung der Sicherheit, Identität, Zusammensetzung, Authentizität, Herkunft und Reinheit von einer Vielzahl von Produkten.

Die Eurofins-Gruppe ist einer der globalen Marktführer auf diesem Gebiet.

A.1.1. Ziele und Strategien

Ziel ist es, die noch bestehenden ausländischen Kunden und verbleibenden (Miet-)Verträge in 2024 ebenfalls an die Eurofins Humangenetik und Pränatal-Medizin MVZ GmbH vollständig zu übertragen und den Geschäftsbetrieb in dieser Gesellschaft fortzuführen.

A.1.2. Steuerungssystem

Zur Überwachung des Geschäftsverlaufs erfolgt eine regelmäßige Auswertung unterschiedlicher Kennzahlen und Steuerungsgrößen wie z. B. Umsatzerlöse und EBIT vor IC-Verrechnungen.

Darüber hinaus erfolgt auf Unternehmensebene monatlich, sowie auf Konzernebene quartalsweise, eine strenge Budgetkontrolle im Rahmen einer Abweichungsanalyse mit strikten Verpflichtungen für die Zielerreichung von Standortverantwortlichen und Vertriebsmitarbeitern.

A.2. Wirtschaftsbericht

A.2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach den Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF, World Economic Outlook Update Juli 2024) entwickelte sich das Weltwirtschaftswachstum im Jahr 2023 mit 3,3% positiv, blieb allerdings hinter dem Vorjahr (3,5%) zurück. Die Ursachen liegen im Wesentlichen in den andauernden Auswirkungen des Ukrainekonfliktes. Bezogen auf die Euro-Zone wurde ein Wachstum von 0,5%, in Deutschland jedoch ein Rückgang von -0,2% erzielt.

Durch das spezifische Leistungsangebot und das hohe analytische Fachwissen hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 ein weitgehendes Alleinstellungsmerkmal insbesondere auf dem Gebiet der invasiven pränatalen Diagnostik und nicht invasiver Bluttests zur Untersuchung kindlichen Erbguts im mütterlichen Blut. Die Anforderungen an Qualität und Sicherheit für sensible Analysen und damit auch die Nachfrage nach spezifischen Untersuchungen steigt stetig an. Es ist zu erwarten, dass sich dieser Trend in den nächsten Jahren fortsetzen wird.

A.2.2. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2023 sind die Umsatzerlöse gesunken. Dies ist auf die Übertragung des NIPT- Kerngeschäfts an verbundene Unternehmen sowie insbesondere der kompletten Beendigung des Geschäfts mit Covid-Testungen durch das Abklingen der Corona-Pandemie zurückzuführen.

Im Berichtsjahr sind die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe um TEUR 5.084 gesunken. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind um TEUR 48.834 gesunken. Dies ist ebenfalls auf das übertragene NIPT-Geschäft sowie insbesondere der kompletten Beendigung des Geschäfts mit Covid-Testungen zurückzuführen.

Die Personalaufwendungen konnten ebenfalls um TEUR 2.860 gesenkt werden, auch dieser Rückgang ist Resultat der Übertragung des NIPT-Geschäfts sowie der Beendigung der Covid-Testungen.

Während die Personalaufwendungen erheblich gesunken sind, haben sich die Abschreibungen um TEUR 86 und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 8.555 verringert. Das Rohergebnis war positiv ebenso wie das EBIT, was zur Erzielung eines positiven Jahresergebnisses führte.

A.2.2.1. Darstellung des Geschäftsverlaufs

Das Jahr 2023 ist geprägt von der in 2022 umgesetzten Übertragung des inländischen operativen NIPT- Geschäfts an die Eurofins Humangenetik und Pränatal-Medizin sowie der ebenfalls in 2022 erfolgten, kompletten Beendigung des Geschäfts mit Covid-Testungen. In 2023 verbleiben somit noch das NIPT- Geschäft mit ausländischen Kunden in der Lifecodexx GmbH. Der Geschäftsverlauf ist somit nur sehr bedingt mit den Vorjahren vergleichbar.

A.2.2.1.1. Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 sind die Umsatzerlöse der Gesellschaft auf TEUR 1.589 (Vorjahr: TEUR 75.372) gesunken. Der Rückgang beruht auf der Übertragung des inländischen NIPT-Geschäfts an ein verbundenes Unternehmen. Zudem sind die im Vorjahr generierten Covid-Umsätze i. H. v. TEUR 66.762 durch das Abklingen der Pandemie ausgeblieben. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind um TEUR 5.084 auf TEUR 145 gesunken, da durch den Übertrag des inländischen NIPT-Geschäfts weniger Aufwendungen entstanden sind.

Die zur Erzielung der Umsatzerlöse bezogenen Leistungen sind ebenfalls mit dem Übertrag des inländischen NIPT-Geschäfts und dem Wegfall der Covid-Umsätze verbunden. Diese sind um TEUR 48.834 auf TEUR 396 gesunken.

Aufgrund der dargestellten Entwicklung ergibt sich im Geschäftsjahr ein Rohergebnis von TEUR 1.048 (Vorjahr: TEUR 20.878), das damit um TEUR 19.830 unter dem Vorjahr liegt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um TEUR 1.400 auf 110 TEUR gesunken. Die Abweichung ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass abweichend zum Vorjahr keine Erträge aus Auflösung von Rückstellungen und keine Erträge aus dem Verkauf vom Kundenstamm entstanden sind. Die zur Erwirtschaftung des Rohergebnisses entstandenen Personalaufwendungen sind im Geschäftsjahr auf TEUR 643 (Vorjahr: TEUR 3.503) gesunken. Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand / Rohergebnis) ist von 17% auf 61% gestiegen.

Die Abschreibungen sinken gegenüber dem Vorjahr um TEUR 86 auf TEUR 499.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringern sich von TEUR 10.475 um TEUR 8.555 auf TEUR 1.920, hauptsächlich auf Grund von gesunkenen Aufwendungen für Lizenzgebühren an verbundene Unternehmen und Aufwendungen für sonstige Werbungskosten.

Der EBIT vor IC-Verrechnung sinkt um TEUR 6.094 auf TEUR 1.539 (Vorjahr: TEUR 7.633). Dies ist ebenfalls auf die umgesetzte Übertragung des inländischen operativen NIPT-Geschäfts an die Eurofins Humangenetik und Pränatal-Medizin sowie der kompletten Beendigung des Geschäfts mit Covid- Testungen zurückzuführen.

Die Zinserträge sind auf TEUR 2.618 (Vorjahr: TEUR 367) gestiegen und resultieren insbesondere aus dem Cashpool-Guthaben.

Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages wird das Jahresergebnis in Höhe von TEUR 713 (Vorjahr: TEUR 7.946) an die Muttergesellschaft abgeführt.

A.2.2.1.2. Finanz- und Vermögenslage Kapitalstruktur

Das Eigenkapital ist auf Grund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags dem Vorjahr gegenüber unverändert.

Die Eigenkapitalquote beträgt 9,4% (Vorjahr: 6,3%).

Die sonstigen Rückstellungen sind um TEUR 236 auf TEUR 339 gesunken und beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 128 (Vorjahr: TEUR 246).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind von TEUR 137.225 um TEUR 47.766 auf TEUR 89.459 gesunken im Wesentlichen auf Grund von geringeren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aufgrund rückläufigen Geschäftsumfangs. Die sonstigen Verbindlichkeiten sinken um TEUR 618 auf TEUR 1.878. Die Bilanzsumme der Eurofins LifeCodexx GmbH sinkt im Berichtsjahr auf TEUR 101.478 (Vorjahr: TEUR 150.438).

Investitionen

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen in Höhe von TEUR 532 (Vorjahr: TEUR 2.653) getätigt.

Liquidität

Die Liquidität der Eurofins LifeCodexx GmbH war im Berichtsjahr stets gewährleistet. Es wird auch in Zukunft eine stabile Vermögens- und Finanzlage erwartet. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass der Großteil des nationalen Geschäfts mit nicht invasiven Bluttests auf eine andere Konzerngesellschaft übertragen wurde. Die Liquidität der Gesellschaft ist jedoch auch trotz verringerter Geschäftstätigkeit mittel- und langfristig durch die Möglichkeit zur Nutzung der Finanzierungsinstrumente der Gruppe gewährleistet.

Vermögenslage

Das Anlagevermögen verringert sich aufgrund der Abgänge um TEUR 1.074 auf TEUR 1.594.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich von TEUR 367 um TEUR 323 auf TEUR 44 auf Grund des deutlich gesunkenen Geschäftsumfangs. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sanken um TEUR 45.576 auf TEUR 90.663. Dies ist im Wesentlichen auf gesunkene Forderungen aus Finanzverkehr zurückzuführen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sanken im Geschäftsjahr 2023 von TEUR 10.884 auf TEUR 8.994 im Wesentlichen auf Grund von geringeren Vorsteuerforderungen.

A.2.3. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Zum 31. Dezember 2023 waren durchschnittlich 9 (Vorjahr: 60) Mitarbeiter beschäftigt. Die Mitarbeiter sind eine wesentliche Grundlage für den Erfolg der Eurofins-Gruppe.

B. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

B.1. Prognosebericht

B.1.1. Voraussichtliche gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Der Internationale Währungsfonds (IWF, World Economic Outlook Update Juli 2024) prognostiziert das Weltwirtschaftswachstum für 2024 mit 3,2%, für 2025 leicht steigend mit 3,3%. Der IWF erwartet somit ein stabiles Wachstum auf dem Niveau des Jahres 2023 und nennt vor allem die Wachstumserwartungen der Schwellenländer im Vergleich zur eher unterdurchschnittlichen Entwicklung der Industrienationen wie den USA als Grund.

Bezogen auf die Euro-Zone wird im Jahr 2024 mit einem abgeschwächten Wachstum von 0,9% gerechnet, fortgesetzt mit 1,5% im Jahr 2025.

Das Wirtschaftswachstum für Deutschland wird für das Jahr 2024 mit 0,2% prognostiziert, im Jahr 2025 wird eine leichte Verbesserung auf 1,3% erwartet. Als einen Hauptgrund nennt der Währungsfonds die weiter schwache Verbraucherstimmung in Deutschland.

In der Branche der nicht-invasiven pränatalen Diagnostik ist weiterhin von einer Marktkonsolidierung auszugehen.

B.1.2. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Das Unternehmen plant, die noch bestehenden ausländischen Kunden und auch die noch aus dem ursprünglichen nationalen NIPT-Kerngeschäft verbleibenden (Miet-) Verträge und das Anlagenvermögen in 2024 ebenfalls an die Eurofins Humangenetik und Pränatal-Medizin MVZ GmbH Unternehmen vollständig zu übertragen und somit den operativen Geschäftsbetrieb komplett einzustellen.

Abschließend geht die Geschäftsleitung, aufgrund der oben beschriebenen Veränderungen für das Geschäftsjahr 2024 von gesunkenen Umsätzen in Höhe von TEUR 927 aus. Das EBIT vor Intercompany-Verrechnungen wird im Geschäftsjahr 2024 leicht positiv und bei ca. TEUR 437 liegen.

Für das Geschäftsjahr 2025 erwartet die Gesellschaft keine Umsätze mehr und ein nahezu ausgeglichenes Resultat (EBIT vor Intercompany-Verrechnungen).

B.1.3. Zusammenfassende Gesamtaussage zur Zukunftsprognose

Mit der kompletten Übertragung des NIPT-Geschäfts der LifeCodexx GmbH auf die Eurofins Humangenetik und Pränatal-Medizin MVZ GmbH wird das ursprüngliche Kerngeschäft der Gesellschaft innerhalb des Eurofins-Verbunds weitergeführt und zukünftige Potentiale im NIPT-Geschäft durch Neukunden und Synergieeffekte ausgeschöpft.

B.2. Risikobericht

Ein Risiko ist im Allgemeinen in dem permanenten Preisverfall für die angebotenen Dienstleistungen im Bereich der nicht-invasiven pränatalen Diagnostik zu sehen. Mitbewerber arbeiten permanent an der Senkung von Kosten, um so die Leistungen zu geringeren Preisen an den Endkunden abzugeben und neue Kunden zu gewinnen.

Insbesondere die Abhängigkeit von sehr vielen Einsendern mit geringem Vertriebsvolumen in verschiedenen Ländern des europäischen Auslands bedeutet ein Risiko aufgrund der hohen Belastung für Kundenretention und sehr unterschiedlichen Marktdynamiken in den einzelnen Ländern.

Alle relevanten Qualitäts- und Prozessthemen werden durch ein umfangreiches internes Qualitätsmanagementsystem gelenkt und vollumfänglich dokumentiert. Dazu führt die Gesellschaft regelmäßig interne Audits zur Selbstkontrolle durch.

Bei der Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken des laufenden Geschäfts kommt dem Berichtswesen eine besondere Bedeutung zu. Der Geschäftsverlauf der einzelnen Gesellschaften des Konzerns wird nach einheitlichen Richtlinien abgebildet und kommentiert. Die relevanten finanzwirtschaftlichen Zielgrößen Umsatz und EBIT vor Intercompany-Verrechnung werden monatlich im Rahmen eines Gruppen-Reportings der Geschäftsführung zur Verfügung gestellt, um umfassend über mögliche Risiken zu informieren.

Die Zielerreichung in den (Sub-)Business Units und Cost Centers wird weiterhin durch ein ausführliches und verfeinertes monatliches Berichtswesen überwacht und gesteuert. Mit Hilfe dieser Plan-/Ist- Vergleiche können frühzeitig Abweichungen erkannt und notwendige Maßnahmen zur Zielerreichung eingeleitet werden.

Die Liquiditätsentwicklung der Gesellschaft wird wie im Vorjahr durch wöchentliche Liquiditätsberichte gesteuert. Spezielle - über das generelle Geschäftsrisiko hinausgehende - Liquiditätsrisiken liegen nicht vor.

Mit dem Übertrag des inländischen Geschäfts und dem geplanten Übertrag des ausländischen Geschäfts an die Eurofins Humangenetik und Pränatal-Medizin MVZ GmbH sinken die operativen Risiken, wie Preisverfall oder Qualitätsrisiken. Risiken für die Gesellschaft bestehen noch aus offenen Gerichtsverfahren oder Verbindlichkeiten allfälliger Forderungen von Kunden des Covid-Geschäfts.

Bei den offenen Gerichtsverfahren handelt es sich laut Kläger um eine Urheberrechtsverletzung. Ein Vergleich im niedrigen fünfstelligen Bereich ist als wahrscheinlich anzunehmen. Bei den Verbindlichkeiten handelt es sich um noch nicht abgerechnete Beraterleistungen, diese wurden jedoch bereits bilanziell berücksichtigt.

B.3. Chancenbericht

Obwohl sich durch die Entwicklung neuer oder verbesserter Tests in der nicht-invasiven pränatalen Diagnostik Wachstumsmöglichkeiten im internationalen Geschäft bieten können, muss nach erfolgter Übertragung des nationalen Geschäfts in diesem Bereich mit deutlich geringeren Ergebnissen gerechnet werden. Ebenfalls wird die vollständige Übertragung des verbleibenden Geschäfts an die Eurofins Humangenetik und Pränatal-Medizin MVZ GmbH noch in 2024 umgesetzt.

 

Planegg, den 7. Februar 2025

Roel de Nobel

Dr. rer. nat. Florian Vogel

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte und Software 1.968,58 2
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 56.824,47 1.233
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.386.973,57 1.323
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 148.294,51 110
1.592.092,55 2.666
1.594.061,13 2.668
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 174.415,82 250
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 43.540,68 367
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 90.662.661,09 136.239
3. Sonstige Vermögensgegenstände 8.993.830,47 10.884
99.700.032,24 147.490
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 160,86 0
99.874.608,92 147.740
C. Rechnungsabgrenzungsposten 9.179,02 30
101.477.849,07 150.438

PASSIVA

Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 146.278,00 146
II. Kapitalrücklage 9.372.856,00 9.373
9.519.134,00 9.519
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 339.285,54 575
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 2
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 1
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 282.146,37 620
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 89.459.334,44 137.225
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.877.948,72 2.496
davon aus Steuern: EUR 7.906,12 (Vorjahr: TEUR 55)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 50)
91.619.429,53 140.344
101.477.849,07 150.438

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 1.589.051,12 75.372
2. Verminderung (-) des Bestands an unfertigen Leistungen 0,00 -35
3. Sonstige betriebliche Erträge 109.762,92 1.512
davon aus Währungsumrechnung EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 8)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 144.586,48 5.229
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 396.350,22 49.230
540.936,70 54.459
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 590.031,29 2.971
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 52.970,99 532
davon für Altersversorgung: EUR 8,79 (Vorjahr: TEUR 2)
643.002,28 3.503
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 498.613,34 585
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.920.038,67 10.475
davon aus Währungsumrechnung EUR 0,80 (Vorjahr: TEUR 3)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.618.399,62 367
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 2.614.958,69 (Vorjahr: TEUR 367)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1,95 0
10. Ergebnis nach Steuern 714.620,72 8.194
11. Sonstige Steuern 1.553,00 248
12. Aufgrund von Gewinnabführungsverträgen abgeführter Gewinn 713.067,72 7.946
13. Jahresüberschuss 0,00 0

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeines

Die Eurofins LifeCodexx GmbH, mit Sitz in Planegg und Eintragung im Handelsregister B beim Amtsgericht München (HRB 279907), (im Folgenden "LifeCodexx" oder "Gesellschaft") ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte jedoch anhand der Vorschriften für große Kapitalgesellschaften, da die LifeCodexx die Größenkriterien für eine kleine Kapitalgesellschaft noch nicht an zwei aufeinander folgenden Stichtagen erfüllt hat.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 bzw. 275 HGB wurden angewandt; bei der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) beibehalten.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den handelsrechtlichen Vorschriften. Sie sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen der Vorjahre und die Abschreibungen des Berichtsjahres bewertet.

Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer (zwischen 3 und 10 Jahren) der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von bis zu EUR 250,00 werden im Jahr der Anschaffung sofort abgeschrieben. Für Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 wird im Jahr der Anschaffung ein Sammelposten gebildet und über einen Zeitraum von fünf Jahren linear abgeschrieben.

Bei den Vorräten sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu fortgeschriebenen Einstandspreisen oder zum niedrigeren beizulegenden Wert aufgrund gesunkener Wiederbeschaffungskosten beziehungsweise sonstiger Wertminderungen angesetzt.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel sind mit dem Nominal- bzw. Nennwert bilanziert. Sofern erkennbare Einzelrisiken vorliegen, wurde eine individuell bemessene Einzelwertberichtigung durchgeführt.

In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Kosten enthalten, die das Folgejahr betreffen.

Das gezeichnete Kapital wurde mit dem Nennwert bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzerstellung bekannt gewordenen Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des Betrages angesetzt worden, der dem vorsichtig geschätzten Erfüllungsbetrag entspricht. Sofern Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bilanziert wurden, sind diese mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst worden.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert.

C. Erläuterungen zur Bilanz

C.1. Anlagenspiegel

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist als Anlage dem Anhang beigefügt.

C.2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren im Geschäftsjahr aus den folgenden Positionen:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Finanzverkehr 84.127 131.705
Lieferungen und Leistungen 6.536 4.534
90.663 136.239

Die in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen Kautionen i.H.v. TEUR 177 (Vorjahr: TEUR 192) weisen wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf. Alle übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

C.3. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich zum Stichtag wie folgt zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Rückstellung für Restrukturierungen 0 26
Rückstellung für ausstehende Rechnungen 128 246
Personalbezogene Rückstellungen 63 216
Rückstellung für Abschluss- und Prüfungskosten 94 83
Sonstige 54 4
339 575

C.4. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren zum Stichtag aus:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Finanzverkehr 92.634 92.476
Lieferungen und Leistungen -3.175 44.749
89.459 137.225

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin i.H.v. TEUR 89.562 (Vorjahr: TEUR 87.064) enthalten und betreffen mit TEUR 92.634 (Vorjahr: TEUR 90.679) den Finanzverkehr und mit TEUR -3.072 Forderungen (Vorjahr: Verbindlichkeiten TEUR -3.615) aus Lieferungen und Leistungen.

Sämtliche Verbindlichkeiten verfügen wie im Vorjahr über eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

D.1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse belaufen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 1.589 (Vorjahr: 75.372). Die Umsatzerlöse wurden im Wesentlichen im europäischen Ausland mit Pränatal-Testungen erzielt.

D.2. Honorar des Abschlussprüfers

Im Geschäftsjahr betrug das im Aufwand erfasste Gesamthonorar des Abschlussprüfers TEUR 26. Dieses ist vollständig den Abschlussprüfungsleistungen zuzuordnen.

D.3. Periodenfremde Aufwendungen und Erträge

Den periodenfremden Aufwendungen i.H.v. TEUR 72 EUR (Vorjahr: TEUR 755) im Geschäftsjahr standen periodenfremde Erträge i.H.v. TEUR 252 (Vorjahr: TEUR 511) gegenüber. Sie betreffen im Wesentlichen Fremdleistungen, die von verbundenen Unternehmen berechnet wurden bzw. Auflösungen von Rückstellungen, Ausbuchungen von Verbindlichkeiten, Gutschriften für Lizenzen sowie Aufwendungen aus Umsatzsteuerkorrekturen.

D.3. Mindeststeuergesetze

Es werden keine Auswirkungen aus dem Mindestbesteuerungsgesetz und ausländischen Mindeststeuergesetzen nach § 274 Abs. 3 Nr. 2 HGB auf die Gesellschaft erwartet.

E. Sonstige Angaben

E.1. Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestanden am Bilanzstichtag nicht.

E.2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige wesentliche Verpflichtungen finanzieller Art, die nicht aus der Bilanz hervorgehen und für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen für Mietverpflichtungen und Verpflichtungen aus Dienstleistungsverträgen in Höhe von TEUR 401 mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr. Die Verpflichtungen bis zu einem Jahr bestehen in Höhe von TEUR 20 gegenüber verbundenen Unternehmen.

E.3. Mitarbeiterzahl

Der Personalbestand betrug im Geschäftsjahr 2023 im Durchschnitt 9 Mitarbeiter. Im Durchschnitt waren im Geschäftsjahr 2023 4 Mitarbeiter in Vollzeit und 5 in Teilzeit beschäftigt.

E.4. Mitglieder des Geschäftsführungsorgans

Geschäftsführer der Gesellschaft ist bzw. waren im Geschäftsjahr und bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses:

Herr Dr. Florian Vogel - operativer Geschäftsführer

Herr Roel de Nobel - operativer Geschäftsführer (seit 1. Mai 2024)

Herr Marcus Cholewa - Business Line Director Clinical Diagnostics DACH Region (bis 29. April 2024)

Bezüglich der Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung macht die Gesellschaft unter Inanspruchnahme des § 286 Abs. 4 HGB keine Angaben.

E.5. Gesellschafter und Konzernverhältnisse

Muttergesellschaft der LifeCodexx ist die Eurofins Genomics Europe Sequencing GmbH mit Sitz in Konstanz. Diese macht von ihrem Wahlrecht zur Befreiung von der Erstellung eines Teilkonzernabschlusses im Sinne des § 291 HGB Gebrauch.

Sowohl die LifeCodexx als auch die Muttergesellschaft werden in den nach IFRS aufgestellten Konzernabschluss der Eurofins Scientific S.E., Luxemburg, einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Handelsregister in Luxemburg unter der Nummer RCS Luxembourg B 167775 veröffentlicht.

E.6. Gewinnverwendung

Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 713 wird aufgrund des in 2020 abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrags mit der Eurofins Genomics Europe Sequencing GmbH, Konstanz, an diese abgeführt.

E.7. Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres haben sich zudem noch folgende Sachverhalte ergeben.

Es ist geplant, die in der Gesellschaft verbliebenen Geschäftstätigkeiten im Jahr 2024 auf ein anderes Konzernunternehmen zu übertragen, so dass sie voraussichtlich ab dem Jahr 2025 keinen eigenen Geschäftsbetrieb mehr besitzen und keine Umsatzerlöse mehr erzielen wird.

 

Planegg, den 7. Februar 2025

Roel de Nobel

Dr. rer. nat. Florian Vogel

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023

Historische Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte und Software 93.918,66 0,00 91.418,66 2.500,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.407.467,85 0,00 2.312.760,58 94.707,27
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.047.989,92 487.043,13 988.872,94 1.546.160,11
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 109.600,16 45.304,43 6.610,08 148.294,51
4.565.057,93 532.347,56 3.308.243,60 1.789.161,89
4.658.976,59 532.347,56 3.399.662,26 1.791.661,89
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte und Software 91.791,04 125,04 91.384,66 531,42
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.174.958,45 268.851,93 1.405.927,58 37.882,80
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 724.490,69 229.636,37 794.940,52 159.186,54
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
1.899.449,14 498.488,30 2.200.868,10 197.069,34
1.991.240,18 498.613,34 2.292.252,76 197.600,76
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte und Software 1.968,58 2.127,62
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 56.824,47 1.232.509,40
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.386.973,57 1.323.499,23
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 148.294,51 109.600,16
1.592.092,55 2.665.608,79
1.594.061,13 2.667.736,41

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Eurofins LifeCodexx GmbH, Planegg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Eurofins LifeCodexx GmbH, Planegg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Eurofins LifeCodexx GmbH, Planegg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts

Wir verweisen auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter im Anhang und Lagebericht, welche die vorgesehene Übertragung der in der Gesellschaft verbliebenen Geschäftstätigkeit auf ein anderes Konzernunternehmen und den damit verbundenen voraussichtlichen Wegfall sämtlicher Umsatzerlöse ab dem Jahr 2025 beschreiben. Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss ist diesbezüglich nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 10. Februar 2025

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Prof. Dr. Arno Probst, Wirtschaftsprüfer

Christian Schnepel, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 03. März 2025 festgestellt.

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