DIGITALL Nature Germany GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Karin Michels seit 15.10.2025 | Prokura |
Wolfgang Werner Hilpert seit 14.8.2025 | Geschäftsführer |
Thomas Dr. Bruse seit 14.8.2025 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
GBS Europa GmbHKarlsruheJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023GBS Europa GmbH KarlsruheInhalt 1. Grundlagen der Gesellschaft 1.1 Geschäftsmodell 1.2 Niederlassungen, Tochtergesellschaften und Beteiligungen 1.3 Forschung und Entwicklung 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen in 2023 2.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen in 2023 2.3 Geschäftsentwicklung der GBS Europa GmbH 2.4 Wesentliche Investitionen 2.5 Personalwesen 3. Chancen und Risiken 3.1 Risikomanagementsystem 3.2 Risiken im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit 3.3 Chancen im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit 4. Prognosebericht 1. Grundlagen der Gesellschaft 1.1 Geschäftsmodell GBS Europa GmbH (GBS) ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der DIGITALL Nature Bulgaria EOOD, Sofia/Bulgarien (kurz: DN Bulgaria). DN Bulgaria ist eines der führenden Unternehmen für innovative globale IT- Dienstleistungen und IT-Lösungen, die wiederum seit dem 30. Juni 2021 der DIGITALL Nature Gruppe (kurz DIGI- TALL), Frankfurt am Main, angehört. Weiterhin stehen dabei Digitalisierung, Enterprise Collaboration, Cloud Managed Services, Cyber Security, Big Data und IoT, Enterprise Mobility and Outsourcing im Mittelpunkt der operativen Tätigkeit. DIGITALL verfügt über ein vielfältiges und weitreichendes Expertenwissen und setzt eine kundenorientierte Vorgehensweise ein, um Wünsche, Herausforderungen und Bedürfnisse der Kunden zu analysieren, mit dem Ziel, kundengerechte End-to-End-Lösungen und maßgeschneiderte Produkte anzubieten. Im operativen Bereich liegt der Schwerpunkt der GBS weiterhin auf der Umsetzung der Vermarktung unserer unternehmensspezifischen Geschäftsfelder, welche die strategische Vision für Wachstum und erfolgreiche Unternehmensentwicklung in den nächsten Jahren widerspiegeln:
Die zuvor genannten Geschäftsfelder entsprechen den Marktentwicklungen und folgen damit den Bedürfnissen der Kunden. Dabei unterstützt GBS die jeweiligen Unternehmen im Wesentlichen bei der digitalen Transformation sowie der Weiterentwicklung und Innovation von Geschäftsprozessen. GBS bietet Ihre Leistungen vorzugsweise im DACH (Deutschland, Österreich, Schweiz) und mitteleuropäischen Raum zusammen mit der Muttergesellschaft DN Bulgaria und deren Tochtergesellschaften an. Basis der Geschäftsfelder ist die umfangreiche Analyse des lokalen aber auch des globalen Marktes und der Aufbau des notwendigen Know-hows und Kapazitäten bei GBS und DN Bulgaria. GBS verfolgt damit das Ziel, den Kunden bei der digitalen Transformation umfassend zu unterstützen und zu begleiten und den Kunden innovative Lösungen für die jeweiligen Herausforderungen anzubieten. Wesentliche Veränderungen des Geschäftsmodells haben sich im Geschäftsjahr nicht ergeben. 1.2 Niederlassungen, Tochtergesellschaften und Beteiligungen Die GBS Europa GmbH hat insgesamt drei ausländische Tochtergesellschaften: Neben der GBS Solutions North America LLC in den USA, die zudem eine Niederlassung in Toronto/Kanada unterhält, und der GROUP Business Software UK Ltd., Manchester/Großbritannien, hält die Gesellschaft seit dem Jahr 2022 100% der Anteile an der GBS Bulgaria EOOD mit Sitz in Sofia/Bulgarien. Neben dem Hauptsitz in Karlsruhe, an dem im Wesentlichen die Entwicklung, die Qualitätssicherung und das Produktmanagement der iQ.Suite und der Support angesiedelt sind, unterhält die GBS Europa GmbH zum Geschäftsjahresende noch eine Betriebsstätte in Paderborn. Dort ist der Vertrieb für den west- und mitteldeutschen Markt sowie die Services und die Entwicklung des GBS Workflow Managers angesiedelt. Der Standort in Frankfurt wurde zum 30.11.2023 geschlossen. Die GBS beschäftigte im Geschäftsjahr im Durchschnitt 57,4 Mitarbeiter*innen inklusive Auszubildende (Full Time Equivalents - FTE). Zum Jahresende sind für die Gesellschaft in Deutschland, exklusive Auszubildende, 59,0 Mitarbeiter*innen tätig. Unterhalb der zentralen Geschäftsleitung besteht eine divisional organisatorische Unterteilung in Vertrieb, Entwicklung und allgemeine Verwaltung. 1.3 Forschung und Entwicklung Seit Jahren arbeitet die GBS konsequent an der innovativen Funktionalitätserweiterung eigener Produkte. Die Nutzenpotentiale der Softwarelösungen werden dabei stetig für die Kunden optimiert, um auch in Zukunft erfolgreich am Markt zu bestehen und den Kundenkreis permanent zu erweitern. Dabei werden weiterhin im sinnvollen Umfang Synergieeffekte innerhalb des Konzerns genutzt, um die Softwareentwicklung hinsichtlich Kosten und Effizienz zu optimieren. Im Bereich Forschung und Entwicklung waren im abgelaufenen Geschäftsjahr durchschnittlich 24 Mitarbeiter an den beiden Standorten beschäftigt. Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten betrug im Geschäftsjahr 2023 insgesamt 2,3 Mio. EUR. Davon wurden Entwicklungskosten in Höhe von 1,6 Mio. EUR aktiviert. Im Wesentlichen wurde dabei in die Produkte iQ.Suite Domino und iQ.Suite MSX investiert. Diese Produkte werden im Abschnitt 2.4 "Wesentliche Investitionen" noch detaillierter erläutert. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen in 2023 Die GBS erzielt weiterhin den maßgeblichen Teil ihrer Umsatzerlöse im Inland. Im Jahr 2023 lag der Anteil der Inlandsumsätze am Gesamtumsatz bei rund 91 %, so dass für die Entwicklung der Gesellschaft weiterhin die gesamtwirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland maßgeblich sind. Das Jahr 2023 war weiterhin beeinflusst von einer ungewöhnlich hohen Inflation. Jedoch ebbte die weltweite Teuerungswelle im Jahresverlauf 2023 spürbar ab. Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und die damit verbundenen wirtschaftspolitischen Reaktionen auf die weltweite Pandemie hatten den Anstieg der Inflationsraten in Gang gesetzt und wurden durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine seit 2022 noch erheblich verstärkt. Dies führte in vielen Wirtschaftsregionen zu den stärksten Preisanstiegen seit Jahrzehnten. Als Reaktion auf die hohen Inflationsraten erhöhte sich in vielen Ländern auch das Lohnniveau erheblich und förderte insbesondere im Bereich der Dienstleistungen damit weitere Preissteigerungen. Einige Unternehmen nutzten im Umfeld der hohen Inflationswerte zudem das Momentum, um ihre Gewinnmargen zu steigern. In den Industrienationen betrug die Verbraucherinflation im Jahresdurchschnitt 2023 4,9 %. Ein wesentlicher Grund für das Nachlassen der Inflation war der Rückgang der zuvor drastisch gestiegenen Energiepreise. Auch die Kerninflation, bei der die Energie- und Nahrungsmittelpreise nicht eingerechnet werden, ließ 2023 nach und betrug in der Berichtsperiode noch 4,8 %. Die Weltwirtschaft expandierte im vergangenen Jahr nur verhalten. Die hohe Inflation war einer der Gründe dafür, denn sie dämpfte die privaten Konsumausgaben. Zudem bremste die in vielen Regionen straffere Geldpolitik das Wirtschaftswachstum. Eine Rezession blieb jedoch, nicht zuletzt wegen robuster Arbeitsmärkte, aus. Auch die Finanzwirtschaft wurde nicht anhaltend beeinträchtigt, partielle Turbulenzen im Frühjahr 2023 verursachten keine spürbaren Folgen für die Weltkonjunktur. Insgesamt ist davon auszugehen, dass die Weltwirtschaft im vergangenen Jahr laut Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) um 3,1 % gewachsen ist. Quelle: • Geschäftsbericht der Deutschen Bundesbank 2023 2.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen in 2023 Die Digitalbranche zeigte sich nach wie vor in einem von Kriegen in der Ukraine und dem nahen Osten sowie einem weiterhin von hoher Inflation geprägten Umfeld sehr stabil und setzte weiter auf Wachstum. Der Digitalverband Bitkom ermittelte für die Unternehmen der IT, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik im Jahr 2023 ein Umsatzplus von 2,0%. Die Umsätze werden mit 215,0 Milliarden Euro über den ursprünglichen Prognosen von 203,4 Milliarden Euro liegen. Zugleich ist die Beschäftigtenzahl um 2,1% auf 1,3 Millionen gegenüber 2022 gestiegen.
Nach wie vor ist die Informationstechnik mit einem Gesamtumsatz von 142,9 Milliarden Euro der Treiber der ITK- Branche und damit im Vergleich zum Vorjahr um 2,2% gewachsen. Dabei ist nach wie vor im Softwarebereich das Wachstum gegenüber dem Vorjahr mit 9,4% am Höchsten.
2.3 Geschäftsentwicklung der GBS Europa GmbH Die GBS sieht unverändert Umsatz und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern als ihre wesentlichen Leistungsindikatoren an. Vor dem Hintergrund der zuvor geschilderten gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Entwicklungen haben sich die Umsatzerlöse der GBS wie folgt entwickelt:
Nach dem erheblichen Umsatzrückgang im Vorjahr ist es der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr gelungen, die Umsätze um 4% im Vergleich zum Vorjahr zu steigern. Damit ist der Wegfall eines Großkunden aus dem Jahr 2022 nicht kompensiert worden, jedoch wurde ein weiterer Umsatzrückgang verhindert. Die Umsätze aus dem Verkauf von Wartungen sind um 10% zurückgegangen, während der Umsatz mit Drittprodukten lediglich um 1% geschrumpft ist und somit nahezu dem Vorjahresniveau entspricht. Beim Verkauf eigener Lizenzen, ist hingegen ein Anstieg der Umsätze um 39% festzustellen. Hier schlägt sich, wie im Vorjahr berichtet, der Trend zum Wechsel vom Lizenzverkauf als "Einmaleffekt" hin zu Mietmodellen nieder. Durch den Wechsel des Vertriebsansatzes haben sich die Lizenzverkaufszahlen im Vorjahr kurzfristig reduziert aber - wie prognostiziert- im aktuellen Jahr wieder gesteigert. Der Serviceumsatz entwickelt sich weiterhin sehr positiv und hat sich um ca. 28 % gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht. Das starke Wachstum resultiert hauptsächlich aus einigen großen Migrationsprojekten, die auch im kommenden Geschäftsjahr fortgesetzt werden. Der durchschnittliche Personalbestand ist um ca. 4% im Vergleich des Vorjahres geschrumpft. In der Folge ist auch der Personalaufwand um ca. 1% gesunken und beträgt 4,3 Mio. EUR. Die aktivierten Eigenleistungen sind ebenfalls zurückgegangen und betragen im Geschäftsjahr 2023 insgesamt 1,6 Mio. EUR (Vorjahr: 2,1 Mio. EUR). Der Rückgang resultiert aus der Einstellung der Entwicklungstätigkeiten einer expliziten Produktserie. Die dazu aufgewendeten Kosten schlugen sich in der Vergangenheit im Wesentlichen in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen nieder, da diese Leistungen gruppenintern zugekauft wurden. Dies ist auch einer der wesentlichen Gründe für den Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 1,1 Mio. EUR auf 2,1 Mio. EUR (Vorjahr: 3,2 Mio. EUR). Zudem hat die Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut notwendige Sonderabschreibungen aufgrund dauerhafter Wertminderung von immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von insgesamt 0,8 Mio. EUR (Vorjahr: 0,9 Mio. EUR) vorgenommen, die das Ergebnis erheblich belastet haben. In Folge dieser Sonderabschreibungen beträgt das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern im abgelaufenen Geschäftsjahr 0,6 Mio. EUR (Vorjahr: -0,6 Mio. EUR). Der positive Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug 2,3 Mio. EUR (Vorjahr: 3,4 Mio. EUR), während sich der aus Investitionen in das immaterielle Vermögen resultierende Finanzmittelabfluss aus dem Cashflow aus der Investitionstätigkeit auf 1,5 Mio. EUR (Vorjahr: 2,2 Mio. EUR) belief. Aufgrund der im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgten Reduktion der Darlehensverbindlichkeiten ist der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ebenfalls negativ und beträgt -0,6 Mio. EUR (Vorjahr: -1,3 Mio. EUR). Somit beträgt der Cashflow im Geschäftsjahr 2023 insgesamt 0,2 Mio. EUR und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Mio. EUR gesteigert. Insgesamt ist die Geschäftsleitung mit der Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 sehr zufrieden, da die gesetzten Ziele - eine Stabilisierung der Umsatzerlöse und ein positives operatives Ergebnis für das Geschäftsjahr sogar übererfüllt wurden. Auf einzelne Sachverhalte der Ertragslage gehen wir im Folgenden genauer ein. Ertragslage Die GBS hat im Jahr 2023 einen Jahresüberschuss von 0,2 Mio. EUR (Vorjahr: Jahresfehlbetrag 0,6 Mio. EUR) erzielt. Die Ergebnisentwicklung beruht hauptsächlich auf folgenden Sachverhalten: Die Gesamtleistung der GBS Europa GmbH ist im Vergleich zum Vorjahr (11,6 Mio. EUR) um 0,2 Mio. EUR auf 11,4 Mio. EUR gesunken. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus dem erheblichen Rückgang der anderen aktivierten Eigenleistungen um 0,6 Mio. EUR auf 1,6 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr. Die Auswirkung auf die Gesamtleistung konnte jedoch durch einen Anstieg der Umsatzerlöse um 0,3 Mio. EUR annähernd halbiert werden. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 0,2 Mio. EUR sind im Vergleich zum Vorjahr (0,5 Mio. EUR) wieder gesunken, da die Gesellschaft im vorherigen Geschäftsjahr erstmalig Erträge aus Forschungszulagen für nach § 2 FZulG (Forschungszulagengesetz) begünstigte Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in Höhe von 0,4 Mio. EUR für die Jahre 2020 bis 2022 erfolgswirksam erfasst hatte. Im laufenden Geschäftsjahr wurden vor dem vorgenannten Hintergrund lediglich Ansprüche in Höhe von 0,1 Mio. EUR realisiert. Wie in den Vorjahren, betreffen die Materialaufwendungen nahezu ausschließlich die sogenannten 3rd Party-Lizenzen und liegen im Jahr 2023 trotz nahezu konstanter Umsätze -aufgrund eines veränderten Produktmixes mit unterschiedlichen Handelsmargen - mit 1,6 Mio. EUR unter dem Vorjahresniveau (1,8 Mio. EUR). Insofern hat sich die Rohertragsquote im Geschäftsjahr positiv entwickelt und liegt mit 85,9% um 1,7% über dem Vorjahreswert. Die Rohertragsquote wird dabei sogar noch durch die um 0,6 Mio. EUR niedrigeren aktivierten Eigenleistungen negativ beeinflusst, da sich die gesunkenen Kosten aus der Aktivierung der selbst erstellten Software in erheblichem Umfang erst in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen widerspiegeln. Die GBS beschäftigt am 31. Dezember 2023 unverändert zum Ende des Vorjahres 63 Mitarbeiter. Der Personalaufwand beträgt 4,3 Mio. EUR (Vorjahr: 4,4 Mio. EUR). Der leichte Rückgang begründet sich aus einem kurzfristigen unterjährigen Rückgang im Personalbestand, der aber gegen Ende des Geschäftsjahres wieder ausgeglichen wurde. Die Abschreibungen der GBS liegen im Geschäftsjahr bei 2,9 Mio. EUR (Vorjahr: 3,3 Mio. EUR) und entfallen mit 2,1 Mio. EUR (Vorjahr: 2,2 Mio. EUR) auf selbst geschaffenes immaterielles Anlagevermögen. In diesem Wert sind 0,7 Mio. EUR (Vorjahr: 0,6 Mio. EUR) Sonderabschreibungen aufgrund dauerhafter Wertminderung erhalten. Die Abschreibungen auf entgeltlich erworbenes immaterielles Anlagevermögen (insbesondere Kundenstamm sowie Marken-, Urheber- und Nutzungsrechte) betragen 0,3 Mio. EUR (Vorjahr: 0,6 Mio. EUR) und beinhalten ebenfalls Sonderabschreibungen aufgrund dauerhafter Wertminderung in Höhe von 0,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,3 Mio. EUR). Der aus einer im Jahr 2017 erfolgten Verschmelzung resultierende Geschäfts- und Firmenwert bewirkt einen Abschreibungsbetrag von 0,5 Mio. EUR (Vorjahr: 0,5 Mio. EUR). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 33 % gesunken und betragen insgesamt 2,1 Mio. EUR (Vorjahr: 3,2 Mio. EUR). Der Rückgang dieses Postens beruht einerseits auf den komplett entfallenen Aufwendungen für die Bereitstellung von Entwicklungspersonal ab dem 2. Quartal des Geschäftsjahres in Höhe von 0,7 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr durch die GBS Bulgaria, sowie einer Reduktion konzernseitig erbrachter Beratungs- und Entwicklungsleistungen in Höhe von 0,1 Mio. EUR und der Reduktion von externen Beratungskosten um 0,2 Mio. EUR Durch einen weiteren Rückgang an Darlehensverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 0,6 Mio. EUR (Vorjahr: 1,3 Mio. EUR) hat sich das negative Finanzergebnis von -0,1 Mio. EUR im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr weiter reduziert (Vorjahr: -0,1 Mio. EUR), jedoch nicht mehr in dem Maße wie in den Vorjahren. Das Finanzergebnis resultiert nahezu ausschließlich aus Finanzierungstätigkeiten innerhalb der DIGITALL. Das Ergebnis nach Steuern liegt, im Wesentlichen bedingt durch die gestiegenen Umsatzerlöse sowie die erneut vorzunehmenden außerplanmäßigen Abschreibungen und den Rückgang in den sonstigen Aufwendungen und den aktivierten Eigenleistungen bei 0,2 Mio. EUR (Vorjahr: -0,6 Mio. EUR). Finanzlage Die Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit inklusive der laufenden Produktentwicklung erfolgt nach wie vor im Wesentlichen durch bereits vereinnahmte Erlöse aus bestehenden Wartungs- und Dienstleistungsverträgen (passiver Rechnungsabgrenzungsposten). Darüber hinaus wird das Anlagevermögen im Wesentlichen durch konzerninterne Darlehen sowie das Eigenkapital finanziert. Das Unternehmen verfügt zum Geschäftsjahresende über eine gegenüber dem Vorjahr um 40% höhere freie Liquidität in Höhe von ca. 0,7 Mio. EUR (Vorjahr: 0,5 Mio. EUR). Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt 2,3 Mio. EUR (Vorjahr: 3,4 Mio. EUR). Der Rückgang hängt im Wesentlichen an den Zahlungen der kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Konzernverbund (1,0 Mio. EUR) von im Vorjahr erstmals durchgeführten Konzernverrechnungen. Aufgrund des Umsatzanstieges haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 0,1 Mio. EUR erhöht, während sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 0,3 Mio. EUR reduziert haben. Die übrigen Veränderungen innerhalb der Bilanzpositionen gleichen sich untereinander weitestgehend aus und werden in der Vermögenslage nochmals detaillierter erläutert. Der Finanzmittelabfluss aus dem Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von 1,5 Mio. EUR (Vorjahr: 2,2 Mio. EUR) ergibt sich aufgrund der geringeren Kapitalisierung aus der Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beträgt -0,6 Mio. EUR (Vorjahr: -1,3 Mio. EUR). Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der Rückzahlung von Darlehen an verbundene Unternehmen in Höhe von 0,6 Mio. EUR (Vorjahr: 1,7 Mio. EUR). Insgesamt betragen die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zum Geschäftsjahresende 2,2 Mio. EUR (Vorjahr: 2,8 Mio. EUR). Nähere Angaben zu diesem Sachverhalt finden sich im folgenden Abschnitt. Im Geschäftsjahr war die Gesellschaft jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Vermögenslage Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr (Vorjahr: 10,4 Mio. EUR) um 1,3 Mio. EUR auf insgesamt 9,1 Mio. EUR zurückgegangen. Diese Veränderung ergibt sich im Wesentlichen durch:
2.4 Wesentliche Investitionen Wie in den zurückliegenden Jahren, standen auch im Jahr 2023 neben den Investitionen in Softwareprodukte und Services die weitere Integration in die DIGITALL und die übergreifende Vermarktung der Konzernprodukte in den Märkten der einzelnen Konzerngesellschaften im Vordergrund. Zudem sind permanente Anpassungen und Ergänzungen an die unternehmensübergreifende Steuerung der Produkt- und Consulting-Projekte erfolgt, um die Budget- , Forecast- und Controlling-Prozesse nach den Konzernvorgaben auf Konzernebene noch weiter voranzutreiben. Die produktseitigen Investitionen der Gesellschaft konzentrierten sich nach wie vor auf die plattformübergreifende Weiterentwicklung der bisherigen Produkte der GBS, die iQ.Suite auf Basis Microsoft sowie Domino. Die Weiterentwicklung des in den letzten Jahren entwickelte Produktes iQ.Suite 360, welches als reines Cloud-Produkt konzipiert und ab dem Geschäftsjahr 2021 neben den bisherigen iQ.Suite-Produkten am Markt platziert worden ist, wurde zwischenzeitlich ausgesetzt, um die vorhandenen Entwicklungsressourcen für die Weiterentwicklung der Standardprodukte zu stärken. Mit dieser Entscheidung wurden die bestehenden Restbuchwerte für dieses Produkt im Geschäftsjahr vollständig einer Sonderabschreibung unterworfen. GBS-Softwarelösungen sind auf jeder Plattform, von Microsoft Exchange über Office365 und SharePoint bis hin zu IBM Domino und IBM Verse, voll integrierbar. iQ.Suite - die Lösung für den Kommunikationsschutz von Medium-size- und Enterprise-Unternehmen Im Bereich Cyber Security bietet die GBS Europa GmbH mit dem Produkt "iQ.Suite" eine Lösung für E-Mail-Sicherheit, -Management und -Produktivität an. Unterstützt werden verschiedenen E-Mail-Plattformen, welche insbesondere in Medium-size- und Enterprise-Unternehmen eingesetzt werden. Mit der zunehmenden Digitalisierung, der erheblichen Zunahme von Homeoffice-Arbeitsplätzen und dem steigenden Maß an Cyberkriminalität, sowie den damit einhergehenden wachsenden Sicherheitsanforderungen durch die Datenschutzgrundverordnung DSGVO steht das Thema Sicherheit bei der E-Mail-Kommunikation bei diesen Unternehmen weiterhin verstärkt im Fokus. Im Jahr 2023 standen insbesondere Unternehmen, die als IT-Service Provider auftreten im Fokus der Produktweiterentwicklung. Diese Unternehmen bieten eine von ihnen verwaltete iQ.Suite-Infrastruktur anderen Unternehmen einer bestimmten Branche als eigene Dienstleistung an. Desweitern wurde auch das Marktsegment GRC (Governance, Risk Management und Compliance) als weitere Zielgruppe erkannt. Für diese Fokussierung wurde die bisherige iQ.Suite DLP-Lösung um das eDLP-Modul (eMail Data Loss Prevention) erweitert. Durch den Einsatz von eDLP können die Unternehmen Geschäftsprozesse etablieren, in denen die Mitarbeiter gehindert werden, versehentlich oder böswillig sensible Daten über ausgehende E-Mails zu versenden. Mit dem Modul können Inhalte ausgehender E-Mails auf verschiedene Weisen analysiert, bewertet und blockiert werden. Damit hilft eDLP insbesondere Unternehmen, die den Anforderungen der BaFin unterliegen, etwaige Geschäftsprozesse entsprechend den regulatorischen Vorgaben umzusetzen. Desweitern wurde eine erweiterte Anti-Spam-Lösung des Drittherstellers Sophos an die iQ.Suite auf den unterstützten E-Mail-Plattformen HCL Domino, Microsoft SMTP/Exchangen und Microsoft 365 angebunden. Bei dieser Lösung wurde für die iQ.Suite erstmalig die Docker Container-Technologie eingesetzt, wie sie bereits für andere Produkte der GBS, wie iQ.Suite 360 und dem GBS Workflow Manager, angewendet worden ist. Mit der iQ.Suite aaS verfügt die GBS über ein eigenes Public Cloud-Angebot, welches insbesondere für den Einsatz in mittelständischen Unternehmen konzipiert wurde. Bei Verwendung der iQ.Suite aaS zusammen mit Microsoft 365 und der darin enthaltenden E-Mail-Lösung Microsoft Exchange Online kann ein erweiterter Schutz der E-Mail- Inhalte ohne eigene Installation der iQ.Suite umgesetzt werden. Dadurch werden die Unternehmen von vielfältigen Administrationsaufgaben entlastet, da diese durch das iQ.Suite aaS-Service-Team der GBS durchgeführt werden. Es erfolgte eine zielgerichtete Weiterentwicklung für die Ablösung von Funktionalitäten, insbesondere für die Module Clerk, Wall, Watchdog, von der proprietären Administrationskonsole für die iQ.Suite Microsoft in die webbrowserbasierte Benutzerschnittstelle und PowerShell-Skripte. Neben der iQ.Suite aaS verfügt die GBS mit der bestehenden iQ.Suite 360 und dem Schwerpunkt Collaboration Security über ein weiteres Public Cloud-Angebot. Im ersten Quartal 2023 wurden die bisher vorhandenen Funktionen zum Bedrohungsschutz, Dokumentenverschlüsselung und Inhaltsanalysen erweitert. Aufgrund einer internen Umorganisation wurden anschließend die verfügbaren Entwicklungsressourcen von der GBS Bulgaria AD zur DIGITALL übertragen und für andere Kundenprojekte eingesetzt. Aus diesem Grund wurde die Entwicklungs- und Infrastrukturaufgaben der iQ. Suite 360 an die für die E-Mail-Lösung iQ.Suite zuständige Abteilung übertragen. Modernisierung, Migration und Retirement von Anwendungen Viele Kunden stehen weiterhin vor der Herausforderung der Modernisierung ihrer Infrastruktur und planen den Plattformwechsel in die Microsoft Welt. Hierfür bietet GBS zusammen mit DIGITALL umfassende Modernisierungsservices, mit denen Unternehmen ihre Anwendungslandschaft fit für Web, Cloud und Mobile machen können. Im Kern steht dabei der GBS Retirement Manager, mit dem Modernisierungsprojekte zusammen mit dem GBS Workflow Manager effizient durchgeführt werden können. Die Gesamtprojekte kann GBS zusammen mit der Expertise der DIGITALL für den Kunden managen und verfügt zusätzlich über die notwendigen Tools in der Umsetzung. Der GBS Retirement Manager übernimmt die Abschaltung ungenutzter HCL Domino-Anwendungen und macht die enthaltenen Informationen auch in Zukunft verfügbar, indem sie in die PDF- und PDF/A-Formate überführt und zusätzliche Informationen in XML-Dateien abgelegt werden. Im Jahr 2023 wurde beim GBS Retirement Manager im Wesentlichen eine Umstellung auf aktualisierte Versionen der verwendeten quellcode-offenen Software-Plattform von Microsoft vorgenommen. Damit ist eine performantere Durchführung der Migrationsschritte möglich. GBS Workflow Manager Der GBS Workflow Manager ist eine Low Code-Entwicklungslösung, mit der sich Geschäftsabläufe, bei denen der Mensch im Mittelpunkt steht, modellieren und automatisieren lassen. In den letzten Jahren wurde insbesondere durch die Integration in die interne Microservice-Architektur der iQ.Suite 360 der GBS Workflow Manager für moderne Systeminfrastrukturen weiterentwickelt. Im Jahr 2023 erfolgte eine weitergehende Unterstützung moderner Cloud-Datenspeichersysteme wie Amazon S3, MongoDB Atlas Archive und die Unterstützung weiterer Identitätsmanagement-Systeme. So wird neben Microsoft Azure Directory, Microsoft Entra ID nun auch die weitverbreitete Open Source-Lösung Keycloak unterstützt. 2.5 Personalwesen Durch die Eingliederung der Muttergesellschaft in die DIGITALL Gruppe haben sich bisher kaum Veränderungen in der konzernübergreifenden Zusammenarbeit oder veränderte Arbeitsabläufe ergeben, da sich die Prozesse in der DIGITALL Gruppe nur unwesentlich von den bisher angewendeten Abläufen unterscheiden. Eine erhöhte Fluktuation war in GBS auch im Jahr 2023 nicht festzustellen. Nach einem leichten Personalrückgang zu Mitte des Geschäftsjahres wurde der Personalbestand im Laufe der 2. Geschäftsjahreshälfte wieder Geschäftsjahres kontinuierlich aufgebaut, um zum Jahresende wieder in etwa auf dem Niveau des Vorjahres zu liegen. Die in der Vergangenheit begonnenen Qualifizierungsmaßnahmen (im Wesentlichen fachliche Weiterbildung der Consulting- und R&D-Mitarbeiter sowie Sprachtrainings für die gesamte Belegschaft) für die GBS-Mitarbeiter sind auch im Jahr 2023 fortgesetzt worden. Zudem installierte die DIGITALL Gruppe konzernweit Maßnahme zur Förderung von geplanten Karrieremöglichkeiten ihrer Belegschaft. Nach mehreren Jahren Erfahrung mit verstärkter Homeoffice-Aktivität bestand für die Belegschaft auch im abgelaufenen Geschäftsjahrweiterhin die Möglichkeit, einen überwiegenden Teil ihrer Tätigkeiten aus dem Homeoffice heraus auszuführen. Alle daraus resultierenden zusätzlichen Anforderungen konnten weiterhin erfolgreich bewältigt werden, da im Unternehmen schon vor der Pandemie häufig Homeoffice zum Einsatz kam und alle bestehenden Prozesse bereits weitestgehend etabliert und gefestigt waren. Die GBS beschäftigt am 31. Dezember 2023 inklusive Auszubildene 59,0 FTE. Rund 57 % der Mitarbeiter sind im Bereich Forschung und Entwicklung beschäftigt, ca. 43 % sind im Bereich Vertrieb, Administration und Service tätig und ca. 7 % der Mitarbeiter befinden sich noch in der Ausbildung. 15 % der Mitarbeiter arbeiten in Teilzeit. 3. Chancen und Risiken Die GBS Europa GmbH ist in ihrem unternehmerischen Handeln unterschiedlichen Chancen und Risiken ausgesetzt. Diese ergeben sich durch externe Ereignisse, wie Markt- oder Gesetzesänderungen, aber auch interne Ereignisse bzw. Veränderungen. Jeder Geschäftsvorfall birgt Chancen und Risiken. Mithilfe des unternehmensinternen Risikomanagementsystems sollen Gefahren frühzeitig identifiziert und abgewehrt werden. 3.1 Risikomanagementsystem Ziel des Risikomanagements ist es, den aktuellen und zukünftigen Unternehmenserfolg zu sichern und mögliche Risikokosten zu minimieren. Letztere setzen sich aus den Versicherungsprämien, den Kosten für die Schadenverhütung und der Verwaltung von Risiken zusammen. Die Aufgaben unseres Risikomanagements sind als Zyklus zu interpretieren. Risiken werden zuerst identifiziert - unter Einbeziehung aller operativen Unternehmensbereiche und des Managements - und dann bewertet. Mit der Bewertung sind Maßnahmen zur Kontrolle, zur Reduktion oder Verlagerung des Risikos zu definieren. Darüber hinaus beobachten wir systematisch die Risiken aus dem laufenden Geschäft. Dazu zählen beispielsweise die unter Einbindung der Führungskräfte erfolgende Kosten- und Umsatzplanung, die ständige Beobachtung der Umsatz- und Kostenentwicklung, die Abfrage der Kundenanforderungen, aber auch das Management von Währungsrisiken. Unser Risikomanagementsystem identifiziert Risiken und Chancen so frühzeitig, begrenzt und bewertet diese und beobachtet diese kontinuierlich. Dabei werden operative, finanzwirtschaftliche, konjunkturelle, rechtliche und marktbedingte Risiken und Chancen gleichermaßen einbezogen. Die Risiken und die entsprechenden Maßnahmen zu deren Eingrenzung werden in einer zentralen Datenbank erfasst. Im Rahmen des operativen Geschäftes sind die Prozesse, deren Verantwortlichkeiten und deren Regelwerke als auch die daraus resultierenden Kontrollen und Genehmigungsverfahren (4-Augen-Prinzip) umfassend definiert. Der Finanzbereich der GBS als auch des Mutterkonzerns DN Bulgaria überwacht zusätzlich den Rechnungslegungsprozess und trifft alle abschlussrelevanten Bilanzierungsentscheidungen. Dadurch wird auch die Einhaltung aller Rechnungslegungsvorschriften sichergestellt. Auf der Ebene der Fachbereiche wird in einer vollständigen Form das Budget des jeweiligen Geschäftsjahres ermittelt. Dies wird regelmäßig zum "IST vs. Plan Vergleich" herangezogen. 3.2 Risiken im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit Wesentliche Risiken für unser Unternehmen ergeben sich aus dem Markt- und Wettbewerbsumfeld. Um diesen Risiken zu begegnen, gilt es eine marktorientierte Strategie zu entwickeln und diese regelmäßig zu überprüfen und auf deren Basis stetig in die Weiterentwicklung der Produkte und Leistungen zu investieren. Produktrisiken begegnen wir durch die Beobachtung der Umsatzentwicklung der Produkte, des Kunden- bzw. Partnerfeedbacks und der Supportanfragen zu den Produkten. In Vermarktung befindliche Produkte werden ständig hinsichtlich ihrer Vermarktungsfähigkeit überprüft und optimiert und das Produkt- und Leistungsportfolio so auf die Marktentwicklung hin angepasst. Vor Auslieferung neuer Produkte oder neuer Produktversionen erfolgen intensive und mehrstufige Qualitätstests und im Vorfeld der Vermarktung werden zudem zusammen mit Kunden Pilotprojekte zur Absicherung der Produktqualität und der Produktvermarktung aufgesetzt. Wir vermarkten branchenunabhängig. Damit besteht ein geringeres Risiko, durch negative Entwicklungen einzelner Branchen in größerem Umfang betroffen zu sein. Insbesondere Security-Themen der iQ.Suite sind konjunkturellen Einflüssen eher weniger unterworfen. Den Risiken, die sich aus der rückläufigen Verbreitung der IBM Lotus Notes- Plattform ergeben, wird bereits durch den zeitnah erfolgten Ausbau der Produkte und Kompetenzen zu anderen Plattformen, der Modernisierungstechnologie und dem gesamten Leistungsportfolio aus dem BULPROS-Konzern erfolgreich gegengesteuert. Der Bankensektor und öffentlich-rechtliche Institutionen machen ca. 1/3 der Kunden aus, weitere 20 % der Kunden sind IT-Dienstleister und die restlichen Kunden kommen verteilt aus allen Branchen. Aufgrund der Geschäftstätigkeit auch außerhalb des Euroraumes und insbesondere in Nordamerika und teilweise auch in Großbritannien ist die GBS Währungsrisiken ausgesetzt. Den geringen Umsätzen in Fremdwährung stehen jedoch auch Aufwendungen in gleicher Währung gegenüber, die diese Risiken absichern. Wir gehen davon aus, dass die von uns abgegebenen Steuer- und Sozialversicherungserklärungen vollständig und korrekt sind. Gleichwohl kann es im Rahmen von Betriebsprüfungen aufgrund unterschiedlicher Beurteilung von Sachverhalten zu Nachforderungen kommen. Uns ist jedoch kein Fall bekannt, für den die Gesellschaft aktuell Vorsorgemaßnahmen treffen muss. Finanzielle Risiken ergeben sich auch aus Forderungsausfällen. Aufgrund der diversifizierten Markt- und Kundenstruktur ergeben sich hier keine signifikanten Klumpenrisiken. Insbesondere die Kundenschwerpunkte Volksbanken, Sparkassen, die öffentliche Hand und diverse Großkonzerne reduzieren dieses Risiko erheblich. Die Bonität neuer und verzögert zahlender Kunden wird geprüft und je nach Ergebnis werden Kreditlimits gesetzt oder die Lieferung erfolgt nur nach Vorkasse. Daher behandeln wir die Prozesse und Verantwortlichkeiten im Forderungsmanagement weiterhin mit Priorität, um das Risiko von Forderungsausfällen noch weiter zu begrenzen und den Zeitraum zwischen Rechnungsstellung und Zahlungseingang zu verkürzen. Der Verkauf von Software-Lizenzen und deren Maintenance als auch die erbrachten Beratungs- und Installationsservices bergen Haftungs- und Schutzrechte-Risiken, auch wenn sich hier bisher keine Rechtsstreitigkeiten oder kaum Rückabwicklungen realisierten. Um diese zu reduzieren, verfügen wir über die entsprechenden AGB's, Lizenz- und Nutzungsrechtevereinbarungen und Bedingungen für Maintenance und Support. Das Risiko ist zudem durch eine entsprechende Vermögensschadenshaftpflichtversicherung mit einer maximalen Schadensumme von 5 Mio. Euro pro Schadenereignis abgedeckt. Zusammenfassende Risikobeurteilung Die Risiken der GBS sind begrenzt und überschaubar und mit dem vorhandenen Instrumentarium eines mittelständischen Unternehmens angemessen gesteuert. Wir haben vielfältige Maßnahmen zu deren Begrenzung, Vermeidung oder Verlagerung umgesetzt. Die Kosten im Verhältnis zum Umsatz werden regelmäßig überprüft. Aus dem Krieg in der Ukraine und den Kämpfen in Gaza ergeben sich aus aktueller Sicht keine direkten Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf der GBS. Jedoch können globale Auswirkungen auf die Weltwirtschaft, speziell im Hinblick auf mögliche Unsicherheiten, die aus einer Ausweitung der Kampfhandlungen in der Ukraine und auf weitere Regionen im Nahen Osten resultieren könnten, entstehen. Für die Unternehmensführung gilt es daher im Bedarfsfall geeignete Maßnahmen für eine angemessene Vorsorge zu finden. Sollten sich genannte oder neu auftretende Risiken realisieren, so kann sich dies nachteilig auf die Geschäftstätigkeit der GBS auswirken. Derzeit sind aber keine Risiken bekannt oder absehbar, die den Fortbestand des Unternehmens heute oder zukünftig gefährden. 3.3 Chancen im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit Gesamtwirtschaftliche Chancen Die auch im Jahr 2023 weiterhin wachsende Digitalisierung und die zunehmende Bedrohung von Unternehmen und staatlichen Einrichtung durch Cyberkriminalität, sowie die Bedrohung durch großflächige Hackerangriffe aus anderen Ländern zur Destabilisierung der Wirtschaft bzw. von Regierungen, werden die Investitionsbereitschaft der Unternehmen aller Branchen sowie staatlicher Einrichtungen in IT-Sicherheit weiter hin fördern. Hinzu kommt der immer noch bestehende Investitionsdruck zum Ausbau der Digitalisierung und Mobilisierung, der nach wie vor anhaltende Modernisierung der Plattformen und der Anwendung und damit zusätzliche Investitionen fordert. Deutschland steht mit seinen bisherigen Bemühungen im Grad der Digitalisierung lediglich auf dem 23. Platz im weltweiten Vergleich. Will man - aus technologischer Sicht - den Anschluss an die Marktentwicklungen nicht verlieren, so werden in den nächsten Jahren signifikante Investitionen notwendig sein. Die Digitalisierung führt auch zu komplett neuen Geschäftsmodellen, bei deren Entwicklung GBS sowie die gesamte DIGITALL als Berater tätig sein können. Die wachsende Komplexität der Geschäftsmodelle und damit der technischen Anforderungen führt zwangsläufig zu einem höheren Service- und Beratungsbedarf im Zuge des Transfers von älteren hin zu modernsten Technologien und Plattformen. In diesen Geschäftsfeldern ist die gesamte DIGITALL herausragend aufgestellt. Sie verfügt über umfassendes Know-how, ausreichende Kapazitäten und exzellente Marktzugänge, um an der positiven Marktentwicklung überdurchschnittlich zu partizipieren. Zusammenfassende Chancenbeurteilung Die Chancen der GBS liegen nach wie vor in der intensiven Zusammenarbeit innerhalb der DIGITALL, um mit einer Verbreiterung des Serviceangebotes und dem vorhandenen Zugriff auf hochqualifizierte externe Ressourcen im Mitarbeiterbereich, zum einen neue Kundenpotentiale zu erschließen sowie zum anderen langjährige bestehende Geschäftsverbindungen weiter zu vertiefen bzw. auszubauen. Durch den im Vorjahr erfolgten Zusammenschluss der DN Bulgaria mit der DIGITALL Nature Germany GmbH, Karlsruhe, unter dem neuen Brand DIGITALL Nature ergeben sich auch für die GBS weiterhin sehr hohe Cross- Selling Potentiale. Zudem besteht die Möglichkeit, zusätzliche Umsätze aus dem Kunden- und Produktbereich der nunmehr vergrößerten Unternehmensgruppe im Bereich der Cloud-Experiences-Services zu generieren. 4. Prognosebericht Die wichtigsten Trends bzw. Treiber des ITK-Marktes sind unter anderem:
Zu Jahresbeginn ging man noch für das Jahr 2024 mit einem Anstieg der Ausgaben für Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik im Vergleich zu 2023 um 4,4 Prozent aus und erwartete ein voraussichtliches Volumen von 224,3 Milliarden Euro.
Die Erwartungen trübten sich jedoch im Laufe des ersten Quartals kontinuierlich ein, wobei die Digitalbranche sich zum Ende des ersten Quartals wieder etwas optimistischer zeigte. Die aktuelle Geschäftslage der IT- und Telekommunikationsunternehmen lag mit 15,5 Punkten um 1,2 Zähler über dem Februar-Wert. Die Geschäftserwartungen für den weiteren Jahresverlauf haben sich im Vergleich zum Februar ebenfalls verbessert, von -10,2 auf -2,2 Punkte. Das zeigt der aktuelle Bitkom-ifo-Digitalindex. Der Bitkom-ifo-Digitalindex steigt im März um 4,8 Punkte auf nun 6,4 Punkte. "Trotz der weiterhin angespannten Weltlage und der gesamtwirtschaftlichen Eintrübung entwickelt sich die Bitkom-Branche stabil. Die Unternehmen der Digitalbranche können sich in einem herausfordernden Umfeld behaupten und erweisen sich als konjunkturelle Stütze der deutschen Wirtschaft" Im Vergleich mit der Gesamtwirtschaft ist die Digitalbranche deutlich zuversichtlicher. So weist das ifo-Institut für die Gesamtwirtschaft eine Geschäftslage von nur 0,6 Punkten aus, die Geschäftserwartungen rangieren mit -16,4 Punkten deutlich im Minus, Auch der ifo-Index für das Geschäftsklima liegt mit -8,1 Punkten weiter im negativen Bereich und deutlich unter dem Vergleichswert der Digitalbranche. Quellen: • Gartner Oktober 2023 • Bitkom Research GmbH, Januar 2024 • Presseinformation zum Bitkom -ifo-Digitalindex, April 2024 Als weiterer Einflussfaktor könnte sich der weiterhin bestehende, erhebliche Mangel an Fachkräften in Deutschland auswirken. Innerhalb der DIGITALL-Gruppe stehen weiterhin sehr gut ausgebildete Fachkräfte aus vielen europäischen Ländern zur Verfügung. Nach der Gründung der DIGITALL Gruppe gehören insgesamt 1.400 Mitarbeiter an 25 Standorten in elf Ländern dem international agierenden Konzern an, der somit in diesem Marktumfeld als Partner der Unternehmen diese in der Digitalisierung ihrer Geschäftsmodelle durch innovative Lösungen, Software und Services umfassend unterstützt und zudem eine neue Generation Digital-Cloud-Experiences-Services anbietet. Die seit mehreren Jahren vorangetriebene Entwicklung der einzelnen Geschäftsbereiche, welche den Einsatz und den Nutzen der Konzernleistung transparenter und skalierbarer und für den Kunden günstiger machen, bleibt dabei weiterhin vorerst bestehen. So werden hier branchenspezifische Lösungen z.B. für den Finanzmarkt entwickelt, die den Unternehmen die digitale Transformation erleichtern oder Full Managed Services für maßgeschneidertes Business Process Outsourcing in der Cloud bieten. Der im Markt zu beobachtender Rückgang der Lotus Notes Domino-Plattform und der daraus weiterhin zu erwartende Umsatzrückgang im alten IBM-basierten iQ.Suite-Kerngeschäft der GBS wird durch den Wechsel auf die Microsoft EXCHANGE-Plattform teilweise abgefedert. Daher wird das Unternehmen im Jahr 2024 sowie den folgenden Jahren verstärkt in die Weiterentwicklung bestehende Produkte und Servicekonzepte investieren. Die strategische Aufstellung der GBS als Teil des DIGITALL Konzerns ist somit auch weiterhin sehr gut auf den Markt ausgerichtet. Vor diesem Hintergrund rechnet die Geschäftsleitung für das Geschäftsjahr 2024 mit einem im Vergleich zum Vorjahr leicht steigendem Umsatz von ca. 10,0 Mio. EUR - bei einer annähernd gleichbleibenden Kostenstruktur - sowie mit einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern in Höhe von 1,1 Mio. EUR für 2024. Aufgrund der aktuellen Ergebnisse geht die Geschäftsleitung davon aus, die gesteckten Ziele zu erreichen.
Karlsruhe, den 18 Juni 2024 GBS Europa GmbH, Karlsruhe David Dirk Laux, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023A. Grundlagen des Jahresabschlusses 1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die GBS Europa GmbH hat ihren Sitz in 76227 Karlsruhe, Zur Gießerei 19/27B. Sie ist beim Registergericht Mannheim unter HRB 727551 eingetragen. 2. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss der GBS Europa GmbH wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) in EUR erstellt. Zur Erhöhung der Aussagefähigkeit werden Beträge im Anhang teilweise in Tausend Euro (TEUR) gerundet ausgewiesen. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB. Von den Erleichterungsvorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften wurde grundsätzlich Gebrauch gemacht. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB erstellt worden. Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden unverändert zum Vorjahr angewendet. 3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Herstellungskosten, d. h. mit den bei ihrer Entwicklung angefallenen Aufwendungen gemäß § 255 Abs. 2a i.V.m. Abs. 2 Satz 2 HGB als Aktivposten in die Bilanz aufgenommen und nach Fertigstellung planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren abgeschrieben. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig 3 bis 15 Jahre zu Grunde gelegt. Da keine verlässliche Schätzung der voraussichtlichen Nutzungsdauer vorliegt, wird der Firmenwert gemäß § 253 Abs 3 Satz 3 und 4 HGB mit der Nutzungdauer von 10 Jahren angesetzt und planmäßig linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Die Nutzungsdauer beträgt bei technischen Anlagen und anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu einem Wert in Höhe von EUR 250,00 werden im Jahr des Zugangs als Aufwand erfasst. Geringwertige Vermögensgegenstände mit einem Anschaffungsbetrag über EUR 250,00 bis zu EUR 800,00 werden einer sofortigen Abschriebung unterzogen. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens dauerhaft über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Soweit die Gründe für in früheren Geschäftsjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen, soweit es sich nicht um einen entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert handelt. Die unter den Vorräten ausgewiesenen Waren werden mit den Anschaffungskosten bewertet, soweit nicht ein niedrigerer Wert zum Abschlussstichtag beizulegen war. Die unfertigen Leistungen sind zu Herstellungskosten gemäß § 253 HGB i.V.m. § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalwert oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung von 1,0 % auf die Nettoforderungen nach Abzug der Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Die liquiden Mittel sind zum Nominalwert angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag gebildet, soweit diese Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Nennenswerte Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen unverändert nicht, so dass auf eine Abzinsung gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit fristadäquaten durchschnittlichen Marktzinssätzen, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben werden, weiterhin verzichtet wird. Die Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Einnahmen vor dem Abschlusstichtag, die in einen Ertrag in einer bestimmten Zeit nach dem Abschlussstichag darstellen. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes, der Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag erfasst. Gemäß dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB werden die latenten Steuern saldiert ausgewiesen. Die sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Falle einer Steuerentlastung wird nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB von dem entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht. Fremdwährungsumrechnung Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum Devisenkassamittelkurs im Zeitpunkt der Transaktion erfasst und mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Fremdwährungspositionen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen unverändert nicht. B. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung und Zusammensetzung des Anlagevermögens im Jahr 2023 ist in der Anlage zum Anhang dargestellt, die integraler Bestandteil des Anhangs ist. Das im Finanzanlagevermögen des Vorjahres ausgewiesene Darlehnen an verbunden Unternehmen wurde im Laufe des Geschäftsjahres 2023 vollständige vom Darlehensnehmer zurückbezahlt (Vorjahr: TEUR 100). Anteile an verbundenen Unternehmen Die Gesellschaft hält zum 31. Dezember 2023 Anteile von mindestens 20% an den folgenden Unternehmen:
Vorräte Die Vorräte in Höhe von TEUR 121 (Vorjahr: TEUR 74) enthalten Lizenzrechte zum Einsatz in Projekten in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 10), sowie angearbeitete Leistungen in Höhe von TEUR 110 (Vorjahr: TEUR 64). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 708 (Vorjahr: TEUR 960) in voller Höhe Lieferungen und Leistungen; davon betreffen die Gesellschafterin TEUR 574 (Vorjahr: TEUR 896). Eigenkapital Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 125 aus 125.000 Geschäftsanteilen zu je EUR 1,00. Sämtliche Geschäftsanteile werden von der DIGITALL Nature EOOD, Sofia (vormals: Bulpros Consulting AD, Sofia), Bulgarien, gehalten. Der Ausschüttungssperre unterliegende Beträge Der Gesamtbetrag der einer Ausschüttungssperre unterliegenden Beträge setzt sich wie folgt zusammen:
Die Beträge betreffen sowohl im Rahmen der Verschmelzung im Jahr 2017 übergegangene, als auch selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände, welche steuerlich nicht aktivierungsfähig sind. Sonstige Rückstellungen Die Angaben zu den sonstigen Rückstellungen ergeben sich aus nachfolgender Tabelle:
Verbindlichkeiten Die Angaben zu den Verbindlichkeiten ergeben sich aus nachfolgender Tabelle:
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen unterliegen den üblichen Eigentumsvobehalten der jeweiligen Lieferanten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 699 (Vorjahr: TEUR 1.677) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen; davon gegenüber der Gesellschafterin TEUR 278 (Vorjahr: TEUR 716) und mit TEUR 2.210 (Vorjahr: TEUR 2.750) sonstige Verbindlichkeiten aus Darlehensgewährung inklusive aufgelaufener Zinsen, davon TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 376) gegenüber der Gesellschafterin. Passive latente Steuern Zum 31. Dezember 2023 betragen die passiven latenten Steuern TEUR 942 (Vorjahr: TEUR 1.105). Sie wurden mit einem Steuersatz von 31% (Vorjahr: 31%) auf selbst erstellte immaterielle Vemögensgegenstände abzüglich kumulierter Abschreibungen gebildet. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Für die Beurteilung der Finanzlage wesentliche, nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommene Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen lagen im Geschäftsjahr 2023 nicht vor. C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
Aufwendungen oder Erträge außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung sowie periodenfremder Natur: Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Forschungszulagen für nach § 2 FZulG (Forschungszulagengesetz) begünstigte Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in Höhe von insgesamt TEUR 87 (Vorjahr: TEUR 438), wovon TEUR 21 (Vorjahr: TEUR 280) auf das Vorjahr entfallen. Die übrigen periodenfremden Erträge resultieren in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 17) aus der Auflösung von Rückstellungen sowie in Höhe von TEUR 32 (Vorjahr: TEUR 25) aus sonstigen periodenfremden Sachverhalten. Periodenfremde Aufwendungen sind im laufenden Geschäftsjahr - wie im Vorjahr - lediglich von untergeordneter Bedeutung zu verzeichnen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund dauerhafter Wertminderungen vorgenommen worden. Dabei entfielen TEUR 90 (Vorjahr: TEUR 323) auf Abschreibungen auf entgeltlich erworbene immaterielle Anlagegüter und weitere TEUR 693 (Vorjahr: TEUR 564) auf Abschreibungen auf selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände. Forschungs- und Entwicklungskosten Im Geschäftsjahr 2023 betrug der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten TEUR 2.282 (Vorjahr: TEUR 3.031); davon entfallen auf die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens TEUR 1.603 (Vorjahr: TEUR 2.159). D. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse Zur Besicherung eines Darlehens im Konzernverbund hat die GBS Europa GmbH den Wert ihres Stammkapitals sowie sämtliche Bankkonten, Forderungen aus gruppeninteren Darlehen nebst Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und eventuellen Versicherungsforderungen als Sicherheiten gestellt. Die Risiken einer möglichen Inanspruchnahme werden aufgrund der aktuellen Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Konzerngesellschaft als moderat eingestuft. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Finanzielle Verpflichtungen aus befristeten Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen bestehen, soweit diese nicht bilanziert sind, in Höhe von TEUR 86 (Vorjahr: TEUR 321). Eine Übersicht zeigt die nachfolgende Tabelle:
Die Miet- und Leasingverträge wurden abgeschlossen, um die Kapitalbindung zu vermindern. Nennenswerte Chancen und/oder Risiken bestehen hieraus nicht. Geschäftsführung Die Geschäftsführung oblag bis zum 26 April 2023 Herrn Ivaylo Slavov. Mit Wirkung zum 26. April 2023 wurde Herr David Dirk Laux zum alleinvertretungsberechtigten Geschäftsführer der Gesellschaft bestellt. Weder Herr Slavov noch Herr Laux haben von der Gesellschaft für ihre Tätigkeit als Geschäftsführer in 2023 Bezüge erhalten. In der Muttergesellschaft ist Herr Laux in der Funktion des CEO tätig. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2023 wurden im Durchschnitt 58 (Vorjahr: 57) Angestellte beschäftigt (ohne Auszubildende). Konzernzugehörigkeit Die GBS Europa GmbH, Karlsruhe, ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der DIGITALL Nature Bulgaria EOOD (vormals: Bulpros Consulting AD) Sofia, Bulgarien. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Rocket EB Holdco GmbH, Frankfurt am Main, (kleinster und größter Kreis) einbezogen. Der Konzernabschluss der Rocket EB HoldCo GmbH, Frankfurt am Main, ist am Sitz der Muttergesellschaft erhältlich und wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Gemäß § 290 i.V.m. § 293 HGB ist die Gesellschaft selbst nicht zur Erstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 174 wird auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Karlsruhe, den 18. Juni 2024 GBS Europa GmbH, Karlsruhe David Dirk Laux, Geschäftsführer Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die GBS Europa GmbH, Karlsruhe Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der GBS Europa GmbH, Karlsruhe, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GBS Europa GmbH, Karlsruhe, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 18. Juni 2024 Deloitte
GmbH
Marco Koch, Wirtschaftsprüfer Volker Schöck, Wirtschaftsprüfer |
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