VPP Service GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten von Versicherungsvertreterinnen und -vertretern
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Olga Hildebrandt seit 1.4.2025 | Prokura |
David Nedel seit 2.10.2024 | Geschäftsführer |
Michael Carell seit 24.7.2019 | Prokura |
Matthias Meyer seit 24.7.2019 | Geschäftsführer |
Klaus Winkler seit 8.7.2011 | Geschäftsführer |
Dirk Pape seit 2.3.2007 | Prokura |
Andreas Möller seit 24.2.2006 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 70.45% | |
| 10.45% | |
Landschaftliche Brandkasse Hannover | 9.00% |
| 6.55% | |
Niedersächsische Sparkassen- und Giroverband | 1.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
4 Gesellschafter
GmbH-Struktur
3 von 4 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ivv - Informationsverarbeitung für Versicherungen GmbHHannoverJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht zum Jahresabschluss 31.12.2023GeschäftsmodellDie ivv-Informationsverarbeitung für Versicherungen GmbH (ivv) ist ein Fullservice-IT-Dienstleister für öffentlich-rechtliche Versicherungen in Niedersachsen, Bremen und Sachsen-Anhalt. Sie unterstützt die Kernkompetenzen der Versicherungsunternehmen durch die Entwicklung und Bereitstellung leistungsfähiger und moderner IT-Lösungen. Für den Vertrieb, die Verwaltung von Versicherungsprodukten und die Schadenbearbeitung werden unter Anwendung von Methoden und Entwicklungstechnologien Anwendungssysteme zur Verfügung gestellt. Sonstige Geschäftsprozesse werden von der ivv vor allem durch geeignete Standardlösungen - wie z. B. SAP - unterstützt. Die Rechenzentren der ivv versorgen die Innenstrukturen und die Vertriebspartner an 7.000 Arbeitsplätzen und an ca. 1.000 Standorten mit IT-Dienstleistungen. Darüber hinaus werden den Vertriebspartnern in der Sparkassenorganisation in Kooperation mit der Finanz Informatik GmbH & Co. KG Versicherungsanwendungen zur Verfügung gestellt. Gesellschafter und ivv haben über alle Auftragsarten einen fachlich-inhaltlichen Abstimmungsprozess installiert, der über sparten- und funktionsbezogene Arbeitskreise organisiert ist. Diese nehmen auch die Budgetierung der Aufträge vor. Der in der VGH im Ressort des Vorstandsvorsitzenden etablierte Bereich IT-Strategie verantwortet die Entwicklung und Umsetzung einer IT-Strategie der VGH-Gruppe, die Steuerung und Priorisierung der Auftragsvergabe an die ivv sowie die Verbesserung der Transparenz und des Berichtswesens zu den IT-Vorhaben. Als Dienstleister für die Bereitstellung der gesamten EDV für den Innen- und Außendienst stellt die ivv eine hohe Verfügbarkeit der Systeme unter Berücksichtigung von Compliance-Anforderungen sicher. Die Serviceverfügbarkeit für den Innen- und Außendienst sowie für die Sparkassen erfolgt nach festgelegten Leistungsvereinbarungen. Die Preisgestaltung erfolgt für die verschiedenen Leistungsbereiche verursachungsgerecht und sichert regelmäßig positive Jahresüberschüsse. Das für den Geschäftsbetrieb notwendige Eigenkapital stellen die Gesellschafter bereit. WirtschaftsberichtAllgemeine Rahmenbedingungen Nachdem im Vorjahr geopolitische Spannungen die Weltwirtschaft zunehmend in Form von Preissteigerungen belasteten, ist nach Einschätzung des ifo Instituts aufgrund der rückläufigen Inflationsentwicklung anzunehmen, dass der Zinshöhepunkt sowohl in den USA, als auch im Euroraum bereits überschritten wurde. Eine erste Leitzinssenkung seitens der EZB wird im Laufe des Jahres 2024 erwartet. Risiken bestehen jedoch in einer möglichen weiteren Eskalation des Krieges in der Ukraine und der potenziellen Ausweitung des Nahost-Konflikts durch das Eintreten anderer Regionalmächte, wie dem Iran. Die deutsche Wirtschaft stagnierte im Jahr 2023 weitestgehend. Über das gesamte Jahr musste letztendlich ein leichter Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) verkraftet werden. Obwohl die Inflation im Verlauf des Jahres rückläufig war und ein erhöhter Anstieg der Lohneinkommen verzeichnet werden konnte, blieb eine Erholung des privaten Konsums vorerst aus, mit der Folge einer erhöhten Sparrate. Die restriktive Zinspolitik der Zentralbanken hatte einen dämpfenden Einfluss auf die Konjunktur, wodurch das Volumen der deutschen Exporte weiterhin sank. Als Folge der Energiekrise war ein struktureller Wandel bei industriellen Großabnehmern für Gas und Strom zu beobachten, die trotz gesunkener Energiepreise Teile der energieintensiven Produktion an andere Standorte außerhalb Deutschlands verlagert haben. Eine für die zweite Jahreshälfte erwartete wirtschaftliche Erholung blieb aus. In 2023 wird für die deutsche Wirtschaft ein Sinken des BIPs von -0,3 Prozent erwartet (Vorjahr: +1,8 Prozent). Die Verbraucherpreise erhöhten sich in 2023 durchschnittlich um 5,9 Prozent (Vorjahr: 8,7 Prozent). Die Arbeitslosenquote stieg leicht auf 5,7 Prozent (Vorjahr: 5,3 Prozent). Nachdem zum Ende des Vorjahres der Geschäftsklima-Index des ifo Instituts für die Versicherungsbranche auf einen Tiefstand gesunken ist, stiegen die Geschäftserwartungen in 2023, bis sie sich im dritten Quartal erneut eintrübten. Insgesamt befand sich die Geschäftslage somit deutlich unter dem langfristigen Durchschnitt. Die Digitalisierung als eine zentrale Herausforderung in der Versicherungswirtschaft verändert den Markt und die Kundenerwartungen. Um dem Wandel von Technologie und Kommunikation gerecht zu werden, wird die Online-Betreuung sukzessive in ihr Geschäftsmodell integriert, um die Bedürfnisse und Ansprüche des hybriden Kunden im Sinne einer Multikanalstrategie zu erfüllen. Geschäftsentwicklung und Ertragslage Die ivv hat das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresergebnis vor Steuern von 3.408 Tsd. Euro (Vorjahr 1.722 Tsd. Euro) abgeschlossen. Das Leistungsvolumen (Summe aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderungen und anderen aktivierten Eigenleistungen) als bedeutsamster finanzieller Leistungsindikator, hat sich in 2023 um 1,1% auf 138.130 Tsd. Euro (Vorjahr 136.660 Tsd. Euro) erhöht. Das erhöhte Leistungsvolumen basiert aus einem Anstieg des Bestands an unfertigen Erzeugnissen und anderen aktivierten Eigenleistungen (+5.281 Tsd. Euro in Summe) und den laufenden Leistungen (+608 Tsd. Euro). Die Erhöhung der Erlöse aus laufenden Leistungen ist maßgeblich beeinflusst von einem, im Vergleich zum Vorjahr, geänderten Umgang mit der Weiterverrechnung der nunmehr vollständig nicht abziehbaren Vorsteuer auf Eingangsleistungen an die Kundenhäuser. Diese Änderung hatte preisbedingte Erlösanstiege bei nahezu allen Produkten zur Folge. Weiterhin kam es zu erhöhten Erlösen aus der Weiterverrechnung von Leistungen der OEV (+640 Tsd. Euro). Diesem erhöhten Abrechnungsvolumen stehen geringere Leistungserlöse für SAP Finanzen und In-/ Exkasso (-3.128 Tsd. Euro), AW Individual (-878 Tsd. Euro), dem S-Versicherungsmanager (-670 Tsd. Euro) sowie Unfall-Leistung (-273 Tsd. Euro) gegenüber. Die Erlöse aus der Abrechnung von Neu- und Weiterentwicklungen liegen mit 9.496 Tsd. Euro um 3.204 Tsd. Euro unter dem Vorjahreswert von 12.700 Tsd. Euro. Diese beinhalten die Abrechnung weiterer Umsetzungsschritte von AWL Komposit und AWL Schaden, aber auch die Umsetzung einer Komponente für die neue Partneranwendung, ein Online-Serviceportal für die Kunden der Versicherungshäuser sowie weitere neue Online-Abschlussstrecken unter OSPlus_neo. Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen im Berichtszeitraum 467 Tsd. Euro und sind im Vergleich zum Vorjahr um 73 Tsd. Euro geringer (540 Tsd. Euro). Dies ist durch niedrigere Erträge aus dem Verkauf von nicht mehr benötigter Hardware begründet, welche durch Gutschriften aus Betriebskostenabrechnungen für die angemieteten Betriebsräume aus dem Vorjahr teilweise kompensiert werden. Der Gesamtaufwand aus dem laufenden Geschäftsbetrieb ist im Vergleich zu dem Vorjahr um 1,5% gesunken. Diese Entwicklung setzt sich im Wesentlichen aus der Reduzierung des Aufwands für Beihilfen und Altersversorgung von 14.070 auf 4.765 Tsd. Euro, für Datenfernübertragung von 4.868 auf 4.301 Tsd. Euro sowie für Fremdpersonal und die Weiterverrechnung von Unterstützungsleistungen der Versicherungsmitarbeiter von in Summe 21.357 auf 20.914 Tsd. Euro zusammen. Den geringeren Aufwendungen stehen Belastungen insbesondere bei den Wartungs- und Lizenzgebühren (von 23.697 auf 26.732 Tsd. Euro), beim Personalaufwand inklusive der gesetzlichen Sozialleistungen (von 37.435 auf 39.477 Tsd. Euro), den Abschreibungen (von 12.155 auf 13.494 Tsd. Euro) sowie bei den Dienstleistungsaufwendungen für den Betrieb und die Weiterentwicklung der Homepages unserer Versicherungsgesellschaften (von 1.594 auf 2.363 Tsd. Euro) gegenüber. Die Anwendungslandschaft Komposit wurde Anfang 2021 in den Kernfunktionen eingeführt und in 2023 weiter ausgebaut. In den Backoffice-Funktionen kommen sukzessive SAP-Anwendungen zum Einsatz. Für die Bereiche Personal, Asset-Management und Finanzbuchhaltung/Exkasso sind die Anwendungen etabliert. Die Umstellung der Inkasso-Funktionen wird sukzessive über alle Sparten und Versicherungsunternehmen erfolgen. Besondere Leistungsschwerpunkte waren in 2023: Bereich Anwendungsentwicklung:
Bereiche Betrieb und Service:
Bereich Grundlagen und Controlling:
Aus Sicht der Geschäftsführung ist das Geschäftsjahr 2023 gut verlaufen. Vermögens- und Finanzlage Im Geschäftsjahr 2023 hat die ivv Investitionen in das immaterielle und Sachanlagevermögen in Höhe von 22.731 Tsd. Euro (Vorjahr 7.880 Tsd. Euro) getätigt. Inklusive der geringwertigen Wirtschaftsgüter beträgt das Investitionsvolumen im abgelaufenen Geschäftsjahr 24.059 Tsd. Euro. Dieses entfällt mit 9.962 Tsd. Euro auf Software und 14.097 Tsd. Euro auf Hardware. Wesentliche Investitionen in Software betreffen die anschaffungsnahen Nebenkosten für die SAP- Finanzsysteme mit 6.851 Tsd. Euro sowie adesso Insure General Claims für die Sparte Unfall mit 1.301 Tsd. Euro. Die wesentlichen Hardwareinvestitionen betreffen die Beschaffung neuer Laptops über 7.989 Tsd. Euro, die Anschaffung von Storagekapazitäten zur Erweiterung der Speichermöglichkeiten in der ivv in Höhe von 3.703 Tsd. Euro sowie neue Arbeitsplatz-Bildschirme in Höhe von 1.869 Tsd. Euro. Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände überschreiten die Abgänge zu Restbuchwerten und Abschreibungen um 2.550 Tsd. Euro. Die Investitionen in Sachanlagen überschreitet die Abgänge zu Restbuchwerten und Abschreibungen um 8.007 Tsd. Euro. Diese Entwicklung spiegelt sich in den Buchwerten der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen wider. Der Bestand an unfertigen Leistungen hat sich in 2023 um 3.374 Tsd. Euro auf 9.913 Tsd. Euro erhöht (Vorjahr: 6.539 Tsd. Euro). Der Bestand zum 31.12.2023 umfasst Leistungen in Höhe von 3.399 Tsd. Euro für die Anwendungslandschaft Komposit, 3.367 Tsd. Euro für das Projekt GEPARD, 1.024 Tsd. Euro für die Anwendungslandschaft Schaden und 940 Tsd. Euro für die Dienstleisterdrehschreibe. Dagegen wurden Software-Produkte in Höhe von 5.500 Tsd. Euro fertiggestellt und abgerechnet. Hiervon entfielen 1.930 Tsd. Euro auf das Projekt GEPARD, 1.605 Tsd. Euro auf das Kundenserviceportal, 1.043 Tsd. Euro auf die Anwendungslandschaft Komposit und 612 Tsd. Euro auf die Anwendungslandschaft Schaden. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen mit 19.584 Tsd. Euro unter dem Vorjahresniveau (25.145 Tsd. Euro). Steuererstattungsansprüche infolge von Steuervorauszahlungen wurden unter den sonstigen Vermögensgegenständen mit 197 Tsd. Euro aktiviert. Die ivv hat mit 5.107 Tsd. Euro in Zinspapiere investiert, deren Emittenten ein S&P-Mindestrating von AA halten. Daneben hat die ivv Anteile des VGH-Altersversorgungsfonds in Höhe von 4.172 Tsd. Euro gezeichnet. Dieser Fonds investiert weltweit, diversifiziert und finanzmathematisch optimiert in ein breites Spektrum an Anlageklassen. Die Sicherstellung einer jederzeit ausreichenden Liquidität erfolgt durch eine rollierende Finanzplanung, die die laufenden Ein- und Auszahlungen berücksichtigt. Darüber hinaus ermöglichen kurzfristige Liquiditätsbereitstellungen innerhalb des VGH-Verbunds Variabilität. Im Zusammenhang mit den langfristigen Entwicklungsprojekten werden Abschlagszahlungen eingefordert. Vor dem Hintergrund der Niedrigzinsphase und den gesetzlichen Vorgaben zur Diskontierung von Rückstellungen wurden die Bewertungsparameter bei den mitarbeiterbezogenen Rückstellungen überprüft und - falls notwendig - angepasst. Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung liegen mit 3.195 Tsd. Euro unter dem Vorjahresniveau (8.364 Tsd. Euro). Mitarbeiter Die mittelfristige, strategische Personalplanung ist im Rahmen der Unternehmensplanung etabliert und verankert. Vor dem Hintergrund der bestehenden Herausforderungen im IT-Bereich sowie des demografischen Wandels ist ein entsprechendes Nachfolgemanagement etabliert. Die Personalplanung führt die Effekte aus strategischen Projekten der Kundenhäuser mit der Unternehmensplanung der ivv zusammen. Die Fluktuation von Mitarbeitern wird nach Verantwortungsbereichen und Funktionsgruppen analysiert und bewertet. Die Entwicklung der einzelnen Mitarbeiter, wie auch die Bereitstellung einer ausreichenden Mitarbeiterkapazität, sichert die Qualität und den Umfang der zu erbringenden Dienstleistungen. Die Mitarbeiterkapazität bildet dabei den bedeutsamsten nicht-finanziellen Leistungsindikator ab. Die Mitarbeiterkapazität im Jahresdurchschnitt ermittelt sich, wie in den Vorjahren, ohne Berücksichtigung von Aushilfen. Aktuelle Mitarbeiterkennzahlen:
Im Jahresdurchschnitt reduzierten sich von 2022 auf 2023 die Mitarbeiterkapazitäten um eine Kapazität. Die Durchschnittswerte werden neben den Zu- und Abgängen von Mitarbeitern aus weiteren verschiedenen Effekten ermittelt, wie beispielsweise der individuellen arbeitsvertraglichen Gestaltung, dem Zeitraum offener Vakanzen oder längerer Abwesenheiten durch Krankheiten. Die Krankheitsquote hat sich nur leicht verbessert und befindet sich weiterhin auf dem Vor-Corona-Niveau. Die Fluktuationsquote hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr, bedingt durch den steigenden Bedarf an qualifizierten Fachkräften am deutschen Arbeitsmarkt, leicht erhöht. Die ivv wird dieser Entwicklung mit einem verstärkten Auftreten auf Jobmessen und geeigneten Social-Media-Plattformen begegnen. Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter Die ivv hat wie in den Vorjahren auch 2023 in die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter investiert. Im vergangenen Geschäftsjahr wurden vier Mitarbeiter übernommen, die ihr duales Bachelor-Studium in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule der Wirtschaft in Hannover abgeschlossen haben. Zudem bietet die ivv seit 2018 den Ausbildungsberuf des Fachinformatikers in den Fachrichtungen Anwendungsentwicklung und Systemintegration an. Im Sommer 2023 haben vier Fachinformatiker die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und wurden in ein Angestelltenverhältnis übernommen. Die ivv hat in 2023 weitere drei neue Auszubildende sowie zwei neue Bachelor-Studenten eingestellt. Die ivv-Mitarbeiter haben auch 2023 das interne und externe Weiterbildungsangebot in klassischer und digitaler Form genutzt. Ein Schwerpunkt der Weiterbildungen lag auch in diesem Jahr auf den Schulungen zur agilen Arbeitsweise. Schließlich werden im Rahmen von ivv-Potenzialkonferenzen weitere Mitarbeiter identifiziert, die unter anderem in einem Potentialpool auf ihrem Weg zu speziellen Rollen besonders gefördert werden. PrognoseberichtDie Planungen für das Jahr 2024 erfolgten unter der Prämisse, dass sich die Entwicklung der Preise im Jahresverlauf weiter normalisiert, obwohl wesentliche Stützungsmaßnahmen der Bundesregierung zum Jahresende 2023 ausgelaufen sind. Die Kundenhäuser planen daher mit einer positiven Entwicklung ihrer Umsatz- und Ertragskennziffern. Die Entwicklung auf den Kapitalmärkten bleibt, vor dem Hintergrund ungelöster Probleme in Europa und der Welt, mit Unsicherheiten behaftet und wird genau beobachtet. Zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Versicherungsunternehmen des ivv-Verbundes ist es Ziel der ivv, diese Unternehmen mit qualitativ hochwertigen IT-Lösungen sowie effizienten Service- und Betriebsleistungen zu unterstützen. Die ivv wird daher konsequent die eingeleiteten Maßnahmen zur Qualitäts- und Effizienzverbesserung unter Berücksichtigung der Markt- und Wettbewerbserfordernisse weiterverfolgen. Rahmengebend ist dabei insbesondere die auf Basis der Anforderungen der ivv-Gesellschafter erarbeitete strategische Ausrichtung der ivv, die es kontinuierlich umzusetzen und weiterzuentwickeln gilt. Als besondere Leistungsschwerpunkte sind in 2024 vorgesehen: Bereich Anwendungsentwicklung:
Bereich Betrieb/Service:
Bereich Grundlagen und Controlling:
Die Planungen der ivv sehen für 2024 ein im Vergleich zu 2023 ansteigendes Leistungsvolumen (rd. +5,4%) bei einem positiven Jahresergebnis vor Steuern vor. Zielsetzung ist es, die Mitarbeiterkapazität im Jahresdurchschnitt zu steigern (Ziel: 395 interne Mitarbeiterkapazitäten). Chancen- und RisikoberichtChancenbericht In Anlehnung an die strategischen Überlegungen der Gesellschafter der ivv sowie der IT-Strategie der VGH, ist insbesondere von höheren Anforderungen an den Automatisierungsgrad des Versicherungsbetriebes sowie der damit voranschreitenden Digitalisierung auszugehen. Dieses bedeutet für den IT-Dienstleister ivv ein erweitertes Leistungsspektrum, beispielsweise durch IT-gestützte Workflowprozesse, flexible Anwendungen und den Ausbau leistungsfähiger Netze. Um die damit verbundenen Chancen nutzen zu können, richtet sich die ivv systematisch mit einer eigenen Strategie darauf aus. Mit Hilfe der verabschiedeten ivv-Strategie "ivv2025" wurden strategische Ziele identifiziert und strategische Initiativen abgeleitet. Eine fortlaufende Aktualisierung erfolgt unterjährig, um die kontinuierlichen Weiterentwicklungen in den Versicherungsunternehmen und der IT zu berücksichtigen. Als hoch priorisiertes Projekt ist die Vertragsbearbeitung von Kompositverträgen (AWL Komposit) hervorzuheben, auf dessen Basis in den kommenden Jahren eine neue, spartenübergreifende Anwendungslandschaft entstehen soll. Der eingeführte Gewerbeschutz wurde im letzten Jahr zunehmend optimiert und weitere Performanceverbesserungen stehen für 2024 an. Im Rahmen der Digitalisierung der Kundenschnittstelle wurde im letzten Jahr das Kundenserviceportal für die Gesellschafter bereitgestellt. In 2024 wird es um neue Features und Verbesserung erweitert, um für den Anwender einen noch größeren, digitalen Nutzen zu generieren. Mit dem Projekt zur Ablösung der Host-Systeme sind im kommenden Jahr eine Reihe von Maßnahmen zur Entwicklung möglicher Zielszenarien geplant, um die bestehenden Host-Anwendungen auf anderen Infrastrukturlösungen bereitzustellen. Darüber hinaus wird durch das Ziel einer kontinuierlichen Releasebereitstellung der aktuellen Dynamik in der Softwareentwicklung und Bereitstellung Rechnung getragen. Im Fokus steht nach der erfolgten Umstellung auf GIT, die sukzessive Einführung der Asynchronität zwischen den Anwendungssystemen, sowie der Aufbau einer passenden Abnahmeumgebung. Das Thema Cyber-Sicherheit spielt bei der ivv eine wichtige und strategische Rolle. Systematisch und präventiv werden die Identifikations- und Abwehrmaßnahmen auf dem aktuellen Stand gehalten und geben den Gesellschafter dadurch die Sicherheit, auch in schwierigen Situationen handlungsfähig zu bleiben. Nach dem Abschluss der Initiativen zur asynchronen Datenhaltung und Netzwerksegmentierung, wird das aktuelle Schwachstellen-Management optimiert. Zur kontinuierlichen Steuerung der strategischen Aktivitäten ist in der ivv ein Strategieboard etabliert, welches die Zwischenergebnisse kontinuierlich an die Mitarbeiter kommuniziert. Die Strategie der ivv bildet den Rahmen für die Koordinierung der Umsetzungsmaßnahmen und macht somit allen Beteiligten sowohl die strategischen Inhalte als auch den operativen Bearbeitungsstand transparent. Risikobericht Ein Risiko für die ivv ist ein Ausfall der Systeme über einen längeren Zeitraum sowie ein Verlust oder eine unbeabsichtigte Änderung von juristisch relevanten Daten in den Systemen. Die Zunahme von Bedrohungen durch Cyber-Angriffe wird weiterhin genau beobachtet. Zur Steuerung dieser Bedrohung hat die ivv verschiedene, präventive technische und organisatorische Maßnahmen etabliert und in das Informationssicherheitsmanagementsystem integriert. In der ivv werden regelmäßig Notfallübungen durchgeführt und die Maßnahmen zur Beherrschung dieser Risiken regelmäßig aktualisiert. Für einen Notfall besteht im Rahmen des Notfallmanagements eine Vielzahl an Detailplanungen, die einen strukturierten und zügigen Wiederanlauf aller Systeme ermöglicht. Darüber hinaus hat die ivv die unkontrollierte Überschreitung des Wirtschaftsplanes und eine damit ggf. einhergehende Illiquidität bzw. eine unkontrollierte Verlustsituation als ein wesentliches Risiko identifiziert. Für dieses Risiko sind verschiedene risikomindernde bzw. kontrollierende Maßnahmen implementiert. Diese werden regelmäßig überprüft und bei Bedarf aktualisiert. Um alle Risiken der ivv als Gesellschaft frühzeitig zu erkennen und im Bedarfsfall die entsprechenden Gegenmaßnahmen einleiten zu können, werden interne Berichts-, Planungs- und Steuerungssysteme angewendet. Die regelmäßige Risikoinventur der ivv ist auf die Anforderungen der Gesellschafter abgestimmt und unterstützt die Früherkennung von Risiken. Sie ist damit grundlegender Bestandteil der Risikoüberwachung und -überprüfung. Im Berichtszeitraum sind in der ivv keine Sicherheitsvorfälle aufgetreten, die zu einer wesentlichen Schadenwirkung geführt haben. Die Sicherheitslage der ivv GmbH wird im jährlichen Informationssicherheitsbericht dargestellt und erläutert. Im Ergebnis ist festzustellen, dass gegenwärtig keine Risiken in der ivv erkennbar sind, die die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage nachhaltig oder wesentlich beeinträchtigen. RisikomanagementsystemDas Risikomanagement ist für die verbundenen Unternehmen konzerneinheitlich organisiert. Die für Versicherungen strengen Regeln der BaFin zum Risikomanagement in Versicherungsunternehmen gelten zum Teil für die ivv in ihrer Funktion als EDV-Dienstleister der Gruppe ebenfalls, sind jedoch in jedem Fall zu berücksichtigen. Die Einbindung der ivv in das Risikomanagement der VGH-Gruppe ist daher für alle Kundenhäuser wichtig. Der Vorstand der VGH hat eine Risikoorganisation etabliert, die aus einem Risikokomitee und dezentralen Ausschüssen besteht. Das übergeordnete Risikokomitee ist mit der zentralen Koordination und Steuerung der Risiken sowie den strategischen Risiken befasst. Bei seiner Arbeit wird es durch drei Risikoausschüsse für Kapitalanlage/Leben, für die Schaden/Unfall-Versicherung sowie für operationelle und Reputationsrisiken unter Beteiligung der ivv unterstützt. Der Risikoausschuss für operationelle und Reputationsrisiken bildet die wesentlichen geschäftsfeldbezogenen Risiken der ivv ab. Von der internen Revision wird das Risikomanagementsystem in regelmäßigen Abständen einer Prüfung unterzogen. Die ivv-Geschäftsführung hat im Rahmen ihrer Verantwortung für eine ordnungsgemäße Organisation des Unternehmens eine Stabsfunktion Risikomanagement eingerichtet. Diese wirkt darauf hin, dass die rechtlichen, regulatorischen und internen Vorgaben für das Risikomanagement in der ivv Berücksichtigung finden. Diese Stabsfunktion deckt auch die Belange der Bereiche Datenschutz, Informationssicherheit, Business Continuity Management und Compliance sowie der ivv-Geschäftsarchitektur ab. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit den entsprechenden Rollenverantwortlichen der VGH. Die Stabsfunktion hat das Ziel, alle wesentlichen, sich aus dem Geschäftsbetrieb ergebenden Risiken und damit verbundene Maßnahmen zu koordinieren. Über eine zentrale Steuerung werden die Themen in die operative und strategische Planung einbezogen und systematisch abgearbeitet. Weitere InformationenZweigstellen Die ivv unterhält eine Betriebsstätte in Oldenburg. Konzernzugehörigkeit Die ivv wird in den Konzernabschluss der Landschaftliche Brandkasse Hannover einbezogen. Mit der Landschaftliche Brandkasse Hannover als herrschendem Unternehmen ist ein Beherrschungsvertrag geschlossen. Dank der GeschäftsführungUnser besonderer Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren guten Einsatz und die stets zuverlässigen Leistungen, mit denen sie wesentlich zum Erfolg im Geschäftsjahr 2023 beigetragen haben. Dem Betriebsrat danken wir für die konstruktive Zusammenarbeit.
Hannover, den 15. Februar 2024 Klaus Winkler Matthias Meyer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang zum 31. Dezember 2023Allgemeine AngabenDie ivv GmbH hat ihren Sitz in Hannover und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Hannover (HR B-Nr. 53993). Die ivv GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie - Umsetzungsgesetzes (BilRUG) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going Concern) aufgestellt. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeImmaterielle Vermögensgegenstände, Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung sind mit den fortgeschriebenen Anschaffungskosten unter Verrechnung von zulässigen linearen Abschreibungen bewertet. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden analog § 6 (2) EStG in voller Höhe als Betriebsausgaben abgesetzt. Zudem ist ein Sammelposten analog § 6 (2a) EStG gebildet worden, der über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben wird.
Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt. Finanzanlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögensgegenstände, Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Anschaffungskosten oder Nominalbeträgen ausgewiesen. Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder niedrigeren Tageswerten bewertet. Als Herstellungskosten für unfertige Leistungen werden die Einzelkosten mit Gemeinkostenzuschlag angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält vor dem Bilanzstichtag geleistete Zahlungen, die Leistungen für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag betreffen. Die zukünftige Steuerentlastung nachfolgender Geschäftsjahre (Aktive latente Steuern) wird durch den Vergleich der steuer- und handelsbilanziellen Wertansätze unter Berücksichtigung des unternehmensindividuellen Steuersatzes ermittelt. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Berechnung der Rückstellungen für Pensionszusagen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Der Kostentrend beträgt für die Anwärter 2,5 Prozent und für die Rentner 2,15 bzw. 1,0 Prozent. Die "Richttafeln 2018 G" nach Dr. Klaus Heubeck werden angewendet. Die Berechnungen erfolgen auf Basis des zum 31.12.2023 erwarteten Zinssatzes für Verpflichtungen mit 20-jähriger Laufzeit in Höhe von 1,91 Prozent (Vorjahr 1,90 Prozent). Von den Pensionsrückstellungen für Zusagen aus Gehaltsverzicht werden die Zeitwerte für abgeschlossene Rückdeckungsversicherungen (kongruentes Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) abgesetzt. Die Berechnung der sonstigen mitarbeiterbezogenen Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen, zukünftige Jubiläumszahlungen und Beihilfeverpflichtungen erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der "Richttafeln 2018 G" nach Dr. Klaus Heubeck. Die Abzinsung erfolgt nach dem von der Bundesbank zum 31.12.2023 veröffentlichten Zinssatz für Verpflichtungen mit 15-jähriger Laufzeit von 1,75 Prozent (Vorjahr 1,44 Prozent). Bei den Altersteilzeit- und Jubiläumsverpflichtungen wurden zukünftige, nicht bekannte Gehalts- und Rentenanpassungen mit 2,5 Prozent pro Jahr berücksichtigt. Die Rückstellung für Altersteilzeit enthält auch Beträge für Mitarbeiter mit einem Anspruch auf Abschluss nach der gültigen Altersteilzeitvereinbarung unter Berücksichtigung der wahrscheinlichen Inanspruchnahme. Die Rückstellung für Beihilfeverpflichtungen berücksichtigt zur Abschätzung des Verpflichtungsumfangs die durchschnittlichen Beihilfezahlungen der vergangenen Jahre; eine Kostensteigerung von 2,25 Prozent pro Jahr erhöht den Verpflichtungsbetrag. Ferner wurde bei der Ermittlung der Rückstellung die Lohnsteuer auf die steuerpflichtigen Beihilfezahlungen berücksichtigt. Alle übrigen Rückstellungen tragen den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung. Sie sind in der Höhe gebildet, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung notwendig ist. Eine Diskontierung wurde bei voraussichtlich mehr als einjähriger Laufzeit mit den von der Bundesbank vorgegebenen Zinssätzen vorgenommen. Erhaltene Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Angaben zu einzelnen Posten des JahresabschlussesAnlagevermögen Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände im Jahre 2023 ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Vorräte Hierunter sind insbesondere unfertige Leistungen in Höhe von 9.912.860 EUR (6.539.124 EUR) ausgewiesen. Sonstige Vermögensgegenstände Der Posten enthält im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche von 197.359 EUR (14.268 EUR) sowie abgegrenzte Zinsforderungen auf festverzinsliche Wertpapiere von 41.530 EUR (0 EUR). Alle Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Aktive Rechnungsabgrenzung Eine aktive Rechnungsabgrenzung für Vorauszahlungen wird im Wesentlichen für Wartungen von Hard- und Software von 8.366.818 EUR (10.797.582 EUR) und für Versicherungsbeiträge in Höhe von 65.369 EUR (63.127 EUR) vorgenommen. Aktive latente Steuern Die aktive latente Steuer in Höhe von 24.039.019 EUR (23.687.406 EUR) ergibt sich im Wesentlichen aus Bewertungsunterschieden in den Pensionsrückstellungen und aus den weiteren mitarbeiterbezogenen Rückstellungen innerhalb der sonstigen Rückstellungen. Der angewendete Steuersatz liegt bei 32,57 Prozent (32,57 Prozent). Gemäß § 268 Abs. 8 HGB liegt eine Ausschüttungssperre in Höhe von 24.039.019 EUR vor. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Aus der Neubewertung der Pensionsrückstellung zum 01.01.2010 ergibt sich ein Zuführungsbedarf von insgesamt 14.605.300 EUR. In Anwendung der Übergangsvorschriften wurde eine Zuführung in die Pensionsrückstellung von 556.797 EUR im sonstigen betrieblichen Aufwand vorgenommen. Es verbleibt eine Differenz zwischen Buchwert und versicherungsmathematischen Zielwert von 556.797 EUR. Der Unterschiedsbetrag aus der Abzinsung der Pensionsverpflichtungen mit dem durchschnittlichen Marktzins unter Berücksichtigung eines Beobachtungszeitraums von sieben Jahren (1,80 Prozent) gegenüber dem zehnjährigen Zeitraum (1,91 Prozent) beträgt 1.930.648 EUR. Dieser Betrag ist gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB mit einer Ausschüttungssperre belegt. Aus der Bewertung der Pensionsverpflichtungen resultieren Gewinne in Höhe von 473.157 EUR, Erträge aus Zinsänderungen in Höhe von 173.075 EUR sowie Zinsaufwendungen von 1.572.944 EUR. Pensionsrückstellungen für Zusagen aus Gehaltsverzicht in Höhe von 293.348 EUR sind mit den Aktivwerten (entspricht Zeitwerten) aus entsprechend abgeschlossenen kongruenten Rückdeckungsversicherungen verrechnet worden. Hieraus resultierende Erträge aus dem Deckungsvermögen (9.135 EUR) wurden mit den entsprechenden Zinszuführungen (11.193 EUR) saldiert. Sonstige Rückstellungen
Aus der Bewertung der sonstigen Rückstellungen für Beihilfe, Altersteilzeit und Mitarbeiterjubiläen resultieren Zinserträge von 378.692 EUR sowie Zinsaufwendungen von 131.567 EUR. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Alle Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Sonstige Verbindlichkeiten Der Posten beinhaltet im Wesentlichen noch zu zahlende Steuern in Höhe von 452.882 EUR (449.397 EUR) sowie Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 2.557.895 EUR (312.334 EUR). Im Rahmen der sozialen Sicherheit sind alle Verbindlichkeiten beglichen. Alle sonstigen Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Umsatzerlöse Die ausschließlich im Inland erzielten Erlöse teilen sich wie folgt auf:
Sonstige betriebliche Erträge Hierunter sind im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 62.130 EUR (87.701 EUR) ausgewiesen. Der Posten enthält aperiodische Erträge in Höhe von 331.809 EUR (Vorjahr: 47.461 EUR), die im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen sowie Betriebskostenabrechnungen für Vorjahre resultieren. Materialaufwand für bezogene Leistungen Der Materialaufwand für bezogene Leistungen in Höhe von 50.422.086 EUR (44.872.209 EUR) beinhaltet Aufwendungen für bezogene Druckleistungen von 826.318 EUR (478.545 EUR), Aufwendungen für bezogene Dienstleistungen für das Rechenzentrum von 28.681.765 EUR (23.036.869 EUR) sowie Leistungen, die sich auf die Inanspruchnahme der Personalgestellung für IT-Fachkräfte von Fremdfirmen beziehen, in Höhe von 20.914.003 EUR (21.356.796 EUR). Sonstige betriebliche Aufwendungen Hier sind insbesondere Aufwendungen für den Betrieb des Rechenzentrums einschließlich Hard- und Software 10.611.417 EUR (13.346.051 EUR) sowie Aufwendungen für bezogene Dienstleistungen und Mietnebenkosten von 10.048.220 EUR (9.260.737 EUR) ausgewiesen. Der Posten enthält aperiodische Aufwendungen in Höhe von 1.227.599 EUR (100.458 EUR), die durch Rechnungen für Leistungen des Vorjahres sowie Umsatzsteuerkorrekturen für Vorjahre entstanden sind. Die Gesellschaft hat in 2010 von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch gemacht und verteilt den Umstellungsaufwand aus der BilMoG-Einführung zum 1. Januar 2010 linear über einen Zeitraum von maximal 15 Jahren. Im aktuellen Geschäftsjahr wurden 556.797 EUR in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst (Vorjahr 1.807.467 EUR). Zinsen und ähnliche Aufwendungen Der Zinsanteil aus der Rückstellung für Pensionen und sonstige Rückstellungen beträgt 1.704.511 EUR (Vorjahr 1.540.771 EUR). Steuern vom Einkommen und Ertrag Die Steuern vom Einkommen und Ertrag von 1.021.004 EUR (Vorjahr 669.011 EUR) setzen sich durch einen Steueraufwand für das Geschäftsjahr von 1.561.364 EUR (Vorjahr 1.854.176 EUR), Steueraufwand für Vorjahre von -188.747 EUR (Vorjahr 4.392 EUR) und der Veränderung der aktiven latenten Steuer von 351.613 EUR (Vorjahr 1.189.557 EUR) zusammen. Weitere AngabenOrgane (Geschäftsführung)
Gesellschafterversammlung Zur Zusammensetzung der Gesellschafterversammlung siehe Anlage 2 zum Anhang. Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 422 Mitarbeiter (422) bei der ivv beschäftigt, davon 422 Angestellte im Innendienst (422). Im Außendienst sind keine Mitarbeiter angestellt. Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsleitung für das Geschäftsjahr wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. An ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung sind Zahlungen von 413.941 EUR (Vorjahr 403.215 EUR) geleistet worden. Für diesen Personenkreis wurde die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen durch eine Schuldbeitrittserklärung an die Landschaftliche Brandkasse Hannover übertragen. Haftungsverhältnisse Zum 01.01.2022 hat die ivv ihre Pensionsverpflichtungen durch eine Schuldbeitrittsvereinbarung an die Landschaftliche Brandkasse Hannover (LH) übertragen. Die ivv haftet weiterhin originär für die bestehenden und künftigen Pensionsverpflichtungen. Die LH hat im Rahmen der genannten Schuldbeitrittsvereinbarung erklärt, für die Pensionsverpflichtungen der ivv wie der eigentliche Schuldner neben diesem originär und nicht bloß sekundär zu haften. Die LH hat ferner erklärt, die tatsächliche Erfüllung der Leistungsverpflichtung zu übernehmen. Zum 31.12.2023 betragen die Pensionsverpflichtungen 58.262.526 Euro (Vorjahr 60.433.393 EUR), davon 9.536.147 Euro (Vorjahr 9.687.537 EUR) für ehemalige Mitglieder des Vorstandes und Hinterbliebenen. Konzernzugehörigkeit Mit der Landschaftlichen Brandkasse Hannover als herrschendem Unternehmen ist am 01.04.2011 ein Beherrschungsvertrag geschlossen, der letztmalig am 18.05.2022 geändert wurde. Die ivv wird in den Konzernabschluss der Landschaftlichen Brandkasse Hannover einbezogen. Die Landschaftliche Brandkasse Hannover mit Sitz in Hannover stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis auf. Der Konzernabschluss der Landschaftlichen Brandkasse Hannover wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und dort bekannt gemacht. Mit der Landschaftlichen Brandkasse Hannover besteht eine umsatzsteuerliche Organschaft. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen Verpflichtungen aus Lizenz-, Wartungs- und Telekommunikationsverträgen in Höhe von 16.317.929 EUR (Vorjahr 40.904.655 EUR). Die Restlaufzeiten liegen zwischen 1 und 5 Jahren. Aus langfristigen Mietverträgen bestehen Verpflichtungen von insgesamt 7.673.665 EUR (davon gegenüber verbundenen Unternehmen 6.388.321 EUR) (Vorjahr 7.474.180 EUR (davon gegenüber verbundenen Unternehmen 6.188.836 EUR)). Die Verträge haben Restlaufzeiten bis zu 10 Jahren. Unbefristete finanzielle Verpflichtungen resultieren aus Mietverträgen und betragen 3.522.739 EUR pro Jahr (davon gegenüber verbundenen Unternehmen 3.522.739 EUR) (Vorjahr 3.409.879 EUR (davon gegenüber verbundenen Unternehmen 3.409.879 EUR)). Abschlussprüferhonorar Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Gesamthonorar für die Abschlussprüfung beträgt 33.613 EUR netto (Vorjahr 46.436 EUR netto). Davon entfallen auf das Vorjahr 0 EUR netto (Vorjahr 12.822 EUR netto). Ergebnisverwendung Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresüberschuss von 2.359.971 EUR (Vorjahr 1.030.951 EUR). Die Geschäftsleitung schlägt vor, den Gewinn auf neue Rechnung vorzutragen.
Hannover, den 15. Februar 2024 Winkler Meyer Entwicklung des Anlagevermögens 2023
GremienStand: 31.12.2023 Gesellschafterversammlung
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die ivv - Informationsverarbeitung für Versicherungen GmbH , Hannover Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ivv - Informationsverarbeitung für Versicherungen GmbH , Hannover, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ivv - Informationsverarbeitung für Versicherungen GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hannover, den 15. März 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Janna Brüning, Wirtschaftsprüferin ppa. Michael Zangl, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 06.05.2024 festgestellt. |
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