Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 20692
Eingetragen
26.11.2004
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.Herstellung von Geräten der Unterhaltungselektronik
Gegenstand
Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Sensoren und Sensorelektroniken sowie alle hiermit zusammenhängenden Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Michael Schnorr
seit 4.11.2024
Prokura
Sven Wappler
seit 4.11.2024
Prokura
Mischa Schulze
seit 25.9.2012
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (4)

NameAnteil
1.87%
K****** T*********
1.02%
A****** A********
1.02%

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
2.51%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
HSF Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG
Germany
93.07%
Heimann Beteiligungs-GmbH
Germany
6.92%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Heimann Sensor GmbH

Dresden

Jahresabschluss zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Firma Heimann Sensor entwickelt, fertigt und vertreibt Sensoren und Sensormodule für zahlreiche Märkte und weltweit vertretene Kunden. Spezialisiert auf Thermopile Infrarot-Sensoren und Thermopile Arrays mit "MEMS-Technologie" ist das Unternehmen anerkannter Weltmarktführer in einem Markt, der jährliche Wachstumsraten > 10% aufweist.

2. Forschung und Entwicklung

Gegenstand unserer Entwicklungstätigkeit sind miniaturisierte Sensoren in MEMS-Technologie mit dem Schwerpunkt Infrarot (IR)-Sensoren und -arrays.

Der wichtigste Pfeiler unserer Innovationskraft ist unser Team hochqualifizierter Mitarbeiter mit langjähriger Erfahrung auf dem Gebiet der IR Sensorik. An den Standorten des Unternehmens in Deutschland ist fast jeder zweite Mitarbeiter in der Produkt- oder Prozessentwicklung tätig. Diese Fokussierung auf Entwicklung und Fertigungseinführung neuer Produkte erlaubte es, seit der Gründung in jedem Jahr mindestens eine Weltneuheit am Markt zu platzieren. Der Slogan des Unternehmens mit seiner Fokussierung auf Innovative Lösung im Infrarotbereich "We love INfraNOVATIONS" bestätigt dies.

Heimann Sensor wird nach Einschätzung des Marktforschungsinstitutes YOLE Development als weltweiter Marktführer bei Thermopile Sensorarrays gesehen.

Von großer Bedeutung für die Gesellschaft sind etablierte Kooperationen im Dresdner Verbund mit den Lieferanten für unsere Kernprozesse.

Nur in diesem Verbund war es möglich, dass Heimann Sensor als zweite Europäische Infrarotfirma überhaupt zu den 8" Waferherstellern für Infrarot Imaging Chips gehört. (YOLE Development 2018). Bei den Herstellern von Thermopile Arrays wird nur Heimann Sensor aufgelistet.

Heimann Sensor profitiert von dieser etablierten Forschungs- und Entwicklungskooperation mehrfach:

Förderprojekte:

Auf Grund der innovativen Ausrichtung hat die Gesellschaft einen besonders hohen R&D Aufwand. Deshalb sind für uns Kooperationsprojekte mit Partnerorganisationen (wie z.B. X-FAB, Fraunhofer) wichtig, um die Entwicklungsaufwendungen zu finanzieren. Bereits länger laufen die Projekte Andante (2020 - 2023) und FLEMING (2020-2023). RUBIN (Ostsachsen, über SAB) begann im Juni 2023. AGRARSENSE startete ebenfalls in 2023 mit 30% EU-Förderung. RUBIN-EdgeVision läuft mit 60% Förderung und APROSYS hat 50% Förderung.

"Know-How"-Zugang:

Durch die enge Zusammenarbeit in den gemeinsamen Projekten hat Heimann Sensor auch Zugang zu spezifischem Know-How der Partner. Das erlaubt kürzere Entwicklungszeiten bei riskanten Produkt- und Technologie-Entwicklungen

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die üblichen Wachstumsraten der Branche Elektronik/Elektrotechnik sowie des Standortes Deutschland oder Europa mit Wachstumsraten von 0,4% bis 1,8% sind für die Lageeinschätzung nichtzutreffend, und werden deshalb nicht erörtert.

Wir verweisen stattdessen auf die veröffentlichten Analysen zur Marktentwicklung und Wachstumschancen für MEMS- Infrarotsensoren und Sensorarrays. Beispielsweise dem von Photonics Spectra von Juni 2018, der für den Optischen Sensor Markt 15% jährliche Wachstumsraten zwischen 2016 und 2025 erwartet hatte.

Allerdings ist jede Konjunkturprognose (egal von welchem Marktforschungsinstitut) in den letzten drei Jahren (2020 bis 2023) von der Realität durch COVID-19 ad absurdum geführt worden. Zuerst haben sich unsere Umsätze gegenüber 2019 (14,50 Mio €) verdoppelt oder fast verdreifacht auf ca. 38,85 Mio € in 2020 und immer noch ca. 31,23 Mio. € in 2021 sowie ca. 24,44 Mio € in 2022. Denn die weltweite Pandemie COVID-19 hat das gesamte Wachstumsbild in den Jahren 2020, 2021 und auch noch bis weit ins Jahr 2022 geprägt. Seit 2023 hat sich das Bild dann umgekehrt. Weil sich pandemiebedingt unsere Kunden und deren Kunden übermäßig große Bestände angelegt hatten, ging vor allem der Bedarf an berührungslos messenden Sensoren und Imagern zur Körpertemperaturmessung extrem stark zurück.

Für neuere Analysen nach der Pandemie in 2023 und 2024 beziehen wir uns wiederum auf die Wachstumsanalysen des auf MEMS und Sensoren spezialisierten französischen Marktanalysten YOLE Development, das für den IR Imaging Markt zwischen 2022 und 2027 jährliche Wachstumsraten der Umsätze von 7% erwartet. Für das Wachstum der thermischen Detektoren und Imaging Arrays geht das gleiche Institut für die Jahre 2023 - 2029 von 5,7% jährlichen Wachstumsraten bei Industrieanwendungen und bis zu 20% bei Consumer-Anwendungen aus (in beiden Bereichen ist die Gesellschaft aktiv.

2. Geschäftsverlauf

Für 2023 wurde mit einem starken Rückgang der pandemiegetragenen Umsätze gerechnet. Denn die besonders in 2020/21 attraktive Möglichkeit oder Notwendigkeit des "Fiebermessens" aus sicherer Entfernung zur schnellen Erkennung potentiell Infizierter. Krankheitsdetektion wurde inzwischen durch Schnelltests und Impfungen ersetzt, diese Geschäftsfelder wurden ab 2021 zu den "neuen Gewinnern" der Pandemie. Anfang 2023 wurden auch in China die Pandemiebeschränkungen aufgehoben, was zu einem weiteren Rückgang des Bedarfes an Geräten und Sensoren zur Fiebermessung führte.

Während der pandemiebedingte Hype länger als erwartet anhielt, und auch die Umsätze in 2022 noch sehr deutlich über 2019 blieben, setzte Ende 2022 und während des ganzen Jahres 2023 der schon erwartete Rückgang von Auftragseingang und Umsätzen ein. Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Umsatzrückgang gegenüber dem durch Pandemie Sondereffekte geprägten Vorjahren 2020-2022 verzeichnet, und der Umsatz fiel auch gegenüber dem Ausgangsjahr vor der Pandemie 2019 um ca. 30% zurück.

Wie bereits im Abschnitt II.1 erwähnt, trug zu dieser negativen Geschäftsentwicklung der Firma sowohl der Rückgang des Bedarfes an "fiebermessenden" Geräten und der viel zu große Lagerbestand an Geräten und Sensoren bei unseren Kunden bei als auch die vom Ukrainekrieg und der Energieverknappung geprägte Rezession in einigen Ländern (v.a. Deutschland).

3. Lage

Die Lage des Unternehmens ist geprägt von unserem operativen Geschäft und einer sehr guten Kapitalausstattung, die uns erlaubt, auch längere Downturnphasen zu überstehen.

a.) Ertragslage

Die Ertragslage hat sich in 2023 auf Grund der vorgenannten Situation gegenüber den drei Vorjahren deutlich verschlechtert, blieb aber noch im positiven Bereich:

GuV 2023
in TEUR
Rohertrag 4.556,8
EBITDA 735,7
EBIT -11,0
EBT -86,9

b.) Finanzlage

Unsere Finanzlage ist nach wie vor als sehr stabil zu bezeichnen.

Mit den drei Banken Ostsächsische Sparkasse Dresden, Commerzbank AG und der Nassauischen Sparkasse existieren bestehende Kreditlinien. Als Folge der sehr hohen Erträge in den Pandemiejahren 2020-2022 hat sich die Liquiditätssituation der Gesellschaft so positiv entwickelt, dass die Kreditlinien auch im Jahresverlauf 2023 kaum in Anspruch genommen werden mussten. Zusätzlich wurde mit der UBS ein weiteres Bankhaus mit internationaler Ausrichtung und leichten Zugang zu einen CHF Konto dazu gewonnen. Denn das Geschäft in der Schweiz soll auch ausgebaut werden.

Die Liquiditätslage hat sich zwar im Geschäftsjahr 2023 etwas verschlechtert, da bei rückläufigen Umsätzen an Sensoren und Arrays gegenüber 2020 bis 2022 auch die erzielbaren Stückpreise fielen, aber noch gibt es (auch zusammen mit der malaysischen Tochterfirma Heimann Sensor Packaging) ein recht gutes Finanzpolster.

Cashflow 2023
in TEUR
Cashflow lfd. Geschäftstätigkeit -1.438,8
Cashflow Investitionen -252,7
Cashflow Finanzierung -1.586,6
Finanzmittelbestand 5.575,0

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir haben das Geschäft der vergangenen Jahre im Wesentlichen ohne neue Kredite finanziert, also weitgehend aus der laufenden Liquidität. Die Tochter Heimann Sensor Packaging hat sich in den letzten 3 Jahren ebenfalls stabil entwickelt. Unsere wirtschaftliche Lage kann damit (trotz temporär deutlich verringerter Umsätze) als gut bezeichnet werden. Diese Situation wird voraussichtlich auch im Jahre 2024 beibehalten, auch wenn der Cashflow durch die in Abschnitt 2. erläuterten Gründe (insbesondere wegen verringerter Umsätze und Stückpreise) noch für einige Zeit geringer und teilweise negativ bleiben wird, bis sich ein Aufschwung auf Grund des Rückgangs der viel zu hohen Bestände bei Standardsensoren einerseits und dem Zusatzgeschäft durch unsere neuen, innovativen Produkte andererseits ergibt.

III. Prognosebericht

Um die positive Entwicklung des Unternehmens zu unterstützen, werden wir weiterhin in die Zukunft neuer marktbestimmender Produkte investieren. Langjährige Partnerschaften unterstützen dieses Wachstum im besonderen Maße.

Der weitere Ausbau des internationalen Vertriebsnetzes schreitet voran. Mit potentiellen Vertretern in der Türkei und Indien wurden neue Vertriebspartnerschaften begonnen und mit potentiellen Vertretern in Israel und Brasilien sind wir im Gespräch. Die Vertreter in USA, Japan, Taiwan, Hongkong, Korea, Italien und Frankreich sind etabliert. Im derzeit größten Wachstumsmarkt China sind wir mit vier Repräsentanten vertreten. Wir werden auch in den Folgejahren das Vertriebsnetz weiter ausbauen.

Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens positiv. Die MEMS Branche und insbesondere der Bereich Opto-Sensoren und IR Imaging bietet auch weiterhin überdurchschnittliches Wachstumspotential mit jährlichen Zuwächsen von ca. 10% - 15%. Allerdings wird der Umsatz der Gesellschaft nach den extremen pandemiebedingten Umsatzspitzen in 2020 bis 2022 voraussichtlich in den nächsten 2 Jahren (v.a. in 2024) noch auf relativ niedrigem Niveau bleiben. Wir erwarten aber in den Folgejahren ab 2025 wieder Umsätze, die über dem vor Corona (d.h. bis 2019) liegen.

Bereits während der Verfassung des Lageberichtes gibt es Anzeichen, dass nun die recht lange Talsohle durchschritten ist und die Auftragseingänge und Umsätze wieder allmählich zunehmen. Während die Gassensoren und Single Sensoren für Industrieanwendungen ihr Umsatzniveau im Wesentlichen halten konnten, gibt es wieder erste Bestellungen zu Sensoren für Fieberthermometer (wenn auch noch mit deutlich verringerter Stückzahl). Bei den neueren Arrays gibt es inzwischen Projekte und Bestellungen - z.B. Industriemodule für eine Dresdener Firma oder Arrays für Consumer- und Sicherheitsanwendungen mit gegenüber früheren Jahren deutlich erhöhter Stückzahl. Die Stückzahlen für Vakuumsensoren sind erfreulicherweise inzwischen höher als in irgendeinem der Vorjahre. Die Gesellschaft ist aktiv in Verhandlungen mit zwei großen Hausgeräteherstellern in Europa und Asien, die mit vorhandenen Arraysensoren ab 2026 hohe Stückzahlen und Umsätze erwarten lassen.

Gewinnprognose der Gesellschaft (Deutschland) für 2024:

GuV 2024
in TEUR
Rohertrag 6.282
EBITDA 791
EBIT 9
EBT 175

Wir rechnen inzwischen für 2024 auf Grund der in den letzten Abschnitten beschriebenen Markteffekte nur noch mit einer leichten Umsatzsteigerung gegenüber 2023 auf ca. 11 Mio. €. Beim Ertrag (EBIT / EBT) rechnen wir dennoch mit positiven Zahlen.

In den Folgejahren ab 2025/26 erwarten wir, dass unsere Umsätze wieder über das Niveau von vor der Pandemie (2019) ansteigen und so auch die Erträge. Dazu sollte u.a. unsere Vormachtstellung bei den Thermopile Infrarot-Arrays beitragen, wo im Laufe des Jahres 2024 weitere neue Arraytypen und -module angeboten werden können.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Branchenspezifische Risiken:

Die in den vorangegangenen Abschnitten beschriebene globale Situation (z.B. auch der Handelskrieg der USA mit China und v.a. die weltweite Wirtschaftskrise auf Grund des Ukraine Krieges) brachte für die Gesellschaft das Risiko eines erheblichen Umsatzrückganges bei den High Volume Produkten im Consumer Markt (v.a. Einelementsensoren für Ohr- und Stirnthermometer). Hier hat die Pandemie und enorme Investitionen des Chinesischen Staates zu einer Reihe weiterer Wettbewerber geführt, die nach der Pandemie diesen Markt mit starkem Preisdruck versehen haben. Diese Marktsituation in Verbindung mit dem durch Ukrainekrieg und Energiekrise verschlechtertem Investitionsumfeld führte dazu, dass unsere Gesellschaft eine erhebliche "Wachstumsdelle" zeigte, die länger anhielt als erwartet.

Für die Jahre 2024 und 2025 erwarten wir jedoch, dass es zu einer Konsolidierung im Anbieterbereich von IR Sensoren kommt, wo v.a. einige der durch massive staatliche Förderungen in China erfolgten pandemiebedingten Neugründungen wieder vom Markt verschwinden könnten. Denn im Gegensatz zu Heimann Sensor mit seinem sehr breit gefächerten Produktstamm von Singledetektoren für berührungslose Temperaturmessungen über Gassensoren bis hin zu innovativen Thermopile Arrays für Wärmebildkameras, Sicherheitssysteme, Consumer- und Industrieanwendungen, dürften diese neuen Firmen noch kein breites Produktportfolio besitzen, mit dem sie den starken Umsatzrückgang ausgleichen können.

Ertragsorientierte Risiken:

Die im vorangegangenen Abschnitt beschriebene Marktsituation mit einem Überangebot an Sensoren und Geräten zur Körpertemperaturmessung führte zum Ende der Pandemie dazu, dass die erzielbaren Preise für unsere Sensoren ab 2022 stark fielen. Das lag u.a. auch daran, dass unsere Kunden ihre Bestände zu Dumping Preisen verkauften (teilweise für weniger als die Hälfte des Einkaufspreises), um sich in ihrer Notlage mit etwas Cash zu versorgen. Dadurch fielen nicht nur unsere Umsätze unter das Niveau von vor der Pandemie (2019), dies hatte natürlich auch deutlich sinkende Erträge zur Folge. Allerdings rechnen wir (wie bereits im vorangegangenen Abschnitt erläutert) damit, dass die weltweit großen Bestände bald abgebaut sind und einige der vielen während der Pandemie neu dazu gekommenen Wettbewerber mit schmalem Produktportfolio den Markt wieder verlassen dürften, wodurch sich die Preise wieder etwas normalisieren sollten - auch wenn sie voraussichtlich nicht das Niveau vor der Pandemie wieder erreichen werden. Bereits während der Verfassung des Lageberichts haben sich die Ende 2023 und Anfang 2024 auf ein Rekordtief gefallenen Preise bei Singlesensoren für Fiebermessgeräte wieder leicht erholt, was auf den Rückgang der Bestände hinweist. Außerdem sollte der in den Folgejahren erwartete Markteintritt von innovativen neuen Produkten der Gesellschaft auch wieder zunehmende Erträge bringen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die erzielten höheren Preise in der Coronakrise 2020/22 ermöglichten einen besonders hohen Cashflow und damit die Bildung von Rücklagen für den weiteren Ausbau der Firma sowie sehr hohe Liquiditäts- und Eigenkapitalreserven unseres Unternehmens. Dadurch sind trotz aktuell geringer Erträge Liquiditätsrisiken kurzfristig nicht erkennbar. Die in den letzten Jahren erfolgte Erhöhung der Kreditlinien trägt weiterhin zur Vermeidung eventueller Risiken bei.

Allerdings stellt die Investition in ein neues Büro- und Fertigungsgebäude für Dresden aufgrund steigender Material- und Baupreise angesichts der temporär geringen Erträge und Umsätze ein erhebliches Risiko dar, sodass der Baubeginn sich verzögern wird.

Risikominimierung im operativen Geschäft

Die Geschäftsführung führt konsequent Maßnahmen zur Minimierung von Risiken durch. Dazu gehören u.a. folgende Maßnahmen:

a) Alle wesentlichen Fertigungsprozesse haben eine geplante Redundanz:

CMOS Foundry:

Unser Waferlieferant hat eine weitere Linie mit gleichem Technologieniveau an einem weiteren Standort.

MEMS:

Die Prozesse laufen redundant an 2 Standorten. Hinzu kommt die Möglichkeit, mit dem erwirtschafteten zusätzlichen Cash zukünftig ein eigenes Büro- und Fertigungsgebäude im Dresdener Norden zu errichten. Damit werden wir nach Errichtung des eigenen Gebäudes unabhängiger von den häufigen Fertigungsausfällen und Verzögerungen unserer Partner bei FhG.

Assembly:

Die Prozesse laufen alternativ bei unserem Tochterunternehmen Heimann Sensor Packaging in Malaysia (HSP) und von dort gesteuert bei einem 20 km entfernten Subcontractor. Auch in Malaysia wurde das direkt hinter uns liegende Gebäude samt Grundstück in 2022 erworben. Damit können wir die Büro- und Fertigungsfläche verdoppeln, um uns auf zukünftiges Wachstum vorzubereiten.

b) Währungsrisiken: Da ein größerer Teil der Umsätze im US$ Raum und nicht im € Raum erfolgt, werden auch die Kosten schwerpunktmäßig im US$ Raum abgewickelt. Das betrifft Materialeinkäufe genau wie die Kosten für Dienstleistungen (u.a. Assembly in Malaysia).

c) Fertigungsrisiken bei Umsatz- und Bedarfsschwankungen: Das Assembly kann sowohl bei der Tochter Heimann Sensor Packaging als auch bedarfsweise beim Subcontractor durchgeführt werden, so dass im Falle plötzlich steigenden Bedarfes der Subcon parallel mehr Kapazität frei gibt, aber bei plötzlichem Bedarfsrückgang auch seine Kapazität einschränken muss. Diese Strategie erlaubt schnellere und flexiblere Kapazitätsplanung (Kapital-Invest) und verringert die finanziellen Risiken bei Bedarfsrückgang.

2. Chancenbericht

Innerhalb des Beschaffungsprozesses können wir auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen. Für fast alle wesentlichen Rohmaterialien sind mindestens zwei Lieferanten qualifiziert.

Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch Qualitätskontrollen sowohl direkt bei unseren Lieferanten in den Herkunftsländern als auch in unseren eigenen Fertigungsräumen durch. Bereits seit 2006 sind wir nach der Qualitäts-Management-Norm ISO 9001 qualifiziert. Auch in diesem Jahr wurde der Nachweis erbracht, dass die Anforderungen der ISO 9001:2015 erfüllt sind.

Die Ausbeute in der Fertigung in Malaysia konnte auch in den Jahren 2022/2023 für die eingefahrenen Produktlinien weiter gesteigert werden.

Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz der Anbieter in unserem Segment, werden wir weiterhin durch branchendominierende Innovationen, langjährige Erfahrung bei der Applikationsunterstützung unserer Kunden, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen.

Unsere Innovationskraft wird durch regelmäßige Weiter- und Neuentwicklungen innovativer Produkte deutlich.

Gerade in den letzten beiden Jahren haben wir erfolgreich in neue Technologien wie KI (künstliche Intelligenz) investiert, was unsere Produkte noch "intelligenter" macht. Mit den entstandenen Software- und Hardwarelösungen für neue Arraysensoren zur Personendetektion, miniaturisierte neue Arraysensoren mit geringem Stromverbrauch sowie Industriemodule zur Überwachung von Industrieanlagen erweitern sich Anwendungsmöglichkeiten und Marktzugang für unsere Thermopile Arrays.

So wird unser Unternehmen auch die konjunkturbedingten Umsatzrückgänge bei einigen Standardprodukten (z.B. High Volume Einelementsensoren für Fiebermessung) durch Erweiterungen des Produktportfolios bei neuen Produkten (SMD Gassensoren und neue Arraysensoren) ausgleichen.

3. Gesamtaussage

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir für das Unternehmen als gering an.

Die Gesellschaft sieht sich für die Bewältigung zukünftiger Risiken gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Allerdings muss bei dem geplanten Bauvorhaben in Dresden angesichts steigender Material- und Baupreise mit Vorsicht und Augenmaß vorgegangen werden, um die finanziellen Risiken gering zu halten.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Eine weitere Besonderheit besteht darin, dass wir während der Pandemie-Turbulenzen insbesondere von Asiatischen Kunden mit erhöhten Ausfallrisiken auf Vorabzahlung von bis zu 50% des Bestellwertes bestanden.

Verbindlichkeiten werden zum Großteil innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend durch Lieferantenkredite und über Kreditlinien verschiedener Banken.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art.

Das Unternehmen verfolgt eine konservative Risikopolitik.

Die Geschäftsführung führt eine regelmäßige Risikobetrachtung durch. Dazu dient einerseits die regelmäßige Analyse des Cash Bestandes als auch der Auftragseingänge und Umsätze und andererseits die kontinuierliche Beobachtung des Marktumfeldes sowie der Neuentwicklungen bei unseren Wettbewerbern.

Aufgrund der aktuell zurückgehenden Umsätze in 2023/2024 wird sich unser hoher Cash Bestand im Laufe des Jahres temporär verringern. Mit den sich allmählich verringernden Lagerbeständen unserer Kunden und den zusätzlichen Kundenprojekten mit neuen Produkten sollte sich dieser Effekt im Laufe des nächsten Jahres wieder umkehren und zu positivem Cashflow führen.

VI. Bericht über Zweigniederlassungen

Die Zweigniederlassung in Eltville ist bilanziell vollständig im Jahresabschluss berücksichtigt.

Die 100% Tochter Heimann Sensor Packaging in Malaysia erstellt einen unabhängigen Jahresabschluss. Eine direkte Konsolidierung ist bisher nicht erforderlich.

 

Dresden, den 18.06.2024

gez., Dr.-Ing. habil. Jörg Schieferdecker, Geschäftsführer

gez., Dipl.-Ing. Mischa Schulze, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 9.750,00 20.550,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 4.951.506,00 4.508.581,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 33.762,00 41.169,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.240.496,54 1.189.413,44
6.225.764,54 5.739.163,44
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 242.216,92 242.216,92
6.477.731,46 6.001.930,36
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 7.585.246,53 6.670.786,74
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.996.875,94 3.775.384,51
davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen 78.031,98 707.815,42
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 5.574.964,34 8.853.211,55
15.157.086,81 19.299.382,80
C. Rechnungsabgrenzungsposten 13.406,34 13.164,11
21.648.224,61 25.314.477,27

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 640.683,00 640.683,00
II. Kapitalrücklage 169.317,00 169.317,00
III. Gewinnrücklagen 1.621.808,21 1.621.808,21
IV. Gewinnvortrag 10.922.131,44 11.232.305,67
V. Jahresüberschuss 81.180,65 1.489.825,77
13.435.120,30 15.153.939,65
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 1.058.497,29 960.740,49
C. Rückstellungen 4.413.351,17 4.523.504,17
D. Verbindlichkeiten 2.729.130,42 4.653.557,70
davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 96.848,05 370.868,69
E. Rechnungsabgrenzungsposten 12.125,43 22.735,26
21.648.224,61 25.314.477,27

Gewinn- und Verlustrechnung

2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 6.136.807,77 10.183.233,84
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.281.057,71 -3.388.456,56
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -871.182,80 -912.639,75
davon für Altersversorgung EUR 155.199,00 (Vj. EUR 178.138,00)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -746.762,93 -714.744,51
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.521.012,00 -3.006.597,51
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 292.137,91 (Vj. EUR 233.092,15)
-283.207,67 2.160.795,51
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 264.809,60 13.938,20
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 20.942,00 (Vj. EUR 4.355,53)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -75.837,87 -92.645,74
davon an verbundene Unternehmen EUR 0,00 (Vj. EUR 18.831,00)
davon Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen EUR 0,00 (Vj. EUR 304,34)
188.971,73 -78.707,54
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (Ertrag; Vorjahr: Aufwand) 168.054,04 -580.142,74
8. Ergebnis nach Steuern 73.818,10 1.501.945,23
9. Sonstige Steuern (Ertrag; Vorjahr: Aufwand) 7.362,55 -12.119,46
10. Jahresüberschuss 81.180,65 1.489.825,77

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Heimann Sensor GmbH hat ihren Sitz in Dresden. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Dresden unter HR B 20692 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Bei der Erstellung des Anhanges wurden diese Bestimmungen berücksichtigt.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§ 288 Abs. 2 HGB) des Jahresabschlusses wurden in Anspruch genommen.

Die im Vorjahresabschluss angewandten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden im Wesentlichen beibehalten.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Posten der Bilanz, die weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr einen Betrag ausweisen, werden gemäß § 265 Abs. 8 HGB nicht angegeben.

Bei der Aufstellung der Bilanz werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

1. Anlagevermögen

1.1. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (u.a. Software) werden mit den Anschaffungskosten (einschließlich Nebenkosten) aktiviert und unter Berücksichtigung ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Ist ihr Wert voraussichtlich dauerhaft im Wert gemindert, so werden sie mit diesem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

1.2. Sachanlagen

Sachanlagen werden zu den Anschaffungs- (einschließlich Nebenkosten) oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen werden linear, entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern vorgenommen.

Zugänge werden pro rata temporis abgeschrieben.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten unter EUR 250,00 werden sofort als Betriebsausgabe erfasst.

Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten von über EUR 250,00 bis EUR 800,00 (geringwertige Wirtschaftsgüter), werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Zu- und Abgang abgebildet. Auf die Bildung eines Sammelpostens nach § 6 Abs. 2a EStG wird verzichtet.

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und die Aufgliederung der Abschreibungen des Geschäftsjahres sind als Anlage zum Anhang dargestellt (Anlagenspiegel).

1.3. Finanzanlagen

Finanzanlagen werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Soweit der am Bilanzstichtag beizulegende Wert niedriger ist, wird dieser angesetzt.

Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 HGB (Angaben 2022)

Anteilsbesitz Höhe am Kapital
in %
Eigenkapital
in EUR
Ergebnis
in EUR
Heimann Sensor Packaging Sdn. Bhd. (Johor Bahru, Johor, Malaysia) 100 7.631.526,60 360.356,27

2. Umlaufvermögen

2.1. Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden grundsätzlich mit den Anschaffungs-/Herstellungskosten bzw. niedrigeren Tageswerten bewertet.

Für die Ermittlung der Anschaffungskosten der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wird das Verbrauchsfolgeverfahren nach der Fifo-Methode angewendet (§ 256 Satz 1 HGB). Die Fifo-Methode bildet den Verbrauch nach unserer eingesetzten Lagertechnik den tatsächlichen Verhältnissen entsprechend ab.

Bei der Ermittlung der Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material-, Fertigungsgemeinkosten und Kosten der allgemeinen Verwaltung einbezogen. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwendbarkeit usw. ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

2.2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihrem Nennwert bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 11.376,62 (Vj. TEUR 11,59) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, alle anderen von bis zu einem Jahr.

Die übrigen Forderungen haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Gegenüber den Gesellschaftern bestehen Forderungen in Höhe von EUR 78.031,98 (Vj. TEUR 705,00).

Einzelwertberichtigungen wurden zum Bilanzstichtag vorgenommen. Als uneinbringlich eingeschätzte Forderungen wurden abgeschrieben. Für das allgemeine Kreditrisiko (Mahn- und Beitreibungskosten) sowie für zu gewährende Skonti wurde die Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % der Nettoforderungen gebildet.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Guthaben in Fremdwährung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Devisen-Briefkurs und im Rahmen der Folgebewertung mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet (§ 256a HGB). Beträgt die Restlaufzeit mehr als ein Jahr, wurden (nur) eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die Höhe der erst im Folgejahr abziehbaren Vorsteuer sowie anrechenbaren Einfuhrumsatzsteuer beträgt EUR 54.404,47 (Vj. TEUR 99,62).

2.3. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Die liquiden Mittel sind zum Nominalwert bewertet. Posten in fremder Währung werden entsprechend der Regelung in § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

3. Rechnungsabgrenzungsposten

Ausgewiesen werden Ausgaben bzw. Einnahme vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

4. Latente Steuern

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst.

Zum Bilanzstichtag errechneten sich aktive latente Steuern aus abweichenden Wertansätzen zwischen Handels- und Steuerbilanz. Aufgrund des ausgeübten Wahlrechts, auf den Ansatz aktiver latenter Steuern zu verzichten, wurden zum Bilanzstichtag keine aktiven latenten Steuern angesetzt.

5. Eigenkapital

Die folgenden Sachverhalte führen zu einer Ausschüttungssperre:

Unterschiedsbetrag bei der Bewertung der Pensionsrückstellung zwischen dem siebenjährigen zum zehnjährigen Durchschnittszinssatz: EUR 21.029,00 (Vorjahr: TEUR 92,87).

6. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen

Der Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen wurde für erhaltene Investitionszuschüsse gebildet. Der Sonderposten wird entsprechend der Nutzungsdauer des bezuschussten Vermögensgegenstands ergebniswirksam aufgelöst. Der Ausweis erfolgt unter den sonstigen betrieblichen Erträgen.

7. Rückstellungen

Rückstellungen sind in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Sie sind mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag berücksichtigt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die erwarteten Mehrsteuern und Zinsen aus der laufenden Betriebsprüfung.

Ferner werden Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit einem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre, welcher von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird, abgezinst.

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren nach PUC. Bei der Bewertung wird gemäß einem versicherungsmathematischen Gutachten von einem Fix-Gehalt ausgegangen. Künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie Rentenanpassungen werden nicht berücksichtigt.

Zur Ermittlung der Verpflichtungen werden die Sterbetafeln nach Prof. Dr. Klaus Heubeck (Richttafeln 2018 G) zugrunde gelegt.

Die Bilanzierung erfolgt zum Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung der Abzinsung auf Basis des durchschnittlichen Marktzinssatzes in Höhe von 1,74 % der letzten zehn Jahre. Dabei wird gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB für Dezember 2023 eine durchschnittliche mittlere Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des siebenjährigen und des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes beläuft sich auf EUR 21.029,00 und unterliegt gemäß § 253 Abs. 6 HGB einer Ausschüttungssperre.

Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für Rückzahlungsrisiken EUR 1.444.697,17 (Vj. TEUR 1.444,69), Rückstellungen im Personalbereich EUR 386.750,00 (Vj. TEUR 408,94) sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen EUR 182.740,00 (Vj. TEUR 201,42).

8. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bewertet.

Verbindlichkeiten in Fremdwährung

Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Devisen-Geldkurs bewertet. Im Rahmen der Folgebewertung wurden sie mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet (§ 256a HGB). Beträgt die Restlaufzeit mehr als ein Jahr, wurden (nur) eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Verbindlichkeitenspiegel

Restlaufzeit
Verbindlichkeiten zum 31.12.2023 ≤ 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
Vj.T€ Vj.T€ Vj.T€
verbundenen Unternehmen 96.848 370,87 0 0,00 0 0,0
Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten 1.888.038 3.915,5 841.093 738,0 0 0,0

Gesicherte Beträge: 1.941.203

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Mietkaufverbindlichkeiten in Höhe von EUR 1.306.192,57 (Vj. 1.259).

Haftungsverhältnisse

Es bestehen keine Haftungsverhältnisse zum Bilanzstichtag.9. Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse der Heimann Sensor GmbH wurden ausschließlich in ihrem Geschäftsfeld der Entwicklung der Produktion und dem Vertrieb von Sensoren und Sensorelektroniken und damit zusammenhängenden Tätigkeiten erwirtschaftet.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten darüber hinaus Erträge, die einem anderen Geschäftsjahr zuzuordnen sind in Höhe von EUR 337.975,70.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Beträge in Höhe von EUR 143.813,08 (Vj. TEUR 137,48) ertragswirksam aus dem Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen aufgelöst.

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die Aufwendungen für bezogene Leistungen und die Löhne und Gehälter beinhalten folgende F&E-relevanten Kosten:

Anteil F&E-Kosten 2023
EUR
Materialkosten 27.496,69
Fremdleistungen 0,00
Personalkosten 385.447,16
Sonstige Kosten 803,31
Summe: 413.747,25

IV. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen im branchenüblichen Umfang aus Miet-, Leasing- und Lizenzverträgen in Höhe von EUR 852.900,00 bis 2029.

2. Angaben zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Nahestehende Unternehmen und Personen sind juristische oder natürliche Personen, die auf die Gesellschaft Einfluss nehmen können oder der Kontrolle oder einem maßgeblichen Einfluss durch die Gesellschaft unterliegen.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen wurden insbesondere mit Tochterunternehmen und Gesellschaftern abgeschlossen. Es handelt sich um Lieferungs- und Leistungsgeschäfte.

Im Berichtszeitraum wurden, unserer Ansicht nach, keine zu marktunüblichen Bedingungen zustande gekommenen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen abgeschlossen.

3. Konzernverhältnisse

Die Heimann Sensor GmbH ist ein Konzernunternehmen der HSF Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG und der HSF Beteiligungs GmbH.

Ein Konzernabschluss nach § 290 Abs. 1 HGB und § 11 PublG ist nicht aufzustellen, da die Größenmerkmale nicht überschritten werden.

4. Arbeitnehmer

Während des Geschäftsjahres waren durchschnittlich 76 Arbeitnehmer (Vj. 77) und 2 Geschäftsführer (Vj. 2) beschäftigt.

Anzahl der Arbeitnehmer:

2023 2022
Gewerbliche Arbeitnehmer Vollzeit 22 35
Gewerbliche Arbeitnehmer Teilzeit 11 12
Angestellte Vollzeit 30 21
Angestellte Teilzeit 14 9
Summe Summe 76 77

5. Gesamtbezüge

Die Angabe der Geschäftsführerbezüge gemäß § 285 Nr. 9 HGB entfällt unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB.

6. Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

7. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

8. Organe

Im Geschäftsjahr erfolgte die Geschäftsführung durch:

Herrn Jörg Schieferdecker, Dr.-Ing. habil. für Elektroniktechnologie, Geschäftsführer

Herrn Mischa Schulze, Dipl.-Ing. für Elektrotechnik, Geschäftsführer

 

Dresden, den 18.06.2024

gez., Dr.-Ing. habil. Jörg Schieferdecker, Geschäftsführer

gez., Dipl.-Ing. Mischa Schulze, Geschäftsführer

Anlagenspiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 140.914,66 0,00 0,00 140.914,66
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 6.986.977,54 857.831,49 295.500,00 8.140.309,03
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 933.424,48 18.149,44 0,00 951.573,92
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.189.413,44 346.583,10 -295.500,00 1.240.496,54
9.109.815,46 1.222.564,03 0,00 10.332.379,49
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 242.216,92 0,00 0,00 242.216,92
9.492.947,04 1.222.564,03 0,00 10.715.511,07
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 120.364,66 10.800,00 131.164,66
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.478.396,54 710.406,49 3.188.803,03
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 892.255,48 25.556,44 917.811,92
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
3.370.652,02 735.962,93 4.106.614,95
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
3.491.016,68 746.762,93 4.237.779,61
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 9.750,00 20.550,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 4.951.506,00 4.508.581,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 33.762,00 41.169,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.240.496,54 1.189.413,44
6.225.764,54 5.739.163,44
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 242.216,92 242.216,92
6.477.731,46 6.001.930,36

Bestätigungsvermerk

In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Heimann Sensor GmbH, Dresden

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Heimann Sensor GmbH, Dresden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Heimann Sensor GmbH, Dresden, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dresden, 18. Juni 2024

eureos gmbh
wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jäkel, Wirtschaftsprüfer

Feststellungs- und Ergebnisverwendungsbeschluss vom 27.08.2024

Das Jahresergebnis wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde mit Beschluss der Gesellschafterversammlung mit Datum vom 27.08.2024 festgestellt.

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