Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 95359
Vorher
GD Management GmbHGauly | Dittrich | van de Weyer Asset Management GmbH
Eingetragen
12.12.2012
Branche
FondsmanagementManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
die Finanzportfolioverwaltung sowie Vermögensverwaltung für institutionelle und private Anleger, die Anlageberatung, Anlagevermittlung sowie Abschlussvermittlung von Finanzinstrumenten, wobei sich die Gesellschaft bei der Erbringung der genannten Dienstleistungen weder Eigentum noch Besitz an Geldern oder Wertpapieren von Kunden verschafft.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Markus van de Weyer
seit 5.4.2013
Geschäftsführer
Carsten Vennemann
seit 12.12.2012
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Markus van de Weyer
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

alpha-beta-asset-management GmbH
Germany
400.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

alpha beta asset management GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023

Jahresbilanz zum 30.September 2023

der

alpha beta asset management GmbH

Frankfurt

AKTIVA

30.09.2023 30.09.2022
1. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 62.843,67 157.579,30
2. Forderungen an Kunden 54.263,03 32.926,95
3. Sachanlagen 64.064,00 80.629,00
4. Sonstige Vermögensgegenstände 451.176,97 325.861,71
5. Rechnungsabgrenzungsposten 2.427,97 4.672,09
SUMME DER AKTIVA 634.775,64 601.669,05

PASSIVA

30.09.2023 30.09.2022
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 66.558,45 81.657,98
66.558,45 81.657,98
2. Sonstige Verbindlichkeiten 113.445,85 66.963,19
3. Rückstellungen
a) andere Rückstellungen 48.348,76 46.625,30
48.348,76 46.625,30
4. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 400.000,00 400.000,00
b) Bilanzgewinn 6.422,58 6.422,58
406.422,58 406.422,58
SUMME DER PASSIVA 634.775,64 601.669,05

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023

Geschäftsjahr 2023 Vorjahr 2022
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 105,24 1.107,47
2. Zinsaufwendungen 3.740,96 5.794,71
-3.635,72 -4.687,24
3. Provisionserträge 221.182,67 195.226,53
4. Provisionsaufwendungen 17.427,02 9.736,83
203.755,65 185.489,70
5. Sonstige betriebliche Erträge 28.272,67 75.473,73
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 253.399,21
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 36.349,16 289.748,37 312.177,06
darunter: für Altersversorgung EUR 0,00 (i.V. EUR 0,00)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 203.421,82 393.562,93
493.170,19 705.739,99
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 16.884,89 3.829,27
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 24,71 24,76
9. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -281.687,19 -453.317,83
10. Außerordentliche Erträge 303.989,28 1.064.996,66
11. Außerordentliches Ergebnis 303.989,28 1.064.996,66
12. Steuern vom Einkommen und Ertrag 27,74 0,32
13. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 8 ausgewiesen 314,00 314,00
14. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs-oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 21.960,35 611.364,51
16. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 0,00 0,00

Anlagenspiegel zum 30.09.2023

alpha beta asset management GmbH

Frankfurt am Main

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.10.2022 Zugänge Abgänge- Umbuchungen kumulierte Abschreibungen 30.09.2023
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 91.683,78 319,89 27.939,67
Summe Sachanlagen 91.683,78 319,89 27.939,67
Summe Anlagevermögen 91.683,78 319,89 27.939,67
Abschreibungen Zuschreibungen vom 01.10.2022 bis 30.09.2023 Buchwert 30.09.2023 Buchwert 30.09.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.884,89 64.064,00 80.629,00
Summe Sachanlagen 16.884,89 64.064,00 80.629,00
Summe Anlagevermögen 16.884,89 64.064,00 80.629,00

Handelsrecht

Anhang Zum 30. September 2023

der alpha beta asset management GmbH

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), insbesondere der §§ 340 ff sowie der Kreditinstituts-Rechnungslegungsverordnung aufgestellt. Die Gliederung der Jahresbilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte unter Anwendung der durch § 2 der Kreditinstituts-Rechnungslegungsverordnung - RechKredV - vorgeschriebenen Formblätter 1 und 3.

Sitz der Gesellschaft ist Frankfurt am Main. Sie wird beim Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main zur Register-Nr. HRB 95359 geführt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit den Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden.

Erträge und Aufwendungen werden periodengerecht abgegrenzt.

Außerplanmäßige Abschreibungen waren nicht angezeigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem Nennwert bewertet.

Rechnungsabgrenzungsposten wurden gemäß § 250 Abs I HOB gebildet.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag passiviert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben teilweise eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die restlichen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu 12 Monaten.

Bei der Bemessung der Rückstellungen wurden allen ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen. Der Wertansatz erfolgt mit dem nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag.

III. Zusätzliche Erläuterungen und Pflichtangaben gemäß RechKredV

zu § 9 RechKredV

Die Forderungen an Kunden in Höhe von 54.263,03 Euro haben eine Restlaufzeit bis zu drei Monaten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 66.558,45 Euro haben eine vereinbarte Laufzeit bis zum 31. August 2027.

Die Fälligkeiten der Verbindlichkeiten gegen Kreditinstitute gliedert sich wie folgt:

a)

Bis 3 Monate: 3.894,08 Euro

b)

Mehr als 3 Monate bis 12 Monate: 11.977,97 Euro

c)

Mehr als 12 Monate: 50.686,40 Euro

d)

Mehr als 5 Jahre: Keine

zu § 34 Abs. 1 RechKredV

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 1,5 Angestellte sowie 2 Geschäftsführer in der Gesellschaft beschäftigt.

zu § 34 Abs. 3 RechKredV

Wir verweisen auf den beiliegenden Brutto-Anlagespiegel zum 30. September 2023.

zu § 35 Abs. 1 Nr. 4 RechKredV,

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

Euro
Verrechnete Sachbezüge 20.570,84
Sonstige Erträge unregelmäßig 3.085,03
Erträge Auflösungen von Rückstellungen 2.054,33
Sonstige Erträge betrieblich regelmäßig 1.744,53
Erstattungen aus Aufwendungsausgleichsgesetz 754,94
Verrechnete sonstige Sachbezüge 63,00
Summe 28.272,67

In den außerordentlichen Erträgen sind im Jahr 2023 Erträge aus Zahlungen in Zusammenhang mit einem Urteil des Bundesgerichtshofs in Höhe von 196.657,47 Euro ausgewiesen sowie EUR 107.331,81 aus Anteilen an von der Muttergesellschaft erhaltener Coronahilfe.

Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:

Euro
Forderungen gegenüber Gesellschafter 450.237,37
Sonstige Vermögensgegenstände 939,60
Summe 451.176,97

Die Forderungen gegenüber Gesellschafter in Höhe von 450.237,37 Euro entstanden durch im laufenden Jahr erfolgte Zahlungen an die Gesellschafterin gemäß der Rahmenvereinbarung vom 16. September 2019, offenen Verrechnungen der Coronahilfeanteile und sonstigen Zuschüssen und noch offenen Verrechnung aus der internen Leistungsverrechnung.

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

Euro
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern $1.586,64
Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung 14.456,64
Sonstige Verbindlichkeiten 13.161,46
Verbindlichkeiten Lohnsteuer 4.241,16
Summe 113.445,85

Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von 81.586,64 Euro entfallen mit 37.241,34 Euro auf interne Leistungsverrechnungen (Vorjahr 12.501,17 Euro), mit 22.384,95 Euro (Vorjahr 3.472,12 Euro) auf Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuerlicher Organschaft und mit EUR 21.960,35 auf Ergebnisverrechnung.

Die sonstigen Verwaltungsaufwendungen betreffen:

Euro
Miete (unbewegliche Wirtschaftsgüter) 46.800,00
Rechts- und Beratungskosten 31.899,75
Abschluss- und Prüfungskosten 29.503,92
Buchführungskosten 15.470,00
Sonstiges 79.748,15
Summe 203.421,82

zu § 35 Abs. 1 Nr. 5 RechKredV,

Die Provisionserträge sind in Höhe von 221.182,67 Euro ausschließlich aus Fonds- und Vermögensverwaltung.

Die geographischen Märkte unterschieden sich nach unserer Einschätzung nicht wesentlich voneinander. Daher unterbleibt eine Aufgliederung nach geographischen Märkten.

zu § 35 Abs. 5 RechKredV,

Die Verbindlichkeiten, die durch Grundpfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, haben einen Gesamtbetrag in Höhe von 66.558,45 Euro und betreffen die Verbindlichkeiten gegen Kreditinstitute.

Sonstige Angaben

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung haben im Geschäftsjahr 139.977,72 Euro betragen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen i. S. des § 285 S. 1 Nr. 3a HGB bestehen insbesondere aus abgeschlossenen Mietverträgen. Die jährliche Verpflichtung beträgt rund 63.068,09 Euro.

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers schlüsselt sich wie folgt auf:

a) Jahresabschlussprüfung 18.000,00 Euro

IV. Sonstige Angaben

Einzelvertretungsberechtigte Geschäftsführer der Gesellschaft sind

Markus van de Weyer, Kaufmann, Frankfurt am Main,

Carsten Vennemann, Kaufmann, Frankfurt am Main,

mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Die Gesellschaft hat einen Ergebnisabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft alpha-beta-asset-management GmbH, Berlin, abgeschlossen. Auf Grund des Ergebnisabführungsvertrages führt die Übernahme des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und des Ergebnisses aus Steuern, wie im Vorjahr, zu einem Jahresüberschuss von 0,00 Euro.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Geschäftsjahresabschluss haben sich nicht ereignet.

 

Frankfurt am Main, den 30. April 2024

Markus van de Weyer

Carsten Vennemann

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023 per 30. September 2023

der alpha beta asset management GmbH, Frankfurt am Main

1. Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf

Die im Oktober 2012 gegründete Gesellschaft hat im Mai 2013 die Erlaubnis gemäß §32 KWG zur Finanzportfolioverwaltung, Anlageberatung sowie Anlage- und Abschlussvermittlung erhalten und nutzt diese seit dem 1. Juli 2013.

Das Geschäftsjahr 2022/2023 wurde, bei weiterhin intensivem Wettbewerb, durch die Wiederöffnung des wirtschaftlichen Handelns nach der Corona-Pandemie in Zeiten geopolitischer Risiken und makroökonomischer Herausforderungen gekennzeichnet. Bezüglich des Kapitalmarkts konnte sich nach dem erfolgten Zinsanstieg nun ein, zumindest zwischenzeitliches, Plateau ausbilden, während sich die Inflationsraten zurückbildeten. In diesem Umfeld erzielten die Märkte nach einem sowohl für Aktien als auch Anleihen desaströsem Vorjahr, wieder positive Erträge. In diesem Rahmen wurde die kontinuierliche Weiterentwicklung der Produkte und Systeme im Asset Management im Hinblick auf den Investmentprozess und das Risikomanagement fortgeführt. Die Gesellschaft hat das Wachstum in der privaten Vermögensverwaltung erfolgreich fortsetzen können, auch wenn die Ziele des Geschäftsjahres nicht erreicht wurden. Dies geschah schwerpunktmäßig durch Akquisitionserfolge im Bereich der individuellen Vermögensverwaltung für vermögende Privatkunden. Daneben bietet die Gesellschaft seit 2021 eine digitale Vermögensverwaltung für kleinere Vermögen in Kooperation mit der V- Check in München, einer Tochter der V-Bank, an. Hier sieht die Gesellschaft neben dem institutionellen Fondsmanagement weiterhin Wachstumspotenzial sowie einen strategischen Diversifikationsnutzen, auch wenn der Wettbewerb intensiv ist.

Der im Juli 2013 von der Monega KAG aufgelegte UCITS-konforme, deutsche Publikumsfonds Multi-Asset Global 5 stellt weiterhin ein zentrales, von der Gesellschaft verwaltetes Produkt im Rahmen der Finanzportfolioverwaltung dar. Das Fondsvolumen des Multi-Asset Global 5 lag zum 30.09.2023 bei EUR 8,8 Mio. Aufgrund der öffentlich publizierten Wertentwicklung von Publikumsfonds über elektronische Medien und seinen zehnjährigen Wertentwicklungsnachweis hat das Produkt im Segment defensiver, globaler Multi-Asset Strategien vertriebstechnisch Bedeutung für die Gesellschaft. Der Fonds wird in einer privaten und einer institutionellen Anteilscheinklasse dem Publikum offeriert. Im anspruchsvollen Umfeld des Geschäftsjahres 2022/2023 per 30.09.2023 legte der Fonds +0,2% zu (Nettoinventarwertbasis, nach Kosten in der institutionellen Anteilscheinklasse) und konnte sich damit im Wettbewerbsumfeld behaupten.

Im November 2018 hat die Gesellschaft einen weiteren Publikumsfonds nach deutschem Recht gestartet, den FO Core Plus, ebenfalls von der Monega Kapitalanlagegesellschaft administriert. Per 30.09.2023 lag das Fondsvolumen bei EUR 16,3 Mio. Die Wertentwicklung betrug hier im Geschäftsjahr 2022/2023 per 30.09.2023 +1,8% (Nettoinventarwertbasis, nach Kosten). Aufgrund der weiterhin unsicheren Marktlage erwartet die Gesellschaft bei diesem Produkt auch zukünftig gute Nachfrage. Die Strategie ermöglicht eine Aktienmarktpartizipation bei begrenztem Risiko.

Beide Fonds mussten im Geschäftsjahresverlauf einen leichten Rückgang der Assets under Management hinnehmen, was jeweils der Anteilsscheinrückgabe eines Investors geschuldet war.

Darüber hinaus bietet die Gesellschaft Multi-Asset Strategien in individueller, maßgeschneiderter Form für institutionelle Investoren. Diese Produkte entstammen der Produktlinie "Multi-Asset-Investment Strategien", die eine Kernkompetenz Asset Allokation der Gesellschaft widerspiegelt. Die Publikumsfonds Multi-Asset Global 5 und FO Core Plus sind über die Monega Kapitalanlagegesellschaft auf zahlreichen Fonds- (vertriebs-)Plattformen erwerbbar.

Der Markt für Asset Manager mit besonderer Spezialisierung wächst weiter. Insbesondere die Digitalisierung sowie die Ausrichtung auf nachhaltige Anlagestrategien spielen dabei eine große Rolle. In Bezug auf die Digitalisierung entwickelt die Gesellschaft ihre regelgebundenen, selbst programmierten Strategien weiter und hat im abgelaufenen Jahr auch in der Vermögensverwaltung neue Systeme zur Markt- und Depotüberwachung erschaffen. So wurde in eine neue Software/App investiert, die den Investmentprozess stärker digitalisiert und gleichzeitig den Investoren erweiterte Informationen zu ihren Strategien bietet. Auch innerhalb der Strategien spielen beispielsweise die Themen Digitalisierung bzw. Künstliche Intelligenz sowie andere Megatrends eine große Rolle. Die Gesellschaft setzt hier einen Schwerpunkt der Vertriebsbemühungen, sei es im Eigenvertrieb oder über Vertriebspartner.

Im Bereich der Nachhaltigkeit investiert die Gesellschaft bereits seit längerem im Portfoliokontext in solche Exchange-Traded-Funds, die eine dezidierte Nachhaltigkeitsstrategie anwenden. Allerdings hat die Gesellschaft bis auf weiteres entschieden, keine nachteiligen Auswirkungen von Investitionsentscheidungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren zu berücksichtigen und ihre Strategien auch nicht als nachhaltig zu bewerben. Diese Entscheidung liegt in der hohen rechtlichen Unsicherheit bzw. Intransparenz der Anforderungen und den damit verbundenen Kosten begründet. Die Gesellschaft ist aber sehr wohl bereit, einen Beitrag zu einem nachhaltigeren, ressourceneffizienten Wirtschaften zu leisten und wird im Jahresverlauf die weitere Entwicklung einer entsprechenden Anlagestrategie in Erwägung ziehen.

Die Gesellschaft sieht ihren Geschäftsschwerpunkt weiterhin im Bereich der Asset Allokation und des Risikomanagements. Dabei erwartet die Gesellschaft auch in 2024 aufgrund der hohen geopolitischen Risiken eine gute Nachfrage nach defensiven Strategien sowie Absicherungsstrategien für Aktienportfolios aus Risikoreduzierungsüberlegungen von Anlegern. Die Gesellschaft bietet dabei institutionellen Kunden (und Privatanlegern über die beiden Fonds) verschiedenartige, individuelle Lösungen an, sei es als Fonds oder als Beratungsmandat. Im Bereich der Privatanleger sieht die Gesellschaft in 2024 gute Chancen durch einen erneuten Risikoaufbau solcher Anleger, die bisher vorrangig Liquidität gehalten haben. Hierbei spielt auch die Entwicklung der Zinsen eine Rolle und bietet entsprechende Geschäftschancen aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus, wonach Strategien, die auf regelmäßiges Zinseinkommen aus Rentenpapieren und/oder Dividenden setzen, wieder eine interessante Geschäftsmöglichkeit darstellen.

Während die Gesellschaft das Publikumsgeschäft sowie das Geschäft mit institutionellen Kunden weiterbetreiben wird, liegt der Schwerpunkt und das Wachstum im Bereich der privaten Vermögensverwaltung. Im letzten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres haben die Einnahmen aus der Vermögensverwaltung erstmalig die Einnahmen aus dem Fondsgeschäft übertroffen. Im Bereich der Vermögensverwaltung nutzt die Gesellschaft ihr Know-How aus dem institutionellen Geschäft und plant, hier Ihr Geschäftsvolumen in 2023/2024 deutlich auszuweiten.

Nach dem extrem schwierigen Börsenjahr 2022 und der Erholung der Märkte in 2023 bestehen aufgrund möglicher, erster Zinssenkungen für 2024 durchaus Chancen, jedoch bleiben globale Konjunkturrisiken, ausgelöst durch die Geopolitik oder einen möglichen Wiederanstieg der Inflation immanent. Auch könnte sich das gestiegene Zinsniveau weiter negativ auf Unternehmen und Banken auswirken. Auch bezüglich des privaten Verbrauchs sowie der Vermögensposition von Privaten könnten sich das Preisniveau und insbesondere die Energiekosten weiter als Belastung erweisen. Da die Kapitalmärkte die Erwartung sinkender Zinsen jedoch tendenziell vorwegnehmen, besteht im Jahresverlauf die Chance auf ein wieder freundlicheres Börsenumfeld.

Die Gesellschaft arbeitet aktuell mit einer festangestellten Vollzeitkraft sowie zwei Geschäftsführern. Teilweise sind Funktionen der Gesellschaft außerhalb des Portfolio Managements an Drittunternehmen ausgelagert.

2. Lage der Gesellschaft

2.1 Ertragslage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022/2023 konnten Bruttoprovisionserträge in Höhe von EUR 221.182,67 erzielt werden. Dies entspricht einem Anstieg von ca. 13,3% gegenüber dem Vorjahr und liegt im Wesentlichen im Wachstum der individuellen Vermögensverwaltung begründet. Die Bruttoprovisionserträge stellen den maßgeblichen finanziellen Leistungsindikator dar.

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen betrugen im Berichtsjahr EUR 493.194,90 und haben sich damit um gut 30% gegenüber dem Vorjahr ermäßigt. Ursächlich dafür waren die in 2021/22 hohen Prozess-/Rechtsberatungskosten sowie Investitionen in Vertrieb und Produkte. Das operative Ergebnis lag in 2022/2023 bei einem Verlust von EUR 281.687,19. Dadurch wurde zwar der operative Verlust um 37,9% gegenüber dem Vorjahr reduziert, erreichte aber noch nicht die Planzahlen der Geschäftsführung.

Im Zuge des in 2023 endgültig abgeschlossenen, erfolgreich bestrittenen Prozesses flossen außerordentliche Erträge in Höhe von EUR 196.657,47. Weiterhin wurden außerordentliche Erträge in Höhe von EUR 107.331,81 aus Corona-Überbrückungshilfen III und IV vereinnahmt. Der Periodengewinn i.H.v. EUR 21.960,35 wird aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages an die Alleingesellschafterin abgeführt. Das Jahresergebnis beträgt daher EUR 0,00.

2.2 Vermögenslage

Die Aktiva der Gesellschaft bestehen im Wesentlichen aus Forderungen an Kreditinstitute (Bankguthaben) und Forderungen gegen die Alleingesellschafterin. Weitere Aktiva stellen Forderungen aus Verwaltungsgebühren gegenüber Kunden aus dem regulären Geschäftsbetrieb sowie Sachanlagen dar. Die Bilanzsumme liegt mit EUR 634.775,64 leicht höher als im Vorjahr. Die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag liegt mit 64,0% annähernd unverändert gegenüber dem Vorjahr.

Die Passiva der Gesellschaften bestehen im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten gegenüber Kl aus einer Dienstwagenfinanzierung, Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin aus Umlagen und Umsatzsteuer (Organschaft) sowie Rückstellungen.

2.3 Finanzlage

Die Finanz- und Liquiditätslage der Gesellschaft wird im Wesentlichen durch die liquiden Aktiva sowie durch Forderungen gegen die Alleingesellschafterin bestimmt. Der wechselseitige Übertrag von Liquidität zwischen der Gesellschaft und der Gesellschafterin entspricht der langjährigen Praxis zwischen Mutter- und Tochterunternehmen, nicht zuletzt aufgrund der Organschaft beider Gesellschaften. Der wesentliche Teil der Nettoforderung wird als Vermögensverwaltungsmandat von der Gesellschaft für die Gesellschafterin verwaltet. Bisher hat die Alleingesellschafterin etwaige Liquiditätsdefizite der Gesellschaft über den Ergebnisabführungsvertrag jederzeit abgedeckt.

Die Finanzziele des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden noch nicht erreicht. Dies liegt im harten Wettbewerb des Institutionellen Geschäftes sowie den Anlaufkosten des Wachstums der Vermögensverwaltung begründet. Die Geschäftsentwicklung im 4. Quartal 2023 (siehe Punkt 6) gibt Anlass zur Erwartung, dass gegen Ende des Geschäftsjahres 2023/24 der operative Break-Even auf Monatsbasis erreicht werden kann.

Im Rahmen des Forschungsprojektes "Digitalisierung VV" wurden bereits im vorangegangenen Geschäftsjahr durch Eigenprogrammierung Investitionen in die Digitalisierung der Abläufe der Vermögensverwaltung vorgenommen. Dies erschien mit Blick auf das aktuelle Wachstum in der Vermögensverwaltung geboten. Weiterhin wurde im Geschäftsjahr 2022/23 eine Software erworben, die Portfoliokonstruktions- und - controllingprozesse digitalisiert und vereinfacht und gleichzeitig auch den Kunden als App einen zusätzlichen Nutzen bietet.

4. Chancen- und Risikobericht

4.1 Risikomanagement

Hinsichtlich des Risikomanagements unterscheidet die Gesellschaft die Ebene der Investmentprodukte sowie die der Gesellschaft. Die Ausführungen an dieser Stelle beziehen sich auf das Risikomanagement der Gesellschaft. Die Gesellschaft unterscheidet Risiken für das Wertpapierinstitut, Risiken für die Kunden, Liquiditätsrisiken und Risiken für den Markt. Diese werden in einer jährlichen Risikoinventur ermittelt und bewertet. Vorrangig sind dabei die Risiken für das Wertpapierinstitut sowie Risiken für die Kunden. Risiken für den Markt sind aufgrund der Größe der Gesellschaft gering.

Liquiditätsrisiken sind aufgrund des noch defizitären, operativen Geschäftes auch in 2024 nicht auszuschließen, die wie in der Vergangenheit von der Muttergesellschaft gedeckt werden. Die Geschäftsführung ist weiterhin bestrebt, die Gesellschaft durch Kostenmanagement sowie steigende Einnahmen aufgrund von neuen Produkten, vor allem aber neuen Mandaten, zu stärken. Sonstige Marktpreisrisiken liegen nicht vor, da die Gesellschaft keinen Eigenhandel betreibt und ihre Liquidität aktuell täglich fällig anlegt.

Zur Begrenzung operationeller Risiken hat die Gesellschaft umfangreiche Prozesse hinsichtlich Aufbau- und Ablauforganisation entwickelt. Die Gesellschaft hat einen Notfallplan und führt eine regelmäßige Risikoinventur durch, um operationelle Risiken zu kontrollieren und zu reduzieren. Die Überwachung dieser Risiken zeigt aktuell über die erwähnten Punkte hinaus keine besonderen Vorkommnisse. Die Risikomanagement- Systeme der Gesellschaft werden sich mit höherem Geschäftsvolumen entsprechend weiterentwickeln.

Nach dem Ende der Corona-Pandemie (SARS-COV-2) sieht die Gesellschaft weiterhin Risiken aufgrund der geopolitischen Lage für den Welthandel und das globale Wachstum. Die Situation im Roten Meer kennzeichnet die Verwundbarkeit der globalen Lieferketten und stellt ein Risiko für die Preisentwicklung dar.

4.2 Chancen und Risiken

Die Vertriebsbemühungen hinsichtlich institutioneller Kundschaft sowie im Bereich der Anlage- bzw. Finanzberater werden im Geschäftsjahr 2023/2024 fortgeführt und intensiviert werden. Hinsichtlich der institutionellen Kunden wird die Gesellschaft weiterhin durch einen externen Vertriebspartner unterstützt.

Aufgrund der Besonderheiten des institutionellen Asset Managements ist die weitere Entwicklung der Performance ein besonders kritischer Erfolgsfaktor für die Gesellschaft. Investoren fordern regelmäßig Mindestsummen hinsichtlich des verwalteten Vermögens. Diese Besonderheit hat bisher eine zügigere Entwicklung der Gesellschaft in institutionellen Bereich erschwert. Nachdem die beiden Fonds nun jeweils eine zumindest fünfjährige Wertentwicklung vorweisen können, erwartet die Gesellschaft hieraus neue Impulse. Gleiches gilt generell für risikoorientierte Allokationsstrategien im herausfordernden Marktumfeld.

Neben dem Vertrieb der Publikumsfonds Multi-Asset Global 5 und FO Core plus wird die Gesellschaft weiterhin die Produktlinie "Multi-Asset-Investment Strategien" in Form von individuellen Produktvariationen an institutionelle Investoren vertreiben. Im Bereich "Nachhaltigkeit" hält sich die Gesellschaft die Optionen offen, entweder mit Partnern oder auch eigenständig an neuen ESG-Produkten in 2024 zu arbeiten oder die weitere Entwicklung der regulatorischen Anforderungen noch abzuwarten (siehe Punkt 1).

Insgesamt zeigt die Erfahrung der letzten 3 Jahre, dass das Wachstumspotenzial im Bereich der Vermögensverwaltung einen Vertriebsschwerpunkt rechtfertigt. Dies schließt den Ausbau der digitalen Vermögensverwaltung mit dem Partner V-Check mit ein.

Nach Geschäftsjahresende zeigte sich im 4. Quartal 2023 ein starkes Wachstum bei der Neuakquisition von Mandaten in der Vermögensverwaltung. So konnten die Assets under Management im Vergleich zum Vorquartal in der Vermögensverwaltung um 15,6% gesteigert werden. Aufgrund tendenziell steigender Margen in der Vermögensverwaltung (höherpreisige Produkte, Vereinnahmung von Performancegebühren) konnten die Einnahmen der Vermögensverwaltung im 4. Quartal 2023 gegenüber dem Vorquartal sogar um ca. 27% gesteigert werden. Die Gesellschaft verzeichnet diese Dynamik unverändert kräftig auch im 1. Quartal 2024, die laufenden Vertriebsgespräche lassen auch für den weiteren Verlauf 2024 eine erhebliche Verbesserung der Einnahmen erwarten.

Zur Akquisition vermögender Privatkunden werden neben dem Netzwerk der Geschäftsführung (Family Offices, Direktkontakte, Tippgeber) auch die sozialen Medien genutzt. Der Bereich sozialer Medien hat sich in den letzten 12 Monaten als wichtiger Vertriebskanal etabliert, als Plattform für Werbemaßnahmen wie z.B. Webinare und für die direkte Kundengewinnung.

Die Gesellschaft sieht ihren Wettbewerbsvorteil in einem stringenten Investmentprozess, der innovative Prozesse und quantitative Systeme miteinander kombiniert. Aufgrund der Unternehmensgröße als Investmentboutique sieht sich die Gesellschaft in der Lage, zügig auf Marktveränderungen zu reagieren und neue Produkte bzw. Strategien zu etablieren sowie in einer größeren Kundennähe.

Risiken des Kerngeschäfts bestehen vorrangig im konjunkturellen Umfeld, das durch relativ hohe (Notenbank-)zinsen und geopolitische Krisen gekennzeichnet ist. Dies könnte auch in 2024 die Risikofreude der Investoren und die Kapitalmarktbewertungen belasten. Die rezessive Konjunkturlage in Deutschland sowie das schwache Wachstum in Europa kombiniert mit der globalen Verschuldungsproblematik stellen ein Risiko für die Wertentwicklung der Kapitalmärkte und damit auch für die Entwicklung und die Erträge der Gesellschaft dar. Zusätzlich sind die Wahlen in vielen Ländern in 2024 ein weiteres Risiko bezüglich politischer Veränderungen, die in ihrer Tragweite heute noch nicht abschätzbar sind.

Das Ende des Zinszyklus und die Chance auf Zinssenkungen durch die Notenbanken bereits in 2024 könnte hingegen zu einer Fortsetzung der zuletzt positiven Aktien- und Anleihenmarktentwicklung führen. Die Gesellschaft sieht sich mit Ihrem erweiterten Produkt- und Dienstleistungsangebot dafür gewappnet. Risiken sieht die Gesellschaft in der noch begrenzten Anzahl an Mandaten und den damit verbundenen Konzentrationsrisiken, die allerdings in 2022/23 reduziert werden konnten.

Die Gesellschaft wird ihre Risikomanagement- und Compliance-Prozesse in Abhängigkeit aufsichtsrechtlicher Anforderungen sowie in Bezug auf das Wachstum des Geschäftsvolumens überarbeiten und weiterentwickeln.

5. Prognose und Ausblick

Den beschriebenen Weg plant die Gesellschaft in 2024 weiter zu verfolgen. Finanzwirtschaftliches Ziel der Gesellschaft ist es, die operative Ertragskraft der Gesellschaft in 2024 über die Gewinnung neuer Mandate und Zugewinnen bei den AuM, vor allem in der Vermögensverwaltung, aber auch in den Publikumsfonds, signifikant zu verbessern und spätestens zum Geschäftsjahresende die operative Profitabilität auf Monatsbasis zu erreichen. Diesem Ziel fühlt sich die Geschäftsführung gemeinschaftlich verpflichtet. Gemäß aktueller Planung wird für das Jahr 2023/2024 ein Verlust von TEUR 88 erwartet, im Jahr darauf wird ein leicht positives Ergebnis von TEUR 41 prognostiziert.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Geschäftsjahresabschluss haben sich nicht ereignet.

 

Frankfurt am Main, den 3. Mai 2024

alpha beta asset management GmbH

Carsten Vennemann

Markus van de Weyer

N. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

218 Nach dem Ergebnis unserer Prüfung haben wir dem Jahresabschluss und dem Lagebericht der alpha beta asset management GmbH, Frankfurt am Main, zum 30. September 2023 folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die alpha beta asset management GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der alpha beta asset management GmbH, Frankfurt am Main (im Folgenden "Gesellschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §§ 340k, 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Gensingen, den 19. August 2024

App Audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jürgen App, Wirtschaftsprüfer

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