WINCOR NIXDORF Facility GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Alexandra Morgner seit 20.11.2025 | Prokura |
Matthias Gök seit 16.2.2024 | Prokura |
Oliver Jordan seit 16.2.2024 | Geschäftsführer |
Andreas Bürger seit 16.2.2024 | Geschäftsführer |
Daniel Saak seit 13.2.2020 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Diebold Nixdorf, Inc. | 57.80% |
Diebold Nixdorf Dutch Holding B.V. | 42.20% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Diebold Nixdorf Operations GmbHPaderbornJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Gesellschaftsrechtliche Grundlagen
Allgemeine AngabenDie WINCOR NIXDORF International GmbH, Paderborn, (im Folgenden "WNI") ist die alleinige Gesellschafterin der Diebold Nixdorf Operations GmbH, Paderborn, (im Folgenden "DNO") und hält das gezeichnete Kapital im Nennbetrag von EUR 25.000,00. Es besteht eine umsatzsteuerliche sowie eine gewerbe- und körperschaftsteuerliche Organschaft sowie ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der WNI. Der Beherrschungsvertrag wurde mit Wirkung zum 15. Dezember 2014 ins Handelsregister eingetragen. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 der DNO ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) und unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeAnlagevermögenImmaterielle Vermögensgegenstände beinhalten gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten sowie den Geschäfts- oder Firmenwert. Entgeltlich erworbene Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten werden im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über drei bis fünf Jahre nach der linearen Methode abgeschrieben. Für den aktivierten Geschäfts- und Firmenwert wurde im Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung eine voraussichtliche Nutzungsdauer von zehn Jahren zugrunde gelegt und nach der linearen Methode abgeschrieben. Die voraussichtliche Nutzungsdauer von zehn Jahren liegt im Rahmen einer vertretbaren Nutzungseinschätzung, welche regelmäßig überprüft wird. Sachanlagen beinhalten andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung. Sie werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen nach der linearen Methode bewertet. Die Herstellungskosten beinhalten neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie angemessene Teile der Abschreibungen auf Fertigungsanlagen und Verwaltungskosten. Fremdkapitalkosten werden nicht berücksichtigt. Die Abschreibungsdauer beträgt höchstens fünfzehn Jahre, wobei auch Zugänge bei den Sachanlagen unter Anwendung der pro rata temporis Regel abgeschrieben werden. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten von weniger als EUR 250,00 netto schreiben wir im Zugangsjahr in voller Höhe ab. Für Sachanlagen mit einem Anschaffungswert zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 werden Sammelstammsätze angelegt, die über drei bis fünf Jahre abgeschrieben werden. UmlaufvermögenDie in den unfertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen enthaltenen unverrechneten Lieferungen und Leistungen und geleisteten Anzahlungen sind zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten bewertet. Die unverrechneten Lieferungen und Leistungen beinhalten eigene sowie bezogene Personal- und Sachkosten. Bei Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag bzw. zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Abschreibungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls sowie für Länderrisiken gebildet. Dem allgemeinen Ausfallrisiko wird durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen, die die individuellen historischen Ausfallwahrscheinlichkeiten der Kunden pauschaliert berücksichtigen. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. EigenkapitalDas gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. RückstellungenDie Bewertung der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt nach der Projected-Unit-Credit-Method (PUC-Methode). Dabei werden diese nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit einem gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB von der Deutschen Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren veröffentlichten Zinssatz abgezinst. Bei der Bewertung werden wie im Vorjahr die Heubeck-Sterbetafeln 2018G zugrunde gelegt. Per 31. Dezember 2023 wurden folgende Parameter angesetzt:
Gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB wurde bei der Abzinsung der Pensionsrückstellungen der durchschnittliche Marktzinssatz verwendet, der sich aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren ergibt. Bis zum Bilanzstichtag 30. September 2016 war demgegenüber der durchschnittliche Marktzinssatz zu verwenden, der sich aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergeben hatte. Der sich aus diesen unterschiedlichen Zeiträumen ergebende Unterschiedsbetrag beträgt zum 31. Dezember 2023 EUR 43.036 (i. Vj. EUR 144.870). Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch und verteilt den Aufwand aus der BilMoG-Umstellung linear über einen Zeitraum von maximal 15 Jahren. Zum Abschlussstichtag beläuft sich die Unterdeckung der Pensionsrückstellungen auf EUR 41.357 (i. Vj. EUR 82.717). Die sonstigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt. Bei den sonstigen Rückstellungen werden zukünftige Kosten- und Preissteigerungen berücksichtigt, soweit ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen für Altersteilzeit werden für Erfüllungsrückstände und Aufstockungsbeträge abgeschlossener Verträge gebildet. Die Bewertung erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen wie im Vorjahr unter Beachtung der Heubeck-Sterbetafeln 2018G mit einem Zinssatz von 1,08 % (i. Vj. 0,58 %) und einer Gehaltsdynamik von 2,75 % (i. Vj. 2,75 %). Gewährleistungsrückstellungen spiegeln im Wesentlichen die geschätzten zukünftigen Kosten zur Erfüllung vertraglicher Anforderungen bezüglich verkaufter Waren wider. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden nicht abgezinst. Bei den sonstigen Rückstellungen werden zukünftige Kosten- und Preissteigerungen berücksichtigt, soweit ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Der Erfolgsausweis aus Änderungen des Abzinsungssatzes erfolgt innerhalb der sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge bzw. der Zinsen und ähnlichen Aufwendungen. WährungsumrechnungGeschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet: Langfristige Fremdwährungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs bei Entstehung umgerechnet und am Abschlussstichtag zum niedrigeren bzw. zum höheren Stichtagskurswert unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Erträge und AufwendungenUmsatzerlöse werden ausgewiesen, wenn die Lieferungen oder Leistungen ausgeführt sind und der Gefahrenübergang erfolgt ist. Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen umfassen die Einstandskosten der verkauften Handelswaren und Dienstleistungen sowie anteilige Kosten für externe Mitarbeiter. Sie beinhalten neben den direkt zurechenbaren Kosten, wie Material- und Personalkosten, auch die zurechenbaren Abschreibungen auf das Anlagevermögen. Die Vertriebskosten enthalten neben den Kosten der Vertriebsabteilungen und des Außendienstes die Kosten der Werbung und der Logistik. In den Verwaltungskosten werden die Personal- und Sachkosten der Leitungs- und Verwaltungsstellen ausgewiesen. SteuernAlle Verpflichtungen oder Ansprüche, die im Geschäftsjahr entstanden sind, sind nach den für die Gesellschaft maßgeblichen Steuervorschriften berücksichtigt. Die Gesellschaft ist Organgesellschaft einer umsatzsteuerlichen Organschaft mit der Diebold Nixdorf Holding Germany GmbH, Paderborn, und einer ertragsteuerlichen Organschaft mit der WNI. Es ergeben sich insoweit keine im Geschäftsjahr zu berücksichtigenden Erstattungsansprüche oder Nachzahlungsverpflichtungen aus Ertrag- und Umsatzsteuern. Erläuterungen zur Bilanz(1) AnlagevermögenDie Veränderungen der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 sind im Anlagespiegel dargestellt, der dem Anhang als Anlage beigefügt ist. (2) Vorräte
(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen in Höhe von EUR 641.416,80 (i. Vj. EUR 1.870.390,10) gegen die Gesellschafterin WNI enthalten. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 5.033.108,26 (i. Vj. EUR 4.310.999,86) enthalten. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. (4) EigenkapitalDas gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt EUR 25.000,00 (i. Vj. EUR 25.000,00). Es ist voll eingezahlt. (5) Rückstellungen
Folgende Sachverhalte sind in den sonstigen Rückstellungen berücksichtigt:
(6) Verbindlichkeiten
Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin WNI enthalten. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 74.224,44 (i. Vj. EUR 48.931,84) enthalten. Bei den sonstigen Verbindlichkeiten handelt es sich in Höhe von EUR 114.449,76 (i. Vj. EUR 318.540,53) um Verbindlichkeiten aus der Gehaltsabrechnung und mit EUR 341.366,75 (i. Vj. EUR 348.860,45) um Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungAbschlussgliederungDie Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB. (7) Umsatzerlöse
Die folgende Übersicht enthält die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Regionen und Bereichen:
(8) Sonstige betriebliche ErträgePeriodenfremde Erträge in Höhe von EUR 83.547,82 (i. Vj. EUR 74.036,19) resultieren aus der Auflösung von Rückstellungen für Personal sowie aus den übrigen sonstigen Rückstellungen. Außerdem sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 53,00 (i. Vj. EUR 185,34) enthalten. (9) Materialaufwand
(10) Personalaufwand
(11) Zinsergebnis
Sonstige AngabenAnzahl der ArbeitnehmerIm Durchschnitt des Berichtsjahres wurden 401 (i. Vj. 412) Mitarbeiter beschäftigt. Diese waren in folgenden Funktionen tätig:
Sonstige finanzielle VerpflichtungenVerpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen bestehen in folgender Höhe:
Honorar für Dienstleistungen des AbschlussprüfersFür die erbrachten Dienstleistungen des Abschlussprüfers KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wurden folgende Honorare berechnet:
Angaben zu Organen der GesellschaftDie Mitglieder der Geschäftsführung sind:
Auf den Ausweis der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. KonzernzugehörigkeitDie Gesellschaft ist ein 100%-iges Tochterunternehmen der WNI. Die Berichtsgesellschaft wird über die Muttergesellschaft in den Konzernabschluss der Diebold Nixdorf, Inc. mit Sitz in North Canton, Ohio/USA (im Folgenden auch "DNI"), für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 einbezogen. Der Konzernabschluss wird auf den Internetseiten der Diebold Nixdorf, Inc. sowie im Unternehmensregister veröffentlicht. Der Konzernabschluss der DNI stellt den kleinsten und größten Konsolidierungskreis dar.
Paderborn, den 20. September 2024 Diebold Nixdorf Operations GmbH Andreas Bürger, Geschäftsführer Oliver Jordan, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 20231. Grundlagen des Unternehmens1.1. Struktur und GeschäftstätigkeitRechtliche UnternehmensstrukturDie Diebold Nixdorf Operations GmbH, Paderborn (im Folgenden auch kurz als "Gesellschaft" oder "DNO" bezeichnet) wird im Handelsregister Paderborn unter der Registernummer HRB 3887 geführt. Der Unternehmenssitz ist am Heinz-Nixdorf-Ring 1 in 33106 Paderborn. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die DNO erbringt Software Professional Services, Hardware Services sowie Total Installation Services (Installation, Logistik, Bautätigkeiten und Einrichtungsberatungen) für die Banken- und Retail Industrie. Die Gesellschaft wurde zum 9. Januar 2001 gegründet. Direkte Muttergesellschaft der DNO ist die WINCOR NIXDORF International GmbH (im Folgenden "WNI"). Die Gesellschaft ist Organgesellschaft einer umsatzsteuerlichen Organschaft mit der Diebold Nixdorf Holding Germany GmbH, Paderborn, und einer ertragsteuerlichen Organschaft mit der WNI. Zwischen der DNO und der WNI wurde am 26. November 2014 ein Ergebnisabführungsvertrag mit Wirkung zum 21. Januar 2015 geschlossen. Die Berichtsgesellschaft wird über die Muttergesellschaft in den Konzernabschluss der Diebold Nixdorf, Inc. mit Sitz in North Canton, Ohio/USA, (im Folgenden "DNI") für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 einbezogen. Der Konzernabschluss wird auf den Internetseiten der DNI veröffentlicht. Annahme der UnternehmensfortführungDie Gesellschaft ist durch Verrechnungskonten mit anderen Konzerngesellschaften in die Finanzierungsaktivitäten des Konzerns des obersten Mutterunternehmens Diebold Nixdorf, Inc. ("DNI") eingebunden. Die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Diebold Nixdorf Operations GmbH in den kommenden zwölf Monaten ist nach Beurteilung der Geschäftsführung gegeben. Darüber hinaus hat die Gesellschaft von der DNI eine Patronatserklärung in Form einer Liquiditätsausstattungsgarantie erhalten. Mittels dieser Patronatserklärung verpflichtet sich die DNI unmittelbar, die Gesellschaft auf Verlangen in einem solchen Maße finanziell auszustatten, dass die Gesellschaft ihrer Geschäftstätigkeit weiter nachgehen und ihre fälligen Zahlungsverpflichtungen erfüllen kann. Die Patronatserklärung hat eine unkündbare Laufzeit bis zum 31. Dezember 2025 und erlischt vorzeitig bei einem Verlust der Kontrolle über die Gesellschaft. Diese Vereinbarung verlängert sich automatisch um jeweils ein Jahr, wenn sie nicht mit einer Frist von zwölf Monaten vor dem jeweiligen Enddatum gekündigt wird. GeschäftsführungDie DNO wird von Andreas Bürger und Oliver Jordan als einzelvertretungsberechtigte Geschäftsführer geleitet. Die Geschäftsführung leitet die Gesellschaft in eigener Verantwortung und führt die Geschäfte auf Basis der gesetzlichen Vorschriften sowie der Satzung bzw. des Gesellschaftsvertrags der DNO. Im Mittelpunkt aller Entscheidungen und Handlungen steht dabei die Wahrung der Unternehmensinteressen. Bestimmte Geschäfte, die im Gesellschaftsvertrag der DNO definiert sind, bedürfen der Zustimmung durch die Gesellschafterversammlung. GeschäftsmodellDie DNO operiert als ein Leistungserbringer für Unternehmen der Diebold-Gruppe und hierbei hauptsächlich für die Diebold Nixdorf Deutschland GmbH, Paderborn, ("DND"). Die DND bzw. die übrigen Leistungsempfänger innerhalb der Diebold-Gruppe stehen ihrerseits im Leistungsaustausch mit den unternehmensexternen (End-)Kunden und beauftragen dementsprechend die DNO für Professional Services, Hardware Services und Total Installation Services. Entwicklung von Geschäftsprozessen mit intelligenten IT-Lösungen. Das Geschäftsmodell der DNO zielt darauf ab, mithilfe der Vertriebseinheiten der Diebold-Gruppe (insb. die DND) Banken und Handelsunternehmen bei der erfolgreichen Ausrichtung ihres Geschäfts auf die Anforderungen des digitalen Zeitalters effizient zu begleiten. Im Rahmen dessen zählt es zu den zentralen Aufgaben der Gesellschaft, die digitalen und stationären Vertriebskanäle möglichst geschäftsfördernd miteinander zu vernetzen. Damit die Diebold-Gruppe in Zukunft wettbewerbsfähig bleibt, gewinnen für unsere Kunden zwei Faktoren stark an Bedeutung: Zum einen müssen sie sich angesichts der steigenden Bedeutung elektronischer und mobiler Kommunikationskanäle auf neue Konsumentengewohnheiten bzw. -erwartungen einstellen. Es gilt, das Kundenerlebnis kanalübergreifend zu erhöhen. Zum anderen zwingen sie Rahmenbedingungen wie zunehmender Wettbewerb, das Zinsniveau oder Regulierungen zur weiteren Verbesserung der Kostenstrukturen. Ein wichtiger Hebel dazu ist die weitere Prozessautomatisierung und -optimierung. Hinzu kommt, dass sowohl bei Retailbanken als auch im Handel die internationalen Expansionsprozesse weiter voranschreiten: Sie erfordern technische Lösungen, die problemlos auf die Anforderungen neuer Märkte angepasst bzw. erweitert werden können. Die DNO integriert und mainteniert bei ihren Kunden die erforderliche Informationstechnologie aus Software, Hardware und Services, um diese Herausforderungen bewältigen und neue Marktchancen erschließen zu können. Angesichts der voranschreitenden Digitalisierung will die Gesellschaft ihr Wachstum bei Software und softwarenahen Dienstleistungen beschleunigen. Zudem mit innovativer Hardware und zugehörigen Service-Dienstleistungen Geschäftschancen nutzen und auf diesem Gebiet Ressourcen anpassen, um kosteneffizienter und noch wettbewerbsfähiger zu werden. Entscheidend für den Geschäftserfolg der DNO ist es deshalb, führende Technologien und Lösungen zu entwickeln, integrieren und maintenieren sowie innovative Betreibermodelle "As-a-Service" zu unterstützen. Sie zielen darauf ab, vor allem die Schnittstellen in den Prozessen mit Kunden der Gesellschaft zu ihren Kunden einfacher zu gestalten und das Geschäft für eigene Kunden effizienter und produktiver zu machen. Diese kontinuierliche Transformation des Geschäfts eigener Kunden wird erreicht, indem die Gesellschaft ein tiefes Verständnis für deren Prozesse entwickelt und sich so nachhaltig als Innovationspartner etabliert. In diesem Zusammenhang zählt es zu den zentralen Stärken der Gesellschaft, dass Kunden alle Leistungen und das notwendige Know-how aus einer Hand beziehen können. Das reduziert für sie die Komplexität im Prozess. Zudem kann die Gesellschaft ihre Stärken integriert einbringen. Sie baut dabei ihre Kompetenz systematisch aus. Darüber hinaus entwickelt die Gesellschaft unmittelbar am Markt neue wettbewerbsstarke Leistungsangebote. Hinzu kommt, dass sie die Unternehmen durch eine ganzheitliche fachliche Begleitung tendenziell langfristig an die Diebold-Gruppe binden kann. Wirtschaftliches Handeln im Rahmen ihres Geschäftsmodells muss im Einklang mit den Grundsätzen der Nachhaltigkeit stehen. LeistungsangebotAngebot erstreckt sich von Software- über Service- bis zu Hardware-Leistungen. Die DNO integriert und mainteniert bei Retailbanken und Handelsunternehmen IT-basierte Lösungen, mit denen sie ihre Geschäftsprozesse kanalübergreifend effizient gestalten und weiter automatisieren können. Das Portfolio umfasst die Bereiche Software, Services und Hardware. Dabei deckt sie das gesamte Leistungsspektrum ab - von der Prozessberatung über das Design, die Beratung und Integration einer Lösung bis hin zu ihrer Begleitung bzw. Maintenierung während des Betriebs. Der Vertrieb erfolgt jedoch über die entsprechenden Einheiten in der Diebold-Gruppe (insb. die DND). Angebotsschwerpunkt ist die Verknüpfung der digitalen und der stationären Vertriebskanäle durch Omnichannel-Software. Das Angebot erstreckt sich auch auf die Integration mobiler Technologien wie Tablets, die zum Beispiel in Bankfilialen zur weitergehenden Beratung eingesetzt werden können, oder Kassenapplikationen auf mobilen Geräten im Handel. Die hochverfügbaren IT-Lösungen ermöglichen eine kundenfreundliche und sichere Abwicklung von Standard-Transaktionen im Retailbanking sowie serviceorientiertes Einkaufen. Neben einer ihrer Kernkompetenzen, der Verarbeitung von Bargeld, entwickelt die Gesellschaft ihr Angebot zur Verarbeitung bargeldloser Transaktionen ständig weiter. 1.2. MitarbeiterDie Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 401 Mitarbeiter (i. Vj. 412). Diese waren in folgenden Funktionen tätig:
2. Wirtschaftsbericht2.1. Wirtschafts- und BranchenumfeldEntwicklung der GesamtwirtschaftDie jüngere Vergangenheit war für die Weltwirtschaft von einer Vielzahl von Herausforderungen geprägt, von denen zwei Ereignisse von besonderer Relevanz gewesen sind. Dies waren zum einen weltweite Unterbrechungen der Lieferketten als Nachläufer der COVID-19-Pandemie und zum anderen eine globale Energie- und Nahrungsmittelkrise, welche durch den von Russland initiierten Angriffskriege in der Ukraine ausgelöst wurde. Insbesondere diese Ereignisse führten in Summe zu einem massiven Inflationsanstieg, welcher in einer weltweiten Straffung der Geldpolitik durch die Zentralbanken resultierte. Trotz dieser exogenen Schocks ist die Weltwirtschaft nicht in eine Rezession geraten und kann ein stabiles Wachstum ausweisen. In seinem World Economic Outlook von April 2024 betont der Internationale Währungsfonds (IWF) die bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit der Weltwirtschaft. Der Inflationsschub führte entgegen einigen Prognosen nicht zu einer unkontrollierten Lohn-Preis-Spirale und das Beschäftigungs- und Einkommenswachstum blieb stabil. Stattdessen konnte bereits im Jahr 2023 ein signifikanter Rückgang der Inflation verzeichnet werden. Gemäß dem IWF näherte sich die Gesamtinflation in den meisten Volkswirtschaften Ende 2023 zum ersten Mal ihrem vorpandemischen Niveau an. Im letzten Quartal 2023 lag die Gesamtinflation in den Industrienationen bei 2,3 % und in den Schwellen- und Entwicklungsländern bei 3,9 %. Diese Teuerungsraten weisen dennoch ein höheres Niveau als der angestrebte Zielwert der Zentralbanken zur Wiederherstellung der Preisstabilität auf. Das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) verzeichnete im Jahr 2023 einen Anstieg von 3,2 % und erreichte damit das Niveau des Vorjahres von 3,5 %. Innerhalb der Industrienationen ermittelte der IWF in seinem Bericht für die Euroländer ein durchschnittliches Wachstum von 0,4 %. Im Vergleich zu den anderen Eurostaaten weist Deutschland ein negatives Wachstum von -0,3 % auf. Für die USA ergibt sich aus den Berechnungen des Fonds für das Jahr 2023 ein Anstieg des BIP von 2,5 %. Unter den Schwellen- und Entwicklungsländern mit einem durchschnittlichen Wachstum des BIP von 4,3 % weisen China (5,2 %) und Indien (7,8 %) ein besonders hohes Wachstum auf. Entwicklung des BranchenumfeldsDie weltweiten Ausgaben für Informationstechnologie (IT) in den Bereichen Banking und Retail steigen trotz der vergangenen ökonomischen Schocks weiter an. Wie aus einer Studie des Marktforschungsunternehmens Pierre Audoin Consultants (PAC) vom März 2023 hervorgeht, lagen die weltweiten IT-Ausgaben im Bankensektor im Jahr 2022 bei 534,9 Mrd. Euro. Dies entspricht einer Steigerung von 7,8 % gegenüber dem Vorjahr. Für das Jahr 2023 prognostiziert die Studie einen weiteren Anstieg der Ausgaben auf 565,5 Mrd. Euro. Im Retail Sektor lagen die IT-Ausgaben im Jahr 2022 bei 224,2 Mrd. Euro, was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 8,6 % entspricht. Die Prognose für das Jahr 2023 beträgt 236 Mrd. Euro. Ein starker Wachstumstreiber in beiden Branchen ist das Geschäft mit Software und softwarebezogenen Dienstleistungen (sog. Software as a Service). WELTWEITE IT-AUSGABEN IM BANKING SEKTOR. In Mrd €
Quelle: PAC, März 2023; WELTWEITE IT-AUSGABEN IM RETAIL SEKTOR. In Mrd. €
Quelle: PAC, März 2023; Banken:Der Bankensektor sah sich in den letzten Jahren mit einer Reihe von Herausforderungen konfrontiert, die durch verschärfte Kontrollen, digitale Innovationen und die Konfrontation mit neuen Wettbewerbern gekennzeichnet waren. Die Banken mussten sich diesen Herausforderungen in einem historisch niedrigen Zinsumfeld stellen. Die jüngste Vergangenheit zeigt jedoch eine positive Entwicklung. Eine Analyse von McKinsey & Company bescheinigt in ihrem Global Banking Annual Review vom Oktober 2023, dass die letzten 18 Monate die profitabelste Periode für Banken seit 2007 waren. Dies ist auf steigende Zinsen und ein günstiges Kreditumfeld zurückzuführen. Die Finanzinstitute sind weiterhin gefordert, die eingeleiteten Transformationsprozesse voranzutreiben. Dies gilt insbesondere für die beschleunigte Verlagerung vom traditionellen Filialgeschäft hin zu digitalen Kanälen. Die Nutzung von Online- und Mobile-Banking hat in einer Welt, in der Technologie und künstliche Intelligenz eine immer wichtigere Rolle spielen werden, stark zugenommen. Retail:Die aktuelle Studie "What matters to today's consumer" von Capgemini aus dem Jahr 2023 beschreibt, dass die Interaktionen mit dem stationären Handel aufgrund der aktuellen Lebenshaltungskostenkrise und der Preissensibilität der Verbraucher im Vergleich zum Vorjahr abnehmen. Allerdings wird auch ein besonderer Fokus der Kunden auf Lieferung und Abwicklung beschrieben. Eine klare Abgrenzung zwischen Online- und stationärem Handel ist weniger eindeutig als in der Vergangenheit. Kunden können problemlos zwischen beiden Bereichen wechseln und erwarten zunehmend ein vergleichbares Niveau an Service und Interaktionsmöglichkeiten. Verbraucher werden zunehmend ihre eigenen mobilen Geräte für Einkäufe im Geschäft nutzen und erwarten, dass sie online begonnene Einkäufe im Geschäft abschließen können. Ein Beispiel hierfür sind sogenannte Click-and-Collect-Transaktionen. Auch kontaktlose Bezahlmöglichkeiten wie Self-Checkout-Terminals werden zunehmend bevorzugt. 2.2. Finanzielle LeistungsindikatorenDie bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren zur Steuerung der DNO und Grundlage von Managemententscheidungen sind die Umsatzerlöse sowie das operative Ergebnis, kurz "EBITA". Eine Überleitung zum EBITA, ausgehend vom Jahresergebnis, ist in der Erläuterung zur Ertragslage enthalten. Als ergänzende finanzielle Kennzahlen werden neben dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit auch das Working Capital sowie die Bruttomarge, Forschungs- und Entwicklungskosten und die Vertriebs- und Verwaltungskosten betrachtet. Die EBITA-Rendite stellt dabei eine weitere ergänzende finanzielle Kennzahl zur Kontrolle und Steuerung des operativen Geschäfts dar. Die ergänzenden finanziellen Kennzahlen gehören selbst jedoch nicht zu den bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren. 2.3. Geschäftsverlauf der Diebold Nixdorf Operations GmbHErtragslageDer Umsatz lag im Geschäftsjahr 2023 mit EUR 49.309.082,71 deutlich über dem Niveau des Vorjahres mit einem Umsatz in Höhe von EUR 44.395.279,39. Die im Vorjahr beschriebene leichte Umsatzerhöhung konnte somit sogar übertroffen werden. Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Bereichen wie folgt auf:
Die folgende Übersicht enthält die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Regionen und Bereichen:
Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen ("Umsatzkosten") sind gegenüber dem Vorjahr um EUR 1.748.699,74 auf EUR 44.206.205,12 gestiegen. Im Vorjahr beliefen sich die Herstellungskosten auf EUR 42.457.505,38. Die Herstellungskostenquote beträgt 89,7 % bezogen auf die Umsatzerlöse (i. Vj. 95,6 %). Das Bruttoergebnis (Umsatzerlöse abzgl. Umsatzkosten) hat sich von EUR 1.937.774,01 auf EUR 5.102.877,59 erhöht, was zugleich ein Anstieg der Bruttomarge (Verhältnis des Bruttoergebnisses zum Umsatz in Prozent) von 4,4 % auf 10,3 % bedeutet. Der unterproportionale Anstieg der Umsatzkosten und die damit verbundene deutliche Erhöhung des Bruttoergebnisses und der Bruttomarge basiert hauptsächlich auf Kostensenkungen umsatzbezogener Personalkosten. Die Vertriebskosten betrugen im Geschäftsjahr 2023 EUR 186.495,34 (i. Vj. EUR 174.227,54). Die Verwaltungskosten beliefen sich im gleichen Zeitraum auf EUR 779.160,21 (i. Vj. EUR 779.114,27), die Verwaltungskostenquote lag bei 1,6 % (i. Vj. 1,8 %). Die sonstigen betrieblichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen betragen EUR 83.547,82 (i. Vj. EUR 74.036,19) und aus Währungseffekten EUR 53,00 (i. Vj. EUR 185,34). Das operative Ergebnis (EBITA) belief sich auf EUR 4.220.721,62 (i. Vj. EUR 1.058.401,04). Dies entspricht einer EBITA-Marge von 8,6 % (i. Vj. 2,4 %). Das im Vorjahr erwartete leicht höhere EBITA im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 konnte somit übertroffen werden. Zum wirtschaftlichen Ergebnis (EBITA) leiten wir wie folgt über:
Das Zinsergebnis (Saldo aus sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sowie Zinsen und ähnlichen Aufwendungen) belief sich auf EUR 504.248,28 (i. Vj. EUR -177.507,82). Davon entfallen EUR 670.848,28 auf verbundene Unternehmen (i. Vj. EUR 14.954,18). Das Ergebnis nach Ertragsteuern beträgt EUR 4.724.969,90 (i. Vj. EUR 880.893,22). Mit der WNI als Organträgerin besteht eine ertragsteuerliche Organschaft. Im Rahmen der Organschaft wird das Ergebnis nach Steuern an den Organträger abgeführt. Das Ergebnis nach Steuern und Ergebnisabführung beläuft sich somit im Geschäftsjahr 2023 wie im Vorjahr auf EUR 0,00. Vermögenslage
Zum 31. Dezember 2023 betrug die Bilanzsumme EUR 17.886.095,74 und lag damit um EUR 1.793.996,65 über dem Wert vom 31. Dezember 2022 in Höhe von EUR 16.092.099,09. Das lang- und mittelfristig gebundene Vermögen belief sich auf EUR 674.411,50 (i. Vj. EUR 874.633,50). Das kurzfristig gebundene Vermögen erhöhte sich im Geschäftsjahr 2023 um EUR 1.994.218,65. Es betrug zum Stichtag EUR 17.211.684,24 (i. Vj. EUR 15.217.465,59). Die wesentlichen Veränderungen betreffen die Forderungen gegen verbunden Unternehmen und die Vorräte. Die unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr aufgrund angefallener, aber noch nicht final abrechenbarer Leistungen um EUR 193.826,89 von EUR 1.615.731,85 auf EUR 1.809.558,74, während die geleisteten Anzahlungen um EUR 137.214,34 von EUR 304.597,14 auf EUR 167.382,80 zurückgingen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen erhöhten sich im gleichen Zeitraum um insgesamt EUR 1.823.508,90 auf EUR 15.013.403,53. Forderungen gegen die Gesellschafterin WNI sind in Höhe von EUR 641.416,80 (i. Vj. EUR 1.870.390,10) enthalten. Insgesamt stand der DNO Eigenkapital sowie langfristiges Fremdkapital in Höhe von EUR 9.454.051,00 (i. Vj. EUR 10.447.308,00) zur Verfügung. Hiervon entfallen auf Rückstellungen für Pension und ähnliche Verpflichtungen EUR 8.725.809,00 (i. Vj. EUR 9.537.960,00). Des Weiteren werden als langfristige sonstige Personalrückstellungen EUR 583.242,00 (i. Vj. EUR 764.348,00) ausgewiesen. Das kurzfristige Fremdkapital einschließlich kurzfristiger Rückstellungen betrug zum Stichtag EUR 8.432.044,74(i. Vj. EUR 5.644.791,09). Die Erhöhungen betrafen im Wesentlichen Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die um EUR 2.743.451,90 von EUR 3.058.197,30 auf EUR 5.801.649,20 anstiegen. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin WNI enthalten. FinanzlageDie Gesellschaft verfügt über ein Bankkonto bei der Deutschen Bank AG. Das Konto wird im Rahmen der Konzernfinanzierung im Diebold-Konzern entsprechend des täglichen Bedarfs disponiert und mit ausreichenden Finanzmitteln ausgestattet bzw. überschüssige vorhandene Finanzmittel werden entsprechend abgeführt. Die Gesellschaft hat zum 31. Dezember 2023 Forderungen aus der Konzernfinanzierung in Höhe von EUR 9.980.295,27 (i. Vj. EUR 8.878.894,17). Zum Bilanzstichtag bestanden wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten aus der Konzernfinanzierung. Darüber hinaus verfügt die Gesellschaft über eine unmittelbare Patronatserklärung von der obersten Muttergesellschaft der DNI. Zu den Details wird auf den Abschnitt 1.1. Struktur und Geschäftstätigkeit, Unterabschnitt Annahme der Unternehmensfortführung verwiesen. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr und zum Bilanzstichtag jederzeit gegeben. Gesamtaussage zur GeschäftsentwicklungVor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, der dargestellten Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft und der Ereignisse nach dem Bilanzstichtag ist die Geschäftsentwicklung der DNO im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 insgesamt besser als erwartet verlaufen. 3. Chancen- und RisikoberichtDie DNO wird regelmäßig mit Chancen und Risiken konfrontiert, die sich sowohl positiv als auch negativ auf die Vermögenswerte des Unternehmens, den Gewinn, den Cashflow, aber auch auf immaterielle Werte wie die Reputation auswirken können und untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. In diesem Chancen- und Risikobericht erläutern wir die wesentlichen Chancen und Risiken für das Unternehmen und stellen abschließend das Chancen- und Risikoprofil der DNO dar. 3.1. Darstellung wesentlicher Chancen und RisikenChancen und Risiken werden kontinuierlich anhand des operativen Geschäftsverlaufs ermittelt und bewertet. Die nachfolgende Aufstellung zeigt die im Rahmen der Analyse identifizierten, wesentlichen Chancen und Risiken für den Prognosezeitraum der Gesellschaft für das nächste Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024. Volkswirtschaftliche FaktorenSignifikante Auswirkungen auf das budgetierte EBITA können sich dadurch ergeben, dass sich einzelne Volkswirtschaften, aber auch die allgemeine weltwirtschaftliche Lage anders als prognostiziert entwickeln. Gründe hierfür können unterschiedlicher Natur sein. Konjunkturschwankungen in den Absatzmärkten der DNO sind hierunter genauso zu subsumieren wie die nicht vorhersehbare positive oder negative Entwicklung in den Krisenherden der Welt, wie aber auch deren Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum der großen Volkswirtschaften. Insofern ist es plausibel, dass dieser externe und nur begrenzt zu steuernde Einfluss das Schwankungsintervall zur Zielprognose beidseitig öffnet. Konkret wird in Bezug auf die volkswirtschaftliche Entwicklung das bewertete Risiko im Vergleich zu den potenziellen Chancen als deutlich höher eingeschätzt. Die generell angespannte geopolitische Lage sowie Veränderungen aufgrund von Inflation und darauffolgende weltweite Straffung der Geldpolitik durch die Zentralbanken haben starke Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und die Entwicklung der Aktienmärkte. Des Weiteren wird durch kriegerische Auseinandersetzungen zwischen Russland und der Ukraine sowie diverse Nahost-Konflikte die Volkswirtschaft stark beeinflusst. Vorerst sind keine wesentlichen finanziellen Auswirkungen auf das Geschäft der DNO erkennbar. Allerdings wird die Gesellschaft durch die aktuelle Situation mit operativen Schwierigkeiten und Kostenerhöhungen konfrontiert. Dies gilt insbesondere in Bezug auf die Koordinierung von Lieferketten und Verzögerungen in der Auslieferung von Hardware-Produkten. Dagegen können Software- und Service-Leistungen bislang weiterhin ohne Unterbrechung bereitgestellt werden. Allerdings könnten sich längerfristig Belastungen ergeben, die sich aufgrund der derzeit ständig ändernden Lage allerdings schwer quantifizieren lassen. Weiterhin sind gerade auch unsere Kunden mit ihrem Geschäft teilweise massiv von den ökonomischen Auswirkungen betroffen und werden sich in ihrem Investitionsverhalten anpassen, welches wiederum einen direkten Einfluss auf das Geschäft der Gesellschaft hat. Relevanter MarktUnter der Kategorie der strategischen Chancen und Risiken sind neben den volkswirtschaftlichen Faktoren ebenfalls Veränderungen innerhalb der speziell für das Portfolio der DNO relevanten Märkte zu subsumieren. Als relevante Märkte bezeichnen wir diejenigen Absatzräume, in denen wir mit unserem Produktportfolio für Retailbanken und Handelsunternehmen tätig sind. Dieses Portfolio besteht aus Hardware, Software sowie Services. Hervorzuheben sind hier auch Chancen sowie Risiken im Zusammenhang mit Trends im Bereich der Automatisierung und Digitalisierung in einigen dedizierten Märkten. Diese können auch Auswirkungen auf Technologieentscheidungen unserer Kunden haben, oder diese aufgrund von gestiegener Projektkomplexität gegebenenfalls verzögern. Darüber hinaus sehen wir Risiken für den Fall, dass sich Firmen mit ähnlichem Produktportfolio für einen regionalen Marktzutritt entscheiden oder mit einer geänderten Vertikalisierungsstrategie den Markt beeinflussen und sich dies in der Folge in einem reduzierten Ergebnis bei der Gesellschaft widerspiegelt. Demgegenüber besteht die Möglichkeit einer Ergebnissteigerung, wenn Konkurrenten einzelne Märkte aufgeben oder die DNO die eigene Marktposition in dedizierten Segmenten im Vergleich zum Wettbewerb stärken kann. Ungeachtet der Wettbewerbssituation können sich durch eine hohe Akzeptanz von Produkten am Markt Dynamiken in positiver wie auch negativer Richtung durch die nur begrenzt vorhersehbare Marktreaktion auf einzelne Portfolioelemente ergeben. Konkret bewerten wir die in diesem Zusammenhang zu erfassenden Risiken höher als die aufzuführenden Chancen aufgrund der aktuellen Situation im relevanten Markt. Supply Chain ManagementDie DNO ist als Anbieter von IT-Lösungen und -Services von einer funktionierenden Versorgungskette abhängig. Die Versorgungssicherheit ist - auch bei der Umsetzung neuer Sourcingstrategien - entlang der Wertschöpfungskette sicherzustellen. Obwohl wir im Supply Chain Management konsequent einen durchgängigen Ansatz vom Lieferanten bis zum Kunden verfolgen, können Ergebniswirkungen - ausgelöst durch Ereignisse entlang der Versorgungskette innerhalb der Funktionen Beschaffung, Produktion oder Vertrieb - nicht vollständig ausgeschlossen werden. Beschaffungsseitig streben wir danach, generell die Resilienz zu erhöhen, sei es dadurch Single-Sourcing-Situation zu vermeiden oder durch Veränderung in den Fertigungsstätten unserer Lieferanten geografische Abhängigkeiten zu verringern. Im Rahmen der Fertigungsrestrukturierung zielen wir auf eine deutliche Erhöhung des Anteils der in der Region für die Region gefertigten Systeme. Dabei legen wir großen Wert darauf auch die lokalen Beschaffungsketten an die lokalen Produktionsstätten anzupassen. Hierbei sind wir für die Produktion von Diebold Nixdorf angestrebt immer ein Optimum zwischen Kosteneffizienz, Lieferverfügbarkeit und effektiver Nutzung von Kapital zu erzielen. Daraus können positive Kosteneffekte generiert werden. Im Umkehrschluss können sich aber auch negative Ergebniswirkungen durch Abweichungen von der geplanten Kapazitätsauslastung, die auf generierte bzw. nicht generierte Skaleneffekte zurückzuführen sind, ergeben. Im Generellen hat sich die Beschaffungsmarktsituation insbesondere im Hinblick auf die Abhängigkeit von asiatischen und im Speziellen auch chinesischen Lieferanten verbessert. Die allgemeine Logistiksituation auf den Haupttransportrouten hat sich gegenüber den Vorjahren wieder deutlich verbessert. Dennoch haben auch aktuelle Störeinflüsse aufgrund diverser Krisenherde Auswirkungen auf unsere Lieferketten (z. B. Attacken auf Handelsschiffe im Roten Meer), auf welche wir inzwischen besser in der Lage sind, situativ zu reagieren und unsere Supply-Chain mit überschaubaren Mehrkosten aufrecht zu halten. VertriebDie DNO hat keine eigene Vertriebsstruktur, sondern konzentriert sich auf die Erbringung von Software-Services, Hardware-Services sowie Installationsleistungen (Installation, Logistik, Bautätigkeiten und Einrichtungsberatungen) in den Geschäftsbereichen Banken und Retail. Die Leistungen erbringt sie ausschließlich gegenüber Unternehmen der Diebold-Gruppe, die als Dienstleister gegenüber den Kunden auftreten. Die Umsatzerlöse werden daher nahezu vollständig mit Unternehmen der Diebold-Gruppe erzielt. Damit unterliegt die DNO lediglich mittelbar den Absatzrisiken der leistenden Gesellschaften innerhalb der Diebold-Gruppe. KundenprojekteDa die DNO nicht als Leistungserbringer direkt in Kontakt mit den Endkunden steht, sondern Leistungen ausschließlich an Unternehmen der Diebold-Gruppe erbringt, ist sie lediglich mittelbar den Risiken aus Kundenprojekten ausgeliefert. Dabei hat sich in den vergangenen Jahren das Geschäft der Diebold-Gruppe verändert. Die Komplexität von Projekten hat weiter spürbar zugenommen. Als Anbieter komplexer IT-Lösungen und -Services ist die Gesellschaft in Kundenprojekte mittelbar eingebunden, die einen dedizierten Freigabeprozess durchlaufen und oftmals eine mehrjährige Laufzeit haben, bei denen Termin- und Kostenüberschreitungen innerhalb der einzelnen Teilprojekte nicht generell auszuschließen sind. Klar definierte Projektorganisationen, Projektmanagementmethoden und erfahrene Projektmanager sichern die Umsetzung von Projekten. Dennoch ist es im Besonderen bei komplexen Software-Projekten oder im Bereich der Übernahme des Betriebs von komplexen Kunden-IT-Umgebungen möglich, dass signifikante Risiken im Verlauf der Projektimplementierung oder des operativen Betriebs auch für die DNO entstehen, auch wenn sie gegenüber den Kunden nicht als direkter Leistungserbringerin auftritt. Daneben seien im Zuge der Kundenprojekte folgende Chancen/Risiken beispielhaft genannt: Mehr- und Minderaufwand bei Fixpreisverträgen, Partnerabhängigkeiten, Zeitverschiebungen, Haftungs- und Pönaleregelungen. Die Ursachen der zuvor beschriebenen Risiken können vielschichtig sein und bedingen eine individuelle Strategie zur Risikovermeidung. Die Verantwortung zur Mitigation ist im gesamten Unternehmen zentral geregelt. Andererseits können bei der Umsetzung von Kundenprojekten auch Chancen entstehen. Auch wenn diese vom Ausmaß her geringer bewertet werden, kann eine erfolgreiche Projektsteuerung oder das Realisieren von Lerneffekten aus abgeschlossenen Projekten bei zukünftigen Kundenprojekten entscheidend zu einem überdurchschnittlich erfolgreichen Projekt beitragen und somit schließlich einen positiven Beitrag zur Planerfüllung leisten. Finanzwirtschaftliche RisikenKreditrisiken. Da die Gesellschaft überwiegend Forderungen gegen verbundene Unternehmen hat, sind Kreditrisiken eher begrenzt. Das maximale Ausfallrisiko ergäbe sich aus den Buchwerten der in der Bilanz angesetzten Forderungen. Liquiditätsrisiken. Die Gesellschaft ist über eine in der Schweiz ansässige und mit der Konzernmutter Diebold Nixdorf, Incorporated verbundenen Tochtergesellschaft, die Diebold Self Service Solutions LLC, in die Finanzierungsaktivitäten des Konzerns eingebunden. Das Liquiditätsrisiko wird insgesamt als niedrig eingestuft. Zinsrisiken. Zinsrisiken können sich aus den zinstragenden Forderungen und Verbindlichkeiten sowie aus Pensionsrückstellungen ergeben. Insgesamt ist das Zinsrisiko für die DNO jedoch als niedrig einzustufen. 3.2. Bedeutung der Risiken für die Diebold Nixdorf Operations GmbHBedeutungDie Bedeutung der vorgenannten Risiken für die DNO schätzen wir wie folgt ein:
GesamtrisikoDie Geschäftsführung der DNO sieht zum Berichtszeitpunkt und in absehbarer Zeit keine Einzelrisiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können. Auch aus dem Gesamtportfolio der weiteren Chancen und Risiken lässt sich aus Sicht der Geschäftsführung eine Gefährdung der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Berichts nicht erkennen. Die Gesamtrisikolage hat sich gegenüber dem Vorjahr insgesamt positiv entwickelt. 4. Prognosebericht4.1. Wirtschafts- und BranchenumfeldErwartete Entwicklung der GesamtwirtschaftTrotz der erfreulichen Entwicklungen im vergangenen Jahr bleiben zahlreiche Herausforderungen bestehen. Die Inflationstendenzen bewegen sich in die erwartete Richtung, liegen aber weiterhin über dem Zielwert. Der Inflationsrückgang ist in erster Linie auf nachlassende Spannungen in den Lieferketten und sinkende Energiepreise zurückzuführen. Die Dienstleistungsinflation bleibt jedoch hartnäckig. Die positive Entwicklung des Weltwirtschaftswachstums kann erhebliche Divergenzen zwischen den einzelnen Ländern überdecken. Vor allem die Vereinigten Staaten waren ein wichtiger Motor des jüngsten weltweiten Wachstums und gleichzeitig ein starker Nachfragefaktor, was zu Abhängigkeiten führen kann. Gleichzeitig muss jedoch die Widerstandsfähigkeit der Weltwirtschaft in den letzten Monaten berücksichtigt werden. Zu beachten sind auch die vielen positiven Entwicklungen, die in einigen Bereichen bereits wieder das Vorkrisenniveau erreicht haben. Unter Berücksichtigung der genannten Faktoren geht die aktuelle Prognose des IWF in seinem World Economic Outlook vom April 2024 dennoch davon aus, dass die Weltwirtschaft in den Jahren 2024 bis 2025 mit einer ähnlichen Rate wachsen wird wie im Jahr 2023. Zudem wird ein weiterer Rückgang der globalen Gesamt- und Kerninflation erwartet. Für die Kalenderjahre 2024 und 2025 wird ein Wachstum des weltweiten Bruttoinlandsprodukts von jeweils 3,2 % erwartet. Das prognostizierte Wachstum der Industrieländer liegt unter dem globalen Durchschnitt. Der IWF geht von einem BIP-Wachstum von 1,7 % im Jahr 2024 und 1,8 % im Jahr 2025 aus. Innerhalb der Gruppe der Industrienationen liegt das prognostizierte Wachstum der Euroländer unter diesem Durchschnittswert. Die Prognose ergibt einen Wert von 0,8 % im Jahr 2024 und 1,5 % im Jahr 2025. Erwähnenswert ist, dass Deutschland gemäß der Prognose das negative Wirtschaftswachstum des Jahres 2023 überwinden kann und ein Wachstum von 0,2 % bzw. 1,3 % in den nächsten beiden Kalenderjahren erwartet wird. Für die Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer prognostiziert der IWF ein BIP-Wachstum von jeweils 4,2 %, das damit auf dem Niveau von 2023 liegt. Entwicklung des BranchenumfeldsFür das Jahr 2024 prognostizieren die Analysten des Marktforschungsunternehmens Pierre Audoin Consultants (PAC) in ihrer Studie vom März 2023 weltweite IT-Ausgaben im Sektor Banking in Höhe von 596,4 Mrd. Euro, was einem Anstieg von 5,4 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Für den Sektor Retail erwartet PAC im Jahr 2024 weltweite IT-Ausgaben in Höhe von 250 Mrd. Euro, was einer Steigerung von 5,9 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Auch in einem weiteren Ausblick gehen die Analysten von einem anhaltenden Wachstum der weltweiten IT-Ausgaben aus. Demnach sollen die weltweiten Ausgaben im Bankensektor zwischen 2023 und 2026 um 5,2 Prozent pro Jahr steigen. Für den Retail-Sektor wird im gleichen Zeitraum ein Wachstum von 5,6 % pro Jahr erwartet. Dieses Wachstum führt im Jahr 2026 zu weltweiten IT-Ausgaben von 661,7 Mrd. Euro im Bankensektor und 279,9 Mrd. Euro im Retail-Sektor. Stärkster Wachstumstreiber bleibt in beiden Sektoren das Geschäft mit Software und softwarebezogenen Dienstleistungen (Software as a Service). Dies ist insbesondere auf die Auswirkungen der fortschreitenden Digitalisierung und Automatisierung zurückzuführen, wie aktuelle Studien, z. B. von Capgemini, zeigen. Auch das Outsourcing-Geschäft wird nach Einschätzung der Marktforscher weiter wachsen. WELTWEITE IT-AUSGABEN IM BANKING SEKTOR. In Mrd €
Quelle: PAC, März 2023; WELTWEITE IT-AUSGABEN IM RETAIL SEKTOR. In Mrd. €
Quelle: PAC, März 2023; Gesamtaussage zu den Rahmenbedingungen.Die Geschäftsführung sieht die DNO wieder vor einem anspruchsvollen Geschäftsjahr unter verbesserten Rahmenbedingungen. Die wirtschaftlichen Auswirkungen im Hinblick auf die globale Beschaffungsmarktsituation haben sich zwar verbessert, die Verfügbarkeitssituation für einzelne elektronische Bauteile und Komponenten sehen wir dennoch als angespannt. Dies kann zu Verzögerungen bei der Beschaffung von Zulieferkomponenten führen und Auswirkungen auf den Zeitpunkt der Umsatzlegung haben. Positiv wirkt aus Sicht der Geschäftsführung insbesondere die zunehmende Nachfrage im Bereich Bautätigkeiten und Sicherheitslösungen für Geldautomaten. Die Geschäftsführung analysiert daher stetig die sich ändernden Marktsituationen und modelliert in enger Abstimmung zu den Prioritäten verschiedene Szenarien zur Reaktion auf diese Entwicklungen. Zur Absicherung der finanziellen Stabilität werden wir weiterhin stetig Maßnahmen zur Kostensenkung verfolgen und bei Bedarf entsprechend intensivieren und mit der sich ändernden Nachfrage abstimmen sowie weiter einen starken Fokus auf unser Working Capital legen. 4.2. Erwartete Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2024 für die Diebold Nixdorf Operations GmbHFür das Geschäftsjahr 2024 wird sich nach aktuellen Einschätzungen der Geschäftsführung der Umsatz und das EBITA auf dem Niveau von 2023 bewegen. 4.3. Gesamtaussage zur voraussichtlichen GeschäftsentwicklungDas Ergebnis der Gesellschaft wird wesentlich durch die zuvor beschriebene Entwicklung der Gesellschaft geprägt und trägt der allgemeinen geopolitischen Lage und der anhaltenden Situation bezüglich des Russland-Ukraine-Krieg Rechnung. Allerdings lassen sich deren potenzielle Auswirkungen derzeitig nicht zuverlässig einschätzen. Darüber hinaus verweisen wir auf die Gesamtaussage zu den Rahmenbedingungen.
Paderborn, den 20. September 2024 Diebold Nixdorf Operations GmbH Andreas Bürger, Geschäftsführer Oliver Jordan, Geschäftsführer Disclaimer:Der Prognosebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Einschätzungen der Unternehmensleitung der DNO beruhen. Diese Aussagen sind nicht als Garantien dafür zu verstehen, dass sich diese Erwartungen auch als richtig erweisen. Insbesondere steht der Prognosebericht unter dem Vorbehalt, dass aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag Maßnahmen durch die Konzernmuttergesellschaft angeordnet werden können. Die zukünftige Entwicklung sowie die von der DNO und ihren verbundenen Unternehmen tatsächlich erreichten Ergebnisse sind abhängig von einer Reihe von Risiken und Unsicherheiten und können daher wesentlich von den zukunftsbezogenen Aussagen abweichen. Verschiedene dieser Faktoren liegen außerhalb des Einflussbereichs der DNO und können nicht präzise vorausgesagt werden, wie zum Beispiel das künftige wirtschaftliche Umfeld sowie das Verhalten von Wettbewerbern und anderen Marktteilnehmern. Eine Aktualisierung der zukunftsbezogenen Aussagen ist weder geplant noch übernimmt die DNO hierzu eine gesonderte Verpflichtung. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Diebold Nixdorf Operations GmbH, PaderbornPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Diebold Nixdorf Operations GmbH, Paderborn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Diebold Nixdorf Operations GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bielefeld, den 20. September 2024 KPMG
AG
Tokple, Wirtschaftsprüfer Adelt, Wirtschaftsprüfer Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 02. Oktober 2024. |
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